Auricher Werte GmbH
Kornkamp 52, 26605 Aurich, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sofia, geb. Ossianli Hinrichs seit 12.1.2024 | Prokura |
Uwe de Vries seit 18.7.2022 | Geschäftsführer |
Jörg Busboom seit 18.7.2017 | Geschäftsführer |
Andy Baedeker seit 13.7.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Auricher Werte GmbHAurichJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023Auricher Werte GmbHAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2023Auricher Werte GmbH
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023Auricher Werte GmbH1. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Aurich und ist eingetragen beim Amtsgericht Aurich unter HRB 202865. Sie ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB). Gegenstand des Unternehmens ist die externe Verwaltung von inländischen Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen oder ausländischen AIF (kollektive Vermögensverwaltung), die mit den im Folgenden aufgeführten inländischen Investmentvermögen vergleichbar sind. Folgende inländische Investmentvermögen sind Gegenstand der kollektiven Vermögensverwaltung: a) Geschlossene inländische Publikums-AIF gemäß §§ 261 ff. KAGB, welche gemäß ihren Anlagebedingungen in Vermögensgegenstände gemäß § 261 Abs. 1 Nr. 1, 3, 4, 5, 6 und 7 KAGB investieren, mit den Beschränkungen, dass im Fall von § 261 Abs. 1 Nr. 6 die Ausführungen zu Nr. 1 b) des Unternehmensgegenstandes gelten, im Fall von § 261 Abs. 1 Nr. 7 KAGB nur Geldmarktinstrumente nach § 194 und Bankguthaben nach § 195 KAGB eingeschlossen sind und in den Fällen von § 261 Abs. 1 Nr. 1 und 3 bis 5 KAGB in folgende Sachwerte investiert wird: I. Immobilien, einschließlich Wald, Forst- und Agrarland (§ 261 Abs. 2 Nr. 1 KAGB); II. Schiffe, Schiffsaufbauten, Schiffsbestand- und -ersatzteile (§ 261 Abs. 2 Nr. 2 KAGB); III. Anlagen zur Erzeugung, zum Transport und zur Speicherung von Strom, Gas oder Wärme aus erneuerbaren Energien (§ 261 Abs. 2 Nr. 4 KAGB); IV. Fahrzeuge, die im Rahmen der Elektromobilität genutzt werden (§ 261 Abs. 2 Nr. 6 KAGB); V. für Vermögensgegenstände im Sinne des § 261 Abs. 2 Nr. 2, 4 und 6 KAGB genutzte Infrastruktur (§ 261 Abs. 2 Nr. 8 KAGB). b) Geschlossene inländische Spezial-AIF gemäß §§ 285 ff. KAGB welche gemäß ihren Anlagebedingungen in Vermögensgegenstände gem. § 261 Abs. 1 Nr. 1, 3, 4, 5, 6 und 7 KAGB sowie Investmentvermögen, die vor Inkrafttreten des KAGB begründet wurden, nach § 353 KAGB nicht unter die Regelungen des KAGB fallen und die zusätzlich direkt/indirekt in Vermögensgegenstände gemäß § 261 Abs. 2 Nr. 1, 2, 4, 6 und 7 KAGB investieren, mit den Beschränkungen, dass im Fall von § 261 Abs. 1 Nr. 7 KAGB nur Geldmarktinstrumente nach § 194 und Bankguthaben nach § 195 KAGB eingeschlossen sind und in den Fällen von § 261 Abs. 1 Nr. 1 und 3 bis 6 KAGB in folgende Sachwerte investiert wird : I. Immobilien, einschließlich Wald, Forst- und Agrarland (§ 261 Abs. 2 Nr. 1 KAGB); II. Schiffe, Schiffsaufbauten, Schiffsbestand- und -ersatzteile (§ 261 Abs. 2 Nr. 2 KAGB); III. Anlagen zur Erzeugung, zum Transport und zur Speicherung von Strom, Gas oder Wärme aus erneuerbaren Energien (§ 261 Abs. 2 Nr. 4 KAGB); IV. Fahrzeuge, die im Rahmen der Elektromobilität genutzt werden (§ 261 Abs. 2 Nr. 6 KAGB); V. für Vermögensgegenstände im Sinne des § 261 Abs. 2 Nr. 2, 4 und 6 KAGB genutzte Infrastruktur (§ 261 Abs. 2 Nr. 8 KAGB). Der Jahresabschluss der Auricher Werte GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde entsprechend dem für Kapitalverwaltungsgesellschaften geltenden Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Rechnungslegungsverordnung für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gliederung erfolgte entsprechend der Formblätter 1 (Bilanz) und 3 (Gewinn- und Verlustrechnung; Staffelform) der RechKredV. Der Jahresabschluss enthält keine Posten, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens (Going-Concern-Prinzip). Die Vermögensgegenstände wurden einzeln bewertet. Posten der Aktivseite wurden nicht mit Posten der Passivseite, Erträge nicht mit Aufwendungen saldiert. Aufwendungen und Erträge wurden periodengerecht abgegrenzt. Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag bilanziert. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Die Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages passiviert worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. II. Erläuterungen zur Bilanz Bezüglich der Forderungen an Kunden handelt es sich im Wesentlichen um Vergütungen betreffend die laufende Verwaltung, Initialkosten und Transaktionskosten gegen:
Es handelt sich ausschließlich um Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu drei Monaten. Die Sachanlagen betreffen Geschäftsausstattung. Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem nachfolgenden Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023 dargestellt:
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuerrückforderungen für das Wirtschaftsjahr 2023. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen an Gesellschafter in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.366,70) enthalten Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen folgende Posten:
In den sonstigen Verbindlichkeiten waren Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 9.995,90 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten. Das Stammkapital beträgt EUR 125.000,00. Im Bilanzgewinn ist der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 1.095,9 einbezogen. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Provisionserträge und Provisionsaufwendungen stehen im Zusammenhang mit den von der Gesellschaft als KVG verwalteten Investmentvermögen. Die Provisionserträge enthalten im Wesentlichen Vermittlungs-, Transaktions- und Verwaltungsvergütungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen die Weiterbelastung von Kosten TEUR 67, Sachbezüge in Höhe von TEUR 42 und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 22. In den Aufwendungen für Löhne und Gehälter sind durch die ÖKORENTA Invest GmbH weiterbelastete Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 301 enthalten. Im Gesamtbetrag der Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung enthalten in Höhe von EUR 21.166,47 (Vorjahr: EUR 18.354,32). Die anderen Verwaltungsaufwendungen entfallen im Wesentlichen auf:
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2023. IV. Ergänzende Angaben 1. Haftungsverhältnisse Die unter der Bilanz angegebenen Eventualverbindlichkeiten betreffen eine Rückbürgschaft in Höhe von TEUR 200, die der Besicherung von Bankforderungen gegenüber der ÖKORENTA Verwaltungs GmbH dient. Diese Bankforderungen können insbesondere aus Bürgschaften der Bank gegenüber Vertragspartnern eines von der Auricher Werte GmbH aufgelegten Fonds resultieren. Diese Bankbürgschaften dienen der Besicherung von Freihalteforderungen aus Kaufverträgen betreffend Rückzahlungsrisiken aus öffentlichen Zuwendungen, bspw. auf Grund Nichteinhaltung von Förderkriterien. Die Auricher Werte GmbH schätzt diese Rückzahlungsrisiken als sehr gering ein und geht insbesondere von der Einhaltung von Förderkriterien aus, so dass mit einer Inanspruchnahme der Auricher Werte GmbH aus deren Rückbürgschaft nicht gerechnet wird. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf TEUR 5.584. Davon entfallen TEUR 4.791 auf die ÖKORENTA Finanz GmbH, TEUR 736 auf die ÖKORENTA GmbH und TEUR 57 auf die tg Immobilien GmbH & Co. KG. 3. Organe und damit verbundene Angaben Geschäftsführer waren während des Berichtsjahres bestellt, bzw. sind zur Zeit:
Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr:
4. Bezüge Den Mitgliedern der Geschäftsführung wurden im Geschäftsjahr Tätigkeitsvergütungen von insgesamt TEUR 568 gewährt. Den Aufsichtsräten wurden TEUR 48 Vergütung gewährt. 5. Name und Sitz des Mutterunternehmens Die Anteile der Gesellschaft werden zu 100% von der ÖKORENTA Invest GmbH, Aurich, gehalten. 6. Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen gem. § 285 Nr. 21 HGB
7. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Anteilsbesitz
9. Sonstiges Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 21 Arbeitnehmer beschäftigt. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 28, davon entfallen TEUR 25 auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 3 auf sonstige Leistungen. 10. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.
Aurich, den 22. Mai 2024 gez. Andy Bädeker gez. Jörg Busboom gez. Ingo Schölzel gez. Uwe de Vries Der Jahresabschluss 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung am 25. Juni 2024 festgestellt. LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023der Auricher Werte GmbH1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die Auricher Werte GmbH (nachfolgend kurz "AW") ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) im Sinne des Kapitalanlageanlagegesetzbuches (KAGB). Gegenstand des Unternehmens ist die externe Verwaltung von inländischen Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen oder ausländischen AIF (kollektive Vermögensverwaltung), die den möglichen inländischen Investmentvermögen vergleichbar sind. Die Auricher Werte GmbH hat von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am 05.03.2018 die Erlaubnis für eine Tätigkeit als Kapitalverwaltungsgesellschaft gem. §§ 20, 22 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) erhalten. Die erteilte Erlaubnis erstreckt sich auf die Verwaltung von geschlossenen inländischen Publikums-AIF sowie geschlossenen Spezial-AIF der Assetklassen Elektromobilität und zugehörige Infrastruktur, Erneuerbare Energien, Immobilie und Schiff. Die KVG darf insbesondere für geschlossene Spezial-AIF gemäß §§ 285 ff. KAGB in Altfonds investieren, die direkt/indirekt in Vermögensgegenstände gem. § 261 Abs. 2 Nr. 4 KAGB investieren. 1.2 Ziele und Strategien Die Auricher Werte GmbH hat das Ziel, ihr Profil als nachhaltiger Anbieter von KAGB-konformen Investmentvermögen stetig auszubauen. Ihr Risiko- und Portfoliomanagement genügt qualitativen und regulatorischen Anforderungen bestehender und zukünftiger AIF. Die langjährige Expertise soll für die kontinuierliche Angebotserweiterung von soliden und vermögensmehrenden Kapitalanlagen für Anleger und Investoren genutzt werden. Die AW strebt in jedweder Hinsicht langfristige Beziehungen zu Kunden, Partnern und Mitarbeitern an. Diese Faktoren werden als Basis für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung gesehen. 1.3 Steuerungssystem Die kollektive Vermögensverwaltung umfasst, unabhängig von der grundsätzlichen Gesamtverantwortung der Geschäftsführung, das Portfoliomanagement und das Risikomanagement. Das Risikomanagement ist von den operativen Bereichen hierarchisch und funktionell unabhängig. Das Risikomanagementsystem gewährleistet, dass die für die jeweiligen Anlagestrategien wesentlichen Risiken der Investmentvermögen sowie der wesentlichen Risiken für die AW selbst jederzeit erfasst, gemessen, gesteuert und überwacht werden können. Daneben umfasst die Organisation die Kompetenzen im Hinblick auf Compliance, Geldwäsche, Meldewesen und Datenschutz. Im August 2017 wurden die Bereiche Interne Revision, Compliance und Datenschutz sowie Geldwäschebekämpfung/Betrugsprävention auf die VIVACIS Consulting GmbH, Bad Homburg, ausgelagert. Die VIVACIS Consulting GmbH verfügt über besondere Fachexpertise und langjährige Erfahrung in den genannten Funktionen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Branchenbezogene Rahmenbedingungen 2023 war von geopolitischen Krisen, der anhaltenden Inflation und der Rückkehr der Zinsen geprägt. [1] Am Ende erzielte die Fondsbranche dennoch einen Mittelzufluss von 52 (Vj. 67) Milliarden EUR an. Davon flossen 5,0 (Vj. 7,8) Milliarden EUR in geschlossene Fonds, wobei nicht alle Assetklassen gleichmäßig vom Zuwachs profitierten. Das Nettovermögen geschlossener Fonds stieg auf 53,6 (Vj. 51,5) Milliarden Euro. [2] Im Markt für geschlossene alternative Investmentfonds (AIF) für Privatanleger lag das prospektierte Angebotsvolumen bei 720 Millionen Euro, während es im Jahr zuvor noch 1,26 Milliarden Euro betragen hatte. Es war damit so niedrig wie seit sechs Jahren nicht. Als Gründe nennt die Ratingagentur Scope die Folgen des Ukraine-Kriegs, den Anstieg von Inflation und Baukosten, hohe Energiekosten und vor allem das gestiegene Zinsniveau. Das erhöhte Zinsniveau verteuerte die Finanzierungen, was die Renditen von neu zu strukturierenden Fonds schmälerte. Zudem sei der Immobilien-Transaktionsmarkt wegen der gestiegenen Zinsen eingebrochen. Auch die geringe Anzahl an großvolumigen Fonds belastete die Emissionszahlen. Unter dem Neuangebot 2023 waren nur fünf Produkte mit einem Eigenkapital von mehr als 50 Millionen Euro. Insgesamt wurden 18 Publikums-AIF von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zum Vertrieb zugelassen - drei weniger als 2022. Das platzierte Eigenkapital lag bei 683 Millionen Euro (Vj. 1,2 Milliarden EUR). In die Assetklasse Immobilien flossen 422 Millionen Euro, in Private Equity 156 Millionen Euro und in das Segment Erneuerbare Energien 84 Millionen Euro. [3] 2.2 Produktbezogene Rahmenbedingungen: Bereich Erneuerbare Energien Die Auricher Werte GmbH hatte in 2023 den ÖKORENTA Erneuerbare Energien 14 geschlossene Investment GmbH & Co. KG und ÖKORENTA ÖKOstabil 15 geschlossene Investment GmbH & Co. KG im Vertrieb. Vertriebsunterstützend wirkten in 2023 die hohen Ausschüttungen der ÖKORENTA Bestandsfonds, die in besonderem Maße von den stark gestiegenen Strompreisen in 2022 in Folge des Kriegs Russlands gegen die Ukraine profitierten. Produktseitig gab es zudem wenig direkt vergleichbare Angebote, wie es im Segment der Erneuerbaren Energien im Vergleich zur Immobilienseite ohnehin deutlich weniger Emittenten gibt. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien erreichte in 2023 einen Rekordanteil von 57,1 Prozent. [4] Bei Wind- und Solarstrom wurden 2023 neue Bestwerte erzielt, was bei Wind auf das im Vergleich zum Vorjahr deutlich bessere Windjahr zurückzuführen ist. Bei Solar lag die Sonneneinstrahlung im Vorjahresvergleich etwas niedriger, wurde aber durch den Ausbau der Erzeugungskapazitäten überkompensiert. Mit ca. 14 Gigawatt war der Zubau erstmals zweistellig und übertraf das Ausbauziel für 2023 der Bundesregierung deutlich. Bei einer Fortsetzung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien in diesem Tempo, kann Deutschland seine Klimaschutzziele im Energiebereich bis 2030 erreichen. [5] Der Zugang zu Assets aus Erneuerbaren Energien hat sich folgerichtig insbesondere im Solarbereich spürbar verbessert, das Angebot im Windbereich bleibt vorerst eingeschränkt und dementsprechend hart umworben. Die Herausforderungen im Wind- und Solarbereich ist inzwischen die Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Projekte zu gewährleisten. Hier kumulieren die Effekte aus Inflation, Verfügbarkeit insbesondere im Windbereich und gestiegenen Zinsen sowohl auf der Fremdkapitalseite wie auch in der Renditeerwartung der Anleger. 2.3 Produktbezogene Rahmenbedingungen: Bereich nachhaltige Infrastruktur Der Erfolg des Geschäftsmodells Ladeinfrastruktur korreliert unmittelbar mit der Verbreitung von E-Autos. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist das Ziel von fünfzehn Millionen Elektrofahrzeugen auf deutschen Straßen bis zum Jahr 2030 ausgegeben, an dem die Regierung trotz Anzeichen auf eine sich abschwächende Nachfrage festhält. [6] Dieses Ziel gilt inzwischen als unerreichbar; Experten sehen eher 7 bis 8 Millionen und im besten Fall eine zweistellige Zahl bis 2030. [7] In 2023 wurden etwa 524.000 vollelektrische Pkw zugelassen, was einem Zuwachs von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (2022: 471.000) entspricht. Angesichts konjunktureller Risiken, der vorzeitigen Beendigung der Kaufprämie für Elektroautos und weiterhin mangelnder preisgünstiger Modelle rechnen die Analysen für das Jahr 2024 mit rückläufigen BEV-Neuzulassungen in einer Spanne zwischen 430.000 bis 480.000 Pkw. [8] Ab 2025 sollen kostengünstigere Volumenmodelle verfügbar sein, die für eine höhere Nachfrage sorgen sollen. 2.4 Geschäftsverlauf Die Auricher Werte GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 die Vermögensverwaltung für 22 alternative Investmentvermögen (AIF) erbracht. Das verwaltete Investmentvermögen der AIFs steigerte sich um weitere 101,0 Mio. EUR gegenüber zum Vorjahr auf insgesamt 324,1 Mio. Euro (ohne doppelstöckige Erfassung). Zu diesem Anstieg trugen der Publikums-AIF ÖKORENTA Erneuerbare Energien 14 geschlossene Investment GmbH & Co. KG und der Spezial-AIF ÖKORENTA ÖKOstabil 15 geschlossene Investment GmbH & Co. KG bei mit einem in 2023 eingesammelten Eigenkapital von insgesamt rund 52 Mio. Euro bis zum 31. Dezember 2023. Die Einwerbungsziele wurden damit sogar übererfüllt. Die durch den Ukraine-Krieg erlangte Erkenntnis der Notwendigkeit des beschleunigten Ausbaus Erneuerbarer Energien hat bereits in 2022 zu einer höheren Investitionsdynamik geführt. Diesen Schwung hat die Auricher Werte GmbH in das neue Geschäftsjahr mitgenommen. Diskussionen zum Heizungsgesetz Anfang 2023, der allgemeinen wirtschaftlichen Stagnation und Inflationsentwicklung, den weltpolitisch zunehmenden Spannungen sowie den Negativ-Meldungen aus der Immobilien(fonds-)-Branche führten zu einer zwischenzeitlichen Zeichnungszurückhaltung, die sich im Jahresendgeschäft wieder umkehrte und zu starken Zeichnungen der sich im Vertrieb befindlichen AIFs ÖKORENTA Erneuerbare Energien 14 geschlossene Investment GmbH & Co. KG und ÖKORENTA ÖKOstabil 15 geschlossene Investment GmbH & Co. KG führte. Erneuerbare Energien bewegen Anleger aus verschiedensten Gründen. Die Einstufung nach Art. 9 der Verordnung (EU) 2020/852 (EU-Taxonomie-Verordnung) als besonders nachhaltiges bzw. grünes Produkt werden im Bereich der Retail- und Semiprofessionellen Anleger nicht zwingend als wesentliches Kaufargument wahrgenommen, denn der Anleger nimmt Erneuerbare Energie-Investments ohnehin für sich als nachhaltig war. Die dargestellten Marktentwicklungen spiegeln sich im Assetankauf für die AIFs wieder. Zwar kommen inzwischen spürbar mehr Assets auf den Markt, allerdings fast ausschließlich Solaranlagen bzw. -parks. Bei anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenparametern wie Inflation, gestiegenen Fremdkapitalzinsen und im Jahresverlauf sinkenden Stromerlösen herrscht nach wie vor ein intensiver Investoren-Wettbewerb um rentierliche Assets im Segment der Erneuerbaren Energien. Die Ankaufsziele wurden daher verfehlt. Das Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um rd. -306 TEUR auf rd. 750 TEUR (Vorjahr: 1.056 TEUR) und lag unter den Planungen. In Summe gestiegenen Erträgen aus der laufenden Verwaltung bestehender AIFs (+ 487 TEUR ggü. Vj.), gestiegenen Erträgen aus Eigenkapitalvermittlung (+1.872 TEUR ggü. Vj.) und aus unter den Planungen liegenden Ankaufsvergütungen (-1.035 EUR ggü. Vj.) standen gestiegene Aufwendungen gegenüber. Die Gesamtaufwendungen vor Steuern sind im Geschäftsjahr 2023 mit 8.341 TEUR um rund 29,8 Prozent bzw. 1.914 TEUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen, maßgeblich verursacht durch den Anstieg der Provisionsaufwendungen um 58,4 Prozent bzw. 1.979 TEUR aufgrund des Platzierungserfolgs der ÖKORENTA Erneuerbare Energien 14 geschlossene Investment GmbH & Co. KG und gestiegener Aufwendungen in Zusammenhang mit Asset-Ankäufen. Der Personalaufwand stieg leicht um 10,8 Prozent bzw. 170 TEUR, die anderen Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich um 16,5 Prozent bzw. -242 TEUR. Mit dieser Entwicklung haben sich die Erwartungen der AW im Geschäftsjahr 2023 nicht vollständig erfüllt. Am 31. Dezember 2023 verwaltete die AW die nachfolgenden Publikums- und Spezial-Investmentvermögen: ÖKORENTA Erneuerbare Energien VIII geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA Erneuerbare Energien IX geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA Erneuerbare Energien 10 geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA Erneuerbare Energien 11 geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA Erneuerbare Energien 12 geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA Erneuerbare Energien 14 geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA Infrastruktur 13E geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA Neue Energien ÖKOstabil I geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA Neue Energien ÖKOstabil II geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA Neue Energien ÖKOstabil III geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA Neue Energien ÖKOstabil IV geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA Neue Energien ÖKOstabil V geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA Neue Energien ÖKOstabil VI geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA ÖKOstabil 7 geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA ÖKOstabil 8 geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA ÖKOstabil 9 geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA ÖKOstabil 10 geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA ÖKOstabil 11 geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA ÖKOstabil 14.1 geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA ÖKOstabil 14.2 geschlossene Investment GmbH & Co. KG ÖKORENTA ÖKOstabil 15 geschlossene Investment GmbH & Co. KG W & S ÖKORENTA I geschlossene Investment GmbH & Co. KG 2.5 Lage der Gesellschaft 2.5.1 Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2023 sind die Provisionserträge mit rund TEUR 9.218 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 7.894) um TEUR 1.324 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Einnahmen aus Initialkosten um TEUR 1.872 auf TEUR 5.020 (Vorjahr: TEUR 3.148). Desweiteren erhöhten sich die laufenden Vergütungen um TEUR 487 auf TEUR 2.457 (Vorjahr: TEUR 1.970) durch Zunahme der verwalteten AlFs und der damit verbundenen Erhöhung des verwaltenden Vermögens. Die Einnahmen aus Transaktionskosten sanken gegenüber dem Vorjahr um TEUR -1.035 auf TEUR 1.741. Von den Provisionsaufwendungen entfielen auf Eigenkapitalvermittlung TEUR 4.477 (Vorjahr: TEUR 2.778), auf Bestandsprovisionen TEUR 558 (Vorjahr: TEUR 436) und auf Aufwendungen für bezogenen Dienstleistungen in Zusammenhang mit Bewertungen in Höhe von TEUR 332 (Vorjahr: TEUR 163). Damit verringerte sich das Provisionsergebnis - trotz insgesamt gestiegener Provisionserträge - um TEUR 654 auf TEUR 3.851. Dafür ursächlich war insbesondere der Rückgang von Ankaufsvergütungen um TEUR 1.035. Der Anstieg des Personalaufwands ist durch den Anstieg der Miterarbeiteranzahl beeinflusst. Der Rückgang der anderen Verwaltungsaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus dem Anfall der Art nach einmaliger Beratungsaufwendungen im Vorjahr. Aufgrund des gesunkenen Ergebnisses vor Steuern verringerten sich die Steuern vom Einkommen und Ertrag um TEUR 140 auf TEUR 315 (Vorjahr: TEUR 455). 2.5.2 Finanzlage In der nachfolgenden Darstellung werden die zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelbestandes aufgezeigt.
Der Finanzmittelbestand betrug am Bilanzstichtag TEUR 1.677 und beinhaltet u.a. die nach § 25 KAGB jederzeit vorzuhaltenden Eigenmittel, welche auf einem separaten Konto hinterlegt sind. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gesichert. 2.5.3 Vermögenslage Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um TEUR 65 erhöht. Der Anstieg resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen an Kunden um TEUR 121 und auf der Passivseite im Wesentlichen aus der Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 786, wobei sich die Rückstellungen um TEUR 970 verringerten. Der Rückgang der Rückstellungen betraf insbesondere Steuerrückstellungen. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten betraf insbesondere Vertriebsaufwendungen und bezogene Bewertungsdienstleistungen. Der Anstieg des Eigenkapitals resultiert aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres abzüglich (Vorab-)Ausschüttungen in Höhe von TEUR 500. Die Eigenkapitalquote im Verhältnis zur Bilanzsumme beträgt 43,3% (Vorjahr 36,7%). 2.6 Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Insgesamt beurteilt die Geschäftsleitung die Vermögenslage als zufriedenstellend. Trotz der geringeren Umsätze aus Assetankäufen gegenüber der Jahresplanung beurteilt die Geschäftsleitung der AW die Finanz- und Ertragslage als zufriedenstellend. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gesichert. 3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 3.1 Risikobericht Risikomanagementsystem Die Geschäftsleitung der AW legt jährlich eine zur Geschäftsstrategie konsistente Risikostrategie fest. Aus ihr werden die Risikoprofile und Risikolimits abgeleitet, die im Zuge des Risikomanagementprozesses fortwährend zu überwachen sind. Die Risikostrategie der AW ist darauf ausgerichtet, Risiken zu operationalisieren und aktiv zu steuern. Mit Hilfe von für alle Mitarbeiter transparenten Prozessen und Systemen ist die frühzeitige Identifikation von Risiken und die zeitnahe Einleitung von Gegenmaßnahmen gewährleistet. Im Rahmen der Risikosteuerung werden alle im Verlauf des Risikomanagementprozesses identifizierten und als wesentlich bewertete Risiken durch geeignete Maßnahmen gesteuert. Die eingesetzten Maßnahmen tragen dabei gleichermaßen zu einer Optimierung des Chancen-Risiko-Verhältnisses und zur Einhaltung gesetzlicher bzw. interner Risikovorgaben bei. Der Risikomanagementprozess der AW ist unterteilt in die Teilprozesse Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken sowie deren Kommunikation. Es wird zwischen den Risikoarten Marktpreisrisiko, Adressrisiko, Liquiditätsrisiko, operationelles Risiko und strategisches Risiko unterschieden. Ad-hoc-Risikomeldungen bei plötzlich auftretenden Risikoveränderungen ergänzen den Prozess. Sie sind in unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit außergewöhnlichen Vorfällen zu erstellen. Darunter können vor allem Überschreitungen von definierten Schwellenwerten verstanden werden. Ad-hoc Risikomeldungen stellen sicher, dass wesentliche, zwischen zwei Turnusmeldungen identifizierte Risiken oder erhebliche Veränderungen der Risikosituation zeitnah an das Risikomanagement und die Geschäftsführung gemeldet werden. Die Identifikation von Risiken stellt den Ausgangspunkt für einen funktionsfähigen Risikomanagementprozess dar, da nur wahrgenommene Risiken bewertet werden können. Die Risikoidentifizierung erfolgt jährlich im Rahmen einer Risikoinventur durch die Risiko-Verantwortlichen und mündet in einen Risikokatalog für die KVG und jeden einzelnen AIF. Für alle Risiken wird von den Verantwortlichen anhand festgelegter Methoden und Verfahren eingeschätzt, mit welcher Eintrittswahrscheinlichkeit die identifizierten Risiken eintreten können und welche potenziellen Schäden mit ihnen für die KVG und den von ihr verwalteten Fonds einhergehen. Daraus ergibt sich eine Einschätzung bezüglich der Quantifizierung und Gewichtung eines Risikos. Im Zuge der Risikosteuerung und Überwachung wird geprüft, ob die vorhandenen Maßnahmen ausreichend sind, um das bestehende Gefährdungspotential wirksam zurückzuführen. Die regelmäßige Berichterstattung und Dokumentation der Risiken an die Unternehmensleitung ist ein wesentlicher Eckpunkt für einen funktionierenden Überwachungskreislauf. Zur Unterstützung werden Frühwarnindikatoren festgelegt und überwacht. Es wird auf ein Risikomanagementsystem zurückgegriffen, das die aktuellen gesetzlichen Anforderungen erfüllt. In ihm werden alle relevanten Risikoarten und alle Phasen des o.a. Risikomanagementprozesses erfasst. Der Geschäftsführung ist es so möglich, sich jederzeit einen Überblick über die wesentlichen Risiken verschaffen, diese zu beurteilen und die erforderlichen Maßnahmen zu ihrer Begrenzung zu ergreifen. Als prozessunabhängige Kontrollinstanz gewährleistet die interne Revision der AW die Einhaltung der internen Kontrollverfahren und überprüft die Wirksamkeit des gesamten Risikomanagement-Prozesses. Marktrisiken Das Geschäftsmodell der AW ist auf die Konzeption KAGB-konformer AIFs, deren Portfolioverwaltung und Risikomanagement sowie die mögliche Erbringung von Service-KVG-Leistungen ausgerichtet. Vergütungen erhält die Auricher Werte GmbH aus der laufenden Verwaltung bestehender AIFs, die zwar gedeckelt, aber auch von der NAV-Entwicklung der Investmentvermögen abhängig sind. Veränderungen der NAV-Entwicklung aufgrund von Markteinflüssen können damit auch Auswirkungen auf die laufenden Erträge der Gesellschaft haben. Zum Ergebnis trägt das Volumen neu eingeworbener Mittel von Anlegern bei, Ergebnistreiber ist deren Investition in werthaltige Assets aus Erneuerbaren Energien. Die Investitionsbereitschaft von Anlegern setzt Produkte voraus, die marktgängig sind. Gestiegene Zinsen haben in 2023 Anlagealternativen entstehen lassen, die die Zeichnungsbereitschaft vorübergehend hat sinken lassen. Eine mangelnde Zugriffsmöglichkeit auf Sachwerte und Beteiligungen und damit geringeres Ankaufsvolumen sowie eine fehlende Investitionsbereitschaft auf Seiten der Anleger hätten erhebliche Auswirkungen auf den zukünftigen Cash Flow sowie die Ertragslage der Gesellschaft. Die AW steht zudem mit anderen Kapitalverwaltungsgesellschaften im Wettbewerb, wenngleich die Assetklasse Erneuerbare Energien grundsätzlich weniger Wettbewerber gegenüber der Assetklasse Immobilien aufweist. Zu konstatieren ist, dass sich 2022/2023 die wirtschaftlichen Rahmenparameter höchst volatil entwickelt haben. Stark gestiegenen Strompreisen in 2022 standen ein fast ebenso starkes Absinken in 2023 gegenüber verbunden mit hohen Inflationsraten und Zinssteigerungen. Dies erschwert verlässliche Vorhersagen auch bei zugekauften Prognosen, die die Basis verwendeter Berechnungs- und Szenariomodelle bilden. Mit dem Ladesäulen-Infrastrukturfonds wurde eine Nische besetzt, die, da von noch nicht vielen Marktteilnehmern durchdrungen, Wachstumschancen bietet, aber aufgrund fehlender Erfahrungswerte und Performancehistorie und einer derzeitigen unter den Erwartungen liegenden Entwicklung mit politischen Entscheidungen, die nicht unterstützend wirken, auch erhebliche Risiken beinhaltet. Zu den politischen Entscheidungen zählen die überraschende Über-Nacht-Streichung der E-Auto-Förderung im Dezember 2023, die Streichung des KfW Förderprogramms "Solarstrom für Elektroautos" und der Beschluss des Elektro-LKW-Förderstopps in 2024. Adressrisiken Die AW als KVG ist in ihrem Geschäftsbetrieb auf verschiedenste Gegenparteien angewiesen. Ein Ausfall könnte finanziell auf die AW durchschlagen. Im Berichtsjahr gab es keine schlagend gewordenen Risiken. Für das Geschäftsjahr 2024 sieht die Geschäftsleitung keine wesentliche Änderung der Risikolage. Liquiditätsrisiken, Finanzielle Risiken Das Geschäftsjahr 2023 war durch die erfolgreiche Kapitaleinwerbung der im Vertrieb befindlichen AIFs und den Asset-Ankäufen für die verwalteten AIFs geprägt. Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt gesichert. Für das Geschäftsjahr 2024 sieht die Geschäftsleitung keine Änderungen der Risikolage. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der AW ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Die AW hat ausschließlich originäre Finanzinstrumente im Einsatz. Hierzu zählen am Bilanzstichtag täglich fällige Forderungen gegen Kreditinstitute, Forderungen gegen Kunden, sonstige Vermögensgegenstände und sonstige Verbindlichkeiten. Diese Finanzinstrumente entstehen im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit, so dass eine Vermeidung von Risiken möglich ist. Guthaben bei Kreditinstituten werden nur bei bonitätsstarken Banken mit einer guten Reputation hinterlegt. Die Gesellschaft nimmt zum Bilanzstichtag keine Kreditlinien von Kreditinstituten in Anspruch. Geschäftsbeziehungen werden grundsätzlich nur mit Geschäftspartnern eingegangen, die über eine gute Reputation verfügen. Die entstandenen Ansprüche werden in Bezug auf ihre Fälligkeit laufend überwacht. Bei Zahlungsverzug sorgt ein effizientes und zeitnahes Mahnwesen für die Geltendmachung der Ansprüche. Die Finanzinstrumente der Gesellschaft unterliegen derzeit keinem erkennbaren bzw. wesentlichen Marktrisiko. Operationelle Risiken Die Sicherstellung der Einhaltung der kontinuierlich steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen ist eine wesentliche Aufgabe der AW. Dazu sind weiterhin Prozesse anzupassen oder neu zu etablieren, insbesondere die Folgen wie die Umsetzung der Anforderungen aus DORA (Digital Operational Resilience Act, Verordnung ( EU ) 2022/2554 über die digitale operationale Resilienz im Finanzsektor), wird uns im laufenden Jahr beschäftigen. Der Erfolg der KVG ist durch die geringe Unternehmensgröße auch von einer begrenzten Anzahl von Schlüsselpositionen abhängig. Zur Erreichung der Unternehmensziele ist die AW darauf angewiesen diese Mitarbeiter langfristig zu binden und in notwendigem Umfang weitere qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Die AW hat bestimmte Prozesse und Tätigkeiten wie Compliance und Datenschutz, Geldwäsche, Interne Revision und IT an verschiedene Unternehmen ausgelagert. Es könnte daher hinsichtlich der ausgelagerten Tätigkeiten zu fehlerhafter oder nicht fristgerechter Leistungserbringung kommen, aus der Schäden am verwalteten Vermögen oder an der Reputation der AW entstehen. Mit einer sorgfältigen Prüfung im Auswahlprozess und einem laufenden Auslagerungscontrolling wirkt die KVG diesem Risiko entgegen. Im Berichtszeitraum haben die Auslagerungsunternehmen ihre Tätigkeiten vertragsgemäß und ohne Beanstandung erbracht. Für das Geschäftsjahr 2024 sieht die Geschäftsleitung keine Änderungen der Risikolage. Strategische Risiken Die AW steht mit ihrem Geschäftsmodell im Wettbewerb. Auch wenn es im Bereich der Erneuerbaren Energien-Sachwertinvestments nur eine überschaubare Anzahl an Wettbewerbern gibt, beobachtet die AW kontinuierlich den Markt, um Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen und die Marktgängigkeit der eigenen Produkte sicherzustellen. Insbesondere ein fehlender Assetzugang kann das Wachstum und -wenn dauerhaft- den Fortbestand gefährden. Die Weiterverfolgung des Ausbaus der zweiten Produktgruppe genießt insofern eine besondere Aufmerksamkeit. Ebenso werden technische Entwicklungen auf Vertriebs- wie Produktseite verfolgt. Gesamtbewertung der Risikosituation Die wesentlichen Risiken resultieren derzeit aus dem Beschaffungs- und Performancerisiko von Assets, einem Personalrisiko im Zuge des weiteren Aufbaus der KVG sowie dem allgemeinen operativen Risiko. Es ist ein Risikomanagementsystem etabliert, das die Geschäftsführung in die Lage versetzt Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und Steuerungsmaßnahmen zu ergreifen. Bestandsgefährdende Risiken sind zum Berichtsstichtag und für das folgende Geschäftsjahr derzeit nicht erkennbar. 3.2 Chancenbericht Die positive Belegung der Erneuerbaren Energien in der Öffentlichkeit bieten trotz inzwischen vorhandener Investitionsalternativen unseres Erachtens auch im Jahr 2024 ein attraktives Markumfeld für sachwertorientierte, nachhaltige, unternehmerische Beteiligungen. Neue Vertriebspartner und -wege sollen bei der Gewinnung zusätzlicher Kunden neue Wege eröffnen, wobei sich durch die zunehmende Digitalisierung Möglichkeiten bieten Kundengruppen und Partner zu erreichen, für die die bisherigen Prozesse und Eintrittshürden zu aufwendig waren. Aufgrund der Schwäche an den Immobilienmärkten könnten Vertriebspartner und Kunden, die weiterhin im geschlossenen Sachwertbereich investieren wollen, ihre Aufmerksamkeit verstärkt dem Bereich Erneuerbare Energien zuwenden. Es zeichnet sich ab, dass durch die im Zuge der Energiewende forcierten Programme sowie anstehenden Repoweringmaßnahmen für ein größeres Angebot und im Wettbewerb um rentierliche Assets für etwas Entspannung sorgen werden. Während die angeschobene Energiewende im Solarbereich die Verfügbarkeit von Assets bereits erhöht hat, wurden im Windbereich zwar 80% mehr Genehmigungen erteilt, welche aber erst in den nächsten Jahren in den Markt gelangen werden. [9] Gestiegene Fremdkapitalzinsen und eine restriktivere Kreditvergabe führen zudem dazu, dass sich Projektierer um zusätzliche Eigenkapitalgeber bemühen müssen, während sie früher entwickelte Wind- oder Solarparks durchaus auf eigene Bücher nehmen konnten. Ebenfalls sorgt das zunehmende Repowering bestehender Altparks für neuen Kapitalbedarf. Die Zeichen deuten somit darauf hin, dass die bisherigen Erfolge fortgeführt werden können und sich weitere Wachstumschancen bieten. Die bisherigen und neu in den Vertrieb startenden AlFs werden zu zusätzlichen Verwaltungsvergütungen ab 2024 führen. Entsprechend der Marktlage werden Nachfolgeprodukte in der Produktgruppe Erneuerbare Energien für verschiedene Anlegergruppen angestrebt. Ein Publikums-AIF befindet sich bereits im Genehmigungsprozess und wird Ende Q2 2024 Im Vertrieb erwartet. Als mittelständisch geprägter Anbieter von Kapitalanlagen ist die AW darauf angewiesen, ihr Know-How und ihre Kompetenzen zielorientiert einzusetzen und Produktnischen zu besetzen. 3.3 Prognosebericht In wirtschaftlicher Hinsicht wird für das Geschäftsjahr 2024 ein positives Ergebnis merklich über dem Vorjahresniveau erwartet, insbesondere aufgrund des geplanten höheren Transaktionsvolumens und damit verbunden höherer Provisionseinnahmen. Die zunehmende Anzahl von Investmentvermögen und das gestiegene verwaltete Eigenkapital wird zu einer Steigerung der kontinuierlichen Einnahmen führen. Die Gesellschaft wird die personellen Kapazitäten und beauftragten Dienstleistungen dem Geschäftsumfang anpassen und weiter in die Optimierung von Geschäftsprozessen und der eingesetzten bzw. neuer Software investieren, um Effizienzsteigerungen zu erzielen.
Aurich, den 22. Mai 2024 Auricher Werte GmbH gez. Andy Bädeker gez. Jörg Busboom gez. Ingo Schölzel gez. Uwe de Vries
[1] www.bvi.de, 2023 war ein beachtliches
Fondsjahr
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Auricher Werte GmbH, Aurich Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Auricher Werte GmbH, Aurich, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Auricher Werte GmbH, Aurich, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 28. Mai 2024 Baker
Tilly GmbH
Dr. Christian Reibis, Wirtschaftsprüfer Christian Mader, Wirtschaftsprüfer |
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