Master Data

Registry
Register court München HRB 127250
Previous
EPCOS AG
Registered
9/2/1999
Industry
Manufacture of electronic components n.e.c.Manufacture of consumer electronicsAgents involved in the sale of telecommunications equipment and electrical and electronic products n.e.c.
Purpose
Unmittelbare und mittelbare Tätigkeit auf dem Gebiet der Forschung, der Entwicklung, der Herstellung und des Vertriebs von elektronischen Bauelementen, elektronischen Systemen und Software sowie Erbringung damit zusammenhängender Dienstleistungen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Andreas Lober
since 12/15/2025
Procura
Procura
Andreas Laimer
since 2/24/2025
Procura
Christoph Dr. Auer
since 4/12/2024
Procura
Andreas Wagner
since 8/4/2023
Procura
Brigitte Müller
since 7/14/2022
Procura
Procura
Jürgen Holzinger
since 7/14/2022
Board Member
Andreas Kaltenmaier
since 7/14/2022
Procura
Frederico Knorr
since 10/29/2021
Procura
Rainer Herwig Klement
since 3/12/2020
Procura
Werner Dr. Lohwasser
since 7/17/2018
Board Member
Karl Stoll
since 7/17/2018
Procura
Bernhard Koch
since 3/3/2016
Procura
Heiko Schneider
since 3/5/2015
Procura
Karsten Löwe
since 11/6/2013
Procura
Karl Müller
since 10/24/2012
Procura
Peter Balzer
since 1/5/2009
Procura
Jürgen Roumen
since 12/18/2007
Procura

Holdings

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

TDK Electronics AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht Jahresabschluss 31. März 2024

der TDK Electronics AG, München

ALLGEMEINES

Die TDK Electronics AG ("EAG"), ein Tochterunternehmen der TDK Corporation in Tokio, Japan ("TDK"), ist ein Hersteller elektronischer Bauelemente und Systeme. Die EAG hat ihren Sitz in München, Deutschland und ist die Muttergesellschaft der weltweit aufgestellten TDK Electronics Group ("TEG"). Diese beliefert mit ihrem Portfolio Märkte der Automobil-, Industrie- und Konsum-Elektronik sowie der Informations- und Kommunikationstechnik. Die TEG verfügt über rund 20 Entwicklungs- und Fertigungsstandorte sowie ein weltweites Vertriebsnetz.

Standorte

Zur EAG gehören vier Standorte in Deutschland und einer in Dänemark:

In der Unternehmenszentrale in München sind neben den für die gesamte TEG zuständigen Zentralabteilungen auch zentrale TEG Vertriebsabteilungen angesiedelt sowie Entwicklungs- und Marketing-Funktionen der drei Geschäftssegmente Capacitors, Inductive Devices und Other Components.

In Heidenheim an der Brenz werden in den Segmenten Capacitors und Inductive Devices Aluminium-Elektrolyt- und Folien-Kondensatoren sowie Induktivitäten und Leistungs-EMV1-Filter entwickelt. Außerdem werden dort ein breites Spektrum an Induktivitäten gefertigt und Marketing-Funktionen geleistet.

In Berlin entwickelt die EAG im Segment Other Components Ableiter und High Voltage Contactors. Darüber hinaus sind an dem Standort Marketing-Funktionen für diese Produkte und für Varistoren angesiedelt.

In Regensburg betreibt die EAG im Segment Inductive Devices ein EMV-Forschungs- und Testlabor.

In Lyngby, Dänemark, entwickelt die EAG im Segment Other Components MEMS 2 -Mikrophone.

1 EMV: Elektromagnetische Verträglichkeit
2 MEMS: Micro-Electro-Mechanical Systems

Geschäftssegmente

Im TDK Konzern umfasst das Segment Passive Components den Großteil des Geschäfts mit elektronischen Komponenten und damit auch den Großteil der Produkte von TEG. Gegliedert ist es in die drei Geschäftssegmente Capacitors, Inductive Devices und Other Components. Nach dieser Gliederung wird auch das Geschäft der EAG in dem vorliegenden Lagebericht dargestellt.

• Segment Capacitors

Capacitors umfassen Aluminium-Elektrolyt- und Folien-Kondensatoren. Diese Bauelemente werden vor allem zum Stabilisieren elektrischer Spannungen sowie zum Entstören verwendet und überwiegend in Anwendungen der Industrie- und Automobil-Elektronik, aber auch in Haushaltsgeräten eingesetzt. In diesem Segment betreibt die EAG keine nennenswerte Produktion. Das Unternehmen erzielt den Segment-Umsatz vielmehr mit Kondensatoren, die an TEG Standorten in Europa, Asien und Südamerika gefertigt werden. Die EAG fungiert dabei als Zwischenhändler, um die Produkte über die TEG Vertriebsorganisationen in Europa, Asien und Amerika zu vertreiben.

• Segment Inductive Devices

Die EAG führt unter Inductive Devices ein breites Portfolio an induktiven Bauelementen. Dazu gehören unter anderem Übertrager und Drosseln, die vor allem in Anwendungen der Automobil- und der Industrie-Elektronik eingesetzt werden. In Kraftfahrzeugen - etwa beim störungsfreien Datenaustausch zwischen einer Vielzahl elektronischer Steuergeräte - nehmen diese Produkte Schlüsselfunktionen wahr. Die am Standort Heidenheim produzierten Bauelemente werden vor allem über die TDK Europe GmbH an Kunden in Europa vertrieben. Darüber hinaus erzielt die EAG einen Teil des Segmentumsatzes mit induktiven Bauelementen und EMV-Filtern, die an TEG Standorten in Europa und Asien gefertigt werden. Auch in diesen Fällen agiert die EAG als Zwischenhändler, um die in diesem Segment geführten Produkte an Kunden in Europa, Asien und Amerika über die dort angesiedelten TEG Vertriebsorganisationen zu vertreiben.

• Segment Other Components

Other Components umfassen Keramische Bauelemente sowie Sensoren und Sensor-Systeme.

Zu den keramischen Bauelementen zählen Schutzbauelemente wie Thermistoren sowie Scheiben- und Vielschichtvaristoren. Diese temperatur- oder spannungsabhängigen Widerstände kommen vor allem in der Automobil-, Industrie- und Konsum-Elektronik zum Einsatz und übernehmen dort entweder Schutz- oder Heizfunktionen. Zu den keramischen Schutzbauelementen zählen etwa Ableiter, die insbesondere Telefonanlagen vor den hohen Spannungen schützen, wie sie bei Blitzschlägen auftreten können.

Zu den Sensoren und Sensor-Systemen gehören unter anderem Temperatur- und Drucksensoren, die vor allem in der Automobil- und Industrie-Elektronik, aber auch in der Medizintechnik zum Einsatz kommen. Temperatursensoren messen, ob sich beispielsweise in Maschinen Betriebsflüssigkeiten zu sehr erhitzt haben, und Drucksensoren erfassen den Druck etwa in Abgasen und Kraftstoffdämpfen. In Systemen, mit denen Leistung, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit von Verbrennungsmotoren merklich verbessert werden, sind von TEG entwickelte und gefertigte Druck-Sensoren oftmals Schlüsselbauelemente. Der Bereich der Elektromobilität spielt sowohl für Temperatur- als auch Drucksensoren eine immer größere Rolle. Die Anforderungen an die Sensoren sind höher als beim Verbrennungsmotor und daher entwickeln sich die Produkte vom Sensorelement zum komplexen Sensorsystem.

Hergestellt werden die unter Other Components geführten Bauelemente und Systeme an TEG Standorten in Europa und Asien. Die EAG selbst betreibt auf diesen Technologiegebieten keine eigene Produktion, sondern erzielt den Segment-Umsatz auch hier in ihrer Funktion als Zwischenhändler, um die Produkte über die TEG Vertriebsorganisationen in Europa, Asien und Amerika zu vertreiben.

Zentrale Services

• Administrative Services für die TDK Electronics Group

Unter dem Dach der EAG Unternehmenszentrale sind neben der Unternehmensleitung eine Reihe administrativer Funktionen der TEG zusammengefasst - unter anderem Strategische Unternehmensplanung, Konzernbuchhaltung und Controlling sowie Finanzierung, Interne Revision, Steuer, Recht und die zentrale Personalabteilung. Darüber hinaus werden von hier aus die Unternehmenskommunikation gesteuert und konzernweite IT-Dienstleistungen und -Services erbracht, beispielsweise auf den Gebieten Hard- und Software sowie IT-Sicherheit.

• Administrative Services im Rahmen des TDK European Regional Headquarters

Die EAG ist ein wesentlicher Teil des TDK European Regional Headquarters und erbringt in diesem Zusammenhang bestimmte der oben beschriebenen Services auch für andere europäische TDK Tochtergesellschaften.

• Forschung- und Entwicklungsarbeit für die TDK Electronics Group

Die Standorte der EAG betreiben Grundlagenforschung und beteiligen sich sowohl an der Entwicklung neuer Produkte als auch an der Weiterentwicklung bestehender Produkte innerhalb des TDK Konzerns.

• Zentrale vertriebliche Abwicklungsstelle

Grundsätzlich fungiert die EAG in Bezug auf Vertriebskosten als zentrale Abwicklungsstelle zwischen den TEG Vertriebsgesellschaften einerseits und den produzierenden TEG Konzerngesellschaften andererseits. Kosten der Vertriebsgesellschaften werden dabei an die zentrale Abwicklungsstelle der EAG verrechnet, die dann wiederum diese Kosten an die entsprechenden TEG Konzerngesellschaften weitergibt.

• Weitere zentrale Kostenabwicklung

Neben den Vertriebskosten werden von der EAG unter anderem auch IT-Kosten sowie Kosten in Zusammenhang mit zentralen Forschungs- und Entwicklungsprojekten an die Konzerngesellschaften verrechnet.

Frauenquote in Aufsichtsrat und Vorstand

Das Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst regelt, dass Gesellschaften wie die EAG, die nicht börsennotiert, aber mitbestimmt sind, sowohl Zielquoten zur Erhöhung ihres Frauenanteils in Aufsichtsrat, Vorstand und den beiden unterhalb des Vorstands liegenden Führungsebenen festlegen müssen als auch Fristen zur Erreichung dieser Zielquoten.

Der Aufsichtsrat hat hinsichtlich der Frauenquote in Aufsichtsrat und Vorstand folgendes beschlossen:

Der Aufsichtsrat strebt an, bis zum 30. Juni 2027 die Mitgliedschaft zumindest eines weiblichen Aufsichtsratsmitglieds beizubehalten, was bei einem mit insgesamt 6 Personen besetzten Aufsichtsrat einer Frauenquote von 16,6 Prozent entspricht.

Für den Vorstand erscheint dem Aufsichtsrat - angesichts der gegenwärtig sowohl im Vorstand gegebenen Personalkonstellation als auch der für das Unternehmen bestehenden Rahmenbedingungen - die Mitgliedschaft einer Frau bis 30. Juni 2027 als praktisch nicht realisierbar.

Der Aufsichtsrat hat für die Frauenquote im Vorstand eine Zielgröße von Null Prozent erklärt.

Die maßgeblichen Gründe hierfür, sind wie folgt:

Der Aufsichtsrat entscheidet bei der Besetzung von Vorstandspositionen stets im Interesse des Unternehmens anhand der Qualifikation und Eignung verfügbarer Kandidatinnen und Kandidaten. Dabei ist der Aufsichtsrat der Überzeugung, dass es im Unternehmensinteresse liegt, Vorstandsmitglieder vorrangig aus den Reihen der im Unternehmen Beschäftigten zu entwickeln. Dadurch wird sichergestellt, dass die Vorstandsmitglieder über die branchenspezifischen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen, die zur bestmöglichen Erfüllung ihrer Aufgaben und erfolgreichen Führung des Unternehmens erforderlich sind.

Das Kerngeschäft der TDK Electronics AG besteht in der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb elektronischer Bauelemente und Systeme und ist damit sehr stark ingenieursgetrieben. Gerade aber im Bereich der Ingenieurswissenschaften ist die Anzahl weiblicher Universitätsabgänger nach wie vor ausgesprochen niedrig. Insoweit ist es für Unternehmen wie die TDK Electronics AG im Vergleich zu Unternehmen vieler anderer Branchen deutlich schwieriger, Kandidatinnen zu finden, die als Verantwortungstragende für das Kerngeschäft des Unternehmens im Vorstand oder den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands geeignet sind. Für die Verwaltungsbereiche des Unternehmens hingegen ist ein derartiger Mangel nicht festzustellen. Hier sind für die TDK Electronics AG die Chancen und Möglichkeiten, Führungspositionen mit geeigneten Kandidatinnen zu besetzen, mit jenen von Unternehmen anderer Branchen vergleichbar. Die Anzahl der bei der TDK Electronics AG mit dem Kerngeschäft verknüpften einschlägigen Führungspositionen ist allerdings deutlich höher als die vergleichbarer Positionen im Verwaltungsbereich. Angesichts der dargelegten Umstände erscheint es derzeit als unwahrscheinlich, bis zum 30. Juni 2027 aus den eigenen Reihen geeignete Vorstandskandidatinnen entwickeln zu können. Dies gilt insbesondere auch mit Blick auf Alter, Kompetenz und Ressortverteilung der derzeitigen Vorstandsmitglieder. Eine Frauenquote könnte demzufolge nur über eine Erweiterung der Vorstandschaft um ein weibliches Vorstandsmitglied realisiert werden. Eine Erweiterung des Vorstands erscheint dem Aufsichtsrat allerdings auf Sicht in der Sache nicht notwendig; sie lediglich zur Realisierung einer Frauenquote herbeizuführen, wird als unverhältnismäßig betrachtet.

Der Vorstand hat hinsichtlich der 1. Führungsebene und der 2. Führungsebene unterhalb des Vorstands folgenden Beschluss gefasst:

Der Vorstand wird bis zum 30. Juni 2027 eine Frauenquote von 10 Prozent auf der 1. Führungsebene unterhalb des Vorstands und eine Frauenquote von 25 Prozent auf der 2. Führungsebene unterhalb des Vorstands anstreben.

Wesentliche Änderungen im Berichtsjahr

• Umstrukturierung des Standorts Heidenheim, Deutschland zu Kompetenzzentrum für Produkt- und Prozesstechnologie

Ende des Geschäftsjahres 2024 wurde aus konzernstrategischen Gründen der Beschluss zur Umstrukturierung des Standortes Heidenheim hin zu einem Kompetenzzentrum für Produkt- und Prozessentwicklung gefasst. Aufgrund der anhaltend schwachen Konjunktur, der weiter steigenden Fertigungskosten und des massiven Preisdrucks bedingt durch den internationalen Wettbewerb insbesondere aus Asien, ist eine Neuausrichtung des TDK Standorts Heidenheim erforderlich. Dies führt in den nächsten drei Jahren zur Verlagerung eines großen Teils der Produktion an die Standorte Hongqi, China und Szombathely, Ungarn und zu einem umfangreichen Personalabbau in Heidenheim. Der Fokus des Werks soll zukünftig auf Produkt- und Prozessinnovationen ausgerichtet sein, deren Umsetzung in Form von Massenproduktion dann im Ausland erfolgt.

• Veränderungen im Vorstand

Zum 01.07.2023 ist der Chief Sales Officer (CSO) aus dem Unternehmen ausgeschieden. Damit hat sich der Vorstand von drei auf zwei Mitglieder reduziert. Die Sales-Funktion wurde vom Chief Financial Officer (CFO) zusätzlich übernommen.

Schlusserklärung des Vorstands in dem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten."

Geschäftsjahr und Berichterstattung

Der Berichtszeitraum der EAG erstreckt sich jeweils vom 1. April bis zum 31. März des darauffolgenden Kalenderjahres. Das Geschäftsjahr 2024 umfasst also den Zeitraum vom 1. April 2023 bis 31. März 2024.

Der Jahresabschluss der EAG zum 31. März 2024 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

ENTWICKLUNG DER WELTWIRTSCHAFT

Im Kalenderjahr 2023 war die Weltwirtschaft geprägt von hoher Inflation, erneuten Störungen der Versorgungsketten und erhöhten geopolitischen Risken. Dazu trug auch weiterhin der anhaltende Krieg Russlands gegen die Ukraine bei. Der Krieg in Israel und im Gazastreifen sowie die Angriffe auf die Schifffahrt im Roten Meer belasteten ebenfalls die Wirtschaft. Negativ wirkten sich auch die wiederholten Leitzinserhöhungen der Zentralbanken zur Wiederherstellung der Preisstabilität aus. Sie sind auf ein Niveau gestiegen, das seit vielen Jahren nicht mehr erreicht wurde. Die Zinserhöhungen hatten Einfluss auf die Wechselkurse. Letztlich erwies sich das globale Wachstum trotz höherer Leitzinsen als widerstandsfähig und eine Rezession konnte vermieden werden. Im Jahresverlauf konnte durch Gegenmaßnahmen ein Rückgang der Inflation erreicht werden. Des Weiteren blieb das Beschäftigungs- und Einkommenswachstum stabil, was auf eine positive Entwicklung der Nachfrage zurückzuführen war.

Die Weltwirtschaft zeigte sich im Kalenderjahr 2023 widerstandsfähig, das Wachstum blieb stabil (2023: +3,2%; 2022: +3,4%) und die Inflation näherte sich ihrem Zielwert an. 3 Dazu haben die Regionen unterschiedlich beigetragen: In den fortgeschrittenen Industrieländern war das Wachstum insbesondere im Euro-Raum nur leicht positiv (2023: +0,4%; 2022: +3,5%), wobei das Wachstum in Deutschland (2023: -0,3%; 2022: +1,8%) rückläufig war. Positiv entwickelte sich das Wachstum in Japan (2023: +1,9%; 2022: +1,1%) und in den Vereinigten Staaten von Amerika (2023: +2,5%; 2022: +2,1%). In Japan ist dies unter anderem auf die Wechselkursentwicklung zurückzuführen. Der japanische Yen schwächte sich im Kalenderjahr 2023 ab. Die Wirtschaftsleistung der Schwellen- und Entwicklungsländer blieb in 2023 hoch und stieg auch zum Vorjahr (2023: +4,3%; 2022: +4,0%) an. Dies galt insgesamt auch für Asien, wo Indien (2023: +7,8%; 2022: +6,8%) erneut die höchsten Zuwächse erreichen konnte und auch China (2023: +5,2%; 2022: +3,0%) über den Wachstumsraten des Vorjahres lag.

Über den Jahresverlauf und regional gesehen war der Bedarf an elektronischen Bauelementen und Systemen je nach Abnehmerbranche und Region unterschiedlich stark ausgeprägt.

3 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook vom April 2024

ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

in Tausend EUR 2024 2023
Umsatz 910.347 1.053.661
davon Verrechnungen 100.137 91.211
Bruttoergebnis vom Umsatz 48.816 88.546
Forschungs- und Entwicklungskosten -9.345 -12.057
Vertriebskosten -67.193 -87.161
Allgemeine Verwaltungskosten -20.078 -19.745
Sonstige Betriebliche Erträge und Aufwendungen -21.625 -15.137
Beteiligungsergebnis 57.571 56.877
Abschreibung auf Finanzanlagen -33.993 -40.021
Sonstiges (Steuern, Zinsen, etc.) 18.792 832
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -27.055 -27.866

Ertragslage (GuV)

Die EAG sieht die Kenngrößen Umsatz und Jahresüberschuss als die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren an, anhand derer das Unternehmen gesteuert wird.

Umsatz

Über den Berichtszeitraum hinweg hatte die EAG in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld mit rückläufiger Nachfrage zu kämpfen. Dies zeigte sich in unterschiedlichen Ausprägungen aber in sämtlichen Abnehmerbranchen und Regionen. In absoluten Zahlen besonders stark rückläufig war die hochvolumige Industrie-Elektronik, am wenigstens betroffen hingegen die Automobil-Elektronik, welche sich trotz widriger Umstände nahezu konstant entwickelte. Der Umsatzeinbruch war weltweit zu spüren, wobei der Europäische Absatzmarkt mit Rückgängen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich am wenigsten betroffen war.

In Summe hat die EAG im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz in Höhe von rund 910 Millionen EUR (Vorjahr: 1.054 Mio. EUR) erzielt und lag damit um 14 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Umsatz enthalten sind Verrechnungen in Höhe von rund 100 Millionen EUR, die anderen Konzerngesellschaften für Leistungen in den Bereichen Vertrieb, IT sowie Forschung und Entwicklung in Rechnung gestellt wurden.

• Umsatz nach Geschäftssegmenten

2024 2023
in Tausend EUR Umsatz Anteil Umsatz Anteil
Capacitors 246.623 27% 280.214 26%
Inductive Devices 236.048 26% 286.307 27%
Other Components 327.539 36% 395.929 38%
Verrechnungen 100.137 11% 91.211 9%
Gesamtumsatz 910.347 1.053.661

In allen drei EAG Geschäftssegmenten wurde ein Umsatzrückgang verzeichnet: bei Capacitors (-12%), den Inductive Devices (-18%) und den Other Components (-17%).

Die Segment-Anteile am EAG Umsatz haben sich nur sehr leicht verändert. Den erneut größten Umsatzbeitrag lieferten Other Components mit 36 Prozent (Vorjahr: 38%), gefolgt von Capacitors mit 27 Prozent (Vorjahr: 26%) und Inductive Devices mit 26 Prozent (Vorjahr: 27%).

Segment Capacitors

Bei Capacitors (Portfolio: Aluminium-Elektrolyt-, Film-Kondensatoren) 4 sank der Umsatz im Berichtszeitraum auf 247 Millionen EUR (Vorjahr: 280 Mio. EUR).

In dem umsatzstärksten Geschäft mit Herstellern von Automobil-Elektronik musste die EAG prozentual einstellige Umsatzrückgänge verzeichnen. Ähnlich hoch war der Umsatz mit dem Geschäft der Industrie-Elektronik, wobei hier der Umsatzrückgang prozentual zweistellig ausfiel. Gleiches gilt für das Geschäft mit Informationstechnik und Konsum-Elektronik. Die Umsätze mit Bauelemente-Distributoren gingen im Geschäftsjahr nur im einstelligen Prozentbereich zurück. Lediglich mit Produkten der Kommunikationstechnik konnte der Umsatz gesteigert werden, allerdings trägt diese Abnehmerbranche nur in sehr geringem Umfang zum Gesamtumsatz bei.

4 siehe auch Kapitel Allgemeines zur TDK Electronics AG

Segment Inductive Devices

Der Umsatz mit Inductive Devices (Portfolio: Induktivitäten, EMV-Bauelemente) 5 ist im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 236 Millionen EUR zurückgegangen (Vorjahr: 286 Mio. EUR).

Zu den wesentlichen Veränderungen gegenüber Vorjahr: Das Segment Inductive Devices musste über alle Industrien hinweg Umsatzrückgänge hinnehmen. Das Geschäft mit Industrie-Elektronik hatte dabei den größten Umsatzrückgang zu verzeichnen, das Geschäft mit der Automobil-Elektronik den geringsten. Dennoch haben weiterhin beide Abnehmerbranchen den mit Abstand größten Umsatzbeitrag zum Segmentumsatz beigesteuert.

5 siehe auch Kapitel Allgemeines zur TDK Electronics AG

Segment Other Components

Im Segment Other Components (Portfolio: Keramische Bauelemente, Sensoren und Sensor-Systeme) 6 ging der Umsatz im Berichtsjahr auf 328 Millionen EUR zurück (Vorjahr: 396 Mio. EUR).

Der EAG Umsatz mit keramischen Bauelementen lag in Summe prozentual zweistellig unter dem Vorjahreswert. Alle Branchen trugen zu diesem Umsatzrückgang bei. Den stärksten Anteil am Rückgang hatte die Industrie-Elektronik und Bauelemente-Distributoren, dennoch war das Geschäft der beiden Abnehmerbranchen in diesem Geschäftsjahr wieder das mit dem höchsten Volumen.

Selbst auf dem Gebiet der Sensoren und Sensor-Systeme war die Umsatzentwicklung in der EAG rückläufig. Lediglich im umsatzstärksten Geschäft mit Sensoren für die Automobil-Elektronik konnte der Umsatz im zweistelligen Prozentbereich gesteigert werden. Bei Produkten für die Industrie- und Konsum-Elektronik war der Umsatz rückläufig, das gilt auch für das Geschäft mit Bauelemente-Distributoren.

6 siehe auch Kapitel Allgemeines zur TDK Electronics AG

• Umsatz nach Abnehmerbranchen

in Tausend EUR 2024 2023
Automobil-Elektronik 322.239 35% 329.716 31%
Industrie-Elektronik 262.942 29% 337.993 32%
Konsum-Elektronik 51.149 6% 72.259 7%
Informations- und Kommunikationstechnik 16.199 2% 20.847 2%
Distribution und Andere 157.681 17% 201.635 19%
Verrechnungen 100.137 11% 91.211 9%
Gesamtumsatz 910.347 1.053.661

Der EAG Umsatz nach Abnehmerbranchen entwickelte sich im Geschäftsjahr 2024 über alle Branchen hinweg negativ. Die umsatzstärkste Branche der Automobil-Elektronik entwickelte sich besonders durch das starke Sensorgeschäft nahezu konstant. Den absolut größten Rückgang verzeichnete die Industrie-Elektronik, blieb aber weiterhin die zweitstärkste Branche. Eine ebenfalls negative Umsatzentwicklung wurde mit Bauelemente-Distributoren verzeichnet. Weiterhin rückläufig waren die jeweils kleineren Umsatzvolumina mit der Konsum-Elektronik-Branche und der Informations- und Kommunikationstechnik.

Unverändert sind es die Megatrends Umweltschutz, Elektromobilität, Energieeffizienz, Miniaturisierung und Vernetzung, die das Geschäft mit elektronischen Bauelementen über alle Zielmärkte hinweg prägen.

Automobil-Elektronik

Der Umsatz mit Produkten für Automobil-Anwendungen sank im Berichtszeitraum auf 322 Millionen EUR (minus 2%; Vorjahr: 330 Mio. EUR). Der Umsatzanteil der Automobil-Elektronik erhöhte sich jedoch gegenüber dem Vorjahreswert um 4 Prozent auf 35 Prozent.

Das Geschäft mit Kunden aus der Automobil-Elektronik ist im Vergleich zum Vorjahr trotz widrigem Umfeld und im Vergleich zu den übrigen Abnehmerbranchen nahezu konstant geblieben. Getrieben wird diese Entwicklung vor allem durch den stärker werdenden Trend zur Elektromobilität und durch immer mehr intelligente Fahrerassistenzsysteme bis hin zu Technologien des autonomen Fahrens.

Industrie-Elektronik

Der Umsatz mit Kunden aus der Industrie-Elektronik ist im Geschäftsjahr 2024 dagegen stärker gesunken - auf 263 Millionen EUR (minus 22%; Vorjahr: 338 Mio. EUR). Damit sank der Anteil, den diese Abnehmerbranche zum Unternehmensumsatz beiträgt, auf 29 Prozent (Vorjahr: 32%).

Das Geschäft der EAG mit der Industrie-Elektronik hat sich über alle Anwendungsbereiche hinweg negativ entwickelt. Der Umsatz mit Bauelementen für Standard-Industrie-Anwendungen, wie etwa Stromversorgungen, welches das volumenstärkste Geschäft ausmacht, sank dabei am wenigsten. Zurückgegangen sind auch die Umsätze mit Bauelementen für Healthcare-Produkte und die regenerative Energieerzeugung, die trotzdem weiterhin den zweit- bzw. drittgrößten Umsatzanteil zum Industriegeschäft beigetragen haben. Auch Produkte für die Umrichttechnik, Fertigungsautomatisierung und Antriebstechnik wurden weniger nachgefragt als im Vorjahr.

Im Zuge der vermehrten Erzeugung erneuerbarer Energie bleiben insbesondere Anwendungen rund um Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen von wesentlicher Bedeutung für das Geschäft mit der Industrie-Elektronik. Und auch Lösungen für die Automatisierung sind nach wie vor ein wichtiger Umsatzträger genauso wie Bauelemente und Systeme zur Erhöhung der Energieeffizienz von Produktionsanlagen. Auf diesen Gebieten wird der Bedarf unter anderem dadurch gestützt, dass rund um den Globus Produktionsabläufe zunehmend zu durchgängig automatisierten Prozessen verkettet und im Rahmen von Industrie-4.0-Konzepten der Einsatz von Robotik und 3D-Druck-Verfahren vorangetrieben werden.

Konsum-Elektronik

Unter der Bezeichnung Konsum-Elektronik fasst die EAG die Haushalts- und die Unterhaltungselektronik zusammen. Im Berichtsjahr sank der mit dieser Branche getätigte Umsatz auf 51 Millionen EUR (minus 29%; Vorjahr: 72 Mio. EUR), der Anteil am Unternehmensumsatz ging leicht auf 6 Prozent zurück (Vorjahr: 7%).

Spürbar gesunken ist im Berichtsjahr der Umsatz der EAG mit ihrem Produktangebot für Haushaltsgeräte. Dieser betrug aber immer noch fast vier Fünftel des Umsatzes mit der Konsum-Elektronik. Etwas leichter zurückgegangen ist der Umsatz im Geschäft mit Bauelementen für Entertainment-Anwendungen.

Informations- und Kommunikationstechnik

Mit Lösungen für die Informations- und Kommunikationstechnik wurden im Berichtszeitraum 16 Millionen EUR umgesetzt (minus 22%; Vorjahr: 21 Mio. EUR), deren Anteil am EAG Umsatz wie im Vorjahr 2 Prozent beträgt.

In dieser Branche bedient das Unternehmen im Wesentlichen die Anwendungsgebiete der klassischen Festnetz-Telekommunikation und der Mobilfunk-Infrastruktur.

Distribution und Andere

Der EAG Umsatz mit Bauelemente-Distributoren und Anderen sank im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 158 Millionen EUR (minus 22%; Vorjahr: 202 Mio. EUR) wobei der entsprechende Anteil am Gesamtumsatz sich nur leicht veränderte: aktuell 17 Prozent (Vorjahr: 19%).

Distributionspartner stellen einen zusätzlichen wichtigen Vertriebskanal dar und tragen maßgeblich dazu bei, dass Kunden zeitnah mit Standard-Bauelementen und mit technologischer Expertise versorgt werden. Die EAG kann über ihre Distributionspartner den Markt besser durchdringen, weil über diese Brücke Spezialisten in großen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Unternehmen genauso erreicht werden wie kleinere Ingenieurbüros, zu denen der direkte Zugang für die EAG nicht wirtschaftlich ist.

• Umsatz nach Regionen

in Tausend EUR 2024 2023
Deutschland 216.435 24% 240.863 23%
Europa ohne Deutschland 225.296 25% 257.059 24%
Übrige Regionen 368.479 40% 464.528 44%
Verrechnungen 100.137 11% 91.211 9%
Gesamtumsatz 910.347 1.053.661

Der EAG Umsatz ist im Geschäftsjahr 2024 über alle Regionen hinweg zurückgegangen.

In Deutschland sank der Umsatz um 10 Prozent auf 216 Millionen EUR (Vorjahr: 241 Mio. EUR). Dies war hauptsächlich auf das schwächere Geschäft mit Herstellern von Industrie-Elektronik sowie mit Bauelemente-Distributoren zurückzuführen. Eine positive Entwicklung konnte dagegen im Geschäft mit der Automobil-Elektronik verzeichnet werden. Im restlichen Europa musste das Unternehmen einen Umsatzrückgang in Höhe von 12 Prozent auf 225 Millionen EUR hinnehmen (Vorjahr: 257 Mio. EUR), wozu im Wesentlichen alle Branchen bis auf die Automobilindustrie negativ beigetragen haben. Der mit den übrigen Regionen erzielte Umsatz sank am stärksten um 21 Prozent auf rund 368 Millionen EUR (Vorjahr: 465 Mio. EUR). Dieser Umsatzrückgang verteilte sich über alle Branchen.

Bruttoergebnis vom Umsatz

Aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr gesunken Umsatzvolumens, hat sich das von der EAG erzielte Brutto-Ergebnis auf 49 Millionen EUR (Vorjahr: 89 Mio. EUR) verringert. Die Herstellungskosten sind aufgrund gestiegener Kosten (insbesondere Personalkosten) im Vergleich zum Umsatz leicht unterproportional zurückgegangen.

• Vertriebskosten

Im Wesentlichen führten der geringere Umsatz und kostengünstigere Frachtraten dazu, dass die Vertriebskosten überproportional um 20 Millionen EUR auf 67 Millionen EUR gesunken sind (Vorjahr: 87 Mio. EUR).

• Forschungs- und Entwicklungskosten

Als Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) 7 weist die EAG nur die nicht weiterverrechneten Kosten für die selbstgenutzten F&E-Projekte aus. Die entsprechenden Aufwendungen sind im Berichtsjahr um 3 Millionen EUR auf 9 Millionen EUR zurückgegangen (Vorjahr: 12 Mio. EUR). Der Rückgang ist auf geringere F&E-Ausgaben zurückzuführen.

7 siehe auch Kapitel Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

• Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten konnten trotz Inflation mit 20 Millionen EUR konstant auf Vorjahresniveau gehalten werden.

Jahresfehlbetrag

Obwohl das Bruttoergebnis mit 49 Mio. EUR positiv war, belief sich das Jahresergebnis auf minus 27 Million EUR (Vorjahr: minus 28 Mio. EUR). Der Rückgang des Bruttoergebnisses um 40 Millionen EUR konnte durch weitere Effekte mehr als kompensiert werden: die Vertriebskosten verringerten sich um 20 Millionen EUR (Berichtsjahr: 67 Mio. EUR; Vorjahr: 87 Mio. EUR), das im Geschäftsjahr gestiegene Zinsniveau führte zu einer Erhöhung des Zinsergebnisses um 18 Millionen EUR (Berichtsjahr: 22 Mio. EUR; Vorjahr: 4 Mio. EUR) und die Abschreibungen auf Finanzanlagen verringerten sich um 6 Millionen EUR (Berichtsjahr: 34 Mio. EUR; Vorjahr: 40 Mio. EUR). Negativ beeinflusst wurde das Jahresergebnis durch den Ergebnisbeitrag aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen. Dieser hat sich um 6 Millionen EUR verschlechtert (Berichtsjahr: minus 21 Mio. EUR; Vorjahr: minus 15 Mio. EUR). Dies ist im Wesentlichen auf Aufwendungen für die geplante Restrukturierung des Standorts Heidenheim in Höhe von 27 Millionen EUR zurückzuführen. Gegenläufig wirken das bessere Währungsergebnis und die höheren Einnahmen aus konzerninternen Leistungsverrechnungen. 8

Leicht positiv beeinflusst wurde das Jahresergebnis durch ein gegenüber dem Vorjahr um 1 Million EUR höheres Beteiligungsergebnis (Berichtsjahr: 58 Mio. EUR; Vorjahr: 57 Mio. EUR).

8 Rundungen sind, soweit erforderlich, nach kaufmännischen Grundsätzen durchgeführt.

Vermögenslage (Bilanz)

Bilanzstruktur
in Tausend EUR
2024 2023
Eigenkapital 916.139 1.007.876
Fremdkapital 493.872 494.714
Eigenkapitalquote und Verschuldungsgrad 2024 2023
Eigenkapitalquote 65% 67%
Verschuldungsgrad 9 -5% -11%

9 Der Verschuldungsgrad ist definiert als das Verhältnis der Finanzschulden inklusive Rückstellungen abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Eigenkapital.

• Aktiva

Das Anlagevermögen erhöhte sich im Berichtsjahr in Summe auf 566 Millionen EUR (Vorjahr: 553 Mio. EUR).

Die Immateriellen Vermögensgegenstände reduzierten sich um 5 Millionen EUR und das Sachanlagevermögen erhöhte sich in der gleichen Höhe. Kumuliert ergab dies somit keine Veränderung zum Vorjahr (Berichtsjahr: 77 Mio. EUR, Vorjahr: 77 Mio. EUR). Die Investitionen in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen der EAG beliefen sich während des Berichtjahres auf 13 Millionen EUR (Vorjahr: 17 Mio. EUR). Sie wurden überwiegend im Segment Inductive Devices für den Erwerb neuer Fertigungsanlagen getätigt. Dem gegenüber standen Abschreibungen in Höhe von 13 Millionen EUR (Vorjahr: 14 Mio. EUR). Es gab keine wesentlichen Abgänge im Geschäftsjahr (Vorjahr: 12 Mio. EUR).

Die Erhöhung des Anlagevermögens ist somit rein auf die Veränderung der Finanzanlagen zurückzuführen. Diese erhöhten sich im Berichtszeitraum um 13 Millionen EUR (Berichtsjahr: 489 Mio. EUR, Vorjahr: 476 Mio. EUR). Positiv wirkten sich dabei die Kapitalerhöhungen bei der TDK Sensors AG & Co. KG, Berlin in Höhe von 35 Millionen EUR und bei der TDK Foil Italy in S.p.A., Mailand in Höhe von 20 Millionen EUR aus. Negativ auf das Finanzanlagevermögen wirkten hingegen die Wertberichtigung der Beteiligung an der Tronic's Microsystems SA, Crolles in Höhe von 2 Millionen EUR sowie die Wertberichtigungen der Beteiligung an der TDK Foil Italy S.p.A., Mailand in Höhe von 20 Millionen EUR und an der TDK Hungary Components Kft., Szombathely in Höhe von 12 Millionen EUR. Hinzu kam die Verlustübernahme von TDK Sensors AG & Co. KG, Berlin in Höhe von 8 Millionen EUR.

Das Umlaufvermögen verringerte sich im Berichtszeitraum um 105 Millionen EUR und belief sich damit auf 837 Millionen EUR (Vorjahr: 942 Mio. EUR).

Während die Vorräte um 3 Millionen EUR auf 12 Millionen EUR sanken (Vorjahr: 15 Mio. EUR), stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte um 2 Millionen auf 4 Millionen EUR an (Vorjahr: 2 Mio. EUR).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gingen um 104 Millionen EUR auf 808 Millionen EUR zurück (Vorjahr: 912 Mio. EUR). Darin enthalten sind Forderungen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, die sich im Berichtsjahr um 44 Millionen EUR reduzierten (Berichtsjahr: 155 Mio. EUR, Vorjahr: 199 Mio. EUR). Noch stärker zurückgegangen sind die darin enthaltenen kurzfristigen Finanzforderungen (minus 60 Mio. EUR, Berichtsjahr: 653 Mio. EUR, Vorjahr: 713 Mio. EUR). Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der um 56 Millionen EUR geringeren Darlehensforderung gegen die TDK Europe S.A. (Berichtsjahr: 542 Mio. EUR, Vorjahr: 598 Mio. EUR) sowie aus dem Rückgang verschiedener Darlehensforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen innerhalb der TEG in Höhe von 5 Millionen EUR (Berichtsjahr: 52 Mio. EUR, Vorjahr: 57 Mio. EUR). 10

Die im Vorjahr enthaltene Forderung aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der TDK Europe GmbH in Höhe von 18 Millionen EUR wurde im Berichtszeitraum beglichen und eine neue Forderung in Höhe von 20 Millionen EUR eingestellt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um 1 Million EUR auf 13 Millionen EUR (Vorjahr: 12 Mio. EUR), darin enthalten sind im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen.

Die flüssigen Mittel blieben im Berichtszeitraum stabil bei 1 Million EUR (Vorjahr: 1 Mio. EUR). Zusammen mit den Forderungen aus dem Cash Pooling, den gegenläufigen Verbindlichkeiten aus dem Cash Pooling sowie aus einer Darlehensforderung gegen die TDK Europe S.A. beliefen sich die Finanzmittel laut Kapitalflussrechnung (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) auf 543 Millionen EUR (Vorjahr: 608 Mio. EUR).

Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 7 Millionen EUR bleibt unverändert zum Vorjahr. Darin enthalten sind im Wesentlichen Lizenzabgrenzungen.

10 Rundungen sind, soweit erforderlich, nach kaufmännischen Grundsätzen durchgeführt.

• Passiva

Die Verbindlichkeiten reduzierten sich im Berichtsjahr um 36 Millionen EUR auf 141 Millionen EUR (Vorjahr: 177 Mio. EUR). 11

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sanken um 5 Millionen EUR auf 17 Millionen EUR (Vorjahr: 22 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gingen um 28 Millionen EUR auf 113 Millionen EUR zurück (Vorjahr: 141 Mio. EUR). Darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Berichtsjahr: 88 Mio. EUR, Vorjahr: 109 Mio. EUR) sowie Finanzverbindlichkeiten (Berichtsjahr: 25 Mio. EUR, Vorjahr: 32 Mio. EUR).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beliefen sich auf 11 Millionen EUR und sind somit um 4 Millionen EUR zurückgegangen (Vorjahr: 15 Mio. EUR).

Die Rückstellungen erhöhten sich im Berichtsjahr um 36 Millionen EUR auf 353 Millionen EUR (Vorjahr: 317 Mio. EUR). Die darin enthaltenen Pensionsrückstellungen erhöhten sich im Berichtszeitraum um 8 Millionen EUR (Berichtsjahr: 305 Mio. EUR, Vorjahr: 297 Mio. EUR) aufgrund der inflationsbedingten Turnusanpassungen der Renten. Während die Steuerrückstellungen im Geschäftsjahr um 4 Millionen EUR anstiegen (Berichtsjahr: 9 Mio. EUR, Vorjahr: 5 Mio. EUR), haben sich die sonstigen Rückstellungen um 25 Millionen EUR erhöht (Berichtsjahr: 40 Mio. EUR, Vorjahr: 15 Mio. EUR). Darin enthalten sind im Wesentlichen die Rückstellungen für die geplante Restrukturierung des Standorts Heidenheim in Höhe von 27 Millionen EUR. 12

Der im Berichtsjahr erzielte Jahresfehlbetrag in Höhe von 27 Millionen EUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 28 Mio. EUR) sowie die an die TDK Corporation gezahlte Dividende in Höhe von 65 Millionen EUR verringerten den Bilanzgewinn entsprechend um 92 Millionen EUR).

Somit ergab sich zum Stichtag 31. März 2024 für EAG eine Bilanzsumme in Höhe von 1.410 Millionen EUR (Vorjahr: 1.503 Mio. EUR).

11 Rundungen sind, soweit erforderlich, nach kaufmännischen Grundsätzen durchgeführt.
12 Rundungen sind, soweit erforderlich, nach kaufmännischen Grundsätzen durchgeführt.

Finanzlage (Kapitalflussrechnung)

Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, zu dem sowohl die liquiden Mittel als auch das kurzfristige Darlehen an die TDK Europe S.A. sowie die Cash Pool-Forderungen und -Verbindlichkeiten zählen, betrug zum Beginn des Berichtsjahres 608 Millionen EUR. Dieser Bestand reduzierte sich um 65 Millionen EUR auf 543 Millionen EUR zum Ende des Berichtsjahres.

• Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit

Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit betrug 16 Millionen EUR (Vorjahr: Mittelzufluss 13 Mio. EUR). Dabei wirkte sich der Jahresfehlbetrag mit 27 Million EUR negativ aus. Die Hinzurechnung der im Jahresergebnis enthaltenen, nicht zahlungswirksamen Positionen (11 Mio. EUR) und Abschreibungen (47 Mio. EUR), wirkten sich dagegen positiv aus. Die positiven Effekte aus den im Berichtsjahr beschlossenen und bezahlten Dividendenausschüttungen von Tochtergesellschaften an die EAG (46 Mio. EUR) sowie die im Jahresüberschuss enthaltenen Effekte aus Gewinn- und Verlustübernahmen (12 Mio. EUR) werden dagegen vom Jahresfehlbetrag abgezogen und - soweit zahlungswirksam - im Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. Der verbleibende Mittelzufluss von 16 Millionen EUR ist im Wesentlichen auf Veränderungen im Nettoumlaufvermögen zurückzuführen. 13

13 Rundungen sind, soweit erforderlich, nach kaufmännischen Grundsätzen durchgeführt.

• Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug 12 Millionen EUR (Vorjahr: Mittelzufluss 23 Mio. EUR).

Dieser ist im Wesentlichen auf die Kapitalerhöhungen bei der TDK Sensors AG & Co. KG und TDK Foil Italy S.p.A., Mailand in Höhe von 55 Millionen EUR sowie den Erwerb der verbleibenden Anteile der Relyon Plasma GmbH, Regensburg in Höhe von 2 Millionen EUR zurückzuführen. Zusätzlich negativ wirkte sich die Ausgabe eines TEG internen Darlehen aus, welche zu einem Anstieg der kurzfristigen Finanzforderungen und damit zu einem Mittelabfluss in Höhe von 3 Millionen EUR führte.

Mittelabflüsse aus den zahlungswirksamen Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen führten zu einem Minus von 13 Millionen EUR.

Positiv wirkten dagegen die gezahlten Dividenden der Tochtergesellschaften an die EAG in Höhe von 44 Millionen EUR nach Berücksichtigung von Währungsverlusten und der Quellensteuer in Höhe von 2 Millionen EUR. Darüber hinaus wirkte sich die Bezahlung der im Vorjahr noch offenen Forderung aus der Ergebnisabführung der TDK Europe GmbH in Höhe von 18 Millionen EUR positiv aus.

• Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit betrug 69 Millionen EUR (Vorjahr: 28 Mio. EUR), was im Wesentlichen auf die Zahlung der Dividende an die TDK Corporation und den damit verbundenen Mittelabfluss zurückgeführt werden kann. Ebenso negativ wirkt die Veränderung der kurzfristigen Darlehen in Bezug auf das Cash Pooling.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

In der Bewertung durch den Vorstand der EAG hat sich die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 anders entwickelt als vor einem Jahr erwartet. Der Umsatzrückgang ist wie erwartet im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, das lag jedoch im Wesentlichen an der eingebrochenen Nachfrage im Laufe des Geschäftsjahres über fast alle Branchen und Regionen hinweg und nicht an der erwarteten Reorganisation der Umsatzströme durch den Verkauf der Unternehmerschaft und der damit verbundenen Umsätze an die TDK Sensors AG & Co. KG, Berlin, die noch nicht umgesetzt ist. Hinzu kamen die inflationsbedingt gestiegenen Kosten, welche das Bruttoergebnis zusätzlich belasteten. Darüber hinaus trugen vor allem außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen, sowie der Restrukturierungsaufwand dazu bei, dass das Jahresergebnis weit hinter der ursprünglichen Planung eines Jahresüberschusses im mittleren zweistelligen Millionenbereich zurückblieb.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Erfolgreiche Forschung und Entwicklung, ein aktives und flexibles Personalmanagement sowie Umweltschutz auf Basis des globalen Umwelt-Managementsystems der TEG sind wichtige nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der EAG.

Forschung und Entwicklung

Mit ihren Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) schafft die EAG die Grundlage für Innovation und kontinuierliche Verbesserung von Prozessen und Produkten. Innovation schafft die Voraussetzungen für Wettbewerbsfähigkeit, Kundenzufriedenheit und Wachstum und sichert das Fundament für künftigen Geschäftserfolg. Innovationskraft ist also ein entscheidender Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb.

Die F&E-Abteilungen unter dem Dach der EAG erbringen ihre Entwicklungsleistungen nicht nur für die EAG, sondern auch für andere TEG und TDK Standorte. Die F&E-Abteilungen des Unternehmens sind in das TDK F&E-Netzwerk eingebunden und nutzen die Technologie-Organisation des Mutterkonzerns sowie daraus resultierende Synergien. Für die EAG sind das in Summe gute Rahmenbedingungen, um technologische Trends setzen, mitgestalten oder diesen folgen zu können.

Als Aufwendungen für F&E weist die EAG nur die nicht weiterverrechneten Kosten für die selbstgenutzten F&E-Ergebnisse aus. Diese nicht weiterverrechneten F&E-Aufwendungen sind im Berichtsjahr um gut 3 Million EUR auf 9 Millionen EUR zurückgegangen (Vorjahr: 12 Mio. EUR). Der Rückgang ist auf geringere F&E-Ausgaben zurückzuführen.

Personal

Unternehmenserfolg hängt vom Wissen und der Erfahrung sowie von der Motivation, dem Leistungswillen und dem Einsatz der Mitarbeiter 14 ab. Deshalb erachtet die EAG die Personalentwicklung als eine weitere grundlegende Stellgröße für eine erfolgreiche Unternehmensführung.

Die EAG beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr 928 Mitarbeiter (Stichtag 31. März 2024). Damit ist die Belegschaft gegenüber dem Vorjahr um 32 Mitarbeiter bzw. um rund 3 Prozent zurück gegangen (Stichtag 31. März 2023: 960 Mitarbeiter).

14 Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird in unserem Lagebericht der Einfachheit halber nur die männliche Form verwendet. Die weibliche Form und Divers sind selbstverständlich immer miteingeschlossen.

• Arbeitgebermarke gestärkt

Im Wettbewerb um Fachkräfte macht auch die EAG die Erfahrung, dass Arbeitsplätze nur mit erhöhtem zeitlichen und finanziellen Aufwand besetzt werden können. Dies gilt inzwischen nicht nur auf dem Gebiet der MINT-Berufe 15 , sondern auch für alle anderen Bereiche im Unternehmen. Auf dem Arbeitsmarkt stehen zu wenige qualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung, und viele andere Unternehmen haben ebenfalls hohen Bedarf an Fachkräften.

Um sich in diesem Bewerbermarkt behaupten zu können, hat die EAG weiter in ihre Arbeitgebermarke investiert (Employer Branding): Ein zentrales Element ist dabei das Karriereportal der Unternehmens-Website, das unter anderem offene Stellen anzeigt und die Vielfalt der Zusatzleistungen hervorhebt, die den Mitarbeitern über Gehalt und Entlohnung hinaus geboten werden. Außerdem wurde TDK erneut als Top Employer 2024 in Deutschland zertifiziert. Das international aktive Top Employers Institute bewertet dazu Arbeits- und Entwicklungsmöglichkeiten von Beschäftigten. Darüber hinaus war die EAG auf Karrieremessen präsent und im Bereich des Hochschulmarketings aktiv.

15 MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik

• Managementprogramme und Weiterbildungsmaßnahmen

Förderung und Weiterbildung sowie die Anerkennung der Leistung von Mitarbeitern sind wichtige Bestandteile der TEG Unternehmenskultur und damit auch der EAG. Um die besten Mitarbeiter auf zukünftige Führungsrollen vorzubereiten, besteht für Beschäftigte die Möglichkeit, entsprechende Angebote von TDK wahrzunehmen - etwa das Territorial Career Development Program und das weiterführende Global Management Program oder, für Mitarbeiter im höheren Management, das Global Advanced Management Program. Neben diesen Programmen bietet die EAG ihren Mitarbeitern auf diversen Ebenen bzw. digitalen Plattformen Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen an.

• Managementsystem für Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit

Um den Schutz der Gesundheit und die Arbeitssicherheit der Beschäftigten weiter zu verbessern, nutzen die TEG und damit auch die EAG ihr Arbeitsschutz-Managementsystem, das seit 2021 von der externen Zertifizierungsgesellschaft DNV nach ISO 45001 zertifiziert ist. Im Rahmen dieses Managementsystems werden Arbeitsplätze bewertet, um Gefahren zu identifizieren, Präventivschutz vor Unfällen bereitzustellen und Risiken zu minimieren. Die Risikofaktoren umfassen nicht nur mechanische und elektrische Gefahren, Gefahrstoffe, Brandrisiken sowie körperliche Belastungen und Anspannungen, sondern auch psychischen Druck etwa aufgrund wechselnder Arbeitsschichten. Die TEG Arbeitsschutzregeln und -vorschriften gelten auch für die EAG. Für deren Standorte sind Arbeitsschutzverantwortliche und Sicherheitsfachkräfte benannt, die die Einhaltung von Regeln und Vorschriften sicherstellen und überwachen.

Umwelt

Ein weiterer bedeutsamer nichtfinanzieller Leistungsindikator der EAG ist der schonende Umgang des Unternehmens mit natürlichen Ressourcen als Maß seiner Verantwortung der Umwelt gegenüber. Sowohl die gesellschaftsübergreifenden Forderungen nach Steigerung der Energieeffizienz elektrischer Geräte und Systeme als auch die technischen Umsetzungsmöglichkeiten gewinnen fortlaufend an Bedeutung: Der Trend zu effizienter Energienutzung wird als wichtiger Wachstumstreiber des Geschäfts der EAG immer wichtiger.

• Effiziente und umweltschonende Nutzung von Ressourcen

Die EAG optimiert ihre Prozesse fortlaufend unter anderem auch mit den Zielen, Energie zu sparen, den CO 2 -Ausstoß zu reduzieren, Wasserverbrauch und Abfall zu minimieren sowie den Gebrauch von Gefahrstoffen so weit wie möglich zu vermeiden. In Folge hat das Unternehmen während des Berichtszeitraums weitere Verbesserungen bei Abfallmenge, Wasserverbrauch und Energieeffizienz erzielt.

Das ISO-14001-konforme globale Umwelt-Managementsystem und das europaweite Energie-Managementsystem gemäß ISO 50001 der TEG gilt auch für die EAG und wird durch regelmäßig alle drei Jahre von der Zertifizierungsgesellschaft DNV durchgeführte Audits überwacht. Die Auditoren haben die Wirksamkeit der Umwelt- und Energie-Managementsysteme stets bestätigt. Deren Ziel ist nicht allein die Einhaltung von gesetzlichen und administrativen Anforderungen, sondern auch die effiziente Nutzung von Ressourcen. Dementsprechend achtet die EAG auf Gefahrstoffe und Abfälle: Im Geschäftsjahr 2024 wurde die Abfall-Recyclingquote auf einem Niveau von über 80 Prozent gehalten, und die absolute Abfallmenge konnte im Vorjahresvergleich verringert werden.

Zum Ende des Berichtszeitraums (März 2024) stammte der gesamte zugekaufte elektrische Strom in der Zentrale in München und den EAG-Standorten in Heidenheim und Berlin aus erneuerbaren Energiequellen. Das Unternehmen ist bemüht, seine Ressourceneffizienz in Bezug auf Design und Fertigung von Produkten weiter zu verbessern. Um deren Umweltfreundlichkeit im Vergleich zu früheren Produktgenerationen bestimmen und dokumentieren zu können, führt die EAG während des Entwicklungsprozesses Analysen durch. Diese bewerten die während des Produktionsprozesses eingesetzten Material- und Energiemengen genauso wie die im Betrieb verbrauchte Energie der Endprodukte sowie deren Recyclingfähigkeit am Ende des Lebenszyklus.

RISIKOBERICHT

Risikomanagement und internes Kontrollsystem

Die EAG ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Diesen Risiken unterliegen die EAG Tochterunternehmen ebenso, so dass die Muttergesellschaft über ihre Kapitalbeteiligungen auch an den genannten Risiken der Tochtergesellschaften partizipiert. Diese Risiken zu begrenzen und gleichzeitig die sich bietenden Geschäftschancen wahrzunehmen, ist eine essenzielle Aufgabe der EAG und des Gesamtunternehmens TEG. Dementsprechend ist die Risikopolitik der EAG und der TEG der Geschäftsstrategie angepasst. Innerhalb ihres entsprechend gesteckten Rahmens werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um unangemessene Risiken möglichst zu vermeiden.

Um Risiken zu erfassen und zu überwachen, bedienen sich die EAG und ihre Tochtergesellschaften einer Reihe festgelegter Verfahren. Diese sind in dem konzernübergreifenden Kontroll- und Risiko-Managementsystem der TEG zusammengefasst, in das die EAG eingebunden ist und zu dem unter anderem ein konzernweites Planungs- und Berichtswesen gehört, über welches auch wesentliche Chancen und Risiken an Vorstand und Aufsichtsrat regelmäßig berichtet werden. Die Zweckmäßigkeit und Effizienz des Kontroll- und Risiko-Managementsystems werden laufend überprüft. Zusätzlich unterliegt das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem für die Finanzberichterstattung der EAG der regelmäßigen Kontrolle durch den Abschlussprüfer. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über ein rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem gemäß den Anforderungen desJ-SOX für Japan, und außerdem sind Kontrollmechanismen in Anlehnung an den Sarbanes-Oxley-Act Section 404 (SOX) implementiert.

Die EAG begrenzt Compliance-Risiken durch den Chief Compliance Officer, regionale Compliance-Beauftragte und ein Whistleblower-Meldesystem. Über substanzielle Vorkommnisse werden Vorstand, Aufsichtsratsvorsitzender und Prüfungsausschussvorsitzender zeitnah informiert.

Durch die in der Folge aufgeführten Risiken könnten das Geschäft, die Finanzausstattung und die Ergebnisse der EAG beeinträchtigt werden. Diese Risiken sind aber nicht die einzigen, denen das Unternehmen ausgesetzt ist. Zusätzliche Risiken, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt sind oder derzeit für unwesentlich gehalten werden, könnten das Geschäft ebenfalls beeinflussen.

Teile der beschriebenen Risiken, insbesondere im Währungs- und Zinsbereich, sichert die EAG mit derivativen Finanzinstrumenten ab. Die zur Finanzierung des weltweiten Geschäfts zur Verfügung stehenden Kredite sind in verschiedenen Währungen mit unterschiedlichen Laufzeiten vereinbart und unterliegen zum Teil einem Zinsänderungsrisiko. Im Einzelabschluss der EAG werden diese Sicherungsgeschäfte imparitätisch bewertet, sofern sie nicht als Bewertungseinheit angesehen werden. Das heißt: Ansatz von Rückstellungen bei negativen Marktwerten und kein Ansatz von Vermögenswerten bei positiven Marktwerten. Als Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten wählt die EAG Banken mit erstklassiger Bonität aus, um eventuellen Ausfallrisiken bereits vorab bestmöglich entgegenwirken zu können. Darüber hinaus werden im Bedarfsfall derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus Marktpreisschwankungen von Edelmetallen zu vermeiden.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Volatilität und zyklisches Nachfrageverhalten kennzeichnen den Markt für passive Bauelemente und Systeme, die Nachfrage hängt von den Schwankungen der Weltkonjunktur ab.

Im Kalenderjahr 2023 waren viele Regionen der Welt mit einer unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung konfrontiert. Auslöser waren hohe Inflationsraten, erneute Störungen der Lieferketten sowie erhöhte geopolitische Risiken. Dazu trug weiterhin der anhaltende Krieg Russlands gegen die Ukraine bei. Der Krieg in Israel und im Gazastreifen sowie die Angriffe auf die Schifffahrt im Roten Meer wirkten sich ebenfalls belastend aus. Durch diese Angriffe auf die kommerzielle Schifffahrt stiegen die globalen Transportkosten im Jahresverlauf an, blieben aber deutlich unter dem Niveau von 2021 und 2022. Diese geopolitischen Risiken dürften auch im Kalenderjahr 2024 weiter anhalten. Der IWF geht in seinem im April 2024 vorgelegten World Economic Outlook davon aus, dass die Weltwirtschaft im laufenden Jahr um 3,2 Prozent wachsen wird und somit stabil auf Vorjahreswachstum bleibt 16 .

Um der steigenden Inflation entgegenzuwirken, haben die Zentralbanken die Leitzinsen auf ein Niveau angehoben, das als restriktiv eingeschätzt wird. Infolgedessen sind die Finanzierungskosten gestiegen und die Verfügbarkeit von Krediten ist im Allgemeinen knapp, was zu Schwierigkeiten bei der Refinanzierung der Schulden von Unternehmen, steigenden Unternehmensinsolvenzen und zu gedämpften Investitionsverhalten führt.

Die volatile Entwicklung auf den internationalen Energie- und Rohstoffmärkten stellt einen weiteren wesentlichen Einflussfaktor für den Geschäftsverlauf der EAG und ihrer Tochtergesellschaften dar. Insbesondere geopolitischen Risiken können zu zusätzlichen Versorgungsengpässen und damit zu steigenden Kosten führen.

Zusammengefasst belegen die beschriebenen Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren, dass das Konjunkturumfeld nach wie vor stark belastet und von vielen Unwägbarkeiten geprägt ist, was wiederum die Prognosen über künftige Verkaufspreise und Umsatzvolumina der EAG und der TEG erschwert. Hinzu kommt, dass Kunden teilweise ebenfalls in zyklischen Branchen tätig sind, wodurch ihr Bedarf an passiven Bauelementen und Systemen in starker Abhängigkeit von der Entwicklung ihrer eigenen Märkte schwankt. Daraus ergeben sich Risiken bei der Einschätzung der zeitlichen Abfolge und des Ausmaßes von Nachfrageschwankungen.

Die hohen geopolitischen Unsicherheiten und die Zyklizität des Geschäfts können bei EAG und TEG zu markanten Umsatzveränderungen und in Folge zu signifikanten Ergebniseffekten führen. Darüber hinaus können widrige Rahmenbedingungen die Planung von Produktionsstückzahlen und Materialverbrauch behindern. Gleiches gilt für die Vorhersage künftiger Lieferanforderungen von Kunden. Daher passen die EAG und TEG ihre Bestände regelmäßig aufgrund möglicher Verbrauchs- bzw. Reichweitenrisiken sowie technischer Risiken an. Das Risiko fallender Preise beziehen EAG und TEG in ihre Bestandsbewertung und im Rahmen ihrer Bilanzierungsrichtlinien ebenfalls laufend ein.

16 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook April 2024; siehe auch Kapitel Ausblick

Risiken durch schnellen Technologiewandel und steigende Kundenansprüche

Die Märkte, in denen die EAG und ihre Tochtergesellschaften überwiegend aktiv sind, zeichnen sich durch hohes Innovationstempo, schnellen technologischen Wandel und oftmals kurze Produktzyklen aus. Dies gilt etwa für hoch automatisierte Industrieanlagen und Fertigungsmaschinen genauso wie für Automobile, bei denen der Produktzyklus inzwischen nur noch etwa drei Jahre beträgt. Daher besteht das Risiko, dass auf neue Marktentwicklungen bzw. Technologien nicht rasch genug reagiert werden kann und Marktanteile an den Wettbewerb verloren gehen könnten. Zur Begrenzung der Risiken durch schnellen technologischen Wandel investieren EAG und TEG fortlaufend in Forschung und Entwicklung 17 .

Risiken für die Geschäftsentwicklung ergeben sich auch aus dem Umstand, dass Kunden im Rahmen kurzer Produkt- und Projektzyklen ihre Entscheidungen kurzfristig treffen können. Das gilt sowohl hinsichtlich der Festlegung, welche elektronischen Bauelemente in der Kundenlösung eingesetzt werden als auch für die zum Einsatz kommende Anzahl. Und dies geschieht in einem Umfeld, in dem Hersteller von Bauelementen wie die EAG und die TEG von Kunden mit dem Anspruch konfrontiert sind, für kunden- und anwendungsspezifische Bauelemente und Lösungen Fertigungseinrichtungen in ausreichender Menge vorzuhalten. Sollten sich dann aber bei den Kundenprojekten kurzfristig und nicht vorhersehbar Änderungen ergeben, lässt sich die eigens dafür geschaffene Fertigungskapazität in der Regel nicht umgehend durch die Herstellung anderer Produkte auslasten.

17 siehe auch Kapitel Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, Forschung und Entwicklung sowie weitere Ausführungen zum Ende dieses Risikoberichts unter der Überschrift Chancen

Risiken durch Wettbewerb

Die Industrie der passiven Bauelemente und Systeme ist von einem ausgeprägten Wettbewerb gekennzeichnet, in dessen Rahmen die Preise von Produkten der EAG und ihrer Tochtergesellschaften über ihren Lebenszyklus hinweg in der Regel fallen. Diesbezüglich haben sich im Zuge der Globalisierung die Herausforderungen an das Geschäft mit passiven Bauelementen erhöht: Vor allem Konkurrenten aus Asien, insbesondere aus China, sind inzwischen etabliert und üben auf die Mitbewerber Druck aus, konkurrenzfähige Bauelemente in immer kürzeren Zeiträumen zu entwickeln und zu vermarkten. Dabei besteht bei EAG und TEG das Risiko, dass der Anlauf neuer Produkte unerwartet hohe Kosten verursacht und sich negativ auf die Ertragslage auswirkt.

Diesen Herausforderungen begegnen EAG und TEG mit einer kontinuierlichen Verbesserung von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen hinsichtlich Qualität und Produktivität. Dies führt fallweise zu Verlagerungen ausgewählter Fertigungsprozesse in Länder mit niedrigeren Lohnkosten. Ziel ist, die Kosten laufend zu verringern und gleichzeitig den Kunden den höchstmöglichen Nutzen eigener Technologiekompetenz zu bieten. EAG und TEG investieren daher fortlaufend in die Entwicklung und Vermarktung ihrer Technologien und Produkte.

Kreditrisiken

Den dadurch entstehenden finanziellen Verlust, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, definieren die EAG und ihre Tochtergesellschaften als Kreditrisiko. Kredit- bzw. Ausfallrisiken bestehen in erster Linie in Zusammenhang mit Forderungen aus operativen Lieferungen und Leistungen. Zur Verringerung dieses Risikos hat das Unternehmen für jeden Kunden ein maximales Volumen offener Forderungen festgelegt. Aufgrund dessen sowie aufgrund der breiten Kundenbasis erreicht diese Forderungshöhe bei einzelnen Kunden keine Größenordnung, die im Falle eines Zahlungsausfalls den Bestand der EAG gefährden könnte.

Die aktuelle Höhe der ausstehenden Forderungen wird im Rahmen des TEG Asset Managements für die EAG fortlaufend mit überwacht und etwaige Überfälligkeiten werden durch ein zeitnahes Mahnwesen verfolgt. Ebenso prüft das Unternehmen die Kreditwürdigkeit seiner Kunden und holt dazu unter anderem Bankauskünfte ein.

Das maximale Ausfallrisiko aus operativen Lieferungen und Leistungen entspricht in der Regel dem Buchwert. Trotz des anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfelds haben EAG und TEG, v.a. aufgrund der aktiven Bewirtschaftung, weiterhin keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken stellen das Risiko dar, den eigenen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können. Diese Verpflichtungen ergeben sich unter anderem aus Zins- und Tilgungsleistungen, aus Investitionen, Steuern und anderen Zahlungen aus dem operativen Geschäft.

Die EAG schätzt dieses Risiko als gering ein. Zum Bilanzstichtag am 31. März 2024 verfügte die EAG zum einen über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 543 Millionen EUR, zum anderen über bilaterale Kreditlinien bei verschiedenen Banken. Trotz der bestehenden Nettoliquidität verfolgt das Unternehmen kontinuierlich die an den Finanzmärkten verfügbaren Finanzierungsalternativen einschließlich deren Kosten. Ein wesentliches Ziel dabei ist es, die finanzielle Flexibilität des Unternehmens zu erhalten und unangemessene Refinanzierungskosten und -risiken zu begrenzen.

Zu den Liquiditätsrisiken zählen Devisenverkehrsbeschränkungen, worunter die EAG alle regulierenden Maßnahmen einer ausländischen Regierung zur Einschränkung des Zahlungsverkehrs mit dem Ausland versteht. Die Gesellschaft verfügt aber derzeit über keine nennenswerte Liquidität in Währungen, für die sie Devisenverkehrsbeschränkungen als mögliches Risiko ansieht.

Grundlage des langfristigen Liquiditätsmanagements der EAG ist eine rollierende 3-Jahresplanung, auf deren Basis die Finanzierungsstruktur für die zukünftigen Jahre festgelegt wird. Für das kurzfristige Liquiditätsmanagement wird eine regelmäßige Liquiditätsvorschau sowie eine rollierende Abschätzung des Mittelzu- bzw. -abflusses aus betrieblicher Tätigkeit und Investitionstätigkeit erstellt. Dadurch kann die EAG auf etwaige Veränderungen rechtzeitig reagieren, Refinanzierungsrisiken minimieren und kurzfristig überschüssige Mittel zinsoptimiert anlegen.

Steuerliche Risiken

Eine mögliche mangelhafte Erfüllung steuerlicher Pflichten könnte zu finanziellen Risiken führen. Änderungen der Steuergesetze und deren Auslegungen könnten zu höheren Steueraufwendungen und zu höheren Steuerzahlungen führen. Die zentrale Steuerabteilung der EAG identifiziert und bewertet fortlaufend potenzielle Risiken und hat Richtlinien und Arbeitsprozesse zur Erfüllung steuerlicher Pflichten geschaffen. Jede Business Group verfügt über geschulte Transfer Price Officers, die an die zentrale Steuerabteilung berichten.

Die steuerlichen Anforderungen an die Dokumentation des grenzüberschreitenden Warenverkehrs, von Dienstleistungen und von Verrechnungspreisen erhöhen sich weiterhin. Im kommenden Geschäftsjahr werden erstmals die Vorschriften des OECD Programms gegen die Aushöhlung der Steuerbasis und die Gewinnverlagerung (Base Erosion and Profit Shifting (BEPS) zur globale Mindestbesteuerung ("OECD Pillar Two") anzuwenden sein 18. Daneben sind weltweit Verschärfungen der nationalen Steuergesetzgebungen zu beobachten. Die EAG und ihre Tochtergesellschaften passen ihre Prozesse und Dokumentationen kontinuierlich den steigenden steuerlichen Anforderungen an, um Risiken im Bereich der Steuern frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.

18 Siehe www.OECD.org: Inclusive Framework on BEPS (Base Erosion and Profit Shifting)

Rechtliche Risiken

Die derzeit anhängigen rechtlichen Verfahren begründen keine bestandsgefährdenden Risiken für die EAG. Weitere Angaben zu den rechtlichen Risiken sind im Anhang unter (23) enthalten.

Zinsänderungsrisiken

Die Auswirkung einer Zinsänderung auf die Gewinn- und Verlustrechnung stuft die EAG weiterhin als moderat ein. Zum einen war die EAG zum 31. März 2024 nettoschuldenfrei, zum anderen wird das kurz- bis mittelfristige Zinsänderungsrisiko der EAG an sich als gering eingeschätzt.

Zur Senkung der Zinsänderungsrisiken stellt die Gesellschaft für außereuropäische Tochtergesellschaften entsprechende Cashpooling-Systeme zur Verfügung bzw. nimmt selbst am Cashpooling-System der TDK Europe S.A. teil. Darüber hinaus vergibt die EAG an Tochtergesellschaften interne Darlehen und kann bei Bedarf interne Darlehen von der TDK Europe S.A. aufnehmen.

Die EAG erfasst und kontrolliert ausschließlich liquiditätswirksame Zinsänderungsrisiken. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Darlehen ergibt sich in Abhängigkeit des Zinsniveaus. Dieses Risiko wirkt sich bilanziell allerdings nicht aus, da Darlehensverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Außerdem bestanden im Berichtsjahr weder variabel verzinste Kredite noch standen Kredite zur Refinanzierung an: Somit ergibt sich für die Gesellschaft derzeit kein Zinsänderungsrisiko aus Kreditaufnahmen.

Die EAG bilanziert die leistungsorientierten Pensionspläne in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Handelsgesetzbuchs (HGB). Die dafür angewandten versicherungsmathematischen Methoden erfordern die Bestimmung wesentlicher Annahmen, zu denen unter anderem der Zinssatz für die Abzinsung zählt. Der handelsrechtlich zu verwendende Rechnungszinssatz ist gesetzlich vorgeschrieben. Nach § 253 Absatz 2 HGB sind Pensionsrückstellungen mit einem von der Deutschen Bundesbank ermittelten Rechnungszinssatz abzuzinsen. Eine Herabsetzung dieses Zinssatzes kann zu einer signifikanten Erhöhung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung führen, wohingegen steigende Zinssätze den Barwert signifikant senken können. Die dadurch entstandenen Gewinne oder Verluste werden in der Periode ihrer Entstehung erfolgswirksam erfasst. Die Annahmen zu Ermittlung der Pensionsverpflichtungen können sich aufgrund ändernder Marktbedingungen oder wirtschaftlicher Bedingungen entwickeln und somit zu einem Anstieg oder Rückgang der Verpflichtung führen.

Währungsrisiken

Die internationale Ausrichtung der EAG hat zur Folge, dass vor allem in den Fremdwährungen US-Dollar (USD) und Japanischer Yen (JPY) Zahlungsströme stattfinden. Diese sind Bestandteil des EAG Risikomanagements und werden durch geeignete Instrumente, insbesondere Devisentermingeschäfte, in der Regel über einen Zeitraum von drei Monaten abgesichert. Die abgeschlossenen Sicherungsinstrumente für das operative Geschäft werden nicht gemäß Hedge-Accounting-Vorschriften bilanziert.

Beschaffungsrisiken

Bedingt durch die gegebenen widrigen politischen und logistischen Rahmenbedingungen 19 kann es temporär zu Einschränkungen bei der Verfüg- und Lieferbarkeit von Rohmaterialien kommen. Grundsätzlich gilt: Um Lieferengpässe und Abhängigkeiten bei den wichtigsten Rohmaterialien möglichst zu vermeiden, verfügen die EAG und ihre Tochtergesellschaften in der Regel über alternative Bezugsquellen und arbeiten eng mit Lieferanten zusammen. Darüber hinaus werden Risiken bei der Energieversorgung der Fertigungen durch entsprechende technische Vorsorgemaßnahmen und vertragliche Regelungen mit Lieferanten begrenzt. Weiterhin steigende Marktpreise werden länderspezifisch zu einem größeren Anteil von der jeweiligen Regierung gedeckelt. Das Risiko von unerwarteten Preissteigerungen wird nach Möglichkeit durch längere Vertragslaufzeiten reduziert.

Zudem tragen Innovationen und die Weiterentwicklung von Technologien und Prozessen dazu bei, den Bedarf an kostenintensiven sowie quantitativ und/oder regional beschränkt verfügbaren Rohmaterialien zu verringern. EAG und TEG legen grundsätzlich Wert darauf, bei Bedarf auf alternative Materialien und Versorgungswege ausweichen zu können. Für einige ihrer Produkte allerdings benötigen sie Materialien, die in der geforderten Qualität nur von einer begrenzten Anzahl an Lieferanten bereitgestellt werden können oder auf Rohmaterialien beruhen, für welche es vereinzelt zu Versorgungsengpässen kommen kann. Des Weiteren wird eine Vielzahl der benötigten Rohmaterialien an der Börse gehandelt, wodurch das Unternehmen fallweise mit nicht beeinflussbaren Preiserhöhungen konfrontiert sein kann.

19 siehe oben Gesamtwirtschaftliche Risiken

Produkthaftung und Gewährleistungsansprüche

Die EAG und ihre Tochtergesellschaften haften für die Qualität ihrer Produkte. Trotz der regelmäßig kontrollierten sowie fortlaufend weiterentwickelten Maßnahmen zur Qualitätssicherung verbleibt ein geringes Restrisiko, dass einzelne Produkte fehlerhaft sind. Solche Fehler könnten in den Anwendungen von Kunden Schäden verursachen, also zu Gewährleistungsansprüchen oder zu einer Haftung für Schäden führen, die durch solche fehlerhaften Produkte bei Kunden innerhalb der gesamten nachfolgenden Lieferkette entstanden sind. Gegen diese Risiken sichert sich das Unternehmen mit Hilfe entsprechender Versicherungen ab. Sobald stichhaltige Anhaltspunkte für Haftungsfälle vorliegen, bildet die Gesellschaft Rückstellungen.

Fehlerhafte Produkte könnten außerdem den Vermarktungserfolg und die Reputation von EAG und TEG beeinträchtigen.

Personalrisiken

Der Erfolg der EAG und ihrer Tochtergesellschaften hängt von dem Wissen und der Erfahrung sowie der Motivation, dem Leistungswillen und dem Einsatz ihrer Mitarbeiter 20 ab.

Die Weiterentwicklung einer Unternehmenskultur, in der unternehmerisches Denken und eigenverantwortliches Handeln auf allen Ebenen und in allen Teilen der Organisation gefördert werden und zur Entfaltung kommen sollen, stehen bei der EAG und TEG im Mittelpunkt der Personalführung. Um sich im globalen Wettbewerb behaupten und gegen zunehmende Konkurrenz immer besser durchsetzen zu können, ist das Unternehmen darauf angewiesen, dass sich die Mitarbeiter - und insbesondere die besten und talentiertesten darunter - umfassend einbringen und Spitzenleistungen erbringen.

EAG und TEG steigern die dazu notwendige Bereitschaft ihrer Beschäftigten auch mit Hilfe leistungs- und erfolgsabhängiger Einkommenskomponenten und Entlohnungssysteme. EAG und TEG sind sich dessen bewusst, dass Leistungsträger kurzfristig nur sehr schwer ersetzt werden können. Um aufstrebende Beschäftigte möglichst langfristig zu binden und den Verlust von Kompetenz so gut es geht auszuschließen, zumindest aber schnell kompensieren zu können, betreiben die EAG und die TEG Nachwuchsförderung, gezielte Weiterqualifizierung sowie eine konsequente Nachfolgeplanung. Im Bedarfsfall werden hochqualifizierte und erfahrene Fachleute angeworben.

20 Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird in unserem Lagebericht der Einfachheit halber nur die männliche Form verwendet. Die weibliche Form und Divers sind selbstverständlich immer miteingeschlossen.

Informationstechnische Risiken

Zur Sicherung des internen Datenverkehrs nutzen die EAG und ihre Tochtergesellschaften weltweit ein umfassendes System von Datenleitungen und Netzwerken. Informationstechnische Risiken bestehen darin, dass Netzwerke ausfallen und Daten durch Bedien- und Programmfehler sowie externe Einflüsse - beispielsweise einen unerwünschten Zugriff - missbraucht, gestohlen, verfälscht oder zerstört werden könnten. Diesen Risiken begegnen EAG und TEG durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, den Einsatz von Virenscannern, verhaltensorientierte Firewall-Systeme, Zugangs- und Zugriffskontrollen, regelmäßige Datensicherungen sowie die Nutzung von Backup-Systemen. Die zentralen Rechensysteme sind hochverfügbar ausgelegt, sodass ein Komplettausfall dieser Systeme unwahrscheinlich ist. In dem Bewusstsein, dass auf dem Gebiet der IT-Sicherheit einhundertprozentiger Schutz letztendlich nie erreicht wird, werden in regelmäßigen Abständen externe Tests durchgeführt, um herauszufinden ob Systeme bzw. Netze gegen Angriffe von außen nach dem jeweiligen Stand der Technik abgesichert sind.

Kontrolliert werden diese Maßnahmen fortlaufend von den für die informationstechnische Sicherheit zuständigen Mitarbeitern. Zusätzlich werden sie auch von der Internen Revision überprüft.

Umweltrisiken

Aufgrund des internationalen Geschäfts unterliegen die EAG und ihre Tochtergesellschaften länderspezifischen Umweltgesetzen und -vorschriften, unter anderem zu Luftemission, Grundwasser-Verschmutzung, Abwasserbehandlung, Abfallentsorgung, Gebrauch und Behandlung gefährlicher Substanzen sowie Bodenuntersuchung und -entgiftung. Daraus könnten sich für die EAG Haftungsrisiken aus dem laufenden wie auch Vergangenen Geschäftsbetrieb ergeben.

Im Rahmen des zertifizierten Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 werden die zutreffenden Umweltgesetze und -vorschriften regelmäßig auf ihre Aktualität überprüft und, wenn nötig, Maßnahmen ergriffen, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten. Dazu gehören Abluft- und Abwasserbehandlungsanlagen, die Nutzung Von zertifizierten Abfall-Entsorgern oder auch Vorschriften zum Umgang mit gefährlichen Chemikalien, so dass das Risiko der Nichterfüllung Von gesetzlichen Verpflichtungen minimiert wird.

Die Einhaltung der Vorgaben und die Wirksamkeit der Maßnahmen wird durch regelmäßige Messungen als auch durch interne und externe Audits überprüft.

Zusätzliche künftige Umweltanforderungen könnten es erforderlich machen, die bestehenden hohen Umweltstandards der EAG und der TEG den neuen Verpflichtungen anzupassen. Die Konsequenzen daraus könnten sich etwa in höheren Produktionskosten und in notwendigen Veränderungen der Produktionsprozesse auswirken.

Zusammenfassende Darstellung der Risiken

Zu den größten Herausforderungen für das Risikomanagement der EAG und ihrer Tochterunternehmen zählen Risiken, die durch Konjunktur und wirtschaftliches Umfeld bedingt werden. Beschrieben sind diese Risiken in dem Vorliegenden Lagebericht unter den Zwischenüberschriften Gesamtwirtschaftliche Risiken, Risiken durch schnellen Technologiewandel und steigende Kundenansprüche sowie Risiken durch Wettbewerb.

Die Einschätzung einzelner Risikoausmaße haben sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2024 aufgrund veränderter Rahmenbedingungen und in Folge von Gegenmaßnahmen des Unternehmens gewandelt: Risiken die sich unter anderem aus dem von Russland geführten Krieg gegen die Ukraine, dem Krieg in Israel und im Gazastreifen sowie aus anhaltenden Angriffen auf die Schifffahrt im Roten Meer ergeben und die unter anderem zu gestörten Lieferketten führen können, haben weltweit zugenommen. Da sich jedoch die geopolitischen Risiken des Kriegs in Israel und im Gazastreifen sowie den Angriffen auf die Schifffahrt im Roten Meer nicht direkt auf die TEG auswirken, bleibt das Gesamtrisiko für den Geschäftserfolg der TEG auf Vorjahresniveau. Es wurden in Summe aber keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der EAG gefährden könnten.

Die EAG ist überzeugt, dass sich die Herausforderungen, die sich aus den oben genannten Risiken ergeben, meistern lassen.

Chancen

Die EAG und ihre Tochtergesellschaften gehören seit 2009 zum TDK Konzern, werden dort zusammen mit dem Bauelemente-Geschäft von TDK geführt und treten als TDK Unternehmen auf. Der TDK Konzern profitiert davon, dass sich die Geschäftsaktivitäten von TDK und TEG sowohl im Hinblick auf Technologien und Produkte als auch bezüglich Kunden und Absatzmärkten ergänzen.

Unter dem Dach von TDK ergeben sich zusätzliche Chancen für das Geschäft der EAG und der TEG: Vorhandenes Know-How lässt sich gemeinsam immer besser nutzen, womit sich beispielsweise Produktionsabläufe optimieren und aufeinander abstimmen lassen. 21 Das verbreiterte Produktportfolio stärkt die Präsenz bei Kunden vor Ort und schafft neue Geschäftsmöglichkeiten. Darüber hinaus bieten sich aufgrund der Bündelung von Volumina bei Lieferanten und Logistikpartnern Kostensenkungspotentiale.

Neben den allgemein gültigen Chancen unternehmerischer Tätigkeit ergeben sich für EAG und TEG weiterhin Chancen aus Megatrends wie Digitalisierung, Energiewende, E-Mobilität, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Miniaturisierung sowie Vernetzung, die sich - wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß - in allen Abnehmerbranchen der EAG und TEG auswirken. Voraussetzung dafür ist eine dauerhafte Technologie- und Innovationsführerschaft, die den Konzern in die Lage versetzt, seine Positionen in diesen Branchen nachhaltig zu stärken und weiter auszubauen.

Diesen Zielen dient auch das R&D Center Europe. Davon abgesehen nutzen die F&E-Abteilungen der EAG und TEG sowohl die Technologieorganisation des Mutterkonzerns als auch die daraus resultierenden Synergien und arbeiten in einer ganzen Reihe gemeinsamer F&E-Projekte mit. Überlegene Innovationskraft bei Technologien, Prozessen und Produkten ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Geschäftsentwicklung.

Zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren im globalen Wettbewerb gehört auch die einwandfreie Qualität von Produkten und Dienstleistungen. Insofern bieten die TEG-weit laufende Industrie-4.0-Kampagne sowie die Null-Fehler-Qualitätsoffensive die Chance, Marktpositionen auf den immer qualitätssensibleren Märkten zu festigen und auszubauen.

21 siehe auch Lagebericht, Kapitel Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, Forschung und Entwicklung

AUSBLICK

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hält seine Prognosen für 2024 gegenüber dem Vorjahr, die Weltwirtschaft wird weiterhin in ähnlichem Tempo wie in 2023 wachsen (2024: +3,2%; 2023: +3,2%). Für den Euro-Raum wird auf wesentlich niedrigerem Niveau eine Verdoppelung des Wachstums auf 0,8% (2023: +0,4%) erwartet 22. Auch wenn insbesondere die negativen Auswirkungen des von Russland geführten Kriegs gegen die Ukraine auf die Materialpreise derzeit etwas nachlassen, bleiben die geopolitischen Risiken in 2024 hoch - vor allem aufgrund der neu aufgetretenen Konflikte, wie dem Krieg in Israel und im Gazastreifen sowie die Angriffe auf die Schifffahrt im Roten Meer. Dadurch könnten wirtschaftliche Aktivitäten verlangsamt werden und weltweit neue Engpässe in den globalen Lieferketten entstehen.

Trotz rückläufiger Inflation, bleiben weiterhin Risiken für die globale Wirtschaftsentwicklung bestehen und die Rahmenbedingungen instabil.

22 Quelle: IWF, World Economic Outlook April 2024

Jahresüberschuss trotz sinkender Umsätze

In Anlehnung an die vom IWF prognostizierte Wachstumssteigerung in Europa, geht die EAG ebenso von einer insgesamt leicht positiven Entwicklung des Geschäftsumfelds aus. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die EAG dennoch einen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich, der lediglich auf die Reorganisation der Umsatzströme durch den Verkauf der Unternehmerschaft und der damit verbundenen Umsätze an die TDK Sensors AG & Co. KG zurückzuführen ist. Der für das Geschäftsjahr 2025 erwartete Jahresüberschuss im mittleren zweistelligen Millionenbereich resultiert im Wesentlichen aus einem erwartet höheren Beteiligungsergebnis aus Ausschüttungen sowie den voraussichtlich nicht vorliegenden Belastungen aus Abschreibungen auf Finanzanlagen (Geschäftsjahr 2024: Umsatz: 910 Mio. EUR, Jahresfehlbetrag: minus 21 Mio. EUR).

 

München, den 14. Juni 2024

Dr. Lohwasser

Holzinger

Jahresabschluss AG

Geschäftsjahr 2024

Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 (in Tausend EUR) (Vorjahr für die Zeit vom 1. April 2022 bis 31. März 2023)

Anhang 2024 2023
1. Umsatzerlöse (1) 910.347 1.053.661
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -861.531 -965.115
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 48.816 88.546
4. Forschungs- und Entwicklungskosten -9.345 -12.057
5. Vertriebskosten -67.193 -87.161
6. Allgemeine Verwaltungskosten -20.078 -19.745
7. Sonstige betriebliche Erträge (2) 89.604 110.600
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (3) -111.229 -125.737
9. Beteiligungsergebnis (4) 57.571 56.877
10. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 99 307
11. Zinsergebnis (5) 22.062 3.505
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen (6) -33.993 -40.021
13. Steuern vom Einkommen und Ertrag (8) -3.322 -2.929
14. Ergebnis nach Steuern -27.008 -27.815
15. Sonstige Steuern (7) -47 -51
16. Jahresfehlbetrag -27.055 -27.866
17. Gewinnvortrag 409.829 502.377
18. Bilanzgewinn 382.774 474.511

Bilanz zum 31. März

(in Tausend EUR)

AKTIVA

Anhang 2024 2023
A. Anlagevermögen (9)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.136 25.448
II. Sachanlagen 56.796 51.814
III. Finanzanlagen 489.316 476.222
566.248 553.484
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (10) 11.716 14.709
11.716 14.709
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (11)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.564 2.396
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 807.787 911.716
3. Sonstige Vermögensgegenstände 13.247 12.065
824.598 926.177
III. Flüssige Mittel 685 978
836.999 941.864
C. Rechnungsabgrenzungsposten (12) 6.764 7.242
Summe Aktiva 1.410.011 1.502.590

PASSIVA

Anhang 2024 2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (14) 66.682 66.682
II. Kapitalrücklagen (15) 279.521 279.521
III. Gewinnrücklagen (16)
andere Gewinnrücklagen 187.162 187.162
IV. Bilanzgewinn (17) 382.774 474.511
916.139 1.007.876
B. Rückstellungen (18)
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 304.622 296.957
2. Steuerrückstellungen 8.677 5.301
3. Sonstige Rückstellungen 39.575 14.972
352.874 317.230
C. Verbindlichkeiten (19)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6 -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.814 21.749
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 113.385 141.146
4. Sonstige Verbindlichkeiten 10.793 14.589
140.998 177.484
Summe Passiva 1.410.011 1.502.590

Anhang zum Jahresabschluss 31. März 2024

TDK Electronics AG, München

Handelsregister-Nummer HRB 127250 am Amtsgericht München

Allgemeines

Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt. Es finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften nach § 267 Abs. 3 HGB Anwendung.

Einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung hat TDK Electronics AG (folgend: EAG) zusammengefasst, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen.

Alle Wertangaben erfolgen in Tausend EUR soweit nicht anders angegeben.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Für Erwerbe erfolgt die Abschreibung über die betriebliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren. Kann in Ausnahmefällen die voraussichtliche Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögensgegenstands nicht verlässlich geschätzt werden, werden planmäßige Abschreibungen über einen Zeitraum von zehn Jahren vorgenommen. Sofern erforderlich, wird eine Wertminderung der immateriellen Vermögensgegenstände durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgebildet.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist.

Geschäfts- und Fabrikgebäude werden über 10 bis 50 Jahre, technische Anlagen und Maschinen über 1 bis 15 Jahre, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über 1 bis 10 Jahre abgeschrieben. Ab dem 1. Januar 2008 angeschaffte Sachanlagen werden linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit einem Wert von 250 EUR bis einschließlich 1.000 EUR werden in einem Sammelposten bilanziert und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Nettoeinzelwert von 250 EUR sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Umlaufvermögen

In den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt und mit dem gewogenen Durchschnitt bewertet. In Ausübung des Wahlrechts nach § 268 Abs. 5 HGB werden die erhaltenen Anzahlungen - sofern vorhanden - offen von den Vorräten abgesetzt. Fertige und Unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet; die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Nach denselben Grundsätzen sind die unverrechneten Lieferungen und Leistungen bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Ferner werden Abwertungen, die aus Technik- und Preisrisiken resultieren, vorgenommen.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert, vermindert um notwendige Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Abschreibungen auf Kreditrisiken werden in ausreichendem Umfang vorgenommen.

Die flüssigen Mittel enthalten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten und werden zum Nennwert ausgewiesen.

Rückstellungen

Die EAG hat von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abzuzinsen, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, anstatt die Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen nicht pauschal, sondern einzelvertraglich genau mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abzuzinsen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten ("Richttafeln 2018 G" von Professor Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen sowie die erwartete Auszahlungsoption werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei geht die EAG derzeit von jährlichen Anpassungen von 3,10 Prozent (Vorjahr: 3,20 Prozent) bei den Entgelten und von 2,10 Prozent (Vorjahr: 2,20 Prozent) bei den Renten aus. Das erwartete Renteneintrittsalter wurde mit 64 Jahren (Vorjahr: 64 Jahre) angenommen.

Zusätzlich wird eine Rückstellung für Entgeltumwandlungszusagen gebildet. Die entsprechenden Aktiva werden gemäß § 253 HGB nach dem Niederstwertprinzip bewertet. Aufgrund der angenommenen Bewertungseinheit ist die Rückstellung in gleicher Höhe auszuweisen, wobei die Rückstellung mindestens der Rückstellung der Steuerbilanz zu entsprechen hat.

Verpflichtungen für Pensionen und vergleichbare langfristige Verpflichtungen werden mit Planvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Entsprechend werden auch zugehörige Aufwendungen aus der Abzinsung mit den Erträgen aus dem verrechneten Vermögen netto dargestellt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung tragen. Die Rückstellungen sind zum erwarteten Erfüllungsbetrag unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem laufzeitadäquaten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abzuzinsen, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wurde.

Die Ermittlung der Jubiläumsrückstellungen wurde analog den Pensionsverpflichtungen vorgenommen.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten eine Rückstellung für die geplante Umstrukturierung des Standorts Heidenheim zu einem Kompetenzzentrum für Produkt- und Prozesstechnologie. Die Bewertung dieser Rückstellung beruht auf der Einschätzung der Unternehmensleitung und berücksichtigt die Empfehlungen des rechtlichen Beraters zur Auswahl der betroffenen Mitarbeiter, Beschäftigungsdauer, Kündigungsschutzrechten, Turboprämie und Kappungsgrenzen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Fremdwährungsbewertung

Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgt bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr nach dem Imparitätsprinzip.

Damit werden unrealisierte Kursverluste bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr, die sich bei der Umrechnung mit dem Stichtagskurs ergeben, erfolgswirksam erfasst. Sich ergebende unrealisierte Kursgewinne dürfen jedoch nicht erfolgswirksam erfasst werden.

Unrealisierte Kursgewinne und unrealisierte Kursverluste bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, die sich bei der Umrechnung mit dem Stichtagskurs ergeben, werden erfolgswirksam erfasst.

Latente Steuern

Passive latente Steuern werden angesetzt, wenn davon auszugehen ist, dass sich aus der Summe der Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen für Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten in künftigen Geschäftsjahren eine Steuerbelastung ergibt. Aktive latente Steuerforderungen können angesetzt werden, wenn aus der Umkehr der Differenzen insgesamt eine Steuerentlastung in künftigen Jahren erwartet wird. Passive und aktive latente Steuern werden verrechnet dargestellt. Dabei werden Verlustvorträge insoweit berücksichtigt, als eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet wird.

Des Weiteren werden Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten von Personengesellschaften insoweit einbezogen, als aus deren Umkehrung bei der EAG künftige Steuerbe- und -entlastungen erwartet werden.

Die EAG ist seit dem Berichtsjahr 2021 ertragsteuerliche Organträgerin der TDK Europe GmbH. In der Folge ist das Einkommen der TDK Europe GmbH der EAG zuzurechnen. Künftige Steuerbe- oder -entlastungen aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Buchwerten von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten der TDK Europe GmbH und den jeweils korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen werden daher im Jahresabschluss der EAG berücksichtigt.

Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend den gewerbesteuerlichen Hebesätzen des Organkreises. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer ergibt sich ein Steuersatz von 31,00 Prozent.

Temporäre Differenzen i.S.v. § 274 HGB ergeben sich hauptsächlich bei folgenden Bilanzposten:

Immaterielle Vermögensgegenstände (aktive latente Steuer)

Planvermögen (aktive latente Steuer)

Pensionsrückstellungen (aktive latente Steuer)

Sonstige Rückstellungen (aktive latente Steuer)

Sonstige Verbindlichkeiten (passive latente Steuer)

Darüber hinaus bestehen steuerliche Verlustvorträge bei der EAG.

Da per Saldo ein Überhang aktiver latenter Steuern besteht, wird dieser entsprechend des Wahlrechts von § 274 Abs.1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Umsätze werden bilanziert, wenn sie realisiert oder realisierbar sind. Sie sind unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Zahlung zu berücksichtigen. Als Umsatz sind die Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen nach Abzug von Skonti, Kundenboni, Rabatten und Retouren erfasst.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung gegen Währungsrisiken aus bilanzierten, schwebenden und geplanten Grundgeschäften eingesetzt. Die Sicherungsgeschäfte müssen geeignet sein, um das in den Grundgeschäften liegende Währungsrisiko zu vermindern bzw. zu neutralisieren. In Fremdwährung denominierte Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sowie Flüssige Mittel werden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die zugehörigen derivativen Devisensicherungsgeschäfte werden zum Marktwert jeweils am Bilanzstichtag angesetzt. Schwebende und geplante Grundgeschäfte in Fremdwährung werden nach vorgegebenen Risikolimits abgesichert. Diese Sicherungsgeschäfte werden imparitätisch bewertet, d.h. für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsätze
(in Tausend EUR)
2024 2023
Nach Geschäftssegmenten
Capacitors 246.623 280.214
Inductive Devices 236.048 286.307
Other Passive Components 327.539 395.929
Verrechnungen 100.137 91.211
Gesamt 910.347 1.053.661
Nach Regionen
Deutschland 216.435 240.863
Europa ohne Deutschland 225.296 257.059
Übrige Regionen 368.479 464.528
Verrechnungen 100.137 91.211
Gesamt 910.347 1.053.661

Seit Übertragung der Vertriebsaktivitäten an die TDK Europe GmbH, München, werden die betreffenden Umsätze in Europa an die TDK Europe GmbH fakturiert anstatt direkt an die Endkunden. Die daraus in diesem Geschäftsjahr resultierenden Umsätze in Höhe von 447.722 Tausend EUR (Vorjahr: 503.007 Tausend EUR) werden bei der Aufteilung nach Regionen auf Endkundenbasis dargestellt. In den Umsätzen enthalten sind interne Verrechnungen, die anderen Konzerngesellschaften für Leistungen in den Bereichen Vertrieb, IT sowie Forschung und Entwicklung in Rechnung gestellt wurden. Die Umsätze aus internen Verrechnungen werden ab diesem Berichtsjahr getrennt dargestellt und nicht wie in Vorjahren den Geschäftssegmenten bzw. Regionen zugeschlagen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend dieser geänderten Darstellung angepasst.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 89.604 Tausend EUR (Vorjahr: 110.600 Tausend EUR) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus konzerninternen Leistungsverrechnungen in Höhe von 53.098 Tausend EUR (Vorjahr: 47.556 Tausend EUR) und Währungsgewinne in Höhe von 34.757 Tausend EUR (Vorjahr: 62.129 Tausend EUR). Auch hier enthalten sind aperiodische Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 141 Tausend EUR (Vorjahr: 503 Tausend EUR) und aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 125 Tausend EUR (Vorjahr: 106 Tausend EUR).

(3) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 111.229 Tausend EUR (Vorjahr: 125.737 Tausend EUR) sind im Berichtsjahr im Wesentlichen Währungsverluste in Höhe von 29.132 Tausend EUR (Vorjahr: 69.950 Tausend EUR), Reorganisationsaufwendungen in Höhe von 122 Tausend EUR, Verluste aus Vorsteuer Erstattungen aus Vorjahren in Höhe von 36 Tausend EUR und Verluste aus dem Abgang immaterieller Vermögensgegenständen in Höhe von 3 Tausend EUR. Des Weiteren sind hier Aufwendungen für die geplante Restrukturierung des Standorts Heidenheim in Höhe von 26.500 Tausend EUR enthalten. Im Vorjahr waren hier aperiodische Aufwendungen aus dem Abgang von immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 3.313 Tausend EUR verbucht. Darüber hinaus sind Aufwendungen aus der Weiterverrechnung von verbundenen Unternehmen in Höhe von 55.404 Tausend EUR (Vorjahr: 49.884 Tausend EUR) und aperiodische Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen in Höhe von 7 Tausend EUR (Vorjahr: 57 Tausend EUR) enthalten.

(4) Beteiligungsergebnis

Im Beteiligungsergebnis sind Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen mit 45.821 Tausend EUR (Vorjahr: 44.710 Tausend EUR), Erträge aus Gewinnabführungen mit 19.979 Tausend EUR (Vorjahr: 17.959 Tausend EUR), Aufwendungen aus Verlustübernahmen in Höhe von 8.220 Tausend EUR (Vorjahr: 5.792 Tausend EUR) und Aufwendungen aus dem Abgang von Beteiligungen in Höhe von 9 Tausend EUR enthalten.

(5) Zinsergebnis

(in Tausend EUR) 2024 2023
Zinserträge 28.551 8.981
davon aus verbundenen Unternehmen (28.549) (8.965)
Zinsaufwendungen -1.052 -386
davon an verbundene Unternehmen (-991) (-307)
Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen -5.437 -5.090
Gesamt 22.062 3.505

Im Zinsergebnis sind im Wesentlichen Zinserträge aus verbundenen Unternehmen und Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen erfasst.

(6) Abschreibungen auf Finanzanlagen

Im Berichtsjahr wurden eine Wertberichtigung der Beteiligung an der Tronic's Microsystems SA, (Crolles/ Frankreich) in Höhe von 1.800 Tausend EUR und eine Wertberichtigung der Beteiligung an der TDK Foil Italy S.p.A., (Rozzano, Mailand/Italien) in Höhe von 20.000 Tausend EUR vorgenommen (im Vorjahr wurden diese zwei Beteiligungen jeweils um 27.700 Tausend EUR und 12.321 Tausend EUR wertberichtigt). Außerdem wurde die Beteiligung an der TDK Hungary Components Kft., Szombathely/Ungarn um 12.193 Tausend EUR wertberichtigt.

Bei den Abschreibungen auf Finanzanlagen handelt es sich um Aufwendungen außergewöhnlicher Höhe und/oder Bedeutung nach § 285 Nr. 31 HGB.

(7) Sonstige Steuern

Sonstige Steuern in Höhe von 47 Tausend EUR (Vorjahr: 51 Tausend EUR) beinhalten wie im Vorjahr im Wesentlichen nicht abzugsfähige Umsatzsteuer und Versicherungssteuer.

(8) Ertragsteuern

Der Posten Ertragsteuern in Höhe von 3.322 Tausend EUR (Vorjahr: 2.929 Tausend EUR) beinhaltet inländische Ertragsteuern und ausländische Quellensteuer. Aus dem deutschen sowie den ausländischen Gesetzen nach dem Mindeststeuergesetz ist nach gegenwärtigem Stand kein zusätzlicher Steueraufwand oder Steuerertrag für die TDK Electronics AG zu erwarten.

Erläuterungen zur Bilanz

(9) Anlagevermögen

Die Unterposten des Anlagevermögens, die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Aufstellung des Anteilsbesitzes sind den folgenden Seiten zu entnehmen.

Finanzanlagen

Aufgrund des notariellen Liquidationsbeschlusses vom 24 Juni 2022 wurde die Beteiligung an der TDK Switzerland GmbH, Baden/Schweiz im Geschäftsjahr aufgelöst. Das Stammkapital in Höhe von CHF 19.975 wurde am 18. Oktober vollständig zurückbezahlt.

Mit Vertrag vom 8. Dezember 2020 wurden Geschäftsanteile an der Relyon Plasma GmbH bis zu einem Anteilbesitz von 100% erworben. Der vertraglich vereinbarte Kaufpreis setzt sich aus einem festen Teil und einem variablen Teil zusammen. Die letzte Rate des festen Kaufpreisbestandteils für diese Beteiligung in Höhe von 1.540 Tausend EUR war im Vorjahr als Restverbindlichkeit gegenüber den Verkäufern bilanziert und wurde vertragsgemäß am 07. Dezember 2023 ausbezahlt. Wie in den Vorjahren eingeschätzt, sind die Voraussetzungen für eine Kaufpreisanpassung und für die Auszahlung des variablen Kaufpreisanteils nicht eingetreten.

Am 08. Februar 2024 hat der Vorstand eine Kapitalerhöhung in Höhe von 35.000 Tausend EUR zwecks Reduzierung der Gesamtverschuldung bei der TDK Sensors AG & Co. KG, Berlin, Deutschland beschlossen. Der Betrag wurde vollständig am 23. Februar 2024 geleistet.

Am 07. März 2024 hat der Vorstand eine Kapitalerhöhung in Höhe von 20.000 Tausend EUR zwecks Reduzierung der Gesamtverschuldung bei der TDK Foil Italy S.p.A. Rozzano, Mailand, Italien beschlossen. Der Betrag wurde vollständig am 26. März 2024 geleistet.

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. März 2024, in Tausend EUR

AHK 31.3.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.3.2024 Abschreibungen 31.3.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 74.348 422 0 -402 74.368 48.900
Summe Sachanlagen 74.348 422 0 -402 74.368 48.900
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 4.096 150 88 0 4.334 2.836
Technische Anlagen und Maschinen 64.595 1.385 1.135 -1.815 65.300 32.721
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.711 3.338 418 -1.781 39.686 26.730
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.722 7.603 -1.641 0 13.684 23
Summe 114.124 12.476 0 -3.596 123.004 62.310
Abschreibungen des Geschäftsjahres Umbuchungen Abgänge Abschreibungen 31.3.2024 Buchwert 31.3.2023 Buchwert 31.3.2024
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 5.707 0 -375 54.232 25.448 20.136
Summe Sachanlagen 5.707 0 -375 54.232 25.448 20.136
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 345 0 0 3.181 1.260 1.153
Technische Anlagen und Maschinen 3.725 0 -1.811 34.635 31.874 30.665
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.401 0 -1.762 28.369 10.981 11.317
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 23 7.699 13.661
Summe 7.471 0 -3.573 66.208 51.814 56.796
AHK 31.3.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.3.2024 Abschreibungen 31.3.2023
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 649.889 55.000 0 -8.242 696.647 180.180
Wertpapiere des Anlagevermögens 6.513 329 0 0 6.842 0
Summe 656.402 55.329 0 -8.242 703.489 180.180
Summe Anlagevermögen 844.874 68.227 0 -12.240 900.861 291.390
Abschreibungen des Geschäftsjahres Umbuchungen Abgänge Abschreibungen 31.3.2024 Buchwert 31.3.2023 Buchwert 31.3.2024
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 33.993 0 0 214.173 469.709 482.474
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 6.513 6.842
Summe 33.993 0 0 214.173 476.222 489.316
Summe Anlagevermögen 47.171 0 -3.948 334.613 553.484 566.248

Aufstellung des Anteilsbesitzes der TDK Electronics AG, München, gem. § 285 Nr. 11 HGB zum 31. März 2024 (Angaben Basis IFRS)

Eigenkapital
in Tsd. EUR
Ergebnis
in Tsd. EUR
Kapitalanteil
in Prozent
Tochtergesellschaften Deutschland
TDK Sensors AG & Co. KG, Berlin 28.229 -8.482 100
Herrmann Beteiligungs GmbH, Berlin 67 4 100
Relyon Plasma GmbH, Regensburg 5.718 -274 100
TDK Europe GmbH, München Europa ohne Deutschland 77.782 19.979 * 100
TDK Foil Iceland ehf, Akureyri/Island -27.552 -3.480 100
TDK Foil Italy S.p.A., Rozzano, Mailand/Italien 46.978 -18.949 100
TDK Beteiligungs GmbH, Deutschlandsberg/Österreich 144.808 3.305 100
TDK Lagerbetriebs GmbH, Deutschlandsberg/Österreich 84 44 100
TDK Electronics GmbH & Co. OG, Deutschlandsberg/Österreich 179.212 -1.209 100
TDK Verwaltungs G.m.b.H., Deutschlandsberg/Österreich 154.721 3.343 100
TDK CROATIA d.o.o., Kutina/Kroatien 10.895 1.826 100
TDK Electronics s.r.o., Sumperk/Tschechien 44.150 -4.240 100
TDK Hungary Components Kft., Szombathely/Ungarn -13.147 -29.341 100
TDK Electronics Components S.A.U., Málaga/Spanien 8.311 -1.420 100
Tronic's Microsystems SA, Crolles/ Frankreich 4.726 -27.345 87,34
TDK (Shanghai) Investment Ltd., Shanghai/China 284.897 75.461 100
TDK (Shanghai), Electronics Ltd., Shanghai/China 24.388 2.030 100
TDK (Xiamen) Electronics Co., Ltd., Xiamen/China 30.658 4.491 60
TDK (Xiaogan) Co., Ltd., Xiaogan/China 4.916 2.299 76
TDK (Zhuhai) Co., Ltd., Zhuhai/China 56.075 23.268 100
TDK (Zhuhai FTZ) Co., Ltd., Zhuhai/China 79.872 38.933 100
TDK Electronics Hong Kong Limited, Hong Kong/China 5.424 3.020 100
TDK India Private Limited, Kalyani/Indien 67.960 5.181 100
PT TDK ELECTRONICS INDONESIA, Batam/Indonesien 30.079 1.821 100
EPCOS RDC SDN. BHD., Johor Bahru/Malaysia 544 -38 100
TDK Electronics (Malaysia) SDN. BHD., Johor Bahru/Malaysia 12.776 817 100
TDK COMPONENTS PTE. LTD., Singapur 10.319 2.498 100
TDK Components Taiwan Co., Ltd., Taipei/Taiwan 629 42 100
Tochtergesellschaften Amerika
TDK Electronics Inc., Woodbridge, New Jersey/USA 54.728 5.741 100
TDK Electronics do Brasil Ltda., Gravataí/Brasilien 65.550 6.745 100
Tronics MEMS Inc., Dallas/USA -3.784 32.055 82,16

* Angabe nach HGB vor Ergebnisabführung

(10) Vorräte

zum 31. März
(in Tausend EUR)
2024 2023
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.571 2.776
Unfertige Erzeugnisse 839 890
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.733 11.015
Unverrechnete Lieferungen und Leistungen 1.573 28
Gesamt 11.716 14.709

(11) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen sich wie folgt dar (Laufzeit wie im Vorjahr von unter einem Jahr):

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

zum 31. März
(in Tausend EUR)
2024 2023
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 154.554 198.554
Kurzfristige Finanzforderungen 653.233 713.162
Gesamt 807.787 911.716

Die in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthaltenen Forderungen aus Lieferung und Leistungen umfassen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 1.588 Tausend EUR (Vorjahr: 2.919 Tausend EUR).

Die kurzfristigen Finanzforderungen beinhalten hauptsächlich Darlehen an die TDK Europe S.A. in Höhe von 542.024 Tausend EUR (Vorjahr: 598.481 Tausend EUR), Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 51.849 Tausend EUR (Vorjahr 57.229 Tausend EUR) und eine Forderung aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der TDK Europe GmbH in Höhe von 19.979 Tausend EUR (Vorjahr 17.959 Tausend EUR).

Des Weiteren sind Forderungen aus dem Cash Pooling in Höhe von 39.257 Tausend EUR (Vorjahr 39.401 Tausend EUR) gegen die TDK Europe S.A. enthalten, die die Cash Pool Zentralstelle des TDK Konzerns in Europa ist.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 13.247 Tausend EUR (Vorjahr: 12.065 Tausend EUR) haben eine Laufzeit von unter einem Jahr und enthalten hauptsächlich eine Steuerforderung in Höhe von 11.306 Tausend EUR (Vorjahr: 10.159 Tausend EUR).

(12) Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Lizenzabgrenzungen in Höhe von 5.308 Tausend EUR (Vorjahr: 7.063 Tausend EUR).

(13) Derivative Finanzinstrumente

Im Rahmen des Risikomanagements des Unternehmens wird eine Reihe von derivativen Finanzinstrumenten eingesetzt, um Risiken, die hauptsächlich aus Wechselkursschwankungen resultieren, zu begrenzen. Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Übersicht der zum 31. März bestehenden derivativen Finanzinstrumente. Korrespondierende Geschäfte mit verbundenen Unternehmen sind nicht enthalten.

Derivative Finanzinstrumente

zum 31. März
(in Tausend EUR)
Nominalvolumen Marktwert
2024 2023 2024 2023
Währungsderivate 160.634 215.085 -660 4.545

Die Nominalbeträge der derivativen Finanzgeschäfte übersteigen nicht die Kauf- oder Verkaufsbeträge bzw. die Kontraktwerte der gesicherten Grundgeschäfte.

Als Marktwert eines Finanzinstruments gilt der Betrag, der zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragspersonen unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann. Bei der Bestimmung des Marktwerts eines derivativen Finanzinstruments bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften (z.B. schwebende Geschäfte und antizipierte Transaktionen) unberücksichtigt.

Im Einzelnen bestimmt sich der Marktwert für die unterschiedlichen Derivate wie folgt:

Währungsderivate Der Marktwert von Devisentermingeschäften und Devisenoptionen bestimmt sich in Abhängigkeit von Devisenterminkursen.

Die Vertragspartner des Unternehmens bei derivativen Finanzinstrumenten sind Banken erstklassiger Bonität.

In den folgenden Bilanzposten sind die nach handelsrechtlichen Vorschriften bilanzierungsfähigen derivativen Finanzinstrumente mit den angegebenen Buchwerten erfasst:

Sonstige Rückstellungen

zum 31. März
(in Tausend EUR)
2024 2023
Derivative Finanzinstrumente 1.376 3.138

(14) Gezeichnetes Kapital

(1) Grundkapital

Die Gesellschaft verfügt zum 31. März 2024 über ein Grundkapital von 66.682.270 EUR, eingeteilt in 66.682.270 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1 EUR je Stück.

(2) Bedingtes Kapital

Die Gesellschaft verfügt zum 31. März 2024 bzw. 31. März 2023 über kein Bedingtes Kapital.

(15) Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklagen enthalten im Wesentlichen Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien der EAG.

(16) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

(17) Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:

Bilanzgewinn

zum 31. März
(in Tausend EUR)
2024 2023
Gewinnvortrag 1. April 474.511 539.719
Dividende 64.682 37.342
Jahresfehlbetrag 27.055 27.866
Bilanzgewinn 382.774 474.511

Aufsichtsrat und Vorstand beabsichtigen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, von dem zum 31. März 2024 ausgewiesenen Bilanzgewinn von TDK Electronics in Höhe von 382.773.942,43 EUR eine Dividende von 32.007.490,00 EUR auszuschütten und den Restbetrag in Höhe von 350.766.452,43 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

(18) Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren zum 31. März 2024 von 1,83 Prozent (Vorjahr: 1,79 Prozent) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren zum 31. März 2024 von 1,80 Prozent (Vorjahr: 1,50 Prozent) ist nach § 253 HGB in jedem Geschäftsjahr zu ermitteln und beträgt zum 31. März 2024 1.252 Tausend EUR (Vorjahr: 12.260 Tausend EUR). Dieser Betrag unterliegt nach § 253 HGB einer grundsätzlichen Ausschüttungssperre, die jedoch durch die bestehenden frei verfügbaren Rücklagen und den Bilanzgewinn entsperrt wird.

Verpflichtung, Vermögen und Rückstellung aus Pensionsverpflichtungen

zum 31. März
(in Tausend EUR)
2024 2023
1. Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 322.420 310.341
2. Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -17.798 -13.384
3. Nettopensionsverpflichtung (= Verpflichtung minus Planvermögen) 304.622 296.957

Das Planvermögen dient ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionen; es ist dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen.

Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens entsprechen dem Zeitwert. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Anlagen in unterschiedlichen Fondswerten mit niedriger bis mittlerer Risikoeinstufung.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen wurden im Berichtsjahr Aufwendungen für die geplante Restrukturierung des Standorts Heidenheim in Höhe von 26.500 Tausend EUR verbucht. Des Weiteren umfasst diese Position Vorsorgen im sonstigen Personalbereich in Höhe von 7.031 Tausend EUR (Vorjahr: 7.194 Tausend EUR). Davon entfällt ein Anteil in Höhe von 775 Tausend EUR (Vorjahr: 1.069 Tausend EUR) auf die Rückstellung für Altersteilzeit.

Die Verpflichtungen im sonstigen Personalbereich wurden mit Vermögenswerten im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wie folgt verrechnet:

Verpflichtung, Vermögen und Rückstellung aus Altersteilzeit

zum 31. März
(in Tausend EUR)
2024 2023
1. Rückstellung für Altersteilzeit 3.234 3.435
2. Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -2.459 -2.366
3. Nettoverpflichtung (= Verpflichtung minus Planvermögen) 775 1.069

Das Planvermögen dient ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Arbeitszeitguthaben; es ist dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen.

Die Anschaffungskosten des Planvermögens entsprechen dem Zeitwert. Die verrechneten Aufwendungen und Erträge sind unwesentlich. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Anlagen in unterschiedlichen Fondswerten mit niedriger Risikoeinstufung.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten ferner Rückstellungen für derivative Finanzinstrumente in Höhe von 1.376 Tausend EUR (Vorjahr: 3.138 Tausend EUR) und Jubiläumsrückstellungen in Höhe von 1.029 Tausend EUR (Vorjahr: 1.108 Tausend EUR).

(19) Verbindlichkeiten zum 31. März (in Tausend EUR)

Die Restlaufzeiten gliedern sich wie folgt:

2024
Gesamt bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6 6 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.814 16.814 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 113.385 113.385 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 10.793 10.793 0 0
Gesamt 140.998 140.998 0 0
2023
Gesamt bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.749 20.068 1.674 7
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 141.146 141.146 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 14.589 14.589 0 0
Gesamt 177.484 175.803 1.674 7

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 25.474 Tausend EUR (Vorjahr: 32.032 Tausend EUR) gegenüber Gesellschaften des TDK Electronics Konzerns und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 87.912 Tausend EUR (Vorjahr: 108.524 Tausend EUR) davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von 1.388 Tausend EUR (Vorjahr: 1.860 Tausend EUR).

Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Personalverbindlichkeiten aus variablen Einkommen und Erfolgsbeteiligungen in Höhe von 4.422 Tausend EUR (Vorjahr: 5.885 Tausend EUR), Steuerschulden in Höhe von 1.755 Tausend EUR (Vorjahr: 1.802 Tausend EUR) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 421 Tausend EUR (Vorjahr: 391 Tausend EUR). Mit Ausnahme von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten betreffend Lieferverbindlichkeiten bestehen keine Besicherungen.

Sonstige Angaben

(20) Materialaufwand

(in Tausend EUR) 2024 2023
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 687.519 786.473
Aufwendungen für bezogene Leistungen 44.737 47.383
Gesamt 732.256 833.856

(21) Personalaufwand

(in Tausend EUR) 2024 2023
Löhne und Gehälter 91.155 88.683
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 13.724 13.078
Aufwendungen für Altersversorgung 19.241 30.579
Gesamt 124.120 132.340

Die Aufwendungen für Altersversorgung sind um den regulären Zinsanteil der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 5.437 Tausend EUR (Vorjahr: 5.090 Tausend EUR) gekürzt. Dieser Betrag wird als Aufwand im Zinsergebnis ausgewiesen.

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 942 Mitarbeiter in folgenden Funktionen beschäftigt:

Personalstruktur 2024 2023
Produktion 510 539
Vertrieb 140 132
Forschung und Entwicklung 145 136
Verwaltung und allgemeine Dienste 147 137
Gesamt 942 944

(22) Organe der Gesellschaft und deren Vergütung

1. Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2024

(Stichtag: 31. März 2024)

Joachim Zichlarz Vorsitzender;
Diplom-Betriebswirt
Ehemaliges Mitglied des Vorstands der TDK Electronics AG
Dr. Werner Faber Ehemaliges Mitglied des Vorstands der TDK Electronics AG
(bis 30.08.2023)
Andreas Keller Senior Vice President, Chief People & Sustainability Officer,
General Manager Human Resources HQ der TDK Corporation,
Japan, Geschäftsführer und President der TDK Management Services GmbH
Gerhard Müller Stellvertreter des Vorsitzenden; Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Taro Ikushima Chief Executive Officer der Electronic Components Business
(ab 30.08.2023) Company und Corporate Officer der TDK Corporation, Japan
Marion Beylschmidt Betriebsratsvorsitzende der Betriebsstätte Heidenheim der TDK Electronics AG
Claus Ryschawy Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der TDK Electronics AG;
stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats des Gemeinschaftsbetriebes
TDK Electronics AG, TDK Europe GmbH und TDK Management Services GmbH;
Vorsitzender des Europäischen Betriebsrats des TDK Electronics AG Konzerns.

2. Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2024

(Stichtag 31. März 2024)

Dr. Werner Lohwasser Vorsitzender des Vorstands, Chief Executive Officer (CEO) und Chief Operating Officer (COO), Business Groups Capacitors (CAP), Magnetics (MAG), Piezo and Protection Devices (PPD), Temperature and Pressure Sensors (TPS), Technologie und Qualität (TQ), Process Innovation Center (PIC), European R&D Center Europe (R&D CE), Corporate TEG Industry 4.0 (i4.0), seit 01.07.2023: Corporate Communications (CC).
Jürgen Holzinger Chief Financial Officer (CFO) und Chief Export Representative, Business Administration (BA), Corporate Human Resources (CHR), Legal and Compliance (LD/CO), Information Technology (IT), Internal Audit (IA), Corporate Strategic Planning (CSP), Export Control (EC), seit 01.07.2023: Sales (S).
Joachim Thiele (bis 30.06.2023) Chief Sales Officer (CSO); Sales (S) und Corporate Communications (CC)

3. Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütungen für den Aufsichtsrat betrugen im Berichtszeitraum insgesamt 161 Tausend EUR (Vorjahr: 172 Tausend EUR).

4. Vergütung des Vorstands

a. Gesamtbezüge

Die Gesamtbezüge der drei Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2024 (seit 1. Juli 2023 zwei Vorstandsmitglieder) betrugen 1.042 Tausend EUR (Vorjahr: 1.642 Tausend EUR). Davon entfielen 725 Tausend EUR (Vorjahr: 960 Tausend EUR) auf erfolgsunabhängige Vergütungsbestandteile und 317 Tausend EUR (Vorjahr: 682 Tausend EUR) auf erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile.

Die Beträge sind dem Geschäftsjahr zugeordnet, für das die variable Vergütungskomponente gezahlt wird. Die tatsächliche Auszahlung erfolgt im Juni des folgenden Geschäftsjahres.

b. Ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen

An ausgeschiedene Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 Bezüge in Höhe von insgesamt 824 Tausend EUR (Vorjahr: 600 Tausend EUR) gezahlt. Darüber hinaus gehende Ansprüche wurden entweder von der Siemens AG, München erfüllt oder sind bereits abgewickelt. Die Rückstellungen für Pensionsansprüche dieses Personenkreises betrugen zum 31. März 2024 nach HGB insgesamt 28.506 Tausend EUR und zum 31. März 2023 beliefen sie sich auf 24.552 Tausend EUR.

c. Sonstiges

Den Vorstandsmitgliedern wurden weder Vorschüsse oder Kredite gewährt, noch wurden für sie Haftungsverhältnisse eingegangen.

(23) Haftungsverhältnisse

Die TDK Electronics ist Verpflichtungen aus Konzerngarantien in Höhe von 58.032 Tausend EUR (Vorjahr: 37.640 Tausend EUR) sowie eine Patronatserklärung in Höhe von 232 Tausend EUR zugunsten der Steiermärkische Bank und Sparkassen (Vorjahr: 221 Tausend EUR) eingegangen. Die Konzern-Garantien sind zu Gunsten von Banken zur Besicherung lokaler Kreditlinien (34.500 Tausend EUR zugunsten der Deutsche Bank Indien, 2.312 Tausend EUR zugunsten der Deutsche Bank Indonesien und 686 Tausend EUR zugunsten der Deutsche Bank Singapur) bzw. zugunsten von Lieferanten. In dieser letzten Kategorie sind Garantien für die Tochtergesellschaften TDK Foil Italy S.p.A., Mailand/ Italien, (150 Tausend EUR), TDK (Zhuhai FTZ) Co., Ltd., Zhuhai/China (131 Tausend EUR) und TDK Electronics do Brasil Ltda., Gravataí/Brasilien (45 Tausend EUR).

Ferner wurde eine Zahlungsgarantie zugunsten vom Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Handel in Budapest für die Tochtergesellschaft TDK Hungary Components Kft., Szombathely/Ungarn (20.209 Tausend EUR) ausgestellt.

Auf Basis der derzeitigen Liquiditätssituation und Planung der Konzerngesellschaften wird keine Inanspruchnahme der abgegebenen Garantien bzw. Patronatserklärungen in absehbarer Zukunft erwartet.

Des Weiteren ist die TDK Electronics Verpflichtungen aus betraglich unbestimmten Patronatserklärungen gegenüber verschiedenen Tochtergesellschaften eingegangen, im Wesentlichen, um künftige Investitionsvorhaben oder mögliche operative Finanzierungsbedarfe sicherzustellen. Haftungsverhältnisse werden nach sorgfältiger Abwägung der Risiken sowie grundsätzlich nur im Zusammenhang mit der eigenen und der Geschäftstätigkeit von verbundenen Unternehmen eingegangen. Die Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse wird kontinuierlich evaluiert und berücksichtigt die bis zum Aufstellungszeitpunkt erlangten Erkenntnisse.

Auf der Basis erwarten wir aus diesen Verpflichtungserklärungen im nachfolgenden Geschäftsjahr mögliche Inanspruchnahmen von bis zu 12.800 Tausend EUR, die über die Ausreichung von Konzerndarlehen an die jeweiligen Tochtergesellschaften erfüllt werden.

Als direkte bzw. indirekte Gesellschafterin der TDK Sensors AG & Co. KG, Berlin und der TDK Electronics GmbH & Co. OG, Deutschlandsberg/ Österreich haftet die EAG gesamtschuldnerisch und unbeschränkt.

Es bestehen weiterhin generelle Risiken aus der allgemeinen Geschäftstätigkeit, die nachfolgend kurz erläutert werden:

Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften sind im Hinblick auf verschiedene Streitgegenstände und Angelegenheiten Partei in einigen Rechtsstreitigkeiten und Verfahren. Nach Meinung des Vorstands, der sich dabei auf Aussagen der Rechtsberater der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften stützt, werden diese Rechtsstreitigkeiten und Verfahren allerdings selbst für den Fall ihres negativen Ausgangs keine wesentlichen Auswirkungen auf die finanzielle Situation oder das Ergebnis der Gesellschaft haben.

Die Gesellschaft unterliegt in jedem für ihre Betriebstätigkeit relevanten Rechtssystem einer Vielzahl von Umweltschutzbestimmungen, die z.B. Emissionen, Abwasserentsorgung und Lagerung von gefährlichen Materialien und Abfällen regeln. Diese Vorschriften werden auch für die zukünftige Geschäftstätigkeit des Unternehmens eine bedeutende Rolle spielen.

Unabhängig davon ist allerdings nicht auszuschließen, dass es in Zukunft Fälle geben könnte, in denen die Gesellschaft im Zusammenhang mit Umweltschutzbestimmungen Auflagen zu erfüllen hat, in die Haftung genommen wird oder Straf- oder Bußgeldern unterliegt. Ebenfalls ist nicht auszuschließen, dass zukünftige Novellierungen in Umweltgesetzgebungen die Gesellschaft zu substanziellen finanziellen Aufwendungen zwingen, die erhebliche negative Auswirkungen auf die finanzielle Lage bzw. das Ergebnis der Gesellschaft haben könnten.

(24) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Bestellobligo

Die Gesellschaft hat aus Bestellungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Dienstleistungen Verpflichtungen in Höhe von 25,7 Millionen EUR (Vorjahr: 27,4 Millionen EUR). Ferner bestehen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 3,8 Millionen EUR (Vorjahr: 11,5 Millionen EUR).

Konsignationslager

Die Gesellschaft hat mit verschiedenen Lieferanten Verträge über Konsignationslagerentnahmen abgeschlossen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Vorräte in Höhe von ca. 4,5 Millionen EUR (Vorjahr: ca. 5,6 Millionen EUR) über Konsignationslager erworben. Die Gründe für die Schaffung von Konsignationslagern waren unter anderem die Senkung des Vorratsbestands und die Erhöhung der Verfügbarkeit. Durch die Abrechnung nach Entnahme verringert sich die Kapitalbindung. Eine gleichbleibende Qualität der Produkte ist aufgrund gleicher Lieferanten gesichert. Ein Risiko besteht in der Lieferantenbindung.

Leasing

Am Bilanzstichtag bestehen Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasing-Verträgen in Höhe von 30.649 Tausend EUR (Vorjahr: 24.446 Tausend EUR).

Die bilanzielle Behandlung von Leasing-Transaktionen (Leasing-Verhältnisse) hängt davon ab, ob der jeweilige Geschäftsvorfall als Finanzierungs-Leasing oder als Operating-Leasing klassifiziert wird. Ein Leasing-Verhältnis wird dann als Finanzierungs-Leasing klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer übertragen werden. Die im Rahmen von Finanzierungs-Leasing gemieteten Vermögensgegenstände aktiviert die Gesellschaft und weist eine korrespondierende Verpflichtung aus. Nutzt die Gesellschaft Vermögensgegenstände im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen, werden die entsprechenden Leasing-Zahlungen linear über die Laufzeit in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Operating-Leasing:

Derzeit least die Gesellschaft diverse Einrichtungen für Fertigung, Geschäftsführung und Verwaltung sowie verschiedene Ausrüstungsgegenstände unter Operating-Leasing-Verträgen. Die Summe der zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen stellt sich wie folgt dar:

Zukünftige Mindestzahlungen

Zum 31. März
(in Tausend EUR)
Operating-Leasing-Verhältnisse
2024 2023
Bis zu einem Jahr 5.666 5.535
Zwischen einem und fünf Jahren 19.158 15.408
Länger als fünf Jahre 5.825 3.503
Gesamt 30.649 24.446

In dem zum 31. März 2024 endenden Geschäftsjahr sind Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen in Höhe von 5.810 Tausend EUR (Vorjahr: 5.491 Tausend EUR) erfolgswirksam erfasst worden.

(25) Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

TDK Corporation und verbundene Unternehmen

Mit Wirkung zum 21. Juni 2021 hält die TDK Corporation, Tokio/Japan, direkt 100 Prozent der Anteile an der EAG.

Aktionär Aktienbestand Anteil am Grundkapital
TDK Corporation, Japan 66.682.270 100 %
Summe 66.682.270 100 %

(26) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten.

(27) Abschlussprüferhonorar

Für Dienstleistungen des Abschlussprüfers EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Deutschland, für die Geschäftsjahre 2024 bzw. 2023 als Aufwand berechnete Honorare in Deutschland beliefen sich auf:

Art der Honorare

für die am 31. März endenden Geschäftsjahre
(in Tausend EUR)
2024 2023
Abschlussprüfungen 847 775
Andere Bestätigungsleistungen 11 11
Gesamt 858 786

(28) Konzernverhältnisse

Die EAG und ihre Tochterunternehmen werden in den nach IFRS-Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Konzernabschluss der TDK Corporation, Tokio/Japan, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist auf der Homepage der TDK Corporation verfügbar.

Der Konzernabschluss der TDK Corporation wird als befreiender Konzernabschluss gemäß § 292 HGB für die Verpflichtung der Gesellschaft einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen genutzt. Wesentliche abweichende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden des Konzernabschlusses der TDK Corporation liegen in der Bewertung der Pensionsrückstellung und in der nur außerplanmäßigen Abschreibung eines Geschäfts- oder Firmenwertes. Weiterhin ergeben sich Unterschiede hinsichtlich des Zeitpunkts der Umsatzrealisierung und der Aktivierung von Nutzungsrechten aus Miet- und Leasingverträgen und der Passivierung der entsprechenden Verpflichtungen aus diesen Verträgen.

 

München, den 14. Juni 2024

Dr. Lohwasser

Holzinger

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die TDK Electronics AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TDK Electronics AG, München, - bestehend aus der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und der Bilanz zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TDK Electronics AG für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Die in Abschnitt "Allgemeines" unter "Frauenquote in Aufsichtsrat und Vorstand" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt "Allgemeines" unter "Frauenquote in Aufsichtsrat und Vorstand" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 der TDK Electronics AG, München, erstatten wir in Übereinstimmung mit § 321 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf (IDW PS 450 n. F. (10.2021)).

 

München, den 18. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bostedt, Wirtschaftsprüfer

Westermeier, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrter Aktionär,

die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 war geprägt von einem schwierigen Marktumfeld und einer unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung, welche durch hohe Inflationsraten und erhöhte geopolitische Risiken belastet ist. Über fast alle Branchen und Regionen hinweg ist die Nachfrage nach elektronischen Bauteilen im Laufe des Geschäftsjahres 2023/2024 eingebrochen. Im Wesentlichen dadurch bedingt hat TDK Electronics im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zu verzeichnen. Darüber hinaus hat das Unternehmen inflationsbedingt höhere Kosten, die entsprechend das Ergebnis belasten. Trotz dieses herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds hat sich TDK Electronics über den Berichtszeitraum hinweg gut geschlagen.

Sitzungen des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand im abgelaufenen Geschäftsjahr regelmäßig, zeitnah und ausführlich über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Gesellschaft, über deren Risikolage und Risikomanagement sowie über alle wesentlichen Vorhaben und Planungen mündlich und schriftlich informiert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von Plänen und Zielvorgaben wurden zwischen den beiden Gremien umfassend diskutiert und beraten. Alle zustimmungsbedürftigen Angelegenheiten wurden dem Aufsichtsrat vom Vorstand vorgelegt. Daneben standen die Vorstandsmitglieder mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden sowohl in regelmäßigen Sitzungen als auch häufig auf bilateraler Basis in Kontakt, um mit ihm wesentliche Pläne, anstehende Entscheidungen und wichtige Vorkommnisse zu besprechen. Auf dieser Grundlage hat der Aufsichtsrat die Führung der Geschäfte des Unternehmens sorgfältig überwacht und ist seinen Beratungsaufgaben nachgekommen.

Im Berichtszeitraum fanden vier ordentliche Sitzungen und eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats statt. Kernthemen der ordentlichen Sitzungen waren die Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2022/2023, die Verabschiedung von Budget und Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2023/2024 sowie die stetige Überwachung der Quartalskennzahlen und des Geschäftsverlaufs des Unternehmens. Die außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats wurde im unmittelbaren Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung vom 30. August 2023 einberufen und diente der Neukonstituierung des Aufsichtsrats.

Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtszeitraum vier Mal. Den Schwerpunkt der Arbeit des Ausschusses bildeten dabei regelmäßig die Prüfung der Quartalskennzahlen des Konzerns sowie die Vorbereitung der Verabschiedung des Jahresabschlusses der TDK Electronics AG durch den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2022/2023. Außerdem überwachte der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und legte dessen Prüfungsschwerpunkte fest. Daneben standen die Vorbereitung des Zustimmungsbeschlusses des Aufsichtsrats zur Budget- und Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2023/2024 und wie immer die Erörterung der Prüfungspläne der internen Unternehmensrevision im Berichtszeitraum auf den Tagesordnungen des Ausschusses.

Interessenskonflikte in der Person einzelner Mitglieder des Aufsichtsrats oder des Prüfungsausschusses sind im Berichtszeitraum nicht aufgetreten.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Zum Ende des ersten Quartals des abgelaufenen Geschäftsjahres 2023/2024 ist Herr Joachim Thiele aus dem Vorstand ausgeschieden. Die Vorstandsressorts von Herrn Thiele wurden von Herrn Dr. Lohwasser (Corporate Communication) und Herrn Holzinger (Sales) übernommen. Bei den Aktionärsvertretern im Aufsichtsrat gab es im Berichtszeitraum Änderungen.

Mit Ende der ordentlichen Hauptversammlung am 30. August 2023 endeten die Aufsichtsratsmandate der Herren Dr. Werner Faber, Andreas Keller, Gerhard Müller und Joachim Zichlarz. Die ordentliche Hauptversammlung wählte mit Wirkung ab Ende der Hauptversammlung die Herren Taro Ikushima, Andreas Keller, Gerhard Müller und Joachim Zichlarz als Aktionärsvertreter in den Aufsichtsrat. Herr Dr. Werner Faber ist auf eigenen Wunsch aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Herrn Dr. Faber für seinen großen, nachhaltigen Einsatz und seine herausragenden Verdienste für das Unternehmen.

In der unmittelbar im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung abgehaltenen Aufsichtsratssitzung wurde Herr Joachim Zichlarz zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt, Herr Gerhard Müller zum stellvertretenden Vorsitzenden.

Frau Marion Beylschmidt und Herr Claus Ryschawy vertreten die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat der Gesellschaft.

Jahresabschluss und Abhängigkeitsbericht

Der für das Geschäftsjahr 2023/2024 zum 31. März 2024 aufgestellte Jahresabschluss der TDK Electronics AG wurde, ebenso wie der Lagebericht der TDK Electronics AG, von EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft. Ernst & Young hat allen vorgenannten Unterlagen den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der vom Vorstand vorgelegte Bericht über die Beziehungen der TDK Electronics AG zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) für den Zeitraum vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und der Aufsichtsrat haben den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Abhängigkeitsbericht auch selbst geprüft. Der vorgenannte Abschluss einschließlich Lagebericht und Abhängigkeitsbericht sowie der Bericht von Ernst & Young über deren Prüfung wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf übermittelt. Sowohl in der Sitzung des Prüfungsausschusses vom 09. Oktober 2024 als auch in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom selben Tage wurden diese Unterlagen jeweils in Anwesenheit und unter Einbeziehung des Abschlussprüfers erörtert. Der Abschlussprüfer erstattete dabei über seine Abschlussprüfung und die Prüfung des Abhängigkeitsberichts sowie deren wesentliche Ergebnisse Bericht und führte im Rahmen dessen auch aus, dass dabei keine bedeutsamen Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, festgestellt wurden.

Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat hatten gegen die ihnen vorgelegten Unterlagen keine Einwendungen und stimmten dem Ergebnis der Abschlussprüfung und dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts zu. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts sind keine Einwände gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben.

Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat haben auch den Vorschlag des Vorstands geprüft, von dem zum 31. März 2024 ausgewiesenen Bilanzgewinn der TDK Electronics AG in Höhe von € 382.773.942,43 eine Dividende in Höhe von € 32.007.490,00 auszuschütten und den Restbetrag in Höhe von € 350.766.452,43 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Aufsichtsrat stimmt diesem Vorschlag zu.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeitern, den Betriebsräten und dem Vorstand für die geleistete Arbeit.

 

München, im Oktober 2024

Joachim Zichlarz, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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