FIDELIS LOGISTICS GmbH
Am Reitersberg 16, 95182 Döhlau, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Astrid Döhla since 11/21/2024 | Procura |
Sebastian Franz since 10/15/2024 | Managing Director |
Marcus Franz since 10/15/2024 | Procura |
Beneficial Owners
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Identified persons (3)
| Name | Ownership |
|---|---|
| 33.33% | |
| 33.33% |
Shareholders
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
FIDELIS LOGISTICS GmbHDöhlauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 01.01.2023 bis 31.12.2023I. Geschäftstätigkeit Die FIDELIS LOGISTICS GmbH ist ein inhabergeführtes, mittelständiges Familienunternehmen mit Sitz in Döhlau. Die Geschäftstätigkeit der FIDELIS LOGISTICS GmbH besteht aus vier Kernbereichen: 1) Lagerlogistik Kontraktlogistik für anspruchsvolle, sensible oder genehmigungspflichtige Güter. 2) Vermittlung von Transportdienstleistungen Organisation und Koordination internationaler Großraum- und Schwertransporte. 3) Genehmigungsservice Behördliche Genehmigungsbesorgung und Serviceleistungen im Bereich Übermaß-/ Schwertransporte. 4) Industriemontage Entladungs-, Einbringungs- und Montageleistungen von Übermaß- und Schwergütern aller Montagestufen. II. Darstellung des Geschäftsverlaufs a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das globale Wachstum war im Jahr 2023 mit 3,2% gegenüber dem Vorjahreswert von 3,4% leicht rückläufig. Für 2024 geht der Internationale Währungsfonds IWF davon aus, dass die Weltwirtschaft mit 3,2% im gleichen Tempo wachsen wird (Quelle: IMF, World Economic Outlook, April 2024). Die deutsche Wirtschaft war im Jahr 2023 rückläufig. Während im Vorjahr noch ein Anstieg von 1,8% zu verzeichnen war, ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3% gesunken (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024). In das Jahr 2023 ist die deutsche Wirtschaft mit einem positiven Vorzeichen gegenüber dem 4. Quartal 2023 gestartet, das Bruttoinlandsprodukt ist im 1. Quartal 2024 um 0,2% gestiegen (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 205 vom 24.05.2024). Für 2024 prognostizieren die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute In ihrem Frühjahrsgutachten nur noch einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 0,1%. Im Herbstgutachten standen noch 1,3% in Aussicht (Quelle: Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2024 vom 27.03.2024). b) Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Daten des Logistikindikators, den das ifo Institut im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik (BVL) monatlich erhebt und quartalsweise veröffentlicht, zeigen im Jahr 2023 einen anhaltenden Verfall. Nachdem bei Geschäftslage, Geschäftserwartungen und Geschäftsklima im 1. Quartal noch ein Anstieg erkennbar war, sackten die Indikatoren im 2. und 3. Quartal deutlich ab. Im 4. Quartal 2023 deutete sich nur bei den Geschäftserwartungen eine leichte Trendwende an, während das Geschäftsklima nahezu konstant blieb und die Abwärtsbewegung bei der Geschäftslage anhielt. Auch der LKW-Maut-Fahrleistungsindex des Statistischen Bundesamts lässt im Jahr 2023 einen Negativtrend erkennen. Für das 1. Quartal 2024 setzt sich die Abwärtsentwicklung beim Logistikindikator fort, während der LKW-Maut-Fahrleistungsindex auf eine leichte Aufhellung hindeutet. Angesichts der verhaltenden Geschäftsaussichten im 1. Quartal 2024 bleibt abzuwarten, ob in der Logistikbranche eine Erholung oder Trendumkehr einsetzen wird. c) Geschäftsentwicklung der FIDELIS LOGISTICS GmbH Der erhebliche Umsatzwachstum der Vorjahre hat auch im Jahr 2023 eine Fortsetzung gefunden. Im Jahr 2023 war eine nochmalige deutliche Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr um 20% auf 28,4 Mio € (2022: 23,6 Mio €) zu verzeichnen. Obwohl die laufende Finanzbuchhaltung für das 1. Quartal 2024 einen Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahresquartal erkennen lässt, gibt es keine Anzeichen für eine Trendwende. Die positive Geschäftsentwicklung dürfte sich auch in 2024 fortsetzen, selbst wenn die Umsatzzahlen des Rekordjahres 2023 nicht mehr erreicht werden sollten. Die Geschäftszahlen belegen die kontinuierliche Aus- und Weiterentwicklung sämtlicher Kernbereiche, die in den letzten Jahren stattgefunden hat. Investitionen Anfang 2019 erfolgte der Umzug des gesamten Unternehmens von Sparneck an den neuen Standort Döhlau. Dort hatte die FIDELIS LOGISTICS GmbH zuvor ein unbebautes Grundstück erworben und im Jahr 2018 mit einer Logistikhalle und Verwaltungstrakt bebaut. Insgesamt wurden 7,3 Mio. € in Grundstück und Neubau investiert. Zusätzlich wurde bei der Immobilie für ca. 360 TEUR eine Unternehmensinfrastruktur geschaffen. Mit der neuen Unternehmenszentrale wurde ein sicheres Fundament für das organische Wachstum des Unternehmens gelegt. Der neue Standort wurde zielgerichtet auf die Unternehmensbedürfnisse konzipiert und trägt damit wesentlich zur bemerkenswerten Geschäftsentwicklung der letzten Jahre bei. Am Standort besteht eine Lagerkapazität von ca. 11.000 qm, wobei vorhandene Ausbaureserven eine langfristige Planungssicherheit ermöglichen. Die maßgeblichen Investitionen im Geschäftsjahr 2023 betreffen ein BF3-Begleitfahrzeug (34 TEUR), ein Transportfahrzeug (34 TEUR) einen Stapler (42 TEUR) sowie einen EDV-Server (15 TEUR). Das betriebsnotwendige Anlagevermögen wurde dadurch modernisiert und erweitert. Personal Die Umsatzsteigerung der letzten Jahre korrespondiert mit einem Anstieg des Personalbedarfs. Seit dem Standortwechsel nach Döhlau im Jahr 2019 konnten mehrere Arbeitsplätze neu geschaffen und mit motiviertem Personal besetzt werden. Die stark positive Umsatz- und Geschäftsentwicklung der letzten Jahre korrespondiert mit dem Anstieg der durchschnittlichen Arbeitnehmeranzahl von 12 im Jahr 2018 auf 31 im Jahr 2023. Im Personalbereich herrscht eine äußerst niedrige Fluktuation. Die Schlüsselpositionen des Unternehmens sind mit langjährigen, teilweise auch familiär verbundenen Mitarbeitern besetzt. Im Bereich der Lagerwirtschaft wird temporär auf externe Personalressourcen zurückgegriffen, um Auslastungsspitzen zu bewältigen. III. Lage des Unternehmens a) Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr um 190 TEUR auf 12.096 TEUR gesunken. Ein wesentlicher Teil der Bilanzsumme entfällt mit 6.828 TEUR (56%) auf das Sachanlagevermögen. Hier sind vor allem die Positionen Grund und Boden Döhlau (777 TEUR), Logistikhalle mit Verwaltungstrakt (4.996 TEUR), Außenanlagen (463 TEUR), Fuhrpark (184 TEUR) sowie Büroausstattung (126 TEUR) hervorzuheben. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2.781 TEUR, 23%) enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 2.115 TEUR. Die weit überwiegende Mehrzahl der Kunden begleichen die offenen Forderungen innerhalb der gesetzten Zahlungsfristen. Forderungsausfälle sind eher die Ausnahme. Den liquiden Mitteln (2.082 TEUR, 17%) und den übrigen Aktivposten (insgesamt ca. 4%) kommt im Vergleich zum Sachanlagevermögen nur eine untergeordnete Bedeutung zu. b) Finanzlage Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr um 423 TEUR erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag 4.433 TEUR. Damit ergibt sich unverändert eine sehr solide Eigenkapitalquote von 37% (Vorjahr: 33%). Für den Unternehmensstandort in Döhlau hat die FIDELIS LOGISTICS GmbH eine Förderung aus öffentlichen Mitteln (Investitionszuschuss) von insgesamt 1.710 TEUR erhalten, die zum 31.12.2023 als Sonderposten mit 1.454 TEUR (12%) bilanziert ist. Bei Einbezug dieses Investitionszuschusses ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 49% (Vorjahr: 45%). Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Form von Darlehen in Höhe von 3.570 TEUR (30%). Sie betreffen mit 3.622 TEUR die Finanzierung der Immobilie Döhlau durch die Sparkasse Hochfranken und werden planmäßig bedient. Mit 44 TEUR betreffen sie die Finanzierung von Sachanlagevermögen. Neben erhaltenen Anzahlungen von 178 TEUR (1%) bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 1.944 TEUR (16%). Diese werden von der FIDELIS LOGISTICS GmbH stets fristgerecht innerhalb der Zahlungsfrist beglichen. c) Ertragslage Die Geschäftsführung betrachtet die Entwicklung der Ertragslage im Jahr 2023 als überwiegend positiv. Im Berichtsjahr konnten die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 20% auf 28.378 TEUR gesteigert werden. Ein Umsatzzuwachs ist insbesondere im Bereich der Vermittlung von Schwertransporten zu verzeichnen. Die Monatsbetrachtung des Geschäftsjahres 2023 zeigt eine im Jahresverlauf überweigend konstante Umsatzentwicklung. Der positive Trend aus den Jahren 2021 und 2022 hat sich im Berichtsjahr fortgesetzt und verfestigt. Sonstige betriebliche Erträge ergeben sich im Wesentlichen aus Währungsumrechnungen (65 TEUR), der konstanten Auflösung des Investitionszuschusses (51 TEUR) und PKW-Sachbezügen (54 TEUR). Der Anstieg des Materialaufwands gegenüber dem Vorjahr um 20% auf 21.982 TEUR korrespondiert mit der Umsatzsteigerung von 20%. Der Materialaufwand entfällt nahezu vollständig auf speditionelle Eingangsleistungen, da die Gesellschaft keine eigene Transportflotte unterhält. Der Kostenanstieg bei den Fremdleistungen im Jahr 2023 resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Volumen, daneben auch aus branchenweiten Preisanstiegen. Der Personalaufwand beträgt 2.027 TEUR und hat im Vorjahresvergleich mit 30% stärker zugenommen als Umsatz und Materialaufwand. Der Anstieg resultiert vor allem aus Neueinstellungen. Die Mitarbeiteranzahl betrug im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 30 (Vorjahr: 22). Die Abschreibungen betragen im Berichtsjahr 393 TEUR und haben sich damit gegenüber dem Vorjahr um 18 TEUR reduziert. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 1.243 TEUR ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von 11% zu verzeichnen. Dem deutlichen Anstieg von Raumkosten, Fahrzeugkosten und verschiedenen betrieblichen Kosten steht ein deutlicher Rückgang der Forderungsverluste aus der Einzelwertberichtigung ausfallbedrohter Kundenforderungen entgegen. Das Zinsergebnis ist absolut betrachtet im Vorjahresvergleich nahezu konstant. Infolge planmäßiger Tilgung von Verbindlichkeiten waren die Zinsaufwendungen leicht rückläufig. d) Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohgewinnmarge und EBIT (Gewinn vor Zins und Steuern) heran. Die Rohgewinnmarge blieb im Berichtsjahr mit 22% unverändert gegenüber dem Vorjahr (22%). Das EBIT hat sich um 20% auf 2.911 TEUR erhöht (Vorjahr: 2.415 TEUR). Der Anstieg der Umsatzerlöse um 20% geht mit einer prozentualen Erhöhung der wesentlichen Aufwandspositionen Material (20%), Personal (31%) und sonstige betriebliche Aufwendungen (11%) einher. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 liegt mit 2.053 TEUR um 22% über dem Vorjahreswert von 1.680 TEUR. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden. e) Gesamtaussage Die Entwicklung der FIDELIS LOGISTICS GmbH im Geschäftsjahr ist als gut bis sehr gut einzustufen. Weder die Auswirkungen des Ukraine-Krieges noch die Wirtschaftskrise konnten die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft schwächen. Unsere Planziele bei Umsatz und Jahresüberschuss konnten wir im Wesentlichen erreichen. Die Liquiditätslage der Gesellschaft kann nach wie vor als komfortabel eingestuft werden. IV. Risikobericht (Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung) a) Chancen im Marktumfeld, in den Prozessen und der Organisation Diversifikation der Dienstleistungen Den zunehmenden vertrieblichen und operativen Ausbau der vier bestehenden Geschäftsfelder (Lagerlogistik, Transportvermittlung, Genehmigungsservice und Industriemontage) sieht FIDELIS weiterhin als Chance, die Abhängigkeit von einzelnen Großkunden oder Dienstleistungsfeldern zu minimieren. Generalisierung Bei industriellen Kunden im Bereich Großraum-/Schwertransporte steigt weiterhin die Nachfrage nach "Multidienstleistern", die als Anbieter sämtlicher Logistikschritte aus einer Hand auftreten können. Die Dienstleistungen umfassen dabei folgende Servicebereiche: - Montage- und Hubleistungen - Zollabwicklungen für und in Drittländern - Lagerung von Schwergütern - Kombinierte Verkehre (Land-, Luft-, Seefracht-, Binnenschiff- und/oder Bahntransporte) - behördliche Genehmigungsdienstleistungen - Streckenprüfungen und Statikberechnungen im Vorfeld von Transporten - Organisation von BF3/ BF4-Begleitfahrzeugen und/ oder Polizei - Realisierung von verkehrslenkenden Maßnahmen, frei Haus Zustellungen im interkontinentalen Ausland. FIDELIS ist in der Lage, dieses Anforderungsprofil bei globalen Transportketten als "One-Stop-Partner" für Großraum-/Schwertransporte organisatorisch und strukturell zu erfüllen. Operativ kann die Gesellschaft die geforderten Leistungen mit eigenem Personal und festvertraglichen Partnern umsetzen. Aufbau eines eigenen Fuhrparks Die FIDELIS hat die Entscheidung getroffen, neben weiterhin bestehenden Sub-Unternehmern, schrittweise einen eigenen LKW-Fuhrpark auf - und auszubauen. Im ersten Schritt werden drei Schwergut LKW mit entsprechenden Aufliegern bestellt. Die Chancen und Vorteile eines eigenen Fuhrparkes sind: 1. Flexibilität und Kontrolle: - Schnelle Reaktion: Bei kurzfristigen Aufträgen oder Änderungen in der Planung kann ein eigener Fuhrpark flexibel reagieren, da die Fahrzeuge jederzeit verfügbar sind. - Optimierte Routen: Die Routen können individuell geplant und an die spezifischen Anforderungen der Kunden angepasst werden. Qualitätskontrolle: Die Qualität der Transportdienstleistungen kann besser kontrolliert werden, da eigene Fahrer eingesetzt werden. 2. Kostenkontrolle: - Langfristige Planung: Durch Investitionen in eigene Fahrzeuge können langfristig Kosten gespart werden, insbesondere bei hohen Transportvolumina. - Auslastung: Eine optimale Auslastung des Fuhrparks ermöglicht eine bessere Kostenverteilung auf die einzelnen Transporte. 3. Image und Kundenzufriedenheit: - Professionelles Auftreten: Ein einheitlicher Fuhrpark mit dem eigenen Logo stärkt den Markenauftritt und das Image des Unternehmens. - Kundenspezifische Lösungen: Individuelle Transportlösungen können angeboten werden, um die Kundenbindung zu stärken. - Zuverlässigkeit: Ein eigener Fuhrpark ermöglicht eine höhere Zuverlässigkeit bei der Einhaltung von Lieferterminen. 4. Wettbewerbsvorteil: - Unabhängigkeit: Die Unabhängigkeit von Fremddienstleistern gibt mehr Handlungsspielraum und ermöglicht eine schnellere Anpassung an Marktveränderungen. - Differenzierung: Ein eigener Fuhrpark kann als Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz dienen. 5. Weitere Vorteile: - Steigerung des Unternehmenswertes: Ein eigener Fuhrpark erhöht den Unternehmenswert. - Steuerliche Vorteile: Unter bestimmten Voraussetzungen können steuerliche Vorteile genutzt werden. Lagerlogistik FIDELIS hat im Bereich Lagerlogistik einen weiteren relevanten Großkunden im Bereich Medizintechnik dazu gewonnen. Im Zuge dessen hat FIDELIS in ein Hochregal investiert, um den Anforderungen des Kunden gerecht zu werden und den Lagerraum noch effektiver und wirtschaftlicher nutzen zu können. Mit diesem Neugeschäft konnte FIDELIS seine Abhängigkeit in der Lagerlogistik von einem Großkunden (bisher ca. 85% Auslastung) auf unter 70% reduzieren. Durch diese Kundenreferenz im Medizinbereich sind des weiteren neue Akquise-Ansätze im Medizinbereich zu erwarten und werden bereits vertriebstechnisch umgesetzt. b) Risiken im Marktumfeld, in den Prozessen und der Organisation 1. Geopolitische Risiken: Politische Instabilität, Konflikte und Handelsstreitigkeiten können zu Störungen in den Lieferketten führen und die Transportkosten erhöhen. Im konkreten Fall sind die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts nach wie vor bei den internationalen Lieferketten deutlich spürbar. Fracht-Destinationen in Zentral-Asien werden von FIDELIS über die "Süd-Routen" (Türkei, Kaspische Meer etc.) bedient, um Transit-Hindernisse via Russland zu meiden. Die neuen Routen und Frachtpartner haben sich etabliert und laufen störungsfrei. Embargobehaftete Destinationen in Russland, waren für FIDELIS auch vor dem Ukraine-Krieg nicht im größeren Umfang relevant. 2. Wirtschaftliche Schwankungen: Konjunkturelle Abschwünge können zu einem Rückgang der Nachfrage nach Transportdienstleistungen führen. Durch Diversifikation und Ausbau seiner Klientel, konnte sich die FIDELIS von der leichten Markteintrübung im Automobil-Zuliefersektor unschädlich halten. So konnten im Gegenzug Marktanteile im Agrarmaschinensektor und im Baugewerbe (Brücken- und Hallenkonstruktionen) dazugewonnen werden. 3. Cyberrisiken: Cyberangriffe können zu Datenverlusten, Betriebsunterbrechungen und Reputationsverlusten führen. Auf diese Risiken hat FIDELIS mit der Etablierung einer eignen IT-Abteilung reagiert. In diesem Zuge wird die Cyber-Sicherheit des Unternehmens durch folgende Maßnahmen erhöht: Abschluss Cyberversicherung, MA-Schulung IT-Sicherheit, Investitionen in Sicherheit- und Back-Up-Infrastruktur. 4. Wettbewerb: Der Wettbewerb auf dem internationalen Transportmarkt ist hoch, insbesondere von Unternehmen aus Ländern mit niedrigeren Lohnkosten, z.B. Osteuropa. FIDELIS regiert auf diesen Markdruck mit zwei Maßnahmen: 4.1. Fokus auf speditionelle Gesamtleistungen, wie deutschsprachige Beratung, Montageleistungen, deutsche Genehmigungsstandards, Luftfracht-/Seefrachtleistungen, Interkontinentale Logistikketten etc. angeboten werden. Der generalistische Ansatz der FIDELIS LOGISTICS GmbH soll diesem Marktdruck aus Osteuropa entgegenwirken. Hier zeigt sich FIDELIS im Marktumfeld robust und flexibel gegenüber den Anforderungen der Kunden aus Industrie und Handel. 4.2. FIDELIS wird durch den Kauf von 3 eigenen Schwergut LKW mit Aufliegern (Zuladung bis 80 t Frachtgewicht) seine Abhängigkeit von Sub-Unternehmern erheblich reduzieren. Durch eigenes "LKW-Equipment" und Fahrern, kann FIDELIS zukünftig noch flexibler am Markt agieren. Durch eine Optimierung der LKW-Auslastung in Eigenregie können Transportlinien effektiver und gewinnbringender bedient werden. Des weiteren kann im Zuge der Neukundengewinnung kurzfristig und individualisiert auf Anfragen und Anforderungen der Kunden reagiert werden. c) Gesamtbild der Chancen und Risiken Die FIDELIS LOGISTICS GmbH bleibt gut gerüstet gegen zunehmende Markt- und Wettbewerbsrisiken. Insbesondere die gefestigte Marktposition, zunehmende Erfahrungswerte sowie die solide Kapitalstruktur erlauben der Gesellschaft weiterhin die Nutzung von Chancen und die Beherrschung von Risiken. Es sind keine bestandgefährdenden Risiken ersichtlich. Den drei Hauptrisiken Geopolitik, Cyberrisiken und Wettbewerb, wirkt FIDELIS durch kurzfristige personelle und strukturelle Maßnahmen proaktiv entgegengewirkt und sieht sich damit im nationalen Umfeld robust und zukunftsfähig aufgestellt. V. Prognosebericht unter Berücksichtigung der Chancen- und Risikolage Generell verfolgt FIDELIS weiterhin einen generalistischen Ansatz im Bereich Großraum-/ Schwertransporte inklusive aller Zusatzdienstleistungen. Das stabile Partnernetz und vor allem die Investition in einen eigenen Fuhrpark, macht FIDELIS auch künftig flexibel, unabhängig und schnell. Durch die eigenen LKW und Auflieger kann FIDELIS noch zeitnaher und individuell auf multiple Anforderungen im Bereich der Schwergut-/Projektlogistik reagieren. Neben der Zentrale in Döhlau konnte sich auch die Außenstelle in Ravensburg weiterentwickeln. Beide Standorte konnten durch stringenten Verkauf Zuwächse bei den Geschäftsvolumen verzeichnen. Organisatorisch verfolgt die Gesellschaft weiterhin eine Bündelung der Ressourcen und Kompetenzen am Standort Döhlau. Von hier aus werden auch die Aktivitäten der Außenstelle Ravensburg überwacht und koordiniert. Die Anzahl der Mitarbeiter wird kontinuierlich der Unternehmensgröße und der Kundenstruktur angepasst. Die Mitarbeiter der Gesellschaft sind hochmotiviert und haben langjährige Erfahrung und Fachwissen im Bereich der Speziallogistik. Als Erfolgsindikator dient dem Unternehmen die minimale Fluktuationsrate: Führungspositionen und Schlüsselstellen im Betrieb sind seit Jahren mit verlässlichen Mitarbeitern gleichbleibend besetzt und Abteilungen konnten so kontinuierlich und störungsfrei auf- und ausgebaut werden. Dabei wird auf Identifikation mit dem Unternehmen Wert gelegt. Die Organisation etabliert ein System der flachen Hierarchien und garantiert dadurch eine schnelle Reaktionsgeschwindigkeit bei Neugeschäften, Personalentscheidungen und Investitionen. Mit konsequentem Kostenmanagement hat sich das Unternehmen für die Zukunft aussichtsreich und nachhaltig erfolgversprechend positioniert. Vor diesem Hintergrund steht FIDELIS dem Geschäftsjahr 2024 optimistisch gegenüber. Trotz den gegenwärtig bestehenden Risiken und verschiedenen Unwägbarkeiten am Markt wird für das laufende Geschäftsjahr eine weitere Steigerung von Umsatz und Ergebnis angestrebt. Prognosen und Kundenrückmeldungen lassen erkennen, dass FIDELIS sein Geschäftsvolumen im Jahr 2024 mindestens moderat steigern oder sogar robust ausbauen kann.
Döhlau, den 24.09.2024 gez. Joachim Döhla, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben zu Jahresabschluss, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gesellschaft ist unter der Firma FIDELIS LOGISTICS GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter HRB 4929 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Döhlau. Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der gesetzlichen Vorschriften erstellt. Die Bilanzierung erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der rechnungslegungsbezogenen Normen des GmbH-Gesetzes. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen wurden in Anspruch genommen. Gliederung Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen des HGB gegliedert. Der Grundsatz der formellen Stetigkeit (Darstellungsstetigkeit) wurde für den Jahresabschluss beachtet. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften. Veränderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr sind nicht zu verzeichnen. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite wurden nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode ermittelt. Der nach § 246 Abs. 1 HGB aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine planmäßige Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Seine Nutzungsdauer ist durch langfristige, bestehende Verträge des erworbenen Unternehmens begründet. Bewegliche, selbständig nutzungsfähige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, mit Anschaffungskosten bis 250,00 Euro wurden im Geschäftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgabe abgezogen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 Euro und 800,00 Euro wurden im Jahr der Anschaffung im Anlagenverzeichnis erfasst (aktiviert) und in voller Höhe abgeschrieben (§ 6 Abs. 2 EStG). Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände, Flüssige Mittel Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. (Aktive) Rechnungsabgrenzungsposten Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Ausweis erfolgte mit dem Nennbetrag. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen Unter diesem Posten ausgewiesen ist der Investitionszuschuss für den Neubau einer Logistikhalle mit Verwaltungsgebäude. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Gebäudeabschreibung mit jährlich 3%. Rückstellungen Bei den Rückstellungen handelt es sich um Beträge für ungewisse Verbindlichkeiten, deren Höhe nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung das Risiko der Inanspruchnahme deckt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. B. Angaben zur Bilanz Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 44,9 TEUR (Vorjahr: 41,2 TEUR). Forderungen und Darlehen gegen Gesellschafter Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen und Darlehen gegen Gesellschafter in Höhe von 407,8 TEUR (Vorjahr: 551,4 TEUR). Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25.650,00 Euro und ist vollumfänglich eingezahlt. Sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Sämtliche Rückstellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit oder Restlaufzeit von genau einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf: • Aufwendungen für Abschluss- und Prüfungskosten 48 TEUR • Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten 20 TEUR • Aufwendungen für Versicherungsbeiträge 8 TEUR Verbindlichkeitenspiegel
Angabe der Davon-Vermerke Sonstige Verbindlichkeiten: - davon aus Steuern: 91.662,72 Euro, - davon in Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 Euro. C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Angabe der Davon-Vermerke Sonstige betriebliche Erträge: - davon Erträge aus der Währungsumrechnung 65.438,84 Euro Personalaufwand: - davon für Altersversorgung 17.940,95 Euro Sonstige betriebliche Aufwendungen: - davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 57.606,55 Euro D. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (im Wesentlichen Kfz-Leasingverträge) sind für die Beurteilung der Finanzlage nicht von Bedeutung. Zum Bilanzstichtag liegt eine Bürgschaftsvereinbarung bei Kreditinstituten für Verbindlichkeiten anderer Kreditnehmer über 400 TEUR vor. Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung mit dem Gesellschafter in Höhe von 400 TEUR, die zum Bilanzstichtag mit 400 TEUR valutiert. Die Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, lagen uns nicht vor. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren 30,50 Arbeitnehmer beschäftigt. Von den Arbeitnehmern waren 28,50 in Voll- oder Teilzeit beschäftigt und 2,0 im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung nach § 8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgten zu marktüblichen Bedingungen. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Von der Angabe des für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars des Abschlussprüfers wurde gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB abgesehen. Mindestbesteuerung Das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung trat am 28. Dezember 2023 in Kraft. Das Unternehmen fällt in den Anwendungsbereich dieser Regelungen. Das Unternehmen hat zum Abschlussstichtag eine erste indikative Analyse durchgeführt. Konkrete Auswirkungen lassen sich gegenwärtig noch nicht abschätzen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag (Nachtragsbericht) Die Auswirkungen der andauernden kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine auf die Entwicklung der Weltwirtschaft ist weiterhin ungewiss. Eine Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Osteuropa ist daher nicht in Sicht. Wir gehen davon aus, dass sich hieraus keine bestandsgefährdenden Konsequenzen für die FIDELIS LOGISTICS GmbH ergeben werden. Geschäftsführung Geschäftsführer während des abgelaufenen Geschäftsjahres war Herr Joachim Döhla, Kaufmann, Hof. E. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 2.052.852,79 Euro als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. F. Unterzeichnung Jahresabschluss durch den gesetzlichen Vertreter gemäß §§ 245, 264 HGB
Döhlau, den 24.09.2024 gez. Joachim Döhla, Geschäftsführer
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 24.09.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die FIDELIS LOGISTICS GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FIDELIS LOGISTICS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FIDELIS LOGISTICS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 24. September 2024 LHS
GmbH
Michael Fischer, Wirtschaftsprüfer |
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