Schnellecke Logistics SE
Stellfelder Straße 39, 38442 Wolfsburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Lemper seit 2.4.2025 | Vorstandsmitglied |
Michael Wolfgang Schütrumpf seit 27.1.2025 | Vorstandsmitglied |
Dominik Lemke seit 28.8.2024 | Prokura |
Lars Otte seit 17.7.2023 | Vorstandsmitglied |
Thies Philipp Andreas Löwe seit 3.3.2023 | Prokura |
Martin Wengatz seit 21.4.2020 | Prokura |
Volker Voßler seit 21.4.2020 | Prokura |
Karsten Keil seit 21.4.2020 | Prokura |
Heiko Wille seit 21.4.2020 | Prokura |
Nikolaus Konrad Külps seit 1.12.2017 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schnellecke Group AG & Co. KGWolfsburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlagen des KonzernsDie Schnellecke Group AG & Co. KG mit Sitz in Wolfsburg ist ein Logistikdienstleister und Zulieferer für die Automobilindustrie. Unter der Dachmarke Schnellecke Logistics entwickelt und realisiert das Familienunternehmen auf Kundenbedürfnisse abgestimmte Logistiklösungen und optimierte Wertschöpfungsketten. Dazu gehören Modulmontagen, Sequenzen sowie die Versorgungs-, Verpackungs-, Lager- und Transportlogistik. Dieses Dienstleistungsportfolio deckt einen Großteil der Inbound Supply Chain in der Automobilindustrie ab, die die wesentliche Kundengruppe darstellt. Außerdem werden unter der Dachmarke KWD Automotive konstruktive Karosserielösungen inklusive der Herstellung von Pressteilen und Schweißzusammenbauten produziert. Dieser Geschäftsbereich besitzt Leichtbau-Kompetenz und produziert Karosserieteile und Baugruppen. Die nationalen und internationalen Standorte des größten Geschäftsbereiches Logistik & Transport sind in einer aus sechs Regionen und einem Transportbereich bestehenden Struktur organisiert. Die Standorte befinden sich nahe den Werken der Kunden, in denen PKW und leichte Nutzfahrzeuge produziert und entsprechende Dienstleistungen und Produkte nachgefragt werden. Hierbei bedient der Konzern mit seinen Produkten und Dienstleistungen sowohl die Automotive OEM 1 (BMW, Mercedes Benz, Fiat-Chrysler, Ford, GM, Nissan und die Volkswagen-Konzernmarken Audi, Lamborghini, Porsche, Seat, Skoda, Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge) als auch die First- und Second-Tier-Zulieferer 2 . Darüber hinaus arbeitet der Bereich Logistik & Transport zunehmend für Unternehmen der Konsumgüterindustrie und anderer Industriezweige. In der Strategie "SMART 25" sind die zukünftige Entwicklung, die Ziele und die zur Zielerreichung notwendigen Initiativen bis zum Jahr 2025 definiert. Diese dient als Leitfaden für die kurzfristigen Ziele der Geschäftsbereiche. Hier werden die Ziele in den Handlungsfeldern Marktstellung, Innovationsleistung, Produktivität & Effizienz, Attraktivität für gute Leute und Ertragskraft definiert, sowie die entsprechenden Initiativen und Maßnahmen festgeschrieben. Wesentliches Ziel der Strategie "SMART 25" ist ein moderates und profitables Umsatzwachstum auf ca. 1,4 Mrd. EUR bei einer EBIT-Marge von ca. 3%. Dieses Wachstum soll im Wesentlichen organisch erreicht werden. Dabei wird die Diversifizierung in Bezug auf Regionen, Kunden und Produkte weiter vorangetrieben. Zudem soll der Anteil des Geschäfts in benachbarten Industrien weiter ausgebaut werden. Wesentliche Säulen der Strategie sind Innovation - hier werden Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle weiter vorangetrieben -, Effizienz - die genutzt wird, um das Ergebnis überproportional zu verbessern - sowie Attraktivität für gute Leute - wozu bereits seit einigen Jahren globale Maßnahmen implementiert werden.
1 OEM: "Original Equipment Manufacturer" steht
für Erstausrüster
B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Schnellecke-Konzern ist als wertschöpfender Logistikdienstleister und als Produzent von Karosseriebauteilen vor allem von der Automobilindustrie und deren Produktionsvolumina abhängig. Nachfolgend wird die Entwicklung der Weltwirtschaft sowie der für den Konzern wichtigen Teilmärkte dargestellt. Nach zwei herausfordernden Jahren unter dem Einfluss der COVID-19-Pandemie und deutlichen Schwierigkeiten durch unterbrochene Lieferketten war die Weltwirtschaft 2022 erneut von exogenen Faktoren geprägt. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat nicht nur unermessliches menschliches Leid erzeugt, sondern auch die wirtschaftliche Aktivität des Landes und seiner Handelspartner massiv beeinträchtigt. Einerseits waren Lieferketten unmittelbar unterbrochen und haben zu Produktionsschocks geführt und andererseits sind durch reduzierte Energie- und Rohstofflieferungen aus Russland und der Ukraine die Preise über die verschiedenen Wertschöpfungsstufen hinweg bis zu den Konsumenten sehr deutlich gestiegen. Hinzu kamen die Auswirkungen der Zero-Covid-Politik der chinesischen Regierung und die damit verbundenen drastischen Lockdown-Maßnahmen, die die Wirtschaft des Landes und den weltweiten Handel beeinträchtigten. Die Inflationsrate aller Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stieg von 4,0% im Jahr 2021 auf 9,6% im Jahr 2022, während das Bruttoinlandsprodukt nach 5,7% im Vorjahr 2022 nur um 2,9% wuchs. Chinas Bruttoinlandsprodukt wuchs aufgrund der Lockdown-Maßnahmen mit nur 3,0% nach 8,1% im Vorjahr. Von den weiteren für die Schnellecke Group besonders relevanten Ländern zeigte Portugal mit 6,7% das stärkste Wachstum, gefolgt von Spanien (5,5%), Polen (4,9%), Südafrika (4,9%), Mexiko (3,1%), Tschechien (2,5%), USA (2,1%) und der Slowakei (1,7%). Insbesondere der für Schnellecke wichtigste Markt Deutschland wuchs mit nur 1,8%. Die Automobilindustrie war zunächst in besonderer Weise von den Auswirkungen des Kriegs Russlands gegen die Ukraine betroffen. Zu der immer noch fortdauernden Knappheit an Halbleiterelementen und anderen Teilen kam eine Knappheit insbesondere an Kabelbäumen, die in der Ukraine hergestellt werden, hinzu. Nach starken Einbußen in den Monaten März und April erholte sich die Automobilproduktion auf Basis weiterhin hoher Auftragsbestände der Hersteller in der zweiten Jahreshälfte. Trotz des leichten Gesamtwachstums im Jahr 2022 gegenüber 2021 blieb die Gesamtproduktion jedoch immer noch deutlich unter den Vor-Corona-Zahlen von 2019. Der Krieg in der Ukraine hatte besondere Auswirkungen auf das Geschäftsvolumen in Europa. Die Fahrzeugproduktion lag hier 2022 um 6% unter dem schon schwachen Vorjahr und 30% niedriger als 2019. Die Produktion in Nordamerika hat sich bereits deutlich erholt und lag 13% über dem Vorjahr, aber immer noch leicht unter 2019. Durch die starken Preissteigerungen sind auch die Kosten der Unternehmen deutlich gestiegen. Dies gilt insbesondere für Energie- und Personalkosten. Energiekosten sind im Mittel aller OECD-Länder 2022 um ca. 30% gestiegen. Die Arbeitskosten in Deutschland sind 2022 um einen historischen Höchstwert von 5,2% gestiegen, die Durchschnittslöhne in den USA um 5,2% und in Mexiko sogar um 8,0%. Während die Automobilhersteller diese Kostensteigerungen aufgrund des immer noch bestehenden Nachfrageüberhangs auf die Kunden überwälzen und ihre Margen steigern konnten, hat sich die Profitabilität ihrer Zulieferer und Dienstleister weiter verschlechtert. Durch die stark gestiegene Inflation und die geldpolitische Reaktion der Zentralbanken haben sich die Zinsen 2022 weltweit deutlich erhöht. Die 3-monatigen Interbank-Raten im Euroraum stiegen von -0,55% im Jahr 2021 auf 2,07% im Dezember 2022. In den USA stiegen sie sogar von 0,11% auf 4,51%. Dies erhöhte die Finanzierungkosten der Unternehmen und somit auch ihre Renditeanforderungen. 2. Geschäftsverlauf Die Schnellecke-Gruppe steuert ihre operative Geschäftstätigkeit vorrangig anhand der Leistungsindikatoren Umsatz, Wertschöpfung und Betriebsergebnis 3 :
Die Wertschöpfung ist wie folgt definiert:
Der Umsatz der Schnellecke Group stieg vor allem aufgrund der erfolgreichen Akquisition von Neugeschäft gegenüber dem Vorjahr um ca. 22%. Gleichzeitig haben die Anläufe dieser Neugeschäfte aufgrund der üblicherweise angefallenen Anlaufkosten die Profitabilität beeinträchtigt. Vor allem aber wurde die Ergebnisentwicklung im Jahr 2022 massiv durch die oben genannten Störungen der Lieferketten für die Automobilproduktion beeinflusst. Der Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar des Jahres hat wegen fehlender Teile die Produktion in einzelnen Werken der Kunden in Deutschland, Polen, Tschechien und der Slowakei kurzfristig zum Erliegen gebracht. Die ausbleibenden Umsätze führten in Verbindung mit anderen Lieferengpässen bei den Kunden und coronabedingt hohen Krankenständen zu operativen Verlusten in den ersten Monaten, die erst im Laufe des Jahres kompensiert werden konnten. Weiterhin wurden Produktionsausfälle seitens der Kunden sehr kurzfristig angekündigt und umgesetzt. Dies führte zusammen mit einer sehr volatilen Fahrweise in den Kundenwerken auch 2022 zu hohen Ineffizienzen in der Ausführung der logistischen Prozesse und der Teileproduktion. Vor dem Hintergrund der schwachen Ergebnissituation wurden im gesamten Konzern Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung implementiert bzw. fortgeführt. Durch die konsequenten Maßnahmen auf allen Ebenen konnte die Schnellecke Group im Geschäftsjahr 2022 trotz der herausfordernden Umstände ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Geschäftsverlauf der Geschäftsbereiche Nachfolgend wird die Entwicklung der Geschäftsbereiche im Jahr 2022 auf Basis der konsolidierten Werte dieser Geschäftsbereiche unter Berücksichtigung von intersegmentären Beziehungen zwischen diesen Geschäftsbereichen beschrieben.
Bei im Wesentlichen gegenüber dem Vorjahr vergleichbarem Leistungsvolumen aus Bestandsgeschäften erreichte der Bereich Logistik & Transport vor allem durch Neugeschäfte eine Steigerung im Umsatz und in der Wertschöpfung von 21%. Bedingt durch das Geschäftsmodell eines Logistikdienstleisters mit Schwerpunkt auf der Produktionsversorgung in der Automobilindustrie wirkten sich die niedrigen und volatilen Produktionsvolumina der Kunden im Bestandsgeschäft negativ auf die Effizienz der Leistungserbringung aus. Insbesondere Produktionsstillstände an einzelnen Standorten in Folge des Kriegs in der Ukraine stellten das Management vor große Herausforderungen. Bei einer durchschnittlichen Personalkostenquote von ca. 50% hat der Bereich vor allem mit personalbezogenen Maßnahmen auf die Krise reagiert, d.h. mit Kurzarbeit bzw. vergleichbaren Instrumenten in den Ländern außerhalb Deutschlands. Des Weiteren wurde - wie in den Krisensituationen der Vorjahre - ein stringentes Ausgaben-, Investitions- und Einstellungscontrolling durchgeführt, um damit alle nicht zwingend notwendigen Kosten zu vermeiden. Darüber hinaus wurden wiederum Verhandlungen mit den Kunden zu Kompensationszahlungen aufgrund von Mindervolumina und kurzfristigen Produktionsschwankungen aufgenommen, die überwiegend bis Ende des Jahres abgeschlossen werden konnten und sich positiv auf das Betriebsergebnis ausgewirkt haben. Der Bereich Logistik & Transport erreichte mit Hilfe der ergriffenen Maßnahmen trotz der schwierigen Situation ein positives Betriebsergebnis.
Auch der Bereich Produktion konnte erhebliches Neugeschäft akquirieren und damit die Wertschöpfung gegenüber dem Vorjahr um 9% steigern. Durch das Neugeschäft und durch Preiserhöhungen für Materialkostensteigerungen erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 24%. Als Automobilzulieferer war der Bereich von der Entwicklung auf der Markt- und Kundenseite ebenfalls betroffen. Hinzu kamen erhöhte Aufwendungen für den Anlauf der Neuprojekte. Das Maßnahmenprogramm in der Produktion umfasste Kurzarbeit, Anpassungen in den Schichtmodellen, Optimierung der Anlagenauslastung sowie Verhandlung von Kompensationszahlungen aufgrund der Mindervolumina. Aufgrund der ergriffenen Maßnahmen erzielte der Bereich Produktion ein positives Betriebsergebnis. Dabei wirkten sich aufgrund der Wertsteigerung der Tschechischen Krone auch Währungskursgewinne ergebnisverbessernd aus. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 3.1 Ertragslage
Wie bereits erläutert, stieg der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um 22%. Bei einem Teil der Kundenaufträge in der Produktgruppe Modulmontagen im Geschäftsbereich Logistik & Transport sowie im gesamten Geschäftsbereich Produktion wird das verbaute Material selbst beschafft und an den Endkunden weiterberechnet. Diese Materialkosten neutralisieren sich mit den Erlösen aus der Weiterbelastung dieser Aufwendungen in der Wertschöpfungskennzahl. Somit ist die Wertschöpfung gegenüber der reinen Umsatzbetrachtung die aussagefähigere Kennzahl. Gegenüber dem vergangenen Geschäftsjahr steigt diese um ca. 19%. Ursächlich für das trotz des gestiegenen Saldos aus Wertschöpfung und Gesamtaufwendungen (+ 1,9 Mio. EUR) um 4,7 Mio. EUR verschlechterte Betriebsergebnis sind hauptsächlich die im Vorjahresvergleich um 5,7 Mio. EUR gesunkenen periodenfremden Erträge. Die Personalaufwendungen inklusive Leiharbeiterkosten (76,1 Mio. EUR) haben sich um 87,2 Mio. EUR auf 519,9 Mio. EUR (ca. +20 %) gegenüber dem Vorjahr erhöht. Diese Steigerung des Personalaufwands gegenüber dem Vorjahr ist u.a. auch auf den Wegfall des Instruments der Kurzarbeit und des damit zusammenhängenden Kurzarbeitergelds sowie auf den Aufbau von Personalrückstellungen in Annäherung an ein Vorkrisenniveau in den inländischen Gesellschaften zurückzuführen. Die Entwicklung der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber dem Vorjahr nur marginal verändert und wird zum einen negativ durch die erwähnten Produktionsunterbrechungen beeinflusst und zum anderen positiv durch Neugeschäfte erhöht. Der sonstige betriebliche Aufwand hat sich um 21,2 Mio. EUR bzw. +15,1% auf 161,2 Mio. EUR erhöht. Darin enthalten sind Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 5,1 Mio. EUR (gegenüber Vorjahr 5,0 Mio. EUR) und Miet-, Leasing- und Instandhaltungsaufwendungen für Hallenflächen und eingesetztes Equipment in Höhe von 87 Mio. EUR (gegenüber Vorjahr +9 Mio. EUR). Die übrigen sonstigen Aufwendungen in Höhe von 69 Mio. EUR haben sich gegenüber dem Vorjahr um 12 Mio. EUR erhöht. Dieser Anstieg korrespondiert mit der Umsatzentwicklung und betrifft hauptsächlich Aufwendungen in Zusammenhang mit Neugeschäften. Das Betriebsergebnis betrug 13,5 Mio. EUR und lag 4,8 Mio. EUR unter dem Vorjahr. Das Finanzergebnis betrug -4,1 Mio. EUR nach -3,0 Mio. EUR im Vorjahr. Der Steueraufwand lag mit 8,2 Mio. EUR um 4,8 Mio. EUR über dem Vorjahr. Der Anstieg der Steueraufwendungen setzt sich aus rund 2 Mio. EUR aus dem Inland und mit 2,8 Mio. EUR aus dem Ausland zusammen. Ursächlich im Ausland sind im Wesentlichen die besseren Ergebnisse sowie gestiegene latente Steueraufwendungen der US-amerikanischen und der mexikanischen Töchter sowie das bessere Ergebnis der tschechischen Tochter. Im Inland ist neben den ergebnisbedingten Effekten, die insbesondere KWD betreffen, zu berücksichtigen, dass die Vorjahres-Steuerposition durch periodenfremde Erstattungen in Höhe von 1,5 Mio. EUR gemindert war. Auf das Wahlrecht der Aktivierung eines Aktivüberhangs aus latenten Steuern wurde verzichtet. Das Nachsteuerergebnis des Konzerns betrug 0,4 Mio. EUR nach 8,8 Mio. EUR im Vorjahr. 3.2 Finanzlage Kapitalstruktur Die Fremdfinanzierung der Schnellecke Group mit einem Gesamtvolumen von etwas mehr als 200 Mio. EUR besteht im Wesentlichen aus je einem Konsortialkredit in Höhe von 70 Mio. EUR für die beiden Geschäftsbereiche sowie einer Factoringlinie in Höhe von 25 Mio. EUR für den Bereich Logistik & Transport und in Höhe von 35 Mio. EUR für den Bereich Produktion. Hinzu kommen eine Kreditlinie der Schnellecke Group als Muttergesellschaft sowie ein 2017 begebener und noch bis 2028 laufender Schuldschein. Kreditlinien ausländischer Tochtergesellschaften bei lokalen Banken wurden dem Finanzierungskonzept folgend weiter reduziert und existieren nur noch sehr vereinzelt. Daneben bestehen Avallinien, Mietkauf- und Mietverträge sowie Leasingverträge, wobei das operative Leasing hierbei den größten Anteil hat. Liquidität Die Gesellschaften des Schnellecke-Konzerns verfügten im Geschäftsjahr 2022 jederzeit über ausreichende Liquidität, um sämtliche Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können. Zum Bilanzstichtag waren die im Rahmen der Konsortialkreditverträge zur Verfügung gestellten Kreditlinien mit einem Betrag von 48,7 Mio. EUR in Anspruch genommen. Aufgrund der Schwankungen bei Zahlungsein- und -ausgängen wurde die Betriebsmittellinie unterjährig unterschiedlich stark beansprucht. Die ausländischen Tochtergesellschaften finanzierten sich grundsätzlich über ihren eigenen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit bzw. erhielten Intercompany-Darlehen. Wie oben bereits dargestellt, halten einige Gesellschaften darüber hinaus eigene Kontokorrentlinien bei lokalen Finanzierungspartnern vor. Die Intercompany-Darlehen für Gesellschaften außerhalb des Euro-Raums werden wie die bilateralen Kreditlinien schrittweise durch Abzweiglinien aus der neuen Konsortialfinanzierung ersetzt.
Die Kapitalflussrechnung für den Schnellecke-Konzern zeigt für das Geschäftsjahr 2022 einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von +22,5 Mio. EUR (2021: +6,8 Mio. EUR). Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultierte trotz des gestiegenen Working Capitals aus der operativen Geschäftstätigkeit hauptsächlich aus gestiegenen Rückstellungen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf -21,8 Mio. EUR. Zur Finanzierung von Investitionen wurden 27,4 Mio. EUR (2021: 32,7 Mio. EUR) verwendet. Es wurden Betriebsmittel und Anlagen für Bestands- und Neugeschäfte primär im Geschäftsbereich Produktion (15,4 Mio. EUR) angeschafft. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -7,9 Mio. EUR (Vorjahr: -2,9 Mio. EUR). Insgesamt resultiert daraus ein Zahlungsmittelabfluss für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von -7,3 Mio. EUR (2021: -13,5 Mio. EUR) und eine entsprechende Reduzierung des Finanzmittelfonds. Investitionen Im Jahr 2022 sind Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 26,8 Mio. EUR (2021: 32,3 Mio. EUR) getätigt worden. Darin enthalten sind Investitionen in den Bau von Hallen und Außenanlagen sowie die dazugehörigen technischen Anlagen, Maschinen und EDV-Hardware. Darüber hinaus investierte Schnellecke in die Entwicklung und den Rollout von IT-Systemen im Bereich der Digitalisierung und Automatisierung von logistischen Prozessen sowie in die Harmonisierung und weltweite Standardisierung von operativen Anwendungen. Weiterführend wurden strategische Investitionen zur globalen Harmonisierung und Standardisierung des ERP-Systems getätigt. Die Unternehmen der Schnellecke-Gruppe finanzieren darüber hinaus Flurförderfahrzeuge, LKW und Auflieger, Lagertechnik, Schweißanlagen und Maschinen teilweise über operatives Leasing. 3.3 Vermögenslage
Das Anlagevermögen nahm um 6,6 Mio. EUR auf 114,0 Mio. EUR zu. Der Vorratsbestand reduzierte sich um -2 Mio. EUR. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich gegenüber dem Vorjahr um +38,6 Mio. EUR erhöht. Dies ist insbesondere durch die Forderungen aus der Neugeschäftsgewinnung verursacht. Das Guthaben bei Kreditinstituten sank gegenüber dem Vorjahr um -16,9 Mio. EUR. Die Eigenmittel haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert und betragen ebenfalls 86,1 Mio. EUR. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um 14,0 Mio. EUR auf 71,9 Mio. EUR erhöht, insbesondere die Rückstellungen für Urlaubs- und Freizeitansprüche (+2,4 Mio. EUR), sonstige Personalaufwendungen (+3,1 Mio. EUR) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (+ 9,2 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten haben sich um 9,5 Mio. EUR auf 210,3 Mio. EUR erhöht. 4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns Das Jahr 2022 war nun das dritte Krisenjahr in Folge. Dennoch ist es der Schnellecke Group erneut gelungen, die wirtschaftlichen Auswirkungen durch konsequentes Handeln zu begrenzen und das Jahr mit einem unter diesen Umständen akzeptablen Ergebnis abzuschließen. Dadurch konnte die Resilienz des Unternehmens bewiesen und seine Substanz im Wesentlichen bewahrt werden. Das Eigenkapital inkl. Sonderposten blieb praktisch konstant, während die entsprechende Eigenmittelquote durch die wachstumsbedingt gestiegene Bilanzsumme von 24,5% auf 22,8% zurück ging. Darüber hinaus wurden erneut in wesentlichem Umfang neue Geschäfte gewonnen, die Grundlage für zukünftiges Wachstum sind. Dies ist aus Sicht des Vorstands Beweis für die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens. Er ist daher der Überzeugung, dass das Unternehmen gut aufgestellt ist, um auch zukünftige Herausforderungen zu bewältigen.
3 Betriebsergebnis ist definiert als: Operatives
Ergebnis bereinigt um Aufwendungen aus Restrukturierung,
Ergebnis aus Anlagenabgängen sowie dem Ergebnis aus
Entkonsolidierungen; ab 2021 zusätzlich bereinigt um
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
für Restrukturierung sowie ergänzt um
Abschreibungen auf Finanzanlagen.
C. Forschung & EntwicklungSchnellecke erhebt einen wachsenden Anspruch an seine Organisation zur "Adaptabilität" und "Agilität". Dies bedeutet, dass der Konzern zur kontinuierlichen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit intensiv an der Verbesserung der Qualität der Leistungen und Produkte sowie der Prozesse der operativen Gesellschaften arbeitet. Dazu sollen bis 2025 30% aller Logistik-Prozesse automatisiert sein. Im Geschäftsbereich Logistik & Transport konzentrieren sich die Aktivitäten in der Forschung & Entwicklung (F&E) auf die Standardisierung, Digitalisierung und Automatisierung der Geschäftsprozesse, die Entwicklung von geeigneten Methoden sowie die Neu- und Weiterentwicklung von IT-Lösungen und digitalen Arbeitsmitteln. Speziell vor dem Hintergrund der Digitalisierung in der Logistik werden ganzheitliche Daten- und Datennutzenkonzepte erarbeitet, die im Kontext von IoT 7 -Lösungen und integrierten Systemen angewendet werden. Die Adaptabilität von smarten Lösungen wird durch das Scouting von Start-ups unterstützt. Die Bündelung der Aktivitäten des Konzerns in diesem Bereich erfolgen in der LOGIS GmbH (LOGIS). Über das Digital Innovation Management werden neue Ideen zur Digitalisierung im Rahmen von Ideation Workshops entwickelt, smarte Lösungen gescoutet und diese pilotiert. Die digitale Strategie umfasst eine ganzheitliche Vorgehensweise zur Schaffung einer datenbasierten, automatisierten und zukunftsorientierten Logistik bis 2025. Neben den technologischen Aspekten umfasst diese Strategie ebenso die kulturelle Weiterentwicklung des gesamten Unternehmens, um den technologischen Anforderungen der veränderten Geschäftsmodelle im Sinne der Entwicklungen entsprechen zu können. LOGIS hat 2022 die Weiterentwicklung und die globale Ausrollung des Digital Control Towers (DCT) an >80% aller operativen Standorte vorangetrieben. Im ersten Schritt wird die Transparenz in den operativen Prozessen in Echtzeit geliefert. Zu den Entwicklungsfortschritten in 2022 zählen die Module Schichtprotokoll, Störungsmanagement und Live KPI-Performance-Management. Hier werden Einflussfaktoren, die zu Störungen im Betrieb führen können, frühzeitig sichtbar und ermöglichen ein Gegensteuern durch die operative Leitung. Bis 2025 werden die prädiktiven Möglichkeiten durch Machine-Learning und Algorithmen deutlich gesteigert und darüber die Stabilität der Lieferkette noch zuverlässiger gestaltet. Entscheidungen im Prozess sollen dann teilweise durch den DCT automatisiert getroffen werden. In 2022 wurde eine erste Implementierung einer Applikation MiSeq (Mitarbeitersteuerung in der Sequenzierung) mittels Machine-Learning und Algorithmen zur Steuerung der Workforce in der Sequenzierung am Standort Glauchau erfolgreich umgesetzt. Die erreichten Ziele sind neben der Effizienzsteigerung um 10% die Verbesserung der Ergonomie der Arbeitsschritte durch wechselnde Aufgaben, die Beseitigung von Monotonie in den Tätigkeiten und die Weiterqualifizierung von Mitarbeitern. Neben der Serienfertigung von Press- und Schweißzusammenbauten erfolgt in dem Geschäftsbereich Produktion eine auftragsbezogene Produktentwicklung. Von der Konzeptphase über die Designbegleitung bis zur Prozessplanung und Serienproduktion bietet Schnellecke zielführende Dienst- und Produktionsleistungen an. Im Vordergrund stehen dabei die Leichtbau-Kompetenz und die Realisierung innovativer Produktionsverfahren. D. Risiko- und ChancenberichtStrategiemanagement In einer Welt, die kontinuierlichem Wandel unterliegt, ist die Anpassungsfähigkeit von Organisationen fundamental. Dies beinhaltet vor allem auch die Fähigkeit, schnell auf Chancen und Bedrohungen zu reagieren, sobald sie auftauchen. Unternehmen müssen auf strukturelle Veränderungen des Marktes unverzüglich Antworten finden. Das Strategiemanagement stellt sicher, dass externe Trends und Veränderungen regelmäßig und systematisch analysiert werden. Die sich ergebenden Chancen und Bedrohungen, in Zusammenhang mit den eigenen Stärken und Schwächen, bilden die Grundlage für die Erarbeitung von Herausforderungen, mit denen die langfristigen strategischen Zielsetzungen, die sogenannten strategischen Stoßrichtungen, jährlich überprüft und geschärft werden. Aus den strategischen Stoßrichtungen erfolgt die Ableitung von strategischen Jahreszielen und Initiativen, die die zukünftige Entwicklung und Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens sicherstellen. Beim Schnellecke-Konzern ist man überzeugt, dass darüber hinaus die Kommunikation der Unternehmensstrategie zur effektiven Strategieumsetzung erforderlich ist. Dabei wird sichergestellt, dass die strategische Planung auf Ebene der Geschäftsbereiche, Regionen und Konzernbereiche eng verzahnt wird und synchron mit dem Budgetprozess erfolgt. Strategische Initiativen auf allen Ebenen tragen zur Umsetzung des Gesamtplans bei. Über hierarchisch verknüpfte Zielehäuser werden die strategischen Ziele in die Geschäftsbereiche, Regionen und Zentralbereiche delegiert. Die Entwicklungspläne und Einzelziele der Mitarbeiter sind eng mit strategischen Zielen der Zielehäuser verknüpft. Der Konzernbereich Strategy Management Office & Organization (SMO&O) koordiniert und steuert alle Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Strategiemanagement. Der standardisierte Strategiemanagement-Prozess ist in der Organisation etabliert. Der Prozess wird durch ein IT-gestütztes Instrument in sämtliche Unternehmenseinheiten kaskadiert und verfolgt. Darüber hinaus besitzt die Schnellecke Group neben dem Einsatz der operativen Berichtssysteme der einzelnen Unternehmen ein zentrales Kontrollsystem, in welches alle Tochtergesellschaften eingebunden sind. Insbesondere durch das Qualitätssicherungssystem und das monatliche Finanzcontrolling, welches die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung überwacht, werden zeitnah Informationen erarbeitet, um Risiken zu identifizieren und frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können. Weiterhin steuern die Bereiche ihre Geschäftseinheiten auf Basis eines Berichtswesens. Dieses umfasst sowohl betriebswirtschaftliche als auch qualitäts- und produktivitätsrelevante Kennzahlen und dient als Frühwarnsystem. Gesamtwirtschaftliche Risiken und Chancen Der Schnellecke-Konzern ist in beiden Geschäftsbereichen vor allem in der Automobilindustrie tätig und hier überwiegend für die großen Hersteller. Demzufolge unterliegt das Unternehmen den zyklischen Schwankungen und besonderen Herausforderungen dieser Industrie. Daraus folgt, dass alle internen Strukturen und Prozesse darauf ausgerichtet sein müssen, mit diesen Herausforderungen umzugehen. Der Umgang mit der Covid-19-Pandemie, dem Krieg in der Ukraine und den dadurch mittelbaren und unmittelbar verursachten Herausforderungen der letzten Jahre hat gezeigt, dass dies erfolgreich gelingt. Der Volkswagen-Konzern ist nach wie vor der größte Kunde der Schnellecke-Gruppe, auch wenn die Abhängigkeit in den letzten Jahren schrittweise reduziert werden konnte. Diese Bestrebungen werden ebenso in Zukunft durch gezielte vertriebliche Aktivitäten mit dem Ziel des überproportionalen Wachstums mit anderen Kunden fortgesetzt. Darüber hinaus kommt der Stärkung internationaler Aktivitäten, insbesondere in bislang nicht oder nur unzureichend bedienten Märkten, eine hohe Bedeutung zu. Nachdem in den USA erfolgreich Neugeschäfte gewonnen werden konnten, gilt dies insbesondere für China. Des Weiteren wird auch die Diversifikation in vergleichbare Industrien weiter vorangetrieben. Der Trend zum Outsourcing bei den Herstellern der Automobilindustrie hält weiter an und nimmt aufgrund der Einführung zusätzlicher E- Fahrzeuge sogar zu. Hier konnte sich die Schnellecke-Gruppe bereits mit bedeutenden Aufträgen als Lieferant bzw. Dienstleister positionieren. Absatzrisiken und -chancen Der Schnellecke-Konzern arbeitet sowohl im Geschäftsbereich Logistik & Transport als auch im Geschäftsbereich Produktion für seine weltweit tätigen Kunden im Wesentlichen auf Basis mehrjähriger Verträge. Diese Verträge werden im Rahmen komplexer Ausschreibungsverfahren vergeben. Daraus ergibt sich einerseits die Chance, aufgrund technischer Kompetenz und wettbewerbsfähiger Preise auch in einem kompetitiven Umfeld stärker als der Markt zu wachsen. Andererseits besteht das Risiko, im Rahmen turnusmäßiger Ausschreibungen oder aufgrund eines Insourcings Bestandsaufträge zu verlieren. Der Schnellecke-Konzern begegnet diesem Risiko durch eine professionelle und weltweit tätige Vertriebsorganisation, die nachweislich in der Lage ist, durch signifikantes Neugeschäft von Zeit zu Zeit auftretende Auftragsverluste mehr als zu kompensieren und damit zum Wachstum des Unternehmens beizutragen. Bei langfristigen Verträgen besteht zudem das Risiko, dass Fehler in der Kalkulation zu dauerhaften Verlusten führen. Schnellecke hat zur Vermeidung dieses Risikos einen global einheitlichen Tender-Management-Prozess auf Basis eines standardisierten Vorgehens und eines einheitlichen Kalkulationsschemas etabliert, der einen mehrstufigen Genehmigungsprozess vorsieht. Falls sich später, d.h. nach Beginn eines Projekts, Änderungen in den Annahmen zeigen, werden diese im Rahmen eines strukturierten Änderungsmanagements beim Kunden angezeigt und mit dem Kunden verhandelt. Der Schnellecke-Konzern ist noch immer überwiegend auf dem europäischen Markt, insbesondere in Deutschland tätig. Schnellecke hat seine Strategie zur Erweiterung des Geschäftsvolumens in anderen Regionen, vor allem in Asien und hier in China sowie in Nordamerika, weiter vorangetrieben. In China wurde im Jahr 2022 unter anderem ein Großauftrag für eine neue Elektrofahrzeugfabrik eines namhaften deutschen Herstellers gezeichnet. In Nordamerika konnte das Geschäft vor allem mit Bestandskunden deutlich ausgeweitet werden. Schnellecke konnte im Jahr 2022 unterdessen auch in der strategisch bedeutenden Kundendiversifizierung weitere Erfolge verzeichnen. Neben Neuaufträgen bei Bestandskunden konnte das Unternehmen sein Kundenportfolio um weitere führende Automobilhersteller erweitern. Hierunter auch mehrere 100% Elektrofahrzeughersteller. Im Bereich Industriediversifikation wurde die vorhandene Sales-Pipeline weiter ausgebaut und die gesteckten Wachstumsziele wurden nur leicht unterschritten. Zur weiteren Fokussierung und Erreichung der langfristigen Diversifizierungsziele wurde der Ausbau des Vertriebsbereichs für dieses Segment beschlossen. Auch der Bereich der Diversifizierung im Dienstleistungsbereich wird weiter vorangetrieben. Neben neuen Aufträgen im Bereich Ersatzteillogistik, wurde im Jahr 2022 intensiv an der Identifizierung und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle gearbeitet. Für 2022 war eine deutliche Erholung für den Absatz in der Automobilindustrie erwartet worden. Getrieben durch anhaltende Supply Chain Störungen im Jahr 2022 sind die Verkaufszahlen für PKW gegenüber dem Jahr 2021 fast unverändert geblieben. Weiterhin relevanteste Störpunkte hierbei waren Auswirkungen der Coronapandemie (vor allem in China), fehlende Elektronikkomponenten (hier vor allem Halbleiter) und grundsätzliche Störungen der Lieferketten durch politische Ereignisse (hier vor allem der Krieg in der Ukraine). Die Prognosen für das Jahr 2023 sehen Wachstum um 6% für die Automobilindustrie gegenüber 2022. Hier ist aber abzuwarten, ob es getrieben durch hohe Inflation in den Kernmärkten Nordamerika und Europa nicht zu einer weiteren Abkühlung der Nachfrage kommen wird. Die Gesamtproduktionszahl bleibt aber weiterhin deutlich unter dem Niveau von 2016-2018. Weitere Erläuterungen zur Situation und zu den ergriffenen Maßnahmen finden sich im Prognosebericht. Qualitätsrisiken und -chancen Die Umsetzung der kundenspezifischen Forderungen und die Erfüllung der definierten Kennzahlen tragen maßgeblich zur Kundenzufriedenheit bei. Das Verfehlen der hohen Qualitätsansprüche der Kunden kann zu Kostenbelastungen sowie zu Reputationsschäden führen. Alle zur Schnellecke Group gehörenden Unternehmen verfügen daher über ein zertifiziertes Qualitäts-Management-System. Die Art der Zertifikate ist abhängig vom Tätigkeitsfeld und wird den speziellen Kundenanforderungen gerecht. Entsprechend den Kundenvorgaben bzw. tätigkeitsspezifischen Anforderungen sind unsere Standorte nach ISO 9001, VDA 6.1, VDA 6.2, IATF 16949, ISO 14001, 45001 und 50001 zertifiziert. Das Qualitätsmanagement erarbeitet für die einzelnen Gruppengesellschaften und deren Standorte Qualitätsstandards und -richtlinien und kontrolliert deren Einhaltung im Rahmen interner und externer Audits bzw. unterstützt bei notwendigen Anpassungen. Ebenso stellt das zentrale Qualitätsmanagement mit Hilfe des integrierten Management Systemhauses einen Methodenbaukasten bereit und befähigt die Nutzer zur Anwendung. Besondere Bedeutung haben hierbei Risikoanalysemethoden und systematische Ursachenanalysen mittels Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) und Problemlösungstechniken wie sogenannte Turtle-Diagramme. Zur Reduzierung der Risiken und zur Erfüllung der Kundenvorgaben im Bereich Informationssicherheit wurde 2022 das integrierte Managementsystem um den Bereich Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) erweitert. Das ISMS wurde 2022 erstmals intern auditiert. Darüber hinaus haben die Schnellecke Logistics SE und weitere Standorte erfolgreich das TISAX ® Assessment Level 2 bestanden und das dazugehörige Label erhalten. Die Einhaltung der Rechtskonformität wird mit Systemunterstützung sichergestellt und die Prüfung der Betroffenheit von kundenspezifischen Forderungen regelmäßig durchgeführt. Zur verbesserten Erfassung und Analyse von internen und externen Reklamationen wurde 2022 ein übergreifendes System implementiert. Die weitere Ausrollung wird 2023 abgeschlossen. Die unternehmensweit definierten Qualitätsziele (Fehlerkosten, Auditergebnisse und Kundenzufriedenheit) werden im Rahmen regelmäßiger "Gemba"-Meetings detailliert und nachhaltig verfolgt. Das definierte Ziel der stabilen Anläufe von Neuprojekten unter Einhaltung der Budgetvorgaben und Umsetzung der Kundenvorgaben konnte dank der Implementierung von Prozessabnahmen (Q-Gates) 2022 voll erreicht werden. Digitalisierung logistischer Prozesse Die zunehmende Digitalisierung in der globalen Wirtschaft wirkt sich auch auf die Kontrakt-Logistik als dem größten Tätigkeitsbereich des Schnellecke-Konzerns aus. Insbesondere die zunehmende Leistungsfähigkeit von automatisierten und teilautonomen Logistik-Systemen (wie z.B. selbstfahrende Fahrzeuge [AGV's] oder Roboter) stehen in den nächsten Jahren im Fokus. Dies könnte zur Folge haben, dass derzeit bestehende Geschäftsmodelle zukünftig weniger erfolgreich sind. Auf der Kundenseite wird der Einsatz von neuen Logistiksystemen weiter forciert, um die heute personalintensiven Logistikleistungen schrittweise zu automatisieren. Die Anforderungen der Endkunden zwingen die Automobilhersteller, eine kundenzentrierte Flexibilität und Agilität in der Produktion zu erreichen. Dieser Trend erfordert seinerseits eine größere Flexibilität und Agilität in der Logistik. Gleichzeitig entstehen speziell im Transportbereich Plattformen, die auf eine Optimierung und Flexibilisierung in den Transportketten abzielen, was perspektivisch Auswirkungen auf die heute praktizierte Gebietsspedition haben kann. Zur Erhaltung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit arbeitet die Schnellecke-Gruppe intensiv an der Einführung digitaler Technologien, die ihrerseits im Kapitel Forschung & Entwicklung beschrieben sind. Mitarbeiterrisiken Als Logistikdienstleister sind wir ein reines "People Business", sodass der zentrale Erfolgsfaktor für das Unternehmen Schnellecke gut eingearbeitete, hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind. Risiken ergeben sich dann, wenn die zur Realisierung von gewonnenen Neuprojekten erforderlichen Mitarbeiter nicht verfügbar sind, wenn sprachliche und technische Kenntnisse der Mitarbeiter nicht (mehr) den Anforderungen der komplexen Kundenprojekte genügen oder wenn eine überdurchschnittliche Mitarbeiterfluktuation oder ein hoher Krankenstand die notwendige Belegschaft reduzieren. Diese Risiken können dazu führen, Neuprojekte nicht mehr zu gewinnen oder mit zu hohen Personalkosten betreiben zu müssen. Mitarbeiterabgänge können relevante Mehrkosten für Personalrekrutierungs- und Einarbeitungsmaßnahmen zur Folge haben. Der Schnellecke-Konzern begegnet diesen Risiken, indem er sich als attraktiver Arbeitgeber positioniert und eine langfristige Bindung von Fach- und Führungskräften anstrebt. Zu den entsprechenden personalpolitischen Maßnahmen gehören attraktive Arbeitsbedingungen, überwiegend tarifliche Bezahlung, attraktive Vergütungssysteme, individuelle Karrieremodelle durch Talentprogramme und umfassende Weiterbildungsmaßnahmen. In Anbetracht des demografischen Wandels und dem daraus resultierenden Arbeitskräftemangel positioniert sich Schnellecke zukunftsorientiert auf dem Arbeitsmarkt. Dazu wurde allen voran eine neue Position als Talent Acquisition & Employer Branding Expert implementiert, um das strategische Recruiting zu etablieren und um weitere Rekruter in den Standorten ergänzt. Hierbei wird durch gezielte Rekrutierungsmaßnahmen (Kooperationen mit Weiterbildungsinstituten bzw. Universitäten, verschiedene Trainee- und Ausbildungsprogramme) darauf hingearbeitet, neue Talente zu gewinnen, eigenen Nachwuchs zu fördern und das positive Image am Arbeitsmarkt auszubauen. Umfassende Arbeitssicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen, weltweite Mitarbeiterbefragungen und Beteiligung und Prämierung am betrieblichen Vorschlagswesen sorgen für Möglichkeiten der individuellen Arbeitsplatzgestaltung und Einbindung der Mitarbeiter in die Unternehmenskultur. IT-Risiken Die zunehmenden Cyber- und IT-Risiken sind im Fokus der IT. Schnellecke setzt auf moderne Endpoint Security Systeme (Firewalls, Antivirus, Malware, Spyware, etc.), die regional gemanagt und zentral überwacht werden. Es finden monatliche Patch-Days statt, an denen Betriebssysteme, Datenbanksysteme und Firmware upgedatet werden. Zusätzlich werden kontinuierlich aktualisierte Sicherheitsupdates und Patches eingespielt. Vor der Produktivsetzung finden Simulationen auf Testsystemen statt. Im Jahr 2022 wurde erstmals eine KI-basierte Lösung (DarkTrace) zur automatisierten Überwachung des Netzwerktraffics implementiert, um potentielle Cyber-Angriffe frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Außerdem wurde ein Penetration-Test für die Zentralsysteme durchgeführt, die daraus gewonnenen Erkenntnisse in Maßnahmen zur Härtung der IT-Infrastruktur überführt und daraus eine Roadmap für kurz-/mittel-/langfristige Ziele abgeleitet. Die Auditierung bzgl. der TISAX Anforderungen (Trusted Information Security Assessment Exchange) der Automobilindustrie in der Zentrale und ersten operativen Standorten wurden erfolgreich und ohne Hauptabweichungen absolviert. Die festgestellten Maßnahmen zur Risikominimierung werden sukzessive abgearbeitet. Finanzrisiken und -chancen Finanzielle Risiken und teilweise auch Chancen entstehen durch Marktschwankungen für Währungen, Zinsen und Rohstoffe, durch Spät- oder Nichtzahlung von Kunden sowie durch zeitlich auseinanderfallende Ein- und Auszahlungen. Der Schnellecke-Konzern begegnet diesen Risiken und Chancen durch ein systematisches und global koordiniertes Treasury Management. Da Schnellecke seine Dienstleistungen im Logistik- und Transportbereich in der Regel vor Ort anbietet und im Produktionsbereich der Exportanteil in Länder außerhalb des Euroraumes sehr gering ausfällt, ist das Wechselkursrisiko insgesamt relativ niedrig. Sofern in Einzelfällen die Währungen von Umsatz und zugehörigen Kosten voneinander abweichen, wird der Abschluss von Devisensicherungsgeschäften durch das zentrale Treasury geprüft und im Bedarfsfall durchgeführt. Der Großteil der in Anspruch genommenen Kredite, Darlehen und Factoring-Linien ist auf variabler Basis verzinst. Dem sich daraus ergebenden Zinsänderungsrisiko wird mit Hilfe von Zinssicherungsgeschäften (Zinsswaps) begegnet. Diese Sicherungsgeschäfte hatten zum Stichtag ein Gesamtvolumen von 23,0 Mio. EUR und gestaffelte Fälligkeiten von 2024 bis 2025. Damit ist ein bedeutender Anteil der variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert. Die niedrigen Forderungsausfälle der vergangenen Jahre belegen, dass die durch Schnellecke belieferten Kunden finanziell stabile Partner sind. Ausfallrisiken bzw. Zinsbelastungen aus Verzug wird durch ein kontinuierliches und global gesteuertes Forderungsmanagement begegnet. Zudem besteht eine globale Warenkreditversicherung für den Geschäftsbereich Logistik & Transport. Liquiditätsrisiken wird in der Schnellecke-Gruppe durch eine kurzfristige Liquiditätsplanung und -steuerung sowie durch eine mittelfristige Finanzplanung begegnet. Grundlage dafür ist die bewusst großzügig angelegte Konzernfinanzierung und ein konservatives Finanzmanagement. Zur guten Aufstellung gehört auch die 2021 abgeschlossene Finanzierung auf Ebene der Geschäftsbereiche, die zusammen mit der Nutzung von operativem Leasing jederzeit ausreichend Liquidität sicherstellt. Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation Der Vorstand und das Management der Schnellecke-Gruppe arbeiten kontinuierlich an der strategischen und strukturellen Entwicklung des Unternehmens sowie der Verbesserung der Instrumente zum Managen der Risiken und Chancen des Geschäfts. Daher ist der Vorstand der Ansicht, die Voraussetzungen dafür geschaffen zu haben, auch zukünftig Chancen unternehmerisch nutzen und mit Risiken umgehen zu können. Er sieht derzeit keine den Bestand des Unternehmens gefährdenden Risiken. E. PrognoseberichtDie Erholung der Weltwirtschaft nach der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 ist durch den Krieg in der Ukraine und seine Folgen, namentlich die erheblichen Preissteigerungen, die deutlichen Zinserhöhungen und die noch immer große Unsicherheit, zum Erliegen gekommen. Auch wenn die Energiepreise zu Beginn des Jahres 2023 deutlich zurückgegangen sind, Lieferengpässe immer geringere Auswirkungen haben und die Abkehr Chinas von der Null-Covid-Politik die konjunkturellen Aussichten verbessert, wirken hohe Inflation und gestiegene Zinsen bremsend auf Konsum und Investitionen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) rechnet für das globale BIP 2023 mit einem Wachstum von nur 2,1%. Während aus China mit einem prognostizierten Wachstum von 5,2% wieder stärkere Impulse kommen sollen, werden für den Euroraum mit 0,6%, die USA mit 0,8% und Mexiko mit 1,2% nur geringe Wachstumsraten erwartet. Damit sind die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Schnellecke Group im Jahr 2023 eher verhalten. Aufgrund der immer noch hohen Auftragsbestände und fortdauernden Lieferengpässe, vor allem bei Halbleiterelementen, wird die Automobilindustrie voraussichtlich auch 2023 durch volatile und gegenüber 2022 nur leicht steigende Produktionsvolumen gekennzeichnet sein. Während die Fahrzeughersteller durch den Nachfrageüberhang von hohen Margen profitieren, geraten die Margen der Zulieferer und Dienstleister durch stark gestiegene Kosten, die nur begrenzt an die Fahrzeughersteller weitergegeben werden können, weiter unter Druck. Demzufolge geht die Schnellecke Group für 2023 davon aus, dass sich die Produktionsvolumen der Kunden leicht erholen und dass sich die Lieferketten langsam weiter stabilisieren. Risiken möglicher Engpässe in der Teile- und Energieversorgung bestehen jedoch weiterhin. Die Umsatzplanung folgt der erwarteten Volumenentwicklung der Standorte sowie den überwiegend gezeichneten Neuprojekten. Dabei wurden von der teilweise optimistischen Planung der Kunden auf Basis der Erfahrung der Vorjahre mitunter deutliche Abschläge vorgenommen. Das geplante Wachstum des Umsatzes und der Wertschöpfung von 10%-15% resultiert daher wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Neugeschäften. Die gestiegenen Kosten in praktisch allen Bereichen, die sich in langfristigen Verträgen nur begrenzt an die Kunden weitergeben lassen, werden die Profitabilität 2023 belasten. Darüber hinaus sind weiterhin ungeplante Volumenschwankungen und Schließtage auf Seiten der Kunden zu erwarten. Daher wird die Schnellecke Group Skaleneffekte aus dem höheren Umsatz noch nicht in verbesserte Profitabilität umsetzen können. Für 2023 wird ein Betriebsergebnis erwartet, das in der Größenordnung des Berichtsjahres liegt. Die EBIT-Marge wird voraussichtlich leicht unter der des Berichtsjahres bleiben. Um einen erfolgreichen Verlauf des Geschäfts sicherzustellen wurden nichtfinanzielle Leistungsindikatoren geplant, die laufend nachverfolgt werden. Dazu gehören u.a. eine Steigerung der Produktivität in allen Bereichen, die weitere Verbesserung des Nachhaltigkeits-Ratings sowie eine Reduzierung der Abwesenheits- und Fluktuationsquoten. Neben der Steuerung des laufenden Geschäfts treibt die Schnellecke-Gruppe wichtige, langfristige Projekte voran. Der Strategie "SMART 25" folgend hat sich das Unternehmen auch 2023 in den Handlungsfeldern Marktstellung, Innovationsleistung, Produktivität & Effizienz und Attraktivität für gute Leute entsprechende Ziele gesetzt und Maßnahmen initiiert. Neben vertriebsorientierten Aktivitäten wird weiter in konkreten Projekten an der Automatisierung und Digitalisierung gearbeitet. Zudem ist geplant, weitere Maßnahmen im Bereich des globalen Nachhaltigkeitsmanagements zu implementieren. Darüber hinaus sind die geplanten Programme zur Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung in der Umsetzung. Diese und weitere bilden die Grundlage für die zukünftige Ertragskraft des Unternehmens.
Wolfsburg, den 9. Mai 2023 Schnellecke Group AG & Co Nikolaus Külps, Vorstand Dr. Tim Kannewurf, Vorstand Dr. Klaus van Marwyk, Vorstand Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Die Schnellecke Group AG & Co. KG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter HRA 200391 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Stellfelder Straße 39, 38442 Wolfsburg, Deutschland. Der abschluss zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Dabei wurde für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die fristbedingten Vermerke werden im Anhang gemacht. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- 1 Einheit (t€, % usw.) auftreten. II. Konsolidierungskreis Zum 31. Dezember 2022 wurden neben der Schnellecke Group AG & Co. KG insgesamt 22 (im Vorjahr 23) inländische und 35 (im Vorjahr 37) ausländische Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Davon wurden 3 Gesellschaften neu in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Seit Jahresbeginn 2022 sind durch Veräußerung, Verschmelzung bzw. aufgrund gesunkener Bedeutung 6 Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Die Veränderungen 2022 beinhalten im Einzelnen: Die Gesellschaften Schnellecke Logistics Arizona, LCC, USA, und Schnellecke Logistics Qidong Co. Ltd., China, wurden in 2022 mit Gründung in den Konzern aufgenommen. Mit Beginn des operativen Geschäftes im Geschäftsjahr erfolgte die Einbeziehung der bisher nicht konsolidierten Gesellschaft Schnellecke Logistics Industries GmbH, Wolfsburg. Infolge der Veräußerung der Anteile an den Tochterunternehmen Schnellecke Logistics I GmbH, Wolfsburg und Cotrans Logistic Verwaltungs-GmbH, Wolfsburg sind diese Gesellschaften aus dem Konzern ausgeschieden. In 2022 wurde die Cotrans Slovakia s.r.o., mit der Schnellecke Transport Slovakia s.r.o als aufnehmende Gesellschaft verschmolzen. Desweiteren erfolgte die Verschmelzung der SAG-Transport-Beteiligungs-AG mit der SAG-Logistics-Beteiligungs-AG als aufnehmende Gesellschaft. Beide Verschmelzungen erfolgten zum 1. Januar 2022. Durch Geschäftsauslauf und mit im Berichtsjahr beginnender Abwicklung wurden die Tochterunternehmen Schnellecke Logistics Hungary Kft. v.a., Györ, Ungarn und OOO "Schnellecke Rus", Nizhny Novgorod, Russische Föderation zum 31. Dezember 2022 entkonsolidiert. Die genannten Änderungen des Konsolidierungskreises haben insgesamt keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2022. Daher wurden keine Angaben nach § 294 Abs. 2 HGB gemacht. Die detaillierte Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß §§ 285 und 313 HGB ist diesem Konzernanhang beigefügt. Für die Unternehmen, die gemäß § 296 Abs. 2 bzw. § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes in diesem Konzernanhang. III. Konsolidierungsmethoden Für die Kapitalkonsolidierung findet im Schnellecke-Konzern für Erwerbe vor dem 1. Januar 2010 die Buchwertmethode Anwendung. Danach wird das Eigenkapital des zu konsolidierenden Tochterunternehmens mit dem Betrag angesetzt, der dem Buchwert der Aktiva und Passiva zum maßgeblichen Verrechnungszeitpunkt entspricht. Die vorhandenen Anteile Dritter gehen ebenfalls zu Buchwerten in die bilanz ein. Für Erwerbe seit dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Bei Gemeinschaftsunternehmen erfolgt eine quotale Einbeziehung gemäß § 310 Abs. 2 HGB. Eine Übersicht über die aus Gemeinschaftsunternehmen in Summe resultierenden Vermögenswerten, Schulden und Posten der Gewinn- und Verlustrechnung gibt folgende Tabelle:
Zwischenergebnisse werden, soweit wesentlich, nach § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Assoziierte Unternehmen werden gemäß § 312 Abs. 1 Nr. 2 HGB mit dem Betrag, der ihrem anteiligen Eigenkapital entspricht, angesetzt. Die Ermittlung der Wertansätze erfolgt zu dem Zeitpunkt, zu dem das jeweilige Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist, oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Bewertung at Equity. Die assoziierten Unternehmen bilanzieren nach HGB. Das Geschäftsjahr aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist das Kalenderjahr. Einzige Ausnahme bildet die Schnellecke-Jeena Logistics India Private Limited, Mumbai, Indien. Bilanzstichtag dieser Gesellschaft ist der 31. März. Für Zwecke des Konzernabschlusses wurde ein Zwischenabschluss auf den 31. Dezember 2022 aufgestellt. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte wurde von dem Wahlrecht zur Aktivierung Gebrauch gemacht. Die Aktivierungen betreffen ganz überwiegend die Entwicklung selbst erstellter Software. Die Aktivierung von Herstellungskosten im Sinne des § 255 Abs. 2a HGB aus Entwicklungsprojekten erfolgt nach Freigabe durch das Schnellecke Digital Innovation Board. Die aktivierten Kosten betreffen ausschließlich Entwicklungskosten inklusive angemessener Teile der Fertigungsgemeinkosten sowie Sonderkosten der Entwicklung. Enthalten sind angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung, soweit diese auf den Zeitraum der Entwicklung entfallen. Zinsen für Fremdkapital sind nicht enthalten. Nicht aktivierbare Entwicklungsaufwendungen wie interne Beratung im Zusammenhang mit der digitalen Transformation oder Training sind in den Aufwendungen verblieben. Es sind keine Forschungsaufwendungen angefallen. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte sowie selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und planmäßig linear abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag auf Dauer beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Bestehen die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr, erfolgen Zuschreibungen im Anlagevermögen. Die Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Waren sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des niedrigeren Marktpreises oder beizulegenden Wertes bilanziert. Die Bewertung der unfertigen Leistungen sowie der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie etwaige Sondereinzelkosten der Fertigung. Angemessene Teile der Material- und der Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens werden ebenfalls einbezogen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Absatz 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert ohne Umsatzsteuer. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken bei Lieferforderungen sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch Pauschalwertberichtigungen, berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich zur Erfüllung dieser dienen (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die in den Jahresabschlüssen aufgrund des Wahlrechts der Beibehaltung gemäß Artikel 67 Abs. 3 S. 1 EGHGB ausgewiesenen Sonderposten mit Rücklageanteil werden im abschluss nicht übernommen, sondern gemäß § 298 Abs. 1 HGB in Verbindung mit Artikel 54 Abs. 2 EGHGB unter Berücksichtigung latenter Steuern innerhalb der Rücklagen ausgewiesen. Steuerfreie Investitionszuschüsse und -zulagen werden passivisch als Wertberichtigung zum Anlagevermögen unter dem Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen ausgewiesen. Die Auflösung des Postens erfolgt ertragswirksam entsprechend dem Abschreibungsverlauf der entsprechenden Anlagegüter sowie bei Abgängen, sofern Restbuchwerte noch vorhanden waren. Die Rückstellungen werden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um am Bilanzstichtag erkennbare Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten zu erfüllen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung eines Zinssatzes von 0,34 % (Vorjahr: 0,47 %) ermittelt. Ergebniseffekte aus der Veränderung des Zinssatzes werden im Zinsaufwand erfasst. Zum Ansatz kommen sowohl der Erfüllungsrückstand als auch die künftig zu gewährenden Aufstockungsbeträge für diejenigen Arbeitnehmer, die von der Altersteilzeitregelung bereits Gebrauch machen, sowie die wahrscheinlichen Aufwendungen für weitere Berechtigte. Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff Dritter entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Entsprechend werden die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Erlös bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die latenten Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Passive latente Steuern ergeben sich u. a. aus dem von den handelsrechtlichen Vorschriften abweichenden steuerlichen Ansatz von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens; aktive latente Steuern aus dem Rückstellungsbereich sowie aus dem Anlagevermögen (Sachanlagen) und Forderungen. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzbarkeit berücksichtigt. Die passiven latenten Steuern wurden mit den aktiven latenten Steuern verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende nicht konsolidierungsbedingte aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts nicht aktiviert. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt wegen unterschiedlicher Rechtsformen rechnerisch auf Basis eines gemischten Steuersatzes von 25 % (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Solidaritätszuschlag). Der ausgewiesene Konzernsteueraufwand unterscheidet sich vom erwarteten Konzernsteueraufwand überwiegend durch die Nichtaktivierung von latenten Steuern auf solche Rückstellungen, die steuerbilanziell mit einem geringeren Betrag anzusetzen oder vom Ansatz ausgeschlossen sind. Die Währungsumrechnung von Fremdwährungsposten einbezogener ausländischer Unternehmen erfolgt nach der modifizierten Stichtagsmethode des § 308a HGB mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs. Dabei werden die jeweiligen Eigenkapitalgrößen der Tochtergesellschaften zu historischen Kursen, alle anderen Posten der Bilanz zum Stichtagskurs und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem durchschnittlichen Devisenkassamittelkurs bezogen auf das Geschäftsjahr umgerechnet. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital unter dem Posten 'Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung' ausgewiesen. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Bilanzstichtag gegebenenfalls zum niedrigeren Stichtagskurs bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von unter einem Jahr) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden am Abschlussstichtag gegebenenfalls zum höheren Stichtagskurs bewertet (Imparitätsprinzip). Die Umrechnung kurzfristiger Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von unter Jahr) erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde:
Währungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. *) Die EZB hat die Veröffentlichung des Euro-Referenzkurses zum Rubel mit Wirkung vom 2. März 2022 ausgesetzt. V. E rläuterungen zur bilanz Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage zum Konzernanhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Im Übrigen wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes hingewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:
Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich im Geschäftsjahr ebenfalls ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 351 t€ (im Vorjahr: 317 t€). Die Forderungen aus kurzfristigen Darlehen betragen 0 t€ (im Vorjahr: 487 t€), die übrigen Vermögensgegenstände 0 t€ (im Vorjahr: 1 t€). Eigenkapital Die Aufgliederung und Entwicklung des Eigenkapitals wird als eigenständiger Bestandteil des abschlusses im eigenkapitalspiegel gesondert dargestellt. Die Darstellung des Eigenkapitalspiegels sowie der entsprechenden Posten in der Bilanz wurden an die für Kapitalgesellschaften vorgesehenen Strukturen angenähert. Dabei werden unter den Kapitalanteilen und Rücklagen ausschließlich die entsprechenden Posten des Mutterunternehmens ausgewiesen. Alle erwirtschafteten Jahresüberschüsse/ -fehlbeträge und Gewinn-/ Verlustvorträge der Tochtergesellschaften werden dagegen unabhängig von ihrer Abbildung im jeweiligen Jahresabschluss dem Bilanzgewinn als erwirtschaftetem Konzernergebnis zugeordnet. Ausschüttungsgesperrte Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB bestehen beim Mutterunternehmen nicht. Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen Die Veränderung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen beinhaltet planmäßige Auflösungen in Höhe von 168 t€, Zuführungen in Höhe von 8 t€ sowie Abgänge in Höhe von 2 t€. Rückstellungen Der Posten sonstige Rückstellungen umfasst:
In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit in Höhe von 6.073 t€ enthalten. Zum Ansatz kamen gemäß IDW RS HFA 3 der Erfüllungsrückstand und die künftig zu gewährenden Aufstockungsbeträge insgesamt in Höhe von 4.371 t€ für diejenigen Arbeitnehmer, die von der Altersteilzeitregelung bereits Gebrauch machen, sowie die wahrscheinlichen Aufwendungen für weitere Berechtigte in Höhe von 1.702 t€. Die Ansprüche aus Erfüllungsrückständen sind durch Rückdeckungsversicherungen insolvenzgesichert. Aus der Vermögensverrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB resultierte eine Saldierung der Rückstellungen in Höhe von 1.581 t€. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände belaufen sich auf 1.632 t€. Dieser Betrag (Rückkaufswert) entspricht deren beizulegenden Zeitwert. Die im Zusammenhang mit der Vermögensverrechnung zu verrechnenden Aufwendungen und Erträge sind von untergeordneter Bedeutung. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten mit den Restlaufzeiten sind in der nachstehenden Übersicht gezeigt:
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise mit Eigentumsvorbehalten gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 7 t€ (im Vorjahr: 0 t€), aus kurzfristigen Darlehen in Höhe von 800 t€ (im Vorjahr: 0 t€) sowie aus Cash Pooling in Höhe von 0 t€ (im Vorjahr: 31 t€). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8 t€ (im Vorjahr: 3 t€) und übrige Verbindlichkeiten in Höhe von 18 t€ (im Vorjahr: 21 t€). Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen 23.098 t€ auf Steuern (im Vorjahr: 16.365 t€) und 4.155 t€ auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (im Vorjahr: 3.066 t€). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2022 bestehen bedeutende sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs.1 Nr. 2a HGB in Höhe von insgesamt 140.978 t€. Davon entfallen 59.287 t€ auf Leasingverträge über die gesamte Restlaufzeit, 4.063 t€ auf Bestellobligos zum Erwerb von Sachanlagevermögen sowie 77.628 t€ auf weitere Verpflichtungen aus befristeten und unbefristeten Dauerschuldverhältnissen gegenüber Dritten, aus denen jährliche Verpflichtungen in Höhe von 27.163 t€ resultieren. Leasingverträge werden im Rahmen der Finanzierungsstrategie des Konzerns eingesetzt, um eine Diversifizierung der Kreditgeber zu erreichen. Immobilien werden überwiegend gemietet, um flexibel auf Veränderungen in der Auftragsstruktur reagieren zu können. Factoring wird insbesondere eingesetzt, um das Delkredererisiko zu reduzieren. Zum Stichtag waren Forderungen im Wert von 38.811 t€ verkauft. Finanzielle Verpflichtungen aus Gemeinschaftsunternehmen bestehen insgesamt in Höhe von 261 t€, davon aus Leasingverträgen über die gesamte Restlaufzeit in Höhe von 11 t€, aus Bestellobligos zum Erwerb von Sachanlagevermögen in Höhe von 205 t€ sowie jährliche Verpflichtungen aus weiteren befristeten und unbefristeten Dauerschuldverhältnissen gegenüber Dritten in Höhe von 45 t€. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Der Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich dabei um außerbörslich gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Der Einsatz dieser Instrumente unterliegt internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts des Konzerns sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes derivativer Finanzinstrumente ist es, Verwerfungen in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsströme zu reduzieren, die aus der Veränderung von Zinssätzen und Wechselkursen resultieren. Zum Bilanzstichtag waren ein Zinsswap mit einem Nominalvolumen in Höhe von 3.000 t€ und ein Zinscap mit einem Nominalvolumen in Höhe von 20.000 t€ in Bewertungseinheiten auf der Grundlage von 'Macro-Hedges' einbezogen, die nach der Einfrierungsmethode abgebildet werden. Bei einem 'Macro-Hedge' wird die Risiko-kompensierende Wirkung von ganzen Gruppen von Grundgeschäften zusammenfassend betrachtet. Bei der Einfrierungsmethode werden die Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäftes eingefroren und in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung unberücksichtigt gelassen, soweit sich die Risiken ausgleichen. Zum Bilanzstichtag betragen der Marktwert des Zinsswaps 177 t€ und der Marktwert des Zinscaps -32 t€. Die Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken erfolgte insgesamt bis zum 31.03.2025. VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Währungsergebnis Das Währungsergebnis beträgt im Geschäftsjahr insgesamt 1.334 t€ (im Vorjahr: 2.577 t€). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 6.408 t€ (im Vorjahr: 7.530 t€) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen 5.074 t€ (im Vorjahr: 4.953 t€) erfasst. Periodenfremde Erträge Von den Umsatzerlösen sind 38 t€ (im Vorjahr: 111 t€) periodenfremd. Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen insgesamt 7.562 t€ (im Vorjahr: 10.192 t€) auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, 419 t€ (im Vorjahr: 910 t€) auf Erträge aus Verkäufen von Anlagevermögen sowie übrige periodenfremde Erträge i. H. v. 774 t€ (im Vorjahr: 6.468 t€). Letztere beinhalten im Wesentlichen Erstattungen für Vorjahre, Erträge aus Nachberechnungen und sonstige zeitraumfremde Erträge. Periodenfremde Aufwendungen Materialaufwendungen sind in Höhe von 300 t€ (im Vorjahr: 301 t€) periodenfremd. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 80 t€ (im Vorjahr: 354 t€) sowie übrige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2.257 t€ (im Vorjahr: 2.348 t€) ausgewiesen. Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind in Höhe von 167 t€ periodenfremd (im Vorjahr: -1.148 t€). Außergewöhnliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten 750 t€ Erträge aus Zuschreibungen auf eine Darlehensforderung gegenüber einem nicht konsolidierten Tochterunternehmen der Produktionssparte. Außergewöhnliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten 776 t€ Restrukturierungsaufwand, welcher überwiegend aufgrund von Abwicklungs- und Abbruchkosten in Verbindung mit auslaufenden Bestandsgeschäften steht. Aus Entkonsolidierungen infolge von Anteilsveräußerungen an der Schnellecke Logistics I GmbH, Wolfsburg und der Cotrans Logistic Verwaltungs-GmbH, Wolfsburg sowie aufgrund der Beendigung der aktiven Geschäftstätigkeit der Schnellecke Logistics Hungary Kft. v.a., Györ, Ungarn und der OOO "Schnellecke Rus", Nizhny Novgorod, Russische Föderation ergibt sich ein sonstiger betrieblicher Aufwand in Höhe von 529 t€. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen auf Zinserträge aus verbundenen Unternehmen 147 t€ (im Vorjahr: 144 t€). Abschreibungen auf Finanzanlagen Die Abschreibungen auf Finanzanlagen erfolgten aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen aus Aufzinsungen in Höhe von 34 € (im Vorjahr: 39 t€). Aufwendungen aus latenten Steuern Die Aufwendungen aus den latenten Steuern betragen 1.065 t€ (im Vorjahr: 231 t€). Sonstige Maßnahmen In den Folgejahren ergeben sich durch das ausgeübte Wahlrecht der periodischen Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse Erträge in Höhe von 1.123 t€. Dabei handelt es sich um den noch nicht aufgelösten Bestand des Sonderpostens zum 31. Dezember 2022. Jahresergebnisse "Nicht beherrschende Anteile" Der Ergebnisanteil der nicht beherrschenden Anteile setzt sich wie folgt zusammen:
VII. Sonstige Angaben Komplementärin Die SAG-Beteiligungs-AG, Salzburg, Österreich, ist Komplementärin des Mutterunternehmens der Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg. Anteilsbesitz Die Angabe zu den Beteiligungsunternehmen erfolgt in der Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2022 in diesem Konzernanhang. Zahl der beschäftigten Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2022 beträgt:
Durchschnittlich waren im Konzern 121 Auszubildende beschäftigt. In der Gesamtsumme sind 379 gewerbliche Arbeitnehmer, 86 Angestellte von quotal einbezogenen Unternehmen enthalten. Angaben zum Abschlussprüferhonorar Das im Aufwand erfasste Gesamthonorar für den Abschlussprüfer gemäß § 314 Nr. 9 HGB beläuft sich auf 396 t€ (im Vorjahr: 382 t€) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Beirat Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen: Herr Prof. Rolf Schnellecke Herr Dr. h. c. Detlef Schmidt Herr RA Hans-Peter Kunze Herr Prof. Siegfried Bülow Herr Thomas Zernechel. Die Beiratsmitglieder erhielten im Geschäftsjahr für ihre Tätigkeit insgesamt eine Vergütung in Höhe von 143 t€. Vorstand Herr Nikolaus Külps Herr Dr. Tim Kannewurf Herr Dr. Klaus van Marwyk Die Gesamtbezüge 2022 der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich auf 1.612 t€. Konzernbeziehungen Die Schnellecke Group AG & Co. KG stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2022 einen Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis auf, der dem Unternehmensregister übermittelt wird. Nachtragsbericht Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres der Schnellecke Group AG & Co. KG eingetretene Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nicht ergeben.
Wolfsburg, den 9. Mai 2023 Schnellecke Group AG & Co Nikolaus Külps, Vorstand Dr. Tim Kannewurf, Vorstand Dr. Klaus van Marwyk, Vorstand Konzern - Anlagenspiegel zum 31.12.2022
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2022I. Anteilsbesitz gem. §§ 285 und 313 HGB
1) Bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft 2) Befreiung gemäß § 264 b HGB 3) Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB 4) Gemeinschaftsunternehmen, die gemäß § 310 Abs. 2 HGB quotal in den Konzernabschluss einbezogen sind; Anteil am Kapital = Anteil am Stimmrecht 5) Assoziierte Unternehmen, die gemäß § 311 Abs. 1 HGB nach der Equity-Methode in den abschluss einbezogen sind; Anteil am Kapital = Anteil am Stimmrecht 6) keine Angabe von Eigenkapital und Ergebnis gemäß § 313 Abs. 3 Satz 5 HGB 7) keine Angabe von Eigenkapital und Ergebnis gemäß § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB
II. Angaben zu sonstigen Beteiligungen gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4
(Angaben beziehen sich auf den 31.12.2009) III. Unternehmen, die gemäß § 296 Abs. 2 bzw. § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind
Insgesamt sind diese Unternehmen von untergeordneter Bedeutung für den abschluss. Konzern-Kapitalflussrechnung
Der Finanzmittelfonds beinhaltet 441 T€ liquide Mittel von quotal einbezogenen Gesellschaften. Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 9. Mai 2023 Deloitte
GmbH
Heiko Engelhardt, Wirtschaftsprüfer Frank Hundgeburth, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss wurde am 12. Mai 2023 festgestellt. |
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