Master Data

Registry
Register court Koblenz HRB 22015
Registered
3/17/2010
Industry
Other human resources provisionTemporary employment agency activitiesActivities of employment placement agencies
Purpose
Gegenstand des Unternehmens sind Personaldienstleistungen, Arbeitnehmerüberlassung sowie Zeitarbeit.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Julia Escher
since 10/6/2021
Procura
Calvin Ramon Dietz
since 9/3/2020
Managing Director

Beneficial Owners

Identified persons (3)

NameOwnership
40.00%
40.00%

Shareholders

3 shareholders

GmbH structure

2 of 3 shown

55430 Oberwesel
€10,000
40.00%
64569 Nauheim
€10,000
40.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

ADIRO GmbH

Oberwesel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

ADIRO GmbH Oberwesel

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.048.135,00 1.061.510,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 668.580,00 658.869,00
1.716.715,00 1.720.379,00
Summe Anlagevermögen 1.716.715,00 1.720.379,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 397.370,38 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.145.409,87 2.913.644,82
2. sonstige Vermögensgegenstände 265.009,70 233.702,34
3.410.419,57 3.147.347,16
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.190.833,91 1.079.477,35
Summe Umlaufvermögen 4.998.623,86 4.226.824,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.954,46 30.444,43
6.739.293,32 5.977.647,94

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 953.348,09 762.915,38
III. Jahresüberschuss 331.649,72 190.432,71
Summe Eigenkapital 1.309.997,81 978.348,09
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 196.498,08 81.043,35
2. sonstige Rückstellungen 973.722,29 1.196.406,86
1.170.220,37 1.277.450,21
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.136.750,32 1.887.999,07
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 74.450,25 65.325,81
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.047.874,57 1.768.524,76
4.259.075,14 3.721.849,64
6.739.293,32 5.977.647,94

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

ADIRO GmbH, Oberwesel

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 25.951.638,00 22.244.030,49
2. sonstige betriebliche Erträge 422.595,64 458.067,72
3. Materialaufwand 52.101,00 0,00
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 19.082.277,63 16.269.383,05
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.221.157,37 3.716.344,89
- davon für Altersversorgung EUR 4.929,75 (EUR 4.929,75)
23.303.435,00 19.985.727,94
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 194.492,23 157.185,88
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.282.652,68 2.255.953,82
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.862,72 6.051,51
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 49.479,49 21.626,62
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 152.611,92 88.267,99
10. Ergebnis nach Steuern 346.324,04 199.387,47
11. sonstige Steuern 14.674,32 8.954,76
12. Jahresüberschuss 331.649,72 190.432,71

Anhang zum 31. Dezember 2023

ADIRO GmbH, Oberwesel

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ADIRO GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Oberwesel
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Koblenz
Register-Nr.: 22015

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Nach der in § 267 HGB abgegebenen Größenmerkmalen ist die Gesellschaft eine "mittelgroße Kapitalgesellschaft". Gemäß Artikel 92 EGHGB wurden für das Geschäftsjahr 2023 rückwirkend die angehobenen Schwellenwerte angewendet. Die Gesellschaft macht von den größenabhängigen Vereinfachungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften bei der Aufstellung des Jahresabschlusses Gebrauch.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände, die sich an den steuerlichen Abschreibungstabellen orientiert, linear vorgenommen. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit Einzelanschaffungs- oder Herstellungskosten bis Euro 800,00 werden sofort abgeschrieben.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Das allgemeine Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Der Kassenbestand wurde zum Nennwert und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden in Höhe des Nominalbetrages angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 sind dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Außerplanmäßige Abschreibungen waren, wie im Vorjahr, nicht notwendig.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aber weniger als fünf Jahren beträgt 81.211,39 Euro (Vorjahr: 9.912,70 Euro). Von den sonstigen Vermögensgegenstände haben Euro 6.803,67 (Vorjahr 0,00 Euro) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Alle anderen Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Angaben zu Forderungen

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern, welche unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden, beläuft sich auf 67.557,43 Euro (Vorjahr: 73.354,95 Euro). Sie bestehen in Höhe von 57.078,81 Euro (Vorjahr: 61.042,25 Euro) gegenüber dem Gesellschaftergeschäftsführer.

Angaben zu den Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen insbesondere Rückstellungen für das laufende Geschäftsjahr 2023 sowie das Vorjahr.

Angaben zu den Sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen, wie im Vorjahr, insbesondere Rückstellungen für Personalaufwendungen (915.551,63 Euro, Vorjahr: 1.032.806,86 Euro).

Angabe zu Restlaufzeiten und Besicherungen

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben 836.889,39 Euro (Vorjahr: 947.137,72 Euro) eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren sowie 650.531,94 Euro (Vorjahr: 728.568,82 Euro) eine Restlaufzeit von mehr als einem aber weniger als fünf Jahren. Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 736.888,39 Euro (Vorjahr: 747.137,53 Euro) durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Angaben zu den Sonstigen Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der sonstigen Verbindlichkeiten beinhaltet u.a. Verbindlichkeiten aus Steuern 746.630,45 Euro (Vorjahr: 816.445,51 Euro) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 136.064,65 Euro (Vorjahr: 76.794,42 Euro).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB für fremde Verbindlichkeiten bestehen, unverändert zum Vorjahr, keine.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen Bestellobligo.

Die Gesellschaft verwendete im Geschäftsjahr 2023 keine Finanzinstrumente und verfügt zum Bilanzstichtag nicht über solche.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen, bestehen in Höhe von 1.320.886,01 Euro. Hiervon haben 650.102,94 Euro eine Fälligkeit von weniger als einem Jahr, die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben eine Fälligkeit von mehr als einem und weniger als fünf Jahren.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Es liegen keine wesentlichen periodenfremden Ergebniseffekte vor.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Überlassung von Kraftfahrzeugen an Mitarbeiter für private Zwecke in Höhe von T Euro 226 (Vorjahr: T Euro 196). Den Erträgen stehen Personalaufwendungen in ähnlicher Höhe gegenüber.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere Fahrzeugkosten (620.726,98 Euro, Vorjahr: 543.973,31 Euro), Werbe- und Reisekosten (398.921,88 Euro, Vorjahr: 429.168,84 Euro) sowie Raumkosten (396.866,47 Euro, Vorjahr: 427.359,73 Euro).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 736 (im Vorjahr: 691).

Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer war während des Geschäftsjahres bestellt:

 

Herr Calvin Dietz, Oberwesel, Personaldienstleistungskaufmann,

Auf die Angabe der Vergütung für den Geschäftsführer wird gemäß § 285 Nr. 9 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 verzichtet.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten des Geschäftsführers vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag in Euro
Stand bisheriger Kredite 61.042,25
Rückzahlungen im Berichtsjahr - 10.000,00
Neuvergaben im Berichtsjahr 6.036,56
= neuer Kreditbestand 57.078,81

Die Verzinsung beläuft sich auf 5,0%. Die Laufzeit beträgt weniger als ein Jahr.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses

Der Geschäftsführer schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 sowie den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift des Geschäftsführers

 

Oberwesel, den 5. Juli 2024

Calvin Dietz

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

ADIRO GmbH

Oberwesel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge- Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2023 Abschreibungen Zuschreibungen vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.067.107,09 18.972,09 13.375,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaus- 1.022.157,46 332.229,23 527.121,68 181.117,23
stattung 158.685,01-
Summe Sachanlagen 2.089.264,55 332.229,23 546.093,77 194.492,23
158.685,01-
Summe Anlagevermögen 2.089.264,55 332.229,23 546.093,77 194.492,23
158.685,01-
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.048.135,00 1.061.510,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaus- 668.580,00 658.869,00
stattung
Summe Sachanlagen 1.716.715,00 1.720.379,00
Summe Anlagevermögen 1.716.715,00 1.720.379,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der ADIRO GmbH, Oberwesel

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell

Die ADIRO GmbH ist ein Personaldienstleister mit Sitz in Oberwesel.

Seit der Gründung im Jahr 2010 bietet das familiengeführte Unternehmen im Südwesten von Deutschland Personaldienstleistungen an aktuell neun Standorten an. Die Schwerpunkte der angebotenen Leistungen umfassen die Arbeitnehmerüberlassung im gewerblichen wie kaufmännischen Bereich sowie die Vermittlung von Fach- und Führungskräften.

Die Hauptverwaltung in Oberwesel übernimmt die Führung, Steuerung, Beratung und Kontrolle sowie diverse Verwaltungsaufgaben der dezentralen Niederlassungen. Unsere aktuell neun Niederlassungen (Mainz, Neufahrn, Bad Kreuznach, Darmstadt, Mannheim, Nürnberg, Ingolstadt und Dortmund und seit Juni 2024 in Wissen) kümmern sich um die Rekrutierung der Leih- oder Zeitarbeitskräfte, auch externe Mitarbeitende genannt, deren Betreuung und Disposition sowie um den Vertrieb und die Pflege der Bestandskunden.

Dank unserer langjährigen Erfahrung sind wir für unsere Kunden ein kompetenter Ansprechpartner rund um die Personalplanung und kurzfristige Stellenbesetzung. Dies ermöglicht unserer Kundschaft größtmögliche Flexibilität und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit.

1.2. Ziele und Strategien

Das Geschäftsmodell der ADIRO GmbH fokussiert sich auf die Überlassung von Arbeitnehmern im gewerblichen und kaufmännischen Bereich. Die längerfristige Planung sieht ein gesundes Wachstum durch den Ausbau bestehender Niederlassungen sowie der Eröffnung neuer Standorte an strategisch günstigen Standorten vor, um die Wettbewerbsposition sowie den Bekanntheitsgrad des Unternehmens nachhaltig zu stärken bzw. zu erhöhen. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Pflege der Kundenbeziehungen sowie eine bestmögliche Betreuung der externen Mitarbeitenden. Hierzu setzt die ADIRO GmbH auf gut ausgebildetes, empathisches Verwaltungs- oder auch internes Personal, welches den Erfordernissen dieser dynamischen Zeit und den damit verbundenen Ansprüchen gerecht wird.

Im Jahr 2023 sind die Niederlassungen um die Standorte in Ingolstadt und Dortmund erweitert worden. Der Standort Wiesbaden wurde im Mai 2023 geschlossen, die Mitarbeiter und Kunden werden nun vom Standort Mainz aus betreut.

Im Jahr 2024 ist der Standort Wissen neu hinzugekommen.

1.3. Leistungsindikatoren

Die Geschäftsführung verwendet Leistungsindikatoren, die die Grundlage für die Managemententscheidungen der Gesellschaft sind. Die Leistungsindikatoren werden verwendet, um Ziele zu setzen, den Unternehmenserfolg zu messen und um die variable Vergütung der Führungskräfte festzulegen. Die wichtigsten finanziellen Kennzahlen bilden dabei die Umsatzerlöse sowie der Jahresüberschuss.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 1

Deutschland befand sich 2023 überwiegend im Abschwung. Der sprunghafte Anstieg der Energiepreise im Jahr 2022 hatte die nach der Pandemie einsetzende Erholung schnell wieder beendet. Im März 2023 erreichte die Kerninflationsrate mit 7,8% ihren Höhepunkt. Dadurch wurde den privaten Haushalten Kaufkraft entzogen. Die Leitzinsen sind seit Juli 2022 um über vier Prozentpunkte gestiegen. Das trifft insbesondere die Bauwirtschaft. Es wird erwartet, dass die Inflationsrate im Jahr 2024 wieder bei etwas weniger als 3% liegen wird.

Die Stimmung in den Unternehmen hat sich 2023 verschlechtert, dazu trägt auch die politische Unsicherheit bei. Allerdings haben mittlerweile die Löhne aufgrund der Teuerung angezogen, die Energiepreise abgenommen und die Exporteure die höheren Kosten teilweise weitergegeben, so dass die Kaufkraft zurückkehrt. Daher dürfte der Abschwung zum Jahresende 2023 abgeklungen sein und der Auslastungsgrad der Wirtschaft im Verlauf des Jahres 2024 wieder steigen. Die Deutsche Bundesbank geht von einem Wirtschaftswachstum von ca. 0,4% im Jahr 2024 sowie von 1,2% bzw. 1,3% im Jahr 2024 und 2025 aus.

Die Arbeitsmarktdaten sind trotz der konjunkturellen Schwäche weiter relativ stabil. Für 2023 wird eine leicht verbesserte Arbeitslosenquote von 5,7% ausgewiesen, für das Jahr 2024 wird nur eine geringfügig höhere Arbeitslosenquote erwartet.

1 https://ilb-geschaeftsbericht.de/wirtschaftliche-rahmenbedingungen/

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

In der Zeitarbeit wurden im Jahr 2022 durchschnittlich ca. 830.000 Arbeitnehmer beschäftigt. Zum Jahresende 2023 verminderte sich die Zahl der Beschäftigten in der Zeitarbeitsbranche um ca. 5%, was insbesondere auf die gesunkene Nachfrage nach Zeitarbeitskräften von Industrieunternehmen zurückzuführen ist. Auf Grund des schwierigen Marktumfeldes wird davon ausgegangen, dass der Zeitarbeitsmarkt auch im Jahr 2024 anspruchsvoll bleibt. Zu den wesentlichen Herausforderungen für Zeitarbeitsunternehmen dürfte die weiterhin erforderliche Anpassung an eine weiterhin schwierige Wirtschaftslage und die Verwaltung von Arbeitsverhältnissen unter komplexen gesetzlichen und tariflichen Vorgaben gehören. Gleichzeitig bieten sich Chancen durch eine verstärkte Nachfrage nach flexiblen Arbeitsmodellen.

Die ADIRO GmbH wendet die zwischen dem Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) und der DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit abgeschlossenen geltenden und nachwirkenden Mantel-, Entgelt- und Entgeltrahmentarifverträge in der jeweils geltenden Fassung an. Der 2017 in Kraft getretene Equal Pay-Grundsatz regelt die Gleichstellung zwischen Leiharbeitnehmern und Stammmitarbeitern in vergleichbarer Position nach neun Monaten des ununterbrochenen Einsatzes im gleichen Kundenbetrieb. Die Höchstüberlassungsdauer bei einem Kunden beträgt 18 Monate.

Die geltenden gesetzlichen und tariflichen Regelungen in der Zeitarbeitsbranche tragen dazu bei, dass die Zeitarbeit für viele Arbeitnehmer eine attraktive Option für den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt darstellt.

(Quelle: https://www.armon.de/insights/detail/fuer-die-personaldienstleistungsbranche-wird- 2024-im-zeichen-der-wachsamkeit-und-transformation-stehen/)

2.3. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 ist der Umsatz der ADIRO GmbH gegenüber dem Vorjahr um ca. 16,7% auf EUR 25,92 Mio. gestiegen. Das ausgewiesene Jahresergebnis in Höhe von TEUR 331,6 war höher als das im Vorjahr (TEUR 190,4).

Aufgrund des gegenüber dem Vorjahr erhöhten Jahresüberschusses um TEUR 141,2 auf TEUR 331,6 war 2023 ein ausgesprochen positives Jahr und entsprach den Erwartungen, obwohl die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft durch die Auswirkungen des Ukrainekrieges, der Zinserhöhungen und des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes beeinflusst wurde.

2.4. Ertragslage

Die Umsatzerlöse waren gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 aufgrund der Steigerung der Arbeitnehmerüberlassung in den Betriebsstätten höher und belaufen sich für das Geschäftsjahr auf insgesamt EUR 25,9 Mio. (Vorjahr: EUR 22,2 Mio.). Die Umsatzerlöse entfallen im Wesentlichen auf den Kerngeschäftsbereich Arbeitnehmerüberlassung in Höhe von EUR 25,9 Mio. (Vorjahr: EUR 22,2 Mio.) und auf die Vermittlungsprovisionen in Höhe von EUR 0,003 Mio. (Vorjahr: EUR 0,09 Mio.) sowie erstmalig den Handel mit Pkw (EUR 0,06 Mio.).

Die Aufwendungen für den Personalaufwand erhöhten sich weitgehend proportional zum Umsatz auf EUR 23,3 Mio. (Vorjahr: EUR 20,0 Mio.).

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2023 waren 736 (Vorjahr: 691) Mitarbeiter beschäftigt. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 waren 796 (Vorjahr: 728) Mitarbeiter bei der Gesellschaft beschäftigt.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen beliefen sich auf insgesamt EUR 0,19 Mio. (Vorjahr: EUR 0,16 Mio.) und resultieren im Wesentlichen aufgrund der Abschreibungen auf Kraftfahrzeuge. Die Immobilien des Anlagevermögens werden mit 2% bzw. 2,5% abgeschrieben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und lagen im Geschäftsjahr 2023 bei EUR 2,28 Mio. (Vorjahr: EUR 2,26 Mio.). Die größten Posten in 2023 sind Fahrzeugkosten (EUR 0,62 Mio., Vorjahr: EUR 0,54 Mio.), Raumkosten (EUR 0,40 Mio., Vorjahr: EUR 0,43 Mio.) und Werbe- und Reisekosten (EUR 0,40 Mio., Vorjahr: EUR 0,43 Mio.).

Das negative Zinsergebnis hat sich mit EUR 0,04 Mio. gegenüber dem Vorjahresniveau (EUR 0,02) nicht wesentlich verändert.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf EUR 0,15 Mio. (Vorjahr: EUR 0,09 Mio.). Die ADIRO GmbH weist für das Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 0,33 Mio. (Vorjahr: EUR 0,19 Mio.) aus.

2.5. Finanzlage

2.5.1. Liquidität

Die Gesellschaft verfügte zum 31. Dezember 2023 über einen frei verfügbaren Bankbestand in Höhe von EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 1,1 Mio.).

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft einen positiven Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: positiver Cashflow EUR 0,6 Mio.) erwirtschaftet. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.). Dem Mittelabfluss stehen Zuflüsse aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,5 Mio.) gegenüber. Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Nettomittelzufluss in Höhe von EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.). Zum 31.12.2023 belaufen sich die Finanzverbindlichkeiten der Gesellschaft auf EUR 2,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,9 Mio.).

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben.

2.5.2. Investitionen

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr EUR 0,33 Mio. in das Anlagevermögen investiert. Die wesentlichen Investitionen betrafen Investitionen in den Fuhrpark (EUR 0,27 Mio.).

2.5.3. Kapitalstruktur

Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 1,0 Mio. auf EUR 1,3 Mio. erhöht.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000,00.

Die ADIRO GmbH weist einen Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 1,0 Mio. aus (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.). Der Jahresüberschuss beträgt EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.).

Die Eigenkapitalquote beträgt 19,44% (Vorjahr: 16,4%) und zeigt die weiterhin solide Finanzierungsstruktur der ADIRO GmbH.

Insbesondere zur Finanzierung des Fuhrparks im Anlagevermögen erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf EUR 2,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,9 Mio.).

2.6. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich von EUR 6,0 Mio. im Vorjahr um EUR 0,7 Mio. auf EUR 6,7 Mio. erhöht.

Das Anlagevermögen macht mit EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,7 Mio.) 25,5 % (Vorjahr: 28,8 %) der Bilanzsumme aus.

Das Umlaufvermögen in Höhe von EUR 5,0 Mio. (Vorjahr: EUR 4,2 Mio.) entspricht einem Anteil von 74,2 % (Vorjahr: 70,8 %) an der Bilanzsumme.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum Vorjahr um EUR 0,2 Mio. und betragen EUR 3,1 Mio.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind fast unverändert und belaufen sich auf EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.).

2.7. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 hat sich nach Ansicht der Geschäftsführung entsprechend den Erwartungen entwickelt. Die Umsätze liegen mit EUR 25,9 Mio. innerhalb der für das Geschäftsjahr 2023 geplanten Bandbreite, der Jahresüberschuss liegt mit EUR 0,3 Mio. innerhalb der für das Geschäftsjahr 2023 geplanten Werte.

3. Prognosebericht

Die aktuell vorliegenden Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin: Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, geringer Auftragsbestand, hoher Krankenstand, andauernde Streiks. Die Wirtschaftsleistung wird im gesamten Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert bleiben. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte 2024 kommen.

Die konjunkturelle Schwäche wird vermutlich den Beschäftigungsaufbau verlangsamen und die Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigen lassen, so dass wir mit einer Arbeitslosenquote von durchschnittlich 5,9% rechnen, was einem Anstieg um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Jahr 2023 entspricht. Erst im Jahr 2025 dürfte wieder eine leichte Besserung der Arbeitslosenquote eintreten.

(Quelle: https://www.ifo.de/fakten/2024-03-06/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024-deutsche-wirtschaft-wie-gelaehmt#:~:text=und%20Leiter
%20Konjunkturprognosen-,Prognose%20der%20deutschen%20Wirtschaft,%2C%20hoher%20Krankenstand%2C%20andauernde%20Streiks.)

Bei der Inflation rechnen wir mit einem Rückgang von durchschnittlich 5,9% auf ca. 2,3% im Jahr 2024 und 1,6% im Jahr 2025. Insbesondere die Gas- und Strompreise werden für die Verbraucher günstiger werden und dürften den Preisauftrieb senken.

Durch die im Jahr 2023 eröffneten Niederlassungen in Ingolstadt und Dortmund sowie durch die im Juni 2024 eröffnete Niederlassung in Wissen sowie den Ausbau der vorhandenen Standorte geht die Geschäftsführung trotz eines schwierigen Marktumfeldes von einem weiteren Wachstum des Unternehmens aus.

Erhöhungen der Personalaufwendungen durch Tariferhöhungen sowie individuelle Vereinbarungen wird die Gesellschaft auch weiterhin weitgehend durch Anpassungen der Verrechnungssätze an ihre Kunden weiterreichen.

Für 2024 ist im Vergleich zu 2023 mit einem langsameren Wachstum der Umsätze und des Jahresüberschusses der Gesellschaft zu rechnen. Bei weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen plant die Geschäftsführung eine leichte Erhöhung der Umsätze auf einen Wert zwischen EUR 27 Mio. und EUR 29 Mio. Bei erhöhten Aufwendungen geht die Geschäftsführung davon aus, dass der Jahresüberschuss im Jahr 2024 weitgehend unverändert zum Vorjahr sein wird und zwischen EUR 0,25 Mio. und EUR 0,5 Mio. liegen wird.

Aufgrund des Prognosecharakters dieser Einschätzungen kann die tatsächliche Entwicklung von unseren Erwartungen wesentlich abweichen.

4. Chancen und Risikobericht

4.1. Risikomanagement

Im Mittelpunkt des Risiko- und Chancenmanagements stehen die Sicherung des Vermögens und ein positiver wirtschaftlicher Fortschritt der ADIRO GmbH. Mit dem Risikomanagement werden Gefährdungspotenziale verringert, der Bestand der Gesellschaft gesichert sowie die erfolgreiche Weiterentwicklung der Gesellschaft unterstützt.

Die Geschäftsführung der ADIRO GmbH ist für die Organisation des Risikomanagements verantwortlich.

Identifizierte Risiken werden im Rahmen des Risikomanagementsystems analysiert. Die Risiken werden regelmäßig betrachtet und neu bewertet. Die möglichen Auswirkungen der Risiken für die Gesellschaft sowie der Eintrittswahrscheinlichkeit der einzelnen Risiken werden beurteilt. Über alle wesentlichen Risiken und Informationen wird darüber hinaus, sofern erforderlich, die Geschäftsführung umgehend informiert, um zeitnah geeignete Maßnahmen ergreifen zu können.

Grundlage für das Risikomanagementsystem ist unter anderem auch das installierte IT- System, das eine integrierte Lohn- und Gehaltsabrechnung der ADIRO GmbH gewährleistet. Daneben ist die laufende Finanzbuchhaltung, sowie die regelmäßige Auslastungsanalyse, ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems.

4.2. Chancenbericht

Die Nachfrage nach Leiharbeitenden war auch im Jahr 2023 unvermindert hoch. Dies war u.a. dem allgemein herrschenden Personalmangel, im Besonderen im Fachkräftebereich, sowie einer anhaltend angespannten wirtschaftlichen Lage vieler Unternehmen geschuldet, welche die Nachfrage nach flexiblem Personal erhöht. Der Indikator einer unsicheren Wirtschaftslage stellt eine Chance für die ADIRO GmbH dar, da temporäre Spitzen erfahrungsgemäß über die Zeitarbeit abgedeckt werden. Darüber hinaus ist insbesondere der Mangel an Fachkräften als Chance zu werten, da viele Kunden auf unsere Netzwerke und Erfahrungen im Bereich Recruiting zurückgreifen, um langfristig Personal zu gewinnen.

Die Nachfrage in unseren Niederlassungen ist weiterhin gegeben. Entsprechend allgemeinen Prognosen sowie der Aussichten unserer Geschäftspartner, rechnen wir nach einem tendenziell stagnierenden ersten Halbjahr 2024 mit einem langsamen Auftragszuwachs in der zweiten Jahreshälfte 2024.

Des Weiteren soll durch gezielte Investitionen die Effizienz der einzelnen Betriebsstätten sowie des gesamten Verwaltungsapparates gesteigert werden. Dies umfasst neben Investitionen in Soft- und Hardware systematische Investitionen ins Recruiting, um die Effizienz zu steigern, die Qualität der angebotenen Dienstleistungen kontinuierlich zu optimieren und die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit zu erhöhen, damit der Personalbedarf unserer Kunden langfristig gedeckt werden kann. Ferner sehen wir die zunehmende Digitalisierung als Chance, da die gesamte Wertschöpfungskette effizienter ausgestaltet ist, so dass Ressourcen und Kosten reduziert werden.

Mit der bereits realisierten Eröffnung einer weiteren Niederlassung im Jahr 2024 in Wissen wird die ADIRO GmbH ihre Präsenz am Markt stärken und somit langfristig die Umsätze erhöhen.

Zusammenfassend ist die ADIRO GmbH nach Ansicht der Geschäftsführung mittelfristig gut aufgestellt, um die Marktposition weiter auszubauen und ein gesundes Wachstum zu generieren.

4.3. Risikobericht

Für die ADIRO GmbH ergeben sich im aktuellen Marktumfeld und aufgrund der aktuellen Strategie verschiedene Risiken. Die für die Gesellschaft bedeutsamsten Risiken sind nachfolgend dargestellt:

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Das für die Betrachtung der Gesamtwirtschaft erhebliche Risiko ist der anhaltende Ukraine- Konflikt. Des Weiteren hemmt die derzeitige Wirtschafts- und Finanzpolitik das langfristige Wachstum, da Ausgaben für Investitionen und Konsum zurückgehalten werden. Es werden sowohl Unternehmen als auch Verbraucher erheblich belastet. Des Weiteren ist die Inflation als Risiko auszumachen, nachdem diese in den letzten Jahren stark gestiegen ist, ist in letzter Zeit ein zügiges Sinken dieser Inflation zu beobachten.

Außerdem sind weiterhin massive Störungen der Lieferketten zu befürchten. Gesamtwirtschaftliche Verwerfungen oder gestörte Lieferketten könnten indirekt zu einer sinkenden Nachfrage in einzelnen Branchen führen.

Unternehmensrisiken

Die Rahmenverträge mit den Kunden sind grundsätzlich nicht langfristig ausgestaltet. Die Beendigung bzw. der Wegfall von bestehenden Kundenverträgen kann zu Umsatzrückgängen und, insbesondere wenn keine zeitnahe Freisetzung von Mitarbeitern erfolgt, einer Ergebnisbelastung für die Gesellschaft führen. Es ist eine sehr direkte und persönliche Kundenbindung notwendig, um eine beständige Kundenbeziehung sicherzustellen.

Branchenrisiken Personaldienstleistungen

Es besteht ein Risiko bei dem Vorhandensein von qualifizierten Arbeitnehmern. Die aktuelle Arbeitslosenquote ist in Deutschland sehr gering. Deshalb sind qualifizierte Fachkräfte stark nachgefragt und bereits zum aktuellen Zeitpunkt übersteigt die Nachfrage das Angebot. Der Erfolg der Zeitarbeit hängt stark von der Kundenzufriedenheit ab. In Zeiten geringer Arbeitslosigkeit ist die Anwerbung neuer Mitarbeiter aufwendig und erfordert hohen Personal- und Sachaufwand.

Finanzierungsrisiken

Liquide Mittel bilden die Basis für den Ausbau des Geschäfts und die Erweiterung der Betriebsstätten. Die Erweiterung der Kundenbeziehungen bedeutet auch einen erhöhten Bestand aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die entsprechende Liquidität bereitgestellt werden muss. Durch die Aufnahme entsprechender langfristiger Darlehen hat die Geschäftsführung sichergestellt, dass kein wesentliches Risiko aus der Finanzierung der Gesellschaft ersichtlich ist.

Rechtliche Risiken

Die Gesellschaft ist in einem Umfeld tätig, das durch Gesetze stark reguliert ist. Die Änderung der gesetzlichen Regelungen, wie beispielsweise eine weitere Anpassung von Mindestlöhnen, eine mögliche Einschränkung des Einsatzes von Zeitarbeitarbeitnehmern in Unternehmen, könnte für die Gesellschaft zu einer erheblichen Belastung führen. Die Geschäftsführung ist sich dieses Risikos bewusst und beobachtet daher mögliche Veränderung in den gesetzlichen Rahmenbedingungen sehr genau, um frühzeitig auf Änderungen reagieren zu können. Gegenwärtig sind keine wesentlichen Gesetzesänderungen ersichtlich aus denen sich negative Auswirkungen für die Entwicklung der Gesellschaft ergeben könnten.

Gesamtbeurteilung der Risiken

Aus heutiger Sicht und in Anbetracht aller beschriebenen Risiken sind keine Risiken - einzeln oder in Zusammenwirkung mit anderen Risiken - erkennbar, welche den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

 

Oberwesel, den 5. Juli 2024

Calvin Dietz

- Geschäftsführung -

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS"

An die ADIRO GmbH, Oberwesel

Prüfungsurteile:

Wir haben den Jahresabschluss der ADIRO GmbH, Oberwesel, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang 2023, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ADIRO GmbH für das Geschäftsjahr 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wiesbaden, den 5. Juli 2024

MM+P GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Müller, Wirtschaftsprüfer

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