Bietigheimer Mediengesellschaft mbH
Kronenbergstraße 10, 74321 Bietigheim-Bissingen, DEUMaster Data
Basic information of the organization
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Stefan Gläser since 8/30/2006 | Managing Director |
Beneficial Owners
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Unresolved chains (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
| 98.00% |
Shareholders
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Neue Pressegesellschaft mbHGöppingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2016I. Allgemeine Angaben Die Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen, ist im Handelsregister in der Abteilung B des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer 530397 eingetragen. Die Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen, ist die alleinige Komplementärin der Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG, Ulm. Es wurden die Vorschriften der §§ 290 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) angewandt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2016 wurde erstmalig die Neudefinition der Umsatzerlöse im Sinne des BilRUG angewendet. Es wurde ein Teilbetrag von TEUR 6.373 (Vorjahr TEUR 7.687) von den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse umgegliedert. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen wurde nicht vorgenommen. Die Umsatzerlöse des Vorjahres hätten TEUR 191.820 betragen. Aufgrund der ab dem Jahr 2010 geltenden Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ergaben sich auch im Berichtsjahr Auswirkungen hinsichtlich der Pensionsrückstellungen, die in Folge des BilRUG in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Vorjahr: außerordentliche Aufwendungen) erfasst wurden. Aufgrund von Anpassungen an die Konzernrechnungslegungsrichtlinien wurden in 2016 die Bezüge der Pressezustellgesellschaften ingesamt im Materialaufwand (Aufwendungen für bezogene Leistungen) erfasst, die im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Vertriebskosten) erfasst worden waren. Diese Änderung betrifft das Jahr 2016 mit TEUR 32.760; das Vorjahr wurde mit TEUR 26.401 angepasst (Erhöhung Materialaufwand und Verringerung sonstige betriebliche Aufwendungen). II. Konsolidierungskreis/assoziierte Unternehmen Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen und die assoziierten Unternehmen ergeben sich aus der nachfolgenden Aufstellung des Anteilsbesitzes. Für die konsolidierten Tochterunternehmen werden grundsätzlich die Befreiungsvorschriften hinsichtlich der Offenlegung nach § 264 Abs. 3 HGB (für Kapitalgesellschaften) und nach § 264b HGB (für Personengesellschaften) in Anspruch genommen. Gemäß § 313 Abs. 3 HGB unterbleiben die Angaben teilweise für drei Tochterunternehmen, da erhebliche Nachteile für diese Unternehmen entstehen könnten. Der Konsolidierungskreis erweiterte sich aufgrund von Vereinheitlichungsaspekten im Berichtsjahr um folgende vollkonsolidierte Tochterunternehmen:
Folgende Tochterunternehmen wurden in 2016 aufgrund von Vereinheitlichungs- und Vereinfachungsgründen endkonsolidiert:
Die Endkonsolidierungen betreffen ausschließlich Pressezustellgesellschaften und Komplementärgesellschaften, während es sich bei den Erstkonsolidierungen um Servicegesellschaften handelt, die bereits bisher nur Konzerndienstleistungen erbracht haben. Aus den Erst- und Endkonsolidierungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns. Hinsichtlich der Ertragslage bzw. dem Konzern-jahresüberschuss sind ebenfalls grundsätzlich keine wesentlichen Effekte festzustellen. Es ist aber anzumerken, dass aufgrund der Endkonsolidierung von Pressezustellgesellschaften sich eine Verminderung des Personalaufwands und eine korrespondierende Erhöhung des Materialaufwands (Aufwendungen für bezogene Leistungen) in 2016 ergaben. Im Jahr 2015 waren die endkonsolidierten Pressezustellgesellschaften mit einem Anteil von Mio. EUR 15,1 im Personalaufwand enthalten; diesbezüglich ergab sich eine Erhöhung der Aufwendungen für bezogene Leistungen in 2016. Aus den Erstkonsolidierungen der drei vorgenannten Gesellschaften, die grundsätzlich ergebnisneutrale Auswirkungen zur Folge hatten, ergab sich in 2016 eine Erhöhung des Personalaufwands von Mio. EUR 6,1, dem eine Verringerung der Kostenpositionen Materialaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen gegenübersteht. Die im Anteilsbesitz als "Nicht konsolidierte Tochterunternehmen" aufgeführten Gesellschaften (Blatt 7 und 8) sind gemäß § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 einbezogen worden. Die Anschaffungskosten der Anteile an diesen Unternehmen wurden in der Konzernbilanz unter Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2016 sind sieben assoziierte Gesellschaften gemäß § 311 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung zu fortgeführten Anschaffungskosten von insgesamt TEUR 135 bewertet. Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2016
1) Einbeziehung in den Konzernabschluss gemäß § 290 Abs. 1 und § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB 2) Keine Angabe gemäß § 313 Abs. 3 HGB Für die vorgenannten konsolidierten Tochterunternehmen werden die Befreiungsvorschriften hinsichtlich der Offenlegung nach § 264 Abs. 3 HGB (für Kapitalgesellschaften) und nach § 264b HGB (für Personengesellschaften) in Anspruch genommen, soweit auch alle anderen Voraussetzungen (insbesondere Verlustübernahmeverpflichtungen) erfüllt werden. Teilweise werden auch Befreiungsvorschriften zur Aufstellung bzgl. Jahresabschluss/Lagebericht nach § 264 Abs. 3 HGB (für Kapitalgesellschaften) in Anspruch genommen. Die bisher konsolidierten Gesellschaften "Urban" Amtsblatt Verlag GmbH, Freienwalder Kurier GmbH und MZV Märkischer Zeitungsverlag GmbH & Co. KG wurden in 2016 auf die konsolidierten Tochterunternehmen NAK Neue Anzeigen und Kommunalblatt GmbH & Co. KG und Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG verschmolzen.
1) Vorjahresabschlusswerte, da Jahresabschluss 31.12.2016 noch nicht vorliegt 2) vorläufiger Abschluss zum 31.12.2016 III. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses (1. Januar 2000) bzw. nach der Neubewertungsmethode ab 2010. Die sich insgesamt aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden historischen Firmenwerte von TEUR 28.218 (Vorjahr TEUR 28.275) wurden aktiviert. Die Firmenwerte wurden bzw. werden gemäß der Nutzungsdauer über Zeiträume von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Aus der Konsolidierung der Unternehmen der MMH-Gruppe (Frankfurt/Oder) wurden zum 31. Dezember 2012 folgende stille Reserven im Rahmen der Neubewertungsmethode aufgedeckt und diese werden ab 2013 wie folgt abgeschrieben:
Aus der Konsolidierung eines Erwerbs von zusätzlichen Anteilen an einem bereits vollkonsolidierten Unternehmen in 2014 und 2015 und der Erstkonsolidierung eines Unternehmens in 2015 wurden folgende stille Reserven im Rahmen der Neubewertungsmethode aufgedeckt und ab 2014 bzw. 2015 wie folgt abgeschrieben:
Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Die passivischen Unterschiedsbeträge von TEUR 4.443 (Vorjahr TEUR 4.419) wurden unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" ausgewiesen. Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung betrifft Gewinnthesaurierungen zwischen Gründung/Anteilserwerb und Erstkonsolidierung. Ein passivischer Unterschiedsbetrag aus einem Kauf in 2012 (historisch TEUR 785) wurde ab dem Erwerbszeitpunkt über die Rest-nutzungsdauer der nicht-monetären Vermögenswerte von 4 Jahren aufgelöst. Der restliche Auflösungsbetrag von TEUR 147 wird in 2016 in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Aus den Erstkonsolidierungen ergaben sich in 2016 Unterschiedsbeträge von TEUR 187. Aufgrund der Endkonsolidierungen ergaben sich Abgänge von TEUR 16. Im Rahmen der Equity-Bewertung wurden elf assoziierte Unternehmen nach der Buchwertmethode (§ 312 Abs. 1 HGB) zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses (1. Januar 2000) in den Konzernabschluss einbezogen. Die sich insgesamt aus der Equity-Konsolidierung ergebenden historischen aktivischen Unterschiedsbeträge von TEUR 20.569 (Vorjahr TEUR 20.569) wurden aktiviert und wurden bzw. werden über vier bzw. fünf Jahre abgeschrieben. Die passivischen Unterschiedsbeträge von TEUR 1.828 (Vorjahr TEUR 1.828) wurden erfolgsneutral dem Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter (Gewinnrücklagen) zugeordnet und erhöhten gleichzeitig den Beteiligungsbuchwert, da die passivischen Unterschiedsbeträge darauf zurückzuführen sind, dass Gewinne der assoziierten Unternehmen nach Erwerb der Anteile, aber vor dem Stichtag der Erstkonsolidierung thesauriert worden sind. Die Beteiligungsbuchwerte wurden um anteilige Jahresüberschüsse bzw. -fehlbeträge und Dividendenausschüttungen fortentwickelt. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungsgesellschaften aufgerechnet. Bei der Konsolidierung auftretende Aufrechnungsdifferenzen wurden erfolgswirksam behandelt. Die verbleibenden Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die nicht konsolidierten Konzernunternehmen. Bei der Konsolidierung der Aufwands- und Ertragsposten sind die konzerninternen Umsätze zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wie auch die anderen Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der Empfänger verrechnet worden. Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus der Aufdeckung der stillen Reserven im Rahmen der Kapitalkonsolidierung. Die Auflösung richtet sich nach der Abschreibung der neubewerteten Vermögensgegenstände und beträgt TEUR 358 in 2016. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen bilanzieren zum 31. Dezember. Die Bewertung im Konzern erfolgte nach einheitlichen Grundsätzen. AKTIVA Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Firmenwerte aus der Kapital-konsolidierung wurden bzw. werden gemäß der Nutzungsdauer über einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Entgeltlich erworbene Firmenwerte, die aus in 2012 neukonsolidierten Unternehmen stammen, wurden in 2016 planmäßig auf Null abgeschrieben. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschrei-bungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen überwiegend linear. Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften abgeschrieben. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden grundsätzlich zum anteiligen Reinvermögen bilanziert. Aktivische Unterschiedsbeträge/Firmenwerte wurden vor 2010 über vier Jahre und werden ab 2013 über fünf Jahre abgeschrieben. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Tagespreisen, die unfertigen und fertigen Erzeugnisse mit Herstellungskosten bewertet, in die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen sind. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Lagerrisiken und andere wertmindernde Umstände wurden durch Bewertungsabschläge berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit ihrem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen und das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Körperschaftsteuerguthaben sind mit dem Barwert unter Verwendung eines Zinssatzes von 4,2 % aktiviert. Wertpapiere, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die flüssigen Mittel sind mit ihrem Nennwert ausgewiesen. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Es wurden vorausbezahlte Ausgaben abgegrenzt. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Die aus zugunsten eines Versorgungsempfängers verpfändeten Rückdeckungsversicherungen resultierenden Aktivwerte (Anschaffungskosten/beizulegender Wert) von TEUR 405 wurden im Geschäftsjahr 2016 mit dem in Höhe von TEUR 333 angesetzten Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen saldiert. Der übersteigende Wert von TEUR 72 wurde als aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung ausgewiesen. PASSIVA Rückstellungen für Pensionen Zum 1. Januar 2010 ergab sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG eine Unterdotierung. Die Gesellschaft hat sich für die Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB und einer Verteilung der erforderlichen Zuführung über den längstmöglichen Zeitraum von 15 Jahren entschieden. Zum 31. Dezember 2016 beträgt der nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag der Unterdotierung TEUR 505. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen gemäß versicherungsmathematischen Gutachten zum 31. Dezember 2016 basiert auf folgenden Parametern:
Der Zinsaufwand aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen beträgt saldiert insgesamt TEUR 202 und wurde im Finanzergebnis ausgewiesen. Der positive Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen bei Verwendung des 10-Jahres-Rechnungszinssatzes gegenüber der Bewertung bei Verwendung des bisherigen 7-Jahres-Rechnungszinssatzes ergibt, beträgt TEUR 521 (§ 253 Abs. 6 HGB). Zur Abdeckung des Risikos wurden für Teilbeträge Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die verpfändet wurden. Dementsprechend ergibt sich gemäß § 246 Abs. 2 HGB folgender saldierter Ausweis in Bilanz und GuV (bezogen auf Teilbeträge der Pensionsrückstellungen):
Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet worden. Bei der Bewertung der Altersteilzeitrückstellungen wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:
Es wurden verpfändete Wertguthaben nach § 246 Abs. 2 HGB in Höhe von TEUR 430 (Nominalwert = Anschaffungskosten/beizulegender Zeitwert) mit den Altersteilzeitrück-stellungen von TEUR 501 zum 31. Dezember 2016 verrechnet. Im Finanzergebnis wurden hierfür Zinsaufwendungen von TEUR 8 mit Zinserträgen von TEUR 5 verrechnet. Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wurde entsprechend den bis zum Bilanzstichtag angedienten Beträgen für jeden begünstigten Mitarbeiter einzeln berechnet. Der Rückstellungsbetrag wurde dann unter Abzinsung und unter Berücksichtigung eines Flukuationsabschlags und anteiliger Sozialversicherungsbeiträge ermittelt. Die Abzinsung erfolgte mit einem Zinssatz von 3,24 %. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Es wurden vorausbezahlte Einnahmen abgegrenzt. V. Angaben zur Bilanz Entwicklung des Anlagevermögens
Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen hauptsächlich den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen vor allem sonstige Forderungen. Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge von TEUR 6 (2015 TEUR 136) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Konzernbilanzgewinn Der Bilanzgewinn 2016 entspricht dem der Muttergesellschaft Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter Der Ausgleichsposten betrifft mit TEUR 33.856 (2015 TEUR 32.697) die Kommanditisten der Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG, Ulm, und enthält im Wesentlichen das Kommandit-kapital der Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG, sowie Rücklagen, Gewinn- und Verlustvorträge und den anteiligen Konzernjahresüberschuss. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der passivische Unterschiedsbetrag hat Eigenkapitalcharakter. Verbindlichkeiten Der Verbindlichkeitenspiegel stellt sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten und die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ebenfalls überwiegend sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen hauptsächlich den Liefer- und Leistungsverkehr. Latente Steuern aus Einzelabschlüssen (§ 274 HGB) Es bestehen insbesondere Aktivlatenzen (vor allem bei immateriellen Vermögensgegenständen, Sach- und Finanzanlagen, Pensions- und sonstige Rückstellungen) aus sogenannten Handelsbilanzen I. Saldiert ergeben sich Differenzen von TEUR 13.214 (Vorjahr TEUR 13.637), die zu aktiven latenten Steuern führen würden. Die maßgebenden Gewerbesteuersätze würden rd. 13 % betragen. Entsprechend dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 HGB wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden aufgrund des Wahlrechts nicht angesetzt. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern haben sich um TEUR 497 auf TEUR 1.638 verringert. Die Veränderung betrifft eine erfolgswirksame Auflösung von TEUR 358 und eine erfolgsneutrale Anpassung von TEUR 139. VI. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2016 bestehen folgende aus der Bilanz nicht ersichtliche finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten:
Es bestehen Resteinzahlungsverpflichtungen für Kommanditeinlagen und bedungene Einlagen von TEUR 122. Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus mehreren Optionsrechten (Andienungsrechten) fremder Dritter bezüglich des Verkaufs von Gesellschaftsanteilen, die sich zum 31. Dezember 2016 auf insgesamt maximal Mio. EUR 9,6 belaufen können. In Zusammenhang mit einem Beteiligungserwerb besteht eine Verpflichtung zu einer Darlehensgewährung. Zum 31. Dezember 2016 beläuft sich die Verpflichtung auf TEUR 218. VII. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen die Werbe- und Vertriebserlöse aus dem Verlaggeschäft. In den Umsatzerlösen sind sonstige Erlöse (Mantelgebühren, Druck, Briefzustellung, sonstiges) mit TEUR 22.612 (Vorjahr TEUR 16.578) enthalten. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Periodenfremde Erträge und Aufwendungen sind enthalten in:
1) insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Einzelwertberichtigungen, aus dem Abgang von Sachanlagen und Kostenweiterberechnungen Vorjahre 2) vor allem Abfindungen 3) insbesondere Forderungsverluste, Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen, Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und Kostennachbelastungen Vorjahre außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Aus dem Verkauf eines Produktbereichs ergaben sich Gewinne von TEUR 450 (Vorjahr TEUR 2.500). Die Gewinne sind in 2016 in den Umsatzerlösen und in 2015 in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 66 Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 HGB (Aufstockung der Pensionsrückstellung), die in den Vorjahren als außerordentlicher Aufwand ausgewiesen wurden. Unter den außerordentlichen Aufwendungen wurden in den Vorjahren die Anpassungen der Pensionsrückstellungen entsprechend Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Höhe von TEUR 66 ausgewiesen. Aufgrund der neuen Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes werden diese Aufwendungen ab dem Geschäftsjahr 2016 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. VIII. Sonstige Angaben Honorar Das Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 120, für Steuerberatungsleistungen TEUR 63 und für sonstige Leistungen TEUR 14. Anzahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer hat betragen:
Aufgrund der Erstkonsolidierungen ergab sich eine Erhöhung der Angestellten, während durch die Endkonsolidierungen die Zeitungsausträger aus den Konzern ausgeschieden sind. Gesellschaftsorgane Geschäftsführung In analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB erfolgen keine Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung. Beirat Die Beiratsvergütungen betrugen TEUR 175. Bezüge früherer Geschäftsführer Die an frühere Geschäftsführer bezahlten Ruhegehälter haben im Berichtsjahr TEUR 258 betragen. Die für diese Personengruppe gebildeten Pensionsrückstellungen betragen zum 31. Dezember 2016 insgesamt TEUR 2.319. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beinhaltet TEUR 72 für frühere Geschäftsführer. Die Unterdotierung beträgt zum 31. Dezember 2016 TEUR 245 (ratierliche Zuführung des BilMoG-Effekts). Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Konzernbilanzgewinn/ErgebnisverwendungsvorschlagDer Bilanzgewinn 2016 entspricht dem der Muttergesellschaft Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen. Der Jahresüberschuss des Vorjahres von EUR 347,98 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresüberschuss 2016 von EUR 403,17 soll ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Ulm, den 28. April 2017 Thomas Brackvogel Konzernkapitalflussrechnung 2016
Konzerneigenkapitalspiegel 2016
1) an die Gesellschafter auszahlbare Beträge:
Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalfluss-rechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grund-lage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des gesetzlichen Vertreters sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 28. April 2017 HLB Dr. Daiber GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft Hermann Wild, Wirtschaftsprüfer Detlef Sobeck, Wirtschaftsprüfer LageberichtKonzern Neue Pressegesellschaft mbH1. Grundlagen und Geschäftsmodell des Konzerns Die Unternehmenstätigkeit des Konzerns erstreckt sich auf alle Geschäfte auf dem Gebiet der Presse, der Publizistik und der Massenmedien, insbesondere auf die Herausgabe und den Vertrieb der Tageszeitungen SÜDWEST PRESSE, Neue Württembergische Zeitung und Märkische Oderzeitung sowie weiterer Tageszeitungen. Ferner werden verschiedene Anzeigenblätter herausgegeben. Über Beteiligungs-, Tochter- und Enkelgesellschaften werden zudem Geschäfte im Bereich der kommunalen Mitteilungsblätter, des Druckereiwesens, des Online- und Internetdienstes, des Leser-Reisedienstes, der unadressierten Prospektverteilung, der adressierten Briefzustellung, des Hörfunks sowie weitere Dienstleistungen wahrgenommen. Räumlich zieht sich das Vermarktungsgebiet vom Raum Hohenlohe, Schwäbisch Hall über Aalen nach Ulm, Ehingen, Metzingen und Tübingen. Teilweise werden Gebiete über Partnerverlage abgedeckt, um ein einheitliches Vermarktungsgebiet aufzuweisen. Des Weiteren werden über Konzerngesellschaften die Gebiete Frankfurt (Oder), Oranienburg und Bietigheim-Bissingen einbezogen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland war im Jahr 2016 durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,9 % höher als im Vorjahr. In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP in einer ähnlichen Größenordnung gewachsen: 2015 um 1,7 % und 2014 um 1,6 %. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 einen halben Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von +1,4 % lag. Ausgehend von einem vorläufigen Wirtschaftswachstum in Baden-Württemberg von gut 2 % im ersten Halbjahr 2016, ist nach aktuellen Berechnungen mit einer Steigerung des realen BIP von 1,5 % für das Gesamtjahr 2016 zu rechnen. Der Gesamtkonjunkturindikator des Statistischen Landesamts signalisiert ein Anziehen der Konjunktur zum Jahreswechsel 2016/17. Grund hierfür ist vor allem ein dynamischerer Auftragseingang aus dem Ausland und ein verbesserter L-Bank-ifo-Index für das verarbeitende Gewerbe. In Brandenburg gibt es eine mit Baden-Württemberg kaum vergleichbare strukturelle Situation, die für die MMH-Gruppe andere Grundvoraussetzungen auf dem Anzeigen- und Lesermarkt im Vergleich zu den NPG-Aktivitäten im Südwesten bilden. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Berichtsjahr liegt in Brandenburg bei 8,0 % und in Baden-Württemberg bei 3,8 %. Auf dem deutschen Tageszeitungsmarkt setzte sich der Trend der letzten Jahre weiter fort. Nahezu alle Tageszeitungstitel, egal ob mit regionaler oder nationaler Ausrichtung, haben zumeist leicht rückläufige Auflagenzahlen zu verzeichnen. Pro Erscheinungstag werden in Deutschland 9,7 Mio. lokale/regionale Abonnementzeitungen verkauft (-2,8 % zum Vorjahr). Baden-Württemberg hat einen Anteil von 18,5 % an dieser Gesamtauflage und verliert zum Vorjahr 2,1 % an verkaufter Auflage. Im Gegensatz zu den sinkenden Verkaufszahlen der gedruckten Angebote erzielen die digitalen Produkte der Verlage immer größere Reichweiten. 37,4 Mio. Zeitungsleser verzeichneten die deutschen Zeitungen im durchschnittlichen Monat auf ihren digitalen Angeboten. Das sind 53,8 % der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren. Ein besonders starkes Wachstum verzeichnete weiterhin die mobile Nutzung auf Tablet oder Smartphone. Die Grundtendenzen auf dem deutschen Tageszeitungsmarkt waren im Wesentlichen auch in Baden-Württemberg festzustellen, wobei die Auflagenverluste bei den regionalen Abonnement-Zeitungen im Südwesten deutlich unter dem Bundesdurchschnitt lagen. Die gute wirtschaftliche Lage in Baden-Württemberg verlangsamte den Auflagenverlust. Auch die eher kleinteilig organisierte Verlagslandschaft scheint positiven Einfluss zu haben. Die durchschnittliche Tageszeitung in Baden-Württemberg weist eine vergleichbar geringe Auflage zwischen 10.000 und 25.000 Exemplaren auf. Unverändert können 17 Zeitungsverlage benannt werden, welche über eine eigene Vollredaktion verfügen (publizistische Einheiten). Die SÜDWEST PRESSE mit ihren Partnerverlagen in Baden-Württemberg ist, gemessen an der Auflage, nach den Stuttgarter Nachrichten (inkl. Partnerzeitungen) die zweitgrößte Tageszeitung im Bundesland. Auflagenverluste bei den regionalen Abonnement-Zeitungen sind in Brandenburg deutlicher ausgeprägter als in den anderen Bundesländern. Im Bundesschnitt verkauften die Tageszeitungen 2,98 % weniger Exemplare als im Vorjahr. Mit -3,99 % ist dieser Trend in den neuen Bundesländern stärker ausgeprägt. Trotz der Verbesserung der Arbeitsmarktsituation ist keine signifikante Abschwächung des Negativtrends festzustellen. Der Werbemarkt entwickelt sich dagegen positiv. Insbesondere im Beilagengeschäft konnte eine gute Marktbearbeitung erzielt werden. 2.2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2016 des Konzerns entwickelte sich etwas besser als die Gesamtbranche. Während im Südwesten der Bundesrepublik die Auflagenverluste unter dem Bundesdurchschnitt lagen, ergab sich in den neuen Bundesländern, auch in Brandenburg, ein umgekehrtes Bild. Die Abo-Auflagenentwicklung der Märkischen Oderzeitung (-3,2 % im 4. Quartal 2016) und des Oranienburger Generalanzeigers (-3,5 %) ist im Vergleich zum Durchschnitt der neuen Bundesländer jedoch positiv zu bewerten. Neben den Auflagenverlusten im Lesermarkt stand auch die Werbevermarktung in Deutschland im Berichtsjahr weiterhin unter Druck. Der Anzeigenumfang ging bundesweit um weitere 4,7 % zurück. Erfreulicher ist die Erhebung des Anzeigenumfangs für Baden-Württemberg. Im Vorjahresvergleich zeigt sich eine Steigerung des Umfangs um 0,8 % (Vorjahr Rückgang von 8,8 %). Die NPG-Gruppe entwickelte sich in 2016 jedoch deutlich besser als der Branchenschnitt. Die Werbemarktumsätze konnten - insbesondere aufgrund einer besseren Marktbearbeitung der MMH-Gruppe in Brandenburg - gesteigert werden. Die Verlage unterstützen u.a. mit Kampagnen für die eigene Mediengattung und neuen Erkenntnissen aus der Medienforschung den Werbeträger Tageszeitung bei der Rückgewinnung von verlorenen Werbebudgets. Es ist davon auszugehen, dass für die regionalen Zeitungsverlage aus dem klassischen Print-Kerngeschäft vorerst kein Wachstum zu erwarten ist. Vielmehr versuchen die Verlage, ihre günstige Ausgangsposition auf den regionalen Märkten zu nutzen, um mit digitalen Produkten Wachstum zu erzeugen. Erste Erfolge lassen sich bei der NPG-Gruppe erkennen. Der Verkauf der digitalen Abonnements (ePaper) verzeichnet seit dem Start des Angebots in 2013 deutliche Zuwachsraten. Die Reichweite der Nachrichtenportale südwestpresse.de und moz.de entwickelt sich ebenfalls erfreulich. Außerdem baut der Verlag weitere Geschäftsfelder, wie beispielsweise Agenturdienstleistungen, Postdienstleistungen und Messen kontinuierlich aus. Neben Anstrengungen bei den neuen digitalen Geschäftsfeldern wird weiterhin auch in die klassischen Produkte investiert. Die Wochen- und Tageszeitungen der NPG-Gruppe werden in modernen Druckhäusern produziert. Die Mitarbeiter, die den Kern der Wertschöpfung entscheidend mitbestimmen, sind vergleichsweise jung, hochqualifiziert und bilden sich ständig weiter. Außerdem wurde im Geschäftsjahr 2016 das neue Redaktionssystem InterRed bei sämtlichen Titeln der SÜDWESTPRESSE eingeführt, welches die multimediale Arbeitsweise der Redaktion weiter ausbaut. Neben der Einführung des neuen Redaktionssystems InterRed fand ein Relaunch der Tageszeitungen statt. Mit der Umstellung werden Verlag und Redaktion veränderten Lese- und Informationsgewohnheiten der Leser gerecht und bieten Orientierung und klare Schwerpunkte. 2.3. Ertragslage 2.3.1. Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr 2016 wurde erstmalig die Neudefinition der Umsatzerlöse nach dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) angewendet. Es wurde ein Teilbetrag in Höhe von 6.373 TEUR von den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse (sonstige Erlöse) umgegliedert. Eine entsprechende Anpassung der Vorjahreszahlen ist nicht erfolgt (7.687 TEUR). Die Nettoumsatzerlöse (Bruttoerlöse abzüglich Erlösschmälerungen und Rückvergütungen an Partnerverlage) sind um 5,0 % bzw. 9.297 TEUR auf 193.430 TEUR im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. 2.3.2. Werbeerlöse Die Anzeigenerlöse erhöhten sich um 0,3 % bzw. 168 TEUR auf 61.173 TEUR aufgrund der positiven Entwicklung im Werbemarkt in Brandenburg. Ebenfalls begründet durch die positive Entwicklung bei der MMH-Gruppe stiegen die Beilagenerlöse um 6,4 % bzw. 1.277 TEUR auf 21.359 TEUR. 2.3.3. Vertriebserlöse Die Vertriebserlöse erhöhten sich um 2,1 % bzw. 1.818 TEUR auf 88.286 TEUR. Die Vertriebserlöse trugen 2016 mit 45,6 % zu den Gesamterlösen bei. Die Bedeutung der Vertriebserlöse im Vergleich zu den Werbeerlösen ist somit weiterhin gestiegen. 2.3.4. Sonstige Erlöse Die sonstigen Erlöse sind im Betriebsjahr 2016 um 36,4 % bzw. 6.033 TEUR auf 22.612 TEUR gestiegen. Die enthaltende Umgliederung aus den sonstigen betrieblichen Erträgen in die sonstigen Erlöse aufgrund des BilRUG macht 6.373 TEUR aus. 2.3.5. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken verursacht durch das BilRUG um 72,7 % bzw. 7.039 TEUR auf 2.647 TEUR. 2.3.6. Material- und Personalaufwand sowie sonstige betriebliche Aufwendungen Der Materialaufwand stieg um 22,5 % bzw. 13.976 TEUR auf 76.067 TEUR. Die Personalkosten sanken um 9,0 % bzw. 7.800 TEUR auf 78.618 TEUR. Die Veränderungen des Material- und Personalaufwands resultieren vor allem aus den Endkonsolidierungen der Pressezustellgesellschaften. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 16,2 % bzw. 3.901 TEUR auf 20.147 TEUR. Dies beruht in erster Linie auf den Erstkonsolidierungen von drei Servicegesellschaften (in 2016 Personalaufwand statt sonstige betriebliche Aufwendungen). Insgesamt ergaben sich keine wesentlichen Kostenerhöhungen. 2.3.7. Beteiligungs- und Zinsergebnis Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das Finanzergebnis um 82,8 % bzw. 1.422 TEUR auf 3.138 TEUR im Wesentlichen aufgrund höherer Ergebnisse aus Beteiligungen. 2.3.8. Operatives Ergebnis und Konzernjahresüberschuss Das operative Ergebnis stieg um 28,3 % bzw. 4.918 TEUR auf 22.267 TEUR. Nach Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses (-5.501 TEUR; Vorjahr -2.405 TEUR), der Gesellschafterzinsen (582 TEUR) und der Ertragssteuern (1.952 TEUR), ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 14.232 TEUR. Zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 15,1 % bzw. 1.868 TEUR. Das neutrale Ergebnis war in 2016 durch höhere Abfindungskosten von rd. 2 Mio. EUR belastet; im Vorjahr waren Gewinne aus dem Verkauf der Tauber-Zeitung von rd. 2 Mio. EUR enthalten. Außerdem sind im neutralen Ergebnis die Abschreibungen aus der Kapitalkonsolidierung wie im Vorjahr enthalten. 2.4. Vermögens- und Finanzlage Die wesentlichen Veränderungen im Anlagevermögen wurden durch weitere Investitionen in das neue Redaktionssystem und hohe Abschreibungen auf immaterielle Rechte und Firmenwerte verursacht. Die Finanzstruktur des Konzerns ist sehr solide und sichert zukünftiges Wachstum. Das Eigenkapital einschließlich Gesellschafterdarlehen und langfristiger Schulden deckt das Anlagevermögen zum 31. Dezember 2016 zu 92,1 % (Vorjahr 86,6 %). Die Bankschulden konnten planmäßig getilgt werden; des Weiteren konnten kurzfristige Bankschulden deutlich zurückgeführt werden. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich aufgrund von Abfindungen. Der Cashflow (im engeren Sinne; Jahresüberschuss, Abschreibungen, Veränderung Pensionsrückstellungen) ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 % auf 23.429 TEUR gestiegen. Die Finanzmittel gemäß Kapitalflussrechnung nahmen zu. Der Konzern konnte seine Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen. 2.5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Wertschöpfung des Konzerns wird wesentlich durch die eigenen Mitarbeiter beeinflusst. Die Mitarbeiterfluktuation ist weiterhin auf niedrigem Niveau. Insgesamt beschäftigte der Konzern in 2016 durchschnittlich 1.626 Arbeitnehmer (1.347 Angestellte, 94 Lohnempfänger und 185 Aushilfen). Die Verminderung der Arbeitnehmer gegenüber dem Vorjahr (5.319 Arbeitnehmer) resultiert aus der Entkonsolidierung der Zustellgesellschaften (in 2015 waren 3.799 Zeitungszusteller enthalten). Besonders die festangestellten Mitarbeiter sind gut ausgebildet. Der Konzern fördert zusätzlich deren Weiterbildung. Die Mitarbeitersituation in der Zeitungszustellung gestaltet sich trotz der Einführung des Mindestlohns weiter schwierig. Die Suche nach geeignetem Zustellpersonal erfordert, aufgrund der Arbeitszeiten (früh morgens) und der relativ hohen körperlichen Belastung, deutlich höheren Aufwand als noch vor wenigen Jahren. Trotzdem ist die ordnungsgemäße Zustellung der Tageszeitungen gewährleistet. 2.6. Gesamtaussage Das Geschäftsjahr 2016 verlief positiv. Trotz der stagnierenden Entwicklung im Werbemarkt in Baden-Württemberg und Sondereffekten (neutrales Ergebnis) konnte vor allem aufgrund einer nochmals positiveren Marktbearbeitung in Brandenburg der Jahresüberschuss des Vorjahres übertroffen werden und überstieg somit das Planniveau. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Die deutsche Wirtschaft wird voraussichtlich auch im ersten Quartal 2017 weiter wachsen. Die Tageszeitungsverlage in Deutschland, auch die NPG-Gruppe, profitieren bisher nur eingeschränkt von der starken Wirtschaftsentwicklung. Auf dem Werbemarkt verlagern sich die Budgets von Großkunden weg von den klassischen Medien weiter in Richtung digitaler Medien. Von diesem Trend können die Digitalangebote der Verlage bisher nur unterproportional profitieren. Auf dem Lesermarkt hingegen hilft die starke Kaufkraft der Verbraucher, die Auflagenverluste, trotz einer Bezugspreiserhöhung, in einem geringen einstelligen Prozentbereich zu halten. Im Jahresmittel ist ein Abonnement-Rückgang der SÜDWEST PRESSE um 2,1 %, der Neuen Württembergischen Zeitung um 2,9 %, der Märkischen Oderzeitungen um 4,7 % und beim Oranienburger Generalanzeiger um 4,9 % im Vergleich zum Vorjahr geplant. Im ersten Quartal 2017 entwickelten sich die Umsatzerlöse insgesamt positiv (+2,8% zum Vorjahr). Die Werbe- und Vertriebserlöse stiegen dabei etwa im gleichen Verhältnis an. Die Aufwendungen lagen im gleichen Zeitraum dagegen etwas über dem Vorjahr (+2,7 %). Während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken, stiegen Materialaufwand, Personalkosten und Abschreibungen leicht an. Das erste Quartal 2017 schließt mit einem Konzernjahresüberschuss, der leicht über dem Vorjahr liegt. Für das Geschäftsjahr 2017 rechnet die NPG-Gruppe damit, dass die Umsatzerlöse insgesamt das Vorjahresniveau erreichen werden. Aufgrund von Kostensteigerungen insbesondere im Bereich der Zustellung wird das operative Ergebnis voraussichtlich unterhalb des Vorjahreswertes liegen. Geringere Aufwendungen im neutralen Ergebnis sollten aber insgesamt zu einem Konzernjahresüberschuss auf dem Niveau von 2016 führen. 3.2. Chancen- und Risikobericht Grundsätzlich besteht im Jahr 2017 weiterhin ein latentes Risiko bei den konjunkturabhängigen Werbeerlösen. Bedingt durch notwendige Retrofitmaßnahmen in den Druckereien, besteht auch ein Risiko im Bereich der Druckereibeteiligungen. Trotz steigenden Tariflöhnen und zunehmender Kosten für Reparaturarbeiten an den Gebäuden investiert die NPG-Gruppe auch weiterhin in neue Geschäftsfelder und digitale Produkte. Der schon seit einigen Jahren stattfindende strukturelle Wandel in der Mediennutzung setzt sich weiter fort. Die Nutzungszahlen von mobilen Geräten sind weiter gestiegen. Die Nutzung des Internets ist für einen Großteil der deutschen Bevölkerung zur Selbstverständlichkeit geworden. Die NPG-Gruppe stellt sich auf diesen Wandel ein und versteht die Digitalisierung als Chance - besonders auf regionalen und lokalen Märkten. Eine weitere Chance sieht die NPG-Gruppe durch die Einführung eines Geoinformationstools und dadurch verbundene Gebietsoptimierung in der Zeitungs- und Briefzustellung, um den hohen Belastungen durch die Einführung des Mindestlohns entgegenzuwirken. Insgesamt muss aber davon ausgegangen werden, dass den gestiegenen Logistikkosten und außerordentlich hohen Verwaltungsaufwendungen weiterhin nur teilweise entgegengewirkt werden kann. Wie bereits im Vorjahr prognostiziert, ist in 2016 eine Preissteigerung beim Zeitungspapier eingetreten. Für das Geschäftsjahr 2017 ist von einer weiteren Preissteigerung auszugehen. Zahlungsausfall- und Liquiditätsrisiken werden durch ein konsequentes Debitoren- und Liquiditätsmanagement Rechnung getragen. 3.3 Gesamtaussage Für das Geschäftsjahr 2017 rechnet die NPG-Gruppe mit einem Ergebnis über Plan. Insbesondere aufgrund eines verbesserten neutralen Ergebnisses wird das Vorjahresergebnis voraussichtlich erreicht werden. 4. Risikobericht bzgl. Finanzinstrumenten Die Gesellschaft verfügt insgesamt über solvente Kunden. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditäts- und Finanzplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und eingänge vermittelt. Des Weiteren bestehen ausreichende Kreditlinien. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.
Ulm, 28. April 2017 |
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