Master Data

Registry
Register court Mannheim HRB 733379
Registered
5/10/2019
Industry
Wholesale of electrical household appliancesAgents involved in the sale of electrical household appliancesWholesale of audio and video equipment
Purpose
Der Groß- und Einzelhandel mit sowie der Vertrieb von Elektroartikeln und die Erbringung von Beratungsleistungen insbesondere im Hinblick auf Elektroartikel sowie das Halten und Verwalten von Unternehmensbeteiligungen. Erlaubnispflichtige Beratungstätigkeiten werden nicht erbracht.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Ayla Ercan
since 5/10/2019
Managing Director

Beneficial Owners

100.00% identified0.00% unresolved

Identified persons (1)

NameOwnership
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Mannheim
€25,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

GOtel GmbH

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A Grundlagen des Unternehmens

Die GOtel GmbH mit Sitz in Mannheim wurde am 7. März 2019 gegründet und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 733379 eingetragen.

Die Gesellschaft hat sich seit ihrer Gründung als schnell wachsendes Unternehmen im Telekommunikations- und Elektrohandel etabliert. Das starke Umsatzwachstum, die solide Ertragslage und die konservative Finanzierungs- und Vermögenslage beweisen die erfolgreiche Geschäftsstrategie und das umsichtige Controlling.

A Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war durch eine komplexe wirtschaftliche Dynamik nach dem Ab-und-Auf der Corona-Jahre geprägt. Das globale Wirtschaftswachstum betrug laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) etwa 3,0 %, was einer moderaten Abschwächung im Vergleich zum Vorjahr (erstes Jahr "nach" der Pandemie) entsprach1. Während die USA mit einem Wachstum von 2,1 % eine gewisse Stabilität bewahrten2, fiel das Wachstum in der Eurozone mit 0,8 % gering aus3. China verzeichnete mit 5,2 % ein überdurchschnittliches Wachstum, wurde jedoch durch eine Immobilienkrise und schwache Konsumnachfrage belastet4.

Ein zentrales wirtschaftspolitisches Thema war die Inflation. In den USA lag sie bei 4,2 %, während sie in der Eurozone mit durchschnittlich 5,5 % weiterhin sehr hoch blieb5. Die Zentralbanken reagierten mit Zinserhöhungen, was zu steigenden Kreditkosten und sinkenden Investitionen führte.

A.I Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland

Im Jahr 2023 verzeichnete die deutsche Wirtschaft einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 %. Dies wurde maßgeblich durch globale Unsicherheiten, steigende Energiepreise und eine restriktivere Geldpolitik beeinflusst6.

Die wirtschaftliche Entwicklung war Sektor abhängig stark unterschiedlich. Während das produzierende Gewerbe einen Rückgang von 2,0 % verzeichnete, wuchs der Bereich Information und Kommunikation um 2,6 %7.

Die privaten Konsumausgaben gingen preisbereinigt um 0,8 % zurück. Dies war insbesondere auf die anhaltend hohe Inflation zurückzuführen, die das Kaufverhalten der Verbraucher negativ beeinflusste8.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen stabil. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um 0,7 % auf 46,0 Millionen Personen9.

Die Handelsbranche stand 2023 vor Herausforderungen durch regulatorische Änderungen. Besonders das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) stellte neue Anforderungen an Unternehmen, indem es detaillierte Berichtspflichten und Sorgfaltspflichten entlang der Lieferketten einführte10.

Gleichzeitig wurden Maßnahmen zur Entlastung von Unternehmen eingeführt. Das Bürokratieentlastungsgesetz IV, das 2023 verabschiedet wurde, reduzierte Berichtspflichten für KMUs und senkte administrative Kosten11.

In Deutschland - wie insgesamt in Europa - lag der Leitzins der Europäischen Zentralbank 2023 bei 4,5 %, was insbesondere den Immobiliensektor, aber auch jede Vorfinanzierung im Handel belastete12.

A.II Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

A. II.1 Branche Großhandel Allgemein

Der Großhandelssektor verzeichnete 2023 ein Wachstum von 2,1 %, das insbesondere durch digitale Handelsplattformen und Automatisierung in der Lieferkette getrieben wurde13. Laut einer OECD-Studie setzte sich die Transformation hin zur Plattformökonomie fort, wodurch traditionelle Großhändler zunehmend unter Druck gerieten14. Insbesondere die Rolle von Online-Handelsplattformen wie Alibaba und Amazon führte dazu, dass klassische Großhändler neue digitale Strategien implementieren mussten.

A. II.2 Branche Elektronikgroßhandel

Der Elektronikgroßhandel zeigte 2023 eine gemischte Entwicklung. Während die Nachfrage nach Halbleitern stabil blieb, war der Markt für Konsumelektronik volatil. Laut der Semiconductor Industry Association (SIA) wuchs der globale Halbleitermarkt um 4,5 %, wobei insbesondere der Bereich Automatisierung und Cloud-Computing hohe Zuwächse verzeichnete15. Handelskonflikte zwischen den USA und China führten zu Unsicherheiten in der Lieferkette, was wiederum Auswirkungen auf europäische Zulieferer hatte16.

A. II.3 Branche Telekommunikationsgroßhandel

Die Telekommunikationsbranche profitierte von Investitionen in 5G-Infrastrukturen. Laut der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) stiegen die Umsätze in der Branche weltweit um 6,2 %17. Besonders in Schwellenländern sorgten staatliche Förderprogramme für einen beschleunigten Ausbau der digitalen Infrastruktur18. In Industrieländern standen hingegen Regulierungen und Netzmonopolfragen zunehmend im Fokus.

A. II.4 Produktbezogen Telekommunikation und Smartphones

Der Smartphone-Markt entwickelte sich 2023 uneinheitlich. Während Premium-Modelle weiterhin hohe Verkaufszahlen erreichten, sank die Nachfrage im Mittelklassesegment. Laut IDC wurden weltweit 1,2 Milliarden Smartphones verkauft, was einem Rückgang von 1,3 % gegenüber 2022 entsprach19. Insbesondere faltbare Smartphones sowie KI-gestützte Features waren zentrale Innovationsfelder20.

A. II.5 Ausblick auf 2024

Für 2024 prognostizieren Wirtschaftsexperten ein weltweites BIP-Wachstum von 2,8 %, bedingt durch anhaltende Zinserhöhungen und geopolitische Spannungen21. Die Inflation dürfte moderat zurückgehen, während die technologische Entwicklung insbesondere in der Telekommunikations- und Elektronikbranche entscheidende Wachstumsimpulse liefern könnte22.

A. II.6 Ausblick auf 2025 - 2030

Die Wirtschaft bis 2030 wird maßgeblich durch nachhaltige Technologien und digitale Innovationen beeinflusst. Im Telekommunikationsbereich wird mit der Einführung von 6G gerechnet, während sich die Elektronikindustrie verstärkt auf Kreislaufwirtschaft und ressourcenschonende Produktionsmethoden konzentriert23. Der Wettbewerb im Smartphone-Sektor wird zunehmend durch Software-Innovationen und Ökosystemstrategien geprägt sein24.

B Lage des Unternehmens

B.I Vermögenslage

Die Vermögenslage der GOtel GmbH zeigt eine solide Struktur mit einer Erhöhung der Bilanzsumme auf 11,09 Mio. EUR (Vorjahr: 10,96 Mio. EUR). Das Umlaufvermögen ist auf 10,96 Mio. EUR (Vorjahr: 10,85 Mio. EUR) gestiegen. Haupttreiber dieser Entwicklung ist der Anstieg der Vorräte auf 6,15 Mio. EUR (+23 % gegenüber dem Vorjahr) zur Absicherung gegen Lieferengpässe.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von 5,31 Mio. EUR auf 4,36 Mio. EUR gesunken. Dies weist auf die optimierte Debitorenstruktur und die damit einhergehende Liquiditätsverbesserung hin.

Das Anlagevermögen beträgt 92 TEUR (Vorjahr: 97 TEUR) und hat sich aufgrund planmäßiger Abschreibungen leicht reduziert. Die liquiden Mittel belaufen sich auf 79 TEUR (Vorjahr: 89 TEUR).

B.II Finanzlage

Das Eigenkapital ist auf 2,23 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr: 2,19 Mio. EUR), was einer Verbesserung der Eigenkapitalquote von 19,96 % auf 20,15 % entspricht. Diese Entwicklung stärkt die finanzielle Stabilität des Unternehmens.

Die Verbindlichkeiten sind mit 7,18 Mio. EUR nahezu konstant geblieben. Auffällig ist der Anstieg der Bankverbindlichkeiten von 1,75 Mio. EUR auf 3,70 Mio. EUR, was auf die verstärkte externe (Fremd)-Finanzierung hinweist.

Gleichzeitig sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 4,89 Mio. EUR auf 3,13 Mio. EUR gesunken. Dies deutet darauf hin, dass die Gesellschaft ihre Zahlungsverpflichtungen schneller begleicht.

Die Liquiditätslage ist stabil, die finanzielle Absicherung durch nicht ausgeschöpfte Bankkreditlinien gegeben.

B.III Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 um 14,8 % auf 149,91 Mio. EUR gesunken (Vorjahr: 175,84 Mio. EUR). Dieser Rückgang untermauert das vorherrschende Marktproblem der mangelnden Warenverfügbarkeit bei gleichzeitig gleichbleibend hoher Nachfrage.

Der Materialaufwand sank von 172,22 Mio. EUR auf 147,3 Mio. EUR und korreliert damit entsprechend des Umsatzrückgangs.

Die Personalaufwendungen sind um 27 % auf 938 TEUR gestiegen, was auf Neueinstellungen und Lohnsteigerungen zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 1,69 Mio. EUR auf 2,06 Mio. EUR, insbesondere durch gestiegene Versicherungskosten in Höhe von 66 TEUR und Forderungsverlusten in Höhe von 453 TEUR.

Das Betriebsergebnis sank um 94 % auf 69 TEUR (Vorjahr: 1,19 Mio. EUR). Der Jahresüberschuss beträgt 47 TEUR (Vorjahr: 827 TEUR), was einer Gewinnminderung von 94 % entspricht.

B.IV Finanzieller Leistungsindikator

Der wesentliche finanzielle Leistungsindikator ist die Umsatzrentabilität. Diese beträgt im Berichtsjahr 0,03% gegenüber 0,47% im Vorjahr.

B.V Fazit zur Lage des Unternehmens

Die GOtel GmbH hat ihre Eigenkapitalbasis im Geschäftsjahr 2023 gestärkt. Das Eigenkapital ist um 2,15 % von 2,187,192.29 EUR auf 2,234,118.98 EUR gestiegen. Diese Entwicklung verbessert die finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit der Gesellschaft und untermauert den sorgsamen Ressourcenumgang während der Pandemiezeiten.

Die Eigenkapitalquote beträgt nun 20,15 % (Vorjahr: 19,96 %), was die Gesellschaft in eine Position für externe Finanzierungsverhandlungen bringt und ihre Bonität nochmals verbessert.

Die Eigenkapitalrentabilität, die das Verhältnis des Jahresüberschusses zum Eigenkapital misst, beträgt 2,1 %. Dies beweist, dass die Gesellschaft trotz des gesunkenen Gewinns eine angemessene Verzinsung des Eigenkapitals erzielt.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die GOtel GmbH trotz gesunkener Ertragskraft eine äußerst robuste Eigenkapitalstruktur aufweist. Die Gesellschaft wird in den Folgejahren darauf Wert legen, ihre Profitabilität (wieder) zu steigern und das Wachstum mit der ohnehin schon nachhaltigen Finanzstrategie zu untermauern.

B.VI Entwicklung in 2024

Die Gotel GmbH hat sich in 2024 erfreulich entwickelt und die derzeit laufenden Jahresabschlussarbeiten lassen eine deutliche Gewinnsteigerung gegenüber des Jahres 2023 erkennen.

Das Jahr 2024 weist Umsatzerlöse i.H.v. 173,3 TEUR (2023: 149,9 TEUR) aus. In den ersten vier Monaten des Jahres 2025 konnte bei um rund 20% verringerten Umsatz ein ähnlicher Rohertrag wie in 2024 erwirtschaftet werden, was auf die restriktive Kundenbelieferungspolitik des Unternehmens zurückzuführen ist: aufgrund der wesentlich strikteren Compliance Regeln trennt sich das Unternehmen rigoros von Kunden, die nicht alle Punkte des Compliance Katalogs erfüllen. Auch die Kostenkontrolle wird in 2025 weiterhin sehr restriktiv geführt, so dass für die ersten vier Monate 2025 ein um rund 180 TEUR höheres Betriebsergebnis in den Büchern steht als noch 2024.

C Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

C.I Prognosebericht

Die GOtel GmbH hat bereits in den vergangenen Jahren ihre Resilienzfähigkeit bewiesen und wird das allgemeinen Branchenproblem schlechter Warenverfügbarkeit überwinden und zur bisherigen Profitabilität zurückkehren.

C.II Chancen

Verschiedene Marktbereinigungen in Deutschland und der oben beschriebene sehr positive Marktausblick sind bereits Chancen für die GOtel GmbH für weiteres Wachstum. Zusammen mit einigen Verhandlungserfolgen der Gesellschaft für verbesserte Warenversorgung ab 2024 sollte das in den Folgejahren positiv in den Zahlen ersichtlich werden.

C.III Risiken

Der Markt der GOtel GmbH als Handelsunternehmen für Telekommunikations- und Elektrogeräte ist durch schnellen technologischen Wandel, kurze Produktlebenszyklen und hohen Preisdruck gekennzeichnet. Zudem bestehen spezifische Risiken durch starke Schwankungen in der Warenverfügbarkeit und Lieferkettenprobleme. Im Folgenden werden die zentralen Risiken analysiert und Strategien zur Risikominimierung (Mitigation Strategies) vorgestellt.

C. III.1 Branchen- und Marktrisiken

Die Telekommunikations- und Elektrobranche unterliegt einem intensiven Wettbewerb und hohen Preisverfällen. Produktlebenszyklen sind kurz, insbesondere bei Smartphones und Consumer Electronics. Unternehmen, die nicht rechtzeitig auf Markttrends reagieren, verlieren Marktanteile. Zudem können globale Handelskonflikte und geopolitische Unsicherheiten die Beschaffungskosten erhöhen oder zu Zöllen führen.

Angewendete Mitigation Strategy

- Diversifikation des Produktportfolios zur Risikostreuung

- Frühzeitige Marktanalysen zur Identifikation neuer Trends

- Langfristige Verträge mit Lieferanten zur Preis- und Verfügbarkeitsstabilisierung

- Nutzung dynamischer Pricing-Strategien zur Reduzierung von Preisverfallsrisiken

C. III.2 Finanzielle Risiken

Die GOtel GmbH ist auf Fremdfinanzierung angewiesen, was sie anfällig für Zinssteigerungen macht. Die in Anspruch genommenen Fremdkapitallinien erhöhen zudem das Liquiditätsrisiko. Zusätzliche finanzielle Risiken entstehen durch unverkaufte Lagerbestände, die möglicherweise einem Preisverfall unterliegen und abgewertet werden müssten.

Angewendete Mitigation Strategy

- Verbesserung der Eigenkapitalquote durch gezielte Gewinnthesaurierung

- Einführung eines Cashflow-Management-Systems zur Optimierung der Liquidität

- Flexible Kreditlinien zur Sicherstellung kurzfristiger Liquidität

- Schnellere Lagerumschlagszeiten zur Reduktion des Preisverfallsrisikos

C. III.3 Operative Risiken (Lagerrisiken und Warenverfügbarkeit)Ein zentrales Risiko in der Branche ist die Warenverfügbarkeit. Gerade bei gefragten Produkten wie Smartphones oder Spielekonsolen (z. B. in der Vergangenheit bei der Playstation 5) kommt es immer wieder zu Engpässen in der Produktion und Lieferung. Gleichzeitig besteht das Risiko von Überbeständen, die durch Preisverfall an Wert verlieren.

Angewendete Mitigation Strategy

- Nutzung datengetriebener Bestandsmanagementsysteme zur Optimierung der Lagerhaltung

- Diversifizierung der Lieferantenbasis zur Reduktion der Abhängigkeit von einzelnen Herstellern

- Einführung von Vorbestellungssystemen zur besseren Planung der Nachfrage

- Nutzung schneller Distributionswege zur Reduzierung der Lagerdauer und damit des Wertverlusts

C. III.4 Regulatorische und rechtliche Risiken

Die Einhaltung von Umwelt- und Datenschutzrichtlinien (z. B. DSGVO, RoHS, WEEE) stellt eine Herausforderung dar. Zudem können neue regulatorische Vorgaben unerwartete Kosten verursachen. Handelskonflikte oder veränderte Importzölle könnten die Warenbeschaffung verteuern.

Angewendete Mitigation Strategy

- Aufbau einer Compliance-Funktion zur frühzeitigen Identifikation regulatorischer Änderungen

- Stärkere Zusammenarbeit mit Steuer- und Rechtsberatern und Industrieverbänden

- Implementierung nachhaltiger Beschaffungsstrategien zur Erfüllung von Umweltauflagen

Nach den Vorschriften des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) müssen Hersteller, Importeure und auch Händler von Mobiltelefonen, Smartphones und Tablets an Urheber eine angemessene Vergütung zahlen, da diese Geräte zur Vervielfältigung von urheberrechtlich geschützten Werken benutzt werden können. Zuständig für die Geltendmachung der Ansprüche der Urheber ist in Deutschland die Zentralstelle für private Überspielungsrechte ("ZPÜ").

Zum heutigen Zeitpunkt ist die Höhe der von der GOtel GmbH zu entrichtenden Vergütung für die Geschäftsjahre bis einschließlich 2023 jedoch noch völlig unklar und offen, da unter anderem die Rechtslage bezüglich der vergütungsmindernden Berücksichtigung in Deutschland erworbener und anschließend exportierter Geräte noch nicht abschließend geklärt ist. Es stellt sich ohnehin die Frage, ob überhaupt solch ein Vergütungsanspruch bestanden hat. Hinzu kommt, dass die ZPÜ importierte Geräte, welche unmittelbar nach dem Import wieder exportiert werden, ebenfalls nicht berücksichtigt; nicht alle importierten Geräte verbleiben zwingend in Deutschland.

Aufgrund der unsicheren Rechtslage und nur unter Berücksichtigung des Standpunkts der ZPÜ hat die Geschäftsführung der GOtel GmbH aus Vorsichtsgründen eine Rückstellung für potenzielle Zahlungen an die ZPÜ gebildet. Zum 31. Dezember 2021 wurde daher erstmals eine diesbezügliche Rückstellung in Höhe von TEUR 631 dotiert. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 wurde dieser Rückstellungsbetrag um TEUR 209 auf TEUR 840 erhöht. Für das Geschäftsjahr 2023 ergab sich eine weitere Erhöhung des Rückstellungsbetrags um TEUR 277, so dass die ZPÜ-Rückstellung zum 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 1.117 beträgt.

C. III.5 Strategische Risiken

Die GOtel GmbH muss sich kontinuierlich an Marktveränderungen anpassen. Fehlinvestitionen, mangelnde Diversifikation oder falsche Pricing-Strategien könnten langfristige negative Auswirkungen haben. Zudem könnte der Trend zum Direktvertrieb großer Hersteller die Margen im Großhandel reduzieren.

Angewendete Mitigation Strategy

- Entwicklung neuer Geschäftsfelder

- Fokus auf margenstarke Produkte und exklusive Vertriebspartnerschaften inklusive Distributionen

- Einsatz von datenbasierten Marktanalysen zur schnellen Anpassung der Produktstrategie

C. III.6 Steuerliche Risiken

Die Umsatzsteuerregelungen für innergemeinschaftliche Lieferungen und Erwerbe sind besonders komplex. § 25f UStG regelt die Versagung des Vorsteuerabzugs und der Steuerbefreiung für innergemeinschaftliche Lieferungen, wenn der Unternehmer wusste oder hätte wissen müssen, dass er an einer Umsatzsteuerhinterziehung beteiligt war. Dabei trifft Unternehmen eine erweiterte Sorgfaltspflicht, deren Erfüllung in der Praxis mit erheblichen Herausforderungen verbunden ist25.

Ein wesentliches Problem ist die Vielfachbesteuerung. Die Finanzverwaltung kann in Fällen, in denen eine Umsatzsteuerhinterziehung auf einer vorgelagerten oder nachgelagerten Stufe stattgefunden hat, die Steuerbefreiung für innergemeinschaftliche Lieferungen rückwirkend versagen. Dies führt dazu, dass Unternehmen mehrfach für denselben Umsatz besteuert werden, ohne eine klare Möglichkeit zur Korrektur26. Der EuGH hat in mehreren Urteilen darauf hingewiesen, dass eine solche Steuerbelastung mit dem Neutralitätsprinzip der Mehrwertsteuer in Konflikt steht, dennoch bleibt die praktische Umsetzung die deutschen Steuerbehörden bestenfalls unklar27.

Zudem bestehen Beweisprobleme hinsichtlich der Frage, ob der Unternehmer von der Umsatzsteuerhinterziehung wusste oder hätte wissen müssen. Die Finanzverwaltung legt den Maßstab für die Sorgfaltspflichten der Unternehmen teilweise sehr hoch an. Bereits Indizien wie ungewöhnlich niedrige Preise oder ein häufiger Wechsel von Geschäftspartnern können dazu führen, dass die Steuerbehörden eine Beteiligung unterstellen. Die Beweislastumkehr zwingt Unternehmen, umfangreiche Dokumentationen und Prüfmechanismen einzuführen, um Steuerstrafverfahren oder die Versagung steuerlicher Vorteile, mithin eine Nachbesteuerung, zu vermeiden28.

Angewendete Mitigation Strategy

- Implementierung eines umfassenden internen Compliance-Programms zur Vermeidung steuerlicher Risiken.

- Strenge Überprüfung der Vertragspartner durch Bonitätsprüfungen, USt-IdNr.-Validierung und Einzelfallprüfung.

- Lückenlose Dokumentation aller innergemeinschaftlichen Lieferungen zur Beweissicherung gegenüber den Finanzbehörden.

- Enge Zusammenarbeit mit Steuerberatern und Finanzbehörden zur frühzeitigen Klärung von Zweifelsfragen und vollständiger Transparenz.

- Nutzung von Zertifizierungen wie dem "Zertifizierten Steuerpflichtigen" zur Reduktion von Haftungsrisiken, sobald solche verfügbar sein sollten.

- Einführung eines Frühwarnsystems auf Geschäftsleitungsebene und in Kooperation mit der Steuerkanzlei zur Identifikation möglicher Risiko-Geschäftspartner.

D Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, wie auch die bestehenden Kreditlinien.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Die bestehenden Linien sind nicht ausgeschöpft und Kredite werden vereinbarungsgemäß bedient - den Kreditinstituten gegenüber werden alle Berichtspflichten zeitnah erfüllt.

 

Mannheim, den 23. Juni 2025

GOtel GmbH

gez. Ayla Ercan

1 Internationaler Währungsfonds (IWF): World Economic Outlook 2023. Washington, DC 2023.

2 Eurostat: GDP and Employment Trends in the Eurozone. Luxemburg 2023.

3 National Bureau of Statistics of China: Economic Report 2023. Beijing 2023.

4 US Bureau of Labor Statistics: Inflation and Employment Data. Washington, DC 2023.

5 OECD: Global Trade and Wholesale Market Report. Paris 2023.

6 Statistisches Bundesamt (2024). Wirtschaftsdaten Deutschland 2023. Verfügbar unter: www.destatis.de, (zuletzt abgerufen am 12.02.2025).

7 OECD (2024). Economic Outlook 2023. Paris: OECD Publishing.

8 Destatis (2024). Private Konsumausgaben 2023. Verfügbar unter: www.destatis.de, (zuletzt abgerufen am 12.02.2025).

9 Bundesagentur für Arbeit (2024). Erwerbstätigenstatistik. Verfügbar unter: www.arbeitsagentur.de, (zuletzt abgerufen am 12.02.2025).

10 Bundesministerium für Wirtschaft (2023). Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Verfügbar unter: www.bmwi.de, (zuletzt abgerufen am 12.02.2025).

11 Deutscher Bundestag (2023). Bürokratieentlastungsgesetz IV. Verfügbar unter: www.bundestag.de (zuletzt abgerufen am 12.02.2025).

12 Semiconductor Industry Association: Annual Report on Chip Market Trends. San Jose 2023.

13 OECD: Global Trade and Wholesale Market Report. Paris 2023.

14 Semiconductor Industry Association: Annual Report on Chip Market Trends. San Jose 2023.

15 International Telecommunication Union: Global Telecom Market Outlook. Genf 2023.

16 IDC: Worldwide Quarterly Mobile Phone Tracker. Framingham 2023.

17 GSMA Intelligence: Mobile Industry Report 2023. London 2023.

18 Deloitte: The Future of 6G Networks. New York 2023.

19 McKinsey & Company: The Rise of AI in Telecommunications. Berlin: McKinsey, 2023.

20 Prieger, J.E.: An Economic Analysis of 5G Wireless Deployment: Impact on the US and Local Economies. ACT | The App Association, Washington, DC, 2020. Online verfügbar unter: https://actonline.org/wp-content/uploads/ACT-Report-An-Economic-Analysis-of-5G-FINAL.pdf (zuletzt abgerufen am 12.02.2025).

21 Galetovic, A.; Haber, S.; Zaretzki, L.: An Estimate of the Average Cumulative Royalty Yield in the World Mobile Phone Industry. In: Telecommunications Policy, 2018, Elsevier. Online verfügbar unter: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0308596117302240 (zuletzt abgerufen am 12.02.2025).

22 Liu, Y.; Luo, R.: Network Effects and Multinetwork Sellers' Dynamic Pricing in the US Smartphone Market. In: Management Science, 2023. DOI: 10.1287/mnsc.2022.4530.

23 Dedrick, J.; Linden, G.: The Distribution of Value in the Mobile Phone Supply Chain. In: Telecommunications Policy, Elsevier, 2011. Online verfügbar unter: https://escholarship.org/content/qt70w6s39x/qt70w6s39x.pdf (zuletzt abgerufen am 12.02.2025).

24 European Commission: Digital Economy and Society Index (DESI) 2023 Report. Brüssel: Europäische Kommission, 2023.

25 Spilker, UR 15/2023, S. 589-591.

26 Vobbe/Pötters, UR 20/2023, S. 777-780.

27 Der Tatbestand der Missbrauchsrechtsprechung, UR 11/2023, S. 433-437.

28 Spilker, UR 15/2023, S. 590

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 92.309,00 97.166,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.808,00 17.482,00
II. Sachanlagen 82.501,00 79.684,00
1. technische Anlagen und Maschinen 22.968,00 10.945,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 59.533,00 68.739,00
B. Umlaufvermögen 10.958.805,96 10.854.979,53
I. Vorräte 6.151.103,86 4.982.477,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.728.727,03 5.783.863,41
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 78.975,07 88.638,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 36.968,80 7.229,99
Summe Aktiva 11.088.083,76 10.959.375,52

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.234.118,98 2.187.192,29
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.162.192,29 1.334.983,37
III. Jahresüberschuss 46.926,69 827.208,92
B. Rückstellungen 1.673.171,23 1.569.788,10
C. Verbindlichkeiten 7.180.793,55 7.202.395,13
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.698.002,26 1.748.002,26
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.698.002,26 1.748.002,26
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 133.020,66 176.155,82
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 133.020,66 176.155,82
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.349.770,63 5.278.237,05
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.349.770,63 5.278.237,05
Summe Passiva 11.088.083,76 10.959.375,52

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.209.422,17 3.686.584,97
2. Personalaufwand 938.502,78 739.447,23
a) Löhne und Gehälter 818.460,16 638.926,51
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 120.042,62 100.520,72
3. Abschreibungen 30.839,70 39.307,24
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 30.839,70 39.307,24
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.063.874,03 1.692.238,60
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 13,30
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.147,36 12.118,53
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 128.356,44 32.960,50
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21.745,29 367.168,01
8. Ergebnis nach Steuern 47.251,29 827.581,92
9. sonstige Steuern 324,60 373,00
10. Jahresüberschuss 46.926,69 827.208,92

Anhang

Allgemeine Angaben

Firma: GOtel GmbH
Sitz: Mannheim
Registergericht: Mannheim HRB 733379
Stammkapital: 25.000,00EUR

Der Jahresabschluss der GOtel GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert, voll abgeschrieben.

Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederwertprinzips bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten wurde durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigung Rechnung getragen.

Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zu Einzelposten des Anlagevermögens

Die Jahresabschreibung je Posten der Bilanz ist gem. § 284 (3) HGB in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Kassenbuch, Guthaben bei Bankinstituten

Die Guthaben und Schulden sind mit den Auszügen der Institute abgestimmt.

Forderungen und Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag entwickelten sich wie folgt:

Bilanzjahr davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit 1-5 Jahre davon Restlaufzeit über 5 Jahre Vorjahr_
Ggü.Kreditinstituten 3.698.002,26 3.698.002,26 0,00 0,00 1.748.002,26
aus Lieferungen u.
Leistungen 3.130.134,67 3.130.134,67 0,00 0,00 4.888.327,83
Ggü.Gesellschaftern 133.020,66 133.020,66 0,00 0,00 176.155,82
Sonstige Verbindlichkeiten 219.635,96 219.635,96 0,00 0,00 389.909,22
davon aus Steuern 105.066,79 105.066,79 0,00 0,00 11.898,47
davon im Rahmen der soz.Sicherheit 0,00 0,00 0,00 0,00 399,92
Gesamt € 7.180.793,55. 7.180.793,55 0,00 0,00 7.202.395,13

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen 1.800,00
Rückstellungen ZPÜ-Abgabe 1.117.270,00
Urlaubsrückstellungen 59.029,85
Rückstellungen für Gewährleistungen 41.826,35
Rückstellungen für Abschluss und Prüfung 40.000,00
Rückstellungen für Aufbewahrungspflicht 9.867,33

Für die ZPÜ-Abgabe wurden zum 31.12.2023 Rückstellungen in Höhe von 1.117.270,00EUR gebildet. Davon entfallen 277.301,50EUR auf Zuführungen in 2023.

Nach den Vorschriften UrhG müssen u.a. auch Händler von Elektronikgeräten für verkaufte Geräte, welche zur Vervielfältigung von urheberrechtlich geschützten Werken benutzt werden können eine Vergütung an Urheber entrichten. Zuständig für die Geltendmachung dieser Ansprüche ist in Deutschland die Zentralstelle für private Überspielungsrechte, auch "ZPÜ" genannt.

Da unter anderem die Rechtslage, ob ein Vergütungsanspruch gesetzlich überhaupt besteht und eine vergütungsmindernde Berücksichtigung von in Deutschland erworbener und anschließend exportierter Geräte noch nicht abschließend geklärt ist, wurde aus Vorsichtsgründen Rückstellungen für potenzielle Zahlungen an die ZPÜ gebildet.

Für weitere Angaben wird auf den Lagebericht verwiesen.

Weitere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge, sonstige betriebliche Aufwendungen

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind Erstattungen für Schadenersatz in Höhe von 537.905,10EUR und innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen abgeschriebene Forderungen in Höhe von 452.951,85EUR enthalten.

Sonstige Angaben

Arbeitnehmeranzahl

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug 2023: 17 Angestellte (2022: 15).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf rd. T€ 51 p.a.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, die sich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens hätten auswirken können, sind nicht eingetreten.

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die kaufmännische Geschäftsführerin, Frau Ayla Ercan, geführt.

Die Schutzklausel nach § 286 HGB wird in Anspruch genommen.

Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme von 11.088.083,76EUR sowie einem Jahresüberschuss von 46.926,69EUR festzustellen und den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 2.162.192,29EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Mannheim, den 02. Juni 2025

GOtel GmbH

gez. Ayla Ercan

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GOtel GmbH, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GOtel GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GOtel GmbH, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Worms, den 23. Juni 2025

FWP EURO AUDIT GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Theo Reiß, Wirtschaftsprüfer

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