Certified Recycled Content CRC GmbH
Same addressEnergy recovery
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Ansgar Schonlau since 5/17/2011 | Managing Director |
Bernd Hecking since 5/18/2007 | Procura |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Schonlau Beseitzgesellschaft GmbH & Co KommanditgesellschaftSelf-held cycle | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Maag GmbHIserlohnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGrundlagen des Unternehmens Die Maag GmbH ist ein international ausgerichteter, mittelständischer Spezialist für nachhaltige, flexible Verpackungen in der Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie. Forschung und Entwicklung Maag ist nicht in der Forschung tätig. Auf Basis bekannter Materialien und Fertigungsverfahren werden im Sinne des Baukasten-Prinzips Produktvarianten kreiert, die in definierten Marktsegmenten innovative Lösungen bieten. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die europäische Kunststoffindustrie blickt auf ein weiteres, herausforderndes Jahr zurück. In vielen Abnahmebereichen brach die Nachfrage massiv ein, und die daraus resultierenden Umsatzeinbußen drückten auf die Erträge der Branchenakteure. Sogar die Lebensmittelverpackungs-Industrie war davon betroffen, ein Segment, das zu anderen Zeiten aufgrund seines Beitrags zur Deckung des täglichen Bedarfs als vergleichsweise schwankungsarm angesehen wird. Betroffene Unternehmen reagierten mit Sparmaßnahmen, bei denen insbesondere Werke in Deutschland aufgrund hoher Energie- und Produktionskosten in den Fokus gerieten. International agierende Kunststoffverarbeiter oder auch Recyclingunternehmen schlossen Standorte in Deutschland oder kündigten entsprechende Schritte an. Sortier- und Recyclingbetriebe, die üblicherweise einen Teil ihrer Produkte an die Zementindustrie verkaufen, fanden kaum noch Abnehmer, weil auch die Bauindustrie eingebrochen ist und demzufolge kaum Abnahme für Zement stattfand. In Deutschland selbst stieg die Zahl der Firmenpleiten. Besonders betroffen waren Automotive-Zulieferer. Es traf aber auch auf Kunststoffbranche ausgerichtete Maschinenbauer. Nachfrageeinbruch bekamen auch die Kunststofferzeuger zu spüren. Europäische Anlagen liefen oft auf ein Minimum gedrosselt. Zudem wurden einige Kapazitäten, die ohnehin gegenüber der Konkurrenz aus Asien und Nordamerika nicht mehr konkurrenzfähig waren, komplett aus dem Markt genommen. So wollte zum Beispiel LyondellBasell seine PP-Erzeugung in Brindisi / Italien zum Jahresende einstellen. Celanese plant die Schließung der PA 6.6-Polymerisation in Hamm-Uentrop. Europas Polymer-Erzeugung steht unter Druck: von innen mit hohen Energiepreisen und schwacher Nachfrage und von außen mit einer Flut günstiger Importe. Der politisch gewollte und durch entsprechende Quotenvorgaben forcierte Einsatz von Rezyklaten wurde im vergangenen Jahr von meist asiatischen Neuwaren-Billigimporten konterkariert. Deren Preise fielen innerhalb von nicht einmal zwölf Monaten um bis zu 50 Prozent. Auch die Hersteller von Kunststoffverpackungen - nach dem Baugewerbe die zweitgrößte Verarbeiter-Gruppe in Deutschland - litten in diesem Jahr unter schwacher Nachfrage. Ihr Umsatz ging im ersten Halbjahr um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück (Quelle: IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen). Neben der Kaufzurückhaltung des Einzelhandels waren dafür auch die starken Absatzeinbrüche wichtiger Abnehmerbranchen wie etwa der chemischen Industrie verantwortlich. Schwieriges Tagesgeschäft ist das eine, die Nachhaltigkeitstransformation das andere. Sie stellt die Verpackungshersteller vor noch größere Herausforderungen. Eine nie dagewesene Flut an regulatorischen Vorgaben sorgte in 2023 zunehmend für Verunsicherung. Beispiel: die Novelle des Verpackungsgesetzes (VerpackG). Damit sollen überflüssige Verpackungen vermieden werden. Hinter der Wirksamkeit der Regelung muss jedoch ein Fragezeichen gesetzt werden. Das seit dem 1. Januar 2023 verpflichtende Mehrwegangebot für Speisen und Getränke "To-Go" soll auf alle Materialien ausgeweitet werden - bisher muss nur zu Einwegverpackungen aus Kunststoff eine Mehrwegalternative angeboten werden. Ein "ökologisches Desaster" (laut Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung GVM) wird die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) werden, für die im ersten Quartal 2024 zwischen EU-Parlament und Ministerrat eine grundsätzliche Einigung erzielt wurde. Sollten die Vorgaben des Entwurfs in Kraft gesetzt werden, hat dies weitreichende Auswirkungen auf die europäische Verpackungslandschaft sowie angeschlossene Branchen. Unter anderem würden die grundlegenden Anforderungen an Verpackungen verschärft, damit diese wiederverwendet und -verwertet werden können. Auch der Rezyklatanteil soll steigen, wobei dieser Forderung gleichzeitig gesetzliche Verbote der Europäischen Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zum Verbraucherschutz gegenüberstehen. b) Geschäftsverlauf Im Vergleich zu 2022 fiel der Umsatz im Jahr 2023 um 17,0 % zurück. Die Absatzmenge bei unserem bisher größten Kunden aus dem Spielwarensegment ist aufgrund seiner begonnenen Umstellung auf Papierverpackungen um 27 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. In Kombination mit Margendruck hatte dies einen Umsatzrückgang von rund 35 % zur Folge. Bei einem Abnehmer aus der Süßwaren-Industrie reduzierten sich die Absatzmengen um 20%. Verringertes Absatzvolumen resultierte auch aus dem Geschäft mit einem Großkunden im Grünen Markt (Umsatzminus 0,45 Mio. €). Der allgemeine Konsumrückgang wirkte sich bei den übrigen Kunden mit -12 %, bezogen auf die Absatzmenge, und mit -13 % auf den Umsatz aus. Wachstum generierte sich fast ausschließlich in unseren strategisch angepeilten Zielsegmenten mit wertschöpfungs-intensiven, recyclingfähigen Verpackungen, so konnten wir im Süßwarensegment 0,35 Mio. €, im Hygienemarkt 0,15 Mio. € und bei Fleisch/Fisch 0,3 Mio. € dazugewinnen. In weiteren, diversen Projekten konnten wir die Basis für weitere Neukunden und Umsatzausweitung festigen. Sinkenden Rohmaterialpreise in 2023 spiegelten sich nicht vollständig oder zeitversetzt in unseren Verkaufspreisen wider, so dass wir im Verhältnis in 2023 mit 57,4 % eine bedeutend bessere Materialquote gegenüber 2022 (63,5 %) erreicht haben. Der Absatzrückgang hatte auch erheblichen Einfluss auf die maschinellen Kapazitätsauslastungen. Die Druckanlagen waren 2023 mit 16,7 Mio. Druckmeter weniger ausgelastet als in 2022. Das entspricht einem Rückgang von 19,5 %. Die Lohnkosten sanken analog zum Umsatzrückgang durch Reduktion der Mitarbeiterzahl auf 75 (2022 durchschnittlich 77 MA). Die Lohnsteigerung ab Juli 2023 betrug 3,3 %. In Summe sind die Lohn- und Gehaltskosten 2023 mit 3,98 Mio. € 154 T€ unter dem Wert von 2022. Bei den weiteren betrieblichen Kosten sind Bewegungen bei den Leasingaufwendungen hervorzuheben, die sich positiv auf das Ergebnis ausgewirkt haben - ab Februar 2023 wurde eine weitere Kaschieranlage geleast (+44 T€) - mit April 2023 endet das Leasing einer 10 Farb.-Druckanlage (-176 T€) - ab August 2023 endet das Leasing der Farbmischanlage (-7 T€). Zusammenfassend wird für 2023 ein EBIT von 239 T€ und ein Ergebnis nach Steuern von 132 T€ erzielt. c) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Finanzlage war jederzeit solide. Die Verbindlichkeiten konnten fristgerecht und soweit vereinbart überwiegend unter Abzug von Skonto beglichen werden. Der Forderungsbestand gegen Kunden stieg ggü. dem Vorjahr um 69 T€ auf 903 T€ an. Die durchschnittliche Überfälligkeitsquote der Debitoren sank um 1,4% und betrug 4,4%. Dem standen Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditoren von 954 T€ gegenüber. Aufgrund des positiven Jahresergebnisses bei gleichzeitiger Kürzung des Gesamtkapitals konnte eine Verbesserung der Eigenkapitalquote von über 5,0-%-Punkten auf nunmehr 43,2 % erreicht werden. Der Materialaufwand sank um 6,1% deutlich ab und betrug 57,4%. Als Hauptgrund ist hier eine Normalisierung der Märkte nach der Corona-Pandemie zu sehen. Der Personaleinsatz wurde an die betrieblichen Belange angepasst. Trotz einer Lohnerhöhung von 3,3% im Juli, reduzierten sich die Kosten um 154 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten gegenüber 2022 um 303 T€ reduziert werden. Prozentual auf die Gesamtleistung bezogen, stiegen diese jedoch um 1,7%-Punkte an. Dieses lag wesentlich an den höheren Energiekosten. Die Umsatzrendite berechnen wir aus dem Verhältnis der Material- plus Rohertragsquote zur Leistung. Dies spiegelt den EBIT wider. Auf Grund eines schwierigen Geschäftsjahres lag der EBIT bei 239 T€ und somit 520 T€ unter den selbst gesteckten Zielen. d) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der Umsatzplan 2023 von 22,6 Mio € konnte nicht erreicht werden und betrug 18,5 Mio €. Dieses spiegelt sich in der reduzierten Gesamtleistung wider. Trotz der zuvor genannten Umstände konnte auf Grund erheblicher betrieblicher Anstrengungen der Jahresüberschuss von 57 T€ in 2022 auf 132 T€ in 2023 gesteigert werden. e) Gesamtaussage Die Situation für die kunststoffverarbeitende Industrie bleibt herausfordernd. In einer Sandwich-Position zwischen schwachem Abnehmermarkt und strukturellen Defiziten auf der Lieferseite kommt es für mitteleuropäische Kunststoffverpackungs-Hersteller auf die richtige Perspektive an. "Plastik" hat wegen seiner Umweltauswirkungen in der öffentlichen Wahrnehmung ein schlechtes Image, und dieser Bewertung ist auch die (inter-)nationale Gesetzgebung geschuldet. Aufgrund der Komplexität des Themas verschärft die Politik mit ihren inhaltlich teils widersprüchlichen, zuweilen auch nur vordergründig sinnvollen Anforderungen die Lage weiter. Trotz dieser widrigen Begleitumstände behaupten sich Einweg-Kunststoffverpackungen in der Praxis - es gibt für viele Anwendungsgebiete im Konsumgütermarkt keine adäquaten Alternativen, zumal Kunststoff unbestritten einzigartige Vorteile hat beim Transport, beim Schutz von Lebensmitteln sowie ihrer Wiederverwertung. Das gilt sowohl für den mitteleuropäischen Markt mit vorhandenen Sortier- und Recyclingstrukturen als auch für den globalen Süden. Unbestritten ist aber auch, dass der bisherige Umgang mit Kunststoffabfällen keine Zukunft hat - alle Beteiligten der Wertschöpfungskette sind zur Schaffung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft und hochwertigem Recycling verpflichtet. Die Geschäftszahlen der Firma Maag im Jahr 2023 bilden die allgemeinen Marktrends ab: Seit 2021 hat das Geschäftsvolumen im Standardsegment im Zuge gestörter Lieferketten und stark gestiegener Einkaufspreise (Material und Energie) nachgelassen. Unser größter Kunde hat sich zum Umstieg auf Papierverpackungen für seine Spielwaren entschlossen. Zwei andere Top-Kunden haben sich für Teile ihres Standard-Verpackungsbedarfs zum Einkauf in Niedriglohn-Ländern entschieden. Gleichzeitig wächst jedoch der Bedarf an recyclingfähigen Verpackungen, und da bis zum Jahr 2030 alle Materialien dahingehend umgestellt sein müssen - es droht sonst ein Vermarktungsverbot -, wächst nun der Druck auf bestehende und potentiell neue Kunden, innovative Lösungen in ihre Prozesse zu integrieren. Maag setzt sich bereits seit längerem für die Bildung eines funktionierenden Stoffstroms ein und hat damit Erfolg. 2023 war deshalb ein Jahr der Bodenbildung im Standard-Portfolio und gleichzeitig Beginn einer Reihe von Produktionsumstellungen bei unseren Abnehmern. Aufgrund der hohen Anforderungen an Verbraucherschutz und Produktsicherheit an kontaktsensitive, flexible Verpackungen sind dabei zeitraubende Verarbeitungs- und Lagertest einzuhalten. f) Prognosebericht Der Umstieg auf kreislauffähige Verpackungen wird Zeit benötigen, doch je näher 2030 rückt, umso stärker wächst der Druck zum Handeln. Einige unserer in 2023 gestarteten Projekte werden im kommenden Jahr zur Umsatzausweitung führen. Recyclingfähige Monokunststoff-Verpackungen sind im Durchschnitt aufgrund der verwendeten Rohstoffe kostenintensiver als Mischverbund-Materialien. In manchen Anwendungen sind aufgrund ihrer Verarbeitungs-Eigenschaften als Packstoffe auch dickere Folien notwendig. Material-Kostensteigerungen bis zu 25% sind realistisch. Dies entspricht angesichts allgemeiner Kostensteigerungen und Inflation nicht der Erwartung unserer Abnehmer. Ziel ist die Aufwandsreduktion. Das Maag-Nachhaltigkeitskonzept berücksichtigt diese Anforderungen durch Einbeziehung schlanker und digitalisierter Abläufe unternehmensintern und in der Zusammenarbeit zum Kunden. Realistisches Ziel ist eine Aufwandsminimierung unter dem Aspekt des "Total Cost of Ownership". Nachhaltigkeit ist keine Mode-Erscheinung, die wieder in der Schublade verschwindet. Mit angepasster Unternehmens-Strategie werden wir dieser Anforderung Rechnung tragen und in Märkten mit höherer Wertschöpfung wachsen. Wir sehen eine Vielzahl von Chancen und gehen davon aus, dass diese sich in den kommenden Jahren auch in Umsatz wiederspiegeln. Für das laufende Jahr wird mit einem Umsatz von über 20 Mio. € geplant, so dass auch das EBIT die 0,5 Mio. €-Marke deutlich überschreiten sollte. g) Chancen- und Risikobericht Risikobericht Verpackungsverordnung (PPWR), Single Use Plastics Directive (SUPD) auf europäischer Ebene, Einwegkunststofffondsgesetz und Nationale Kreislaufwirtschafts-Strategie in Deutschland zeigen, dass die Politik ihre Suche nach verschärften Regeln im Umgang und in der Nutzung von (Verpackungs-)Kunststoffen intensiviert hat. Damit wird der weltweit verbreiteten Sorge der Bevölkerung zu Umweltauswirkungen von Polymeren und Nutzung fossiler Ressourcen Rechnung getragen. Das Thema ist jedoch aufgrund seines mannigfaltigen Einflusses auf industrielle Zusammenhänge hochkomplex und beinhaltet die Gefahr ideologischer Fehlallokation. Der Einsatz von Kunststoff ist gerade bei Laien hoch umstritten, und insbesondere die künftige, europäische Gesetzgebung weist einen Weg zurück zu traditionellen Packstoffen wie Papier, Glas und Weißblech. Experten sehen diese Entwicklung aus ökologischen und ökonomischen Gründen als kritisch an. Der Fachkräfte-Mangel in Deutschland führt dazu, dass Produktqualität und Unternehmenswachstum schwerer zu realisieren sind. Diskussionen um Vier-Tage-Woche und weitere Arbeitszeit-Reduktion bei uns verschärfen unsere Probleme im Wettbewerb mit Drittländern, die ihrerseits dank moderner Technologien und eines kostengünstigen Umfelds aufgeholt haben. Unkonkrete Rahmenbedingungen auf der strategische Ebene und operative Kostennachteile erschweren langfristige Investitionen, daher schmelzen frühere Standort-Vorteile. Unsicherheit über die Sicherung der künftigen Energieversorgung in Deutschland sowie die unruhige, weltpolitische Lage stehen einem wirtschaftlichen Wachstums-Schub entgegen. Chancenbericht Die Lage am Einkaufs- und Energiemarkt hat sich mindestens für Spot-Einkäufer entspannt, daran ändern auch die militärischen Auseinandersetzungen im Roten Meer und geänderte Container-Routen nichts. Die Inflation geht zurück und liegt im März 24 bei 2,2 %. Veränderungen der legislativen Rahmenbedingungen in Bezug auf Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle bei Kunststoff bieten für Maag auch die Gelegenheit zur Teilhabe am Entstehungsprozess von Gesetzen. Fa Maag hat auf nationaler und internationaler Ebene seine Aktivitäten in Richtung Politik verstärkt und eine Reihe von Vorschlägen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft vorgelegt. Mit Partnern der Wertschöpfungskette unterstützen wir u.a. ein Start-up, das mittels Zertifikatehandels den gesetzlich geforderten Rezyklateinsatz in hochwertigen Anwendungen steigert und Kunststoffabfälle zu Wertstoffen macht. Über dieses Kaskadenmodell wird der Stoffstrom geschlossen. Die Zertifikate weisen den physischen Einsatz von Rezyklaten nach und gehen damit entscheidend über den bisherigen Fokus auf theoretische Recyclingfähigkeit hinaus. Die Zertifikate werden zusätzlich nachweisen, dass die von Maag für künftigen Einsatz empfohlenen, innovativen Kunststoffverpackungen, deren Polymerbasis im flexibel Verpackungsmarkt bislang unterproportional repräsentiert ist, die beste Lösung für den Massenmarkt wird. Mitarbeit in Verbänden sowie Öffentlichkeitsarbeit bei Vortrags-Veranstaltungen und Social Media stärken unseren Bekanntheitsgrad und erhöhen Akzeptanz. Alle Produkte aus dem Hause Maag sind mittlerweile recyclingfähig. Wir sind überzeugt, mehr als 80 % der Konsumgüterverpackungen im Mark auf nachhaltige Monokunststoff-Verpackungen umstellen zu können. Durch unsere intensive Partnerschaft mit Herstellern von Verpackungsmaschinen beraten wir Kunden und entwickeln heutige Technologien gemeinsam weiter. Maag besitzt neben der Produkttechnologie ein weiteres Nachhaltigkeits-Standbein. Damit tragen wir der Forderung nach Treibhausgas-Reduktion sowie Vermeidung von Plastikverschwendung Rechnung. Verringerter Ressourcenverbrauch in allen Ebenen führt immer auch zu reduziertem Aufwand, so dass auch die Ziele unserer Kunden aus Industrie und Handel bzgl. Kostensenkung erfüllt werden. In Summe sind wir zuversichtlich, auf geänderte Anforderungen in der Zukunft nicht nur reagieren zu können, sondern diese selbst und aktiv mit zu gestalten. h) Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Unser Kundenkreis besteht überwiegend aus bonitätsstarken, deutschen Abnehmern mit hoher Lieferantentreue bzw. zwei weltweit tätigen Konzernen mit besten Finanzdaten. Dank qualifizierten Debitoren-Managements gehören Forderungsausfälle zur absoluten Ausnahme, die Liquidität ist, auch durch das im Jahr 2017 eingeführte Factoring, gesichert. Verbindlichkeiten können innerhalb der Skontofristen gezahlt werden. Die Gesellschaft finanziert sich überwiegend aus Eigenmitteln und Lieferantenkrediten. Damit wollen wir uns auf konservative Art vor finanziellen Risiken jeder Art schützen. Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos wird wöchentlich ein Liquiditätsplan erstellt, die bei zwei Instituten zur Verfügung stehenden Kreditlinien werden nicht in Anspruch genommen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
Ense, den 23. Mai 2024 Ansgar Schonlau BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang 2023Maag GmbH, EnseI. Allgemeine Angaben Die Maag GmbH hat ihren Sitz in 58640 Iserlohn und wird im Handelsregister des Amtsgerichtes Iserlohn unter der Registernummer HR B 1362 geführt. Der Jahresabschluss der Maag GmbH wird nach den aktuellen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Dabei werden die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB unverändert angewandt. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich beibehalten. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Bemessung der Abschreibungen wird auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren abgestellt.
III. Angaben zu den Posten der Bilanz • Anlagevermögen Die Entwicklung der Anlagepositionen im Geschäftsjahr 2023 ist dem diesem Anhang beigefügten Anlagespiegel (Anlage 3/1) zu entnehmen. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dort ebenfalls vermerkt. • Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von T€ 220,0 (Vj.: T€ 162,5) und entsprechen den Forderungen gegen verbundenen Unternehmen. • Eigenkapital Das gezeichnete Kapital entspricht dem voll eingezahlten Stammkapital in Höhe von € 550.000,00. • Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden gebildet für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (T€ 63,7), Risiken des Absatzmarktes (T€ 41,6), ausstehende Abrechnungen und Leistungen (T€ 168,9) sowie der Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten (T€ 23,2). • Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von T€ 23,7 (Vj.: T€ 0,0) und entsprechen den Verbindlichkeiten gegen verbundenen Unternehmen. Die Angaben zu den einzelnen Laufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Sicherungsübereignungen besichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gelten die geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalte, mit Ausnahme der nicht einzeln ermittelten Verbindlichkeiten aus Dienstleistungen. IV. Sonstige Angaben • Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aufgrund bestehender Leasing- und Mietverhältnisse bestehen im kommenden Wirtschaftsjahr Verpflichtungen aus laufenden Verträgen in Höhe von insgesamt rd. T€ 793,6 und in weiteren Jahren T€ 328,3. • Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet. • Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss
auf neue Rechnung vorzutragen. • Organ der Gesellschaft Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft ist
Auf die Angabe der Geschäftsführervergütung wird gem. § 286 HGB verzichtet. • Arbeitnehmeranzahl Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode nach § 267 V HGB wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigt:
59469 Ense, den 31. März/3. Juni 2024 Maag GmbH Ansgar Schonlau
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Maag GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Maag GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Maag GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter "https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie" eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Werl, 3. Juni 2024 S
& C Audit GmbH
Nadine Schöneborn, Wirtschaftsprüferin Bernd Düser, Wirtschaftsprüfer |
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