Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 741062
Eingetragen
24.4.2012
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieArchitekturbüros für HochbauUnternehmensberatung
Gegenstand
Das Consulting sowie die Konzeption, Erstellung und der Vertrieb von Software für die Finanzdienstleistungsbranche.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Richard Witt
seit 3.1.2024
Prokura
Dariush Sadeghi-Yam
seit 3.1.2024
Geschäftsführer
Sascha Spörle
seit 19.4.2022
Prokura
Frank Habiger
seit 6.3.2018
Prokura
Thomas Niess
seit 25.4.2016
Prokura
Martin Schriefer
seit 11.1.2016
Geschäftsführer
Uwe Rodestock
seit 24.4.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

27 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 27 angezeigt

Germany
46.500 €
18.60%
viadico GmbH
Germany
36.200 €
14.48%
Germany
29.200 €
11.68%

Beteiligungen

NameAnteil
14.48%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

viadico GmbH

Filderstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die viadico GmbH ist ein hochspezialisiertes mittelständisches Beratungshaus mit Sitz in Filderstadt. Der Marktauftritt erfolgt mit den Schwerpunkten Fach-, Prozess- und IT-Beratung für Finanzdienstleister mit dem Kernmarkt Versicherungen.

Die Beratungs- und Entwicklungsleistungen werden innerhalb der DACH-Region verkauft.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Wirtschaftsentwicklung war weltweit geprägt durch internationale Instabilität wegen des Ukraine-Kriegs und die damit einhergehende Energiekrise und Inflation, was in Deutschland im Jahr 2023 zu einem Schrumpfen der Gesamtwirtschaftsleistung führte. Diese blieb auch nicht ohne Auswirkung auf das Geschäft der Versicherungen. Die weiterhin relativ hohe Inflation führte zu Kaufzurückhaltung bei den Konsumenten und daher auch zu weniger Neugeschäft. Zudem führten durch die Preissteigerungen erhöhte Kosten bei manchen Versicherungen in den Sachsparten zu erhöhtem konzernweitem Sparzwang, der auch die Lebensversicherungssparten betraf. Dennoch ist der eingeschlagene Trend zu geänderter Kundenansprache und -kommunikation mit umfassenden Digitalisierungsvorhaben unumkehrbar, neben den seit längerer Zeit bei vielen Versicherungen laufenden Aktivitäten zur Vereinheitlichung und Modernisierung der IT-Systemlandschaften.

Beratungsunternehmen wie die viadico GmbH sind mittelbar betroffen. Einerseits erhöhen komplexe Projekte in Versicherungsunternehmen den Personalbedarf, der nur durch externe Berater gedeckt werden kann, andererseits schlagen schwierige und unsichere Budgetsituationen auf den Prozess der Auftragsvergabe durch. In der Folge zeigt sich am Markt eine Tendenz zu formalen und aufwendigeren Auftragsvergaben und in der Folge steigt der Akquisitionsaufwand für Dienstleister wie viadico GmbH.

2. Geschäftsverlauf

Die viadico GmbH profitiert von ihrer langen, erfolgreichen Historie in der Beratung für die Versicherungsbranche. Die langjährigen Kundenbeziehungen und guten Referenzen führen zu einer hohen Stabilität im Geschäft. Die Auswirkungen der gesamtwirtschafglichen Probleme führten im Berichtszeitraum noch nicht zu größeren Beendigungen von Projekten und es konnten zudem neue Kunden gewonnen werden, wodurch das Geschäftsjahr profitabel abgeschlossen werden konnte.

3. Darstellung der Lage

a. Ertragslage

Der Verlauf des Geschäftsjahres liegt mit Blick auf das Jahresergebnis über der ursprünglichen Planung, die Umsatzziele konnten nicht ganz erreicht werden. Das verbesserte Jahresergebnis ist auf eine stabile Projektbeauftragung mit hoher Auslastung und eine sehr gute Kostenstruktur zurückzuführen.

Die viadico GmbH ist somit auch in der gesamtwirtschaftlich kritischen Situation profitabel geblieben und hat keine Staatshilfen oder Kurzarbeit in Anspruch genommen.

2022
TEUR
2023
TEUR
Umsatz 12.264 11.235
Bilanzgewinn 3.266 3.352
Jahresüberschuss 1.865 1.665

Im Geschäftsjahr 2023 lag der Umsatz aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bei TEUR 11.235 (Vj. TEUR 12.264). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen verringerten sich um TEUR 385 von 1.677 auf TEUR 1.292.

Der Personalaufwand betrug TEUR 7.225 (Vj. TEUR 7.408).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich auf TEUR 2.284 (Vj. TEUR 2.692). Die Umsatzrendite vor Steuern lag bei 20,3 % (Vj. 22,0%).

Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt als gut zu bezeichnen.

b. Vermögens- und Finanzlage

2022
TEUR
2023
TEUR
Aktiva
A. Anlagevermögen 793 790
B. Umlaufvermögen 7.730 7.046
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18 17
D. Aktive latente Steuern 272 319
Passiva
A. Eigenkapital 4.782 4.336
B. Rückstellungen 3.694 3.520
C. Verbindlichkeiten 338 262
D. Rechnungsabgrenzungsposten 54
Bilanzsumme 8.814 8.172
Liquidität 7.730 7.046

Die Gesellschaft hat mit einer Eigenkapitalquote von 53,1%(Vj. 54,3 %) eine sehr solide Bilanzstruktur. Die Bilanzsumme betragt im Geschäftsjahr TEUR 8.172 im Vergleich zum Vorjahr TEUR 8.814.

Die Anlagenintensität stellt das Verhältnis von Anlagevermögen zur Bilanzsumme dar und beträgt im Jahr 2023 9,7 % im Vergleich zu 9,0% im Vorjahr.

Die Finanzanlagen stiegen um TEUR 27 auf TEUR 691 (Vj. TEUR 664). Die Wertpapieranlagen betragen T€ 1.410. Das Umlaufvermögen lag mit TEUR 7.382 (Vj. 7.990) um TEUR 608 unter dem Vorjahresniveau.

Der Bestand der flüssigen Mittel sank um TEUR 550, bedingt durch den Erwerb eigener Anteile.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist keinen großen Schwankungen im Vergleich zum Vorjahr unterlegen. Die Finanzierung der Gesellschaft konnte aus dem Mittelzufluss der laufenden Geschäftstätigkeit bestritten werden. Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und der Verbindlichkeiten sind stabil.

Die Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen war während des gesamten Jahres jederzeit durch eine dauerhaft ausreichende Liquidität gegeben; Liquiditätsengpasse bestanden nicht.

lnsgesamt ist die Lage der viadico GmbH aufgrund der stabilen Umsatz- und Ergebnisentwicklung als gut zu bezeichnen.

Ill. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Versicherungsbranche steht schon seit Jahren unter erheblichem Kostendruck. Deren Geschäftsmodelle sind durch die Niedrigzinsphase der Vergangenheit und die aktuelle Konsumzurückhaltung durch die international unsichere Situation und Preissteigerungen in den Sachsparten zum Teil gefährdet.

Eine direkte Auswirkung davon betrifft die Entscheidungsfindung auf Seiten der Kunden. War diese in den letzten Jahren zunehmend durch Volatilität geprägt, so kommen nun Unsicherheiten aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung hinzu. Auch wenn das Kunden- und Projektportfolio der viadico GmbH breit ist, kann es in Einzelfallen zu vorzeitigen Abbrüchen von Projekten kommen, die wiederum aus Sicht der viadico GmbH zur Senkung der Auslastungsquote und damit des Ertrages im Dienstleistungsgeschäft führen können.

Daneben bleibt aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtsituation innerhalb der Branchen der Druck auf die Tagessätze bestehen. Zwar haben die aktuellen Krisen bisher nicht zu einer deutlichen Abschwächung der Nachfrage geführt, die Genauigkeit von Prognosen sinkt in diesen Krisenzeiten allerdings signifikant.

Der Bewerbermarkt ist aus Sicht der Arbeitgeber weiterhin schwierig. Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Spezialisten trifft auf sinkende Studierendenzahlen und wird somit auch mittelfristig kaum gedeckt werden können. Einerseits bieten sich dadurch Chancen für die viadico GmbH im Dienstleistungsgeschäft, andererseits birgt dies aber auch die Gefahr von Abwerbeversuchen seitens der Kunden.

2. Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die viadico GmbH verfugt Ober ein hochwertiges und hochspezialisiertes Leistungsangebot, langjährig ausgebaute Kundenbeziehungen und eine ausgewogene Mischung von gut ausgebildeten, universell einsetzbaren Mitarbeitern und exzellenten Spezialisten. Dadurch befindet sich die viadico GmbH in einer sehr guten Position, ihren Kunden nachhaltig attraktive Leistungen bieten zu können. Dies gilt umso mehr, als sich viele Versicherungen vermehrt auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und z.B. bei lnfrastruktur-, IT- und regulatorischen Themen mit spezialisierten Partnern zusammenarbeiten.

Der sich abzeichnende Marktumbruch der Versicherungsbranche führt zu zahlreichen Vorhaben und Projekten bei den Kunden. Das Thema der Digitalisierung erfasst mittlerweile auch die Gruppe der Kunden, die bisher eher konservativ abwartend entschieden.

Weil eigene Positionen nicht mehr geeignet besetzt werden können, entsteht ein gewisser zusätzlicher Bedarf an externen Beratern. Das Umfeld bleibt auch bei der daraus resultierenden hohen Nachfrage bei unseren Kunden durch Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet. Dafür ist die viadico GmbH gut gerüstet. Die Strategie beruht auf der aus den Erfahrungen der letzten Jahre basierenden Annahme, dass sich Qualität zu angemessenen Preisen durchsetzen wird.

3. Prognosebericht

lnsgesamt steht die viadico GmbH mit ihren sehr gut ausgebildeten Mitarbeitern und der breiten Kundenbasis gut diversifiziert da. Die aktuellen Krisen hat die viadico GmbH bisher sehr robust und profitabel gemeistert. Die Aussichten für das neue Geschäftsjahr sind gut, wenngleich einige Bestandskunden ihr Engagement etwas reduziert haben und einige Auftrage vorerst auf ein halbes Jahr beschränkt sind. Dies bietet aber auch die Chance, neue Kunden bedienen zu können. Die Planungen sind allerdings in den wirtschaftlich sehr volatilen Zeiten noch unsicherer als in der Vergangenheit.

Wir rechnen auch im Geschäftsjahr 2024 bei Versicherungen mit einem lnvestitions- und Veränderungsbedarf, der zu einer ausreichend hohen Nachfrage im Bereich der Beratung und damit zu einer anhaltend hohen Auslastung führen sollte. Daher sehen wir die viadico GmbH als gut • positioniert.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir Umsatzerlöse von ca.€ 11,6 Mio. bei einer weiteren Erhöhung der Mitarbeiteranzahl. Wir rechnen mit einem erfolgreichen Geschäftsverlauf und einer zweistelligen Umsatzrendite.

 

Filderstadt, den 06.03.2024

Martin Schriefer

Dariush Sadeghi-Yam

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 790.006,86 793.187,32
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.027,50 5.762,50
II. Sachanlagen 96.111,40 123.532,02
III. Finanzanlagen 690.867,96 663.892,80
B. Umlaufvermögen 7.046.313,42 7.730.399,43
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.816.492,80 2.089.014,18
II. Wertpapiere 1.409.845,82 1.271.390,55
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.819.974,80 4.369.994,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.041,46 18.440,26
D. Aktive latente Steuern 319.060,00 271.646,00
Summe Aktiva 8.172.421,74 8.813.673,01

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.336.269,86 4.781.676,92
I. ausgegebenes Kapital 210.400,00 233.600,00
1. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
2. eigene Anteile -39.600,00 -16.400,00
II. Kapitalrücklage 773.935,50 1.281.710,50
III. Bilanzgewinn 3.351.934,36 3.266.366,42
B. Rückstellungen 3.519.815,41 3.693.825,37
C. Verbindlichkeiten 262.178,05 338.170,72
D. Rechnungsabgrenzungsposten 54.158,42
Summe Passiva 8.172.421,74 8.813.673,01

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.091.213,59 10.801.344,69
2. Personalaufwand 7.224.662,45 7.407.782,99
a) Löhne und Gehälter 6.363.435,44 6.686.704,34
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 861.227,01 721.078,65
davon für Altersversorgung -6.674,67 -140.258,13
3. Abschreibungen 47.740,61 51.883,72
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 47.511,93 51.883,72
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 228,68
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 577.607,63 529.523,21
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 61.759,71 18.275,84
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.072,09 86.512,77
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18.024,60 52.149,10
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 613.674,14 826.506,14
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 47.414,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 47.414,00
9. Ergebnis nach Steuern 1.670.191,78 1.865.262,60
10. sonstige Steuern 5.373,84 641,33
11. Jahresüberschuss 1.664.817,94 1.864.621,27
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.266.366,42 2.901.745,15
13. Ausschüttung 1.579.250,00 1.500.000,00
14. Bilanzgewinn 3.351.934,36 3.266.366,42

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die viadico GmbH hat ihren Sitz in Filderstadt. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 741062 eingetragen.

B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 II HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear und bemessen sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und gleichzeitig als Abgang gebucht.

Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten unter Anwendung des Niederstwertprinzips bilanziert.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt.

3. Flüssige Mittel

Flüssige Mittel sind zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB).

4. Aktive Rechnungsabgrenzung

Vorauszahlungen für künftige Zeiträume sind als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten zeitanteilig abgegrenzt.

5. Aktive latente Steuern

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz liegt bei 30%.

6. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 250.000,00 und ist voll eingezahlt.

7. Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Dabei berücksichtigte die Gesellschaft zum 31.12.2023 den IDW-Standard IDW RH FAB 1.021. Als Grundverfahren zur Bestimmung der Rückstellungswerte wurde das Deckungskapitalverfahren angewandt und als Bilanzansatz das Aktivprimat entsprechenden dem IDW-Hinweis. Die Rückstellungen werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abgezinst (§ 253 II 2 HGB).

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf Grundlage der "Richttafeln 2018G" von Dr. Klaus Heubeck gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

• pauschale durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren

• Rechnungszins der vergangenen zehn Jahre von 1,82% (Vj. 1,78%), der von der Deutschen Bundesbank bekannt gemacht wurde

• Rententrend von 1,0%

• durchschnittliche Fluktuation gemäß Heubeck Richttafeln.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Rechnungszins der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Rechnungszins der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 18. Der Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

8. sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit den Erfüllungsbeträgen bewertet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind (§ 253 I HGB).

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub und Überstunden, Boni für Mitarbeiter, Berufsgenossenschaftsbeiträge sowie für Kosten der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses.

9. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

D. Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Rückdeckungsansprüchen in Höhe von TEUR 654 (i.V. TEUR 628) wurden verpfändet und dienen ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgung. Gem. § 246 Abs. 2 HGB wurde dieser Betrag mit den für diese Verpflichtungen gebildeten Pensionsrückstellungen verrechnet. Die damit in Zusammenhang stehenden Erträge in Höhe von TEUR 18 (i.V. TEUR 20) wurden mit den Zinsaufwendungen aus den Pensionsrückstellungen verrechnet.

2. Aktive latente Steuern

Im Geschäftsjahr erfolgte eine Zuführung zu den aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 47 (i.V. Auflösung: TEUR 47).

3. Eigenkapital

Der Gewinnvortrag beträgt TEUR 3.266 (i. V.: TEUR 2.902).

Zum 31.12.2023 bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt TEUR 337 (i. V.: TEUR 357), die in Höhe von TEUR 319 auf die Aktivierung aktiver latenter Steuern und in Höhe von TEUR 18 auf den Unterschiedsbetrag des Zinssatzes zur Abzinsung von Pensionsrückstellungen entfallen.

4. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

davon mit einer Restlaufzeit

Verbindlichkeiten Stand 31.12.2023
TEUR
bis zu einem Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahren
TEUR
über 5 Jahren
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 77 77 0 0
(123) (123) (0) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 185 185 0 0
(215) (215) (0) (0)
262 262 0 0
(338) (338) (0) (0)

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 10 (i. V.: TEUR 9) enthalten.

5. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB:

Zum 31. Dezember 2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen für die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von insgesamt TEUR 136 (i. V.: TEUR 155).

Bei den Verpflichtungen aus Leasingverträgen handelt es sich überwiegend um geleaste PKW. Die Grundmietzeit der Verträge beträgt 36 Monate.

Für den Erwerb der eigenen Anteile (Vertrag des Notars Markus Göser vom 28.04.2023 UR-Nr. 981/2023G) ist am 01.03.2024 noch eine Kaufpreisrate in Höhe von EUR 246.225,00 zu zahlen.

E. Sonstige Pflichtangaben

1. Geschäftsführung und Vertretungsbefugnisse

Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 waren:

• Herr Karl-Heinz Reck (bis 03.01.2024)

o Gesellschafter-Geschäftsführer der El Momo Vermögensverwaltung GmbH, Kirchheim

• Herr Martin Schriefer

• Herr Dariush Sadeghi-Yam (ab 03.01.2024)

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gemäß § 286 IV HGB wird auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführer verzichtet.

2. Arbeitnehmeranzahl

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 64 (Vorjahr: 62) Arbeitnehmer beschäftigt.

3. Entwicklung des Anlagevermögens

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umgliederung
EUR
31.12.2023
EUR
I. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 38.548,53 0,00 -12.012,63 0,00 26.535,90
38.548,53 0,00 -12.012,63 0,00 26.535,90
II. Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 8.202,67 0,00 0,00 0,00 8.202,67
Büroeinrichtung 126.333,37 1.880,51 -8.957,51 0,00 119.256,37
geringwertige Wirtschaftsgüter 1,00 329,20 -329,20 0,00 1,00
GWG Sammelposten 2.577,48 0,00 0,00 0,00 2.577,48
Einbauten in fremde Grundstücke 12.782,30 1.118,00 0,00 0,00 13.900,30
sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 272.345,85 14.032,72 -13.779,26 0,00 272.599,31
422.242,67 17.360,43 -23.065,97 0,00 416.537,13
460.791,20 17.360,43 -35.078,60 0,00 443.073,03
III. Finanzanlagen
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 663.892,80 26.975,16 0,00 0,00 690.867,96
1.124.684,00 44.335,59 -35.078,60 0,00 1.133.940,99

*) Gemäß § 246 Abs. 2 HGB werden Rückdeckungsansprüche, die verpfändet wurden und ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgungen dienen, mit den für diese Verpflichtungen gebildeten Pensionsrückstellungen verrechnet.

ABSCHREIBUNGEN BUCHWERTE
01.01.2023
EUR
Zuführungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
I. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 32.786,03 2.734,00 -12.011,63 23.508,40 3.027,50
32.786,03 2.734,00 -12.011,63 23.508,40 3.027,50
II. Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 8.201,67 0,00 0,00 8.201,67 1,00
Büroeinrichtung 60.696,37 0,00 0,00 60.696,37 58.560,00
geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 329,20 -329,20 0,00 1,00
GWG Sammelposten 2.576,48 0,00 0,00 2.576,48 1,00
Einbauten in fremde Grundstücke 12.782,30 10,00 0,00 12.792,30 1.108,00
sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 214.453,83 35.481,22 -13.776,14 236.158,91 36.440,40
298.710,65 35.820,42 -14.105,34 320.425,73 96.111,40
331.496,68 38.554,42 -26.116,97 343.934,13 99.138,90
III. Finanzanlagen
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00 690.867,96
331.496,68 38.554,42 -26.116,97 343.934,13 790.006,86

 

Filderstadt, den 6. März 2024

Dariush Sadeghi-Yam

Martin Schriefer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die viadico GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der viadico GmbH, 70794 Filderstadt - bestehend aus der Bilanz zum 1. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der viadico GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 13. März 2024

Kaupp, Beyer & Coll. GmbH
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