Management activities of other holding companies
CTF Solar GmbH
Manfred-von-Ardenne-Ring 4, 01099 Dresden, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Christian Heepmann since 6/27/2023 | Procura |
Jens Dr. Heinrich since 6/27/2023 | Procura |
Bastian Dr. Siepchen since 2/28/2023 | Managing Director |
Beneficial Owners
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Unresolved chains (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
CNBM Research Institute for Advanced Glass Materials Group Co., Ltd Bengbu | 100.00% |
Shareholders
Company ownership and partner structure
5 shareholders
GmbH structure
4 of 5 shown
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
CTF Solar GmbHDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Gesellschaft ist unter der Firmierung CTF Solar GmbH mit Sitz in Dresden beim Amtsgericht Dresden unter der Registernummer HRB 31148 geführt. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Der Jahresabschluss der CTF Solar GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. Handelsgesetzbuch (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für kleine Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§274a, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss wird freiwillig um einen Lagebericht ergänzt. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Wesentlichen beibehalten. Der Jahresabschluss ist ungeachtet der buchmäßigen Überschuldung unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) im Prognosezeitraum von 12 Monaten ab dem Abschlussstichtag aufgestellt, da die Geschäftsführung auf Basis der von ihr erstellten Ertrags- und Liquiditätsprognose die Fortführung der Unternehmenstätigkeit als überwiegend wahrscheinlich einschätzt. Neben der Verwirklichung der in der Prognose getroffenen Annahmen hängt das Fortbestehen der Gesellschaft zudem davon ab, dass die für den Erhalt der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft erforderlichen Finanzmittel auch zukünftig zur Verfügung stehen. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Absatz 2 HGB wird in Anspruch genommen. Sie werden mit den bei deren Entwicklung angefallenen Herstellungskosten bewertet und linear über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Erworbene immaterielle Vermögengegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen linear über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 2 bis 23 Jahren. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die Abschreibungsdauer der technischen Anlagen und Maschinen beträgt zwischen 5 und 9 Jahren. Bei anderen Anlagen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt sie zwischen 2 und 15 Jahren. Die Abschreibung wird im Jahr der Anschaffung pro rata temporis auf Monatsbasis durchgeführt. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies dann zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken. Die liquiden Mittel werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag erfasst, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Die Umrechnung von Währungsforderungen und -verbindlichkeiten erfolgte bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, andernfalls zum historischen Kurs unter Beachtung des Vorsichtsprinzips. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der Einzelposten des Anlagevermögens wird in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen EUR 3.685.560,00 (VJ: EUR 4.376.497,65), darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von EUR 3.185.560,00 (VJ: EUR 4.376.000,00) sowie gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 500.000,00 (VJ: EUR 497,65). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr i.H.v. EUR 77.182,70 (VJ: EUR 96.518,66) enthalten. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen i.H.v. TEUR 487 (VJ: TEUR 387) und ausstehende Rechnungen i.H.v. TEUR 303 (VJ: TEUR 100). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar (Vorjahreszahlen in Klammern):
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von EUR 2.418.247,48 (VJ: EUR 2.385.712,36) Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Für diese Verbindlichkeiten wurde gemäß § 39 Abs. 2 InsO ein Rangrücktritt erklärt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von EUR 8.404.894,06 (VJ: EUR 9.381.712,36) dem Posten sonstige Verbindlichkeiten mitzugehörig. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen:
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus nicht rückzahlungspflichtigen Zuschüssen für im Geschäftsjahr angefallene Aufwendungen in Höhe von EUR 653.312,00 (VJ: EUR 950.611,00). Sonstige Angaben Ausschüttungssperre Der Betrag der ausgewiesenen selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (EUR 1,00) unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Angabe der Beschäftigtenzahl im Jahresdurchschnitt Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 43 (VJ: 45) Arbeitnehmer (Angestellte) beschäftigt. Angaben zum Mutterunternehmen Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der China Triumph International Engineering Co., Ltd., 27 Floor, Zhongi Mansion 2000#, North Zhongshan Road, Shanghai, P.R. China 200063 und wird in deren Konzernabschluss als kleinsten Konsolidierungskreis eingebunden. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der China National Building Materials Group Corporation (CNBM Group) als größter Konsolidierungskreis einbezogen. Die Konzernabschlüsse werden in China veröffentlicht.
Dresden, den 10. Juli 2024 Dr. Bastian Siepchen, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der CTF Solar GmbH DresdenInhaltsverzeichnis 1 Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell und Unternehmensstruktur 1.2 Geschäftsentwicklung 1.2.1 CdTe-Prozesstechnologie 1.2.2 Personalentwicklung 1.2.3 Repräsentanz in China 1.3 Ziele und Strategien 1.3.1 Geschäftsbereich Forschung und Entwicklung 1.3.2 Geschäftsbereich Technologie-Entwicklung 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2 Geschäftsverlauf 2023 der CTF Solar 2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.3.1 Ertragslage 2.3.2 Finanzlage 2.3.3 Vermögenslage 2.3.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf 2023 3 Chancen- und Risikobericht 3.1 Allgemeine Betrachtungen 3.2 Wesentliche Chancen 3.3 Wesentliche Risiken 4 Prognosebericht 4.1 Konjunkturelle Rahmenbedingungen 4.2 Erwartete Entwicklung der Gesellschaft 1 Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell und Unternehmensstruktur Die CTF Solar GmbH mit Sitz in Dresden (im Folgenden: "CTF Solar") ist geschäftlich tätig mit Erwerb, Entwicklung, Fertigung, Vertrieb sowie Veräußerung von Fertigungsmaschinen und - Materialien, Produktionslinien sowie damit verbundener Dienstleistungen, perspektivisch auch im Recycling solartechnischer Anlagen. Schwerpunktmäßig entwickelt das Unternehmen Verfahren zur Herstellung von Dünnschichtsolarzellen mit einer selbst-entwickelten Prozesstechnologie auf Basis von Cadmium-Tellurid; diese wird umgesetzt in Maschinen, Produktionslinien und kompletten Fabriken zur Herstellung solcher Solarmodule. Das Geschäft zur Entwicklung und Umsetzung von Technologie zur Fertigung von Dünnschicht-Solarmodulen wurde im Berichtszeitraum weiter ausgebaut. Die CTF Solar ist eine 100%-ige Tochter der chinesischen Gesellschaft China Triumph International Engineering Corporation (CTIEC), Shanghai, die wiederum Teil des staatlichen chinesischen Baustoffkonzerns China National Building Material Group Corp. (CNBM) ist - vergl. dazu Abbildung auf der letzten Seite. 1.2 Geschäftsentwicklung 1.2.1 CdTe-Prozesstechnologie Dieses Tätigkeitsfeld besteht seit Gründung der Gesellschaft im Jahre 2009; die Gesellschaft betreibt Grundlagenforschung und Weiterentwicklung der eigenen Prozesstechnologien für Cad-mium-Tellurid-basierte (CdTe) Dünnschicht-Solarmodule. Die Ergebnisse werden von CTF Solar-Entwicklungsingenieuren zusammen mit externen Maschinenbauern in Produktionsmaschinen umgesetzt, per Ingenieursdienstleistung zu Produktionslinien beim Kunden verkettet und schließen mit dem Produktionsstart schlüsselfertiger Fabriken für die Massen-Fertigung von CdTe-Dünnschicht-Solarmodulen. Entsprechend dieser Wertschöpfungskette ist die CTF Solar in die beiden eng verzahnten Geschäftsbereiche Forschung und Entwicklung sowie Technologie-Entwicklung aufgegliedert. Die Arbeiten an der dritten Solarmodul-Fabrik in Ruichang, Jiang Xi, China, wurden im Berichtszeitraum abgeschlossen. Künftige Fabriken in China werden neben der Basisgröße von 100 MWp eine höhere Produktionskapazität von mindestens 300 MWp haben. Im Geschäftsjahr wurden die Arbeiten für eine 300 MWp - Fabrik in Zhuzhou, China, sowie eine weitere 100 MWp - Fabrik in Jiamusi vorangetrieben. Die CNBM-Gruppe setzt weiterhin auf den Ausbau der CdTe-Dünnschicht-Solarzellen Technologie und plant den weiteren Ausbau der Produktionskapazitäten. Der Fokus liegt hierbei auf größeren Produktionslinien mit höherer Maschinenkapazität und somit verbesserter Produktionseffizienz, auf einem stetig steigenden Wirkungsgrad der produzierten Solarzellen sowie auf der Entwicklung spezieller Solarmodule für die Gebäudefassadenverkleidung (Building-integrated photovoltaics). Dafür wird die CTF Solar weiterhin Ingenieur- und technische Dienstleistungen erbringen, im Einzelnen sind das
1.2.2 Personalentwicklung Die Personalentwicklung der CTF Solar fokussiert kontinuierlich auf quantitative Verstärkung, wie auch qualitativ mit verschiedensten Maßnahmen auf die Anforderungen an das stetig wachsende technologische Aufgabenspektrum. Die stetige Akquise neuer Talente und Spezialisten sowie das Zusammenhalten und Zusammenschweißen der bestehenden Projektgruppen und des Gesamt-Teams wird systematisch gestärkt und als strategischer Erfolgsfaktor gewertet. 1.2.3 Repräsentanz in China Seit dem Jahr 2019 betreibt das Unternehmen ein Büro in Chengdu, Sichuan, China. Das Büro wird auch durch Mitarbeiter aus Deutschland vor Ort betreut und greift darüber hinaus regelmäßig auf einzelne Mitarbeiter des Gesellschafters CTIEC zurück, die das CTF Solar-Büro repräsentieren. 1.3 Ziele und Strategien 1.3.1 Geschäftsbereich Forschung und Entwicklung Im Geschäftsbereich Forschung und Entwicklung werden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet der CdTe-Technologie betrieben. Dabei gliedern sich die Aktivitäten einerseits in Auftragsforschung für Dritte und andererseits in Eigenforschung des Unternehmens. Auftraggeber für die Auftragsforschung war im Berichtszeitraum der Gesellschafter CTIEC. Wesentliche Ziele dabei sind die Erhöhung des photovoltaischen Wirkungsgrades der CdTe-Solarmodule durch Verbesserung bestehender und Einführung neuer Prozessschritte auf Laborebene sowie die Erprobung und Verfeinerung dieser Prozesse im Pilotmaßstab - als Vorbereitung auf ihre Übertragung in die Produktionsfabriken. Der photovoltaische Wirkungsgrad von CdTe konnte auch in diesem Berichtszeitraum sowohl auf Zell-Ebene wie auch auf Modul-Ebene planmäßig weiter gesteigert werden. Sowohl mit der Forschung im Auftrag der Muttergesellschaft CTIEC als auch mit der Eigenforschung zu den Grundlagen der CdTe-Technologie sichert das Unternehmen seine derzeitige Position als der Knowhow-Träger für die CdTe-Technologie im CNBM-Konzern ab. Damit will das Unternehmen weiterhin seinen Anteil bei der Realisierung des Fabrikbau-Programms der CNBM sichern. Zugleich ermöglicht dies dem Unternehmen auch außerhalb des Konzerns eigenständig Geschäftspotenzial zu entwickeln. Eigenständiges Geschäft ist für das Unternehmen auch unter Einbeziehung der Ergebnisse der Auftragsforschung möglich: Zwar geht das Eigentum an den F&E-Ergebnissen naturgemäß über an den Auftraggeber CTIEC, dieser räumt der CTF Solar aber uneingeschränkte Nutzungsrechte an den Ergebnissen ein. Das Unternehmen betreibt eine Patentüberwachung und -analyse zum Themenbereich der CdTe-Photovoltaik-Technologie. Es ist somit über den allgemeinen Stand der Technik und insbesondere auch über die Patentinitiativen der wesentlichen Wettbewerber gut informiert. Im Berichtszeitraum konnten erneut weitere Erfindungen zum Patent angemeldet werden. 1.3.2 Geschäftsbereich Technologie-Entwicklung Der vormalig "Production Engineering and Technology" benannte Geschäftsbereich wurde umbenannt in "Technology Development", um die enge Verzahnung mit dem Bereich Forschung & Entwicklung (R&D) sowie die Fokussierung auf Technologie-Entwicklung im Gegensatz zur Produktions-Unterstützung zu unterstreichen. Die mittlerweile stärkere Fokussierung auf die Entwicklung und Einführung neuer technologischer Prozesse in den Fabriken wird somit Rechnung getragen, auch indem standardisierte Arbeiten des Produktions-Ramp-Up zunehmend von lokalen Mitarbeitern vor Ort geleistet wird. Die laufenden Aufbauprojekte für weitere Solarfabriken in China an den Standorten Zhuzhou und Jiamusi wurden weitergeführt, die Produktionslinie in Ruichang konnte im Berichtszeitraum planmäßig fertiggestellt werden, die ersten Produktionsläufe wurden getestet. Die kundenseitigen Anforderungen an neue Fabriken nehmen zu; quantitativ mit dem Übergang von 100 MWP Jahreskapazität je Fertigungslinie auf mindestens 300 MWP und qualitativ mit der stetigen Erhöhung des photovoltaischen Wirkungsgrades der dort produzierten Module sowie an Kostensenkungen in allen Bereichen. Neben der Herstellung zunehmend kostengünstigerer Solarmodule für Solarparks wird das Produktportfolio der Fabrikkunden zunehmend mit Angeboten für Module zur Gebäudefassaden-Integration erweitert. Bei der Endproduktentwicklung ist die CTF Solar immer wieder beratend einbezogen. Der Geschäftsbereich wird sich noch intensiver auf die technologische Umsetzung und Skalierung der Ergebnisse des Bereichs Forschung und Entwicklung auf den Produktionsmaßstab konzentrieren. Zur weiteren Reduktion der Produktionskosten wird nun die nächste Fabrikgeneration mit einer Jahresproduktionskapazität von 500 MWp entwickelt. Die Integration von Technologie- und Geschäftspartnern für die Maschinen- und Produktentwicklung, gewinnen zunehmend an Bedeutung - innerhalb des Konzerns sowie extern mit Maschinenbauern in Europa und zunehmend auch in China. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Wettbewerbsfähigkeit der Photovoltaik im Vergleich zu anderen Formen der Energieerzeugung ist weiterhin positiv, wenn auch herausfordernd; insbesondere auf die Potenziale technologie-bedingter Kostenvorteile der Dünnschichttechnologien. Das Unternehmen setzt hier weiterhin auf die mittelfristig erwartete Kostenführerschaft der CdTe-Technologie. Von konkreterer Bedeutung für die Gesellschaft ist Chinas energiepolitischer Kurs des fortgesetzten Ausbaus auch der erneuerbaren Energien. Dies versetzt den chinesischen Mutterkonzern CTIEC in die Lage, ihrerseits den Einkauf von Technologie und Dienstleistungen im Bereich der CdTe-Solartechnologie weiterhin auf hohem Niveau zu halten und auszubauen. Hier ist insbesondere zu verweisen auf die Beschlüsse und Initiativen Chinas im aktuell gültigen 14. Fünfjahresplan zur Erreichung der CO 2 -Neutralität seiner Volkswirtschaft bis 2060. 1 Insgesamt sieht die Gesellschaft global ein weiterhin günstiges Investitionsklima für den Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung, das sich entsprechend positiv in Markterwartungen widerspiegelt. 2.2 Geschäftsverlauf 2023 der CTF Solar Die CTF Solar konnte im Geschäftsjahr mit Umsatzerlösen i.H.v. TEUR 6.692 (Vorjahr: TEUR 6.203) einen Jahresüberschuss von TEUR 271 (Vorjahr: TEUR 249) erwirtschaften. Die Prognose der beiden finanziellen Leistungsindikatoren für 2023 (Umsatzerlöse von TEUR 8.200 bis TEUR 8.800; Ergebnis von ca. TEUR 400) wurden nicht erreicht. Ausschlaggebend hierfür waren immer noch die stockenden Projektfortschritte der vergangenen Pandemiejahre bei den Auftraggebern bzw. an den Fabrikstandorten der Endkunden in China, sowie z.T. auch Verzögerungen bei lokalen Geschäftspartnern. Dies konnte zwar weitgehend durch Kooperation und organisatorische Lösungsansätze zusammen mit der Muttergesellschaft CTIEC gelöst werden, führte aber zum Teil zu begrenzten Projektverzögerungen, welche im Laufe des Folgejahres 2024 oder spätestens 2025 komplett aufgeholt sein werden. Weiterhin spielten verlängerte Lieferzeiten bei Maschinenbauern eine große Rolle, die durch die Ukrainekrise (vor allem in Europa: Stahlbau, Vakuum-Kammern) sowie die Pandemie (weiterhin weltweit gestörte Lieferketten und Verfügbarkeit von elektrischen Komponenten) verursacht wurden. Die im F&E-Bereich erzielten Fortschritte bei der Erhöhung des photovoltaischen Wirkungsgrades entsprachen der Roadmap der Gesellschaft und verliefen weitgehend planmäßig; Fortschritte wurden insbesondere bei der Skalierung des photovoltaischen Wirkungsgrades von der Laborzelle auf Pilot- und Fertigungsmodulgröße erreicht.
1 Rede President Xi Jinpin, 76th General
Assembly of the United Nations, September 2021
Die Engineering- und Service-Dienstleistungen zur Fertigstellung der Solarfabriken in Ruichang, Jiamusi und Zhuzhou wurden fortgeführt und zum überwiegenden Teil planmäßig realisiert. Im Geschäftsfeld Technology Development wurden die Ergebnisse des F&E-Bereichs planmäßig in die laufende Produktion der Fabriken umgesetzt, eigene Prozessverbesserungen eingebracht. So wurden im relativ neuen Bereich der Prozessverbesserungen im laufenden Betrieb der Produktionslinien in Handan und Chengdu die umsatzrelevanten Ziele im Berichtszeitraum erreicht oder übertroffen. 2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse aus Projektgeschäften und Handel betrugen im Berichtszeitraum TEUR 6.692 (Vorjahr: TEUR 6.203). Dabei sind die Umsätze des Geschäftsbereichs Technology Development von TEUR 1.100 im Vorjahr auf TEUR 2.422 gestiegen, die Forschungsumsätze sind hingegen von TEUR 5.100 in 2022 um TEUR 1.000 auf TEUR 4.100 in 2023 gefallen. Das Handelsgeschäft stieg von TEUR 2 im Vorjahr auf TEUR 155 in 2023, sonstiger Umsatz beträgt TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 1). Die Bestandsveränderung an fertigen Erzeugnissen liegt im Berichtsjahr weiterhin bei null (Vorjahr: TEUR 0). Andere aktivierte Eigenleistungen waren nicht zu verzeichnen; die Gesamtleistung i.H.v. TEUR 6.692 lag somit um TEUR 489 über dem Vorjahresniveau (TEUR 6.203). Hinzu kommen sonstige betrieblichen Erträge i.H.v. TEUR 762 (Vorjahr: TEUR 1.051); davon besteht der überwiegende Teil aus Aufwandszuschüssen der Sächsischen Aufbaubank. Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen betragen TEUR 300, gegenüber TEUR 390 im Vorjahreszeitraum. Daraus ergibt sich eine Materialaufwandsquote von 4,5 % gegenüber 6 % im Vorjahr. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Aufwendungen für den Kauf von Waren, wie Produktionsmaterial und Produktionsmaschinen. Im Berichtsjahr wurden keine Produktionsmaschinen für den Weiterverkauf erworben. Unter Berücksichtigung der Gesamtleistung zzgl. der sonstigen betrieblichen Erträge und abzüglich des Materialaufwandes ergibt sich ein Rohergebnis i.H.v. TEUR 7.154 (Vorjahr: TEUR 6.864). Der Anstieg des Personalaufwands auf TEUR 3.706 (Vorjahr: TEUR 3.416) ist auf auf punktuelle Lohnsteigerungen und ein steigendes Gehaltsniveau für neueingestellte, speziell hochqualifizierte Fachkräfte sowie auch einmalige Sondereffekte zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit TEUR 1.836 (Vorjahr: TEUR 1.874) nur leicht rückläufig. Die Zinsaufwendungen gingen gegenüber dem Vorjahr von TEUR 240 auf TEUR 221 zurück, bedingt durch eine Schuldentilgung i.H.v. TEUR 1.000 im Berichtsjahr. Das Ergebnis nach Steuern beträgt TEUR 271 (Vorjahr: TEUR 249). Somit konnte die CTF Solar auch im Geschäftsjahr 2023 wieder einen Jahresüberschuss erwirtschaften. 2.3.2 Finanzlage Die Finanzierung der CTF Solar erfolgt weiterhin auch durch fortbestehende Gesellschafterdarlehen der Muttergesellschaft CTIEC. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen TEUR 2.418 (Vorjahr: TEUR 2.386). Weitere Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 5.987 (Vorjahr: TEUR 6.996) bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie der Gesellschafterin konnten von insgesamt TEUR 9.382 im Vorjahr auf TEUR 8.405 weiter zurückgeführt werden. Darüber hinaus sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Gesellschafterin i.H.v. TEUR 3.186 (Vorjahr: TEUR 4.376) zurückgegangen. Für alle vom Gesellschafter und verbundenen Unternehmen gewährten Darlehen wurden vom Gesellschafter bereits zum Zeitpunkt der Begebung bzw. bei deren Verlängerung qualifizierte Rangrücktritte erklärt. Insoweit resultiert aus der bilanziellen Überschuldung kein Insolvenzrisiko. Die Darlehen sind teilweise formal kurzfristig, jedoch aufgrund des Rangrücktritts, für den Fall, dass die Rückzahlung eine Insolvenzsituation auslösen würde, nachrangig rückzahlbar. Insofern geht auch von der Kurzfristigkeit einiger Darlehen kein Insolvenzrisiko aus. Des Weiteren wurde mit Datum vom 10. Februar 2015 zwischen dem Unternehmen und der Muttergesellschaft ein "Financial Support Agreement" geschlossen und am 22. Juni 2020 um fünf Jahre verlängert, worin sich das Mutterunternehmen CTIEC verpflichtet, jegliche Unterstützung sowie finanzielle Mittel zu gewähren und sonstige Maßnahmen zu ergreifen, die notwendig sind, damit das Unternehmen seinen gegenwärtigen und zukünftigen Verpflichtungen nachkommen kann. Die Liquidität der Gesellschaft wird laufend überwacht; allen Zahlungsverpflichtungen ist die Gesellschaft fristgerecht nachgekommen. Im Geschäftsjahr 2023 war der Liquiditätsstand der Gesellschaft, insbesondere durch die Unterstützung der Gesellschafterin, jederzeit gesichert. 2.3.3 Vermögenslage Aktiva Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf TEUR 9.674 gegenüber TEUR 10.400 im Vorjahr. Das Anlagevermögen ist um TEUR 452 auf TEUR 2.533 gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus planmäßigen Abschreibungen. Die Forderungen gegen die Muttergesellschaft CTIEC und gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 3.686 (Vorjahr: TEUR 4.376) und resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Passiva Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag hat sich auch im Geschäftsjahr 2023 durch den Jahresüberschuss um TEUR 271 auf TEUR 1.322 weiter verringert. Die Rückstellungen sind insgesamt um TEUR 310 auf TEUR 953 gestiegen. Die Rückstellungen für Personalaufwand in Höhe von TEUR 487 (Vorjahr: TEUR 387) fallen um TEUR 100 höher aus als im Vorjahr, das ist u.a. auf punktuelle Lohnsteigerungen und ein steigendes Gehaltsniveau für neueingestellte, speziell hochqualifizierte Fachkräfte zurückzuführen. Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie für Gewerbesteuern sind in Summe um zusammen TEUR 262 auf TEUR 383 (Vorjahr: TEUR 121) gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 8.405 (VJ: TEUR 9.382) konnten um TEUR 977 reduziert werden. 2.3.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf 2023 Für den Geschäftsverlauf ist auch in diesem Berichtszeitraum die fortgesetzte Konzentration auf das integrierte Forschungs-, Entwicklungs- und Beratungsgeschäft auf Basis der firmeneigenen CdTe-Technologie kennzeichnend. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf 2023 sowie die Lage der Gesellschaft als zufriedenstellend. 3 Chancen- und Risikobericht 3.1 Allgemeine Betrachtungen Das Risikomanagement soll bestehende und künftige Erfolgspotenziale sichern und zugleich damit einhergehende Risiken erkennen und beherrschbar machen. Unternehmerische Risiken werden grundsätzlich nur eingegangen, wenn sie beherrschbar sind und unter Hinzunahme der damit verbundenen Chancen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. Die Beurteilung, Umsetzung und Nachverfolgung der ermittelten Chancen erfolgt nach Themengebieten getrennt. In regelmäßigen Abständen berichten die jeweiligen Projektverantwortlichen über die aktuelle Entwicklung. Damit einhergehend erfolgt für identifizierte Wachstumsfelder ein regelmäßiger Abgleich der aktuellen Entwicklung mit den definierten Zielen, der es ermöglicht, zeitnah auf Veränderungen zu reagieren. Im Risikomanagement setzt das Unternehmen bevorzugt auf folgende Instrumente:
Das Unternehmen betreibt im begrenzten Rahmen Handels-Geschäfte innerhalb des Konzerns; u. U. auch unter Einbezug von Fremdwährungsrisiken. Entsprechend der Konzernpolitik wird keine gezielte Währungsabsicherung vorgenommen, allerdings schützt sich das Unternehmen vor kritischen Verlusten durch Vertragsabschlüsse auf Euro-Basis sowie geeignete Patronatserklärungen des Gesellschafters. 3.2 Wesentliche Chancen Durch den langfristig fortgesetzten Ausbau der chinesischen Solarbranche und Solarenergieerzeugung sowie das Bestreben des Mutterkonzerns CNBM mit Dünnschichttechnologien eine führende Position in China und auch global einzunehmen, ergeben sich für das Unternehmen weiterhin besondere Chancen. Die enge Zusammenarbeit mit der chinesischen Muttergesellschaft ermöglicht einen einfachen Zugang zum chinesischen Absatzmarkt für Fabriken und Produktionsequipment. Die Gesellschaft profitiert davon, dass nicht nur fertige Solarkomponenten von außerhalb Chinas geliefert werden, sondern auch Technologien und Dienstleistungen zur Entwicklung solcher Komponenten in China. Dies schützt das Unternehmen vor Risiken, die aus einer Verlagerung des Ausrüstungsgeschäfts von Europa nach China entstehen könnten. Im Gegenteil: Für den Ausbau einer eigenen einschlägigen Ausrüstungsindustrie in China wird das spezifische Knowhow des Unternehmens besonders benötigt. Weiterhin ist die Muttergesellschaft bemüht, auch Projekte außerhalb Chinas zu akquirieren. Entsprechende Vertriebsaktivitäten wurden weiterhin durch die Gesellschaft unterstützt. Darüber hinaus zeigt die aktuelle Entwicklung an den Energiemärkten Chancen für alle Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien, da sich die relative Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu den sich verteuernden fossilen Energieträgern verbessert. Weiterhin wird politisch ein stärkerer Ausbau der Erneuerbaren Energien aus Gründen der Versorgungssicherheit forciert. 3.3 Wesentliche Risiken Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken beschrieben, denen die CTF Solar als international agierendes Unternehmen in ihrem täglichen Geschäft ausgesetzt ist und die erheblichen nachteilige Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Die Reihenfolge der aufgeführten Risiken ist dabei kein Indikator für ihre Eintrittswahrscheinlichkeit. Operative Risiken Entsprechend der Geschäftstätigkeit bestehen unterschiedliche operative Risiken, wie ausgeführt, gegen die mit den vorstehend beschriebenen Elementen des Risikomanagement Rechnung getragen wird. Währungsrisiken Aufgrund der Tätigkeit auf Märkten, die außerhalb der Euro-Zone liegen, unterliegt die Gesellschaft grundsätzlich Währungsrisiken. Diese Währungsrisiken werden aber weitestgehend vermieden, indem Dienstleistungsverträge für die Projekte im Kerngeschäft sowie weitestgehend auch Kosten vertraglich in Euro abgeschlossen und realisiert werden. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Finanzierung der Gesellschaft besteht im Wesentlichen aus Gesellschafterdarlehen sowie aus Darlehen von verbundenen Unternehmen und ist durch Rangrücktritte sowie durch eine Patronatserklärung gesichert. Risiken können insbesondere durch vorzeitige Rückzahlungsverpflichtungen bzw. ausbleibende Laufzeitverlängerungen entstehen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Gesellschafterin auch weiterhin Darlehen zur Verfügung stellt bzw. die Laufzeiten der vorhandenen Darlehen bei Bedarf verlängert. Weiterhin ist die Gesellschaft aufgrund der bestehenden Auftragslage in hohem Maße auf die Begleichung ihrer Dienstleistungsrechnungen seitens der Muttergesellschaft oder anderer Konzerngesellschaften angewiesen. Ein theoretisches Zahlungsausfallrisiko für die erbrachten und auch für künftige Leistungen wird als gering bewertet, da die Einbindung der CTF Solar an Schlüsselpunkten in die langfristige Solar-Strategie des Mutterkonzerns immer wieder unter Beweis gestellt wird. Marktrisiko Allgemeine Marktrisiken könnten sich aus der Abhängigkeit von den gesetzlichen Regelungen in Bezug auf die Branche Erneuerbare Energien sowie speziell die Solar-Branche ergeben. Insofern ist die Gesellschaft insbesondere von der Entwicklung im Hauptabsatzmarkt China abhängig. Die sich hieraus ergebenden Risiken werden als gering eingeschätzt, da die chinesische Regierung den Ausbau der Solarenergie kontinuierlich vorantreibt. Weitere Risiken könnten daraus entstehen, dass die chinesische Regierung den bevorzugten Absatz chinesischer Produkte fördert. Die Chancen für ausländische Firmen am chinesischen Absatzmarkt können hierdurch negativ beeinflusst werden. Darüber hinaus ist die CTF Solar, wie andere Unternehmen auch, mittelbar von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Für den Sektor der erneuerbaren Energien allgemein können die aktuellen geopolitischen Entwicklungen in mehrerlei Hinsicht auf die Unternehmensentwicklung wirken. Als international geprägtes Unternehmen ist die CTF Solar dabei allgemein zunächst von einer prosperierenden, handelsoffenen, weltwirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Personelle Risiken Die wirtschaftliche Entwicklung der CTF Solar beruht maßgeblich auf der Leistung ihrer Mitarbeiter. Die fortgesetzte Geschäftstätigkeit mit hohen Anforderungen an technologische und wissenschaftliche Qualifikation und Ergebnisorientierung erfordert stetige Anstrengungen für die Einstellung neuer Mitarbeiter und die Entwicklung des bestehenden Mitarbeiterstamms. Dies wurde im Berichtszeitraum konsequent fortgesetzt und ausgebaut. Die Gesellschaft verspürt weiterhin und mit zunehmender Tendenz den Mangel an qualifiziertem technisch-naturwissenschaftlichen Fachpersonal am deutschen Arbeitsmarkt, besonders auch für Spezialisten in Nischenbereichen der Hochtechnologie. Die Gesellschaft akquiriert ihr Personal deshalb seit längerem schon weltweit. Dies hat bereits in der Vergangenheit dazu geführt, dass die Belegschaft weiterhin international zusammengesetzt ist; so gehören 2023 die im Durchschnitt 43 beschäftigten Arbeitnehmer ca. 10 verschiedenen Nationalitäten an. Risiken aufgrund des Krieges in der Ukraine Das Unternehmen unterhält keine Geschäftsbeziehungen in die Ukraine oder nach Russland und hat insofern derzeit keine direkten wirtschaftlichen Auswirkungen zu befürchten. Risiken durch die Energiepreissteigerungen und allgemeine inflationäre Entwicklungen Die CTF Solar hat für das abgelaufene Geschäftsjahr wieder von mittel- bis langfristigen Strom- Lieferverträgen mit zuverlässigen lokalen Versorgern profitieren können. Das Unternehmen geht zunächst davon aus, eine weitere, stabile Versorgung mit mittelfristiger Preisbindung für die Folgejahre abschließen zu können. Kostenseitig ist dies derzeit noch verkraftbar. Der Bedarf an Erdgas spielt eine untergeordnete Rolle, ist somit nicht unternehmensrelevant. Den seit einigen Jahren deutlich zunehmenden inflationären Tendenzen für Dienstleistungs- und Güterpreise kann sich die Gesellschaft nicht entziehen; diese spiegeln sich in unterschiedlichem Ausmaß in allen Bereichen wider und können durch begrenzte Gegenmaßnahmen im Einkauf kaum begrenzt werden. Speziell bei eingekauften Dienstleistungen und mit gewisser Verzögerung und Begrenzung bei den internen Personalkosten sind diese Entwicklungen der Preis-Inflation am deutlichsten zu spüren; hier spiegelt sich naturgemäß die eigene Kostenstruktur eines Forschungs- und Dienstleistungsunternehmens wider. Die Gesellschaft reagiert durch Gegenmaßnahmen in allen Bereichen; ein nur begrenzt mögliches Weiterreichen der Kosten an die Kunden, Kostendisziplin und zur Vermeidung überraschender Liquiditäts- und Rentabilitätsproblemen eine vorrauschauende Kosten-, Liquiditäts- und Geschäftsplanung. Risiken durch Stocken globaler Lieferketten Die CTF Solar war bisher begrenzt und nur punktuell durch lange Lieferzeiten bzw. Schwierigkeiten bei der Beschaffung technischer Komponenten im Maschinen- und Anlagenbau betroffen. Bei den Lieferanten des Maschinen- und Anlagenbaus kommt es erwartbar zu einzelnen Verzögerungen bei der Lieferfähigkeit von Produktionsmaschinen für die kundenseitigen Fabrikprojekte für Solarmodule in China. Insgesamt hat sich die Lage gegen Ende des Berichtszeitraums eher entspannt. Das Unternehmen steht im ständigen Kontakt mit den beauftragten Maschinenbauern einerseits und den für den Fabrikbau in China verantwortlichen Kunden andererseits. Verzögerungen können teilweise ausgeglichen werden durch Umdisponierungen bei parallel laufenden Projekten. Bei Verbrauchsmaterialien führt die CTF Solar eine auf mehrere Monate ausgedehnte Vorratshaltung fort und versucht so ggf. kurzfristigen Schwankungen bei der Verfügbarkeit vorzubeugen. Insgesamt ist die Gesellschaft aus heutiger Sicht grundsätzlich in der Lage, den aufgezeigten Risiken zu begegnen, sie zu steuern oder gegebenenfalls auch tragen zu können. Dies insbesondere auch deshalb, weil die Gesellschaft über den alleinigen Gesellschafter CTIEC in den Chinesischen Staatskonzern China National Building Material Group Corp. (CNBM) integriert ist. 4 Prognosebericht 4.1 Konjunkturelle Rahmenbedingungen Wie erwähnt, ist für die Gesellschaft für die nähere bis mittlere Zukunft die Konjunktur des Chinesischen Solarmodulmarktes ausschlaggebend. Dies wird für die Geschäftsbereiche der Gesellschaft weiterhin als stabil betrachtet. 4.2 Erwartete Entwicklung der Gesellschaft Die Wertschöpfung des Unternehmens als strategischer Dienstleister für Energie-Infrastruktur-Programme, speziell für CdTe-Solarmodul-Fabriken in China umfasst Beratungs- und Service- Dienstleistungen, von der Umsetzung der stetig fortentwickelten, proprietären CdTe-Technologie mit externen Maschinenbauern hin zu Produktionslinien, über die technische Leitung der Produktions-Ramp-Up Phase der entsprechenden Solarmodul-Fabriken bis hin zur darauf aufbauenden Dienstleistung von wiederholter Prozessverbesserungen mit messbarer Output-Steigerung. Das Volumen der produktionssteigernden Service-, Forschungs- und Entwicklungstätigkeit, speziell auch zur Produktverbesserung, soll kontinuierlich wachsen. Der Gesellschafter erwartet eine Fortführung der Forschungsaktivitäten der Gesellschaft auf hohem Niveau, inklusive verwertbarer Ergebnisse und will weiterhin entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Für 2024 werden Umsatzerlöse in Höhe von 7,8 bis 8,3 mEUR sowie ein Jahresüberschuss von circa TEUR 300 geplant.
Dresden, den 10. Juli 2024 Dr. Bastian Siepchen, Geschäftsführer Abbildung: "Organigramm China National Building Material Group Corp." Sharehoding Structure Chart
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die CTF Solar GmbH, Dresden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der CTF Solar GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CTF Solar GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 10. Juli 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Patrick Helsper, Wirtschaftsprüfer Jonas Hagen, Wirtschaftsprüfer |
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