Master Data

Registry
Register court Freiburg HRB 602992
Previous
hansatronic GmbH
Registered
5/10/2005
Industry
Processing and finishing of plastic productsManufacture of power-driven hand toolsManufacture of builders’ ware of plastic
Purpose
Gegenstand geändert; nun: Die Herstellung und der Vertrieb von Formen, Werkzeugen, Spritzguss- und Stanz- sowie Hybridteilen, von Gegenständen der Feinwerktechnik sowie der Handel mit entsprechenden Roh- und Werkstoffen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Ralf Scherzinger
since 10/28/2025
Managing Director
Dirk Wehrle
since 1/19/2021
Procura
Hans-Georg Huonker
since 12/1/2006
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€500,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Huonker GmbH

Villingen-Schwenningen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Das Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Huonker GmbH, gegründet 1970 in Villingen-Schwenningen, fertigt qualitativ hochwertige und anspruchsvolle elektromechanische Bauteile sowie komplette Baugruppen aus Kunststoff- und Metallverbindungen und ist hier als Spezialist im Markt bekannt. Die Produktpalette spricht vor allem Kunden aus den Bereichen Automotive, Energie- und Elektrotechnik, Medizintechnik und Maschinenbau an. In erster Linie kommen die Kunden aufgrund der hohen Problemlösungskompetenz zur Huonker GmbH.

2. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,12 Billionen Euro. Der Anstieg liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht. Das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent. Die hohe Inflation und die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche führten zur geringeren ökonomischen Regeneration im Jahr 2022 und zu einer Rezession im Jahr 2023.1

Der Umsatz der deutschen kunststoffverarbeitenden Industrie ging im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um fast 6 % auf 72,5 Mio. EUR zurück - fast alle Sparten waren betroffen.2

KVI nach Branchen Menge
in Mio. T
2021 2022 2023
Kunststoffverarbeitung gesamt davon: 14 13,6 12,7
Verpackung 4,4 4,2 3,8
Bau 5,2 5,1 4,7
Technische Teile 3 2,9 2,9
Konsumprodukte 1,4 1,4 1,3
KVI nach Branchen Umsatz
in Mrd. €
2021 2022 2023 Veränderung
Kunststoffverarbeitung gesamt davon: 70,01 77,11 72,50 -5,98 %
Verpackung 16,38 18,20 16,80 -7,70 %
Bau 23,8 26,26 23,88 -9,06 %
Technische Teile 18,79 20,59 20,97 +1,70 %
Konsumprodukte 11,04 12,06 10,08 -9,77 %

Quelle: GKV Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V.

URL: https://www.gkv.de/de/statistik (Stand 14.02.2024)

Die Folgen der anhaltenden Nachfrageschwäche und des damit verbundenen Produktions- und Umsatzrückganges sind für viele Branchenunternehmen Kurzarbeit und Investitionsstopp.

3. Umsatz- und Auftragsabwicklung

Umsatzentwicklung

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 ging um 5,3% zurück. Der Umsatzeinbruch ist auf die sinkenden Auftragseingänge aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Schwäche zurückzuführen. Insbesondere in den Bereichen Handelsware und Werkzeuge waren die größten Rückgänge zu verzeichnen.

Die Gesamtleistung lag zum 31.12.2023 um 12% unter dem Vorjahresniveau.

Auftragsentwicklung

Der gesamte Auftragsbestand der Huonker GmbH lag gegen Ende des Jahres 2023 bei 26,57 Mio. EUR. Für das Jahr 2024 wird mit einem stabilen Auftragsbestand gerechnet mit leichten Erhöhungen durch Serienanläufe.

B. Darstellung der Lage

Im Laufe des Geschäftsjahres 2023 konnte die Huonker GmbH bei Bestandskunden weitere Neuprojekte gewinnen. Der Serienanlauf ist im Jahr 2024 geplant. Die Kosten für die Vorfinanzierung der Projekte sowie einiger Serienanläufe haben im Geschäftsjahr 2023 zu vermehrten Aufwendungen geführt. Allerdings konnte in diesem Zusammenhang zusätzliches Know-how aufgebaut und bestehende Prozesse verbessert werden. Die Vorfinanzierung neuer Projekte und deren Rückflüsse werden über eine Liquiditätsplanung überwacht.

Durch die Neuprojekte sind die geleisteten wie auch die erhaltenen Anzahlungen angestiegen.

Der Bestand der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 28,8 % erhöht. Der Vorrat der fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurde im Vergleich zum Vorjahr reduziert.

Die Liquidität war aufgrund ausreichender Kontokorrentlinien gesichert. Die Lieferantenverbindlichkeiten wurden alle innerhalb der Skontofrist beglichen.

Zum Ende des Geschäftsjahres waren bei der Huonker GmbH 91 Mitarbeiter beschäftigt (2022: 94 Mitarbeiter). Der Personalaufwand pendelte sich auf dem Niveau des Vorjahres ein.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2023 um 5,2 % gesunken. Die reduzierten Aufwendungen haben jedoch nicht zu einem positiven Ergebnis geführt. Die fehlenden Umsätze und damit der fehlende Rohertrag führen zu dem negativen Jahresergebnis. Auch die Abweichung zum Planergebnis resultiert aus dem fehlenden Rohertrag.

Das Ergebnis ist nicht zufriedenstellen, unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Gesamtlage jedoch akzeptabel.

Die Vermögenslage des Unternehmens ist weiterhin als gut zu bewerten. Die Eigenkapitalquote ist mit 43,2 % gegenüber dem Vorjahr auf Grund des Jahresverlustes leicht gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind auf Grund der Investitionen um 19,7 % gestiegen, sind durch Sicherheitsübereignung von Maschinen und Geschäftsausstattung sowie des Warenlagers gesichert.

Die Huonker GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 in das Anlagevermögen investiert. Die Investitionen liegen im Bereich der Werkzeuge des PROBUS Spendersystems und der Anschaffung einer neuen Maschine für ein neues Projekt.

C. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Huonker GmbH verfolgt, analysiert und bewertet kontinuierlich die wirtschaftlichen Entwicklungen mit Hilfe der systematisch aufgebauten Früherkennung, um negativen Entwicklungen möglichst vorzubeugen bzw. rasch zu bewältigen und nachhaltige Unternehmensentwicklung zu sichern.

Durch die zunehmende Risikoverlagerung unserer Kunden und die stetig komplexer werdenden Produkte ist eine unternehmensbezogene Risikoanalyse unabdingbare Voraussetzung für eine zutreffende betriebswirtschaftliche Steuerung und damit erfolgreiche Ausübung unserer Geschäftstätigkeit. Die Risiken, die sich aus vertraglichen Verpflichtungen ergeben, werden durch eine zusätzliche Prüfung dieser Verträge durch die Versicherung bewertet und eingegrenzt.

Unsere Erfahrung und unser Wissen im Bereich der Kunststoff- und Metallverbindungen bietet gerade auch bei den komplexer werdenden Produkten die Chance auf neue Aufträge.

Die bestehenden Risiken aus der Rohstoffversorgung wurden analysiert und diesen durch langfristige Lieferverträge in der Vorratsbeschaffung Rechnung getragen.

D. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung neuer Produkte wird im Unternehmen stetig weiterverfolg, insbesondere auftragsbezogene Entwicklungsleistungen werden getätigt. Zwei neue Entwicklungsprojekte stehen 2024 im Fokus:

- Probus Care

- Probus Refill

Die wesentlichen Neuheiten sind im Euroraum und den USA patentiert.

Voraussichtliche Entwicklung

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland hat sich zu Jahresbeginn mit einem realen BIP-Zuwachs um 0,2 % im 1. Quartal leicht belebt.3 Im Zuge geringerer Inflationsraten, erwarteter geldpolitischer Lockerungen, steigender Löhne und Einkommen, einem stabilen Arbeitsmarkt und zunehmender Impulse von der Außenwirtschaft dürfte sich die konjunkturelle Erholung allmählich festigen und an Breite und Dynamik gewinnen.

Der zunehmende Mangel an Fachkräften am Arbeitsmarkt könnte die Aufrechterhaltung der Lieferfähigkeit zunehmend zur Herausforderung für die Huonker GmbH machen. Das Unternehmen versucht dieses Risiko durch die Erarbeitung der Strategie zur Verstärkung der Mitarbeiterbindung entgegenzuwirken.

Durch die geplanten Serienanläufe im Geschäftsjahr 2024 und der damit erwarteten Steigerung der Auslastung, wird mit einem leichten Anstieg der Umsätze gerechnet. Ebenfalls wird der Verkaufsstart des Spendersystems PROBUS zur positiven Entwicklung der Umsätze beitragen.

Des Weiteren wurden bereits strukturelle Veränderungen eingeleitet, welche zur Optimierung interner Prozesse und Kostensenkung beitragen sollen. Deshalb erwarten wir ab dem Geschäftsjahr 2024 wieder ein leicht positives Ergebnis.

 

Villingen-Schwenningen, den 28.Juni 2024

Hans-Georg Huonker, Geschäftsführer

Markus Blank, Geschäftsführer

1 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seit-dem-jahr-1991/

2 https://www.k-zeitung.de/kunststoffverbeiter-mit-deutlichen-rueckgaengen

3 Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Pressemitteilung Wirtschaftliche Entwicklung von 14.05.2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.861.171,54 4.037.684,12
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 91.807,00 77.855,00
II. Sachanlagen 3.100.692,66 3.291.157,24
III. Finanzanlagen 668.671,88 668.671,88
B. Umlaufvermögen 8.014.689,89 7.977.758,37
I. Vorräte 4.648.978,04 4.341.166,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.981.606,82 2.144.450,60
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 384.105,03 1.492.140,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 49.783,41 19.140,91
D. Aktive latente Steuern 494.796,00 442.008,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 12.420.440,84 12.476.591,40

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.378.780,48 5.575.040,41
I. gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 4.785.830,87 4.785.830,87
III. Gewinnvortrag 289.209,54 173.064,91
IV. Jahresfehlbetrag 196.259,93 -116.144,63
B. Rückstellungen 2.464.395,00 2.654.232,00
C. Verbindlichkeiten 4.577.265,36 4.247.318,99
Bilanzsumme, Summe Passiva 12.420.440,84 12.476.591,40

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.592.122,29 10.150.688,85
2. Personalaufwand 6.045.229,45 6.128.826,96
a) Löhne und Gehälter 4.900.691,71 4.705.119,93
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.144.537,74 1.423.707,03
davon für Altersversorgung 92.006,22 312.081,22
3. Abschreibungen 1.018.241,28 920.273,54
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.018.241,28 920.273,54
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.706.157,41 2.855.409,18
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.490,00 1.606,38
davon aus verbundenen Unternehmen 1.340,00 1.193,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 95.024,96 73.493,57
davon aus Abzinsung 33.548,00 29.088,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -76.679,88 55.801,35
davon Veränderung bilanzierter latenter Steuern -52.788,00 -82.862,00
8. Ergebnis nach Steuern -194.360,93 118.490,63
9. sonstige Steuern 1.899,00 2.346,00
Jahresfehlbetrag 196.259,93 -116.144,63

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firma: Huonker GmbH
Sitz: 78052 Villingen-Schwenningen
Registergericht: Freiburg
Handelsregisternummer: HRB 602992

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die größenabhängigen Erleichterungen des § 327 HGB für die Offenlegung des Jahresabschlusses werden bei der Offenlegung in Anspruch genommen.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den §§ 238 ff HGB. Wahlrechte wurden soweit möglich, in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften ausgeübt.

Posten in fremden Währungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

B. Angaben zu Bilanzpositionen Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagespiegel.

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, gegebenenfalls vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht eingerechnet. Soweit steuerlich zulässig, kam die degressive Abschreibungsmethode zur Anwendung. Sobald die lineare Abschreibungsmethode günstiger als die degressive Abschreibungsmethode war, wurde auf die lineare Methode umgestellt. Die Nutzungsdauer wurde auf der Basis der steuerlichen AfA-Tabellen geschätzt.

Die im Geschäftsjahr zugegangenen Geringwertigen Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 wurden nach § 6 Abs. 2 EStG im Anschaffungsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben angesetzt.

In der Position "Geringwertige Anlagegüter" sind ausschließlich solche beweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens enthalten, die einer selbständigen Bewertung und Nutzung fähig sind und deren Einzelanschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen (§ 6 Abs. 2 EStG). Die Bewertungsfreiheit der Zugänge nach § 6 Abs. 2 EStG wurde in Anspruch genommen.

Umlaufvermögen

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Rohmaterialien, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden mit dem Einkaufspreis bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen und allgemeine Verwaltungskosten kamen nicht zum Ansatz. Als Verbrauchsfolgeverfahren wurde gemäß § 256 S.1 HGB bei der Bewertung die Durchschnittsmethode angewandt.

Ungängiges und schwer verwertbares Vorratsvermögen wurde mit dem niedrigeren beizulegenden Wert oder dem Schrottwert angesetzt.

Die Forderungen sind zum Nennwert ausgewiesen. Die Risiken im Forderungsbestand sind durch angemessene Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Es bestehen Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 23 (Vj. TEUR 22).

Latente Steuern

Im Berichtsjahr werden aktive latente Steuern ausgewiesen. Damit soll die unterschiedliche Bewertung in Handels- uns Steuerbilanz bei der Ertragssteuer berücksichtigt werden. Die aktiven latenten Steuern ergeben sich auf Grund der unterschiedlichen handels- und steuerbilanziellen Bewertung der Pensions-, Jubiläums- und Drohverlustrückstellungen sowie aus der Berücksichtigung gewerbesteuerlicher Verlustvorträge. Passive latente Steuern bestehen nicht. Es wurde ein Steuersatz von 29,1 % (Vj. 28,8 %) zugrunde gelegt. Die Anpassung der Steuersatzes erfolgt auf Grund einer Änderung des gewerbesteuerlichen Hebesatzes.

Der Bestand an aktiven latenten Steuern ist den folgenden Posten zuzuordnen:

Latente Steuern HGB 31.12.2023
EUR
Veränderung
EUR
31.12.2022
EUR
Aktive latente Steuern
Rückstellungen für Pensionen 437.682 21.715 415.967
Rückstellungen für Jubiläen 2.650 348 2.302
Drohverlustrückstellungen 41.794 18.055 23.739
Steuerliche Verlustvorträge 12.670 12.670 0
Aktive latente Steuern 494.796 52.788 442.008
Saldo latente Steuern (Aktiv) 494.796 52.788 442.008

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) auf der Basis eines Zinssatzes von 1,82 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre mit einer angenommenen Restlaufzeit gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) und der Richttafel 2018 G von Klaus Heubeck bewertet. Es wurde ein Rententrend von 2,00 % p.a. und ein Gehaltstrend von 2,00 % p.a. berücksichtigt. Die Veränderung der Rückstellung auf Grund der Änderung des Diskontierungszinssatzes wird im Finanzergebnis ausgewiesen.

Ein Unterschiedsbetrag gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB auf Grund der erstmaligen Anwendung des BilMoG besteht nicht. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren von 1,74 % beträgt im Geschäftsjahr EUR 46.608. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB.

Sonstige Rückstellungen werden für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten angesetzt, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind. Für solche Verpflichtungen werden Rückstellungen gebildet, soweit diese auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen, wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen und diese Abflüsse zuverlässig ermittelt werden können. Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Der Erfüllungsbetrag wird auf der Basis einer bestmöglichen Schätzung bestimmt, wobei je nach Charakteristik der Verpflichtung geeignete Schätzverfahren und Informationsquellen genutzt werden. Bei einer Vielzahl ähnlicher Verpflichtungen wird die Gruppe der Verpflichtungen als Ganzes betrachtet. Als Schätzverfahren wird auf die Erwartungswertmethode zurückgegriffen. Bei Vorliegen von Bandbreiten möglicher Ereignisse mit gleicher Eintrittswahrscheinlichkeit wird der Mittelwert angesetzt. Einzelne Verpflichtungen (z. B. Rechts- und Prozessrisiken) werden regelmäßig mit dem wahrscheinlichsten Ergebnis bewertet, soweit nicht aufgrund besonderer Wahrscheinlichkeitsverteilungen andere Schätzungen zu einer angemesseneren Bewertung führen.

Bei der Bewertung von Rückstellungen werden Erfahrungswerte aus der Vergangenheit, aktuelle Kosten- und Preisinformationen sowie Einschätzungen bzw. Gutachten von Sachverständigen und Experten genutzt. Soweit zur Bestimmung des Erfüllungsbetrags Erfahrungswerte oder aktuelle Kosten- und Preisinformationen herangezogen werden, erfolgt eine Fortschreibung dieser Werte auf den voraussichtlichen Erfüllungszeitpunkt. Zu diesem Zweck wird auf geeignete Preisentwicklungsindikatoren (z. B. Rohstoffpreisindizes oder Inflationsraten) zurückgegriffen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Zur Abzinsung werden Marktzinssätze vor Steuern verwendet, die Laufzeit und Risiko (soweit nicht bereits bei Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt) der Verpflichtung widerspiegeln. Erstattungsansprüche werden nicht mit Rückstellungen saldiert, sondern getrennt aktiviert, sobald deren Realisation so gut wie sicher ist.

Verbindlichkeiten

Ein Teilbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 360 (Vj. TEUR 582) ist durch Sicherheitsübereignung von Maschinen und Geschäftsausstattung sowie des Warenlagers gesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch Eigentumsvorbehalt im üblichen Umfang gesichert.

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeit
Stand am 31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
ein bis fünf Jahre
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.454.747,07 1.141.148,39 2.313.598,68 0,00
Vj. 2.887.038,46 Vj. 672.701,39 2.128.254,08 86.082,99
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 54.136,84 54.136,84
Vj. 151.768,75 Vj. 151.768,75
Übrige Verbindlichkeiten 1.068.381,45 1.068.381,45
Vj. 1.208.511,78 Vj. 1.208.511,78

C. Sonstige Angaben

Es bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen für Räume und Betriebsvorrichtungen in Höhe von TEUR 696 die innerhalb eines Jahres fällig werden und Verpflichtungen aus Software-Nutzungsverträgen in Höhe von TEUR 319 die in den nächsten 3 Jahren fällig werden.

Zum Bilanzstichtag bestehen aus der Bilanz nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse in Höhe von bis zu 1.800 TEUR aus der Mithaftung im Rahmen der Finanzierung der Huonker Hungária Kft. Die Haftung war am Bilanzstichtag mit einem Betrag in Höhe von 1.526 TEUR valutiert. Die Haftung umfasst Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Sicherungsnehmer. Eine Inanspruchnahme aus dieser Haftung ist nicht zu erwarten, weil die Huonker Hungária Kft ein solides Geschäftsmodel hat und einen positiven Cashflow erzielt, der ausreicht, um alle zukünftigen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt (Berechnung nach § 267 Abs. 5 HGB):

Gewerbliche Arbeitnehmer 56
Angestellte 31

Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren:

Hans-Georg Huonker, Villingen-Schwenningen

Markus Blank, Titisee-Neustadt

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag 1/3 der Anteile am Stammkapital von insgesamt THUF 195.000 der Huonker Hungária Kft mit Sitz in Bicske, Ungarn. Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Jahresüberschuss der Gesellschaft TEUR 420. Das am 31. Dezember 2023 ausgewiesene Eigenkapital betrug TEUR 4.416.

Es besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB für den Unterschiedsbetrag bei der Ermittlung der Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 46.608. Eine weitere Ausschüttungssperre besteht gemäß § 268 Abs. 8 HGB für die aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 494.796. Insgesamt besteht die Sperre für EUR 541.404.

Die Geschäftsleitung schlägt vor, das Ergebnis wie folgt zu verwenden:

Der Gewinnvortrag abzüglich Jahresfehlbetrag, insgesamt Bilanzgewinn EUR 92.949,61 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.

 

Villingen-Schwenningen, den 28. Juni 2024

Hans-Georg Huonker, Geschäftsführer

Markus Blank, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
31.12.2022
EUR
Zugang
EUR
Umgliederung
EUR
Abgang
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 805.420,91 54.616,00 0,00 0,00 860.036,91
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 10.570.272,78 227.426,30 884.516,05 202.403,57 11.479.811,56
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.435.153,02 130.241,35 0,00 139.548,31 2.425.846,06
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 448.798,00 435.718,05 -884.516,05 0,00 0,00
13.454.223,80 793.385,70 0,00 341.951,88 13.905.657,62
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 663.671,88 0,00 0,00 0,00 663.671,88
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
668.671,88 0,00 0,00 0,00 668.671,88
Abschreibungen
31.12.2022
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Zuschreibung
EUR
Abgang
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 727.565,91 40.664,00 0,00 0,00 768.229,91
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 8.176.847,70 858.576,57 0,00 196.130,57 8.839.293,70
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.986.218,86 119.000,71 0,00 139.548,31 1.965.671,26
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
10.163.066,56 977.577,28 0,00 335.678,88 10.804.964,96
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Restbuchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 91.807,00 77.855,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.640.517,86 2.393.425,08
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 460.174,80 448.934,16
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 448.798,00
3.100.692,66 3.291.157,24
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 663.671,88 663.671,88
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.000,00 5.000,00
668.671,88 668.671,88

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers

Für Zwecke der Offenlegung wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde am 10. Juli 2024 in Villingen-Schwenningen der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Huonker GmbH

Prüfungsurteile

"Ich habe den Jahresabschluss der Huonker GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Huonker GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."

 

gez. Katharina Schienle, Wirtschaftsprüferin

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