Master Data

Registry
Register court Stendal HRB 10239
Previous
RM Prestara GmbH
Registered
9/25/1990
Industry
Manufacture of plastic packing goodsManufacture of builders’ ware of plasticManufacture of household articles of plastics
Purpose
Herstellung, Vertrieb von und Handel mit Erzeugnissen aus Metall, Kunststoff und anderen Materialien ausgenommen erlaubnispflichtige Erzeugnisse

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Mads Bonde Hansen
since 7/11/2023
Managing Director
Jan Richter
since 3/15/2022
Procura
Sebastian Feldbach
since 9/20/2021
Procura
Thomas Lange
since 6/2/2021
Procura

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

RMIG GmbH

Raguhn-Jeßnitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

1. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft

1.1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die RMIG GmbH (nachfolgend auch Gesellschaft) ist eine 100%ige Tochter der RMIG A/S in Ballerup/Dänemark. Die Gesellschaft wurde am 13. Juni 1851 gegründet und war seitdem auf dem Gebiet der Metallverarbeitung tätig. Die Produktpalette reicht von Lochblechen für Siebe, Filter und Fassaden, Streckmetall, Gitter, Trieure bis hin zu Schlitzbrücken.

Die Gesellschaft am Standort Raguhn ist einer der größten Produktionsstandorte im Firmenverbund der RMIG A/S, nachfolgend RMIG-Konzern. Die Tätigkeit der RMIG GmbH umfasst Produktion, Kauf und Verkauf von Lochblechen und ähnlichen Produkten. Die Produktpalette unseres Unternehmens tangiert unterschiedliche Industriezweige wie z.B. die Bauindustrie, die Landwirtschaft, die Lebensmittelbranche und einige mehr.

Wir beliefern nicht nur den deutschen Markt, sondern auch unsere Schwesterunternehmen und deren Kunden weltweit. An unserer Strategie, die Zusammenarbeit mit unseren Kunden zu erweitern und gemeinsam Produkte weiterzuentwickeln und Marktanteile hinzuzugewinnen, halten wir weiter fest.

1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Im Jahr 2024 verzeichnete die deutsche Wirtschaft einen erneuten Rückgang. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,2% gegenüber dem Vorjahr. 1 Diese Entwicklung markiert das zweite aufeinanderfolgende Jahr mit einer Schrumpfung der Wirtschaftsleistung, nachdem bereits 2023 ein Rückgang von 0,3% zu verzeichnen war. 2

Die schwache Konjunktur wirkte sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote stieg im Jahresverlauf um 0,3 Prozentpunkte auf 6,0%. 3

1.3 Geschäftsverlauf und branchenspezifisches Umfeld

Im Jahr 2024 stand die deutsche Metallindustrie vor erheblichen Herausforderungen. Die Produktion in der Metall- und Elektroindustrie verzeichnete bis November einen Rückgang von über 6% im Vergleich zum Vorjahr. 4

Die Stimmung in der Metallerzeugungs- und Metallbearbeitungsbranche blieb angespannt. Hohe Kosten und eine schwache Auftragslage belasteten die Unternehmen. 5

Für die RMIG GmbH bedeuten diese Entwicklungen ein herausforderndes Marktumfeld. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2024 hat sich die Auftragslage gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt. Die rückläufige Nachfrage in einzelnen Marktsegmenten führte zu einer spürbaren Reduktion des Auftragseingangs und infolgedessen zu einer gesunkenen Auftragsreichweite. Zum Bilanzstichtag lag diese unter dem unternehmensüblichen Niveau. Um dies zu kompensieren, wurden Maßnahmen zur Kostensenkung im Unternehmen ergriffen, ohne die Wettbewerbsfähigkeit oder die längerfristige Mitarbeitersituation zu beeinträchtigen. Die rückläufige Produktion in der Branche und die angespannte Auftragslage erfordern eine flexible Anpassung unserer Geschäftsstrategien. Gleichzeitig bietet die Situation aber auch Potenzial für zukünftige Chancen, die wir durch gezielte Investitionen nutzen möchten.

Mit TEUR 47.821 verminderte sich der Umsatz um 17% gegenüber dem Vorjahr. Der Jahresüberschuss fiel 2024 aufgrund stabiler Margen und Kosteneinsparungen akzeptabel aus.

2. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Das Geschäftsjahr 2024 war für unser Unternehmen geprägt von einer relativ stabilen Geschäftsentwicklung und strategischen Investitionen zur langfristigen Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit. Hervorzuheben ist die Anschaffung einer Breitpressenlinie, die im Laufe des Jahres erfolgreich in Betrieb genommen wurde. Die neue Anlage ermöglicht eine Steigerung der Produktionskapazität, trägt zur Verbesserung der Effizienz bei und unterstützt unsere Ausrichtung auf zukünftige Marktanforderungen.

Neben dieser Investition lag ein Schwerpunkt auf der Optimierung interner Prozesse. Durch gezielte Maßnahmen zur Digitalisierung wie die finale Einführung einer elektronischen Rechnungseingangsbearbeitung konnten wir die Effizienz unserer Verwaltungsabläufe weiter steigern.

Im Bereich Personalentwicklung standen die Weiterbildung unserer Mitarbeitenden sowie die Optimierung der Organisation im Vordergrund. Mit Einführung der Abteilung Solutions Center sollen die Backoffice Aktivitäten optimiert und zusammengefasst werden.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie Leistungsindikatoren

3.1 Ertragslage

Der Jahresüberschuss 2024 fiel aufgrund der geringeren wirtschaftlichen Aktivität gegenüber dem Vorjahr um 9% auf TEUR 969. Damit liegen wir leicht unter dem am Anfang des Jahres erwarteten Ergebnis. Den deutlichen Auftrags- und Umsatzrückgang konnten wir durch verschiedene Kosteneinsparmaßnahmen wie zum Beispiel Verzicht auf Leiharbeitskräfte und Nachbesetzung von Stellen weitgehend kompensieren.

Im Geschäftsjahr 2024 belief sich der Umsatz auf 47.821 TEUR und lag damit um 9.679 TEUR unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang ist vor allem auf eine geringere Nachfrage zurückzuführen. Trotz dieser Entwicklung konnte der Einfluss auf die Ertragslage durch eine vergleichbare Reduktion der Herstellkosten (- 9.435 TEUR) und eine deutliche Minderung der Vertriebskosten (-389 TEUR) weitgehend kompensiert werden. Diese Kostenreduktion wurde unter anderem durch Effizienzsteigerungen in der Produktion, optimierte Prozesse und striktes Kostenmanagement erreicht. Dadurch konnte das Betriebsergebnis trotz gestiegener Verwaltungskosten (+ 10 Prozent) relativ stabil gehalten werden, sodass das Unternehmen auch in einem herausfordernden Marktumfeld wettbewerbsfähig bleibt.

3.2 Finanzlage

Grundsätzlich wird das Finanzmanagement des RMIG-Konzerns zentral in Dänemark durchgeführt. Die Gesellschaft ist an das zentrale Cash Pool-Management der RMIG A/S angeschlossen. Die RMIG GmbH ist für die Ausführung der täglichen Produktion und den Verkauf verantwortlich. Strategische Entscheidungen werden vom RMIG-Konzern zentral in Dänemark getroffen.

Der Cashflow gliedert sich auf die einzelnen Bereiche wie folgt auf:

+2.134 TEUR Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

- 2.150 TEUR Cashflow aus der Investitionstätigkeit

0 TEUR Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit.

Im Geschäftsjahr 2024 erwirtschaftete das Unternehmen somit erneut einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 2.134 TEUR. Dieser Wert liegt unter dem Vorjahresniveau von 4.341 TEUR, was vor allem auf die gesunkene Aktivität sowie eine leicht gesunkene Ertragskraft zurückzuführen ist.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf -2.150 TEUR, nachdem im Vorjahr -3.082 TEUR investiert wurden. Der Rückgang der Investitionen gegenüber dem Vorjahr resultiert aus einer gezielteren Steuerung von Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen. Die größten Mittelabflüsse waren mit der Anschaffung einer neuen Breitpressenlinie verbunden, die zur weiteren Effizienzsteigerung im Produktionsprozess beiträgt.

Im Gegensatz zum Vorjahr, in dem noch 1.300 TEUR zur Finanzierungstätigkeit abgeflossen sind, blieb der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 2024 mit 0 TEUR ausgeglichen. Dies verdeutlicht, dass weder neue Finanzmittel aufgenommen noch signifikante Tilgungen geleistet wurden, was die stabile Eigenfinanzierungskraft des Unternehmens unterstreicht.

Insgesamt konnte das Unternehmen einen weitgehend ausgeglichenen Cashflow erzielen, sodass die Investitionen fast vollständig aus dem operativen Geschäft finanziert wurden. Dies bestätigt die weiterhin solide finanzielle Basis des Unternehmens und die Fähigkeit, notwendige Investitionen eigenständig zu tragen.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme unserer Gesellschaft verringerte sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um 416 TEUR auf 30.032 TEUR. Dieser Rückgang resultiert insbesondere auf der Aktivseite aus rückläufigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie auf der Passivseite aus verminderten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Diese Rückgänge sind im Wesentlichen durch das rückläufige Geschäft der RMIG bedingt.

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von 2.578 TEUR in das Sachanlagevermögen getätigt (Vorjahr 3.027 TEUR). Finanziert wurden diese Investitionen überwiegend aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und verfügbaren flüssigen Mitteln. Im Geschäftsjahr sind planmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen von 1.059 TEUR angefallen. Das Finanzanlagevermögen blieb unverändert bei 8.158 TEUR (Vorjahr 8.158 TEUR).

Der Vorratsbestand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig um 2% von 2.949 TEUR auf 3.018 TEUR. Während Rohmaterial (+265 TEUR auf 962 TEUR) und Unfertige Erzeugnisse (+119 TEUR auf 250 TEUR) anstiegen, verringerte sich der Bestand an Fertigerzeugnissen (um 315 TEUR auf 1.806 TEUR). Diese Änderungen sind auf den zum Abschlussstichtag im Vergleich zum Vorjahr veränderten Auftragsbestand zurückzuführen.

Die Eigenkapitalquote stieg von 53% am Bilanzstichtag des Vorjahres auf 57% zum 31. Dezember 2024 aufgrund einer im Vergleich zum Vorjahr verringerten Bilanzsumme weiter an.

Wir bewerten die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft zum heutigen Zeitpunkt weiterhin als positiv.

4. Personal

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr verringerte sich auf 126 Mitarbeiter (-5 Beschäftigte). Die gesamten Personalkosten sanken im Vergleich zum Vorjahr um 3%.

Unsere Mitarbeiter sorgen mit ihrem Engagement, ihrer Kompetenz und ihrer Leistungsfähigkeit dafür, dass wir stets für unsere Kunden da sind, Lösungen finden und so das Unternehmen weiterentwickeln. So tragen sie entscheidend zu unserem Geschäftserfolg bei. Gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung arbeiten wir ständig an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Jährlich erfolgt die Aufstellung eines Fortbildungsplanes für Manager sowie Mitarbeiter, deren Durchführung durch die Personalabteilung organisiert und kontrolliert wird.

Wir haben unter anderem eine Vereinbarung zu Jubiläumszahlungen getroffen, eine Lohnerhöhung bei gleichzeitiger Verkürzung der Wochenarbeitszeit für das Folgejahr und Regelungen zur Kurzarbeit vereinbart.

Perspektivisch ist die Personalgewinnung eine große Herausforderung für die RMIG GmbH, denn die demografische Entwicklung führt zu einem steigenden Anteil älterer Mitarbeiter/-innen. Durch die Berufsausbildung in unserer Firma sorgen wir für qualifizierte Mitarbeiter sowohl in der Produktion als auch in der Verwaltung.

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement hat einen hohen Stellenwert in der RMIG GmbH mit dem Ziel, dauerhaft einen Beitrag zur Förderung der Gesundheit sowie des Wohlbefindens, der Förderung der Arbeitszufriedenheit, der Motivation und der Leistungsfähigkeit zu leisten. So konnte im Berichtsjahr den Beschäftigten wieder das Angebot von Massagen im Haus ermöglicht werden.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1 Risikomanagement

Eine komplexe Umwelt erfordert ein klares Risikomanagement. Mögliche Risiken werden in der Geschäftsführung und mit den Werkzeugen des Qualitätsmanagements analysiert und nach Eintrittswahrscheinlichkeit priorisiert und Prozesse zur Vermeidung eingeführt und kontrolliert.

Das Risikomanagement wird im RMIG-Konzern zentral durch die RMIG A/S durchgeführt. Die RMIG GmbH ist hinsichtlich Planung und Reporting von Geschäftszahlen in den entsprechenden Controlling- und KPI-Systemen der RMIG A/S eingebunden. Dazu gehören u. a.:

umfassendes monatliches Soll-Ist-Reporting einer Reihe wichtiger Geschäfts- und Produktionsdaten,

quartalsweise Erstellung von Geschäftsprognosen,

Erstellung von Monats- und Jahresbudgets und monatliche Budgetkontrollen,

Liquiditätsplanungen.

Damit haben das Management des RMIG-Konzerns und die Geschäftsführung der RMIG GmbH monatlich einen Gesamtüberblick über die Entwicklung der Gesellschaft und aller wesentlichen Kennzahlen.

5.2 Risiken

Die Gesamtrisikosituation hat sich 2024 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Unsere wesentlichen Herausforderungen sind insbesondere die konjunkturellen Unsicherheiten sowie der intensive Wettbewerb und der damit einhergehende Preisdruck. Neben den üblichen wirtschaftlichen Risiken werden zunehmend auch politische Risiken und die geopolitische Lage zu einer Herausforderung für die deutsche Industrie. Hieraus ergeben sich auch für die RMIG GmbH zusätzliche Risiken, die sich in Produktionsausfallzeiten, verminderten Absatzmöglichkeiten, komplizierteren Beschaffungsprozessen und Ausfallrisiken auf Kundenseite manifestieren könnten. Aktuell sehen wir hier jedoch keine akute Risikolage für den geplanten Umsatz und das geplante Jahresergebnis der RMIG GmbH im Geschäftsjahr 2025.

Grundsätzlich ist die Gesellschaft folgenden wesentlichen Risiken ausgesetzt:

Preisänderungs-, Liquiditäts- und Ausfallrisiken

Es bestehen grundsätzlich Ausfallrisiken im Hinblick auf alle in der Bilanz zum 31. Dezember 2024 aktivierten Forderungen. Das maximale Ausfallrisiko wird bestimmt durch den Buchwert dieser Forderungen. Durch die stetige Überwachung des Zahlungsverhaltens der Kunden und die Zusammenarbeit mit Auskunfteien werden Bonitätsrisiken erkannt und wird Forderungsausfällen entgegengewirkt. Zudem werden zeitnah Rechnungen gestellt. Die Zahlungseingänge unterliegen einer permanenten Überwachung und Kontrolle. Soweit Einzelrisiken ersichtlich sind, wird diesen Risiken durch bilanziell erfasste Wertminderungen Rechnung getragen. Durch dieses strikte Forderungsmanagement und die Kooperation mit einem Kreditversicherer konnten nennenswerte Forderungsausfälle vermieden werden.

Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die Gesellschaft versucht Preisänderungsrisiken bei wesentlichen Rohstoffen durch den Abschluss von Rahmenverträgen entgegenzuwirken. Zudem wird bei der Kalkulation der Verkaufspreise die Entwicklung der Produktionskosten regelmäßig berücksichtigt. Ausfallrisiken im Produktionsverlauf werden durch das betriebliche Risikomanagement minimiert.

Zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ist die Gesellschaft in das konzerninterne Cash Pool-System eingebunden worden.

Produktions- und technologische Risiken

Die weiter steigenden Anforderungen an Präzision, Leistungsfähigkeit und effiziente Prozessabläufe, insbesondere auch aufgrund der hohen Wettbewerbsdichte, erfordern eine permanente Verbesserung der Produktionsprozesse und Erhöhung der Maschinen- und Prozessfähigkeiten. Hierfür werden regelmäßig präventive Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Die RMIG GmbH ist nach ISO 9001 zertifiziert und wird jährlich überprüft.

Absatz- und Beschaffungsrisiken

Eventuellen Abhängigkeiten von Kunden und Lieferanten versucht die Gesellschaft mit einem Kunden- und Lieferantenmix von verschiedenen Unternehmen entgegenzuwirken.

Die RMIG GmbH generierte im Geschäftsjahr ca. 67% ihrer Umsätze mit anderen Konzerngesellschaften. Dieser Anteil ist auf Vorjahresniveau (66%). Neben der Generierung von Umsatzerlösen finden auch häufig Beschaffungen innerhalb des RMIG-Konzerns statt. Konzernweit kann die zunehmend schwieriger werdende Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zu Lieferengpässen bis hin zu Produktionseinschränkungen führen.

Aufgrund bestehender Verträge sehen wir für 2024 keine wesentlichen Risiken aus steigenden Energiepreisen. Mittelfristig können aufgrund steigender Energiepreise weitere Maßnahmen zur Kostenreduktion in diesem Bereich notwendig werden.

Risiken im Personalbereich

Der langfristige Unternehmenserfolg hängt wesentlich von der Verfügbarkeit und Qualifikation unserer Mitarbeitenden ab. In der für uns relevanten Region herrscht ein ausgeprägter Fachkräftemangel, insbesondere in den Bereichen Instandhaltung sowie in technischen Planungsfunktionen. Gleichzeitig steigt der Altersdurchschnitt der Bevölkerung.

Vor diesem Hintergrund besteht das Risiko, dass vakante Schlüsselpositionen nicht oder nur mit zeitlicher Verzögerung nachbesetzt werden können, was Produktionsengpässe, Know-how-Verlust und Qualitätseinbußen zur Folge haben könnte.

Zur Begrenzung dieses Risikos setzen wir auf verstärkte Ausbildungsaktivitäten, gezielte Personalentwicklung sowie Arbeitgebermarketing, um die Attraktivität des Unternehmens am Arbeitsmarkt zu erhöhen. Darüber hinaus wird aktiv an der systematischen Nachfolgeplanung gearbeitet, um Know-how-Transfer sicherzustellen.

Trotz dieser Maßnahmen lässt sich das Risiko von personellen Engpässen nicht vollständig ausschließen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird derzeit als mittel, die potenzielle Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit als wesentlich eingeschätzt.

5.3 Chancen

Marktchancen

Die Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds kann im Jahr 2025 positiv von den Annahmen abweichen, die dem Prognosebericht zugrunde liegen. Auftragseingänge und Umsätze könnten über die Erwartungen hinaus ansteigen, was auch die Ertragssituation positiv beeinflussen würde.

Auch im Wettbewerbsumfeld können jederzeit Entwicklungen eintreten (wie beispielsweise Qualitätsprobleme bei Wettbewerbern oder Konsolidierungseffekte), die die Nachfrage nach Produkten der RMIG GmbH verstärken.

Die RMIG GmbH sieht Chancen durch neue Geschäftsinitiativen vor allem auf dem Markt für grüne Energieprodukte und dem neu gegründeten Unternehmen der Gruppe in Spanien.

strategische Chancen

Mit Unterstützung der RMIG A/S konzentriert sich die Gesellschaft auf den Ausbau seiner Marktposition in der Lochblechproduktion. Neben dem Ausbau unseres Marktanteils im Bereich Architektur, Landwirtschaft und Industrieanwendungen können neue Technologien wie zum Beispiel in der Wasserstoffproduktion von unseren Produkten profitieren.

Die Konzernorganisation des RMIG-Konzerns bietet dabei die Möglichkeit, bestehenden Synergien zwischen den Standorten besser zu nutzen. Mit geplanten Maßnahmen sollen die konzernweit einheitlichen Standards weiter digitalisiert und verschlankt werden. Dies wiederum bietet Chancen auf Erhöhung der Produktivität und Profitabilität.

6. Prognosebericht

Für das Jahr 2025 wird eine moderate Erholung der deutschen Wirtschaft erwartet. Prognosen zufolge könnte das Bruttoinlandsprodukt leicht um 0,5% wachsen 6 , nachdem es in den Vorjahren rückläufig war. Allerdings bestehen weiterhin Unsicherheiten durch geopolitische Spannungen, volatile Energiepreise und eine restriktive Geldpolitik. Die Entwicklung der Industrieproduktion wird stark von der globalen Konjunktur sowie von Investitionstätigkeiten in Schlüsselbranchen wie Maschinenbau, Bauwesen und erneuerbare Energien beeinflusst. In Deutschland sind weiterhin strukturelle Herausforderungen zu erwarten, insbesondere durch hohe Energiekosten und regulatorische Anforderungen. Insofern steht die Metallverarbeitungsbranche vor einer differenzierten Marktentwicklung. Während sich einige Segmente wie der Maschinen- und Anlagenbau positiv entwickeln könnten, bleibt die Bauindustrie wahrscheinlich unter Druck.

Unser Unternehmen plant für das Geschäftsjahr 2025 mit einer stabilen Umsatz- und Ergebnisentwicklung auf Basis der Werte von 2024. Die Planung berücksichtigt keine signifikanten Wachstumsannahmen, sondern geht von einer Fortsetzung des bisherigen Geschäftsverlaufs aus. Die vorhandenen Managementauswertungen werden ständig den gestellten Anforderungen angepasst, um Prozesse zu analysieren und Verbesserungspotential zu ermitteln. Sie sind gleichzeitig Grundlage für detaillierte Vergleichsmöglichkeiten einzelner Konzernstandorte.

Die 2024 durchgeführten Investitionen, insbesondere die Inbetriebnahme der Breitpressenlinie, werden voraussichtlich zu weiteren Effizienzsteigerungen führen. Dies soll zur Optimierung der Produktionsprozesse beitragen und die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Die Investitionstätigkeit wird auf einem moderaten Niveau fortgeführt, wobei der Fokus auf Digitalisierung, Automatisierung und nachhaltige Produktionslösungen liegt. Ziel ist es, langfristig die Produktionskosten zu optimieren und die Kapazitäten flexibel an die Marktentwicklung anzupassen.

Durch gezielte Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, Anpassung der Lieferketten und einer stärkeren Diversifikation des Kundenportfolios sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt, um auch in einem volatilen Marktumfeld erfolgreich zu agieren.

Die tatsächliche Entwicklung kann auf Grund der wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten positiv wie auch negativ von unseren Annahmen abweichen.

 

Raguhn-Jeßnitz, den 31. März 2025

Mads Bonde, Geschäftsführer

1 Vgl. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2025/bip2024/bruttoinlandsprodukt-uebersicht.html?
2 Vgl. https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.html
3 Vgl. https://www.arbeitsagentur.de/presse/2025-02-jahresrueckblick-2024
4 Vgl. https://www.gesamtmetall.de/zahlen-fakten/
5 Vgl. https://www.dihk.de/de/themen-und-positionen/wirtschaftspolitik/konjunktur-und-wachstum/konjunkturumfrage-fruehsommer-2024/schwere-zeiten-fuer-die-metallerzeugung-und-bearbeitung-119118
6 Vgl. https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/deutschland-prognose-wachstumsaussichten-deutlich-eingetruebt-947598

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.677.293,17 2.913.718,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.825.041,51 4.400.329,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 399.829,01 476.925,81
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 200.177,13 3.220.081,24
12.102.340,82 11.011.055,55
II. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.158.045,72 8.158.045,72
20.260.386,54 19.169.101,27
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 962.385,25 697.678,34
2. Unfertige Erzeugnisse 250.066,28 131.312,06
3. Fertige Erzeugnisse 1.805.812,00 2.120.367,76
3.018.263,53 2.949.358,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 624.032,27 1.197.007,59
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.712.438,36 6.788.671,12
3. Sonstige Vermögensgegenstände 272.511,08 206.142,23
6.608.981,71 8.191.820,94
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 49.178,94 65.848,47
9.676.424,18 11.207.027,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 95.461,57 72.085,32
30.032.272,29 30.448.214,16

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.556.500,00 2.556.500,00
II. Kapitalrücklage 1.494.421,53 1.494.421,53
III. Gewinnvortrag 11.985.608,88 10.931.690,28
IV. Jahresüberschuss 956.944,01 1.053.918,60
16.993.474,42 16.036.530,41
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 208.565,00 219.979,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 154.600,00
3. Sonstige Rückstellungen 657.950,11 594.844,79
866.515,11 969.423,79
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.158.045,72 8.158.045,72
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 76.253,81 94.199,04
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 398.136,37 1.488.466,82
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.075.007,13 3.345.279,17
5. Sonstige Verbindlichkeiten 464.839,73 356.269,21
(davon aus Steuern EUR 258.429,59; 31.12.2023: EUR 142.176,56)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 6.326,17; 31.12.2023: EUR 6.410,58)
12.172.282,76 13.442.259,96
30.032.272,29 30.448.214,16

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

2024
EUR
2023
EUR
1. Umsatzerlöse 47.821.412,82 57.500.721,13
2. Herstellungskosten 41.678.888,76 51.113.551,60
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 6.142.524,06 6.387.169,53
4. Vertriebskosten 3.702.881,05 4.092.130,71
5. Allgemeine Verwaltungskosten 1.422.096,38 1.288.469,95
6. Sonstige betriebliche Erträge 386.794,46 478.449,75
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 483.866,25 412.644,50
(davon von verbundenen Unternehmen: EUR 476.692,95; 2023: EUR 405.809,74)
(davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 0,00; 2023: EUR 0,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 507.402,33 425.195,33
(davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00; 2023: EUR 0,00)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 3.695,00; 2023: EUR 3.810,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 412.005,58 406.607,86
10. Ergebnis nach Steuern 968.799,43 1.065.859,93
11. Sonstige Steuern 11.855,42 11.941,33
12. Jahresüberschuss 956.944,01 1.053.918,60

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Raguhn-Jeßnitz, Hallesche Straße 39, und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Stendal unter HRB 10239 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag gemäß § 267 Abs. 3 und 4 HGB die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft auf.

Die Bilanz enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten und Schulden. Die Bewertung der ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte unter dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Bilanzstichtag vorsichtig und einzeln bewertet worden. Dabei wurden alle bis zum Tag der Bilanzaufstellung bekannt gewordenen und vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Bilanzstichtag entstanden sind, berücksichtigt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang erforderlich sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft stellt die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB auf.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Soweit nachfolgend nichts anderes dargestellt wird, wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Jahresabschluss des Vorjahres unverändert beibehalten.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, soweit sie abnutzbar sind, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Sachanlagen den Buchwert voraussichtlich dauerhaft unterschreiten, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 100 € bis zu einem Betrag von 4 TEUR sowie selbst hergestellte Werkzeuge ohne Kundenauftrag mit Herstellungskosten bis zu einem Betrag von 4 TEUR werden wie geringwertige Wirtschaftsgüter behandelt und im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung sofort in voller Höhe abgeschrieben und ihr Abgang vom Anlagevermögen unterstellt.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Werkzeuge sowie der übrigen selbst erstellten Anlagen umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie anteilige Verwaltungskosten.

Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern stellen sich wie folgt dar:

Nutzungsdauer Jahre
Bauten 5 bis 40
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 15
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Die Bilanzierung von Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Soweit nach vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen in den nachfolgenden Geschäftsjahren die Gründe entfallen, werden Zuschreibungen, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen unter Berücksichtigung des planmäßigen Wertverzehrs, durchgeführt.

Die Bewertung der Roh, Hilfs und Betriebsstoffe erfolgt anhand der sogenannten FIFO-Methode (first in - first out) unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Für überalterte bzw. schwergängige Roh, Hilfs und Betriebsstoffe werden angemessene Wertabschläge vorgenommen (bei fehlender Verwendung von mehr als 180 Tagen mit 100%).

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten mit den gemäß § 255 Abs. 2 HGB verpflichtend einzubeziehenden Bestandteilen bilanziert. Zur Berücksichtigung drohender Verluste werden unfertige Erzeugnisse gegebenenfalls mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt und erforderlichenfalls zusätzlich Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Fertige Erzeugnisse mit einer Verweildauer von mehr als 356 Tage werden vollständig abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % auf die nicht einzelwertberichtigten NettoForderungen Rechnung getragen.

Forderungen, die wegen Überfälligkeit Rechtsanwälten übergeben wurden oder zu denen bereits Mahnbescheide erlassen wurden und Forderungen gegen Firmen, die einen Insolvenzantrag gestellt haben, werden grundsätzlich mit 100 % einzelwertberichtigt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen, bilanziert.

Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Stammkapital und die Kapitalrücklage werden mit dem Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert.

Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach den Grundsätzen der Projected Unit Credit Methode (PUCM) unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G bewertet. Dabei wurden erwartete Rentensteigerungen von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) und ein Rechnungszinsfuß von von 1,90 % (Vorjahr: 1,82 %) zu Grunde gelegt. Als Rechnungszins wurde dabei der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Fluktuationswahrscheinlichkeiten waren aufgrund der den Pensionsrückstellungen zugrunde liegenden Annahmen nicht zu berücksichtigen.

Erfolgswirkungen, die aus der Änderung der biometrischen Annahmen und des Diskontierungssatzes resultieren, wurden unter dem Personalaufwand erfasst.

Die Rückstellungen für Jubiläen berücksichtigen die den Mitarbeitern durch eine Betriebsvereinbarung zugesicherten Ansprüche auf den Erhalt von Jubiläumszuwendungen. Grundlage für die Bilanzierung bildet ein versicherungsmathematisches Gutachten. Bei der Berechnung wurde ein Diskontierungszinssatz von 1,96 % p.a. (im Vorjahr: 1,74 % p.a.) zugrunde gelegt.

Steuerrückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme unter Berücksichtigung geleisteter Vorauszahlungen gebildet.

Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst.

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen werden einzelne, wahrscheinlich eintretende, Verpflichtungen mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Im Übrigen wird den allgemeinen Gewährleistungsrisiken durch eine Vorsorge Rechnung getragen, die basierend auf Erfahrungswerten der Vergangenheit als Prozentsatz der garantiebehafteten Umsatzerlöse der letzten beiden Geschäftsjahre bemessen wird.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nennbetrag passiviert.

Verbindlichkeiten werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die Umrechnung zum Bilanzstichtag erfolgt für kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von bis zu einem Jahr) mit dem Devisenkassamittelkurs.

Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen unter Anwendung der unternehmensindividuellen Steuersätze nach Maßgabe der anzuwendenden Steuervorschriften, die am Bilanzstichtag gelten oder gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderungen bzw. Steuerverbindlichkeiten erwartet wird, ermittelt. Im Geschäftsjahr betrafen diese insbesondere:

Rückstellungen, die handelsrechtlich höher bewertet sind als steuerlich anerkannt,

Anlagevermögen, insbesondere infolge abweichender Abschreibungsdauern,

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Ergibt sich aus Verrechnung der Gesamtdifferenzen aus aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang, wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB dahingehend Gebrauch gemacht, diesen nicht zu bilanzieren.

Zwischen der Gesellschaft und der RMIG A/S, Ballerup, Dänemark (Gesellschafterin), bestehen seit 2012 Contract Manufacturing- sowie Distribution Agreements, die unverändert zu den Vorjahren nicht als "Prinzipal-Agenten-Beziehung" eingestuft wurden, da hinsichtlich der resultierenden Chancen/Risiko-Verteilung, jeweils eine wirtschaftlich ins Gewicht fallende Variabilität der erzielbaren Bruttomargen bei der Gesellschaft verbleibt und diese daher auf eigene Rechnung erzielt werden (Brutto-Ausweis der den Geschäften zugrundeliegenden Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung).

III. Erläuterungen zur Bilanz

1 Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt.

Die im Geschäftsjahr zugegangenen geringwertigen, sofort vollständig abgeschriebenen, Sachanlagen umfassen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten im Betrag von 141 TEUR (31.12.2023: 136 TEUR).

Bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen handelt es sich um ein längerfristig an den Gesellschafter herausgegebenes unbesichertes Darlehen.

2 Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die unfertigen Erzeugnisse sowie die fertigen Erzeugnisse wurden Ende Dezember 2024 im Rahmen einer Inventur körperlich aufgenommen.

3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie am Bilanzstichtag des Vorjahres - jeweils eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 5.712 TEUR (31.12.2023: 6.789 TEUR) beinhalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4.853 TEUR (31.12.2023: 4.864 TEUR) sowie Finanzforderungen aus dem konzernweiten Cash-Pooling in Höhe von 860 TEUR (31.12.2023: 1.925 TEUR).

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von 5.680 TEUR (31.12.2023: 6.743 TEUR) um Forderungen gegen Gesellschafter.

4 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten 95 TEUR (31.12.2023: 72 TEUR) enthält im Wesentlichen periodengerecht abgegrenzte Rechnungen sowie ein Disagio in Höhe von 18 TEUR (31.12.2023: 23 TEUR).

5 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2024 unverändert gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres 2.556.500,00 EUR.

RMIG A/S, Ballerup, Dänemark, ist die alleinige Gesellschafterin der RMIG GmbH.

6 Rückstellungen

Der Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellungen, der sich aus einer Bewertung unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn bzw. der letzten sieben Jahre ergibt, beläuft sich auf 1 TEUR (31.12.2023: 1 TEUR) und unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Gewinnausschüttungssperre, soweit keine freien Rücklagen in entsprechender Höhe vorhanden sind.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen, personalbezogene Rückstellungsverpflichtungen (z.B. Rückstellungen für Jubiläumsbezüge oder zu leistende Bonuszahlungen), Aufwendungen für unterlassene Instandhaltungsmaßnahmen, soweit sie in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2025 nachgeholt werden, sowie ausstehende Rechnungen. Diese sonstigen Rückstellungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

7 Verbindlichkeiten

Im Geschäftsjahr 2020 wurde ein langfristiges grundschuldbesichertes Hypothekendarlehen in Höhe von 8.202 TEUR aufgenommen, das an den Gesellschafter weitergereicht wurde (Ausleihung an verbundene Unternehmen) und zum Bilanzstichtag mit 8.158 TEUR dotiert (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 3.075 TEUR (31.12.2023: 3.345 TEUR) entfallen in voller Höhe auf Lieferungen und Leistungen.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 3.063 TEUR (31.12.2023: 3.337 TEUR) auf den Gesellschafter.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich folgendermaßen dar:

Art der Verbindlichkeit
in TEUR
Restlaufzeit <1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr Davon Restlaufzeit >5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber 8.158 753 7.405 882
Kreditinstituten (Vorjahr) (8.158) (0) (8.158) (2.630)
Erhaltene Anzahlungen auf 76 76 0 0
Bestellungen (Vorjahr) (94) (94)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen 398 398 0 0
und Leistungen (Vorjahr) (1.488) (1.488)
Verbindlichkeiten gegenüber 3.075 3.075 0 0
verbundenen Unternehmen (Vorjahr) (3.345) (3.345)
Sonstige Verbindlichkeiten 465 465 0 0
(Vorjahr) (356) (356)

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden, wie im Vorjahr, überwiegend im Inland erzielt.

Angabe des Material- und Personalaufwands bei Anwendung des Umsatzkostenverfahrens (§ 285 Nr. 8 HGB)

a) Materialaufwand

2024
EUR
Vorjahr
EUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 34.171.090,21 42.501.836,63
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.475.124,95 2.489.979,99
Materialaufwand gesamt 36.646.215,16 44.991.816,62

b) Personalaufwand

ba) Löhne und Gehälter

2024
EUR
Vorjahr
EUR
Löhne 2.605.419,91 2.880.328,32
Gehälter 2.673.658,63 2.587.876,47
5.279.078,54 5.468.204,79

bb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

2024
EUR
Vorjahr
EUR
1. Soziale Abgaben
Sozialversicherungsbeiträge 1.036.916,91 1.008.647,39
Berufsgenossenschaftsbeiträge 83.301,94 110.422,44
1.120.218,85 1.119.069,83
2. Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 18.867,59 3.469,92
1.139.086,44 1.122.539,75
Personalaufwand gesamt 6.418.164,98 6.590.744,54

V. Sonstige Angaben

1 Außerbilanzielle Geschäfte

Es wurden verschiedene Leasingverträge mit maximalen Restlaufzeiten von drei Jahren abgeschlossen. Die daraus resultierenden Verpflichtungen belaufen sich insgesamt auf 64 TEUR (31.12.2023: 94 TEUR) und betreffen das Leasing von Kraftfahrzeugen. Davon entfällt ein Betrag in Höhe von 43 TEUR (31.12.2023: 45 TEUR) auf das Geschäftsjahr 2025. Wesentliche Chancen oder Risiken werden aus den Leasingverträgen nicht gesehen.

2 Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo in Höhe von 1.700 TEUR (31.12.2023: 1.299 TEUR).

3 Anzahl Arbeitnehmer

Die RMIG GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2024 durchschnittlich 126 Arbeitnehmer (31.12.2023: 131 Arbeitnehmer). Davon entfallen auf Lohnempfänger 82 (31.12.2023: 83 Beschäftigte) und auf Gehaltsempfänger 44 Beschäftigte (31.12.2023: 48 Beschäftigte). Zusätzlich wurden durchschnittlich 6 Auszubildende (31.12.2023: 10 Auszubildende) beschäftigt.

4 Honorar Abschlussprüfer

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Honorare von 50 TEUR für unseren Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Leipzig enthalten. Davon entfallen auf Honorar für Abschlussprüfungsleistungen 39 TEUR und Honorar für andere Beratungs- und Bestätigungsleistungen 11 TEUR.

5 Konzernabschluss

Die RMIG A/S, Ballerup/Dänemark, hält sämtliche Anteile der RMIG GmbH. Der Jahresabschluss der RMIG GmbH wird in den Konzernabschluss der RMIG A/S, (Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis von Unternehmen) einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird beim Handelsregister Kopenhagen veröffentlicht. 1

6 Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtig sind.

7 Unternehmensorgane

Geschäftsführung

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2024 war Herr Herr Mads Bonde Hansen, Odense/Dänemark, Chief Executive Officer der RMIG Gruppe und Geschäftsführer der RM Rich. Müller A/S, Ballerup/Dänemark.

Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9a HGB) wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Geschäftsführung hat keine Vorschüsse oder Kredite von der Gesellschaft erhalten (§ 285 Nr. 9c HGB).

VI. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2024 (956.799,43 EUR) zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (11.985.608,88 EUR) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Raguhn-Jeßnitz, den 31. März 2025

Mads Bonde, Geschäftsführer

1 https://datacvr.virk.dk/enhed/virksomhed/64113119?fritekst=rmig&sideIndex=0&size=10

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2024
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2024
TEUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.403.900,22 0,00 0,00 63.941,36 9.339.958,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.744.617,30 2.417.786,53 3.154.353,74 1.239.781,29 22.076.976,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.034.698,91 26.157,61 0,00 3.462,85 3.057.393,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.283.993,63 134.449,63 -3.154.353,74 63.912,39 200.177,13
33.467.210,06 2.578.393,77 0,00 1.371.097,89 34.674.505,94
II. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.158.045,72 0,00 0,00 0,00 8.158.045,72
41.625.255,78 2.578.393,77 0,00 1.371.097,89 42.832.551,66
kumulierte Abschreibungen
01.01.2024
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2024
TEUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.490.181,47 226.864,42 54.380,20 6.662.665,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.344.287,55 729.056,65 821.409,43 13.251.934,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.557.773,10 103.254,41 3.462,85 2.657.564,66
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 63.912,39 0,00 63.912,39 0,00
22.456.154,51 1.059.175,48 943.164,87 22.572.165,12
II. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
22.456.154,51 1.059.175,48 943.164,87 22.572.165,12
Buchwerte
31.12.2024
TEUR
31.12.2023
TEUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.677.293,17 2.913.718,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.825.041,51 4.400.329,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 399.829,01 476.925,81
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 200.177,13 3.220.081,24
12.102.340,82 11.011.055,55
II. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.158.045,72 8.158.045,72
20.260.386,54 19.169.101,27

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RMIG GmbH, Raguhn-Jeßnitz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RMIG GmbH, Raguhn-Jeßnitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RMIG GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 2. April 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christian Dennler, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde am 15. April 2025 festgestellt.

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