Alessandro Principe Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Stefan Klümpen seit 11.6.2025 | Prokura |
Henning Dr. Stieglitz seit 7.5.2025 | Geschäftsführer |
Bastian Neubrech seit 18.12.2023 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ER-WE-PA GmbHErkrathJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023E. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 (Anlagen I bis III) und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (Anlage IV) der ER-WE-PA GmbH, Erkrath, unter dem Datum vom 10. Dezember 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ER-WE-PA GmbH, Erkrath Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ER-WE-PA GmbH, Erkrath, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ER-WE-PA GmbH, Erkrath, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe im Abschnitt 4.3. Risiken im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet. Wie in Angabe 4.3. Risiken dargelegt, weist dies auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." F. SCHLUSSBEMERKUNG Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der ER-WE-PA GmbH, Erkrath, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften. Dem Prüfungsbericht liegen die "Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten" (IDW PS 450 n. F.) zu Grunde. Zu dem von uns erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk verweisen wir auf Abschnitt E. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks. Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.
Köln, 10. Dezember 2024 AHW
Treuhand GmbH
Michael Becker, Wirtschaftsprüfer Oliver Conrad, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft nimmt teilweise die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 24.370 T€ (i. Vj. 22.432 T€) aus und ist damit bilanziell überschuldet. Die Liquiditätssituation ist weiterhin stark angespannt. Basierend auf dem zum 31. Dezember 2023 bestehenden Auftragsbestand von 83.794 T€ (i. Vj. 47.764 T€) und den damit verbundenen erwarteten Zahlungsströmen sowie den von der mittelbaren Muttergesellschaft zur Verfügung gestellten liquiden Mitteln geht die Geschäftsführung davon aus, dass der Fortbestand der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 überwiegend wahrscheinlich ist und sich unter Berücksichtigung der positiven Ergebniserwartungen die bilanzielle Überschuldung in den folgenden Jahren verringern wird. Die mittelbare Muttergesellschaft, Davis-Standard, LLC, Pawcatuck/Connecticut, USA (Davis-Standard LLC) hat sich in diesem Zusammenhang in einer Patronatserklärung vom 21. Oktober 2024 zur Vermeidung der insolvenzrechtlichen Folgen einer Überschuldung verpflichtet, die ER-WE-PA so ausgestattet zu halten, dass sie in der Lage ist, ihre sämtlichen Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gläubigern zu erfüllen. Zu diesem Zweck wird sie, sollte dies notwendig werden, der Gesellschaft die notwendigen finanziellen Mittel (Darlehen maximal bis zu 5.300 T€ sowie Akkreditive und Bankgarantien bis zu 14.000 T€) zur Verfügung stellen. Der erstmalig mögliche Kündigungstermin ist der 31. Dezember 2025. Die Gesellschaft ist gemäß vorgenannter Patronatserklärung zur Zahlung von Zinsen und Tilgungen auf die zum Bilanzstichtag ausgereichten konzerninternen Darlehen nur verpflichtet, soweit sich bei der Gesellschaft ohne Ansatz des Rückzahlungsbetrags ein ausschüttungsfähiger Jahresüberschuss, ein Liquiditätsüberschuss oder ein sonstiges freies Vermögen ergibt. Zusätzlich haben die Gesellschaft und die Davis-Standard LLC mit Vereinbarung vom 21. Oktober 2024 die Fälligkeit der zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber der Davis-Standard LLC in Höhe von 12.268 T€ bis zum 31. Dezember 2025 verlängert. Der Jahresabschluss wurde deshalb unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Im Hinblick auf bestandsgefährdende Tatsachen wird im Übrigen auf Abschnitt "4.3. Risiken" des Lageberichts verwiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind Mitzugehörigkeitsvermerke sowie sonstige davon-Angaben zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung teilweise in den Anhang aufgenommen worden. Die Gesellschaft ist unter der Firma ER-WE-PA GmbH mit Sitz in Erkrath im Handelsregister des Amtsgerichts Wuppertal unter der Nummer HRB 12758 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und - soweit abnutzbar - planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit erforderlich, vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und/oder Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die lagermäßig geführten Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind unter Anwendung des Durchschnittswert-Verfahrens zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Fertigungsgrades und gegebenenfalls von Abschlägen für drohende Verluste bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten sowie Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Es wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Erhaltene Anzahlungen auf Projekte werden als "Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Insofern wird vom Wahlrecht des § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB, wonach die erhaltenen Anzahlungen auch offen von den Vorräten abgesetzt werden können, kein Gebrauch gemacht. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 2 % berücksichtigt. Langfristige Steuererstattungsansprüche i.S.d. § 37 KStG (Körperschaftsteuerguthaben) werden zum Barwert angesetzt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (i. Vj: 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Die Bewertung mit dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz führt zu einem Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 19 T€. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,0 % (i. Vj.: 1,0 %) berücksichtigt. Die Gehaltsdynamik beträgt wie im Vorjahr 0 %. Eine Fluktuation wurde nicht einbezogen, da die Fluktuation der Mitarbeiter, die noch Anspruch auf Altersversorgung haben, als gering eingestuft wird. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Verpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Die Rückstellung für Gewährleistung umfasst sowohl Einzelrisiken, soweit diese zum Bilanzstichtag bereits geltend gemacht wurden, als auch allgemeine Risiken. Im Berichtsjahr und im Vorjahr war eine Berücksichtigung der Rückstellungen für Einzelrisiken nicht notwendig. Die Rückstellung für allgemeine Gewährleistungsrisiken wird pauschal in Höhe von 1 % auf die Umsätze für die in den letzten 18 Monaten vor dem Bilanzstichtag abgerechneten Projekte gebildet. Soweit Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, werden sie mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichen Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Latente Steuern werden entsprechend § 274 HGB nach dem bilanzorientierten Konzept bilanziert, das sich an den Wertunterschieden von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz resultieren und zukünftig steuerbe- oder -entlastend wirken, orientiert. Bei der Ermittlung der abzugrenzenden Steuern werden auch quasi-permanente Differenzen und steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Für Zwecke der Bewertung der abzugrenzenden Steuern wird auf den unternehmensindividuellen Steuersatz abgestellt, der voraussichtlich im Zeitpunkt der Umkehrung der zeitlichen Differenzen Gültigkeit haben wird. Der zum Stichtag ermittelte Aktivüberhang wurde entsprechend dem bestehenden Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Alle sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 637 T€ (i. Vj. 128 T€) entfallen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und bestehen in Höhe von 637 T€ (i. Vj. 128 T€) gegen die mittelbare Muttergesellschaft Davis-Standard LLC. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin belaufen sich auf 0 T€ (i. Vj. 146 T€). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt DM 10.000.000,00 (5.112.918,81 €). Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beinhalten Verpflichtungen aus laufenden Renten sowie aus Anwartschaften. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Personalrückstellungen (500 T€; i. Vj. 368 T€), Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (497 T€; i. Vj. 475 T€) sowie Garantierückstellungen (159 T€; i. Vj. 290 T€). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von 4.000 T€ (i. Vj. 4.000 T€) ein Darlehen von der mittelbaren Muttergesellschaft Davis-Standard LLC. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (7.893 T€; i. Vj. 7.706 T€). Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Zum Bilanzstichtag hatten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 11.893 T€ (i. Vj. 11.706 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig; Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen wie im Vorjahr nicht. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betriebliche Erträge enthalten periodenfremde Erträge von 412 T€ (i. Vj. 1.558 T€). Diese entfallen auf Erstattung aus Versicherungsentschädigungen 240 T€ (i. Vj. 1.209 T€) und aus Auflösung von Rückstellungen (172 T€; i. Vj. 94 T€). Sonstige betriebliche Aufwendungen Im Jahr 2023 bestehen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter anderem aus Ausgangsfrachten 1.106 T€ (i. Vj. 209 T€), Servicearbeiten 621 T€ (i. Vj. 519 T€) und Aufwand aus Kursdifferenzen 597 T€ (i. Vj. 436 T€). Im Zuge der BilMoG-Umstellung machte die Gesellschaft vom Wahlrecht des Art. 67 Abs.1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen über einen Zeitraum von 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2023 wurden hierfür 0 T€ (i. Vj. 40 T€) als Personalaufwand erfasst. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Mit einer Inanspruchnahme der Verpflichtungen aus den Miet-, Pacht- und Leasingverträgen ist zu rechnen. Es bestehen keine weiteren außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Geschäftsführung Vertreten wurde die Gesellschaft durch den Geschäftsführer:
Die Gesellschaft hat von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht und die Angabe zu den Geschäftsführerbezügen unterlassen. Arbeitnehmer Durchschnittlich waren im Berichtsjahr 54 Mitarbeiter (i. Vj. 50 Mitarbeiter) beschäftigt, die sich wie folgt aufteilen:
Nachtragsbericht Die mit der Davis-Standard LLC bestehende Fälligkeitsvereinbarung wurde mit Datum vom 21. Oktober 2024 an die zum 31. Dezember 2023 bestehenden Netto-Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber der Davis-Standard LLC angepasst und die Fälligkeit bis zum 31. Dezember 2025 verlängert. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.937.400,85 € auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernzugehörigkeit Die ER-WE-PA GmbH ist unmittelbare Tochtergesellschaft der Davis-Standard (Deutschland) GmbH, Erkrath, und mittelbare Tochtergesellschaft der Davis-Standard, LLC, Pawcatuck /Connecticut, USA. Der Jahresabschluss der ER-WE-PA GmbH wird in den Konzernabschluss der Davis Standard Holding, Pawcatuck /Connecticut, USA, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird nicht veröffentlicht. Gamut Capital Management L.P. New York, USA, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Gamut Capital Management wird an der New York USA Stock Exchange veröffentlicht.
Erkrath, 9. Dezember 2024 ER-WE-PA GmbH Michael Krämer, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für 2023Inhaltsverzeichnis 1. Unternehmensvorstellung von ER- WE- PA GmbH und Davis Standard LLC 2. Unsere Märkte auf einen Blick 3. Darstellung der Lage 4. Chancen und Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung 5. Prognose 1. Unternehmensvorstellung von ER- WE- PA GmbH und Davis Standard LLC ER-WE-PA GmbH konstruiert und produziert kundenspezifische Extruder sowie Extrusionsbeschichtungs- und Laminieranlagen, Filmgießanlagen und Wickler. Die Produktion und Montage finden bei autorisierten Lieferanten statt. Das Unternehmen ist die deutsche operative Tochtergesellschaft der Davis-Standard LLC, Pawcatuck/Connecticut, USA (Davis-Standard LLC), die zu den weltweit führenden Unternehmen in der Kunststoffmaschinenindustrie gehört. Neben dem Standort ER-WE-PA produziert Davis-Standard LLC Maschinen und Ausrüstungen in den Vereinigten Staaten, Schweiz, Finnland und China. Davis-Standard LLC konstruiert, entwickelt und produziert Extrusionsanlagen, Extruderschnecken, Extruderzylinder und Prozesssteuerungen für die Veredelungsindustrie sowie für die Kunststoff- und Kautschuk verarbeitende Industrie. 2. Unsere Märkte auf einen Blick ER-WE-PA vertreibt in Asien, Nahen Osten, Europa, Amerika ein komplettes Sortiment an Extrusions-Beschichtungsanlagen, hauptsächlich für die Herstellung von aseptischen Kartonverpackungen und die Getränkeindustrie. Zusätzlich liefert ER-WE-PA auch Extrusionsbeschichtungsanlagen für die Herstellung von Rollenmaterial für flexible Verpackungen sowie für Laboranlagen von Polymerherstellern zur Entwicklung neuer Produkte. Des Weiteren baut ER- WE-PA Horizontalwickler für die Herstellung von hygienischen Laminaten. Verstärkt hat sich ER-WE-PA im Bereich Aftermarket, um vorhandene Anlagen an neue Technologien anzupassen und die Produktivität steigern zu können. Die Nachfrage nach ER-WE-PA-Produkten wird durch eine Vielzahl von ökonomischen Faktoren auf dem globalen Markt angetrieben. Ein Faktor betrifft die Nachfrage der Verbraucher nach Nahrungsmittel- und Getränkeverpackungen. Hier ist weiterhin Wachstum zu verzeichnen, wobei im Fokus der Konsumenten Optionen für eine gesunde Lebensweise liegen, wie z. B. produzierte und zubereitete Speisen zum Mitnehmen. Darüber hinaus wird die Nachfrage ebenso von den Produzenten vorangetrieben, indem sie neue Technologie einführen. Hierbei liegt der Fokus auf Recyclingfähigkeit und Reduzierung von CO 2 bei der Herstellung der Verpackungen. In Westeuropa sind weiter starke Investitionen im Bereich Aftermarket erkennbar. Im Bereich für Neumaschinen konzentriert sich der Verpackungsmarkt in Westeuropa auf recyclefähige Produkte, entsprechend angepassten Technologien, und damit neuen technischen Herausforderungen sowie Möglichkeiten, für den Maschinenbauer. Auf dem asiatischen Markt hat der Anstieg der Nachfrage für unseren Kernmarkt der aseptischen Getränkeverpackungslaminate im Jahr 2023 zur guten Auftragslage beigetragen. Im Nahen Osten aber zollt weiterhin die politische Ungewissheit und die hohen Zinsen ihren Tribut. 3. Darstellung der Lage Nach Abklingen der Coronapandemie haben wir im laufenden Geschäftsjahr im Neumaschinengeschäft einen guten Auftragseingang zu verzeichnen. Auch Large Aftermarket (Retrofits) und das Ersatzteilgeschäft ist im Jahr 2023 verstärkt vertreten. 3.1 Auftragseingang Der Auftragseingang betrug im Geschäftsjahr insgesamt rund TEUR 42.066 und ist auf die Produktbereiche Extrusionsbeschichtung, Folienextrusions- und Wickeltechnik konzentriert. 3.2 Ertragslage Als Leistungsindikatoren des Unternehmens (KPI) für die Ertragslage werden Umsatz und operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) verwendet. Zusätzlich zu den finanziellen Leistungsindikatoren werden auch nicht monetäre Indikatoren zur Bewertung der Leistung herangezogen. Die nicht monetären Indikatoren beinhalten die Bewertung der Kundenzufriedenheit.
Das Unternehmen hat sein Jahresergebnis im Jahr 2023 um TEUR 1.621 verschlechtert. Das Unternehmen verzeichnete einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.937 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 316). Im Jahr 2023 wurden wenige langfristige Projekte abgeschlossen, dadurch konnte der Umsatz und das Jahresergebnis im Vergleich zum Jahr 2022 nicht verbessert werden. Das Rohergebnis erhöht sich von TEUR 7.232 um 9,33% auf TEUR 7.907. Der Personalaufwand stieg um TEUR 700. Die planmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen erhöhten sich aufgrund des Zugangs bei Vermögensgegenständen (Sachanlagen) im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 60. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf TEUR 3.983 und liegen über dem Vorjahresniveau von TEUR 2.695. Das Finanzergebnis ergab sich im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen, die überwiegend aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen resultierten. 3.3 Finanz- und Vermögenslage Bilanzstichtagsvergleich
Die im Anlagevermögen angegebenen TEUR 325 enthalten als wesentlichen Posten Sachanlagen von TEUR 281 und immaterielle Vermögensgegenstände von TEUR 44. Vorräte sind mit TEUR 38.586, Forderungen und sonstige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.652 und Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten mit TEUR 4.323 angegeben. Der Anstieg der Vorräte um TEUR 21.637 betrifft vor allem die unfertigen Erzeugnisse. Dies ist darauf zurückzuführen, dass für die neuen Projekte der Beschaffungsprozess bereits voll angelaufen ist. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen haben sich entsprechend um TEUR 24.191 auf TEUR 51.139 erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um einen Betrag von TEUR 616. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 187 resultiert im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber der Davis-Standard. Zum 31. Dezember 2023 weist die Bilanz des Unternehmens ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 24.370 auf, das auf der Aktivseite als "nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" ausgewiesen wird. Auf der Passivseite der Bilanz sind Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.846 und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 65.531 ausgewiesen. Die Reduzierung der Rückstellungen ist überwiegend darauf zurückzuführen, dass diverse Materiallieferungen und Leistungen für die laufenden Projekte erbracht worden sind. Für die weitere Darstellung der Finanzlage verweisen wir auf den Abschnitt 4.3. Risiken. 4. Chancen und Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung 4.1 Chancen ER-WE-PA rechnet für das Jahr 2024 weiterhin mit guter Auftragslage, bedingt durch die derzeit hohen Nachfrageaktivitäten. Hohe Marktanteile, technische Kompetenz und gute Referenzen werden auch in Zukunft unser Geschäft fördern. Das Unternehmen wird weiterhin vermehrt mit anderen globalen Werken der Davis-Standard LLC zusammenarbeiten, um gemeinsame Produktplattformen in unseren Märkten anzubieten. Kooperationsbemühungen beinhalten Service-Networking und neue Produktinnovationen. Durch bessere Reaktionszeiten und geeignetes Knowhow können unsere Kunden besser und erfolgreicher bedient werden. 4.2 Risikomanagement Durch die bestehenden Kontrollelemente und Controlling-Prozesse können Risiken frühzeitig erkannt und gegengesteuert werden. Diese Prozesse sorgen auch dafür, dass Chancen bereits im Vorfeld wahrgenommen werden. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die in den Vorjahren eingeführten internen Kontroll- und Berichterstattungsprozesse weiterentwickelt, um die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu überwachen. Es wurden Maßnahmen eingeführt, um die Prozesse zu verbessern; die daraus resultierenden Ertragssteigerungen sollen zu einer deutlichen Erhöhung der Finanzstabilität führen. Außerdem ist ER-WE-PA GmbH seit Ende 2019 ISO 9001 und seit Herbst 2022 zusätzlich ISO 14001 (Umweltmanagement) zertifiziert. Die laufenden Projektmanagement-Berichte sorgen dafür, dass Operations- und Finanz-Führungskräfte zeitnahe und aktuelle Informationen über Änderungen des Kostenprofils der einzelnen Projekte erhalten. 4.3 Risiken Eigenkapitalsituation und Liquiditätsrisiko Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.937 ausgewiesen. Dementsprechend erhöht sich das negative Eigenkapital auf TEUR 24.370 (Vorjahr: TEUR 22.432). Die Gesellschaft ist damit aufgrund von Verlusten aus mehreren Geschäftsjahren weiterhin bilanziell überschuldet. Die Liquiditätssituation des Unternehmens erfordert bedingt durch die starke Auftragslage weiterhin ein kontinuierliches Augenmerk. Um die Einhaltung der Liquiditätsanforderungen zu gewährleisten, hat das Unternehmen ein umfassendes Berichtswesen implementiert. Die Unternehmensleitung und die Muttergesellschaft werden umgehend über etwaige Änderungen oder Neuentwicklungen informiert. Wie im Vorjahr wurde das Unternehmen in erster Linie durch Zahlungen auf laufende Projekte finanziert, deren Höhe vom Fertigungsgrad der jeweiligen Anlage und den einzelnen Vertragsbedingungen abhängt. Basierend auf dem Auftragsbestand von TEUR 83.794 zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 und auf der finanziellen Unterstützung der indirekten Muttergesellschaft, Davis-Standard LLC, geht die Geschäftsleitung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Die mittelbare Muttergesellschaft David-Standard LLC hat sich in diesem Zusammenhang in einer Patronatserklärung mit Datum vom 21. Oktober 2024 zur Vermeidung der Rechtsfolgen einer Überschuldung verpflichtet, die ER-WE-PA so ausgestattet zu halten, dass sie in der Lage ist, ihre sämtlichen Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gläubigern zu erfüllen. Zu diesem Zweck wird sie, sollte dies notwendig werden, der Gesellschaft die notwendigen finanziellen Mittel (Darlehen bis zu TEUR 5.300, Zugriff auf Akkreditive oder Bankgarantien bis zu einem Gesamtbetrag von TEUR 14.000) zur Verfügung stellen. ER-WE-PA ist gemäß vorgenannter Patronatserklärung zur Zahlung von Zins und Tilgung verpflichtet, soweit sich bei der ER-WE-PA ohne Ansatz dieses Rückzahlungsbetrages ein ausschüttungsfähiger Jahresüberschuss, ein Liquidationsüberschuss oder ein sonstiges freies Vermögen ergibt. Die Vereinbarung kann erstmals zum 31. Dezember 2025 gekündigt werden. Zusätzlich wurden die bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber der Davis-Standard LLC, USA mit Vereinbarung vom 21. Oktober 2024 bis zum 31. Dezember 2025 verlängert. Der Jahresabschluss wurde daher unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Wir weisen jedoch darauf hin, dass der Fortbestand der Gesellschaft derzeit von der finanziellen Unterstützung durch die mittelbare Gesellschafterin Davis-Standard LLC abhängig ist. Wettbewerbsrisiko Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch die Konzentration der Produktion auf Kernproduktreihen und marktfähige Regionen sowie durch Kostensenkungsmaßnahmen im Rahmen der Partnerschaft mit Unternehmen der Davis-Standard Gruppe. Kreditrisiko Bonitätsrisiken können entstehen, wenn ein Kunde vollständig oder teilweise zahlungsunfähig wird. Um Bonitätsrisiken zu vermeiden, wird ständig eine intensive Überwachung und Überprüfung der Kundenanforderungen durchgeführt. Ausländische Kunden werden nur auf der Grundlage geeigneter Sicherheiten bearbeitet. Währungs-, Preis- und Zinsrisiken Die Gesellschaft ist in geringem Umfang Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt, da die Vertriebs- und Beschaffungsgeschäfte im Wesentlichen in Euro abgewickelt werden. Das Unternehmen begegnet dem Risiko von Preisschwankungen, insbesondere bei Stahlpreisschwankungen, durch eine strikte und zeitnahe Umsetzung der Vor-, Folge- und Nachkalkulation der im Bau befindlichen Großprojekte sowie eine geplante konzentrierte Beschaffung innerhalb der Unternehmensgruppe. Umwelt Das Unternehmen erfüllt die Vorschriften zum Umweltschutz. Gegenwärtige Risiken in diesem Bereich sind nicht bekannt. ER-WE-PA GmbH ist seit Oktober 2022 nach DIN ISO 14001 (Umweltmanagement) zertifiziert. 5. Prognose ER-WE-PA-Produkte sind in vielen Regionen mit hohem Entwicklungsstand sowie in Schwellenländern gefragt. Die Produkte sind zukunftsorientiert und umweltfreundlich. Das Unternehmen genießt ein hohes Maß an Vertrauen und Wertschätzung bei unseren Kunden. Der Aftermarket bleibt als eigenständige Sparte direkt neben dem neuen Maschinengeschäft positioniert. Infolgedessen werden im Bereich Ersatzteile, Umbauten und Service positive Auswirkungen erwartet. Neben einer höheren Kundenzufriedenheit durch besseren Service, schnellere Reaktionszeiten und einen proaktiven Vertrieb von Ersatzteilen wird erwartet, dass das Aftermarket-Segment wächst und zu einer Steigerung der Gesamtrendite des Unternehmens beitragen wird. Nach dem starken Jahr 2023 stellt sich der Aftermarket im Jahr 2024 aufgrund der anhaltend langen Lieferzeiten und der schwächeren Nachfrage als herausfordernd dar. Die Auftragslage zum Jahresende 2023 war gut, so dass die ER-WE-PA Mannschaft im Jahr 2024 ausgelastet ist. Auch ER-WE-PA bleibt von den globalen Herausforderungen in den Lieferketten nicht verschont. Wir werden zum Teil Lieferverzögerung unserer Bauteile in Kauf nehmen müssen. Im Jahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 13 Mio. erzielt. Wir planen für das Geschäftsjahr 2024 trotz der andauernden Auswirkungen des Krieges in der Ukraine insgesamt eine bessere Entwicklung. Es wird erwartet, dass sich der Umsatz mindestens gleichbleibend und das Ergebnis gegenüber 2023 verbessern wird. Dabei sollte nach verhaltenem Start eine deutliche Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte zu verzeichnen sein. Diese zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen basieren auf aktuellen Erwartungen und bestimmten An nahmen. Sie beinhalten daher eine Reihe von Risiken, Chancen und Ungewissheiten. Dies kann zur Folge haben, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung und Ergebnisse von den hier gemachten zukunftsgerichteten Aussagen und Prognosen abweichen.
Erkrath, 9. Dezember 2024 Michael Krämer, Geschäftsführer Rechtliche Verhältnisse
Wesentliche Veränderungen der rechtlichen Verhältnisse nach dem Abschlussstichtag liegen nicht vor. Steuerliche Verhältnisse
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