Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 320170
Eingetragen
3.9.1974
Branche
Herstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Herstellung und Vertrieb von kühlhaustechnischen Produkten, Elektrofußbodenheizleitungen, -heizmatten und von konfektionierten Heizleitungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Hemstedt
seit 8.12.2011
Geschäftsführer
Sabine Hemstedt
seit 8.12.2011
Geschäftsführer
Dieter Hemstedt
seit 18.10.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

74336 Brackenheim
52.000 €
52.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hemstedt GmbH

Brackenheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Hemstedt GmbH, Brackenheim

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Der Geschäftszweck der Gesellschaft ist die industrielle Herstellung und der Vertrieb von elektrotechnischen Produkten, u. a. Heizkabel und Heizmatten jeder Art für gewerbliche und private Anwendungen und alle damit verbundenen Verwaltungs- und Dienstleistungsaufgaben.

1.2. Die Hemstedt GmbH beliefert vom Standort Brackenheim ihre Kunden weltweit.

2 Gesamtwirtschaftliche Lage

2.1 Die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt 2023 lag lt. Pressemitteilung der Arbeitsagentur bei 5,7 %, das entspricht -190.539 Arbeitslose (-7,9 %) weniger als im Vorjahresvergleich1. Im Berichtsjahr lag der Verbraucherpreisindex laut Statistischem Bundesamt bei 116,7 (Vorjahr: 110,2). Die Inflationsrate betrug rechnerisch 5,90 % (Vorjahr: 6,89 %), gerundet 5,9 % (Vorjahr: 6,9 %). Die Inflationsrate für das Jahr 2023 wurde, wie bereits im Vorjahr, durch die Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation belastet, welche die Preisentwicklung in sämtlichen Wirtschaftsbereichen beeinflusste. Allerdings ergibt sich das Ergebnis für das Jahr 2023 in erster Linie aus dem Vorjahrespreisniveau. Der Jahresdurchschnitt der Preise für Haushaltsenergie stieg im Jahr 2023 um 14,0 %, wobei insbesondere Erdgas um 14,7 % und Strom um 12,7 % teurer waren als im Vorjahr. Dagegen sank der Preis für leichtes Heizöl im Jahresdurchschnitt 2023 im Vergleich zu 2022 um 22,2 %. Ebenfalls günstiger wurden im Jahresdurchschnitt Kraftstoffe (-5,8 %)2.

2.2 Laut Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom Januar 2024 hält die wirtschaftliche Abschwächung über den Jahreswechsel 2023/24 an. Nach dem Rückgang des preis-, saison- und kalenderbereinigten BIP um ein Viertel bis Ende 2023 kündigen die aktuellen Frühindikatoren noch keine rasche konjunkturelle Erholung an. Allerdings dürften mit einer tendenziell abnehmenden Inflation, wachsenden Reallöhnen und einer sukzessiven Erholung der Weltwirtschaft wesentliche Belastungsfaktoren der deutschen Wirtschaft im Laufe des Jahres nachlassen und sich eine überwiegend binnenwirtschaftlich geprägte Aufwärtsbewegung einstellen. Das reale Bruttoinlandsprodukt 2023 in Deutschland unterlag einer jährlichen Veränderung von -0,3 % (Vorjahr 1,9 %)3.

3 Zum Marktumfeld

3.1 Nach der Statistik des Fachverbandes Sanitär-Heizung-Klima Baden-Württemberg erzielte die Branche im Jahr 2023 einen neuen Rekordumsatz von 80,3 Mrd. EUR (Vorjahr: 74,4 Mrd. EUR). Dies entspricht für den Wirtschaftszweig Haus- und Gebäudetechnik einer Umsatzsteigerung von + 6,8 % gegenüber dem Vorjahr4.

3.2 Bezogen auf den Wareneinkauf waren die gegenüber dem Vorjahr erhöhten Einkaufspreise auf die angespannte Situation auf dem Beschaffungsmarkt zurückzuführen. Erschwerte Frachtbedingungen, der globale Engpass bei Kunststoff-Granulaten, Folien, Holz und Papier sowie gestiegene Energiepreise führten zu Preissteigerungen in fast allen Bereichen.

3.3 Das Jahr 2023 stand für die Hemstedt GmbH unter äußerst herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Berichtsjahr von einer konjunkturellen Stagnation und hohen, wenn auch sinkenden Inflationsraten gekennzeichnet. Ausschlaggebend für die zu Jahresbeginn schwächer prognostizierte Entwicklung waren im Wesentlichen die Folgen der enormen Kaufkraftverluste, im Zusammenhang mit der Energiemarktkrise, die insbesondere den Privatkonsum beeinträchtigt hat. Zudem wirkten sich die spürbar nachlassende globale Wachstumsdynamik und die bremsenden Effekte der weltpolitischen Spannungen und Krisen negativ aus. Die Entwicklung der Außenhandelspreise ist weiterhin maßgeblich durch die im Vorjahr aufgrund des Ukraine-Konflikts stark gestiegenen Energieimportpreise, vor allem für Erdgas, geprägt.5

4 Wirtschaftsbericht

4.1 Die Steuerung der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgen im Wesentlichen an Hand des EBIT, des Umsatzes und des Jahresüberschusses.

4.2 Ertragslage

01.01.-31.12.2023
TEUR
01.01.-31.12.2022
TEUR
EBITDA 529,3 1.431,0
Umsatz 8.195,0 10.206,8
Jahresüberschuss 18,8 592,9
Sonstige betriebliche Erträge 39,8 193,9

4.3 Die Entwicklung der Hemstedt GmbH führt im Berichtsjahr zu einer Umsatzminderung in Höhe von 2.011,8 TEUR gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum.

4.4 Die dargestellten Umsatzerlöse erhalten für 2023 und das Vorjahr Umsätze aus dem Verkauf von Produkten aus dem Gesamtsortiment. Das Umsatzwachstum resultiert überproportional aus den Produktsparten Dünnbettheizmatten, Druckausgleichsventile und Meterware Perfluoralkoxy.

4.5 Der Materialaufwand belief sich auf 3,42 Mio. EUR (Vorjahr 4,24 Mio. EUR). Die Summe beinhaltet die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren in einem Wert von 3,37 Mio. EUR (Vorjahr 4,20 Mio. EUR) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 43 TEUR (Vorjahr 38 TEUR).

4.6 Die Personalaufwendungen in Höhe von 2,45 Mio. EUR lagen um 3,6 % unter dem Vorjahreswert (2,54 Mio. EUR), was auf eine effiziente Ressourcennutzung und optimierte Personalplanung hindeutet.

4.7 Die im Unternehmen für die Steuerung der Gesellschaft und des Geschäftsergebnisses verwendete Ertragskennzahl ist EBIT. Der EBIT der Hemstedt GmbH beträgt in der Berichtsperiode 59,9 TEUR (Vorjahr 869,9 TEUR).

4.8 Der Bestand an Vorräten hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 551 verringert, begründet durch eine verbesserte Lagerhaltung und eine effizientere Bestandsbewirtschaftung.

4.9 Die Eigenkapitalquote betrug in 2023 81,4% (i. Vj. 78,4%). Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR -53,38 (im VJ: TEUR -50,54). Die Finanzierung der laufenden Geschäfte war zu jeder Zeit gesichert.

4.10 Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen wird anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBIT gesteuert.

5 Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

5.1 Mit einer Umsatzminderung von 2.011,8 TEUR gegenüber dem Vorjahr wurde das ursprünglich geplante Umsatzziel nicht erreicht. Dennoch konnten wesentliche operative Kennzahlen stabilisiert werden. Der Jahresüberschuss und das EBIT fielen jedoch unter die Planungen des Vorjahres.

5.2 Die Geschäftsentwicklung 2023 ist im Wesentlichen zufriedenstellend verlaufen und zusammenfassend wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von der Geschäftsführung als stabil gewertet.

6 Risiko- und Chancenbericht

6.1 Im Rahmen des Risikomanagementsystems bilden Planungs- und Kontrollprozesse sowie Standards der Hemstedt GmbH die wesentlichen Bestandteile des Risikomanagementsystems ab. Dafür sind bei der Hemstedt GmbH Informations-, Controlling- und Überwachungssysteme eingerichtet, wie beispielsweise eine kontinuierliche Liquiditätsplanung, -steuerung und -überwachung.

6.2 Organisatorisch wird dem Risikomanagement durch ein effektives Forderungsmanagement Rechnung getragen, indem beispielsweise das Back-Office regelmäßig Bonitätsanalysen und - auskünfte über Geschäftspartner einholt

6.3 Interne und externe Audits sowohl in der Verwaltung (auch der Produktionsstätten) gewährleisten einheitliche Qualitätsstandards. Hierzu zählen externe Audits internationaler Prüfbehörden, wie z. B. der UL-Behörde oder auch Audits von Geschäftspartnern, z. B. Lieferantenaudits im Hause Hemstedt und darüber hinaus regelmäßige interne Audits. Die erfolgreiche Einführung und Zertifizierung eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001:2015 Anfang der 90er Jahre, welche unter Projektleitung der Fachhochschule Heilbronn (heute Hochschule Heilbronn) implementiert wurde, ist ein weiteres Zeichen unserer konsequenten Fokussierung in diesem Bereich und reflektiert den Qualitätsgedanken von Hemstedt. Jährliche Re-Audits der Geschäftsleitung sowie der Belegschaft stellen zudem den eigenen Qualitätsanspruch dauerhaft sicher.

6.4 Unterjährig wird quartalsweise überprüft, inwieweit Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen. Im Zusammenhang mit einem monatlichen Reporting wird so sichergestellt, dass dem Management die erforderlichen Informationen für die Steuerung des Unternehmens zur Verfügung stehen.

6.5 Die Gesellschaft sieht in der weltweiten Lieferkettenproblematik, verursacht durch die Covid-Pandemie sowie den Krieg in der Ukraine, ein Risiko für die ungestörte Produktion der eigenen Produkte, da die Verfügbarkeit von Rohstoffen als Vormaterialien, insbesondere im Bereich Fluorkunststoffe, teilweise mit langen Lieferzeiten verbunden ist. Diesem Risiko wird durch eine entsprechende Vorratsplanung Rechnung getragen.

6.6 Die Geschäftsleitung sieht im Branchenumfeld ein Risiko, dass neue internationale Wettbewerber insbesondere aus Asien, einen Einfluss auf künftige Erträge haben, da diese einen Preisdruck erzeugen könnten. Diesem Risiko wird mit einer fortlaufenden Produktverbesserung, einer Erweiterung des Produktportfolios und mit dem perspektivischen Ziel, neue Kunden und Märkte zu erschließen, Rechnung getragen.

6.7 Angesichts der immer größeren Bedeutung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekten (ESG) wird das Thema Nachhaltigkeit sowohl als Chance als auch als Risiko für die Zukunft gesehen. Neben der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen verfolgt das Unternehmen eine nachhaltige Unternehmensstrategie, die den Erwartungen der Stakeholder in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards entspricht. Dazu zählen Maßnahmen zur Reduktion von CO 2 -Emissionen, eine optimierte Ressourcennutzung oder auch die Weiterentwicklung nachhaltiger Produkte. Diese Maßnahmen werden durch die Einbeziehung von ESG-Aspekten in die Unternehmensstrategie unterstützt.

6.8 Die anhaltende Inflation und der Anstieg der Rohstoffpreise haben erhebliche Auswirkungen auf die Kostenstruktur des Unternehmens. Potenzielle Risiken könnten sich dahingehend zeigen, dass Preiserhöhungen nicht an die Kunden weitergegeben werden könnten, wodurch sich die Marge verringern würde, oder in der Notwendigkeit, kostengünstigere Alternativen zu finden, was wiederum die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen könnte. Das Unternehmen begegnet diesen Risiken mit einer ständigen Prüfung der Preisstrategie sowie einer aktiven Zusammenarbeit mit den Lieferanten, damit Preisanpassungen zeitnah erkannt und gegebenenfalls Beschaffungsalternativen erschlossen werden können. Zudem wird auf eine wirksame Kostensteuerung und eine effiziente Produktgestaltung geachtet, damit die Auswirkungen auf die Rentabilität so gering wie möglich gehalten werden.

7 Marktchancen

7.1 Erneuerbare Energien: Der Anteil der erneuerbaren Energien an der öffentlichen Nettostromerzeugung in Deutschland beträgt im Jahr 2023 rekordverdächtige 59,7 Prozent, während die Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohle um 27 bzw. 35 Prozent rückläufig war. Zu diesem Ergebnis kam das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE am 02.01.24. Elektrisches Heizen gewinnt damit an Aktualität. Die Geschäftsleitung sieht deshalb in ihrem Produkt GREEN ACCU MAT® und GREEN ELECTRIC MAT® im Bereich der Energiespeicherheizung wesentliche Zukunftschancen.6

8 Prognosebericht

8.1 Trotz der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gehen wir für das Jahr 2024 von einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung und einem positiven Geschäftsergebnis aus. Dadurch konnten wir in allen Geschäftsbereichen weiterwachsen. Untermauert wurde dies durch ein gezieltes und schnelles operatives Krisen- und Katastrophenmanagement. Vor diesem Hintergrund werden interne und externe Zusammenhänge analysiert, geplant, festgelegt, organisiert, dokumentiert, informiert, umgesetzt und entsprechende Veränderungen einzelner Maßnahmen zu dynamischen Situationen kommuniziert.

8.2 Hemstedt bietet Produkte und Ideen, die nach und nach nicht nur in Neubauten, sondern auch in Renovierungsprojekten integriert werden können. Energiespeicherheizungen von Hemstedt bieten die Möglichkeit des effizienten und direkten Heizens mit elektrischer Energie bei hervorragenden Wirkungsgraden. Dadurch können wir den Verbrauch fossiler Brennstoffe reduzieren und den Klimawandel aktiv verlangsamen. Moderne Neubauten benötigen beispielsweise bis zu 70 % weniger Energie als Wohnhäuser aus den 80er Jahren. Die Hemstedt® Energiespeicherheizung folgt diesem Trend und arbeitet mit einem Drittel der normalen Heizleistung einer Fußbodenheizung. Daher sieht das Gesamtkonzept von Hemstedt als langfristiges Ziel vor, die umweltschädliche Verschwendung wertvoller Ressourcen unseres Planeten durch die SMART-LIVING-Idee von Hemstedt zu beenden.

8.3 Auch künftig plant die Hemstedt GmbH stark in Innovationen zu investieren, um ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen. Hohe Innovationsausgaben bleiben ein Markenzeichen der Elektronikindustrie, die sich den Herausforderungen der Zukunft stellt. Die Hemstedt GmbH rechnet für 2024 mit Umsatzerlösen auf Vorjahresniveau und erwartet ein ähnliches EBIT wie im Vorjahr im mittleren fünfstelligen Bereich.

 

Brackenheim, 13.03.2025

Hemstedt GmbH Dieter Hemstedt, Geschäftsführer

Hemstedt GmbH Andreas Hemstedt, Geschäftsführer

Hemstedt GmbH Sabine Hemstedt, MBA, Geschäftsführer

Literaturverzeichnis

BMWK - Pressemitteilung. Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2024. (14.03.2025). Von https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240115-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-2024.html abgerufen

BMWK - Wirtschaftliche Entwicklung. (13.03.2025). Von

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20231213-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-dezember-2023.html abgerufen

Bundesagentur für Arbeit: Statistik. Arbeitslosenquoten im Jahr 2023. Länder und Kreise. (14.03.2025). Von https://www.arbeitsagentur.de/datei/arbeitslosenquote-2023_ba046402.pdf abgerufen

Destatis - Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 %. Inflationsrate verstärkt sich im Dezember 2023 wieder mit +3,7 %. (13.03.2025). Von https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html abgerufen

Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE - Presse: Öffentliche Stromerzeugung 2023: Erneuerbare Energien decken erstmals Großteil des Stromverbrauchs. (13.03.2025). Von https://files.vdzev.de/pdfs/pressemitteilungen/2024/20241028_PM_Branchendaten_2023_ 2024.pdf abgerufen

8

VDS - Branchendaten: Positive Umsatzentwicklung 2023 - aber negative Prognose für 2024 zeigt deutlichen Rückgang. (13.03.2025). Von https://www.sanitaerwirtschaft.de/markt-branche/branchendaten-positive-umsatzentwicklung-2023-aber-negative-prognose-fuer-2024 abgerufen

1 (Bundesagentur für Arbeit: Statistik. Arbeitslosenquoten im Jahr 2023. Länder und Kreise, 2023)

2 (Destatis - Pressemitteilung. Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 %, 2024)

3 (BMWK - Pressemitteilung. Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2024, 2024)

4 (VDS - Branchendaten: Positive Umsatzentwicklung 2023 - aber negative Prognose für 2024, 2024)

5 (BMWK - Pressemitteilung: Wirtschaftliche Entwicklung, 2023)

6 (Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE: Presseinformation, 2023)

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.531.480,56 2.350.810,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 28.568,00 3.140,00
II. Sachanlagen 2.502.032,56 2.346.790,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.259,00 3.532,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.513.367,00 1.642.983,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 250.066,00 265.055,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 735.340,56 435.220,00
III. Finanzanlagen 880,00 880,00
B. Umlaufvermögen 7.478.708,31 8.016.058,70
I. Vorräte 3.398.721,13 3.949.845,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.332.660,50 1.134.995,23
1. Forderungen gegen Gesellschafter 25.137,14 24.636,02
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.307.523,36 1.110.359,21
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 334.524,02 333.177,59
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.747.326,68 2.931.218,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 54.298,58 6.335,20
Summe Aktiva 10.064.487,45 10.373.203,90

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.154.354,39 8.135.537,80
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 8.035.537,80 7.442.630,75
III. Jahresüberschuss 18.816,59 592.907,05
B. Rückstellungen 930.395,03 1.114.493,60
C. Verbindlichkeiten 979.738,03 1.123.172,50
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 41.663,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 41.663,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 73.381,55 75.883,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 73.381,55 75.883,31
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 252.151,33 178.850,43
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 252.151,33 178.850,43
4. sonstige Verbindlichkeiten 654.205,15 826.775,76
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 614.571,39 788.982,53
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 39.633,76 37.793,23
Summe Passiva 10.064.487,45 10.373.203,90

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.815.603,14 6.162.575,15
2. Personalaufwand 2.453.741,32 2.541.147,74
a) Löhne und Gehälter 2.128.374,79 2.227.975,54
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 325.366,53 313.172,20
davon für Altersversorgung -54.648,77 -43.827,89
3. Abschreibungen 469.351,00 563.242,38
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 469.351,00 563.242,38
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.832.603,73 2.188.236,63
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 30.073,45 5.882,06
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32.452,20 24.400,51
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 37.220,75 250.412,31
8. Ergebnis nach Steuern 20.307,59 601.017,64
9. sonstige Steuern 1.491,00 8.110,59
10. Jahresüberschuss 18.816,59 592.907,05

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Anhang wurde nach den Angaben der Geschäftsführung des Unternehmens erstellt. Der Jahresabschluss der Hemstedt GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Form des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbHG zu beachten. Die nachfolgend zitierten Paragraphen beziehen sich, wenn nichts anderes angegeben ist, auf Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Hemstedt GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Brackenheim
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stuttgart
Register-Nr.: 320170

2. Sonstiges

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, sind im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

B. Gliederung (§ 265 Abs. 1 S. 2)

Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den §§ 266 und 275 Abs. 2.

C. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Bewertungsvereinfachungsverfahren zur Bewertung der Vorräte gemäß § 240 Abs. 4 bzw. § 256 wurden nicht angewandt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet.

Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

D. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Pensionsrückstellungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen (605 TEUR) sind mit dem Erfüllungsbetrag, der sich gemäß Gutachten nach § 253 Abs. 2 HGB unter Verwendung des Zehnjahresdurchschnittszinssatzes ergibt, bewertet. Die Berechnungen erfolgten im Rahmen der PUC-Methode (Project Unit Credit Method). Der Rückstellungsbewertung liegen die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zugrunde. Der veranschlagte Rechnungszins beträgt 1,83 %. Der Rechnungszins wurde gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB nach der Vereinfachungsregelung ermitteln. Der Anwartschafts- sowie Rententrend wurde mit 0,00 % berücksichtigt.

2. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellung für ausstehende Urlaube (131 TEUR), Personalkosten (37 TEUR), Abschluss- und Prüfungskosten (47 TEUR) sowie Aufbewahrung (16 TEUR).

3. Laufzeit der Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen zum Stichtag folgende Laufzeiten auf:

Art der Verbindlichkeit davon Beträge mit einer Restlaufzeit von Gesamtbetrag
< 1 Jahr 1 - 5 Jahren > 5 Jahren
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 393.924 0 0 393.924
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 252.151 0 0 252.151
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 73.381 0 0 73.381
5. Sonstige Verbindlichkeiten 260.280 0 0 260.280

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, beläuft sich auf Euro 730.025,00 und stammt in erster Linie aus künftigen Mieten für die betrieblichen Gebäude (Euro 596.160,00) sowie aus künftigen Aufwendungen für Lizenzen (Euro 56.070,00) und Leasingverpflichtungen (Euro 77.795,00).

5. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB i.V.m. §285 Nr. 3 HGB

Die Gesellschaft hat eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von TEUR 100 zugunsten der Hemstedt Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG gegenüber der VBU Volksbank im Unterland übernommen. Die Bürgschaft dient der Absicherung von Verbindlichkeiten der Hemstedt Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG. Zum Bilanzstichtag liegen der Gesellschaft keine konkreten Anhaltspunkte für eine Inanspruchnahme aus dieser Bürgschaft vor.

E. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 51.

Geschäftsführung im Berichtsjahr:

Dieter Hemstedt

Andreas Hemstedt

Sabine Hemstedt

Ergebnisverwendung :

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

F. Unterzeichnung des Jahresabschlusses

 

Brackenheim, 22. Oktober 2024

gez. Dieter Hemstedt, Geschäftsführer

gez. Andreas Hemstedt, Geschäftsführer

gez. Sabine Hemstedt, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Anlagenspiegel zum 31.12.2023 Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Abschreibungen vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen am solchen Rechten und Werten 211.010,19 32.113,00 214.555,19 6.685,00 28.568,00 3.140,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 211.010,19 32.113,00 214.555,19 6.685,00 28.568,00 3.140,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.527,81 29.268,81 273,00 3.259,00 3.532,00
2. technische Anlagen und Maschinen 11.932.828,24 153.475,89 10.672.237,13 382.391,89 1.513.367,00 1.642.983,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.830.919,22 65.012,11 1.645.865,33 80.001,11 250.066,00 265.055,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 435.220,00 399.420,56 0,00 735.340,56 435.220,00
14.231.495,27 617.908,56 12.347.371,27 462.666,00 2.502.032,56 2.346.790,00
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 880,00 0,00 880,00 880,00
880,00 0,00 880,00 880,00
14.443.385,46 650.021,56 12.561.926,46 469.351,00 2.531.480,56 2.350.810,00

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.10.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hemstedt GmbH, Brackenheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hemstedt GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht Hemstedt GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 15. Mai 2025

Akanthus GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Andreas Koller, Wirtschaftsprüfer

gez. Susanne Wiegräfe, Wirtschaftsprüferin

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