Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 354522
Vorher
Jobpool GmbH Personaldienstleistungen
Eingetragen
2.11.2000

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Berivan Karaman
seit 26.4.2024
Geschäftsführer
Dusan Vesenjak
seit 14.9.2017
Prokura
Jan Albert Kiehne
seit 30.9.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MYPEGASUS Stiftung in Reutlingen
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
mypegasus Beteiligungs GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Jobpool GmbH

Reutlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Die Gesellschaft ist im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung tätig und hier in einem Segment, in dem jeweils Bezug genommen wird auf betriebliche bzw. tarifliche Lösungen, durch die der Grundsatz equal pay erreicht wird.

Hinsichtlich der administrativen Abwicklung arbeitet die Gesellschaft sehr eng mit verbundenen Unternehmen zusammen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Situation ist sehr gut. Einbrüche in einzelnen Segmenten oder Branchen wurden nicht festgestellt. Auch auf Einzelbetriebe konnten konjunkturelle oder strukturelle Schwankungen nicht nennenswert verzeichnet werden. Diese Entwicklung aus 2012 bis 2019 wurde auch in 2020 so bestätigt. Ein Mangel an Fachkräften wird erkennbar und damit ist die erfolgreiche und schnelle "Beschaffung" von Arbeitnehmern nach Kundenwünschen zunehmend schwierig.

Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

Im Berichtszeitraum konnte eine weitere Stabilisierung erreicht werden und der Kundenkreis konnte erweitert werden. Auch hinsichtlich der regionalen Präsenz konnten Erfolge erzielt werden.

Die Gesellschaft arbeitet nicht mit kurzfristig wechselnden Arbeitseinsätzen. Die Zahl der Arbeitnehmer ist leicht gestiegen.

Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war ein Jahresfehlbetrag von 533 TEUR zu verzeichnen. Im Vorjahr war ein Jahresfehlbetrag von 61 TEUR zu verzeichnen.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 1.302 TEUR auf 15.513 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 398 TEUR auf 915 TEUR.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 1.682 TEUR auf 15.385 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 503 TEUR.

Vermögenslage

Das Eigenkapital wird mit 721 TEUR ausgewiesen, dies entspricht 8,68 % der Bilanzsumme.

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 2.062 TEUR auf 8.309 TEUR, im Wesentlichen bedingt durch höhere passive Rechnungsabgrenzungsposten.

Finanzlage

Die Finanzlage ist geordnet. Der Cashflow lag im Berichtsjahr bei -1.111 TEUR gegenüber -192 TEUR im Vorjahr.

Nachtragsbericht

Erwähnenswerte Ereignisse sind nach dem Stichtag nicht eingetreten.

Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2021 ist davon auszugehen, dass bedingt durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung die Geschäftstätigkeit weiterhin stabil verläuft.

Die Gesellschaft erwartet für 2021 gleichbleibende Umsätze und ein verbessertes Ergebnis.

Risikobericht

Die Jobpool ist im Rahmen ihrer Aktivitäten im Bereich Arbeitnehmerüberlassung neben allgemeinen volkswirtschaftlichen Risiken sehr stark Risiken aufgrund von unternehmerischen sowie unternehmenspolitischen Entscheidungen potentieller Auftraggeber und auch des Gesetzgebers ausgesetzt.

Die Jobpool ist den teilweise gestiegenen Anforderungen der Kunden an höheren Qualifikationen der Mitarbeiter ausgesetzt. Durch laufende Qualifikationen der Mitarbeiter wird erreicht, dass man den Anforderungen gerecht wird.

Abhängigkeiten bestehen auch seitens des Arbeitsmarktes, sowohl auf Absatz- als auch Beschaffungsseite. Bei guter Konjunkturlage werden seitens der Kunden mehr Mitarbeiter im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung benötigt, um Produktionsspitzen zu bewältigen. In schwächeren Perioden werden von den Kunden weniger Mitarbeiter benötigt. Diesem allgemeinen Marktrisiko durch Schwankungen des Bedarfs an Mitarbeitern im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung begegnet die Jobpool durch entsprechende Vereinbarungen mit den Kunden über Meldefristen um eine gewisse Planungssicherheit zu gewährleisten, sowie durch entsprechende Rücklagenbildung. Das Risiko auf Beschaffungsseite besteht in erster Linie darin, im richtigen Zeitpunkt die notwendigen Mitarbeiter mit den entsprechenden Qualifikationen zur Verfügung stellen zu können.

Operativ bestehen zudem allgemeine Zins-, Liquiditäts- und Kreditrisiken, welche jedoch aufgrund der guten Kapitalausstattung der Jobpool und den Vorfinanzierungsvereinbarungen mit den Kunden als gering angesehen werden. Die Gesellschaft ist zudem abhängig von einem großen Kunden, mit welchem die Jobpool 67 % des Umsatzes im Geschäftsjahr tätigt.

Gesetzliche Änderungen, welche die Arbeitnehmerüberlassungsmodelle komplett oder teilweise wegfallen lassen, sind uns derzeit nicht bekannt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Gesetzgeber weiter politischen Einfluss in diesem Bereich nehmen wird.

Chancenbericht

Durch die Akquise neuer Kunden und die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den bisherigen Kunden ergeben sich Chancen für die Stabilisierung und Ausweitung des Geschäftsbetriebs.

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 11.228,00 15.677,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.887,00 12.851,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 8.887,00 12.851,00
II. Sachanlagen 2.341,00 2.826,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.341,00 2.826,00
B. Umlaufvermögen 8.298.209,84 6.231.813,36
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.408.951,19 4.231.920,48
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.327.711,45 1.413.475,39
2. sonstige Vermögensgegenstände 6.081.239,74 2.818.445,09
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 889.258,65 1.999.892,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 52,00 52,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 8.309.489,84 6.247.542,36

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 721.157,90 1.254.586,65
I. gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Gewinnvortrag 1.224.586,65 1.285.719,49
III. Jahresfehlbetrag 533.428,75 61.132,84
B. Rückstellungen 1.397.709,47 1.051.575,24
1. sonstige Rückstellungen 1.397.709,47 1.034.831,32
C. Verbindlichkeiten 4.340.553,82 3.941.380,47
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.000,00 5.055,50
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.213.094,65 4.044.418,62
3. sonstige Verbindlichkeiten 122.459,17 -108.093,65
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.850.068,65 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 8.309.489,84 6.247.542,36

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 16.427.929,79 14.727.344,19
2. Personalaufwand 15.385.459,22 13.703.514,46
a) Löhne und Gehälter 13.098.195,82 10.936.671,35
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.287.263,40 2.766.843,11
3. Abschreibungen 6.558,78 5.865,36
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 6.558,78 5.865,36
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.566.605,18 1.063.487,20
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 605,80 1.211,71
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 108,04 921,72
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.171,12 15.828,00
8. sonstige Steuern 62,00 72,00
9. Jahresfehlbetrag 533.428,75 61.132,84

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Jobpool GmbH hat ihren Sitz in Reutlingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HR B 354522 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB erstellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 242 bis 256a HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 264 bis 288 HGB, erstellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Aktiva

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert ausgewiesen. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

2. Passiva

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bewertet.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten projektbezogene Einnahmen, welche Erträge nach dem Abschlussstichtag darstellen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagenspiegel

AHK 01.01.2020 Zugänge -Abgänge Abschreibungen -Zuschreibungen kumuliert Abschreibungen -Zuschreibungen Geschäftsjahr Buchwert 31.12.2020 Buchwert 31.12.2019
Immaterielle VG 26.590,00 1.950,00 13.739,00 5.914,00 8.887,00 12.851,00
-0,00 -0,00 -0,00
Sachanlagen 3.966,14 159,78 1.140,14 644,78 2.341,00 2.826,00
0,00 -0,00 -0,00
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
-0,00 -0,00 -0,00
Summe 30.556,14 2.109,78 14.879,14 6.558,78 11.228,00 15.677,00
-0,00 -0,00 -0,00

2. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Sonstige Erläuterungs- und Angabepflichten

1. Zahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden zum Quartalsende durchschnittlich 309 Arbeitnehmer beschäftigt.

2. Zusammensetzung der Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Jahr 2020 Herr Dr. Jan Kiehne und Herr Herbert Franz Hansel.

Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

3. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft gehört zum Konzern der MYPEGASUS Beteiligungs-GmbH, Reutlingen.

4. Ergebnisverwendung

Die Gesellschaft schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 533.428,75 auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Reutlingen, 31. Dezember 2021

gez.

Dr. Jan Kiehne

Herbert Franz Hansel

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.12.2021 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende Jahresabschluss ist gemäß § 327 HGB verkürzt.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erhalten:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Jobpool GmbH

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Jobpool GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jobpool GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Karlsruhe, den 31. Dezember 2021

Moses & Partner
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