Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 701286
Eingetragen
17.1.1984
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Erbringung von Serviceleistungen auf dem Logistiksektor für Unternehmen, insbesondere die Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen der Zollabwicklung.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Paul Hoffmann
seit 12.7.2024
Prokura
Alexander Boss
seit 12.7.2024
Prokura
Melanie Muser
seit 12.7.2024
Prokura
Patricia Mikolai
seit 12.7.2024
Prokura
Reiner Udo Ratz
seit 28.7.2022
Geschäftsführer
Jan Dykhuizen
seit 28.7.2022
Geschäftsführer
Richard Revyn
seit 28.7.2022
Prokura
Maximilian Nett
seit 28.7.2022
Prokura
Thomas Karl Müller
seit 25.6.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ALS Alpina Logistic Services GmbH
Germany
77.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ALS Customs Services GmbH

Weil am Rhein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der ALS Customs Services GmbH, Weil am Rhein

Gemäß § 289 HGB erstatten wir als Geschäftsführer der ALS Customs Services GmbH ("ALS") mit Sitz in Weil am Rhein zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes den nachstehenden Lagebericht:

A. Grundlagen

Die ALS Customs Services GmbH ist im Bereich der Zolldienstleistungen und der Fiskalvertretung tätig. Um der gestiegen Anforderung an Kundennähe gerecht zu werden, wurde die Verschmelzung der Schwestergesellschaft ALS Spaarmann GmbH auf die ALS beschlossen. Dieses geschah auch vor dem Hintergrund der besonderen Verzollungsdienstleistungen der ehemaligen ALS Spaarmann GmbH. Somit befinden sich an elf deutschen Standorten Büros meist in unmittelbarer Nähe zu Zollabfertigungsstellen. Einen Schwerpunkt stellen die Aktivitäten an den Grenzübergängen zur Schweiz dar, wo die Gesellschaft zusammen mit den unter dem gleichen Namen operierenden ausländischen Schwestergesellschaften zu den größeren Anbietern der Branche zählt. Namhafte Unternehmen aus den Bereichen Handel, Industrie, Logistik und Transport nehmen die Dienstleistungen der ALS in Anspruch. Daneben führt die ALS in untergeordnetem Umfang speditionelle Dienstleistungen durch.

B. Wirtschaftsbericht

B.1 Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

B.1.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland sank 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts gegenüber dem Vorjahr um 0,3%. Die deutsche Wirtschaft ist damit in einem krisengeprägten Umfeld nicht mehr auf einem Wachstumspfad.

Die preisbereinigte gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung ging im Vergleich zum Vorjahr um 0,1% zurück.

Im Transport- und Logistikgewerbe, deren Dienstleistungen vom Statistischen Bundesamt in der Rubrik Verkehr und Lagerei geführt werden, ist im Jahr 2023 ein erheblicher Umsatzrückgang gegenüber den Vorjahresquartalen in Deutschland erfolgt. Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund außergewöhnlicher Preisentwicklungen 2021 und 2022 zu sehen. 1

2023 1. Quartal
%
2. Quartal
%
3. Quartal
%
4. Quartal
%
Logistik Umsatzveränderung ggü. Vorjahresquartal (nominal) +1,4 -9,4 -9,8 -8,2
Logistik Umsatzveränderung ggü. Vorquartal (nominal) -8,4 1,9 -0,4 -1,3

Gemäß der vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebenen Mittelfristprognose mit Stand September 2023 dürfte der Gütertransport für das Gesamtjahr 2023 erneut leicht zurückgegangen sein. Die Transportmengen sind voraussichtlich bei allen Verkehrsträgern gesunken: Straßenverkehr -6%, Eisenbahnverkehr -4,5%, Binnenschiff -4,9%, Luftfracht -6,7% und Seeverkehr um 3,5%.

B.1.2 Geschäftsverlauf

Vorab ist zu berücksichtigen, dass in der Analyse des Geschäftsverlaufs und der Umsatzentwicklung die Vorjahreswerte der ALS und der ALS Spaarmann GmbH vor dem Hintergrund der Verschmelzung für einen aussagekräftigen Vergleich zusammengefasst wurden.

Der Umfang des operativen Geschäftes bei der ALS lag im Berichtsjahr leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die Weichenstellung der Vorjahre mit einer weiteren Fokussierung auf Digitalisierung und Systemoptimierung und die Gewinnung von Neugeschäften konnte wie prognostiziert nicht zu einem besseren Ergebnis führen. Der prognostizierte gleichbleibende Umsatz konnte durch die Akquise von Neukunden als Ausgleich von Kundenverlusten nicht erreicht werden, ebenfalls hat sich das Zusatzgeschäft durch den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (Brexit) rückläufig entwickelt. Unser Gesamtpaket mit den Komponenten Geschäftsanalyse, Zollberatung, Auftragsabwicklung, Reporting und Zollschulungen findet nach unserer Einschätzung dennoch einen großen Zuspruch bei unseren Kunden.

Um unsere Kundenakquise weiter auszubauen, wurde die Verschmelzung der ALS Spaarmann GmbH auf die ALS beschlossen. Darüber hinaus passen die besonderen Verzollungsdienstleistungen der ALS Spaarmann GmbH gut in unser Gesamtpaket.

Das Rohergebnis hat sich nachteilig zum Vorjahr entwickelt und ist leicht von 14.679,7 T€ auf 14.448,4 T€ gesunken. Im Verhältnis zur Gesamtleistung hat das Rohergebnis einen Anteil von 90,6% (Vorjahr: 91,3%).

Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) erreichte 2023 wie prognostiziert einen Wert von 3.545,5 T€ (Vorjahr 3.973,2 T€) und macht 24,5% (Vorjahr: 27,1%) vom Rohergebnis aus. Die leicht negative Entwicklung des EBITDA lässt sich neben dem Umsatzrückgang durch gestiegene Sachkosten erklären.

Trotz der gestellten Prognose des geringeren DB III, der als Leistungsindikator zur internen Steuerung dient, konnte dieser deutlich gesteigert werden (+21,0%). Des Weiteren ist das Jahresergebnis von 2.909,2 T€ auf 3.290,8 T€ gestiegen. Beide Entwicklungen lassen sich durch den nicht prognostizierten Anstieg des positiven Zinsergebnisses auf Grund von gestiegenen Cash-Pool Zinsen erläutern.

B.1.3 Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse haben sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig entwickelt (- 2,9%). Der Umsatz 2023 betrifft vornehmlich den Bereich der Zollabfertigungen. Die leichte Verminderung ist auf die bereits unter Punkt B.1.2. genannten Umstände zurückzuführen.

B.1.4 Investitionen

Im Rahmen der Verschmelzung der ALS Spaarmann GmbH auf die ALS sind die Gegenstände des Anlagevermögens zu den Buchwerten übernommen worden. Wesentliche Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens wurden im Berichtsjahr mit Ausnahme von Ersatzbeschaffungen nicht vorgenommen.

B.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

B.2.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme in Höhe von 22.830,1 T€ hat sich gegenüber dem Vorjahr um 7.313,1 T€ erhöht.

Dieses resultiert auf der Aktivseite der Bilanz im Wesentlichen aus der Zunahme des Sachanlagevermögens um +1.029,9 T€ (+525,6%) im Wesentlichen aufgrund der Verschmelzung der ALS Spaarmann, dem stichtagsbedingten Anstieg der Forderungen aus Lieferung und Leistungen um +8.024,7 T€ (+168,7%) und der sonstigen Vermögensgegenstände um +1.020,8 T€ (168,7%). Wesentlicher Grund hierfür sind die gestiegenen Forderungen gegen Finanzbehörden aus Vorauszahlungen für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag. Des Weiteren sind die Sicherheitseinbehalte aus der Asset-Backed-Securitization (kurz ABS-Transaktion) zum Ende des Berichtsjahres gestiegen.

Die insgesamt erhöhte Mittelbindung spiegelt sich auch in dem um 41,0% gestiegenen Umlaufvermögen wider.

Auf der Passivseite der Bilanz haben sich insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 7.531,9 T€ (+3.809,8%) erhöht. Dies resultiert in erster Linie aus der stichtagsbezogenen Erhöhung von Verbindlichkeiten aus Zollabgaben gegenüber verbundenen Unternehmen. Ebenfalls haben sich die Rückstellungen (+214,1 T€) erhöht. Dies begründet sich einerseits daraus, dass im Berichtsjahr Steuerrückstellungen für Gewerbesteuer und Grunderwerbsteuer in Höhe von 67,8 T€ gebildet wurden (Vorjahr: 0,0 T€). Andererseits erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen um 123,3 T€ (+11,1%) insbesondere aufgrund erhöhter Rückstellungen für Preisnachlässe, Altersteilzeit und ausstehende Rechnungen.

Des Weiteren ist in Bezug auf die Veränderung des Eigenkapitals die Ausschüttung über 3.000,0 T€ an die ALS Holding GmbH zu nennen.

Alle Einflüsse zusammen zeigen sich in der gleichgebliebenen Eigenkapitalquote in Höhe von 21,6% (Vorjahr: 21,5%).

B.2.2 Finanzlage

Die Finanzlage bestimmt sich durch die Einbeziehung in das Cash-Pooling-System der Teilkonzernmutter. Zum Bilanzstichtag besteht eine Cash-Pool-Forderung in Höhe von 5.006,3 T€ (Vorjahr: 7.627,6 T€). Somit stellt sich die Finanzlage wie im Vorjahr als solide und gut dar.

B.2.3 Ertragslage

Bei der Analyse der Ertragslage ist zu berücksichtigen, dass in der Analyse die Vorjahreswerte der ALS und der ALS Spaarmann GmbH vor dem Hintergrund der Verschmelzung für einen aussagekräftigen Vergleich zusammengefasst wurden.

Die Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr um -0,8% auf 15.952,6 T€ (Vorjahr: 16.074,4 T€) gesunken. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die bereits unter Punkt B.1.2 geschilderten Faktoren zurückzuführen, die durch gestiegene sonstige betriebliche Erträge (+333,7 T€) abgemildert wurden.

Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr (+7,8%) auf 1.504,2 T€ (Vorjahr: 1.394,7 T€) gestiegen. Begründet ist dies insbesondere durch den Anstieg von Geschäften mit höherem Fremdleistungsanteil (Kurierfahrten, weiterbelastete Lagergelder, Zollabfertigungs- und Handlinggebühren) sowie dem erhöhten Einkauf von Straßen- und Seetransporten für den Versand der Waren an die Kunden.

Der Personalaufwand ist leicht mit 1,3% im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Ursache hierfür ist zum einen der gegebene Umstand von Kurzarbeit im ersten Quartal 2023 an den Standorten Forst und Frankfurt / Oder. Zum anderen sind im Rahmen der Verschmelzung 14 Arbeitnehmerverhältnisse auf die ALS übertragen worden, so dass sich unter Einbezug dieser die Anzahl der Mitarbeiter im Jahr 2023 um 7 verringert hat.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 7,7 % auf insgesamt 4.034,9 T€ angestiegen. Die Zunahme lässt sich im Wesentlichen auf erhöhte Instandhaltung von Grundstücken und Gebäuden, da in der Berichtsgesellschaft nach der Verschmelzung ein eigenes Grundstück samt Gebäude enthalten ist, den Geschäftsbesorgungsverträgen und den gestiegenen Energiekosten zurückführen.

Die wesentlichen Ertragskennzahlen haben sich wie folgt entwickelt:

(Vorjahr)
Umsatzrentabilität: Ergebnis vor Steuern = 31,3% (26,4%)
Umsatzerlöse
Gesamtkapitalrentabilität: Ergebnis vor Steuern + Zinsaufwand = 21,1% (14,6%)
Bilanzsumme des Vorjahres
Eigenkapitalrentabilität: Ergebnis vor Steuern = 101,4% (40,0%)
Eigenkapital des Vorjahres

Die oben gezeigten Ertragskennzahlen haben sich alle positiv entwickelt. Dies ist im Wesentlichen durch das stark verbesserte Zinsergebnis zu erklären.

Bei der Eigenkapitalrentabilität haben zudem Ausschüttungen im Jahr 2022, die zu deutlichen Eigenkapitalreduzierungen im Vergleich zu 2021 führten, zu der deutlichen Verbesserung maßgeblich beigetragen.

B.3 Gesamtbeurteilung der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr

Zusammenfassend zeigte sich im Berichtsjahr aus Sicht der Geschäftsführung aufgrund der immer noch sehr guten Umsatzrendite eine zufriedenstellende Entwicklung des operativen Geschäfts.

C. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

C.1 Chancen- und Risikobericht

Die Risiko- /Chancenstruktur der Gesellschaft für das Folgejahr hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert.

C.1.1 Branchenrisiken und -chancen

Grundsätzlich erwarten wir durch die spürbare Abkühlung der Wirtschaftslage, allgemein im europäischen Markt und insbesondere im deutschen, einen Umsatzrückgang im Bestandsgeschäft im Jahr 2024. Gleichzeitig scheint es, als wäre der Bedarf nach professionellen Zolldienstleistungen weiterhin ein Wachstumsmarkt, aus dem sich Chancen zur positiven Umsatzentwicklung mit Neugeschäft ergeben.

Die stetig steigende Anzahl an Sendungen im e-Commerce Business aus EFTA und Drittländer sorgt weiterhin für gute Vertriebschancen. Hintergrund ist die Aufhebung der Steuerbefreiung für die Einfuhr von Sendungen mit einem Wert unter 22 € gem. Art. 23 RL 2009/132/EG und durch die Einführung von IMPOST und IOSS im Jahr 2021.

Das Bundesfinanzministerium prüft fortwährend eine Änderung des Erhebungsverfahrens für die EUSt, da das derzeit in Deutschland angewendete Modell angeblich einen Wettbewerbsnachteil Deutschlands gegenüber verschiedenen europäischen Nachbarländern darstellt. Im Falle einer Änderung würde ein wesentlicher Teilbereich der Dienstleistung im Rahmen von Einfuhrvorgängen wegfallen. Gleichzeitig würde jedoch das Kreditrisiko für die Berichtsgesellschaft deutlich reduziert, weil diese für ihre Kunden keine EUSt.-Beträge mehr verauslagen müsste.

Mit ihrem starken Engagement und Präsenz an der Schweizer Grenze ist die Berichtsgesellschaft weiterhin unmittelbar von der wirtschaftlichen Lage der Schweiz betroffen.

C.1.2 Unternehmensspezifische Chancen und Risiken

Chancen werden beim Neukundengewinn im Kleinkunden-Segment und mittelständischen Sektor gesehen.

Durch die Umstellung des operativen IT-Verzollungssystems ergeben sich Mehrbelastungen für die Mitarbeiter. Die Geschäftsführung sieht ein Risiko, dass durch etwaige Mitarbeiterabgänge Geschäfte sporadisch nicht abgefertigt werden können.

C.1.3 Personalrisiken und - chancen

Aufgrund des langfristig steigenden Geschäftspotentials besteht trotz fortschreitender Automatisierung eine permanente Nachfrage nach gut ausgebildeten Mitarbeitern.

Um den weiter steigenden Anforderungen an den Einsatz modernster Technologien wie Optical Character Recognition (OCR), maschinelles Lernen (ML) und künstliche Intelligenz (KI) im Zollbereich gerecht zu werden, bildet die Berichtsgesellschaft eigenen Nachwuchs aus und führt regelmäßige Schulungen zur weiteren Qualifizierung der Belegschaft durch. Die Berichtsgesellschaft erachtet es weiterhin als eine der großen Herausforderungen der nächsten Jahre, ausreichend qualifiziertes Personal zu identifizieren und zu rekrutieren, um das zu erwartende Wachstum operativ, aber auch auf der Führungsebene abzubilden.

Dem Kostenanstieg beim Personal setzten wir Effizienzsteigerungen durch Einsatz modernster Technologien entgegen.

C.1.4. Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen

Aufgrund der Tatsache, dass eine Vielzahl von kleinen und mittelständischen Betrieben zur Kundschaft gehört und dass Zölle, Umsatz- und Verbrauchsteuern in mehrfacher Höhe des generierten Umsatzes von der Berichtsgesellschaft vorgelegt werden, besteht ein erhöhtes Risiko von Zahlungsausfällen. Die Risiken bei der Realisierung der Kundenforderungen werden durch ein aktives Forderungsmanagement so gering wie möglich gehalten. Großrisiken werden konsequent versichert. Im Zuge des Forderungsverkaufs wird auch das Delkredere-Risiko übertragen.

Zur Sicherstellung der Einhaltung des pro Kunde definierten Kreditlimits ist bei der Berichtsgesellschaft ein elektronisches Sicherungssystem installiert. Im System blockierte Sendungen können nur von Berechtigten unter Berücksichtigung des 4-Augen-Prinzips freigegeben werden.

Durch die Einbindung in das Finanzierungssystem der Teilkonzernmutter besteht keine direkte Abhängigkeit von Bankkrediten oder Bankkonditionen.

C.1.5 Risikomanagement

Bei der Berichtsgesellschaft ist durch die Einbindung in den Konzern ein gruppenweites Risikomanagement implementiert. Mit Hilfe der kontinuierlichen Berichterstattung werden mögliche Risiken gezielt erfasst, systematisch bewertet und Bewältigungsstrategien zur Risikoabwehr oder - minimierung eingesetzt.

C.1.6 Bestandsgefährdendes Risiko

Insgesamt werden nach Betrachtung aller Chancen und Risiken gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken für die Folgejahre gesehen.

C.2 Prognosebericht

Für das Jahr 2024 prognostizieren wir aufgrund der Entwicklung des allgemeinen wirtschaftlichen Umfeldes einen leicht schwächeren bis gleichbleibenden Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Unter Berücksichtigung weiterhin deutlich steigender Personal- und Sachkosten rechnen wir mit einem EBITDA und DB III deutlich unter dem Niveau des Jahres 2023.

Wir gehen davon aus, auch weiterhin auf einen großen und gut ausgebildeten Mitarbeiterstamm an den strategisch wichtigen Standorten zurückgreifen zu können, um uns damit immer wieder entscheidende Vorteile im Vergleich zu unseren Marktteilnehmern zu verschaffen. Sowohl durch internes Wachstum innerhalb der ALS Organisation als auch durch Zukäufe ist ein weiterer Ausbau unseres eigenen europäischen Zollnetzwerks geplant.

 

Weil am Rhein, den 18. Juni 2024

ALS Customs Services GmbH

Thomas Müller, Geschäftsführer

Reiner Udo Ratz, Geschäftsführer

Jan Dykhuizen, Geschäftsführer

1 Quelle: Umsatzindex im Dienstleistungsbereich: Deutschland, Monate/Quartale/Halbjahre, Preisarten, Wirtschaftszweige unter https://www-genesis.destatis.de/genesis//online?operation=table&code=47414-0004&bypass=true&levelindex=0&levelid=1675953542938 sowie https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/03/PD23_113_61311.html

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 22.875,00 22.875,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.020.843,00 125.984,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 120.712,00 0,00
3. Fuhrpark 10.012,00 13.016,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 74.252,00 56.945,00
1.225.819,00 195.945,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 9.842,82 8.542,82
1.258.536,82 227.362,82
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.763.406,23 9.603.066,47
2. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.433.947,56 5.388.515,53
21.197.353,79 14.991.582,00
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 187.842,30 172.389,82
21.385.196,09 15.163.971,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 16.122,86
D. Aktive latente Steuern 186.380,41 109.565,51
22.830.113,32 15.517.023,01

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 1.512.894,18 200.000,00
III. Bilanzgewinn 3.220.311,34 2.929.547,04
4.933.205,52 3.329.547,04
B. Rückstellungen 2.001.221,73 1.787.099,61
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.729.555,06 197.694,95
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.177,40 0,00
3. übrige Verbindlichkeiten 8.161.953,61 10.202.681,41
15.895.686,07 10.400.376,36
22.830.113,32 15.517.023,01

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. ROHERGEBNIS 14.448.389,63 13.363.676,99
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.726.557,48 -5.262.316,53
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.141.407,17 -1.035.661,37
(davon für Altersversorgung € 41.300,83; Vorjahr € 36.098,44)
-6.867.964,65 -6.297.977,90
3. Abschreibungen auf Sachanlagen -92.857,58 -76.206,86
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.034.921,02 -3.266.659,83
5. Erträge aus Beteiligungen 1.200,00 1.200,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.474.690,47 294.897,12
(davon aus verbundenen Unternehmen € 1.301.901,70; Vorjahr € 140.351,20)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -223.045,71 -55.757,12
(davon an verbundene Unternehmen € 44.877,67; Vorjahr € 40.801,12)
8. ERGEBNIS VOR STEUERN 4.705.491,14 3.963.172,40
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.414.726,84 -1.158.826,45
10. ERGEBNIS NACH STEUERN / JAHRESÜBERSCHUSS 3.290.764,30 2.804.345,95
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.929.547,04 125.201,09
12. Ausschüttung -3.000.000,00 0,00
13. BILANZGEWINN 3.220.311,34 2.929.547,04

Anhang für das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023

ALS Customs Services GmbH, Weil am Rhein

Amtsgericht Freiburg

HRB 701286

I. GRUNDLAGEN

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte gemäß §§ 264 und § 267 Abs. 2 und 4 HGB nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften, der weiteren rechtsformspezifischen Vorgaben, etwaigen gesellschaftsindividuellen Vorgaben sowie der Rethmann-Bilanzierungsrichtlinien.

Die Gesellschaft ALS Spaarmann GmbH, Forst, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 09. Juni 2023 und wirtschaftlicher Wirkung zum 01. Januar 2023, gem. § 2 Nr. 1, §§ 46 ff. UmwG auf die ALS Customs Services GmbH verschmolzen. Als übertragener Rechtsträger überträgt die ALS Spaarmann GmbH ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung auf die ALS Customs Services GmbH.

Die Vermögensgegenstände und Schulden der verschmolzenen Gesellschaften wurden zu Buchwerten übernommen. Aus der Verschmelzung resultierten zum 1. Januar 2023 folgende bilanzielle Zugänge:

ALS Spaarmann GmbH
T€
Anlagevermögen 1.093,1
Umlaufvermögen 6.690,3
Rückstellungen -148,4
Verbindlichkeiten -6.329,3
1.305,7
darauf zu bildende aktive latente Steuern 7,2
1.312,9

Im Zuge der Übernahme wurde eine Kapitalrücklage von 1.312,9 T€ erfasst.

Die Anzahl der bei den verschmolzenen Gesellschaften beschäftigten Mitarbeiter betrug zum Verschmelzungsstichtag 14 Personen.

Zur Darstellung der Auswirkungen der Verschmelzungen im Berichtsjahr 2023 auf die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft haben wir dem Anhang eine Tabelle (Anlage 2 zum Anhang) beigefügt, die die Vorjahresgewinn- und Verlustrechnung der Berichtsgesellschaft sowie die Vorjahresgewinn- und Verlustrechnung der verschmolzenen Gesellschaft der Gewinn- und Verlustrechnung 2023 der Gesamt-Gesellschaft nach Verschmelzung gegenüberstellt.

II. BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEISMETHODEN

Im Rahmen der Aufstellung des Anhangs werden für das Berichtsjahr 2023 die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB zum Teil in Anspruch genommen.

Die Gliederungsschemata gemäß §§ 266 und 275 HGB wurden zur verbesserten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage um folgende Positionen geändert:

In der Bilanz:

gesonderter Ausweis des Fuhrparks innerhalb der Sachanlagen

gesonderter Ausweis der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

In der Gewinn- und Verlustrechnung:

Eingefügte Zwischensumme: Ergebnis vor Steuern

Wegfall des Ausweises der sonstigen Steuern.

Die sonstigen Steuern werden zwecks Anpassung an international übliche Darstellungsmethoden nicht als eigenständige Position nach dem Ergebnis nach Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, sondern sind in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils die entsprechenden Vorjahresbeträge angegeben.

In Folge der Verschmelzung ist ein direkter Vorjahresvergleich von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung nicht möglich.

Aktiva:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben.

Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die geleisteten Anzahlungen sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen aktiviert.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, im Fall abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Bei vor dem 1. Januar 2010 angeschafften Sachanlagen werden die planmäßigen Abschreibungen - soweit steuerlich zulässig - degressiv vorgenommen. Sofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen.

Bei Anlagegütern, die nach dem 1. Januar 2010 angeschafft wurden, erfolgt die Abschreibung näherungsweise gemäß dem tatsächlichen Nutzungsverlauf. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung.

Lediglich im Bereich der Fahrzeuge wird weiterhin degressiv abgeschrieben, da dies dem tatsächlichen Entwertungsverlauf entspricht. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände dauerhaft ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt worden:

Gebäude 25 - 33 Jahre
Maschinen, maschinelle Anlagen 1 - 15 Jahre
Fuhrpark 1 - 6 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 - 13 Jahre

Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Dem Vermögensgegenstand direkt zurechenbare Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und den aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens verbucht.

Zugänge an Geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 250 € werden direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 800 € werden aktiviert und sofort im Monat des Zugangs voll abgeschrieben. Hierbei wird im Anlagengitter der Totalabgang nach 6 Jahren unterstellt.

Bei den Finanzanlagen sind die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet.

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusätzlich eine Pauschalwertberichtigung des Forderungsbestandes (ohne Umsatzsteuer) vorgenommen.

Wenn die zivilrechtlichen Voraussetzungen für das Bestehen der Aufrechnungslage gegeben sind, werden Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit Verbindlichkeiten gegenüber demselben Unternehmen miteinander verrechnet.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten.

Ausgaben, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des unternehmensindividuellen Gewerbesteuersatzes. Eine sich insgesamt ergebende passive Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer ausgewiesen. Für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht ausgeübt. Der Ausweis erfolgt dann unter den aktiven latenten Steuern.

Passiva:

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach der Projected-Unit-Credit-Methode jeweils unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,83 % p.a. (Vorjahr: 1,79 % p.a.) bewertet. Es handelt sich hierbei um eine am 01.10.2023 (= vorgezogener Inventurstichtag für Pensionsverpflichtungen) vorgenommene Prognose des von der Deutschen Bundesbank auf den 31.12.2023 ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren (Vorjahr: 15 Jahre), die der zu erwartenden durchschnittlichen Duration der Verpflichtungen entspricht. Die Differenz zu dem auf den 31.12.2023 veröffentlichten Zinssatz (1,82 %) führte zu keiner wesentlichen Abweichung bei der Bewertung. Bei den Löhnen und Gehältern wird eine dynamische Entwicklung von 3,10 % p.a. (Vorjahr: 2,90 % p.a.) angenommen. Weiterhin wird eine dynamische Entwicklung der Renten in Höhe von 2,60 % p.a. (Vorjahr: 2,40 % p.a.) sowie eine Fluktuation in Höhe von 2,00 % p.a. (wie im Vorjahr) unterstellt.

Bei der Bildung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist.

Altersteilzeitrückstellungen werden auf der Grundlage der Arbeitsverhältnisse unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,75 % p.a. (Vorjahr: 1,45 % p.a.) bewertet. Es handelt sich um eine am 01.10.2023 (= vorgezogener Inventurstichtag für Altersteilzeitverpflichtungen) vorgenommene Prognose des von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren (Vorjahr: 15 Jahre).

Die Differenz zu dem auf den 31.12.2023 veröffentlichten Zinssatz (1,74 %) führte zu keiner wesentlichen Abweichung bei der Bewertung. Bei Löhnen und Gehältern wird eine dynamische Entwicklung von 3,10 % p.a. (Vorjahr: 2,90 % p.a.) angenommen.

Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Währungsumrechnung:

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr sowie Kassenbestände und Bankguthaben in fremder Währung werden mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.Entstehende Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen: Das Anlagengitter gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist dem Anhang als Anlage 1 beigefügt.

Zur Herstellung einer besseren Vergleichbarkeit ist das durch die Verschmelzung hinzugekommene Anlagevermögen im Anlagenspiegel gesondert aufgeführt. Hierbei werden die historischen Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen des Rechtsvorgängers fortgeführt.

Die Gesellschaft hält eine Beteiligung nach § 271 Abs. 1 HGB von 20,0 % an der Energieerzeuger Zollanlage Waldshut GbR, Waldshut-Tiengen. Deren Eigenkapital betrug 12.266,72 € zum 31.12.2022 und das Jahresergebnis 2022 betrug 5.601,97 €.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Von den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben 52.079,92 € eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: 1.199,86 €). Alle anderen Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital: Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt 200.000,00 €.

Der ausgewiesene Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag von 2.929.547,04 €.

Aufgrund des Beschlusses der Gesellschafterin vom 24.10.2023 wurde eine Ausschüttung aus dem bestehenden Gewinnvortrag von 2.929.547,04 € und 70.452,96 € als Vorabausschüttung auf den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 an die ALS Holding GmbH vorgenommen.

Im Eigenkapital ist ein Betrag in Höhe von 186.380,41 € (Vorjahr: 109.565,51 €) aus der Aktivierung latenter Steuern sowie ein Betrag von 9.056,00 € (Vorjahr: 38.663,00 €) aus der Bewertungsänderung (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt) bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellungen zur Ausschüttung gesperrt.

Rückstellungen:

Aus der Bewertungsänderung (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt) bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellungen resultiert zum 31.12.2023 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 9.056,00 € (Vorjahr: 38.663,00 €).

Verbindlichkeiten:

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Sonstige betriebliche Erträge:

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Wechselkurseffekte in Höhe von 150.921,35 € (Vorjahr: 104.051,77 €).

Sonstige betriebliche Aufwendungen:

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Wechselkurseffekte in Höhe von 51.051,47 € (Vorjahr: 44.098,62 €).

Weiterhin sind unter dieser Position auch die sonstigen Steuern von 42.450,16 € (Vorjahr: 3.723,63 €) erfasst.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen:

Der Zinsanteil aus der Zuführung zu Rückstellungen beträgt 7.600,00 € (Vorjahr: 14.956,00 €).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag:

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von 69.592,76 € (Vorjahr: 8.178,71 €) enthalten.

V. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH DEM SCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRES

Zwischen Bilanzstichtag und Erstellung des Jahresabschlusses sind keine wertbegründenden Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

VI. ERGÄNZENDE ANGABEN

Arbeitnehmerzahlen:

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 123 100
Teilzeitbeschäftigte / Aushilfen 5 19
Summe Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB 128 119
Auszubildende 10 12
Gesamtsumme 138 131

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte:

Eine abgeschlossene Asset-Backed-Securities-Vereinbarung stellt einen echten revolvierenden Forderungsverkauf dar und bewirkt auf der Aktivseite der Bilanz eine Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und eine Zunahme der liquiden Mittel. Da das Hauptkonto der Gesellschaft in den Cash-Pool der Rhenus SE & Co. KG einbezogen ist, schlägt sich dies in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen nieder. Der Saldo der verkauften Forderungen beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 9.374.856,02 € (Vorjahr: 4.718.468,66 €).

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen gegen die Finanzierungsgesellschaft aus vorläufig einbehaltenen Zins- und Risikoabschlägen (Loss-, Dilution und Yield-Reserve) belaufen sich auf 1.073.250,59 € (Vorjahr: 540.917,62 €). Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfonds gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Risiken könnten sich aus Kündigungsrechten ergeben.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Als wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB sind nach Art und Betrag zu nennen:

Restlaufzeiten
Gesamt
≤ 1 Jahr
>1 Jahr
davon > 5 Jahre
aus Miet- und Pachtverträgen 657.982,16 264.120,12 393.862,04 0,00
davon mit verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
aus Leasingverträgen 242.749,64 107.603,62 135.146,02 0,00
davon mit verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
922.102,28 371.723,74 529.008,06 0,00

VII. BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN

Mitgliedschaft im Konzern:

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der Rhenus SE & Co. KG mit Sitz in Holzwickede, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie in den Konzernabschluss der Rethmann SE & Co. KG mit Sitz in Selm, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen.

Der Konzernabschluss der Rethmann SE & Co. KG ist der das Unternehmensregister führenden Stelle zur Einstellung in das Unternehmensregister zu übermitteln.

VIII. ANGABEN ZU GESELLSCHAFTSORGANEN

Der Geschäftsführung der Berichtsgesellschaft gehören an:

Thomas Müller Reiner Udo Ratz
Geschäftsführer der ALS Customs Services GmbH Geschäftsführer der ALS Customs Services GmbH
Rosenau (Frankreich) Schopfheim
Jan Dykhuizen
Geschäftsführer der ALS Customs Services GmbH
Altenberge

Auf die Angabe der Vergütung für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Weil am Rhein, den 18. Juni 2024

ALS Customs Services GmbH

Die Geschäftsführung

Thomas Müller

Reiner Udo Ratz

Jan Dykhuizen

Anlagengitter für das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023

Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugänge aus Verschmelzung
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 75.418,52 0,00 0,00 0,00 75.418,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 244.653,79 1.464.326,48 0,00 0,00 1.708.980,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 237.825,87 0,00 0,00 237.825,87
3. Fuhrpark 18.023,21 0,00 0,00 0,00 18.023,21
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 339.155,64 237.045,64 30.913,58 23.620,07 583.494,79
601.832,64 1.939.197,99 30.913,58 23.620,07 2.548.324,14
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 8.542,82 1.300,00 0,00 0,00 9.842,82
685.793,98 1.940.497,99 30.913,58 23.620,07 2.633.585,48
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge aus Verschmelzung
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 52.543,52 0,00 0,00 0,00 52.543,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 118.669,79 527.051,48 42.416,00 0,00 688.137,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 112.839,87 4.274,00 0,00 117.113,87
3. Fuhrpark 5.007,21 0,00 3.004,00 0,00 8.011,21
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 282.210,64 207.488,64 43.163,58 23.620,07 509.242,79
405.887,64 847.379,99 92.857,58 23.620,07 1.322.505,14
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
458.431,16 847.379,99 92.857,58 23.620,07 1.375.048,66
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 22.875,00 22.875,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.020.843,00 125.984,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 120.712,00 0,00
3. Fuhrpark 10.012,00 13.016,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 74.252,00 56.945,00
1.225.819,00 195.945,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 9.842,82 8.542,82
1.258.536,82 227.362,82

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 mit erweitertem Vorjahresvergleich

2023
ALS Customs Services 2022
ALS Spaarmann 2022 Gesamt 2022 Veränderung 2023 zu 2022
1. ROHERGEBNIS 14.448.389,63 13.363.676,99 1.315.979,09 14.679.656,08 -231.266,45
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.726.557,48 -5.262.316,53 -533.589,08 -5.795.905,61 69.348,13
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.141.407,17 -1.035.661,37 -128.142,31 -1.163.803,68 22.396,51
-6.867.964,65 -6.297.977,90 -661.731,39 -6.959.709,29 91.744,64
3. Abschreibungen auf Sachanlagen -92.857,58 -76.206,86 -55.002,76 -131.209,62 38.352,04
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.034.921,02 -3.266.659,83 -480.076,54 -3.746.736,37 -288.184,65
5. Erträge aus Beteiligungen 1.200,00 1.200,00 0,00 1.200,00 0,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.474.690,47 294.897,12 21.623,59 316.520,71 1.158.169,76
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -223.045,71 -55.757,12 -6.650,00 -62.407,12 -160.638,59
8. ERGEBNIS VOR STEUERN 4.705.491,14 3.963.172,40 134.141,99 4.097.314,39 608.176,75
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.414.726,84 -1.158.826,45 -29.268,19 -1.188.094,64 -226.632,20
10. ERGEBNIS NACH STEUERN / JAHRESÜBERSCHUSS 3.290.764,30 2.804.345,95 104.873,80 2.909.219,75 381.544,55

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ALS Customs Services GmbH, Weil am Rhein

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ALS Customs Services GmbH, Weil am Rhein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALS Customs Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 2. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer

ppa. Oliver Zielewski, Wirtschaftsprüfer"

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 9. Juli 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.