Route GmbH
47mFreight transport by road
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Silvia Haller-Rödder since 3/28/2023 | Procura |
Mads Bonde Hansen since 3/28/2023 | Managing Director |
Franz Xaver Heinrich Hake since 7/1/2021 | Managing Director |
Uwe Schmidt since 6/25/2018 | Procura |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
RMIG A/S | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
MEVACO GmbHSchlierbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 20231. Grundlagen der GesellschaftDie MEVACO GmbH, ist eine 100%ige Tochter der RMIG A/S in Ballerup /Dänemark (umfirmiert in 2023 aus: RM Rich. Müller A/S) Die Firma entstand 1979 aus der Umwandlung der 1875 gegründeten Seidl + Mayer OHG und wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 2019 als Tochtergesellschaft der RMIG A/S, Ballerup/Dänemark in die RMIG Gruppe integriert. Die MEVACO GmbH agiert als Lieferant von Lochblechen, Streckmetallen und anderen licht‐ und luftdurchlässigen Metallen und deren Zubehör. Mit ihren sechs Vertriebstochtergesellschaften in Frankreich, Österreich, Italien, Schweiz, Polen und Ungarn bedient sie den Kernmarkt in Europa. Die Stärke der MEVACO GmbH ist die Bedienung des Handwerks und der Metallverarbeiter direkt oder über den Handel bzw. Handelspartner mit Lochblechen, Streckmetall und Metallgittern in einem breiten kundenorientierten Sortiment in kundenbezogenen Abmessungen oder ab Lager in extrem hoher Schnelligkeit und Zuverlässigkeit. Dem Kunden stehen dabei die von ihm präferierten Kommunikationswege über Online‐Shop, Mail oder Telefon zur freien Auswahl. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branchenentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 sah sich Deutschland mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Nach der Corona‐Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Jedoch fiel die ökonomische Erholung im Jahr 2022 aufgrund des Kriegs in der Ukraine, steigender Energiepreise und deutlich höherer Inflation als in den Vorjahren geringer aus. Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kam es im Jahr 2023 sogar zu einer Rezession, und das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) war preisbereinigt um 0,2 Prozent niedriger als im Vorjahr. Diese Entwicklungen stellten zweifellos eine Herausforderung für die Wirtschaft dar, und die Bundesregierung musste Maßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen abzumildern. Die gestiegenen Energiekosten beeinflussten nicht nur die Verbraucher, sondern auch Unternehmen und die gesamte Wirtschaft. Dennoch blieb Deutschland bestrebt, seine wirtschaftliche Stabilität aufrechtzuerhalten und die Beschäftigungszahlen zu steigern. Die Entlastungspakete der Regierung spielten dabei eine wichtige Rolle, um die Kaufkraft zu stärken und die Erholung voranzutreiben (Bundeskanzler Olaf Scholz in seiner Pressekonferenz zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses am 4. September 2022 in Berlin). Weltweit zeigt sich ein ähnliches Bild. Aufgrund der anhaltend angespannten geopolitischen Rahmenbedingungen sowie Belastungen durch hohe Energiepreise und allgemein hohe Inflationsraten wird das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 auf 3,1 Prozent geschätzt (IWF). Die Weltkonjunktur befindet sich im Abschwung, und die makroökonomischen Bedingungen sind herausfordernd. Die Baubranche, als Hauptabsatzbranche für MEVACO Produkte, befindet sich aktuell in einer herausfordernden Situation. Nach Prognosen des DIW Berlin verringerte sich das Bauvolumen 2023 preisbereinigt um etwa ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ungünstige Finanzierungsbedingungen für Bauprojekte wirken weiterhin als Bremsfaktor für die Baukonjunktur. Für das laufende Jahr 2024 wird ein Rückgang von real 1,5 % prognostiziert, so das BBSR. Eine deutliche Entspannung zeigt sich bei der Preisentwicklung. Die extrem hohe Dynamik hat sich abgeschwächt, sodass der Preisdruck von der Materialseite nachgelassen hat. Dies ist vor allem auf die weitgehend aufgelösten Materialengpässe zurückzuführen. Zusätzlich beeinflusst der Nachfragerückgang die Situation. Die Berechnungen gehen davon aus, dass die Preise im Jahr 2024 zurückgehen werden, nachdem sie im Jahr 2023 für neue Wohngebäude noch um 8,5 % gestiegen waren (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) - Analysen KOMPAKT 01/2024). Die Auftragsbilanz 2023 im Maschinenbau, die zweite Säule unseres Geschäftsmodells, fällt mit einem realen Rückgang von 12 Prozent unerfreulich aus (VDMA). Die Auftragspolster schmelzen bei vielen Unternehmen. Für das bevorstehende Jahr 2024 blicken die Maschinen‐ und Anlagenbauer mit gedämpfter Stimmungslage aufgrund der hohen Unsicherheit vorsichtig in die Zukunft. Investitionen und Neueinstellungen werden zurückhaltender angegangen (VDMA). 2.2 Geschäftsverlauf Allgemeiner Geschäftsverlauf Selbst in diesem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld hat MEVACO im Jahr 2023 seine Robustheit bewiesen. Ein ausgewogener Produktmix, Kostendisziplin und eine effektive Beschaffungsstrategie haben dazu beigetragen, den Rohertrag weiterhin auf einem gesunden Niveau zu halten. Im Vergleich zu 2022 erzielte MEVACO im Geschäftsjahr 2023 einen Rohertrag, der lediglich 4,2 % unter dem des Vorjahres lag, obwohl die Absatzmenge (Tonnage) um 10,4 % zurückging. Dies wurde durch eine konsequente Preissteuerung und einen höheren Anteil an individualisierten Produkten sowie vermehrt kleinvolumigen Bestellgrößen erreicht. Nach einem guten Start in das Geschäftsjahr 2023 beeinflusste der Mix aus steigenden Bau‐, Finanzierungs‐ und Lebenshaltungskosten die Nachfrage zunehmend. Die abgesetzten Mengen (Tonnage) blieben ab April 2023 bis zum Jahresende deutlich unter den Planwerten. Wir sind überzeugt, dass die konsequente Umsetzung unserer Produkt‐ und Beschaffungsstrategie entscheidend ist, um unser Unternehmen inmitten dieser branchenweiten Herausforderungen zu navigieren. Darüber hinaus setzen wir uns kontinuierlich dafür ein, den Service für unsere Kunden zu verbessern und unser Produktsortiment zu erweitern. Im Geschäftsjahr 2023 blieb unsere Absatzmenge (Tonnage) um 10,4 % hinter dem Vorjahr und um 12,8 % hinter dem Plan zurück. Dies ist im wesentlichen auf die schwächelnde Baukonjunktur zurückzuführen. Die bereitgestellten digitalen Servicetools wie der Onlineshop und der MEVACO Configurator wurden im Verlaufe des Jahres vermehrt genutzt und etablierten sich dadurch als positive Wettbewerbsfaktoren. Die Digitalquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr erneut erhöht. Produktion und Investitionen Unsere Produktionsabläufe sind kontinuierlich im Wandel, und wir streben stets danach, unser Know‐how in der Herstellung von kleinen Losgrößen für unsere Hauptzielgruppe zu erweitern. In den vergangenen Jahren wie auch zukünftig werden wir gezielt in die Automatisierung unseres Maschinenparks investieren, um unsere Effizienz zu steigern. Im Geschäftsjahr 2024 planen wir, mit der Installation einer dritten Streckmetallmaschine, die Streckmetallkompetenz der Unternehmensgruppe am Produktionsstandort Schlierbach zu bündeln und mit dem Neuaufbau der Technologie Wasserstrahlschneiden das Portfolio und die Konstruktionsmöglichkeiten für die Kunden noch stärker auszuweiten und dadurch zusätzliche Einsatzmöglichkeiten zu generieren. Einkauf Unsere Beschaffungsstrategie setzt auf langfristige Planung und Partnerschaften - durch Lieferanten in ganz Europa, umfassende Lagerbestände und vorausschauende Bestellungen. All dies dient einem Ziel: unseren Kunden Versorgungssicherheit und kurze Lieferzeiten zu garantieren. Im Spannungsfeld zwischen höchster Verfügbarkeit und den volatilen Materialpreisen haben wir im abgelaufenen Jahr die Balance positiv für uns justieren können und dadurch deutliche Impulse auf unsere Rentabilität realisieren können. Entwicklungstätigkeit Auch im Geschäftsjahr 2023 haben wir wieder am Ausbau unserer Online‐Absatzkanäle gearbeitet. Die Quote der Nutzung des Kanals konnte wiederum mit vielfältigen Maßnahmen gesteigert werden. MEVACO hat somit einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil weiter ausgebaut. Erfolgreich wurden im Berichtsjahr neue Online‐Features ausgerollt und implementiert. So konnten mit den Funktionalitäten Randomizing/Fading, Custom Pattern und PerfAction neue Konfigurationsmöglichkeiten für unsere Kunden bereit gestellt werden. An dem MEVACO Product Designer als auch an dem MEVACO Configurator werden wir weiterhin kontinuierlich die Benutzerfreundlichkeit verbessern und die technischen Möglichkeiten ausbauen, um damit den Prozessen der Metallverarbeiter weiter entgegenzukommen. Im Jahr 2024 soll die Möglichkeit für die Bearbeitung von Streckmetall im Designer geschaffen werden. Damit bauen wir die Möglichkeiten zur Individualisierung der Produkte aus. Für die Handelskunden werden wir direkte Anbindung der Systeme (EDI & API) der Kunden forcieren, um die Bestellvorgängen so weit als möglich zu optimieren. Vergleich von Vorperiodenprognosen Die MEVACO GmbH konnte das Jahr 2023 aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds und der geopolitischen Herausforderungen nicht so erfolgreich abschließen wie das Jahr 2022. Die im Rahmen der Planung 2023 verabschiedeten Ziele der MEVACO wurden nicht erreicht. Weder für die Contribution Margin, die Absatzmenge (Tonnage), noch für den EBITDA (= Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen). Die Unterschreitung der Ziele ist im Wesentlichen auf die zuvor beschriebene wirtschaftliche Situation in der Bau‐ und Maschinenbranche zurückzuführen. In unserer Planung für 2023 gingen wir davon aus, dass das EBITDA im mittleren einstelligen Prozentbereich unter dem Vorjahresniveau liegen würde. Gleichzeitig erwarteten wir eine höhere Contribution Margin im oberen einstelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr. Hinsichtlich der Tonnage prognostizierten wir eine Erhöhung im unteren einstelligen Prozentbereich. Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung und die zukünftigen Perspektiven des Unternehmens unverändert positiv. Die finanzielle und bilanzielle Ausstattung der MEVACO GmbH bilden eine gute Basis für zukünftiges internes und externes Wachstum sowie eine erfolgreiche Zukunft. 2.3 Darstellung der Lage Die Entwicklung der Ertragslage der MEVACO GmbH stellt sich wie folgt dar:
Abweichend zur Gewinn‐ und Verlustrechnung weist die Ertragslage die Fracht‐ und Verpackungskosten innerhalb und die sonstigen betrieblichen Erträge unterhalb der Contribution Margin aus. Der Jahresüberschuss liegt mit TEUR 1.271 um TEUR 1.005 unter der Vorjahresperiode von TEUR 2.276. Der Rohertrag der MEVACO GmbH liegt mit TEUR 20.553 um TEUR 898 unter der Vorjahresperiode von TEUR 21.451, zurückzuführen auf die geringere Absatzmenge (in Tonnage) im Vergleich zum Vorjahr. Die Verbesserung der Preisqualität und die richtige Beschaffungsstrategie konnten den Rückgang des Rohertrags teilweise kompensieren. Unser EBITDA hat sich um TEUR 879 verringert. Zusätzlich zum Rückgang des Rohertrages hat auch die Verschlechterung der sonstigen betrieblichen Aufwandsquote um 3,2%‐Punkten dazu beigetragen. Positiv hingegen haben sich die um 3,3 % geringeren Personalaufwendungen ausgewirkt. Unter 2.4. "Personal und Sozialbereich" wird die Veränderung des Personalaufwandes beschrieben. Personal und Sozialbereich Die Personalaufwendungen - ohne Kosten für die Leiharbeitskräfte ‐ sind im Jahr 2023 auf TEUR 11.111 gesunken (i. Vj. TEUR 11.400). Prozentual ausgedrückt bedeutet dies einen Rückgang um 2,5 %. Ursächlich hierfür sind im Vorjahr getätigte Einmalzahlungen (Inflationsausgleichsprämie und sonstige Einmalzahlungen). Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 143,00 Arbeitnehmer (i. Vj. 137,25) beschäftigt Liquidität /Kapitalstruktur Die MEVACO GmbH finanziert sich im Wesentlichen durch den Verkauf von Forderungen (Factoring) sowie aus dem laufenden Cash Flow und darüber hinaus besteht eine Kontokorrentlinie gegenüber der Hausbank in Höhe von EUR 1,15 Mio. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt EUR 1,9 Mio. (i. Vj.: EUR 2,5 Mio.). Er war durch die Auswirkungen aus der schwächelnden Bau‐ und Maschinenbranche geprägt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt wie im Vorjahr EUR ‐1,1 Mio. Die Gesellschaft konnte ihre Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Gläubigern zu jeder Zeit während des Geschäftsjahres erfüllen. Verbindlichkeiten wurden innerhalb der Zahlungsfrist unter Nutzung von Skonti beglichen. Vermögenslage /Investitionen Die Bilanzsumme der MEVACO GmbH reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2022 von EUR 19,0 Mio. auf EUR 18,9 Mio. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme lag mit 55,7 % unter dem Niveau des Vorjahres (i. Vj. 58,6 %). Der Anteil der kurzfristigen Schulden an der Bilanzsumme lag mit 19,1 % ebenfalls deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (i. Vj. 26,0 %). Diese Veränderungen sind auf Zahlungen vor Fälligkeit zurückzuführen. Die Vorräte sind mit EUR 6,2 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres (i. Vj. EUR 7,2 Mio.), zurückzuführen im Wesentlichen auf die gesunkenen Rohstoffpreise. Die Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist stichtagsbedingt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich, aufgrund Zahlungen vor Fälligkeit, im Vergleich zum 31. Dezember 2022 von EUR 0,7 Mio. auf EUR 0,2 Mio. Das Eigenkapital ist auf EUR 12,9 Mio. gestiegen. Hauptsächlich liegt das daran, dass im Jahr 2023 keine Dividenden ausgezahlt wurden und das Jahresergebnis (EUR 2,3 Mio.) im Unternehmen thesauriert wurde. Die Eigenkapitalquote lag mit 68,0 %, über dem Niveau des Vorjahres (i. Vj. 61,0 %). Das Anlagevermögen (inklusive der Finanzanlagen) in Höhe von EUR 8,4 Mio. ist damit in voller Höhe durch Eigenkapital gedeckt. Die Gesellschaft hat Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von EUR 1,4 Mio. getätigt. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die MEVACO GmbH verzeichnet trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen ein aus unserer Sicht gutes Geschäftsjahr 2023. Zum heutigen Zeitpunkt sind uns ‐ abgesehen von den anhaltenden Kämpfe in der Ukraine und die wirtschaftliche Schwäche in der Bau‐ und Maschinenbranche ‐ keine weiteren Einflussfaktoren bekannt geworden, die wesentliche Auswirkungen auf die Beurteilung der zuvor berichteten Vermögens‐, Finanz‐ und Ertragslage zur Folge haben könnten. 2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Contribution Margin (= Rohertrag), der EBITDA sowie die Absatzmenge (Tonnage). Zusätzlich wenn auch weniger im Fokus zu den genannten operativen Ergebnisgrößen stellen für uns die Bestellquote nach Material/Produktgruppen und nach Vertriebskanälen, Maschinenlaufzeiten und die Termintreue finanzielle und nichtfinanzielle Indikatoren/Kennzahlen dar. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1 Prognosebericht Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 bleibt durch eine anhaltende Unsicherheit geprägt. Die wirtschaftliche Lage ist weiterhin ungewiss, insbesondere im Hinblick auf geopolitische Spannungen und Konflikte. Die Baubranche wird ebenfalls von den volatilen Bedingungen beeinflusst. Eine positive Perspektive ergibt sich jedoch aus der fallenden Inflationsrate und den daraus resultierenden steigenden Realeinkommen. Ebenso entscheidend wird das Timing des erwarteten Zinssenkungszyklus sein, dessen Beginn für 2024 als wahrscheinlich gilt. Die weitere Entwicklung der Situation bleibt abzuwarten. Nachfolgend ist die voraussichtliche Entwicklung der zur internen Steuerung verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren auf Basis eines herausfordernden Marktumfeldes und leicht steigenden Absatzmengen (Tonnage) im Vergleich zum Berichtsjahr dargestellt. Wir erwarten Steigerungen beim Absatz individueller Produkte, bei ähnlich hohen Absätzen von Standard‐Produkten. Mit einer aktiven Bearbeitung strategischer Wachstumsinitiativen wollen wir den Absatz bei unseren Handelskunden steigern, den Absatz der Individuellen Produkte bei unseren metallverarbeitenden Kunden steigern und den Absatz von Streckmetallen durch neue Fertigungsmöglichkeiten fördern. Die Inflation berücksichtigend erwarten wir im Ergebnis einen EBITDA unter Vorjahresniveau im unteren einstelligen Prozentbereich und eine im unteren einstelligen Prozentbereich höhere Contribution Margin im Vergleich zum Vorjahr. Bei den Absatzmengen (Tonnage) erwarten wir einen Anstieg im unteren einstelligen Prozentbereich. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. 3.2 Risikomanagementsystem Unser Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil des Planungs‐ und Controllingsystems. Durch ein permanentes Controlling und eine konsequente Nachkalkulation werden ggf. vorhandene Risiken frühzeitig erkannt. Es existieren aussagekräftige Kennzahlensysteme, die eine Überwachung der Ertrags‐ und Vermögenslage gewährleisten. Risiken im Produktionsbereich werden durch Sicherheitsstandards, hohe Mitarbeiterqualifikation und regelmäßige Wartung der Anlagen minimiert. Investitionen werden detailliert auf Risikoaspekte hin analysiert. Sorgfältige Prüfungen im Vorfeld sowie begleitende Prüfungen bilden die Basis für eine erfolgreiche Investitionssteuerung und wirksame Risikoreduzierung. 3.3 Risikobericht Die nachfolgend dargestellten Risiken sind im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr und werden in der Reihenfolge ihrer relativen Bedeutung dargestellt. Als stahlverarbeitendes Unternehmen ist die MEVACO GmbH von der weltweiten Stahlkonjunktur abhängig. Das zeigt sich einerseits in der Gewährleistung entsprechender Einkaufsmengen, aber auch in dem Erfordernis, sich gegen die starken Schwankungen der Weltmarktpreise für Vormaterial abzusichern bzw. Preissteigerungen zeitnah an die Kunden weiterzugeben. Die konsequent verfolgte Digitalisierungsstrategie eröffnet MEVACO neue Chancen, den Kundennutzen und die Werte des Unternehmens zu steigern. Gleichwohl birgt die hohe Durchdringung aller Geschäftsbereiche mit Informationstechnik (IT) auch Risiken für die Geschäfts‐ und Produktionsprozesse. Aus der stetig wachsenden Bedrohung durch Cyberkriminalität, die sich auf die Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit von Informationen und IT gestützten Betriebsmitteln auswirken können. Trotz umfangreicher Vorkehrungen kann dies im ungünstigsten Fall zu einer zeitweiligen Unterbrechung von IT‐gestützten Geschäftsprozessen mit hohen negativen Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis führen. Zur Erhöhung der Sicherheit durchlief die RMIG Gruppe (einschließlich MEVACO) in den Vorjahren ein Cyber‐Security Assessment, um Schwachstellen und Lücken zu erkennen. Die daraus resultierenden Maßnahmen wurden definiert und wurden im Wesentlichen im Vorjahr und im aktuellen Jahr umgesetzt. Um die Awareness der Mitarbeiter hoch zuhalten wurde im Geschäftsjahr 2023 darüber hinaus ein Sicherheitstraining durchgeführt. Forderungsrisiken begrenzen wir grundsätzlich durch eine mit dem Factoring verbundene Kreditversicherung sowie durch unser internes Kontrollsystem zur Bonitätsprüfung unserer Kunden im Forderungsmanagement. In diesem Zusammenhang unterstützt uns die sehr breit gefächerte Kundenstruktur mit relativ vielen kleineren Forderungen. Die anhaltenden Kämpfe in der Ukraine und die wirtschaftliche Schwäche in der Bau‐ und Maschinenbranche bergen weitreichende Risiken. Das kann sich negativ auf die Absatzentwicklung, Produktionsabläufe und den Einkaufsprozess auswirken. Beispielsweise könnten Unterbrechungen in den Lieferketten und der Energieversorgung auftreten, ebenso wie Engpässe bei den Rohstoffen. Zudem sind höhere Cyberrisiken nicht auszuschließen. Gesamtrisiko Risiken, die einzeln oder im Zusammenwirken mit anderen Risiken zu einem existenzgefährdenden Schadens‐ oder Gefährdungspotential für die Vermögens‐, Finanz und Ertragslage führen, sind derzeit weiterhin für MEVACO nicht erkennbar. 3.4 Chancenbericht Die nachfolgend dargestellten Chancen sind unverändert zum Vorjahr und werden in der Reihenfolge ihrer relativen Bedeutung dargestellt. Die Preis‐ und Sortimentspolitik wird zentral für alle Marktgebiete gesteuert. Das sichert uns eine optimale Preisgestaltung am Markt. Im Geschäftsjahr 2024 werden wir unsere Anstrengungen im Online‐Vertrieb weiter verstärken und damit unsere zukunftsgerichtete Vertriebspolitik fortsetzen. Das Jahresergebnis 2023 werden wir zur Stärkung der Selbstfinanzierung und der Finanzierung geplanter Investitionen verwenden. Dabei spielt aber auch die Sicherstellung einer gesunden Liquiditätslage eine wichtige Rolle, auf die wir auch in den nächsten Jahren besonderen Wert legen werden. Wir stehen vor großen Herausforderungen, denen wir durch unsere Regionalität, den Ausbau der Individualität unseres Produktsortiments und den Ausbau unserer Online‐Präsenz wichtige Antworten gegeben haben, die uns unsere Marktposition weiter ausbauen lassen. Gesamtchance Die wesentlichen Einflussfaktoren auf unser Geschäftsmodell sind, abgesehen von den makro‐ beziehungsweise geopolitischen Risiken, aus Sicht des Unternehmens intakt und bieten weiterhin Potenziale für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung.
Schlierbach, den 28. Juni 2024 Die Geschäftsführung Franz Xaver Hake Mads Bonde Hansen Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. ErläuterungenI. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der MEVACO GmbH, mit Sitz in Schlierbach, die im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter HRB 533072 eingetragen ist, wurde unter Beachtung der Vorschriften der §§ 238 bis 256 a HGB sowie nach den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt zum 31. Dezember 2023 gemäß § 267 Abs. 2 i. V. m. Abs. 4 HGB die Größenkriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft. Sie nimmt die größenabhängigen Erleichterungsvorschriften für die Aufstellung des Jahresabschlusses in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewendet. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear und pro rata temporis ermittelt. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen auf abschreibungsfähige Vermögensgegenstände. Die Herstellungskosten für selbsterstellte Anlagen umfassen Einzelkosten sowie die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Bei der Ermittlung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern werden folgende Annahmen zugrunde gelegt:
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten angesetzt (Beachtung des strengen Niederstwertprinzips). Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten (Beachtung des strengen Niederstwertprinzips) bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten miteinbezogen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die erkennbaren Risiken sind durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt; dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand des Folgejahres darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages ermittelt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer. Auf fremde Währung lautende Geschäftsvorfälle werden im Zugangszeitpunkt mit dem Devisenkassamittelkurs erfasst. Im Rahmen der Folgebewertung werden kurzfristige Fremdwährungsforderungen und-verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Bewertung unter Beachtung des Niederstwertprinzips bzw. Höchstwertprinzips. III. Angaben zur BilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in einem gesonderten Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die Finanzanlagen beinhalten folgenden Anteilsbesitz:
1 ) umgerechnet zum Stichtagskurs: 1EUR = 1,0793 CHF; 1EUR = 0,0026 HUF, 1EUR = 0,2304 PLN Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. Die darin enthaltenen Forderungen gegen den Gesellschafter belaufen sich auf TEUR 0 (i. Vj.: TEUR 187). Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren bei den Rückstellungen für Pensionen wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) angewandt. Der der Bewertung zugrundeliegende Rechnungszinssatz liegt bei 1,83 % (i. Vj.: 1,78 %) und wurde den von der Deutschen Bundesbank gemäß den Vorschriften der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 25. November 2009 ermittelten und veröffentlichten Zinsinformationen entnommen. Es wurde keine Fluktuationsrate angesetzt. Nach Maßgabe der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde eine pauschale Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren unterstellt. Die Bewertung erfolgte auf der Grundlage der von der Heubeck AG veröffentlichten Richttafeln RT 2018 G. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren, der einer Ausschüttungssperre unterliegt, beläuft sich auf EUR 43 (i. Vj.: TEUR 0,2). Die Verpflichtungen der Arbeitnehmer aus einer betrieblichen Berufsunfähigkeitsabsicherung, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert von Rückdeckungsversicherungsansprüchen bestimmt, wird mit dem beizulegenden Zeitwert dieser Rückdeckungsversicherungsansprüche von TEUR 664 (i. Vj.: TEUR 664) bewertet. Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung beträgt TEUR 708 (i. Vj.: TEUR 686). Da verpfändete Rückdeckungsversicherungsansprüche als Deckungsvermögen einzustufen sind, ist eine Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB der Verpflichtung mit den entsprechenden Rückdeckungsversicherungsansprüchen vorgenommen worden. Die entsprechenden Aufwendungen von TEUR 70, (i. Vj.: TEUR 64) und die Erträge von TEUR 22 (i. Vj.: TEUR 58) wurden ebenfalls verrechnet. Die Berechnung des Deckungsvermögens erfolgte nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Berücksichtigung der aktuellen Einkommensteuer-Hinweise. Die angegebenen Werte beinhalten die gezahlten Beiträge einschließlich ggf. vorhandener Überschussanteile bis zum Ende des am Bilanzstichtag bzw. Feststellungszeitpunkt laufenden Beitragszahlungsabschnitts. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen, ausstehende Eingangsrechnungen, unterlassene Aufwendungen für Instandhaltungen, Archivierung und Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, Gewährleistungen sowie übrige ungewisse Verbindlichkeiten. Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter belaufen sich auf TEUR 148 (i. Vj.: TEUR 0). Ein Aval für ein Zeitwertkonto durch die Kreissparkasse Göppingen, Göppingen, wird durch Grundschulden auf dem Betriebsgrundstück in Schlierbach in Höhe von TEUR 3.354 (i. Vj.: TEUR 3.354) besichert. IV. Angaben zu den Posten der Gewinn- und VerlustrechnungDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 193 (i. Vj.: TEUR 182). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 154 (i. Vj.: TEUR 319). V. Sonstige Angaben1. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft nutzt Factoring als Absatzfinanzierungsinstrument. Factoring ist eine Finanzierungsform, bei der die Liquiditätslage von Unternehmen verbessert wird. Factoring ermöglicht der Gesellschaft, das Umlaufvermögen unabhängiger von Banken zu finanzieren, da die kurzfristigen Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen an den Factor veräußert und von diesem im Rahmen der gezeichneten Limite sofort bezahlt werden. Somit erhält die Gesellschaft die Liquidität sofort nach Rechnungsstellung und realisiert somit eine umsatzkongruente Finanzierung. Gleichzeitig erfolgt beim Factor eine laufende Bonitätskontrolle der Debitoren und daneben übernimmt dieser mit dem Ankauf der Forderungen gleichzeitig auch das Ausfallrisiko. Risiken durch die Nutzung von Factoring liegen nicht vor. MEVACO steht für die rechtliche Wirksamkeit sowie für die vertragsgemäße Erstellung ein. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen in Höhe von 1.026 TEUR verkauft. Die Gesellschaft hat diverse Leasing- und Mietverträge für Kraftfahrzeuge, Software und Betriebs- und Geschäftsausstattung, für Maschinen sowie für die Geschäftsgebäude abgeschlossen. Die Leasing- und Mietgeschäfte führen zu einer Verbesserung der Liquiditätssituation und zur Verbesserung der Eigenkapitalquote. Weitere Vorteile bestehen in der kurzen Vertragsbindung, da die Leasinggegenstände bei technischem Fortschritt leicht ausgetauscht werden können. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie den höheren Refinanzierungskosten.
2. Bestellobligo Das Bestellobligo beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.720. 3. Sonstige Haftungsverhältnisse Aus dem Factoring-Vertrag besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung für die Ansprüche der Facto- ring Bank gegen das verbundene Unternehmen MEVACO S.a.r.l., Nantes/Frankreich. Die Gesellschaft rechnet mit keiner Inanspruchnahme der Verpflichtung aufgrund der zufriedenstellenden Bonität der Kunden. 4. Arbeitnehmer Die Zahl der durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
5. Konzernzugehörigkeit Die MEVACO GmbH, Schlierbach, ist aufgrund der größenabhängigen Befreiung § 293 HGB nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Anteile an der MEVACO GmbH, Schlierbach werden von RMIG A/S, Ballerup/Dänemark, (umfirmiert in 2023 aus: RM Rich. Müller A/S) gehalten. Der Jahresabschluss MEVACO GmbH, Schlierbach wird in den Konzernabschluss der RMIG A/S, Ballerup/Dänemark, (größter und kleinster Kreis) einbezogen. Dieser Konzernabschluss, der nach dem Danish Financial Statements Act aufgestellt wird, kann unter der Nummer CVR 64 11 31 19 in englischer Sprache im dänischen Unternehmensregister (https://datacvr.virk.dk) eingesehen oder abgerufen werden. 6. Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an
Bei den Gesamtbezügen der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9 a HGB macht die Gesellschaft von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. 7. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung der Gesellschaft schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Schlierbach, den 28. Juni 2024 Die Geschäftsführung Franz Xaver Hake Mads Bonde Hansen Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MEVACO GmbH, Schlierbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MEVACO GmbH, Schlierbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MEVACO GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 1. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Denis Etzel, Wirtschaftsprüfer ppa. Alexandra Wiedmann, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 4. November 2024 festgestellt. |
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