Master Data

Registry
Register court Koblenz HRB 1200
Previous
MKB Mittelrheinische Bank Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Registered
4/29/1976
Industry
Activities of savings banksActivities of holding companiesActivities of credit institutions with special functions
Purpose
Gegenstand des Unternehmens ist das Betreiben von Bankgeschäften jeglicher Art sowie die Durchführung aller damit im Zusammenhang stehenden Hilfsgeschäfte und Dienstleistungen mit Ausnahme von: Anschaffung und Veräußerung von Wertpapieren für andere (Effektengeschäft) gem. § 1 Abs. 1 S. 2 Nr. 4 KWG; Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren für andere (Depotgeschäft) gem. § 1 Abs. 1 S. 2 Nr. 5 KWG; den in § 1 des Gesetzes über Kapitalanlagegesellschaften bezeichneten Geschäften (Investmentgeschäft) gem. § 1 Abs. 1 S. 2 Nr. 6 KWG.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Thomas Hommen
since 1/24/2025
Procura
Managing Director
Sören Reither
since 1/24/2025
Procura
Jasmin Rausch
since 1/24/2025
Procura
Florian Wickert
since 1/24/2025
Procura
Kay Kalter
since 1/24/2025
Procura
Thomas Nickenig
since 4/9/2014
Procura
Henning Lung
since 2/10/2011
Procura
Jörg Schröder
since 9/6/2010
Managing Director
Thomas Hiermeier
since 1/24/2006
Procura

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Landesbank Baden-Württemberg
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Landesbank Baden-Württemberg
Germany
€20,000,000
100.00%

Holdings

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

MMV Bank GmbH

Koblenz

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2024

zusammengefasster Lagebericht

In die Unternehmensgruppe (MMV Gruppe) sind neben der MMV Bank GmbH (MMV Bank) die nachfolgenden Gesellschaften einbezogen: MMV Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung (MMV Leasing), MMV-Mobilien Verwaltungs- und Vermietungsgesellschaft mbH (MMV Mobilien) und MMV Versicherungsdienst GmbH.

Die MMV Gruppe ist ein spezialisierter Anbieter von Investitionsfinanzierungen. Sie finanziert über die Vergabe von Krediten (MMV Bank) sowie über den Abschluss von Leasing- und Mietkaufverträgen (MMV Leasing / MMV Mobilien) mobile Investitionsgüter.

Dabei haben die Gesellschaften der MMV Gruppe die folgenden Geschäftsschwerpunkte:

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der MMV Bank liegt in der Gewährung von gewerblichen Investitionskrediten für mobile Wirtschaftsgüter und der Finanzierung von Leasinggeschäften durch den Ankauf von Leasing- und Mietkaufforderungen der 100%igen Tochtergesellschaft MMV Leasing. Weiterhin betreibt die MMV Bank das Einlagengeschäft und bietet standardisierte Geldanlageprodukte in Form von Sparbriefen, Sparkonten und Festgeldern für Privat- und Firmenkunden sowie institutionelle Anleger an.

Die MMV Leasing und die MMV Mobilien betreiben das Mobilien-Leasing. Bei der Geschäftsanbahnung wird nach den Vertriebswegen Kundengeschäft, über Lieferanten eingereichtes Geschäft (Vendorengeschäft) sowie Vermittlergeschäft (primär Finanz- und Bankvermittler) differenziert. Die MMV Mobilien fungiert im Rahmen des mit der MMV Leasing praktizierten Doppelstockmodells schwerpunktmäßig als Besitzgesellschaft und Refinanzierer.

Die MMV Versicherungsdienst GmbH übernimmt die Funktion einer Versicherungsagentur innerhalb der MMV Gruppe und tritt dabei insbesondere als Vermittler von Versicherungsverträgen verschiedener Versicherungsgesellschaften auf.

Der Vertrieb der Kredit- und Leasinggeschäfte erfolgt über angestellte Firmenkundenbetreuer der jeweiligen Vertriebsniederlassungen flächendeckend in Deutschland. Die Kunden sind überwiegend Unternehmen des deutschen Mittelstandes.

Sämtliche Gesellschaften der MMV Gruppe führen aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen ihr jeweiliges Ergebnis (un)mittelbar an die MMV Bank ab.

Zur Abwicklung ihres Geschäfts verfügt die MMV Gruppe gesellschaftsübergreifend über eine einheitliche Aufbau- und Ablauforganisation. Die Geschäfte der Gesellschaften der MMV Gruppe werden einheitlich durch die Mitarbeiter der MMV Bank geführt.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

Es wird erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt („BIP“) im Jahr 2024 preisbereinigt um 0,1% zurückgegangen ist. Gegenüber dem Frühjahr wurde die Prognose durch den Sachverständigenrat somit um 0,3 Prozentpunkte nach unten angepasst. Das Bruttoinlandsprodukt ist in den vergangenen fünf Jahren somit real insgesamt lediglich um 0,1% gewachsen. Die deutsche Volkswirtschaft befindet sich demgemäß in einer Stagnation1. Für 2025 wird davon ausgegangen, dass das deutsche BIP aufgrund der drohenden Gefahr von Handelskonflikten um 0,2% sinkt2.

Nachdem die Inflation im vergangenen Jahr noch bei 5,9% lag, wird beim nationalen Verbraucherpreisindex in den Jahren 2024 und 2025 mit Steigerungsraten von 2,2% bzw. 2,1% gerechnet. Bei der Kerninflation ist mit Raten von 2,9% im Jahr 2024 und 2,4% im Jahr 2025 zu kalkulieren3. Zwar haben sich die Realeinkommen von den Einkommensverlusten im Zuge der hohen Inflation in den zurückliegenden Jahren (Herbst 2021 bis Mitte 2023) erholt, dennoch haben sich keine positiven Impulse für den Konsum ergeben und die Sparquote bleibt weiterhin hoch.

Die anhaltend schwache wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird vor allem auf einen Rückgang in der Produktion und Wertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe zurückgeführt. Die Energiepreise in Deutschland sind nach der Energiekrise zwar deutlich zurückgegangen, haben sich aber oberhalb des Niveaus vor der Corona-Pandemie stabilisiert. Die anhaltende Schwächephase der Wirtschaft in Deutschland hat den Arbeitsmarkt erreicht. Die Arbeitslosenquote ist seit August 2023 um 0,3 Prozentpunkte angestiegen. Überdurchschnittlich groß war der Anstieg dabei in den vom schwachen Wachstum besonders betroffenen Bereichen Verarbeitendes Gewerbe und Bau.

Demgegenüber wachsen die Weltwirtschaft und die globale Industrieproduktion mit deutlich positiven Raten. Beim Welt-BIP ist in den Jahren 2024 und 2025 mit Zuwächsen von jeweils 2,6% zu rechnen. Für den Euro-Raum dürfte das Wachstum bis zu 1,3% betragen. Die Abkopplung des deutschen Industriesektors von der Weltwirtschaft mit deutlich niedrigeren Wachstumsraten deutet darauf hin, dass die deutsche Schwäche nicht nur konjunkturell, sondern auch strukturell bedingt ist. Die Industrieschwäche in Deutschland dürfte die Investitionsbereitschaft im Verarbeitenden Gewerbe senken und damit auch auf die Unternehmensdienstleistungen ausstrahlen. Somit ist in der Industrie die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber wichtigen Handelspartnern weiter gesunken4.

Der andauernde Krieg in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten stellen - neben drohenden Handelskonflikten - erhebliche Risikofaktoren für die Weltwirtschaft dar. Neben der Gefahr, dass die Energiepreise erneut steigen, ist die weitere geld- und fiskalpolitische Ausrichtung unsicher. Abwärtsrisiken für die Konjunkturprognose in Deutschland bestehen in einer sich verfestigenden Industrieschwäche sowie in einer nochmals erhöhten Unsicherheit, die die Erholung der Investitionen und des privaten Konsums weiter verzögern könnte. Diese Effekte könnten verstärkt werden, wenn bspw. zusätzliche Sparanstrengungen in den öffentlichen Haushalten erforderlich werden. Eine positivere Entwicklung könnte sich dagegen einstellen, wenn sich die Konsumzurückhaltung der privaten Haushalte früher als erwartet auflöst und sich die Sparquote schneller als vorhergesehen normalisiert.

1 Vgl. Jahresgutachten 2024/25 des Sachverständigenrates
2 Vgl, Konjunkturprognose der LBBW vom 12.12.2024
3 Vgl, Konjunkturprognose der LBBW vom 12.12.2024
4 Vgl. Jahresgutachten 2024/25 des Sachverständigenrates

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2024 sind die Anschaffungswerte der Leasing- und Mietkaufobjekte in Deutschland von 47,3 Mrd. EUR im Vorjahr auf 49,7 Mrd. EUR gestiegen (d.h. um 5,0%)5. Im relevanten Betrachtungszeitraum wuchs das kontrahierte Neugeschäft der MMV-Gruppe von 470,3 Mio. EUR auf 490,5 Mio. EUR (d.h. um rd. 4,3%). Demgegenüber sank der Ifo Geschäftsklima-Index für die Leasingbranche von 33,1 im Januar 2024 auf 15,5 im November 20246.

Geschäftsverlauf

Die Entwicklung im Geschäftsjahr der MMV Gruppe bzw. der MMV Bank stellt sich wie folgt dar:

Die Neugeschäftsleistung (Neugeschäftsvolumen zzgl. Veränderungen des Auftragsbestandes) der MMV Gruppe wurde um 4,0% auf 738,0 Mio. EUR gesteigert (Vj. 709,7 Mio. EUR). Der Auftragsbestand erhöhte sich darüber hinaus im Geschäftsjahr um 6,3 Mio. EUR (Vj. - 32,6 Mio. EUR). Das abgerechnete Neugeschäftsvolumen (abgerechnete Verträge und Vorfinanzierungen) sank um 1,4% von 742,3 Mio. EUR auf 731,7 Mio. EUR.

Das kontrahierte Neugeschäftsvolumen der MMV Leasing erreichte im Rahmen unserer Erwartungen mit 543,5 Mio. EUR ein Wachstum um 4,0% (Vj. 522,6 Mio. EUR). Der Rückgang des abgerechneten Neugeschäfts um 13,4 Mio. EUR (-2,4%) auf 538,7 Mio. EUR bewegt sich im Rahmen unserer Erwartungen oberhalb der Entwicklung der Ausrüstungsinvestitionen. Weiterhin konnten wir den Auftragsbestand um 4,8 Mio. EUR (3,5%) auf 142,3 Mio. EUR steigern.

Die Neugeschäftsleistung der MMV Bank entwickelte sich besser als die des MMV Konzerns und stieg von 187,1 Mio. EUR um 3,9% (Vorjahr: 2,2%) auf 194,4 Mio. EUR bzw. das abgerechnete Neugeschäftsvolumen von 190,1 Mio. EUR auf 192,9 Mio. EUR (+2,8%).

Unsere Prognose, mit der MMV Gruppe bzw. der MMV Leasing in 2024 ein Wachstum der Neugeschäftsleistung oberhalb der Veränderung der Ausrüstungsinvestitionen zu erzielen, konnte erreicht werden.

Nachdem die Leitzinsen seit Juli 2022 kontinuierlich auf bis zu 4,5% im September 2023 angehoben worden waren, stellte sich ab Juni 2024 eine Zinswende mit kontinuierlichen Senkungen auf zuletzt 3,15% ein. Als Folge daraus reduzierten sich auch die Refinanzierungskosten für die MMV Gruppe bzw. die MMV Leasing. Da diese Veränderung nicht vollumfänglich in die Vertragszinssätze eingepreist wurde, hat sich unsere Prognose einer leichten Erhöhung der Neugeschäftsmargen erfüllt.

Der Bestand an Kundeneinlagen der MMV Bank liegt bei unterschiedlichen Entwicklungen der einzelnen von der MMV Bank angebotenen Produkte (Spareinlagen, -briefe, Termin- und Tagesgelder) mit 181,5 Mio. EUR um 20,4% über dem Vorjahreswert (150,7 Mio. EUR).

5 Vgl. Quartalsmeldung des BDL, III. Quartal 2024
6 Vgl. https://bdl.leasingverband.de/leasing/marktzahlen/geschaeftsklima-leasing#c539

Die Quote des zahlungsgestörten Volumens im Kredit-, Leasing- und Mietkaufgeschäft der MMV Gruppe - definiert als Anteil des zahlungsgestörten Bruttovolumens (bereits fällige Forderungen zzgl. kumulierter Barwerte dieser Engagements) an den kumulierten Barwerten - liegt mit 2,39% in 2024 - entsprechend unseren Erwartungen - deutlich über dem Vorjahreswert (1,59%).

Von der im Vorjahr gruppenweit gebildeten Vorsorge für erwartete, aber noch nicht konkretisierte Risiken bei kapital- sowie energieintensiven Wirtschaftszweigen in Höhe von 6,6 Mio. EUR wurde ein Teilbetrag von 1,9 Mio. EUR aufgelöst, der mit 1,3 Mio. EUR dem Risikoergebnis und mit 0,6 Mio. EUR den außerplanmäßigen Abschreibungen zuzuordnen ist. Das Risikoergebnis hat sich per Saldo um 2,0 Mio. EUR verbessert.

Auf der Ebene der MMV Bank hat die Auflösung der Vorsorge für Risiken kapital- und energieintensiver Wirtschaftszweige mit erhöhtem Verschuldungsgrad das Risikoergebnis um 1,7 Mio. EUR entlastet. Das Risikoergebnis der MMV Bank hat sich um 2,9 Mio. EUR verbessert.

Insgesamt ist die Prognose einer gestiegenen Risikovorsorge der MMV Gruppe - ohne Berücksichtigung der im Vorjahr durchgeführten Zuführung zur Vorsorge für allgemeine Bankrisiken - eingetroffen. Dies resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Zuführungen bei Einzelwertberichtigungen im Zusammenhang mit der verschlechterten Wirtschaftslage in Deutschland und daraus folgend erhöhten Insolvenzen im Kundenportfolio der MMV Gruppe.

Auf Ebene der MMV Bank ist die Prognose einer über Vorjahresniveau liegenden Risikovorsorge - auch ohne Berücksichtigung der im Vorjahr durchgeführten Zuführung zur Vorsorge für allgemeine Bankrisiken - nicht eingetroffen. Dies resultiert aus niedrigeren Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen bei gleichzeitig höheren Auflösungen von Pauschalwertberichtigung.

Die MMV Gruppe und die MMV Bank blicken unter Berücksichtigung der Herausforderungen der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland zufrieden auf das Geschäftsjahr 2024 zurück.

Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

- Ertragslage

Wesentliche Ergebniskomponenten der MMV Gruppe

(Mio. EUR) 31.12.2024 31.12.2023 Δ
Zinsüberschuss 10,7 11,3 -5,3%
Leasingergebnis* 69,5 70,4 -1,3%
Ergebnis aus dem Kredit- und Leasinggeschäft 80,2 81,7 -1,8%
Verwaltungsaufwendungen*** -41,1 -39,6 3,8%
Zuführung/Auflösung Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen**** -3,1 -3,1 0,0%
Risikovorsorge für Adressenausfallrisiken** -5,9 -7,9 -25,3%
Ergebnis vor Steuern 28,6 30,5 -6,2%
Latente Steuern -4,1 -8,9 -53,9%
Laufende Ertragssteuern -5,3 -0,7 >100,0%
Jahresüberschuss 19,2 20,9 -8,1%

* Das Leasingergebnis setzt sich aus den unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Erträgen aus dem Leasinggeschäft sowie den unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Leasingaufwendungen und den Abschreibungen auf das Leasingvermögen sowie dem Provisionsergebnis zusammen.
** Die Risikovorsorge für Adressenausfallrisiken beinhaltet Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft und die außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Leasingvermögen für Bonitätsrisiken incl. Zuführung gem. § 340f HGB
*** Ohne Effekte aus der Altersvorsorge
**** Setzt sich zusammen aus Aufwendungen -/- Erträge, welche in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem allgemeinen Verwaltungsaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen werden

Die Ertragslage der MMV Gruppe in 2024 war geprägt von einem leicht reduzierten Ergebnis aus dem Kredit- und Leasinggeschäft, gestiegenen Verwaltungsaufwendungen, einer reduzierten Risikovorsorge für Adressenausfallrisiken bei gleichzeitig niedrigerem latenten und stark erhöhtem laufenden Steueraufwand.

Der rückläufige Zinsüberschuss resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Refinanzierungskosten. Der Anstieg der Refinanzierungskosten resultiert im Wesentlichen aus dem im Vorjahr für Neuabschlüsse bei Refinanzierungsgeschäften angestiegenen Zinsniveau, was sich im aktuellen Jahr vollumfänglich ausgewirkt hat.

Der leichte Rückgang im Ergebnis aus dem Leasinggeschäft setzt sich im Wesentlichen aus einem um 9,1 Mio. EUR reduzierten Ergebnis aus dem laufenden Leasinggeschäft (Erträge abzgl. Abschreibungen auf das Leasingvermögen) bei einem um 8,6 Mio. EUR besseren Verwertungsergebnis zusammen.

Der Verwaltungsaufwand (ohne Aufwendungen für Altersversorgung) ist gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Mio. EUR gestiegen. Die Steigerung resultiert neben einem gestiegenen Personalaufwand aus höheren Kosten zur Digitalisierung des Kreditprozesses sowie höheren Beratungskosten.

Die Aufwendungen aus der Zuführung zur Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich gegenüber dem Vorjahr mit erneut 3,1 Mio. EUR nicht verändert.

Die Risikovorsorge für Adressenausfallrisiken hat sich im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Mio. EUR reduziert, was einerseits auf eine erhöhte Zuführung zu Einzelwertwertberichtigungen bei gleichzeitig höheren Auflösungen von Einzelwertberichtigungen aus Vorjahren bei annähernd identischen Eingängen auf abgeschriebenen Forderungen zurückzuführen ist. Darüber hinaus beeinflusste im Vorjahr die Bildung weiterer Vorsorgen für allgemeine Bankrisiken das Risikoergebnis. Die im Vorjahr aufgrund der unsicheren Entwicklung der Geld- und Kapitalmärkte sowie der Konjunktur für erwartete, aber noch nicht konkretisierte Risiken kapital- und energieintensiver Wirtschaftszweige i. H. v. 4,7 Mio. EUR gebildete Vorsorge wurde im Geschäftsjahr i. H. v. 1,9 Mio. EUR aufgelöst.

Der Sonderposten Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB besteht unverändert.

Wesentliche Ergebniskomponenten der MMV Bank

(Mio. EUR) 31.12.2024 31.12.2023 Δ
Zinsüberschuss 18,5 16,4 12,8%
Verwaltungsaufwendungen -32,1 -31,3 -2,7%
Zuführung/Auflösung Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen* -3,1 -3,1 0,0%
Beteiligungserträge 22,3 28,7 -22,4%
Sonst. Betriebliches Ergebnis** 25,9 25,3 2,4%
Risikovorsorge -1,5 -4,4 66,5%
Ertragssteuern -5,3 -0,7 >100,0%
Jahresüberschuss 23,5 29,7 -20,8%

* Setzt sich zusammen aus Aufwendungen -/- Erträge welche unter dem allgemeinen Verwaltungsaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen werden
** das Sonstige betriebliche Ergebnis setzt sich aus den sonstigen übrigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen zusammen, die nicht auf das Leasinggeschäft entfallen, insbesondere aus der Änderung der Parameter zur Berechnung der Pensionsrückstellung.

Der Anstieg beim Zinsüberschuss der MMV Bank ist im Wesentlichen beeinflusst durch erhöhte Aktivkonditionen, die die gestiegenen Refinanzierungskosten überkompensiert haben.

Die Beteiligungserträge haben sich aufgrund des deutlich niedrigeren Ergebnisses der MMV Leasing um 6,4 Mio. EUR (Vj. +10,5 Mio. EUR) reduziert.

Die Effekte zur Entwicklung der Risikovorsorge, der Aufwendungen für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen und den gestiegenen Verwaltungsaufwendungen der MMV Bank wurden bereits bei der MMV Gruppe erläutert.

Die Ertragssteuern waren im Vorjahr noch durch die Möglichkeit der Verlustverrechnung aus Vorjahren beeinflusst. Diese Möglichkeit bestand in 2024 nur noch teilweise, so dass der Ertragsteueraufwand um 4,6 Mio. EUR angestiegen ist.

Aufgrund der vorgenannten Effekte liegen die Ergebnisse vor Steuern der MMV Bank als auch des MMV Konzerns nach HGB deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Das IFRS Ergebnis vor Steuern (ein bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator der MMV Gruppe) liegt mit 27,8 Mio. EUR (Planwert 26,5 Mio. EUR, Vj. 25,0 Mio. EUR) oberhalb unserer Erwartungen. Die Planabweichung ergibt sich im Wesentlichen aus dem gestiegenen Zinsergebnis.

- Finanz- und Liquiditätslage

Die Verbindlichkeiten der MMV Gruppe und der MMV Bank setzen sich im Wesentlichen aus festverzinslichen Darlehen von Kreditinstituten sowie aus Kundeneinlagen zusammen.

Im Geschäftsjahr gab es bei einem leicht gestiegenen Bestandsvolumen Verschiebungen innerhalb der Refinanzierungsinstrumente der MMV Gruppe. Dabei stehen dem Zugang beim Forderungsverkauf von Leasingverträgen (Zunahme des passiven Rechnungsabgrenzungspostens) und den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Rückgänge bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gegenüber. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich nur unwesentlich vermindert.

Hinsichtlich der Fälligkeitsstruktur dieser Mittel verweisen wir auf die Restlaufzeitengliederung der Verbindlichkeiten im Anhang. Im Rahmen ihrer Refinanzierung verkauft die MMV Gruppe zudem regelmäßig zukünftige Leasingraten an Drittbanken.

Zum Bilanzstichtag stehen der MMV Gruppe Refinanzierungslinien bei inländischen Kreditinstituten in Höhe von 1.612,9 Mio. EUR zur Verfügung, die grundsätzlich sowohl von der MMV Bank als auch von der MMV Leasing und der MMV Mobilien in Anspruch genommen werden können. Die Linien können in Form von Darlehen sowie in Form des Forderungsverkaufs über das Doppelstockmodell genutzt werden. Die Auslastung dieser Linien liegt zum Bilanzstichtag bei 56,5%.

Mit den im Jahresvergleich nur geringfügig niedrigeren Refinanzierungslinien von 1.612,9 Mio. EUR (Vj. 1.621,2 Mio. EUR) bei nahezu unveränderter Auslastung der Linien von 56,5% (Vj. 56,7%) verfügen die MMV Leasing sowie die MMV Gruppe unverändert über eine tragfähige Finanzierungsstruktur. Die Zahlungsfähigkeit der MMV Mobilien und der MMV Gruppe war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben.

- Vermögenslage

Wesentliche Bilanzposten der MMV Gruppe

(Mio. EUR) 31.12.2024 31.12.2023 Δ
Bilanzsumme 1.378,4 1.348,4 2,2%
Forderungen an Kunden 506,7 481,8 5,2%
Leasingvermögen 830,5 818,9 1,4%
Aktive Latente Steuern 27,2 31,3 -13,2%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 595,0 658,2 -9,6%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 181,5 150,7 20,4%
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 365,0 311,7 17,1

Die Bilanzsumme der MMV Gruppe stieg gegenüber dem Vorjahresstichtag um 30,0 Mio. EUR auf 1.378,4 Mio. EUR. Dies resultiert überwiegend aus dem Anstieg Position Forderungen an Kunden um 25,0 Mio. EUR und des Leasingvermögens um 11,5 Mio. EUR. Dem gegenüber verminderte sich die Barreserve um 3,2 Mio. EUR.

Die Zunahme der Forderungen an Kunden resultiert aus der Zunahme der Forderungen aus Mietkaufverträgen, Darlehen sowie Vorfinanzierungen.

Das Leasingvermögen hat sich im Geschäftsjahr um 1,4% erhöht. Ausgehend von einem Leasingvermögen zum 01.01.2024 in Höhe von 818,9 Mio. EUR stehen den leicht reduzierten Zugängen zum Leasingvermögen (inkl. Geleisteter Anzahlungen) von 389,8 Mio. EUR (Vj. 414,6 Mio. EUR) reduzierte Abgänge zu Restbuchwerten von 107,4 Mio. EUR (Vj. 120,8 Mio. EUR) sowie höhere Abschreibungen im Geschäftsjahr von 270,9 Mio. EUR (Vj. 263,8 Mio. EUR) gegenüber.

Die Investitionen in immaterielle Anlagewerte in Höhe von 0,5 Mio. EUR betrafen im Wesentlichen die Fortführung der Entwicklung der ERP-Software LeaProS.

Aufgrund der steuerlich nicht anerkannten degressiven Abschreibung, der teilweise steuerlich nicht anerkannten außerplanmäßigen Abschreibung zur verlustfreien Abwicklung des Leasingvermögens bei den Tochtergesellschaften und der Bewertungsunterschiede bei den Pensionsrückstellungen wird die MMV Bank als Organträgerin durch zeitlich vorgezogene Steuerzahlungen (temporäre Differenzen) belastet. Zur besseren Transparenz des wirtschaftlichen Erfolgs der MMV Gruppe wurde deshalb im Konzernabschluss vom Aktivierungswahlrecht für latente Steuern gem. §§ 274 und 306 HGB Gebrauch gemacht.

Wesentliche Bilanzposten der MMV Bank

(Mio. EUR) 31.12.2024 31.12.2023 Δ
Bilanzsumme 526,5 538,7 -2,3%
Forderungen an Kunden 507,7 516,2 -1,7%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 187,4 243,8 -23,1%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 181,5 150,7 20,4%

Die Bilanz der MMV Bank ist insbesondere geprägt durch die Forderungen an Kunden sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden.

Die Forderungen an Kunden der MMV Bank sind insgesamt um 8,5 Mio. EUR bzw. 1,7% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dabei ergaben sich unterschiedliche Entwicklungen in den Bestandteilen dieser Bilanzposition:

Reduzierung der angekauften Forderungen um 23,8% bzw. 9,5% aufgrund niedrigerer Verkäufe von der MMV Leasing

Anstieg des Forderungsbestandes aus Investitionskrediten um 17,2 Mio. EUR bzw. 8,8%

Reduzierung der Forderungen aus dem Verrechnungsverkehr innerhalb der MMV Gruppe um 4,9 Mio. EUR bzw. 11,5%

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich um 56,3 Mio. EUR. Im Wesentlichen ist dies bedingt durch den Ausbau der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 30,8 Mio. EUR aufgrund der Gewinnung neuer Kunden und der weiter verbesserten Kapitalbasis.

Personalbereich

Der Erfolg der MMV Gruppe beruht insbesondere auf ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihr Engagement und ihre Kompetenz sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Wettbewerb um eine hohe Geschäftspartnerzufriedenheit. Auch durch Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen werden die Mitarbeiter und Führungskräfte unterstützt, ihr fachliches und persönliches Potenzial weiterzuentwickeln.

Bei der MMV Bank waren im Jahresdurchschnitt 2024 einschließlich Auszubildende 378 Mitarbeiter (Vj. 383) angestellt. Die Mitarbeiter nehmen vielfach in Personalunion Aufgaben innerhalb der Unternehmen der MMV Gruppe wahr. Die MMV Bank belastet den Tochterunternehmen hierfür anteilmäßige Personalkosten.

Zum Bilanzstichtag hat die MMV Bank 11 Auszubildende (Vj. 9) in der beruflichen Erstausbildung beschäftigt, die teilweise zusätzlich ein berufsbegleitendes Studium absolvieren. Damit unterstreicht die MMV Gruppe ihre Strategie, den Personalbedarf auch zukünftig möglichst aus dem eigenen Nachwuchs decken zu können. Darüber hinaus ist die Personalstruktur durch eine weiterhin geringe ungeplante Fluktuation und daraus resultierende vergleichsweise lange Betriebszugehörigkeit gekennzeichnet.

Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diese haben erneut zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr der MMV Gruppe beigetragen. Mit dem Betriebsrat haben wir, wie bisher, vertrauensvoll und sachlich zusammengearbeitet.

Chancen- und Risikobericht

Allgemeine Ausführungen

Aufgrund der einheitlichen Steuerung sowie der gleichartigen Geschäftstätigkeit der Gesellschaften der MMV Gruppe bestehen für die Gesellschaften der MMV Gruppe die gleichen Chancen und Risiken. Für die Betrachtung der Chancen und Risiken wird ein Prognosezeitraum von einem Jahr zu Grunde gelegt.

Risiken für die künftige Entwicklung der MMV Gruppe sowie der MMV Bank bestehen im Wesentlichen darin, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland unterhalb der Erwartungen der Wirtschaftsforschungsinstitute liegt und deshalb Neugeschäft nicht in dem geplanten Umfang oder nur zu ungünstigeren Konditionen geschlossen werden kann. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass vermehrt Kunden nicht mehr in der Lage sind, ihren Zahlungsverpflichtungen aus den Darlehens-, Leasing- und Mietkaufverträgen vollständig und zeitgerecht nachzukommen und die MMV Gruppe bzw. die MMV Bank in der Folge überplanmäßig Risikovorsorgepositionen bilden muss. Des Weiteren besteht das Risiko, dass die MMV Gruppe und die MMV Bank einen Anstieg des Marktzinses nicht vollumfänglich an ihre Kunden weiterreichen können und sich die Vertragsmargen damit nicht erwartungsgemäß entwickeln können. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der dargestellten Risiken wird aufgrund der als verlässlich eingeschätzten Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute, die für die Prognose der Geschäftsentwicklung der MMV Gruppe zu Grunde gelegt wurden, als mittel eingeschätzt.

Chancen, die über die im Rahmen der Prognose berücksichtigten Annahmen hinausgehen, bestehen in einer positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, die insbesondere auf einer nachhaltigen Erholung von den andauernden Wirtschaftshemmnissen beruht. Dies würde sich in einer steigenden Investitionstätigkeit der Unternehmen niederschlagen, die es der MMV Gruppe ermöglichen würde, überplanmäßig zu wachsen.

Risikomanagement

- Organisation des Risikomanagements

Im Rahmen der strategischen Ausrichtung der MMV Gruppe, der Finanzierung mobiler Wirtschaftsgüter für gewerbliche Kunden in Form von Investitionskrediten bzw. Leasing- und Mietkaufverträgen, bestehen für die Unternehmen der MMV Gruppe einheitliche Geschäfts- und Risikostrategien. Entsprechend und als Konsequenz der Verflechtungen der MMV Gruppe im Sinne von Ergebnisabführungen an die MMV Bank sowie einheitlichen Risikomanagementstandards bestehen einheitliche Risikosteuerungs- und Risikocontrollingprozesse. Die in diesem Zusammenhang erforderlichen Maßnahmen zur Steuerung der Risiken werden in Personalunion durch Mitarbeiter der MMV Bank durchgeführt. Der gesamte Risikomanagementprozess, einschließlich der Umsetzung und Überwachung erforderlicher Maßnahmen, liegt in der Verantwortung der Geschäftsführer der MMV Bank, die zugleich Geschäftsführer sämtlicher Gesellschaften der MMV Gruppe sind.

Die MMV Gruppe identifiziert, bewertet, steuert und kommuniziert ihre Risiken über angemessene interne Prozesse zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit (Internal Capital Adequacy Assessment Process: ICAAP) und zur Sicherstellung einer angemessenen Liquiditätsausstattung (Internal Liquidity Adequacy Assessment Process: ILAAP). Die Prozesse, Verfahren und Methoden werden regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft und weiterentwickelt.

Zur Koordination des Risikomanagements besteht ein Lenkungsausschuss, in dem als Mitglieder neben der Geschäftsführung und den Direktoren der Bereiche Markt und Marktfolge alle zur Risikosteuerung und -überwachung relevanten Abteilungsleiter und Funktionsträger vertreten sind. Daneben werden im Rahmen des Risikomanagements die wesentlichen Risiken laufend überwacht und entsprechend gesteuert.

Risikokonzentrationen, insbesondere im Adressenausfallrisiko, hier u.a. bezüglich Branchen, Größen- und Risikoklassen, werden von der Risikocontrolling-Funktion laufend überwacht und unterliegen einer Limitierung. Regelmäßige Stresstests und ein Frühwarnsystem ergänzen das Risikomanagement und liefern Steuerungsimpulse.

Im Berichtsjahr lag der Fokus im Risikomanagement u.a. auf der Begrenzung von Risiken und Schäden aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der Reaktion auf die Zinsentwicklung sowie der Behandlung von Nachhaltigkeitsrisiken.

Risikoarten

Die jährliche Risikoinventur stellt sicher, dass alle wesentlichen Risiken der MMV Gruppe im Risikomanagementprozess behandelt werden. Folgende Risiken sind analog des Vorjahres als wesentlich gekennzeichnet:

Finanzielle Risiken:

Adressenausfallrisiken

Zinsänderungsrisiken

Pensionsrisiken

Liquiditätsrisiken

Fundingrisiken

Nicht finanzielle Risiken:

Operationelle Risiken (einschließlich IKT-Risiken)

Die Auswirkungen von ESG-Risiken werden angemessen und explizit berücksichtigt.

Adressenausfallrisiken im Darlehens-, Leasing- und Mietkaufgeschäft

Die MMV Gruppe ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit als Investitionsfinanzierer im Wesentlichen dem Risiko der Verschlechterung der Bonität ihrer Kunden ausgesetzt.

Adressenausfallrisiken bestehen bei der MMV Gruppe innerhalb des von der MMV Bank betriebenen Geschäftsfeldes „Gewerbliche Investitionskredite“ und dem Leasing- bzw. Mietkaufgeschäft der Leasingtochtergesellschaften.

Die Steuerung der Risiken setzt bei der MMV Gruppe bereits bei dem Neugeschäftsprozess im Rahmen der Bonitätsprüfung der Endkunden an. Die weitgehend standardisierte Vorgehensweise bei der Bonitätsprüfung ist in Richtlinien und Arbeitsanweisungen schriftlich fixiert. Die Gewährung von Neuherauslagen ist mittels Kompetenzstufen geregelt. Für die Bearbeitung von Anträgen im kleinvolumigen Mengengeschäft wird ein Scoring-System genutzt.

Zur Begrenzung von Konzentrationsrisiken wurden u.a. Limite hinsichtlich der Größe der Kreditengagements für Kreditnehmereinheiten, des Anteils der Engagements mit Kreditexposures über 500 TEUR bzw. 5.000 TEUR am Gesamtportfolio sowie des Anteils einzelner Branchen am Gesamtportfolio festgelegt.

Die Überwachung des Kredit-, Leasing- und Mietkaufportfolios erfolgt u.a. mittels Auswertungen hinsichtlich der nach Ratingklassen bewerteten Portfolioqualität, Größenklassengliederungen, Branchenverteilungen sowie der Darstellung wesentlicher Einzelengagements.

Die Kreditrisiken (unerwarteter Verlust) werden auf Basis eines VaR-Modells quantifiziert. Die MMV Gruppe verfügt über ein Limitsystem zur Begrenzung der Kreditrisiken sowie über Stresstests und Eskalationsmechanismen zur laufenden Überwachung.

Die Einhaltung der mit den Kunden vereinbarten Zahlungen wird durch automatisierte Mahnverfahren überwacht. Notleidende Forderungen werden von der Abteilung Intensivbetreuung der MMV Gruppe bearbeitet.

Für die Ermittlung der Risikovorsorge ordnet die MMV Gruppe ihre Engagements einer von vier Risikoklassen zu. Die Risikoklasse I beinhaltet Engagements, die ordnungsgemäß bedient werden und keinerlei Auffälligkeiten aufweisen. Es bestehen latente Adressenausfallrisiken. Die Engagements der Risikoklasse II bis IV weisen Merkmale erhöhter bzw. akuter Adressenausfallrisiken auf. Der Risikoklasse II werden Engagements mit angespannten und/oder unbefriedigenden wirtschaftlichen Verhältnissen ohne Zahlungsstörungen zugeordnet. Für diese Engagements wird eine etwaige Risikovorsorge einzelfallbezogen ermittelt. Die Risikoklasse III enthält Engagements mit Zahlungsstörungen. Bei zahlungsgestörten Engagements wird bei einer Engagementhöhe bis 250 TEUR eine pauschalierte Risikovorsorge ermittelt, darüber hinaus wird die Risikovorsorge einzelfallbezogen festgelegt. In die Risikoklasse IV fallen alle Engagements, die infolge von Kündigung oder eines anhängigen Insolvenzverfahrens ausgefallen sind. Für diese Engagements wird eine einzelfallbezogene Risikovorsorge in Höhe des Blankoanteils gebildet.

Die MMV Gruppe bildet Risikovorsorge für akute Adressenausfallrisiken in Form von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen an Kunden und außerplanmäßigen Abschreibungen auf Leasingobjekte. Bei der Bildung der Risikovorsorge sind u.a. Annahmen über die erwarteten Zahlungsströme aus der Kapitaldienstfähigkeit des Kreditnehmers oder der Verwertung der gestellten Kreditsicherheiten bzw. des Leasingobjektes erforderlich. Die MMV Gruppe stellt bei den Engagements der Risikoklassen II bis IV aufgrund ihrer Tätigkeit als Investitionsfinanzierer im Wesentlichen auf die Zahlungsströme aus der Verwertung der gestellten Kreditsicherheiten bzw. des Leasingobjektes ab. Bei der Bewertung von dinglichen Sicherheiten und Leasingobjekten werden interne Bewertungen auf Basis von historisierten eigenen Verwertungstransaktionen abgeleitet oder es wird auf aktuelle Wertindikationen von Gutachtern für gebrauchte Objekte zurückgegriffen. Angewandte interne Bewertungsparameter für die vorhandenen Sicherheiten sowie Wertberichtigungsquoten bei der pauschalierten Risikovorsorge werden jährlich einer Validierung unterzogen. Verwendete Wertindikationen und die Gutachten externer Sachverständiger werden regelmäßig den tatsächlich erzielten Verwertungserlösen gegenübergestellt sowie aktuelle technische Entwicklungen und Trends berücksichtigt. Im Rahmen dieses internen Gutachter-Panels werden Kompetenz, Zuverlässigkeit und Objektivität der externen Dienstleister beurteilt und bei Bedarf Zweitgutachten herangezogen.

Die Engagements der Risikoklassen I bis III unterliegen einer regelmäßigen Überwachung durch die verantwortlichen Fachabteilungen unter Zuhilfenahme der IT-Systeme. Neben der laufenden Überwachung von eventuellen Zahlungsstörungen werden Engagements der Risikoklasse I ab einer Größe von 500 TEUR im Rahmen einer jährlichen Überprüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kunden überwacht. Für Engagements der Risikoklassen II und III erfolgt die Überwachung in einem engeren Turnus. Bei Engagements der Risikoklasse IV wird die Risikovorsorge nach Verwertung der vorhandenen Sicherheiten automatisch auf 100% des verbliebenen Obligos aufgestockt.

Latenten Risiken aus dem Kredit-, Leasing- und Mietkaufgeschäft wird durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die pauschale Bewertung vorhersehbarer, aber noch nicht bei einzelnen Engagements konkretisierter, Adressenausfallrisiken basiert sowohl bei der Ermittlung von Pauschalwertberichtigungen als auch bei der Kalkulation außerplanmäßiger Abschreibungen auf das Leasingvermögen auf einem Modell zur Ermittlung erwarteter Verluste (zukunftsorientierte Betrachtungsweise). Darüber hinaus wird für bestimmte Kundengruppen zur Antizipation aktueller und zukünftiger Entwicklungen zusätzliche Risikovorsorge gebildet, die auf einen höheren erwarteten Verlust abgestellt ist. Die Risikovorsorge umfasst sowohl erwartete, aber noch nicht konkretisierte Risiken konjunktursensitiver Wirtschaftszweige, Kunden mit potenziell erhöhter Belastung der Kapitaldienstfähigkeit aufgrund von ESG-Aspekten sowie energieintensive Kundengruppen.

Des Weiteren hat die MMV Gruppe nach den Vorschriften des § 340f HGB zusätzliche Vorsorgen für allgemeine Bankrisiken gebildet.

Durch die nahezu ausschließliche Geschäftstätigkeit der MMV Gruppe mit inländischen Kunden ist im Darlehens-, Leasing- und Mietkaufgeschäft den Länderrisiken keine Bedeutung beizumessen.

Im Leasinggeschäft schließt die MMV Gruppe nur solche Verträge ab, bei denen über die Leasingraten, etwaig vertraglich vereinbarte Andienungsrechte, Restwertgarantien durch Dritte oder Abschlusszahlungen bei kündbaren Verträgen die Vollamortisation gewährleistet ist. Sofern durch das Auseinanderfallen von Vertragslaufzeit und betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer, über welche die Leasingobjekte abgeschrieben werden, bilanzielle Restbuchwertrisiken entstehen, werden diese durch Risikovorsorge in Form von zusätzlichen Abschreibungen auf das Leasingvermögen abgedeckt.

- Marktpreisrisiken im Anlagebuch

Bei sämtlichen von der MMV Gruppe betriebenen Kredit-, Leasing- und Mietkaufgeschäften handelt es sich um Festzinsprodukte, die mit einer bestimmten Laufzeit vereinbart werden und im Leasinggeschäft keine offenen Restwerte beinhalten. Die Risikostrategie zielt bei den Zinsänderungsrisiken auf eine weitgehend laufzeitkongruente Refinanzierung dieser Aktivgeschäfte ab. Marktpreisrisiken im Anlagebuch bestehen daher auf Ebene der MMV Gruppe in Form des Zinsänderungsrisikos, welches aus Aktiv- oder Passivüberhängen der Zinsbindungsbilanz resultiert.

Zur Steuerung der Zinsänderungsrisiken und zu Zwecken der Refinanzierung werden die dem Leasinggeschäft der MMV Gruppe zu Grunde liegenden Forderungen zum Teil im Rahmen des Doppelstockmodells an inländische Kreditinstitute verkauft. Ein weiterer Teil der Leasing- und Mietkaufgeschäfte wird konzernintern an die MMV Bank verkauft, die diese sowie ihr Darlehensgeschäft durch die nahezu fristenkongruente Aufnahme von Bankkrediten bzw. durch Kundeneinlagen refinanziert. Darüber hinaus werden Einzelgeschäfte direkt an inländische Kreditinstitute regresslos verkauft. Der verbleibende Teil des Leasing- und Mietkaufgeschäfts wird weitgehend fristenkongruent durch Aufnahme von Bankkrediten durch die MMV Leasing refinanziert.

Das Zinsänderungsrisiko wird in der MMV Gruppe in seinen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie barwertig betrachtet. Die periodische Messung basiert auf der Auswertung verschiedener Risikoszenarien für die Zinsentwicklung bezüglich ihrer Auswirkungen auf das zukünftige Zinsergebnis in einem rollierenden Jahreshorizont auf der Basis monatlicher Planbilanzen für das Zinsbuch. In der barwertigen Messung werden die Auswirkungen verschiedener (interner und regulatorischer) Adhoc-Szenarien der Zinskurve auf den Zinsbuchbarwert auf Basis margenbereinigter Zahlungsflüsse untersucht.

Die MMV Gruppe schließt und wickelt ihre Geschäfte im Anlagebuch ausschließlich in EUR ab, sodass keine Währungsrisiken bestehen.

Die Unternehmen der MMV Gruppe tätigen keine Eigengeschäfte in Wertpapieren oder Finanzderivaten. Insofern bestehen diesbezüglich auch keine Marktpreisrisiken.

Zur Steuerung des Risikos sinkender Zinsmargen werden die Margenentwicklungen monatlich überwacht sowie vierteljährlich in Form einer Gesamtzinsspannenrechnung untersucht. Zur Begrenzung nachteiliger Effekte der im Geschäftsjahr beobachteten Veränderungen der Marktzinsen wurden neben der intensiven Beobachtung der Zinsmargen die Konditionstableaus regelmäßig adjustiert.

- Pensionsrisiken

Die MMV Bank hat per 31.12.2021 im Zuge eines Wechsels des Durchführungsweges einen Großteil der Pensionsverpflichtungen auf einen rechtlich unabhängigen Pensionsfonds übertragen (nicht versicherungsförmige Versorgungsleistung). Seitdem legt der Pensionsfonds das bereitgestellte Deckungsvermögen auf Rechnung und Risiko der MMV Bank in gängigen Anlageinstrumenten (Aktien, Anleihen) an. Für nicht ausgelagerte, unmittelbare Pensionsverpflichtungen werden Rückstellungen gebildet. Aus den Pensionsverpflichtungen sowie dem Planvermögen im Pensionsfonds resultieren Pensionsrisiken, die sowohl ertragsorientiert, als auch wertorientiert quantifiziert werden.

Das ertragsorientierte Pensionsrückstellungsrisiko beziffert potenzielle, durch unerwartete Zinsänderungen begründete Wertschwankungen der Pensionsverpflichtungen (unmittelbare Direktzusagen), die Zuführungen zur Pensionsrückstellung zur Folge haben könnten. Hierzu werden die Auswirkungen verschiedener Zinsszenarien auf den Barwert der erwarteten Zahlungsflüsse ermittelt.

Das ertragsorientierte Pensionsfondsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass der Wert des Vermögens im Pensionsfonds unter eine prospektiv ermittelte Mindestdeckungsrückstellung für laufende Leistungen fällt. Wird dieser aufsichtsrechtliche Grenzwert unterschritten, sind von der MMV unmittelbar erfolgswirksam Nachschüsse an den Pensionsfonds zu leisten. Die Nachschussrisiken werden regelmäßig und über einen langfristigen Zeithorizont simuliert. Auch in Stressphasen sind nach den Simulationsrechnungen Nachschüsse aufgrund einer hohen Überdeckung unwahrscheinlich.

Das wertorientierte Pensionsrisiko setzt sich zusammen aus barwertigen Risiken der Pensionsverpflichtungen sowie aus ökonomischen Risiken des Planvermögens im Pensionsfonds, konkret in Form von Marktpreisrisiken (Zins, Spread, Aktien) und Emittentenausfallrisiken der Kapitalanlage. Zur Quantifizierung dieser wertorientierten Risiken werden VaR-Modelle eingesetzt.

Das Pensionsrisiko wird durch strenge Managementvorgaben begrenzt und überwacht, u.a. durch Kapitalanlagevereinbarungen, ein Limitsystem und der Beobachtung von Frühwarnindikatoren. Das Reporting über die Pensionsrisiken erfolgt monatlich.

- Liquiditätsrisiken

Die MMV Gruppe versteht unter Liquiditätsrisiken das Risiko der eigenen Illiquidität (Zahlungsunfähigkeitsrisiko). Das Fundingrisiko (Risiko, dass Refinanzierungsmittel zu ungünstigen Konditionen verfügbar sind) wird als separate Risikoart behandelt.

Das Liquiditätsmanagement wird zentral auf Ebene der MMV Gruppe wahrgenommen. Hierzu gehören insbesondere die Festlegung einer gruppenweit anzuwendenden Liquiditätsstrategie, die Zusammenfassung und Analyse der Liquiditätspositionen der einzelnen Gesellschaften auf Gruppenebene sowie das Berichtswesen. Die mittel- und langfristige Liquiditätssteuerung obliegt unmittelbar der Geschäftsführung, die dabei vom Finanz- und Risikocontrolling anhand verschiedener, über das Management-Informations-System (MIS) verfügbare, Auswertungen sowie einem Treasury-Team unterstützt wird. Kernelemente des Liquiditätsmanagements sind die Aufnahme mittel- und langfristiger Mittel zur weitgehend fristenkongruenten Refinanzierung des Neugeschäfts sowie die Aufrechterhaltung eines Mindestbestands von freien Kreditlinien in Höhe von 200 Mio. EUR.

Die MMV Gruppe greift zur Refinanzierung ihres Aktivgeschäftes auf Kreditlinien des Mutterunternehmens LBBW, einer größeren Anzahl von öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten, weiteren Banken deutschlandweit und auf Kundeneinlagen zurück. Zum Bilanzstichtag bestehen Geschäftsbeziehungen aus Refinanzierungsgeschäften zu insgesamt 18 Sparkassen, Landesbanken und anderen inländischen Kreditinstituten. Aufgrund der Anzahl der Refinanzierungspartner und der unterschiedlichen Finanzierungsquellen wird die Refinanzierung als diversifiziert eingestuft. Die MMV Gruppe verfügt gemessen an den bestehenden Zahlungsverpflichtungen sowie dem erwarteten Finanzierungsbedarf aus dem geplanten Neugeschäft über ausreichend freie Kreditlinien, um den Liquiditätsbedarf zu decken.

Die Überwachung der Ausnutzung der Kreditlinien bzw. die Beantragung neuer und die Prolongation bestehender Kreditlinien wie auch die mittel- und langfristige Liquiditätssteuerung wird unmittelbar von der Geschäftsführung vorgenommen.

Zum Bilanzstichtag waren die Kreditlinien der MMV Gruppe zu 56% (Vj. 57%) in Anspruch genommen. Freie Kreditlinien bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 703 Mio. EUR.

Die kurzfristige Liquiditätssteuerung erfolgt auf Basis einer täglichen, gruppenweiten Überwachung der erwarteten Zahlungseingänge und -ausgänge. Als Ergebnis dieser täglichen Überwachung und Planung wird über die Aufnahme oder Rückführung von kurzfristigen Finanzierungsmitteln für die Gruppenunternehmen entschieden.

Zur Sicherstellung der kurzfristigen Liquidität stehen der MMV Gruppe ausreichend freie Kreditlinien zur Verfügung. Hinsichtlich des Volumens freier Kreditlinien wurden Untergrenzen definiert und ein Frühwarnsystem installiert.

Die Quantifizierung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos erfolgt durch Untersuchung der Effekte idiosynkratischer, marktweiter und kombinierter Szenarien auf die Liquiditätsablaufbilanz und das Liquiditätsdeckungspotential.

Darüber hinaus wird auf Basis eines Extremszenarios (insb. Wegfall sämtlicher freier Refinanzierungslinien bis auf diejenige der Muttergesellschaft LBBW) ein Überlebenshorizont unter Berücksichtigung des kumulierten Liquiditätsbedarfs des Bestandes zzgl. der Finanzierung des geplanten Neugeschäfts ermittelt.

Wesentliche Auswirkungen auf die Liquiditätssituation der MMV Gruppe bzw. der MMV Bank aufgrund der konjunkturellen Lage waren nicht zu verzeichnen. In 2024 entstand keine nennenswerte Liquiditätsbelastung durch ausgefallene oder gestundeten Leistungsraten. Der Einlagenbestand der MMV Bank konnte erhöht werden. Die Refinanzierungslinien bei unseren Bankpartnern standen uns ohne Einschränkung zur Verfügung.

Zur jederzeitigen Einhaltung der normativen Mindestanforderungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) werden von der MMV Bank täglich verfügbare Zahlungsmittel gehalten. Im Rahmen einer normativen Steuerungsperspektive wird die LCR täglich ermittelt und die Einhaltung eines internen Limits überwacht. Die LCR der MMV Bank beträgt zum Bilanzstichtag 214,71% (bei einer aufsichtsrechtlichen Mindestquote von 100%).

Zur Sicherstellung der mittel- und langfristigen Liquidität werden neben der bankenaufsichtsrechtlichen Steuerungsgröße NSFR (Net Stable Funding Ratio) auch interne Refinanzierungskennzahlen im Rahmen einer mehrjährigen Refinanzierungsplanung überwacht und limitiert. Die NSFR der MMV Bank beträgt zum Bilanzstichtag 122,34% (bei einer aufsichtsrechtlichen Mindestquote von 100%).

- Fundingrisiken

Die Messung des Refinanzierungskostenrisikos (Fundingrisiko) im Rahmen des Risikomanagements erfolgt in Form der Ermittlung der Auswirkungen von Spreadausweitungen auf die im Rahmen einer Liquiditätsablaufbilanz ermittelten Liquiditätslücken (ökonomische Bewertung) sowie auf das Zinsergebnis. Die Spreadausweitungen werden dabei anhand historisch beobachteter Preisaufschläge abgeleitet. Die Erstellung der Liquiditätsablaufbilanz erfolgt auf Basis der vertraglich vereinbarten Tilgungspläne aus dem Aktiv- und Passivgeschäft sowie Schätzungen auf Basis historischer Beobachtungen zu Kreditausfällen und Abflüssen von Spareinlagen.

- Operationelle Risiken

Die MMV Gruppe definiert operationelle Risiken als die Gefahr von Verlusten infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer Einflüsse. In jeder dieser genannten Risikokategorien können Rechtsrisiken zu Verlusten führen.

Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur werden die operationellen Risiken erhoben und bewertet. Die Bewertung erfolgt anhand Expertenschätzungen hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der Schadenshöhe. Bei der Erstellung der Expertenschätzung wird auch auf historische Erfahrungen zurückgegriffen.

Die MMV Gruppe hat u.a. das nachfolgend beschriebene Maßnahmenbündel ergriffen, um die bestehenden operationellen Risiken zu reduzieren. Die Maßnahmen sind dabei präventiv zur Vermeidung von Risiken oder verlustmindernd im Schadenfall.

Rechtliche Risiken können zum einen aus der einzelvertraglichen Beziehung zu Kunden und Refinanzierungspartnern entstehen und sich zum anderen aus veränderten Rahmenbedingungen ergeben. Hinsichtlich der Beziehungen zu Kunden und Refinanzierungspartnern verwendet die MMV Gruppe standardisierte und von ihrem Justiziariat geprüfte Verträge.

Die für die MMV Gruppe wesentlichen technischen Risiken bestehen hinsichtlich der Verfügbarkeit der eingesetzten IT-Systeme sowie der Informationssicherheit. Den Verfügbarkeitsrisiken wird u.a. durch die Implementierung von Backup-Systemen sowie der räumlichen Trennung von redundant ausgelegten Rechenzentren Rechnung getragen. Die Informationssicherheitsrisiken steigen aufgrund der anwachsenden Professionalisierung und Quantität von Cyber-Angriffen stetig an. Insbesondere durch das mobile Arbeiten sowie verschiedener Effizienzsteigerungsprojekte erhöht sich der Grad der Digitalisierung in den Geschäftsprozessen der MMV Gruppe, sodass die potenziellen Auswirkungen von Cyber-Angriffen sukzessive zunehmen könnten. Zur Gewährleistung der Datensicherheit und Vermeidung von unberechtigten Zugriffen umfasst das Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) der MMV Gruppe diverse Maßnahmen in den Bereichen Technik und Organisation, Infrastruktur, Personal sowie Compliance und Governance.

Zum Schutz vor Fehlern oder dolosen Handlungen des Personals werden unterschiedliche Maßnahmen im Rahmen des internen Kontrollsystems unterhalten. Diese Maßnahmen beinhalten bspw. die Einhaltung des 4-Augen-Prinzips, regelmäßige in- und externe Abstimmungen von Kundensalden, die Vergabe von Kompetenzen und Vollmachten in den unterschiedlichen Geschäftsbereichen sowie Prüfungen der Internen Revision im Rahmen des Revisionsplans.

Die MMV Gruppe führt eine Schadenfalldatenbank. Diese weist für 2024 12 Schäden aus operationellen Risiken mit einem Gesamtvolumen von 75 TEUR aus.

Die Messung des operationellen Risikos erfolgt auf Basis von Simulationsrechnungen, welche auf den Erhebungen der Schadenszenarien im Risikoinventurprozess basieren. Für die Schadenszenarien der IKT-Risiken hält die MMV Gruppe Kapital zur vollständigen Verlustdeckung vor.

- Nachhaltigkeitsrisiken

Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation der MMV Gruppe (einschließlich der MMV Bank) haben können. Diese ESG-Risiken werden als Querschnittsthema eingestuft, da die verschiedenen ESG-Risikotreiber (z.B. physische Klimarisiken) über Transmissionskanäle auf die wesentlichen Risikoarten, insbesondere auf das Adressenausfallrisiko, wirken.

Das strategische Ziel des Nachhaltigkeitsrisikomanagements der MMV Gruppe bestand im Geschäftsjahr primär darin, Transparenz in Bezug auf ESG-Risikotreiber und deren Wirkungskanäle herzustellen, die Portfoliozusammensetzung zu bewerten (u.a. ESG-Score) sowie das Eingehen von durch ESG-Faktoren begründeten Adressenausfallrisiken zu vermeiden. Im Kreditvergabeprozess werden hinsichtlich der Behandlung von ESG-Risiken qualitative Aspekte berücksichtigt, wie beispielsweise die Vermeidung von Konzentrationen in von ESG-Risiken besonders betroffenen Regionen und Branchen sowie die Einbeziehung von kurz-, mittel- und langfristigen Nachhaltigkeitsfaktoren bei der Beurteilung des Geschäftsmodells des Kunden. Die MMV Gruppe entwickelt ihren Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken stetig weiter.

Risikotragfähigkeit

Die MMV Gruppe hat Prozesse zur Sicherstellung einer angemessenen Kapitalausstattung (ICAAP) eingerichtet. Die Steuerung der Kapitaladäquanz erfolgt aus den Perspektiven ökonomisch, normativ und intern ertragsorientiert. In der ökonomischen Perspektive wird die Risikotragfähigkeit auf Ebene der MMV Gruppe überprüft, indem mittels barwertnaher Verfahren die eingegangenen Risiken der internen Risikodeckungsmasse gegenübergestellt werden. Andererseits wird in der normativen Perspektive die Einhaltung der aufsichtlichen Kapitalanforderungen auf Ebene der MMV Bank sichergestellt. Zusätzlich erfolgt auf Ebene der MMV Gruppe eine Messung und Steuerung der GuV-orientierten Risiken in der intern ertragsorientierten Perspektive. Die drei Steuerungsperspektiven dienen dem Ziel, die langfristige Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf Basis eigener Substanz und Ertragskraft sicherzustellen.

In der ökonomischen Perspektive werden bei der wertorientierten Ermittlung des Risikodeckungspotenzials bilanzielle Eigenkapitalpositionen (insb. Stammkapital, Gewinnrücklagen, Sonderposten nach § 340g HGB) um stille Reserven ergänzt (Substanzwert der MMV Leasing)

und, soweit vorhanden, um stille Lasten (aus Pensionsverpflichtungen) vermindert. Die Berechnung der Risikobeträge erfolgt barwertnah und orientiert sich an dem vorgegebenen Konfidenzniveau von 99,9%. Für jede wesentliche Risikoart wurde eine Obergrenze definiert, deren Einhaltung regelmäßig überprüft wird. Vom Risikodeckungspotenzial i. H. v. 311 Mio. EUR (Vj. 288 Mio. EUR) wird den Risikoarten maximal eine Risikodeckungsmasse i. H. v. 220 Mio. EUR (Vj. 220 Mio. EUR) zugewiesen. Die Auslastung der Risikodeckungsmasse wird limitiert und regelmäßig überwacht. Per 31.12.2024 wurde die Risikodeckungsmasse zu 46,13% (Vj. 59,94%) ausgelastet.

In der normativen Perspektive werden die auf Basis von bankenaufsichtsrechtlichen Standardverfahren ermittelten Risikobeträge dem regulatorischen Kapital gegenübergestellt. Die aufsichtliche Mindestkapitalanforderung an die MMV Bank von derzeit 11,25% (Gesamtkapitalquote, Vj. 11,25%) wird deutlich erfüllt und lag per 31.12.2024 bei 24,49% (Vj. 20,37%).

Ziel der internen ertragsorientierten Perspektive ist es, potenziell nachteilige Auswirkungen auf das Periodenergebnis in einem 12-Monats-Horizont rollierend zu quantifizieren und zu limitieren. Die Quantifizierung orientiert sich an einem Konfidenzniveau von 95%. Das Gesamtlimit beträgt 33 Mio. EUR (Vj. 30 Mio. EUR) und wird wie folgt ausgelastet:

Risikobeträge in TEUR 12-Monatsbetrachtung zum 31.12.2024 12-Monatsbetrachtung zum 31.12.2023
Adressenausfallrisiko 13.787 12.986
Marktpreisrisiko (Zinsrisiko) 576 938
Refinanzierungsrisiko 777 891
Operationelles Risiko 4.171 2.605
Pensionsrisiko 544 672
Summe 19.856 18.092
Auslastung Gesamtlimit 60,17% 60,31%

Die Risikotragfähigkeit der MMV Gruppe war im Rahmen der quartalsweisen Ermittlungen im Geschäftsjahr in allen Perspektiven sowohl für das Standardszenario als auch für die im Rahmen der Risikoberichterstattung betrachteten Stressszenarien, einschließlich dem sog. Worst-Case-Szenario, gegeben.

Die Risikotragfähigkeitsrechnungen werden ergänzt durch eine Kapitalbedarfsplanung über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren.

Insgesamt stellt sich die Risikolage der MMV Gruppe 2024 im Vergleich zum Vorjahr gemessen an der Auslastung der Risikodeckungsmasse weiterhin stabil dar. Chancen und Risiken der MMV Gruppe sind unverändert eng verknüpft mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland sowie der Investitionstätigkeit der Unternehmen.

Prognosebericht

Die Prognosen für die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland im Jahr 2025 zeigen eher pessimistische Erwartungen. Während die Bundesregierung in ihrer Herbstprojektion aus Oktober 2024 von einem BIP-Wachstum von 1,1% ausgeht, weist der Sachverständigenrat im Jahresgutachten von November 2024 eine BIP-Prognose von 0,4% für 2025 aus7. Noch schwächer sieht die LBBW die Entwicklung für 2025; hier geht man - auch aufgrund der drohenden Gefahr von Handelskonflikten - von einem BIP-Rückgang um 0,2% aus8. Bei der Kerninflation wird im Jahr 2025 mit einer Rate von 2,4% gerechnet.

Bei den Ausrüstungsinvestitionen wird in 2025 ggü. 2024 ein Anstieg von 0,7% (Sachverständigenrat) bis 1,4% (Bundesregierung) erwartet. Demgegenüber gehen führende Wirtschaftsforschungsinstitute sogar von einem weiteren Rückgang um 0,9% aus. Die von vielen Unternehmen angemahnte Verschlechterung der Standortbedingungen, ein Übermaß an Bürokratie sowie eine mögliche weiter veränderte US-Zollpolitik werden dabei von den Unternehmen als Investitionshemmnisse betrachtet9.

Die Planung der zukünftigen Geschäftsentwicklung erfolgt gesellschaftsübergreifend auf Ebene der MMV Gruppe.

Bei weiterer konsequenter Fortführung der ertrags- und risikoorientierten Geschäftspolitik der MMV Gruppe und unter Berücksichtigung der initiierten Maßnahmen gehen wir - trotz des herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfelds - für das kommende Geschäftsjahr von einem wachsenden Neugeschäft aus. Zu den initiierten Maßnahmen zählen u.a. die quantitative Verstärkung des Vertriebs, die zunehmende Digitalisierung sowie die Verbesserung der Prozesseffizienz.

Die MMV Gruppe rechnet - trotz des unverändert hohen Wettbewerbs - bei stabilen bzw. leicht sinkenden Kapitalmarktzinsen mit weiterhin leicht steigenden Vertragsmargen im Leasing- und Kreditneugeschäft.

Im Hinblick auf die Ausfallsituation und die hiermit einhergehenden Risikokosten wird mit einem Anstieg gegenüber dem langfristigen Durchschnitt gerechnet. Demgegenüber wird bei der Assetverwertung von nahezu konstanten Preisen ausgegangen.

Insgesamt wird aufgrund der vorgenannten Aspekte mit einem moderaten Anstieg des Jahresergebnisses vor Steuern bzw. Konzernergebnisses vor Steuern nach HGB und IFRS gegenüber dem Vorjahr kalkuliert. Dieses resultiert zum einen aus dem bereits gewachsenen Portfolio und zum anderen aus dem erwarteten Anstieg des Neugeschäfts.

In Folge der derzeit noch nicht abschließend zu beurteilenden Unsicherheiten und der prognostizierten schwierigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung für das Jahr 2025 ist ein negativer Einfluss auf das Jahresergebnis vor Steuern bzw. Konzernergebnis vor Steuern nach HGB und IFRS nicht auszuschließen.

7 Vgl. Konjunktur-Kompass Ausrüstungsinvestitionen, KKA III / 2024
8 https://www.lbbw.de/konzern/research/2024/bw-quarterly/lbbw-research-bw-quarterly-q4-2024_ajb8pjsth8_m.pdf
9 Vgl. Konjunktur-Kompass Ausrüstungsinvestitionen, KKA III / 2024

Aufgrund des prognostischen Charakters der geschäftsbezogenen Entwicklung kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns auch von der dargestellten voraussichtlichen Entwicklung abweichen. Im Besonderen können sich aus gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten und/oder Veränderungen im Nachfrageverhalten der Kunden bedeutende Einflüsse auf das Neugeschäftsvolumen, das Risikoergebnis sowie die Ertragslage ergeben.

 

Koblenz, den 4. Februar 2025

MMV Bank GmbH

Die Geschäftsführung

Guido Feldhaus

Jörg Schröder

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2024

der MMV Bank GmbH, Koblenz

Aktiva

Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 0,00 0,00
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 7.661.432,50 7.661.432,50 10.911.898,97
darunter: bei der Deutschen Bundesbank EUR 7.661.432,50 (Vj.: TEUR 10.912)
2. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 29.456,99 0,00
3. Forderungen an Kunden 507.650.952,29 516.237.058,56
darunter: Forderungen an verbundene Unternehmen EUR 37.588.553,32 (Vj.: TEUR 42.457)
darunter: Kommunalkredite EUR 2.228.024,98 (Vj.: TEUR 2.117)
4. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.526.000,00 10.526.000,00
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten EUR 10.500.000,00 (Vj.: TEUR 10.500)
5. Immaterielle Anlagewerte
a) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 103.725,38 266.685,91
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 268.035,70 526.852,77
c) geleistete Anzahlungen 0,00 371.761,08 0,00
6. Sachanlagen 192.654,07 214.326,15
7. Sonstige Vermögensgegenstände 39.947,83 0,00
Summe der Aktiva 526.472.204,76 538.682.822,36

Passiva

Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 3.568.291,59
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 187.411.705,90 187.411.705,90 240.230.705,20
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 51.622.656,50 56.244.930,31
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 13.228.559,59 64.851.216,09 15.305.918,83
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 10.013.441,25 11.017.554,34
darunter: Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 9.991,57 (Vj.: TEUR 0)
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 106.640.090,54 116.653.531,79 181.504.747,88 68.130.827,39
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.757.506,24 1.919.608,61
4. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 32.942.334,00 29.968.837,00
b) Steuerrückstellungen 4.519.529,52 1.934.000,00
c) andere Rückstellungen 4.208.214,09 41.670.077,61 3.844.279,74
5. Fonds für allgemeine Bankrisiken 21.300.000,00 21.300.000,00
6. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen 0,00 20.000.000,00 20.000.000,00
b) Kapitalrücklage 8.819.784,95 8.819.784,95
c) Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 39.830.215,05 39.830.215,05 26.130.215,05
d) Bilanzgewinn 24.178.167,13 92.828.167,13 30.267.869,35
Summe der Passiva 526.472.204,76 538.682.822,36
1. Eventualverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 0,00 0,00
2. Andere Verpflichtungen
Unwiderrufliche Kreditzusagen 48.809.791,41 38.562.326,35

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Aufwendungen

Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Zinsaufv Zinsaufwendungen 8.070.709,09 5.514.981,42
2. Provisionsaufwendungen 563.854,95 513.061,39
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 23.873.651,40 22.872.511,59
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorung und für Unterstützung 7.213.482,51 31.087.133,91 6.971.930,94
darunter: für Altersversorgung EUR 3.102.448,02 (Vj.: TEUR 2.963)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 4.135.143,82 35.222.277,73 4.362.828,54
4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 481.373,77 545.725,69
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 79.130,46 172.835,35
darunter: Zinsen und ähnliche Aufwendungen EUR 17.130,00 (Vj.: TEUR 173)
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 1.487.711,07 4.436.902,53
7. Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.032,00 761,49
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.318.818,49 659.030,41
9. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 5 Posten 5 ausgewiesen 26.857,67 187.607,27
10. Jahresüberschuss 23.510.297,78 29.683.510,29
Summe der Aufwendungen 74.762.063,01 75.921.686,91

Erträge

Vorjahr
EUR EUR
1. Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 26.561.016,17 21.906.803,83
2. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 22.279.982,92 28.703.172,72
3. Provisionserträge 42.901,17 46.430,20
4. Sonstige betriebliche Erträge 25.878.162,75 25.265.280,16
Summe der Erträge 74.762.063,01 75.921.686,91
1. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 23.510.297,78 29.683.510,29
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 667.869,35 584.359,06
3. Bilanzgewinn 24.178.167,13 30.267.869,35

Konzernbilanz zum 31.12.2024

der MMV Bank GmbH, Koblenz

Aktivseite

Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 2.848,72 7.507,54
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 7.661.432,50 7.664.281,22 10.911.898,97
darunter: bei der Deutschen Bundesbank EUR 7.661.432,50 (Vj.: TEUR 10.912)
2. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 1.571.531,06 505.474,81
3. Forderungen an Kunden 506.745.319,49 481.765.922,50
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert EUR 0,00 (Vj.: TEUR 0)
darunter: Kommunalkredite EUR 705.820,52 (Vj.: TEUR 1.020)
4. Anteile an verbundene Unternehmen 26.000,00 26.000,00
5. Leasingvermögen 830.487.448,73 818.940.652,27
6. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 617.671,85 574.724,88
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 504.374,72 735.904,85
c) geleistete Anzahlungen 7.928,18 1.129.974,75 0,00
7. Sachanlagen 2.513.884,12 2.040.241,59
8. Sonstige Vermögensgegenstände 1.025.486,30 1.539.856,66
9. Rechnungsabgrenzungsposten 61.200,00 61.200,00
10. Aktive Latente Steuern 27.166.995,51 31.316.256,27
Summe der Aktiva 1.378.392.121,18 1.348.425.640,34

Passivseite

Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 13.566.789,18 55.875.285,63
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 581.473.271,87 595.040.061,05 602.312.261,48
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 51.622.656,50 56.244.930,31
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 13.228.559,59 64.851.216,09 15.305.918,83
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 10.029.850,95 11.044.226,12
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 106.640.090,54 116.669.941,49 181.521.157,58 68.130.827,39
3. Sonstige Verbindlichkeiten 17.624.285,82 18.483.370,02
4. Rechnungsabgrenzungsposten 365.000.016,68 311.663.852,08
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 32.942.334,00 29.968.837,00
b) Steuerrückstellungen 4.519.529,52 1.934.000,00
c) andere Rückstellungen 7.784.099,58 45.245.963,10 6.774.584,45
6. Fonds für allgemeine Bankrisiken 46.400.000,00 46.400.000,00
7. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00 20.000.000,00
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen 0,00 20.000.000,00 0,00
b) Kapitalrücklage 8.819.784,95 8.819.784,95
c) Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 50.330.215,05 36.630.215,05
d) Bilanzgewinn 48.410.636,95 127.560.636,95 58.837.547,03
Summe der Passiva 1.378.392.121,18 1.348.425.640,34
Vorjahr
EUR EUR
1. Eventualverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen 0,00 0,00
2. Andere Verpflichtungen
Unwiderrufliche Kreditzusagen 48.809.791,41 38.562.326,35

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2024 bis 31.12.2024

Aufwendungen

Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Zinsaufwendungen aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 19.333.024,54 12.644.547,59
2. Provisionsaufwendungen 3.473.912,69 3.253.408,72
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 23.873.651,40 22.872.511,59
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.213.482,51 31.087.133,91 6.971.930,94
darunter: für Altersversorgung EUR 3.102.448,02 (Vj.: TEUR 2.963)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 13.079.316,83 44.166.450,74 12.704.692,04
4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 272.454.742,43 265.462.275,79
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 242.729.545,04 256.260.972,58
darunter: Zinsen und ähnliche Aufwendungen EUR 17.130,00 (Vj.: TEUR 173)
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 5.418.582,76 7.915.926,21
7. Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.032,00 761,49
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.468.079,25 9.600.852,83
9. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 5 ausgewiesen 58.634,38 219.963,56
10. Konzernüberschuss 19.173.089,92 20.876.329,27
Summe der Aufwendungen 616.277.093,75 618.784.172,61

Erträge

Vorjahr
EUR EUR
1. Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 30.266.879,15 24.201.089,35
2. Provisionserträge 441.159,89 493.149,09
3. Sonstige betriebliche Erträge 585.569.054,71 594.089.934,17
Summe der Erträge 616.277.093,75 618.784.172,61
Vorjahr
EUR EUR
1. Konzernüberschuss 19.173.089,92 20.876.329,27
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 58.837.547,03 42.861.217,76
3. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -13.700.000,00 0,00
4. Ausschüttung -15.900.000,00 -4.900.000,00
5. Bilanzgewinn 48.410.636,95 58.837.547,03

Anhang und Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024

1. Allgemeines

Die MMV Bank GmbH (MMV Bank), eingetragen im Handelsregister, Amtsgericht Koblenz, HRB 1200, ist ein Kreditinstitut gem. § 1 Abs. 1 KWG.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der MMV Bank werden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) sowie den einschlägigen Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Beide Abschlüsse werden in diesem zusammengefassten Anhang erläutert. Sofern Angaben nicht für beide Abschlüsse gelten, ist dies gesondert vermerkt.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der MMV Bank als Mutterunternehmen die Jahresabschlüsse folgender Konzernunternehmen einbezogen:

Gesellschaft, eingetragen im Handelsregister Gesellschaftskapital Anteile der Bank (direkt und indirekt) %
nom. Mio. EUR nom. Mio. EUR
a) MMV Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Koblenz (MMV Leasing) Amtsgericht Koblenz, HRB 1192 10,500 10,500 100
b) MMV-Mobilien Verwaltungs- und Vermietungsgesellschaft mbH, Koblenz (MMV Mobilien) Amtsgericht Koblenz, HRB 1968 0,026 0,026 100
c) MMV Versicherungsdienst GmbH, Koblenz Amtsgericht Koblenz, HRB 2254 0,026 0,026 100

Die MMV Mittelrheinische Leasing GmbH, Koblenz, wurde wegen ihrer untergeordneten Bedeutung gem. § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 hat die MMV Bank einen Großteil ihrer unmittelbaren Pensionsverpflichtungen in einen nicht versicherungsförmigen Pensionsfonds nach deutschem Recht zusammen mit den entsprechenden Finanzierungsmitteln übertragen. Die übertragenen Versorgungsverpflichtungen sowie die zur Erfüllung der Verpflichtung zugeordneten Deckungsmittel qualifizieren sich grundsätzlich als Tochter-Zweckgesellschaft der MMV Bank nach § 340i Abs. 2 Satz 1 i. V. m. § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB, da der MMV Bank die Mehrheit der Chancen und Risiken aus dem Pensionsfondsvertrag zusteht. Auf eine Einbeziehung in den Konzernabschluss hat die MMV Bank unter Berücksichtigung des nach § 298 Abs. 1 i.V.m. §§ 246 Abs. 2, 253 Abs. 1 HGB auch für den Konzernabschluss geltenden Verrechnungsgebots sowie unter Anwendung des DRS 19.47, wonach eine Konsolidierung den externen Durchführungsweg der Altersversorgung nicht ändert, verzichtet.

Der Stichtag des Konzernabschlusses zum 31.12.2024 ist identisch mit den Stichtagen der Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen.

Mit der unter a) aufgeführten 100%igen Tochtergesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Die unter b) aufgeführte 100%ige Tochtergesellschaft der MMV Leasing hat mit dieser ebenfalls einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.

Zwischen der Gesellschaft c) und der MMV Bank besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Der Konzernabschluss der MMV Bank (Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen) wird gemeinsam mit dem Jahresabschluss der MMV Bank im Unternehmensregister veröffentlicht.

Die MMV Bank sowie die in den Konzernabschluss der MMV Bank einbezogenen Gesellschaften werden in den Konzernabschluss der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim und Mainz (Mutterunternehmen der MMV Bank) einbezogen. Die Landesbank Baden-Württemberg stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wurde aus dem Jahresabschluss der MMV Bank zum 31.12.2024 als Mutterunternehmen sowie aus den Jahresabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften abgeleitet.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt im Einklang mit Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB nach der Buchwertmethode gem. § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F.; die Verrechnung der Anteile erfolgte zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung.

Da die Buchwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen dem jeweiligen Kapital entsprechen, ergeben sich keine Unterschiedsbeträge gem. § 301 Abs. 3 HGB.

Forderungen und Verbindlichkeiten, die aus dem gegenseitigen Geschäftsverkehr zwischen den Konzernunternehmen stammen, werden eliminiert. Bei den Bilanzvermerken wird sinngemäß verfahren.

Einnahmen der MMV Mobilien aus dem Verkauf zukünftig fälliger Leasingraten der MMV Leasing aus dem Doppelstockmodell werden auf Ebene des Konzernabschlusses über den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Der aus dem im Innenverhältnis zwischen der MMV Leasing und der MMV Mobilien resultierenden künftigen Zahlungsverpflichtung der MMV Leasing an die Forderungsankäufer stehen Einnahmen aus dem von der MMV Leasing mit dem Kunden geschlossenen Untermietvertrag in gleicher Höhe gegenüber. Aus diesem Grund erfolgt für Zwecke des Konzernabschlusses keine Umwidmung der abgegrenzten Einnahmen aus dem Forderungsverkauf in eine aus der Zahlungsverpflichtung der MMV Leasing resultierende Verbindlichkeit.

In der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung wurden die gegenseitigen Aufwendungen und Erträge aufgerechnet. Zwischenergebnisse resultieren aus dem konzerninternen Forderungsverkauf und werden gem. § 304 HGB eliminiert.

4. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Im aktuellen Geschäftsjahr wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Risikovorsorge angepasst. Erstmals wurde eine pauschale Vorsorge für ESG-Risiken, also Risiken aus den Bereichen Umwelt (Environment) Soziales (Social) oder Unternehmungsführung (Governance) gebildet; die bereits gebildeten Vorsorgen für potentiell betroffene Kundengruppen in ausgewiesenen und besonders gefährdeten Hochwassergebieten in Deutschland wurden im Gegenzug aufgelöst.

Die weiteren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert maßgebend:

Die Forderungen an Kunden aus dem Darlehens- sowie Mietkaufgeschäft sind mit ihrem Barwert, die Barreserve, die übrigen Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Bei der MMV Bank sind in den Forderungen an Kunden Forderungen aus dem Forderungsankauf von Leasinggeschäften enthalten. Diese werden ebenfalls mit dem Barwert angesetzt.

Ausfallrisiken bei den Forderungen an Kunden werden durch angemessene Risikovorsorge Rechnung getragen (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie im Konzern bei Leasingverträgen unter Berücksichtigung des damit erhöhten Verwertungsrisikos durch außerplanmäßige Abschreibungen).

Der Konzern sowie die MMV Bank bilden Pauschalwertberichtigungen für Forderungen an Kunden mit erhöht latenten Risiken. Die Pauschalwertberichtigung bemisst sich in Abhängigkeit der Ausfallwahrscheinlichkeit nach der Höhe des zu erwarteten Verlustes. Die kalkulierte Pauschalwertberichtigung beträgt im Konzern 7.958 TEUR (Vj. 5.569 TEUR) sowie bei der MMV Bank 3.514 TEUR (Vj. 2.263 TEUR).

Darüber hinaus wird für bestimmte Wirtschaftszweige zur Antizipation aktueller und zukünftiger Entwicklungen zusätzliche Risikovorsorge gebildet bzw. ein höherer erwarteter Verlust berücksichtigt. Die Risikovorsorge umfasst sowohl risikobehaftete konjunkturabhängige Wirtschaftszweige in Höhe von 2.897 TEUR (Bank 1.078 TEUR), Kunden mit ESG-Risiken in Höhe von 1.966 TEUR (Bank 721 TEUR) sowie energieintensive bzw. energiekostensensitive Kundengruppen in Höhe von 1.769 TEUR (Vj. 3.706 TEUR) (Bank 625 TEUR (Vj. 1.351 TEUR)). Die in den Vorjahren gebildete Risikovorsorge für Kunden in besonders betroffenen Hochwassergebieten wurde sowohl im Konzern in Höhe von 1.128 TEUR als auch in der MMV Bank i. H. von 916 TEUR im Geschäftsjahr aufgelöst.

Die im Konzern gebildete zusätzliche Risikovorsorge entfällt mit 2.805 TEUR (Vj. 5.042 TEUR) auf zusätzliche Wertberichtigungen auf Forderungen an Kunden sowie mit 3.827 TEUR (Vj. 5.116 TEUR) der zusätzlichen Risikovorsorge entfallen zur Berücksichtigung des erhöhten Verwertungsrisikos auf außerplanmäßige Abschreibungen. Die auf Ebene der MMV Bank gebildete zusätzliche Risikovorsorge entfällt mit 2.424 TEUR (Vj. 4.336 TEUR) auf zusätzliche Wertberichtigungen auf Forderungen an Kunden.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit ihren Anschaffungskosten oder - falls erforderlich - mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die selbst geschaffenen immateriellen Anlagewerte werden zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (zwischen 48 und 60 Monate) linear abgeschrieben. Hierbei handelt es sich um selbst geschaffene immaterielle Anlagewerte, die von einem externen Dienstleister im Auftrag der MMV Bank bzw. MMV Leasing entwickelt und programmiert werden, für die jedoch die MMV Bank bzw. MMV Leasing das Entwicklungsrisiko tragen (Dienstvertrag). Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten des Geschäftsjahres entsprach den Zugängen zu den selbst geschaffenen immateriellen Anlagewerten und betrug in der MMV Bank 3 TEUR und im Konzern 532 TEUR.

Die MMV Bank weist selbst geschaffene immaterielle Anlagewerte von 104 TEUR (Konzern 267 TEUR) in der Bilanz aus. Da die MMV Bank zum 31.12.2024 über ausreichend frei verfügbare Rücklagen verfügt, besteht keine Ausschüttungssperre.

Das Leasingvermögen im Konzern wird zu den Anschaffungskosten aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Wirtschaftsgüter des Leasingvermögens werden grundsätzlich linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei gebraucht zugegangenen Wirtschaftsgütern erfolgt die Abschreibung degressiv pro rata temporis mit einem Abschreibungssatz von 35%, wobei die im Rahmen des Doppelstockmodells durch die MMV Mobilien erworbenen Leasinggegenstände als gebraucht gelten. Bei IT-Hardware erfolgt die Abschreibung degressiv mit einem Abschreibungssatz von 40%. Im Jahr nach dem Zugang erfolgt die Umstellung von degressiver auf lineare Abschreibung.

Zur verlustfreien Abwicklung des Leasingbestandes hat der Konzern bei den Leasingobjekten, bei denen voraussichtlich Abgangsverluste am Ende der Leasingvertragslaufzeit entstehen werden, eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibung entspricht der Differenz zwischen Restbuchwert zum Bilanzstichtag und den zukünftigen Erträgen aus dem Leasingvertrag.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in der Konzernbilanz beinhaltet im Geschäftsjahr geleistete Zahlungen für Leistungen, die erst im Folgejahr erbracht werden.

Im Konzernabschluss werden aktive latente Steuern i. H. von 27.166 TEUR (Vj. 31.316 TEUR) gem.

§§ 274 und 306 HGB aktiviert. Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

31.12.2024 31.12.2023
Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für Anlagevermögen 1.282 985
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.172 7.988
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 17.487 18.680
Sonstige Rückstellungen 164 166
Latente Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge 61 3.497
27.166 31.316

Bei der Ermittlung wurde der Steuersatz der Organträgerin i. H. von 30,81% (Vj. 30,74%) zugrunde gelegt. Steuerliche Verlustvorträge können in den kommenden fünf Jahren voraussichtlich vollständig mit steuerlichem Einkommen verrechnet werden.

Verbindlichkeiten sind, mit Ausnahme der abgezinsten Sparbriefe, mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Zusätzlich sind im Konzern die abgegrenzten Einnahmen aus Forderungsverkäufen aus Leasingverträgen, Abgrenzungen aus nicht linearen Ratenplänen und Mietsonderzahlungen sowie für die Abwicklung von forfaitierten Mietkaufverträgen einbehaltene Servicekosten enthalten.

Die Abgrenzungen aus nicht linearen Ratenplänen betreffen Leasingverträge, bei denen der vertraglich vereinbarte Ratenverlauf nicht der im Zeitablauf gleichbleibenden Nutzungsüberlassung des Leasingvermögens entspricht. Die Höhe des Abgrenzungspostens entspricht der Differenz zwischen den vom Leasingnehmer gezahlten Leasingraten und dem bei linearem Ratenverlauf zu zahlenden Entgelt. Abgrenzungen für Mietsonderzahlungen entfallen auf vom Kunden vor Nutzungsbeginn geleistete Zahlungen, welche auf die Leasingrate angerechnet werden. Die Abgrenzung über den Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt ab Nutzungsbeginn. Der Abgrenzungsposten wird linear über die Mietdauer des Leasingobjektes aufgelöst. Die Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt für die Einnahmen aus Forderungsverkäufen aus Leasingverträgen linear über die Dauer des Vertrages. Einnahmen aus dem Verkauf von Restwerten werden über die Vertragslaufzeit linear aufgezinst. Die abgegrenzten Servicekosten für forfaitierte Mietkaufraten werden annuitätisch über die Vertragslaufzeit aufgelöst.

Mit Wirkung zum 31.12.2021 hat die MMV Bank einen Großteil ihrer unmittelbaren Pensionsverpflichtungen in einen nicht versicherungsförmigen Pensionsfonds nach deutschem Recht zusammen mit den entsprechenden Finanzierungsmitteln übertragen.

Für die Erfüllung der in den Pensionsfonds überführten Verpflichtungen haftet die MMV Bank weiterhin subsidiär nach § 1 Abs. 1 S. 3 BetrAVG. Eine Unterdeckung aufgrund Nichtpassivierung von mittelbaren Verpflichtungen i. S. d. Art 28 Abs. 1 S. 2 EGHGB (Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch) liegt für den Pensionsfonds zum 31.12.2024 i. H. von 15,2 Mio. EUR vor.

Der Erfüllungsbetrag für die weiterhin bestehenden unmittelbaren Pensionsverpflichtungen sowie für die mittelbaren Verpflichtungen ist nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des § 253 HGB und der Heubeck-Richttafeln 2018 G, Heubeck-Richttafeln GmbH, Köln, bewertet. Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde die projizierte Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit Method) verwendet. Grundlegend für die Bewertung ist die periodengerechte Zuordnung von Versorgungsleistungen während des Dienstverhältnisses und die versicherungsmathematischen Annahmen. Der für die Diskontierung der Pensionsrückstellungen verwendete zehnjährige Durchschnittszinssatz gemäß § 253 Abs.2 HGB liegt bei 1,90%, wohingegen der siebenjährige Durchschnittszinssatz bei 1,97% liegt. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zum 31.12.2024 beträgt -591 TEUR. Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen liegen bei 2,15%, zuzüglich eines Karrieretrends von 0,5%, der bis zu einem Alter von 50 Jahren zugrunde gelegt wird. Weiterhin werden eine künftige jährliche Rentensteigerung von 1,0 bzw. 2,0% sowie eine unternehmensspezifische Fluktuation von durchschnittlich 4,0% unterstellt.

Die Steuer- und anderen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften sowie ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden bei einer Laufzeit von über einem Jahr mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst.

Zum Stichtag 31.12.22024 hat die MMV Bank eine Berechnung in Übereinstimmung mit den Anforderungen des IDW RS BFA 3 n. F. unter Anwendung der barwertigen Methode durchgeführt. Risiko- und Verwaltungskosten werden in dieser Berechnung auf Basis von pauschalen Annahmen, jedoch unter gleichzeitiger, tendenzieller „Überschätzung“ berücksichtigt. Gemäß dieser Berechnung liegt zum 31.12.2024 kein Rückstellungsbedarf vor.

Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung waren am Abschlussstichtag nicht vorhanden.

5. Erläuterungen der Bilanzen

Die nach der RechKredV geforderte Aufteilung von Forderungen und Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten oder Kündigungsfristen ist den nachstehenden Tabellen zu entnehmen:

MMV Bank

Restlaufzeit
Bilanzposten bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre unbestimmte Laufzeit
TEUR
Forderungen an Kunden 97.528 131.760 266.650 11.713 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
• mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 20.692 82.678 84.042 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
• Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als 3 Monaten 51 2.877 10.300 0 0
• andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 20.676 12.079 65.849 8.036 0

Konzern

Restlaufzeit
Bilanzposten bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre unbestimmte Laufzeit
TEUR
Forderungen an Kunden 68.222 133.313 289.956 15.255 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
• mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 60.648 187.356 .331.595 1.874 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
• Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als 3 Monaten 51 2.877 10.300 0 0
• andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 20.676 12.079 65.849 8.036 0

Von den „Forderungen an Kunden“ des Konzerns entfallen 265.121 TEUR (Vj. 259.709 TEUR) auf das Leasinggeschäft.

„Forderungen an Kunden“ an verbundene Unternehmen bestehen bei der MMV Bank in Höhe von 37.589 TEUR (Vj. 42.457 TEUR) und betreffen in 2024 im Wesentlichen den laufenden Verrechnungsverkehr mit der MMV Leasing.

Entwicklung des Anlagevermögens der MMV Bank

EUR I. Finanzanlagen II. Immaterielle Anlagewerte
Anteile an verbundenen Unternehmen 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3. geleistete Anzahlungen Summe
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2024 10.526.000,00 2.530.046,33 1.426.274,12 0,00 3.956.320,45
Zugänge 0,00 3.162,62 15.946,00 0,00 19.108,62
Abgänge 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2024 10.526.000,00 2.533.208,95 1.442.220,12 0,00 3.975.429,07
Abschreibungen
Stand 01.01.2024 0,00 2.263.360,42 899.421,35 0,00 3.162.781,77
Zugänge 0,00 166.123,15 274.763,07 0,00 440.886,22
Abgänge 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2024 0,00 2.429.483,57 1.174.184,42 0,00 3.603.667,99
Buchwert 31.12.2024 10.526.000,00 103.725,38 268.035,70 0,00 371.761,08
Buchwert 31.12.2023 10.526.000,00 266.685,91 526.852,77 0,00 793.538,68
EUR III. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3. geleistete Anzahlungen Summe
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2024 10.689.010,17 872.311,43 0,00 11.561.321,60
Zugänge 11.579,06 7.236,41 0,00 18.815,47
Abgänge 0,00 4.139,29 0,00 4.139,29
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2024 10.700.589,23 875.408,55 0,00 11.575.997,78
Abschreibungen
Stand 01.01.2024 10.670.763,41 676.232,04 0,00 11.346.995,45
Zugänge 1.131,82 39.355,73 0,00 40.487,55
Abgänge 0,00 4.139,29 0,00 4.139,29
Stand 31.12.2024 10.671.895,23 711.448,48 0,00 11.383.343,71
Buchwert 31.12.2024 28.694,00 163.960,07 0,00 192.654,07
Buchwert 31.12.2023 18.246,76 196.079,39 0,00 214.326,15

Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns

EUR I. Finanzanlagen II. Leasingvermögen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1. Vermietete Anlagen 2. geleistete Anzahlungen Summe
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2024 26.000,00 1.586.098.738,92 3.252.281,40 1.589.351.020,32
Zugänge 0,00 386.901.084,02 2.850.885,26 389.751.969,28
Abgänge 0,00 391.516.511,97 0,00 391.516.511,97
Umbuchungen 0,00 3.252.281,40 -3.252.281,40 0,00
Stand 31.12.2024 26.000,00 1.584.735.592,37 2.850.885,26 1.587.586.477,63
Abschreibungen
Stand 01.01.2024 0,00 770.410.368,05 0,00 770.410.368,05
Zugänge 0,00 270.828.941,28 0,00 270.828.941,28
Abgänge 0,00 284.140.280,43 0,00 284.140.280,43
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2024 0,00 757.099.028,90 0,00 757.099.028,90
Buchwert 31.12.2024 26.000,00 827.636.563,47 2.850.885,26 830.487.448,73
Buchwert 31.12.2023 26.000,00 815.688.370,87 3.252.281,40 818.940.652,27
EUR III. Immaterielle Anlagewerte
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3. geleistete Anzahlungen Summe
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2024 9.200.290,12 3.922.246,15 0,00 13.122.536,27
Zugänge 532.180,90 218.970,95 7.928,18 759.080,03
Abgänge 0,00 0,00 0,00 0,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2024 9.732.471,02 4.141.217,10 7.928,18 13.881.616,30
Abschreibungen
Stand 01.01.2024 8.625.565,24 3.186.341,30 0,00 11.811.906,54
Zugänge 489.233,93 450.501,08 0,00 939.735,01
Abgänge 0,00 0,00 0,00 0,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2024 9.114.799,17 3.636.842,38 0,00 12.751.641,55
Buchwert 31.12.2024 617.671,85 504.374,72 7.928,18 1.129.974,75
Buchwert 31.12.2023 574.724,88 735.904,85 0,00 1.310.629,73
IV. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3. geleistete Anzahlungen Summe
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2024 10.689.010,17 6.218.177,83 0,00 16.907.188,00
Zugänge 11.579,06 1.354.644,09 0,00 1.366.223,15
Abgänge 0,00 1.128.607,82 0,00 1.128.607,82
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2024 10.700.589,23 6.444.214,10 0,00 17.144.803,33
Abschreibungen
Stand 01.01.2024 10.670.763,41 4.196.183,00 0,00 14.866.946,41
Zugänge 1.131,82 684.934,32 0,00 686.066,14
Abgänge 0,00 922.093,34 0,00 922.093,34
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2024 10.671.895,23 3.959.023,98 0,00 14.630.919,21
Buchwert 31.12.2024 28.694,00 2.485.190,12 0,00 2.513.884,12
Buchwert 31.12.2023 18.246,76 2.021.994,83 0,00 2.040.241,59

Bei den unter den Sachanlagen ausgewiesenen Grundstücke und Bauten handelt es sich um das von der MMV Bank bzw. dem Konzern im Rahmen ihrer Tätigkeit genutzte Verwaltungsgebäude.

Für Bonitäts- und Restbuchwertrisiken bestehen im Konzern außerplanmäßige kumulierte Abschreibungen auf Leasingobjekte i. H. von 110.972 TEUR (Vj. 109.037 TEUR). Die bei der MMV Bank gebildete Risikovorsorge für angekaufte zukünftige Leasingforderungen wurde im Rahmen der Konsolidierung vom Leasingvermögen abgesetzt.

Die Position „Sonstige Vermögensgegenstände“ im Konzernabschluss beinhaltet abgegrenzte, noch nicht fällige Leasingforderungen in Höhe von 905 TEUR sowie noch nicht deklarierte Vorsteuerbeträge in Höhe von 47 TEUR (Vj. 388).

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft beim Konzern i. H. von 61 TEUR (Vj. 61 TEUR) im Geschäftsjahr geleistete Zahlungen für Leistungen, die erst im Folgejahr erbracht werden.

Unter den „Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten“ der MMV Bank sind 113.428 TEUR (Vj. 131.642 TEUR) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. Davon entfallen 113.428 TEUR (Vj. 131.642 TEUR) auf die Gesellschafterin. Im Konzern belaufen sich die in den „Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten“ ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf 228.444 TEUR (Vj. 255.971 TEUR), wobei 228.444 TEUR (Vj. 255.971 TEUR) auf die Gesellschafterin entfallen.

Unter den „Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten“ sind bei der MMV Bank 150 TEUR (Vj. 158 TEUR) und im Konzern 660 TEUR (Vj. 498 TEUR) antizipative Zinsen enthalten. Im Posten „Verbindlichkeiten gegenüber Kunden" der MMV Bank und des Konzerns betragen die antizipativen Zinsen 622 TEUR (Vj. 284 TEUR).

In den „Sonstigen Verbindlichkeiten“ des Konzerns sind im Wesentlichen 14.550 TEUR (Vj. 15.456 TEUR) Zahlungseingänge von Leasingnehmern vor Nutzungsbeginn und Überzahlungen aus dem Leasinggeschäft enthalten. Bei der MMV Bank entfallen von den insgesamt 1.758 TEUR (Vj. 1.920 TEUR)

1.498 TEUR (Vj. 1.468 TEUR) auf stichtagsbezogene Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer sowie Lohn- und Kapitalertragsteuer.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten im Konzern betrifft mit 365.000 TEUR (Vj. 311.664 TEUR) das Leasinggeschäft und beinhaltet die Abgrenzungen bei dem Verkauf von zukünftigen Leasingraten und Mietkaufforderungen sowie Abgrenzungen aus nicht linearen Ratenplänen und Mietsonderzahlungen.

Die anderen Rückstellungen betreffen im Konzern im Wesentlichen die gebildete Risikovorsorge zur Abdeckung potenzieller Risiken im Zusammenhang mit Serviceleistungen i. H. v. 1.629 TEUR (Vj. 1.710 TEUR).

Im Rahmen des Geschäftsmodells gehen die MMV Bank sowie der Konzern regelmäßig unwiderrufliche Kreditzusagen ein. Diese betreffen insbesondere Kreditzusagen an Kunden für die Finanzierung von Anzahlungen, die im Zeitraum der Herstellung zukünftiger Leasing- und Mietkaufkaufobjekte an den Hersteller zu leisten sind. Die hieraus resultierenden potenziellen Zahlungen aus unwiderruflichen Kreditzusagen betragen für die MMV Bank sowie den Konzern 48.810 TEUR (Vj. 38.562 TEUR).

Anteilsbesitz der MMV Bank

Die nachstehende Aufstellung enthält den Anteilsbesitz gemäß § 285 Ziff. 11 HGB. Erfasst wurde der jeweils letzte vorliegende Jahresabschluss der Gesellschaften.

Nr. Name/Sitz Kapitalanteil Eigenkapital Ergebnis
v. H. Mio. EUR Mio. EUR
1. MMV Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Koblenz 100 21,000 -,-
2. MMV Mittelrheinische Leasing GmbH, Koblenz 100 0,026 -,-

Mit den oben aufgeführten Gesellschaften besteht jeweils ein Ergebnisabführungsvertrag.

6. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die „Provisionsaufwendungen“ im Konzern entfallen mit 3.137 TEUR (Vj. 2.911 TEUR) auf das Darlehens-, Leasing- und Mietkaufgeschäft.

Im Konzern sind in den „Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen“ Abschreibungen für das Leasinggeschäft i. H. von 270.829 TEUR (Vj. 263.846 TEUR) enthalten. Davon entfallen 1.936 TEUR (Vj. -4.327 TEUR (Auflösung)) auf außerplanmäßige Abschreibungen.

Im Konzern sowie in der Bank ist die Veränderung der Position „Allgemeine Verwaltungsaufwendungen“ im Wesentlichen auf Aufwendungen infolge angepasster Annahmen zukünftiger Preis- und Kostenentwicklungen bei Altersversorgungsverpflichtungen im Vorjahr zurückzuführen, welche unter den Aufwendungen für Altersversorgung ausgewiesen sind. Der Anstieg bei den anderen Verwaltungsaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus Instandhaltungsarbeiten im Verwaltungsgebäude und gestiegenen Aufwendungen zur Digitalisierung des Kreditprozesses.

Die „Sonstigen betrieblichen Aufwendungen“ im Konzern beinhalten Aufwendungen für das Leasinggeschäft i. H. von 242.141 TEUR (Vj. 256.029 TEUR).

Wie bereits im Vorjahr sind aufgrund der Ausübung eines steuerlichen Wahlrechts zur Sofortabschreibung auf digitale Wirtschaftsgüter im laufenden Geschäftsjahr nur verringerte Ertragssteueraufwendungen auf Ebene der MMV Bank entstanden. Im Konzern führte diese Ausübung des Wahlrechts zur Auflösung aktiver latenter Steuern. Dadurch verringert sich die Position der „Aktiven latenten Steuern“ um 4.271 TEUR (Vj. 8.941 TEUR)

In den „Zinserträgen“ des Konzerns sind Zinserträge aus Mietkaufverträgen i. H. von 17.359 TEUR (Vj. 14.504 TEUR) enthalten.

Die „Sonstigen betrieblichen Erträge“ der MMV Bank beinhalten im Wesentlichen mit 25.120 TEUR (Vj. 24.332 TEUR) die an die MMV Leasing und die MMV Versicherungsdienst GmbH weiterbelasteten Personalaufwendungen.

Bei den „Sonstigen betrieblichen Erträgen“ des Konzerns handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus dem Leasinggeschäft i. H. von 584.808 TEUR (Vj. 592.859 TEUR).

Weiterhin sind in den „Sonstigen betrieblichen Erträgen“ der Bank 57 TEUR aus der Abzinsung und der Effekt aus der Änderung des Diskontierungszinses der Rückstellungen für die Rückstellungen für Pensionen (Vj. 173 TEUR in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen) enthalten.

Erträge, die einem anderen Konzerngeschäftsjahr zuzurechnen und nicht von untergeordneter Bedeutung sind, ergeben sich im Geschäftsjahr im Wesentlichen aus dem Zahlungseingang auf abgeschriebene Forderungen mit insgesamt 1.656 TEUR (Vj. 1.823 TEUR). Davon entfallen auf die MMV Bank 35 TEUR (Vj. 89 TEUR). Des Weiteren ergaben sich sonstige Auflösungen von Rückstellungen mit 187 TEUR (Vj. 668 TEUR). Für die MMV Bank ergaben sich 29 TEUR (Vj. 282 TEUR) Auflösungen von Rückstellungen.

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt auf Konzernebene für die Abschlussprüfungsleistung 775 TEUR (Vj. 679 TEUR). Für andere Bestätigungsleistungen beträgt das Honorar 24 TEUR (Vj. 6 TEUR) sowie für sonstige Leistungen 100 TEUR (Vj. 0 TEUR)

Die im Geschäftsjahr erbrachten Leistungen des Abschlussprüfers betreffen:

a)

Abschlussprüfungsleistungen:

die Prüfung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der MMV Bank und der MMV Leasing und des Jahresabschlusses der MMV Mobilien sowie die Prüfung des Jahresabschlusses der MMV Versicherungsdienst GmbH,

die prüferische Durchsicht des Berichtspakets nach IFRS zum 30.06. sowie des Berichtspakets nach IFRS zum 31.12. für Zwecke des Konzernabschlusses der Landesbank Baden- Württemberg;

b)

Andere Bestätigungsleistungen:

die Prüfung der Substanzwertrechnung des MMV Leasing-Konzerns,

die Prüfung der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems der MMV Bank und der MMV Leasing.

7. Sonstige Pflichtangaben

Die Kapitalrendite der Bank gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG, berechnet als Quotient aus Jahresüberschuss und Bilanzsumme beträgt 5,21% (Vj. 5,51%).

Der Konzern hat zur Refinanzierung noch nicht fällige Leasingraten seiner Kunden verkauft. Für die verkauften Forderungen bestehen regelmäßig Veritätsrisiken für den Konzern. Als Sicherheit sind den forderungsankaufenden Banken Leasingobjekte mit Restbuchwerten am Bilanzstichtag i. H. von 360.083 TEUR (Vj. 302.218 TEUR) (davon verbundene Unternehmen 485 TEUR (Vj. 6.878 TEUR) sicherungsübereignet. Der erhaltene Kaufpreis für die noch nicht fälligen Leasingraten wurde entsprechend der gesetzlichen Vorschriften in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Vor dem Hintergrund der eingerichteten Prozesse und Kontrollen zur Prüfung der Bonität der Leasingnehmer, wird das Risiko einer Inanspruchnahme als gering angesehen.

Die Entwicklung der zukünftigen finanziellen Verpflichtungen im Konzern aus den Mietverträgen über die Räume der Niederlassungen und Büros stellen sich wie folgt dar:

2025 Folgejahre
657 TEUR 2.972 TEUR

Darüber hinaus bestehen ungekündigte Verträge über die bei der MMV Bank und im Konzern eingesetzte EDV sowie über dafür zu erbringende Dienstleistungen. Die Höhe der finanziellen Belastungen ist abhängig von dem Umfang der in Anspruch genommenen Leistungen. In 2024 wurden für den Bezug dieser Leistungen bei der MMV Bank 1.290 TEUR und beim Konzern 3.008 TEUR aufgewendet.

Die Vertragslaufzeiten für Raummietverträge und die EDV-Dienstleistungsverträge betragen bis zu 120 Monate. Der Konzern erwartet künftig eine gleichbleibende Belastung aus diesen Verträgen.

Im Konzern bestehen Verpflichtungen aus bestellten Leasingobjekten auf Basis von Vertragszusagen an Kunden i. H. von 142.304 TEUR.

Die oberste Muttergesellschaft der MMV Gruppe ist die Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, die als Gruppenträger der Mindeststeuergruppe Schuldner einer möglichen Mindeststeuer nach § 3 Abs. 1 MinStG ist. Darüber hinaus betreibt die MMV Gruppe kein Auslandgeschäft, aufgrund dessen ist der § 285 Abs. 30 a HGB nicht einschlägig.

Als Finanzmittelfonds des Konzerns werden der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten definiert. Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus der Barreserve und den täglich fälligen Forderungen an Kreditinstituten.

Die Überleitung zu den Bilanzpositionen der Konzernbilanz stellt sich wie folgt dar:

31.12.2024
TEUR
Barreserve 7.664
Forderungen an Kreditinstitute (täglich fällig) 1.572
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 9.236

Geschäftsführung:

Maximilian Meggle, Bereich Markt (bis 30. September 2024)

Bad Reichenhall

Sprecher der Geschäftsführung

Guido Feldhaus, Bereich Markt (ab 1. Januar 2025)

Waiblingen

Sprecher der Geschäftsführung

Jörg Schröder, Bereich Marktfolge

Neuwied

Mitglied der Geschäftsführung

Dr. Thomas Söhlke, Bereich Markt (bis 31. Dezember 2024)

Hamburg

Sprecher der Geschäftsführung (1. Oktober bis 31. Dezember 2024)

Herr Feldhaus und Herr Schröder sind Geschäftsführer aller Gesellschaften der MMV Gruppe

Aufsichtsrat:

Joachim Erdle (Vorsitzender)

Vorstandsmitglied der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart

Anastasios Agathagelidis, stellvertretender Vorsitzender

Vorstandsmitglied der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart

Peter Hähner

Regionalvorstand der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart

- Bezüge der Organe

Die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung erfolgt aus datenschutzrechtlichen Gründen gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten keine Vergütung.

Die Angabe der Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern der MMV Bank und ihrer Hinterbliebenen sowie der laufenden Bezüge erfolgt aus datenschutzrechtlichen Gründen gemäß § 286 Abs. 4 HGB ebenfalls nicht.

- Anzahl der Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

Vollzeitbeschäftigte 256
Teilzeitbeschäftigte 102
368

Alle Mitarbeiter der MMV Gruppe sind Angestellte der MMV Bank; sie nehmen teilweise und auch ausschließlich Aufgaben bei unseren Tochtergesellschaften in Personalunion wahr.

8. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung der MMV Bank schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn der Bank zum 31.12.2024 in Höhe von 24.178 TEUR - bestehend aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 23.510 TEUR und einem Gewinnvortrag in Höhe von 668 TEUR - einen Teilbetrag von 16.940 TEUR auszuschütten, einen weiteren Teilbetrag von 7.200 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

9. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Koblenz, den 4. Februar 2025

MMV Bank GmbH

Die Geschäftsführung

Guido Feldhaus

Jörg Schröder

Konzern-Kapitalflussrechnung der MMV Bank GmbH, Koblenz für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Die finanzielle Entwicklung der Gesellschaft gibt folgende Kapitalflussrechnung wieder :1

Angaben in EUR

Vorjahr
1. Periodenergebnis vor Abführung 19.173.089,92 20.876.329,27
2. + Abschreibungen auf Gegenstände des Leasingvermögens 270.828.941,28 263.845.777,02
3. - Auszahlungen für Zugänge zum Leasingvermögen -389.751.969,28 -414.640.525,50
4. + Einzahlungen aus Abgängen des Leasingvermögens 63.313.286,37 68.097.200,62
5. -/+ Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Leasingvermögen 44.062.945,17 52.670.728,55
6. Abschreibungen und Veränderung des Leasingvermögens -11.546.796,46 -30.026.819,31
7. + Erhaltene Zinsen 30.266.879,15 24.201.089,35
8. -/+ Erträge aus Zuschreibungen/Abschreibungen auf Forderungen an Kunden 5.418.582,76 7.915.926,21
9. +/- Abnahme/Zunahme der Mietkaufforderungen -3.312.631,03 -3.975.345,12
10. +/- Abnahme/Zunahme der Forderungen aus Kreditgeschäft -19.567.258,03 -6.028.385,65
11. +/- Abnahme/Zunahme der Forderungen an Kunden (ohne Mietkauf, ohne Kreditgeschäft) -2.099.507,93 426.892,53
12. Veränderung Mietkauf, Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegestände 10.706.064,92 22.540.177,32
13. - Gezahlte Zinsen -19.333.024,54 -12.644.547,59
14. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -63.147.486,06 -12.440.146,86
15. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 30.795.254,93 -14.460.989,92
16. +/- Zunahme/Abnahme passiver Rechnungsabrechnungsposten 53.336.164,60 25.280.511,88
17. Veränderung Refinanzierung Leasing und Mietkauf 1.650.908,93 -14.265.172,49
18. -/+ Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Finanz- und Sachanlagevermögen -290.387,40 -198.187,96
19. +/- Abnahme/Zunahme der sonstige Vermögensgegestände 4.663.631,12 21.062.706,51
20. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -10.933.854,61 -11.556.541,76
21. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 6.568.541,65 5.107.823,51
22. +/- Zunahme/Abnahme sontige Verbindlichkeiten -859.084,20 -318.852,82
23. + Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1.625.801,15 1.616.498,77
24. +/- Zunahme/Abnahme Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 0,00
25. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 9.468.079,25 9.600.852,83
26. +/- Ertragssteuerzahlungen -2.643.242,04 13.156.374,07
27. +/- Sonstige Anpassungen (Saldo) -12.243.419,97 -30.673.153,11
28. Veränderung sonstiger Posten -4.643.935,05 7.797.520,04
29. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 15.339.332,26 6.922.034,83
30. + Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00
31. + Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 496.901,88 287.349,67
32. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.366.223,15 -899.391,67
33. + Einzahlungen aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens 0,00 0,00
34. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -759.080,03 -82.325,39
35. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.628.401,30 -694.367,39
36. - Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -15.900.000,00 -4.900.000,00
37. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -15.900.000,00 -4.900.000,00
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 29. + 35. + 37. -2.189.069,04 1.327.667,44
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 11.424.881,32 10.097.213,88
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 9.235.812,28 11.424.881,32

1 Die Struktur der Kapitalflussrechnung wurde unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Leasinggeschäftes an die Vorgaben des DRS 21 angepasst.

Konzern-Eigenkapitalspiegel MMV Bank GmbH, Koblenz Stand 31.12.2023 Einstellung in/ Entnahme aus (-) Ausschüttung Konzernjahresüberschuss Stand 31.12.2024
Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00 20.000.000,00
Rücklagen
Kapitalrücklage
Kapitalrücklage (nach § 272 Abs. 2, Nr. 1-3 HGB) 8.819.784,95 8.819.784,95
Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 36.630.215,05 13.700.000,00 50.330.215,05
Gewinnvortrag 37.961.217,76 -8.723.670,73 29.237.547,03
Konzernjahresüberschuss 20.876.329,27 -4.976.329,27 -15.900.000,00 19.173.089,92 19.173.089,92
Konzerneigenkapital 124.287.547,03 0,00 -15.900.000,00 19.173.089,92 127.560.636,95
Konzern-Eigenkapitalspiegel MMV Bank GmbH, Koblenz Stand 31.12.2022 Einstellung in/ Entnahme aus (-) Ausschüttung Konzernjahresüberschuss Stand 31.12.2023
Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00 20.000.000,00
Rücklagen
Kapitalrücklage
Kapitalrücklage (nach § 272 Abs. 2, Nr. 1-3 HGB) 8.819.784,95 8.819.784,95
Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 22.430.215,05 14.200.000,00 36.630.215,05
Gewinnvortrag 44.530.801,88 -6.569.584,12 37.961.217,76
Konzernjahresüberschuss 12.530.415,88 -7.630.415,88 -4.900.000,00 20.876.329,27 20.876.329,27
Konzerneigenkapital 108.311.217,76 0,00 -4.900.000,00 20.876.329,27 124.287.547,03

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MMV Bank GmbH, Koblenz

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MMV Bank GmbH, Koblenz, - bestehend aus der Jahresbilanz zum 31. Dezember 2024, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem mit dem Konzernanhang zusammengefassten Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der MMV Bank GmbH, Koblenz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Den Abschnitt „Personalbereich“ des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt des Abschnitts „Personalbereich“.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir mit der Bewertung von Forderungen an Kunden bei notleidenden Verträgen den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

a)

Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht) und

b)

Prüferisches Vorgehen.

Bewertung von Forderungen an Kunden bei notleidenden Verträgen

a)

Der Jahresabschluss der MMV Bank GmbH, Koblenz, weist zum 31. Dezember 2024 Forderungen an Kunden (nach Abzug von Wertberichtigungen) in Höhe von Mio. EUR 507.651 aus, d.s. 96,4 % der Bilanzsumme. Die Bewertung der Forderungen erfordert regelmäßig ermessensbehaftete Schätzungen der gesetzlichen Vertreter. Dies gilt in besonderem Maße bei Forderungen aus notleidenden Verträgen, insbesondere im Hinblick auf zukünftige Mittelzuflüsse der Kunden und die Bewertung der gestellten Sicherheiten. Daraus ergibt sich ein erhöhtes Risiko, dass die Höhe der gegebenenfalls erforderlichen Risikovorsorge nicht angemessen ist und die Forderungen damit überbewertet sind. Da die Werthaltigkeit dieser Forderungen folglich mit Unsicherheiten behaftet ist, war der Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zur Bewertung von Forderungen an Kunden bei notleidenden Verträgen sind unter Abschnitt Nr. 4 „Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung“ im zusammengefassten Anhang sowie in den Abschnitten „Geschäftsverlauf“ und „Adressenausfallrisiken“ im „Chancen- und Risikobericht“ des zusammengefassten Lageberichts enthalten.

b)

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Angemessenheit der Bewertungsverfahren des Instituts für die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen von Forderungen bei notleidenden Verträgen untersucht. Dabei haben wir, unter Berücksichtigung der entsprechenden Geschäftsorganisation und der relevanten IT-Systeme, die Angemessenheit der für die Bewertung von Forderungen bei notleidenden Verträgen relevanten Prozesse und Kontrollen sowie die Wirksamkeit dieser Kontrollen beurteilt. Hierbei haben wir Spezialisten aus dem Bereich Risk Advisory hinzugezogen. Unsere Prüfung bezog sich insbesondere auf die Prozesse und Kontrollen des Instituts zur Identifizierung von Engagements mit akuten Ausfallsrisiken, zur Bewertung der Kreditsicherheiten, zur Ermittlung der einzelfallbezogenen Einzelwertberichtigungen bei notleidenden Verträgen sowie zur Buchung dieser Einzelwertberichtigungen.

Hierauf aufbauend haben wir auf Grundlage von repräsentativen und nicht-repräsentativen Stichproben untersucht, ob die für diese Engagements gebildete Risikovorsorge periodengerecht gebildet und angemessen dotiert wurde. Dabei haben wir bei ausgewählten Kundenengagements eine Analyse der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer vorgenommen und unsere Ergebnisse mit den Analysen des Instituts verglichen, Annahmen über die noch zu erwartenden vertraglichen Zahlungsströme und/oder die erwarteten Zahlungsströme aus der Verwertung der gestellten Kreditsicherheiten gewürdigt sowie die ordnungsgemäße Bestellung der Sicherheiten sowie deren Existenz und Wertansätze beurteilt, soweit auf diese in der Bewertung abgestellt wird. Für die ausgewählten Engagements haben wir zudem die rechnerische Ermittlung der zu buchenden Einzelwertberichtigung nachvollzogen. Ferner haben wir die Angaben im zusammengefassten Anhang auf Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen

den Abschnitt „Personalbereich“ des zusammengefassten Lageberichts,

den Bericht des Aufsichtsrats,

alle übrigen Teile des Geschäftsberichts, welcher uns voraussichtlich erst nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt wird,

aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Jahresabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und, sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Gesellschafterversammlung am 26. Februar 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 15./26./27. August 2024 von der Geschäftsführung im Auftrag des Aufsichtsrats beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 als Abschlussprüfer der MMV Bank GmbH, Koblenz, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Marijan Nemet.

 

Frankfurt am Main, den 7. Februar 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Marijan Nemet, Wirtschaftsprüfer

Martin zur Nedden, Wirtschaftsprüfer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MMV Bank GmbH, Koblenz

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der MMV Bank GmbH, Koblenz, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem mit dem Anhang des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht der MMV Bank GmbH, Koblenz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Den Abschnitt „Personalbereich“ des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt des Abschnitts „Personalbereich“.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir mit der Bewertung von Forderungen an Kunden und des Leasingvermögens bei notleidenden Verträgen den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

a)

Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht) sowie

b)

Prüferisches Vorgehen.

Bewertung von Forderungen an Kunden und Leasingvermögen bei notleidenden Verträgen

a)

Der Konzernabschluss der MMV Bank GmbH, Koblenz, weist zum 31. Dezember 2024 Forderungen an Kunden in Höhe von Mio. EUR 506,7 sowie ein Leasingvermögen in Höhe von Mio. EUR 830,5 aus, d.s. 36,8 % bzw. 60,3 % der Bilanzsumme. Die Bewertung der betreffenden Forderungen und des Leasingvermögens bei notleidenden Verträgen erfordert regelmäßig ermessensbehaftete Schätzungen der gesetzlichen Vertreter, insbesondere im Hinblick auf zukünftige Mittelzuflüsse der Kunden und die Bewertung der gewährten Sicherheiten. Daraus ergibt sich ein erhöhtes Risiko, dass die Höhe der gegebenenfalls erforderlichen Risikovorsorge bzw. notwendigen Abschreibungen nicht angemessen sind. Da die Gewährung von Krediten an Kunden und das Verleasen von Vermögensgegenständen die Kerngeschäftstätigkeit des Konzerns ausmachen sowie die Werthaltigkeit dieser Vermögensgegenstände folglich mit Unsicherheiten behaftet ist, war der Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zur Bewertung von Forderungen an Kunden und des Leasingvermögens bei notleidenden Verträgen sind unter Abschnitt Nr. 4 „Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung“ im zusammengefassten Anhang dargestellt. Ergänzende Ausführungen befinden sich in den Abschnitten „Geschäftsverlauf“ und „Adressenausfallrisiken“ im „Chancen- und Risikobericht“ des zusammengefassten Lageberichts.

b)

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Angemessenheit der Bewertungsverfahren der MMV Gruppe für die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen von Forderungen und außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Leasingvermögen bei notleidenden Verträgen untersucht. Dabei haben wir, unter Berücksichtigung der entsprechenden Geschäftsorganisation und der relevanten IT-Systeme, die Angemessenheit der für die Bewertung von Forderungen und Leasingvermögen bei notleidenden Verträgen relevanten Prozesse und Kontrollen sowie die Wirksamkeit dieser Kontrollen beurteilt. Hierbei haben wir Spezialisten aus dem Bereich Risk Advisory hinzugezogen. Unsere Prüfung bezog sich insbesondere auf die Prozesse und Kontrollen der Bank zur Identifizierung von Engagements mit akuten Ausfallsrisiken, zur Bewertung der Kreditsicherheiten bzw. der Leasingobjekte, zur Ermittlung der einzelfallbezogenen Einzelwertberichtigungen bzw. der außerplanmäßigen Abschreibungen bei notleidenden Verträgen sowie zur Buchung dieser Einzelwertberichtigungen und außerplanmäßigen Abschreibungen.

Hierauf aufbauend haben wir auf Grundlage von repräsentativen und nicht-repräsentativen Stichproben untersucht, ob die für diese Engagements gebildete Risikovorsorge bzw. Abschreibung periodengerecht gebildet und angemessen dotiert wurde. Dabei haben wir bei ausgewählten Kundenengagements eine Analyse der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer bzw. Leasingnehmer vorgenommen und unsere Ergebnisse mit den Analysen im Konzern verglichen, Annahmen über die noch zu erwartenden vertraglichen Zahlungsströme und/oder die erwarteten

Zahlungsströme aus der Verwertung der gestellten Kreditsicherheiten bzw. der Leasingobjekte gewürdigt sowie die ordnungsgemäße Bestellung der Sicherheiten sowie deren Existenz und Wertansätze beurteilt, soweit auf diese in der Bewertung abgestellt wird. Für die ausgewählten Engagements haben wir zudem die rechnerische Ermittlung der zu buchenden Einzelwertberichtigung bzw. Abschreibung nachvollzogen. Ferner haben wir die Angaben im zusammengefassten Anhang auf Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen

den Abschnitt „Personalbereich“ des zusammengefassten Lageberichts,

den Bericht des Aufsichtsrats,

alle übrigen Teile des Geschäftsberichts, welcher uns voraussichtlich erst nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt wird.

aber nicht den Konzernabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

planen wir die Konzernabschlussprüfung und führen sie durch, um ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftsbereiche innerhalb des Konzerns einzuholen als Grundlage für die Bildung der Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchsicht der für Zwecke der Konzernabschlussprüfung durchgeführten Prüfungstätigkeiten. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und, sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Gesellschafterversammlung am 26. Februar 2024 als Abschlussprüfer des Konzernabschlusses gewählt. Wir wurden am 15./ 26./ 27. August 2024 von der Geschäftsführung im Auftrag des Aufsichtsrats beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 als Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der MMV Bank GmbH, Koblenz, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Marijan Nemet.

 

Frankfurt am Main, den 7. Februar 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Marijan Nemet, Wirtschaftsprüfer

Martin zur Nedden, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der MMV Bank GmbH nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften kontinuierlich überwacht und beraten; die vorgelegten zustimmungsbedürftigen Vorgänge und Geschäfte wurden entschieden.

Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat laufend, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen der Geschäftsentwicklung, der Strategie, der Ertrags- und Risikolage, zum Risikomanagement und -controlling sowie zur Personalentwicklung informiert. So wird der Aufsichtsrat monatlich über die Neugeschäfts-, Risiko- und Ertragsentwicklung schriftlich unterrichtet. Darüber hinaus erhält der Aufsichtsrat die Risikoberichte der MMV Gruppe nach MaRisk, die in den Aufsichtsratssitzungen vertiefend besprochen wurden. Von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig überzeugt.

Im stetigen Dialog zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung wurde über aktuelle operative Themen informiert und strategische Überlegungen wurden vorbereitend erörtert.

Im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen, im regelmäßigen Austausch mit der Geschäftsführung sowie durch regelmäßige Berichte und Erörterung der Strategien kam der Aufsichtsrat im Jahr 2024 seinen gesetzlichen Pflichten und Vorgaben nach.

Inhalte der Aufsichtsratssitzungen

Im Berichtsjahr 2024 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt (22. Februar, 1. Juli, 12. September, 4. Dezember).

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzung am 22. Februar 2024 waren der Jahres- und Konzernabschluss 2023 sowie die diesbezügliche Jahresabschlussprüfung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte. Hierzu wurden dem Aufsichtsrat im Vorfeld der Jahresabschluss, der Lagebericht, der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht zur Verfügung gestellt. An den Tagesordnungspunkten zur Jahresabschlussprüfung nahm der Abschlussprüfer teil, berichtete umfassend über die Prüfungsergebnisse und beantwortete die Fragen des Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat hat nach eigener Prüfung der Abschlüsse keine Einwände erhoben. Weitere Themen dieser Sitzung waren die Erörterung des Risikoberichts nach MaRisk sowie des Jahresberichts der Internen Revision der MMV Gruppe. Weiterhin hat der Aufsichtsrat den Geschäftsverteilungsplan für die Geschäftsführung zu den Stichtagen 1. März 2024 und 1. Oktober 2024 sowie das Planbonusbudget der MMV Bank für 2024 beschlossen und die Berichterstattung der Geschäftsführung zum Status der Informationssicherheit bei der MMV Gruppe entgegengenommen.

In der Sitzung vom 1. Juli 2024 befasst sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftsentwicklung des laufenden Jahres und beriet über die von der Geschäftsführung initiierten aktuellen Entwicklungsmaßnahmen, auch vor dem Hintergrund des sich abschwächenden konjunkturellen Umfelds. Weiterhin nahm der Aufsichtsrat die Berichterstattung der Geschäftsführung über die Abarbeitung von Prüfungsfeststellungen des Abschlussprüfers zur Kenntnis; ebenso die IT-Strategie der MMV Gruppe für das Jahr 2024.

In seiner Sitzung am 12. September 2024 befasste sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Geschäfts- und Ertragsverlauf des laufenden Jahres und nahm die Berichterstattung der Geschäftsführung über den Stand Abarbeitung von Feststellungen und Empfehlungen des Abschlussprüfers zur Kenntnis. Entsprechend der Vorgaben von § 25d KWG erfolgte die Effizienzprüfung des Aufsichtsrats bzw. des Beirats der MMV Leasing sowie die Erörterung von Fragen zur Bildung von Ausschüssen und Fortbildungsmaßnahmen der Aufsichtsratsmitglieder. Weiterhin hat der Aufsichtsrat die Gesellschafterversammlung gebeten, bei einer potenziellen Neubesetzung von Mitgliedern des Aufsichtsrates, die Besetzung durch geeignete Kandidaten des unterrepräsentierten Geschlechts zu erwägen. Hinsichtlich der individuellen und kollektiven Eignungsbewertung von Aufsichtsrat und Geschäftsführung wurde festgestellt, dass nach beiden Aspekten jeweils die notwendige Eignung vorliegt. Im Rahmen des Planungsprozesses im LBBW-Konzern wurden die Planungsprämissen für die von der MMV Gruppe zu erstellenden Planung diskutiert. Weiterhin befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Risikobericht nach MaRisk zum 30. Juni 2024 sowie der Weiterentwicklung der Vergütungssysteme im Vertrieb der MMV Gruppe. Zuletzt nahm der Aufsichtsrat den Wechsel der Funktion des Revisionsleiters und darüber hinaus den Bericht der Geschäftsführung über die Erfahrungen mit der Anhebung des Betrags nicht-risikorelevanter Geschäfte auf 200 TEUR zur Kenntnis.

In der Sitzung des Aufsichtsrates am 4. Dezember 2024 wurden die Geschäfts-, Risiko- und IT-Strategie der MMV Gruppe für das Jahr 2025 intensiv erörtert und zur Kenntnis genommen. Weitere Schwerpunkte waren die Ergebnisentwicklung des laufenden Geschäftsjahres und die Vorstellung des Risikoberichtes nach MaRisk zum 30. September 2024. Außerdem wurde die Mittelfristplanung 2025 bis 2029 erörtert und verabschiedet. Die Geschäftsführung erläuterte die Ergebnisse der auf den Stichtag 30. September 2024 von Deloitte durchgeführten Kreditprüfung. Darüber hinaus erfolgte durch die Geschäftsführung die turnusgemäße Information des Aufsichtsrats über die Vergütungssysteme der MMV im Zusammenhang mit der Institutsvergütungsverordnung. Weiterhin informierte die Geschäftsführung über bereits genehmigte Nichtprüfungsdienstleistungen im Zusammenhang mit dem Abschlussprüferreformgesetz und Abschlussprüferaufsichtsreformgesetz und über den Prüfungsplan der Internen Revision der MMV Gruppe für das Jahr 2025. Abschließend genehmigte der Aufsichtsrat fristgerecht die laufzeitgebundene Prolongation eines Organkredits.

Jahres- und Konzernabschluss

Den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zu einem Bericht zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024 hat die von der Gesellschafterversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte, Frankfurt, geprüft und mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

 

„[...] Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns geführt hat. [...]“

An der Sitzung des Aufsichtsrates am 27. Februar 2025 nahm der Abschlussprüfer teil. Er erläuterte dem Aufsichtsrat die Ergebnisse seiner Prüfung und erörterte sie im Einzelnen mit den Mitgliedern.

Nach Beratung im Plenum und dem Ergebnis seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen und keine Einwendungen erhoben. In der Sitzung am 27. Februar 2025 billigte der Aufsichtsrat den Konzernlagebericht, den Konzernjahresabschluss, den Lagebericht sowie den Jahresabschluss der Bank zum 31. Dezember 2024, der damit festgestellt ist.

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Der Aufsichtsrat hat, entsprechend dem Vorschlag der Geschäftsführung, der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn TEUR 16.940 an den Gesellschafter auszuschütten und TEUR 7.200 den anderen Gewinnrücklagen zuzuführen. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung der Bank für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit und spricht ihr sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bank seinen Dank und seine Anerkennung für die im Jahre 2024 geleistete Arbeit aus.

 

Stuttgart, 27. Februar 2025

Für den Aufsichtsrat

Joachim Erdle, Vorsitzender des Aufsichtsrates

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