Engineering activities for construction project management of civil engineering constructions and transportation infrastructure
ProBioGen AG
Herbert-Bayer-Straße 8, 13086 Berlin, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Alfred Walter Dr. Merz since 5/14/2024 | Board Member |
Volker Dr. Sandig since 5/5/2010 | Procura |
Andrea Hauptmann since 11/3/2009 | Procura |
HoldingsBeta
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
ProBioGen AGBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Prüfung und Berichterstattung des Aufsichtsrats nach § 171 AktG für die ProBioGen AGBerichtsjahr 2024Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2024 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben umfassend wahrgenommen und die damit in Zusammenhang stehenden Entscheidungen getroffen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren. Im Rahmen der Überwachungs- und Beratungstätigkeit ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig und umfassend durch mündliche und schriftliche Berichte über die Geschäftsentwicklung, die Strategie sowie die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung informieren. Hierbei hatten die Mitglieder des Aufsichtsrats jederzeit die Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat mit der Risikolage und dem Risikomanagement sowie der Überwachung der Unternehmensführung. Sitzungen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrats: Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2024 insgesamt 7 Sitzungen an den folgenden Terminen abgehalten:
Die jeweils aktuelle Umsatz- und Ergebnisentwicklung der ProBioGen insgesamt, sowie der jeweiligen Geschäftsfelder im Einzelnen, waren ebenso Bestandteil der Beratungen aller Aufsichtsratssitzungen wie der Liquiditätsstatus und die Finanzplanung. In seinen Sitzungen befasste sich der Aufsichtsrat ferner eingehend mit den Fortschritten der laufenden Investitionsprojekte zur Erweiterung der Produktionskapazitäten („Xpand“) und deren Auswirkungen auf die kurz- und mittelfristige Finanz- und Liquiditätsplanung. Weitere Themenschwerpunkte waren potentielle Auswirkungen der geopolitischen Entwicklungen (Ukraine-Krise, Naher Osten), Gefahren der gestiegenen Inflation und höhere Energie- und Beschaffungskosten sowie mögliche Maßnahmen zur Kostenoptimierung. Periodisch wurde ausführlich die Wettbewerbssituation erörtert und Strategien zur Positionierung des Unternehmens als CDMO mit starker Technologiekompetenz. Darüberhinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit wesentlichen personalpolitischen Themen. Mit Wirkung zum 1. Mai 2024 wurde Dr. Alfred Merz in der Funktion des COO eingestellt und als Interims-CEO zum Vorstand des Unternehmens bestellt, nachdem Dr. Lutz Hilbrich das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen hat. In seiner Sitzung am 18. Dezember 2024 beschloss der Aufsichtsrat die Ernennung von Dr. Alfred März zum geschäftsführenden CEO der ProBioGen AG. Ein Teil der Mitglieder hat an den Sitzungen per Videokonferenz teilgenommen. Neben den ordentlichen Aufsichtsratssitzungen hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2024 mehrere Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. Der Aufsichtsrat erhielt im Jahr 2024 periodisch schriftliche Berichte des Vorstands über die finanzielle Situation und die Liquiditätslage des Unternehmens. Ebenfalls berichtete der Vorstand dem Aufsichtsratsvorsitzenden und einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats über wesentliche für das Unternehmen wichtige Vorgänge. Jahresabschluss 2024: Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner GmbH hat den Jahresabschluss der ProBioGen AG zum 31. Dezember 2024, den Lagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vorgelegen. Sie wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 20. März 2025 eingehend behandelt und mit dem Vorstand diskutiert. Dabei berichtete der Abschlussprüfer zudem über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach eingehender Prüfung und Erörterung des Jahresabschlusses, des Lageberichts sowie des Abhängigkeitsberichts hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 20. März 2025 festgestellt, dass er keine Einwendungen erhebt und dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zustimmt. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss nach HGB für das Geschäftsjahr 2024 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt. Zusammensetzung des Aufsichtsrats: Der Aufsichtsrat setzte sich aus den Herren Dr. Wafik Bardissi (Vorsitzender), Dr. Amr Shabrawishi (Stellvertreter), Frau Prof. Dr. Wiltrud Treffenfeldt, Prof. Dr. Hans-Dieter Volk, Richard Chambers, Klaus Nestler, Dr. Shaheer Bardissi und Prof. Dr. Ralf Wagner zusammen. Einrichtung von Fachausschüssen: In seiner Sitzung am 2. Oktober 2024 hat der Aufsichtsrat die Einrichtung von Ausschüssen mit den Schwerpunkten „Prüfung (Audit) und Finanzen“ (Vorsitzender Klaus Nestler, Mitglied Richard Chambers), sowie „Nominierungen und Personal“ (Vorsitzender Richard Chambers, Mitglied Prof. Dr. Wiltrud Treffenfeldt) beschlossen. In der am selben Tag stattfindenden Hauptversammlung wurde die Vergütung für die Ausschussmitglieder von den Aktionären genehmigt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ProBioGen AG für die im Geschäftsjahr 2024 erbrachten Leistungen.
Berlin, den 20. März 2025
Für den Aufsichtsrat der ProBioGen AG gez. Wafik Bardissi, Vorsitzender Lagebericht Geschäftsjahr 2024Inhalt 1 Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft 1.2 Ziele und Strategien 1.3 Steuerungssystem 1.4 Forschung und Entwicklung 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2 Geschäftsverlauf 2.3 Geschäftslage 2.3.1 Ertragslage 2.3.2 Finanzlage 2.3.3 Vermögenslage 3 Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht (§ 312 Abs. 3 Satz 3 AktG) 1 4 Chancen-, Risiko- und Prognosebericht 4.1 Chancen 4.2 Risiken 4.3 Prognose - Ausblick auf das Geschäftsjahr 2025 1 Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft Die ProBioGen AG, Berlin (im Folgenden „ProBioGen“) ist ein international tätiges Auftragsunternehmen für die Entwicklung und Durchführung von Herstellprozessen biopharmazeutischer Wirkstoffe aus Zellkulturen. Durch seine 30jährige Erfahrung in der Kultur tierischer Zellen und seiner wissenschaftlichen Kompetenz deckt ProBioGen die gesamte Wertschöpfungskette vom Gen über die Zelllinienentwicklung bis zur GMP (Good Manufacturing Practice) -Produktion ab. ProBioGen hat verschiedene innovative Technologien zur Optimierung von Herstellverfahren, zur Wirkstoffverbesserung und zur Analyse biologischer Aktivitäten entwickelt, die auch zur Auslizensierung angeboten werden. Kunden der Gesellschaft sind internationale, sowohl große Pharmaunternehmen als auch kleine und mittlere Biotech-Unternehmen. Die Gesellschaft hat die Rechtsform einer Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Berlin. Mehrheitsaktionärin der Gesellschaft ist die Minapharm Pharmaceuticals S.A.E mit Sitz in Kairo, Ägypten („Minapharm“). Entsprechend dem deutschen Aktienrecht besitzt die ProBioGen AG ein duales Führungssystem, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand besteht derzeit aus einem Mitglied. Der Aufsichtsrat besteht zum Stichtag aus 8 Mitgliedern. 1.2 Ziele und Strategien Die Gesellschaft bietet umfassende Entwicklungsleistungen zur Herstellung therapeutischer Proteine und viraler Vektoren an. Ziel der Gesellschaft ist es, die Wertschöpfungskette bei der Entwicklung dieser komplexen biopharmazeutischen Wirkstoffe möglichst vollständig abzudecken und die Kundenwünsche damit bestmöglich erfüllen zu können. Die damit verbundenen Entwicklungsleistungen vom Gen bis hin zur GMP-Produktion auf dem Gebiet der therapeutischen Proteine werden seit langem weltweit erfolgreich angeboten. Das Unternehmen verfügt dazu über eine hochentwickelte Säugerzell- und Medienplattform. Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen seit langer Zeit bei der Entwicklung viraler Produktionstechnologien. Es verfügt über unternehmenseigene Zelllinien (AGE1.cell lines® ), die die Basis der Aktivitäten bilden. Das Unternehmen engagiert sich auch im Bereich der Zell- und Gentherapie. ProBioGen besitzt eine sehr hohe wissenschaftlich-technische Kompetenz, die anspruchsvollen Kundenprojekten zugutekommt und die Basis für die Entwicklung innovativer Technologien bildet, die dann entweder direkt in Auftragsprojekten eingesetzt oder auch davon unabhängig auslizensiert werden. 1.3 Steuerungssystem Erfolgssicherndes Management ist ein zentraler Bestandteil des Unternehmens. Zu den Leistungsindikatoren gehören Umsatz, EBITDA und EBIT. EBIT und Umsatz sind in das variable Vergütungssystem des Managements und der Beschäftigten einbezogen. Umsatz, EBITDA und EBIT dienen auch dem Vergleich mit der Planung und bilden die wesentlichsten finanziellen Steuerungsgrößen. Eine weitere wesentliche finanzielle Steuerungsgröße ist der Netto-Cashflow. Er wird zur operativen Unternehmenssteuerung verwendet. Er zeigt, ob das laufende Geschäft und die notwendigen Investitionen aus der operativen Tätigkeit finanziert werden können. ProBioGen kann so flexibel auf Veränderungen reagieren. Nicht-finanzielle Kennzahlen, die zur Steuerung des Unternehmens herangezogen werden sind insbesondere Kennzahlen aus dem Personalbereich, wesentlich ist hier die Fluktuationsrate. 1.4 Forschung und Entwicklung Die Komplexität der von der ProBioGen erbrachten Dienstleistungen stellt eine besonders gute Ausgangslage für technische Verbesserungen und Erfindungen dar. Die Innovationskraft, das hohe technische Niveau der Dienstleistungen von ProBioGen und ihr Technologieportfolio sind Grundlage für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens und spielen eine dominante Rolle in der Projektakquise und sind in erheblichem Maße mitverantwortlich für den wachsenden Bekanntheitsgrad des Unternehmens. Der eingeschlagene Weg als Technologieunternehmen soll auch in Zukunft konsequent weier verfolgt werden. Dazu investiert ProBioGen in die Weiterentwicklung vorhandener Technologien und erschließt sich neue durch interne Entwicklung und Forschungskooperationen. Einige Technologien, die im Hause entwickelt wurden und die sich am Markt etablieren konnten, sind im Folgenden beschrieben. Die patentgeschützte Transposase-Technologie „DirectedLuck“ schafft durch die zielgerichtete Integration der zu exprimierenden Gene in die aktivsten genomischen Loci einer Zelle ein Alleinstellungsmerkmal. Die Technologie ist besonders geeignet, Expressionszelllinen für komplexe Antikörperformate, sogenannte „Next Generation Biologics“ herzustellen. Darüber hinaus werden Entwicklungszeiten maßgeblich verkürzt und eine sehr hohe Wirkstoffausbeute von bis zu 12 g/l ermöglicht. Damit gewinnt die Technologie auch im direkten Vergleich mit alternativen Verfahren zur Transposase-basierten Zelllinienentwicklung. Die außergewöhnliche Stabilität der eingebrachten Gene und deren Expression erlaubt es, Herausforderungen der gemeinsamen Herstellung multipler Antikörper in einer Zelle zu adressieren. Die Technologie ist wesentlich für den Erfolg des Zelllinienentwicklungsservices der ProBioGen und wird Kunden auch unter Lizenz zur Verfügung gestellt. ProBioGen's GlymaxX®-Technologie bewirkt eine gezielte Veränderung des Glycans, die sehr robust und nicht an eine spezifische Produktionszelllinie gebunden ist und verstärkt eine spezifische Aktivität des Antikörpers 20-100fach. Die Technologie ist mittlerweile an zahlreiche Unternehmen auslizensiert worden. Mehrere Lizenznehmer konnten bereits erfolgreich die klinische Entwicklung ihrer Produkte abschließen und Marktzulassungen u.a. bei der FDA erwirken. Außer in der Tumortherapie finden solche verstärkten Antikörper auch in der Bekämpfung viraler Infektionen Anwendung. Für die verschiedenen Zelllinien hat ProBioGen eine eigene Medienplattform mit spezialisierten Medien für individuelle Anforderungen aufgebaut und erweitert diese kontinuierlich. Die Medien stehen unseren Kunden auch für große und größte Maßstäbe als Pulverformulierung zur Verfügung und sind kommerziell bei Medienherstellern in Europa und den USA käuflich zu erwerben. Sie sind nicht nur chemisch definiert und robust, sie steigern maßgeblich die Produktivität von eigenen und kundeneigenen Zelllinien. Auch im Bereich der Impfstoffentwicklung durch auf Basis viraler Vektoren ist ProBioGen aktiv. Diese Vektoren wirken besonders effektiv in Kombinationsimpfstoffen, induzieren eine langanhaltende und besonders auf T-Zellen beruhende Immunantwort. Die proprietäre Zelllinie AGE1.CR:PIX löste das aufwändige Herstellverfahren mittels primärer Hühnerzellen ab und hat sich als Industriestandard etabliert. Mit der Vektorplattform MVA-CR19 eingesetzt in der Produktentwicklung, neuen, stabilen Insertionsstellen und einem neuartigen Verfahren zur besonders schnellen Erzeugung neuer Impfstoffkandidaten kann ProBioGen die Entwicklung von Impfstoffen gegen Tumoren und Infektionen unterstützen. Das Unternehmen kombiniert moderne Fermentation mit robusten Reinigungsverfahren und komplexer Analytik und plant, diese in der in Fertigstellung befindlichen eigenen Herstellungseinheit für klinische Prüfmuster zu nutzen. Ein wachsendes Geschäftsfeld der ProBioGen ist die Entwicklung von Herstellungsverfahren für Gentherapievektoren und Impfstoffe. Neue Verfahren der Gentherapie erlauben heute die Therapie bisher unheilbarer Krankheiten und gewinnen an Bedeutung. Dabei eilt die prinzipielle Machbarkeit skalierbaren und kosteneffektiven Produktionsverfahren weit voraus. Lentiviren, Adenoassoziierte Viren und Adenoviren sind die am häufigsten verwendeten Vektoren. Mit Hilfe der Transposase-Technologie „DirectedLuck“ ist es ProBioGen gelungen, einen neuen Standard der Lentivirus-Herstellung zu etablieren: Lenti.RiGHT -eine Zelllinienplattform, die alle notwendigen Gene bereits enthält, nicht mehr auf das Einbringen von 4 verschiedenen Plasmiden während der Herstellung angewiesen ist und damit auch größte Maßstäbe bedienen kann. Mit dieser Technologie ist ProBioGen bestens auf den steigenden Bedarf vorbereitet, der mit einem breiten klinischen Erfolg von Zelltherapien insbesondere CAR-T Zellen einhergeht. Sie dient auch als Ausgangspunkt für Entwicklungsprojekte auf dem Gebiet der Zelltherapie. Mit der im Hause entwickelten Automatisierungslinie „PsiBot“, können mehr Zelllinien parallel entwickelt und wesentlich mehr Kandidatenklone früh charakterisiert werden. Schlüssel dafür sind Kultivierungsparameter, die den industriellen Prozess im Milliliter-Maßstab gut simulieren und innovative Assays, die mit geringsten Probenvolumen auskommen. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft zeigte im Jahr 2024 weitgehende Stagnation mit nur begrenzter konjunktureller Dynamik. Trotz einzelner Wachstumsimpulse dominierten weiterhin strukturelle Risiken, insbesondere durch geopolitische Spannungen, eine restriktive Geldpolitik sowie lediglich leichte Verbesserungen bei der Bekämpfung der Inflation.1 Zwar ist die Weltwirtschaft nach vorläufigen Berechnungen 2024 geringfügig gewachsen, jedoch ging dies nicht mit einer spürbaren konjunkturellen Belebung einher.2 Im Jahr 2024 veränderte sich das Bruttoinlandsprodukt weltweit um ca. 3,1 % über das Niveau von 2023. So lag das Bruttoinlandsprodukt der USA mit ca. 2,3% über Vorjahresniveau.3 Für die Europäische Union wurde für 2024 eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes um 0,8 % erwartet, die deutsche Volkswirtschaft verzeichnete dabei jedoch einen Rückgang um 0,2 %.4 5 So setzte sich in Deutschland die schwache Konjunktur aus dem Jahr 2023 auch 2024 fort, auch wenn eine gewisse Stabilisierung zu beobachten war. Insgesamt gibt es nach wie vor einen zurückhaltenden Konsum, vor allem aufgrund der hohen Inflation in den ersten Monaten des Jahres. Dies verbesserte sich zum Ende 2024, bleibt jedoch auf einem verhaltenen Niveau. Ein weiterer bremsender Wirtschaftsfaktor ist die verringerte Dynamik am Arbeitsmarkt. Der fortschreitende demografische Wandel und verringerte durchschnittliche Arbeitszeiten führen dazu, dass offene Stellen weiterhin schwer besetzt werden können.6 Die im Lifescience-Sektor im Vorjahr beobachtete Abschwächung der Wachstumsdynamik wandelt sich für 2024 in einen Wachstumstrend um. Es kommt zu einer erhöhten Nachfrage im öffentlichen und privaten Sektor, welche im Wesentlichen mit den Auswirkungen der Überalterung der Bevölkerung zusammenhängt.7 Zusätzlich werden durch die zunehmende Digitalisierung neue Bereiche erschlossen. So ist neben der personalisierten Medizin die Digitalisierung und der Einsatz von Generativer Kl einer der Haupttrends in 2024.8 Laut Prognosen wird davon ausgegangen, dass der Lifescience-Markt bis 2032 ein jährliches Wachstum von 11,8% zeigen wird.9
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https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/12/10-konjunkturweltwirtschaft.html Im Jahr 2024 wurden 43 Biopharmazeutika in Deutschland neu zugelassen, was einen deutlichen Anstieg zu 2023 (30) darstellt. Der Fokus, mit 22 der neu zugelassenen Medikamente, liegt dabei weiter auf dem Gebiet der Bekämpfung von Krebserkrankungen sowie immunologischen Erkrankungen.10 Zudem wurde auch in 2024 der wachsende Entwicklungstrend der letzten Jahre fortgesetzt. So befanden sich weltweit 22.825 Medikamente in der Entwicklung. Betrachtet man die Entwicklung der letzten 10 Jahre, stellt dies eine Verdopplung der in Entwicklung befindlichen Medikamente dar. 11 12 Trotz steigendem Bedarf an modernen Therapien wurde die Situation von Biotechnologieunternehmen weltweit auch von den seit 2021 anhaltenden Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Produktentwicklungen bestimmt. Diese Entwicklung stellte eine Korrektur zur Überhitzung der Branche während der COVID-19-Pandemie dar. Einfluss hatten auch steigende Zinsen, strengere Zulassungsverfahren und verschiedene enttäuschende Studienergebnisse, so dass das Investitionsklima eingetrübt hat. Für 2025 wird eine weitere leichte Erholung erwartet.13 Es ist davon auszugehen, dass die bei ProBioGen etablierten Säugerzelltechnologien auch künftig einen großen Anteil an der gesamten biopharmazeutischen Produktion haben werden. Mit dem steigenden Marktanteil von Präparaten mit geringeren Wirkstoffmengen und der Steigerung der Ausbeuten in der Herstellung erhöhen sich für ProBioGen die Chancen mit dem etablierten Produktionsmaßstab eine dauerhaft gute Auslastung zu erreichen. Der Ausbau des Geschäftsfeldes „Virale Vektoren“ wird vor dem Hintergrund des Wachstums der personalisierten Medizin und eines verbreiterten Anwendungsfeldes als chancenreich bewertet.
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https://www.deloitte.com/ch/de/Industries/life-sciences-health-care/analysis/global-life-sciences-sector-outlook.html Für den Geschäftserfolg im CDMO-Segment ist es nach unserer Auffassung von Bedeutung, dass dem Kunden neben der reinen Herstellung ein zusätzlicher Mehrwert angeboten werden kann. Dies leistet die ProBioGen AG durch ihre Expertise im Bereich des Zelllinien- und Protein- Engineerings. Auch den gestiegenen Kundenerwartungen hinsichtlich der begleitenden Analytik wird ProBioGen durch eigene Expertise und den kontinuierlichen Ausbau des Portfolios an analytischen Methoden gerecht. Das Portfolio der ProBioGen wird im kommenden Jahr durch das Fill und Finish ergänzt. Durch die Erweiterung um diesen Service wird dem Kundenbedürfnis nach einem „One Stop Shop Erlebnis“ Rechnung getragen. 2.2 Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2024 startete im oben beschriebenen Umfeld mit sehr geringem Auftragsbestand und dem daraus entstandenen Erfordernis Korrekturen zur Erhaltung der Profitabilität vorzunehmen. Nach einem von Unsicherheiten geprägten ersten Halbjahr führten die ergriffenen Maßnahmen zu einer signifikanten Verbesserung der Auftrags- und Ertragslage. Im Ergebnis konnte ProBioGen die gesteckten Ziele für Umsatz, EBITDA und EBIT übertreffen. Dabei konnten die geplanten Serviceumsätze zu 98% erreicht werden, Umsätze aus Technologien lagen 21% über Plan. Im Geschäftsjahr sank die Beschäftigtenzahl um 41 auf 276 am Jahresende und liegt damit leicht unter der für 2024 geplanten Belegschaftsstärke. Die anforderungsgerechte Personalausstattung ist als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator Bestandteil der Planung. Die Fluktuationsrate war im Geschäftsjahr unüblich hoch, was durch die zeitweise ungenügende Auftragslage begründet war. Die Unsicherheiten im erwarteten Geschäftsverlauf machten ein erweitertes Risikomanagement und eine besonders kritische Kostenüberwachung und -steuerung erforderlich. Durch deren erfolgreiche Durchführung konnten begonnene Investitionen und Forschungsvorhaben wie geplant fortgesetzt werden. Der Netto-Cashflow lag höher als im Vorjahr und übertraf auch die Erwartungen für 2024. Ursachen waren die bessere Ertragslage und Einschränkung von Investitionen, die noch nicht begonnen worden waren. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen TEUR 1.684,3. Es wurden Investitionen in Höhe von TEUR 4.190,4 in Sachanlagen getätigt. Insgesamt war die Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr verhalten und von Herausforderungen geprägt. Zum Jahresende hin nahm das Geschäft deutlich Fahrt auf. Daher war die Geschäftsentwicklung 2024 insgesamt zufriedenstellend. 2.3 Geschäftslage 2.3.1 Ertragslage Die Umsätze des Unternehmens resultieren vor allem aus umfassenden Projektverträgen vom Gen bis zur GMP-Produktion. Die Serviceumsätze reduzierten sich aufgrund der durch die beschriebenen Hemmnisse im Marktsegment im Vergleich zum Vorjahr um 4 %. Der reduzierte Auftragsbestand bei Dienstleistungen wirkte sich insbesondere in der ersten Jahreshälfte aus. In der zweiten Jahreshälfte gelang es, die Auftragslage deutlich zu verbessern. Wesentlicher Umsatzbestandteil sind Erträge aus Technologien, die im Berichtsjahr um 16% stiegen. Die Lizenzeinnahmen bewegten sich im Rahmen der üblichen Schwankungen. Nach einem Jahr mit geringeren Lizenzeinnahmen im Jahr 2023 konnten 2024 steigende Umsätze verzeichnet werden. Sonstige Erträge resultieren vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen, der Auflösung der Sonderposten für Investitionszuschüsse sowie Erträgen aus Währungsumrechnungen. Sie lagen ca. 49,4% über Vorjahresniveau. Die Materialaufwandsquote verzeichnete einen minimalen Anstieg von 1,5 Prozentpunkten im Berichtsjahr, bedingt durch projektbezogene Faktoren. Die Personalaufwendungen sanken leicht um 2,4 %, was auf die reduzierte Beschäftigtenzahl im Jahr 2024 zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich insgesamt um 4,9 %. Preissteigerungen und erforderliche Mehraufwendungen konnten durch erhöhte Kostenkontrolle überkompensiert werden. In der Folge stieg das EBITDA im Geschäftsjahr um 15,64% auf TEUR 8.818,7. Die EBITDA-Rendite stieg von 17,1% auf 19,7%. Im Geschäftsjahr wurden gemäß dem Vorsichtsprinzip Abschreibungen in Höhe von TEUR 645,0 auf Forderungen gegen die Tochtergesellschaft MiGenTra GmbH vorgenommen, da die Unternehmensfinanzierung derzeit noch nicht sichergestellt ist und die Ausrichtung des Unternehmens derzeit überarbeitet wird. Das EBIT stieg entsprechend im Geschäftsjahr 2024 um TEUR 7.159,8 auf TEUR 4.971,3. Damit stieg auch die EBIT-Rendite (EBIT/Umsatz) von -4,9% auf 11,1 %. Das Jahresergebnis verbesserte sich entsprechend um TEUR 6.557,5 auf TEUR 3.138,6. Damit haben sich die 2023 getroffenen Prognosen hinsichtlich Umsatz und Personalbestand weitgehend erfüllt, bei EBITDA und EBIT gelang es sie zu übertreffen, da insbesondere auf der Kostenseite nicht alle Risiken eingetreten sind, die erwartet wurden, wie beispielsweise anhaltend hohe Energiekosten. 2.3.2 Finanzlage Wichtigstes Ziel des Finanzmanagements der Gesellschaft ist die Sicherung der Finanzierung des operativen Geschäfts, der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und der Investitionen. Kernstück des Finanzmanagements ist das Liquiditätsmanagement. Dazu werden alle Zahlungsströme erfasst und fortlaufend geplant. Den Finanzbedarf für die langfristigen Investitionen, zur Erweiterung der Produktionskapazität, deckt die Gesellschaft aus Eigenmitteln, bereits abgeschlossenen Kreditverträgen und gewährten Investitionsförderungen. ProBioGen verfolgt eine konservative Finanzierungspolitik, die auf ein effizientes Forderungsmanagement und eine solide Liquiditätsreserve abzielt. Die Finanzlage ist stabil, die Liquidität ist jederzeit gesichert. Infolge der verbesserten Ertragslage stieg der Bankbestand um EUR 6,0 Mio. auf EUR 36,2 Mio. Dem Unternehmen stehen zum Stichtag Kreditlinien i.H. v. TEUR 3.000 zur Verfügung. Damit übertraf der Netto-Cashflow die in 2023 erstellten Prognosen. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme des Unternehmens ist im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 18,8 % gestiegen. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 20,5 %. Wesentliche Ziele der Investitionstätigkeit waren der Ausbau der Produktionskapazitäten im Proteinsektor, der Aufbau einer Virusproduktionsstrecke zur Erweiterung des Serviceportfolios, die Erweiterung von Analytikkapazitäten sowie die Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen. Finanzanlagen erhöhten sich durch gewährte langfristige Darlehen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.526,9. Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahresstichtag um TEUR 2.139,6 gesunken. Der Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stieg im Vergleich zum Vorjahresstichtag um TEUR 3.224,1, sonstige Vermögensgegenstände stiegen um TEUR 270,9. Auf der Passivseite der Bilanz sind die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen leicht angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 12.211,6 gestiegen. Es wurden ein weiteres Investitionsdarlehen zur Finanzierung des Ausbaus der Produktionskapazitäten aufgenommen. Die sonstigen Rückstellungen sind um 29,7% angestiegen, bedingt durch gestiegene Rückstellungen für Personalkosten. Die Eigenkapitalquote fiel leicht auf 59,0 %. Insgesamt stellt sich die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, vor dem Hintergrund der vorangestellten Ausführungen, als solide dar. 3 Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht (§ 312 Abs. 3 Satz 3 AktG) Der Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen enthält folgende Schlussbemerkung: „Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bis auf dem im Anhang unter Punkt 8 dargestellten Sachverhalt, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Die Gesellschaft wurde durch Maßnahmen nicht benachteiligt.“ 4 Chancen-, Risiko- und Prognosebericht 4.1 Chancen ProBioGen ist es gelungen, sich sehr gut in ihren Kerngeschäftsfeldern zu positionieren und ist sowohl als Technologieunternehmen als auch als Auftragsentwickler und -hersteller ein gefragter Partner. Zu den Chancen für die kommenden Geschäftsjahre zählen insbesondere: Die kontinuierliche Entwicklung und Vermarktung von modernen, eigenen Technologien und hochwertigen, kundenorientierten Dienstleistungen stellt nach wie vor einen Wettbewerbsvorteil dar, der große Chancen bietet. Den Wettbewerbern begegnet ProBioGen mit einer konsequenten Kundenorientierung in der Projektarbeit. Mit der Erweiterung der angebotenen technischen Kapazitäten für die Herstellung von biopharmazeutischen Wirkstoffen begleitet von erweiterten Analyse- und Entwicklungsangeboten ergibt sich ein umfangreiches Umsatzpotenzial aus der ununterbrochenen Begleitung einer größeren Anzahl von Kundenprojekten bis zum Markteintritt und ggf. darüber hinaus. Die vorhandenen Anlagen und Geräte sind vielfach auditiert und werden den steigenden Kundenanforderungen auch künftig gerecht. Die Beschäftigten verfügen über umfangreiche Expertise und bilden sich kontinuierlich weiter, um Kunden- wie auch eigene Entwicklungsprojekte auf höchstem wissenschaftlich-technischem Niveau auszuführen. ProBioGen hat Plattformtechnologien zur Herstellung vektorbasierter Impfstoffe entwickelt und hat auf dieser Grundlage wichtige Schritte bei der Entwicklung von Produktionssystemen für Gentherapievektoren unternommen. Damit engagiert sich das Unternehmen in einem der modernsten Gebiete biopharmazeutischer Entwicklungen. 4.2 Risiken Als Unternehmen der biopharmazeutischen Industrie unterliegt die Gesellschaft allgemeinen, branchen- und unternehmensspezifischen Risiken. Finanzrisiken ProBioGen ist weltweit tätig und daher auch Währungsrisiken ausgesetzt. Dem begegnet die Gesellschaft durch Priorisierung von Vertragsabschlüssen in Euro. Zinsrisiken wurden durch die Vereinbarung fester Zinssätze über längere Zeiträume geringgehalten. Von wesentlicher Bedeutung ist die Steuerung der Liquidität. Ziel ist es, eine ausreichende Liquidität der Gesellschaft sicherzustellen, die auch dem schwankenden Liquiditätsbedarf des Projektgeschäfts Rechnung trägt. Das wird bereits bei der Vertragsgestaltung berücksichtigt. Es erfolgt eine detaillierte Liquiditätsplanung. ProBioGen verfügt des Weiteren über eine Kreditlinie. Risiken in Verbindung mit geistigem Eigentum Das umfangreiche Schutzrechtsportfolio begründet die Wahrscheinlichkeit, dass andere Unternehmen ihre eigenen Schutzrechte beeinträchtigt sehen. ProBioGen wird durch kompetente Fachanwälte begleitet und versucht so, die nachteiligen Konsequenzen aus potenziellen Einsprüchen gering zu halten. Risiken in Bezug auf das Personal Die Gesellschaft hat durch ihre wissenschaftliche Ausrichtung, ihr weltweites Agieren und die besonderen Erfordernisse der Herstellung unter GMP-Bedingungen besondere Ansprüche an Ausbildung und Erfahrungen ihrer Mitarbeitenden. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Geschäftslage ist die Motivation und Bindung der hochqualifizierten Mitarbeitenden eine große Herausforderung. Die Gesellschaft setzt auf transparente und offene Kommunikation der Geschäftslage und Planungen. Freie Kapazitäten werden für interne Entwicklungen und Prozessoptimierungen genutzt. Für in der Zukunft geplantes, weiteres Wachstum ist die Rekrutierung von erfahrenen und Nachwuchsfachkräften wichtig und auf einem angespannten Arbeitsmarkt ebenfalls herausfordernd. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft, indem sie:
Die Attraktivität des Unternehmens für Bewerber*innen konnte durch diverse Maßnahmen im Personalbereich und im Marketing gesteigert werden. Produktrisiken Die biopharmazeutischen Produktentwicklungen, die Grundlage der Dienstleistungen der ProBioGen sind, unterliegen insbesondere im Bereich der klinischen Erprobung hohen Erfolgsrisiken. Wenn ein Auftraggeber von ProBioGen sich zu einem produktbedingten Projektabbruch gezwungen sieht, können daraus auch (Auslastungs-)Risiken für ProBioGen erwachsen. Zum Management dieser Risiken dient ein Projektcontrolling, das Frühindikatoren überwacht und somit zusätzlich Handlungsspielräume schafft, um Projektabbrüche rechtzeitig vertrieblich aufzufangen. Zur Verringerung der aus Projektabbrüchen erwachsenden Risiken dient auch eine entsprechende Vertragsgestaltung. Marktrisiken Die Biotechnologiebranche ist international und komplex. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass internationale und regionale Krisen die Branche beeinflussen und somit auch Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. ProBioGen begrenzt diese Risiken, indem das Leistungsportfolio vielfältig, wissenschaftlich anspruchsvoll gestaltet, und die Kundenstruktur des Unternehmens möglichst vielfältig gehalten wird. Die verschiedenen regionalen Märkte entwickeln sich nicht homogen. Dem trägt das Unternehmen durch genaue Marktbeobachtung, Anpassung des Leistungsportfolios an Kundenbedürfnisse und marktspezifische Vertriebsaktivitäten und Kundenbetreuung Rechnung. Die leadgenerierenden Marketingaktivitäten wurden deutlich intensiviert und werden in 2024 forciert fortgesetzt. In Folge der Auswirkungen von Corona-Pandemie, des Ukraine-Krieges, des Konfliktes im Nahen Osten und weiterer weltpolitischer Entwicklungen, insbesondere in den USA, hat die verspätete oder reduzierte Verfügbarkeit von finanziellen Ressourcen auf Kundenseite erheblichen Einfluss auf den Abschluss und den Fortgang von Kundenprojekten. Daraus resultiert eine Unterauslastung von verfügbaren Kapazitäten. Dem begegnet die Gesellschaft durch sehr gute Kundenkommunikation, intensivierte Vertriebs- und Marketingaktivitäten und flexible Vertragsgestaltung. Beschaffungsrisiken Mit der Erhöhung der Produktionskapazitäten und des Herstellungsmaßstabes sowie der Beschleunigung der Projektläufe auf Wunsch der Kunden hat die zeitgenaue und anforderungsgerechte Versorgung mit Roh- und Hilfsstoffen für das Unternehmen an Bedeutung gewonnen. Dem Risiko begegnet die Gesellschaft durch:
Risikosteuerung Die Risikosteuerung erfolgt vorrangig in den Bereichen Qualitätssicherung, Finanzen und dem Project Management Office. Durch enges Projektcontrolling, klare Vorgabe von Kriterien bei der Beurteilung von Projekten und Abläufen sowie weitreichendem Versicherungsschutz ist ProBioGen gut aufgestellt, um Herausforderungen proaktiv zu begegnen. Zusammenfassung Die wesentlichen Risiken sieht das Unternehmen darin, die vorhandenen Kapazitäten durch Kundenaufträge auszulasten, die Rohmaterialbeschaffung bedarfsgerecht sicher zu stellen, qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten, und die Produktionsprozesse zu steuern. Durch verstärkte und zielgerichtete, weltweite Vertriebs- und Marketingaktivitäten, erweiterte Lagerbestände, bedarfsgerechtes Recruiting und proaktive Prozessbetreuung werden die Risiken gesteuert. Ein Eintritt mit wesentlicher Bedeutung für die Ertragslage wird für das Risiko der Kapazitätsauslastung durch reduzierte Auftragseingänge als wahrscheinlich eingestuft. Die sonstigen Risiken werden sehr wahrscheinlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertragslage haben. 4.3 Prognose - Ausblick auf das Geschäftsjahr 2025 Die Weltwirtschaft 2025 wird durch eine Mischung aus politischen, technologischen und demografischen Faktoren geprägt sein, die sowohl Unsicherheiten als auch neue Möglichkeiten mit sich bringen. Insbesondere die politischen Entwicklungen in den USA und Europa, geopolitische Spannungen und Konflikte, Auswirkungen des Klimawandels, aber auch Chancen durch neue Technologien sind für ProBioGen von großer Bedeutung. Die Geschäftsleitung erwartet grundsätzlich keinen geringeren Bedarf an biotechnologischen Entwicklungen und Produkten. ProBioGen ist dafür eine gefragte Partnerin. Für das Jahr 2025 erwartet die Gesellschaft eine auskömmliche Auslastung der Produktions- und Entwicklungskapazitäten jedoch keine Vollauslastung. Mittelfristig erwartet das Management eine Auslastung der vorhandenen und neuen Kapazitäten. Die Umsatzerwartung liegt deutlich über dem Umsatz von 2024. Es wird auch mit einer starken Steigerung des EBITDA und EBIT gerechnet. Aufgrund der im Laufe des Jahres 2025 geplanten Inbetriebnahme der neuen Produktionskapazitäten wird mit einem Anstieg der Abschreibungen von ca. 10% gerechnet. Der Bankbestand wird leicht unterhalb des Vorjahresniveaus gehalten werden. Es wird erwartet, dass eine Umsatzrendite über dem Vorjahresniveau erreicht wird. Es wird erwartet, dass der Netto Cashflow moderat sinkt. Die Beschäftigtenzahl wird 2025 im Vergleich zu 2024 steigen, jedoch unterhalb des Niveaus von 2022 bleiben. Das Unternehmen befindet sich in einer stabilen wirtschaftlichen Lage, hat sehr gute Kundenbeziehungen und einen sich stabilisierenden Auftragsbestand, eine sehr engagierte, fähige Belegschaft sowie ein erfahrenes Management. Das Management geht davon aus, dass trotz angespannter Marktlage jedoch mit höchster Kundenorientierung, verstärkter Vertriebsaktivität, , einhergehend mit sensibler Personalführung und gesteigerter Kosteneffizienz, die positive Entwicklung der Gesellschaft fortgesetzt werden wird.
Berlin, den 11.03.2025 gez. Dr. Alfred Merz, Vorstandsvorsitzender, CEO 6.1.2 Bilanz zum 31. Dezember 2024AKTIVSEITE scroll
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6.1.3 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024scroll
6.1.4 Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20241 ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die ProBioGen AG ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gesellschaft hat ihren Jahresabschluss unter Beachtung der §§ 242 ff. HGB sowie der sie ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB und des Aktiengesetzes aufzustellen und gemäß der §§ 325 ff. HGB offenzulegen. Die Gesellschaft ist im Amtsgericht Charlottenburg, Berlin unter der HRB 74715 B registriert. 2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN, BEWERTUNGSANGABEN Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Vorjahreszahlen, dargestellt in Klammern, beziehen sich auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023. Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der aufgelaufenen Abschreibungen bewertet. Investitionszuschüsse auf nicht abnutzbares Sachanlagevermögen wie Grundstücke werden im Jahr des Zugangs mit den Anschaffungskosten verrechnet. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Anschaffungskosten enthalten anteilige Anschaffungsnebenkosten und sind um Anschaffungskostenminderungen gekürzt. Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 800 werden sofort abgeschrieben. In den Jahren vor 2020 wurden Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1000 in einem Sammelposten erfasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die Position wird im Anlagespiegel unter (II.3.) andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen. Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode ermittelt. Die Abschreibungsdauer orientiert sich an den amtlichen AfA-Tabellen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zum gleitenden Durchschnittswert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bestände wurden durch eine körperliche Bestandsaufnahme ermittelt. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung zum Bilanzstichtag wird ein Alterswertabschlag auf die Vorräte vorgenommen. Die unfertigen Leistungen und unfertigen Erzeugnisse wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit Herstellungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. In die Herstellungskosten für die unfertigen Leistungen und unfertigen Erzeugnisse werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch anteilige Gemeinkosten des Fertigungsbereichs und Materialgemeinkosten einbezogen. Vertriebskosten, allgemeine Verwaltungskosten und Zinsen werden nicht berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Sie werden wertberichtigt, wenn ihre Einziehung am Abschlussstichtag ungewiss oder gefährdet ist. Die Wertberichtigung erfolgt auf dem Wege der Einzelfallprüfung. Forderungen in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr darf der sich daraus ergebende Wert jedoch nicht den Anschaffungswert übersteigen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert angesetzt. Für Verpflichtungen aus Ertragsteuern werden Steuerrückstellungen gebildet. Die sonstigen Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr darf der sich daraus ergebende Wert jedoch nicht die Zugangsbewertung unterschreiten. Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird grundsätzlich in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Fall einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird bezogen auf den Aktivüberhang der latenten Steuern zum Bilanzstichtag von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden latente Steuern saldiert ausgewiesen. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 30,18 % zugrunde gelegt. 3 KONZERNVERHÄLTNISSE Die Firma Minapharm Pharmaceuticals S.A.E. mit Sitz in Kairo, Ägypten, ist seit 2010 Hauptaktionärin der ProBioGen und hält derzeit 99,19 % (99,19 %) der Anteile an der Gesellschaft. Der Konzernabschluss der Minapharm Pharmaceuticals S.A.E., in den die ProBioGen einbezogen wird (größter und kleinster Kreis), ist auf der Internetseite der Gesellschaft einsehbar (www.minapharm.com). 4 ANGABEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Aufteilung und Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage diesem Anhang beigefügt. Im Finanzanlagevermögen befinden sich Darlehen an die Minapharm Pharmaceuticals S.A.E. i.H.v. TEUR 7.526,9 sowie Anteile an der MiGenTra GmbH, Berlin, i.H.v. TEUR 12,75, die im Jahr 2021 gegründet wurde und an der Pro- BioGen 51% der Anteile hält. Vorräte Vorräte bestehen aus in Arbeit befindlichen Aufträgen, Beständen an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie unfertigen Erzeugnissen und Leistungen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind insgesamt kurzfristig fällig, soweit es in der Bilanz nicht anders vermerkt ist. Es bestehen langfristige Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 4.930,00, die um 100% einzelwertberichtigt sind. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 1.071.920,00 (EUR 1.071.920,00) und ist in 1.071.920 Namensaktien im Nennwert zu je EUR 1 eingeteilt. Die Gesellschaft verfügt über genehmigtes Kapital in Höhe von 535.960 Aktien. Der Vorstand ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung der ProBioGen AG vom 28. September 2023 zur Ausgabe von 535.960 neuen Namensaktien im Nennbetrag von EUR 1,00 bis zum 28. September 2028 ermächtigt (Genehmigtes Kapital 1/2023). Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt: scroll
Sonderposten für Zuwendungen Der Sonderposten wurde für Investitionszuschüsse (GRW) gebildet und wird über die Nutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter aufgelöst. Als Erträge aus der Auflösung der Sonderposten sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen TEUR 291,4 (TEUR 313,1) enthalten. Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.089,2 (TEUR 3.152,3) sind im Wesentlichen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 2.953,6 (TEUR 2.153,4) und Rückstellungen für Arbeitnehmererfindervergütung in Höhe von TEUR 399,7 (TEUR 336,2), erfasst. Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten betragen TEUR 29.719,6 (TEUR 18.043,4). Sie sind wie in der folgenden Tabelle dargestellt gegliedert. scroll
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Sonstige finanzielle Verpflichtungen Das Unternehmen hat einen Mietvertrag zur Nutzung eines Laborgebäudes abgeschlossen. Die Mietdauer endet am 30.09.2032. Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus diesem Vertrag beträgt TEUR 3.375,3 (TEUR 3.810,1). Es besteht ein Mietvertrag für Büroräume mit einer finanziellen Verpflichtung in Höhe von TEUR 767,2 (TEUR 1.015,6). Mietende ist der 31.08.2027. Des Weiteren besteht seit dem 15.11.2023 ein Mietvertrag für eine Lagerhalle. Die Mietdauer endet nach voraussichtlich 10 Jahren am 14.11.2033. Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus diesem Vertrag beträgt TEUR 2.913,3 (TEUR 1.455,6). Zum Bilanzstichtag waren Materialbestellungen im Wert von 598,7 TEUR (TEUR 345) ausgelöst. 5 ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Das Unternehmen hat Abschreibungen auf Forderungen gg. Verbundene Unternehmen, die gegen MiGenTra GmbH bestehen, in unüblicher Höhe vorgenommen: scroll
Währungsgewinne/-verluste Währungsgewinne in Höhe von TEUR 366,4 (TEUR 36,0) und Währungsverluste in Höhe von TEUR 149,3 (TEUR 62,2) resultieren aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs zum Stichtag. Währungsgewinne in Höhe von TEUR 27,4 (TEUR 6,9) und Währungsverluste in Höhe von TEUR 32,3 (TEUR 4,7) resultieren aus Kursveränderungen zwischen Entstehungs- und Zahlungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten. 6 HAFTUNGSVERHÄLTNISSE Das Unternehmen hat einen Avalkredit in Höhe von 5.000 TEUR für die Besicherung eines fremden Darlehens übernommen. Die Sicherheit für diesen Vertrag erfolgte in bar. ProBioGen hat diesen Avalkredit zugunsten der Muttergesellschaft übernommen. Nach den Erkenntnissen des Managements können die zugrundeliegenden Verpflichtungen von ihr vollständig erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Für die Absicherung der Mietkaution eines Laborgebäudes bestehen Avale von insgesamt TEUR 158,3 zugunsten der R & S Grundinvest GmbH & Co. KG. Weiterhin besteht ein Mietaval in Höhe von 91.679,61 EUR zugunsten der EVP II Panattoni Berlin City S.a.r.l. zur Absicherung einer Mietkaution. 7 SONSTIGE ANGABEN Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl betrug im Geschäftsjahr betrug 271 , darunter 148 Frauen und 123 Männer. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Angaben zu Organmitgliedern Vorstand: Im Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis 06.06.2024 waren folgende Personen zum Vorstand bestellt: scroll
Im Geschäftsjahr vom 14.05.2024 bis 31.12.2024 waren folgende Personen zum Vorstand bestellt: scroll
Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Aufsichtsrat: Im Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis 31.12.2024 waren folgende Personen zum Aufsichtsrat bestellt: scroll
Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten eine Aufwandsentschädigung in Höhe von TEUR 262,8. Ausschuss für Nominierungen und Personal Im Geschäftsjahr vom 01.10.2024 bis 31.12.2024 waren folgende Personen zum Ausschuss für Nominierungen und Personal bestellt: scroll
Ausschuss für Prüfung und Finanzen Im Geschäftsjahr vom 01.10.2024 bis 31.12.2024 waren folgende Personen zum Ausschuss für Prüfung und Finanzen bestellt: scroll
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf scroll
8 GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN ZU NICHT MARKTÜBLICHEN BEDINGUNGEN Die Gesellschaft hat zugunsten der Muttergesellschaft einen Avalkredit aufgenommen und besichert. Die aus diesem Geschäft entstandenen Nachteile wurden im Berichtsjahr nur teilweise ausgeglichen. 9 VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG, DIE NACH ENDE DES GESCHÄFTSJAHRES EINGETRETEN SIND Nach Ende des Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die ProBioGen ereignet.
Berlin, den 11.03.2025 gez. Dr. Alfred Merz, Vorstandsvorsitzender, CEO Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024scroll
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6.1.5 BESTÄTIGUNGSVERMERK Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ProBioGen AG, Berlin: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ProBioGen AG, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ProBioGen AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 11. März 2025 Roedl & Partner GmbH gez. Fischl, Wirtschaftsprüfer gez. Fehlauer, Wirtschaftsprüfer 6.2.1 Gesellschaftsrechtliche Grundlagen Firma, Handelsregister, Sitz Die Gesellschaft ist unter der Firma ProBioGen AG im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 74715 B eingetragen. Ein Handelsregisterauszug vom 11. März 2025 mit der letzten Eintragung vom 6. Juni 2024, Abberufung Vorstand, lag uns vor. Sitz der Gesellschaft ist Berlin. Gegenstand des Unternehmens Die Gesellschaft befasst sich mit der Neu- und Weiterentwicklung von biopharmazeutischen Technologien, analytischen Verfahren und Produktionsverfahren, der Herstellung und Testung von biologischen, virologischen und gentechnischen Produkten einschließlich von Fertigarzneimitteln im Kundenauftrag sowie mit der wissenschaftlichen Weiterbildung auf dem Gebiet der biotechnologischen Verfahrenstechnik. Gründung Die Gesellschaft wurde durch notariellen Vertrag vom 13. Juni 1994 errichtet. Größe der Gesellschaft Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Gesellschaftsvertrag Die gesellschaftsrechtlichen Verhältnisse sind in der Satzung in der Fassung vom 22. November 1999 mit Änderungen vom 28. September 2023 (Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals) geregelt. Grundkapital Das voll einbezahlte Grundkapital beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahresabschluss EUR 1.071.920,00. Es ist unterteilt in 1.071.920 Stammaktien, die als Namensaktien im Nennbetrag zu je EUR 1,00 ausgegeben werden. Diese werden gehalten von scroll
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Organe Hauptversammlung Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 und bis zum Ende unserer Prüfung fand eine Hauptversammlung statt. Folgende Beschlüsse von wesentlicher Bedeutung wurden gefasst: Gesellschafterversammlung vom 2. Oktober 2024:
Vorstand Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Anhang angegeben. Die Gesellschaft wird durch Herrn Dr. Alfred Merz vertreten. GewinnverwendungsvorschlagDie gesetzlichen Vertreter werden der Hauptversammlung vorschlagen, den zum 31. Dezember 2024 ausgewiesenen Bilanzgewinn von TEUR 41.860,93 auf neue Rechnung vorzutragen. Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat gemäß § 9 des Gesellschaftsvertrags einen Aufsichtsrat, der aus 8 Mitgliedern besteht. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Anhang mit ihrem Namen und Beruf bezeichnet und angegeben. Im Berichtsjahr fanden 7 Aufsichtsratssitzungen statt. Am 28. Mai 2024 billigte der Aufsichtsrat den von den gesetzlichen Vertretern aufgestellten und von der Rödl & Partner GmbH WPG geprüften Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023. Vorjahresabschluss Die Gesellschafterversammlung vom 2. Oktober 2024
Unternehmensverbindungen Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen für die folgenden inländischen Tochterunternehmen gemäß § 290 HGB, die damit auch verbundene Unternehmen gemäß § 271 Abs. 2 HGB sind. Als verbundene Unternehmen werden alle unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften der Gesellschaft angesehen. scroll
Die Gesellschaft selbst ist gemäß § 271 Abs. 2 HGB i.V.m. § 290 HGB ein verbundenes Unternehmen der Minapharm Pharmaceuticals S.A.E. und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. |
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