Master Data

Registry
Register court Ulm HRB 552638
Previous
Atoll GmbH
Registered
8/16/2004
Industry
Wholesale of chemical productsResearch and experimental development on biotechnologyActivities of holding companies
Purpose
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, Herstellung, der Vertrieb und der Handel mit biologischen und chemischen Stoffen aller Art, insbesondere von Naturprodukten und von Trennmedien sowie von Laborzubehör. Darüber hinaus befasst sich die Gesellschaft mit der Entwicklung, der Herstellung, dem Vertrieb, dem Handel sowie sonstigen Dienstleistungen im Zusammenhang mit Betriebsmitteln und Systemen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Jens Witte
since 6/7/2019
Procura
Managing Director
Anthony Hunt
since 9/20/2016
Procura

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Repligen Sweden ABSWE
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Repligen Sweden AB
Sweden
€60,000
100.00%

Holdings

NameOwnership
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Repligen GmbH

Ravensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht Jahresabschluss 2023

Repligen GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

I. 1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Repligen Corporation mit Hauptsitz in Waltham (USA) ist ein weltweit agierendes Unternehmen, welches hochwertige Produkte und flexible Lösungen im gesamten Bioprocess Bereich anbietet. Das Unternehmen wächst stetig und hat mehrere Produktionsstandorte in den USA und Europa, sowie Vertriebsstandorte in Asien. Die Repligen GmbH in Ravensburg gehört als Tochter der Repligen AB in Lund (Schweden) zum Repligen Konzern.

Die Repligen GmbH ist Hersteller von gepackten Chromatographie-Säulen und weltweit agierend als Zulieferer für den Life Science Sektor und die pharmazeutische Industrie. Die angebotenen Säulenformate verschiedener Produktlinien und Dimensionen können mit über 350 verschiedenen Resins nach Kundenwunsch gepackt werden. Zum Einsatz kommen die Chromatographie-Säulen meist in der Forschung und Entwicklung.

I. 2. Forschung und Entwicklung

Aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit betreibt die Gesellschaft keine eigene Forschung und Entwicklung, ist jedoch von der F&E ihrer Konzernumgebung, der Zulieferer sowie der Branchenentwicklung beeinflusst.

II. Wirtschaftsbericht

II. 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1% zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7% höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld (z.B. Energiekrise, geopolitische Spannungen, Inflation) ins Stocken. Für die Life-Sciences Branche war Covid-19 ein Katalysator, der viele Entwicklungen beschleunigt und den Branchenerfolg zu einem Höhepunkt getrieben hat.

Während der Repligen Konzern als Ganzes während der Pandemie ein außergewöhnliches Wachstum verzeichnen konnte, stagnierte das Wachstum der Repligen GmbH zunächst, da viele F&E Abteilungen der pharmazeutischen und biotechnologischen Industrie in 2020 ihre Forschungsaktivitäten heruntergefahren hatten. Erst im Jahr 2021 und insbesondere in 2022 stellte sich auch hier auf Grund des Branchen-Booms ein außergewöhnliches Wachstum ein, trotz der Lieferengpässe einiger Lieferanten. Das einmalige exponentielle Wachstum in 2022 relativierte sich in 2023. Viele Kunden hatten ihre Lagerbestände über die Pandemie-Jahre und insbesondere im Jahr 2022 aufgestockt, aufgrund der Lieferengpässe und der, pandemiebedingt, erhöhten Nachfrage. Dies hatte zur Folge dass die Nachfrage in 2023 zurückging und die Repligen GmbH einen leichten Umsatzrückgang zu verzeichnen hatte.

Die Repligen GmbH ist nicht tarifgebunden und der Geschäftsführung sind keine rechtlichen Änderungen bekannt, die Einfluss auf die Gesellschaft haben könnten.

II. 2. Geschäftsverlauf

Nach dem außergewöhnlichen Rekord-Jahr 2022 normalisiert sich das Wachstum der Repligen GmbH 2023. Trotz des Umsatzrückgangs ist die Geschäftsentwicklung sehr zufriedenstellend, denn die Gesellschaft hat ihr zweitbestes Ergebnis seit ihres Bestehens erzielt. Auch wenn die Wachstumsraten im Vergleich zum Vorjahr teilweise negativ sind, so sind sie im Vergleich zu den vor 2022 liegenden Jahren immer noch über den Erwartungen. Außerdem ist die Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft äußerst erfreulich.

Es gab keine wesentlichen Ereignisse innerhalb der Gesellschaft im letzten Jahr.

II. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

II. 3.1. Ertragslage

Der Jahresüberschuss der Repligen GmbH hat sich zwar von 2022 auf 2023 um 14% reduziert im Vergleich zu 2021 ist jedoch ein Wachstum von 54% zu verzeichnen. Der Jahresüberschuss betrug in 2023 4,57 Mil EUR (VJ 5,31 Mil EUR). Grund hierfür waren der Umsatzrückgang (6%) sowie die gestiegenen Kosten.

Umsatzstärkste Produktgruppe sind ValiChrom Säulen mit 6,67 Mil EUR (VJ 8,42 Mil EUR) gefolgt von MiniChrom Säulen mit 3,90 Mil EUR (VJ 4,07 Mil EUR) und RoboColum Säulen mit 2,84 Mil EUR (VJ 2,47 Mil EUR). Drittländer sind der größte Absatzmarkt für die Gesellschaft mit 12,83 Mil EUR (VJ 13,70 Mil EUR). Der Materialaufwand reduzierte sich um 16% obwohl der Umsatzrückgang nur 6% betrug. Die Personalaufwendungen wuchsen um 5% und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 6%.

II. 3.2. Finanzlage

Die Repligen GmbH ist zum Stichtag 31.12.2023 wirtschaftlich vollständig über Eigenkapital finanziert. Investitionen werden über die erwirtschafteten liquiden Mittel finanziert. Im Jahr 2023 waren ein Großteil der Investitionen für Equipment (73 TEUR) und Automatisierungsprojekte (113 EUR). Am 31.12.2023 bestand ein Bestellobligo für Investitionsgüter in Höhe von 194 TEUR. Die Liquiditätslage ist exzellent. Die liquiden Mittel der Gesellschaft erhöhten sich von 7,77 Mil EUR auf 11,37 Mil EUR. Der Cashflow resultiert überwiegend aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

II. 3.3. Vermögenslage

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vermögenslage der Repligen GmbH im Verlauf der letzten drei Jahre:

Vermögenslage 2023 2022 2021
Eigenkapitalquote 96,7% 87,3% 52,1%
Working Capital 15.948.221 12.176.936 12.039.267
Anlagendeckung * 12.9 8.3 6.1

* Anlagendeckung entspricht Deckungsgrad 1

Alle Vermögenskennzahlen weisen eine äußerst positive Entwicklung auf. Die Eigenkapitalquote wuchs über die Jahre von 52,1% auf 96,7% was auf die geringe Verschuldung zurückzuführen ist. Das Working Capital steigerte sich über die Jahre von 12 Mil EUR auf 15,9 Mil EUR, die Zahlungsfähigkeit ist damit außerordentlich solide. Die Anlagendeckung (Deckungsgrad 1) ist über die Jahre immer über 1, damit ist die sog. "goldene Bilanzregel" erfüllt.

Alles in allem zeigt die Vermögenslage der Repligen GmbH eine sehr hohe Liquidität und damit eine außerordentliche Unabhängigkeit in Finanzierungsfragen.

II. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren

In der nachfolgenden Tabelle werden verschiedene finanzielle Leistungsindikatoren der Repligen GmbH über die letzten drei Jahre dargestellt:

Finanzielle Leistungsindikatoren 2023 2022 2021
Umsatzrentabilität 29,5% 32,1% 25,8%
Eigenkapitalrentabilität 27,2% 43,5% 43,1%
Gesamtkapitalrentabilität 26,3% 38,2% 23,9%

Die Umsatzrentabilität und die Gesamtkapitalrentabilität sind im Vergleich zum außerordentlichen Rekord-Jahr 2022 zwar rückläufig, im Vergleich zu 2021 weisen beide Kennzahlen jedoch ein solides Wachstum auf. Die Eigenkapitalrentabilität ist auf Grund des starken Anstiegs des Eigenkapitals rückläufig.

Der Anstieg der Umsatzrentabilität von 25,8% in 2021 auf 29,5% in 2023 bestätigt u.a. die erzielten Effizienzsteigerungen in den letzten Jahren.

Die Gesamtkapitalrentabilität entwickelte sich von 23,9% in 2021 zu 26,3% in 2023 und verdeutlicht noch einmal wie effizient die Repligen GmbH mit dem eingesetzten Kapital arbeitet.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

III. 1 Prognosebericht

Auch in der Biotechnologiebranche sind die letztjährigen wirtschaftlichen Entwicklungen zu spüren, insbesondere die Energiekrise und die Inflation sowie die damit zusammenhängenden steigenden Preise. Außerdem ist der Sondereinfluss der Covid-19 Pandemie, der die Branche in den letzten Jahren maßgeblich beeinflusst hat, vorüber. Hinzu kommen die überhöhten Lagerbestände, die die Branche über die letzten Jahre und insbesondere im Jahr 2022 aufgebaut hat.

Die jährliche Trendumfrage des Biotechnologie-Branchenverband BIO Deutschland zeigt, dass die Geschäftslage 2023 zwar deutlich schlechter eingeschätzt wird als 2022, sich aber eine Trendwende abzeichnet. Trotzdem sind die Unternehmen bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) weiterhin vorsichtig.

2024 wird mit der Einführung des European Storefronts der Geschäftsbetrieb der Repligen GmbH vom Drittkunden auf Intercompany Geschäft umgestellt. Aufgrund dessen und basierend auf der langsamen Erholung der Biotechnologiebranche und der Vorsicht bei FuE Investitionen wird für das Geschäftsjahr 2024 eine Stagnation der Umsatzerlöse erwartet. Durch die erhöhten Kosten wird der Jahresüberschusses im Vergleich zu 2023 leicht rückläufig erwartet.

Die äußerst solide Finanzierung der Repligen GmbH ermöglicht auch in 2024 weitere Investitionen insbesondere in die Automatisierung der Produktion. Auf Grund der etwas unsicheren Gesamtwirtschaftslage wurde das Investitionsvolumen in 2024 verglichen mit den Automatisierungsinvestitionen des Vorjahres leicht reduziert.

III. 2 Risikobericht

Die Gesellschaft verfügt über ein permanentes Risikomanagementsystem, das die regelmäßige Identifikation, Analyse und Bewertung der wesentlichen unternehmensspezifischen Risiken wie z.B. Absatzpreisreduzierungen und Rohstoffpreiserhöhungen sicherstellt. Im Rahmen der Risikosteuerung und -bewältigung ergreift die Unternehmensleitung die notwendigen Maßnahmen.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklungen des letzten Jahres war die Repligen GmbH äußert erfolgreich. Auch die Lieferengpässe und die Inflation der letzten Jahre barg für die Gesellschaft keine großen Risiken.

Für jede Technologie besteht die Gefahr einer disruptiven Innovation, so auch für die in Ravensburg hergestellten Chromatographie-Säulen. Aber auch dieses Risiko wird im Moment als überschaubar eingestuft. Nicht nur, aber auch aus dem Grund, als dass Herstellungsprozesse in der Biotechnologie- und Pharmaindustrie nicht so schnell und flexibel umgestellt werden können, als dies in anderen Branchen möglich ist. Dies hat zur Folge, dass selbst bei einer disruptiven Technologie genug Zeit bleibt um darauf zu reagieren.

Insgesamt sind der Geschäftsführung keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

III. 3 Chancenbericht

Neben den dargestellten Risiken sieht die Geschäftsführung insbesondere Chancen für die Repligen GmbH. Eine der größten Chancen wird im wachsenden Gen-Therapie Markt gesehen. Gerade für Kunden in diesem Sektor ist die schnelle Prozessoptimierung mit Chromatographie-Säulen kombiniert mit der Skalierbarkeit der Produktreihe von großem Vorteil.

Die Rationalisierungserfolge durch die Automatisierung der Produktion bieten weitere Chancen für die Repligen GmbH. Die noch sehr manuelle und arbeitskraftintensive Herstellung der Produkte bietet viele Möglichkeiten dafür. Auch das Wachstum des Repligen Konzerns bietet Chancen, wie Produkte über das immer weiter wachsende Vertriebsnetze zu verkaufen und damit neue Absatzmärkte zu erschließen, aber auch vorhandene noch stärker zu durchdringen.

Auch die Umstellung auf den European Storefront birgt Chancen, da damit der Bestellvorgang für die Kunden sehr vereinfacht wird - ganz im Sinne von "One-Stop-Shop".

IV. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind.

Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren. Die Forderungen bestehen im Wesentlichen gegen große Bioprocessing- und pharmazeutische Unternehmen, so dass die zentralen Ausfallrisiken sich auf Großkunden konzentrieren, jedoch als gering eingeschätzt werden. Die Gesellschaft fakturiert ihre Umsätze überwiegend in USD, so dass bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ein gewisses Währungsrisiko besteht. Im Moment wird dieses Risiko von der Geschäftsführung als gering angesehen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden monatlich bewertet und die Wertänderungen als Kursverlust bzw. -gewinn in der GuV verbucht.

Die Materialbeschaffung wird fast ausschließlich in Euro fakturiert, d.h. für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen kaum Währungsrisiken.

Generell werden Währungssicherungsgeschäfte nach Einzelfallbetrachtung abgeschlossen. Aufgrund der finanziellen Ausstattung des Unternehmens einschließlich noch nicht ausgenutzter Kreditzusagen wird das Liquiditätsrisiko als gering eingeschätzt.

 

Ravensburg, den 18. April 2024

Repligen GmbH

Lars Gustav Silversparre

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.302.603,80 1.475.238,98
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 50.159,00 73.670,99
II. Sachanlagen 1.252.444,80 1.401.567,99
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 152.301,00 186.244,70
2. technische Anlagen und Maschinen 738.687,00 893.087,84
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 248.609,00 322.235,45
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 112.847,80
B. Umlaufvermögen 15.997.665,24 12.459.926,95
I. Vorräte 1.911.523,79 2.093.881,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.712.349,46 2.595.207,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.373.791,99 7.770.837,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.455,76 58.055,96
Aktiva 17.346.724,80 13.993.221,89

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 16.780.669,51 12.211.764,30
I. Gezeichnetes Kapital 60.000,00 60.000,00
II. Gewinnvortrag 12.151.764,30 6.844.709,67
III. Jahresüberschuss 4.568.905,21 5.307.054,63
B. Rückstellungen 448.696,42 1.429.078,77
C. Verbindlichkeiten 117.358,87 352.378,82
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 117.358,87 352.378,82
Passiva 17.346.724,80 13.993.221,89

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.099.171,80 13.833.659,66
2. Personalaufwand 4.677.025,83 4.474.089,55
a) Löhne und Gehälter 4.015.915,36 3.977.492,58
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 661.110,47 496.596,97
3. Abschreibungen 431.282,68 360.185,47
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 431.282,68 360.185,47
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.511.229,60 1.432.432,73
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 126.936,13
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 40.599,51
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.910.728,48 2.219.297,77
7. Ergebnis nach Steuern 4.568.905,21 5.307.054,63
8. Jahresüberschuss 4.568.905,21 5.307.054,63

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der Repligen GmbH, mit Sitz in Ravensburg ("Gesellschaft"), Amtsgericht Ulm, HRB 552638 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in Euro erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

Die Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrundegelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents ergibt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden bei Mietereinbauten linear über eine Nutzungsdauer von maximal 5 Jahren, beim beweglichen Anlagevermögen linear über Nutzungsdauern von 3 bis 13 Jahren vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 12 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre.

Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu Euro 800 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Gemeinkosten einbezogen.

Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % zu Forderungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr sind abgezinst.

Der Ansatz der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

II. Angaben zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Vorräte

Im Geschäftsjahr wurden zur Verbesserung der Darstellung nach § 264 Abs. 2 S. 1 HGB Bestände der Vorräte welche im Vorjahr im Posten fertige Erzeugnisse und Waren enthalten waren unter dem Posten Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe ausgewiesen.

Für das Vorjahr hätten sich hiernach folgende Werte ergeben:

Vorjahr
Euro
Vorjahr nach § 265 Abs. 2 HGB
Euro
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 1.939.857,02

Auf die Gewinn- und Verlustrechnung hätten sich nach § 265 Abs. 2 HGB keine Änderungen ergeben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich kurzfristig fällig. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen TEuro 60 (i.Vj. TEuro 8) gegen verbundene Unternehmen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Bonusrückstellungen sowie Urlaubs- und Überstundenverpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen TEuro 19 (i.Vj. TEuro 24) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen:

Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
aus Steuern 58.253,40 62.206,29
im Rahmen der sozialen Sicherheit 9.661,37 7.181,29

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsen und ähnlichen Aufwendungen

Zinsen und ähnlichen Aufwendungen bestehen in Höhe von TEuro 0 (i.Vj. TEuro 31) an verbundene Unternehmen.

III. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen 31.12.2023
TEuro
Bestellobligo für Investitionen ins Anlagevermögen 194
Befristete Verpflichtungen aus Miet-, Pach-, und Leasingverträgen 496
davon für 2024 190
davon für 2025 - 2027 306

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Personen, die zu marktunüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, bestehen nicht.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt 61 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 19 gewerbliche Arbeitnehmer und 42 Angestellte.

Nachtragsbericht

Der Geschäftsführung sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bekannt.

Gesellschaftsorgane

Als Geschäftsführer ist Herr Lars Gustav Silfversparre, M.Sc. Chemieingenieurwesen, Trelleborg, Schweden im Handelsregister eingetragen.

Konzernabschluss, Mutterunternhemen

Die Repligen GmbH, Ravensburg wird in den Konzernabschluss ihres Alleingesellschafters, der Repligen Sweden AB, Lund (Schweden) einbezogen (kleinster Kreis von Unternehmen); sie wird ferner in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens des Repligen-Konzerns, der Repligen Corporation, Waltham (USA) einbezogen (größter Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss der Repligen Sweden AB mit Sitz in Lund (Schweden) sowie der Repligen Corporation mit Sitz in Waltham (USA) ist an deren Sitz erhältlich.

 

Ravensburg, den 18. April 2024

Repligen GmbH

gez. Lars Gustav Silfversparre

sonstige Berichtsbestandteile

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge 2023
Euro
Abgänge 2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Rechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten 145.031,55 6.021,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 145.031,55 6.021,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 201.846,15 13.503,18 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.755.971,95 72.605,65 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 854.151,60 54.907,37 16.333,66
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 112.847,80 0,00
Sachanlagen 2.811.969,70 253.864,00 16.333,66
2.957.001,25 259.885,00 16.333,66
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchungen 2023
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Rechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 151.052,55
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 151.052,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 215.349,33
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.828.577,60
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 892.725,31
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 112.847,80
Sachanlagen 0,00 3.049.500,04
0,00 3.200.552,59

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Zugänge 2023
Euro
Abgänge 2023
Euro
kumulierte Abschreibungen 2023
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Rechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten 71.360,56 29.532,99 0,00 100.893,55 50.159,00 73.670,99
Immaterielle Vermögensgegenstände 71.360,56 29.532,99 0,00 100.893,55 50.159,00 73.670,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.601,45 47.446,88 0,00 63.048,33 152.301,00 186.244,70
2. technische Anlagen und Maschinen 862.884,11 227.006,49 0,00 1.089.890,60 738.687,00 893.087,84
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 531.916,15 127.296,32 15.096,16 644.116,31 248.609,00 322.235,45
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 112.847,80 0,00
Sachanlagen 1.410.401,71 401.749,69 15.096,16 1.797.055,24 1.252.444,80 1.401.567,99
1.481.762,27 431.282,68 15.096,16 1.897.948,79 1.302.603,80 1.475.238,98

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.04.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Repligen GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss die Repligen GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht die Repligen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ravensburg, den 18. April 2024

Schnetz Buchmann Michele GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maaß, Wirtschaftsprüfer

Wanner, Wirtschaftsprüfer

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