Blackhawk Darlehensgesellschaft mbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marco Calamia seit 4.2.2025 | Geschäftsführer |
Claudio Pinassi seit 4.2.2025 | Geschäftsführer |
Diva Moriani seit 4.2.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Blackhawk Holding GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022A. Vorbemerkung/Allgemeine Grundsätze Die Blackhawk Holding GmbH - im Folgenden kurz "BHH GmbH " oder "Gesellschaft " genannt - ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht. Die Gesellschaft ist im Handelsregister am Amtsgericht München unter der Nummer HRB 257565 registriert und hat ihren Sitz in München. Die Blackhawk-Gruppe bietet ihren Kunden Bänder und Drähte aus niedrig legierten Kupferlegierungen, Messing und Bronze sowie Neusilber und aushärtbaren Sonderlegierungen. Die Gesellschaft ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB und des GmbHG erstellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Vorjahresperiode (im Folgenden auch kurz "VJ ") umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Aus rechentechnischen Gründen können in den in diesem Abschluss dargestellten Informationen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer (EUR, % usw.) auftreten. B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises Der Konzernabschluss umfasst gemäß § 294 Abs. 1 HGB neben dem Mutterunternehmen, der Blackhawk Holding GmbH (Mutterunternehmen), die inländische Tochtergesellschaft Sundwiger Messingwerk GmbH sowie die inländische Enkelgesellschaft Blackhawk Darlehensgesellschaft mbH. Der Konsolidierungskreis ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Angaben zu Namen und Sitz der Konzernunternehmen sowie Angaben zur Höhe des Kapitalanteils sind der folgenden Übersicht zu entnehmen:
Die Buchwerte der nicht konsolidierten Unternehmen des BH-Konzerns betragen zum 31. Dezember 2022 TEUR 49 (im Vorjahr TEUR 49). Inland Die inländischen Tochtergesellschaften wurden im vorliegenden Konzernabschluss aufgrund der Mehrheit der Stimmrechte der Blackhawk Holding GmbH vollkonsolidiert. Ausland Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) wurde die ausländische Gesellschaft - Diehl Metall (Shenzhen) Co. Ltd. - nicht in die Vollkonsolidierung einbezogen. Die ausländische Gesellschaft - The Miller Company - wurde aufgrund der im Geschäftsjahr 2021 erfolgten Veräußerung aller Vermögensgegenstände der Tochtergesellschaft (§ 296 Abs. 1 Nr. 3 HGB) ebenfalls nicht in die Vollkonsolidierung einbezogen. C. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde. Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022. Die Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses entstand erstmals durch den Erwerb der oben genannten Tochtergesellschaften durch die Blackhawk Holding GmbH. Im Geschäftsjahr 2022 haben sich gegenüber der Vorperiode keine Änderungen im Konsolidierungskreis ergeben. Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der Erwerbsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB, die zwischen Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung differenziert. Für die Erwerbsvorgänge wurde der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitpunkt der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgte gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Im Zuge der Neubewertung wurden im Rahmen der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses Ende Oktober 2020 stille Reserven sowie stille Lasten aufgedeckt und entsprechend im Konzernabschluss berücksichtigt. Stille Reserven wurden insbesondere im Anlagevermögen bei Grund und Boden sowie Gebäuden (EUR 13,8 Mio., Abschreibungsdauer 25 Jahre), bei Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 38,8 Mio.) sowie im Vorratsvermögen (EUR 31,1 Mio.) identifiziert. Stille lasten wurden insbesondere bei den sonstigen Verbindlichkeiten (EUR 1 Mio.) identifiziert. Nach Aufdeckung der stillen Reserven und Lasten ergab sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von EUR 43,6 Mio. Ursächlich hierfür war der vergleichsweise günstige Erwerb einer Beteiligung sowie der Erwerb von Gesellschafterverbindlichkeiten unterhalb des Werts des tatsächlichen Erfüllungsbetrages. Der passive Unterschiedsbetrag hat Eigenkapitalcharakter. Der sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebende fortgeführte passive Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2021 in Höhe von EUR 21,8 Mio. verringerte sich im Geschäftsjahr 2022 um EUR 2,0 Mio. Der Teil des passiven Unterscheidbetrages, der im Wesentlichen aus der Neubewertung des Vorratsvermögens stammt, wurde verbrauchsabhängig im Berichtsjahr nach 309 Abs. 2 HGB mit EUR 1,8 Mio. ertragswirksam aufgelöst. Der Teil des passiven Unterschiedsbetrages, der sich auf abnutzbare Vermögensgegenstände bezieht wurde mit einer durchschnittlichen Restnutzungsdauer von 25 Jahren mit TEUR 210 anteilig ertragswirksam aufgelöst. Die Fortschreibung des Wertes zum Bilanzstichtag ergibt einen Wert in Höhe von EUR 19,8 Mio. Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden untereinander aufgerechnet. Währungs- und buchungstechnisch bedingte Differenzen wurden je nach Entstehungsursache anderen Bilanzpositionen zugeordnet bzw. ergebniswirksam verrechnet. Bei der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen von Konzernunternehmen voll konsolidiert. Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern wurden saldiert ausgewiesen. Die Abgrenzung latenter Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Im Übrigen wurde der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden und der Währungsumrechnung beachtet. D. Rechnungslegungsgrundsätze Im Berichtsjahr wurden die Grundsätze der Bilanzierungs-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit beachtet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB bewertet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich über individuell ermittelte Nutzungsdauern zwischen 3 und 5 Jahren linear abgeschrieben. Die Gebäude werden sowohl linear mit einer individuell ermittelten Nutzungsdauer zwischen 10 bis 50 Jahren abgeschrieben. Die beweglichen Sachanlagen werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt zwischen drei und 14 Jahren. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bewertetet. Im Rahmen der Metallbewertung der Vorräte wird der Niederstwerttest der einzelnen Lifo- Schichten grundsätzlich zum Metallpreis am Bilanzstichtag durchgeführt. Wenn und soweit entsprechende schwebende Verkaufskontrakte zum Bilanzstichtag bereits kontrahiert vorliegen, kommen für den Metallanteil der Hauptkomponenten bei den fertigen Erzeugnissen abweichend davon nicht die niedrigeren Stichtagspreise zum Ansatz, sondern die für den Metallanteil vertraglich vereinbarten, aber noch unter den Anschaffungskosten liegenden Absatzpreise (Bewertungseinheiten). Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften angesetzt. Sie enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten für Material und Fertigungslöhne auch anteilige Gemeinkosten. Abwertungen für Lagerbestands- und Verwertbarkeitsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Die Metallvorräte werden i.d.R. nach dem Lifo-Verfahren bewertet. Eine Bewertung nach dem Niederstwertprinzip findet nur insoweit statt als am Bilanzstichtag keine Verkaufskontrakte mit einem höheren Preis kontrahiert sind. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 284 Absatz 2, Nr. 3 HGB i.V.m. § 256 Satz 1 HGB (Bewertung zu Börsen- oder Marktpreisen) beträgt TEUR 23.839. Soweit bei den Vorräten im Zeitpunkt der Bilanzerstellung Abwertungserfordernisse wegen im Erlös nicht voll gedeckter Kosten erkennbar sind, werden zur verlustfreien Bewertung entsprechende Abschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Aktive und passive latente Steuern wurden saldiert ausgewiesen. Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutsche Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen) werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Bewertungsstichtag für die Umrechnung fremder Währungen ist bei Anlagegütern der Tag der Anschaffung, bei Forderungen bzw. Verbindlichkeiten der Entstehungstag. Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet; Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips bewertet. Im Rahmen einer Risikomanagementstrategie werden Währungsrisiken grundsätzlich abgesichert. Bewertungseinheiten werden entsprechend § 254 HGB gebildet und dokumentiert. Bei Deckung mit Termingeschäften erfolgt die Bewertung mit den entsprechenden Sicherungskursen. Forderungen und Verbindlichkeiten in gleicher Währung, mit annähernd gleicher Laufzeit, werden, soweit sie sich betragsmäßig decken, zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Wirksamkeit von als Makro-Hedge eingestuften Bewertungseinheiten im Rahmen der Sicherung von Währungsrisiken wird auf Basis eines angemessenen Risikomanagementsystems prospektiv und retrospektiv mittels der Critical Terms Match Methode nachgewiesen und kontinuierlich auf Basis von Risikoberichten überprüft. Darüber hinaus erfolgt zu jedem Abschlussstichtag eine rechnerische Ermittlung des ineffektiven Teils der Sicherungsbeziehung. Dabei werden die Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts einander gegenübergestellt. Im Falle eines Überhangs der negativen Wertänderungen über die Positiven (ineffektiver Teil der Bewertungseinheit) werden in Höhe dieses negativen Überhangs Rückstellungen gebildet. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst (Einfrierungsmethode/kompensatorische Bewertung). E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung I. Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 8.324 (Vorjahr EUR 0,00). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen in Höhe von TEUR 8.324 Restlaufzeit von über einem Jahr. 3. Flüssige Mittel Die Position enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Eigenkapital Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.079 (Vorjahr TEUR 1.588). Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. 5. Passiver Unterschiedsbetrag Der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von EUR 19,8 Mio. (Vorjahr EUR 21,8 Mio.) resultiert aus der Aufrechnung der Beteiligungsbuchwerte der Konzerngesellschaften mit dem jeweiligen Eigenkapital. Die Auflösung im Geschäftsjahr 2022 beläuft sich auf EUR 2,0 Mio. und orientiert sich an der durchschnittlichen Restlaufzeit der Vermögensgengenstände sowie am Verbrauch der nicht der Abschreibung unterliegenden Vermögensgegenstände. 6. Pensionsrückstellungen Bewertungsgrundlagen
Forderungen gegenüber der Rückdeckungsversicherung aus Deferred Compensation wurden mit den korrespondierenden Pensionsrückstellungen für rückgedeckte Deferred Compensation verrechnet (Verrechnung Planvermögen). Die Anschaffungskosten der verrechneten Forderungen sowie der beizulegende Zeitwert betragen TEUR 763. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsrückstellungen beläuft sich ebenfalls auf TEUR 763. Aufwendungen und Erträge wurden in Höhe von jeweils TEUR 48 verrechnet.
7. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 2.414, Jahresabschluss- und Prüfungskosten von TEUR 156, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften TEUR 252, Instandhaltungsaufwendungen von TEUR 740, ausstehende Rechnungen von TEUR 1.139, Umweltrisiken TEUR 154, Prozesskostenrisiken TEUR 500 und Garantieleistungen von TEUR 105. 8. Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen bei einzelnen Gesellschaften teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind unbesichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von EUR 7,5 Mio. durch Sicherungsübereignungen besichert. Für Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 37.083 bestehen Rangrücktritte von Seiten der Darlehensgläubiger. 9. Latente Steuern Latente Steuern wurden gebildet auf Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den Beteiligungen, technischen Anlagen und Maschinen, Vorräten, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Des Weiteren wurden latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen entsprechend § 306 HGB gebildet. Dabei wurde der jeweilige Steuersatz der betreffenden Gesellschaften verwendet. Die passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsätze werden überwiegend im Bereich der Herstellung von qualitativ hochwertigen Kupferlegierungen und deren Weiterverarbeitung zu technisch anspruchsvollen Band- und Drahtprodukten erzielt. Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen:
Dabei wurden 55 % (Vorjahr 54 %) der Umsätze im Inland, 21 % (Vorjahr 22 %) im europäischen Ausland und 23 % (Vorjahr 19 %) in Nordamerika erzielt. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten EUR 2,0 Mio. (Vorjahr EUR 19,8 Mio.) Erträge aus der Auflösung des passiven Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.106 (Vorjahr TEUR 1.446). Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 309 (Vorjahr TEUR 304) enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 843 (Vorjahr TEUR 89). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung enthalten in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 11). 4. Aufwendungen für Altersversorgung Aufwendungen für Altersversorgung sind in der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" in Höhe von TEUR 854 (Vorjahr TEUR 1.597) enthalten. 5. Auf- und Abzinsung von Rückstellungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 566 (Vorjahr TEUR 1.631) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. 6. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Erträge aus latente Steuern in Höhe von TEUR 3.848 (Vorjahr TEUR 11.355). F. Sonstige Angaben 1. Beteiligungsverhältnisse Hinsichtlich der Beteiligungen der Gesellschaft verweisen wir auf die gesonderte Aufstellung der Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB, die integraler Bestandteil des Anhangs ist. 2. Personal Der Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt 324 Mitarbeiter, davon 231 als gewerbliche Arbeitnehmer und 93 angestellte Mitarbeiter. 3. Haftungsverhältnisse, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Die künftigen Miet- und Leasingzahlungen verteilen sich wie folgt:
Verpflichtungen aus Warentermingeschäften und Bestellungen (Metallgeschäfte) bestehen mit einer Fälligkeit in 2023 in Höhe von TEUR 24.979 (Vorjahr TEUR 20.771). 4. Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft setzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Terminkontrakte ein, um die Risiken im Zusammenhang mit Währungs- und Metallpreisschwankungen entgegenzuwirken, die sich zwischen dem Abschlusstag und Erfüllungstag ergeben. Devisentermingeschäfte schließt die Gesellschaft mit der Commerzbank AG ab. Der Einsatz dieser Kontrakte erfolgt nach einheitlicher Richtlinie, unterliegt internen Kontrollen und bleibt auf Absicherung der Geschäftsvorfälle in Fremdwährung beschränkt. Das Nominalvolumen und die Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar (in TEUR):
Devisentermingeschäft - Methode der Effektivität des Hedges Critical-Terms-Match-Methode Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Der Marktwert von Devisen- und Warentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Terminwertes für die jeweiligen Restlaufzeiten des Kontrakts im Vergleich zum kontrahierten Terminwert (Mark-to-Market Methode). Positive Marktwerte über die Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten hinaus wurden nicht aktiviert. Zum Bilanzstichtag ist hierzu keine Rückstellung für drohende Verluste gebildet worden. Zur Absicherung von Geschäftsvorgängen in Fremdwährungen werden Devisentermingeschäfte eingesetzt und Bewertungseinheiten gebildet. Darüberhinausgehende Risiken wurden in den Rückstellungen berücksichtigt. Die Bewertung von Fremdwährungspositionen erfolgt im Rahmen von Portfoliohedges. Für die einzelnen Forderungen bzw. erteilten Aufträge wurden jeweils einzelne Devisenterminkontrakte abgeschlossen, deren Laufzeiten der erwarteten Fälligkeit der Grundgeschäfte entsprechen. Die gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme dieser Grund- und Sicherungsgeschäfte werden sich bis Juni 2023 voraussichtlich in voller Höhe ausgleichen. Die in den Bewertungseinheiten zusammengefassten Geschäfte unterliegen demselben Risiko. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte in Zukunft für das jeweils gesicherte Risiko vollständig ausgleichen. Die prospektive Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag mittels der Critical-Terms-Match-Methode festgestellt. Dabei wird sichergestellt, dass die wertbestimmenden Faktoren (Nominalwert, Laufzeit, Währung) bei Grundgeschäft und Sicherungsinstrument übereinstimmen. Die einzelnen Hedge-Beziehungen werden daher jeweils über die gesamte Sicherungsperiode als wirksam eingestuft. Gleiches gilt für die rückwirkende Ermittlung der bisherigen Wirksamkeit, auch hier wird mittels Critical-Terms- Match-Methode nachgewiesen, dass alle wertbestimmenden Faktoren zwischen dem abgesicherten Teil der Grundgeschäfte und dem abgesicherten Teil der Sicherungsinstrumente übereinstimmen. In diesen Fällen kann keine bilanziell relevante Unwirksamkeit bezogen auf die Bewertungseinheiten entstehen. Die Metallpreisrisiken aus Metallbeschaffungs- und Metallabsatzverträgen (schwebende Geschäfte) resultieren aus der Veränderung der Preise für Primärmetalle, Schrotte und erstellter Halbzeuge zwischen Kontrahierungs- und Erfüllungszeitpunkt. Ein- und Verkaufskontrakte, die nicht durch physische Gegengeschäfte abgedeckt sind, sind mit entsprechenden Börsenpositionen zu sichern. Zur Absicherung der Metallpreisrisiken (schwebende Geschäfte) werden Rohstofftermingeschäfte (Futures und Forwards) abgeschlossen. Im Rahmen der Bewertung werden Portfoliohedges gebildet. Die in den Portfoliohedges zusammengefassten Grundgeschäfte weisen hochgradig homogene Risiken auf. Bei den Sicherungsgeschäften wird die Vertragsmenge jeweils so gewählt, dass sie mit der Vertragsmenge der Grundgeschäfte - bezogen auf die jeweiligen Primärmetallanteile - übereinstimmt. Grund- und Sicherungsgeschäfte werden mit folgenden Marktwerten (Terminwert zum Bilanzstichtag im Vergleich zum kontrahierten Terminwert) in die Bewertungseinheiten einbezogen:
Für die Bewertungseinheiten sind die Wertänderungen der schwebenden Absatz- und Beschaffungsgeschäfte über einen Zeitraum von bis zu 8 Monaten gesichert. Die Messung der Effektivität der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt mit Hilfe der Dollar- Offset-Methode in kumulierter Form unter Berücksichtigung vorgegebener Risikolimits. Bei der Dollar-Offset-Methode werden die kumulierten Marktwertänderungen der Grundgeschäfte mit den kumulierten Marktwertänderungen der Sicherungsgeschäfte ab dem Designierungszeitpunkt in absoluten Geldbeträgen miteinander verglichen. Der "Dollar- Offset-Test" wird zu jedem Abschlusstermin durchgeführt. Zum Bilanzstichtag wurden keine Rückstellungen gebildet. Die Höhe, der mit der Portfoliohedge abgesicherten Risiken beträgt TEUR 54, d.h. in dieser Höhe wurden zum Abschlussstichtag negative Wertänderungen vermieden. 5. Ergänzende Angaben zum Konzerneigenkapitalspiegel Der gesetzliche Ausschüttungssperren im Sinne des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB unterliegen TEUR 1.079 (Vorjahr TEUR 1.588). 6. Organe des Mutterunternehmens Geschäftsführer sind bzw. waren:
7. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers Das vom Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 79.500. 8. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Tochtergesellschaft, Sundwiger Messingwerk GmbH, hat mit Wirkung zum 17.04.2023 sämtliche Kommanditanteile an der Flett Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, mit Sitz in Mainz erworben. Der bestehende Grundbesitz der Sundwiger Messingwerk GmbH wurde mit Einbringungsvertrag vom 27. April 2023 in die Flett Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG mit Wirkung zum 30. April 2023 eingebracht. Darüber hinaus wurde zwischen der Flett Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG und der Sundwiger Messingwerk GmbH mit Datum vom 26.04.2023 ein Immobilien-Leasingvertrag über die Anmietung des eingebrachten Grundbesitzes geschlossen. Wir verweisen zudem auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht". Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.
München, 13. November 2023 Blackhawk Holding GmbH Geschäftsführung Mike Tschirschwitz Henrik Philip Michael Munte Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022Mutterunternehmen
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlagen des Konzerns Berichtserstattendes UnternehmenDie Blackhawk Holding GmbH, München, im Folgenden "BHH GmbH ") ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht. Die Gesellschaft ist im Handelsregister am Amtsgericht München unter der Nummer HRB 257565 registriert und hat ihren Sitz in München. Die Blackhawk Holding GmbH und die von ihr beherrschten Tochterunternehmen produzieren gegossene Bänder und Drähte aus Kupferlegierungen. GeschäftsjahrDas Geschäftsjahr der Blackhawk-Gruppe begann am 1. Januar 2022 und endete am 31. Dezember 2022. Die Vorjahresperiode (im Folgenden auch kurz "VJ ") umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021. RundungsdifferenzenSoweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Aus rechentechnischen Gründen können in den in diesem Abschluss dargestellten Informationen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (TEUR, % usw.) auftreten. Geschäftstätigkeit und GeschäftsmodellDas Geschäftsfeld und die Geschäftstätigkeiten der Blackhawk Holding GmbH und der von ihr beherrschten Tochterunternehmen (nachfolgend BH-Gruppe genannt) ist die Herstellung gegossener Bänder und Drähte aus Kupferlegierungen, sowie die Verarbeitung von Kupferlegierungen im Bandwalzverfahren und Drahtzug. Die BHH GmbH ist als strategische Management-Holding verantwortlich ist für die konzernweite Strategie. Das operative Geschäft wird im Wesentlichen über das Tochterunternehmen, die Sundwiger Messingwerk GmbH, geführt. Die BH-Gruppe zählt mit ihren Produktionskapazitäten weltweit zu den mittleren Herstellern gegossener Bänder und Drähte aus Kupferlegierungen, für Phosphorbronzen jedoch zu den wesentlichen Herstellern in Europa. Blackhawk produziert Band- und Drahtprodukte aus Kupferlegierungen für in - und ausländische Geschäftspartner. Das Portfolio für Bänder und Drähte erstreckt sich von niedrig legierten Kupferlegierungen über Messing und Bronze bis hin zu Neusilber und aushärtbaren Sonderlegierungen. Ein wesentlicher Anteil der Band- und Drahtprodukte erreicht die internationale Automobilindustrie, allerdings nur indirekt über Hauptabnehmer auf verschiedenen Zulieferstufen. Daneben werden auch Kunden anderer Branchen, u. a. aus den Bereichen Elektrotechnik- und Elektronikindustrie bedient. Die BH-Gruppe hält ihre Produktions- und Vertriebsaktivitäten am Standort in Hemer. Zentrale Steuerungsgrößen auf Ebene der BH-GruppeDie zur Steuerung der BH-Gruppe erforderliche Planung sowie die daraus resultierenden Maßnahmen leiten sich unter Einbeziehung der Entwicklungen des Wettbewerbs- und Marktumfelds aus der langfristigen Unternehmensplanung ab. Umsatz, Absatzmengen in Tonnen und Betriebsergebnis vor Abschreibung (EBITDA) sind die bedeutsamsten Leistungsindikatoren für die Unternehmenssteuerung. Darüber hinaus werden die Themen Kundenzufriedenheit, Qualität, Umwelt und Effizienz ebenfalls kontinuierlich betrachtet. Vorausschauende AussagenDer vorliegende Lagebericht enthält vorausschauende Aussagen. Diese Aussagen geben eigene Einschätzungen und Annahmen -auch solche von Dritten (wie zum Beispiel statistische Daten in Bezug auf die Branche und auf globale wirtschaftliche Entwicklungen) - zu dem Zeitpunkt wieder, zu dem sie getroffen wurden, oder zum Datum dieses Berichts. Vorausschauende Aussagen sind stets mit Unsicherheiten verbunden. Sollten sich die Einschätzungen und Annahmen als nicht oder nur teilweise zutreffend erweisen, können die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen - auch deutlich - abweichen. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliches UmfeldDer anhaltende Krieg in der Ukraine sowie die globale Inflation und die damit verbundenen geldpolitischen Maßnahmen haben die globale Wirtschaft im Jahr 2022 deutlich belastet. Belastend wirkte sich auch die rapide Ausbreitung des Covid-19-Virus in China aus. Die weltweite Inflationsrate belief sich laut Internationalem Währungsfonds im Dezember 2022 mit 8,7 Prozent auf einem historischen Höchststand und damit deutlich über den Werten der letzten 50 Jahre. Wesentliche Inflationstreiber in vielen Ländern waren die durch den Krieg in der Ukraine angestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise sowie die zeitweisen Unterbrechungen der globalen Lieferketten. Hinzu traten durch die Covid-19-Pandemie verursachte wirtschaftliche Nachholeffekte, die zu einem weltweit anhaltenten Preisdruck an den Märkten führten. Das weltweite Bruttoinlandprodukt verzeichnet im Jahr 2022 nach Angaben des IfW Kiel - Institut für Weltwirtschaft einen leichten Zuwachs um 3,3 Prozent (VJ: 6,2Prozent). In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften war aufgrund der vorstehenden Belastungsfaktoren ein moderater Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von 2,6 Prozent (VJ: 5,4 Prozent) zu verzeichnen. Die Vereinigten Staaten von Amerika verzeichneten ein Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt von lediglich 2,1 Prozent (VJ: 5,9 Prozent). Das Bruttoinlandsprodukt im europäischen Raum steigerte sich um 3,4 Prozent (VJ: 5,3 Prozent). Die Schwellen- und Entwicklungsländer (Asien, Lateinamerika, Afrika, Russland sowie die Türkei) verzeichneten ein Wachstum von 3,8 Prozent (VJ: 7,4 Prozent). Durch die ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie war in China lediglich ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich verlangsamter Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von 3,0 Prozent (VJ: 8,4 Prozent) zu verzeichnen. Das Geschäftsjahr 2022 stand unter dem besonderen Einfluss der extremen Energiekostenentwicklung. Die Großhandelspreise für Gas und Strom sind bereits seit Mitte des Jahres 2021 massiv gestiegen. Mit dem Beginn des Kriegs in der Ukraine haben sie bei sehr großen Schwankungen vorübergehend neue Höchststände erreicht und waren an den Spotmärkten im August mehr als zehnmal so hoch wie im Durchschnitt der Jahre von 2005 bis 2020. Zuletzt sind die Spotmarktpreise zwar wieder merklich gesunken, jedoch sprechen die Preise an den Terminmärkten dafür, dass Gas und Strom langfristig deutlich teurer bleiben werden in den Jahren vor 2021 (Wirtschaftsdienst -Zeitschrift für Wirtschaftspolitik: Konjunkturschlaglicht; 102. Jahrgang, 2022 · Heft 11 · S. 907-908). Die Lage an den Rohstoffmärkten hat sich im zweiten Halbjahr des Jahres 2022 Schritt für Schritt aufgrund der gedämpften Nachfrage aus China und den allgemein negativen Konjunkturerwartungen entspannt. Notierte Rohöl (Brent) zu Jahresbeginn noch bei ca. 80 USD/B kam es in Verbindung mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine im ersten Jahresquartal zu kurzzeitigen Notierungen bis zu 130 USD/B. Das deutlich erhöhte Preisniveau hielt sich bis weit in das vierte Jahresquartal, um erst zum Jahresende wieder auf dem Niveau des Jahresbeginns zurückzufallen. Zu Beginn des Jahres 2022 notierte der Kupferpreis (LME-3M) bei circa 9.700 USD pro Tonne, in Zwischenhochphasen des ersten und zweiten Quartal sogar bei 10.700 USD, um zum Ende des Jahres auf ein Niveau von ca. 8.400 USD pro Tonne zurückzufallen (https://www.Ime.com/en/Metals/Non-ferrous/LME-Copper). Für das Jahr 2023 rechnet das IfW-Kiel in seinem Konjunkturbericht für den Herbst 2023 mit einem globalen Wirtschaftswachstum in Höhe von 3,0 Prozent. Für das Jahr 2024 soll dieses bei 2,8 Prozent liegen. Die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland lag im Berichtsjahr mit einem Wachstum in Höhe von 1,9 Prozent noch unter dem Niveau der Weltwirtschaft. Für die folgenden Jahre 2023 und 2024 wird im Inland von einem Wirtschaftswachstum von -0,5 Prozent in 2023 und 1,3 Prozent in 2024 ausgegangen. BranchenentwicklungNach Angaben des Verband der Automobilindustrie e.V. (kurz: VDA) wurden in Deutschland im Jahr 2022 mit 2,7 Mio. Einheiten ca. 1 Prozent mehr PKW zugelassen, als noch im Vorjahr. Der Mangel an Vor- und Zwischenprodukten, die hohen Energie- und Rohstoffpreise sowie die allgemeine Verunsicherung aufgrund des Krieges in der Ukraine hatten den Markt und die Produktion das ganze Jahr über - insbesondere aber im ersten Halbjahr - erheblich gedämpft, sodass vor allem im Frühling und Sommer 2022 deutliche Rückgänge zu verzeichnen waren. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 verzeichnete das Jahr 2022 eine erhebliche Absatzlücke von rund 26 Prozent. Im Gesamtjahr 2022 wurden 3,4 Mio. Fahrzeuge in Deutschland produziert, knapp 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz des durchgängigen Wachstums in der zweiten Jahreshälfte 2022 lag das Produktionsvolumen insgesamt auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Die Produktionszahlen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 wurden im Jahr 2022 um gut 25 Prozent deutlich unterschritten (Pressemitteilung VDA, Januar 2023). Laut Verband der Elektro- und Digitalindustrie e.V. (kurz: ZVEI) hatte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im Jahr 2022 einen um 10 Prozent höheren Auftragszugang gegenüber der Vorperiode verzeichnet. Der Wert der Inlandsbestellungen zog um 9,0 Prozent an. Auslandskunden orderten im Jahr 2022 insgesamt 10,8 Prozent mehr. Die Bestellungen aus der Eurozone wuchsen um 16,1 Pro-zent (ZVEI-Konjunkturbarometer Februar 2023). Geschäfts- und ErtragsentwicklungUmsätzeDie BH-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz i.H.v. EUR 250,6 Mio. (VJ EUR 202,5 Mio.). Die Steigerung gegenüber der Vorperiode resultiert überwiegend aus Preiserhöhungen, welche im Wesentlichen durch die steigenden Material- und Energiekosten des abgelaufenen Geschäftsjahres getrieben wurden. Die abgesetzten Mengen lagen mit ca. 35.747 Tonnen (VJ: ca. 36.676 Tonnen) leicht unter dem Vorjahresniveau. Auf dem inländischen Absatzmarkt war eine Steigerung des Vorjahresumsatzes von ca. 22 Prozent zu verzeichnen. Auf dem europäischen Absatzmarkt ist für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Steigerung des Vorjahresumsatzes von ca. 12 Prozent zu verzeichnen. Aufgrund der im Vorjahr unterjährig eingeleiteten Änderung des Absatzmodells kam es im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Umsatzanstieg von ca. 47 Prozent (VJ: 238,4 Prozent) auf dem nordamerikanischen Absatzmarkt. Der Umsatz setzte sich zusammen aus Erlösen durch Fertigprodukte i. H. v. EUR 241,2 Mio. (VJ: EUR 194,3 Mio.) und Erlösen aus dem Metallhandel i. H. v. EUR 9,5 Mio. (VJ: 8,3); die genannten Umsätze sind vor Erlösschmälerungen. Die sonstigen Umsatzerlöse beliefen sich auf TEUR 350 (VJ: 542). AuftragslageDer Auftragseingang lag im Geschäftsjahr 2022 bei EUR 226,4 Mio. und hat sich gegenüber der Vorperiode um EUR 9 Mio. leicht reduziert. Der Auftragsbestand zum Jahresende verringerte sich auf EUR 36,6 Mio. (VJ: EUR 54,9Mio.). ErtragslageDas operatives Betriebsergebnis (EBITDA) steigerte sich deutlich auf TEUR 15.346 (VJ TEUR 8.819). Der operative Gewinn (EBIT) lag bei TEUR 12.934 (VJ TEUR 6.290). Der Jahresüberschuss betrug TEUR 7.171 (VJ: TEUR 1.282). Die Ergebnisse der Vorjahresperiode wurden um konzerninterne Sondereffekte des Jahres 2021 mit einem Wert von EUR 17,1 Mio. bereinigt. Diese stammen aus der Veräußerung eines bisher konzernintern geführten Darlehens an die Gesellschafter der Blackhawk Holding GmbH sowie deren nahestehende Personen wodurch das Konzernergebnis der Vorjahresperiode deutlich beeinflusst wurde. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber der Vorperiode um EUR 18,2 Mio. vermindert. Die Verminderung der sonstigen betrieblichen Erträge basiert im Wesentlichen auf konzerninternen Sondereffekten des Jahres 2021 in Höhe von EUR 19,6 Mio., diese stammen aus der Auflösung des passiven Unterschiedsbetrages aus Konsolidierungsmaßnahmen. Die Materialaufwendungen erhöhten sich um 21,8 Prozent und folgen damit der Umsatzentwicklung des Geschäftsjahres 2022. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent gestiegen. Der Personalaufwand hat sich in Bezug auf den Vorjahreswert mit 6,2 Prozent erhöht. Die Personalkostenquote (Personalkosten im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,46 Prozent gesunken und liegt damit leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2022 betrugen insgesamt rund TEUR 2.412 und liegen somit rund TEUR 117 unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Geschäftsjahr 2021 um EUR 35,1 Mio. auf EUR 16,2 Mio. Die Verminderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen basiert im Wesentlichen auf konzerninternen Sondereffekten des Jahres 2021 in Höhe von EUR 36,7 Mio., dieser resultiert aus der Wertaufholung eines bis dato zum konzernverbunden gehörenden Darlehens. Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen lag insgesamt bei TEUR -3.845 (VJ: TEUR -4.098), darin enthalten sind TEUR -557 (VJ: TEUR -1.623) für die Abzinsung von Pensionsrückstellungen, TEUR -3.254 (VJ: -1.797) für Zinszahlungen in Verbindung mit lang- und kurzfristigen Kreditfinanzierungen, sowie TEUR -75 (VJ: 0) für Zinszahlungen an verbundene Unternehmen. Die Ertragsteueraufwendungen in Höhe von EUR 1,2 Mio. (VJ: EUR -11 Mio.) setzen sich aus den laufen-den Steueraufwendungen in Höhe von EUR 4,6 Mio. (VJ: TEUR 270) und Erträgen aus der Auflösung latenter Steuern in Höhe von EUR 3,4 Mio. (VJ: EUR 10,8 Mio.) zusammen. VermögenslageDie Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr 2022 um 2,4 Prozent auf EUR 140,7 Mio. (VJ: 137,5) gestiegen. Die langfristigen Vermögensgegenstände liegen mit EUR 44,6 Mio. leicht unter dem Vorjahresniveau (VJ: EUR 46,1 Mio.). Die immateriellen Vermögensgegenstände veränderten sich auf TEUR 14 (VJ: TEUR 9). Der Wert der Sachanlagen liegt mit EUR 44,3 Mio. leicht unter den Vorjahresniveau (VJ: EUR 46 Mio.). Den Investitionen standen Abschreibungen in Höhe von EUR 2,4 Mio. gegenüber. Die Finanzanlagen weisen zum Bilanzstichtag unverändert einen Wert von TEUR 49 (VJ: TEUR 49) auf. Die kurzfristigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um TEUR 4.813 auf EUR 96,1 Mio. (VJ: EUR 91,3 Mio.). Das Vorratsvermögen liegt mit EUR 54,9 Mio. um EUR 7,9 Mio. unter dem Vorjahresniveau (VJ: EUR 62,8 Mio.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von EUR 9,7 Mio. im Vorjahr auf EUR 7,8 Mio. gesunken. Die Zahlungsmittel liegen mit EUR 14,1 Mio. leicht über dem Niveau des Vorjahres (VJ: 13,1 Mio.). FinanzlageDie Finanzlage des Konzerns ist solide. Die Gesellschaft wies zum Stichtag liquide Mittel i. H. v. EUR 14,1 Mio. (VJ: EUR 13,1 Mio.) auf. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb des Zahlungsziels zu vereinnahmen. Die eigenen flüssigen Mittel der Gesellschaft bieten eine ausreichende Liquiditätsreserve, um die Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Die Blackhawk-Gruppe war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachzukommen. Darüber hinaus konnte durch die Umsetzung verschiedener operativer und strategischer Maßnahmen die Ertragskraft der Gesellschaft gesteigert werden. Hierdurch konnten Kreditlinien bei Warenkreditversicherern erhöht werden, wodurch weiterer Liquiditätsspielraum freigesetzt werden konnte. Leasingverpflichtungen in wesentlichem Umfang wurden nicht eingegangen. Das langfristige Fremdkapital liegt zum 31. Dezember 2022 mit EUR 43,9 Mio. um EUR 25,6 Mio. deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich in geringem Maße auf EUR 18,4 Mio. (VJ: EUR 17,6 Mio.). Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich auf EUR 13,1 Mio. (VJ: 0). Die Erhöhung resultiert aus einer Darlehensgewährung von Seiten des nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen verbundenen Unternehmens, The Miller Company. Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich auf EUR 12,3 Mio. (VJ: EUR 51,9 Mio.). Die Reduzierung langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus einer Umgliederungen in Höhe von EUR 31 Mio. in das kurzfristige Fremdkapital sowie der vorzeitigen Rückführung von zwei Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von EUR 19,6 Mio. Das kurzfristige Fremdkapital ist von EUR 46,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 70,6 Mio. gestiegen. Die Erhöhung des kurzfristigen Fremdkapital resultiert im Wesentlichen aus einer Umgliederung in Höhe von EUR 31 Mio. von langfristigen Fremdkapital in das kurzfristige Fremdkapital. Die kurz und langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von EUR 37,1 Mio. mit einem qualifizierten Rangrücktritt ausgestattet. Das Eigenkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 6,5 (im Vorjahr EUR 0 Mio.). Im Vorjahr enthalten ist ein nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 1,4 Mio. Das wirtschaftliche Eigenkapital (*) beläuft sich EUR 63,4 Mio. (VJ: EUR 60,8 Mio.). Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 45,03 Prozent (VJ: 44,2 Prozent). (*) wirtschaftliches Eigenkapital
InvestitionenDie Investitionen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr rund EUR 1,2 Mio. (VJ. EUR 5,4 Mio.). Die Schwerpunkte lagen in der Sicherung und dem Erhalt der Anlagen sowie in der Erhöhung der Produktivität und der weiteren Optimierung der Qualitätssicherheit. Forschung und EntwicklungDie Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der Gesellschaft fokussieren sich im Rahmen des laufenden Betriebs auf die Verbesserung der Fertigungstechnologie und Prozesse sowie auf eine anwendungsbezogene Produktoptimierungen. Produktion und BeschaffungDie Produktionsleistung für Bandprodukte gemessen in Produktionsmenge pro Tag konnte im Geschäftsjahr 2022 trotz der deutlichen Marktberuhigung im zweiten Jahreshalbjahr auf dem guten Niveau des Vorjahres gehalten werden. Im Bereich Drahtprodukte kam es zu einer bedarfsbedingten Reduzierung der Produktionsmenge Die Preise für die von der Gesellschaft eingesetzten Rohstoffe haben sich im Geschäftsjahr 2022 insgesamt deutlich erhöht. Der Anstieg steht insbesondere im Zusammenhang mit den massiv gestiegenen Bezugskosten bei den sonstigen Hilfs- und Betriebsstoffen sowie den Energiekosten. Die Versorgung mit Rohstoffen war im abgelaufenen Jahr gesichert. Personal- und SozialbereichIm Jahr 2022 waren durchschnittlich 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) im Unternehmen beschäftigt. Dies waren 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr als im Jahr zuvor. Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 wurde im Rahmen eines firmenbezogenen Verbandstarifvertrags eine vorübergehende Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit von 35 Stunden auf 37,5 Stunden ohne Lohnausgleich vereinbart. Die Laufzeit dieser Vereinbarung wurde auf 24 Monate geschlossen. Ergänzend dazu wurde für den gleichen Zeitraum ein wertgleicher Beitrag außertariflicher Angestellter in Form von Gehaltsverzicht vereinbart. Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und ErtragslageFür das abgelaufene Geschäftsjahr hat sich der Umsatz und das operative Betriebsergebnis (EBITDA) deutlich besser entwickelt als erwartet. Sowohl der Umsatz mit EUR 250,6 Mio. als auch das operative Betriebsergebnis (EBITDA) mit EUR 15,4 Mio. lagen deutlich über dem Vorjahr. Entgegen der Erwartungen hat sich Absatzmenge in Tonnen mit 1,7 Prozent leicht rückläufig entwickelt. Die Herausforderungen des Jahres 2022 bedingt durch steigende Energiekosten und einem steigenden Zinsumfeld konnten insgesamt gut bewältigt werden. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft blieb im Geschäftsjahr 2022 zufriedenstellend stabil. Durch die Umsetzung verschiedener operativer und strategischer Maßnahmen konnte das EBITDA sowie der Jahresüberschuss deutlich gesteigert werden. Im Zuge schrittweiser Erleichterungen der Infektionsschutzmaßnahmen wurden im Jahr 2022 wieder erste Kundenaudits durchgeführt. Schriftliche Lieferantenbeurteilungen der Kunden bestätigten dem Sundwiger Messingwerk eine nach wie vor hohe Kundenzufriedenheit. Die wirtschaftliche Entwicklung in den genannten Branchen beeinflusste die Geschäftslage unseres Unternehmens mit einem gewissen Zeitverzug. So setzte sich die außerordentlich starke Beschäftigungslage des Vorjahres im ersten Halbjahr des Berichtsjahres 2022 zunächst noch fort und es bestand eine solide Nachfrage, insbesondere für Material unserer Hauptlegierung Bronze. Ursächlich waren hierbei neben Produktionsbedarfen auch Sicherheitsbevorratungen großer Abnehmer sowie eine temporäre Angebotseinschränkung einzelner inländischer Hersteller infolge der Flutkatastrophe des Jahres 2021. Zur Jahresmitte zeichneten sich zunehmend Dispositionsrückgänge vorrangig aus der Automobilzulieferbranche ab. Während die Produktionsauslastung unseres Unternehmens auf Basis einer hohen Auftragsvorlage bis zum Jahresende auskömmlich war, sank der Auftragseingang in der zweiten Jahreshälfte 2022 kontinuierlich. Entsprechend entwickelte sich der Auftragsbestand zum Jahresende 2022 rückläufig mit einem entsprechend getrübten Geschäftsausblick für den Jahreswechsel und das erste Quartal des Folgejahres. Vergleich der tatsächlichen mit der prognostizierten Entwicklung für 2022Die im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2021 für das Jahr 2022 veröffentlichten Erwartungen an die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft wurden hinsichtlich der Umsatzentwicklung mit einer Steigerung von 24,0 Prozent deutlich übertroffen. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen Preisanpassungen, die in besonderem Maße durch die gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise getrieben wurden. Die Absatzmenge in Tonnen beläuft sich Jahr 2022 auf ca. 35.747 Tonnen (VJ: 36.676) und ist damit entgegen der bisherigen Erwartung um 1,73 Prozent leicht gesunken. Das operative Betriebsergebnis EBITDA hat sich im laufenden Geschäftsjahr entgegen der Prognose um EUR 6,5 Mio. (74 Prozent) auf EUR 15,4 gegenüber dem Vorjahr signifikant verbessert. Die Gesellschaft hat gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich an Ertragskraft gewonnen. Der im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte operative Gewinn (EBIT) steigerte sich um EUR 6,6 Mio. auf EUR 12,9 Mio. NachtragsberichtFür Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf Buchstabe F. Ziffer 8. des Konzernhang. C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Chancen- und RisikoberichtDas Geschäftsfeld der Blackhawk-Gruppe ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit der unternehmerischen Tätigkeit verbunden sind. Die regelmäßige Risikoanalyse sowie die Steuerung und Überwachung von Risiken erfolgt permanent durch die Geschäftsführung der Gesellschaft. Die internen Kontrollmechanismen sind funktionsfähig und geeignet, Risiken frühzeitig zu erkennen und, soweit möglich, entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Einzelrisiken werden derzeit wie folgt bewertet: GesamtrisikoDurch die fundamental veränderte geopolitische Lage, ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine, haben sich die konjunkturellen Risiken erhöht. Durch die Verknappung und Verteuerung von Energie-rohstoffen kann insbesondere in den Hauptabsatzregionen Europa und Nordamerika eine Rezession ausgelöst werden, von der wesentliche Abnehmerbranchen der Blackhawk-Gruppe betroffen werden. Zusätzliche Risiken könnten von einer Verschärfung der im Geschäftsjahr deutlich gestiegenen Inflation und einer möglichen Destabilisierung der internationalen Finanzmärkte im Zusammenhang mit steigen-den Zinsen und einer Verschuldungskrise von Schwellen- und Entwicklungsländern ausgehen. Darüber hinaus hat der Krieg in der Ukraine die gravierenden Störungen in den Lieferketten sowie die Beschaffungsrisiken nochmals verschärft. Ferner könnten sich weitere geopolitische Spannungsfelder zwischen den Vereinigten Staaten und China durch den drohenden Konflikt um Taiwan ergeben, die eine erhöhte Unsicherheit für die Weltwirtschaft nach sich ziehen würde und damit die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft beeinflussen könnte. Besonders nennenswert ist diesbezüglich das Risiko kurz- und mittelfristig steigender Energiekosten sowie allgemeiner Ressourcenverknappung. In der Gesamtbetrachtung wird die Risikolage als moderat eingeschätzt. Aus heutiger Sicht sind keine Einzelrisiken oder zusammenwirkenden Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Zu weiteren Ausführungen wird auf den Prognosebericht verwiesen. AbsatzmärkteAbsatzmarktrisiken resultieren daraus, dass die gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung ungünstiger verlaufen könnte, als im Prognosebericht dargestellt. Das Risiko in den von der BH-Gruppe bearbeiteten Märkten liegt besonders im zyklischen Marktumfeld der Automobilindustrie und in der begrenzten Kundenzahl. Damit einher gehen Nachfragerisiken des Gesamtmarkts oder Risiken aus der Beeinträchtigung der Geschäftssituation einzelner Kunden. Bei Nachfrageschwankungen können die Fixkosten nur teilweise und mit zeitlicher Verzögerung an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden. Dadurch wirken sich Umsatzrückgänge zu Lasten des operativen Ergebnisses aus. Trotz der steigenden Umsätze im EU-Ausland und Nordamerika bewegt sich der überwiegende Absatzanteil der Gesellschaft auf dem inländischen Markt. Dies erklärt sich in der Materialverwendung der Walzprodukte aus Kupferlegierungen in den Wirtschaftszweigen Automobilindustrie, Elektrotechnik und Elektronikindustrie, welche in Deutschland traditionell besonders stark vertreten sind. Weitere Risiken für die BH-Gruppe bestehen unter anderem in einer weiter ansteigenden Inflation sowie einer auf lange Sicht eingeschränkten Verfügbarkeit von Rohstoffen, einer restriktiven Geld- und Finanzpolitik sowie einer zunehmenden Volatilität an den Finanzmärkten. Darüber hinaus bergen kontinuierliche Kostenerhöhungen im Bereich der bezogenen Leistungen (z.B. Verpackungsmaterial, Lieferung- und Logistik, Lohnarbeitsleistungen) ein Ergebnisrisiko für die BH-Gruppe, sofern diese Kosten nicht vollumfänglich über Preisanpassungen weitergegeben werden können. Des Weiteren können Risiken aus handels- und geopolitischen Spannungen die Weltwirtschaft teilweise ausbremsen. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf dem Krieg in der Ukraine und den drohenden Konflikt um Taiwan. Die Unsicherheit ist merklich gestiegen und der dadurch bedingte weitere kräftige Anstieg der Energiepreise erhöht die Inflation und senkt die reale Kaufkraft. In Summe könnte sich dies negativ auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft auswirken. Ob jedoch Marktrisiken relevant werden und wie stark der Einfluss auf die Geschäfts- und Ertragslage der BH-Gruppe haben ist zurzeit nicht absehbar. Aus der gegebenen Absatzmarktstruktur der Unternehmensgruppe leitet sich darüber hinaus für den inländischen Absatzmarkt kein explizites Risiko ab, da der inländische Absatzmarkt auf eine breite Kundenbasis verteilt ist. Gleiches gilt für den EU-Wirtschaftraum, wenn auch in geringerem Umfang. Chancen ergeben sich aus Veränderungen des Wettbewerbsumfeldes beispielsweise durch Konsolidierungseffekte oder Lieferengpässen bei Wettbewerbern, die zu einer wachsenden Nachfrage unserer Produkte führen. BrancheEin wesentliches Branchenrisiko ergibt sich aus einem relativ hohen Absatzanteil an direkten und indirekten Kunden aus dem Umfeld der Automobilzulieferindustrie, welche den branchenüblichen Volatilitäten und Auswirkungen des aktuellen Strukturwandels der Automobilhersteller ausgesetzt sind. Als Hersteller von Walzprodukten aus Kupferlegierungen steht die Gesellschaft in der automotiven Lieferkette grundsätzlich auf weit nachgelagerter Zulieferebene und somit ohne direkte Geschäftsbeziehungen zu den Automobilherstellern. Auf indirektem Wege erreichen dennoch mehr als 50 Prozent der Absatzmenge der Unternehmensgruppe diesen Industriezweig. Den wiederkehrenden, starken Konjunkturschwankungen der Branche wird mit Konzepten zur Flexibilisierung von Beschäftigung und Kapazitäten entgegengewirkt. Ein potenzielles Branchenrisiko durch rückläufige Produktionsstückzahlen in der Automobilindustrie wird kompensiert durch einen stetig steigenden Verbrauch an Komponenten aus Kupferlegierungen. Die zunehmende Durchdringung von Infotainment- und Assistenzsystemen in Kraftfahrzeugen auch unterer Preissegmente sowie die mit Zukunftstechnologien wie "Autonomes Fahren " verbundenen Anforderungen an leitfähigen Verbindungselementen als ein wesentlicher Anwendungsbereich für Schwerpunktlegierungen des Produktportfolios bietet nachhaltiges attraktives Wachstumspotenzial. Der Strukturwandel der Automobilindustrie hinsichtlich Elektromobilität bietet für den Bedarf an Walzprodukten aus Kupferlegierungen eher Chancen als Risiken. Dennoch wird von einer gewissen Unsicherheit hinsichtlich der kurz- bis mittelfristigen Marktentwicklung, auch im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit der in Deutschland ansässigen Automobilindustrie, ausgegangen. Es wird erwartet, dass die Abnehmerkonzentration und damit verbundene Nachfragemacht im Bereich der Elektronik- und Automobilzulieferindustrie weiter fortschreitet. Auch die Wettbewerbsintensität durch Hersteller von Band- und Drahtprodukten aus Kupferlegierungen aus dem Wirtschaftraum China/Asien birgt ein zunehmendes Risiko für die Gesellschaft, insbesondere bei nachhaltig hohen und international nicht marktgerechten Energiepreisen am Standort Deutschland. Stetig steigende Qualitätsanforderungen der Kunden erhöhen Aufwand und Kosten auf Lieferantenseite und lassen sich nicht vollumfänglich über adäquate Preisanpassungen kompensieren. Auf Basis der besonderen Werkstoffeigenschaften von Walzprodukten aus Kupferlegierungen insbesondere in zukunftsfähigen Anwendungen für Elektronikkomponenten wie z.B. Steckverbindungen wird für das Geschäftsmodell des Unternehmens ein nachhaltiges Wachstumspotenzial gesehen. Substitutionstendenzen durch andere Werkstoffe sind insbesondere für das Kerngeschäft mit Bronzelegierungen derzeitig nicht erkennbar. Lediglich für Nischenanwendungen auf Basis bleihaltiger Neusilberlegierungen besteht ein Substitutionsdruck. Maßnahmen zur Entwicklung bleifreier Legierungsalternativen sind eingeleitet. ProduktionProduktionsrisiken bestehen im Wesentlichen aus möglichen Störungen der Betriebsabläufe bzw. nicht planbaren Betriebsstörungen und -behinderungen, sowie internen Ausfällen oder Nacharbeiten. Diesen Risiken begegnet die BH-Gruppe mit kontinuierlichen Instandhaltungsmaßnahmen, angemessener Modernisierung des Maschinenparks, Brandschutzmaßnahmen, sowie einer Vielzahl von internen Projekten zur Prozessoptimierung und Qualitätsabsicherung. Versicherungen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang begrenzen das Risiko möglicher Schadensfälle. Die Qualitätssicherung nimmt bereits zu Beginn der Wertschöpfungskette einen hohen Stellenwert ein und reduziert mögliche Qualitätskosten im Produktionsbereich. BeschaffungRisiken auf der Beschaffungsseite bestehen insbesondere hinsichtlich steigender Einkaufspreise für Rohstoffe und Energie sowie in der Verfügbarkeit von Rohstoffen und Transportkapazitäten. Grundsätzlich wird dem Risiko von Terminverzögerungen oder Lieferausfällen durch die sorgfältige Auswahl der Lieferanten begegnet. Mittels intensiver Marktbeobachtungen können eventuell nachteilige Entwicklungen frühzeitig erkannt werden, um notwendige Gegenmaßnahmen einzuleiten. Im Rahmen eines bei der Gesellschaft etablierten Geschäftsmodells werden börsennotierte Rohstoffpreise als Metallpreis an Kunden weitergegeben und über ein Metallhedging abgesichert. Darüber hinaus existieren Preismodelle auf Basis von Metallbeistellungen durch Kunden. Infolge gravierender Energiekostensteigerungen zum Jahreswechsel 2021/22 und einem zum Berichtszeitpunkt anhaltend sehr hohen Energiepreisniveaus wurde zeitnah eine außerordentliche Preisanpassungsmaßnahme in Form eines Energiekostenbeitrags auf die Verkaufspreise implementiert, welcher in Anlehnung an die jeweilige Energiepreisdynamik transparent und regelmäßig angepasst wird. Absicherungsgeschäfte für den Rohstoffeinkauf bzw. -verkauf werden in einem wirtschaftlich sinn-vollen Umfang getätigt. Die Sicherung erfolgt entweder einzeln oder bezüglich entsprechend erwarteter Ein- und Verkäufe. FremdwährungsrisikenDie BH-Gruppe tätigt in erheblichem Umfang Geschäfte in fremden Währungen, vor allem in US- Dollar und RMB. Die daraus resultierenden Risiken werden nach einer festgelegten Strategie zu marktgerechten Konditionen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang gesichert. Dabei kommen die derivativen Finanzinstrumente Devisentermingeschäfte und Währungs-Swaps zum Einsatz. Die Sicherung erfolgt entweder einzeln oder bezüglich entsprechend erwarteter Ein- und Verkäufe. UmweltDie Tochtergesellschaft Sundwiger Messingwerk GmbH ist nach DIN ISO 14001:2015 zertifiziert. Die Re-Zertifizierung wurde im 2020 erfolgreich bestanden LiquiditätDie BH-Gruppe misst der jederzeitigen Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit höchste Bedeutung zu. Zwecks Sicherstellung einer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit sowie einer größtmöglichen finanziellen Flexibilität wird eine revolvierende Liquiditätsplanung für die Gesellschaft erstellt. KundenWeitere Marktpotenziale bieten sich in der Geschäftsausweitung insbesondere mit Kunden im inländischen und europäischen Markt, sowie in gewissen Nischensegmenten im asiatischen Markt. Die stetige Ausweitung des aktiven Kundenportfolios in etablierten Branchen, sowie in Verbindung mit neuen Anwendungssegmenten ist explizite Strategie der Risikostreuung. PrognoseberichtDer Prognosebericht beschreibt die erwartete Entwicklung der Blackhawk-Gruppe im Geschäftsjahr 2022. Die Aussagen in diesem Abschnitt wurden auf Basis der aktuellen Auftragslage und aufgrund von Annahmen über die zukünftige branchenspezifische Entwicklung getroffen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn sich die zugrundeliegenden Annahmen nach Ablauf des Geschäftsjahres als unzutreffend erweisen. Die Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum des Jahres 2023 fallen uneinheitlich aus. Das IfW Kiel - Institut für Weltwirtschaft hat seine Wachstumsprognose für das Jahr 2023 leicht angehoben, prognostiziert in seinem Konjunkturbericht für den Herbst 2023 ein Wachstum von 3,0 Prozent gegenüber 2,2 Prozent aus dem Konjunkturbericht des vierten Quartals 2022. Ursächlich hierfür sind eine robuste Nachfrage in den Vereinigten Staaten und Europa, gesunkene Energiekosten und vor allem durch die Abkehr der Null-Covid-Politik in China mit der damit verbundenen Konjunkturellen Wiederbelebung. Angesichts der zum Jahresende sinkenden Auftragsvorlage infolge kontinuierlich rückläufiger Auftragseingänge im zweiten Halbjahr des Berichtszeitraums ist die Gesellschaft eher dürftig in das erste Kalenderhalbjahr 2023 gestartet, dieser Trend wird sich erwartungsgemäß bis zum Ende des Geschäftsjahres fortsetzen. Hohe kundenseitige Lagerbestände, sowohl an Halbzeugmaterialien als auch an Komponenten und Fertigprodukten reduzieren den Dispositionsbedarf wesentlicher Kunden und Marktsegmente zumindest temporär. Entsprechend rechnen wir nach Abbau der auf Kundenseite aufgebauten Sicherheitsbevorratungen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 mit einer deutlich dynamischeren Bedarfsentwicklung. Negative Einflüsse aus geopolitischen Krisen sind im Umfeld des fortwährenden Krieges in der Ukraine und anderer internationaler Spannungslagen nicht auszuschließen und könnten einer im Jahresverlauf möglichen Markterholung entgegenwirken. Ebenso bleibt ungewiss, welche Auswirkungen die Energiepolitik der Bundesregierung in Verbindung mit möglichen erneuten Ressourcenverknappungen auf die Energie- und Rohstoffpreise insbesondere im späteren Jahresverlauf 2023 haben könnte. Um entsprechend der jeweiligen Auslastungssituation angemessen handlungsfähig zu sein, hat die Gesellschaft geeignete Betriebsvereinbarungen zur Anpassung der Arbeitszeiten für das Geschäftsjahr 2023 eingeleitet, welche bedarfsgerecht umgesetzt werden können GesamtaussageAuf Basis der für den Jahresbeginn 2023 absehbaren, rückläufigen Bedarfssituation rechnet die BH-Gruppe im Geschäftsjahr 2023 mit einer gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 sinkenden Absatzmenge und Produktionsmenge im einstelligen Prozentbereich. Auf Grundlage einer sich stabilisierenden Nachfragesituation im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 erwarten wir eine Steigerung des Umsatzes von ca. 2,5 bis 5 Prozent, welche sowohl von eingeleiteten Preiserhöhungen, als auch steigenden Materialaufwendungen in Verbindung mit gestiegenen Metallnotierungen getrieben wird. Um mögliche zusätzliche Belastungen aus dynamischen Energiekostensteigerungen für unser energieintensives Unternehmen bestmöglich aufzufangen, sind Maßnahmen zur anteiligen Kostenweitergabe im Abnehmerkreis etabliert. Darüber hinaus ermöglichen geltende Betriebsvereinbarungen zudem die Reduzierung der Beschäftigungssituation auf das jeweils erforderliche Maß mit analoger Kostenwirksamkeit. Entsprechend wird für das operative Ergebnis (EBITDA), bereinigt um ergebnisverbessernde Sondereffekte aus der Immobilientransaktion, eine Steigerung von mindestens 10 Prozent gegenüber der Vorperiode erwartet.
München, 13. November 2023 Blackhawk Holding GmbH vertreten durch Mike Tschirschwitz Henrik Philip Michael Munte Sonstige Berichtsbestandteile Angaben zur Billigung: Der Konzernabschluss der Blackhawk-Gruppe für das 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 wurde am 13. November 2023 durch die Geschäftsführung der Blackhawk GmbH freigegeben, die Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am 21. Februar 2024 durch die Gesellschafter. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Blackhawk Holding GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Blackhawk Holding GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Blackhawk Holding GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirt-schaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Ab-schlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prü-fung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestäti-gungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufs-rechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernla-gebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernab-schlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentli-chen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätig-keit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zu-sammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bi-lanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegen-stehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Kon-zerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chan-cen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Sys-teme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernla-geberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 14. November 2023 Grant
Thornton AG
Achim Krichel, Wirtschaftsprüfer Fabian Herrgoss, Wirtschaftsprüfer |
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