Management activities of other holding companies
Heermann GmbH
Barmerfeld 14, 58119 Hagen, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Eberhard Heermann genannt Böckelühr since 9/28/2018 | Managing Director |
Heinz Eberhard Heermann genannt Böckelühr since 8/5/2003 | Managing Director |
Beneficial OwnersBeta
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Unresolved chains (2)
| Name | Ownership |
|---|---|
Elsan Elektrik Gerecleri Sanayi Ve Ticaret Anonim Sirketi | 50.00% |
| 50.00% |
ShareholdersBeta
Company ownership structure and capital distribution
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Heermann GmbHHagenJahresabschluss zum 31.12.2023Lagebericht zum 31.12.2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die HEERMANN GMBH beschäftigt sich in Hagen-Hohenlimburg an zwei Standorten mit der Herstellung und dem Vertrieb von Kupferlackdrähten, Hochfrequenzlitzen, der Lohnisolierung von kundenseits beigestellten Drähten und sonstigen, prozesstechnisch artverwandten Produkten. Hierzu gehören u.a.: • Wickeldrähte aus Kupfer (0,036 mm - 2,4 mm) • Hochfrequenzlitzen, ohne oder mit Umspinnung oder Folierung • Blanke Kupferdrähte und Litzen • Lohnlackierung von Drähten aus unterschiedlichen Metallen und Legierungen • Sonder- und Spezialanfertigungen nach Kundenspezifikation Unser Handelsportfolio umfasst neben Cu-Runddrähten im stärkeren Durchmesserbereich (> 1,6 mm) auch Flachdrähte, welche wir von ausgewählten Herstellern, die unsere Qualitätsanforderungen erfüllen, zukaufen. Zudem vertreiben wir als Komplementärprodukte zu unseren Drähten in geringerem Umfang noch Tränk- und Imprägniermittel. Schätzungsweise etwa zwei Drittel unser Produkte fließen mittelbar oder unmittelbar in elektrische Komponenten für die Automobilindustrie und unterliegen insbesondere in diesem Marktsegment nicht nur europäischem, sondern weltweitem Wettbewerb. Weitere Anwendungsbereiche unserer Produkte finden sich in vielen Bereichen der Elektro- und Elektronikindustrie, überwiegend dort, wo es um die Erzeugung von Magnetfeldern geht. Im Berichtsjahr 2023 wurden durchschnittlich 63 Mitarbeiter beschäftigt. 2. Forschung und Entwicklung Obwohl die HEERMANN GMBH keine eigene Forschung und Entwicklung betreibt, sind alle Geschäftsprozesse einer ständigen Überwachung und Verbesserung unterworfen. Hauptsächlich geht es dabei um die Optimierung der Fertigungsprozesse in Bezug auf Effizienz, Stabilität, Qualität und Nachhaltigkeit. Gleichermaßen werden Hilfs- und Unterstützungsprozesse ständig auf ihre Eignung überprüft und bedarfsgemäß neu konfiguriert. Dies geschieht seit 2022 u. a. durch spezifische Projekte, wie etwa die Anpassung des neu eingeführten ERP-Systems an die sich stellenden Anforderungen oder auch die im Berichtsjahr 2023 fortgesetzte weitere Komplettierung und Verfeinerung des Controlling- und Kostenrechnungssystems. Die im Jahr 2022 begonnene umfassende Erneuerung und Optimierung von älteren Produktionslinien, die für diverse unserer Wertschöpfungsprozesse unverzichtbar sind, wurde 2023 im Rahmen unseres "Retrofit"-Programms weiterverfolgt und wird auch in 2024 fortgeführt werden. Wie schon in den vier vorausgehenden Jahren wurden auch in 2023 alle Maßnahmen aus dem Unternehmen heraus mit Eigenmitteln ohne externe Unterstützung durchgeführt. Zur Ermittlung und Bewertung weiterer, technisch machbarer und wirtschaftlich sinnvoller Energieeffizienzmaßnahmen werden im Laufe des Jahres 2024 externe Fachberater hinzugezogen. Die ständige und nachhaltige Verbesserung aller Prozesse dokumentiert sich auch im Berichtsjahr wieder in einer mit < 0,01 % Volumenanteil der Gesamtausbringung extrem geringen Kunden-Reklamationsquote. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam in 2023 in einem durch viele Krisen und Störfaktoren geprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse /Pressemitteilungen /2024/ 01/PD24_019_811.html). Kongruent zur gesamtwirtschaftlichen Lage verhält sich der Markt für Lackdrähte und kann nicht an das Bedarfs- und Nachfrageniveau des Vorjahres aufschließen. Der Absatz von Kupferlackdrähten in Europa ist nach Brancheninformationen im Berichtsjahr um ca. 6 % gesunken. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug im Jahr 2023 rund 4.194,7 Mrd. Euro im Vergleich zu 3,962,2 Mrd. Euro im Jahr 2022. Es ergibt sich eine preisbereinigte Veränderung gegenüber dem Vorjahr von -0,3 %. (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seit-dem-jahr-1991/) Nach der Inflation im Jahr 2022 sind die Weltrohstoffpreise im Berichtsjahr wieder gesunken; Kupfer als unser wichtigster Rohstoff folgt eigenen Gesetzmäßigkeiten, die vielschichtig sind. Im Berichtsjahr hat es im Vergleich zum Vorjahr keine übermäßigen Preisanstiege gegeben. Andere Rohstoffe, wie Energie und chemische Komponenten unserer Isolierlacke sind aber - verglichen mit dem mittelfristigen Preisniveau - weiterhin teuer und liegen im Schnitt deutlich höher als im Vor-Corona-Jahr 2019. Insgesamt ist von einer weltweit spürbar reduzierten Nachfrage und hinsichtlich ihrer Dynamik rückläufigen Marktsituation auszugehen. 2. Geschäftsverlauf und Lage Dieser Tendenz konnte sich auch die HEERMANN GMBH nicht entziehen. Das Berichtsjahr verlief auslastungsseitig ohne größere Volatilitäten, wobei der Absatz an Lackdrähten in einer Größenordnung von über 12% unter dem Vorjahr blieb. Der für uns über dem Branchendurchschnitt liegende Absatzrückgang ist neben den bereits erwähnten Gründen im Wesentlichen auf kundenindividuelle Einflüsse zurückzuführen. Unsere Abhängigkeit von der Automobilindustrie hielt sich in etwa auf dem Niveau der Vorjahre, wobei unser Fokus verstärkt auf einer weiteren Reduzierung liegt, welche wir hinsichtlich der dazu benötigten Infrastruktur im Berichtsjahr nachdrücklich vorangetrieben haben, und die sich bereits in 2024 bemerkbar machen wird. Etwa 73% unseres Umsatzes wurden in Deutschland erwirtschaftet, während der verbleibende Umsatzanteil überwiegend innerhalb der EU realisiert wurde. Außereuropäische Umsätze lagen bei neun Prozent und lieferten mit überwiegend margenstarken Spezialprodukten einen guten Ergebnisbeitrag. Der im Vorberichtsjahr erreichte Erfolg des frühzeitigen, risikostreuenden Tranchen-Einkaufs von elektrischer Energie konnte für das Berichtsjahr nicht wiederholt werden. Die allgemein unübersichtliche Lage und der Angriffskrieg gegen die Ukraine ließen verlässliche Prognosen nicht zu. Dies hatte zur Folge, dass der durchschnittliche Strompreis des Tranchen-Einkaufs, der bereits im Jahr 2022 für das Berichtsjahr erfolgt war, teilweise deutlich über den Spotmarktpreisen des Berichtsjahres lag. Die Verteuerungen konnten jedoch ganz überwiegend an die Kunden weitergegeben werden. Im Übrigen profitierte das Unternehmen von der Strompreisbremse (StromPBG). a. Ertragslage Trotz dieser Umstände hat sich die Ertragslage der Heermann GmbH in 2023 gegenüber dem Vorjahr stark verbessert. Zum einen wurde konsequent auf einen ausreichenden Ergebnisbeitrag jedes einzelnen Artikels geachtet, und solche mit unzureichendem Ergebnisbeitrag entweder preislich auf ein auskömmliches Niveau gebracht oder aber ausgesteuert. Zum anderen lieferte ein unerwartet großes Absatzvolumen von Spezialprodukten mit hoher Marge einen erheblichen Ergebnisbeitrag ab.
b. Vermögenslage Die Vermögenslage stellt sich wie folgt dar:
Die Bilanzsumme steigt gegenüber dem Vorjahr um 9,6% auf TEUR 8.880. Dies resultiert aus verschiedenen Effekten. Wegen des guten Jahresergebnisses erhöht sich die Eigenkapitalquote von 58,1 % auf 60% im Berichtsjahr. Die Rückstellungen erhöhen sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 241. c. Finanzlage Insgesamt wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.247 erwirtschaftet, der die Mittelabflüsse an Gesellschafter (TEUR 955), Investitionen im Anlagevermögen (TEUR 445) und aus der Tilgung von Darlehen (TEUR 208) vollständig kompensieren konnte. Der Finanzmittelbestand erhöhte sich um TEUR 639 auf TEUR 1.142 per 31.12.2023 (Vj.: 503 TEUR). Die Zahlungsfähigkeit ist auf Basis der gegenwärtigen Ertrags- und Liquiditätssituation gegeben. Die Finanzlage wird weiterhin als sehr solide eingeschätzt. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf der Entwicklung • des Umsatzes • der Materialaufwandsquote • der Personalaufwandsquote • des Personalaufwandes und des Rohertrages je Mitarbeiter • des Betriebsergebnisses. Im Jahr 2023 entwickelte sich der Umsatz gegenläufig zur Absatzsituation mit +10,9 % positiv. Das dritte Quartal ließ eine gewisse Abschwächung gegenüber Q1, Q2 und Q4 erkennen, lief jedoch immer noch auf hohem Niveau. Insgesamt stellte das Berichtsjahr Rekorde bei Umsatz und Ergebnis auf. Die Materialaufwandsquote sank um 1,2%-Punkte von 45,0% (2022) auf 43,8% im Berichtsjahr 2023, einhergehend mit einem Anstieg des Materialaufwands von TEUR 716 (+11,5%). Der Personalaufwand erhöhte sich geringfügig um 5,4%, dabei sank die Personalaufwandsquote von 30,1% auf 27,7%. Der Rohertrag je Mitarbeiter steigt von TEUR 115 auf TEUR 141 an. Das Jahresergebnis nach Steuern liegt mit TEUR 1.431 mit 80,9 % über dem Niveau des Vorjahres. 4. Gesamtaussage Das Geschäftsjahr 2023 präsentierte wirtschaftlich viele unterschiedliche Facetten. Die Marktnachfrage war geringer als 2022, lag aber letztendlich höher als angesichts der makro- und mikroökonomischen sowie weltpolitischen Umstände erwartet. Das COVID-19-Thema blieb in begrenztem Umfang erhalten, rückte aber aufgrund der abnehmenden Tendenzen gegenüber anderen Effekten, wie z.B. Personalknappheit und Fachkräftemangel, in den Hintergrund. Diese erwiesen sich abermals als ein deutlich limitierender Faktor; insbesondere hinsichtlich der Dreischicht-Arbeit bestehen trotz der höheren Vergütungen offensichtlich erhebliche Akzeptanzdefizite. Dieser Umstand - im Zusammenwirken mit einem erhöhten Krankenstand - bewirkte, dass der Output hätte höher liegen können, als es schlussendlich der Fall war. Insgesamt wurde im Ergebnis die Geschäftsprognose jedoch nachdrücklich übertroffen und die Geschäftsleitung ist angesichts der Gesamtumstände hiermit zufrieden. 5. Prognosebericht Unser Geschäftsmodell eines im Marktvergleich kleinen, flexiblen, schnell anpassungsfähigen und auf höchste Qualität und Zuverlässigkeit fixierten Herstellers mit hohem und beständig weiter wachsendem Anteil an beitragsstarken Spezial- und Nischenprodukten sehen wir in einem vorwiegend auf Volumen- und Standardproduktion ausgerichteten Wettbewerberumfeld weiterhin als sehr zukunftsfähig an. In unserem Planungsszenario für 2024 gehen wir angesichts der derzeitig unsicheren politischen und fragilen wirtschaftlichen Gesamtsituation und der daraus resultierenden, deutlich wahrnehmbaren Investitions- und Konsumverhaltung von einem reduzierten Geschäftsvolumen auf dem Niveau von 2022 aus; daraus resultierend rechnen wir für 2024 mit einem deutlich reduzierten, aber nach wie vor positiven Jahresergebnis ggü. 2023. 6. Chancen- und Risikobericht Aufgrund der vielfältigen weltweiten Verwerfungen und dominanten Unsicherheitsfaktoren sind belastbare Prognosen schwer möglich. Zum anhaltenden Ukrainekrieg ist die Zuspitzung des Nahostkonfliktes hinzugekommen, der aktuell eine hohe Eskalationsgefahr birgt, und sich mindestens auch wirtschaftlich auf Europa auswirken wird. Unsicherheiten und möglicherweise negative Auswirkungen sind auch im Hinblick auf die US-Präsidentschaftswahl zu erwarten, jedenfalls mit dem aus europäischer Sicht nachteiligen Szenario einer erneuten Trump-Administration. Derzeit befinden sich die Aktienmärkte weltweit unter Druck, und in den USA machen sich konjunkturelle Sorgen und zunehmende Arbeitslosigkeit breit, das Szenario "Rezession" taucht vermehrt in der Berichterstattung auf. Vielfach ist die Zinspolitik der FED in der Kritik und wird als Risiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung gesehen. Ebenso ist Chinas Wirtschaft deutlich verlangsamt; dieser für deutsche Produkte große und wichtige Absatzmarkt hat merklich an Dynamik eingebüßt und zeigt aktuell keine Anzeichen einer nachhaltigen und spürbaren Belebung. Eine nennenswerte Reduzierung der Energiepreise ist auch für 2024 nicht in Sicht, und die Entwicklungen in Nahost lassen nicht vermuten, dass es in 2025 diesbezüglich signifikante Verbesserungen geben wird. Wenngleich es bis einschließlich Q2/2024 einigermaßen gelungen ist, die hohen Energiepreise im Markt weiterzugeben, werden diese insbesondere im weltweiten Wettbewerb zunehmend zu einem deutlichen Standortnachteil. Eine andere Frage wird sein, wie stabil die Stromversorgung angesichts zunehmender Ausrichtung auf nicht ständig bereitstehende erneuerbare Energiequellen sowie drohender Überlastungen der Stromnetze sein werden. Eine zuverlässige, unterbrechungsfreie Versorgung ist für Betriebe unserer Art in höchstem Maße von Bedeutung. Wie sich bereits im Vorjahr abzeichnete, entstanden im Berichtsjahr auf vielen weiteren Feldern neue Herausforderungen und Risiken durch mehr Bürokratie aufgrund von immer umfangreicheren europäischen wie auch nationalen Regulierungen. Vielfach wurden neue Gesetze nach kürzester Zeit mehrfach korrigiert und angepasst und verlangten damit den betroffenen Unternehmen Überwachungsprozesse ab, die sowohl personell wie fachlich nicht ohne externe Expertise zu bewältigen und zu beherrschen waren. Erhebliche neue regulative Belastungen ergeben sich auch aus dem "Green Deal" der EU und der "Klimaneutralität". Beispielhaft seien das "Energieeffizienzgesetz" und das "Energiefinanzierungsgesetz" genannt, welche durch umfassende neue Berichtspflichten und verpflichtende Maßnahmen einen ausufernden Bürokratieaufwand generieren. Auch Regelwerke zur Nachhaltigkeitsberichtserstattung, i. e. "CSRD", erzeugen einen hohen personellen und finanziellen Mehraufwand, da sich die Nachhaltigkeit in ihrer wachsenden Bedeutung auf nahezu alle Bereiche der Geschäftstätigkeit und deren Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft auswirkt. Wir haben uns daher im Berichtsjahr zu einer Nachhaltigkeitspolitik mit -berichterstattung entschieden und werden unsere Nachhaltigkeitsleistungen im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) darlegen sowie uns künftig dem Nachhaltigkeitsrating durch EcoVadis unterziehen. Es bleibt abzuwarten, inwieweit diese regulatorischen Erschwernisse europaweit einheitlich umgesetzt werden und alle Marktteilnehmer gleichermaßen betreffen; sofern Deutschland Sonderwege mit schärferen und dichteren Regulierungen geht, könnten weitere Standortnachteile entstehen. Der Kupferpreis verhielt sich in etwa auf dem Vorjahresniveau und unterlag im Berichtsjahr keinen nennenswerten Schwankungen im Jahresverlauf, sodass es damit nicht zu einer erhöhten Kapitalbindung in Beständen kam. Tendenziell ist für die kommenden Jahre von einem Anstieg des Kupferpreises auszugehen, bedingt durch verteuerte Erzgewinnung, größeren weltweiten Bedarf, höhere Energiepreise und Frachtraten. Neben den Fundamentalfaktoren, zu denen insbesondere die Gesamtnachfrage gehört, spielt der börsliche Einfluss eine ebenso große wie schwer einschätzbare Rolle. Prägnantes Beispiel sind die Kupfernotierungen Mitte Mai 2024, als die Preise kurzfristig trotz wirtschaftlicher Flaute auf über 10,- EUR/kg geschossen sind. Die tendenziell zu erwartende Verteuerung, ebenso wie die Volatilität der Preise, sind in der Lagerbestandsführung zu berücksichtigen. Allerdings kommt uns zugute, dass unser Geschäftsmodell von einer hohen Quote kundenseitiger Kupfer-Beistellungen geprägt ist, wodurch uns das Preisrisiko weitgehend abgenommen wird. Der wesentlich kleinere Anteil der sog. Vollpreisgeschäfte erlaubt es uns, die jeweiligen Kupferpreise an unsere Kunden weiterzugeben und birgt ebenfalls keine Risiken. Spekulative Geschäfte mit Kupfer werden grundsätzlich nicht getätigt. Insofern beinhaltet die von vielen Marktteilnehmern erwartete steigende Kupferpreisentwicklung kein besonderes Risiko. Ein nennenswertes Ergebnisrisiko aufgrund fallender Kupferpreise entstünde für uns derzeit erst bei Notierungen unter acht EUR/kg. Diese Gefahr sehen wir aktuell jedoch als gering an. Forderungsausfallrisiken Wie auch in den zurückliegenden Jahren, waren auch im Berichtsjahr keine besonderen Forderungsausfälle zu verzeichnen. Wir gehen allerdings davon aus, dass es aufgrund der allgemein schwachen wirtschaftlichen Situation zu erhöhten Ausfallrisiken kommen wird und überwachen daher das Zahlungsverhalten und die Bonität unserer Kunden sehr genau, um im Falle von Zahlungsverzögerungen umgehend risikominimierend agieren zu können. Länderspezifische Risiken Derzeit erkennen wir keine besonderen länderspezifischen Risiken für unsere Absatzmärkte. Spezielle Marktrisiken und -chancen Mit der bestehenden Ausgestaltung unseres Produktportfolios sowie der Konfiguration unseres Maschinenparks sehen wir uns nach wie vor und auf Basis der im Berichtsjahr durchgeführten Veränderungen und Optimierungen gut aufgestellt. Während wir mit älteren, jedoch zweckgerichtet modernisierten und aufgewerteten Anlagen kleinere Losgrößen sowie hohe Spezialisierungsgrade realisieren können, sind wir mit unseren modernen Anlagen auch im mehr standard-orientierten Volumenmarkt wettbewerbsfähig. Für uns ergaben sich auch im Berichtsjahr zunehmend Marktbereiche, in denen wir mit sehr geringer Wettbewerbsintensität konfrontiert sind. Unsere überwiegend deutlich größeren Wettbewerber fokussieren sich stark in Richtung Volumen und berücksichtigen mit abnehmender Tendenz Spezialisierungspotenziale. Die Elektromobilität wird perspektivisch Komponenten aus dem Verbrennungsmotor verdrängen, die auch unsere Produkte beinhalten; gleichwohl sehen wir gute Chancen, etwa in der Lade- und Regelungstechnik der EVs mit unseren Produkten dabei zu sein. Interessanterweise ergab sich bereits in 2023 eine erkennbare Nachfragereduzierung an Elektrofahrzeugen, die sich in 2024 insbesondere aufgrund der eingestellten staatlichen Förderungen kräftig fortsetzte. Demgegenüber verharrt die Nachfrage nach Verbrennungsmotor-spezifischen Produkten auf gutem Niveau. Das Geschäftsjahr 2023 war für uns erfolgreich in der Aufnahme weiterer Spezialprodukte, zu deren erfolgreicher Realisierung ein hohes Maß an Know-how wie auch an spezieller, maschinentechnischer Konfiguration erforderlich ist. In diesen Bereichen besteht eine geringe Wettbewerbsintensität mit einem sehr kleinen Risiko, als Lieferant substituiert zu werden. Diese Bestrebungen werden auch im Geschäftsjahr 2024 mit Nachdruck fortgesetzt werden. Finanzierungsrisiko Unsere Finanzzahlen geben uns auch für schlechte Zeiten eine gute Ausgangsposition mit Reserven. Die Eigenkapitalquote ist mit 60 % solide, die Liquiditätslage ist weiterhin mit einem sich nachhaltig im positiven Bereich bewegenden Kontokorrent sehr gut, der Cash-flow ist stabil positiv. Unsere Bankverbindlichkeiten sind insgesamt auf ein sehr geringes Niveau gesunken, Neuaufnahmen von Krediten hat es trotz nicht unerheblicher Investitionen nicht gegeben, so dass wir uns annähernd als nicht mehr bankenabhängig bezeichnen können. Wir sehen aktuell keine nennenswerten Finanzierungsrisiken. Risiko von Faktorpreissteigerungen Weitere Faktorpreissteigerungen in signifikanten Umfang halten wir im Jahr 2024 für wenig wahrscheinlich. Seit Q3-2022 ist es in dieser Hinsicht zu einer spürbaren Marktberuhigung gekommen, wenngleich bei den Isolierlacken gewisse Verteuerungen zu erwarten sind. Da diese jedoch brancheneinheitlich sind, dürfte eine Weitergabe der Mehrkosten in den Markt möglichsein. Unsere Ertragsfähigkeit betrachten wir im Branchenvergleich als sehr gut. Für die Zukunft halten wir uns für gut aufgestellt und hoch anpassungsfähig an neue Situationen und Herausforderungen. Das Geschäftsmodell eines kleineren, flexiblen Herstellers mit qualitativ erstklassigen Produkten im überwiegend von großen "Playern" besetzten Wettbewerbsumfeld ist zukunftsfähig. Unsere qualifizierten und motivierten Mitarbeiter, unsere zuverlässigen Lieferanten sowie unsere vielen treuen Kunden schaffen eine hervorragende Grundlage für positive Geschäftsaussichten in den kommenden Jahren. Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
Anhang1. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN ZUM UNTERNEHMEN Die Heermann GmbH hat ihren Sitz in Hagen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hagen unter HR B 1436 eingetragen. 2. ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES Die Heermann GmbH, Hagen, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen im Wesentlichen den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren angewendet worden. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. 3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a sowie §§ 264 bis 288 HGB aufgestellt. Ergänzende Bestimmungen des GmbH-Gesetzes zum Jahresabschluss wurden beachtet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert beibehalten worden. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert worden. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten bewertet, die angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten. Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Direkt zurechenbare Kupferbeistellungen von Kunden wurden mit dem eigenen Kupferbestand saldiert ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen für nicht direkt zurechenbare Kupferbeistellungen wurden offen von den Vorräten abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko und den Bearbeitungskosten wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag bewertet. Bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr wurden nur eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Finanzmittel umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten und werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert. Auf temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Ansätzen in der Handelsbilanz werden latente Steuern ermittelt. In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird auf die Aktivierung der sich daraus ergebenden Steuerentlastung verzichtet. Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzins abgezinst, der auf die letzten 10 Jahre abstellt. Die Rückstellungsermittlung erfolgt nach den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck mittels Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) bei einem Rechnungszins von 1,82 % p.a., einem Gehaltstrend von 2,0 % p.a. und einem Rententrend von 1,75 % p.a. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller anderen Gläubiger entzogen sind, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und verrechnet. Der beizulegende Zeitwert bemisst sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften, soweit diese vorliegen. Sie werden allgemein mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten entsprechen jeweils ihrem Erfüllungsbetrag. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag bewertet. Bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr wurden nur eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. 4. BILANZERLÄUTERUNGEN 4.1. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen ist im folgenden Anlagespiegel dargestellt (siehe nächste Seite):
4.2. Sonstige Vermögensgegenstände Unter der Position "sonstige Vermögensgegenstände" werden als antizipative Posten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, Ansprüche auf Strom- und Energiesteuererstattung in Höhe von TEUR 50 ausgewiesen. 4.3. Eigenkapital Aus der Berechnung der Pensionsrückstellung mit geändertem Zinssatz ergeben sich ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 17. 4.4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurden Aktivwerte aus Rückdeckungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1 (Vj.: TEUR 1) verrechnet. Vor Verrechnung beträgt der Wert der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen TEUR 1.821 (Vj.: TEUR 2.027). Bei Berechnung mit dem gemäß § 253 Abs. 2 HGB a.F. anzuwendenden Zinssatz von 1,74 % p.a. (Gutachten vom 26.01.2024) würde die Pensionsrückstellung TEUR 1.838 betragen. Somit ergibt sich ein Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 17. 4.5. Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 26 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen und Forderungsabtretungen gesichert. 4.6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für die Betriebsräume besteht ein langfristiger Pachtvertrag mit Aufwendungen in Höhe von TEUR 300 p.a. 5. SONSTIGE ANGABEN 5.1. Beschäftigtenzahl Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
5.2. Mitglieder der Geschäftsführung Zu Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr bestellt: Herr Eberhard Heermann, Geschäftsführer Technik und Vertrieb, und Herr Dipl.-Kfm. Heinz Eberhard Heermann, kaufmännischer Geschäftsführer. 5.3. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 1.431 auf neue Rechnung vorzutragen. 5.4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre, sind nicht eingetreten.
Hagen, den 3. September 2024 Heermann GmbH Eberhard Heermann, Geschäftsführer Heinz Eberhard Heermann, Geschäftsführer Der Jahresabschluss wurde am 11.12.2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt. BestätigungsvermerkDem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 der Heermann GmbH wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt. Die ordnungsgemäße Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen war nicht Gegenstand der Abschlussprüfung. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Heermann GmbH, Hagen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Heermann GmbH, Hagen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Heermann GmbH, Hagen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hagen, den 04.September 2024 WUP
Treuhand GmbH
Weischede, Wirtschaftsprüfer Köster, Wirtschaftsprüfer |
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