DE.AL Investments GmbH
Same addressManufacture of plastic packing goods
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Bruno Willem Jozef Fijten since 3/9/2026 | Managing Director |
Matthias Leister since 6/17/2025 | Procura |
Viktor Alexander Merenda since 1/5/2016 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Tzortzis Rigas | 40.00% |
| 40.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Gartner Extrusion GmbHGundelfingen a. d. DonauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht über das Geschäftsjahr 2022der Gartner Extrusion GmbHGrundlagen des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion von Erzeugnissen aller Art und Handel mit sowie Vertrieb von Produkten aller Art, insbesondere die Be- und Verarbeitung von Metall in Form von Aluminiumprodukten. Sie unterhält an ihrem Firmensitz in Gundelfingen die Produktion und gehört zur GUTMANN Gruppe in Weissenburg. Als Teil der GUTMANN Gruppe ist Gartner Extrusion GmbH europaweit Marktführer im Bereich hochwertigster Aluminiumprofile mit engsten Toleranzen. Das Unternehmen besteht seit 2004 in seiner jetzigen Form und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 330 Mitarbeiter beschäftigt, davon 224 Gewerbliche Mitarbeiter, 83 Angestellte Mitarbeiter und 23 Auszubildende. Mit seinen hochwertigen Produkten bewegt sich das Unternehmen zu einem großen Teil in Spezialitätenmärkten, welche man mit Aluminiumprofilen für die Produktbereiche Pneumatik und Automatisation, Medizintechnik, Fassadenprojekte und Automotive-Systeme beliefert. Darstellung des Geschäftsverlaufs und Rahmenbedingungen Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung Die wirtschaftliche Entwicklung ähnelt seit Jahren aufgrund unterschiedlicher Krisen eher einer Achterbahnfahrt als einem Konjunkturzyklus. Nach Brexit, Corona-Pandemie, Lieferkettenproblemen hat nun der Ukraine-Krieg sowie eine anhaltende Inflation die Konjunkturaussichten im Laufe des Jahres 2022 deutlich eingetrübt. Nach dem deutlichen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) mit -4,6 % im Corona-Jahr 2020 und einem Wachstum im Jahr 2021 um 2,7% konnte das Jahr 2022 nicht an das Vorjahr anknüpfen und ist nur noch um 1,8 % gewachsen. Dieser Anstieg resultierte in erster Linie noch aus einem guten 1. Quartal mit +0,8 %, während der Anstieg im 2. und 3. Quartal nur noch moderat ausgefallen ist. Im vierten Quartal musste sogar ein Rückgang um -0,4 % hingenommen werden. Es ist also nicht gelungen, wieder an das Vorkrisenniveau des Jahres 2019 anzuknüpfen. Der Rückgang im Jahresverlauf ist begründet durch die Preissteigerungen und die damit verbundenen Kaufpreisverlusten der privaten Haushalte. Die Inflationsrate ist von bereits hohen 3,1% in 2021 auf nicht vorstellbare 6,9% im Jahresschnitt gestiegen. Steigende Zinsen haben Investitionsprojekte zurückgestellt und zu einem deutlichen Rückgang im Baugewerbe geführt. Die Lage in der Industrie hat sich v.a. durch den enormen Energiepreisanstieg sowie anhaltenden Problemen in den Lieferketten abgeschwächt. Für 2023 rechnen die Fachleute mit einer Stagnation bzw. sogar mit einer leichten Rezession, aber nicht mehr mit einem schweren Konjunktureinbruch. Nach einem schwachen ersten Halbjahr sollte sich die Konjunktur durch sinkende Inflationsraten und kräftig steigende Einkommen im 2. Halbjahr erholen. Die Prognosen in der Weltwirtschaft sind aufgrund der globalen Krisen noch schwieriger zu bewerten. Die IWF- Prognose für 2022 von 4,4 % musste im Jahresverlauf auf 3,2% reduziert werden und auch für 2023 rechnet das IWF mit einem schwierigen Jahr und nur noch mit einem Wachstum von 2,7%. Die Folgen einer Eskalation des Krieges in der Ukraine oder einer Besetzung Taiwans durch China würde die weltweite Konjunktur in einem nicht vorstellbaren Ausmaß belasten. Zum derzeitigen Zeitpunkt werden aber die Folgen des Krieges und die weiterhin hohe Inflation durch die positive Entwicklung in China nach dem Ende der Null-Covid-Strategie abgemildert. Auch die Zahlen der größten Volkswirtschaft der Welt, den USA, sagen eine weiche Landung statt einer Rezession voraus, da der Arbeitsmarkt und damit die Verbrauchernachfrage stabil bleiben. (Quellen: www.bmwk.de, IWF) Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr Die deutsche Aluminiumindustrie konnte sich dem deutschlandweiten Trend nicht entziehen und nach einem guten ersten Quartal ging der Auftragseingang im Jahresverlauf deutlich zurück und kulminierte in einem äußerst schwachen 4. Quartal. Aufgrund des hohen Auftragsbestandes konnte zwar bis ins 4. Quartal hinein auf hohem Niveau weiterproduziert werden, aber bereits im 4. Quartal ist die Produktion deutlich zurückgegangen. Die energieintensive Branche ist durch den drastischen Anstieg der Energiepreise ab Herbst 2021 stark unter Druck geraten. Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen wird stark davon abhängen, Lösungen für die zukünftige Energieversorgung zu vernünftigen Preisen zu finden. Auch der Einbruch in der Baubranche aufgrund der gestiegenen Zinsen ist nach vielen erfolgreichen Jahren ein weiteres Zeichen für die großen Herausforderungen der Zukunft. Nach dem herausragenden Jahr 2021 deuteten die Zahlen bis zur Jahreshälfte auf ein weiteres Rekordjahr hin, aber in der zweiten Jahreshälfte verzeichneten die deutschen Betriebe der Aluminiumindustrie sogar einen Rückgang der Produktion. Die Produktionsmenge von 2021 mit 610.000 Tonnen wurde somit um 3,3 % verfehlt und ging auf 590.000 Tonnen zurück. Die deutsche Nachfrage nach Aluminiumprofilen ist 2022 noch einmal auf 1.182.000 to gestiegen, aber für 2023 prognostiziert man einen Rückgang um -2,4 % auf 1.154.000 to. Der europäische Aluminiumprofilbedarf stagniert auf seinem Allzeithoch von 2021 mit ca. 3.750.000 to. Auch hier wird maximal mit einem leichten Rückgang für 2023 gerechnet. Diese Prognosen aus dem Dezember 2022 basieren auf den Vorhersagen einer milden Rezession für 2023. Nachdem die Auftragseingänge in 2021 mit 38,4% überproportional auf 660.000 to gewachsen sind, sah man hier im Jahresverlauf 2022 wieder einen deutlichen Rückgang um -23,5 % auf nur noch 506.000 to. Es sind v.a. die inländischen Bestellungen mit -24,8% deutlich zurückgegangen, aber auch die Bestellungen aus dem Ausland verzeichneten ein hohes Minus von -19,3%. Die Auslieferungen waren fast bis zum Jahresende durch den hohen Auftragsbestand aus dem Jahr 2021 gesichert, so dass mit 544.000 Tonnen die Vorjahresmenge wieder erreicht werden konnte. Dieses Wachstum war im inländischen Markt mit -2,6% leicht negativ, wurde aber durch den Exportzuwachs von +8,7% kompensiert. Im Gegensatz zum Vorjahr geht die deutsche Strangpressindustrie aber mit einem enorm niedrigen Auftragsbestand ins Jahr 2023. Der Rückgang der Produktionsmenge bei einem leicht gestiegenen Nachfragemarkt bedeutet leider auch einen Verlust von Marktanteilen auf dem heimischen Markt. Großer Gewinner des Jahres 2022 sind die türkischen Presswerke, welchen es gelang, mit in erster Linie billigem russischen Gas und Aluminium den Spitzenplatz der Importnationen mit einem Zuwachs von über 65 % zu erreichen. Moral scheint kein gängiger Wirtschaftsbegriff zu sein. Dieses türkische Wachstum von 47.000 to deckt nahezu allein die gestiegene Gesamt-Importmenge von 52.000 to (+7,3%) ab, da die europäischen Wettbewerber mit den gleichen Problemen wie die deutschen Werke zu kämpfen hatten. Der Start ins Jahr 2023 sowie der Ausblick ins erste Halbjahr ist daher sehr gedämpft und nahezu die gesamte Branche arbeitet deutlich unter ihrer Normalkapazität. Viele Kunden haben sich große Läger zur Versorgungssicherheit aufgebaut, welche nun in den ersten Monaten wieder abgebaut werden müssen. Aber für die Aluminiumindustrie gilt die gleiche Prognose wie für die Gesamtindustrie, so dass dieses schwache erste Halbjahr in der zweiten Jahreshälfte wieder weitgehend ausgeglichen werden sollte und es zu keiner starken Rezession kommen wird. (Quellen: AD - Aluminium Deutschland) Entwicklung der Gartner Extrusion GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr Das Unternehmen konnte 2022 das bereits sehr erfolgreiche Vorjahr in Bezug auf Umsatz, Absatz und Ergebnis noch einmal übertreffen. Selbst die Rückgänge im letzten Quartal konnten den Unternehmenserfolg nicht mehr einbremsen, haben aber das beste Jahr der Firmenhistorie knapp verhindert. Der Umsatz erreichte mit 127,8 Mio. € (Vj. 92,0 Mio. €) seinen höchsten Wert im Verlauf der Unternehmensgeschichte, natürlich getrieben durch hohe Rohmetallpreise, aber auch durch gestiegene Absatzzahlen in allen Unternehmensbereichen. Der Profilabsatz wurde leicht um 100 to auf 17.784 to gesteigert. Der bereits hohe Oberflächenabsatz konnte sogar deutlich um 156.000 qm auf 1.291.000 qm erhöht werden, was einem Wachstum von 14% entspricht. Auch der Umsatz in der mechanischen Bearbeitung ist um 8,4% auf 6.558 T€ gestiegen so wie die Verbundmenge sogar um 53% auf 701 Tlfm. zulegen konnte. Nach einem guten Jahresstart konnten die Auftragseingänge aber der Absatzentwicklung nicht mehr folgen, da ab April die Vorjahreswerte nicht mehr erreicht werden konnten. Zur korrekten Einschätzung muss man aber berücksichtigen, dass der Auftragseingang 2021 auf einem extrem hohen Niveau war, welches in keiner Weise abgearbeitet werden konnte. Kumuliert ist die Auftragseingangsmenge Profil um -16,6 % zurückgegangen, da v.a. im Maschinenbau die hohen Bestellzahlen aus China nicht mehr wiederholt werden konnten. Im Vergleich zum Wettbewerb mit -22,5% zum Vorjahr konnte das Minus aber im Rahmen gehalten werden. Besonders erfreulich ist der Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2018, in welchem ähnliche Absatzmengen realisiert werden konnten. Durch die Modernisierung einer Strangpressanlage konnte die Produktivität an dieser Presse um 258 kg/h gesteigert werden. Aber auch an der bestehenden Anlage konnte mit einem neuen Bolzenerwärmungsofen die Produktivität noch einmal leicht um 34 kg/h erhöht werden. In den Wertschöpfungs- und Folgeabteilungen, in welchen die Prozesse mit dem Gartner-OPEX-Programm (Operational Excellence) optimiert wurden, sehen wir Quantensprünge bei der Produktivität bzw. den Kennzahlen. Im Eloxal 3 wurden die spezifischen Leistungszahl des Jahres 2018 um 37% gesteigert, im Verbund beim Prozess Hobeln um 35% und in der Verpackung um 39%. Dies ging einher mit einer Verbesserung der Qualität bei der Reklamationsquote um -8% und bei den Reklamationskosten um -32%. Unterstützt wurde dieser Prozess auch durch die Etablierung eines übergreifenden Shopfloor-Management-Systems. Schlussendlich ist es in Zeiten eines hohen Arbeitskräftemangels gelungen, das hohe Niveau des Rekordjahres 2018 mit ca. 30 Mitarbeitern und 6 Leiharbeitskräften weniger zu realisieren. Ähnlicher Absatz bei einem um 10% geringeren Personaleinsatz bedeutet eine signifikante Ergebnisverbesserung des Unternehmens. Darstellung der Lage Vermögenslage Gegenüber dem Vorjahr ergab sich bei der Vermögensstruktur wiederum eine deutliche Erhöhung. Die Bilanzsumme ist um 6,6 Mio. € bzw. um 13,3% auf 55,9 Mio. EUR gestiegen. Dies resultiert auf der Passivseite der Bilanz v.a. aus Veränderungen beim Eigenkapital sowie bei den Rückstellungen. Der Jahresüberschuss konnte deutlich nach 2,3 Mio. € im Vorjahr auf 4,3 Mio. € in 2023 gesteigert. Der Vorjahresüberschuss aus 2021 wurde im Unternehmen belassen und erhöht entsprechend den Gewinnvortrag auf 12,4 Mio. €. Im Eigenkapital konnte somit im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Steigerung um 4,3 Mio. € auf 21,7 Mio. € realisiert werden. Die Rückstellungen sind um 2,9 Mio. € auf 13,4 Mio. € ebenfalls noch einmal deutlich gestiegen. Die Rückstellungen für Pensionen konnten aufgrund der wieder steigenden Zinsen unverändert auf dem Niveau von 6,0 Mio. € gelassen werden. Deutliche Erhöhungen haben wir dagegen mit 1,2 Mio. € bei den Steuerrückstellungen sowie mit 1,7 Mio. € bei den sonstigen Rückstellungen. Die Verbindlichkeiten sind leicht auf 20,5 Mio. € gesunken. Gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,1 Mio. € sowie aus Sonstigen Verbindlichkeiten um 1,3 Mio. € stehen deutlich niedrigere Verbindlichkeiten um 3,7 Mio. € ggü. verbundenen Unternehmen gegenüber. Die Anteile des Anlagevermögens an der Bilanzsumme sind mit 14,1 Mio. € nahezu unverändert zum Vorjahr geblieben. Aufgrund des geplanten Neubaus haben sich nur die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau deutlich auf 1,5 Mio. € erhöht Im Umlaufvermögen sind die Vorräte aufgrund des hohen Rohmaterialpreises und einer Lagererhöhung bei den Unfertigen Erzeugnissen um 2,4 Mio. € auf 18,6 Mio. € angestiegen. Bei den Forderungen sieht man einen starken Anstieg um 2,7 Mio. € auf 18,5 Mio. €, der v.a. aus den Forderungen auf Lieferungen und Leistungen resultiert. Durch die Streichung der Skontovereinbarungen mit den Kunden haben sich die Außenstände entsprechend erhöht. Schecks, Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten haben sich mit +0,9 Mio. auf 3,5 Mio. € erhöht. Der Jahresabschluss erfolgte unter äußerst vorsichtiger Bewertung und die Regeln der verlustfreien Bewertung für sämtliche erkennbaren Risiken wurden durch entsprechende Abwertungen oder Rückstellungsbildungen berücksichtigt. Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben auf die Vermögenslage keinen nennenswerten Einfluss. Finanzlage Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Mio. € gestiegen, zum Jahresende standen ausreichende Kontokorrentlinien der Banken zur Verfügung, um allen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Darüber hinaus ist die Gesellschaft in den Finanzverbund der GUTMANN - Gruppe eingebunden. Die langfristigen Darlehen wurden ebenfalls planmäßig getilgt. Ertragslage Nach einem trotz Corona-Pandemie und Lieferkettenproblemen überaus erfolgreichen Jahr 2021 mit einem Jahresüberschuss von 2,3 Mio. € ist es gelungen, dieses Ergebnis in 2022 trotz stark gestiegener Energiepreise mit 4,3 Mio. € deutlich zu übertreffen. Ursächlich für diese positive Entwicklung sind neben den gestiegenen Nettoproduktionsleistungen in allen Unternehmensbereichen (Presswerk, Oberflächenabteilungen, Mechanische Bearbeitung und Verbund) aber v.a. die stark gestiegenen Leistungskennzahlen in den Produktionsabteilungen. Es war dadurch möglich, mit einem deutlich wirtschaftlicheren Personaleinsatz diese gestiegenen Mengen zu produzieren. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Zukünftige Entwicklung Gartner Extrusion ist es in den letzten 5 Jahren gelungen, mit der konsequenten Umsetzung seiner Strategie 2022: Gartner Extrusion - intelligent gemeinsam vernetzt mit den drei Säulen Zukunftssicherung, Firmen- und Führungskultur sowie die Einbindung aller Partner das Unternehmen auf eine neue Stufe zu heben und einhergehend mit einer permanenten Leistungssteigerung eine stetige Ergebnisverbesserung zu etablieren. Die hohen Investitionen in das Kerngeschäft Aluminiumpressen haben die Produktivität noch einmal deutlich gesteigert und auch hier ist noch genügend zusätzliches Potential vorhanden. Eine Erfolgsgeschichte ist die Einführung und konsequente Umsetzung des Lean-Programms OPEX bei Gartner Extrusion. In allen Produktionsbereichen konnten die Kenn- und Leistungszahlen deutlich gesteigert werden und man realisiert mit dieser Methode auch weiterhin eine jährliche, notwendige Verbesserung. Zusätzlich wurden die Arbeitsplätze und ihr Umfeld betrachtet und nach ergonomischen Gesichtspunkten zur Entlastung der Mitarbeiter umgestaltet. Das übergreifende Shopfloor Management System wurde nun erfolgreich in allen Produktionsabteilungen etabliert und die komplette Kaskade von der Schicht zur Geschäftsführung wurde umgesetzt. Auch dies hat deutlich zur Verbesserung beigetragen, da schneller auf Veränderungen, Probleme oder Fehler reagiert wird. Das Potential eines Unternehmens muss sich aber nicht nur in guten Zeiten beweisen, sondern auch in konjunkturell schwächeren Phasen. Nach drei sehr erfolgreichen Jahren trotz Corona-Pandemie und Lieferkettenproblemen steht die deutsche wie auch die globale Industrie zum Jahreswechsel 2022/2023 am Rande einer Rezession. Der Ukraine-Krieg mit seinen großen Herausforderungen hinsichtlich Gasversorgung und explodierenden Energiepreisen hat zu einem deutlichen Nachfragerückgang v.a. in der energieintensiven Aluminiumbranche geführt und für 2023 eine konjunkturell schwächere Phase eingeleitet. Gartner Extrusion hat dieser Realität mit seiner Planung 2023 bereits früh Rechnung getragen und sich auf einen Rückgang der Absatzmenge um ca. 10% eingestellt. Die Nachfrage im Baubereich nach Großobjekten im Fassadenbau hat aufgrund der hohen Rohmetallpreise und der gestiegenen Zinsen einen Dämpfer erhalten und man rechnet erst wieder in 2024 mit der Ausführung interessanter Großprojekte. Generell wird für die gesamte Baubranche erst wieder in 2024 ein positives Wachstum prognostiziert. Die Kunden im Maschinenbau erwarten nach einem hervorragenden Jahr 2023 eine Seitwärtsbewegung in 2024, gehen aber von keinen signifikanten Rückgängen aus. Leider haben aber viele Kunden in diesem Bereich aus Versorgungsangst ihre Läger in den letzten 2 Jahren gut gefüllt und bauen im ersten Halbjahr erst einmal diesen Bestand ab. Gleiches gilt für viele Industriekunden, welche zwar auch kein Wachstum sehen, aber ihren Auftragsbestand mit ihrem vorhandenen Lager erst einmal bedienen können. Die Automotive-Kunden bei Gartner starten dagegen recht zuversichtlich ins Jahr 2023, da die Abrufzahlen v.a. im Premium-Segment konstant hoch sind. Hier zeichnet sich eher ein Arbeitskräfteproblem ab, welches eine Steigerung der Abnahmezahlen verhindern könnte. Der Auftragsbestand betrug per 31.12.2022 19,1 Mio. €. Dies entspricht in etwa einer Auslastung von 2 Monaten. Gartner Extrusion ist trotz dieser Konjunkturdelle in 2023 vom Wachstumspotential der Aluminiumanwendungen, welchen bis 2050 eine Steigerung um 50% prognostiziert wird, überzeugt und hat mit der Planung und Umsetzung eines zusätzlichen Werkes auf dem eigenen Unternehmensgelände begonnen. Bis zum Jahresbeginn 2025 ist die Realisierung einer neuen Halle mit einer Strangpressanlage, einem Lager- und Logistiksystem sowie einer neuen Eloxalanlage geplant. Die Investitionssumme allein dafür beträgt ca. 30 Mio. €. In einem zweiten Schritt soll im Jahr 2026 eine weitere Strangpressanlage installiert werden, so dass der Markt dann mit drei Pressen und einer Gesamtmenge von 25.000 Tonnen bedient werden kann. Risiken Natürlich müssen zu Beginn des Jahres 2023 und mit dem Eintritt in das 2. Kriegsjahr die Risiken sehr kritisch betrachtet werden. Deutschland musste im 4. Quartal 2022 einen Rückgang des BIP um -0,4% hinnehmen und auch für das erste Quartal rechnet Fachleute mit einem leichten Minus, was bei zwei negativen Quartalen eine technische Rezession bedeuten würde. Gleichzeitig sind aber die Erwartungen seit Oktober in der Industrie, im Handel und bei den Dienstleistungen lt. ifo-Umfrage deutlich gestiegen und man erwartet nach einem schwachen 1. Halbjahr eine entsprechende Erholung im 2. Halbjahr, so dass man in 2023 von einer Stagnation bzw. maximal einer milden Rezession ausgeht. Belastet wird das Jahr 2023 sicherlich von einer weiterhin hohen Inflation zwischen 6% und 7%, was die Kauflaune sicherlich nicht steigern wird. Bei den Energiepreisen sind zwar die Allzeithochs der zweiten Jahreshälfte 2022 überwunden, aber die Preise sind dennoch ein Vielfaches über dem Niveau der Jahre bis 2021. Energie wird ein Hauptrisiko bleiben, da die energieintensive Branche im Vergleich zu Wettbewerbern aus der Türkei oder den USA einen klaren und dauerhaften Kostennachteil kompensieren muss. Als eines der größten Probleme überhaupt muss nach wie vor das Vorkrisenproblem Arbeitskräftemangel gesehen werden, welches sich in den letzten 2 Jahren noch einmal deutlich verstärkt hat. Es ist eine große Herausforderung, neben dem Ersatz der Renteneintritte bzw. der normalen Fluktuation hinausgehend den Mitarbeiterstamm auszubauen. Es wurde zwar die die Anzahl der Ausbildungsplätze erhöht, um mit eigenem Nachwuchs die Stellen zukünftig zu besetzen. Aber die Suche nach Auszubildenden steht vor den gleichen Herausforderungen wie bei normalen Arbeitskräften. Das Recruiting neuer Mitarbeiter über Social Media Kanäle ist dafür ein guter Weg, aber nicht die Lösung aller Probleme. Generell sind die Risikoherde in den letzten Jahren mit Brexit, Pandemie, Aggression und Krieg, Handelsfriktionen, usw. scheinbar gewachsen und es ist als Unternehmen umso wichtiger wichtig, darauf schnell, geplant und kompetent zu reagieren. Chancen Die Kundenstruktur von Gartner Extrusion ist überdurchschnittlich auf Kunden und Branchen ausgerichtet, die bedeutend bei Zukunftsthemen und -technologien sind bzw. in ihren Produktsegmenten als führend in Deutschland und auf dem weltweiten Markt gelten. Die Konzentration auf hochwertige Aluminiumanwendungen für die Produktbereiche Automotive, Maschinenbau/Automatisierung sowie Fassadenobjekte hat in allen drei Bereichen zu stetigem Wachstum sowohl bei bestehenden Kunden als auch durch neuakquirierte Kunden geführt. Neben diesen drei Produktmanagements wird der Markt in den Vertriebsgebieten auch mit der schlagkräftigen Vertriebsorganisation der Gutmann Gruppe bearbeitet. Hierbei ist man nah am Markt und den Kunden und prognostiziert auch hier noch ein großes zusätzliches Wachstumspotential. Aus diesem Grund hält man trotz hoher Baukosten und gestiegener Zinsen an der Entscheidung in die Investition eines neuen, zusätzlichen Werkes auf dem bestehenden Firmengelände fest. Durch die Installation einer dritten Presse wird die Kapazität von Gartner Extrusion sowie der gesamten Gutmanngruppe signifikant erhöht. Gartner befindet sich seit Jahren immer wieder an der absoluten Kapazitätsgrenze und kann mit der zusätzlichen Kapazität von 8.000 to das stetige Wachstum seiner Kunden weiterbegleiten und flexibel auf hohe Bedarfe, wie in 2021 und 2022 gefordert, reagieren. Mit dem Bau einer neuen Eloxalanlage werden die zwei bestehenden Altanlagen stillgelegt und man kann seine Kapazitäten v.a. im Spezialitäteneloxal deutlich erweitern. In Zeiten hoher Energie- und Chemiepreise sind mit einer neuen Anlage signifikante Einsparungen im Gas- sowie im Chemieverbrauch möglich. Durch den hohen Automatisierungsgrad des neuen Werkes ist es das Ziel, den zusätzlichen Absatz mit der gleichen Personalstärke zu realisieren. Die Strategie 2022: Gartner Extrusion - intelligent gemeinsam vernetzt wird nun auf Basis dieser Investition abgelöst von der neuen Strategie, welche sich über einen Zeitraum mit allen Maßnahmen erstreckt, bis das neue Werk komplett ausgelastet ist. Die Vorstellung der Strategie erfolgt im Laufe des Jahres 2023.
Gundelfingen, im März 2023 Alexander Merenda, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2022Gartner Extrusion GmbHI. Allgemeine Angaben Sitz der Gartner Extrusion GmbH ist Gundelfingen a. d. Donau. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 20387 im Register des Amtsgerichts Augsburg eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Aufstellung der Bilanz wird die Gliederung gemäß § 266 Abs. 1 Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 275 Abs. 2 HGB in der Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig vier Jahre zugrunde gelegt. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen angesetzt. Folgende Nutzungsdauern werden angewandt:
Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter werden in Übereinstimmung mit den steuerrechtlichen Vorschriften im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten abzüglich entsprechender Reichweitenabschläge angesetzt. Für die Bewertung der Rohstoffbestände an Aluminium wird ein Durchschnittswert angesetzt. Zur Beachtung des Niederstwertprinzips erfolgt der Vergleich mit dem Börsen- und Marktpreis (LME-Beschaffungspreis) bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, ermittelt auf der Grundlage einer Vollkostenkalkulation für die einzelnen Produkte. In den Herstellungskosten sind anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung mit 2 % auf die Netto-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausreichend Rechnung getragen. Zu den aktiven latenten Steuern lagen entsprechende Berechnungen vor. Soweit aktive und passive latente Steuern bestehen wird eine Saldierung vorgenommen und der Überhang aus der Saldierung der aktiven mit den passiven latenten Steuern ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der Projected Unit Credit Method (PUC) errechnet. Die Erfolgswirksamkeit aus der Änderung des Abzinsungssatzes gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB ist im Personalaufwand erfasst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Der Ansatz erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Künftige Preis- und Kostensteigerungen zum Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden angemessen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Erhaltene Zuschüsse aus Mitteln der Richtlinie über die Gewährung von Billigkeitsleistungen zur temporären Kostendämpfung des Erdgas- und Strompreisanstiegs wurden als Sonderposten passiviert. Sie werden entsprechend dem Vorbehalt der endgültigen Prüfung nach Vorlage einer Schlussabrechnung als Billigkeitsleistung vollständig aufgelöst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind unter Beachtung des § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen und aus der Umrechnung von monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in Fremdwährung zu Stichtagskursen resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. III. Angaben zur Bilanz zum 31.12.2022 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 34.291 € (davon Forderungen gegen Gesellschafter (§ 42 Abs. 3 GmbHG) 23.590 €) und sonstige Vermögensgegenstände (Darlehen) in Höhe von 5.000.000 €. Aktive latente Steuern
Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaft- und Gewerbesteuer mit 28,1 %. Ausschüttungssperre Zum 31.12.2022 unterliegt nach § 268 Abs. 8 HGB ein Betrag von 1.225.151 € den Regelungen der Ausschüttungssperre. Der Betrag betrifft in voller Höhe die aktiven latenten Steuern. Pensionsrückstellungen Die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen erfolgt nach der Projected Unit Credit Method (PUC). Als biometrische Rechnungsgrundlagen für die Sterbens- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten sind die Heubeckschen 'Richttafeln 2018 G' verwendet. Im Berichtsjahr wird der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzinssatz von 1,79 % (Vj. 1,87%) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Rentenanpassungen sind mit 1,75 % eingerechnet. Lohn- und Gehaltstrends sind in angemessener Höhe berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 388.359 €. Da die frei verfügbaren Rücklagen mindestens dem Unterschiedsbetrag entsprechen, kann der Gewinn ausgeschüttet werden. Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten, Art und Form der Sicherheiten der Verbindlichkeiten sind in der Anlage zum Anhang dargestellt. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die unter den Haftungsverhältnissen ausgewiesenen Beträge entfallen vollständig auf verbundene Unternehmen. Aus der Mithaftung bzw. gesamtschuldnerischen Haftung im Sinne einer Liquiditätsgarantie wird das Unternehmen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht in Anspruch genommen werden. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen:
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Märkten zeigt die folgende Tabelle:
V. Sonstige Angaben Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt sind zusätzlich 23 Auszubildende beschäftigt. Geschäftsführung Alexander Merenda Mutterunternehmen Oberstes Mutterunternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 290 HGB ist die GSI German Service International AG mit Sitz in Weißenburg. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht werden. Honorar des Abschlussprüfers Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss. VI. Vorschlag zur Verwendung des ErgebnissesDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor den Jahresüberschuss 2022 in Höhe von 4.290.983 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Gundelfingen, den 16.03.2023 Gartner Extrusion GmbH Alexander Merenda, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2022
Verbindlichkeitenspiegel 2022
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von 8.272.185,52 € (Vj.: 6.941.533,56 €) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 5.000.000,00 € (Vj.: 10.000.000,00 €) sonstige Verbindlichkeiten (Darlehen). sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 25.07.2023 festgestellt. BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die Gartner Extrusion GmbH, Gundelfingen Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Gartner Extrusion GmbH, Gundelfingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Gartner Extrusion GmbH, Gundelfingen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Kronach, den 31. März 2023 Wolfgang Bijok, Wirtschaftsprüfer |
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