Enzian Consulting GmbH
Same addressBusiness and other management consultancy activities
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Stefan Karrenbauer since 7/1/2025 | Managing Director |
Thomas Eichenberg since 1/28/2025 | Procura |
Andreas Kühn since 7/19/2022 | Managing Director |
Katrin Maier since 5/13/2022 | Procura |
Nicolai Braun since 6/14/2021 | Managing Director |
Marc-Oliver Bucksch since 10/17/2018 | Managing Director |
Eric Fiedler since 5/8/2015 | Procura |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
MOBILIZE LEASE&CO SAS | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Mobility Concept GmbHOberhachingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023INHALTSVERZEICHNIS Bestätigungsvermerk 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 4. Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 Allgemeine Auftragsbedingungen Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Mobility Concept GmbH, Oberhaching Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Mobility Concept GmbH, Oberhaching - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mobility Concept GmbH, Oberhaching, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 21. Juni 2024 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
Markus Morfeld, Wirtschaftsprüfer Dirk Mayr, Wirtschaftsprüfer Jahresbilanz zum 31.12.2023der Mobility Concept GmbH, OberhachingAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.01. bis zum 31.12.2023
(Amtsgericht München, HRB 130788)Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. ALLGEMEINE ANGABEN ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG 1.1. GLIEDERUNG Die Mobility Concept GmbH, Oberhaching, nachfolgend als "Mobility Concept" bezeichnet, ist ein Finanzdienstleistungsinstitut gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß § 264 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (§ 340 ff. HGB), der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt worden. Sämtliche Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung betreffen das Leasing-Geschäft. Soweit Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen vorliegen, handelt es sich um unverbriefte Positionen. Sofern es der Übersichtlichkeit diente, wurden bei Wahlrechten die Angaben im Anhang gemacht. Die Vorjahresvergleichszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung beziehen sich auf den Zeitraum 01.01.2022 bis 31.12.2022. 1.2. BILANZIERUNG UND BEWERTUNG Die Barreserve wird mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken bewertet. Für alle erkennbaren Risiken wurden in angemessenem Umfang Einzelwertberichtigungen gebildet. Darüber hinaus wurde dem latenten Kreditrisiko durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Bemessungsgrundlage der Pauschalwertberichtigung berechnet sich nach dem Nettobetrag der bereits fälligen Forderungen nach Abzug der einzelwertberichtigten Nettobeträge. Der Abschreibungssatz beträgt 1,5%. Das Leasingvermögen wurde zu Anschaffungskosten aktiviert und unter Berücksichtigung planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibung angesetzt. Die planmäßige Abschreibung des Leasingvermögens erfolgt linear auf den kalkulierten Restwert bzw. auf den in den Rückkaufvereinbarungen vertraglich vereinbarten Restwert entsprechend der dem jeweiligen Leasingvertrag zugrundeliegenden Vertragsdauer. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen zur Berücksichtigung offener Restwertrisiken. Darüber hinaus werden nach Vertragsende zurückgegebene Fahrzeuge ebenfalls unter dem Leasingvermögen ausgewiesen. Diese werden, soweit notwendig, auf den zum Bilanzstichtag niedrigeren Zeitwert außerordentlich abgeschrieben. Im Rahmen einer jährlichen Überprüfung der Restwerte werden die Abschreibungspläne für solche Fahrzeuge angepasst, bei denen der neu geschätzte Restwert deutlich über den Erwartungen zu Vertragsbeginn liegt, und es sicher ist, dass das Fahrzeug bei Vertragsende von Mobility Concept verkauft werden muss. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Die immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen und Abschreibungen bewertet und linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Sachanlagen betreffen Betriebs- und Geschäftsausstattung. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden im Jahr des Zuganges in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt. Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und sonstige Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, gebildet und saldiert in der Bilanz als passive latente Steuern angesetzt und ausgewiesen. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Gesellschaft hat zur Absicherung variabler Zinszahlungen aus der Refinanzierung Zinsswaps abgeschlossen und fasst die gegenläufigen Zahlungsströme gemäß § 254 HGB zu einer Bewertungseinheit zusammen. Die bilanzielle Abbildung erfolgt anhand der Einfrierungsmethode. Nicht in Bewertungseinheiten einbezogene Sicherungsinstrumente bzw. aus ineffektiven Sicherungsbeziehungen resultierende Wertkomponenten im Rahmen der Absicherung von Zinsänderungsrisiken, werden nach den allgemeinen handelsrechtlichen Vorschriften erfasst. 2. ERLÄUTERUNGEN UND ANGABEN ZU EINZELNEN POSTEN DES JAHRESABSCHLUSSES 2.1 BILANZ Die Forderungen an Kreditinstitute belaufen sich auf TEUR 58.604 (Vorjahr: TEUR 32.619) und betreffen im Wesentlichen den Auto-Dispo-Service in Höhe von TEUR 54.550 (Vorjahr: TEUR 29.599). Die Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 137.046 (Vorjahr: TEUR 73.865) beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Leasing- und Serviceverträgen sowie Fahrzeugverkäufen. Darin enthalten sind Forderungen in Höhe von TEUR 84.418 (Vorjahr: TEUR 31.100) an verbundene Unternehmen - davon TEUR 42.541 (Vorjahr: TEUR 0) gegenüber Gesellschaftern und TEUR 6.000 (Vorjahr: TEUR 9.986) gegenüber Beteiligungsgesellschaften. Das Leasingvermögen in Höhe von TEUR 1.485 (Vorjahr: TEUR 1.089) wird entsprechend in der gleichnamigen Position ausgewiesen und betrifft im Wesentlichen die vermietete bzw. zum Weiterverkauf bestimmte Fahrzeugflotte. Die Gesellschaft erfasst außerplanmäßige Abschreibungen auf das Leasingvermögen gemäß § 253 Abs. 3 S. 5 HGB für drohende Verluste aus der Verwertung von Leasingrückläufern. Zum 31.12.2023 besteht für das Leasingvermögen eine kumulierte außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 2.519 (Vorjahr: TEUR 10). Die Sachanlagen betragen TEUR 1.179 (Vorjahr: TEUR 637). Diese betreffen im Wesentlichen Betriebs- und Geschäftsausstattungen (TEUR 809, Vorjahr: TEUR 432) Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 32.422 (Vorjahr: TEUR 25.222) beinhalten im Wesentlichen zum Verkauf bzw. für das Leasing- und Mietkaufgeschäft bestimmte Fahrzeuge in Höhe von TEUR 15.531 (Vorjahr: TEUR 7.923), Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.178 (Vorjahr: TEUR 7.485) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 7.122 (Vorjahr: TEUR 4.238). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 806.512 (Vorjahr: TEUR 512.186) bestehen insbesondere aus Darlehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden belaufen sich auf TEUR 27.096 (Vorjahr: TEUR 18.134). Hierin enthalten sind erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 13.375 (Vorjahr: TEUR 13.311) und Verbindlichkeiten für Mietkäufe in Höhe von TEUR 11.811 (Vorjahr: TEUR 3.418) - davon TEUR 11.409 (Vorjahr: TEUR 0) gegenüber der Deutschen Leasing und TEUR 402 (Vorjahr: TEUR 3.418) gegenüber der UniCredit Leasing GmbH. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 628.598 (Vorjahr: TEUR 510.366) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 585.235 (Vorjahr: TEUR 456.345) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 43.110 (Vorjahr: TEUR 53.875). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber der Mobility One S. A., Luxemburg. Im Geschäftsjahr 2019 setzte die MC erstmals ein Asset Backed Securities- (ABS)-Programm zur Refinanzierung von Leasingverträgen auf. Zur Durchführung des ABS-Programms wurde die Mobility One S. A., Luxemburg, gegründet. Die Höhe der Verbindlichkeiten gegenüber der Mobility One beträgt zum Stichtag TEUR 559.646 (Vorjahr: TEUR 420.308). Zur Absicherung wurden Zahlungen aus Leasingforderungen und Restwerten von Fahrzeugen abgetreten. Darüber hinaus bestehen zum Stichtag Verbindlichkeiten gegenüber weiteren verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 39.294 (Vorjahr: TEUR 36.037) - davon TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 931) gegenüber Gesellschaftern. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen innerhalb von drei Monaten fällig. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 67.399 (Vorjahr: TEUR 54.932) beinhaltet im Wesentlichen Abgrenzungen aus erhaltenen Mietsonderzahlungen, der BAFA-Prämie und aus weiterbelasteten Überführungskosten sowie Wertminderungen. Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 45.712 (Vorjahr: TEUR 0) ergeben sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen des Leasingvermögens in der Handels- und Steuerbilanz infolge abweichender steuerlicher Abschreibungsregelungen (in Bezug auf kalkulierte Restwerte und Rückkaufvereinbarungen). Hierbei wurden die passiven latenten Steuern mit aktiven latenten Steuern aufgrund handelsrechtlicher Rückstellungen für offene Restwertrisiken, für die steuerlich ein Ansatzverbot besteht, in Höhe von TEUR 654 saldiert. Die latenten Steuern wurden mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 25,97 % gebildet. Aufgrund der im Geschäftsjahr erfolgten Aufhebung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der MeinAuto Management GmbH zum 31. Dezember 2023 (Beendigung des Organschaftsverhältnisses) war der Ansatz von latenten Steuern im Geschäftsjahr erstmals erforderlich. Die anderen Rückstellungen setzen sich am Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Weitergehende Aufgliederungen zur Bilanz enthalten die beigefügten Anlagen:
Zum Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen für zugesagte und noch nicht angelaufene Verträge mit einer Mietberechnungsgrundlage in Höhe von TEUR 207.831 (Vorjahr: TEUR 559.300). Die Chancen und Risiken dieser Verpflichtungen entsprechen denen des bilanzwirksamen Leasinggeschäfts. Da es sich bei den Zusagen um bereits konkretisierte Finanzierungsvorhaben für mobile Wirtschaftsgüter handelt, ist mit einer Inanspruchnahme der Zusage grundsätzlich in vollem Umfang zu rechnen. 2.2. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach den handels- und gesellschaftsrechtlichen Vorschriften und nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) in Staffelform (Formblatt 3) erstellt periodenfremde bzw. außerordentliche Aufwendungen und Erträge, die für die Beurteilung der Ertragslage von Bedeutung sind, sind nicht enthalten. Die Leasingerträge in Höhe von TEUR 584.579 (Vorjahr: TEUR 456.671) enthalten neben den Erlösen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 199.196 (Vorjahr: TEUR 139.433) auch Veräußerungserlöse aus Fahrzeugverkäufen in Höhe von TEUR 267.231 (Vorjahr: TEUR 215.169) und Serviceerlöse in Höhe von TEUR 118.151 (Vorjahr: TEUR 102.069). Die Leasingerträge wurden ausschließlich im Inland erzielt. Die Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 347.347 (Vorjahr: TEUR 277.318) betreffen im Wesentlichen den Abgang der Restbuchwerte von Leasinggegenständen nach Vertragsende in Höhe von 240.064 (Vorjahr: TEUR 182.938) sowie Aufwendungen aus dem Servicegeschäft in Höhe von TEUR 107.283 (Vorjahr: TEUR 94.381). Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 46.472 (Vorjahr: TEUR 15.556) - davon TEUR 11.190 (Vorjahr: TEUR 5.783) an verbundene Unternehmen - stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Darlehen, dem im Jahr 2019 neu aufgesetzten ABS-Programm sowie Zinsen aus Mietkaufverträgen im Zuge der Refinanzierung über Sale-and-Mietkauf-back. Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften betragen TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 18) und davon TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 16) aus verbundenen Unternehmen. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 15.792 (Vorjahr: TEUR 6.882) beinhalten im Geschäftsjahr im Wesentlichen an die Muttergesellschaft verkaufte Ansprüche der Mobility Concept GmbH aus Rechtsstreitigkeiten (TEUR 10.534). Die Mobility Concept schließt Geschäfte über derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps ausschließlich zu Sicherungszwecken ab. Ziel dieser Transaktionen ist die Verringerung der Auswirkungen von Zinsschwankungen auf künftige Nettozahlungsströme. Die Mobility Concept macht gemäß § 254 HGB von dem Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten Gebrauch. Es handelt sich dabei um eine Bewertungseinheit aus einem Backswap und einem Makrohedge zusammen mit einer Verbindlichkeit gegenüber einer anderen Gruppengesellschaft. Hierzu wird das Risiko aus variablen Zinszahlungen der anderen Gruppengesellschaft mittels Receiver-Swap zunächst auf die Mobility Concept übertragen, um die Verbindlichkeit gegenüber dieser Gruppengesellschaft bis zu einem Nominalvolumen von TEUR 558.237, bei einer Restlaufzeit bis 2026 variabel zu verzinsen und dann mittels Payer-Swap als Makrohedge abzusichern. Der Makrohedge hat eine Restlaufzeit bis 2027 bei einem Nominalvolumen von TEUR 523.237. Es erfolgt sowohl zu Beginn der Sicherungsbeziehung als auch zu jedem darauffolgenden Bilanzstichtag, an dem diese Sicherungsbeziehung besteht, eine Messung ihrer Wirksamkeit. Im Zusammenhang mit der Absicherung werden prospektiv die Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäften miteinander verglichen. Die beiden Swaps weisen bezüglich der sich ausgleichenden Nominalvolumina am Bilanzstichtag einen positiven Marktwert von TEUR 4.396 bzw. einen negativen Marktwert von TEUR 13.107 auf. Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode, so dass es zu keiner bilanziellen Erfassung des in die Bewertungseinheit einbezogenen negativen Marktwerts kommt. Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.491 (Vorjahr: TEUR 0) resultieren aus der Verzichtserklärung über die Vorab-Gewinnabführungen mit der MeinAuto Management GmbH. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 32.007 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 24.159) wurde aufgrund des seit dem 1. August 2018 bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der MeinAuto Management GmbH von dieser ausgeglichen. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wurde durch Aufhebung zum 31. Dezember 2023 beendet. 3. SONSTIGE ANGABEN 3.1. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Neben den aus der Bilanz ersichtlichen Verpflichtungen bestanden am Bilanzstichtag folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Hiervon sind TEUR 880 für die Geschäftsräume der Mobility Concept, TEUR 935 für die Räumlichkeiten des Autohauses Garching, TEUR 909 für die Räumlichkeiten des Autohauses in Dietzenbach und TEUR 556 für die Räumlichkeiten des Autohauses Neuss innerhalb eines Jahres fällig. 3.2. HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS Gemäß § 285 Nr. 17 HGB beträgt das Abschlussprüferhonorar TEUR 162,5 - davon TEUR 150 Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 12,5 andere Bestätigungsleistungen. 3.3. MITGLIEDER DER GESCHÄFTSFÜHRUNG Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da Herr Rudolf Rizzolli, Herr Marc-Oliver Bucksch und Herr Nicolai Braun offiziell nicht bei der Mobility Concept GmbH angestellt sind. 3.4. BEIRAT Der Kredit- und Risikobeirat setzt sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Beirats wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3.5. DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER MITARBEITER Im Jahresdurchschnitt waren 164 Mitarbeiter beschäftigt (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) - davon 103 männliche Mitarbeiter und 61 weibliche Mitarbeiterinnen. 3.6. BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der MeinAuto GmbH, Köln. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Eigenkapital der Gesellschaft TEUR 5.860 (Vorjahr: TEUR 5.860) bei einem Jahresüberschuss im Geschäftsjahr von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). 3.7. MUTTERUNTERNEHMEN UND KONZERNABSCHLUSS Die Mobility Concept ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der MeinAuto Management GmbH. Die Mobility Concept wird in den befreienden Konzernabschluss der Salvator Mobility Holding TopCo S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg, einbezogen. Dieser stellt den größten Konsolidierungskreis dar, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Abschluss wird im deutschen Bundesanzeiger als befreiender Konzernabschluss der MeinAuto Group AG publiziert. Der Konzernabschluss der MeinAuto Group AG, Oberhaching, in welchen die Gesellschaft einbezogen wird, stellt den kleinsten Konsolidierungskreis dar. 3.8. STAMMKAPITAL Das Stammkapital beträgt unverändert TEUR 4.000. 3.9. KAPITALRÜCKLAGEN Die Kapitalrücklagen haben sich aufgrund von Einzahlungen in die freien Kapitalrücklagen auf TEUR 176.720 (Vorjahr: TEUR 164.220) erhöht. 3.10. GEWINNRÜCKLAGEN Die anderen Gewinnrücklagen betragen TEUR 4.375 (Vorjahr: TEUR 4.375). 3.11. BILANZGEWINN / ERGEBNISVERWENDUNG Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 7.680, welcher ausschließlich aus dem Gewinnvortrag zum 31.07.2018 besteht, erneut vollständig auf neue Rechnung vorzutragen. 3.12. EREIGNISSE NACH DEM STICHTAG Fehlanzeige
Oberhaching, den 21.06.2024 Mobility Concept GmbH Die Geschäftsführung Rudolf Rizzolli Marc Oliver Bucksch Nicolai Braun Andreas Kühn Anlagespiegel
Forderungsspiegel zum 31. Dezember 2023
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS Die Mobility Concept GmbH, Oberhaching (nachfolgend: Mobility Concept) ist zusammen mit Ihren Verkaufshäusern in Garching bei München, Neuss und Dietzenbach seit 02.01.2024 eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Mobilize Lease & Co SAS ("Mobilize"), Paris, einem Unternehmen der Renault Group, und ist eines der führenden herstellerunabhängigen Leasingunternehmen in Deutschland. Bis Ende des Jahres 2023 war sie als Tochterunternehmen der MeinAuto Management GmbH (nachfolgend: MAM), Oberhaching Teil der MeinAuto Group, zu der neben der MeinAuto Group AG (nachfolgend: MAG), Oberhaching, als Obergesellschaft und der MAM noch die DFD Deutscher Fahrzeug Dienst GmbH, Oberhaching, die MS Mobility Solutions GmbH, Oberhaching, die ASS Athletic Sport Sponsoring GmbH (nachfolgend: ASS), Bochum, und die MeinAuto GmbH (nachfolgend: MA), Köln, gehörten. Zum 02.01.2024 wurde die Mobility Concept GmbH zusammen mit der MeinAuto GmbH, der DFD Deutscher Fahrzeug Dienst GmbH und der MS Mobility Solutions GmbH aus der vormaligen Gruppe ausgelöst an die Mobilize verkauft. Zu den Kernkompetenzen von Mobility Concept gehört das Fuhrparkmanagement, die Finanzierung von einzelnen Fahrzeugen und gewerblichen Flotten, die Bereitstellung von Servicedienstleistungen rund um das Fahrzeug sowie die Vermarktung der Fahrzeuge nach Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit. Das Produktangebot im Flottenleasing beinhaltet neben einer markenunabhängigen Beratung und dem Finanzleasing von Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen bis 7,5 Tonnen innovative Full-Service-Lösungen. Die klassischen Services umfassen unter anderem Wartungsarbeiten und Reparaturen, Reifenservice, Schadenmanagement und Versicherungsleistungen, Treibstoffmanagement sowie die Abwicklung des Rundfunkbeitrags und der Kfz-Steuer. Ergänzt wird das Serviceangebot durch das Mobility Concept Online Portal (MCOP). Diese Onlineapplikation bietet Fuhrparkmanagern und Fahrern einen Car-Konfigurator, der unter Berücksichtigung der jeweils gültigen Fahrzeugrichtlinien einen automatisierten Registrierungs-, Bestell- und Freigabeprozess gewährleistet. Das Online-Portal MeinAuto.de der MA vermittelt zudem Leasing-, Miet- und Aboverträge (inkl. weiteren Servicekomponenten im Zusammenhang mit diesen Verträgen) an Privat- und kleine Gewerbekunden, die von der Mobility Concept abgewickelt werden. Zur nachhaltigen Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter legt das Unternehmen neben Qualifikations-, Weiterentwicklungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für die Belegschaft Wert auf eine angemessene, individuelle und erfolgsabhängige Vergütung. Auf die Veröffentlichung eines Vergütungsberichts auf der Homepage verzichtet das Unternehmen. Mobility Concept ist ein Finanzdienstleistungsinstitut nach § 1 Abs. 1a Nr. 10 KWG. Damit sind die Vorschriften des KWG anzuwenden. Das Unternehmen unterliegt der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) und der Deutschen Bundesbank. Für die vormals als Annextätigkeit eingestufte reine Abwicklung von Zahlungen für Kunden wurde 2021 ein ZAG-Antrag gestellt, der sich aktuell in Prüfung befindet. Die Mobility Concept ist Mitglied im Verband markenunabhängiger Fuhrparkmanagementgesellschaften e.V. (VMF) sowie im Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e.V. (BDL). WIRTSCHAFTSBERICHT WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Nach dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 setzte sich die 2021 und 2022 einsetzende Erholung der deutschen Wirtschaft in 2023 nicht weiter fort. Das Statistische Bundesamt meldet für 2023 einen Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Vergleich zum Vorjahr von -0,3 % (vgl. auch Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024). Die wirtschaftliche Lage in Deutschland war vor allem von hohen Energiekosten, immer noch teilweisen Material- und Lieferengpässen und einem zunehmenden Fachkräftemangel geprägt. Zwar hat sich der Preiseanstieg etwas verlangsamt (von 6,9 % in 2022 auf 5,9 % im Jahresdurchschnitt 2023), dennoch belastet die Inflation weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung. Dies zeigte sich auch am privaten Konsum, mit einem Rückgang um 0,8 %. Positive Beiträge kamen zwar von den Ausrüstungsinvestitionen, die um rund 3 % gegenüber 2022 zulegten, jedoch sanken die Bauinvestitionen nach einem Rückgang um 1,6 % in 2022 materialkosten- und zinsbedingt nochmals um rund 2,1 % (vgl. auch Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024). Trotz der Probleme hat sich die Nachfrage nach Neufahrzeugen 2023 weiter leicht erholt. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (Pressemitteilung 01/2024 vom 04.01.2024) wurden in diesem Jahr rund 2,84 Millionen Neuwagen und damit etwa 7,3 % mehr als im Vorjahr zugelassen. Das 2022 noch stark anwachsende Segment der Elektro- und Hybridfahrzeuge hat dabei an Dynamik verloren und wuchs 2023 geringer als Benzinfahrzeuge. Zwar stellen Hybride und reine Stromer immer noch 48 % der Neuzulassungen (2022: 49 %), die erwartete deutliche Wende zur E-Mobilität wurde mit Förderungsreduktion bzw. Förderstopp und dem schleppenden Ausbau der Infrastruktur vorläufig gedämpft. Gemessen an diesem Umfeld hat sich die Mobility Concept im Jahr 2023 positiv entwickelt. Zwar hat das hohe Zinsniveau das Leasinggeschäft grundsätzlich erschwert, mit den nachlassenden Lieferproblemen bei Neufahrzeugen konnten die hohen Bestellvorläufe im Verlauf des Jahres 2023 aber weitgehend abgebaut werden. Insgesamt hat sich das Geschäftsmodell der MeinAuto Group und darunter das der Mobility Concept bewährt, wobei die 2023 immer noch hohen Gebrauchtwagenpreise insbesondere den Bereich des Remarketings unterstützten. UNTERNEHMENSSTEUERUNG Die Mobility Concept zieht zur Steuerung des Unternehmens vor allem operative und finanzielle Leistungsindikatoren heran. Dabei kommen in erster Linie der Vertragsbestand, das Neugeschäft, der Umsatz, das EBT sowie daneben die Kennziffern Eigenkapital, verfügbare Liquidität und Fremdkapitalmittel in die Betrachtung. Durch die enge operative Verflechtung mit den anderen Unternehmen der MeinAuto Group wird die auf der Einzelebene stattfindende Steuerung um die Steuerung auf Gruppenebene ergänzt. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DES UNTERNEHMENS 2023 hat sich unter den gegebenen Rahmenbedingungen gut entwickelt. Mit über 57.500 Verträgen lag der Vertragsbestand zum Jahresende gut 12.000 Verträge bzw. 27 % über dem Bestand zum 31. Dezember 2022. Wie schon 2022 wurde das Wachstum 2023 vor allem durch das B2C Geschäft getragen. Wesentlichen Anteil hatte aber auch der Abbau des Bestellvorlaufs. Die im Vorjahr noch deutlich spürbaren Lieferprobleme mit stark ansteigenden Lieferzeiten bei Neuwagen haben sich im Jahresverlauf 2023 entspannt. Hierdurch konnte die extrem hohe Anzahl an Bestellungen von über 20.000 zum 31. Dezember 2022 auf etwas über 6.800 offene Bestellungen zum Jahresende 2023 zurückgeführt werden. Der hohe vormalige lieferbedingte Bestellvorlauf ist damit im Wesentlichen abgebaut. Mit dem Zuwachs der aktiven Flotte wuchs der Umsatz 2023 um rund 127,9 Mio. EUR auf 584,6 Mio. EUR. Das Umsatzwachstum liegt mit 28 % ziemlich genau in der Größenordnung des reinen Flottenwachstum. Zwar ist das Vorsteuerergebnis (EBT) der Mobility Concept aufgrund teils zeitlich vorgelagert ausgewiesener Aufwendungen nur eingeschränkt aussagekräftig. Dennoch wurde mit 21,2 Mio. EUR das sehr hohe Vorjahresergebnis nur knapp um rund 3 Mio EUR unterschritten. So wurde auch 2023 durch das hohe Preisniveau bei Gebrauchtwagen ein hohes Remarketing-Ergebnis erzielt, jedoch konnte das extreme Vorjahresergebnis aufgrund der Marktberuhigung in der zweiten Jahreshälfte 2023 nicht wiederholt werden. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages wird der Verlust 2023 durch die vormalige Gesellschafterin MAM ausgeglichen. VERMÖGENSLAGE Das Neugeschäftsvolumen im Gesamtjahr 2023 betrug 782,7 Mio. EUR und hat damit das Volumen des Vorjahres erneut deutlich übertroffen (2022: 565,0 Mio. EUR). Durch den auch mit Abbau des Bestellvorlaufs realisierten hohen Zuwachs stieg der Buchwert des Leasingvermögens zum Berichtsjahresende auf 1.485 Mio. EUR an (31.12.2022: 1.089 Mio. EUR). Durch weitere Einlagen in die Kapitalrücklagen wuchs das Eigenkapital ebenfalls weiter an und erreicht zum Jahresende 192,8 Mio. EUR (31.12.2022: 180,3 Mio. EUR). Im Neugeschäft der Mobility Concept setzt sich die Verschiebung zu Ungunsten der Diesel- und Benzin-Fahrzeuge zwar weiter fort, jedoch mit deutlich vermindertem Tempo. Trotz der Klima-Debatte haben insbesondere die jüngeren Entwicklungen in der E-Mobilität - zu langsamer Aufbau der Infrastruktur, verringerte Förderung bei hohen Preisen und generell nachlassende Akzeptanz - die zunächst starke Verlagerung hin zu E-Fahrzeugen deutlich abgebremst. So ist der Anteil an reinen Stromern im Neugeschäft nur noch verhalten gewachsen (19 % in 2023 gegenüber 17 % in 2022). Umgekehrt sind die Anteile der Verbrenner nur noch geringfügig zurückgegangen. Insgesamt liegt im Neugeschäft der Mobility Concept der Anteil der Elektro- und Hybridfahrzeuge mit 35 % auch unter dem Pendant bei den gesamten Neuzulassungen (48 %, s. oben). Die Forderungen an Kunden waren mit 137,0 Mio. EUR deutlich höher als im Vorjahr (31.12.2022: 73,9 Mio. EUR). Der Schwerpunkt des Anstiegs liegt bei den direkten Forderungen gegen Kunden, wesentlichen Anteil daran haben allerdings auch Intercompany-Verrechnungen, die aufgrund der Zuordnung der RechKredV in die Kundenforderungen eingehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen ebenfalls, auf nun rund 27,1 Mio. EUR (31.12.2022: 18,1 Mio. EUR). Hintergrund ist hier das mit dem starken Vertragswachstum einhergehende Refinanzierungsvolumen des Leasingvermögens, das auch die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um rund 294 Mio. EUR auf jetzt 806,5 Mio. EUR an (31.12.2022: 512,2 Mio. EUR) angehoben hat. Die sonstigen Verbindlichkeiten wuchsen dagegen deutlich geringer und erreichen 628,6 Mio. EUR zum Berichtsjahresende (31.12.2022: 510,4 Mio. EUR). Der größte Teil entfällt dabei unverändert auf die Refinanzierung über ABS-Transaktionen, mit rund 559,6 Mio. EUR (31.12.2022: 420,3 Mio. EUR). Die anderen Rückstellungen liegen mit 3,6 Mio. EUR zum Jahresende nur leicht über dem Vorjahresniveau (31.12.2022: 3,1 Mio. EUR). Die passiven Rechnungsabgrenzungen, die Überführungskosten, Mietsonderzahlungen, Fahrereinmalzahlungen sowie eine Pauschale für Rückgabeschäden umfassen und sukzessive den Erlösen zugerechnet bzw. zum Vertragsende bei Rückgabe verrechnet werden, haben sich auf 67,4 Mio. EUR erhöht (31.12.2022: 54,9 Mio. EUR). Neben den Mietsonderzahlungen, die besonders im stark wachsenden B2C-Geschäft angewendet werden, wird der Zuwachs auch aus dem hohen Volumen der BaFa-Prämien aus der 2023 noch bestehenden Förderung der E- Mobilität gespeist. FINANZLAGE Die verfügbaren Kreditlinien zur Finanzierung des Leasingvermögens lagen zum Ende des Geschäftsjahres 2023 mit 1.580 Mio. EUR um rund 9 % höher als im Vorjahr (31.12.2022: 1.451 Mio. EUR). Damit standen ausreichende Finanzierungsmittel zur Verfügung, die Finanzlage war somit geordnet. Diese Kreditlinien stehen der Gesellschaft auch über den Bilanzstichtag hinaus zur Verfügung. Die Linienauslastung zum 31. Dezember 2023 stieg auf 88 % (Vorjahresstichtag: 66 %). Allerdings wurden durch den neuen Eigentümer Mobilize bereits zum Jahresende zusätzliche Kreditlinien avisiert, von denen im Januar bereits 125 Mio. EUR bereit standen. Insofern ist ausreichend Spielraum für die künftige Geschäftstätigkeit vorhanden. Nach den Erfahrungen aus der Corona- und den neueren Krisensituationen (Ukrainekrieg, Inflationsanstieg etc.) sowie der immer noch guten Bonität der Kunden sehen wir auch weiterhin nicht die Gefahr substanzieller Zahlungsausfälle. Zusammen mit den nach wie vor stabilen Mittelzuflüssen aus dem laufenden Geschäft sind keine Engpässe bei der Finanzierung zu erwarten. UMSATZ- UND ERTRAGSLAGE Wie schon 2022 wurde auch 2023 für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wieder das Gesamtkostenverfahren verwendet. Eckdaten zur Umsatz- und Ertragslage:
Die Umsatzerlöse, welche sich bei der Mobility Concept im Wesentlichen als Leasingerlöse zu klassifizieren sind, setzen sich aus Erlösen aus Raten für die Bereitstellung von Fahrzeugen und Services sowie Umsätzen aus der Verwertung von Fahrzeugen zusammen. Der Gesamtumsatz der Gesellschaft hat sich gegenüber 2022 um rund 128 Mio. EUR bzw. 28 % auf 584,6 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg speist sich im Wesentlichen aus dem Wachstum im B2C-Geschäft. Nachdem sich die Liefersituation bei Neuwagen im Verlauf des Jahres 2023 wieder etwas entspannt hat und der Rücklauf der vormals teils verlängerten Verträge wieder ein normales Maß angenommen hat, stieg die Zahl an Verkäufen und der entsprechende Umsatz wieder spürbar an. Mit mehr als 14.000 Verkäufen vermarktete Mobility Concept im Berichtsjahr deutlich mehr als im Vorjahr (2022: rund 11.250 Fahrzeuge), allerdings mit etwas geringeren Überschüssen (s. unten). Die Abschreibungen auf das Leasingvermögen stiegen mit der anwachsenden Flotte um rund ein Drittel auf 146,8 Mio. EUR an (2022: 109,7 Mio. EUR). Das Verhältnis der Aufwendungen aus Abschreibungen auf das Leasingvermögen zu den Leasingerlösen (abzüglich der Leasingumsätze für Kurzläufer über 6 Monate und Provisionen) betrug im Berichtsjahr rund 74 % (Vorjahr: 79 %). Dies wurde auch dadurch unterstützt, dass die Anlagenrestwerte aufgrund der günstigen Marktlage bei Gebrauchtfahrzeugen teils leicht angehoben werden konnten. Vor Provisionserlösen und -aufwendungen liegt der Leasingüberschuss - also das Ergebnis aus Leasingraten abzüglich Abschreibungen und Zinsaufwand - bei 6,0 Mio. EUR und damit spürbar unter dem Vorjahr (2022: 14,2 Mio. EUR). Insbesondere der sehr rasche und hohe Zinsanstieg hat hier deutliche Spuren in den Überschüssen hinterlassen, da aufgrund der lieferbedingt langen Bestellvorläufe die höheren Zinsen teils nicht weitergegeben werden konnten. Das Serviceergebnis, welches Erlöse und Aufwände aus Dienstleistungen im Zusammenhang mit Fahrzeugen umfasst (z.B. Wartungsservices, Reifen, Schadensmanagement, Kfz-Steuerabwicklung etc.), erreicht 2023 rund 10,9 Mio. EUR und damit um rund 41 % mehr als im Vorjahr (2022: 7,7 Mio. EUR). Die vormals verlustträchtigen Wartungsservices zeigen inzwischen wieder Gewinne, gleichzeitig sind Transportservices wieder ertragsstärker als im Vorjahr. Das Verwertungsergebnis, welches neben Verkaufserlösen und Buchwertabgängen auch Erlöse im Zusammenhang mit der Fahrzeugrückgabe enthält, konnte die allerdings rekordverdächtigen Größenordnungen des Vorjahres nicht nochmal erreichen. Nach einem extrem hohen Preisniveau bei Gebrauchtwagen in 2022 haben sich die Marktpreise im Remarketing im Verlauf des Jahres 2023 wieder etwas beruhigt. Aufgrund der im Vergleich hierzu immer noch konservativen Restwerte bzw. Buchwertabgänge erreichte das Verwertungsergebnis 2023 immer noch rund 27,2 Mio. EUR und lag damit etwa 16 % unter dem Vorjahreswert (2022: 32,2 Mio. EUR). Zwar konnten etwas mehr Verkäufe als 2022 abgewickelt werden (s. oben), jedoch waren die Rekordmargen aus dem Vorjahr nicht haltbar. In Summe ist der Rohertrag (Ergebnis aus dem Leasingüberschuss, dem Serviceergebnis, dem Verwertungsergebnis abzüglich der Risikovorsorge, Zinsergebnis und Provisionsaufwendungen/-erträgen) mit 52,2 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr leicht um 4,1 % gewachsen (2022: 50,2 Mio. EUR). Die allgemeinen Verwaltungskosten zuzüglich der Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen für 2023 lagen mit 31,0 Mio. EUR etwas über dem Vorjahreswert (2021: 26 Mio. EUR). Gestiegene Personal- und Mietkosten sowie ein im Zuge des Eigentümerwechsels erhöhter Rechts- und Beratungsaufwand haben hier zu Kostensteigerungen geführt. Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.491 (Vorjahr: TEUR 0) resultieren aus der Verzichtserklärung über die Vorab-Gewinnabführungen mit der MeinAuto Management GmbH. Die Mobility Concept erzielte damit 2023 ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 13,7 Mio. EUR (2022: 24,2 Mio. EUR). Aufgrund der im Geschäftsjahr 2023 erstmalig zu bildenden passiven latenten Steuern i.H.v. 45,7 Mio. EUR beträgt der Jahresfehlbetrag 32,0 Mio EUR (Vorjahr Jahresüberschuss 24,2 Mio. EUR) welcher vollständig von der MAM ausgeglichen wurde. GESAMTAUSSAGE ZUR LAGE DES UNTERNEHMENS Insgesamt hat sich der Geschäftsverlauf der Mobility Concept 2023 unter Berücksichtigung der Nachwirkungen aus der Corona-Krise, des Ukraine-Kriegs und der stark steigenden Inflation erfreulich entwickelt. Zwar ist ein Vergleich der Geschäftsentwicklung mit den Jahren vor Beginn der Corona-Krise immer noch schwierig. Insgesamt hat sich die Ertragslage aber deutlich verbessert. Der Leasingüberschuss hat zwar aufgrund der stark angestiegenen Refinanzierungskosten das Vorjahresniveau klar verfehlt. Das Verwertungsgeschäft ist hingegen immer in einer sehr guten Verfassung, auch wenn die außergewöhnlichen Rekordmarken des Vorjahres nicht wieder erreicht wurden. Auch hier hat die Erweiterung der Vertriebskanäle in Form von Autohäusern für die Endkundenvermarktung der Fahrzeuge den Erfolg unterstützt. Künftig dürfte der Flottenbestand allerdings zunächst zurückgehen, da durch den Eigentümerwechsel zum 01.01.2024 und die Ausgliederung der ASS der auf diese entfallene Bestand zunächst abgebaut wird. Ebenso sollte sich die Preisentwicklung am Gebrauchtwagenmarkt weiter beruhigen, womit auch die Remarketingergebnisse wieder etwas verhaltener werden. Das Serviceangebot hat sich inzwischen stückweise auch im Privatkundengeschäft etabliert und profitiert mittlerweile vom Auslaufen der Verträge mit vormals besonders knappen Kalkulationen. Umgekehrt vermindert sich der Serviceüberschuss aber in vielen Bereichen durch die anhaltende Inflation. Spiegelbildlich zum sich abschwächenden, wenn auch immer noch hohen, Ergebnis hat der Substanzwert der Mobility Concept erkennbar nachgegeben und liegt im Berichtsjahr mit 49,2 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert von 138,6 Mio. EUR. Hier schlagen sich insbesondere verhaltenere Annahmen für Remarketingüberschüsse und die geringeren Leasingmargen nieder. Einschließlich der erfolgten Eigenkapitalerhöhungen (bilanzielles Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 192,8 Mio. EUR vs. 180,3 Mio. EUR zum 31. Dezember 2022) ergibt sich damit ein erweitertes betriebswirtschaftliches Eigenkapital von 242,0 Mio. EUR (2022: 318,7 Mio. EUR). Die Finanzlage der Mobility Concept war im Berichtszeitraum stabil. Neben den bereits bestehenden Geschäftsverbindungen zu Kreditinstituten konnten auch wieder neue Refinanzierungspartner gewonnen werden. Zusammen mit dem ABS-Programm mit einem Gesamtrahmen von 670 Mio. EUR und den ersten neuen Kreditrahmen der neuen Eigentümergruppe bietet dies ausreichend Spielraum für das künftige Geschäft. PROGNOSEBERICHT RAHMENBEDINGUNGEN Für die kommenden Jahre muss mit einer spürbaren Abkühlung der Konjunktur gerechnet werden. Nach den schon verhaltenen Schätzungen im Herbst 2023 haben sich die Prognosen nochmals etwas verschlechtert. Aktuell liegen die meisten Prognosen zur Wirtschaftsleistung für 2024 in Größenordnungen zwischen 0,1 % und 0,5 % (siehe auch Übersicht der Konjunkturprognosen in der Online-Veröffentlichung der Tagesschau vom 22.02.2024). Vereinzelte Vorhersagen zeigen sogar ein Negativwachstum (z.B. das Institut der deutschen Wirtschaft, Köln), die Bundesregierung liegt eher im mehrheitlich vertretenen Rahmen, mit einer Wachstumsannahme von +0,2 % in 2024. Für 2025 zeigen die meisten Prognosen eine leichte Erholung mit Wachstumsraten mehrheitlich zwischen 1,0 % und 1,5 %. Die hohen Inflationsraten scheinen jedoch allmählich auszulaufen. Nach rund 5,9 % im Jahresdurchschnitt 2023 (siehe Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes, 16.1.2024) sind die monatlichen Raten zum Jahresende hin tendenziell zurückgegangen. Ob damit auch ein nennenswerter Rückgang des Zinsniveaus für 2024 zu erwarten ist, erscheint aber unsicher, solange der Inflationsrückgang nicht als wirklich nachhaltig angesehen wird. Insgesamt wird damit auch 2024 eher von teuren Materialien, immer noch hohen Energiekosten, Schwierigkeiten bei der Suche nach Fachkräften und einer schleppenden Wirtschaftsentwicklung geprägt sein. Der hohe Auftragsvorlauf mit relativ langen Lieferzeiten ist inzwischen teilweise abgebaut. Dies hat auch dazu beigetragen, dass die Neuzulassungen 2023 mit 2,8 Mio Zulassungen wieder etwas höher waren als im Vorjahr. Vor dem Hintergrund des plötzlichen Förderstopps bei der E-Mobilität, der generell schwierigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der inflationsbedingten Zurückhaltung bei Konsumausgaben steht die Nachfrage nach Kraftfahrzeugen und Leasingleistungen in einem schwierigen Umfeld. VORAUSSICHTLICHE GESCHÄFTSENTWICKLUNG Durch den Inlandsfocus des Geschäfts steht Mobility Concept auch im Prognosezeitraum 2024 vor schwierigen Bedingungen. Anhaltende Inflation und eine generell etwas schwächere Nachfrage dürften die Wachstumsdynamik spürbar dämpfen. Durch die qualitätsorientierte Ausrichtung der Gesellschaft als Full-Service-Anbieter und durch den breiten Marktzugang über langjährige Firmenkundenkontakte, die MeinAuto GmbH als Onlineportal sowie Flag Ship Stores ist die Mobility Concept jedoch strategisch und operativ gut positioniert. Allerdings erwarten wir aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds und der Auslösung der ASS aus der Gruppe im Zuge des Eigentümerwechsels zunächst eine Konsolidierung der aktiven Flotte in 2024 und damit eine verhaltenere Geschäftsentwicklung. Die Vertriebsaktivitäten richten sich im angestammten B2B Geschäft nach wie vor auf einen weitestgehenden Erhalt des Flottenportfolios. Wachstumseffekte, wenn auch in etwas gedämpfteren Ausmaß, erwartet die Geschäftsführung jedoch nach wie vor im Privatkundengeschäft. Das Geschäftsfeld über die ASS wird dagegen deutlich zurückgehen, womit insgesamt 2024 voraussichtlich kein substanzielles Wachstum der Gesamtflotte realisierbar sein wird. Da aktuell zudem ein inzwischen spürbarer Rückgang im Preisniveau auf dem Gebrauchtwagenmarkt erkennbar ist, dürfte die Fahrzeugvermarktung 2024 zwar noch hohe Überschüsse erzielen, die vormaligen Rekordmarken aus 2022 und 2023 aber nicht mehr erreichen. Auch den Leasingüberschuss kennzeichnen etwas verhaltenere Aussichten. Mit den vormals langen Lieferzeiten nach Kalkulation und Vertragsschluss und den in der Zwischenzeit schnell gestiegenen Zinsen sind die Margen unter Druck geratenen. Der betroffene bisherige Bestellvorlauf ist inzwischen in weiten Teilen abgebaut und in der aktiven Flotte enthalten. Zwar hat Mobility Concept kontinuierlich entsprechende Anhebungen der Kundenzinsen vorgenommen, allerdings wirken diese aufgrund von vereinbarten Vorlaufzeiten bei Zinsgleitklauseln und marktbedingt konservativeren Anpassungen nicht immer sofort und nicht vollumfänglich im Neugeschäft. Daher werden temporär die Leasingmargen etwas geringer ausfallen als in früheren Jahren, bis das margenstärkere Neugeschäft diesen Effekt überdeckt. Für das Servicegeschäft sehen wir ebenso eine schwächere Entwicklung vorher. Auch bei einer weiteren Ausweitung der Serviceangebote bei Privatkunden dürften die Servicemargen unter der anhaltenden Inflation leiden. Zudem dürfte die geplante Auslagerung von Abwicklungsleistungen den Kostenaufwand etwas erhöhen. Wesentliche Ziele für 2024 sind eine solide Konsolidierung des Gesamtvertragsbestands mit weiterem Wachstum im Privatkundengeschäft, der aber voraussichtlich vor allem durch den Abbau der ASS-Flotte überkompensiert wird. Der Flottenbestand wird hierdurch zunächst auf rund 52.000 Fahrzeuge absinken bei mehr oder weniger stagnierenden Leasing- und Serviceumsätzen. Leasingtypische Aufwands- und Ertragsverläufe zusammen mit dem temporär etwas schwächeren Erträgen im Vertragsbestand führen voraussichtlich zu einem nur noch leicht positiven EBT. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT CHANCEN Die aus dem Markt- und Unternehmensumfeld resultierenden Chancen sind aktuell durch den Eigentümerwechsel vor dem Hintergrund einer etwas verkleinerten Gruppe zu betrachten und werden voraussichtlich auch noch wesentlich durch den neuen Eigentümer beeinflusst. Insofern sind strategische Zielsetzungen und in der Folge die entsprechenden operativen Ziele auch vorbehaltlich veränderbarer Gesamtausrichtungen zu sehen. Ebenso fußt eine konsistente Risikostrategie auf der aktuell absehbaren Entwicklung für den Geschäftsbereich Mobility Concept vorbehaltlich abweichender Strategiekonzepte. Mit der Flottenkonsolidierung entfällt dabei zwar das wachstumsbedingte Ansteigen einiger Risikokennziffern, dennoch sind eventuell ungünstigere Marktentwicklungen im Risiko berücksichtigen. Ob sich die bisherige Praxis innerhalb der Gruppe - immer wieder Eigenkapitaleinschüsse vorzunehmen - fortsetzt und damit die Deckungsmasse sukzessive ansteigt, kann aus heutiger Sicht noch nicht sicher beurteilt werden. Die Mobility Concept ist ausschließlich in Deutschland tätig und daher stark durch die dort vorherrschenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst. Dies betrifft die Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds, der Leasingbranche und der Automobilbranche. Eine positivere wirtschaftliche Entwicklung, als prognostiziert, könnte sich daher geschäftsfördernd auswirken und umgekehrt. Insbesondere die Investitionsneigung der Unternehmen, aber auch die Entwicklung des Privatkonsum sind in diesem Zusammenhang relevante Einflussfaktoren. Die Automobil- bzw. Leasingbranche erwartet 2024 weiterhin ein schwieriges Umfeld, da das vormalig hohe Auftragspolster (Bestellvorlauf) inzwischen weitgehend abgebaut ist, so dass hier keine größeren Aufholeffekte mehr erwartbar sind. Auch die Zuwächse bei der E-Mobilität sind nach den Förderstopps ins Stocken geraten. Bei Annahme einer weitgehend unveränderten Förderpolitik dürfte die Dynamik am Markt für E-Fahrzeuge auch in nächster Zeit deutlich gebremster verlaufen. Inwieweit hier tatsächlich die von manchen Herstellern angekündigten Modelle in deutlich günstigeren Preisklassen dieses Segment beleben können, bleibt abzuwarten. Daneben hemmt die immer noch nicht abgeflaute Inflation und das generell hohe Preisniveau in vielen Wirtschaftssektoren eine deutliche Nachfragestimulation insgesamt als auch für den Automobilsektor. Erst gegen Ende des Jahres 2024 oder im Verlauf des nächsten Jahres dürften die Chancen für eine Belebung wieder besser stehen. Unabhängig davon bieten die in der Mobilitätsbranche zu beobachtenden Trends zu digitalisierten Produkten und Services Chancen. Das Leistungsangebot der Mobility Concept setzt auf eine umfassende Digitalisierung, beginnend mit dem Kundenkontakt über Antrags- und Bestellprozesse, Kundenbetreuung bis zur Abwicklung. Die zunehmende Akzeptanz der Kunden für digitale Angebote, Kommunikation und Interaktion eröffnet damit auch Wachstumschancen. RISIKOMANAGEMENTSYSTEM Unter einem Risiko versteht die Mobility Concept eine negative Abweichung von einem Erwartungswert bzw. eine Ungewissheit bezüglich des möglichen Ergebnisses. Vor diesem Hintergrund besteht das Ziel des Risikomanagements nicht darin, alle potenziellen Risiken zu vermeiden, sondern Risiken bewusst und kalkuliert einzugehen. Risikobewusstes Handeln ist ein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells und damit mit der Fähigkeit verknüpft, die Risiken zu identifizieren, zu messen und zu steuern. Die Basis für das Risikomanagement bildet mit Blick auf die aktuelle Geschäftslage und -ausrichtung die Einschätzung, in welchem Umfang und welcher Zusammensetzung Risiken als tragbar betrachtet werden können, um eine ausreichende Risikotragfähigkeit zu gewährleisten. Im Zuge der gesamten Geschäftsaktivitäten werden sodann die Risiken identifiziert, quantifiziert, beurteilt, überwacht und gesteuert. Dabei liegt das Augenmerk sowohl auf Einzeltransaktionen als auch auf dem Gesamtportfolio. Die fachliche Zuständigkeit für die Methoden der Risikomessung und deren Weiterentwicklung liegt bei der Abteilung Finanz- und Risikocontrolling. Zu den zentralen Aufgaben des Risikocontrollings zählen die Unterstützung der Geschäftsleitung bei der Entwicklung und Umsetzung der Risikoinventur, Risikobeurteilungen, Stresstestanalysen sowie einer Risikoberichterstattung. Die Compliance-Funktion als Bestandteil des Internen Kontrollsystems (IKS) nach § 25a Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 KWG wurde in der Abteilung Finanz- und Risikocontrolling eingerichtet. Zu den wesentlichen Aufgaben des Compliancebeauftragten gehört die Identifizierung der rechtlichen Regelungen und Vorgaben, deren Nicht-Einhaltung zu einer Gefährdung des Vermögens der Mobility Concept führen kann. Ferner ist er für die Implementierung wirksamer Verfahren, die zur Einhaltung dieser Regelungen und Vorgaben führen, sowie für die Verhinderung strafbarer Handlungen zuständig. Risikocontrolling und Compliance werden durch die interne Revision jährlich überprüft. Die Interne Revision der Mobility Concept war bis Ende 2021 ausgelagert und agierte prozessunabhängig und risikoorientiert. Ab dem 1. Januar 2022 wird die Interne Revision durch einen eigenen, bei Mobility Concept beschäftigten Mitarbeiter besetzt und ist ebenfalls in der Abteilung Finanz- und Risikocontrolling eingerichtet Die regelmäßigen Revisionsberichte sind direkt an die Geschäftsführung adressiert und stellen ein objektives Mittel zur Erkennung und Beurteilung von Risiken dar. DAS RISIKOÜBERWACHUNGSSYSTEM DER MOBILITY CONCEPT KONZENTRIERT SICH AUF FOLGENDE RISIKOARTEN: ADRESSAUSFALLRISIKO Unter dem Adressausfallrisiko versteht Mobility Concept die Gefahr, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur teilweise nachkommt, mit der Folge entsprechender Erlösausfälle. Zur Steuerung dieser Risiken werden regelmäßig Bonitätsanalysen durchgeführt, die auf einer Einzeladressebene erfolgen. Das Ergebnis dieser Analyse in Form von einer Ausfallwahrscheinlichkeit und einem daraus abgeleiteten Rating fließt in die Berechnung der Risikotragfähigkeit der Mobility Concept ein. Das kontinuierliche Monitoring der Einzeladressen wird durch die laufende Überwachung der Forderungen im Debitorenmanagement gewährleistet. Zahlungsausfälle werden im Forderungsmanagement betreut und in der Risikovorsorge berücksichtigt. Die Überwachung auf der Gesamtportfolioebene wird durch das Risikocontrolling vierteljährlich durchgeführt. Dabei wird die Einhaltung der in der Risikostrategie festgelegten Limite überprüft. Eventuell erforderliche Anpassungen müssen durch die Geschäftsführung genehmigt werden. Über die Entwicklung der Risikosituation wird an die Geschäftsführung und den Beirat berichtet. Im Berichtszeitraum lag das Adressausfallrisiko wachstumsbedingt geringfügig über dem Vorjahresniveau, bei nach wie vor hoher Konzentration des Kreditexposures in den oberen Ratingklassen mit geringem Risiko. Die bilanzwirksame Risikovorsorge zum 31. Dezember 2023 beträgt 992 TEUR (2022: 807 TEUR). Davon entfallen 490 TEUR auf Einzelwertberichtigungen (2022: 341 TEUR) und 502 TEUR auf pauschale Wertberichtigungen (2022: 466 TEUR). MARKTPREISRISIKO Mögliche Verluste im Zusammenhang mit Marktpreisrisiken können sich durch nachteilige Veränderungen von Preisen an den Finanz- und Objektmärkten ergeben. Beim Leasing unterliegen insbesondere die Restwerte und Zinsen dem Marktpreisrisiko. Währungsrisiken kommen bei der Mobility Concept nicht zum Tragen. ZINSÄNDERUNGSRISIKO Zinsänderungsrisiken entstehen durch Marktzinsveränderungen bei fristeninkongruenten Refinanzierungs- und Festzinsvereinbarungen. Durch das starke Wachstum steigt das Volumen der Verträge, die jeweils zu Beginn des nächsten Monats einer laufzeitkongruenten Finanzierung zugeführt werden, aber auch das Volumen der Verträge, die nach Ablauf der originären Laufzeit weiter vom Kunden genutzt werden und daher nicht mehr laufzeitkongruent finanziert werden. Hierdurch wächst das Zinsänderungsrisiko kontinuierlich mit und stellt damit auf absehbare Zeit die größte Risikoposition dar. Zur Berechnung des unerwarteten Risikos werden die auf Basis der Zinsablaufbilanz offenen Zinspositionen ermittelt und bewertet. VERMARKTUNGSRISIKO (RESTWERTRISIKO) Restwertrisiken bestehen, sofern der aktuelle Marktwert des Leasingobjektes zum Zeitpunkt der Verwertung nach Vertragsende unter dem bei Vertragsabschluss kalkulierten Restwert liegt. Marktpreisrisiken aus offenen Restwerten werden nach Möglichkeit durch Andienungsrechte oder Rückkaufverpflichtungen mit Herstellern, Händlern und Kunden zum Vertragsende begrenzt. Bei der Auswahl der Lieferanten, die Andienungsrechte ermöglichen, legt Mobility Concept großes Augenmerk auf deren wirtschaftliche Stabilität und unterzieht sie vor diesem Hintergrund einer regelmäßigen Bonitätsbewertung (Ratingeinstufung). Zur Ermittlung des Vermarktungsrisikos unterzieht die Gesellschaft den gesamten Fuhrparkbestand hinsichtlich der Marktwerte einer quartalsweisen Risikoanalyse. Zur Quantifizierung des Risikos des gesamten Portfolios werden Forecastwerte der Schwacke GmbH herangezogen. Zwar herrschen am Gebrauchtwagenmarkt immer noch günstige Bedingungen, jedoch entfernt sich das Preisniveau inzwischen wieder deutlich von den Höchstständen der letzten 2 Jahre (s. auch oben). Dies spiegelt sich auch in den nachgebenden Prognosewerten. Im Gegensatz zu früheren Jahren, in denen optimistische Erwartungen zu einem fast bedeutungslosen Vermarktungsrisiko führten, erreichen die Risikowerte hier inzwischen wieder 4,3 Mio. EUR. Da wir künftig mit einer noch etwas anhaltenden Abkühlung und anschließenden Stabilisierung der Gebrauchtwagenpreise rechnen, dürfte das Vermarktungsrisiko zunächst noch leicht ansteigen, ohne jedoch wirklich bedenkliche Größenordnungen zu erreichen. Um die weitere Wertentwicklung auf den Gebrauchtwagenmärkten fortlaufend zu beobachten und zu überwachen, werden regelmäßige Analysen der historischen und fortlaufenden Vermarktungsergebnisse vorgenommen. OPERATIONELLES RISIKO Das operationelle Risiko (OpRisk) bezeichnet die Möglichkeit von Verlusten, die durch Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Rechtsrisiken sind in dieser Definition miteingebunden, sind aber nicht begrenzt auf Geldstrafen, Strafmaßnahmen, Schadenersatz aufgrund von Aufsichtsmaßnahmen sowie Vergleichszahlungen an Privatpersonen. In der Praxis stellen Risiken aus Prozessmanagement, externer Betrug und das Risiko von Systemausfällen die maßgeblichen potenziellen Risikoquellen dar. Des Weiteren können operationelle Risiken auch die Ursache für andere Risikoarten sein (z.B. Adressausfall-, Reputationsrisiken). Operationelle Risiken werden durch aufbauorganisatorische Vorkehrungen, dem umfassenden Regelwerk der schriftlich fixierten Ordnung sowie der Prozessbegleitung durch das Risikocontrolling gesteuert. Das Ziel einer wirksamen OpRisk-Organisationsstruktur erfüllt die Mobility Concept durch die Orientierung am Prozess zur Identifizierung und Bewertung der operationellen Risiken sowie durch die enge Zusammenarbeit mit einzelnen Organisationseinheiten. Für die Risikowerte wird jedoch ein Basisindikatoransatz verwendet, der sich maßgeblich über ein pauschaliertes Verfahren aus der Entwicklung der Leasingerträge ableitet. LIQUIDITÄTSRISIKO Unter dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr verstanden, dass die Gesellschaft ihren anfallenden Zahlungsverpflichtungen nicht in vollem Umfang oder nur mit zeitlichem Verzug nachkommen kann und der tägliche Betrieb oder die finanzielle Situation der Mobility Concept beeinträchtigt werden. Im Fall der Mobility Concept ist jedoch bis Ende 2023 zu berücksichtigen, dass aufgrund der eng verwobenen Leistungserstellung zwischen den einzelnen Unternehmen der MeinAuto Group die Liquiditäts- und Ertragsplanung auf Konzernebene erfolgt und damit die Liquiditätsentwicklung der Mobility Concept stark von Intercompany-Effekten überlagert wird. Ab 2024 besteht keine Dachgesellschaft in bisheriger Form der MeinAuto Group AG mehr und die MC wird in das Liquiditätsmanagement des neuen Eigentümers mit einbezogen. Die Finanzierung der MC erfolgt durch Eigenkapital, Innenfinanzierungen aus der operativen Tätigkeit sowie durch Fremdkapital. Die MeinAuto Group stellt dabei mit einer vorrausschauenden Finanzplanung sicher, dass ausreichend Liquidität zur Zahlung der fälligen Verbindlichkeiten zur Verfügung steht. Die Steuerung der Liquiditätsrisiken erfolgt durch die Abteilung "Treasury and Finance" auf Basis von Liquiditätsprognosen. Hierbei wird sichergestellt, dass auch die Kreditlinien der Mobility Concept großzügig ausgelegt sind und die Liquidität gesichert wird. Unbeschadet des damit eigentlich auf Gruppenebene angesiedelten Liquiditätsrisikos wurde für die Mobility Concept ein separates Konzept für Monitoring und mögliche Notfallmaßnahmen durch das Risikocontrolling erstellt, welches primär auf die Verfügbarkeit und Auslastung von kurz- und langfristigen Kreditlinien abstellt. KONZENTRATIONSRISIKEN Als Konzentrationsrisiken bezeichnet man die Auswirkung von Konzentrationseffekten auf vorhandene Risikoarten. Folglich stellen Konzentrationsrisiken keine eigenständige Risikokategorie dar. Im Aktivgeschäft sind für die Gesellschaft ausschließlich Konzentrationen im Bereich des Adressausfalls (Klumpenrisiko) bei Kunden und Garantiegebern als relevant zu betrachten. Um Risiken bei Adresskonzentrationen angemessen zu begegnen, legt die Gesellschaft Wert auf erstklassige Bonitäten. Das Kundenportfolio ist in seinen Branchen angemessen diversifiziert, wobei die vormals besonders von Corona betroffenen Branchen dabei nur einen äußerst geringen Anteil stellen. Zudem nimmt die Bedeutung einzelner Branchen im Gesamtportfolio aufgrund der hohen Zahl an Privatkunden immer mehr ab. Als Konzentrationen im Passivgeschäft sind mögliche Engpässe bei Refinanzierungspartnern denkbar. Mit der aktuell breiten Aufstellung der Refinanzierungsbasis über die gesamte Mobility Group wird diesem Risiko vorgebeugt. Künftig wird ein Teil des Passivgeschäfts voraussichtlich im Konzern des neuen Eigentümers Mobilize bzw. Renault angesiedelt sein. In welchem Umfang ist jedoch aktuell noch nicht genau bestimmbar. SONSTIGE RISIKEN Die sonstigen Risiken umfassen das Geschäftsrisiko, das strategische Risiko, das Beteiligungsrisiko, das Reputationsrisiko und rechtliche Risiken sowie Zahlungsverkehrsrisiken. Als Geschäftsrisiko versteht die Gesellschaft Verluste aus unerwarteten negativen Veränderungen des Geschäftsvolumens und/oder der Margen infolge verschlechterter Marktbedingungen, Veränderungen der Wettbewerbsposition oder des Kundenverhaltens sowie aufgrund geänderter wirtschaftlicher oder rechtlicher Rahmenbedingungen. Das Strategische Risiko entsteht durch fehlerhafte Einschätzung oder nicht rechtzeitiges Erkennen wesentlicher Entwicklungen im Leasingsektor und dadurch resultierenden fehlerhaften Managemententscheidungen zur strategischen Positionierung der Mobility Concept. Die Geschäftsführung überprüft regelmäßig die festgelegte Strategie und unterzieht somit das strategische Risiko einem qualitativen Monitoring, um so bei Bedarf das Geschäftsmodell bzw. die Geschäftsprozesse an geänderte Rahmenbedingungen anzupassen. Das Reputationsrisiko ist das Risiko negativer Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage der Mobility Concept durch eine negative Reaktion von Interessengruppen auf Geschäfte bzw. Vorgänge in der Gesellschaft, die auch durch andere Risiken ausgelöst sein können. Zum Management des Reputationsrisikos sind alle leitenden Angestellten der Mobility Concept verpflichtet, identifizierte Reputationsrisiken an die Geschäftsführung zu melden. Das Beteiligungsrisiko erstreckt sich ausschließlich auf die Beteiligung an der MeinAuto GmbH. Diese fungiert primär als Vertriebskanal und birgt auch keine eigenen Adress-, Zins- oder Vermarktungsrisiken. Da die MeinAuto GmbH zudem im Verbund der MeinAuto Group und zusammen mit den anderen Unternehmen der Gruppe auf Ebene der MAM gesteuert und überwacht wird, ist dies jedoch kein Einzelrisiko im engeren Sinn für Mobility Concept. Dies dürfte im Wesentlichen auch in der neuen Konstellation mit Mobility Concept als Tochtergesellschaft der Mobilize gelten. Rechtliche Risiken ergeben sich aus § 32 WPHG i.V.m. der European Market Infrastructure Regulation (EMIR). Die Relevanz für Mobility Concept besteht hier nur im Zusammenhang mit der ABS-Refinanzierung und der dort zur Sicherung eingesetzten Finanzderivate. Die damit verbundene Meldepflicht hat die Mobility Gruppe an Ihre Banken übertragen, die erforderlichen Prozesse und Kontrollen sind seitens der MAM eingerichtet. Für Zahlungsverkehrsrisiken ist aktuell der ZAG-Antrag gestellt, die Genehmigung steht noch aus. Unbeschadet dessen hat die Mobility Concept bereits ein Kontrollkonzept eingerichtet, mit täglicher Prüfung der ZAG relevanten Kundensalden und Sicherung der betroffenen Kundengelder auf einem Treuhandkonto. Das endgültige Sicherungsinstrument wird noch in Abstimmung mit der BaFin bestimmt. Die sonstigen Risiken werden singulär betrachtet als nicht wesentlich eingestuft. Zwar sind diese Risiken grundsätzlich gegeben und werden auch in der neuen Eigentümerstruktur erhalten bleiben, jedoch haben die Auswirkungen auf die Mobility Concept noch kein Ausmaß erreicht um diese als dauerhaft wesentliche Risiken einzustufen. Zur Abdeckung zusätzlicher negativer Auswirkungen aus sonstigen Risiken werden diese gleichwohl im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung gesamtheitlich einbezogen. Weitergehende Risiken hat das Unternehmen als nicht relevant eingestuft. GESAMTBILD DER RISIKEN Die Mobility Concept legt Wert auf ein ganzheitliches Risikomanagementsystem und stellt die Überwachung der Risikotragfähigkeit sowie eine frühzeitige Erkennung und Steuerung der Risiken sicher. Durch Eigenkapitalerhöhungen in 2022 und 2023 wie auch durch den aktuellen Substanzwert stehen den Risiken nach wie vor ausreichende Deckungspotentiale gegenüber. Zwar ist der sogenannte Auslastungsgrad des Deckungspotentials - also die Summe der bewerteten Risiken im Verhältnis zum erweiterten betriebswirtschaftlichen Eigenkapital - im Berichtsjahr leicht angestiegen und liegt zum 31. Dezember 2023 bei 10,0 %, jedoch bleibt er damit wie in den Vorjahren auf sehr niedrigem Niveau (2022: 8,8 %, 2021: 6,6 %). Die leichte Zunahme geht dabei primär auf den per 31.12.2023 geringeren Substanzwert zurück. Die Risikopositionen selbst sind vor allem wegen des deutlich geringeren Zinsänderungsrisikos in Summe etwas geringer als im Vorjahr (31.12.2023: 24,3 Mio. EUR / 31.12.2022: 28,1 Mio. EUR). Die Risikolage der Gesellschaft war damit im Berichtszeitraum gut und wird nach Einschätzung der Geschäftsführung auch weiterhin stabil bleiben. Auch unter Berücksichtigung der aktuellen Lage sind wesentliche geschäftsgefährdende Risiken aus heutiger Sicht nicht erkennbar.
Oberhaching, 21. Juni 2024 Mobility Concept GmbH Die Geschäftsführung Marc-Oliver Bucksch Rudolf Rizzolli Nicolai Braun Andreas Kühn |
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