Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 206873
Vorher
Schnellecke SE
Eingetragen
1.12.2017
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Der Gegenstand des Unternehmens sind Dienstleistungen im nationalen und internationalen Transport- und Logistikbereich, einschließlich von Dienstleistungen für ihre Aktionäre und ihre Beteiligungsunternehmen. Gegenstand des Unternehmens ist weiterhin im Rahmen der Funktion einer weltweit geschäftsleitenden Spartenholding für die Unternehmensgruppe Schnellecke die Gründung und der Erwerb sowie die Beteiligung an Unternehmen im In- und Ausland, die Veräußerung von Unternehmen und Beteiligungen hieran, die Führung und Entwicklung der Sparte und der Spartenunternehmen, die Erbringung zentraler Dienstleistungen innerhalb der Sparte sowie die Verwaltung der Beteiligungen an Unternehmen sowie der Abschluss von Unternehmensverträgen. Die Gesellschaft kann Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit den Unternehmen abschließen, deren Anteile sie direkt oder indirekt hält. Die Gesellschaft betreibt keine Geschäfte, die nach dem Kreditwesengesetz (KWG) oder dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) genehmigungspflichtig sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Lemper
seit 2.4.2025
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Dominik Lemke
seit 28.8.2024
Prokura
Lars Otte
seit 17.7.2023
Vorstandsmitglied
Prokura
Martin Wengatz
seit 21.4.2020
Prokura
Volker Voßler
seit 21.4.2020
Prokura
Karsten Keil
seit 21.4.2020
Prokura
Heiko Wille
seit 21.4.2020
Prokura
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schnellecke Group AG & Co. KG

Wolfsburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen des Konzerns

Die Schnellecke Group AG & Co. KG mit Sitz in Wolfsburg ist ein Logistikdienstleister und Zulieferer für die Automobilindustrie.

Unter der Dachmarke Schnellecke Logistics entwickelt und realisiert das Familienunternehmen auf Kundenbedürfnisse abgestimmte Logistiklösungen und optimierte Wertschöpfungsketten. Dazu gehören Modulmontagen, Sequenzen sowie die Versorgungs-, Verpackungs-, Lager- und Transportlogistik. Dieses Dienstleistungsportfolio deckt einen Großteil der Inbound Supply Chain in der Automobilindustrie ab, die die wesentliche Kundengruppe darstellt.

Außerdem werden unter der Dachmarke KWD Automotive konstruktive Karosserielösungen inklusive der Herstellung von Pressteilen und Schweißzusammenbauten produziert. Dieser Geschäftsbereich besitzt Leichtbau-Kompetenz und produziert Karosserieteile und Baugruppen.

Die nationalen und internationalen Standorte des größten Geschäftsbereiches Logistik & Transport sind in einer aus sechs Regionen und einem Transportbereich bestehenden Struktur organisiert. Die Standorte befinden sich nahe den Werken der Kunden, in denen PKW und leichte Nutzfahrzeuge produziert und entsprechende Dienstleistungen und Produkte nachgefragt werden. Hierbei bedient der Konzern mit seinen Produkten und Dienstleistungen sowohl die Automotive OEM 1 (BMW, Mercedes Benz, Fiat-Chrysler, Ford, GM, Nissan und die Volkswagen-Konzernmarken Audi, Lamborghini, Porsche, Seat, Skoda, Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge) als auch die First- und Second-Tier-Zulieferer 2 . Darüber hinaus arbeitet der Bereich Logistik & Transport zunehmend für Unternehmen der Konsumgüterindustrie und anderer Industriezweige.

In der Strategie "SMART 25" sind die zukünftige Entwicklung, die Ziele und die zur Zielerreichung notwendigen Initiativen bis zum Jahr 2025 definiert. Diese dient als Leitfaden für die kurzfristigen Ziele der Geschäftsbereiche. Hier werden die Ziele in den Handlungsfeldern Marktstellung, Innovationsleistung, Produktivität & Effizienz, Attraktivität für gute Leute und Ertragskraft definiert, sowie die entsprechenden Initiativen und Maßnahmen festgeschrieben. Wesentliches Ziel der Strategie "SMART 25" ist ein moderates und profitables Umsatzwachstum auf ca. 1,4 Mrd. EUR bei einer EBIT-Marge von ca. 3%. Dieses Wachstum soll im Wesentlichen organisch erreicht werden. Dabei wird die Diversifizierung in Bezug auf Regionen, Kunden und Produkte weiter vorangetrieben. Zudem soll der Anteil des Geschäfts in benachbarten Industrien weiter ausgebaut werden. Wesentliche Säulen der Strategie sind Innovation - hier werden Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle weiter vorangetrieben -, Effizienz - die genutzt wird, um das Ergebnis überproportional zu verbessern - sowie Attraktivität für gute Leute - wozu bereits seit einigen Jahren globale Maßnahmen implementiert werden.

1 OEM: "Original Equipment Manufacturer" steht für Erstausrüster
2 First Tier oder auch Tier 1 beschreibt die Position des Lieferanten in der Zuliefererpyramide

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Schnellecke-Konzern ist als wertschöpfender Logistikdienstleister und als Produzent von Karosseriebauteilen vor allem von der Automobilindustrie und deren Produktionsvolumina abhängig. Nachfolgend wird die Entwicklung der Weltwirtschaft sowie der für den Konzern wichtigen Teilmärkte dargestellt.

Nach zwei herausfordernden Jahren unter dem Einfluss der COVID-19-Pandemie und deutlichen Schwierigkeiten durch unterbrochene Lieferketten war die Weltwirtschaft 2022 erneut von exogenen Faktoren geprägt. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat nicht nur unermessliches menschliches Leid erzeugt, sondern auch die wirtschaftliche Aktivität des Landes und seiner Handelspartner massiv beeinträchtigt. Einerseits waren Lieferketten unmittelbar unterbrochen und haben zu Produktionsschocks geführt und andererseits sind durch reduzierte Energie- und Rohstofflieferungen aus Russland und der Ukraine die Preise über die verschiedenen Wertschöpfungsstufen hinweg bis zu den Konsumenten sehr deutlich gestiegen. Hinzu kamen die Auswirkungen der Zero-Covid-Politik der chinesischen Regierung und die damit verbundenen drastischen Lockdown-Maßnahmen, die die Wirtschaft des Landes und den weltweiten Handel beeinträchtigten.

Die Inflationsrate aller Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stieg von 4,0% im Jahr 2021 auf 9,6% im Jahr 2022, während das Bruttoinlandsprodukt nach 5,7% im Vorjahr 2022 nur um 2,9% wuchs. Chinas Bruttoinlandsprodukt wuchs aufgrund der Lockdown-Maßnahmen mit nur 3,0% nach 8,1% im Vorjahr. Von den weiteren für die Schnellecke Group besonders relevanten Ländern zeigte Portugal mit 6,7% das stärkste Wachstum, gefolgt von Spanien (5,5%), Polen (4,9%), Südafrika (4,9%), Mexiko (3,1%), Tschechien (2,5%), USA (2,1%) und der Slowakei (1,7%). Insbesondere der für Schnellecke wichtigste Markt Deutschland wuchs mit nur 1,8%.

Die Automobilindustrie war zunächst in besonderer Weise von den Auswirkungen des Kriegs Russlands gegen die Ukraine betroffen. Zu der immer noch fortdauernden Knappheit an Halbleiterelementen und anderen Teilen kam eine Knappheit insbesondere an Kabelbäumen, die in der Ukraine hergestellt werden, hinzu. Nach starken Einbußen in den Monaten März und April erholte sich die Automobilproduktion auf Basis weiterhin hoher Auftragsbestände der Hersteller in der zweiten Jahreshälfte. Trotz des leichten Gesamtwachstums im Jahr 2022 gegenüber 2021 blieb die Gesamtproduktion jedoch immer noch deutlich unter den Vor-Corona-Zahlen von 2019. Der Krieg in der Ukraine hatte besondere Auswirkungen auf das Geschäftsvolumen in Europa. Die Fahrzeugproduktion lag hier 2022 um 6% unter dem schon schwachen Vorjahr und 30% niedriger als 2019. Die Produktion in Nordamerika hat sich bereits deutlich erholt und lag 13% über dem Vorjahr, aber immer noch leicht unter 2019.

Durch die starken Preissteigerungen sind auch die Kosten der Unternehmen deutlich gestiegen. Dies gilt insbesondere für Energie- und Personalkosten. Energiekosten sind im Mittel aller OECD-Länder 2022 um ca. 30% gestiegen. Die Arbeitskosten in Deutschland sind 2022 um einen historischen Höchstwert von 5,2% gestiegen, die Durchschnittslöhne in den USA um 5,2% und in Mexiko sogar um 8,0%. Während die Automobilhersteller diese Kostensteigerungen aufgrund des immer noch bestehenden Nachfrageüberhangs auf die Kunden überwälzen und ihre Margen steigern konnten, hat sich die Profitabilität ihrer Zulieferer und Dienstleister weiter verschlechtert.

Durch die stark gestiegene Inflation und die geldpolitische Reaktion der Zentralbanken haben sich die Zinsen 2022 weltweit deutlich erhöht. Die 3-monatigen Interbank-Raten im Euroraum stiegen von -0,55% im Jahr 2021 auf 2,07% im Dezember 2022. In den USA stiegen sie sogar von 0,11% auf 4,51%. Dies erhöhte die Finanzierungkosten der Unternehmen und somit auch ihre Renditeanforderungen.

2. Geschäftsverlauf

Die Schnellecke-Gruppe steuert ihre operative Geschäftstätigkeit vorrangig anhand der Leistungsindikatoren Umsatz, Wertschöpfung und Betriebsergebnis 3 :

Konzern (konsolidiert;
in Mio. EUR)
2022 2021 Abweichung
Umsatzerlöse 1.244,2 1.017,5 226,7
Wertschöpfung 706,1 595,1 111,0
Betriebsergebnis 13,5 18,3 -4,8

Die Wertschöpfung ist wie folgt definiert:

Konzern (konsolidiert;
in Mio. EUR)
2022 2021
Umsatzerlöse +1.244,2 +1.017,5
Bestandsveränderungen -1,0 +8,1
Andere aktivierte Eigenleistungen +2,6 +2,7
Sonstige betriebliche Erträge (operativ) 4 +22,7 +25,8
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -435,7 -356,2
Aufwendungen für bezogene Leistungen ohne Aufwendungen für Leiharbeiter -126,7 -102,8
Wertschöpfung +706,1 +595,1

Der Umsatz der Schnellecke Group stieg vor allem aufgrund der erfolgreichen Akquisition von Neugeschäft gegenüber dem Vorjahr um ca. 22%. Gleichzeitig haben die Anläufe dieser Neugeschäfte aufgrund der üblicherweise angefallenen Anlaufkosten die Profitabilität beeinträchtigt. Vor allem aber wurde die Ergebnisentwicklung im Jahr 2022 massiv durch die oben genannten Störungen der Lieferketten für die Automobilproduktion beeinflusst.

Der Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar des Jahres hat wegen fehlender Teile die Produktion in einzelnen Werken der Kunden in Deutschland, Polen, Tschechien und der Slowakei kurzfristig zum Erliegen gebracht. Die ausbleibenden Umsätze führten in Verbindung mit anderen Lieferengpässen bei den Kunden und coronabedingt hohen Krankenständen zu operativen Verlusten in den ersten Monaten, die erst im Laufe des Jahres kompensiert werden konnten. Weiterhin wurden Produktionsausfälle seitens der Kunden sehr kurzfristig angekündigt und umgesetzt. Dies führte zusammen mit einer sehr volatilen Fahrweise in den Kundenwerken auch 2022 zu hohen Ineffizienzen in der Ausführung der logistischen Prozesse und der Teileproduktion. Vor dem Hintergrund der schwachen Ergebnissituation wurden im gesamten Konzern Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung implementiert bzw. fortgeführt.

Durch die konsequenten Maßnahmen auf allen Ebenen konnte die Schnellecke Group im Geschäftsjahr 2022 trotz der herausfordernden Umstände ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen.

Geschäftsverlauf der Geschäftsbereiche

Nachfolgend wird die Entwicklung der Geschäftsbereiche im Jahr 2022 auf Basis der konsolidierten Werte dieser Geschäftsbereiche unter Berücksichtigung von intersegmentären Beziehungen zwischen diesen Geschäftsbereichen beschrieben.

Geschäftsbereich Logistik & Transport
(in Mio. EUR)
2022 2021 Abweichung
Umsatz 753,3 623,4 129,9
Wertschöpfung 578,0 478,5 99,5
Betriebsergebnis 10,5 12,4 -1,9

Bei im Wesentlichen gegenüber dem Vorjahr vergleichbarem Leistungsvolumen aus Bestandsgeschäften erreichte der Bereich Logistik & Transport vor allem durch Neugeschäfte eine Steigerung im Umsatz und in der Wertschöpfung von 21%. Bedingt durch das Geschäftsmodell eines Logistikdienstleisters mit Schwerpunkt auf der Produktionsversorgung in der Automobilindustrie wirkten sich die niedrigen und volatilen Produktionsvolumina der Kunden im Bestandsgeschäft negativ auf die Effizienz der Leistungserbringung aus. Insbesondere Produktionsstillstände an einzelnen Standorten in Folge des Kriegs in der Ukraine stellten das Management vor große Herausforderungen.

Bei einer durchschnittlichen Personalkostenquote von ca. 50% hat der Bereich vor allem mit personalbezogenen Maßnahmen auf die Krise reagiert, d.h. mit Kurzarbeit bzw. vergleichbaren Instrumenten in den Ländern außerhalb Deutschlands. Des Weiteren wurde - wie in den Krisensituationen der Vorjahre - ein stringentes Ausgaben-, Investitions- und Einstellungscontrolling durchgeführt, um damit alle nicht zwingend notwendigen Kosten zu vermeiden. Darüber hinaus wurden wiederum Verhandlungen mit den Kunden zu Kompensationszahlungen aufgrund von Mindervolumina und kurzfristigen Produktionsschwankungen aufgenommen, die überwiegend bis Ende des Jahres abgeschlossen werden konnten und sich positiv auf das Betriebsergebnis ausgewirkt haben.

Der Bereich Logistik & Transport erreichte mit Hilfe der ergriffenen Maßnahmen trotz der schwierigen Situation ein positives Betriebsergebnis.

Geschäftsbereich Produktion
(in Mio. EUR)
2022 2021 Abweichung
Umsatz 495,6 399,5 96,1
Wertschöpfung 131,9 120,5 11,4
Betriebsergebnis 3,5 7,2 -3,7

Auch der Bereich Produktion konnte erhebliches Neugeschäft akquirieren und damit die Wertschöpfung gegenüber dem Vorjahr um 9% steigern. Durch das Neugeschäft und durch Preiserhöhungen für Materialkostensteigerungen erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 24%. Als Automobilzulieferer war der Bereich von der Entwicklung auf der Markt- und Kundenseite ebenfalls betroffen. Hinzu kamen erhöhte Aufwendungen für den Anlauf der Neuprojekte. Das Maßnahmenprogramm in der Produktion umfasste Kurzarbeit, Anpassungen in den Schichtmodellen, Optimierung der Anlagenauslastung sowie Verhandlung von Kompensationszahlungen aufgrund der Mindervolumina.

Aufgrund der ergriffenen Maßnahmen erzielte der Bereich Produktion ein positives Betriebsergebnis. Dabei wirkten sich aufgrund der Wertsteigerung der Tschechischen Krone auch Währungskursgewinne ergebnisverbessernd aus.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1 Ertragslage

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
in Mio. EUR
2022 2021
Umsatzerlöse 1.244,2 1.017,5
Wertschöpfung 706,1 595,1
Gesamtaufwendungen 694,1 585,0
Betriebsergebnis 13,6 18,3
Ergebnis vor Steuern 5 8,6 12,2
Jahresergebnis 0,4 8,8

Wie bereits erläutert, stieg der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um 22%. Bei einem Teil der Kundenaufträge in der Produktgruppe Modulmontagen im Geschäftsbereich Logistik & Transport sowie im gesamten Geschäftsbereich Produktion wird das verbaute Material selbst beschafft und an den Endkunden weiterberechnet. Diese Materialkosten neutralisieren sich mit den Erlösen aus der Weiterbelastung dieser Aufwendungen in der Wertschöpfungskennzahl. Somit ist die Wertschöpfung gegenüber der reinen Umsatzbetrachtung die aussagefähigere Kennzahl. Gegenüber dem vergangenen Geschäftsjahr steigt diese um ca. 19%.

Ursächlich für das trotz des gestiegenen Saldos aus Wertschöpfung und Gesamtaufwendungen (+ 1,9 Mio. EUR) um 4,7 Mio. EUR verschlechterte Betriebsergebnis sind hauptsächlich die im Vorjahresvergleich um 5,7 Mio. EUR gesunkenen periodenfremden Erträge.

Die Personalaufwendungen inklusive Leiharbeiterkosten (76,1 Mio. EUR) haben sich um 87,2 Mio. EUR auf 519,9 Mio. EUR (ca. +20 %) gegenüber dem Vorjahr erhöht. Diese Steigerung des Personalaufwands gegenüber dem Vorjahr ist u.a. auch auf den Wegfall des Instruments der Kurzarbeit und des damit zusammenhängenden Kurzarbeitergelds sowie auf den Aufbau von Personalrückstellungen in Annäherung an ein Vorkrisenniveau in den inländischen Gesellschaften zurückzuführen. Die Entwicklung der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:

Anzahl Mitarbeiter Durchschnitt 2022 Durchschnitt 2021
Gewerbliche 10.167 10.627
Angestellte 4.194 4.395
Leiharbeiter 2.899 2.249
Aushilfen 24 28
Gesamt 17.284 17.300

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber dem Vorjahr nur marginal verändert und wird zum einen negativ durch die erwähnten Produktionsunterbrechungen beeinflusst und zum anderen positiv durch Neugeschäfte erhöht.

Der sonstige betriebliche Aufwand hat sich um 21,2 Mio. EUR bzw. +15,1% auf 161,2 Mio. EUR erhöht.

Darin enthalten sind Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 5,1 Mio. EUR (gegenüber Vorjahr 5,0 Mio. EUR) und Miet-, Leasing- und Instandhaltungsaufwendungen für Hallenflächen und eingesetztes Equipment in Höhe von 87 Mio. EUR (gegenüber Vorjahr +9 Mio. EUR). Die übrigen sonstigen Aufwendungen in Höhe von 69 Mio. EUR haben sich gegenüber dem Vorjahr um 12 Mio. EUR erhöht. Dieser Anstieg korrespondiert mit der Umsatzentwicklung und betrifft hauptsächlich Aufwendungen in Zusammenhang mit Neugeschäften. Das Betriebsergebnis betrug 13,5 Mio. EUR und lag 4,8 Mio. EUR unter dem Vorjahr.

Das Finanzergebnis betrug -4,1 Mio. EUR nach -3,0 Mio. EUR im Vorjahr.

Der Steueraufwand lag mit 8,2 Mio. EUR um 4,8 Mio. EUR über dem Vorjahr.

Der Anstieg der Steueraufwendungen setzt sich aus rund 2 Mio. EUR aus dem Inland und mit 2,8 Mio. EUR aus dem Ausland zusammen. Ursächlich im Ausland sind im Wesentlichen die besseren Ergebnisse sowie gestiegene latente Steueraufwendungen der US-amerikanischen und der mexikanischen Töchter sowie das bessere Ergebnis der tschechischen Tochter. Im Inland ist neben den ergebnisbedingten Effekten, die insbesondere KWD betreffen, zu berücksichtigen, dass die Vorjahres-Steuerposition durch periodenfremde Erstattungen in Höhe von 1,5 Mio. EUR gemindert war.

Auf das Wahlrecht der Aktivierung eines Aktivüberhangs aus latenten Steuern wurde verzichtet. Das Nachsteuerergebnis des Konzerns betrug 0,4 Mio. EUR nach 8,8 Mio. EUR im Vorjahr.

3.2 Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Fremdfinanzierung der Schnellecke Group mit einem Gesamtvolumen von etwas mehr als 200 Mio. EUR besteht im Wesentlichen aus je einem Konsortialkredit in Höhe von 70 Mio. EUR für die beiden Geschäftsbereiche sowie einer Factoringlinie in Höhe von 25 Mio. EUR für den Bereich Logistik & Transport und in Höhe von 35 Mio. EUR für den Bereich Produktion. Hinzu kommen eine Kreditlinie der Schnellecke Group als Muttergesellschaft sowie ein 2017 begebener und noch bis 2028 laufender Schuldschein.

Kreditlinien ausländischer Tochtergesellschaften bei lokalen Banken wurden dem Finanzierungskonzept folgend weiter reduziert und existieren nur noch sehr vereinzelt. Daneben bestehen Avallinien, Mietkauf- und Mietverträge sowie Leasingverträge, wobei das operative Leasing hierbei den größten Anteil hat.

Liquidität

Die Gesellschaften des Schnellecke-Konzerns verfügten im Geschäftsjahr 2022 jederzeit über ausreichende Liquidität, um sämtliche Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können.

Zum Bilanzstichtag waren die im Rahmen der Konsortialkreditverträge zur Verfügung gestellten Kreditlinien mit einem Betrag von 48,7 Mio. EUR in Anspruch genommen. Aufgrund der Schwankungen bei Zahlungsein- und -ausgängen wurde die Betriebsmittellinie unterjährig unterschiedlich stark beansprucht.

Die ausländischen Tochtergesellschaften finanzierten sich grundsätzlich über ihren eigenen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit bzw. erhielten Intercompany-Darlehen. Wie oben bereits dargestellt, halten einige Gesellschaften darüber hinaus eigene Kontokorrentlinien bei lokalen Finanzierungspartnern vor. Die Intercompany-Darlehen für Gesellschaften außerhalb des Euro-Raums werden wie die bilateralen Kreditlinien schrittweise durch Abzweiglinien aus der neuen Konsortialfinanzierung ersetzt.

Kapitalflussrechnung
(in Mio. EUR)
2022 2021 Abweichung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit +22,5 +6,8 +15,7
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -21,8 -17,4 -4,4
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7,9 -2,9 -5,0
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -1,1 0,1 -1,2
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 22,5 30,9 -8,4

Die Kapitalflussrechnung für den Schnellecke-Konzern zeigt für das Geschäftsjahr 2022 einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von +22,5 Mio. EUR (2021: +6,8 Mio. EUR). Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultierte trotz des gestiegenen Working Capitals aus der operativen Geschäftstätigkeit hauptsächlich aus gestiegenen Rückstellungen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf -21,8 Mio. EUR. Zur Finanzierung von Investitionen wurden 27,4 Mio. EUR (2021: 32,7 Mio. EUR) verwendet.

Es wurden Betriebsmittel und Anlagen für Bestands- und Neugeschäfte primär im Geschäftsbereich Produktion (15,4 Mio. EUR) angeschafft.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -7,9 Mio. EUR (Vorjahr: -2,9 Mio. EUR).

Insgesamt resultiert daraus ein Zahlungsmittelabfluss für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von -7,3 Mio. EUR (2021: -13,5 Mio. EUR) und eine entsprechende Reduzierung des Finanzmittelfonds.

Investitionen

Im Jahr 2022 sind Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 26,8 Mio. EUR (2021: 32,3 Mio. EUR) getätigt worden.

Darin enthalten sind Investitionen in den Bau von Hallen und Außenanlagen sowie die dazugehörigen technischen Anlagen, Maschinen und EDV-Hardware. Darüber hinaus investierte Schnellecke in die Entwicklung und den Rollout von IT-Systemen im Bereich der Digitalisierung und Automatisierung von logistischen Prozessen sowie in die Harmonisierung und weltweite Standardisierung von operativen Anwendungen. Weiterführend wurden strategische Investitionen zur globalen Harmonisierung und Standardisierung des ERP-Systems getätigt.

Die Unternehmen der Schnellecke-Gruppe finanzieren darüber hinaus Flurförderfahrzeuge, LKW und Auflieger, Lagertechnik, Schweißanlagen und Maschinen teilweise über operatives Leasing.

3.3 Vermögenslage

Konzern-Bilanz
(in Mio. EUR)
31.12.2022 31.12.2021
A. Anlagevermögen 114,0 107,4
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13,2 12,1
II. Sachanlagen 97,0 93,8
III. Finanzanlagen 3,8 1,5
B. Umlaufvermögen 250,7 231,0
I. Vorräte 48,8 50,8
II. Forderungen und sonstige Vermögens-Gegenstände 177,5 138,9
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 24,4 41,2
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12,4 13,4
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögenverrechnung 0,1 0,0
AKTIVA 377,1 351,9
A. Eigenmittel 6 86,1 86,1
B. Rückstellungen und Sonderposten 79,5 64,0
C. Verbindlichkeiten 210,3 200,8
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 53,6 64,1
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 100,7 86,4
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,8 0,0
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,0 0,0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 55,2 50,2
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1,2 0,9
PASSIVA 377,1 351,9

Das Anlagevermögen nahm um 6,6 Mio. EUR auf 114,0 Mio. EUR zu.

Der Vorratsbestand reduzierte sich um -2 Mio. EUR. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich gegenüber dem Vorjahr um +38,6 Mio. EUR erhöht. Dies ist insbesondere durch die Forderungen aus der Neugeschäftsgewinnung verursacht.

Das Guthaben bei Kreditinstituten sank gegenüber dem Vorjahr um -16,9 Mio. EUR.

Die Eigenmittel haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert und betragen ebenfalls 86,1 Mio. EUR.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich um 14,0 Mio. EUR auf 71,9 Mio. EUR erhöht, insbesondere die Rückstellungen für Urlaubs- und Freizeitansprüche (+2,4 Mio. EUR), sonstige Personalaufwendungen (+3,1 Mio. EUR) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (+ 9,2 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten haben sich um 9,5 Mio. EUR auf 210,3 Mio. EUR erhöht.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Das Jahr 2022 war nun das dritte Krisenjahr in Folge. Dennoch ist es der Schnellecke Group erneut gelungen, die wirtschaftlichen Auswirkungen durch konsequentes Handeln zu begrenzen und das Jahr mit einem unter diesen Umständen akzeptablen Ergebnis abzuschließen. Dadurch konnte die Resilienz des Unternehmens bewiesen und seine Substanz im Wesentlichen bewahrt werden. Das Eigenkapital inkl. Sonderposten blieb praktisch konstant, während die entsprechende Eigenmittelquote durch die wachstumsbedingt gestiegene Bilanzsumme von 24,5% auf 22,8% zurück ging.

Darüber hinaus wurden erneut in wesentlichem Umfang neue Geschäfte gewonnen, die Grundlage für zukünftiges Wachstum sind. Dies ist aus Sicht des Vorstands Beweis für die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens. Er ist daher der Überzeugung, dass das Unternehmen gut aufgestellt ist, um auch zukünftige Herausforderungen zu bewältigen.

3 Betriebsergebnis ist definiert als: Operatives Ergebnis bereinigt um Aufwendungen aus Restrukturierung, Ergebnis aus Anlagenabgängen sowie dem Ergebnis aus Entkonsolidierungen; ab 2021 zusätzlich bereinigt um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Restrukturierung sowie ergänzt um Abschreibungen auf Finanzanlagen.
4 Sonstige betriebliche Erträge (operativ) enthalten gegenüber der GuV gemäß HGB keine Erträge aus Anlagenabgängen, Wechselkursänderungen, periodenfremden Sachverhalten und der Herabsetzung der Wertberichtigung von Forderungen.
5 Das Management Reporting weicht von der HGB-Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe der sonstigen Steuern ab
6 Eigenmittel sind definiert als: Eigenkapital sowie der als Eigenkapital zu klassifizierende Anteil aus Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (80%); der als Schulden zu klassifizierende Anteil ist in den Rückstellungen erfasst.

C. Forschung & Entwicklung

Schnellecke erhebt einen wachsenden Anspruch an seine Organisation zur "Adaptabilität" und "Agilität". Dies bedeutet, dass der Konzern zur kontinuierlichen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit intensiv an der Verbesserung der Qualität der Leistungen und Produkte sowie der Prozesse der operativen Gesellschaften arbeitet. Dazu sollen bis 2025 30% aller Logistik-Prozesse automatisiert sein.

Im Geschäftsbereich Logistik & Transport konzentrieren sich die Aktivitäten in der Forschung & Entwicklung (F&E) auf die Standardisierung, Digitalisierung und Automatisierung der Geschäftsprozesse, die Entwicklung von geeigneten Methoden sowie die Neu- und Weiterentwicklung von IT-Lösungen und digitalen Arbeitsmitteln. Speziell vor dem Hintergrund der Digitalisierung in der Logistik werden ganzheitliche Daten- und Datennutzenkonzepte erarbeitet, die im Kontext von IoT 7 -Lösungen und integrierten Systemen angewendet werden. Die Adaptabilität von smarten Lösungen wird durch das Scouting von Start-ups unterstützt.

Die Bündelung der Aktivitäten des Konzerns in diesem Bereich erfolgen in der LOGIS GmbH (LOGIS). Über das Digital Innovation Management werden neue Ideen zur Digitalisierung im Rahmen von Ideation Workshops entwickelt, smarte Lösungen gescoutet und diese pilotiert. Die digitale Strategie umfasst eine ganzheitliche Vorgehensweise zur Schaffung einer datenbasierten, automatisierten und zukunftsorientierten Logistik bis 2025. Neben den technologischen Aspekten umfasst diese Strategie ebenso die kulturelle Weiterentwicklung des gesamten Unternehmens, um den technologischen Anforderungen der veränderten Geschäftsmodelle im Sinne der Entwicklungen entsprechen zu können.

LOGIS hat 2022 die Weiterentwicklung und die globale Ausrollung des Digital Control Towers (DCT) an >80% aller operativen Standorte vorangetrieben. Im ersten Schritt wird die Transparenz in den operativen Prozessen in Echtzeit geliefert. Zu den Entwicklungsfortschritten in 2022 zählen die Module Schichtprotokoll, Störungsmanagement und Live KPI-Performance-Management. Hier werden Einflussfaktoren, die zu Störungen im Betrieb führen können, frühzeitig sichtbar und ermöglichen ein Gegensteuern durch die operative Leitung. Bis 2025 werden die prädiktiven Möglichkeiten durch Machine-Learning und Algorithmen deutlich gesteigert und darüber die Stabilität der Lieferkette noch zuverlässiger gestaltet. Entscheidungen im Prozess sollen dann teilweise durch den DCT automatisiert getroffen werden. In 2022 wurde eine erste Implementierung einer Applikation MiSeq (Mitarbeitersteuerung in der Sequenzierung) mittels Machine-Learning und Algorithmen zur Steuerung der Workforce in der Sequenzierung am Standort Glauchau erfolgreich umgesetzt. Die erreichten Ziele sind neben der Effizienzsteigerung um 10% die Verbesserung der Ergonomie der Arbeitsschritte durch wechselnde Aufgaben, die Beseitigung von Monotonie in den Tätigkeiten und die Weiterqualifizierung von Mitarbeitern.

Neben der Serienfertigung von Press- und Schweißzusammenbauten erfolgt in dem Geschäftsbereich Produktion eine auftragsbezogene Produktentwicklung. Von der Konzeptphase über die Designbegleitung bis zur Prozessplanung und Serienproduktion bietet Schnellecke zielführende Dienst- und Produktionsleistungen an. Im Vordergrund stehen dabei die Leichtbau-Kompetenz und die Realisierung innovativer Produktionsverfahren.

7 IoT - Das "Internet of Things" bzw. "Internet der Dinge" beschreibt, dass Computer in der digitalen Welt zunehmend von "intelligenten Gegenständen" bis hin zu künstlicher Intelligenz ergänzt werden. Statt selbst Gegenstand der menschlichen Aufmerksamkeit zu sein, soll das "Internet der Dinge" den Menschen bei seinen Tätigkeiten unmerklich unterstützen.

D. Risiko- und Chancenbericht

Strategiemanagement

In einer Welt, die kontinuierlichem Wandel unterliegt, ist die Anpassungsfähigkeit von Organisationen fundamental. Dies beinhaltet vor allem auch die Fähigkeit, schnell auf Chancen und Bedrohungen zu reagieren, sobald sie auftauchen. Unternehmen müssen auf strukturelle Veränderungen des Marktes unverzüglich Antworten finden. Das Strategiemanagement stellt sicher, dass externe Trends und Veränderungen regelmäßig und systematisch analysiert werden. Die sich ergebenden Chancen und Bedrohungen, in Zusammenhang mit den eigenen Stärken und Schwächen, bilden die Grundlage für die Erarbeitung von Herausforderungen, mit denen die langfristigen strategischen Zielsetzungen, die sogenannten strategischen Stoßrichtungen, jährlich überprüft und geschärft werden. Aus den strategischen Stoßrichtungen erfolgt die Ableitung von strategischen Jahreszielen und Initiativen, die die zukünftige Entwicklung und Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens sicherstellen.

Beim Schnellecke-Konzern ist man überzeugt, dass darüber hinaus die Kommunikation der Unternehmensstrategie zur effektiven Strategieumsetzung erforderlich ist. Dabei wird sichergestellt, dass die strategische Planung auf Ebene der Geschäftsbereiche, Regionen und Konzernbereiche eng verzahnt wird und synchron mit dem Budgetprozess erfolgt. Strategische Initiativen auf allen Ebenen tragen zur Umsetzung des Gesamtplans bei. Über hierarchisch verknüpfte Zielehäuser werden die strategischen Ziele in die Geschäftsbereiche, Regionen und Zentralbereiche delegiert. Die Entwicklungspläne und Einzelziele der Mitarbeiter sind eng mit strategischen Zielen der Zielehäuser verknüpft.

Der Konzernbereich Strategy Management Office & Organization (SMO&O) koordiniert und steuert alle Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Strategiemanagement. Der standardisierte Strategiemanagement-Prozess ist in der Organisation etabliert. Der Prozess wird durch ein IT-gestütztes Instrument in sämtliche Unternehmenseinheiten kaskadiert und verfolgt.

Darüber hinaus besitzt die Schnellecke Group neben dem Einsatz der operativen Berichtssysteme der einzelnen Unternehmen ein zentrales Kontrollsystem, in welches alle Tochtergesellschaften eingebunden sind. Insbesondere durch das Qualitätssicherungssystem und das monatliche Finanzcontrolling, welches die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung überwacht, werden zeitnah Informationen erarbeitet, um Risiken zu identifizieren und frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können.

Weiterhin steuern die Bereiche ihre Geschäftseinheiten auf Basis eines Berichtswesens. Dieses umfasst sowohl betriebswirtschaftliche als auch qualitäts- und produktivitätsrelevante Kennzahlen und dient als Frühwarnsystem.

Gesamtwirtschaftliche Risiken und Chancen

Der Schnellecke-Konzern ist in beiden Geschäftsbereichen vor allem in der Automobilindustrie tätig und hier überwiegend für die großen Hersteller. Demzufolge unterliegt das Unternehmen den zyklischen Schwankungen und besonderen Herausforderungen dieser Industrie. Daraus folgt, dass alle internen Strukturen und Prozesse darauf ausgerichtet sein müssen, mit diesen Herausforderungen umzugehen. Der Umgang mit der Covid-19-Pandemie, dem Krieg in der Ukraine und den dadurch mittelbaren und unmittelbar verursachten Herausforderungen der letzten Jahre hat gezeigt, dass dies erfolgreich gelingt.

Der Volkswagen-Konzern ist nach wie vor der größte Kunde der Schnellecke-Gruppe, auch wenn die Abhängigkeit in den letzten Jahren schrittweise reduziert werden konnte. Diese Bestrebungen werden ebenso in Zukunft durch gezielte vertriebliche Aktivitäten mit dem Ziel des überproportionalen Wachstums mit anderen Kunden fortgesetzt. Darüber hinaus kommt der Stärkung internationaler Aktivitäten, insbesondere in bislang nicht oder nur unzureichend bedienten Märkten, eine hohe Bedeutung zu. Nachdem in den USA erfolgreich Neugeschäfte gewonnen werden konnten, gilt dies insbesondere für China. Des Weiteren wird auch die Diversifikation in vergleichbare Industrien weiter vorangetrieben.

Der Trend zum Outsourcing bei den Herstellern der Automobilindustrie hält weiter an und nimmt aufgrund der Einführung zusätzlicher E- Fahrzeuge sogar zu. Hier konnte sich die Schnellecke-Gruppe bereits mit bedeutenden Aufträgen als Lieferant bzw. Dienstleister positionieren.

Absatzrisiken und -chancen

Der Schnellecke-Konzern arbeitet sowohl im Geschäftsbereich Logistik & Transport als auch im Geschäftsbereich Produktion für seine weltweit tätigen Kunden im Wesentlichen auf Basis mehrjähriger Verträge. Diese Verträge werden im Rahmen komplexer Ausschreibungsverfahren vergeben. Daraus ergibt sich einerseits die Chance, aufgrund technischer Kompetenz und wettbewerbsfähiger Preise auch in einem kompetitiven Umfeld stärker als der Markt zu wachsen. Andererseits besteht das Risiko, im Rahmen turnusmäßiger Ausschreibungen oder aufgrund eines Insourcings Bestandsaufträge zu verlieren. Der Schnellecke-Konzern begegnet diesem Risiko durch eine professionelle und weltweit tätige Vertriebsorganisation, die nachweislich in der Lage ist, durch signifikantes Neugeschäft von Zeit zu Zeit auftretende Auftragsverluste mehr als zu kompensieren und damit zum Wachstum des Unternehmens beizutragen.

Bei langfristigen Verträgen besteht zudem das Risiko, dass Fehler in der Kalkulation zu dauerhaften Verlusten führen. Schnellecke hat zur Vermeidung dieses Risikos einen global einheitlichen Tender-Management-Prozess auf Basis eines standardisierten Vorgehens und eines einheitlichen Kalkulationsschemas etabliert, der einen mehrstufigen Genehmigungsprozess vorsieht. Falls sich später, d.h. nach Beginn eines Projekts, Änderungen in den Annahmen zeigen, werden diese im Rahmen eines strukturierten Änderungsmanagements beim Kunden angezeigt und mit dem Kunden verhandelt.

Der Schnellecke-Konzern ist noch immer überwiegend auf dem europäischen Markt, insbesondere in Deutschland tätig. Schnellecke hat seine Strategie zur Erweiterung des Geschäftsvolumens in anderen Regionen, vor allem in Asien und hier in China sowie in Nordamerika, weiter vorangetrieben. In China wurde im Jahr 2022 unter anderem ein Großauftrag für eine neue Elektrofahrzeugfabrik eines namhaften deutschen Herstellers gezeichnet. In Nordamerika konnte das Geschäft vor allem mit Bestandskunden deutlich ausgeweitet werden.

Schnellecke konnte im Jahr 2022 unterdessen auch in der strategisch bedeutenden Kundendiversifizierung weitere Erfolge verzeichnen. Neben Neuaufträgen bei Bestandskunden konnte das Unternehmen sein Kundenportfolio um weitere führende Automobilhersteller erweitern. Hierunter auch mehrere 100% Elektrofahrzeughersteller.

Im Bereich Industriediversifikation wurde die vorhandene Sales-Pipeline weiter ausgebaut und die gesteckten Wachstumsziele wurden nur leicht unterschritten. Zur weiteren Fokussierung und Erreichung der langfristigen Diversifizierungsziele wurde der Ausbau des Vertriebsbereichs für dieses Segment beschlossen.

Auch der Bereich der Diversifizierung im Dienstleistungsbereich wird weiter vorangetrieben. Neben neuen Aufträgen im Bereich Ersatzteillogistik, wurde im Jahr 2022 intensiv an der Identifizierung und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle gearbeitet.

Für 2022 war eine deutliche Erholung für den Absatz in der Automobilindustrie erwartet worden. Getrieben durch anhaltende Supply Chain Störungen im Jahr 2022 sind die Verkaufszahlen für PKW gegenüber dem Jahr 2021 fast unverändert geblieben. Weiterhin relevanteste Störpunkte hierbei waren Auswirkungen der Coronapandemie (vor allem in China), fehlende Elektronikkomponenten (hier vor allem Halbleiter) und grundsätzliche Störungen der Lieferketten durch politische Ereignisse (hier vor allem der Krieg in der Ukraine).

Die Prognosen für das Jahr 2023 sehen Wachstum um 6% für die Automobilindustrie gegenüber 2022. Hier ist aber abzuwarten, ob es getrieben durch hohe Inflation in den Kernmärkten Nordamerika und Europa nicht zu einer weiteren Abkühlung der Nachfrage kommen wird. Die Gesamtproduktionszahl bleibt aber weiterhin deutlich unter dem Niveau von 2016-2018.

Weitere Erläuterungen zur Situation und zu den ergriffenen Maßnahmen finden sich im Prognosebericht.

Qualitätsrisiken und -chancen

Die Umsetzung der kundenspezifischen Forderungen und die Erfüllung der definierten Kennzahlen tragen maßgeblich zur Kundenzufriedenheit bei.

Das Verfehlen der hohen Qualitätsansprüche der Kunden kann zu Kostenbelastungen sowie zu Reputationsschäden führen. Alle zur Schnellecke Group gehörenden Unternehmen verfügen daher über ein zertifiziertes Qualitäts-Management-System. Die Art der Zertifikate ist abhängig vom Tätigkeitsfeld und wird den speziellen Kundenanforderungen gerecht. Entsprechend den Kundenvorgaben bzw. tätigkeitsspezifischen Anforderungen sind unsere Standorte nach ISO 9001, VDA 6.1, VDA 6.2, IATF 16949, ISO 14001, 45001 und 50001 zertifiziert.

Das Qualitätsmanagement erarbeitet für die einzelnen Gruppengesellschaften und deren Standorte Qualitätsstandards und -richtlinien und kontrolliert deren Einhaltung im Rahmen interner und externer Audits bzw. unterstützt bei notwendigen Anpassungen. Ebenso stellt das zentrale Qualitätsmanagement mit Hilfe des integrierten Management Systemhauses einen Methodenbaukasten bereit und befähigt die Nutzer zur Anwendung. Besondere Bedeutung haben hierbei Risikoanalysemethoden und systematische Ursachenanalysen mittels Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) und Problemlösungstechniken wie sogenannte Turtle-Diagramme.

Zur Reduzierung der Risiken und zur Erfüllung der Kundenvorgaben im Bereich Informationssicherheit wurde 2022 das integrierte Managementsystem um den Bereich Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) erweitert. Das ISMS wurde 2022 erstmals intern auditiert. Darüber hinaus haben die Schnellecke Logistics SE und weitere Standorte erfolgreich das TISAX ® Assessment Level 2 bestanden und das dazugehörige Label erhalten.

Die Einhaltung der Rechtskonformität wird mit Systemunterstützung sichergestellt und die Prüfung der Betroffenheit von kundenspezifischen Forderungen regelmäßig durchgeführt. Zur verbesserten Erfassung und Analyse von internen und externen Reklamationen wurde 2022 ein übergreifendes System implementiert. Die weitere Ausrollung wird 2023 abgeschlossen.

Die unternehmensweit definierten Qualitätsziele (Fehlerkosten, Auditergebnisse und Kundenzufriedenheit) werden im Rahmen regelmäßiger "Gemba"-Meetings detailliert und nachhaltig verfolgt. Das definierte Ziel der stabilen Anläufe von Neuprojekten unter Einhaltung der Budgetvorgaben und Umsetzung der Kundenvorgaben konnte dank der Implementierung von Prozessabnahmen (Q-Gates) 2022 voll erreicht werden.

Digitalisierung logistischer Prozesse

Die zunehmende Digitalisierung in der globalen Wirtschaft wirkt sich auch auf die Kontrakt-Logistik als dem größten Tätigkeitsbereich des Schnellecke-Konzerns aus. Insbesondere die zunehmende Leistungsfähigkeit von automatisierten und teilautonomen Logistik-Systemen (wie z.B. selbstfahrende Fahrzeuge [AGV's] oder Roboter) stehen in den nächsten Jahren im Fokus. Dies könnte zur Folge haben, dass derzeit bestehende Geschäftsmodelle zukünftig weniger erfolgreich sind. Auf der Kundenseite wird der Einsatz von neuen Logistiksystemen weiter forciert, um die heute personalintensiven Logistikleistungen schrittweise zu automatisieren.

Die Anforderungen der Endkunden zwingen die Automobilhersteller, eine kundenzentrierte Flexibilität und Agilität in der Produktion zu erreichen. Dieser Trend erfordert seinerseits eine größere Flexibilität und Agilität in der Logistik.

Gleichzeitig entstehen speziell im Transportbereich Plattformen, die auf eine Optimierung und Flexibilisierung in den Transportketten abzielen, was perspektivisch Auswirkungen auf die heute praktizierte Gebietsspedition haben kann.

Zur Erhaltung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit arbeitet die Schnellecke-Gruppe intensiv an der Einführung digitaler Technologien, die ihrerseits im Kapitel Forschung & Entwicklung beschrieben sind.

Mitarbeiterrisiken

Als Logistikdienstleister sind wir ein reines "People Business", sodass der zentrale Erfolgsfaktor für das Unternehmen Schnellecke gut eingearbeitete, hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind. Risiken ergeben sich dann, wenn die zur Realisierung von gewonnenen Neuprojekten erforderlichen Mitarbeiter nicht verfügbar sind, wenn sprachliche und technische Kenntnisse der Mitarbeiter nicht (mehr) den Anforderungen der komplexen Kundenprojekte genügen oder wenn eine überdurchschnittliche Mitarbeiterfluktuation oder ein hoher Krankenstand die notwendige Belegschaft reduzieren.

Diese Risiken können dazu führen, Neuprojekte nicht mehr zu gewinnen oder mit zu hohen Personalkosten betreiben zu müssen. Mitarbeiterabgänge können relevante Mehrkosten für Personalrekrutierungs- und Einarbeitungsmaßnahmen zur Folge haben.

Der Schnellecke-Konzern begegnet diesen Risiken, indem er sich als attraktiver Arbeitgeber positioniert und eine langfristige Bindung von Fach- und Führungskräften anstrebt. Zu den entsprechenden personalpolitischen Maßnahmen gehören attraktive Arbeitsbedingungen, überwiegend tarifliche Bezahlung, attraktive Vergütungssysteme, individuelle Karrieremodelle durch Talentprogramme und umfassende Weiterbildungsmaßnahmen. In Anbetracht des demografischen Wandels und dem daraus resultierenden Arbeitskräftemangel positioniert sich Schnellecke zukunftsorientiert auf dem Arbeitsmarkt. Dazu wurde allen voran eine neue Position als Talent Acquisition & Employer Branding Expert implementiert, um das strategische Recruiting zu etablieren und um weitere Rekruter in den Standorten ergänzt. Hierbei wird durch gezielte Rekrutierungsmaßnahmen (Kooperationen mit Weiterbildungsinstituten bzw. Universitäten, verschiedene Trainee- und Ausbildungsprogramme) darauf hingearbeitet, neue Talente zu gewinnen, eigenen Nachwuchs zu fördern und das positive Image am Arbeitsmarkt auszubauen.

Umfassende Arbeitssicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen, weltweite Mitarbeiterbefragungen und Beteiligung und Prämierung am betrieblichen Vorschlagswesen sorgen für Möglichkeiten der individuellen Arbeitsplatzgestaltung und Einbindung der Mitarbeiter in die Unternehmenskultur.

IT-Risiken

Die zunehmenden Cyber- und IT-Risiken sind im Fokus der IT. Schnellecke setzt auf moderne Endpoint Security Systeme (Firewalls, Antivirus, Malware, Spyware, etc.), die regional gemanagt und zentral überwacht werden. Es finden monatliche Patch-Days statt, an denen Betriebssysteme, Datenbanksysteme und Firmware upgedatet werden. Zusätzlich werden kontinuierlich aktualisierte Sicherheitsupdates und Patches eingespielt. Vor der Produktivsetzung finden Simulationen auf Testsystemen statt.

Im Jahr 2022 wurde erstmals eine KI-basierte Lösung (DarkTrace) zur automatisierten Überwachung des Netzwerktraffics implementiert, um potentielle Cyber-Angriffe frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Außerdem wurde ein Penetration-Test für die Zentralsysteme durchgeführt, die daraus gewonnenen Erkenntnisse in Maßnahmen zur Härtung der IT-Infrastruktur überführt und daraus eine Roadmap für kurz-/mittel-/langfristige Ziele abgeleitet.

Die Auditierung bzgl. der TISAX Anforderungen (Trusted Information Security Assessment Exchange) der Automobilindustrie in der Zentrale und ersten operativen Standorten wurden erfolgreich und ohne Hauptabweichungen absolviert. Die festgestellten Maßnahmen zur Risikominimierung werden sukzessive abgearbeitet.

Finanzrisiken und -chancen

Finanzielle Risiken und teilweise auch Chancen entstehen durch Marktschwankungen für Währungen, Zinsen und Rohstoffe, durch Spät- oder Nichtzahlung von Kunden sowie durch zeitlich auseinanderfallende Ein- und Auszahlungen. Der Schnellecke-Konzern begegnet diesen Risiken und Chancen durch ein systematisches und global koordiniertes Treasury Management.

Da Schnellecke seine Dienstleistungen im Logistik- und Transportbereich in der Regel vor Ort anbietet und im Produktionsbereich der Exportanteil in Länder außerhalb des Euroraumes sehr gering ausfällt, ist das Wechselkursrisiko insgesamt relativ niedrig. Sofern in Einzelfällen die Währungen von Umsatz und zugehörigen Kosten voneinander abweichen, wird der Abschluss von Devisensicherungsgeschäften durch das zentrale Treasury geprüft und im Bedarfsfall durchgeführt.

Der Großteil der in Anspruch genommenen Kredite, Darlehen und Factoring-Linien ist auf variabler Basis verzinst. Dem sich daraus ergebenden Zinsänderungsrisiko wird mit Hilfe von Zinssicherungsgeschäften (Zinsswaps) begegnet. Diese Sicherungsgeschäfte hatten zum Stichtag ein Gesamtvolumen von 23,0 Mio. EUR und gestaffelte Fälligkeiten von 2024 bis 2025. Damit ist ein bedeutender Anteil der variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert.

Die niedrigen Forderungsausfälle der vergangenen Jahre belegen, dass die durch Schnellecke belieferten Kunden finanziell stabile Partner sind. Ausfallrisiken bzw. Zinsbelastungen aus Verzug wird durch ein kontinuierliches und global gesteuertes Forderungsmanagement begegnet. Zudem besteht eine globale Warenkreditversicherung für den Geschäftsbereich Logistik & Transport.

Liquiditätsrisiken wird in der Schnellecke-Gruppe durch eine kurzfristige Liquiditätsplanung und -steuerung sowie durch eine mittelfristige Finanzplanung begegnet. Grundlage dafür ist die bewusst großzügig angelegte Konzernfinanzierung und ein konservatives Finanzmanagement.

Zur guten Aufstellung gehört auch die 2021 abgeschlossene Finanzierung auf Ebene der Geschäftsbereiche, die zusammen mit der Nutzung von operativem Leasing jederzeit ausreichend Liquidität sicherstellt.

Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation

Der Vorstand und das Management der Schnellecke-Gruppe arbeiten kontinuierlich an der strategischen und strukturellen Entwicklung des Unternehmens sowie der Verbesserung der Instrumente zum Managen der Risiken und Chancen des Geschäfts. Daher ist der Vorstand der Ansicht, die Voraussetzungen dafür geschaffen zu haben, auch zukünftig Chancen unternehmerisch nutzen und mit Risiken umgehen zu können. Er sieht derzeit keine den Bestand des Unternehmens gefährdenden Risiken.

E. Prognosebericht

Die Erholung der Weltwirtschaft nach der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 ist durch den Krieg in der Ukraine und seine Folgen, namentlich die erheblichen Preissteigerungen, die deutlichen Zinserhöhungen und die noch immer große Unsicherheit, zum Erliegen gekommen. Auch wenn die Energiepreise zu Beginn des Jahres 2023 deutlich zurückgegangen sind, Lieferengpässe immer geringere Auswirkungen haben und die Abkehr Chinas von der Null-Covid-Politik die konjunkturellen Aussichten verbessert, wirken hohe Inflation und gestiegene Zinsen bremsend auf Konsum und Investitionen.

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) rechnet für das globale BIP 2023 mit einem Wachstum von nur 2,1%. Während aus China mit einem prognostizierten Wachstum von 5,2% wieder stärkere Impulse kommen sollen, werden für den Euroraum mit 0,6%, die USA mit 0,8% und Mexiko mit 1,2% nur geringe Wachstumsraten erwartet. Damit sind die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Schnellecke Group im Jahr 2023 eher verhalten.

Aufgrund der immer noch hohen Auftragsbestände und fortdauernden Lieferengpässe, vor allem bei Halbleiterelementen, wird die Automobilindustrie voraussichtlich auch 2023 durch volatile und gegenüber 2022 nur leicht steigende Produktionsvolumen gekennzeichnet sein. Während die Fahrzeughersteller durch den Nachfrageüberhang von hohen Margen profitieren, geraten die Margen der Zulieferer und Dienstleister durch stark gestiegene Kosten, die nur begrenzt an die Fahrzeughersteller weitergegeben werden können, weiter unter Druck.

Demzufolge geht die Schnellecke Group für 2023 davon aus, dass sich die Produktionsvolumen der Kunden leicht erholen und dass sich die Lieferketten langsam weiter stabilisieren. Risiken möglicher Engpässe in der Teile- und Energieversorgung bestehen jedoch weiterhin. Die Umsatzplanung folgt der erwarteten Volumenentwicklung der Standorte sowie den überwiegend gezeichneten Neuprojekten. Dabei wurden von der teilweise optimistischen Planung der Kunden auf Basis der Erfahrung der Vorjahre mitunter deutliche Abschläge vorgenommen. Das geplante Wachstum des Umsatzes und der Wertschöpfung von 10%-15% resultiert daher wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Neugeschäften.

Die gestiegenen Kosten in praktisch allen Bereichen, die sich in langfristigen Verträgen nur begrenzt an die Kunden weitergeben lassen, werden die Profitabilität 2023 belasten. Darüber hinaus sind weiterhin ungeplante Volumenschwankungen und Schließtage auf Seiten der Kunden zu erwarten. Daher wird die Schnellecke Group Skaleneffekte aus dem höheren Umsatz noch nicht in verbesserte Profitabilität umsetzen können. Für 2023 wird ein Betriebsergebnis erwartet, das in der Größenordnung des Berichtsjahres liegt. Die EBIT-Marge wird voraussichtlich leicht unter der des Berichtsjahres bleiben.

Um einen erfolgreichen Verlauf des Geschäfts sicherzustellen wurden nichtfinanzielle Leistungsindikatoren geplant, die laufend nachverfolgt werden. Dazu gehören u.a. eine Steigerung der Produktivität in allen Bereichen, die weitere Verbesserung des Nachhaltigkeits-Ratings sowie eine Reduzierung der Abwesenheits- und Fluktuationsquoten.

Neben der Steuerung des laufenden Geschäfts treibt die Schnellecke-Gruppe wichtige, langfristige Projekte voran. Der Strategie "SMART 25" folgend hat sich das Unternehmen auch 2023 in den Handlungsfeldern Marktstellung, Innovationsleistung, Produktivität & Effizienz und Attraktivität für gute Leute entsprechende Ziele gesetzt und Maßnahmen initiiert. Neben vertriebsorientierten Aktivitäten wird weiter in konkreten Projekten an der Automatisierung und Digitalisierung gearbeitet. Zudem ist geplant, weitere Maßnahmen im Bereich des globalen Nachhaltigkeitsmanagements zu implementieren. Darüber hinaus sind die geplanten Programme zur Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung in der Umsetzung. Diese und weitere bilden die Grundlage für die zukünftige Ertragskraft des Unternehmens.

 

Wolfsburg, den 9. Mai 2023

Schnellecke Group AG & Co

Nikolaus Külps, Vorstand

Dr. Tim Kannewurf, Vorstand

Dr. Klaus van Marwyk, Vorstand

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.768 1.475
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.285 10.429
3. Geleistete Anzahlungen 115 194
13.168 12.099
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 32.324 33.010
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.064 25.668
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.384 21.378
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.265 13.766
97.036 93.822
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 900 115
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 800 -
3. At Equity bewertete Beteiligungen 694 603
4. Übrige Beteiligungen 645 645
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 736 105
6. Genossenschaftsanteile 6 6
3.781 1.474
113.985 107.395
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 29.951 25.950
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 20.556 24.235
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 14.065 8.265
4. Geleistete Anzahlungen 607 480
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -16.380 -8.082
48.799 50.849
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 145.942 106.909
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 120 52
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 351 806
4. Sonstige Vermögensgegenstände 31.107 31.167
177.520 138.933
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 24.344 41.219
250.664 231.001
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.416 13.427
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 51 30
Summe Aktiva 377.116 351.852

PASSIVA

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile
1. Kapitalanteile des persönlich haftenden Gesellschafters - -
2. Kapitalanteile der Kommandistiten 1.000 1.000
1.000 1.000
II. Rücklagen 32.721 35.418
III. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -4.909 -6.973
IV. Bilanzgewinn 53.987 53.369
V. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 2.417 2.290
85.217 85.104
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 1.123 1.285
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 7.355 5.828
2. Sonstige Rückstellungen 71.885 57.947
79.240 63.775
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 53.561 64.058
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 100.651 86.417
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 807 31
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 26 24
5. Sonstige Verbindlichkeiten 55.249 50.221
210.294 200.751
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.243 937
Summe Passiva 377.116 351.852

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
TEUR
2021
TEUR
1. Umsatzerlöse 1.244.222 1.017.484
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen -1.029 8.051
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.647 2.724
4. Sonstige betriebliche Erträge 30.648 43.035
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 435.667 356.213
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 202.763 153.228
638.430 509.441
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 368.151 319.777
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 75.731 62.492
443.882 382.269
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 19.744 21.940
8. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 168 223
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 161.151 139.986
10. Operatives Ergebnis 13.449 17.882
11. Erträge aus Beteiligungen 128 161
12. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1 108
13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 505 802
14. Abschreibungen auf Finanzanlagen 109 2.080
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.558 3.910
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.198 3.361
17. Ergebnis nach Steuern 1.216 9.602
18. Sonstige Steuern 859 756
19. Jahresüberschuss 357 8.846
20. Jahresergebnisanteil nicht beherrschende Anteile -174 -207
21. Auf das Mutterunternehmen entfallende Anteil des Jahresergebnisses 183 8.639
22. Ergebnisvortrag 53.369 44.254
23. Ausschüttung/Ergebnisverwendung -2.000 -
24. Einstellungen in Rücklagen - 476
25. Entnahmen aus Rücklagen 2.435 -
26. Bilanzgewinn 53.987 53.369

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben

Die Schnellecke Group AG & Co. KG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter HRA 200391 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Stellfelder Straße 39, 38442 Wolfsburg, Deutschland.

Der abschluss zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Dabei wurde für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die fristbedingten Vermerke werden im Anhang gemacht.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- 1 Einheit (t€, % usw.) auftreten.

II. Konsolidierungskreis

Zum 31. Dezember 2022 wurden neben der Schnellecke Group AG & Co. KG insgesamt 22 (im Vorjahr 23) inländische und 35 (im Vorjahr 37) ausländische Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Davon wurden 3 Gesellschaften neu in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Seit Jahresbeginn 2022 sind durch Veräußerung, Verschmelzung bzw. aufgrund gesunkener Bedeutung 6 Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

Die Veränderungen 2022 beinhalten im Einzelnen:

Die Gesellschaften Schnellecke Logistics Arizona, LCC, USA, und Schnellecke Logistics Qidong Co. Ltd., China, wurden in 2022 mit Gründung in den Konzern aufgenommen.

Mit Beginn des operativen Geschäftes im Geschäftsjahr erfolgte die Einbeziehung der bisher nicht konsolidierten Gesellschaft Schnellecke Logistics Industries GmbH, Wolfsburg.

Infolge der Veräußerung der Anteile an den Tochterunternehmen Schnellecke Logistics I GmbH, Wolfsburg und Cotrans Logistic Verwaltungs-GmbH, Wolfsburg sind diese Gesellschaften aus dem Konzern ausgeschieden.

In 2022 wurde die Cotrans Slovakia s.r.o., mit der Schnellecke Transport Slovakia s.r.o als aufnehmende Gesellschaft verschmolzen. Desweiteren erfolgte die Verschmelzung der SAG-Transport-Beteiligungs-AG mit der SAG-Logistics-Beteiligungs-AG als aufnehmende Gesellschaft. Beide Verschmelzungen erfolgten zum 1. Januar 2022.

Durch Geschäftsauslauf und mit im Berichtsjahr beginnender Abwicklung wurden die Tochterunternehmen Schnellecke Logistics Hungary Kft. v.a., Györ, Ungarn und OOO "Schnellecke Rus", Nizhny Novgorod, Russische Föderation zum 31. Dezember 2022 entkonsolidiert.

Die genannten Änderungen des Konsolidierungskreises haben insgesamt keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2022. Daher wurden keine Angaben nach § 294 Abs. 2 HGB gemacht.

Die detaillierte Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß §§ 285 und 313 HGB ist diesem Konzernanhang beigefügt.

Für die Unternehmen, die gemäß § 296 Abs. 2 bzw. § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes in diesem Konzernanhang.

III. Konsolidierungsmethoden

Für die Kapitalkonsolidierung findet im Schnellecke-Konzern für Erwerbe vor dem 1. Januar 2010 die Buchwertmethode Anwendung. Danach wird das Eigenkapital des zu konsolidierenden Tochterunternehmens mit dem Betrag angesetzt, der dem Buchwert der Aktiva und Passiva zum maßgeblichen Verrechnungszeitpunkt entspricht. Die vorhandenen Anteile Dritter gehen ebenfalls zu Buchwerten in die bilanz ein. Für Erwerbe seit dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode.

Bei Gemeinschaftsunternehmen erfolgt eine quotale Einbeziehung gemäß § 310 Abs. 2 HGB. Eine Übersicht über die aus Gemeinschaftsunternehmen in Summe resultierenden Vermögenswerten, Schulden und Posten der Gewinn- und Verlustrechnung gibt folgende Tabelle:

2022
t€
2021
t€
Kurzfristige Vermögenswerte 15.928 13.401
Langfristige Vermögenswerte 5.163 6.038
Kurzfristige Schulden 14.445 13.439
Langfristige Schulden 3 0
Aufwendungen 29.056 20.885
Erträge 27.992 20.706

Zwischenergebnisse werden, soweit wesentlich, nach § 304 Abs. 1 HGB eliminiert.

Assoziierte Unternehmen werden gemäß § 312 Abs. 1 Nr. 2 HGB mit dem Betrag, der ihrem anteiligen Eigenkapital entspricht, angesetzt. Die Ermittlung der Wertansätze erfolgt zu dem Zeitpunkt, zu dem das jeweilige Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist, oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Bewertung at Equity. Die assoziierten Unternehmen bilanzieren nach HGB.

Das Geschäftsjahr aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist das Kalenderjahr. Einzige Ausnahme bildet die Schnellecke-Jeena Logistics India Private Limited, Mumbai, Indien. Bilanzstichtag dieser Gesellschaft ist der 31. März. Für Zwecke des Konzernabschlusses wurde ein Zwischenabschluss auf den 31. Dezember 2022 aufgestellt.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte wurde von dem Wahlrecht zur Aktivierung Gebrauch gemacht. Die Aktivierungen betreffen ganz überwiegend die Entwicklung selbst erstellter Software. Die Aktivierung von Herstellungskosten im Sinne des § 255 Abs. 2a HGB aus Entwicklungsprojekten erfolgt nach Freigabe durch das Schnellecke Digital Innovation Board. Die aktivierten Kosten betreffen ausschließlich Entwicklungskosten inklusive angemessener Teile der Fertigungsgemeinkosten sowie Sonderkosten der Entwicklung. Enthalten sind angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung, soweit diese auf den Zeitraum der Entwicklung entfallen. Zinsen für Fremdkapital sind nicht enthalten. Nicht aktivierbare Entwicklungsaufwendungen wie interne Beratung im Zusammenhang mit der digitalen Transformation oder Training sind in den Aufwendungen verblieben. Es sind keine Forschungsaufwendungen angefallen.

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte sowie selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und planmäßig linear abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahre
Gebäude 10 bis 50 Jahre
Gebäude- und Grundstückseinrichtungen 5 bis 20 Jahre
Technische Anlagen und -Maschinen 7 bis 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung bis 25 Jahre

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag auf Dauer beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Bestehen die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr, erfolgen Zuschreibungen im Anlagevermögen.

Die Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Waren sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des niedrigeren Marktpreises oder beizulegenden Wertes bilanziert.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen sowie der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie etwaige Sondereinzelkosten der Fertigung. Angemessene Teile der Material- und der Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens werden ebenfalls einbezogen.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Absatz 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert ohne Umsatzsteuer.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken bei Lieferforderungen sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch Pauschalwertberichtigungen, berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich zur Erfüllung dieser dienen (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Die in den Jahresabschlüssen aufgrund des Wahlrechts der Beibehaltung gemäß Artikel 67 Abs. 3 S. 1 EGHGB ausgewiesenen Sonderposten mit Rücklageanteil werden im abschluss nicht übernommen, sondern gemäß § 298 Abs. 1 HGB in Verbindung mit Artikel 54 Abs. 2 EGHGB unter Berücksichtigung latenter Steuern innerhalb der Rücklagen ausgewiesen.

Steuerfreie Investitionszuschüsse und -zulagen werden passivisch als Wertberichtigung zum Anlagevermögen unter dem Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen ausgewiesen. Die Auflösung des Postens erfolgt ertragswirksam entsprechend dem Abschreibungsverlauf der entsprechenden Anlagegüter sowie bei Abgängen, sofern Restbuchwerte noch vorhanden waren.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um am Bilanzstichtag erkennbare Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten zu erfüllen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung eines Zinssatzes von 0,34 % (Vorjahr: 0,47 %) ermittelt. Ergebniseffekte aus der Veränderung des Zinssatzes werden im Zinsaufwand erfasst. Zum Ansatz kommen sowohl der Erfüllungsrückstand als auch die künftig zu gewährenden Aufstockungsbeträge für diejenigen Arbeitnehmer, die von der Altersteilzeitregelung bereits Gebrauch machen, sowie die wahrscheinlichen Aufwendungen für weitere Berechtigte.

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff Dritter entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Entsprechend werden die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Erlös bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die latenten Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Passive latente Steuern ergeben sich u. a. aus dem von den handelsrechtlichen Vorschriften abweichenden steuerlichen Ansatz von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens; aktive latente Steuern aus dem Rückstellungsbereich sowie aus dem Anlagevermögen (Sachanlagen) und Forderungen. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzbarkeit berücksichtigt. Die passiven latenten Steuern wurden mit den aktiven latenten Steuern verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende nicht konsolidierungsbedingte aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts nicht aktiviert. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt wegen unterschiedlicher Rechtsformen rechnerisch auf Basis eines gemischten Steuersatzes von 25 % (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Solidaritätszuschlag). Der ausgewiesene Konzernsteueraufwand unterscheidet sich vom erwarteten Konzernsteueraufwand überwiegend durch die Nichtaktivierung von latenten Steuern auf solche Rückstellungen, die steuerbilanziell mit einem geringeren Betrag anzusetzen oder vom Ansatz ausgeschlossen sind.

Die Währungsumrechnung von Fremdwährungsposten einbezogener ausländischer Unternehmen erfolgt nach der modifizierten Stichtagsmethode des § 308a HGB mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs. Dabei werden die jeweiligen Eigenkapitalgrößen der Tochtergesellschaften zu historischen Kursen, alle anderen Posten der Bilanz zum Stichtagskurs und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem durchschnittlichen Devisenkassamittelkurs bezogen auf das Geschäftsjahr umgerechnet. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital unter dem Posten 'Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung' ausgewiesen.

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Bilanzstichtag gegebenenfalls zum niedrigeren Stichtagskurs bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von unter einem Jahr) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden am Abschlussstichtag gegebenenfalls zum höheren Stichtagskurs bewertet (Imparitätsprinzip). Die Umrechnung kurzfristiger Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von unter Jahr) erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde:

Stichtagskurs (1 Euro =) Durchschnittskurs (1 Euro =)
31.12.2022 31.12.2021 2022
Chinesische Renminbi Yuan 7,3582 7,1947 7,0788
Indische Rupien 88,171 84,2292 82,68639
Mexikanische Peso 20,856 23,1438 21,18686
Polnische Zloty 4,6808 4,5969 4,68611
Russischer Rubel *) 117,201 85,3004 88,39714
Südafrikanische Rand 18,0986 18,0625 17,20863
Tschechische Kronen 24,116 24,858 24,56593
Ungarische Forint 400,87 369,19 391,28646
US Dollar 1,0666 1,1326 1,05309

Währungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

*) Die EZB hat die Veröffentlichung des Euro-Referenzkurses zum Rubel mit Wirkung vom 2. März 2022 ausgesetzt.

V. E rläuterungen zur bilanz

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage zum Konzernanhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Im Übrigen wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes hingewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:

Gesamtbetrag Davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2022
t€
bis zu 1 Jahr
t€
über 1 Jahr (31.12.2021)
t€
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 145.942 145.553 389
(311)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 120 120 0
(0)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 351 351 0
(0)
4. Sonstige Vermögensgegenstände 31.107 30.913 194
(33)
Summe: 177.520 176.937 583
(344)

Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich im Geschäftsjahr ebenfalls ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 351 t€ (im Vorjahr: 317 t€). Die Forderungen aus kurzfristigen Darlehen betragen 0 t€ (im Vorjahr: 487 t€), die übrigen Vermögensgegenstände 0 t€ (im Vorjahr: 1 t€).

Eigenkapital

Die Aufgliederung und Entwicklung des Eigenkapitals wird als eigenständiger Bestandteil des abschlusses im eigenkapitalspiegel gesondert dargestellt. Die Darstellung des Eigenkapitalspiegels sowie der entsprechenden Posten in der Bilanz wurden an die für Kapitalgesellschaften vorgesehenen Strukturen angenähert. Dabei werden unter den Kapitalanteilen und Rücklagen ausschließlich die entsprechenden Posten des Mutterunternehmens ausgewiesen. Alle erwirtschafteten Jahresüberschüsse/ -fehlbeträge und Gewinn-/ Verlustvorträge der Tochtergesellschaften werden dagegen unabhängig von ihrer Abbildung im jeweiligen Jahresabschluss dem Bilanzgewinn als erwirtschaftetem Konzernergebnis zugeordnet. Ausschüttungsgesperrte Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB bestehen beim Mutterunternehmen nicht.

Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen

Die Veränderung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen beinhaltet planmäßige Auflösungen in Höhe von 168 t€, Zuführungen in Höhe von 8 t€ sowie Abgänge in Höhe von 2 t€.

Rückstellungen

Der Posten sonstige Rückstellungen umfasst:

T€
Personalbereich 30.804
Ausstehende Rechnungen 30.060
Vertragliche Preiskorrekturen 2.787
Risiken und Gewährleistungen 3.018
Abschluss- und Prüfungskosten 1.007
Unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung 281
Übrige 3.928
71.885

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit in Höhe von 6.073 t€ enthalten. Zum Ansatz kamen gemäß IDW RS HFA 3 der Erfüllungsrückstand und die künftig zu gewährenden Aufstockungsbeträge insgesamt in Höhe von 4.371 t€ für diejenigen Arbeitnehmer, die von der Altersteilzeitregelung bereits Gebrauch machen, sowie die wahrscheinlichen Aufwendungen für weitere Berechtigte in Höhe von 1.702 t€. Die Ansprüche aus Erfüllungsrückständen sind durch Rückdeckungsversicherungen insolvenzgesichert. Aus der Vermögensverrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB resultierte eine Saldierung der Rückstellungen in Höhe von 1.581 t€. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände belaufen sich auf 1.632 t€. Dieser Betrag (Rückkaufswert) entspricht deren beizulegenden Zeitwert. Die im Zusammenhang mit der Vermögensverrechnung zu verrechnenden Aufwendungen und Erträge sind von untergeordneter Bedeutung.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten mit den Restlaufzeiten sind in der nachstehenden Übersicht gezeigt:

31.12.2022
t€
bis zu 1 Jahr (31.12.2021)
t€
über 1 Jahr (31.12.2021)
t€
davon über 5 Jahre
t€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 53.561 10.814 42.747 0
-63.648 -410 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 100.651 100.534 117 0
-86.224 -193 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 807 807 0 0
-31 0 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 26 26 0 0
-24 0 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 55.249 45.969 9.280 5.100
-45.120 -5.100 -5.100
Summe : 210.294 158.150 52.144 5.100
-195.047 -5.703 -5.100
davon besichert (31.12.2021)
t€
Art der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.841 Sicherungsübereignung/Grundschulden
0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0
0
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0
0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 0
0
Summe : 25.841
0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise mit Eigentumsvorbehalten gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 7 t€ (im Vorjahr: 0 t€), aus kurzfristigen Darlehen in Höhe von 800 t€ (im Vorjahr: 0 t€) sowie aus Cash Pooling in Höhe von 0 t€ (im Vorjahr: 31 t€). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8 t€ (im Vorjahr: 3 t€) und übrige Verbindlichkeiten in Höhe von 18 t€ (im Vorjahr: 21 t€).

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen 23.098 t€ auf Steuern (im Vorjahr: 16.365 t€) und 4.155 t€ auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (im Vorjahr: 3.066 t€).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2022 bestehen bedeutende sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs.1 Nr. 2a HGB in Höhe von insgesamt 140.978 t€. Davon entfallen 59.287 t€ auf Leasingverträge über die gesamte Restlaufzeit, 4.063 t€ auf Bestellobligos zum Erwerb von Sachanlagevermögen sowie 77.628 t€ auf weitere Verpflichtungen aus befristeten und unbefristeten Dauerschuldverhältnissen gegenüber Dritten, aus denen jährliche Verpflichtungen in Höhe von 27.163 t€ resultieren.

Leasingverträge werden im Rahmen der Finanzierungsstrategie des Konzerns eingesetzt, um eine Diversifizierung der Kreditgeber zu erreichen. Immobilien werden überwiegend gemietet, um flexibel auf Veränderungen in der Auftragsstruktur reagieren zu können.

Factoring wird insbesondere eingesetzt, um das Delkredererisiko zu reduzieren. Zum Stichtag waren Forderungen im Wert von 38.811 t€ verkauft.

Finanzielle Verpflichtungen aus Gemeinschaftsunternehmen bestehen insgesamt in Höhe von 261 t€, davon aus Leasingverträgen über die gesamte Restlaufzeit in Höhe von 11 t€, aus Bestellobligos zum Erwerb von Sachanlagevermögen in Höhe von 205 t€ sowie jährliche Verpflichtungen aus weiteren befristeten und unbefristeten Dauerschuldverhältnissen gegenüber Dritten in Höhe von 45 t€.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Der Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich dabei um außerbörslich gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Der Einsatz dieser Instrumente unterliegt internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts des Konzerns sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes derivativer Finanzinstrumente ist es, Verwerfungen in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsströme zu reduzieren, die aus der Veränderung von Zinssätzen und Wechselkursen resultieren.

Zum Bilanzstichtag waren ein Zinsswap mit einem Nominalvolumen in Höhe von 3.000 t€ und ein Zinscap mit einem Nominalvolumen in Höhe von 20.000 t€ in Bewertungseinheiten auf der Grundlage von 'Macro-Hedges' einbezogen, die nach der Einfrierungsmethode abgebildet werden. Bei einem 'Macro-Hedge' wird die Risiko-kompensierende Wirkung von ganzen Gruppen von Grundgeschäften zusammenfassend betrachtet. Bei der Einfrierungsmethode werden die Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäftes eingefroren und in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung unberücksichtigt gelassen, soweit sich die Risiken ausgleichen.

Zum Bilanzstichtag betragen der Marktwert des Zinsswaps 177 t€ und der Marktwert des Zinscaps -32 t€. Die Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken erfolgte insgesamt bis zum 31.03.2025.

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

- nach Geschäftsbereichen: 2022
t€
2021
t€
Logistik und Transport 744.420 613.097
Produktion 498.283 403.057
Verwaltung / Immobilien 1.518 1.330
1.244.221 1.017.484
- nach Regionen: 2022
t€
2021
t€
Deutschland 640.556 542.523
Übriges Europa 380.514 313.891
Nord-, Mittel- und Südamerika 176.756 126.906
Südafrika 12.975 9.130
Asien 33.420 25.034
1.244.221 1.017.484

Währungsergebnis

Das Währungsergebnis beträgt im Geschäftsjahr insgesamt 1.334 t€ (im Vorjahr: 2.577 t€). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 6.408 t€ (im Vorjahr: 7.530 t€) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen 5.074 t€ (im Vorjahr: 4.953 t€) erfasst.

Periodenfremde Erträge

Von den Umsatzerlösen sind 38 t€ (im Vorjahr: 111 t€) periodenfremd. Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen insgesamt 7.562 t€ (im Vorjahr: 10.192 t€) auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, 419 t€ (im Vorjahr: 910 t€) auf Erträge aus Verkäufen von Anlagevermögen sowie übrige periodenfremde Erträge i. H. v. 774 t€ (im Vorjahr: 6.468 t€). Letztere beinhalten im Wesentlichen Erstattungen für Vorjahre, Erträge aus Nachberechnungen und sonstige zeitraumfremde Erträge.

Periodenfremde Aufwendungen

Materialaufwendungen sind in Höhe von 300 t€ (im Vorjahr: 301 t€) periodenfremd.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 80 t€ (im Vorjahr: 354 t€) sowie übrige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2.257 t€ (im Vorjahr: 2.348 t€) ausgewiesen.

Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind in Höhe von 167 t€ periodenfremd (im Vorjahr: -1.148 t€).

Außergewöhnliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten 750 t€ Erträge aus Zuschreibungen auf eine Darlehensforderung gegenüber einem nicht konsolidierten Tochterunternehmen der Produktionssparte.

Außergewöhnliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten 776 t€ Restrukturierungsaufwand, welcher überwiegend aufgrund von Abwicklungs- und Abbruchkosten in Verbindung mit auslaufenden Bestandsgeschäften steht.

Aus Entkonsolidierungen infolge von Anteilsveräußerungen an der Schnellecke Logistics I GmbH, Wolfsburg und der Cotrans Logistic Verwaltungs-GmbH, Wolfsburg sowie aufgrund der Beendigung der aktiven Geschäftstätigkeit der Schnellecke Logistics Hungary Kft. v.a., Györ, Ungarn und der OOO "Schnellecke Rus", Nizhny Novgorod, Russische Föderation ergibt sich ein sonstiger betrieblicher Aufwand in Höhe von 529 t€.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen auf Zinserträge aus verbundenen Unternehmen 147 t€ (im Vorjahr: 144 t€).

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen erfolgten aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen aus Aufzinsungen in Höhe von 34 € (im Vorjahr: 39 t€).

Aufwendungen aus latenten Steuern

Die Aufwendungen aus den latenten Steuern betragen 1.065 t€ (im Vorjahr: 231 t€).

Sonstige Maßnahmen

In den Folgejahren ergeben sich durch das ausgeübte Wahlrecht der periodischen Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse Erträge in Höhe von 1.123 t€. Dabei handelt es sich um den noch nicht aufgelösten Bestand des Sonderpostens zum 31. Dezember 2022.

Jahresergebnisse "Nicht beherrschende Anteile"

Der Ergebnisanteil der nicht beherrschenden Anteile setzt sich wie folgt zusammen:

2022
t€
2021
t€
Jahresüberschüsse (-) -193 -207
Jahresfehlbeträge 19 0
Jahresergebnisse -174 -207

VII. Sonstige Angaben

Komplementärin

Die SAG-Beteiligungs-AG, Salzburg, Österreich, ist Komplementärin des Mutterunternehmens der Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg.

Anteilsbesitz

Die Angabe zu den Beteiligungsunternehmen erfolgt in der Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2022 in diesem Konzernanhang.

Zahl der beschäftigten Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2022 beträgt:

Gewerbliche Arbeitnehmer 10.167
Angestellte 4.194
Aushilfen 24
14.385

Durchschnittlich waren im Konzern 121 Auszubildende beschäftigt.

In der Gesamtsumme sind 379 gewerbliche Arbeitnehmer, 86 Angestellte von quotal einbezogenen Unternehmen enthalten.

Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Das im Aufwand erfasste Gesamthonorar für den Abschlussprüfer gemäß § 314 Nr. 9 HGB beläuft sich auf 396 t€ (im Vorjahr: 382 t€) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Beirat

Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Prof. Rolf Schnellecke

Herr Dr. h. c. Detlef Schmidt

Herr RA Hans-Peter Kunze

Herr Prof. Siegfried Bülow

Herr Thomas Zernechel.

Die Beiratsmitglieder erhielten im Geschäftsjahr für ihre Tätigkeit insgesamt eine Vergütung in Höhe von 143 t€.

Vorstand

Herr Nikolaus Külps

Herr Dr. Tim Kannewurf

Herr Dr. Klaus van Marwyk

Die Gesamtbezüge 2022 der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich auf 1.612 t€.

Konzernbeziehungen

Die Schnellecke Group AG & Co. KG stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2022 einen Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis auf, der dem Unternehmensregister übermittelt wird.

Nachtragsbericht

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres der Schnellecke Group AG & Co. KG eingetretene Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nicht ergeben.

 

Wolfsburg, den 9. Mai 2023

Schnellecke Group AG & Co

Nikolaus Külps, Vorstand

Dr. Tim Kannewurf, Vorstand

Dr. Klaus van Marwyk, Vorstand

Konzern - Anlagenspiegel zum 31.12.2022

Angaben
in T€
Anschaffungs- oder Herstellkosten kumuliert
Währung = KW Stand am 01.01.2022 Kursdifferenzen Veränderungen Konsolidierungskreis Zugänge Zuschreibung Umbuchung
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.836 - - 988 - 206
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.573 46 - 4.085 - 465
3. Geleistete Anzahlungen 194 - - 235 - -292
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 41.604 46 - 5.308 - 379
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 88.070 1.316 - 178 - 473
2. Technische Anlagen und Maschinen 154.175 1.473 - 5.424 - 1.506
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 73.001 990 - 7.670 - -1.190
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.097 92 - 8.169 - -1.167
Summe Sachanlagen 329.343 3.872 - 21.442 - -379
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 459 - 950 - - -
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.237 - - 50 - -
3. At Equity bewertete Beteiligungen 26 - - - - -
4. Übrige Beteiligungen 645 - - - - -
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 105 - - 631 - -
6. Genossenschaftsanteile 6 - - - - -
7. Sonstige Ausleihungen 129 - - - - -
Summe Finanzanlagen 4.606 - 950 681 - -
Summe Anlagevermögen 375.553 3.917 950 27.431 - -
Angaben
in T€
Anschaffungs- oder Herstellkosten kumuliert Abschreibungen kumuliert
Währung = KW Abgänge Stand am 31.12.2022 Stand am 01.01.2022 Kursdifferenzen Veränderungen Konsolidierungskreis Zugänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte - 3.030 361 - - 695
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.583 42.585 29.144 52 - 3.823
3. Geleistete Anzahlungen 23 115 - - - -
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.606 45.730 29.505 52 - 4.517
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.675 88.363 55.060 412 - 2.238
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.763 160.814 128.507 1.136 - 6.072
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.953 70.517 51.623 890 - 6.917
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.578 17.613 331 18 - -
Summe Sachanlagen 16.969 337.308 235.521 2.456 - 15.227
III. Finanzanlagen 337.308
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 56 1.353 343 - - 109
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen - 3.287 3.237 - - -
3. At Equity bewertete Beteiligungen - 26 -577 - - -
4. Übrige Beteiligungen - 645 - - - -
5. Wertpapiere des Anlagevermögens - 736 - - - -
6. Genossenschaftsanteile - 6 - - - -
7. Sonstige Ausleihungen - 129 129 - - -
Summe Finanzanlagen 56 6.181 3.132 - - 109
Summe Anlagevermögen 18.632 389.219 268.158 2.508 - 19.853
Angaben
in T€
Abschreibungen kumuliert Buchwert
Währung = KW Zuschreibung Umbuchung Abgänge Stand am 31.12.2022 31.12.2022 Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte - 206 - 1.262 1.768 1.475
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - -206 1.512 31.300 11.285 10.429
3. Geleistete Anzahlungen - - - - 115 194
Summe immaterielle Vermögensgegenstände - - 1.512 32.563 13.168 12.099
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten - - 1.671 56.039 32.324 33.010
2. Technische Anlagen und Maschinen - 2.703 1.667 136.750 24.064 25.668
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - -2.703 9.594 47.134 23.384 21.378
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - 349 17.265 13.766
Summe Sachanlagen - - 12.932 240.272 97.036 93.822
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - 452 900 115
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen -750 - - 2.487 800 -
3. At Equity bewertete Beteiligungen -91 - - -668 694 603
4. Übrige Beteiligungen - - - - 645 645
5. Wertpapiere des Anlagevermögens - - - - 736 105
6. Genossenschaftsanteile - - - - 6 6
7. Sonstige Ausleihungen - - - 129 - -
Summe Finanzanlagen -841 - - 2.400 3.781 1.474
Summe Anlagevermögen -841 - 14.444 275.235 113.985 107.395

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2022

I. Anteilsbesitz gem. §§ 285 und 313 HGB

lfd. Nr. Name und Sitz Anteil am Kapital 1)
in %
gehalten über Nr.
1 Schnellecke Group AG & Co. KG (Mutterunternehmen) 2)
Logistik
2 Schnellecke Logistics SE, Wolfsburg 100 1 3) 6)
3 Schnellecke Logistics AG & Co. KG, Wolfsburg 100 2 2) 6)
4 SAG-Logistics-Beteiligungs-AG, Salzburg, Österreich 100 2 7)
5 Schnellecke Logistics Deutschland GmbH, Wolfsburg 100 3 3) 6)
6 Schnellecke Logistics Wolfsburg GmbH, Wolfsburg 100 3 3) 6)
7 Schnellecke Logistics Industries GmbH, Wolfsburg 100 3 3) 6)
8 Schnellecke International Holding II GmbH, Wolfsburg 100 3 3) 6)
9 LOGIS GmbH, Wolfsburg 100 3 3) 6)
10 Schnellecke Logistics Sachsen GmbH, Leipzig 100 3 3) 6)
11 Schnellecke Sachsen GmbH, Leipzig 100 3 3) 6)
12 Schnellecke Modul GmbH, Wolfsburg 100 3 3) 6)
13 Schnellecke Logistics Verpackung GmbH, Wolfsburg 100 3 3) 6)
14 Schnellecke Logistics Dingolfing GmbH, Dingolfing 100 3 3) 6)
15 movizon GmbH, Lehrte 50 3 4) *)
16 Schnellecke Logistics España, S.A., Orcoyen (Navarra), Spanien 100 8/43 *)
17 Plantfield - Logística e Transporte, Unipessoal, Lda., Palmela, Portugal 100 3 6)
18 Schnellecke Logistics Portugal, Lda., Palmela, Portugal 100 3 6)
19 SCHNELLECKE SLOVAKIA, s.r.o., Lozorno, Slowakei 100 3 *)
20 SCHNELLECKE POLSKA Sp. z.o.o., Poznan, Polen 100 3 *)
21 Schnellecke Bohemia Services s.r.o., Dobrovice, Tschechien 100 3 *)
22 SCHNELLECKE ITALIA S.r.l., Bologna, Italien 100 8 6)
23 Schnellecke South Africa (Pty)Ltd., Uitenhage, Südafrika 100 3 6)
24 Schnellecke Logistics Services (Pty) Ltd., Uitenhage, Südafrika 100 3 6)
25 Schnellecke Logistics Parts and Accessories (Pty) Ltd., Uitenhage, Südafrika 100 26 6)
26 Schnellecke Logistics Tailored Solutions (Pty) Ltd., Uitenhage, Südafrika 100 23 6)
27 Rolf Schnellecke, S.A. de C.V., Puebla, Mexiko 99,01 3 6)
28 Seglo S.A. de C.V., Puebla, Mexiko 100 27/3 6)
29 Procesos Operativos de Materiales, S.A. de C.V., Puebla, Mexiko 100 27/3 6)
30 Seglo Operaciones Logisticas, S.A. de C.V., Puebla, Mexiko 100 27/3 6)
31 Seglo Mexicana, S.A. de C.V., Puebla, Mexiko 100 27/3 6)
32 Logis Americas S.A. de C.V., Puebla, Mexiko 100 27/3 6)
33 Schnellecke of America, LLC, Kent County, USA 100 8 6)
34 Schnellecke Logistics USA, LLC, County of New Castle, USA 100 33 6)
35 Schnellecke Logistics Alabama, LLC, Birmingham, USA 100 33 6)
36 Schnellecke Packing Logistics AL, LLC, Delaware, USA 100 33 6)
37 Schnellecke Logistics South Carolina, LLC, Ladson, USA 100 33 6)
38 Schnellecke Logistics Arizona, LLC, Tempe, AZ, USA 100 33 6)
39 Schnellecke-Jeena Logistics India Private Ltd., Mumbai, Indien 51 3 *)
40 Dalian Schnellecke Logistics Limited Liability Company, Dalian, China 65 3 *)
41 CDC Schnellecke Logistics Co. Ltd., Wuhu, China 50 8 4) 6)
42 Schnellecke Logistics Qidong Co. Ltd. 100 40 4) 6)
Transport
43 Schnellecke Transportlogistik GmbH, Braunschweig 100 2 3) 6)
44 Schnellecke Transport Slovakia, s.r.o., Lozorno, Slowakei 100 2/43 *)
45 ASTRAL Automotive System Transport Logistics GmbH, Köln 25 43 5) *)
46 NORDCARGO Internationale Spedition GmbH, Wolfsburg 100 43 3) *)
Produktion
47 KWD Automotive AG & Co. KG, Wolfsburg 100 1 2) 6)
48 SAG-KWD-Beteiligungs-AG, Salzburg, Österreich 100 1 7)
49 KWD Automobiltechnik GmbH, Wolfsburg 100 47 3) 6)
50 Karosseriewerke Dresden GmbH, Radeberg 100 47 3) 6)
51 KWD Bohemia, s.r.o., Dobrovice, Tschechien 100 47 *)
52 Karosseriewerke Dresden España, S.L., Orcoyen (Navarra), Spanien 100 1 *)
53 KWD Portugal, Unipessoal, Lda, Palmela, Portugal 100 47 *)
54 Dalian KWD Innovation Automotive Parts Limited Liability Company, Dalian, China 50 47 4) 6)
Immobilie
55 Schnellecke Grundbesitz GmbH & Co. KG, Wolfsburg 100 1 2) 6)
56 Schnellecke Verwaltungs GmbH, Wolfsburg 100 1 7)
57 M. Schnellecke GmbH & Co. KG, Wolfsburg 100 55 2) 6)
58 Schnellecke Bohemia s.r.o., Dobrovice, Tschechien 100 56 *)

1) Bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft

2) Befreiung gemäß § 264 b HGB

3) Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB

4) Gemeinschaftsunternehmen, die gemäß § 310 Abs. 2 HGB quotal in den Konzernabschluss einbezogen sind; Anteil am Kapital = Anteil am Stimmrecht

5) Assoziierte Unternehmen, die gemäß § 311 Abs. 1 HGB nach der Equity-Methode in den abschluss einbezogen sind; Anteil am Kapital = Anteil am Stimmrecht

6) keine Angabe von Eigenkapital und Ergebnis gemäß § 313 Abs. 3 Satz 5 HGB

7) keine Angabe von Eigenkapital und Ergebnis gemäß § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB

Name Eigenkapital 2021
t€
Jahresergebnis 2021
t€
movizon GmbH -685 -596
SCHNELLECKE POLSKA Sp. z.o.o. 574 -278
SCHNELLECKE SLOVAKIA, s.r.o. 1.475 -962
Schnellecke Transport Slovakia, s.r.o. 388 -504
Schnellecke Bohemia s.r.o. 2.504 68
Schnellecke Bohemia Services s.r.o. 2.383 -11
KWD Bohemia, s.r.o. -3.026 4.449
Schnellecke-Jeena Logistics India Private Ltd. 968 60
Schnellecke Logistics España, S.A 11.613 685
Karosseriewerke Dresden España, S.A 8.637 -98
KWD Portugal, Unipessoal, Lda. 8.228 1.382
NORDCARGO Internationale Spedition GmbH -1.038 817
ASTRAL Automotive System Transport Logistics GmbH 2.923 510
Dalian Schnellecke Logistics Limited Liability Company 4.457 360

II. Angaben zu sonstigen Beteiligungen gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4

Name und Sitz Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital Jahresergebnis
SELPA LTDA., Vinhedo, Brasilien 25 - 4.574 TBRL -8.240 TBRL

(Angaben beziehen sich auf den 31.12.2009)

III. Unternehmen, die gemäß § 296 Abs. 2 bzw. § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind

Name und Sitz Anteil am Kapital
in %
Grund für Nichteinbeziehung
OOO "Schnellecke Rus", Nizhny Novgorod, Russische Förderation 100 Keine aktive Geschäftstätigkeit
Schnellecke Logistics Hungary Kft. v.a., Györ, Ungarn 100 Liquidation 23.02.23
Schnellecke II - Logística e Transporte Unipessoal, Lda, Palmela, Portugal 100 Keine aktive Geschäftstätigkeit
K2012003775 (South Africa) (Pty) Ltd., Uitenhage, Südafrika 100 Keine aktive Geschäftstätigkeit
KWD PHS GmbH, Wolfsburg 100 Keine aktive Geschäftstätigkeit
Schnellecke Brasil Ltda., Taubate, Brasilien 100 Keine aktive Geschäftstätigkeit
Seglo Logistica Brasil Ltda., Vinhedo, Brasilien 100 Keine aktive Geschäftstätigkeit
PREVENT Immobilien GmbH, Wolfsburg 50 Wesentlichkeit
SG Logistica Ltda., Sao Carlos, Brasilien 50 Keine aktive Geschäftstätigkeit
JUST IN TIME PACK, S.L., Barcelona, Spanien 50 in Liquidation

Insgesamt sind diese Unternehmen von untergeordneter Bedeutung für den abschluss.

Konzern-Kapitalflussrechnung

Indirekte Methode
T€
2022 2021
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 357 8.846
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 19.012 24.020
Zu-/Abnahme der Rückstellungen 13.995 -11.724
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) -160 -217
Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -33.185 -3.506
Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 17.409 -11.972
Gewinn (-)/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -339 -556
Zinsaufwendungen/Zinserträge (-) 4.044 3.101
Sonstige Beteiligungserträge -128 -161
Ertragsteueraufwand/-ertrag 7.234 3.146
Ertragsteuerzahlungen -5.708 -4.188
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 22.533 6.790
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögensgegenständen 94 312
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -5.308 -3.689
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 4.376 13.928
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -21.442 -28.661
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 56 5
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -681 -305
Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 442 74
Erhaltene Zinsen 505 802
Erhaltene Dividenden 128 161
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -21.831 -17.373
Gewinnentnahmen/ Ergebnisverwendung Gesellschafter -1.486 -38
Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 53.626 3.892
Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten -55.563 -2.787
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 8 -
Gezahlte Zinsen -4.548 -3.903
Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter - -50
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7.963 -2.887
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -7.261 -13.470
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -1.110 69
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 30.871 44.272
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 22.501 30.871
Finanzmittelfonds:
Liquide Mittel 24.344 41.219
Kontokorrentkonten -1.844 -10.348
-22.501 -30.871

Der Finanzmittelfonds beinhaltet 441 T€ liquide Mittel von quotal einbezogenen Gesellschaften.

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Angaben
in TEUR
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile gesamthänderisch gebundene Rücklage Rücklagen
Kapitalanteil des persönlich haftenden Gesellschafters Kapitalanteile der Kommanditisten
Stand am 31.12.2020 - 1.000 36.494 37.494
Entnahmen/ Einstellung in Rücklagen - - -476 -476
Währungsumrechnung - - - -
Sonstige Veränderungen - - - -
Änderungen des Konsolidierungskreises - - -600 -600
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag - - - -
Stand am 31.12.2021 - 1.000 35.418 36.418
Entnahmen/ Einstellung in Rücklagen - - -2.435 -2.435
Währungsumrechnung - - -
Sonstige Veränderungen - - -
Änderungen des Konsolidierungskreises - - -262 -262
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag - - - -
Stand am 31.12.2022 - 1.000 32.721 33.721
Angaben
in TEUR
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzgewinn, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
Stand am 31.12.2020 -9.135 44.254
Entnahmen/ Einstellung in Rücklagen - 476
Währungsumrechnung 2.162
Sonstige Veränderungen -
Änderungen des Konsolidierungskreises - -
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag - 8.639
Stand am 31.12.2021 -6.973 53.369
Entnahmen/ Einstellung in Rücklagen - 435
Währungsumrechnung 2.064
Sonstige Veränderungen -
Änderungen des Konsolidierungskreises - -
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag - 183
Stand am 31.12.2022 -4.909 53.987
Angaben
in TEUR
Eigenkapital des Mutterunternehmens Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter
Summe Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste
Stand am 31.12.2020 72.613 2.548 -678 65
Entnahmen/ Einstellung in Rücklagen - - - -
Währungsumrechnung 2.162 - 198 -
Sonstige Veränderungen - -50 - -
Änderungen des Konsolidierungskreises -600 - - -
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 8.639 - - 207
Stand am 31.12.2021 82.814 2.498 -480 272
Entnahmen/ Einstellung in Rücklagen -2.000 - - -
Währungsumrechnung 2.064 -55 -
Sonstige Veränderungen - 8 - -
Änderungen des Konsolidierungskreises -262 - - -
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 183 - - 174
Stand am 31.12.2022 82.800 2.506 -534 446
Angaben
in TEUR
Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter Konzerneigenkapital Summe
Summe
Stand am 31.12.2020 1.935 74.548
Entnahmen/ Einstellung in Rücklagen - 0
Währungsumrechnung 198 2.360
Sonstige Veränderungen -50 -50
Änderungen des Konsolidierungskreises - -600
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 207 8.846
Stand am 31.12.2021 2.290 85.104
Entnahmen/ Einstellung in Rücklagen - -2.000
Währungsumrechnung -55 2.010
Sonstige Veränderungen 8 8
Änderungen des Konsolidierungskreises - -262
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 174 357
Stand am 31.12.2022 2.417 85.217

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 9. Mai 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heiko Engelhardt, Wirtschaftsprüfer

Frank Hundgeburth, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss wurde am 12. Mai 2023 festgestellt.

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