Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 97127
Vorher
Nemak Wernigerode Beteiligungsgesellschaft mbH
Eingetragen
26.10.2007
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen auf eigene Rechnung, insbesondere an solchen Unternehmen, deren Unternehmensgegenstand die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Gieß- und sonstigen Fahrzeugerzeugnissen aus Leichtmetalllegierungen ist; die Einbringung von Beratungs- und Serviceleistungen gegenüber verbundenen Gesellschaften, wie z.B. Management-, Verkaufs- und Einkaufsleistungen; die Erbringung von Ingenieurs-, Planungs- und Marketingdienstleistungen im Bereich der Leichtmetallindustrie, insbesondere für den Automobilsektor; das Halten und Verwalten von Vermögensgegenständen jeglicher Art, die Gewährung und Aufnahme von Darlehen von Finanzinstituten und verbundenen Gesellschaften bzw. an diese sowie der Abschluss von sonstigen Verträgen und Vereinbarungen im Zusammenhang mit dem Vorstehenden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Carlos Vilachá
seit 11.3.2021
Prokura
Dirk Barschkett
seit 15.5.2014
Geschäftsführer
Klaus Dr.-Ing. Lellig
seit 30.7.2013
Geschäftsführer
Uwe Herrmann
seit 30.7.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Tenedora Nemak, S.A. de C.V.MEX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Tenedora Nemak, S.A. de C.V.
Mexico
11.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nemak Europe GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhalt

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1. Allgemeine Entwicklung

2.1.2. Branchenentwicklung

2.2. Entwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle der Nemak Europe GmbH

2.2.1. Umsatzentwicklung

2.2.2. Produktion

2.2.3. Beschaffung

2.2.4. Investitionen

2.2.5. Vermögens- und Ertragslage

2.2.6. Finanzlage

2.2.7. Forschung und Entwicklung

2.2.8. Personal- und Sozialbereich

2.2.9. Umweltschutz und Arbeitssicherheit

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

3.1. Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren

3.2. Sonstige Finanzkennzahlen

4. Risikomanagement

5. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

5.1. Absatzrisiken

5.2. Produktionsrisiken

5.3. Beschaffungsrisiken

5.4. Finanzwirtschaftliche Risiken

5.5. Informationstechnische Risiken

5.6. Personalrisiken

5.7. Rechtliche Risiken

5.8. Umweltrisiken

5.9. Bewertung der derzeitigen Risikoposition

5.10. Chancen

5.11. Prognose-Ist-Vergleich

6. Ausblick

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Nemak Europe GmbH dient als Hauptsitz der Business Unit Europa & Asien (BU Europe & Asia) innerhalb der Nemak-Gruppe. Die Gesellschaft erbringt Leistungen für die in Europa und Asien angesiedelten Produktionswerke der Nemak-Gruppe.

Das Leistungsspektrum umfasst folgende Schwerpunkte:

Vertrieb & Marketing (Markt- und Kundenentwicklung, Unterstützung bei Verhandlungen mit Kunden, Marketing- & Verkaufsförderungsleistungen u.a.)

Betriebliche Prozesse, Technik- & Qualitätsmanagement (Unterstützung von Betrieben, operative Bewertungen, Unterstützung eines allgemeinen Qualitätssicherungssystems, Qualitätsaudits, Koordinierung & Unterstützung von Forschungs- & Entwicklungsprojekten u.a.)

Produkt- und Prozessentwicklung

Lieferkettenmanagement (Unterstützung bei Verhandlungen mit Lieferanten und Prüfung von Lieferanten, CAPEX, Werkzeuge u.a.)

IT (Unterstützung für die IT-Infrastruktur, IT-Verwaltung u.a.)

Humanressourcen

Fiskalleistungen

Insoweit die Nemak Europe GmbH nicht ausreichend kompetent oder nicht gesetzlich befugt ist, werden für die erforderlichen oder benötigten Leistungen geeignete Berater hinzugezogen oder von verbundenen Unternehmen Leistungen bezogen.

Das Product-Engineering arbeitet sehr eng mit den Entwicklungsabteilungen der Kunden zusammen, um frühzeitig in der Entwicklung neuer Fahrzeuge und Aggregate mit eingebunden zu sein.

Die Gesellschaft verfügt über Niederlassungen (NL) in Frankreich und Italien.

Die Nemak Europe GmbH gehört zur Nemak-Gruppe mit der Muttergesellschaft ansässig in Mexiko. Das Geschäftsfeld der Nemak-Gruppe definiert sich über die Produktion von High-Tech-Aluminium-Komponenten für die Automobilindustrie. Die Hauptprodukte sind Zylinderköpfe, Motorblöcke, Getriebegehäuse, Fahrwerksteile sowie E-Gehäuse und Batteriegehäuse aus Aluminium. Die Steuerung der Nemak-Gruppe erfolgt über sogenannte Business Units, die sich im Wesentlichen über die regionale Zuordnung definieren. Die Produktion der Nemak-Gruppe erfolgt in mehr als 38 Werken in 15 Ländern mit über ca. 24.000 Mitarbeitern. Die Business Unit Europe & Asia steuert und betreut zwölf europäische sowie vier asiatische Standorte.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1. Allgemeine Entwicklung

2.1.1.1. Weltwirtschaft *

* Quellen: OECD-Wirtschaftsausblick, November 2023; IfW Kiel "KIELER KONJUNKTURBERICHTE NR. 109 (2023/Q4)"

Die Inflation sank im Jahr 2023 lt. OECD, aber auch das Wachstum ging zurück. Die restriktive Geldpolitik, die zur Eindämmung der Inflation notwendig war, zeigte Wirkung. Zwar hat sich das BIP-Wachstum 2023 besser entwickelt als erwartet, doch die restriktiven Finanzierungsbedingungen, der schwache Welthandel und das angeschlagene Vertrauen wirkten sich negativ auf das Wachstum aus. An den Wohnimmobilienmärkten und in bankabhängigen Volkswirtschaften, insbesondere in Europa, wurden die Auswirkungen besonders spürbar. Die Weltwirtschaft steht weiterhin vor den Herausforderungen einer anhaltenden Inflation und gedämpften Wachstumsaussichten. Auch die zunehmenden geopolitischen Spannungen erhöhen erneut die Unsicherheit über die kurzfristigen Aussichten.

Es wird erwartet, dass die zunehmende Divergenz zwischen den Volkswirtschaften in naher Zukunft bestehen bleibt, wobei das Wachstum in den Schwellenländern im Allgemeinen besser anhält als in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften und das Wachstum in Europa im Vergleich zu Nordamerika und den großen asiatischen Volkswirtschaften relativ gedämpft ist.

Das weltweite BIP-Wachstum wird sich gemäß den Erwartungen der OECD voraussichtlich von 2,9 Prozent im Jahr 2023 auf 2,7 Prozent im Jahr 2024 abschwächen, bevor es im Jahr 2025 auf 3,0 Prozent ansteigt, wenn sich das Realeinkommenswachstum erholt und die Leitzinsen wieder gesenkt werden.

Das ifW Kiel rechnet für das kommende Jahr 2024 mit einem Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufpreisparitäten - um 2,9 Prozent, nach 3,1 Prozent im Jahr 2023. Der Zuwachs im Jahr 2024 dürfte somit etwas schwächer ausfallen. Für das Jahr 2025 wird ein Anziehen der Weltkonjunktur auf eine Zuwachsrate von 3,2 Prozent erwartet. Die Prognosen des ifW Kiel liegen somit leicht über den Erwartungen der OECD. Der Aufschwung der Weltwirtschaft lässt aber noch auf sich warten, die Weltwirtschaft expandiert vorerst in moderatem Tempo und gewinnt nur allmählich an Schwung.

2.1.1.2. Euroraum *

* Quellen: IfW Kiel "KIELER KONJUNKTURBERICHTE" Nr. 106 (2023/Q3); Europäische Kommission "Herbstprognose 2023"

Vor dem Hintergrund der hohen Lebenshaltungskosten, der schwachen Auslandsnachfrage und der Straffung der Geldpolitik hat die europäische Wirtschaft an Dynamik verloren. Die Europäische Kommission erwartet in ihrer Herbstprognose 2023 zwar eine allmähliche Erholung der Wirtschaftstätigkeit, korrigierte dennoch ihre Prognose für das BIP-Wachstum der EU im Vergleich zu den Sommerprojektionen um 0,2 Prozentpunkte nach unten und erwartet für das Jahr 2023 ein BIP-Wachstum von 0,6 Prozent, sowohl in der EU als auch im Euro-Währungsgebiet.

Da sich die Konsumausgaben aufgrund einer weiter robusten Entwicklung an den Arbeitsmärkten, eines anhaltenden Lohnwachstums und einer fortgesetzten Inflationsabschwächung erholen, rechnet die Kommission jedoch mit einem allmählichen Wiederanziehen der Wirtschaftstätigkeit. Für 2024 erwartet die Europäische Kommission eine Verbesserung des BIP-Wachstums in der EU auf 1,3 Prozent, für 2025 auf 1,7 Prozent. Ein ähnliches Wachstumsniveau sieht das ifW Kiel, mit einem Produktionsanstieg im Jahr 2023 von 0,6 Prozent, im Jahr 2024 von 1,4 Prozent und für 2025 von 1,7 Prozent.

Die Inflation dürfte weiter abebben. Hier rechnet das ifW Kiel im Jahresdurchschnitt 2023 mit einem Anstieg um 5,6 Prozent, im kommenden Jahr 2024 mit einem Anstieg von 2,6 Prozent und im Jahr 2025 um 2,2 Prozent. Dabei ist unterstellt, dass die Energiepreise sich auf dem gegenwärtigen, eher moderaten Niveau bewegen und ausgehend von dort nur noch wenig nachgeben. Die wieder gesunkenen Energiepreise dürften sich über die verschiedenen Produktionsstufen auch dann noch mit Zeitverzögerung auf die Preise anderer Endprodukte durchwirken, sodass die Kernrate der Inflation allmählich weiter zurückgehen wird.

Trotz der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums bleibt die Arbeitslosigkeit in der EU niedrig. Die Erwerbslosenquote im Euroraum wird vom ifW Kiel im Durchschnitt des Jahres 2023 bei 6,5 Prozent erwartet und in den Folgejahren auf 6,3 Prozent (2024) sowie auf 5,9 Prozent (2025) zurückgehen.

2.1.1.3. Deutschland *

* Quellen: IfW Kiel "KIELER KONJUNKTURBERICHTE Nr. 107, 110 (2023)"; Statista; Sachverständigenrat für Wirtschaft "Jahresgutachten 2023"

Die konjunkturelle Erholung verzögerte sich in Deutschland, die Wirtschaft stagnierte im Jahr 2023. Die Zuwächse aus der ersten Jahreshälfte wurden durch die rückläufigen Entwicklungen im zweiten Halbjahr wieder aufgezehrt. Der Sachverständigenrat für Wirtschaft erwartet für 2023 einen Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 0,4 Prozent. Verschiedene Faktoren lasteten auf der wirtschaftlichen Aktivität in Deutschland. Die Energiepreise haben sich gegenüber dem Peak reduziert, waren aber trotzdem im längerfristigen Vergleich weiterhin deutlich erhöht. Die gesunkenen Realeinkommen belasteten ebenfalls die kurzfristige wirtschaftliche Entwicklung. Die schleppende Entwicklung in China trug zum eingetrübten außenwirtschaftlichen Umfeld bei. Das höhere Zinsniveau dämpfte zudem die Investitionen und Bautätigkeit im Inland.

Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem in der Zeit der Bundesrepublik historischen Höchststand des Jahres 2022. Sie ist mit knapp 5,9 Prozent aber weiterhin auf einem hohen Stand (Destatis). Während die Preissteigerungen bei Energie deutlich abnahmen, stiegen die Nahrungsmittelpreise lt. Statistischem Bundesamt besonders stark im Jahr 2023 und auch die Kerninflation blieb erhöht. Für das Jahr 2024 sieht das IfW Kiel eine Teuerungsrate von 2,3 Prozent und für das Jahr 2025 von 1,8 Prozent.

Das IfW Kiel rechnet mit einer leicht steigenden Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 von 0,9 Prozent, wobei keine große konjunkturelle Dynamik absehbar ist. Man rechnet vor allem damit, dass die recht kräftigen Zuwächse des real verfügbaren Einkommens den privaten Konsum anschieben werden. Die Zinswende belastet aber weiterhin die Baubranche und größere Impulse seitens der Weltwirtschaft lassen auf sich warten. Für das Jahr 2025 sieht das IfW Kiel einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,2 Prozent.

Der Sachverständigenrat für Wirtschaft prognostiziert einen niedrigeren Anstieg der Wirtschaftsleistung im Jahr 2024, der nur bei 0,7 Prozent gesehen wird.

2.1.2. Branchenentwicklung *

* Quellen: KBA Pressemitteilung Nr. 01/2024, Tagesschau Pressemitteilung, Deloitte Deutschland Article "Kosteneinsparung als zentrales Thema für Supplier"

Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 2,84 Millionen Autos zugelassen, dies entspricht einem Anstieg von 7,3 Prozent gegenüber 2022. Davon waren etwas mehr als 524.000 E-Autos (18,4 Prozent). Unter Berücksichtigung der Hybrid-Fahrzeuge lag der Anteil der alternativen Antriebsarten bei knapp 50 Prozent. Nach dem Auslaufen der Förderung von Plug-in-Hybriden brach der Absatz danach ein und wurde auch nicht vollständig durch den Zuwachs von E-Autos (BEV) ausgeglichen. Diese Tendenz scheint sich auch im Jahr 2024 fortzusetzen, der Absatz der E-Autos lag im Januar bei nur noch 10,5 Prozent.

Die deutsche Autoindustrie steht lt. Experten vor dem größten Wandel in der Geschichte. Die deutschen Autobauer konnten in den ersten drei Quartalen 2023 Umsatzsteigerungen gegenüber dem Vorjahr verzeichnen, da die Auto-Exporte und -Neuzulassungen wieder gestiegen sind. Die Entwicklung der Autoindustrie geht in Richtung Weiterentwicklung von Digitalisierung und zunehmender Konzentration auf Software.

Die Zulieferindustrie beklagte allerdings Produktionsrückgänge und kündigt für die kommenden Jahre Stellenstreichungen an. Lt. Branchenexperten geht die Zunahme der Elektromobilität einher mit einem Wegfall von Arbeitsplätzen.

Die Lieferanten der Automobilbranche werden mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Die letzten Jahre waren von diversen Krisen geprägt, insbesondere die anhaltenden Unterbrechungen der internationalen Lieferketten und die steigende Inflation ließen die Kosten für die Zulieferer weiter ansteigen. Der Krieg in der Ukraine führte zu einem Anstieg der Energiepreise, welche auch mittelfristig auf einem höheren Niveau verharren werden. Geopolitische Spannungen werden auch zukünftig negativ die Lieferketten beeinflussen. Zunehmende Unsicherheiten und fehlende Planbarkeiten erhöhen den Druck auf die Absatzmärkte der Zulieferunternehmen. Zusätzlich zur strategischen Neuausrichtung, stehen auch die Cash- und Finanzierungssituation sowie Maßnahmen zur Kostensenkung im Fokus.

2.2. Entwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle der Nemak Europe GmbH

Auch das Jahr 2023 war weiterhin noch vom Ukraine Krieg und den damit einhergehenden Preissteigerungen beeinflusst, allerdings wurde die Materialknappheit des Vorjahres größtenteils überwunden. Das Kostenniveau im Jahr 2023 war immer noch durch hohe Verbrauchskosten geprägt. Insbesondere die Energie- und Metallkosten sowie die Personalkostenerhöhungen haben auf die Business Unit einen wesentlichen Einfluss.

Die Nemak Europe GmbH ist von den Kostensteigerungen nur teilweise direkt beeinflusst. Wie auch in den Vorjahren hatte aber die wirtschaftliche Entwicklung Einfluss auf die Aufgabenstellungen der zentralen Funktionen, die in der Nemak Europe GmbH angesiedelt sind.

Die Einkaufsorganisation der Business Unit konnte, gemeinsam mit den lokalen Einkaufsteams, durch Lieferanten-Monitoring und das frühzeitige Ergreifen von Korrekturmaßnahmen die Belieferung mit allen wichtigen Einsatzstoffen wie im Vorjahr sicherstellen.

Die Vertriebsorganisation führte intensive Gespräche mit den Kunden, um die geänderten Marktbedingungen zu erläutern und die daraus resultierende Notwendigkeit, die Verkaufspreise zu erhöhen. Mit den erzielten Verhandlungserfolgen konnte in den Produktionswerken eine Teilkompensation der gestiegenen Produktionskosten erzielt werden. Ein weiterer wesentlicher Fokus der Vertriebsorganisation war die Akquise von Neugeschäft, insbesondere lag hier der Schwerpunkt auf Aufträgen für die neuen Produktsegmente, wie Batteriegehäuse und Strukturteile.

Wie bereits in den letzten Jahren lag auch ein Schwerpunkt darin, die Transformation im Automobilsektor maßgeblich für die Gruppe mitzugestalten und voranzutreiben. Das Product-Engineering arbeitete sehr eng mit den Entwicklungsabteilungen der Nemak-Kunden zusammen, um frühzeitig in der Entwicklung neuer Fahrzeuge und Aggregate mit eingebunden zu sein. Es wurden Konzepte auf Basis von ersten groben Kundenforderungen erarbeitet, um die Angebotsphasen zu unterstützen. Der geplante Ausbau der Bereiche Product-Engineering und Product-Development und der damit einhergehende Wechsel in neue Räumlichkeiten, wurde 2023 weiter umgesetzt. Es wurden neue Mitarbeiter eingestellt und weitere Einstellungen sind für 2024 in Planung. Der Showroom für Kunden zur Visualisierung der vielfältigen Nemak Produktpalette wurde eingerichtet.

Die Kosten des Berichtsjahres lagen über denen der Vorjahre. Es konnte wieder verstärkt der persönliche Austausch mit Kunden, Lieferanten und Kooperationspartnern aufgenommen werden. Die Möglichkeit, wieder an Messen und Ausstellungen teilzunehmen, wurde ebenfalls wieder wahrgenommen. Es wurde in neue Mitarbeiter investiert, um die bevorstehenden Themenstellungen, einhergehend mit der Transformation der Automobilbranche, bestmöglich gestalten zu können.

Im Rahmen der existierenden Service Agreements wurden Dienstleistungen für die Schwesterwerke erbracht, mit vergleichbaren Tätigkeitsschwerpunkten wie in der Vergangenheit. Der Erstattungsertrag 2023 lag aufgrund der gestiegenen Kostenpositionen höher als im Vorjahr.

Wie in den früheren Berichtszeiträumen erbrachte die Gesellschaft Leistungen für zentral aus Mexiko gesteuerte globale Themen, für die Bereiche Manufacturing Excellence, Personalentwicklung, Business Development, R&D und Vertrieb.

2.2.1. Umsatzentwicklung

Im Jahr 2023 lagen die Umsatzerlöse bei 43.170 TEUR, damit 5.009 TEUR höher als im Jahr 2022. Der Umsatzanstieg resultierte im Wesentlichen aus höheren Weiterbelastungen aufgrund gestiegener Kosten.

2.2.2. Produktion

Die Nemak Europe GmbH verfügt über keine eigene Produktion.

2.2.3. Beschaffung

Die Beschaffung an sich hat für das Unternehmen nur eine geringe Bedeutung, stattdessen werden vorrangig Bereiche wie Marketing, Beratung, IT, Telekommunikation und Personaldienstleistungen zugekauft. Daneben bestehen langfristige Mietverträge. Kritische Lieferanten oder Materialien bestehen nicht.

Der Einkaufsbereich koordiniert den Erwerb von Investitionsgütern, Werkzeugen, Energie sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen innerhalb der Nemak-Gruppe in Europa und Asien und strebt dabei erhebliche Einsparungen durch Spezialwissen und Größenvorteile an. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen die Nemak-Werke bei der Standardisierung von Systemen und Prozessen, der Verbesserung des Cashflows, der Konsolidierung von Bezugsquellen und der Automatisierung der Beschaffung durch die vollständige Implementierung eines automatisierten Bestellsystems.

Angesichts der schwankenden Marktbedingungen sah sich die Beschaffungsabteilung von Nemak mit erheblichen Preiserhöhungen in fast allen Segmenten der Lieferkette konfrontiert, wobei einige Hauptlieferanten (Capex) von eingeschränkten Produktionskapazitäten und andere von einer knappen Verfügbarkeit strategischer Materialien für die Lieferung berichteten. Längere Lieferzeiten als üblich wirkten sich auf einige Sendungen aus, was die Bedeutung einer besseren langfristigen Planung als künftige Herausforderung unterstreicht. Der Schwerpunkt der Beschaffung liegt zunehmend auf neuen Initiativen und Technologien im Bereich der E-Mobilität, was die Bildung neuer Lieferantennetzwerke und Partnerschaften erforderlich macht. Darüber hinaus wurden Anstrengungen unternommen, um die Prozesse durch verschiedene Projekte weiter zu verfeinern. So initiierte das Unternehmen beispielsweise die Projektunterstützung für die Einführung des Ariba Guided Buying System in den europäischen Nemak-Werken. Die Plattform wird das derzeitige Bestellsystem und die E-Kataloge ersetzen und soll schließlich zu einem weltweit genutzten E-Procurement-System innerhalb von Nemak werden.

Darüber hinaus unterstützte der Einkaufsbereich die europäischen Lieferanten bei der Einbindung in das neue Ariba-Einkaufsportal, einer Plattform mit Schwerpunkt auf EDI-Anbindung, Bestellbestätigung und Rechnungsstellung für einen verbesserten und rationalisierten Purchase-to-Pay-Prozess. In Zusammenarbeit mit der globalen Einkaufsabteilung testete das Unternehmen ein System zur besseren Überwachung der Risiken in seiner Lieferkette.

2.2.4. Investitionen

Die getätigten Investitionen lagen im Jahr 2023 bei 622 TEUR.

Die GwG Zugänge beliefen sich im Jahr 2023 auf 44 TEUR.

Die Finanzanlagen haben sich gegenüber 2022 nicht verändert.

2.2.5 Vermögens- und Ertragslage

Die Bilanzsumme der Nemak Europe GmbH ist gegenüber dem Vorjahr um 5.489 TEUR zum 31.12.2023 auf 74.504 TEUR gestiegen.

Durch die getätigten Investitionen in Produktions- und IT-Ausstattung stieg das Sachanlagevermögen um 458 TEUR auf 785 TEUR. Die Ausleihungen aus einer Darlehensgewährung an Nemak Exterior S.L. betrugen im Geschäftsjahr 2023 unverändert 20.000 TEUR.

Die Vorräte aus unfertigen Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 734 TEUR auf 1.390 TEUR, da die Abarbeitung des akquirierten Auftrags weiter vorangeschritten ist.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen im Jahr 2023 um 3.821 TEUR auf 50.504 TEUR. Die im Vorjahr bestehende Forderung gegen die Nemak Dillingen GmbH aus einer Darlehensgewährung und daraus entstandene Zinsforderungen wurden im Geschäftsjahr beglichen. Zum Bilanzstichtag bestehen die Forderungen im Wesentlichen gegen die Nemak Exterior mit TEUR 43.255, resultierend aus Cash Pool-Guthaben sowie deren Verzinsung. Der Anstieg des Cash-Pool-Guthabens ist im Wesentlichen in der Rückführung des Darlehens der Nemak Dillingen GmbH in Höhe von 35 Mio. EUR begründet. Darüber hinaus sind aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus höhere Zinsforderungen aus der Darlehensgewährung enthalten sowie Veränderungen aus dem laufenden Geschäft. Darüber hinaus bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 7.248 TEUR, die sich gegenüber dem Vorjahr aus dem laufenden Geschäft um 1.639 TEUR erhöhten.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um 57 TEUR auf 135 TEUR, im Wesentlichen begründet in einem Anstieg der Forderungen aus Quellensteuern und Umsatzsteuern, dem ein Rückgang der kreditorischen Debitoren zum Bilanzstichtag gegenüber steht.

Die flüssigen Mittel erhöhten sich geringfügig um 12 TEUR auf 53 TEUR.

Der Rechnungsabgrenzungsposten erhöhte sich um 365 TEUR auf 587 TEUR, im Wesentlichen begründet in einem Anstieg abgegrenzter Lizenz- und Leasingausgaben.

Durch den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 3.225 TEUR erhöhte sich das Eigenkapital auf 62.247 TEUR.

Die Rückstellungen stiegen um 1.623 TEUR auf 9.357 TEUR, im Wesentlichen begründet in einem Anstieg der Steuerrückstellungen um 755 TEUR sowie einem Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 819 TEUR, insbesondere begründet in den Erhöhungen der Personalrückstellungen und Rückstellungen, für ausstehende Rechnungen.

Die Verbindlichkeiten lagen Ende 2023 bei 2.850 TEUR, damit um 591 TEUR höher als Ende des Vorjahres, im Wesentlichen resultierend aus offenen Investitionsverbindlichkeiten. Sowohl die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 336 TEUR als auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 271 TEUR, während die Sonstigen Verbindlichkeiten sich um 16 TEUR verringerten.

Die Umsatzerlöse stiegen um 5.009 TEUR auf 43.170 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 25 TEUR im Vergleich zum Vorjahr auf 383 TEUR. Niedrigere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen standen dabei erhöhten Erträgen aus Entwicklungsleistungen gegenüber.

Der Personalaufwand erhöhte sich, im Wesentlichen begründet im Personalanstieg, im Jahr 2023 um 3.137 TEUR auf 22.157 TEUR. Die Abschreibungen stiegen um 29 TEUR auf 123 TEUR im Geschäftsjahr. Der sonstige betriebliche Aufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 1.082 TEUR auf 21.034 TEUR. Der Anstieg ist im Wesentlichen in einem Anstieg der Aufwendungen aus konzerninternen Belastungen, gestiegenen Miet- und Leasingaufwendungen, Reise- und Repräsentationsaufwendungen sowie EDV-Services begründet, während sich im Wesentlichen die Rechts- und Beratungsaufwendungen gegenläufig verringerten. Der sonstige betriebliche Aufwand im Vorjahr war darüber hinaus belastet durch die Bildung einer Wertberichtigung für eine wahrscheinlich ausfallende Warenforderung gegenüber der Nemak Russland in Höhe von 1.578 TEUR.

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens erhöhten sich um 811 TEUR auf 1.601 TEUR vor allem aufgrund eines höheren Zinsniveaus. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge stiegen um 961 TEUR auf 2.341 TEUR, im Wesentlichen begründet im Anstieg der Finanzforderungen gegen verbundene Unternehmen sowie einem gestiegenen Zinsniveau. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen reduzierten sich um 61 TEUR auf 38 TEUR, im Wesentlichen begründet in verminderten Zinsaufwendungen aus der Bilanzierung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Das Ergebnis vor Steuern stieg gegenüber dem Vorjahr um 2.682 TEUR auf 4.862 TEUR. Unter Berücksichtigung der Steuern in Höhe von 1.637 TEUR (im Vorjahr: 791 TEUR) ergab sich ein Jahresüberschuss von 3.225 TEUR. Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2023 stieg um 1.836 TEUR gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 an.

2.2.6. Finanzlage

Zur Finanzierung des operativen Geschäfts bedient sich die Gesellschaft aus dem Cash Pooling mit der Nemak Exterior als Cash-Pool Führer.

Durch den Jahresüberschuss 2023 erhöhte sich das Eigenkapital auf 62.247 TEUR.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 85,5 Prozent im Vorjahr auf 83,5 Prozent zum Bilanzstichtag 2023.

Das Eigenkapital übersteigt das Anlagevermögen weiterhin deutlich.

Die flüssigen Mittel lagen Ende 2023 bei 53 TEUR.

2.2.7. Forschung und Entwicklung

Die Nemak Europe GmbH sichert durch zukunftsgerichtete Forschungs- und Entwicklungsaktivtäten die mittel- bis langfristig angelegten strategischen Unternehmensziele ab. Dabei hat sich der Schwerpunkt der Projekte entsprechend dem Transformationsprozess der Automobilindustrie stark in Richtung der elektrifizierten Antriebe verschoben. Hauptprojekte liegen im Bereich der Vor- und Produktentwicklung für Batteriegehäuse, Fahrwerks- und Karosseriekomponenten.

Die R&D- und Entwicklungsaktivitäten unterstützen hierbei besonders die Nemak Transformation vom "Build-to-print" Lieferanten zum technischen Entwicklungspartner mit Expertise im Herstellungsprozess sowie der Auslegung der Komponenten ausgehend von den funktionalen Anforderungen im Fahrzeug. Im Zusammenspiel können wir unseren Kunden maßgeschneiderte Konzepte für innovative Leichtbaulösungen anbieten.

Schwerpunktthemen waren auch in diesem Jahr wieder die Reduzierung der CO 2 -Emissionen durch den gezielten Einsatz von bionischen Designansätzen zur Gewichtsreduzierung sowie der Nutzung von Legierungen mit erhöhtem Recyclinganteil und geringerem Energiebedarf im Herstellungsprozess. Zudem wurde im Engineering Center Raunheim mit dem Aufbau von Infrastruktur für Werkstoffuntersuchungen, Komponententests und der Herstellung von Fügeverbindungen im Prototypenmaßstab begonnen. Das Thema Fügetechnologie mit allen angrenzenden Prozessen wurde hierbei als weiteres Schwerpunktthema speziell für die R&D Forschungsaktivitäten ausgebaut. Neben den internen R&D Aktivitäten wurden auch der Austausch sowie die Kooperation mit Universitäten und Instituten weiter gefestigt.

In einer Matrix-Organisation werden zudem auch die dezentralen Projekte in mehreren Entwicklungsstandorten für die Business Unit Europe & Asia gesteuert.

Ende 2023 waren im Bereich R&D 9 Mitarbeiter, im Bereich Product-Engineering 16 Mitarbeiter und im Bereich Product-Development Center 21 MA, tätig.

Die Projektausgaben 2023 für R&D lagen bei 250 TEUR.

2.2.8. Personal- und Sozialbereich

Das Unternehmen ist kein Mitglied im Arbeitgeberverband und ist nicht tarifgebunden. Ein Betriebsrat besteht nicht.

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Jahr 2023 betrug 136, nach durchschnittlich 124 im Jahr 2022. Zum Bilanzstichtag wurden 4 Mitarbeiter in der Niederlassung Frankreich und 1 Mitarbeiter in der Niederlassung Italien beschäftigt.

Zum Januar 2023 wurde in Frankfurt / Raunheim ein Engineering Center mit insgesamt 40 Mitarbeitern eröffnet. Die Belegschaft am Standort Frankfurt wurde auf beide Standorte aufgeteilt, wobei im Engineering Center die Funktionen R&D, Product-Engineering, Advanced-Engineering, Advanced-Manufacturing Engineering, PDC Assembly und das Project-Purchasing angesiedelt wurden.

Für die leitenden Mitarbeiter besteht ein variables Vergütungssystem. Dieses beinhaltet die Festlegung von jährlichen Zielvorgaben auf Mitarbeiterebene und die Überwachung des erzielten Erreichungsgrades.

2.2.9. Umweltschutz und Arbeitssicherheit

Die Nemak-Gruppe unterstützt Kunden als kompetenter Partner bei der Entwicklung und Verbesserung von Leichtmetallkomponenten zur Reduzierung von Abgasemissionen durch Verbrauchssenkung. Außerdem werden Kunden mit Komponenten für Elektrofahrzeuge beliefert.

Die Nemak Europe GmbH geht verantwortungsbewusst mit der Umwelt um. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse beinhalten auch Verfahren zur Emissionssenkung der Produktion, der Schonung natürlicher Ressourcen und der Vermeidung von Abfällen.

Nemak partizipiert am internationalen "Science Based Target" (SBT) Programm und verpflichtet sich zur Reduzierung des CO 2 -Fußabdrucks um 27,5 Prozent bis zum Jahr 2030 (Scope 1 und 2 Emissionen). Alle europäischen Werke sind zertifiziert nach den Standards DIN EN 14001 (Umweltschutz), DIN EN 45001 (Arbeitssicherheit) und DIN EN 50001 (Energie Management). In den asiatischen Standorten ist Umweltschutz und Arbeitssicherheit ebenfalls zertifiziert. Die Entwicklung unserer Zulieferer und Lieferanten zur Nachhaltigkeit ist ein Teil unseres Geschäftsprozesses.

Die Nemak Europe GmbH koordiniert all diese Programme in der Business Unit Europe & Asia, indem sie ihre spezifischen Kundenanforderungen effizient umsetzt, sowie durch einen Austausch von Best-Practice-Standards in allen Werken. Regelmäßige Werksbegehungen und Audits, unterstützt durch die zentralen Funktionen, erzielen eine kontinuierliche Verbesserung der Prozesse und Verfahren.

Die Business Unit plant bis zum Jahr 2025 den Anteil erneuerbarer Energien auf mindestens 25 Prozent zu steigern und bis 2030 auf mindestens 70 Prozent. Bereits im Jahr 2023 wurde in der Business Unit ein Gesamtanteil an erneuerbaren Energien von 34 Prozent erreicht. Durch die allgemein angespannte Energieversorgungssituation wurde im Jahr 2023 insbesondere der Fokus auf Energie-Effizienzsteigerung gelegt. In Europa konnten unter anderem durch Energieworkshops und Best-Practice-Sharing sowohl der Gasverbrauch pro äquivalent Unit als auch der Stromverbrauch pro äquivalent Unit verbessert werden.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

3.1 Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren

Die Umsätze erhöhten sich im Wesentlichen durch ebenfalls erhöhte Kosten gegenüber dem Vorjahr.

Das EBT war im Jahr 2023 um 2.682 TEUR höher als im Jahr 2022 unter anderem positiv beeinflusst durch gestiegene IC-Zinserträge und gestiegene Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens.

Das Verhältnis Eigenkapital an Bilanzsumme verschlechterte sich gegenüber 2022, da sich Eigenkapital und Bilanzsumme ungleich erhöhten.

Die Umsatzrendite verbesserte sich im Vergleich zu 2022 aufgrund des besseren EBT.

Die Personalintensität 2023 erhöhte sich, da sich die Personalkosten zum einen durch mehr Mitarbeiter und zum anderen durch die Gehaltskostensteigerungen prozentual stärker erhöhten als die Betriebsleistung.

3.2. Sonstige Finanzkennzahlen

Die Eigenkapitalrentabilität 2023 ist besser als im Jahr 2022, da der EBT-Anstieg höher ist als der Eigenkapital Anstieg.

Die Leistung pro Mitarbeiter (in TEUR) hat sich 2023 verbessert, da sich die Mitarbeiteranzahl nicht in gleichem Maße erhöhte wie die Betriebsleistung.

4. Risikomanagement

Aufgrund des Geschäftsmodells der Nemak Europe GmbH sind die Chancen und Risiken sehr stark mit den Ergebnissen der anderen zur Nemak-Gruppe gehörenden Gesellschaften verbunden, da die weitere Nachfrage der Dienstleistungen bei der Nemak Europe GmbH durch die Unternehmen der Nemak-Gruppe sehr stark vom Erfolg dieser Gesellschaften abhängt.

Der Markt, in dem die Gesellschaften tätig sind, ist sehr wettbewerbsintensiv. Es besteht ein erheblicher Preisdruck. Die Kunden und die Wettbewerber der Nemak-Gruppe nutzen die Möglichkeiten, die die unterschiedlichen Kosten in den Regionen bieten. Bei einem hohen Automatisierungsgrad der Fertigung entscheidet bei gleicher Qualität die Höhe der Personalkosten über den Erfolg im Wettbewerb.

Durch den Transformationsdruck, in dem sich die Automobilindustrie befindet, der zusätzlich durch die Pandemie beschleunigt wurde, hat sich ein weiteres Risiko ergeben. Die Verunsicherung der Endkunden kann zu einer Kaufzurückhaltung führen bzw. wird die Nachfrage nach Komponenten für konventionelle Antriebe langfristig sinken. Im zunehmenden Marktsegment der E-Mobilität hat sich die Marke Nemak bereits etabliert; eine Ausweitung wird angestrebt, um neue Kunden und Geschäftsfelder zu gewinnen.

Bestehende gefährdende Risiken werden durch die Geschäftsführung überwacht. Für alle bekannten Risiken sind unter Berücksichtigung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit in ausreichendem Umfang Rückstellungen gebildet.

5. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

5.1. Absatzrisiken

Die Umsätze der Nemak Europe GmbH resultieren aus den mit den Schwesterwerken abgeschlossenen IC Service Agreements für Direct und Regional Charges. Basierend auf diesen Agreements erbringt die Nemak Europe GmbH die Serviceleistungen für die Schwesterwerke, die dann auf Kostenbasis plus Mark-up weiterbelastet werden. Die Service-Bedarfe der Schwesterwerke hängen allerdings stark von deren Geschäftsentwicklung ab und damit hängt auch wiederum die Umsatzentwicklung der Nemak Europe GmbH am Ende von der Entwicklung der europäischen und asiatischen Standorte ab. Die Verunsicherung der Endkunden kann zu einer Kaufzurückhaltung führen.

Die Entwicklung für das Jahr 2024 wird aktuell positiv gesehen, unterliegt aber natürlich gewissen Unsicherheiten im Rahmen der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung.

5.2. Produktionsrisiken

Die Nemak Europe GmbH betreibt selbst keine Produktion, sodass daraus keine Risiken resultieren.

5.3. Beschaffungsrisiken

Beschaffungsrisiken bestehen darin, dass die zur Herstellung von Anwendungen und Systemen benötigten Bauteile und Komponenten nicht oder nicht in ausreichendem Maß in der erforderlichen Qualität und Quantität zur Verfügung stehen oder nicht zeitgerecht und reibungslos oder nicht zu marktgerechten Preisen beschafft werden können. Um möglichen Beschaffungsengpässen vorzubeugen und eine hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten, werden die Beschaffungsmärkte konstant beobachtet, damit auf sich abzeichnende Veränderungen kurzfristig reagiert werden kann. Lieferverzögerungen, Fehlmengen oder Qualitätsprobleme können zu Produktionsunterbrechungen in den Schwesterwerken und damit zu Schadenersatzforderungen führen. Generell werden Beschaffungsrisiken durch sorgfältige Lieferantenauswahl, Ermittlung alternativer Lieferquellen, effizientes Vertragsmanagement, kontinuierliche Lieferantenbewertungen, Qualitäts- und Zuverlässigkeitskontrollen bei Zulieferern sowie den Aufbau von angemessenen Sicherheitsbeständen reduziert.

Mögliche Insolvenzen von Zulieferern stellen ein weiteres Risiko auf der Beschaffungsseite dar. Diesem Risiko wird durch sorgfältige Auswahl, Streuung der Risiken durch Verteilung des Einkaufsvolumens auf weitere Lieferanten und gegebenenfalls Stützung der Lieferanten in Notsituationen begegnet.

Die bereits schwierige Marktsituation, aktuell noch verschärft durch den Krieg in Osteuropa, führte zu weiteren Preissteigerungen, die sich vor allem im Energiesektor bemerkbar machten.

Dem wurde durch detaillierte Analysen und geänderte Einkaufsstrategien bestmöglich entgegengewirkt.

5.4 Finanzwirtschaftliche Risiken

Zu den zentralen Aufgaben der Nemak zählt die sichere Abdeckung des Finanzbedarfs, sowohl für das operative Geschäft als auch für Investitionen. Dabei steht neben der Optimierung der Finanzierung auch die Begrenzung der finanzwirtschaftlichen Risiken im Vordergrund.

5.5. Informationstechnische Risiken

Informationen und Daten sind verschiedenartigen und zum Teil wachsenden Bedrohungen im Hinblick auf Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität ausgesetzt. Immer größere Datenvolumina, kurze Zugriffszeiten und strukturierte Informationsbereitstellung verlangen für die integrierte Steuerung von Geschäfts- und Produktionsprozessen hoch verfügbare, ausfallsichere und redundant ausgelegte IT-Systeme und IT-Netzwerke sowie modernste Kommunikationsinfrastrukturen. Durch eine Vielzahl von Ursachen können Schäden oder Störungen auftreten, die die Geschäftstätigkeit stark beeinträchtigen und zu schwerwiegenden geschäftlichen Nachteilen führen: Durch Betriebsstörungen oder Betriebsunterbrechungen sind Netzwerke nicht einsatzbereit, Daten können durch Programm- und Bedienfehler, Manipulation oder externe Einflüsse verfälscht oder zerstört werden.

Hohe Sicherheitsstandards sowie Verfahrens- und Sicherheitsrichtlinien begrenzen gravierende Störungen bzw. Ausfälle der komplexen Systeme und Netzwerke. Zum Schutz gegen Angriffe von außen setzt die Nemak unter anderem Firewall-Systeme und Virenscanner nach dem neuesten Stand der Technik ein. Durch eine permanente Überprüfung der eingesetzten Software werden Funktionalitäten und Applikationen erweitert, identifizierte Sicherheitslücken geschlossen und aufgetretene Fehler behoben. Damit ist eine sichere und reibungslose Abwicklung der umfangreichen IT-gestützten Geschäftsprozesse konstant gewährleistet.

5.6. Personalrisiken

In einem technologieorientierten Unternehmen wie der Nemak werden die Erreichung der anspruchsvollen Unternehmensziele und der nachhaltige wirtschaftliche Erfolg unter anderem von insgesamt überdurchschnittlich qualifizierten Mitarbeitern und vielen Spezialisten unterschiedlichster Fachrichtungen getragen. Durch eine höhere Fluktuation von Führungskräften und Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen kann wichtiges Fachwissen und Kompetenz verloren gehen. Probleme, für offene Stellen keine oder nur verzögert geeignete Führungs-, Fach- und Nachwuchskräfte zu finden, die über die gesuchten kaufmännischen, technischen oder branchenspezifischen Fähigkeiten verfügen, können ebenso nachteilige Auswirkungen auf das Unternehmen haben wie unzureichende Qualifikationen oder eine geringe Motivation von Beschäftigten.

Diesen Risiken wird mit vielfältigen Maßnahmen für eine markt- und leistungsgerechte Vergütung mit erfolgsabhängigen Anreizsystemen, moderner Personalführung, qualifizierter Personalentwicklung und zielgruppengerechter Personalrekrutierung sowie vorausschauender Nachfolgeplanung begegnet. Stellvertreterregelungen federn den Weggang oder Ausfall von Schlüsselkräften ab. Zudem werden mit Blick auf den demografischen Wandel in regelmäßigen Abständen Altersstrukturanalysen durchgeführt und Berufsgruppen und Funktionen identifiziert, in denen es künftig zu Engpässen kommen kann.

5.7. Rechtliche Risiken

Rechtsstreitigkeiten mit Wettbewerbern, Geschäftspartnern, Kunden oder anderen externen Dritten sowie Änderungen rechtlicher und/oder regulatorischer Rahmenbedingungen auf nationaler, europäischer oder internationaler Ebene bergen Risiken. Dazu zählen insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Patentrecht und Steuerrecht. Die Nemak stützt sich bei der Organisation und Administration von Geschäftsprozessen und bei Entscheidungen nicht nur auf eine umfassende Beratung durch eigene Fachleute, sondern zieht fallbezogen auch ausgewiesene Experten und renommierte Spezialisten hinzu. Schadensfälle und Haftungsrisiken aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind entweder durch Versicherungen angemessen abgedeckt oder in der bilanziellen Vorsorge berücksichtigt.

5.8. Umweltrisiken

Nemak betreibt ein aktives Umweltmanagement. Ein Umweltschutzbeauftragter überwacht die Einhaltung der gesetzlichen Auflagen. Das Risikopotenzial aus Umweltschutzrisiken wird durch die strikte Einhaltung relevanter Gesetze, Auflagen und Verordnungen verringert.

Es ist möglich, dass die zuständigen Behörden Verfügungen erlassen, durch die kostenträchtige Sanierungen gefordert werden können.

5.9. Bewertung der derzeitigen Risikoposition

Im Berichtsjahr lagen die Risiko-Schwerpunkte der Gesellschaft wie im Vorjahr in den Bereichen Marktentwicklung und Kostenoptimierung. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Gesamtrisikoposition nicht verändert.

Der bereits vor ein paar Jahren gestartete Transformationsprozess der Automobilbranche wurde durch die Pandemie noch verschärft. Diese Entwicklung stellt auch weiterhin ein Risikopotential für die Nemak Europe GmbH dar. Durch Innovation, Kundennähe und hohe Flexibilität wird diesem Risikopotential entgegengewirkt. Mit dem Aufbau des Engineering Centers in Raunheim wird der Transformationsprozess verstärkt unterstützt. In den Bereichen R&D, Product-Engineering und PDC werden einerseits maßgeschneiderte Konzepte für Leichtbaulösungen erarbeitet und andererseits Lösungen zu bionischen Designänderungen zur Gewichtsreduzierung der Bauteile entwickelt.

Zum jetzigen Zeitpunkt werden trotz allem als Ergebnis unserer Analyse keine bestandsgefährdenden Risiken gesehen.

5.10. Chancen

Weltweit werden die Vorgaben für die Automobilindustrie in Bezug auf Grenzwerte für Schadstoffemissionen und Treibhausgase restriktiver. In den Märkten Westeuropa, NAFTA und Japan gelten zunehmend schärfere Beschränkungen für den Ausstoß von Schadstoffen wie zum Beispiel Stickoxide (NOx). Darüber hinaus haben einige Länder bereits Flotten-Emissionsziele für Kohlendioxid (CO 2 ) festgelegt, deren Nicht-Erreichen mit Strafzahlungen je Fahrzeug sanktioniert werden wird.

Die grundsätzliche Entwicklung hin zu verbrauchsarmen und in der Regel leichteren PKWs führte in den vergangenen Jahren zu einem Anstieg der Leichtmetallbauteile aus Aluminium. Leichtbau als Möglichkeit zur Kraftstoffeinsparung wird zukünftig die Maßnahmen im Antriebsstrang deutlich stärker ergänzen als bisher. Nemak bieten sich hier infolge der Kompetenzen auf den Gebieten der Aluminiumtechnologie Chancen in neuen Anwendungen. Die Nemak-Gruppe sieht die Erhöhung der Marktanteile für Strukturteile als einen strategischen Schwerpunkt der nächsten Jahre.

Die prognostizierten Volumina, die die Basis der Planzahlen für das Geschäftsjahr 2024 sind, hängen von den Verkaufszahlen an Fahrzeugen der Kunden der Gesellschaften ab. Bei diesen Volumina bestehen in der gegenwärtigen weltwirtschaftlichen Situation sowohl Chancen als auch Risiken. Der Trend zur Elektromobilität birgt neben Risiken auch Chancen, wenn zum Beispiel Komponenten, wie Batteriegehäuse oder Antriebsgehäuse aus Aluminium, zukünftig verstärkt in Automobilen verbaut werden. Neben den typischen OEMs werden in Zukunft auch Zulieferer, die beispielsweise Elektromotoren herstellen, als potenzielle Kunden gesehen.

Chancen für die Nemak Europe GmbH ergeben sich aus der vermehrten Erbringung von Service- und Managementleistungen in den Bereichen Vertrieb, Lieferkettenmanagement, Forschung- und Entwicklung und der Mitarbeiterentwicklung, um den oben genannten Risiken entgegenzuwirken.

Darüber hinaus ergeben sich für die Nemak Europe GmbH Chancen zur Ausweitung der Leistungen an Gesellschaften, die neu in den Unternehmensverbund hinzukommen, z.B. durch Akquisitionen oder Neugründungen, sowie durch die Investitionen in die Produktionskapazitäten bestehender Werke, insbesondere im Strukturteilegeschäft sowie in der CNC-Bearbeitung, Schweiß- und Fügetechnik und im Werkzeugbau.

5.11. Prognose-Ist-Vergleich

Die im Lagebericht des Vorjahres anvisierte moderate Umsatz- und Kostensteigerung realisierte sich wie geplant. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich allerdings stärker als in der Prognose letzten Jahres erwartet, da sich unter anderem die Zinserträge positiver entwickelten. Damit verbesserte sich auch die Umsatzrendite wesentlich besser als vorhergesehen. Die Personalintensität blieb hinter den Erwartungen zurück, resultierend aus gestiegenen Mitarbeiterzahlen und Gehaltssteigerungen. Aufgrund der ungleichen Entwicklung des Ergebnisses vor Steuern und der Bilanzsumme, verschlechterte sich das Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanzsumme entgegen der ursprünglichen Erwartung.

6. Ausblick

Für das Jahr 2024 wird weiterhin mit Preissteigerungen gerechnet, allerdings auf einem niedrigeren Niveau als in den Jahren 2022 und 2023. Ein Ende des Krieges in der Ukraine ist nicht in Sicht, dazu kam im Jahr 2023 der Konflikt im Nahen Osten zwischen Israel und Palästina. Auch der Angriff der Huthi Rebellen im Suezkanal führt zu Verzögerungen in den weltweiten Lieferketten. Zudem steht im Jahr 2024 die amerikanische Präsidentenwahl bevor, deren Ausgang durchaus Auswirkungen auf die weltpolitische Situation und damit auch auf die Weltwirtschaft haben kann. Die E-Mobilität der deutschen Automobilhersteller scheint etwas ins Stocken geraten zu sein. Alle genannten Rahmenbedingungen können die Entwicklung des Jahres 2024 mehr oder weniger stark beeinflussen.

Im Jahr 2024 wird mit einem leicht höheren Umsatz als 2023 gerechnet, da auch die Kosten auf einem leicht höheren Niveau geplant werden. Das Ergebnis vor Steuern wird entsprechend des Umsatzes leicht höher gesehen und daraus abgeleitet wird die Umsatzrendite auf einem leicht niedrigeren Niveau erwartet. Es wird eine leichte Verbesserung in der Personalintensität prognostiziert, da ein stärkerer Anstieg des Umsatzes im Verhältnis zu den Personalaufwendungen erwartet wird. Zudem wird aufgrund des leicht besser erwarteten Ergebnisses vor Steuern davon ausgegangen, dass sich das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme ebenfalls leicht verbessern wird.

Die wesentlichen Themenstellungen 2024 bleiben vergleichbar zu den Vorjahren.

Die Einkaufsorganisation monitort die Lieferanten-Preise und Performance, sichert die Belieferung der Werke mit den notwendigen Produktionsmaterialien und fokussiert sich weiterhin auf die Bildung neuer Lieferantennetzwerke um den Transformationsprozess zu unterstützten.

Die Vertriebsorganisation ist in enger Abstimmung mit den Kunden zu Preisverhandlungen und Neuaufträgen.

Das Engineering Center soll weiter ausgebaut werden. Themenschwerpunkte liegen in der Entwicklung neuer Ansätze zur CO 2 Reduzierung sowie in der Weiterentwicklung von Prozesstechnologien, die im Rahmen neuer Produktentwicklungen zum Einsatz kommen. Der Transformationsprozess der Business Unit wird weiter vorangetrieben.

Darüber hinaus wird das Thema Nachhaltigkeit, wie auch in den letzten Jahren, eine große Aufmerksamkeit erhalten.

 

Frankfurt am Main, den 3. April 2024

Dr. Klaus Lellig

Uwe Herrmann

Dirk Barschkett

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 105.249,14 63.824,12
105.249,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 165.788,10 177.336,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 161.327,58 7.145,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 215.736,71 142.723,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 241.855,08 0,00
784.707,47 327.204,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 370.272,00 370.272,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 20.000.000,00 20.000.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 574.320,52 574.320,52
20.944.592,52 20.944.592,52
21.834.549,13 21.335.621,34
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
unfertige Leistungen 1.390.425,13
1.390.425,13 656.259,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 50.503.524,33 46.682.066,20
(davon aus Lieferungen und Leistungen Euro 7.248.092,08; Vj. Euro 5.609.392,93)
2. sonstige Vermögensgegenstände 135.469,86 78.601,06
50.638.994,19 46.760.667,26
III. Guthaben bei Kreditinstituten 53.049,11 40.903,55
52.082.468,43 47.457.829,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 587.012,87 222.072,71
74.504.030,43 69.015.523,86

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 11.000.000,00 11.000.000,00
II. Kapitalrücklage 32.976.329,93 32.976.329,93
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 12.892.175,57 12.892.175,57
IV. Gewinnvortrag 2.153.544,87 763.931,96
V. Jahresüberschuss 3.225.295,77 1.389.612,91
62.247.346,14 59.022.050,37
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.297.982,00 3.248.811,00
2. Steuerrückstellungen 1.169.013,00 413.822,00
3. Sonstige Rückstellungen 4.890.182,37 4.071.538,73
9.357.177,37 7.734.171,73
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 903.168,14 567.127,90
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.426.531,87 1.155.908,10
(davon aus Lieferungen und Leistungen Euro 1.426.021,62; Vj. Euro 1.155.908,10)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 520.328,68 536.265,76
(davon aus Steuern Euro 358.400,33; Vj.: Euro 362.282,91) 2.850.028,69 2.259.301,76
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 89.302,11; Vj.: Euro 91.336,68)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 49.478,23 0,00
74.504.030,43 69.015.523,86

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 43.169.723,35 38.160.651,44
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 734.166,13 656.259,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 382.519,66 358.014,36
(davon aus Währungsumrechnung: Euro 8.841,06; Vj. Euro 11.602,01)
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe -14.419,58 0,00
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -19.621.812,10 -16.697.399,39
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.534.782,70 -2.322.626,08
(davon für Altersversorgung: Euro 181.449,02; Vj. Euro 243.278.89)
-22.156.594,80 -19.020.025,47
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -122.644,15 -93.400,65
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -21.034.479,34 -19.952.230,26
(davon aus Währungsumrechnung: Euro 9.831,59; Vj. Euro 13.986,03)
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.600.632,21 789.288,89
(davon aus verbundenen Unternehmen: Euro 1.600.632,21; Vj. Euro 789.288,89)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.341.306,07 1.380.518,49
(davon aus verbundenen Unternehmen € 2.340.838,74; Vj. Euro 1.376.702,25)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -37.805,31 -98.593,48
(davon aus Aufzinsung: Euro 36.855,00; Vj. Euro 98.435,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.551.175,33 -758.233,13
12. Ergebnis nach Steuern 3.311.228,91 1.422.249,19
13. sonstige Steuern -85.933,14 -32.636,28
14. Jahresüberschuss 3.225.295,77 1.389.612,91

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der Nemak Europe GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, geführt im Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 97127, für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Abschluss ist in EURO aufgestellt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die gewöhnliche Nutzungsdauer von regelmäßig 4-5 Jahren planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Den Abschreibungen für Sachanlagen werden im Wesentlichen betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen drei und15 Jahren in Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen zu Grunde gelegt.

Für die Zugänge des beweglichen Anlagevermögens werden die Abschreibungen ab dem Monat der Aktivierung berechnet (pro rata temporis). Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen netto EUR 250 und EUR 1.000 werden in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt, der gleichmäßig über fünf Jahre aufgelöst wird (Poolabschreibung).

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, sofern keine außerplanmäßigen Abschreibungen wegen dauerhafter Wertminderung erforderlich sind.

Bei den unfertigen Leistungen wurden die Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten alle Pflichtbestandteile nach § 255 Abs. 2 S. 2 HGB sowie die Wahlbestandteile nach § 255 Abs. 2 S. 3 HGB.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Liquide Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz berechnet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen; vom Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein kombinierter Ertragssteuersatz von 30% zugrunde. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Zum 31.12.2023 wurde der aktive Überhang an latenten Steuern nicht in der Bilanz ausgewiesen. Der aktive Überhang resultierte aus temporären Unterschieden zwischen Steuer- und Handelsbilanz im Anlagevermögen sowie bei den Pensionsrückstellungen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018G bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 187).

Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, um sämtliche zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

III. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Anlagevermögen

In den Finanzanlagen wird unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen der 1,52 %-ige Anteil an der Nemak Linz GmbH, Linz (Österreich) (nachfolgend auch "Nemak Linz"), in Höhe von TEUR 370 ausgewiesen. Nemak Linz hatte zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von TEUR 18.191 und erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 3.484.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen resultieren aus einer Darlehensgewährung an die Nemak Exterior S.L., Madrid (Spanien) (nachfolgend auch "Nemak Exterior"), mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026. Im Geschäftsjahr 2023 blieb der Darlehensbetrag mit TEUR 20.000 wie im Vorjahr.

Geleistete Mietkautionen in Höhe von TEUR 574 werden aufgrund der Langfristigkeit der Mietverträge in den sonstigen Ausleihungen ausgewiesen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel als Anlage zum Anhang.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich per 31. Dezember 2023 auf TEUR 50.504 (Vorjahr: TEUR 46.682).

Im Wesentlichen bestehen die Forderungen gegen die Nemak Exterior mit TEUR 43.255 (Vorjahr: TEUR 5.656) und die Nemak Dillingen GmbH, Dillingen, mit TEUR 667 (Vorjahr: TEUR 35.903). Daneben sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 1.846 (Vorjahr: TEUR 1.403) Forderungen aus noch nicht abgerechneten Leistungen aus dem Dezember 2023 enthalten. Forderungen gegen die Gesellschafterin Nemak S.A.B. de C.V. bestehen in Höhe von TEUR 875 (Vorjahr: TEUR 638).

Die im Vorjahr bestehende Forderung gegen die Nemak Dillingen GmbH aus einem Darlehensvertrag (Vorjahr: TEUR 35.000) und die daraus entstandenen Zinsforderungen (Vorjahr: TEUR 416) wurden im Geschäftsjahr beglichen.

Bei den ausgewiesenen Forderungen an die Nemak Exterior handelt es sich am Bilanzstichtag wie im Vorjahr nahezu ausschließlich um Cashpoolguthaben.

Allen anderen Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegen wie im Vorjahr Lieferungen und Leistungen zugrunde.

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(3) Eigenkapital

Im Eigenkapital gab es zum Vorjahr keine Veränderung im gezeichneten Kapital (TEUR 11.000), der Kapitalrücklage (TEUR 32.976) sowie der Gewinnrücklage (in Höhe von TEUR 12.892).

Der Jahresüberschuss unterliegt keiner Ausschüttungssperre, weil der Unterschiedsbetrag der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 41 durch die nach einer Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen abzüglich des Verlustvortrags vollständig abgedeckt ist.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, dass der Jahresüberschuss der Nemak Europe GmbH in Höhe von EUR 3.225.295,77 auf neue Rechnung vorgetragen wird.

(4) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Wesentlichen für Personalkosten (im Wesentlichen für Urlaub, Tantiemen und Bonuszahlungen) in Höhe von TEUR 3.866 (Vorjahr: TEUR 3.344), für sonstige ausstehende Eingangsrechnungen von TEUR 838 (Vorjahr: TEUR 568) sowie für Rechts- und Beratungsleistungen von TEUR 144 (Vorjahr: TEUR 160) gebildet.

(5) Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 1.427; Vorjahr: TEUR 1.156) entfallen im Wesentlichen auf die Gesellschafterin Nemak S.A.B. de CV (TEUR 109; Vorjahr: TEUR 113), auf die Nemak Linz (TEUR 452; Vorjahr: TEUR 392) und Nemak Polen (TEUR 367; Vorjahr: TEUR 147) und resultieren aus der Weiterberechnung eingekaufter Leistungen zwischen den Gesellschaften, die zu marktüblichen Preisen abgerechnet wurden.

(6) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse enthalten die auf Basis verschiedener Management Service Agreements mit Schwestergesellschaften abgerechneten Dienst- und sonstigen Serviceleistungen (TEUR 43.170; Vorjahr: TEUR 38.161). Die Umsätze verteilen sich folgendermaßen auf die Business Unit Europe (TEUR 31.622), davon Inland (TEUR 8.991) und Global (TEUR 11.548).

(7) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 383 (Vorjahr: TEUR 358) sind im Wesentlichen Erträge aus Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 160 und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 146 (Vorjahr: TEUR 278) enthalten.

(8) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Berichtsjahr wurden TEUR 10.912 (Vorjahr: TEUR 9.094) als Aufwendungen von verbundenen Unternehmen gebucht, die im Wesentlichen aus den Abrechnungen des Cost Sharing Agreement stammen. Die Abrechnungen erfolgten zu den vertraglich vereinbarten Bedingungen.

Des Weiteren enthalten die betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen, die in der unten aufgeführten Tabelle stehenden Dienstleistungen.

2023
in TEUR
2022
in TEUR
Aufwendungen aus konzerninternen Belastungen 10.912 9.094
Miet- und Leasingaufwendungen 2.196 1.983
Rechts- und Beratungskosten 1.146 1.574
Reise- und Repräsentationskosten 1.894 1.531
IT Lizenzen und Gebühren 1.271 1.338
EDV-Service und Telekommunikation 1.205 935
Weiterbildungen und Personalbeschaffungsmaßnahmen 209 227
Sonstiges 2.201 3.270
Gesamt sonstige betriebliche Aufwendungen 21.034 19.952

(9) Zinsergebnis und Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Der Zinsertrag aus verbundenen Unternehmen aus einer Darlehensgewährung an die Nemak Dillingen GmbH sowie der Ausleihung an die Nemak Exterior betrug TEUR 3.941 (Vorjahr: TEUR 2.166).

Die Zinskomponenten aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sind im Zinsaufwand ausgewiesen. Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 98). Andere Ergebniseffekte, z. B. aus der Änderung der biometrischen Annahmen (versicherungsmathematische Parameter), werden hingegen im Personalaufwand abgebildet.

(10) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand des laufenden Jahres betrug TEUR 1.551 (Vorjahr: TEUR 758).

IV. SONSTIGE ANGABEN

(1) Haftungsverhältnisse

Zum Stichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

(2) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen nicht abgerechneten Einkaufsverpflichtungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nr. 3a HGB aus Mieten und Leasingraten bestanden zum Bilanzstichtag nachfolgende:

2023
in TEUR
Fälligkeit bis zu 1 Jahr 1.937
Fälligkeit >1 bis 5 Jahre 4.950
Gesamt sonstige finanzielle Verpflichtungen 6.887

Daneben bestehen Mietverträge mit unbefristeter Laufzeit, aus denen sich (vorbehaltlich künftiger Mietanpassungen) jährliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 70 ergeben, diese sind in der Gesamtsumme enthalten. Die Kündigungsfristen betragen zwischen einem und zwölf Monaten.

Das Bestellobligo für Investitionen in das Anlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 509.

(3) Angaben zur Mindestbesteuerung

Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG sind große multinationale Unternehmensgruppen (Umsatzerlöse von mehr als 750 Mio. EUR) verpflichtet, einen Mindeststeuersatz von 15% auf die Einkünfte zu zahlen, die in jedem der Länder, in denen sie tätig sind, erzielt werden. Die Nemak Europe GmbH unterliegt diesen Vorschriften, wobei die früheste Anwendung am 1. Januar 2024 beginnt. Vorabanalysen haben ergeben, dass keine Mehrsteuern für die Gesellschaft zu erwarten sind. Es ist geplant die Safe-Harbour-Übergangsregelung in Anspruch zu nehmen. Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich kein tatsächlicher Steueraufwand oder -ertrag i.S.d. § 285 Nr. 30a HGB.

(4) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

(5) Organe

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Dr. Klaus Lellig, Diplom-Ingenieur, Wallerfangen, Business Unit Director Europe & Asia

Uwe Herrmann, Diplom-Kaufmann, Dörsdorf, Finance & Administration Director Europe & Asia

Dirk Barschkett, Diplom-Kaufmann, Lohmar, Vice President Sales & Marketing

Eine Angabe der Geschäftsführerbezüge erfolgt unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB nicht.

Im Geschäftsjahr und den vorangegangenen Geschäftsjahren wurden keine Vorschüsse und / oder Kredite an die Mitglieder der Geschäftsführung gewährt.

(6) Mitarbeiterzahl

Während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich:

2023 2022
Angestellte (Inland) 131 118
Angestellte (Ausland) 5 6
136 124

(7) Konzernabschluss

Die Nemak Europe GmbH ist eine 100%-ige Tochter der Nemak S.A.B. de C.V., Garcia (Mexiko). Die Nemak SAB de C.V. ist die Konzernobergesellschaft und stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss für die Nemak S.A.B. de C.V. wird durch die mexikanische Wertpapierbörse elektronisch veröffentlicht (https://www.bmv.com).

(8) Angabe des Gesamthonorars für den Abschlussprüfer

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Mannheim, zum Abschlussprüfer bestellt.

Für die Abschlussprüfung des Geschäftsjahres 2023 fielen Aufwendungen in Höhe von TEUR 26 an.

 

Frankfurt am Main, den 3. April 2024

Nemak Europe GmbH

Dr. Klaus Lellig

Uwe Herrmann

Dirk Barschkett

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023

Bilanzposition Anschaffungskosten
01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge lfd.Jahr
Euro
31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 855.894,41 67.160,00 0,00 923.054,41
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 855.894,41 67.160,00 0,00 923.054,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 812.551,24 0,00 0,00 812.551,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 71.450,00 172.438,48 0,00 243.888,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.059.602,06 140.118,38 0,00 1.199.720,44
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 241.855,08 0,00 241.855,08
Summe Sachanlagen 1.943.603,30 554.411,94 0,00 2.498.015,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 370.272,00 0,00 0,00 370.272,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 20.000.000,00 0,00 0,00 20.000.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 574.320,52 0,00 0,00 574.320,52
Summe Finanzanlagen 20.944.592,52 0,00 0,00 20.944.592,52
SUMME 23.744.090,23 621.571,94 0,00 24.365.662,17
Bilanzposition Abschreibungen
01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge Migration
Euro
Abgänge lfd Jahr
Euro
31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 792.070,29 25.734,98 0,00 817.805,27
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 792.070,29 25.734,98 0,00 817.805,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 635.214,95 11.548,19 0,00 646.763,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 64.305,00 18.255,90 0,00 82.560,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 916.878,65 67.105,08 0,00 983.983,73
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.616.398,60 96.909,17 0,00 1.713.307,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME 2.408.468,89 122.644,15 0,00 2.531.113,04
Bilanzposition Buchwerte
31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 105.249,14 63.824,12
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 105.249,14 63.824,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 165.788,10 177.336,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 161.327,58 7.145,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 215.736,71 142.723,41
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 241.855,08 0,00
Summe Sachanlagen 784.707,47 327.204,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 370.272,00 370.272,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 20.000.000,00 20.000.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 574.320,52 574.320,52
Summe Finanzanlagen 20.944.592,52 20.944.592,52
SUMME 21.834.549,13 21.335.621,34

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Nemak Europe GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Nemak Europe GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nemak Europe GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen des Unternehmens bzw. von dessen Teilbereichen ein, um Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Jahresabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 3. April 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Paul, Wirtschaftsprüfer

Boris Branski, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 29. Juli 2024 festgestellt.

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