DELTA VIVUM Berlin II GmbH
Same addressBuying and selling of own non-residential real estate
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Sören Kauer since 4/25/2024 | Procura |
Eva Maria Weiß since 10/30/2023 | Managing Director |
Torsten Akelbein since 5/5/2023 | Procura |
Stephen Guhr since 5/5/2023 | Procura |
Jörg Erasmus Schindler since 5/5/2023 | Procura |
Jan-Ole Kosch since 5/5/2023 | Procura |
Stefan Bode since 5/5/2023 | Procura |
Kerstin Intek since 5/5/2023 | Procura |
Matthias Strachardt since 5/5/2023 | Procura |
Robert Gerß- Oestreich since 5/5/2023 | Procura |
Olaf Weber since 10/21/2022 | Managing Director |
Lars Urbansky since 10/21/2022 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 66.52% | |
| 28.32% | |
| 5.10% | |
Land Berlin | 0.00% |
Company ownership structure and capital distribution
2 of 3 shareholders visible
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
GEHAG GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, HRB 84046 BBilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021
Anhang 2021I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Absatz 3 HGB. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter HRB 84046 B eingetragen. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den Formblattvorschriften für Wohnungsunternehmen. Die Bilanz ist um geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen und Verbindlichkeiten aus Vermietung ergänzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gesellschaft gehört zum Konsolidierungskreis der Deutsche Wohnen SE, Berlin und seit dem 30. September 2021 auch zum Konsolidierungskreis der Vonovia SE, Bochum. Die Gesellschaft nimmt seit dem Geschäftsjahr 2014 am konzerninternen Cash Pooling mit der Deutsche Wohnen SE, Berlin, als Poolführerin teil. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten - vermindert um planmäßige (grundsätzlich linear) und außerplanmäßige Abschreibungen - bilanziert. Die planmäßige Abschreibung für Parkhäuser und Garagen wird über eine 33- bzw. 50jährige Nutzungsdauer vorgenommen. Bei Wohn-, Geschäfts- und anderen Bauten liegt die Nutzungsdauer zwischen 33 und 50 Jahren, für Außenanlagen zwischen 10 und 19 Jahren. Bei den übrigen Gegenständen des Sachanlagevermögens liegen die Abschreibungszeiträume zwischen 4 und 11 Jahren. Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Zinsen für Fremdkapital und keine Aufwendungen im Sinne von § 255 Absatz 2 Satz 3 HGB in die Herstellungskosten einbezogen. Zum Bilanzstichtag erfolgt jeweils eine Bewertung der Immobilienbestände zum beizulegenden Wert, auf dessen Grundlage ein Niederstwerttest durchgeführt wird. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt die Abschreibung auf den niedrigeren, beizulegenden Wert. Bestehen die Gründe für eine dauernde Wertminderung nicht mehr, wird eine Wertaufholung nach § 253 Absatz 5 HGB maximal auf die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen. Als beizulegender Wert der Immobilien werden jene für den IFRS Konzernabschluss der Deutsche Wohnen SE, Berlin, ermittelten beizulegenden Werte verwendet. Diese Ermittlung per 31. Dezember 2021 erfolgte für die Wohn- und Geschäftsbauten durch eine interne Bewertung (grundsätzlich Discounted-Cashflow-Modell). Parallel wurde der Bestand für die Wohn- und Geschäftsbauten durch Jones Lang LaSalle SE, Frankfurt am Main, nach international anerkannten Bewertungsverfahren (grundsätzlich Discounted-Cashflow-Modell) bewertet und im Gesamtwert bestätigt. Die Bewertung für die unbebauten Grundstücke erfolgte durch Jones Lang LaSalle SE, Frankfurt am Main. Die Bewertung (grundsätzlich Discounted-Cashflow-Modell) der Pflegeimmobilien erfolgte ausschließlich durch W&P Immobilienberatung GmbH, Frankfurt am Main. Die wesentlichen Bewertungsparameter sind für die Wohn- und Geschäftsbauten Marktmietwachstum, Diskontierungszins und Kapitalisierungszins sowie für die Pflegeimmobilien Marktmiete, Diskontierungszins und Instandhaltungskosten. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten - bei dauernden Wertminderungen vermindert um Abschreibungen auf den am Abschlussstichtag niedrigen, beizulegenden Wert - angesetzt. Wesentlicher Werttreiber bei der Beurteilung der Werthaltigkeit der Anteile an immobilienhaltenden verbundenen Unternehmen ist der beizulegende Wert der Immobilien. Bestehen die Gründe für eine dauernde Wertminderung nicht mehr, wird eine Wertaufholung nach § 253 Absatz 5 HGB vorgenommen. Die Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert. Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten - vermindert um Abschreibungen auf den am Abschlussstichtag niedrigeren, beizulegenden Wert - angesetzt. Bei den noch nicht abgerechneten Betriebskosten in den unfertigen Leistungen wurden Wertabschläge für Leerstand und sonstige Abrechnungsrisiken vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert beziehungsweise zum niedrigeren, beizulegenden Wert bewertet. Bei den Forderungen aus Vermietung, Forderungen aus Grundstücksverkäufen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden Wertberichtigungen vorgenommen. Die unter den Wertpapieren des Umlaufvermögens geführten Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des niedrigeren, beizulegenden Wertes bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihren Nominalwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bis zum Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag betreffen. Disagien sowie einmalige Bearbeitungsgebühren der Kreditgeber bei der Ausgabe von Darlehen, die gemeinsam mit der laufenden Verzinsung ein wirtschaftlich einheitliches Entgelt für die Darlehensüberlassung darstellen, werden auf der Grundlage von § 250 Absatz 3 HGB abgegrenzt und über die Laufzeit der Darlehen aufwandswirksam erfasst. Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden, wenn sie sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen und sich insgesamt eine Steuerbelastung ergibt, saldiert als passive latente Steuern bilanziert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung (aktive latente Steuern) wird nicht bilanziert. Die latenten Steuern werden mit den Steuersätzen im Zeitpunkt des voraussichtlichen Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Latente Steuern von Organgesellschaften werden beim Organträger angesetzt. Im Rahmen der Verschmelzung der Seniorenpflegeheim Warmbad GmbH auf die Gesellschaft wurde 2009 ein Sonderposten für Investitionszuschüsse übernommen. Der Sonderposten wird über die Laufzeit der geförderten Sachanlagen bis zum 31. Dezember 2056 ratierlich aufgelöst. Bis zum 31. Dezember 2013 erhaltene Investitionszuschüsse wurden mit Fertigstellung der geförderten Investitionsmaßnahme in 2013 von den Herstellungskosten des Gebäudes abgesetzt. In den darauffolgenden Jahren erhaltene Investitionszuschüsse für diese Maßnahme wurden als Reduzierung der Herstellungskosten des Gebäudes berücksichtigt. Sämtliche Pensionsverpflichtungen der Gesellschaft sind nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projected Unit Credit Method) aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach den "Generationen-Richttafeln 2018G" von Professor Dr. Klaus Heubeck ermittelt worden. Es wurde der von der Bundesbank veröffentlichte Zinssatz von 1,87 % p.a. zum 31. Dezember 2021 (Vorjahr: 2,30 % p.a.) zugrunde gelegt, der sich unter Anwendung von § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB als durchschnittlicher Marktzinssatz aus den vorangegangenen 10 Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von pauschal 15 Jahren ergibt. Ergebnisauswirkungen aus der Veränderung von Zinssätzen werden im Personalaufwand ausgewiesen. Dabei wurden Einkommenssteigerungen von 2,50 % p.a. (Vorjahr: 2,50 % p.a.), Erhöhungen der Beitragsbemessungsgrenze von 3,00 % p.a. (Vorjahr: 3,00 % p.a.) und Rentenanpassungen von 1,75 % p.a. (Vorjahr: 1,75 % p.a.) berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewisse Verbindlichkeiten. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den von der Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz(1) AnlagevermögenDie Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) ersichtlich. Die Gesellschaft ist gemäß § 285 Nr. 11 HGB an den folgenden 2) Gesellschaften un- bzw. mittelbar beteiligt. Eigenkapital und Ergebnis beruhen auf handelsrechtlicher Rechnungslegung des jeweiligen Sitzlandes aus dem letzten vorliegenden, festgestellten Jahresabschluss.
1) mittelbare Beteiligung
(2) Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere VorräteUnter den unfertigen Leistungen sind ausschließlich Ansprüche aus noch nicht abgerechneten Betriebskosten in Höhe von TEUR 29.186 (Vorjahr: TEUR 27.448) ausgewiesen. (3) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeEine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben bei den Forderungen aus Vermietung TEUR 137 (Vorjahr: keine), bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 45.000 (Vorjahr: TEUR 45.000), bei den Forderungen aus dem Verkauf von Grundstücken TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 27), sowie bei den sonstigen Vermögensgegenständen TEUR 299 (Vorjahr: keine). Die übrigen Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 335.174 (Vorjahr: TEUR 123.994) beinhalten keine konzerninterne Zinsansprüche aus Ausleihungen (Vorjahr: TEUR 26), sonstige Forderungen aus konzerninternen Darlehen und Cash Pooling in Höhe von TEUR 243.060 (Vorjahr: TEUR 80.755), aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 76) sowie sonstige Forderungen im Wesentlichen aus Ergebnisabführungen in Höhe von TEUR 92.081 (Vorjahr: TEUR 43.137). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten wie im Vorjahr keine Forderungen gegen Gesellschafter. (4) Guthaben bei KreditinstitutenDie Guthaben bei Kreditinstituten enthalten verpfändete Guthaben in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 2), welche in voller Höhe verfügungsbeschränkt sind. (5) Aktive RechnungsabgrenzungspostenDie aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Disagien in Höhe von TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 220). (6) Aktive latente SteuernDie folgenden Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden bestehen bei der Gesellschaft und / oder bei Organgesellschaften:
Der Berechnung der latenten Steuern liegen ein Gewerbesteuersatz von 14,35 % und ein Körperschaftsteuersatz von 15,825 % zugrunde. Die GEHAG GmbH hat von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht und auf die sich insgesamt ergebende Aktivierung von aktiven latenten Steuern verzichtet. (7) PensionsrückstellungenDer Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Absatz 6 Sätze 1 und 3 HGB beträgt zum Stichtag TEUR 2.129 (Vorjahr: TEUR 2.871). (8) SteuerrückstellungenSteuerrückstellungen werden für die Gesellschaften des ertragsteuerlichen Organkreises gebildet. (9) Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 16.218 (Vorjahr: TEUR 15.007). (10) VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten, Angaben über gewährte Sicherheiten sowie die Mitzugehörigkeit zu anderen Posten sind der Anlage 2 des Anhangs zu entnehmen. Die erhaltenen Anzahlungen enthalten mit TEUR 27.617 (Vorjahr: TEUR 28.607) hauptsächlich Betriebskostenvorauszahlungen der Mieter. (11) BilanzvermerkeNicht in der Bilanz enthaltene, treuhänderisch verwaltete Mietkautionen bestehen in Höhe von TEUR 18.753 (Vorjahr: TEUR 19.769). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(12) Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 935 (Vorjahr: TEUR 967), Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in Höhe TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 65) enthalten sowie Gewinne aus dem Verkauf von 4 Pflegeimmobilien in Höhe von TEUR 9.378 (Vorjahr: Verkauf von 13 Pflegeimmobilien in Höhe von TEUR 6.684). V. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnisseDie Gesellschaft bürgt selbstschuldnerisch für ein Darlehen mit einer Restvaluta zum Abschlussstichtag von EUR 1,4 Mio. zuzüglich Ansprüchen aus Zinsen und Zinssicherungsgeschäften bis zu einer Höhe von EUR 1,0 Mio. das an eine Tochtergesellschaft (verbundenes Unternehmen) ausgereicht wurde. Mit einer Inanspruchnahme ist insgesamt nicht zu rechnen, weil dieses verbundene Unternehmen ertragsstark ist, seinen Zahlungsverpflichtungen bisher stets nachgekommen ist und dies auch für die Zukunft erwartet wird. Die Gesellschaft hat zwei Bürgschaften für eine mittelbare Tochtergesellschaft (verbundenes Unternehmen) sowie für eine mittelbare Beteiligung (nahestehendes Unternehmen) über insgesamt EUR 10,0 Mio. ausgegeben. Diese Bürgschaften wurden an eine Gesellschaft (Grundstücksverkäuferin) zur Absicherung für zukünftige Kaufpreiszahlungen gewährt. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen, weil der gemeinsame Grundstücksankauf durch die mittelbare Tochtergesellschaft und durch die mittelbare Beteiligung durch die Gesellschaft oder durch die Deutsche Wohnen Gruppe finanziert wird. Die Gesellschaft garantiert die Einhaltung des Privatisierungsvertrages der Eisenbahn-Siedlungs-Gesellschaft Berlin mbH, Berlin, einem verbundenen Unternehmen, gegenüber dem Bundeseisenbahnvermögen und der Deutsche Bahn AG, Berlin. In diesem Vertrag werden unter anderem Beschränkungen zu Wohnungsverkäufen, Mieterhöhungen und Luxussanierungen geregelt. Mit einer ungeplanten Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen, weil die GEHAG GmbH als mittelbarer Mehrheitsgesellschafter die Einhaltung des Vertrages durchsetzen kann. Im Rahmen der Veräußerung von Grundstücken wird den Käufern mitunter das Recht eingeräumt, bereits vor Nutzen- und Lastenwechsel Grundschulden für die Ankaufsfinanzierung eintragen zu lassen, so dass die GEHAG GmbH laut Grundbuch für Dritte haftet. Mit der Inanspruchnahme der GEHAG GmbH aus diesen Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen, weil die Auszahlung der Kaufpreisfinanzierung, die die Grundschuld absichert, in der Regel direkt an die Gesellschaft ausgezahlt wird. Es besteht ein Beherrschungsvertrag zwischen der GEHAG GmbH, Berlin, (Organträgerin) und der GEHAG Zweite Beteiligungs GmbH, Berlin. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der GEHAG GmbH, Berlin, (Organträgerin) und der Eisenbahn-Siedlungs-Gesellschaft Berlin mbH, Berlin (Organgesellschaft). Weiterhin bestehen Ergebnisabführungs- und Beherrschungsverträge zwischen der GEHAG GmbH, Berlin (Organträgerin) und der AGG Auguste-Viktoria-Allee Grundstücks GmbH, Berlin, der BauBeCon BIO GmbH, Berlin, der BauBeCon Immobilien GmbH, Berlin, der BauBeCon Wohnwert GmbH, Berlin, der Berlinovo Wohnquartier GmbH, Berlin (vormals: GGR Wohnparks Alte Hellersdorfer Straße GmbH, Berlin), der DWRE Alpha GmbH, Berlin, der DWRE Braunschweig GmbH, Berlin, der DWRE Dresden GmbH, Berlin, der DWRE Halle GmbH, Berlin, der DWRE Hennigsdorf GmbH, Berlin, der DWRE Leipzig GmbH, Berlin, der Fortimo GmbH, Berlin, der GEHAG Dritte Beteiligungs GmbH, Berlin, der GEHAG Erste Beteiligungs GmbH, Berlin, der GEHAG Grundbesitz I GmbH, Berlin, der GEHAG Grundbesitz II GmbH, Berlin, der GEHAG Grundbesitz III GmbH, Berlin, der GEHAG Vierte Beteiligung SE, Berlin, der GGR Wohnparks Kastanienallee GmbH, Berlin, der GGR Wohnparks Nord Leipziger Tor GmbH, Berlin, der GGR Wohnparks Süd Leipziger Tor GmbH, Berlin, der Holzmindener Straße/Tempelhofer Weg Grundstücks GmbH, Berlin, der SGG Schwarnweberstraße Grundstücks GmbH, Berlin und der Sophienstraße Aachen Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Berlin (jeweils Organgesellschaften). Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Branchenübliche sonstige finanzielle Verpflichtungen im Bereich von Betriebskosten und Instandhaltung sowie Leistungsvereinbarungen innerhalb der Deutsche Wohnen SE Gruppe und Ausgleichszahlungen aus konzerninternen Unternehmensverträgen an verbundene Unternehmen und an Dritte, die kontinuierlich im Rahmen der Tätigkeit der Gesellschaft anfallen, sind hier nicht enthalten. Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit Fördermittel als Investitionszuschüsse für Sanierungen in Höhe von TEUR 2.369 erhalten. Die Einhaltung der Förderbedingungen wird bis 2024 überwacht und kann zu Rückzahlungsverpflichtungen führen. VI. Sonstige AngabenDie Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin der GbR Fernheizung Gropiusstadt, Berlin, und der ARGE Poing "am Bergfeld", Poing. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahresdurchschnitt wie im Vorjahr keine Arbeitnehmer. Die Geschäftsführer erhielten im Geschäftsjahr von der Gesellschaft keine Bezüge. Im Geschäftsjahr wurden keine Vorschüsse, Kredite an oder Haftungsverhältnisse zugunsten der Mitglieder der Geschäftsführung oder des Aufsichtsrats gewährt. Es bestehen zum Abschlussstichtag keine Ansprüche aus Vorschüssen, Krediten an oder Haftungsverhältnisse zugunsten der Mitglieder der Geschäftsführung oder des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr fanden keine Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen beziehungsweise Personen und der Gesellschaft statt, die nicht zu marktüblichen Konditionen durchgeführt wurden. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstände, Geschäftsführer und deren Hinterbliebene betragen TEUR 4.084 (Vorjahr: TEUR 4.306). Ehemalige Vorstände, Geschäftsführer und deren Hinterbliebene haben in 2021 laufende Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 319 (Vorjahr: TEUR 389) erhalten. Der Aufwand für Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr für Gesamtbezüge belief sich brutto auf TEUR 17. Zusätzlich wurden Auslagen erstattet. Es bestehen Geschäftsbesorgungsverträge mit der Deutsche Wohnen Construction and Facilities GmbH, Berlin, der Deutsche Wohnen Corporate Real Estate GmbH, Berlin, der Deutsche Wohnen Immobilien Management GmbH, Berlin, der Deutsche Wohnen Kundenservice GmbH, Berlin, der Deutsche Wohnen Management GmbH, Berlin, der Deutsche Wohnen SE, Berlin, und der Deutsche Wohnen Technology GmbH, Berlin, als Geschäftsbesorger (nahestehende Unternehmen). Aufsichtsrat
Geschäftsführung
VII. Konzernabschluss/Angaben zu MutterunternehmenDie Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Deutsche Wohnen SE, Berlin, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie in den Konzernabschluss der Vonovia SE, Bochum, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Diese Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Entsprechend den Befreiungsregelungen des § 291 HGB wurde kein Teilkonzernabschluss erstellt, da der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Deutsche Wohnen SE, Berlin, befreiende Wirkung hat. Die für das Geschäftsjahr berechneten Honorare des Abschlussprüfers brauchen nicht angegeben zu werden, da sie in die Angaben im oben genannten Konzernabschluss einbezogen werden. VIII. NachtragsberichtIm dritten Quartal 2021 hatte die Deutschen Wohnen Gruppe den Verkauf von rund 10.700 Wohneinheiten und rund 200 Gewerbeeinheiten an Wohnungsbaugesellschaften des Landes Berlin zu einem Kaufpreis von rund EUR 1,65 Mrd. beurkundet. Der Nutzen- und Lastenwechsel ist bis zum Januar 2022 vollständig vollzogen worden. Von dem vorgenannten Gesamtkaufpreis für Immobilien entfielen EUR 308,7 Mio. auf den Zeitraum nach dem Abschlussstichtag auf die GEHAG GmbH bzw. auf Gesellschaften, mit denen die GEHAG GmbH über Ergebnisabführungsverträge verbunden ist. Am 10.01.2022 wurde die Aufhebung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages der GEHAG GmbH mit der Berlinovo Wohnquartier GmbH (vormals GGR Wohnparks Alte Hellersdorfer Straße GmbH) mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 im Handelsregister eingetragen. Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Stichtag sind uns nicht bekannt. IX. ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.183.398.242,91, bestehend aus dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 135.118.142,01 und dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 1.048.280.100,90, auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, den 10. März 2022 GEHAG GmbH Die Geschäftsführung Stefan Folmayer Gert Müller Angaben zur Feststellung und zur Ergebnisverwendung:Der Jahresabschluss wurde am 19. März 2022 festgestellt. Die Ergebnisverwendung wurde am 15. Juli 2022 beschlossen. Entwicklung des Anlagevermögens 2021Anlage 1 zum Anhang
Verbindlichkeitenspiegel per 31. Dezember 2021Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar: Anlage 2 zum Anhang
GPR = Sicherung erfolgt durch Grundpfandrechte. Die Position Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthält Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.242 (Vorjahr: TEUR 1.242). Die Position Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern (Verbindlichkeiten aus konzerninternen Darlehen) in Höhe von TEUR 672.116 (Vorjahr: TEUR 663.604), aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 897 (Vorjahr: TEUR 283) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.318 (Vorjahr: TEUR 7.992). Lagebericht1. AllgemeinesDie GEHAG GmbH, Berlin, (im Folgenden die "Gesellschaft" oder "GEHAG") gehört zum Unternehmensverbund der Deutsche Wohnen SE, Berlin, die sich operativ auf die Wohnungsbewirtschaftung, den Verkauf sowie Pflege und Betreutes Wohnen konzentriert. Seit dem 30. September 2021 gehört die Gesellschaft auch zum Unternehmensverbund der Vonovia SE, Bochum. Die Gesellschaft verwaltet zum Abschlussstichtag 13.183 (Vorjahr: 13.245) eigene Wohneinheiten vorwiegend im Raum Berlin-Brandenburg mit einer vermietbaren Fläche von 776.674 m 2 (Vorjahr: 780.887 m 2), 154 (Vorjahr: 155) eigene Gewerbeeinheiten mit einer vermietbaren Fläche von 27.527 m 2 (Vorjahr: 27.571 m 2), Garagen und Stellplätze sowie Einrichtungen mit 5.155 Pflegeplätzen (Vorjahr: 5.790 Pflegeplätze), von denen sich 4.234 Pflegeplätze (Vorjahr: 4.869 Pflegeplätze) im direkten Eigentum der GEHAG und 921 Pflegeplätze (Vorjahr: 921 Pflegeplätze) im Eigentum von Tochtergesellschaften befinden. Durch die Beteiligung an der KATHARINENHOF Seniorenwohn- und Pflegeanlage Betriebs-GmbH, Berlin, und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden "KATHARINENHOF-Gruppe") werden insgesamt 2.273 Pflegeplätze (Vorjahr: 2.734 Pflegeplätze) bewirtschaftet, wovon 83 Pflegeplätze (Vorjahr: 66 Pflegeplätze) von Dritten gepachtet werden. Die Anzahl der von der KATHARINENHOF-Gruppe bewirtschafteten Pflegeplätze ist im Geschäftsjahr 2021 gesunken, da die KATHARINENHOF-Gruppe ihre Beteiligung an der Hamburger Senioren Domizile GmbH, Hamburg, einschließlich ihrer Tochtergesellschaft (im Folgenden "HSD-Gruppe") innerhalb des Unternehmensverbundes der Deutsche Wohnen SE verkauft hat, wobei die Einrichtungen mit insgesamt 480 Pflegeplätzen weiter unter der Marke KATHARINENHOF betrieben werden. 2.485 der im Eigentum der GEHAG GmbH befindlichen Pflegeplätze (Vorjahr: 3.122 Pflegeplätze) sind langfristig an weitere namhafte Betreiber vermietet. Es bestehen Geschäftsbesorgungsverträge mit Gesellschaften der Deutsche Wohnen Gruppe, die unter anderem Leistungen in den Bereichen Vermietungs- und Vertriebsmanagement, technisches Gebäudemanagement, Mieten- und Forderungsmanagement, Kundenbetreuung, Corporate Finance und Finance erbringen. Weiterhin hält die GEHAG Beteiligungen an Wohnungsunternehmen, die zum Abschlussstichtag rund 56.500 eigene Wohneinheiten (Vorjahr: rund 56.600) sowie Gewerbeflächen, Garagen und Stellplätze bewirtschaften. Die Ergebnisse dieser Tochtergesellschaften fließen teilweise über Ergebnisabführungsverträge in das Beteiligungsergebnis der GEHAG ein. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
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2021
TEUR |
2020
TEUR |
Veränderungen
TEUR |
Veränderungen relativ | |
| Umsatzerlöse | 134.500 | 163.526 | -29.026 | -18% |
| Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen | -58.741 | -65.513 | 6.772 | -10% |
| Bestandsveränderungen | 1.738 | 975 | 763 | 78% |
| Rohergebnis | 77.497 | 98.988 | -21.491 | -22% |
| Andere betriebliche Erträge | 21.374 | 13.862 | 7.512 | 54% |
| Personalaufwand | -1.190 | -1.189 | -1 | 0% |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -11.861 | -13.399 | 1.538 | -11% |
| Abschreibungen | -27.900 | -30.735 | 2.835 | -9% |
| Operatives Ergebnis | 57.920 | 67.527 | -9.607 | -14% |
| Zinsergebnis | 5.492 | 2.109 | 3.383 | 160% |
| Ergebnis aus Beteiligungen | 88.029 | 34.539 | 53.490 | 155% |
| Neutrales Ergebnis | 2.800 | -26.417 | 29.217 | -111% |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | -99 | -7.037 | 6.938 | -99% |
| Steuern | -19.024 | -17.901 | -1.123 | 6% |
| Jahresergebnis | 135.118 | 52.820 | 82.298 | 156% |
Das operative Ergebnis der GEHAG (EUR 57,9 Mio.; Vorjahr: EUR 67,5 Mio.) sank im Vergleich zum Vorjahr um ca. 14 %. Sowohl die Umsatzerlöse sanken um rund EUR 29,0 Mio., als auch die Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen um rund EUR 6,8 Mio. Beides ergab sich hauptsächlich aus dem Umfang von Verkäufen von Grundstücken aus dem Umlaufvermögen, die im Geschäftsjahr 2020 zu Erlösen von EUR 30,4 Mio. und Aufwendungen für Buchwertabgänge in Höhe von EUR 8,5 Mio. geführt hatten.
Die Umsatzerlöse bestanden hauptsächlich aus Umsatzerlösen aus der Hausbewirtschaftung (TEUR 134.544; Vorjahr: TEUR 133.010) und Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Grundstücken (TEUR -194; Vorjahr: TEUR 30.424).
Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung enthielten hauptsächlich Grundmieten nach Leerstand (TEUR 105.275; Vorjahr: TEUR 105.813) sowie Erlöse aus Betriebskostenabrechnungen (TEUR 29.907; Vorjahr: TEUR 27.845) und andere, teilweise mindernde Erlösbestandteile (TEUR -638; Vorjahr: TEUR -648).
Die Veränderung der Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung in Höhe von TEUR 1.534 entfiel im Wesentlichen mit TEUR 2.062 auf höhere Erlöse aus Betriebskostenabrechnungen sowie mit TEUR 538 auf geringere Grundmieten nach Leerstand, die sich wie folgt aufteilen:
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2021
TEUR |
2020
TEUR |
Veränderungen
TEUR |
Veränderungen relativ | |
| Wohnungen, Gewerbeflächen etc. | 75.018 | 71.401 | 3.617 | 5% |
| Pflegeeinrichtungen | 30.257 | 34.412 | -4.155 | -12% |
| Grundmieten nach Leerstand | 105.275 | 105.813 | -538 | -1% |
Zum einen sind die Grundmieten nach Leerstand für Wohn- und Gewerbeflächen um TEUR 3.617 gestiegen. Die Vertragsmieten 15 erhöhten sich ohne Pachterlöse für Pflegeeinrichtungen von 6,97 EUR/m 2 auf 7,61 EUR/m 2. Der Leerstand stieg geringfügig - jeweils am Abschlussstichtag - von 0,9 % auf 1,0 %. Zum anderen sind die Pachterlöse für Pflegeeinrichtungen verkaufsbedingt um TEUR -4.155 gesunken.
Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Grundstücken betreffen im Vorjahr den Verkauf von Grundstücken in Poing bei München und im aktuellen Geschäftsjahr eine nachträgliche Kaufpreisminderung.
Die Veränderung der Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr ergab sich aus höheren Aufwendungen für Hausbewirtschaftung (TEUR 58.741; Vorjahr: TEUR 57.011) und aus geringeren Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke (keine; Vorjahr: TEUR 8.502).
Die Erhöhung der Aufwendungen für Hausbewirtschaftung um TEUR 1.730 entfällt mit TEUR 1.915 auf höhere Aufwendungen für Betriebskosten und mit TEUR 185 auf geringere Aufwendungen für Instandhaltung.
Die anderen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 18.233 (Vorjahr: TEUR 10.814) im Wesentlichen Buchgewinne aus der Veräußerung von Immobilien des Anlagevermögens. Die Veräußerungsgewinne entfielen zu TEUR 8.855 (Vorjahr: TEUR 4.130) auf Wohn- und Geschäftsbauten und zu TEUR 9.378 (Vorjahr: TEUR 6.684) auf Pflegeimmobilien. Einmalige sonstige betriebliche Erträge werden zur besseren Vergleichbarkeit im neutralen Ergebnis dargestellt.
Da die Gesellschaft keine aktiven Mitarbeiter:innen mehr beschäftigt, betreffen die Personalaufwendungen im laufenden Geschäftsjahr wie im Vorjahr laufende Pensionszahlungen und Zuführungen zu Pensionsrückstellungen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Geschäftsbesorgungsentgelte innerhalb der Deutschen Wohnen Gruppe. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist verkaufsbedingt und betrifft Maklerprovision für Immobilienverkäufe des Anlagevermögens. Einmalige sonstige betriebliche Aufwendungen des Vorjahres aus der Rückzahlung nicht passivierter Aufwendungsdarlehen werden zur besseren Vergleichbarkeit im neutralen Ergebnis dargestellt.
15 Vertraglich geschuldete Miete der vermieteten
Wohnungen geteilt durch die vermietete Fläche.
Die Abschreibungen haben sich durch Verkäufe, die die Erhöhung der planmäßigen Abschreibungen aus der Fertigstellung von Neubauten und Sanierungsmaßnahmen überstiegen, verringert.
Das Zinsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
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2021
TEUR |
2020
TEUR |
Veränderungen
TEUR |
Veränderungen relativ | |
| Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 0 | 42 | -42 | -100% |
| Zinsertrag von Dritten | 42 | 3 | 39 | 1300% |
| Zinsaufwand an Dritte (inkl. Aufzinsung) | -10.126 | -10.836 | 710 | -7% |
| Zinsergebnis Dritte | -10.084 | -10.791 | 707 | -7% |
| Erträge aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 24.220 | 21.525 | 2.695 | 13% |
| Zinsertrag verbundene Unternehmen | 174 | 206 | -32 | -16% |
| Zinsaufwand verbundene Unternehmen | -8.818 | -8.831 | 13 | 0% |
| Zinsergebnis verbundene Unternehmen | 15.576 | 12.900 | 2.676 | 21% |
| Zinsergebnis | 5.492 | 2.109 | 3.383 | 160% |
Einmalige Zinsaufwendungen werden zur besseren Vergleichbarkeit im neutralen Ergebnis dargestellt.
Das Zinsergebnis mit verbundenen Unternehmen veränderte sich im Wesentlichen durch die im Geschäftsjahr 2020 unterjährig an Konzerngesellschaften neu ausgegebenen Ausleihungen in Höhe von nominal TEUR 704.100.
In das Beteiligungsergebnis flossen die Ergebnisabführungen (Gewinnabführungen und Verlustübernahmen) und Ausschüttungen von mehr als dreißig unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften ein. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist auf die im Geschäftsjahr 2021 realisierten Veräußerungsgewinne bei Tochtergesellschaften zurückzuführen.
Folgende Aufwendungen sind angefallen, die für die bessere Vergleichbarkeit der Ertragslage mit dem Vorjahr als neutrales Ergebnis zusammengefasst wurden:
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2021
TEUR |
2020
TEUR |
|
| Kompensationszahlung für Baumaßnahmen auf einem Nachbargrundstück | 2.800 | 0 |
| Wertaufholung bei Sachanlagen | 0 | 86 |
| Vorfälligkeitsentschädigungen aus der Ablösung von Derivaten (SWAP) | 0 | -446 |
| Rückzahlung nicht passivierter Darlehen | 0 | -1.242 |
| Transaktionsbedingte Zinsaufwendungen | 0 | -24.815 |
| Summe | 2.800 | -26.417 |
Im Geschäftsjahr 2021 erhielt die GEHAG eine Kompensationszahlung als Schadensersatz im Zusammenhang mit Baumaßnahmen auf einem benachbarten Grundstück in Höhe von TEUR 2.800. Die Erträge waren in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Die im Geschäftsjahr 2020 realisierten Wertaufholungen bei Sachanlagen folgten der Wertsteigerung der Immobilienbestände der GEHAG. Die Erträge aus Zuschreibungen waren in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Die GEHAG hatte im Geschäftsjahr 2020 einzelne Zinssicherungsgeschäfte (SWAP) vorzeitig aufgelöst, wobei Aufwendungen für Vorfälligkeitsentschädigungen in Höhe von TEUR 446 angefallen waren. Diese Aufwendungen waren in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.
Die Rückzahlung nicht passivierter Aufwendungsdarlehen hatte im Geschäftsjahr 2020 zu einmaligen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.242 geführt, welche im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen waren.
Beim Erwerb von Geschäftsanteilen an der KATHARINENHOF Seniorenwohn- und Pflegeanlage Betriebs-GmbH, Berlin, waren im Geschäftsjahr 2020 transaktionsbedingte Zinsaufwendungen entstanden. Diese Aufwendungen waren in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.
Die außerplanmäßigen Abschreibungen entfielen im aktuellen Geschäftsjahr auf unbebaute Grundstücke und im Geschäftsjahr 2020 auf eine an Dritte verpachtete Pflegeeinrichtung.
Die Aufwendungen aus Steuern enthalten hauptsächlich Ertragsteuern (EUR 19.074; Vorjahr: TEUR 17.238) und beziehen sich damit auf den ertragsteuerlichen Organkreis der GEHAG.
Insgesamt wurde ein Ergebnis vor Ausschüttungen und Ergebnisabführungen von Tochtergesellschaften, vor Verkäufen von Immobilien und Beteiligungen sowie vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern in Höhe von EUR 49,3 Mio. (Vorjahr: EUR 6,8 Mio.) und ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 135,1 Mio. (Vorjahr: EUR 52,8 Mio.) erzielt:
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2021
TEUR |
2020
TEUR |
Veränderungen
TEUR |
Veränderungen relativ | |
| Jahresergebnis | 135.118 | 52.820 | 82.298 | 156% |
| Beteiligungsergebnis | -88.029 | -34.539 | -53.490 | 155% |
| Veräußerungsergebnis Immobilien nach Verkaufskosten | -16.829 | -29.397 | 12.568 | -43% |
| Veräußerungsergebnis Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | n/a |
| Ertragsteuern und sonstige Steuern | 19.024 | 17.901 | 1.123 | 6% |
| 49.284 | 6.785 | 42.499 | 626% |
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | Veränderungen | |||
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | |
| Sachanlagen | 1.151.965 | 27,8 | 1.207.030 | 30,2 | -55.065 |
| Finanzanlagen | 2.588.074 | 62,5 | 2.607.867 | 65,2 | -19.793 |
| Unfertige Leistungen und Vorräte | 46.243 | 1,1 | 43.340 | 1,1 | 2.903 |
| Forderungen | 344.922 | 8,4 | 131.465 | 3,3 | 213.457 |
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | 1 | 0,0 | 1 | 0,0 | 0 |
| Liquide Mittel | 7.676 | 0,2 | 7.664 | 0,2 | 12 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 184 | 0,0 | 229 | 0,0 | -45 |
| 4.139.065 | 100,0 | 3.997.596 | 100,0 | 141.469 | |
| Eigenkapital | 2.657.752 | 64,2 | 2.522.634 | 63,1 | 135.118 |
| Sonderposten | 2.276 | 0,1 | 2.341 | 0,1 | -65 |
| Rückstellungen | 63.859 | 1,5 | 54.036 | 1,4 | 9.823 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 696.652 | 16,8 | 706.029 | 17,7 | -9.377 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 676.331 | 16,3 | 671.879 | 16,8 | 4.452 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 42.195 | 1,1 | 40.677 | 0,9 | 1.518 |
| 4.139.065 | 100,0 | 3.997.596 | 100,0 | 141.469 | |
Das Sachanlagevermögen setzte sich im Wesentlichen aus Grundstücken und Immobilien (EUR 1.139,6 Mio.; Vorjahr: EUR 1.190,7 Mio.) und Anlagen im Bau (EUR 12,4 Mio.; Vorjahr: EUR 16,4 Mio.) zusammen.
Die Entwicklung der Grundstücke und Immobilien resultiert im Wesentlichen aus Zugängen bzw. Umbuchungen von abgeschlossenen Sanierungsmaßnahmen und Neubauten in Höhe von EUR 30,7 Mio., Abschreibungen von EUR 28,0 Mio. und Abgängen zu Restbuchwerten im Rahmen von Verkäufen von EUR 53,8 Mio.
Im Geschäftsjahr 2021 ist der Neubau der Pflegeeinrichtung in Jena so weit vorangeschritten, dass diese Pflegeeinrichtung voraussichtlich Mitte 2022 an die KATHARINENHOF-Gruppe als Betreiberin übergeben wird. Im Geschäftsjahr 2020 waren alle drei Häuser des Neubaus der Pflegeeinrichtung in Dresden fertiggestellt und an die KATHARINENHOF-Gruppe zum Betrieb übergeben worden.
Die Abgänge bei Sachanlagen betrafen hauptsächlich Pflegeimmobilien. Im Rahmen einer Portfoliobereinigung haben wir im dritten Quartal 2021 den Verkauf von insgesamt vier Pflegeimmobilien mit rund 650 Pflegebetten beziehungsweise Einheiten des Betreuten Wohnens beurkundet. Dabei haben wir uns insbesondere von Pflegeimmobilien getrennt, die sich nicht in unseren strategischen Zielregionen befinden sowie baulichen und regulatorischen Einschränkungen unterliegen. Der Vollzug der Transaktion erfolgte im vierten Quartal 2021.
Der Rückgang bei den Finanzanlagen ergab sich in Höhe von EUR 24,8 Mio. im Wesentlichen aus Rückzahlungen bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Weiterhin wurden für EUR 5,0 Mio. 10,10 % der Geschäftsanteile an der Seniorenwohnen Heinersdorf GmbH, Berlin, erworben, die gegenwärtig in Pankow eine neue Pflegeeinrichtung errichtet.
Die unfertigen Leistungen und Vorräte enthalten im Wesentlichen zum Verkauf bestimmte Grundstücke sowie unfertige Leistungen aus noch nicht abgerechneten Betriebskosten.
Die Forderungen (EUR 344,9 Mio.; Vorjahr: EUR 131,5 Mio.) beinhalteten im Wesentlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 335,2 Mio.; Vorjahr: EUR 124,0 Mio.), die im Wesentlichen Forderungen aus konzerninternen Darlehen (EUR 45,0 Mio.; Vorjahr: EUR 58,5 Mio.) und Cash Pool Forderungen (EUR 198,1 Mio.; Vorjahr: EUR 22,2 Mio.) gegen die Deutsche Wohnen SE, Berlin, betrafen.
Die Eigenkapitalquote stieg von rund 63,1 % auf rund 64,2 % bei leicht gestiegener Bilanzsumme durch den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 135,1 Mio.
Die Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Rückstellungen für Pensionen (EUR 32,8 Mio.; Vorjahr: EUR 32,8 Mio.), für Steuern (EUR 13,9 Mio.; Vorjahr: EUR 4,9 Mio.) und sonstige Rückstellungen insbesondere für ausstehende Rechnungen, für Betriebskosten und Instandhaltung (EUR 17,2 Mio.; Vorjahr: EUR 16,3 Mio.).
Die passivierten Kreditverbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 9,3 Mio. getilgt. Neuauszahlungen erfolgten im Geschäftsjahr 2021 nicht.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus konzerninternen Finanzierungen, Lieferungen und Leistungen und Ergebnisabführungen veränderten sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich.
In den übrigen Verbindlichkeiten sind hauptsächlich Betriebskostenvorauszahlungen in Höhe von EUR 27,6 Mio. (Vorjahr: EUR 28,6 Mio.) enthalten.
Für die Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten und ihre Besicherung verweisen wir auf den Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Anhang).
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2021
TEUR |
2020
TEUR |
Veränderungen
TEUR |
Veränderungen relativ | |
| Finanzmittelbestand am 1. Januar | 7.664 | 7.557 | 107 | 1% |
| Liquidität aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 36.157 | 36.185 | -28 | 0% |
| Liquidität aus Investitionstätigkeit | 126.996 | -365.999 | 492.995 | -135% |
| Liquidität aus Finanzierungstätigkeit | -163.141 | 329.921 | -493.062 | -149% |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | 12 | 107 | -95 | -89% |
| Finanzmittelbestand am 31. Dezember | 7.676 | 7.664 | 12 | 0% |
Die Liquidität aus der laufenden Geschäftstätigkeit reduzierte sich leicht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Die Liquidität aus Investitionstätigkeit enthielt im Wesentlichen Einzahlungen aus Gewinnabführungen von Tochtergesellschaften nach Ausgleichszahlungen von EUR 41,2 Mio. (Vorjahr: EUR 180,0 Mio.), aus Immobilienverkäufen von EUR 76,4 Mio. (Vorjahr: EUR 166,1 Mio.). Darüber hinaus sind Auszahlungen für Verlustübernahmen nach Ausgleichszahlungen von EUR 6,6 Mio. (Vorjahr: EUR 6,6 Mio.), Investitionen in den eigenen Bestand einschließlich Neubau in Höhe von EUR 27,9 Mio. (Vorjahr: EUR 34,5 Mio.) sowie Investitionen in Beteiligungen in Höhe von EUR 5,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) enthalten. Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine Ausleihungen ausgezahlt (Vorjahr: EUR 704,1 Mio.), aber in Höhe von EUR 24,8 Mio. (Vorjahr: EUR 12,4 Mio.) zurückgezahlt. Auf die Ausleihungen entfielen Zinserträge in Höhe von EUR 24,2 Mio. (Vorjahr: EUR 21,6 Mio.).
Die Liquidität aus Finanzierungstätigkeit beinhaltete im Wesentlichen Veränderungen in der konzerninternen Finanzierung, welche im Geschäftsjahr 2021 saldiert zu Auszahlungen in Höhe von EUR 153,8 Mio. (Vorjahr: Einzahlungen EUR 385,8 Mio.) führten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten veränderten sich durch Regeltilgungen und verkaufsbedingte Sondertilgungen in Höhe von EUR 7,6 Mio. (Vorjahr: EUR 3,9 Mio.) sowie vorzeitige Rückzahlungen in Höhe von EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 50,2 Mio.). Im Geschäftsjahr 2021 wurden wie im Vorjahr keine neuen Kreditverbindlichkeiten aufgenommen.
Zum Abschlussstichtag bestehen Cash Pool Forderungen in Höhe von EUR 198,1 Mio. (Vorjahr: EUR 22,2 Mio.).
Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2021 jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Die Deutsche Wohnen SE, Berlin, ist die börsennotierte mittelbare Muttergesellschaft der GEHAG GmbH, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis an Unternehmen erstellt. Die Deutsche Wohnen SE bildet gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften die Deutsche Wohnen Gruppe ("Deutsche Wohnen", "Gruppe" oder "Konzern"). Sie unterhält ein ganzheitliches und konzernweites Risikomanagementsystem, das die Aktivitäten aller Konzernunternehmen abdeckt.
Die Deutsche Wohnen prüft kontinuierlich sich bietende Chancen, durch die die Weiterentwicklung und das Wachstum des Konzerns gesichert werden können. Sowohl die Nutzung dieser Chancen als auch das aktuelle Geschäftsmodell sind mit Risiken verbunden. Alle wesentlichen Risiken zu kennen, abzuschätzen und zu steuern, ist dabei von hoher Bedeutung. Dazu ist in der Deutsche Wohnen ein zentrales Risikomanagementsystem (RMS) implementiert, das die Identifizierung, Messung, Steuerung und Überwachung aller den Konzern betreffenden wesentlichen Risiken sicherstellen soll. Es soll gewährleisten, dass Risiken frühzeitig erkannt, priorisiert und an die zuständigen Entscheidungsträger:innen kommuniziert werden, um sich für Gegenmaßnahmen oder ein bewusstes Tragen von Risiken entscheiden zu können. Dadurch soll Schaden von der Deutsche Wohnen abgewendet beziehungsweise minimiert werden.
Das RMS einschließlich des Risikofrüherkennungssystems (RFS) der Deutsche Wohnen SE erfasst segmentunabhängig die Risiken aus sämtlichen Aktivitäten aller unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungen, auf die sie einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Soweit geschäftliche Aktivitäten im Rahmen von Geschäftsbesorgungsverträgen erledigt werden, werden Risiken aus der Geschäftsbesorgung erfasst. Bei Beteiligungen ohne beherrschenden Einfluss werden Risiken aus der Beteiligungsbewertung erfasst.
Damit sind die Tochtergesellschaften in das RMS und RFS der Deutsche Wohnen Gruppe einbezogen, deren Regelungen konzerneinheitlich angewendet werden.
Die GEHAG GmbH selbst sowie die konzerninternen Geschäftsbesorger sind in das RMS und RFS der Deutsche Wohnen Gruppe einbezogen, das die Organe der Gesellschaft und die weiteren Verantwortlichen über alle die Gesellschaft betreffenden Risiken und deren Entwicklung informieren soll.
Die Regelungen des RMS und RFS werden für die GEHAG GmbH einheitlich zur Deutsche Wohnen Gruppe angewendet.
Die Risikostrategie der Deutsche Wohnen ist darauf ausgerichtet, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern und darüber hinaus den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Unternehmerischer Erfolg setzt voraus, dass Chancen wahrgenommen und damit verbundene Risiken erkannt und bewertet werden. Chancen sollen optimal genutzt und unternehmerische Risiken bewusst und eigenverantwortlich getragen sowie proaktiv gesteuert werden, sofern damit eine angemessene Wertsteigerung erzielt werden kann. Bestandsgefährdende Risiken sind zu vermeiden. Der Vorstand verabschiedet für die Deutsche Wohnen Regelwerke, die gesetzliche Bestimmungen konkretisieren und ergänzen, um ein risikoaverses Verhalten der Mitarbeitenden zu fördern.
Die Einrichtung eines angemessenen und funktionsfähigen Risikomanagementsystems (RMS) liegt in der gemeinsamen Verantwortung des Vorstands der Deutsche Wohnen SE. Er entscheidet über die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Ausstattung mit Ressourcen. Er verabschiedet die dokumentierten Ergebnisse des Risikomanagements und berücksichtigt diese bei der Unternehmenssteuerung.
Das vom Vorstand in Kraft gesetzte Risikomanagementhandbuch dokumentiert die Vorgaben des Vorstands zu den organisatorischen Regelungen und Maßnahmen des RMS und dient als Arbeitsgrundlage für die Risikoeigner.
Ausgewählte Führungskräfte der Deutsche Wohnen sind als Risikoeigner ("risk owners") benannt und übernehmen in dieser Rolle auf Konzernebene die Verantwortung für die Identifizierung, Bewertung, Dokumentation und Kommunikation aller wesentlichen Risiken sowie für risikominimierende Maßnahmen in der ihnen zugeordneten Risikokategorie.
Die Risikomanagerin koordiniert entsprechend den Vorgaben im Risikomanagementhandbuch die Erfassung, Bewertung, Dokumentation und Kommunikation der Risiken im Rahmen des Risikomanagementprozesses (Risikoinventur) und erstellt den Bericht für den Vorstand der Deutsche Wohnen SE und das Management der Konzerngesellschaften sowie den Aufsichtsrat.
Die Risikoeigner geben ihre Rückmeldungen im Rahmen einer quartalsweisen Risikoinventur und nehmen persönlich an ebenfalls quartalsweise stattfindenden Terminen mit Vorstand und Risikomanagerin teil. Dadurch soll die Risikolage im Konzern transparent und ein konzerneinheitlicher Umgang mit den identifizierten Risiken gewährleistet werden.
Das RMS soll in seiner konzernweit geltenden Gesamtheit dazu beitragen, dass die Unternehmensziele erreicht werden können, Abweichungen frühzeitig erkannt werden, negative Auswirkungen auf die Deutsche Wohnen vermieden werden und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können.
Das bestehende konzernweite RMS wird bei Bedarf an die Entwicklungen der Deutsche Wohnen angepasst.
Das IKS im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen. In der Deutsche Wohnen ist ein IKS etabliert, das sich im Wesentlichen auf die Prinzipien der Transparenz, Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips, Funktionstrennung und Mindestinformation der Mitarbeiter:innen erstreckt.
Die wesentlichen Merkmale unseres bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess können wie folgt zusammengefasst werden:
| ― |
Die Deutsche Wohnen zeichnet sich durch eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur aus. |
| ― |
Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken existieren konzernweit abgestimmte Planungs-, Reporting-, Controlling- sowie Frühwarnsysteme und -prozesse. |
| ― |
Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (zum Beispiel Finanzbuchhaltung und Controlling) sind eindeutig zugeordnet. |
| ― |
Die im Rechnungswesen eingesetzten EDV-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. |
| ― |
Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird überwiegend auf Standardsoftware zurückgegriffen. |
| ― |
Die Prozesse der in die Rechnungslegung involvierten Abteilungen entsprechen den Anforderungen an eine ordnungsmäßige Rechnungslegung. |
| ― |
Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten des Rechnungswesens werden anhand von manuellen und softwaregestützten Kontrollen geprüft. |
| ― |
Bei rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird das Vier-Augen-Prinzip angewandt. |
| ― |
Der Aufsichtsrat befasst sich unter anderem mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Abschlussprüfung sowie deren Schwerpunkten. |
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben wurden, stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die externe Rechnungslegung übernommen werden.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass die Rechnungslegung bei der Deutsche Wohnen sowie bei in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften einheitlich ist und im Einklang mit den rechtlichen und gesetzlichen Vorgaben sowie internen Leitlinien steht.
Eine integrierte Unternehmensplanung sowie eine entsprechende interne Berichterstattung über die operativen und finanziellen Kennzahlen aus dem Controlling bilden die Basis des im Unternehmen eingesetzten Frühwarnsystems.
Zentraler Bestandteil des RMS ist ein detailliertes monatliches Unternehmensreporting, das die Ist-Größen den vom Aufsichtsrat genehmigten und gegebenenfalls weiterentwickelten Planzahlen gegenüberstellt. Die Deutsche Wohnen fokussiert sich dabei insbesondere auf Kennzahlen zur Entwicklung der Vermietungen, der Pachten und Verkäufe, der Segmentergebnisse sowie auf die Entwicklung der Personal- und Sachkosten, auf die Cashflows, die Liquidität und Bilanzstrukturkennzahlen.
Auf Basis des Reportings können Abweichungen frühzeitig aufgezeigt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.
Die Organe der Gesellschaft und die Verantwortlichen erhalten wesentliche Informationen aus dem detaillierten monatlichen Reporting.
Im quartalsweisen Prozess der Risikoinventur werden Risiken dokumentiert. Es werden zehn übergeordnete Risikokategorien gebildet. Die Risikokategorien enthalten ca. 70 Einzelrisiken, denen umfeld- und unternehmensspezifische Frühwarnindikatoren zugeordnet werden, anhand derer eine Identifikation der Risiken erfolgt.
Risiken werden in den Fachbereichen gesteuert und ab einer möglichen drohenden Schadenshöhe von EUR 500 Tsd. im Risikoinventar verifiziert sowie den dargestellten Risikokategorien zugeordnet. Außerhalb der Regelberichterstattung besteht eine sofortige Meldepflicht für wesentliche Veränderungen der Risikolage durch die Risikoeigner und die Risikomanagerin gegenüber dem Vorstand.
Der Betrachtungshorizont bei der Risikobewertung umfasst jeweils zwölf Monate. Der Betrachtungszeitraum bei der Risikobewertung für Investitionsrisiken umfasst 36 Monate.
Die Bewertung der Risiken erfolgt mittels ausgabenorientierter Schwellenwerte für die Schadenshöhe (angegeben unter Berücksichtigung der ergriffenen oder in Umsetzung befindlichen risikominimierenden Maßnahme) und die Eintrittswahrscheinlichkeit.
Pro Risiko wird mittels der Angabe "Relevanz" festgelegt, ob aktuell Faktoren vorliegen, die das Eintreten des Risikos anzeigen könnten.
Im Risikoinventar wird aus diesen Angaben die finale Bewertung der Risiken in den Kategorien: geringfügig, erheblich, schwerwiegend, kritisch vorgenommen.
| Schadenshöhe | EUR Mio. | Eintrittswahrscheinlichkeit | % |
| Gering | 0,5 - 2 | Gering | 0 - 20 |
| Mittel | > 2 - 15 | Möglich | > 20 - 50 |
| Hoch | > 15 - 50 | Wahrscheinlich | > 50 - 70 |
| Sehr hoch | > 50 | Sehr wahrscheinlich | > 70 |
Entsprechend den finalen Bewertungen im Risikoinventar werden für die Deutsche Wohnen die "wesentlichen Risiken" (relevante Risiken mit den finalen Bewertungen "schwerwiegend" und "kritisch") und die bestandsgefährdenden Risiken (kritische Risiken können bestandsgefährdend sein) ermittelt. Nur relevante Risiken werden in Bezug auf die Risikotragfähigkeit analysiert. Interdependenzen von Risiken, die im Einzelnen nicht als wesentlich oder bestandsgefährdend bewertet werden, aber kumuliert betrachtet möglicherweise wesentliche oder bestandsgefährdende Auswirkungen auf den Konzern haben könnten, werden berücksichtigt.
Eine Ermittlung der Risikotragfähigkeit des Konzerns erfolgt quartalsweise. Eine marktwertorientierte Ermittlung der Risikotragfähigkeit des Konzerns erfolgt durch Abstellen auf die Fair-Value-Bewertung im IFRS-Konzernabschluss. Die im Risikoinventar identifizierten relevanten Risiken werden kumuliert der Risikotragfähigkeit des Deutsche Wohnen-Konzerns gegenübergestellt.
Das Ergebnis der quartalsweisen Risikoinventur wird in Form einer Risiko-Kontroll-Matrix dokumentiert.
Der Vorstand der Deutsche Wohnen SE, beziehungsweise die Geschäftsführung der Gesellschaft erhält für jedes Quartal ein aktualisiertes Risikoinventar und Angaben zur Risikotragfähigkeit. Für Ad-hoc-Meldungen oder wesentliche Veränderungen der Risikolage besteht eine sofortige Meldepflicht gegenüber dem Vorstand. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird im Rahmen seiner regulären Sitzungen über die Risikolage informiert.
Für die Deutsche Wohnen stellt Compliance einen wesentlichen Bestandteil verantwortungsvoller Unternehmensführung dar (Corporate Governance).
Die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, der Standards des Deutschen Corporate Governance Kodex, interner Anweisungen und Selbstverpflichtungen sowie der faire Umgang mit Geschäftspartner: innen und Wettbewerbern sind wichtige Grundsätze der Deutsche Wohnen. Sie dienen dazu, die Werte, Grundsätze und Regeln verantwortungsbewusster Unternehmensführung im täglichen Handeln umzusetzen.
Risiken aus Corporate Governance werden im Bereich Recht und im Rahmen des Risikomanagements im Risikoinventar nachgehalten.
Unternehmensweit gelten für die Mitarbeiter:innen Verhaltensrichtlinien, die die gesetzlichen Bestimmungen konkretisieren und ergänzen. Die Mitarbeiter:innen werden regelmäßig durch Compliance-Schulungen sowie die Vorgesetzten für Compliance-Risiken sensibilisiert.
Der Verhaltenskodex für Geschäftspartnerinnen beruht auf den Verhaltensrichtlinien und legt die Anforderungen an unsere Geschäftspartner: innen im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sowie Integrität und ethischer Standards fest.
Die Deutsche Wohnen hat einen Compliance Officer mit konzernweiter Verantwortung ernannt. Er führt unter anderem das Insiderverzeichnis der Aktiengesellschaften und berät Management, Mitarbeiter: innen und Geschäftspartner:innen über die Folgen von Verstößen gegen Insidervorschriften sowie relevante rechtliche Rahmenbedingungen und fungiert als zentraler Ansprechpartner für Fragen und Meldungen von Verdachtsfällen zu Verstößen.
Das Risikomanagement wird einer prozessunabhängigen Überwachung unterzogen. Diese wird von einer externen Revisionsgesellschaft mindestens alle drei Jahre durchgeführt.
Nach unserer Einschätzung der Gesamtrisikolage bestanden für das Geschäftsjahr 2021 und bestehen gegenwärtig keine Einzel- oder aggregierten oder interdependenten Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden und die sich bestandsgefährdend auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der GEHAG GmbH auswirken könnten.
In die Bewertung der Risiken werden die ergriffenen oder in Umsetzung befindlichen risikominimierenden Maßnahmen einbezogen.
Zwei Risiken der Kategorie Investitionsrisken werden als wesentlich identifiziert.
Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft wird im Geschäftsjahr 2021 und gegenwärtig nicht überschritten.
Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hat die Deutsche Wohnen Risiken identifiziert, die in den allgemeinen Unternehmensrisiken beschrieben werden. Diese werden derzeit als nicht wesentlich bewertet.
Die in 2021 im Rahmen von Workshops für die Deutsche Wohnen ermittelten Wirkungsketten zu Langzeit-Klimarisiken zeigen keine Risiken auf, die, unter Berücksichtigung von Berichtsformat und -zeitraum des Risikoinventars 2021, zusätzlich zu berücksichtigen sind.
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die zehn Risikokategorien sowie die Einordnung der zwei als wesentlich identifizierten Risiken im Bewertungsschema der Deutsche Wohnen Gruppe.
| Risikokategorie | Risiko | Schadenshöhe | Eintrittswahrscheinlichkeit | Relevanz Ergebnis (nach Bewertung von Relevanz und Gegenmaßnahmen) |
| 1. Allgemeine Unternehmensrisiken | Kein wesentliches Risiko identifiziert | |||
| 2. Rechtliche Risiken | Kein wesentliches Risiko identifiziert | |||
| 3. IT-Risiken | Kein wesentliches Risiko identifiziert | |||
| 4. Risiken aus Vermietung | Kein wesentliches Risiko identifiziert | |||
| 5. Risiken aus Personal / Mitarbeitenden | Kein wesentliches Risiko identifiziert | |||
| 6. Risiken aus An- und Verkauf | Kein wesentliches Risiko identifiziert | |||
| 7. Risiken aus Pflegegeschäft (Immobilien und Betrieb) | Kein wesentliches Risiko identifiziert | |||
| 8. Objektrisiken | Kein wesentliches Risiko identifiziert | |||
| 9. Finanzwirtschaftliche Risiken | Kein wesentliches Risiko identifiziert | |||
| 10. Investitionsrisiken (Bestand und Capex/Projektentwicklung und Neubau) | Kostenrisiko bei Investitionen in Bestandsobjekte (steigende Materialkosten) Schadenshöhe hoch, Eintrittswahrscheinlichkeit möglich, Relevanz Ja, Bewertung "schwerwiegend" Kostenrisiko bei Investitionen in Projektentwicklung und Neubau (steigende Materialkosten) Schadenshöhe hoch, Eintrittswahrscheinlichkeit möglich, Relevanz Ja, Bewertung "schwerwiegend" |
Nach Einschätzung der GEHAG GmbH sind die Risiken der Deutsche Wohnen Gruppe für die Gesellschaft gleichermaßen von Bedeutung. Verschiedene Risiken haben nur eine mittelbare Auswirkung, zum Beispiel IT-Risiken und Risiken aus Personal/Mitarbeitenden.
Allgemeine Unternehmensrisiken betreffen Risiken, die den anderen Kategorien nicht unmittelbar zuzuordnen sind. In dieser Kategorie werden keine wesentlichen Risiken identifiziert.
Im faktischen Konzern sind beherrschte Unternehmen weiterhin unabhängig. Es besteht das Risiko, dass rechtliche Grundlagen für einen Austausch von Leistungen und Daten oder einen eventuellen Nachteilsausgleich nicht hinreichend geregelt werden. Auch die Arbeitsfähigkeit von IT und die Kontinuität bestehender Prozesse sind vor dem Hintergrund der Integration zu beachten. Durch den Verlust von Führungskräften oder Mitarbeitenden in Schlüsselpositionen können höhere Kosten durch die Einbindung externer Unterstützung entstehen. Die Risiken für die Deutsche Wohnen werden als nicht wesentlich eingeschätzt.
Die Deutsche Wohnen hat im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie keine wesentlichen Risiken hinsichtlich der Fürsorge für ihre Arbeitnehmer:innen, des Umgangs mit Kundinnen, Bewohner: innen und Besucher: innen von Pflegeeinrichtungen sowie der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs identifiziert. Restrisiken wird durch entsprechende Maßnahmen begegnet.
Werden relevante Marktentwicklungen oder Trends nicht frühzeitig antizipiert, könnten sich daraus Risiken ergeben.
Marktrisiken können entstehen, wenn sich die konjunkturelle Lage in Deutschland eintrübt und dadurch die Marktmieten oder Immobilienpreise stagnieren oder zurückgehen. Weiterhin kann es in einer stagnierenden oder schrumpfenden Wirtschaft zu erhöhter Arbeitslosigkeit kommen, die die finanziellen Möglichkeiten von Kund:innen einschränkt. Darüber hinaus könnte auch ein Rückgang der verfügbaren Nettoeinkommen - sei es aufgrund von Arbeitslosigkeit, Abgabenerhöhungen, Steueranpassungen oder Nebenkostensteigerungen - über geringere Neuvermietungen, niedrigere Neuvermietungsmieten und steigende Leerstände den Geschäftsverlauf der Deutsche Wohnen negativ beeinflussen. Auch ein deutlicher Anstieg des Neubauvolumens kann sich negativ auf die Preisentwicklung auswirken.
Durch die angespannte Angebots- und Nachfragesituation in den deutschen Ballungszentren stehen private Wohnungseigentümerinnen im Fokus von Politik und Medien. Dies führt sowohl zu politischen Forderungen als auch zu entsprechender Berichterstattung.
Sowohl eine negative Berichterstattung in den Medien als auch Verfahren gegen Organe oder Mitarbeiter:innen der Deutsche Wohnen können zu negativen Auswirkungen führen.
Vermehrte Schadensfälle oder zum Beispiel Naturkatastrophen (unter anderem Stürme, Überschwemmungen) oder Veränderungen/Abhängigkeiten im Versicherungsmarkt könnten zu finanziellen Belastungen führen.
Aus der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die im Mai 2018 in Kraft getreten ist, ergeben sich verschärfte Anforderungen an die Unternehmen bezüglich ihres Umgangs mit personenbezogenen Daten. Verstöße können mit hohen Bußgeldern in Abhängigkeit vom Umsatz geahndet werden.
Die Datenverarbeitungsprozesse personenbezogener Daten aller Fachbereiche (Verarbeitungen) werden in einem Verarbeitungsverzeichnis der Deutsche Wohnen dokumentiert und laufend aktualisiert. Im Berichtszeitraum und aktuell werden keine datenverarbeitenden Prozesse identifiziert, aus denen sich ein wesentliches Risiko ergibt. Die Prozesse für und Anforderungen an die Verarbeitung personenbezogener Daten werden laufend durch technische und organisatorische Maßnahmen optimiert.
Die zuständige Aufsichtsbehörde hat in 2019 einen Bußgeldbescheid gegen die Deutsche Wohnen erlassen. Der Bescheid bezieht sich auf eine mittlerweile abgelöste technische Datenarchivierungslösung der Deutsche Wohnen. Auf Einspruch der Deutsche Wohnen hat das Landgericht Berlin das Verfahren wegen Ungültigkeit des Bußgeldbescheids eingestellt. Hiergegen hat die Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Beschwerde eingelegt. Auf die Beschwerdebegründung hat die Deutsche Wohnen entsprechend repliziert. Das Verfahren wird beim Kammergericht Berlin geführt, das die Rechtsfrage mit Beschluss vom 6. Dezember 2021 im Rahmen einer Vorabentscheidung dem EuGH vorgelegt hat.
In dieser Kategorie werden keine wesentlichen Risiken identifiziert.
Risiken, die potenziell zu Verlusten für das Unternehmen führen, könnten unter Umständen aus der Nichtbeachtung rechtlicher Vorschriften, der Nichtumsetzung neuer oder geänderter Gesetze, aus dem Fehlen von umfassenden Regelungen in abgeschlossenen Verträgen oder mangelnder Dokumentation entstehen.
Anhängige oder drohende Rechtsstreitigkeiten könnten eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Eine politische Initiative in Berlin hat zum Ziel, Vermieterinnen, in deren Eigentum mehr als 3.000 Wohnungen in Berlin stehen, zu vergesellschaften. Aus dem erfolgreichen Volksentscheid vom 26. September 2021 entsteht keine rechtliche Bindung für den Berliner Senat/das Abgeordnetenhaus von Berlin, ein Gesetz zur Vergesellschaftung zu erlassen; das Risiko wird daher als nicht wesentlich bewertet.
In dieser Kategorie werden keine wesentlichen Risiken identifiziert.
Die Prozesse der Deutsche Wohnen sind stark von der Funktion zentraler IT-Anwendungen und -Systeme abhängig. Grundsätzlich besteht das Risiko eines Teil- oder Totalausfalls dieser Anwendungen, der zu erheblichen Störungen der Geschäftsabläufe führen könnte. Trotz der ständig erfolgenden bedarfsgerechten Optimierung von Sicherheitsvorkehrungen und -maßnahmen besteht generell das Risiko, dass Angriffe auf die IT durch Schadsoftware oder Datenzugriffe durch Unberechtigte erfolgen könnten.
Es werden in dieser Kategorie keine wesentlichen Risiken identifiziert.
Das Bundesverfassungsgericht hat das Gesetz zur Mietenbegrenzung im Wohnungswesen in Berlin (MietenWoG Bln - "Mietendeckel") per Beschluss vom 25. März 2021 für nichtig erklärt, dementsprechend bestehen im Berichtszeitraum keine diesbezüglichen Risiken mehr.
Auf Länderebene sind insbesondere von der Regierung in Berlin weitere Eingriffe (zum Beispiel die Ausweitung der Milieuschutzgebiete oder die Änderung des Zweckentfremdungsverbots) zu erwarten. In Berlin werden vermehrt Erhaltungssatzungsgebiete festgelegt oder ausgeweitet. Dadurch können Modernisierungsmaßnahmen verweigert oder ihre Umsetzung erschwert werden. Weitere Gesetzesänderungen (zum Beispiel bezüglich des Umfangs der umlegbaren Betriebskosten) werden regelmäßig diskutiert. Es ist daher nicht auszuschließen, dass es zu weiteren regulatorischen Änderungen kommen wird. Daher überwacht die Deutsche Wohnen kontinuierlich die Ausführungsgesetze, arbeitet in wohnungswirtschaftlichen Gremien mit und nutzt rechtliche Möglichkeiten zur Mitbestimmung.
Risiken aus Zahlungsrückständen im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie oder Risiken aus Forderungsausfällen werden derzeit als nicht wesentlich bewertet.
In dieser Kategorie werden keine wesentlichen Risiken identifiziert.
Die Gewinnung qualifizierter Mitarbeitender wird angesichts des bestehenden Facharbeitskräftemangels erschwert; gleichzeitig könnten Mitarbeitende in Schlüsselpositionen das Unternehmen im Zusammenhang mit dem Mehrheitserwerb durch Vonovia zu erwartenden Integrationsmaßnahmen verlassen.
Risiken könnten der Deutsche Wohnen zudem entstehen, wenn sich Mitarbeiter: innen nicht an gesetzliche Vorschriften oder bindende Unternehmensvorgaben halten.
Es werden in dieser Kategorie keine wesentlichen Risiken identifiziert.
Durch veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen (zum Beispiel in Milieuschutzgebieten) wird die Aufteilung von Wohnungseigentum erschwert.
Eine gesamtwirtschaftliche Konjunkturverschlechterung, ein allgemeiner Anstieg des Zinsniveaus, eine Veränderung der regulatorischen Parameter oder eine Ausweitung des Neubauvolumens können zu einem Rückgang des Kaufinteresses an Bestandsimmobilien führen. Verkaufspläne der Deutsche Wohnen könnten verzögert beziehungsweise Preiserwartungen nicht durchgesetzt werden können.
Bei Ankäufen in bestehenden sowie in neuen Regionen besteht die Möglichkeit, dass Businesspläne aus Zukäufen nicht vollständig, nur teilweise oder erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt werden können oder dass streitbare Ansprüche Dritter bestehen.
In dieser Risikokategorie werden spezielle Risiken erfasst, die sich aus dem Pflegegeschäft ergeben. Es werden in dieser Kategorie keine wesentlichen Risiken identifiziert.
Umsatzeinbußen oder Kosten können entstehen, wenn Anpassungsbedarfe aufgrund von Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Pflegegeschäft vorgenommen werden müssen (zum Beispiel wird in einigen Bundesländern die Einhaltung einer gesetzlichen Quote für Einzelzimmerbelegung gefordert).
Die Gewinnung qualifizierter Mitarbeitender für Pflegeeinrichtungen ist im Berichtszeitraum und aktuell problematisch. Defizite können sich auf die Profitabilität oder die Qualität der Pflegeeinrichtung auswirken.
In dieser Kategorie werden Risiken nachgehalten, die aus dem Zustand von Immobilien im Hinblick auf gesetzliche, bauliche oder ökologische Anforderungen resultieren können.
Risiken können aus Instandhaltungsversäumnissen, Bauschäden oder unzureichendem Brandschutz entstehen. Weiterhin könnten Risiken aus Altlasten einschließlich Kriegslasten, Bodenbeschaffenheit und Schadstoffen im Baumaterial sowie aus etwaigen Verstößen gegen baurechtliche Anforderungen entstehen. In dieser Kategorie werden keine wesentlichen Risiken identifiziert.
Technische Bestandsanalysen werden genutzt, um sich einen Überblick über den Zustand der Immobilien zu verschaffen. Bei der Bewertung der Immobilien wird der technische Zustand als Bestandteil der zugrunde liegenden Annahmen berücksichtigt.
In dieser Kategorie werden keine wesentlichen Risiken identifiziert.
Es ergeben sich im Berichtszeitraum keine wesentlichen Risiken aus Unternehmenssteuerreformen.
Für die Zeitwerte der Immobilien sind insbesondere die Entwicklung des regionalen und überregionalen Immobilientransaktionsmarkts sowie die konjunkturelle Entwicklung und das Zinsniveau maßgeblich. Es besteht daher das Risiko, dass bei einer negativen Entwicklung des Immobilienmarkts oder der allgemeinen konjunkturellen Lage sowie durch steigende Zinsen die von der Deutsche Wohnen vorgenommenen Wertansätze des Immobilienvermögens wertberichtigt werden müssen.
Weiterhin könnten daraus auch Wertschwankungen von Beteiligungsbuchwerten und/oder -erträgen oder Geldanlagen resultieren.
Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken zählt die Deutsche Wohnen einen verzögerten Geldfluss bei Umsatzerlösen und Darlehensvergaben sowie unvorhergesehene Ausgaben, die zu Liquiditätsengpässen führen können.
Im Geschäftsjahr 2021 wurde das Rating der Deutsche Wohnen SE von Standards & Poor's auf das Rating der Vonovia SE BBB+ stable angepasst. Das Rating von Moody's verbleibt auch nach dem Zusammenschluss mit der Vonovia bei A3.
Grundsätzlich könnten Banken jedoch nicht mehr in der Lage oder willens sein, auslaufende Kredite zu verlängern. Es ist nicht auszuschließen, dass Refinanzierungen teurer werden und zukünftige Vertragsverhandlungen mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Ferner bestehen in Kreditverträgen sogenannte Financial Covenants, die bei Nichteinhaltung zu außerordentlichen Kündigungen durch die Banken führen könnten. Bei der Gesellschaft sind dies Finanzkennzahlen, die sich im Wesentlichen auf die Kapitaldienstfähigkeit (Debt Service Cover Ratio - DSCR/ Interest Service Cover Ratio - ISCR) sowie auf den Verschuldungsgrad in Abhängigkeit von den Mieteinnahmen (Vervielfältiger) beziehen.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden Risiken des Konzerns bestehen aus zinsbedingten Cashflow-, Liquiditäts- und Ausfallrisiken. Die Unternehmensleitung erstellt und überprüft Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken. Ausfallrisiken beziehungsweise das Risiko, dass ein/e Vertragspartner:in seinen/ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, werden mittels der Verwendung von Kreditlinien und Kontrollverfahren gesteuert. Für die Deutsche Wohnen besteht weder bei einem/r einzelnen Vertragspartner:in noch bei einer Gruppe von Vertragspartner:innen mit ähnlichen Merkmalen eine erhebliche Konzentration des Ausfallrisikos. Das Risiko eines Liquiditätsengpasses wird kontinuierlich mittels eines Liquiditätsplanungs-Tools überwacht. Die Deutsche Wohnen ist weiterhin bestrebt, jederzeit über ausreichend flüssige Mittel zur Bedienung gegenwärtiger und zukünftiger Verpflichtungen zu verfügen. Das Zinsänderungsrisiko, dem der Konzern ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen finanziellen Schulden mit variablem Zinssatz und ist durch Zinsderivate im Wesentlichen abgesichert.
Die grundlegende Veränderung steuerlicher Rahmenbedingungen kann zu Finanzrisiken führen.
Für einige Teilgesellschaften des Konzerns sind die Betriebsprüfungen vergangener Jahre noch nicht abgeschlossen. Es ist möglich, dass zusätzliche Steuern entrichtet werden müssen.
Die Deutsche Wohnen unterliegt den Regelungen zur Zinsschranke, die die steuerliche Abzugsfähigkeit von Zinsaufwendungen im Rahmen der Einkommensermittlung beschränkt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass in Zukunft steuerliche Belastungen aus diesen Regelungen resultieren können.
Durch eine Veränderung unserer Anteilseigner- und Organisationsstruktur könnte Grunderwerbsteuer ausgelöst werden oder steuerliche Verlustvorträge könnten untergehen.
Zwei Risiken dieser Risikokategorie werden als wesentlich eingeschätzt.
Für die Deutsche Wohnen und die Gesellschaft bestehen zwei wesentliche Risiken aufgrund erwarteter Kostensteigerungen durch Materialkostensteigerungen für Investitionen in Bestandsobjekten sowie für Investitionen in der Projektentwicklung und im Neubau. Hierdurch können Erträge sinken, der Preis- und Qualitätswettbewerb bei Ausschreibung und Vergabe erschwert sein sowie erhöhte Kosten bei der Baudurchführung, Abnahme und Gewährleistungsverfolgung entstehen und Investitionen verzögert werden. Die beiden Risiken werden mit den Bewertungen "Schadenshöhe hoch" und "Eintrittswahrscheinlichkeit möglich" vorgenommen. Die Risiken werden als relevant bewertet. Diese Annahmen führen zu der Risikobewertung "schwerwiegend".
Die Kostensteigerungen resultieren aus der aktuellen Situation auf dem Weltmarkt, bedingt durch die Corona-Pandemie, Handelsrestriktionen, Containerknappheit und Naturereignisse. Es werden projektindividuell Maßnahmen geprüft (zum Beispiel Anwendung von Materialpreisklauseln). Zwei Risiken dieser Risikokategorie werden als wesentlich eingeschätzt.
Die weiteren Risiken in dieser Risikokategorie werden als nicht wesentlich eingeschätzt. Ein Risiko wird bei Abweichungen von erwarteten baurechtlichen Gegebenheiten identifiziert oder bei einer längeren Dauer von Genehmigungsverfahren. Die Beseitigung von Kontaminationen, Altlasten oder Schadstoffen bei Investitionen kann aufwendiger werden als ursprünglich kalkuliert. Gesetzgebungen sind wichtige Einflussgrößen bei Investitionen und unterliegen immer einem Änderungsrisiko. Ein Risiko wird auch bei Inkrafttreten von neuen Bauvorschriften oder Restriktionen gesehen; Veränderungen könnten sich negativ auf die Renditeziele auswirken. Einen negativen Effekt könnten Baustoppverfügungen und fehlende Baugenehmigungen haben, da diese gegebenenfalls zu ungeplanten Kosten und Bauverzug führen.
Grundsätzlich unterliegen komplexe Investitionsmaßnahmen immer einem Kostenrisiko, einem Projektrisiko und einem zeitlichen Risiko.
Im Geschäftsjahr 2021 konnte die Deutsche Wohnen wichtige Weichen für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung stellen. Insgesamt verspricht die in den vergangenen Jahren betriebene Konzentration und Ausrichtung des Portfolios auf Metropolregionen unter Beibehaltung einer konservativen Kapitalstruktur weiteres Wertsteigerungspotenzial in der Zukunft.
Neben Synergien und Skaleneffekten kann die Deutsche Wohnen als Teil des Vonovia-Konzerns mit seiner Größe und Aufstellung in Europa neue Standards setzen und die Zukunft der Branche positiv mitgestalten.
Der Zusammenschluss beider Unternehmen bietet die Möglichkeit, die strategischen Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt gemeinsam noch konsequenter zu adressieren.
Sowohl die Vonovia als auch die Deutsche Wohnen haben den Klimaschutz in den Mittelpunkt der Aktivitäten gerückt. Klimaschutz, bedarfsgerechtes Wohnen und bezahlbarer Wohnraum sind gesellschaftliche Herausforderungen, die umfangreicher Investitionen bedürfen und gemeinsam besser bewältigt werden können.
Darüber hinaus festigt die Deutsche Wohnen ihre Position als einer der größten Projektentwickler Deutschlands und wird einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung von neuem Wohnraum leisten.
Gemeinsam mit der Vonovia schafft die Deutsche Wohnen neue Perspektiven für die Mitarbeiter: innen und Kund: innen und kann an den Lösungen für den Wohnungsmarkt der Zukunft arbeiten.
Die positive Entwicklung des Immobilienportfolios wird durch die anhaltend dynamische Marktentwicklung unterstützt. Die steigende Nachfrage nach Wohnraum, insbesondere in Ballungsgebieten, bedingt durch den Zuzug sowie eine tendenzielle Reduzierung der durchschnittlichen Haushaltsgrößen, verstärkt den positiven Trend. Eine Fortsetzung der expansiven Geldpolitik der EZB und das daraus resultierende Niedrigzinsumfeld können die Attraktivität von Immobilien weiterhin positiv beeinflussen.
Positive Entwicklungen im regulatorischen Umfeld sowie bei den Förderprogrammen können die Voraussetzungen für die Bestandsbewirtschaftung sowie für energetische Ertüchtigungen und Neubau verbessern.
Die Geschäftstätigkeit im Geschäftsfeld Pflege und Betreutes Wohnen bietet aufgrund der steigenden Nachfrage nach Pflegeplätzen im Markt weitere Chancen für die Deutsche Wohnen.
Das im Eigentum der Deutsche Wohnen befindliche Wohn- und Projektentwicklungsportfolio weist insbesondere in den Core+-Regionen weitere Wachstumspotenziale in der Entwicklung der Mieten und Marktwerte der Immobilien auf.
Die Finanzierungsstruktur der Deutsche Wohnen ist sehr stabil und flexibel. Der Konzern ist langfristig finanziert und weist einen geringen Verschuldungsgrad (LTV) auf. Das Geschäftsmodell der Deutsche Wohnen ist bei den Bankpartner:innen etabliert.
Mit den beiden Ratings BBB+ von Standard & Poor's und A3 von Moody's gehört die Deutsche Wohnen nach wie vor zu den am besten bewerteten Immobilienunternehmen in Europa. Durch die Emittentenratings verfügen wir über eine erhöhte finanzielle Flexibilität.
Der Zugang zu den Eigen- und Fremdkapitalmärkten, auch in Verbindung mit dem aktuell sehr niedrigen Zinsniveau, bietet gute Chancen für die Finanzierung zukünftigen Wachstums.
Um die Qualität des Bestands weiter zu erhöhen, investiert die Deutsche Wohnen in ihre Immobilien. Zudem werden durch gezielte Investitionen die Neubaupotenziale signifikant erhöht. Dabei wird der Großteil der Neubauprojekte für den eigenen Immobilienbestand entwickelt und sichert zukünftiges Wachstum. Die Chancen liegen dabei nicht in der Erfüllung von kurzfristigen Renditeerwartungen, sondern in nachhaltiger Investition und Wertschaffung.
Im Bewusstsein der eigenen unternehmerischen Verantwortung sowie im Kontext ihrer Nachhaltigkeitsstrategie stellt sich die Deutsche Wohnen den gesellschaftlichen Herausforderungen der Energiewende und der Digitalisierung. Vor diesem Hintergrund werden einerseits Investitionsmaßnahmen mit dem Ziel energetischer Effizienzsteigerung und CO 2-Vermeidung in Wärmeerzeugungsanlagen getätigt. Zum anderen investiert sie bereits heute in multimediale Infrastrukturen, um den digitalen Kundenbedürfnissen auch in der Zukunft genügen zu können.
Dynamischere Erholung der deutschen Wirtschaft erwartet: Das DIW Berlin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) prognostiziert, dass sich die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr erholt - vorausgesetzt, die Lieferengpässe lösen sich auf und die Corona-Pandemie wird überwunden. Nachdem sich die deutsche Wirtschaft 2021 mit 2,1 % nur langsam aus der Pandemie herausgewunden hat, wird für 2022 ein kräftiges Plus von 4,9 % erwartet. 16
Der Einmarsch Russlands in die Ukraine ist nicht nur ein schwerer Angriff auf die Demokratie, die damit einhergehenden wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland könnten zu einem verschärften Anstieg der Öl- und Gaspreise und somit auch der Inflationsrate führen. Der private Konsum würde entsprechend geringer ausfallen und das Wirtschaftswachstum würde sich nach allmählicher Erholung von den Folgen der Corona Pandemie erneut verlangsamen. 17
Starker Wohninvestmentmarkt zieht verwandte Sub-Assetklassen mit: Auf dem Wohninvestmentmarkt herrscht nach wie vor ein Nachfrageüberhang. Dementsprechend wird auch für 2022 eine stabil hohe Nachfrage erwartet. Davon abgeleitet steigt ebenfalls die Nachfrage in verwandten Sub-Assetklassen. Insbesondere für den Pflege- und Gesundheitsimmobilienmarkt wird großes Potenzial für substanzielles Wachstum gesehen. Aufgrund der außergewöhnlichen Situation im Jahr 2021 mit einigen "Mega-Deals" ist die Höhe des Transaktionsvolumens auf dem Wohnimmobilienmarkt kein Indikator für das kommende Jahr. Jedoch wird mit einem Volumen auf dem Durchschnitt der Vorjahre gerechnet. Beflügelt werden könnte das Marktgeschehen zusätzlich durch größere Plattform-Deals. 18
16 DIW Wochenbericht 37/2021
17 Ukraine-Krise: Mit höheren Gaspreisen
droht eine Inflation von sechs Prozent - Institut der
deutschen Wirtschaft (iwokoeln.de)
Hoher Neubaubedarf in den Metropolen: Laut Institut der deutschen Wirtschaft wurden in Deutschland in den Jahren 2019 und 2020 knapp 342.000 neue Wohnungen benötigt. Die Bautätigkeit hinkt dem Bedarf mit zuletzt etwa 287.000 fertiggestellten Wohnungen deutlich hinterher. Die hohe Auslastung der Bauwirtschaft, der Fachkräftemangel im Baugewerbe und langwierige Prozesse lassen eine Ausweitung der Bautätigkeiten auf über 300.000 Wohnungen pro Jahr unwahrscheinlich erscheinen. In fast allen Großstädten wurde die Bautätigkeit zuletzt spürbar ausgeweitet, dennoch ist dies immer noch nicht ausreichend, um den Bedarf zu befriedigen. Insbesondere in Berlin, München, Stuttgart und Köln bedarf es langfristig einer deutlichen Steigerung der Bautätigkeit. 19
Berliner Wohnungsbau muss hohen Bedarf decken: Laut JLL-Bedarfsanalyse benötigt Berlin bis 2030 jährlich 20.450 zusätzliche Wohnungen, um den zukünftigen Bedarf zu decken. Die Zahl der Fertigstellungen wird mittelfristig jedoch voraussichtlich stagnieren, da die Zahl der Genehmigungen rückläufig ist und gleichzeitig weniger Bauland zur Verfügung steht. 20
Wohnungsmieten und -preise weiter im Aufwärtstrend: Die Kaufpreise für Wohneigentum haben sich über die vergangenen Jahrzehnte kontinuierlich erhöht, mit einem deutlich beschleunigten Wachstum im Niedrigzinsumfeld der letzten Jahre. Dieser Trend ist auch angesichts der Corona-Pandemie ungebrochen. Auch die Mietpreise setzen ihren Wachstumspfad der letzten Jahre fort. Nach dem Ende des Mietendeckels in Berlin ziehen ebenfalls die Preise für Bestandswohnungen in der Hauptstadt wieder an. Den Forderungen nach günstigem Wohnraum in den Städten stehen höhere Ansprüche an die Energieeffizienz und Nachhaltigkeit insgesamt gegenüber, und damit steigende Kosten. Die anhaltende Wohnungsnachfrage und die Wachstumsaussichten der Städte werden auch künftig in weiteren Preissteigerungen münden. 21
Kein Ende der Niedrigzinspolitik in Sicht: Es wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen im Euroraum weiterhin auf ihrem extrem niedrigen Niveau belässt. Günstige Finanzierungsbedingungen und niedrige Renditen alternativer Kapitalanlagen begünstigen daher voraussichtlich auch künftig die Nachfrage nach Wohneigentum.
18 JLL Pressemitteilung vom 6. Januar 2022
19 Institut der deutschen Wirtschaft, IW-Report
28/2019, "Ist der Wohnungsbau dem richtigen Weg?"
20 JLL, Residential City Profile Berlin, 1.
Halbjahr 2020
21 Colliers, Residential Investment, Deutschland
2021/2022
Unsere Prognose basiert auf der aus den Planungsinstrumenten abgeleiteten Unternehmensplanung. In diese sind die Annahmen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie zur Entwicklung des Wohnungsmarkts eingeflossen. Zukäufe und opportunistische Verkäufe sind dabei nicht berücksichtigt, es sei denn, sie waren zum Zeitpunkt der Planung bereits notariell beurkundet. Auch Effekte aus dem zum Planungszeitpunkt noch nicht angelaufenen Integrationsprozess mit der Vonovia SE, Bochum, haben sich in der Planung und somit in der Prognose noch nicht niedergeschlagen. Die möglichen Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung wurden angemessen berücksichtigt.
Bei gleichbleibenden beziehungsweise den bekannten Veränderungen der Rahmenbedingungen und bei unveränderter Zugehörigkeit zur Deutsche Wohnen Gruppe, also der Einbeziehung in die konzerninterne Geschäftsbesorgung und die Refinanzierungsmöglichkeiten des Konzerns, erwarten wir vor dem Hintergrund der grundsätzlich positiven Aussichten für den deutschen Wohnungsmarkt, insbesondere in den Metropolregionen, für 2022 ein leicht geringeres Ergebnis vor Immobilienverkäufen, vor Ausschüttungen und Ergebnisabführungen von Tochtergesellschaften und vor Ertragsteuern sowie sonstigen Steuern in einer Bandbreite zwischen EUR 38,5 Mio. und EUR 42,8 Mio.
Die Wertentwicklung unserer Immobilien ist maßgeblich von der Entwicklung der Preise am Transaktionsmarkt abhängig. Vor dem Hintergrund der weiterhin positiven Aussichten für den deutschen Wohnimmobilienmarkt, insbesondere auch in den Metropolregionen, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022 eine positive Wertentwicklung unseres Immobilienbestands.
Daneben können Erträge aus der Veräußerung von Immobilien entstehen.
Berlin, den 10. März 2022
GEHAG GmbH
Die Geschäftsführung
Stefan Folmayer
Gert Müller
Wir haben den Jahresabschluss der GEHAG GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GEHAG GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und |
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vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 28. April 2022
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Drotleff, Wirtschaftsprüfer
Jordan, Wirtschaftsprüfer
Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2021 die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben sorgfältig wahr. Er hat die Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig beraten und ihre Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen, die für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung waren oder für die der Gesellschaftsvertrag der Gesellschaft eine Zustimmungspflicht des Aufsichtsrats vorsieht, wurde der Aufsichtsrat oder der Akquisitionsausschuss sachgerecht eingebunden.
Die Geschäftsführung berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung und Strategie, über die Lage des Unternehmens, den Gang der Geschäfte, Chancen und Risiken sowie über das Risiko- und Compliance-Management. Der Aufsichtsrat überprüfte und überwachte die Rechnungslegungsprozesse sowie die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagements. Strategische Entscheidungen für die Gesellschaft wurden von der Geschäftsführung mit dem Aufsichtsrat abgestimmt und Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden von der Geschäftsführung jeweils umfassend erläutert und besprochen.
Außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrats stand vor allem der Aufsichtsratsvorsitzende mit der Geschäftsführung in regelmäßigem Kontakt, um sich über die wesentlichen Geschäftsvorfälle sowie die im Hinblick auf die Corona-Pandemie jeweils erforderlichen Maßnahmen zu informieren und die Geschäftsführung bei ihren Entscheidungen beratend zu unterstützen.
Im Berichtsjahr fanden zwei Aufsichtsratssitzungen statt. Die Sitzungen wurden aufgrund der Corona-Pandemie als Telefonkonferenzen durchgeführt. Im Wesentlichen wurden dort folgende Themen behandelt:
In der Sitzung am 13. April 2021 standen die Feststellung des Jahresabschlusses 2020 und die Erörterung des Wirtschaftsplans 2021 im Mittelpunkt. Die Geschäftsführung und der bei der Sitzung anwesende Abschlussprüfer erläuterten Einzelheiten des Jahresabschlusses 2020. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 und stimmte dem Vorschlag der Geschäftsführung zur Ergebnisverwendung zu. In der Sitzung wurden auch die im Hinblick auf die Corona-Pandemie erforderlichen Maßnahmen erörtert.
In seiner Sitzung am 16. Dezember 2021 befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit der aktuellen Geschäftsentwicklung einschließlich der Jahresprognose sowie dem Bericht aus dem Akquisitionsausschuss.
Die Gesellschaftersammlung hat die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 bestimmt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden die genannten Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag der Geschäftsführung für die Verwendung des Bilanzgewinns im Vorfeld der Sitzung zugesandt. An der Bilanzaufsichtsratssitzung am 28. April 2022 nahm der Abschlussprüfer teil und berichtete eingehend über seine Prüfungsergebnisse.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2021, den Lagebericht, den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers geprüft und mit der Geschäftsführung und dem Abschlussprüfer erörtert. Es haben sich keine Einwendungen ergeben und der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis des Abschlussprüfers zugestimmt.
Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss 2021 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag der Geschäftsführung an, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.183.398.242,91, bestehend aus dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 135.118.142,01 und den Gewinnvortrag in Höhe von EUR 1.048.280.100,90, auf neue Rechnung vorzutragen.
Im Berichtsjahr hat Herr Philip Grosse das Amt als Aufsichtsratsmitglied mit Wirkung zum 31. Juli 2021 niedergelegt; das Aufsichtsratsmandat hat Herr Ingo Kühl zum 1. August 2021 übernommen.
Herr Andy Herrmann ist mit Wirkung zum 30.06.2021 als Geschäftsführer ausgeschieden. Herr Stefan Folmayer und Herr Gert Müller wurden jeweils mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 28. Juni 2021 mit Wirkung zum 01.07.2021 zu Geschäftsführern der Gesellschaft bestellt. Herr Uwe Plagge hat sein Amt als Geschäftsführer der Gesellschaft mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2021 niedergelegt.
Im Übrigen hat es weder im Aufsichtsrat noch in der Geschäftsführung personelle Änderungen gegeben.
Berlin, im April 2022
Lars Urbansky, Vorsitzender des Aufsichtsrats
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