eterna Mode GmbHLiquidated

94036 Passau, DEU

Master Data

Registry
Register court Passau HRB 6989
Registered
8/16/2006
Industry
Wholesale of textilesManufacture of workwearManufacture of other textiles n.e.c.
Purpose
Die Herstellung und der Vertrieb von Textilwaren jeder Art, vor allem auch soweit sie unter dem Warenzeichen "eterna" auf dem Markt eingeführt sind.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Sylvia Scherrer
since 1/11/2019
Procura
Helmut Kandlbinder
since 5/29/2013
Procura
Henning Gerbaulet
since 1/31/2013
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
eterna Mode Holding GmbH
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

eterna Mode Holding GmbH
Germany
€4,000,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

eterna Mode Holding GmbH

Passau

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

1.1 Konzern-Lagebericht

Lagebericht für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

der ETERNA Mode Holding GmbH, Passau

I. Grundlagen des Unternehmens

Die ETERNA Gruppe produziert und vertreibt hochwertige Oberbekleidung für Herren und Damen. Hauptprodukte sind Hemden und Blusen, es werden aber z.B. auch Pullover oder Krawatten vertrieben.

Die Gruppe hat ihren Ursprung im Jahr 1863 und die Konzernmutter ist im Handelsregister Passau unter der Nummer HRB-Nr. 6981 registriert. Der Firmensitz ist in der Medienstraße 12 in Passau.

Produktionsablauf und Qualität der Hemden und Blusen

Die Produktion der Oberbekleidung erfolgt durch das Tochterunternehmen eterna s.r.o., Banovce in der Slowakei beziehungsweise durch externe Produzenten z.B. aus Asien. Wesentliche Produktionseinsatzfaktoren sind neben der Arbeitsleistung auch hochwertige Stoffe, Knöpfe und Garne. Bei der Zutatenbeschaffung wird auf hohe Qualität Wert gelegt. Nur 3% der weltweiten Baumwollernte kommen für ETERNA und den Ansprüchen an die Produkte überhaupt in Frage - für angenehmen Tragekomfort und besondere Langlebigkeit.

Bei der Produktion von allen ETERNA Hemden und Blusen ist uns Folgendes sehr wichtig: Höchste Standards an Qualität, Nachhaltigkeit und Fairness. Mit diesen Vorgaben und Wertvorstellungen sichert ETERNA so die konstant hohen Qualitätsstandards. Mit vier Passformen in vielen Varianten wie Kragenformen und Ärmellängen hat ETERNA nahezu für jeden Kundentypen das richtige Hemd. Auch wenn der Standard nicht passt: Mit Custom Made kann ETERNA im Baukastenprinzip quasi jeden (Hemden-)Wunsch erfüllen.

Vertrieb und Absatzmärkte

Die wesentlichen Absatzmärkte liegen in Europa mit Schwerpunkt in Deutschland, Österreich und Dänemark. Der Vertrieb erfolgt über Groß- und Fachhändler, Warenhäuser, eigene Shops und im eigenen Online-Store.

Nachhaltigkeit

Seit langer Zeit ist "Faire Mode" für ETERNA ein ganz wesentlicher Bestandteil der Firmenphilosophie. ETERNA wurde bereits 1993 als erstes Unternehmen mit dem Oeko-Tex Standard 100 ausgezeichnet. Im Jahr 2000 folgte schließlich als weltweit erster Hemden- und Blusenhersteller die Zertifizierung mit dem Oeko-Tex Standard 100 plus, dem heutigen Made in Green. Die so ausgezeichneten Produkte sind nicht nur auf Schadstofffreiheit, sondern darüber hinaus entlang der gesamten Lieferkette, beginnend mit den Garnspinnereien, nach strengen Standards überprüft. Ein wichtiger Meilenstein in der Kommunikation unserer Nachhaltigkeitsinitiativen war der Launch der Seite www.https://eterna-naturally.com/de, auf der alle Nachhaltigkeitsinitiativen dokumentiert werden. Seit Oktober 2015 legt ETERNA die Wertschöpfungskette seiner Hemden und Blusen offen. Über die Unternehmens-Website können unter Eingabe des EAN-Codes alle Produktionsschritte transparent nachvollzogen werden.

Seit Sommer 2017 sind alle Produkte der Premiumlinie "1863 by ETERNA" CO 2 -frei. Über Ausgleichszahlungen, mit denen Projekte in Afrika unterstützt werden, kompensiert ETERNA so den bei der Produktion entstandenen CO 2 -Ausstoß. Auch am Ende des Produktlebenszyklus übernimmt ETERNA Verantwortung nach dem Motto" "Verwerten statt wegwerfen": ETERNA arbeitet mit der Partnerin TEXAID zusammen, um ausgediente Kleidung ökologisch wiederzuverwenden. ETERNA bietet damit die Möglichkeit, Hemden und Blusen am Ende ihres Lebenszyklus nachhaltig zu entsorgen.

Daneben ist ETERNA seit 2020 Mitglied in der "BETTER COTTON INITIATIVE", um schon bei der Baumwollproduktion zu mehr Umweltschutz und bessere Arbeitsbedingungen beizutragen. Seit 2021 ist ETERNA zusätzlich "Grüner Knopf"-zertifiziert und verstärkt damit nochmals seinen Fokus auf die Einhaltung der Menschenrechte und Umweltstandards bei der Beschaffung. In diesem Zusammenhang verfolgt ETERNA das Ziel von langfristigen Lieferantenbeziehungen. Für alle Lieferanten ist Ökotex 100 als Mindeststandard definiert. Für Konfektionäre ist eine Auditierung nach Hohenstein "Step" Voraussetzung, um mit ETERNA längerfristig zusammenarbeiten zu können. Für jeden potenziell neuen Lieferanten führen Experten von ETERNA Audits vor Ort durch, mit dem Ziel, Arbeits-, Menschenrechts-, Umwelt, Sozial-. Qualitäts-, und viele andere Risiken, zu bewerten, die dann als Entscheidungsgrundlage für eine Zusammenarbeit dienen. Die Zusammenarbeit mit ETERNA erfordert die Akzeptanz eines Supplier Code of Conduct, der auf dem OECD Leitfaden für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten in der Bekleidungs- und Schuhwarenindustrie sowie der International Labour Organization (ILO) basiert.

Für das Jahr 2022 hat sich ETERNA zusätzlich folgende Ziele im Bereich Umwelt vorgenommen:

Im Jahr 2022 beabsichtigt ETERNA, 70 Prozent des Gesamteinkaufsvolumens von Baumwolle über BCI Cotton- zertifizierter Baumwolle (https://bettercotton.org/) zu beschaffen.

90 % aller von ETERNA verkauften Hemden werden im Jahr 2022 mit Made in Green und Grüner Knopf Zertifizierung hergestellt.

Mit der neu gestarteten Submarke "EVEN" verfolgt ETERNA das Ziel Nachhaltigkeit auf ein neues Level zu bringen, indem auf wiederverwertete Materialien gesetzt wird.

Für den Online-Store wird auf eine CO2 -neutrale Verpackung umgestellt.

Die Plastikumreifung zum Verschließen und sicheren Transport von Paketen im Online-Store wird durch wiederverwendete Textilgarne ersetzt.

Der Anteil an LED-Beleuchtung im Firmengebäude sowie im Lager der ETERNA wird mehr als verdoppelt und so die Energieeffizienz weiter gesteigert.

In der Firmenzentrale sowie allen ETERNA Stores wird auf 100 % Ökostrom umgestellt.

Über 90 Prozent des Warenversands an Kunden werden im Jahr 2022 klimaneutral organisiert.

ETERNA verfolgt das Ziel, über 95 Prozent aller Retouren direkt wiederaufzubereiten und weniger als 1 % der Retouren aus dem Verkauf zu nehmen. Diese kommen dann sozialen und caritativen Einrichtungen zu.

Nachhaltigkeit ist für ETERNA kein Modethema, sondern ein zentraler Bestandteil sämtlicher Geschäftsprozesse. Das Unternehmen hat den Anspruch, sich auf diesem Gebiet ständig zu verbessern und wird deshalb auch in Zukunft an weiteren Initiativen arbeiten, die eine nachhaltige Lieferkette sichern.

Entwicklungen

Die Weiterentwicklung unseres Wachstumssegments "1863 by ETERNA" ist weiterhin ein wichtiger Teil der produktstrategischen Anstrengungen. Hohe Qualität, Design und Farben sowohl im Business- als auch im Soft Tailoring Bereich sind unser Anspruch an dieses Wachstumssegment. Das "Gentle Shirt" soll höchsten Ansprüche an Look, Tragegefühl und Pflegeleichtigkeit erfüllen.

Ein Wachstumstreiber im Kernsegment ETERNA bleibt das "Cover Shirt", das durch den Ausbau der Kompetenz in Farben, Kragenformen und Anlassthemen stetig an Bedeutung gewinnt. Die hohe Blickdichte und der hohe Weißgrad kennzeichnen dieses Produkt. Die "Cover Shirt"-Bluse ist das Pendant im Angebot für Frauen.

Im Blusenbereich ist es die "White Shirt" Kapsel, die auf bewährten und neuen Qualitäten die weiße Bluse immer wieder neu in Passform und Verarbeitung in Szene setzt. Darüber hinaus besticht die "1863 by ETERNA" Bluse durch besondere Modelle, die Meisterhaftigkeit in Schnittführung und Verarbeitung mit besonders edlen Materialien verbinden.

"Function as an added value" ist ein aus der Sportswear kommender Trend und übersetzt Ansprüche aus dem Sport gekonnt in Hemden und Blusen, die besondere Bewegungsfreiheit bieten, sich wie ein T-Shirt anfühlen, dennoch aber businesstauglich sind. Die dafür entwickelte Qualität ist im Markt eine Innovation, die Protagonisten sind hier das "Performance Shirt" für Hemd wie Bluse.

Homeoffice und entspanntere Silhouetten im Businessbereich haben die "Casualisierung" beschleunigt. Unsere Antwort darauf sind sportive, zeitgeistige und nachhaltige Hemden und Blusen in gewaschenen Qualitäten mit subtilen, aber besonderen Details. Diese Hemden und Blusen sind Teil unseres jüngsten Segments "EVEN".

Auf unterschiedlichen Kanälen hält ETERNA steten Kontakt zum Endverbraucher. Online-Kunden, Facebook-Freunde, Instagram-Follower und Blog-Leser können die neuesten Trends der aktuellen Kollektion entdecken, erhalten Rat bei Mode- und Stilfragen und erfahren viel über Werte und Philosophie der Firma. Darüber hinaus ist ETERNA jederzeit über alle Kanäle für Rückfragen von Endkunden zu erreichen - egal, welche Art der Kommunikation der Einzelne präferiert.

ETERNA bietet Kunden neue (digitale) Services an. Neben der weiter fortschreitenden Individualisierung im Zusammenhang mit dem Kundenprogramm und der SHIRTID, die neben einer Individualisierung der Beziehungen auch eine Intensivierung mit sich bringt, hat ETERNA 2020 als erster Hemdenhersteller in Deutschland die digitale Vermessung via Smartphone-Kamera eingeführt. Kunden können mit wenigen Klicks und ohne komplizierten Download von (Drittanbieter-)Apps ihr perfekte Hemdengröße und den perfekten Schnitt herausfinden. Ein Service, der Kunden es einfacher macht, ohne haptische Anprobe das Kleidungsstück zu finden, das wirklich passt, aber auch durch Vermeidung von unnötigen Retouren einen Beitrag zur Nachhaltigkeit liefert.

Die (Stamm-)Kundenbasis und damit die Teilnehmer am Kundenbindungsprogramm stieg auch 2021 deutlich an.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Jahr 2020 (auch kalenderbereinigt). "Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen", sagte Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes, "Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat", so Thiel weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger. Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres und sind damit noch weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. Die Konsumausgaben des Staates waren auch im Jahr 2021 eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen trotz des bereits hohen Vorjahresniveaus im zweiten Jahr der Corona-Pandemie preisbereinigt um weitere 3,4 %. Der Außenhandel erholte sich 2021 von den starken Rückgängen im Vorjahr. Deutschland exportierte preisbereinigt 9,4 % mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2020. Die Importe legten gleichzeitig um preisbereinigt 8,6 % zu. Damit lag der Außenhandel Deutschlands 2021 nur noch leicht unter dem Niveau des Jahres 2019. Eine Ursache der verhaltenen Entwicklung der Industrieproduktion ist die Knappheit von Inputfaktoren, also Rohstoffen und Vorprodukten. Diese sind, zum Teil auch wegen knapper Transportkapazitäten, nicht ausreichend in der Produktion verfügbar oder haben sich stark verteuert. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Allerdings arbeiteten viele Erwerbstätige nun in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Beschäftigungsverhältnissen als zuvor. Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2021 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 153,9 Milliarden Euro. Das war noch etwas mehr als im Jahr 2020 mit 145,2 Milliarden Euro und das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung. Gemessen am nominalen BIP errechnet sich für den Staat im Jahr 2021 eine Defizitquote von 4,3 %.

Auf dem Weg zurück in die Normalität kam die Weltwirtschaft 2021 nicht so schnell voran, wie es der Impffortschritt hätte erwarten lassen. Neue Virus-Varianten, Rückschritte bei der Öffnung des öffentlichen Lebens, zögerliches Verhalten der Verbraucher, Engpässe bei vielen Produkten - die Liste der Ursachen ist lang. Dennoch fielen die Wachstumsraten nach dem Einbruch im Jahr zuvor 2021 hoch aus. In vielen Ländern wird das Vorkrisenniveau des Outputs schneller erreicht als man es zunächst für möglich gehalten hatte. Hierbei hat auch die enorme Anschubwirkung der Wirtschaftspolitik geholfen, die nun nachlässt oder mancherorts schon ausgelaufen ist. Die globalen Schwergewichte USA und China sollten trotz Herausforderungen 2022 auf dem Expansionspfad bleiben. Für die USA wird mit überdurchschnittlichen 4 % Wachstum gerechnet. In China sollte mit 5,5 % ein etwa dem Trend entsprechender Anstieg des realen BIP verzeichnet werden. Allerdings bestehen dort Risiken, wie eine Korrektur am Immobilienmarkt und konjunkturelle Schäden durch die drakonische "Null-Covid Politik" der Regierung.

Branchenentwicklung

Der Fashion-Markt ist seit Jahren starken strukturellen Veränderungen unterworfen. Ausgelöst durch eine ausgeprägte Preisorientierung der Verbraucher, Produktionsverlagerungen nach Asien und entsprechend sinkenden Preisen. Zudem gilt der Fashion-Markt als Vorreiterbranche, die durch einen grundlegenden Wandel des Konsumverhaltens gekennzeichnet ist.

Die Distributionsstruktur ist durch weitreichende Veränderungen gekennzeichnet. Vor allem das geänderte Konsumverhalten der letzten Jahre ist prägend. Die Internet-Pure-Player verzeichnen enorme Wachstumsraten. Fashion-Artikel stellen mittlerweile den bedeutendsten Sortimentsbereich im B2C-Onlinehandel dar. Doch auch dem stationären Fashion-Fachhandel gelingt es, sich auf dem Markt zu behaupten. Innerhalb des stationären Fashion-Fachhandels haben allerdings deutliche Verschiebungen stattgefunden. Während im Jahr 2000 noch die kleinbetrieblichen Fachhändler den Markt bestimmten, beherrschen heute vertikale Händlermarken die Konsumpreislage. Auch die Multilabel-Filialisten und lokal bzw. regional führende Modehäuser ("Platzhirsche") des Fashion-Fachhandels konnten ihre Umsätze insgesamt steigern.

Schnelle Trendwechsel, verkürzte Produktlebenszyklen und Jahre des Preisverfalls erhöhen den Druck auf die Modewirtschaft, einen fundamentalen Wandel zu durchlaufen. Die Verbraucher von heute verlangen ständige Verbesserungen und Neuerungen an Produkten und Services. Modeunternehmen müssen in innovative Technologien und Lösungen investieren und enger als bisher mit ihren Lieferanten zusammenarbeiten. Wer es schafft, sich ändernde Kundenbedürfnisse und deren Auswirkungen auf die textile Wertschöpfungskette vorauszusehen und hieraus neue Services, Erlebnisse und Erfahrungen zu generieren, wird diese Neuausrichtung entscheidend mitgestalten können.

Die globale Modebranche ist Vorreiter für neue Technologien, die später von anderen Branchen aufgegriffen werden. So hat die globale Modeindustrie schon früh den Wechsel zum Onlinehandel vollzogen und andere Branchen folgten ihr später. Zu den neueren Innovationen gehört der Aufstieg der Influencer in den sozialen Medien. Influencer bewerben mittlerweile eine Vielzahl von Konsumgütern, den Anfang nahm dieser Trend jedoch in der Modebranche, da deren Marketing visuell stattfindet und seit jeher von "Influencern" wie z. B. Modekritikern bestimmt wird. Diese Entwicklung begann in den frühen 2000er Jahren mit dem Aufkommen von Modeblogs und beschleunigte sich mit der Einführung von Instagram 2010 enorm. Heute verzeichnet die Influencerbranche Umsätze in Milliardenhöhe.

Mit Blick auf das zurückliegende Jahr 2021 zieht der Handelsverband Deutschland (HDE) eine gemischte erste Bilanz für die vergangenen zwölf Monate. Während sich besonders im Onlinehandel Wachstumseffekte zeigten, fuhren weite Teile des stationären Non-Food-Handels im Jahresverlauf deutliche Umsatzverluste ein. Angesichts der andauernd spürbaren Auswirkungen monatelanger Lockdowns und seit November 2021 geltender Zugangsbeschränkungen bleibt die Lage im Einzelhandel nach dem Jahreswechsel extrem angespannt. "Der Onlinehandel war auch 2021 ein Wachstumstreiber. Das darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass hinter vielen mittelständischen, stationären Handelsbetrieben ein Katastrophenjahr liegt", so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die vorübergehende Umsatzerholung in den Sommermonaten und das im November 2021 zunächst gut angelaufene Weihnachtsgeschäft hätten die gesamte Branche auf einen zufriedenstellenden Jahresabschluss hoffen lassen. "Die Einführung von 2G war ein Einschnitt, der die eigentlich umsatzstärkste Zeit eines Jahres erheblich ausgebremst hat", so Genth weiter. Befragungen des HDE unter insgesamt rund 5.000 Handelsunternehmen deuten darauf hin, dass der Einzelhandel unter 2G-Bedingungen Umsatzverluste in Milliardenhöhe hinnehmen musste. Der Onlinehandel entwickelte sich hingegen dynamisch.

Beschaffungsbereich

Im Zeitraum 01.01.2021 bis 31.12.2021 wurden rund 2,4 Mio. Meter Hemden- und Blusenbaumwollstoffe verbraucht.

Die Materialkostenquote ist im Verhältnis zur Betriebsleistung gegenüber Vorjahr gestiegen. Lohnsteigerungen, ein veränderter Produktmix sowie Währungseffekte sind hier als Gründe für die Erhöhung zu nennen.

Im Zeitraum 01.01.2021 bis 31.12.2021 wurden für rund 2,8 Mio. € Zutaten beschafft und verbraucht. Die Zulieferer kommen zum überwiegenden Teil aus Deutschland. Bei den Zutaten liegen die durchschnittlichen Einkaufspreise bedingt durch Veränderungen im Produktmix sowie höherer Produktdetails bei Hemden und Blusen über dem Vergleichszeitraum. Es wurden sonstige Produkte in Höhe von 3,9 Mio. € verkauft (Umsätze vor Erlösschmälerungen). Dazu gehören Krawatten, Behelfsmasken, Manschettenknöpfe, Bodyshirts, Socken, Schals, Strick und Einstecktücher. Diese werden größtenteils als Handelsware bezogen. Fertigteile bei Hemden wurden mit einem Anteil von ca. 39,4 % der Gesamtbeschaffung bezogen (rund 755.600 Hemden). Bei Blusen liegt der Anteil bei 17,9 % (rund 74.900 Blusen).

Produktionsbereich

Im Zeitraum 01.01.2021 bis 31.12.2021 wurden insgesamt 1.509.000 Hemden und Blusen in eigenen und fremden Fertigungsbetrieben produziert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 1.947.000 Das ist ein Rückgang von ca. 22,5 %. Die Aufteilung auf die einzelnen Produktionsstandorte sah wie folgt aus:

Eigene Produktion in der Slowakei 660.000 Stück (Vorjahr 749.000)
Fremde Lohnarbeitsbetriebe Slowakei 0 Stück (Vorjahr 29.000)
Fremde Lohnarbeitsbetriebe Rumänien und Mazedonien 849.000 Stück (Vorjahr 1.169.000)

Die Produktionskapazitäten wurden an den Auftragseingang angepasst. Die Kapazitätsentwicklung muss auch im Zusammenhang mit der Coronakrise gesehen werden. Es wurden in der Slowakei durchschnittlich rund 461 eigene Mitarbeiter beschäftigt, wovon 401 Fertigungslöhner, 34 Gemeinkostenlöhner und 26 Angestellte waren.

Absatzbereich

Der Gesamtumsatz lag im Wirtschaftsjahr 2021 bei 69.398 TEUR und damit um 11,8% unter dem Umsatz des Vergleichszeitraumes aus dem Vorjahr (78.687 TEUR). Die Umsatzverringerung resultiert aus dem Inland. Der Inlandsumsatz minderte sich um 17,9% gegenüber dem Vorjahr. Die Exporte erhöhten sich um 4,1%.

Ist in T€ Vorjahr in T€ Veränderung Veränderung
(01.01.-31.12.21) (01.01.-31.12.20) in T€ in %
Erlöse Inland 46.868 57.053 -10.185 -17,9
Erlöse Export 22.530 21.634 896 4,1
Gesamtsumme 69.398 78.687 -9.289 -11,8

Absatzbereich

Betrachtung nach Absatzkanälen

Betrachtet man die Umsatzentwicklung nach Absatzkanälen bleibt festzustellen, dass sich der Anteil im Retail (eigene Stores, Werksverkauf und Outlets und Onlinegeschäft) verringert und sich Ende 2021 bei 40,2% (2020: 39,8%) Umsatzanteil eingependelt hat. Der Anteil im Bereich Corporate Fashion liegt mit einem Anteil von ca. 2,3% deutlich unter dem Vorjahreswert (6,0%). Der Wholesalekanal (Einzelhandel, Großfilialisten, Versender, Franchise und Warenhauskonzerne) hat sich insgesamt besser entwickelt und liegt Ende Dezember 2021 bei einem Anteil von 57,5% (2020: 54,2%).

Seit dem Herbst 2004 unterhält ETERNA eigene Retailläden und Outlets. Bis Ende 2021 waren es insgesamt 47 Stores. Im Geschäftsjahr 2021 wurden fünf Stores geschlossen. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2021 liegt im gesamten Retailbereich (inkl. Online) bei ca. 30,1 Mio. € vor Erlösschmälerungen und auf dieser Basis rund 3,6 Mio. € unter dem Umsatz des Vorjahres. Dies entspricht einer Reduzierung von 10,6%.

Investitionen

Die Investitionen beliefen sich im Zeitraum 01.01.2021 bis 31.12.2021 auf insgesamt 455 TEUR (Vergleichszeitraum Vorjahr 876 TEUR), wovon 256 TEUR für Betriebs- und Geschäftsausstattung, 39 TEUR für immaterielle Wirtschaftsgüter und 127 TEUR für technische Anlagen und Maschinen verwendet wurden. In Grundstücke und Gebäude wurde im Jahr 2021 in Höhe von 34 T€ investiert. Im gleichen Zeitraum waren Abgänge von Anlagevermögen mit einem ursprünglichen Anschaffungswert von 1.103 TEUR zu verzeichnen.

Human Resources

Zum Stichtag 31.12.2021 wurden 868 Mitarbeiter (Vergleichszeitraum Vorjahr 949) beschäftigt, davon waren 349 Angestellte (Vorjahr 385), 508 Arbeiter (Vorjahr 553) und 11 Auszubildende (Vorjahr 11). Pro Shop werden in der Regel 3 Mitarbeiterinnen eingestellt, wovon eine als Vollzeitkraft und zwei als Teilzeitkräfte beschäftigt werden.

Notwendige Personalaufstockungen oder die Beschaffung von Ersatzpersonal werden in der Regel durch eigene Nachwuchskräfte abgedeckt. Lediglich das Fachpersonal, z. B. für die Retailshops oder Personal für Führungspositionen, wird auf dem Arbeitsmarkt über Annoncen/Onlinejobbörsen und persönliche Akquisition gesucht.

Ertragslage

1.1.2021 - 31.12.2021 1.1.2020 - 31.12.2020 Abweichung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 69.398 105,3 78.687 100,8 -9.289 11,8
Bestandsveränderungen -3.518 5,3 -611 0,8 -2.907 >100
Betriebsleistung 65.880 100,0 78.076 100,0 -12.196 15,6
Materialaufwand & bezogene Leistungen -27.826 42,2 -33.588 43,0 5.762 17,2
Personalaufwand -19.560 29,6 -21.878 28,0 2.318 10,6
Abschreibungen -5.380 8,2 -8.772 11,2 3.392 38,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -26.330 40,0 -21.982 28,2 -4.348 19,8
Betriebsaufwand -79.096 120,1 -86.219 110,4 7.123 8,3
Sonstige betriebliche Erträge 55.293 83,9 2.315 3,0 52.978 >100
Betriebsergebnis 42.077 63,9 -5.828 7,5 47.905 -
Finanzergebnis -2.352 3,6 -3.510 4,5 1.158 33,0
Ergebnis vor Steuern 39.724 60,3 -9.339 12,0 49.063 -
Ertragsteuern 264 198 66 33,3
Sonstige Steuern -38 -39 1 2,6
Jahresergebnis 39.951 -9.180 49.131 -

Die Umsatzerlöse sind auf den vorherigen Seiten analysiert. Auf ein nochmaliges Anführen der Analyseergebnisse wurde verzichtet. Insgesamt verringerten sich die Umsätze um 11,8%, was maßgeblich an der Corona-Situation liegt.

Die Bestandsveränderung fällt um 2.907 TEUR niedriger aus als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dies muss im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gesehen werden. So wurden im Zuge einer Working Capital Optimierung weniger Vorräte beschafft. Zudem wurden aufgrund der Corona-Effekte die Abwertungen im Hemden- und Blusenbereich im Jahr 2021 erhöht. Dies wirkt sich entsprechend negativ auf die Gewinn- und Verlustrechnung aus. Zudem wurden im Jahr 2021 die Mund-Nasen-Masken zu 100% abgewertet, da diese so gut wie unverkäuflich geworden sind.

Der Materialaufwand und die bezogenen Leistungen sind gegenüber Vorjahr gesunken. Dies liegt an der Intensivierung der Zusammenarbeit mit Lieferanten aus Fernost durch Vollzukauf. Der Anteil an in Europa hergestellten Hemden ist gesunken und der Anteil an bezogener Handelsware ist dadurch im Jahr 2021 angestiegen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelsware aus Fernost werden überwiegend in US-Dollar beschafft.

Die Tarifparteien (Verband der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie und die IG Metall -Bezirk Bayern) haben sich am 16. Februar 2021 darauf verständigt, den Gehaltstarifvertrag ab 1. Februar 2022 um 1,3 % und ab 1. Oktober 2022 um weitere 1,4 % zu erhöhen, die Vergütungssätze für kaufmännische Auszubildende zum 1. August 2022 jeweils um € 30,00 zu erhöhen, sowie die Tariflohnsätze für die gewerblichen Arbeitnehmer ab 1. Februar 2022 um 1,3 % und ab 1. Oktober 2022 um weitere 1,4 % zu erhöhen. Daneben lässt die fortgesetzte Unternehmensentwicklung zu einer prozessorientierten, endkundenorientierten Organisation mit einer Verstärkung in den Bereichen eigener Retail sowie in der Logistik und IT die Personalaufwendungen ansteigen. Die Personalkostenquote hat sich dementsprechend gegenüber Vorjahr auf 29,6% erhöht. Dies muss auch im Zusammenhang mit der Coronakrise gesehen werden. Zwar konnten Einsparungen durch Streichung von Treueprämien, sonstigen freiwilligen Zulagen und freiwilligen Hilfen im Rahmen von Sozialleistungen sowie Kurzarbeit erzielt werden. Die Personalfixkosten konnten jedoch nicht im gleichen Umfang wie der Umsatzrückgang reduziert werden, was zu einer steigenden Personalkostenquote führt.

Die Abschreibungen bewegen sich unter dem Vorjahresniveau, was größtenteils durch den Wegfall der Firmenwertabschreibung verursacht ist. Der Firmenwert wurde bis zum 30.06.2021 vollständig abgeschrieben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen im Verhältnis zur Betriebsleistung höher als gegenüber dem Vorjahr, was ähnlich wie bei den Personalfixkosten am Corona-Effekt liegt. Zudem fielen im Zusammenhang mit Digitalisierungsmaßnahmen sowie dem StaRUG-Verfahren höhere Beratungskosten an.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB in Höhe von 54.007 TEUR aus der Rückführung der Anleihe im Zuge des StaRUG-Verfahrens enthalten.

Die Finanzaufwendungen liegen aufgrund des StaRUG-Verfahrens unter Vorjahr, da die Gesellschafterdarlehen und die Anleihe weggefallen sind. Näheres dazu wird in der Finanzlage beschrieben.

Finanzlage

31.12.2021 31.12.2020 +/-
TEUR % TEUR % TEUR
Gezeichnetes Kapital 12.982 28,6 5.388 10,5 7.593
Rücklagen 12.379 27,3 12.531 24,4 -152
Bilanzgewinn/Bilanzverlust -21.594 -47,5 -61.545 -119,8 39.951
Ausgleichsposten Währungsumrechnung 706 1,6 706 1,4 0
Eigenkapital nach Handelsrecht 4.473 10,0 -42.919 -83,5 47.393
Gesellschafterdarlehen Hauptgesellschaftler 0 0,0 32.132 62,5 -32.132
Negativer Unterschiedsbetrag Kapitalkons. 0 0,0 28 0,1 -28
Wirtschaftliches Eigenkapital 4.473 9,9 -10.759 -20,9 15.232
Pensionsrückstellungen 962 2,1 947 1,8 15
Langfristiges Fremdkapital 962 2,1 947 1,8 15
Mittelfristige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 25.598 56,4 25.000 48,6 598
aus Mittelstandsanleihe 0 0,0 24.614 47,9 -24.614
Passive latente Steuern 397 0,9 427 0,8 -30
Mittelfristiges Fremdkapital 25.995 57,3 50.041 97,3 -24.046
Sonstige Rückstellungen 4.134 9,1 3.123 6,1 1.011
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0,0 0 0,0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 7.960 17,5 3.182 6,2 4.778
Sonstige Verbindlichkeiten 1.891 4,2 4.856 9,4 -2.965
Kurzfristiges Fremd kapital 13.985 30,8 11.161 21,7 2.824
45.414 100,0 51.389 100,0 -5.975

Gezeichnetes Kapital: Im Rahmen des StaRUG-Verfahrens kam es zu einer Anteilsübertagung von Anteilen (Teil B der Urkunde vom. 9./10. September 2021 von Notar Dr. Oliver Habighorst, UR 358/2021). Diese Anteilsübertragung stand unter der aufschiebenden Bedingung der rechtskräftigen Bestätigung des Restrukturierungsplans. Diese Bedingung ist am 21. Oktober 2021 eingetreten. Bei dieser Anteilsübertragung wurden auch alle bisherigen eigenen Anteile mitverkauft.

In einem zweiten Schritt erfolgte eine Kapitalerhöhung in Höhe von 7.500.000 Euro als Vorzugsgeschäftsanteile. Die Kapitalerhöhung wurde am 26. Oktober 2021 im Handelsregister der Gesellschaft eingetragen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden ihrer Fälligkeit entsprechend in kurz-, mittel- und langfristig eingeteilt.

Ausgewiesen wird hier das Schuldscheindarlehen, das im April 2017 aufgenommen wurde. Die darin verankerten Finanzkennzahlen konnten per Ende März 2021 nicht eingehalten werden, wodurch Kündigungsrechte der Schuldscheindarlehensgläubiger entstanden. Im Zuge der Verhandlungen mit diesen Gläubigern wurde u. a. auf die Konzernfinanzierung abgestellt. Eine Hauptforderung war neben der Erstellung eines Gutachtens nach IDW-Standard S6 durch unabhängige Wirtschaftsprüfer, dass die Finanzierungsbausteine auf Ebene der ETERNA Mode Holding GmbH verlängert werden und der Abfluss an Liquidität aus dem Konzern in Form von Zinszahlungen beendet wird. Dies könne durch neues Eigenkapital erfolgen, oder dadurch, dass die Zinsen der Unternehmensanleihe in der ETERNA Mode Holding GmbH endfällig gestellt würden. Nachdem die Option auf neues Eigenkapital nicht umsetzbar war, wurde die Option der Anleihe verfolgt.

Die bestehenden Anleihe-Bedingungen sollten in drei Punkten verändert werden, durch:

1)

Bestellung eines gemeinsamen Vertreters der Anleihe

2)

Weitere Ermächtigung des gemeinsamen Vertreters

3)

Beschlussfassung über Zinszahlung am Ende der Laufzeit der Anleihe

Eine erste Gläubigerversammlung der Anleihegläubiger fand vom 25. Juni 2021 bis zum 29. Juni 2021 virtuell statt. Diese erste Gläubigerversammlung erreichte nicht das erforderliche Beschlussquorum, so dass zu einer zweiten Gläubigerversammlung eingeladen wurde. Eine zweite Gläubigerversammlung fand am 16. Juli 2021 in den Räumen von ETERNA in Passau statt.

Der Versammlungsleiter stellte fest und verkündete, dass die Gläubigerversammlung das erforderliche Beschlussquorum zu Punkt 1) erreicht hat und damit beschlussfähig war und angenommen wurde. Herr Rechtsanwalt Klaus Nieding von der Nieding + Barth Rechtsanwalts AG in Frankfurt am Main wurde damit zum gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger gewählt, der die Aufgabe auch angenommen hat. Der Versammlungsleiter stellte fest und verkündete, dass die Gläubigerversammlung das erforderliche Beschlussquorum hinsichtlich Punkt 2) und Punkt 3) nicht erreicht hat und damit hinsichtlich dieser Beschlussgegenstände nicht beschlussfähig war. Er stellte hier das Abstimmungsergebnis weder fest noch verkündete er es. Ohne die Punkte 2) und 3) waren wesentliche Forderungen der Schuldscheingläubiger nicht erfüllt.

Im Anschluss daran wurde das Gutachten nach IDW-Standard S6 fertiggestellt, das als wesentliche Erkenntnis eine Reduzierung der Gesamtverschuldung als erforderlich ansah. Da auch hier die Option dies mittels neuem Eigenkapitals zu realisieren nicht umsetzbar war, blieb lediglich der Weg über ein StaRUG-Verfahren auf Ebene der ETERNA Mode Holding GmbH. Dadurch konnten die Forderungen der Schuldscheingläubiger erfüllt werden.

ETERNA hat dafür einen Restrukturierungsplan erstellt und fünf Gruppen als Planbetroffene gebildet:

• Gruppe 1: Anleihegläubiger (vertreten durch den gemeinsamen Vertreter)
• Gruppe 2: Gläubiger aus Lieferungen und Leistungen (Großgläubiger)
• Gruppe 3: Gläubiger aus Lieferungen und Leistungen (Kleingläubiger)
• Gruppe 4: Nachrangige Darlehensgläubiger (Tugela Gate Ltd.)
• Gruppe 5: Anteilseigner

Der Restrukturierungsplan sah vor, bei der Gruppe 1 auf den Nominalbetrag eine Quote von 10% unter Verzicht auf die restlichen Forderungen inkl. aufgelaufener Zinsen anzubieten. Die Gruppen 2 und 3 sollen die Stundung ihrer Restrukturierungsforderungen erklären, während die Gruppe 4, die Inhaber der nachrangigen Restrukturierungsforderungen, auf diese Forderungen ersatzlos verzichten sollen. Gruppe 5 erfasste die Anteilseigner, die eine Barkapitalerhöhung beschließen sollen.

Am 2. September 2021 sollte die Versammlung der Planbetroffenen als Videokonferenz stattfinden. Diese Versammlung wurde auf den 10. September 2021 vertagt, da zwischenzeitlich Angebote vorlagen, die zu einer Verbesserung von einzelnen Gruppen der Planbetroffenen führten und dadurch eine Anpassung des Restrukturierungsplanes erforderlich machten. Im Termin vom 10. September 2021 in Frankfurt am Main sind nach Vorstellung des Restrukturierungsplanes die zwischenzeitlichen Änderungen des Planes detailliert besprochen worden, die letztlich zu einer Verbesserung der Quote um 2,5% für die Planbetroffenen gemäß Gruppe 1 auf insgesamt 12,5% führten.

Diesem geänderten Restrukturierungsplan haben alle Gruppen am 10. September 2021 zu 100% zugestimmt. Ein Widerspruch wurde nicht zu Protokoll gegeben. Dieser Restrukturierungsplan wurde in einer nichtöffentlichen Sitzung des Amtsgerichts München am 21. Oktober 2021 bestätigt, womit das StaRUG-Verfahren abgeschlossen war, sämtliche Forderungen der Schuldscheingläubiger erfüllt waren und die Finanzierung insgesamt abgeschlossen werden konnte.

Das Schuldscheindarlehen hat sich damit auf den 30. Juni 2025 verlängert. Am Bilanzstichtag hat sich das Schuldscheindarlehen um die PIK-Zinsen auf 25,6 Mio. € erhöht. Als Cash-Marge wurden 7,25% plus 3 Monats-Euribor verankert, wobei für ETERNA die Option besteht, auf 5,75% Cash-Marge plus 2% kapitalisierter Zinsen zu optieren. Übersteigt der Nettoverschuldungsgrad ein gewisses Level und liegt das Konzern-EBITDA der letzten zwölf Monate unter einem gewissen Niveau, erhöhen sich bei der PIK-Option die kapitalisierten Zinsen auf 3,25%. Im Schuldscheindarlehen sind marktübliche Covenants verankert, die zum 31. Dezember 2021 eingehalten sind. Zudem werden diese Covenants auf Basis der Unternehmensbudgetierung für Ende 2022 ebenfalls eingehalten.

Bei den Lieferantenverbindlichkeiten wird der volle Skontoabzug genutzt.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der eterna s.r.o im slowakischen Banovce aufgrund von offenen Lohnarbeitsrechnungen sowie ggf. gegenüber der ETERNA Mode Holding GmbH aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen aus noch nicht abgeführter Lohnsteuer, offenen Gutscheinen und Verbindlichkeiten gegenüber kreditorischen Debitoren.

Liquiditätslage

Das Finanzmanagement bei der ETERNA Gruppe legt seinen Fokus darauf, den Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht nachkommen zu können, Liquiditätsüberhänge bei den Hausbanken zu poolen und zinsbringend anzulegen und eventuelle Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die aktuell bekannten Zahlungsverpflichtungen werden in einer rollierenden Vorschau überprüft und werden bedient.

Ab März 2017 besteht bis auf weiteres ein Avalrahmen bei der Commerzbank in Höhe von 1,5 Mio. €. Daneben besteht seit Mai 2017 ein unbefristeter Rahmenkredit bei der Postbank in Höhe von 0,6 Mio. €, der für Avale ausgenutzt werden kann. Beide Linien müssen entsprechend der Inanspruchnahme mit Barmitteln hinterlegt werden.

Der Finanzmittelfond hat sich um 1,9 Mio. € auf 9,4 Mio. € verringert. Weitere Details siehe Kapitalflussrechnung.

Vermögenslage

01.01.2021 - 31.12.2021 01.01.2020 - 31.12.2020 +/-
TEUR % TEUR % TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 101 0,2 3.377 6,6 -3.276
Sachanlagen 7.526 16,6 8.913 17,3 -1.387
Langfristig gebundenes Vermögen 7,627 16,8 12.290 23,9 -4.663
Vorräte 22.185 48,9 22.389 43,6 -204
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.468 9,8 3.281 6,4 1.187
Sonstige Vermögensgegenstände 1.026 2,3 1.704 3,3 -679
Rechnungsabgrenzungsposten 363 0,8 297 0,6 67
Kurzfristig gebundenes Vermögen 28.042 61,7 27.671 53,9 371
Liquide Mittel 9.443 20,8 11.375 22,1 -1.932
Aktive latente Steuern 303 0,7 53 0,5 250
45.414 100,0 51.389 100,0 -5.975

Im Geschäftsjahr 2021 waren die Investitionen niedriger als die Summe Abschreibungen, was insgesamt zu einer Verminderung des Anlagevermögens führte. Dies muss im Zusammenhang mit der Coronakrise gesehen werden. Die Investitionen wurden deswegen deutlich reduziert. Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände wurde der Firmenwert per 30.06.2021 vollständig abgeschrieben.

Die Reduzierung bei den Vorräten liegt an einem starken Working Capital Fokus sowie an einer höheren Abwertung im Jahr 2021, bedingt durch erhöhte Bestände an Altware.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen über Vorjahr. Die durchschnittliche Außenstandsdauer liegt bei 20 Tagen (Vorjahr 23 Tage). Die höheren Forderungen müssen auch im Zusammenhang mit höheren Umsätzen zum Jahresende gesehen werden. Das Vorjahr war im Dezember durch restriktive Corona Maßnahmen geprägt.

Der Bestand an liquiden Mitteln liegt per 31.12.2021 mit 9,4 Mio. € um 1,9 Mio. € unter Vorjahr.

Finanzielle Leistungsindikatoren

A - Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Afa, Zins und Steuern (EBITDA)

01.01.2021 bis 31.12.2021 01.01.2020 bis 31.12.2020
TEUR TEUR TEUR TEUR
+ Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen 65.880 78.076
- Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -22.872 -25.038
- Aufwand für bezogene Leistungen -4.953 -8.550
- Personalaufwand -19.560 -21.878
+ Sonstige betriebliche Erträge 55.293 2.315
- Sonstige betriebliche Aufwendungen nach HGB -26.598 -21.982
+ Bankgebühren in Zinsaufwand für Finanzverbindlichkeiten 243 289
- Sonstige Steuern -38 -39
- Sonstige betriebliche Aufwendungen nach Umgliederungen -26.393 -21.732
- Firmenwertabschreibung -3.219 -6.438
- Übrige Abschreibungen -1.893 -2.334
+ Sonderaufwand/Sonderertrag -47.075 2.018
EBIT = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Zins und Steuern -4.793 -3.561
+ Firmenwertabschreibung 3.219 6.438
+ Übrige Abschreibungen 1.893 2.334
EBITDA = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Afa, Zins und Steuern 320 5.211

Als finanzieller Leistungsindikator wird das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) herangezogen. Dabei werden die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Bankgebühren als zinsähnlicher Aufwand bei der Berechnung korrigiert. Die in den sonstigen Steuern enthaltenen Kostensteuern wie Grund- oder KFZ-Steuern werden bei der EBITDA-Berechnung hingegen abgezogen. Die Herleitung des EBITDAs ist im Darlehensvertrag des Schuldscheindarlehens definiert.

Zudem werden Sonderaufwendungen/Sondererträge (Aufwendungen/Erträge mit einmaligem und außerordentlichem Charakter) EBITDA-neutral korrigiert. Im Jahr 2021 wird in Summe ein Sondertrag ausgewiesen in Höhe von 47.075 T€. Sonderträge entstanden durch die erfolgreiche Durchführung des StaRUG-Verfahrens, in welchem die Gesellschafterdarlehen und ein Großteil der Anleihe wegfielen. Im Sondertrag sind ebenfalls Sonderaufwendungen durch das StaRUG-Verfahren und Digitalisierungsprojekte gegengerechnet.

Für 2021 war ein EBITDA von 6,6 Mio. € budgetiert. Das EBITDA per 31.12.2021 liegt um 6,2 Mio. € unter der Erwartung. Die deutliche Abweichung zum Plan liegt an den Auswirkungen der Corona-Maßnahmen. So waren viele stationäre Flächen in Deutschland in der ersten Jahreshälfte größtenteils geschlossen.

Das EBITDA liegt mit 0,3 Mio. € um 93,9% unter dem Vorjahr 5,2 Mio. €. Der Rückgang ist ebenso auf die Corona-Situation zurückzuführen. Durch striktes Kostenmanagement sowie durch Kurzarbeit konnten auf der Kostenseite dem Umsatzrückgang entgegengewirkt werden. Zudem wurden Ertragspotentiale durch eine Forcierung des Onlinehandels generiert.

Mit der Unternehmensentwicklung zeigt sich die Geschäftsführung in Anbetracht der Pandemie zufrieden. Trotz enormer Herausforderungen konnte immer noch ein positives EBITDA erreicht werden. Dies ist auf ein striktes Kosten- und Working Capital Management zurückzuführen. Zudem wurden Chancen durch die Forcierung des Onlinehandels und der Ausbau von Digitalisierungsmaßnahmen genutzt. Ohne diese Reihe von Maßnahmen wären Umsatz, Ergebnis als auch die Liquidität und Nettoverschuldung deutlich schlechter ausgefallen.

B - Nettofinanzverbindlichkeiten

01.01.2021 bis 31.12.2021 01.01.2020 bis 31.12.2020
TEUR TEUR
+ Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.598 25.000
+ Akzepte
+ Fremdmittelaufnahmen auf dem Kapitalmarkt 0 24.614
+ andere zinstragende bilanzwirksame Verbindlichkeiten 0 32.132
+ Tilangungsanteil der Leasingverpflichtungen
= Bruttofinanzverbindlichkeiten 25.598 81.746
- Gesellschafterdarlehen mit Darlehensbelassungs- bzw. Rangrücktrittsvereinbarung 0 -32.132
- flüssige Mittel (Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, börsengängige Wertpapiere) -9.443 -11.375
= Nettofinanzverbindlichkeiten inklusive unbesicherten Kapitalmarktinstrumenten 16.155 38.239
- Fremdmittelaufnahmen auf dem Kapitalmarkt von unbesicherten Kapitalmarktinstrumenten der eterna Mode Holding GmbH, insb. Mittelstandsanleihe aus 2017, fällig 2024 0 -24.614
= Nettofinanzverbindlichkeiten mit Ausnahme von unbesicher Kapitalmarktinstrumenten 16.155 13.625

Als weiterer finanzieller Leistungsindikator werden die Nettofinanzverbindlichkeiten betrachtet. Der ETERNA-Konzern ist zum 31. Dezember 2021 bei den Verbindlichkeiten im Wesentlichen über ein Schuldscheindarlehen finanziert. Die Nettofinanzverbindlichkeiten haben im Zuge des StaRUG-Verfahrens von 38,2 Mio. € auf 16,2 Mio. € abgenommen. Budgetiert wurde eine Nettoverschuldung von 39,5 Mio. €. Die Planabweichung ist durch das StaRUG-Verfahren verursacht. Für 2022 wird mit einem Anstieg der Nettoverschuldung im niedrigen einstelligen Millionenbereich gerechnet.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Entwicklung der Mitarbeiterstände sowie die Anzahl der Gutschriften als Maßstab für die Qualität zentrale Bestandteile der Unternehmenssteuerung.

Der durchschnittliche Personalstand bei den Mitarbeitern (Teilzeit ist dabei anteilig zu Vollzeit gerechnet) lag in 2021 bei 813. Geplant war ein Stand von 824. Aufgrund der Corona-Situation wurden nicht alle geplanten Stellen besetzt sowie Stellen durch natürliche Fluktuation teilweise nicht nachbesetzt. Für 2022 soll der durchschnittliche Personalstand auf 839 anwachsen, was im Zusammenhang mit der Geschäftserholung und den Digitalisierungsinitiativen steht.

Die Anzahl der Gutschriften lag in 2021 bei rd. 273 Tausend Stück über alle Produktgruppen hinweg. Die Prognose lag bei 269 Tausend Stück. Die Gutschriften sollen sich auch für 2022 auf einem ähnlichen Niveau bewegen und bei 261 Tausend Stück liegen. Aufgrund der Coronasituation kam es zu Änderungen im Produktmix und im Nachfrageverhalten, was sich auch in der Anzahl der Gutschriften widerspiegelt. Dies soll sich im Jahr 2022 wieder normalisieren.

Weitere Faktoren die überwacht werden, sind Kunden- und Lieferantenbeziehungen, Produktqualität, Produktivitätsdaten, Arbeitnehmerbelange, Personaldaten, Umweltaspekte sowie Produktfortentwicklungen.

III. Prognosebericht

Die Gemengelage aus steigender Inflation und drohender vierter Welle schickt die Verbraucherstimmung zum Jahreswechsel 2021 auf 2022 in den Keller. Der GfK Konsumklimaindex notiert für den Januar 2022 bei minus 6,8 Punkten. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt im Juni 2021 gemessen. Vor allem die 2G-Regel für weite Teile des Einzelhandels wirkten sich auf das Weihnachtsgeschäft aus. Im Vergleich zum Vormonat hat der Index innerhalb eines Monats um 5 Punkte eingebüßt. Dabei haben alle drei Einzelindikatoren des Konsumklimaindex weiter ins Minus gedreht. Die Verbraucher sind nicht nur bezüglich der allgemeinen Wirtschaftsaussichten pessimistischer als noch im Vormonat, sondern auch bezüglich ihres eigenen Einkommens. So sind die Aussichten für die Einkommensentwicklung zum dritten Mal in Folge gesunken. Steigende Preise bei Energie und Lebensmitteln schwächten die Kaufkraft der Einkommen der Konsumenten, so die Konsumforscher. Das führe wiederum zu einer Eintrübung der Anschaffungsneigung. Der Einzelindikator, der misst, inwieweit die Konsumenten es momentan für ratsam halten, größere Anschaffungen zu tätigen, erleidet Einbußen von 8,9 Punkten und sinkt auf 0,8 Punkte. Dies ist der niedrigste Wert seit Januar 2021, als null Punkte gemessen wurden. Im Vorjahresvergleich ist das Minus damit laut GfK auf knapp 36 Punkte angewachsen. Hinzu kommt laut der Konsumforscher, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher wieder mehr sparen, was das verfügbare Einkommen für den Konsum schmälert. Insgesamt seien die Aussichten für die Konsumkonjunktur für das Jahr 2022 in erster Linie vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängig, heißt es von den Konsumforschern. Erfolge die Pandemiebekämpfung rasch und erfolgreich, würden Beschränkungen in größerem Umfang gelockert und der Konsum werde sich zügig erholen. Sollte sich jedoch im weiteren Verlauf das Infektionsgeschehen wieder verstärken, werde sich der Aufschwung weiter verzögern.

Eingebettet in oben beschriebene Rahmenbedingungen erwartet die Geschäftsleitung von ETERNA für das Gesamtjahr 2022 ein niedriges zweistelliges Umsatzwachstum, das vor allem durch Steigerungen im Absatzkanal Retail und Wholesale erreicht werden soll. Die hohe Wachstumsrate ist durch den Wegfall von Lockdown-Maßnahmen begründet sowie durch Cross-Channel Wachstumsinitiativen. Es wird davon ausgegangen, dass es im Jahr 2022 keine restriktiven Maßnahmen wie in den Jahren 2020 und 2021 geben wird.

Das operative Ergebnis (EBITDA) soll im Geschäftsjahr entsprechend der Umsatzerholung mit einem niedrigen einstelligen Millionenbereich deutlich über Vorjahr liegen. Aufgrund vom Finanzergebnis und hohen Sonderaufwendungen im IT-Bereich wird das Jahresergebnis aber noch im niedrigen bis mittleren einstelligen negativen Millionenbereich erwartet. Die Ausgaben im IT-Bereich und Digitalisierung wirken sich langfristig positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus und sind Teil eines langfristigen Business-Plans und der Strategie von ETERNA. Die langfristige strategische Ausrichtung des Konzerns und die sichere Finanzierung bietet nach Auffassung des Managements weiteres Potenzial zur Erzielung profitablen Wachstums und zur Erreichung prognostizierter Umsatz- und Ergebnisziele.

V. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement Ziele und Methoden:

Wesentliche Bedeutung für eine erfolgreiche Unternehmensführung hat das Risikomanagement, welches alle bedeutenden Risiken im Unternehmensumfeld erkennt, analysiert und überwacht und somit hilft, rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die ETERNA Gruppe hat hierzu ein Risikofrüherkennungssystem eingeführt, das Planungs-, Kontroll- und Informationssysteme beinhaltet. So wird unter anderem eine detaillierte kurz- und mittelfristige Unternehmensplanung und ein tägliches und monatliches Reporting durchgeführt, in dem für alle wichtigen Zielgrößen, wie z. B. Auftragseingang, Umsatz, Ergebnisentwicklung, Liquidität, Investitionstätigkeit und Personalentwicklung ein laufender Soll-Ist-Vergleich stattfindet und bei negativen Abweichungen unmittelbar Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden können. Diese Planungs-, Kontroll- und Informationssysteme werden laufend optimiert und veränderten Gegebenheiten angepasst.

Ein essentieller Bestandteil des Risikomanagements sind die Versicherungen. Durch sie werden Risiken wie Betriebsunterbrechung, Forderungsverluste, Verlust von Waren oder Gebäuden und Haftpflichtrisiken, abgesichert.

Grundsätzliche Risiken:

Als international tätige Unternehmensgruppe ist ETERNA auch einem Risiko im Zusammenhang mit Veränderungen in einzelnen Absatzmärkten ausgesetzt. Dieses Risiko kann sich aufgrund von Änderungen des politischen und regulatorischen Umfelds oder soziokultureller Entwicklungen realisieren. Die praktische Relevanz dieser möglichen Risiken ist aber als sehr gering einzustufen, da der Konzern sowohl bei den Produktionsstandorten wie auch bei der Beschaffungskette sich fast ausschließlich innerhalb solcher Länder bewegt, deren politischen und rechtlichen Fundamente gesichert sind und auch durch die Verteilung auf mehrere Standorte generell eine Splittung der Risiken herbeiführt.

Spezielle Risiken:

A - Risiken in Forderungen

Die wirtschaftliche Entwicklung auf der Seite der Großabnehmer hat eine erhebliche Auswirkung auf die geschäftliche Entwicklung der ETERNA Gruppe. So sind in der Vergangenheit größere Kunden der ETERNA Gruppe in Deutschland in wirtschaftliche Schieflagen geraten und mussten teilweise Insolvenz anmelden. Die ETERNA Gruppe versucht dem Risiko des Forderungsausfalls dadurch zu begegnen, dass sie zum Teil Zahlung auf Basis von Vorkasse verlangt, sich das Eigentum an den Waren vorbehält und über die Euler Hermes Kreditversicherung und anderen Delkrederegesellschaften abgesichert ist. Allerdings können durch diese Maßnahmen nicht alle Forderungsausfallrisiken abgedeckt werden, zum einen wegen der Limitierung durch die Kreditversicherung, die nicht sämtliche Ausfallrisiken absichert, zum anderen wegen der bestehenden Schwierigkeiten in der Praxis, den Verkauf von Produkten umgehend zu stoppen, sobald ein Fachhandelspartner in eine wirtschaftliche Schieflage gerät. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass der ETERNA Gruppe auch in Zukunft die Forderungsversicherungen in gleichbleibender Höhe und/oder zu gleichbleibenden Konditionen zur Verfügung stehen. Auch aus diesem Grund kann nicht ausgeschlossen werden, dass Insolvenzen großer Abnehmer zu einem Forderungsausfall der ETERNA Gruppe führen könnten. Die Einschätzung, dass es zu Forderungsausfällen kommt, wird als wahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird durch die Absicherungsmaßnahmen als mittel eingeschätzt.

B - Risiko des Akzeptanzverlusts der Kunden bezüglich der Aktualität der Mode und deren Nachfrage

Die geschäftliche Entwicklung der ETERNA Gruppe hängt wesentlich davon ab, dass die Waren den modischen Geschmack der Kunden treffen und daher auf Akzeptanz bei den Kunden stoßen. Der modische Geschmack der Kunden unterliegt einem stetigen Wandel, sodass ETERNA die Kollektionen ständig entsprechend dem Modetrend anpassen muss. Dafür hat ETERNA in den letzten Jahren ein eigenes Design-Team für die Kollektionen am Standort Passau aufgebaut. Trotz der Investitionen in die eigenen Design-Teams, kann nicht gewährleistet werden, dass es ETERNA immer gelingt, die modischen Trends ausreichend und rechtzeitig zu erkennen und die Kollektionen auf diese Trends anzupassen. Zudem ist ETERNA nicht in einem hochmodischen Segment positioniert, sondern eher im klassischeren Business Bereich. Sofern hinsichtlich einer Kollektion ein modischer Trend nicht rechtzeitigerkannt wird, ist die produzierte Ware nur schwer und/oder unter einem erheblichen Preisnachlass und/oder ganz oder teilweise nicht zu veräußern, wodurch der ETERNA Gruppe finanzielle Schäden entstehen können. Sofern eine oder mehrere Kollektionen der ETERNA Gruppe nicht den modischen Geschmack der Kunden treffen, könnte sich daraus sogar eine allgemein abnehmende Akzeptanz der Waren der ETERNA Gruppe ergeben. Daraus könnte sich eine allgemeine Schwächung der Stellung von ETERNA im Wettbewerb ergeben. Darüber hinaus kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich das Konsumentenverhalten allgemein von den Produkten der ETERNA Gruppe distanziert und die Akzeptanz der Waren der ETERNA Gruppe dadurch insgesamt abnimmt. So könnte es einen allgemeinen negativen Trend bezüglich Hemden und Blusen geben, etwa, weil sich das Bekleidungsverhalten im Berufs- und/oder Privatleben hin zu anderen Bekleidungsformen entwickelt. Die Einschätzung, dass es zu einem Akzeptanzverlust kommt, wird als eher unwahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als mittel eingeschätzt.

C - Altware könnte nach Ablauf einer Saison nicht mehr wirtschaftlich vermarktet werden und dadurch nur zu niedrigeren Preisen oder gar nicht verkauft werden können

Das Geschäft der ETERNA Gruppe ist in hohem Maße durch Saisonalität geprägt. Aus diesem Grund trifft die ETERNA Gruppe wie jedes Unternehmen der Bekleidungsindustrie das Risiko, dass Altware, die nach Ablauf der Saison nicht mehr wirtschaftlich vermarktet werden kann, nur noch zu niedrigen Preisen oder gar nicht verkauft werden kann (sogenanntes Restantenrisiko). Die mit der Unternehmensstrategie verbundene Ausweitung im Systemgeschäft und Onlinegeschäft führt zu einer deutlich höheren Rücklaufquote von couranter Ware, die in den übrigen Vertriebswegen atypisch ist, und nur zu einem geringen Teil weiterverwendet werden kann. Für diese Rückläufer muss von einem höheren Abschreibungsrisiko in den nachgelagerten Verwertungsstufen ausgegangen werden. Bei zunehmenden Umsatzanteilen in diesen Vertriebskanälen muss auch bilanziell von einem höheren bzw. ansteigenden Bewertungsrisiko für die Bestände ausgegangen werden. Sofern Ware während der Saison nicht abverkauft sein sollte, kann diese nur mit hohen Preisnachlässen vermarktet werden. Die ETERNA Gruppe versucht, dem Restantenrisiko durch eine möglichst effiziente Disposition sowie dem Vertrieb in eigenen Einzelhandelsgeschäften in Factory-Outlet-Centern im In- und Ausland, welche eine Vermarktung der Altware zu angemessenen Preisen ermöglichen soll, zu begegnen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Altware gleichwohl im Ergebnis nur zu reduzierten Preisen und/oder gar nicht vermarktet werden kann, wodurch der ETERNA Gruppe Einnahmen fehlen und Verluste entstehen könnten. Die Einschätzung, dass es zu vermehrter Altware kommt, wird als unwahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird durch die eigenen Vermarktungskanäle z.B. im eigenen Retail als gering eingeschätzt.

D - Die Nichteinhaltung von sozialen Standards und Qualitätsstandards durch die Lieferanten, insbesondere die Fremdfertigung, könnte zu Schäden sowie zu einem Reputationsverlust der ETERNA Gruppe führen

Während die eigene Produktion in der Slowakei erfolgt, wird die durch Dritte im Wege der Lohnfertigung im Auftrag der ETERNA Gruppe produzierte Ware zum Teil in europäischen Niedriglohnländern, insbesondere Mazedonien und Rumänien, hergestellt. Dabei achtet das Management der ETERNA Gruppe darauf, dass die beauftragten Produzenten soziale Mindeststandards, insbesondere betreffend Bestimmungen zum Arbeitnehmerschutz und Umweltschutz, einhalten und verpflichtet die Lieferanten vertraglich zur Einhaltung dieser Standards. Ferner achtet die ETERNA Gruppe auf die Einhaltung der Qualitätsstandards für ihre Produkte in allen Partnerbetrieben, in denen im Wege der Lohnfertigung Produkte für die ETERNA Gruppe hergestellt werden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es trotz dieser Maßnahmen zu Verletzungen der vereinbarten sozialen Standards oder auch Qualitätsstandards kommt. Aufgrund negativer Publizität könnte als Folge einer Verletzung ein Reputationsschaden der ETERNA Gruppe eintreten. Zusätzlich könnten Zertifizierungen von ETERNA in Gefahr geraten, sofern Verstöße gegen Standards entdeckt werden. Durch die räumliche Nähe und regelmäßige Kontrollen durch ETERNA Mitarbeiter wird dieses Risiko auf ein Minimum reduziert. Die Einschätzung, dass Standards nicht eingehalten werden, wird als unwahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird durch die langjährige, enge Zusammenarbeit mit den bestehenden Lieferanten als gering eingeschätzt.

E - Risiko von unvorhergesehenen steuerlichen Nachzahlungen und Strafen

Bei ETERNA wurden zuletzt 2016 (z.B. Ertragssteuern) und 2020 (z.B. Lohnsteuer) Betriebsprüfungen für gewisse Steuerarten für vergangene Betriebsjahre abgeschlossen, wobei teilweise keine oder nur geringe Steuernachzahlungen anfielen. Zudem findet aktuell eine Betriebsprüfung der Jahre 2017 bis 2020 (Ertragssteuern) statt, wobei das Ergebnis der Prüfung noch ausständig ist. Es können sich für die Unternehmen der ETERNA Gruppe Steuernachzahlungen ergeben. Sollten die hierfür gebildeten Steuerrückstellungen nicht ausreichend sein, könnten derartige Nachzahlungen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ETERNA Gruppe negativ beeinflussen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass für diese Jahre Steuernachforderungen anfallen werden. Insbesondere können neben den deutschen Steuerprüfern auch die slowakischen Steuerprüfer für die slowakische Tochtergesellschaft oder die Steuerprüfer der Länder, in denen ETERNA Betriebsstätten betreibt, eine Betriebsprüfung vornehmen. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ETERNA Gruppe haben. Die Einschätzung, dass es zu Nachzahlungen oder Strafen kommt, wird als unwahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als gering eingeschätzt.

F - Risiken bei der Finanzierung

Durch eine detaillierte mittelfristige Finanzplanung werden Finanzierungsengpässe frühzeitig erkannt, um ausreichend Zeit für geeignete Lösungen zu haben. Die kurzfristige Liquidität wird durch ein rollierendes Cash-Managementsystem sichergestellt. Der Konzern ist über ein Schuldscheindarlehen finanziert, wobei das operative Geschäft überwiegend aus dem laufenden Cash-Flow finanziert wird. Beim Schuldscheindarlehen sind bestimmte Kennzahlen einzuhalten. Bei Nichteinhaltung kann das Schuldscheindarlehen gekündigt werden. Es besteht aber für den Fall, dass Finanzkennzahlen nicht eingehalten werden, eine Option durch Zuschuss von Eigenkapital oder nachrangigen Schuldinstrumenten einen Verstoß gegen die Finanzkennzahlen zu heilen.

Der Verschuldungsgrad der ETERNA Gruppe birgt ein erhöhtes Insolvenzrisiko. Sollten sich die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gruppe ändern oder die finanziellen Rahmenbedingungen am Markt für Unternehmenskredite verschlechtern, könnte dieses dazu führen, dass ETERNA bestehende Finanzverbindlichkeiten nicht oder nur zu schlechteren Konditionen refinanzieren kann. Für das Jahr 2022 ist ein Anstieg bei der Konzern-Nettoverschuldung budgetiert. Die Einschätzung, dass sich die ETERNA-Gruppe nicht finanzieren kann, wird als unwahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird ohne Finanzierung als hoch eingeschätzt.

G - Risiken bei der Beschaffung

Für ETERNA werden ausschließlich hochwertigste Stoffe und Zutaten verwendet. Durch Prüfungen unabhängiger Institute wird bereits in den Vorstufen sichergestellt, dass alle Materialien durchgehend schadstoffgeprüft sowie umweltfreundlich produziert sind und unter fairen Produktionsbedingungen hergestellt werden. Dies führt dabei zu einer Risikoreduzierung. Durch verlässliche Partnerschaften ist die Lieferkette sehr gut eingespielt und generell wird eine Splittung der Risiken durch eine Diversifikation bei den Lieferanten herbeigeführt. Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben sich dadurch derzeit nicht.

Das Geschäft der ETERNA Gruppe wird durch Währungs- und Börsenpreisschwankungen im Hinblick auf die Beschaffung von Rohstoffen und Waren in Fremdwährung beeinflusst. Die Beschaffung der ETERNA Gruppe erfolgt zu einem signifikanten Teil in Asien. Die in Asien zu beschaffenden Rohstoffe und Waren sind fast ausschließlich in Fremdwährung zu bezahlen, vor allem in US-Dollar. Sofern der Außenwert des Euros im Vergleich zum US-Dollar sinkt, steigen auf der anderen Seite die Preise für Rohstoffe und Waren. Als Folge können aufgrund der Einkaufspreise der verwendeten Stoffe zu erheblichen Deckungsbeitragsschwankungen der produzierten Produkte kommen. Diese Schwankungen sind kurzfristig nicht auszugleichen und erhöhen das Risiko von Schwankungen des Unternehmensergebnisses. Diesem Risiko wird begegnet, indem geplante Einkaufsvolumen über einen bestimmten Zeitraum mit Termingeschäften abgesichert werden. Derivate werden ausschließlich zur Absicherung geplanter, quasi-sicherer Einkaufsvolumen eingesetzt. Sofern die ETERNA Gruppe diese Kostensteigerung aufgrund von Währungs- und Börsenpreisschwankungen auf der Beschaffungs- bzw. Produktionsseite nicht durch Preiserhöhungen auf der Verkaufsseite ausgleichen kann, können der ETERNA Gruppe Verluste entstehen. Die Einschätzung, dass es bei der Beschaffung zu Währungs- und Börsenpreisschwankungen kommt, wird als wahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird durch die zunehmende Beschaffung aus Fernost in US-Dollar als hoch eingeschätzt.

H - Risiken bei der Produktion

Durch den hohen Anteil der Eigenproduktion und der räumlichen Nähe zu den fremden Lohnarbeitsbetrieben sind Anpassungen der Produktionskapazitäten an die Marktgegebenheiten relativ schnell umsetzbar. Die Einhaltung der Umwelt- und Sozialstandards sind auch jederzeit gewährleistet, was durch die Zertifizierung mit der Auszeichnung "Oekotex Made in Green" (früher: Standard 100 Plus) zum Ausdruck gebracht wurde. Mit Oekotex Made in Green kann unabhängig nachgewiesen werden, dass Stoffe und Zutaten nicht nur schadstofffrei sind, sondern unter besten Arbeitsbedingungen verarbeitet werden. Darüber hinaus werden auch die Betriebsstätten einer umweltgerechten Produktionsökologie gerecht. Dabei achtet das Management der ETERNA Gruppe darauf, dass die beauftragten Produzenten soziale Mindeststandards, insbesondere betreffend Bestimmungen zum Arbeitnehmerschutz und Umweltschutz, einhalten und verpflichtet die Lieferanten vertraglich zur Einhaltung dieser Standards. Ferner achtet die ETERNA Gruppe auf die Einhaltung der Qualitätsstandards für ihre Produkte in allen Partnerbetrieben, in denen im Wege der Lohnfertigung Produkte für die ETERNA Gruppe hergestellt werden. Die Qualitätskontrolle wird auf allen Fertigungsstufen, sowie nach Fertigstellung der Produkte entsprechend der Qualitätsstandards von ETERNA durchgeführt. ETERNA legt seit Oktober 2015 die Wertschöpfungskette seiner Hemden und Blusen für jedermann zugänglich offen. Auf der Internetseite www.naturally-eterna.com können unter Eingabe des EAN-Codes alle Produktionsschritte transparent nachvollzogen werden. Die Einschätzung, dass es bei der Produktion zu Risiken kommt, wird als unwahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird durch die zunehmende Beschaffung aus Fernost als mittel eingeschätzt.

I - Risiken bei der Kommunikations- und Informationstechnologie

Die ETERNA Gruppe steuert die gesamte logistische Kette von der Stoffbeschaffung über die Produktion bis zum Abruf und Versand der Ware in eigens entwickelten Supply-Chain-Management-Systemen selbst. Da die relevanten Informationen über die Produktions- und Logistikdaten jederzeit zur Verfügung stehen, wird eine zeitgenaue und professionelle Steuerung des Warenflusses ermöglicht. Die Aufrechterhaltung der Logistik der ETERNA Gruppe ist auf einen störungsfreien und ununterbrochenen Betrieb der dem Supply-Management-System zugrundeliegenden IT-Einrichtungen (Computer- und Datenverarbeitungssysteme) angewiesen. Entsprechend ihrer Bedeutung ist sie vor unberechtigten Zutritt geschützt und wird zusätzlich von einem räumlich getrennten Ausfallrechenzentrum abgesichert. Ein ausgeklügeltes Back-up System schützt ETERNA vor dem Verlust von Daten und eine leistungsfähige Firewall, ergänzt durch ein Passwortsystem, verhindert einen unberechtigten Zugriff auf Firmendaten. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass die für die Aufrechterhaltung der ERP-Systeme erforderlichen IT-Einrichtungen ausfallen und/oder Fehlfunktionen aufweisen könnten, etwa aufgrund äußerer Einflüsse wie Computerviren, Beschädigungen aufgrund Feuer, Blitzschlag, Stromausfällen oder ähnlichen Ereignissen. Eine derartige Störung und/oder Unterbrechung der IT-Einrichtungen könnte sich negativ auf den Geschäftsbetrieb der ETERNA Gruppe auswirken. So könnten z.B. Verzögerungen in der Lieferkette eintreten und dadurch z.B. mit Kunden vereinbarte Liefertermine nicht eingehalten werden. Die ETERNA Gruppe unterhält ein IT-System für den Onlineverkauf ihrer Produkte, welches über Anbindungen an E-Commerce-Plattformen wie Zalando, Amazon und Otto auch auf Fremdplattformen zum Onlineumsatz beiträgt. Aufgrund der immer wichtiger werdenden, reibungslos funktionierenden Abläufe beim Onlineverkauf, kann ein störungsanfälliges oder zeitweise ausfallendes Onlineverkaufssystem zu Verzögerungen, Umsatzausfällen, Kosten zur Behebung der Störungen und Reputationsschäden führen. Sollte auf Trends im Onlineverkauf nicht reagiert werden, könnten Kunden zur Konkurrenz abwandern. Auch können längerfristige IT-Ausfälle oder Fehler in der Anbindung an Fremdplattformen zu erheblichen Umsatzausfällen führen. ETERNA begegnet diesem Risiko, indem das Projekt "Tech Stack" gestartet wurde, das eine innovative, aktuelle und zukunftsorientierte Softwarelandschaft zum Einsatz bringt, die über die kommenden Jahre implementiert werden soll. Die Einschätzung, dass es zu Risiken bei der Kommunikations- und Informationstechnologie kommt, wird als unwahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als mittel eingeschätzt.

J - Risiken aus Retailaktivitäten

Eine wachsende Bedeutung innerhalb der ETERNA Gruppe kommt dem Geschäftszweig Retail zu, zu welchem insbesondere die in der ETERNA Gruppe betriebenen Einzelhandelsgeschäfte gehören. Das Führen und der weitere Ausbau von eigenen Brand-Stores erfordern umfangreiche Investitionen der ETERNA Gruppe. Mit der Eröffnung weiterer Einzelhandelsgeschäfte kann sich auch der Aufwand für den Betrieb der Einzelhandelsgeschäfte im Bereich Retail erhöhen. Für die Einzelhandelsgeschäfte werden regelmäßig langfristige Mietverträge mit festen Konditionen abgeschlossen. Eine Verschlechterung der Frequenz von Kunden und der Konvertierungsrate von Kunden, welche die Retailgeschäfte besuchen, kann sich negativ auf die Rentabilität im Retail-Geschäftszweig auswirken. Durch den stark wachsenden Onlinehandel kann es außerdem zu Kannibalisierungseffekten kommen, wodurch sich die Rentabilität für bestehende Retailstores verringern kann. Die Einschätzung, dass es zu Risiken aus Retailaktivitäten kommt, wird als wahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als mittel eingeschätzt.

K - Risiken aus Pandemien

Die Corona-Pandemie hat zu verschiedenen Gegenmaßnahmen durch die Politik geführt. Unter anderem wurden beim Einzelhandel im Bekleidungsbereich teilweise oder ganz Geschäftsschließungen für bestimmte Zeiträume angeordnet. Da der ETERNA-Konzern direkt und indirekt überwiegend vom stationären Bekleidungshandel abhängig ist, können sich bei einer Verschärfung weiterer Gegenmaßnahmen Umsatzverfehlungen ergeben die negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wirken. Sollte es zu harten und langanhaltenden Maßnahmen wie z. B. Lockdowns im Einzelhandel im Jahr 2022 kommen, ist von einer Bestandsgefährdung auszugehen. Zudem hat die Corona-Pandemie das Konsumverhalten in einer so kurzen Zeit so massiv verändert, wie das bisher bei GfK noch nie gemessen wurde. Die Interessen der Konsumenten verschieben sich - auch durch das Homeoffice - in Richtung ihres Zuhauses. Durch diese Situation kann es dazu kommen, dass die anlassbezogene Produktgruppe, in welcher der ETERNA Konzern positioniert ist, nicht oder erst zeitversetzt Nachholeffekte nach der Corona-Pandemie verzeichnet und sich dadurch Nachteile auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Es kann für die Zukunft auch nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Pandemien kommt, die vergleichbare Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung haben. Die Einschätzung, dass restriktive Maßnahmen wie im Jahr 2020 und 2021 verhängt werden, wird als eher unwahrscheinlich angesehen, mögliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden aber als hoch eingeschätzt.

Darüber hinausgehende Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, sind derzeit nicht bekannt.

L - Risiken aus dem Russland-Ukraine-Konflikt

Durch den Russland-Ukraine-Konflikt im Februar 2022 wurde die europäische Sicherheits- und Friedensordnung massiv und nachhaltig erschüttert. Die diplomatischen Bemühungen der EU und der USA erzielten bislang keinen Erfolg. Überdies zieht der Konflikt weitere Kreise. Die westliche Staatengemeinschaft bezieht gegenüber Russland Position. Ein Ost-West-Konflikt, der an Zeiten des Kalten Krieges erinnert, tut sich wieder auf. Dieser Konflikt hat auch unmittelbar zu entsprechenden wirtschaftlichen Sanktionen gegenüber Russland geführt. Für den ETERNA-Konzern bedeutet das, dass mit Ausfall von Umsätzen zu rechnen ist. Hierbei handelt es sich aber im Verhältnis zum Gesamtumsatz des ETERNA-Konzerns um einen nicht wesentlichen Anteil der zu keiner Bestandsgefährdung führen wird. Mittelfristig kann auch durch diese Sanktionen (besonders bei Gas und Öl) die Inflation länger auf dem bereits hohen Niveau bleiben bzw. sich verschärfen und es kann zu einer Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik bis hin zu einer Rezession kommen. Die Einschätzung, dass es zu Risiken aus dem Russland-Ukraine-Konflikt kommt, wird als wahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als mittel eingeschätzt.

Chancenbericht

Die systematische Identifikation und Realisierung wertsteigernder unternehmerischer Chancen ist ein wichtiges Element zur Sicherstellung profitablen Unternehmenswachstums sowie zur Erreichung finanzieller und strategischer Unternehmensziele.

Kurzfristige Chancen, verstanden als potenzielle, positive Abweichungen vom geplanten operativen Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr, werden in regelmäßigen Abständen zentral erfasst. Im Geschäftsjahr 2021 wurden die Planungen und Prognosen maßgeblich wegen der Corona-Pandemie nicht erfüllt.

Chancen ergeben sich aus den Produkten, die in den Kollektionen angeboten werden. Insbesondere die Hero-Shirts haben sich in der Vergangenheit als Erfolgstreiber herausgestellt. Zum Beispiel wurde das in 2018 lancierte COVER SHIRT (ein sehr blickdichtes Hemd) auf den Markt gebracht, das zunehmende Wachstumsraten aufzeigt, die sich noch steigern könnten. Das Angebot der Hero-Shirts hat sich bis heute vervielfältigt: Das LOTUS SHIRT mit schmutzabweisendem Finish, SOFT TAILORING für den Semi-Casual-Träger oder Hemden mit extrem verkürztem Rumpf. Das GENTLE SHIRT mit einem besonderen Preis-/Leistungsverhältnis aus hochwertigen Premiumstoffen wurde dabei sogar von der Zeitschrift GUTER RAT als Testsieger (Note 1,1 im Vergleich mit acht anderen Hemdenmarken) gekürt (Heft 12, Dezember 2019). Aus dem Produktangebot könnten sich Wachstumsraten über dem budgetierten Ansatz hinaus ergeben.

Chancen ergeben sich auch aus dem initiierten Tech Stack-Projekt, bei dem die bestehende IT-Systemlandschaft durch eine innovative, aktuelle und zukunftsorientierte Softwarelandschaft abgelöst wird. Im Rahmen dieser Unternehmensdigitalisierung können sich weitere Wachstumsfelder z.B. durch die Verknüpfung aller Absatzkanäle (Omnichanel) ergeben oder effizienzsteigernde Abläufe und Prozesse durch eine gesteigerte Datentransparenz ergeben.

Das langfristige Chancenmanagement ist unmittelbar mit der Unternehmensplanung verknüpft. Identifizierte und anhand ihres Beitrags zum Unternehmenswert bewertete Chancen fließen in die jährliche Budget- und langfristige strategische Planung ein. Dabei trifft die Geschäftsführung im Austausch mit den operativen Einheiten die Entscheidung hinsichtlich ihrer Realisierung und teilt die dazu notwendigen Ressourcen zu.

 

Passau, 1. März 2022

Hennig Gerbaulet, Geschäftsführer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

der ETERNA Mode Holding GmbH, Passau

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 77.648,00 157.929,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 3.219.105,64
3. Geleistete Anzahlungen 23.780,00 0,00
101.428,00 3.377.034,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.912.204,01 4.218.861,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 198.417,00 346.685,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.264.346,11 4.313.466,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 150.851,41 34.171,34
7.525.818,53 8.913.183,46
7.627.246,53 12.290.218,10
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.755.839,94 4.880.404,30
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 83.979,93 96.868,17
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 15.344.998,16 17.412.185,00
22.184.813,03 22.389.457,47
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.467.512,47 3.280.944,25
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.026.009,85 1.704.289,24
5.493.522,32 4.985.233,49
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 9.442.905,33 11.375.345,21
37.121.245,68 38.750.036,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 362.605,58 296.621,85
D. Aktive latente Steuern 303.047,26 53.497,16
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 42.919.145,93
45.414.145,05 94.309.519,21

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 12.981.500,00 5.481.500,00
II. Eigene Anteile 0,00 -93.200,00
III. Kapitalrücklage 12.059.300,00 11.854.260,00
IV. Andere Gewinnrücklagen 319.993,05 677.070,89
V. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 705.896,89 705.896,89
VI. Konzernverlustvortrag -61.544.673,71 -52.364.842,70
VII. Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 39.950.926,40 -9.179.831,01
4.472.942,63 -42.919.145,93
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 42.919.145,93
4.472.942,63 0,00
B. Unterschied aus Kapitalkonsolidierung 0,00 27.605,12
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 961.642,00 947.458,00
2. Steuerrückstellungen 16.615,00 4.420,04
3. Sonstige Rückstellungen 4.117.657,69 3.118.381,40
5.095.914,69 4.070.259,44
D. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 0,00 24.614.000,00
- davon ausgegeben 0,00 25.000.000,00
- davon zurückerworben 0,00 -386.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.597.743,06 25.000.000,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.959.684,66 3.181.685,67
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 32.132.461,54
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.891.031,53 4.856.162,96
davon aus Steuern: EUR 626.979,61 (31.12.20: EUR 1.745.175,10)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 194.043,78 (31.12.20: EUR 183.115,02)
35.448.459,25 89.784.310,17
E. Passive latente Steuern 396.828,48 427.344,48
45.414.145,05 94.309.519,21

Konzern-Gewinn und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

der ETERNA Mode Holding GmbH

01.01.2021 bis 31.12.2021 01.01.2020 bis 31.12.2020
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 69.398.136,44 78.686.746,04
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -3.518.223,34 -610.517,00
3. sonstige betriebliche Erträge 55.292.905,09 2.314.809,73
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -22.872.494,84 -25.037.712,95
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.953.164,54 -8.549.823,16
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -15.361.574,45 -17.071.169,35
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.198.580,52 -4.806.795,62
davon für Alterversorgung 96.353,50 (VJ: 95.347,32)
6. Abschreibungen
a) Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.112.125,08 -8.771.834,13
b) auf Gegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen nicht überschreiten -268.270,00 0,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -26.329.730,39 -21.982.066,79
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 36.805,59 37.795,56
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.388.934,34 -3.548.162,15
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 264.067,49 197.919,34
11. Ergebnis nach Steuern 39.988.817,11 -9.140.810,48
12. Sonstige Steuern -37.890,71 -39.020,53
13. Konzernjahresüberschuss/fehlbetrag 39.950.926,40 -9.179.831,01

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 der ETERNA Mode Holding GmbH

I. Allgemeine Angaben

Firma: ETERNA Mode Holding GmbH
Sitz: 94036 Passau, Medienstraße 12
Registergericht Passau
HRB-Nr. 6981

Der Konzernabschluss des Geschäftsjahres vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der ETERNA Mode Holding GmbH, Passau und der übrigen, in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich ausschließlich um Software mit einer Nutzungsdauer von 1,3 oder 5 Jahren.

Der Firmenwert der ETERNA Mode GmbH betrifft vor allem den seit Gründung 1863 aufgebauten selbstgeschaffenen Markennamen "ETERNA". Aufgrund der langfristig ausgerichteten Firmenstrategie zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Marktposition wurde eine Nutzungsdauer von 15 Jahren gewählt. In dieser Einschätzung spiegelt sich auch die vorhandene und noch zu erwartende Bestandsdauer des Unternehmens und seiner Produkte wider.

Der Firmenwert aus der Erstkapitalkonsolidierung der ETERNA Mode GmbH wird linear über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Im aktuellen Geschäftsjahr wurde der Firmenwert planmäßig vollständig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Erwerbsnebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet, soweit es sich um bewegliche Wirtschaftsgüter handelt. Die Abschreibungen wurden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände nach der linearen Methode vorgenommen. Abschreibungen für Zu- und Abgänge werden zeitanteilig vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten und Herstellungskosten bewertet, soweit nicht der Ansatz eines niedrigeren beizulegenden Wertes geboten ist. Bei der Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden in die Herstellungskosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten eingerechnet. Zinsen für Fremdkapital sowie angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert, soweit nicht Einzelabwertungen geboten sind. Für das allgemeine Kreditrisiko und für Erlösschmälerungen wird eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für die Handelsbilanz wird unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" durchgeführt. Als Rechnungsgrundlagen dienen die Richttafeln 2018 G für die Pensionsversicherung von Dr. Heubeck. Der Rechnungszinsfuß beträgt 1,87 % p.a. auf Basis des Durchschnittzinssatzes der letzten zehn Geschäftsjahre ohne Berücksichtigung eines Anwartschaftstrends, aber unter Berücksichtigung eines Rententrends von 1,75 % p.a. (für die Zeit ab Rentenbeginn). Ein Gehaltstrend wird nicht berücksichtigt, da dieser keinen Einfluss auf die Rentenhöhe hat. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung unter Verwendung des durchschnittlichen Zinssatzes für die letzten zehn Geschäftsjahre und dem Ansatz unter Verwendung des durchschnittlichen Zinssatzes der letzten sieben Geschäftsjahre beträgt zum Bilanzstichtag 52 TEUR (Vj. 69 TEUR). Dabei wurde nach Maßgabe der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit (mittlere Duration) der Verpflichtungen von 15 Jahren unterstellt. Diese Vorgehensweise ist aus Gründen der Bilanzstetigkeit in folgenden Abschlüssen grundsätzlich beizubehalten.

Pensionsrückstellungen nach slowakischem Recht wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und in voller Höhe mit einem Rechnungszinsfuß von 1,35 % bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß §254 HGB gebildet werden, kommt die Einfrierungsmethode für die Abbildung der ökonomischen Sicherungsbeziehungen zur Anwendung und die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko werden nicht bilanziert.

Umsatzerlöse werden mit Verschaffung der Verfügungsmacht an den Kunden realisiert und eingebucht.

Aufwendungen und Erträge werden unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung verbucht, wenn sie betrieblich veranlasst bzw. realisiert sind.

III. Konzernaufstellungspflicht

Für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2006 bis zum 31. August 2006 trat erstmalig eine Konzernaufstellungspflicht ein.

Die Erstkonsolidierung wurde zum 1. Juli 2006 durchgeführt.

IV. Konsolidierungskreis und Stichtag

In den Konzernabschluss wurden neben der ETERNA Mode Holding GmbH, Passau, folgende Unternehmen einbezogen:

Unternehmen Konsolidierungsart Anteil in %
ETERNA Mode GmbH, Passau voll 100,00
eterna s.r.o., Banovce, Slowakei voll 100,00

Der Bilanzstichtag des Mutterunternehmens ETERNA Mode Holding GmbH sowie der Tochterunternehmen ist der 31. Dezember.

V. Konsolidierungsgrundsätze

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB. Die Anschaffungskosten der Anteile werden dabei mit den auf diese Anteile entfallenden Beträgen des Eigenkapitals zum 1. Juli 2006 verrechnet.

Zum 1. Juli 2006 wurden 100% der Aktien der ETERNA Mode AG, Passau erworben. Als Übertragungsstichtag wurde für Zwecke der Kapitalerstkonsolidierung der 1. Juli 2006 gewählt. Die ETERNA Mode AG firmierte durch formwechselnde Umwandlung im August 2007 in die ETERNA Mode GmbH um.

Mit dem Erwerb der Anteile an der ETERNA Mode GmbH erwarb zum 1. Juli 2006 die ETERNA Mode Holding GmbH auch indirekt die Beteiligung an der eterna s.r.o., Banovce, Slowakei, da die ETERNA Mode GmbH ihrerseits 100% der Anteile an der eterna s.r.o. hielt. Handelsrechtlich war damit zum 1. Juli 2006 die eterna s.r.o. auch in den Konzernabschluss der ETERNA Mode Holding GmbH einzubeziehen. Daher wurde auch für den Erwerb der eterna s.r.o. als Übertragungsstichtag für Zwecke der Kapitalerstkonsolidierung der 1. Juli 2006 gewählt. Im August 2006 wurden 100% der Anteile an die ETERNA Mode Holding GmbH übertragen.

Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung

Aus der Kapitalerstkonsolidierung der ETERNA Mode GmbH ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 96.573 TEUR. Die laufende Firmenwertabschreibung beträgt 3.219 TEUR.

Aus der Kapitalerstkonsolidierung der eterna s.r.o. ergab sich zum Erstkonsolidierungszeitpunkt ein negativer Unterschiedsbetrag von 621 TEUR. Der negative Unterschiedsbetrag wird ertragswirksam ebenfalls über 15 Jahre aufgelöst. Die jährliche Auflösung beträgt 41 TEUR. Aufgrund des Beteiligungserwerbs im August 2006 wurde mit der ertragswirksamen Auflösung zum 1. September 2006 begonnen. Im vorliegenden Konzernabschluss ergab sich eine positive Ertragsauswirkung in Höhe von 28 TEUR.

Schuldenkonsolidierung

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen eliminiert.

Zwischenergebniseliminierung

Die aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr resultierenden Zwischenergebnisse wurden eliminiert. Sie betreffen den Zwischengewinn auf Konzernvorräte.

Aufwendungs- und Ertragskonsolidierung

Erträge und Aufwendungen zwischen den verbundenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet.

VI. Währungsumrechnung

Die Bewertung von auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr erfolgt nach § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs.

Durch den Beitritt der Slowakei zur Eurozone wurde am 01.Januar 2009 die Bilanzierung auf Euro umgestellt. Die bis zum 31. Dezember 2008 aufgelaufenen Währungsdifferenzen werden als gesonderter Währungsausgleichsposten im Eigenkapital fortgeführt.

VII. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im Konzern-Anlagespiegel dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 143 TEUR (31.12.2020: 202 TEUR) vorgenommen.

Umlaufvermögen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen eine Restlaufzeit von einem Jahr auf.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 419 TEUR (31.12.2020: 434 TEUR) ausgewiesen.

Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Die wesentlichen Änderungen im Eigenkapital sind durch das erfolgreich durchgeführte StaRUG- Verfahren entstanden. Erläuterungen dazu sind im Konzernlagebericht zu finden.

Latente Steuern

Folgende Differenzen bestehen zwischen Steuerbilanz- und Handelsbilanzwerten per 31. Dezember 2021:

31.12.2021 Steuerbilanz 31.12.2021 Handelsbilanz Differenz
TEUR TEUR TEUR
Vorräte (Zwischengewinneliminierung ETERNA Mode GmbH) 0 -119 -119
Vorräte (Zwischengewinneliminierung eterna s.r.o.) 0 1 1
Sonstige Vermögensgegenstände (Einstandszahlung HV) 72 74 3
Rückstellungen f. Pensionen u. ähnl. Verpfl. -438 -771 -333
Sonst. Rückstellungen - Archivierung -129 -122 7
ungenutzte steuerliche Verlustvorträge (finale Verlustverwendung) Betriebstätten Österreich/Niederlande -141 -141
gesamt -495 -1.077 -582
Individueller Steuersatz 30,3%
Aktive latente Steuern ETERNA Mode GmbH 176 TEUR
Aktive latente Steuern eterna s.r.o. 127 TEUR
Aktive latente Steuern gesamt 31.12.2021 303 TEUR
Aktive latente Steuern gesamt 31.12.2020 53 TEUR
Aufbau Aktive latente Steuern 250 TEUR
31.12.2021 Steuerbilanz 31.12.2021 Handelsbilanz Differenz
TEUR TEUR TEUR
Sonderposten mit Rücklageanteil -1.310 0 1.310
gesamt -1.310 0 1.310
Individueller Steuersatz 30,3%
Passive latente Steuern ETERNA Mode GmbH 397 TEUR
Passive latente Steuern eterna s.r.o. 0 TEUR
Passive latente Steuern gesamt 31.12.2021 397 TEUR
Passive latente Steuern gesamt 31.12.2020 427 TEUR
Abbau Passive Latente Steuern -31 TEUR

Für den in der Einzelbilanz der ETERNA Mode GmbH passivierten Sonderposten mit Rücklageanteil wurde vom Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB Gebrauch gemacht. Dieser Sonderposten ist im Konzernabschluss nicht zulässig. Er wurde gem. Artikel 54 Abs. 2 EGHGB mit 69,7% den Konzerngewinnrücklagen zugeordnet (Eigenkapitalanteil des Sonderpostens). Für die restlichen 30,3% des Sonderpostens wurde eine Rückstellung für latente Steuern passiviert (Fremdkapitalanteil des Sonderpostens).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinalten folgende wesentliche Positionen in TEUR:

31.12.2021 31.12.2020
Abfindungen und Mitarbeiterboni 1.510 238
Bezugskosten Stoffe und Handelsware 722 303
Retouren/Gewährleistung, Fancard Gutscheine 502 480
Urlaubs-, Gleitzeit-, Überstundenansprüche 363 280
Rückbaukosten Stores 257 256
Tantiemen 136 159
Archivierungskosten 131 133
ausstehende Rechnungen 129 340
Kunden- und Sofortboni 104 172

Verbindlichkeiten

Die Erläuterungen zu den Verbindlichkeiten sind der folgenden Darstellung zu entnehmen:

Art der Verbindlichkeit Gesamt bis 1 Jahr über 1 Jahr gesicherte Beträge
TEUR TEUR TEUR TEUR
Anleihen 0 0 0 0
Vj. 24.614 0 24.614 0
Verbindlichkeiten gegenüber 25.598 0 25.598 25.598
Kreditinstituten Vj. 25.000 0 25.000 25.000
Verbindlichkeiten aus 7.960 7.960 0 0
Lieferungen und Leistungen Vj. 3.182 3.182 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber 0 0 0 0
Gesellschaftern Vj. 32.132 0 32.132 0
Sonstige 1.891 1.891 0 0
Verbindlichkeiten Vj. 4.856 4.856 0 0
35.449 9.851 25.598 25.598

Es waren keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren vorhanden.

Art der Sicherheiten:

Die Bankverbindlichkeiten sind besichert durch Briefgrundschulden, Sicherungsübereignung des Sonstigen Inventars und Vorratsvermögen sowie Verpfändung der Gesellschaftsanteile an der eterna s.r.o. und der ETERNA Mode Holding GmbH.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und die Anleihe wurden im Zuge des von der ETERNA Mode Holding erfolgreich durchgeführten StaRUG-Verfahrens aufgelöst. Details dazu sind im Konzernlagebericht dargestellt.

VIII. Angaben zur Konzern-Gewinn und Verlustrechnung sowie zur Konzernkapitalflussrechnung

1. Umsatzerlöse

01/2021-12/2021 01/2020-12/2020
TEUR TEUR
Hemden 50.668 52.731
Blusen 15.078 16.483
Sonstige 3.652 9.472
Konzernumsatz Gesamt 69.398 78.687
Der Exportanteil beträgt 22.530 21.634
dies entspricht einem Prozentsatz vom Gesamtumsatz 32,47% 27,49%

Wesentliche Exportländer sind Dänemark, Österreich, Schweiz, Niederlande, Frankreich, Belgien, Großbritannien und Irland.

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 55.293 TEUR (Vj.: 2.315 TEUR) sind Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von 155 TEUR (Vj. 297 TEUR) sowie aperiodische Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 396 TEUR (Vj.: 1.546 TEUR) enthalten.

3. Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB in Höhe von 6.933 TEUR enthalten.

Außergewöhnliche Aufwendungen 2021 - Detail

Sonstiger betrieblicher Aufwand: 6.933 TEUR 100%
TECH STACK 1.290 TEUR 19%
Finanzierung 4.849 TEUR 70%
Coronaeffekte 794 TEUR 11%
Sonderaufwand 2021 6.933 TEUR 100%

Bei TECH STACK handelt es sich um Aufwendungen für das Projekt, bei dem die bestehende IT-Systemlandschaft durch eine innovative, aktuelle und zukunftsorientierte Softwarelandschaft abgelöst wird.

Die Finanzierungsaufwendungen sind entstanden durch die erfolgreiche Durchführung des StaRUG-Verfahrens.

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB in Höhe von 54.007 TEUR aus der Rückführung der Anleihe im Zuge des StaRUG-Verfahrens enthalten.

4. Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds umfasst die Position "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten".

IX. Sonstige Angaben

1. Außerbilanzielle Geschäfte

Wartungsverträge:

Zweck: Die Wartungsverträge beinhalten die entsprechende Wartung von Gebäuden und Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Mietverträge:

Zweck: Anmietung von Verkaufsflächen.

Die Vorteile aus den betreffenden Mietverträgen bestehen in der geringen Kapitalbindung bei gleichbleibenden Nutzungsmöglichkeiten. Ein weiterer Vorteil der Mietverträge besteht im fehlenden Vermarktungsrisiko am Ende der Mietzeit. Risiken sehen wir in diesen Vertragsgestaltungen aus den tatsächlichen und potentiellen Abflüssen liquider Mittel über die Vertragslaufzeit.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Serviceverträgen in Höhe von insgesamt 13.583 TEUR. Davon sind im Folgejahrfällig: 4.669 TEUR, im 2. bis 4. Jahr fällig 7.733 TEUR, ab dem 5. Jahr fällig 1.181 TEUR.

Das Bestellobligo aus Investitionen beträgt 19 TEUR.

Das Bestellobligo für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beträgt 12.931 TEUR.

Die Verpflichtungen aus betrieblicher Altersversorgung betragen 96 TEUR.

3. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

31.12.21 Anzahl 31.12.20 Anzahl
Lohnempfänger 509 584
Angestellte 356 393
865 977

4. Derivative Finanzinstrumente / Bewertungseinheiten

Zum 31.12.2021 bestehen keine Devisentermingeschäfte.

5. Honorar für Abschlussprüfer

Das Gesamthonorar beträgt 35 TEUR (Vj.: 53 TEUR) für die Jahresabschlussprüfung.

6. Organe

Geschäftsführung:

Herr Henning Gerbaulet, Dipl. Kaufmann

Beirat:

Herr Dr. Adrian Kiehn, Managing Partner der Perikles Ventures GmbH (Beiratsvorsitzender)

Herr Dr. Daniel Terberger, Vorstandsvorsitzender der KATAG AG

Herr Christoph Braks, Direktor der QUADRIGA CAPITAL Eigenkapitalberatung GmbH

Herr Andreas Jaufer; Geschäftsführer der Robus Capital Management Ltd. mit Beschluss vom 18. Januar 2022

Herr Dr. Felix Kreyer, Mitglied der Unternehmensleitung bei der E. Breuninger GmbH & Co. mit Beschluss vom 18. Januar 2022

Herr Dr. Andreas Fendel, Managing Partner/CEO der QUADRIGA CAPITAL Beteiligungsberatung GmbH ist mit Beschluss vom 18. Januar 2022 aus dem Beirat ausgeschieden.

7. Gesamtbezüge des Beirats

Die Gesamtbezüge des Beirats gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB betragen 82 TEUR.

8. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge für die Geschäftsführung nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB wurde in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

9. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB

Der vorliegende Konzernabschluss wurde von der ETERNA Mode Holding GmbH, Passau, aufgestellt. Nach der gesetzlichen Regelung des § 264 Abs. 3 HGB befreit dieser Konzernabschluss die

ETERNA Mode GmbH, Passau

von der Verpflichtung, einen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 offen zu legen.

10. Vorgänge nach dem Bilanzstichtag

Betreffend der möglicher Weise bestandsgefährdenden Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bedingt durch die Corona Pandemie siehe die Ausführungen im Lagebericht. Da der ETERNA Konzern direkt und indirekt überwiegend vom stationären Bekleidungshandel abhängig ist, werden die angeordneten Gegenmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Einzelhandel für bestimmte Zeiträume zu Umsatzeinbußen im Jahr 2022 führen.

Durch den Russland-Ukraine-Konflikt im Februar 2022 ergeben sich nicht wesentliche Umsatzrisiken, die zu keiner Bestandsgefährdung beim ETERNA Konzern führen werden.

Sonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres, die wesentlichen Einfluss auf die Lage des Unternehmens haben, sind nicht eingetreten.

11. Ergebnisverwendung

Bei der ETERNA Mode Holding GmbH besteht zum 31. Dezember 2021 ein Jahresverlust von 3.143.850,23 EUR. Der Verlust wird voraussichtlich auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Passau, den 01. März 2022

ETERNA Mode Holding GmbH

DIE GESCHÄFTSLEITUNG

Henning Gerbaulet, Geschäftsführer

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021

ETERNA Mode Holding GmbH

Anschaffungskosten
Vortrag 01.01.2021 Zugang Umbuchung Abgang Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.142.316,24 15.103,82 0,00 33.308,29 4.124.111,77
2. Geschäfts- oder Firmenwert 96.573.169,34 0,00 0,00 0,00 96.573.169,34
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 23.780.00 0,00 0,00 23.780,00
100.715.485,58 38.883,82 0,00 33.308,29 100.721.061,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.211.241,71 33.929,87 0,00 7.908,05 17.237.263,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.740.988,04 9.877,00 0,00 222.610,60 6.528.254,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.390.939,74 256.045,75 0,00 839.622,40 13.807.363,09
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 34.171,34 116.680,07 0,00 0,00 150.851,41
38.377.340,83 416.532,69 0,00 1.070.141.05 37.723.732,47
139.092.826,41 455.416,51 0,00 1.103.449,34 138.444.793,58
kumulierte Abschreibungen
Afa kum. Vortrag Afa kum. Zugang Afa kurn. Umbuchung Afa kum. Abgänge Afa kum. 31.12.2021 Abschreibung
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.984.387,24 95.384,82 0,00 33.308,29 4.046.463,77 95.384,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 93.354.063,70 3.219.105,64 0,00 0,00 96.573.169,34 3.219.105,64
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
97.338.450,94 3.314.490,46 0,00 33.308,29 100.619.633,11 3.314.490,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.992.380,70 340.586,87 0,00 7.908,05 13.325.059,52 340.586,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.394.303,04 158.145,00 0,00 222.610,60 6.329.837,44 158.145,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.077.473,63 1.298.902,75 0,00 833.359,40 10.543.016,98 1.298.902,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
29.464.157.37 1.797.634.62 0.00 1.063.878,05 30.197.913.94 1.797.634,62
126.802.608,31 5.112.125,08 0,00 1.097.186,34 130.817.547,05 5.112.125,08
Nettobuchwerte
Buchwert 31.12.2021 Vorjahr 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 77.648,00 157.929,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 3.219.105,64
3. Geleistete Anzahlungen 23.780,00 0,00
101.428,00 3.377.034,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.912.204,01 4.218.861,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 198.417,00 346.685,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.264.346,11 4.313.466,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 150.851,41 34.171,34
7.525.818,53 8.913.183,46
7.627.246,53 12.290.218,10

Konzern-Kapitalflussrechnung vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021

der ETERNA Mode Holding GmbH, Passau

01.01.21 - 31.12.21 01.01.20 - 31.12.20
TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 39.951 -9.180
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.112 8.772
+ / - Zunahme/Abnahme der Rückstellungen ohne Steuerrückstellung 1.013 -2.521
+ / - Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -56.774 -41
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und -20 160
- / + Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und -619 4.426
+/- Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 9.254 -894
+ Zinsaufwendungen 2.369 3.205
+/- Ertragsteuerzahlungen 246 114
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag -264 -198
= Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 269 3.844
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens/immateriellen Anlagevermögens 26 26
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen / übriges immaterielles Anlagevermögen -455 -876
= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -429 -851
+ Erhöhung Gesellschafterdarlehen durch Zinskapitalisierung 0 318
+ zahlungsunwirksame Zinsen Finanzkredit 598 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten 0 -22
- Gezahlte Zinsen -2.369 -3.205
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -1.772 -2.909
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands -1.932 84
+ Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahrs 11.375 11.291
= Finanzmittelfonds zum 31.12. 9.443 11.375
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds zum 31.12.
+ Zahlungsmittel 9.443 11.375
- Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten 0 0

Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2021

Gezeichnetes Kapital eigene Anteile Kapitalrücklage Andere Gewinnrücklagen
EUR EUR
31.12.2019 5.481.500,00 -93.200,00 11.854.260,00 608.453,51
Rückkauf eigene Anleihe 68.617,38
Konzernjahresfehlbetrag
Konzerngesamtergebnis
31.12.2020 5.481.500,00 -93.200,00 11.854.260,00 677.070,89
Kapitalerhöhung Gesellschafter 7.500.000,00
Rückführung eigene Anteile 93.200,00 205.040,00 -298.240,00
Auflösung Rückkauf eigene Anleihe -58.837,84
Konzernjahresüberschuss
Konzerngesamtergebnis 0,00 0,00
31.12.2021 12.981.500,00 0,00 12.059.300,00 319.993,05
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung Konzernbilanzverlust/-gewinn Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR
31.12.2019 705.896,89 -52.364.842,70 -33.807.932,30
Rückkauf eigene Anleihe 68.617,38
Konzernjahresfehlbetrag -9.179.831,01 -9.179.831,01
Konzerngesamtergebnis -9.179.831,01 -9.179.831,01
31.12.2020 705.896,89 -61.544.673,71 -42.919.145,93
Kapitalerhöhung Gesellschafter 7.500.000,00
Rückführung eigene Anteile 0,00
Auflösung Rückkauf eigene Anleihe -58.837,84
Konzernjahresüberschuss 39.950.926,40 39.950.926,40
Konzerngesamtergebnis 0,00 39.950.926,40 39.950.926,40
31.12.2021 705.896,89 -21.593.747,31 4.472.942,63

E. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ETERNA Mode Holding GmbH, Passau:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ETERNA Mode Holding GmbH, Passau und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht ETERNA Mode Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Unterabschnitt "K - Risiken aus Pandemien" des Chancen- und Risikoberichts (Abschnitt V) im Lagebericht und im Unterabschnitt "Vorgänge nach dem Bilanzstichtag" des Anhangs (Abschnitt IV. 10.), in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der ETERNA-Konzern direkt und indirekt überwiegend vom stationären Bekleidungshandel abhängig ist und sich bei einer Verschärfung weiterer Gegenmaßnahmen gegen die COVID 19-Pandemie Umsatzverfehlungen ergeben können, die negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wirken. Sollte es zu harten und langanhaltenden Maßnahmen wie z. B. Lockdowns im Einzelhandel im Jahr 2022 kommen, geht die Geschäftsführung von einer Bestandsgefährdung aus. Wie dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

F. SCHLUSSBEMERKUNG

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der ETERNA Mode Holding GmbH, Passau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 in einer von der als Anlage zu diesem Bericht beigefügten, bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird hingewiesen.

 

München, 16. März 2022

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Christian Schönhofer, Wirtschaftsprüfer

Michael Pliefke, Wirtschaftsprüfer

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