Prignitz Mikrosystemtechnik GmbH

Margarethenstraße 61, 19322 Wittenberge, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuruppin HRB 6358
Eingetragen
11.3.2005
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von bestückten LeiterplattenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.
Gegenstand
die Entwicklung, Fertigung und der Vertrieb von Mikrosystemen einschließlich zugehörender Baugruppen sowie elektronischer und elektromechanischer Baugruppen und Geräte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Andreas Giske
seit 20.12.2024
Prokura
Peter Krause
seit 27.2.2020
Geschäftsführer
Dietmar Arndt
seit 16.11.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (6)

NameAnteil
25.10%
14.82%
M****** S**** S****
13.00%

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

5 von 8 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
ALL-Impex GmbH Import/Export
Germany
25.10%
LIU LIU QIAN CAPITAL PTE.
Singapur
15.18%
D****** A****
14.82%
M****** S**** S****
13.00%
Avery Instrument Limited
Hongkong
10.20%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Prignitz Mikrosystemtechnik GmbH

Wittenberge

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

des Unternehmens Prignitz Mikrosystemtechnik GmbH, Wittenberge

I.

Grundlagen des Unternehmens

1.

Geschäftsmodell des Unternehmens

2.

Forschung und Entwicklung

I.

Wirtschaftsbericht

1.

Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.

Geschäftsverlauf

3.

Lage

4.

Finanzielle Leistungsindikatoren

I.

Prognosebericht

II.

Chancen- und Risikobericht

1.

Risiken

2.

Chancen

3.

Gesamtaussage

I.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst im Wesentlichen die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von Sensoren sowie Sensorsystemen, hauptsächlich Drucksensoren und Temperatursensoren. Hauptabsatzgebiete sind der inländische Markt, Europa, die USA und China.

Die Prignitz Mikrosystemtechnik GmbH gehört zu den Unternehmen, die ihre Produkte in vielen verschiedenen industriellen Anwendungsbereichen etabliert hat. So beliefert die Gesellschaft Kunden in zahlreichen Branchen und Weltweit:

Mobilhydraulik

Prozesstechnik

Wassertechnik

Maschinenbau

Eisenbahntechnik

Medizintechnik

Pneumatik

Heizungs- und Klimatechnik

Haustechnik.

Wasserstofftechnik

2. Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung neuer innovativer Produkte bildet bei der Prignitz Mikrosystemtechnik GmbH (im Folgenden kurz PMST) einen wichtigen strategischen Bestandteil der Firmenpolitik. Die PMST besitzt in ihrem Produktbereich eine sehr hohe Wertschöpfungstiefe vom Verarbeiten der Silizium-Sensorchips in Reinräumen bis hin zur Kalibrierung der kompletten Transmitter inklusive der dafür notwendigen Elektronik. Entsprechend wichtig ist es in allen Teilbereichen zukunftsfähige Entwicklungen durchzuführen.

Dass die PMST hier sehr erfolgreich ist, zeigt auch, dass die PMST in 2024 Preisträger des OWF-Wirtschaftspreises für das Land Brandenburg war. Dieser Preis wird an Unternehmen verliehen, die sich für Innovation und Zukunftsfähigkeit am Wirtschaftsstandort Deutschland auszeichnen. Übergeben wurde dieser Preis durch Carsten Schneider, Staatsminister beim Bundeskanzler und Beauftragter der Bundesregierung für Ostdeutschland im Mai 2024.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betragen ca. 7,2 % vom Umsatz.

Schwerpunkt der Entwicklung in 2023 waren Projekte zur breiteren Fortführung und Stabilisierung der PMST-Technologie "Piezoresistive 2 Point" (P2P) und die Einführung der Produktfamilie Explosion Proof "EXD".

In 2023 zeigte sich bereits, dass nach Allokation in 2022 Bauteile wieder besser verfügbar waren. Allerdings zeigten sich insbesondere zum Jahresende 2023 bereits kundenseitige Bedarfsreduzierungen, die vor allem durch den Abbau der extrem hohen Lager verursacht wurden. Eine verschärfte Wettbewerbssituation in Folge reduzierter Bedarfe deutet sich an. Aus diesem Grund wurde auch im Entwicklungsbereich bereits in 2023 ein Schwerpunkt darauf gelegt, neben innovativen Neuprodukten Kosten im Produktionsprozess und im Zuliefererbereich zu reduzieren.

Entwicklungsseitig wurden daher mehrere Projekte weiterbearbeitet, um alternative Zuliefererquellen freizugeben (Stahlmembranen, PCB, Elektronikkomponenten).

In der Produktentwicklung stand die Weiterentwicklung und Bemusterung der neuen PMP-S200 Serie im Vordergrund. Diese innovative Plattform ist eine Weiterentwicklung, mit der PMST auch für Großserien eine extrem wettbewerbsfähige Technologie für unseren Marktbereich einführt. In 2023 lag der Entwicklungsschwerpunkt bei der umfassenden Produktqualifikation für Kundenprojekte und die damit verbundenen Produktoptimierungen.

Geförderte Verbundprojekte wurden auch in 2023 erfolgreich weitergeführt, um Machbarkeiten von neuen Technologien und Produktideen zusammen mit Instituten und Universitäten umsetzen zu können.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

PMST ist Mitglied der AMA dem Netzwerk für die Schlüsselbranche Sensorik und Messtechnik. AMA vernetzt dabei ca. 430 Firmen und Institute. Unter anderem werden im Verein Informationen der Sensorik und Messtechnik ermittelt und ausgetauscht. Ein wichtiges Instrument dazu ist die AMA-Branchenstatistik, die die Situation unserer Branche sehr gut widerspiegelt.

Laut der AMA-Branchenstatistik weist die Branche Messtechnik und Sensorik für 2023 ein Umsatzplus von 6 % aus (2022: +10 %; 2021: +20 %, 2020: -2 %). Das langjährige Mittel liegt bei einem Umsatzplus von ca. 6,6 % jährlich. Der Verband berichtete in dem 2023 Jahresbericht aber auch von rückläufigen Auftragseingängen (-3% in Q4/2024) und stagnierenden Investitionstätigkeiten (2023: +1%; 2022: +18%). Der Exportanteil der Branche lag 2023 mit 48 % laut AMA deutlich geringer als in 2022 (65%).

Die Vorschau für 2024 zeigte, dass die Branche mit einer Stagnation der Umsätze rechnete. Dies hat sich im Wesentlichen auch bestätigt. Aus heutiger Sicht (Dez. 2024) rechnet die Branche in Summe mit einem deutlichen Umsatzrückgang für 2024. Laut der Q2/2024-Umfrage der AMA verzeichnete die Branche im zweiten Quartal 2024 einen Umsatzrückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Insbesondere steigende Material- und Energiepreise, sowie steigende Lohnkosten senken dabei die Profitabilität.

2. Geschäftsverlauf

Erreichte Teilergebnisse

Der Umsatz stagnierte in 2023 bei PMST auf dem Vorjahresniveau und lag damit etwas unter dem Branchendurchschnitt, nach deutlich höheren Umsatzsteigerungen in den Vorjahren.

Jahr 2019 2020 2021 2022 2023
Umsatz in Mio. EUR 7,41 7,48 10,20 12,27 12,26

Insbesondere im 4. Quartal zeigte sich bereits deutlich die beginnende Konjunkturschwäche mit einem Q4 Umsatz von 2,49 Mio. EURO nach durchschnittlichen Quartalsumsätzen von 3,29 Mio. EURO in den 3 Vorquartalen.

Das Betriebsergebnis lag mit 674 TEURO geringer als im Vorjahr (2022: 780 TEURO). Die Stabilisierung der Ertragslage steht insbesondere für 2024 im Fokus der Firma, da wir bereits Ende des Jahres 2023 mit einer andauernden Wirtschaftskrise rechnen mussten, was sich auch bewahrheitete. Die dazu eingeleiteten Aktionen wurden in 2024 umgesetzt (Kurzarbeit, Optimierung Einkaufsmaterialien, Lagerabbau, Personalabbau (kaum Neubesetzungen nach Personalweggang)).

Die neue P2P Technologie hat sich bei Kunden weiter bewährt. Neuprojekte werden mittlerweile größtenteils mit dieser neuen Technologie aufgebaut, weitere Bestandsprodukte wurden umgestellt.

Die Qualitätsziele wurden für das Jahr 2023 erreicht. Es gab eine größere Reklamation nach einem Produktionsfehler in Q2/23. Dabei entstand ein Rückrufschaden von ca. 70 T€, der teilweise durch die Produkthaftpflichtversicherung gedeckt wurde.

In 2023 wurde wieder ein Schwerpunkt in der Verbesserung der Unternehmenskommunikation gerichtet. Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem weiteren Aufbau des Produkt- und Änderungsmanagements.

Im Jahr 2023 wurden ein internes Systemaudit, 4 externe Kundenaudits, 2 Produktaudits und 4 Prozessaudits (TÜV Nord, IBExU, CSA, UL) durchgeführt. Es wurden keine Abweichungen von den Normforderungen auf Basis DIN EN ISO 9001:2015 festgestellt.

Einen Schwerpunkt im Bereich des Personalwesens bildete wieder die Qualifizierung des Personals aller Bereiche. Die Maßnahmen wurden mit Hilfe eines Schulungsplans vorbereitet, überwacht und ausgewertet.

Akquisition und Vertriebsvorbereitung

Der Vertrieb wurde Ende 2023 neu strukturiert und die Vertriebsleitung neu besetzt.

Die meisten Vertriebsanfragen sind unmittelbar mit technischen Fragestellungen verbunden. Die Zeit zur Bearbeitung war in der Vergangenheit für unsere Kunden zu lang. Aus diesem Grund wurden für allgemeine Anfragen technische Ansprechpartner aus dem Produktmanagement und dem Vertrieb festgelegt. Zusätzlich wurden für größere Kunden Key-Account-Manager festgelegt. Dies hat insbesondre bei unseren Stammkunden wie Parker, Variohm, Hydrotechnik und PMR zu einer erhöhten Kundenzufriedenheit geführt. Durch die schnellere technische Beurteilung und ersten schnellen Preisindikationen konnten zudem schnellere Sofortentscheidungen auch kundenseitig realisiert werden.

Mit der Teilnahme an Messen konnten wir insbesondere bei der "Sensor und Test" 2023 und auch 2024 unsere Marktpräsenz stärken. Die Hannovermesse 2023 und auch 2024 waren eine ideale Plattform für die Positionierung im H2-Markt. Allerdings zeigte sich hier, dass wenig neue konkrete Business Opportunities (NBO ́s) gewonnen werden konnten, so dass wir bei der Hannovermesse künftig nicht mehr teilnehmen. Dafür werden wir vermehrt Anwendermessen für unsere Sensorik testen.

In 2023 war die PMST auch Aussteller bei der Hydrogen Technology Expo Europe in Bremen (extremer Kostenanstieg in 2024, daher keine Teilnahme) und bei der Windenergy (2023 in Bremen und 2024 in Hamburg).

2023 konnten wir eine internationale Marketingspezialistin für unsere Marketingleitung einstellen. Neben unseren zielgenauen Messeteilnahmen steht vor allem das digitale Marketing im Fokus. Bereits in 2023 konnten wir hier unsere Sichtbarkeit deutlich stärken (komplett neue Datenblätter mit unseren neuen Nomenklaturen, neue Webseite, neue Firmenpräsentationen, Präsenz in den Social Media Plattformen).

Aber auch eine Markenstrategie der P2P Marke wurde erarbeitet und umgesetzt. In 2024 standen zusätzlich die Trainingsunterstützung für unsere Distributoren und die Generierung neuer Distributoren (Korea, Taiwan, Polen) im Vordergrund.

Durch die Aktivitäten wurden sowohl in 2023 aber vor allem auch in 2024 viele Neuprojekte gefunden und bemustert (H2-Markt in Korea und China, ExD-Markt in den USA, neue Projekte bei Bestandskunden wie Parker und Variohm). Zwar sind die Märkte vor allem im höheren Stückzahlbereich preissensitiver, aber vor allem mit unserer S200 Family sind wir auch auf einen härteren Wettbewerb vorbereitet.

Wertvoll für unsere Kunden ist weiter die hohe Wertschöpfungstiefe der PMST von der Aufbau- und Verbindungstechnologie im Reinraum bis hin zur Kalibrierung in Verbindung mit dem P2P Design und der dadurch hohen Flexibilität und Zuverlässigkeit und dem tiefen technischen Knowhow.

3. Lage

Ertragslage

In 2023 konnte bei einem Umsatz von 12,26 Mio. EUR ein Ergebnis von 287,5 TEUR, nach einem Umsatz in 2022 von 12,27 Mio. EUR und einem Ergebnis von 507,0 TEUR erreicht werden. Das Ergebnis liegt damit in 2023 zwar über dem 2021 Ergebnis (121,0 TEUR), aber deutlich unter dem 2022 Ergebnis.

Deutlich erhöht hat sich dabei der Aufwand für Finanz- und Beteiligungen von -143,4 TEUR in 2022 auf -267,2 TEUR in 2023.

Haupteinfluss waren bei den langfristigen Krediten die Aufnahme des Mezzanine Kredites in 2022 (Zinsen in 2023: 45,3 TEURO) und bei den kurzfristigen Krediten die Inanspruchnahme der erhöhten Kreditlinien.

Die wesentlichen Aufwandsposten sind die Material- sowie Personalkosten. Während die Materialkosten deutlich sanken, haben sich die Personalkosten in 2023 im Vergleich zum Vorjahr prozentual erhöht.

Positiv wirkten sich Optimierungen bei den Produktlinien aus, was sich auch im reduzierten Materialaufwand erkennen lässt (Materialquote ohne Bestandsveränderung: 50,0% in 2023 gegenüber 54,2% in 2022).

Insbesondere durch die deutlich geringeren Umsätze im 4.Quartal 2023, wurde das Ergebnis noch negativ beeinflusst.

Nach wie vor ist Deutschland der stärkste Absatzmarkt. Der Lieferanteil an Endabnehmer betrug in 2023 47 %, was einen deutlichen Anstieg zu 2022 bedeutet (40%).

Sehr positiv entwickelte sich auch der USA Markt mit einem Anstieg um 6% auf 20% in 2023. Die Marktschwäche in China zeigte sich auch bei PMST (8% in 2023 gegenüber 16% in 2022). Insbesondere die größeren Projekte mit Endabnehmern im chinesischen Baubereich gingen deutlich zurück.

Wie auch bei den AMA-Mitgliedern allgemein zu sehen, ging auch bei PMST der Exportanteil im Verhältnis zum Inlandsgeschäft deutlich zurück auf 53:47 in 2023 zu 66:34 (ohne Sondereffekte) in 2022.

Der Umsatz der verkauften Transmitter - gegliedert entsprechend der PMST Produktlinie - hat sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:

2021 2022 2023
Druck SPT 54,8 % 52,7 % 49,5 %
CiT 12,0 % 13,4 % 13,9 %
Module 10,8 % 8,6 % 8,7 %
DP-Sensoren + Schalter 3,1 % 2,5 % 2,0 %
Temperatur 5,5 % 5,8 % 8,0 %
Level 0,5 % 0,9 % 0,6 %
Dienstleistungen + Material 11,3 % 13,7 % 11,5 %
Lizenzen 3,7 %
Sonstige 1,9 % 2,5 % 2,1 %
Summe 10,2 Mio. € 12,3 Mio. € 12,3 Mio. €

In 2023 hat die PMST einen Lizenzvertrag über die P2P Technologie abgeschlossen, der entsprechend ab 2023 Einnahmen liefert.

Der Zinsaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich von 144 TEUR auf 267 TEUR. Dies resultiert vor allem aus dem in 2022 abgeschlossenen Mezzanine Kredit und der erweiterten Nutzung der Kreditlinien.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr soll anhand der folgenden Kennzahlen dargestellt und erläutert werden.

2021 2022 2023
Eigenkapitalquote 29,9 % 30,3 % 30,4 %
Eigenkapitalrentabilität 5,3 % 18,2 % 9,4 %
Sachanlagenintensität 27,9 % 22,3 % 21,1 %
Finanzergebnisquote -78,0 % -22,5% -65,6 %
Umsatzrentabilität 2,9 % 6,4 % 5,5 %
Personalintensität 29,9 % 28,0 % 32,0%

Bei einer um 942 TEUR gestiegenen Bilanzsumme und einem um 220 TEUR gesunkenem Jahresüberschuss ist die Eigenkapitalquote auf dem gleichen Niveau wie 2022 geblieben.

Auch in 2023 wurden wieder Investitionen im Produktionsbereich getätigt. Durch einige Investitionsverschiebungen (vorsichtigere Investitionstätigkeit in Anbetracht des sich abzeichnenden Konjunkturrückgangs - siehe Branchenreport 2023 und Umsatzentwicklung in Q4/2023), hat sich die Sachanlagenintensität leicht verringert. Das Finanzergebnis hat sich vor allem durch höhere Zinsaufwendungen verschlechtert. Die Fremdverbindlichkeiten sind im Wesentlichen durch vermehrte Inanspruchnahme der Kreditlinien und der Investitionstätigkeit gestiegen.

Das Ergebnis vor Ertragssteuern ist von 638 TEUR aus dem Jahr 2022 auf 408 TEUR in 2023 gesunken und wurde insbesondere durch die sich abzeichnende Konjunkturschwäche Ende 2023 beeinflusst. Infolgedessen ist die Umsatzrentabilität leicht gesunken.

Der Personalaufwand ist in 2023 in Folge der Gehaltsentwicklung gestiegen.

III. Prognosebericht

Entsprechend des Branchenberichts der AMA (siehe Marktlage) haben wir für das Jahr 2024 mit keinem wesentlichen Umsatzanstieg gerechnet. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich die Konjunktur in 2024 deutlich abgeschwächt hat und daher in 2024 mit einem deutlich geringeren Umsatz als in 2023 zu rechnen ist.

PMST hatte sich durch verschiedene Maßnahmen wie Kurzarbeit, Nichtbesetzung von freigewordenen Stellen, Lagerabbau, Optimierung des Materialeinkaufs auf den sich abzeichnenden kundenseitigen Bedarfsrückgang vorbereitet, so dass wir erwarten, dass das Ergebnis trotz alledem positiv bleibt.

Für das Jahr 2025 liegen die AMA-Erwartungen noch nicht vor. Die Marktanalyse von "Statista Market Insights" (https://de.statista.com/outlook/tmo/halbleiter/sensoren-aktuatoren/weltweit umsatz) geht davon aus, dass der weltweite Jahresumsatz von Sensoren und Aktoren in 2025 nach deutlichen Rückgängen in 2023 und 2024 wieder leicht steigt und sich auf dem Niveau von 2023 bewegt. Ende 2024 haben sich die Auftragseingänge bei PMST auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Insbesondere vermehrte Projektanfragen zu unserer P2P Technologie lassen uns auch optimistisch ins Jahr 2025 schauen. Allein zu unserer innovativen S200 Familie wurden in 2024 Angebote in der Größenordnung 5 Mio.€ geschrieben.

Unsere vermehrten Vertriebs- und Marketingaktivitäten tragen dabei erste Früchte.

Es ist abzuwarten, wie hier die Entwicklung branchenweit weitergeht. In Summe sieht sich PMST durch die beschriebenen Aktivitäten zwar weiter gut vorbereitet, ist aber vor allem von den nationalen Entwicklungen abhängig.

Um gestiegenen Materialpreisen und allgemeinen Kostensteigerungen entgegenzuwirken, hat die PMST auch in 2023 die Verkaufspreise leicht angehoben. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, wurde in 2024 aber der Schwerpunkt auf die Optimierung der Herstellkosten gelegt. Auch in 2025 sind daher nur kleinere Preissteigerungen geplant. Die Roherträge haben sich durch die beschriebenen Maßnahmen in 2023 (im Schnitt + >5%) und 24 (+1%) deutlich positiv entwickelt.

Eine hohe Bedeutung messen wir der fachlichen Qualifizierung der Mitarbeiter des Unternehmens bei. Des Weiteren wird die Prignitz Mikrosystemtechnik GmbH auch in Zukunft Facharbeiter ausbilden.

Besonderes Augenmerk legte und legt die Geschäftsführung auf den Abschluss von langfristigen Lieferverträgen mit den Schlüsselkunden. Insbesondere im Zusammenhang mit der neuen Produktgeneration PMP-S200 ergeben sich hier Möglichkeiten, da die Serie insbesondere im Volumenmarkt sehr wettbewerbsfähig ist. Um die Betreuung der zunehmend größeren Kunden zu unterstützen, hat PMST sehr erfolgreich in 2023 ein Key-Account Management eingeführt, was zu einer deutlichen verbesserten Kundenzufriedenheit führte.

Diese Maßnahmen und Ziele werden dazu beitragen, die angestrebte wirtschaftliche und finanzielle Konsolidierung voranzutreiben.

Das Ergebnis vor Steuern wird in 2024 stark durch den gesunkenen Umsatz begrenzt. Es zeichnet sich allerdings nun wieder eine Stabilisierung der Bedarfe ab. Für 2025 gehen wir von einem leichten Umsatzanstieg aus.

In 2023 wurde wieder in die Automatisierung mit Hilfe von Fremdfinanzierung investiert, um die gestiegenen Kundenbedarfe effektiv bedienen zu können. Dies war, ist und wird auch zukünftig eine wichtige Maßnahme zur Verbesserung des künftigen EBIT sein.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risiken

Zur ständigen Überwachung aller Risikofelder ist ein monatliches ausführliches Reporting installiert. Dabei wird ein großer Teil der Kennzahlen im Rechnungswesen erstellt und durch Qualitätskennziffern aus unserem Qualitätsmanagement ergänzt. Diese Informationen werden monatlich der Geschäftsführung zur Verfügung gestellt und im Leitungskreis kommuniziert.

Allgemeine Risiken liegen hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung in folgenden Bereichen:

Liquiditätssituation

Die weitere Optimierung des Lagerbestandes und die Erhöhung des Umsatzes in 2025 bei stabilen Materialkosten und optimierten Abläufen und eine Verringerung der Ausschussquote sind Hauptschwerpunkte der Tätigkeit der Geschäftsführung im Jahr 2024/ 2025, um die Liquiditätssituation zu verbessern.

Beschaffung

Die Auftragslage und Nachfrage haben sich wie beschreiben in 2024 deutlich abgeschwächt. Lieferzeiten haben sich wieder reduziert. Daher liegt nun ein Schwerpunkt in der Reduzierung von Lagerbeständen. Die gestiegenen Energie- und Personalkosten insbesondere in Deutschland beeinflussen stark die Materialkosten deutscher Zulieferer. Als exportorientiertes Unternehmen haben und werden wir größere Anstrengungen unternommen und unternehmen, um Materialzulieferungen aus dem Ausland ergänzend zu stärken. In 2024 sind größere Anteile der Stahlkomponenten und Elektronik-Service-Leistungen auf unsere asiatischen Partner umgestellt worden. Zur Reduzierung von regionalen Einkaufsrisiken, werden aber weiter - wenn auch in reduziertem Umfang - europäische insbesondere deutsche Zulieferer berücksichtigt.

Durch intensive produktionsbegleitende Prüfverfahren und einer weiter engen Kommunikation mit allen Lieferanten und Kunden ist geplant, die Kundenzufriedenheit in Bezug auf Liefertreue und Qualität zu stärken.

Produkthaftungsrisiken

Zusätzlich zu den am neuesten Stand der Technik orientierten Produktentwicklung und ständige Analyse der Reklamationen und internen Fehler sind die Haftpflicht-Versicherungen regelmäßig analysiert und optimiert worden.

Zurzeit sind keine wesentlichen Haftungsrisiken erkennbar.

Personalpolitik

Die Rekrutierung von Fertigungspersonal erweist sich zunehmend als kompliziert, um notwendige Kapazitätserweiterungen durchführen zu können. Hauptprobleme sind dabei der Fachkräftemangel, der Mangel an Schichtarbeitseinverständnis sowie ein zunehmend höheres Lohnniveau, auch bei unserem Stammpersonal. Die Ausbildung eigenen Personals bildet weiter eine wichtige Rolle, um so dem Fachkräftemangel zu begegnen.

2. Chancen

Durch die Entwicklung und die Herstellung von innovativen Produkten können bestehende und neue wachsende Märkte, zum Beispiel im Bereich Wasserstofftechnik, Gebäudetechnik, Medizingerätetechnik und auch Öl- und Gasförderung sowie in der Hydraulik, weiter erschlossen werden.

Die Reaktion der Kunden auf die neuen Produkte in der Angebots- und Bemusterungsphase ist durchweg sehr positiv.

Ziel ist es, durch generell verbesserte Unternehmenskennwerte in den Verhandlungen mit den Finanzpartnern die Zinslast zu verringern.

Wo möglich wird angestrebt, die Zahlungsziele zu den Debitoren und Kreditoren entsprechend zu optimieren und damit auch die Kontonutzung zu verbessern.

3. Gesamtaussage

Umsatzmäßig zeichnet sich in 2024 ein Umsatz in der Region 9 Mio. EUR ab. Ziel für das Jahr 2025 ist wieder ein Umsatz >10 Mio. EUR.

Durch die begleitenden Maßnahmen bei der Automatisierung, den vermehrten Vertriebsaktivitäten und die Einführung neuer innovativer Produkte soll erreicht werden, die Umsätze und Margen/Gewinne und damit die Unternehmenssituation wieder zu verbessern.

Auch unsere neue Kooperation mit Kunden und Partnern in einzelnen Produktfamilien (P2P, unsere PMI und PAM1-Technologien) sowie Entwicklungspartnerschaften (Materialforschung, neue physikalische Messgrößen wie Kraft und Konzentration) werden unsere technologische und Vertriebskraft stärken.

Die Einstellung von vorwiegend jüngeren Mitarbeitern führte zu einer Verbesserung der Altersstruktur im Unternehmen. Außerdem erwarten wir hierdurch neue Impulse für die Verwirklichung unserer anspruchsvollen Unternehmensziele.

V. Risikoberichterstattung zur Verwendung von Finanzinstrumenten

Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung des Währungsrisikos werden nicht genutzt.

Der Anteil des Umsatzes, welcher auf Basis von USD abgewickelt wird, deckt sämtliche Einkäufe in USD ab. Daher sind die Risiken aus Kursänderungen als gering einzustufen.

Es gibt so gut wie keine Forderungsausfälle und die Zahlungsmoral der Hauptkunden ist durchweg stabil.

Die Verbindlichkeiten gegenüber allen Kreditoren werden pünktlich zu den vereinbarten Zahlungszielen eingehalten.

 

Wittenberge, 31.12.2024

Prignitz Mikrosystemtechnik GmbH

gez. Dietmar Arndt

gez. Peter Krause

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Prignitz Mikrosystemtechnik GmbH, Wittenberge

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.851.226,26 2.564.459,45
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 712.060,83 518.796,97
II. Sachanlagen 2.139.165,43 2.045.662,48
B. UMLAUFVERMÖGEN 7.254.202,37 6.598.304,99
I. Vorräte 6.416.630,77 5.357.161,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 633.816,58 1.192.753,35
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 203.755,02 48.389,72
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 16.785,40 16.978,64
10.122.214,03 9.179.743,08

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 3.072.616,38 2.785.159,20
I. Gezeichnetes Kapital 27.777,00 27.777,00
II. Kapitalrücklage 1.450.000,00 1.450.000,00
III. Gewinnvortrag 1.307.382,20 800.360,75
IV. Jahresüberschuss 287.457,18 507.021,45
B. RÜCKSTELLUNGEN 373.668,22 317.761,86
C. VERBINDLICHKEITEN 6.486.232,93 5.938.897,02
- davon aus Steuern: EUR 31.551,80 (Vorjahr: EUR 27.775,41)
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 189.696,50 137.925,00
10.122.214,03 9.179.743,08

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 6.690.020,69 6.110.667,90
2. Personalaufwand -4.095.521,81 -3.615.066,23
a) Löhne und Gehälter -3.294.039,93 -2.907.060,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -801.481,88 -708.005,73
- davon für Altersversorgung: EUR 82.248,59 (Vorjahr: EUR 80.679,90)
3. Abschreibungen -551.203,06 -501.359,53
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.354.544,52 -1.208.711,00
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 1.050,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -267.237,45 -144.401,67
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -120.127,86 -130.479,86
- davon aus Aufwendungen aus der Zuführung von latenten Steuern: EUR 51.771,50 (Vorjahr: EUR 36.858,00)
8. Ergebnis nach Steuern 301.385,99 511.699,61
9. Sonstige Steuern -13.928,81 -4.678,16
10. Jahresüberschuss 287.457,18 507.021,45

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Prignitz Mikrosystemtechnik GmbH, Wittenberge

A. Allgemeine Angaben

Die Prignitz Mikrosystemtechnik GmbH, Wittenberge, wird beim Amtsgericht Neuruppin unter HRB 6358 NP geführt.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach dem Schema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 276, 288 HGB) und bei der Ofenlegung (§ 327 HGB) des Jahresabschlusses werden teilweise in Anspruch genommen.

I. Gliederungsgrundsätze / Darstellungstätigkeit

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung änderte sich nicht gegenüber dem Vorjahr. Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind mit denen des Vorjahres vergleichbar.

II. Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite und Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals wurden nicht bilanziert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben.

III. Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2a HGB angesetzt und nach Abschluss der Entwicklung um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

2. Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Analgevermögen gemäß § 7 EStG nach der linearen Methode vorgenommen.

Im Berichtsjahr wurden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 EUR gemäß § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt.

4. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- und Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen.

6. Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten alle am Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern.

IV. Währungsumrechnung

Posten in fremder Währung wurden mit dem Kurs ihres Entstehens eingebucht. Zum Abschlussstichtag wurde eine Bewertung zum Devisenkassamittelkurs durchgeführt und Währungsgewinne und -verluste berücksichtigt.

B. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich, ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Bei der Ermittlung der Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und des Umlaufvermögens wurden keine Fremdkapitalzinsen berücksichtigt.

Die wesentlichen sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Anfangsbestand
EUR
Verbrauch/ Auflösung
EUR
Zuführung
EUR
Endbestand
EUR
sonstige Rückstellungen
Nicht genommener Urlaub 64.100,00 64.100,00 49.200,00 49.200,00
Überstunden 51.600,00 51.600,00 24.300,00 24.300,00
Berufsgenossenschaft 13.500,00 13.500,00 0,00 0,00
Gewährleistungen 70.700,00 50,00 31.300,00 101.950,00
Abschluss- und Prüfungskosten 24.000,00 /150,30 18.000,00 36.000,00
Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen EUR 2.694.396,16
davon:
a) aus Steuern EUR 31.551,80
b) im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00
c) gegenüber Gesellschafter EUR 2.475.739,82

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Verbindlichkeiten insgesamt Restlaufzeit
EUR bis 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.890.753,85 1.658.861,06 837.489,70 394.403,09
Vorjahr 2.222.220,48 885.559,63 939.812,95 396.847,90
Erhaltene Anzahlungen 19.097,47 19.097,47 0,00 0,00
Vorjahr 15.058,35 15.058,35 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 881.985,45 881.985,45 0,00 0,00
Vorjahr 1.241.476,34 1.241.476,34 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.475.739,82 173.910,40 753.938,36 1.547.891,06
Vorjahr 2.231.973,52 144.361,87 816.689,90 1.270.921,75
Sonstige Verbindlichkeiten 218.656,34 174.054,43 6.001,91 38.600,00
Vorjahr 228.168,33 119.166,12 52.895,85 56.106,36
Summe Geschäftsjahr 6.486.232,93 2.907.908,81 1.597.429,97 1.980.894,15
Vorjahr 5.938.897,02 2.405.622,31 1.809.398,70 1.723.876,01

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert durch:

448.000,00 EUR Gesamt-Grundschuld im Grundbuch von Weisen Blatt Nr. 821, Blatt Nr. 565 und Blatt Nr. 834 (gemäß UR-Nr. 1220/2013 B9)

100.000,00 EUR selbstschuldnerische Bürgschaft Gesellschafter Herr Dietmar Arndt

Sicherungsübereignung der neu anzuschaffenden diversen Maschinen und technischen Anlagen

Abtretung der Versicherungsansprüche aus den Sachversicherungen (Maschinen und technischen Anlagen)

Sicherungsübereignung des Warenlagers

unbefristete, selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft über EUR 50.000,00 von Dietmar Arndt

Übereignung der finanzierten Wirtschaftsgüter

In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind für Altersversorgung EUR 82.616,15 und für Unterstützung EUR 3.660,00 enthalten.

Im Geschäftsjahr fielen aus Währungsumrechnung Erträge in Höhe von 116.703,34 EUR und Aufwendungen in Höhe von 18.705,32 EUR an.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten das Ergebnis der Gesellschaft im Berichtsjahr in Höhe von EUR 68.356,36. Latente Stuern wurden in Höhe von EUR 51.771,50 berücksichtigt.

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 685.997,83.

C. Ergänzende Angaben

I. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

Geschäftsführer im Berichtsjahr sind Herr Dietmar Arndt, Dipl. Ing. für Elektrotechnik und Elektronik, Wittenberge, und Dipl.-Phys. Herr Peter Krause, Königs Wusterhausen.

II. Arbeitnehmer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt (ohne Organmitglieder):

Geschäftsjahr 2023
Anzahl
Vorjahr 2022
Anzahl
Angestellte 23 22
Arbeiter/-innen 77 76
Insgesamt 100 98

Ferner wurden am Geschäftsjahresende fünf Auszubildende beschäftigt.

III. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 287.457,18 vorzutragen.

IV. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Am Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus dem Mietvertrag für Geschäftsräume und Parkplätze in der Margarethenstraße inkl. Nebenkosten in Höhe von EUR 37.867,68 zuzüglich Umsatzsteuer pro Jahr. Er hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Das Mietverhältnis verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn es nicht von einer der beiden Mietparteien mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten vor Ablauf der Laufzeit gekündigt wird.

Weiterhin besteht ein Mietvertrag für Büroräume in Zella-Mehlis mit finanziellen Verpflichtungen (Miete inkl. Nebenkosten) von EUR 7.620,00 zuzüglich USt pro Jahr.

Ein weiteres Mietverhältnis wurde für Räume in der Parkstraße 11 in Wittenberge ab 1. März 2018 auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die Kündigungsfrist beträgt für den Mieter drei Monate. Für Miete und Nebenkosten wurde ein Betrag von EUR 9.058,32 pro Jahr vereinbart.

Für Pkw bestehen diverse Leasingverträge mit monatlichen Raten mit einem Gesamtbetrag von EUR 2.805,26 zuzüglich USt und einer maximalen Laufzeit von 48 Monaten.

Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Lage der Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind, bestanden am Bilanzstichtag nicht.

 

Wittenberge, den 31.12.2024

Dietmar Arndt

Peter Krause

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.099.909,77 296.187,56 0,00 1.396.097,33
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 121.144,66 5.897,40 0,00 127.042,06
1.221.054,43 302.084,96 0,00 1.523.139,39
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.065.947,82 0,00 0,00 1.065.947,82
Technische Anlagen und Maschinen 12.208,83 0,00 0,00 12.208,83
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.564.115,63 549.185,91 60.444,01 4.052.857,53
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 873,00 0,00 0,00 873,00
4.643.145,28 549.185,91 60.444,01 5.131.887,18
5.864.199,71 851.270,87 60.444,01 6.655.026,57
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 607.565,80 102.533,70 0,00 710.099,50
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 94.691,66 6.287,40 0,00 100.979,06
702.257,46 108.821,10 0,00 811.078,56
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 218.157,30 29.273,00 0,00 247.430,30
Technische Anlagen und Maschinen 12.183,83 0,00 0,00 12.183,83
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.367.141,67 413.108,96 47.143,01 2.733.107,62
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.597.482,80 442.381,96 47.143,01 2.992.721,75
3.299.740,26 551.203,06 47.143,01 3.803.800,31
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 685.997,83 492.343,97
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.063,00 26.453,00
712.060,83 518.796,97
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 818.517,52 847.790,52
Technische Anlagen und Maschinen 25,00 25,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.319.749,91 1.196.973,96
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 873,00 873,00
2.139.165,43 2.045.662,48
2.851.226,26 2.564.459,45

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Prignitz Mikrosystemtechnik GmbH, Wittenberge

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Prignitz Mikrosystemtechnik GmbH, Wittenberge, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Prignitz Mikrosystemtechnik GmbH, Wittenberge, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osterburg, 28. Januar 2025

LEGALES Kreutzmann PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gabi Geyer, Wirtschaftsprüferin

Feststellung Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31.12. 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung mit Beschluss vom 17.02.2025 festgestellt.

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