NordAlu GmbH
Oderstraße 78, 24539 Neumünster, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Michail Theodorakopoulos since 2/12/2025 | Managing Director |
Beneficial Owners
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Beneficial owner data is only accessible to registered users.
Shareholders
Company ownership and partner structure
5 shareholders
GmbH structure
2 of 5 shown
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
NordAlu GmbHNeumünsterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung Deutschland befand sich 2023 in der Rezession und hat mit einem Bruttoinlandsprodukt von -0,3% den letzten Platz in der Europäischen Union belegt. Die Wirtschaft leidet unter einer ganzen Reihe von Belastungsfaktoren, die in ihrer Masse zum Problem geworden ist. Die Schlagworte dieser Rezession lauten teure Energiepreise, hohe Zinsen, weltweiter Auftragsmangel in der Industrie, ausufernde Bürokratie, hohe Steuerbelastung und fehlende Arbeitskräfte. Dies alles wird noch gesteigert durch eine massive Verunsicherung über den politischen Kurs in Deutschland. Im Jahr 2023 folgten einem minimalen Wachstum von 0,2% im ersten Quartal drei Quartale mit einem deutlichen Minus im Vergleich zu den Vorjahresperioden, im 3. Quartal mit einem negativen Höhepunkt von -0,8%. Besonders kräftig schrumpfte die Wertschöpfung in der Industrie, so hat das produzierende Gewerbe ein Minus von -1,8% zu verzeichnen und das Baugewerbe ist nach dem katastrophalen Jahr 2022 mit -3,3% noch einmal um -0,2 % gesunken. Die Unternehmen klagen vor allem über einen Mangel an Aufträgen. Besonders betroffen waren in 2023 die Unternehmen der energieintensiven Branchen aus der Chemie-, Stahl- und auch Aluminiumindustrie. Hier ist eine Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich nicht mehr gegeben und die Unternehmen waren sogar in einem zweistelligen %-Bereich im Minus. Der Rückgang der Energiepreise wurde vor allem beim Strom durch die gestiegenen Netznutzungsgebühren wieder stark belastet, da durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts die Bezuschussung der großen Netzbetreiber gestrichen und auf den Verbraucher umgelegt wurde. Dieses Urteil hatte Einsparungen in Höhe von 12 Mrd. Euro im Bundeshaushalt zur Folge. Unternehmen und auch Haushalte werden nun mehr belastet oder weniger entlastet, und die Staatsausgaben werden gekürzt. Dies alles führt nun zu einer Doppelrezession und auch im Jahr 2024 kann man von einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung ausgehen, vor allem da die Wachstumserwartungen der Regierung bereits im Februar von 1,3% auf 0,2% gesenkt wurden. Die deutschen Unternehmen sind gelähmt, die Stimmung ist schlecht und die Verunsicherung groß. Wirtschaft ist Stimmung und nachdem dem Zehnpunkte-Plan der großen Wirtschaftsverbände nur ein lapidares "Seien sie zuversichtlich" des Kanzlers entgegengesetzt wurde, stellt sich für viele Unternehmen immer mehr die Standortfrage. Ein einziger Lichtblick auf eine gesamtwirtschaftliche Erholung im Jahresverlauf könnte durch die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft entstehen, da diese dynamischer verlaufen könnte, als bisher gedacht. Die Prognose des globalen Bruttoinlandprodukts wurde zuletzt vom ifo um 0,3% auf 2,3% angehoben, wovon die deutsche Exportwirtschaft profitieren könnte. Auch die geldpolitische Wende mit weiteren Zinssenkungen würde sich vorteilhaft auswirken, ebenso die gesunkenen Energiepreise und eine steigende Konsumneigung. Auch hier liegt die Hoffnung auf eine Erholung aber frühestens auf der zweiten Jahreshälfte bzw. auf dem Jahr 2025 mit einer Prognose des IWF von +1,6% in Deutschland und +3,2% in der Welt. (Quellen: www.bmwk.de, ifo-Institut, IWF) Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr Die deutsche Aluminiumindustrie hat mit 2023 ein regelrechtes "annus horribilis" hinter sich. Im Jahr 2022 konnten die Ablieferung nur aufgrund des extrem hohen Auftragsbestands noch das Niveau des hervorragenden Vorjahres erreichen, während der Auftragseingang bereits um -24% eingebrochen war. Dieser Rückgang wurde in 2023 noch einmal um weitere -10% gesteigert und hatte nun natürlich auch seine Auswirkungen auf den Umsatz mit einem Rückgang um -17%. In Zahlen bedeutet dies im Auftragseingang nach dem Verlust von -158 kto (-24%) in 2022 einen weiteren Rückgang um 50 kto bzw. um weitere 10% auf 455 kto in 2023. Bei der Liefermenge entsprach der Rückgang mit -94 kto und -17% auf 449 kto logischerweise einem deutlich höheren Niveau. Die Transportindustrie als größter Branchenabnehmer mit ungefähr 40% Anteil war dabei sogar sehr stabil sowohl bei den Lieferungen (+1,6%) als auch im Auftragseingang (+0,5%). Dies bedeutet natürlich massive Rückgänge in den anderen Branchen. In der Bauindustrie mit einem Anteil von 20% sind die Absätze um -34,2% und die Auftragseingänge um -24,7% eingebrochen. Im Maschinenbau mit 15% Anteil lagen die Rückgänge bei -22,7% und -11,1% und bei allen anderen Branchen mit dem restlichen Anteil von 25% bei -23,0% und -12,3%. Nach dem bereits schwachen ersten Halbjahr hat sich die Krise im Jahresverlauf noch einmal verschärft und im zweiten Halbjahr 2023 wurden kumuliert noch einmal 21% weniger geliefert. Auch die Auftragseingänge waren noch einmal um 13% schwächer als im ersten Halbjahr. Der deutsche Heimmarkt war dabei deutlich schwächer unterwegs als die Exporte ins Ausland. Das Minus in Deutschland lag bei den Ablieferungen bei -21,7% und im Export bei -7,8%. Bei den Auftragseingängen war der Rückgang in Deutschland bei -15,2% während die Exporte mit -0,1% sich sogar wieder stabilisiert hatten. Die Exportquote betrug in 2023 26,5%. Die energieintensive Aluminiumbranche ist damit deutlich stärker durch die Rezession belastet als andere Branchen im verarbeitenden Gewerbe. Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen ist durch die Energiepolitik der deutschen Regierung mit hohen Energiepreisen international nicht mehr gegeben und neben Arbeitsplatzsicherungsmaßnahmen und Entlassungen rücken Verlagerungen der Produktion ins Ausland oder sogar Werksschließungen immer mehr in den Fokus. Dies spiegelt sich natürlich auch in den Produktionszahlen der deutschen Betriebe der Aluminiumindustrie wieder. Die Produktionsmenge von 2022 mit 590.000 Tonnen wurde um -15,2 % verfehlt und ging auf nur noch 500.000 Tonnen zurück. Der deutsche Markt gleichbedeutend mit der deutschen Nachfrage nach Aluminiumprofilen ist nach dem Rekordwert 2022 von 1.199 kto um -218 kto bzw. -18% auf nur noch 981 kto gesunken. Zu Beginn des Jahres 2023 war ein Rückgang von -2,4% auf 1.154 kto prognostiziert worden und man sieht an dieser Abweichung, wie extrem das tatsächliche Jahr verlaufen ist. Der europäische Aluminiumprofilbedarf ist mit ähnlichen -16% von 3.770 kto auf 3.165 kto gesunken. Auch hier war maximal mit einem leichten Rückgang für 2023 gerechnet worden, da im Dezember 2022 nur eine milde Rezession für 2023 prognostiziert wurde. Bei den Marktanteilen hat es in 2023 keine großen Veränderungen gegeben. Deutschland hat einen Marktanteil von 34% (-1,0%). Auf Platz 2 mit 9,9% liegen unverändert die großen Gewinner des Ukraine-Krieges mit den türkischen Presswerken, welche weiterhin mit in erster Linie billigem russischen Gas und Aluminium den Spitzenplatz der Importnationen einnehmen. Auf Platz 3 folgt knapp dahinter der österreichische Nachbar mit einem Anteil von 7,3%. Beide Länder haben zwar ihre Plätze verteidigen können, mussten aber auch Mengenverluste entsprechend des Marktrückganges hinnehmen. Der Start ins Jahr 2024 sowie der weitere Ausblick ist wenig hoffnungsvoll und der deutsche Aluminiumverband prognostiziert sogar einen weiteren Bedarfsrückgang um -2,3%, der in 2025 mit einem Wachstum um 2,4% wieder kompensiert werden sollte. Dies würde drei Jahre in Folge auf einem sehr niedrigen Niveau bedeuten. Es bleibt nur die Hoffnung, dass diese Prognose genauso falsch ist wie die für das Jahr 2023, aber hoffentlich in die andere, sprich positive Richtung. (Quellen: AD - Aluminium Deutschland) II. Geschäftsverlauf der Gesellschaft Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Aluminiumprofilen (Halbzeug Fabrikate) sowie deren Weiterverarbeitung durch Oberflächenveredelung und mechanische Bearbeitung bis hin zur Montage von Teilbaugruppen. Im Wesentlichen werden die Märkte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und weiteren EU-Ländern, aber auch in den USA beliefert. Der Exportanteil beträgt ca. 35 % (Vj. ca. 34%). Die Gesellschaft befindet sich mit ihren hochwertigen Oberflächenprodukten (Sanitär), als Zulieferer der Automobilindustrie und auch immer mehr als regionaler Zulieferer, vor allem aber auch als Qualitätslieferant, auf dem richtigen Weg. Seit 2019 konnten wirkungsvolle Maßnahmen umgesetzt werden, sowohl auf der Kostenseite (Personalkosten & Prozessoptimierungen), als auch an der Ertragsseite (Margenerhöhung). Als Resultat konnte Nordalu sowohl in 2021 als auch in 2022 für das erste Mal zwei Jahre in Folge ein positives Jahresergebnis verbuchen. Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von einem massiven Rückgang im Auftragseingang und dadurch fehlende Auslastung. Diese Entwicklung ist branchenweit zu verzeichnen und trifft auch die GUTMANN Gruppe. Durch die Auftragsrückgänge bei den anderen Presswerken der GUTMANN Gruppe, wurden die bis Sommer 2022 untergebrachten Aufträge aus dem Unternehmensverbund abgezogen, das verschärft den Auftragsrückgang. Gleichzeitig verbucht NordAlu bei den eigenen Kunden auch die oben beschriebenen branchenweiten Rückgänge. Der Auftragseingang von Nordalu lag demzufolge seit Anfang des Jahres etwa 46 % unter Plan. Erst ab der zweiten Jahreshälfte 2023 konnten wir wieder eine Stabilisierung und bessere Auftragseingänge als im Vorjahr verzeichnen. Das Auslastungsniveau bleibt allerdings unbefriedigend, so dass durchweg Maßnahmen der Arbeitsflexibilisierung insbesondere Kurzarbeit ergriffen werden musste. Trotz massiven Auftragsrückgangs ist es uns in 2023 gelungen unseren Kundenstamm weiter auszubauen und auch mehr Produkte mit einer tieferen Wertschöpfung für Nordalu zu gewinnen. Umsatz: Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 lagen mit 18,6 Mio. € (Vorjahr 43,1 Mio. €) 57% unter dem Vorjahr und deutlich unter Plan. Wesentlich für diesen massiven Auftragsrückgang ist ein branchenweiter Rückgang in der Aluminiumindustrie. Produktion: Die Nettoproduktionsleistung des Presswerkes lag mit 2.732 to (Vorjahr 5.555 to) 51% unter Vorjahresniveau und erneut unter Plan. Der Absatz im Bereich Eloxal betrug 372 tm 2 und war damit unter Plan. Auch das Vorjahresniveau von 594 tm 2 konnte deutlich nicht erreicht werden. Der Umsatz in der mechanischen Weiterbearbeitung lag bei 2,8. Mio. € und damit rund 28% niedriger als im Vorjahr (Vorjahr 3,9 Mio. €). Beschaffung: Die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) ist durch niedrigere Rohstoffpreise von 70,5% auf 64,8% gesunken. Investitionen: Die Gesamtinvestitionen in den Sachanlagen betrugen 0,3 Mio. €, im Wesentlichen handelte es sich um Presswerkzeuge, Erneuerung der IT Hardware und andere Betriebs- und Geschäftsausstattung. Mitarbeiterentwicklung: Der Mitarbeiterstamm betrug durchschnittlich 108 MA (Vorjahr 115 MA.) Zum Jahresende betrug unsere Mitarbeiterzahl 103 Personen davon 85 gewerbliche Mitarbeiter. Insgesamt wurden in 2023 10 Stellen abgebaut. Wobei drei Verträge befristet waren und nicht verlängert wurden, zudem waren sieben Austritte zu verzeichnen. Loyalität, große Leistungsbereitschaft und der unbedingte "Wille", das Unternehmen weiterzubringen, zeichnet unsere Mitarbeiter aus. Wir verstehen unsere Mitarbeiter als Partner für unseren gegenwärtigen und zukünftigen Erfolg. III. Lage der Gesellschaft Vermögenslage: Die Bilanzsumme ist um 32,8% gesunken. bei gleichzeitigem Rückgang des langfristig gebundenen Anlagevermögens. Das Anlagevermögen reduzierte sich auf 4,2 Mio. € (Vorjahr 4,8 Mio. €) und beträgt 44,9 % der Bilanzsumme. Die planmäßigen Abschreibungen betragen 1,0 Mio. € (Vj. 1,1 Mio. €). Die Vorräte betragen 3,3 Mio. € (Vj. 6,0 Mio. €) und sind damit um 45,8% gesunken. Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 1,0 Mio. € auf 1,2 Mio. € gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 3,6 Mio. € (Vj. 3,9 Mio. €) oder 39,3% (Vj. 28,2, %) der Bilanzsumme. Bankschulden liegen bei 2,1 Mio. € (Vj. 1,7 Mio. €) und sind ausschließlich kurzfristige Verbindlichkeiten. Finanzlage: Die liquiden Mittel sind unverändert zum Vorjahr gering, allerdings standen zum Jahresende ausreichende Kontokorrentlinien der Banken zur Verfügung, um allen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Ertragslage: Die Umsatzerlöse unserer Gesellschaft sind um 57 % auf 18,6 Mio. € gesunken. Der Rohertrag ist absolut gesunken jedoch im Verhältnis zum Umsatz stark gestiegen und liegt bei nunmehr 37% (Vj. 29%). Die Personalkosten konnten im Geschäftsjahr durch Kurzarbeit und Stellenabbau um 12,4% gesenkt werden. Damit konnten wir eine absolute Verbesserung von 0,9 Mio. € erreichen. Die Energiekosten zeigen sich um 0,9% höher als im Vorjahr, trotz weiterer intensiver Einsparungsbemühungen in allen Bereichen. Nach Fertigungsmaterial und Personal sind die Energiekosten der wichtigste Kostentreiber für unsere Gesellschaft. Es ist uns insgesamt gut gelungen unsere Kostenstrukturen geordnet zu halten. Unser Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 2,4 Mio. €. Wir können mit dem operativen Ergebnis des Jahres 2023 nicht zufrieden sein. IV. Vorgänge von besonderer Bedeutung Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wurde durchgehend auf Maßnahmen der Flexibilisierung der Arbeitszeit zurückgegriffen. Sowohl negative Stundenkonten der Mitarbeiter als auch Kurzarbeit wurden von Januar bis Dezember genutzt. Zu keinem Zeitpunkt erreichte die Auslastung ein befriedigendes Niveau. Personalmaßnahmen waren daher die Konsequenz. Durch den Wegfall maßgeblicher Aufträge haben auch wir unser Outsourcing überprüft und Eloxalaufträge welche bisher fremd vergeben worden sind reduziert, um die Auslastung unseres eigenen Eloxals zu erhöhen. Die höhere Auslastung vom Eloxal hat auch zu relativ höheren Energiekosten geführt. V. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Prognosebericht Die Gesellschaft ist in ihren angestammten Branchen und bei den bestehenden Kunden gut aufgestellt. Die Kennzahlen aus diesen Bereichen zeigen einen positiven Trend, ein positiver Geschäftsverlauf wird erwartet. In 2023 konnten wir wieder 19 Neukunden begrüßen. Die Absatzmarge für das Jahr 2023 ist um 0,08 €/kg im Vergleich zum Vorjahr gesunken und die Marge wird in 2024, vor allem durch das Akquirieren von Volumenaufträgen zu niedrigeren Preisen, weiter sinken. Die ersten Monate von 2024 bestätigen diesen Margenrückgang, zeigen aber auch dass unsere Absatzmarge über Plan ist. Die Erweiterung des aktiven Kundenstammes wird zu einer weiteren Umsatzsteigerung beitragen. Die Erweiterung des Kundenstammes ist auch erforderlich, um die Auslastung in unserem Werk sicher zu stellen. Das Controlling der Vertriebsaktivitäten erfolgt monatlich gemeinsam durch die Geschäftsleitung der GUTMANN GmbH, dem Geschäftsführer und dem Vertriebsleiter. Dieser wiederum lässt sich wöchentlich von den Regionalleitern und Außendienstmitarbeitern berichten. Für das Jahr 2024 rechnet die NordAlu GmbH mit einer Umsatzsteigerung von über 20% zum Vorjahr. Zusätzlich dürfen aufgrund der eingeleiteten Vertriebsmaßnahmen durchaus positive Planabweichungen erwartet werden. Der Auftragsbestand betrug zum Jahresende 4,1 Mio. €, dies entspricht in etwa einer Auslastung von 2 Monaten. Risiken Der fortdauernde Krieg in der Ukraine, ein weiterer geopolitischer Krisenherd im Nahen Osten, Lieferengpässe und die immer noch steigenden Kosten in allen Bereichen bereiten weiterhin große Sorge. Die Unsicherheit im Inland durch den überhasteten Atom- und Kohleausstieg, die unausgegorenen Energiewendepläne und dann noch die finanzielle Notbremsung sorgen für ein sehr unsicheres Umfeld. Der erhoffte Aufschwung am Bau wird noch auf sich warten lassen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und das Münchner ifo-Institut erwarten nach aktuellen Studien und Umfragen 2024 einen Rückgang der Bauleistungen- und nur ein Mini-Wachstum in den folgenden Jahren Die Beurteilung der Risiken erfolgt im März 2024 auf Basis der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Nachfolgende Punkte werden für uns als besonders bedeutsam eingeschätzt (Quelle: Ifo Konjunktur Prognose vom 6.03.2024): • Das preisbereinigte Bruttoinlandprodukt wird in diesem Jahr nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen • Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession • Insbesondere die Erholung der Industriekonjuktur setzt erst später ein. Angaben zu bestandsgefährdenden Risiken: Wir sind ein krisenerprobtes Unternehmen. Die Gesellschaft weist aufgrund der im vergangenen Jahr durchgeführten Rekapitalisierung ein positives Eigenkapital auf. Allerdings wurden unsere intern durchgeführten Maßnahmen der Positionierung der NordAlu GmbH als leistungsfähiges Aluminium Presswerk mit einer tiefen Wertschöpfung in 2023 nicht vom Markt unterstützt. Die Folge ist ein sehr hoher Verlust, entstanden durch die fehlende Auslastung, verbunden mit dem Verbrauch liquider Mittel. Wenn diese Entwicklung andauert, besteht insofern eine wesentliche Unsicherheit an einer positiven Fortführung der Geschäftstätigkeit. Es liegen Ereignisse und Gegebenheiten vor, die insgesamt bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit unserer Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, so dass das Unternehmen im normalen Geschäftsverlauf möglicherweise seine Vermögenswerte nicht mehr realisieren und seine Schulden zurückführen kann. Diese Risikolage zeigt sich im Vergleich zur mittelfristigen Vergangenheit zwar deutlich vermindert, allerdings nehmen Art und Umfang dieser Risiken gerade wieder zu. Wir begegnen diesen Risiken wieder durch entsprechende Maßnahmen welche zusammen mit den bereits eingeleiteten und durchgeführten Sanierungsmaßnahmen im Jahr 2024 Wirkung entfalten werden. Weitere Personalmaßnahmen im Rahmen der Nutzung der natürlichen Fluktuation sollten vorerst ausreichend sein. Höhere Flexibilität des Mitarbeitereinsatzes gibt uns zusätzlichen Raum hier situativ angemessene Entscheidungen treffen zu können. Die Gesellschaft hat ihre finanzwirtschaftlichen Risiken, insbesondere Liquiditätsrisiken hinreichend im Rahmen der Planung berücksichtigt. Der Gesellschaft stehen Kreditlinien der finanzierenden Banken zur Verfügung. Die Finanzierung der Gesellschaft ist für das Geschäftsjahr 2024 unter Berücksichtigung der Erreichung unserer Ergebnisziele sichergestellt. Es besteht zusätzlich auch eine Einbindung in den Finanzierungsverbund der GUTMANN-Gruppe. Die Gesellschaft hat folgende Maßnahmen eingeleitet, die konsequent umgesetzt werden. • Umsatzsteigerung • Liquidität • Vereinfachung der Betriebsorganisation Zu diesen Maßnahmen gibt es Detailpläne und die Umsetzung wird monatlich zwischen Gutmann GmbH und Geschäftsleitung diskutiert und wo nötig angepasst oder verschärft. Die ersten Ergebnisse machen zwar Hoffnung, es gibt dennoch seriöse Zweifel an der positiven Fortführungsprognose, weil auch in den letzten Jahren erfolgreich durchgeführten Verbesserungsaktivitäten noch nicht die erforderlichen strukturellen Ergebnisverbesserungen erzielt haben. Wir sind aber fest davon überzeugt, dass die Maßnahmen fruchten werden. Chancen Nordalu bedient zunehmend Nischenkunden und liefert Produkte mit einer tieferen Wertschöpfung. Aufgrund der schlagkräftigen Vertriebsorganisation der Gruppe und zwei eigenen (dedizierten) Außendienstmitarbeitern ab Oktober 2023, beabsichtigen wir sowohl rund um unseren Standort lokal zu wachsen als auch in Skandinavien neue Märkte zu erschließen. Die weitere Entwicklung in Richtung Kleinserien und kleinen Losgrößen (zu deutlich höheren Margen) wird Nordalu ertragsmäßig einen Boost verleihen. In 2024 werden wir unsere Strategie der selektiveren Auftragsannahme weiterverfolgen, werden uns aber gleichzeitig notwendigerweise auch Volumen sichern, durch sogenanntes Streckengeschäft zu niedrigeren Preisen. Das schafft die Möglichkeit einer selektiveren Auftragsannahme und einer Verbesserung der Marge bei Bestandskunden bei gleichzeitig nachhaltig gesunkenen Fixkosten. Durch die gewonnene höhere Flexibilität ergibt sich für uns die Chance eine Ausweitung unserer Kompetenzen für unsere Kunden auch in anderen Branchensegmenten zu erreichen. Auch in 2024 werden wir die bestehenden Prozesse weiter entwickeln und optimieren.
Neumünster, 15. März 2024 Olaf Tjerkstra, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine AngabenSitz der NordAlu GmbH ist Neumünster. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 8802 KI im Register des Amtsgerichts Kiel eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Aufstellung der Bilanz wird die Gliederung gemäß § 266 Abs. 1 Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 275 Abs. 2 HGB in der Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren. II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig vier Jahre zugrunde gelegt. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen angesetzt. Folgende Nutzungsdauern werden angewandt:
Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter werden in Übereinstimmung mit den steuerrechtlichen Vorschriften im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten abzüglich entsprechender Reichweitenabschläge angesetzt. Für die Bewertung der Rohstoffbestände an Aluminium wird ein Durchschnittswert angesetzt. Zur Beachtung des Niederstwertprinzips erfolgt der Vergleich mit dem Börsen- und Marktpreis (LME-Beschaffungspreis) bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, ermittelt auf der Grundlage einer Vollkostenkalkulation für die einzelnen Produkte. In den Herstellungskosten sind anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung mit 3 % auf die Netto-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausreichend Rechnung getragen. Die aktiven latenten Steuern wurden anhand von Eigenberechnungen ermittelt. Das Unternehmen hat vom Ansatzwahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht und den Bilanzposten "Aktive latente Steuern" gebildet. Soweit aktive und passive latente Steuern bestehen wird eine Saldierung vorgenommen und der Überhang aus der Saldierung der aktiven mit den passiven latenten Steuern ausgewiesen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Der Ansatz erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Künftige Preis- und Kostensteigerungen zum Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden angemessen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind unter Beachtung des § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen und aus der Umrechnung von monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in Fremdwährung zu Stichtagskursen resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Geschäftsführung ist der Auffassung, dass die Voraussetzungen zur Bilanzierung und Bewertung unter der Annahme der Unternehmensfortführung gegeben sind; dementsprechend wurde der Jahresabschluss unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Vor dem Hintergrund der aktuellen Ertrags- und Finanzlage bestehen wesentliche Unsicherheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellen. Nach Darstellung der Geschäftsführung im Lagebericht besteht eine positive Fortführungsprognose und Maßnahmen zur Liquiditätssicherung für den Prognosezeitraum sind ergriffen. III. Angaben zur Bilanz zum 31.12.2023Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Im Geschäftsjahr 2023 bestehen keine Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Aktive latente Steuern
Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschafts- und Gewerbesteuer mit 28,1 % (Vorjahr 28,1%). Ausschüttungssperre Zum 31.12.2023 unterliegt nach § 268 Abs. 8 HGB ein Betrag von 2.256,34 € den Regelungen der Ausschüttungssperre. Der Betrag betrifft in voller Höhe die aktiven latenten Steuern. Sonstige Rückstellungen Zusammensetzung:
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten, Art und Form der Sicherheiten der Verbindlichkeiten sind in der Anlage zum Anhang dargestellt. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die unter den Haftungsverhältnissen ausgewiesenen Beträge entfallen vollständig auf verbundene Unternehmen. Aus der Mithaftung bzw. gesamtschuldnerischen Haftung im Sinne einer Liquiditätsgarantie wird das Unternehmen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht in Anspruch genommen werden. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen:
IV. Sonstige AngabenMitarbeiter
Es wurde kein Auszubildender beschäftigt. Geschäftsführung Olaf Tjerkstra, kaufmännischer Geschäftsführer Mutterunternehmen Oberstes Mutterunternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 290 HGB ist die GSI German Service International GmbH mit Sitz in Weißenburg. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht werden. Honorar des Abschlussprüfers Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss. Nachtragsbericht Seit Beginn des Geschäftsjahres 2024 sind keine wesentlichen Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfelds eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft haben. V. Vorschlag zur Verwendung des ErgebnissesDer Jahresfehlbetrag in Höhe von -2.401.679,70 € wird mit dem Gewinnvortrag verrechnet und im Übrigen auf neue Rechnung vorgetragen.
Neumünster, den 14.03.2024 NordAlu GmbH Olaf Tjerkstra, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Verbindlichkeitenspiegel 2023
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von 97.114,05 € (Vj.: 343.474,65 €) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 3.540.000,00 € (Vj.: 3.540.000,00 €) Verbindlichkeiten aus Darlehen. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 08.11.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDER WIEDERGEGEBENE BESTäTIGUNGSVERMERK WURDE ZU DEM VOLLSTäNDIGEN JAHRESABSCHLUSS, DER OHNE INANSPRUCHNAHME VON OFFENLEGUNGSERLEICHTERUNGEN GEMäß § 326 HGB AUFGESTELLT WURDE, ERTEILT. BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die NordAlu GmbH, Neumünster Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der NordAlu GmbH, Neumünster - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der NordAlu GmbH, Neumünster, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Ich verweise auf Angabe unter II. im Anhang sowie die Angaben unter Abschnitt V. 'Angaben zu bestandsgefährdenden Risiken' des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft aufgrund eines hohen Verlustes in 2023 und dem Verbrauch liquider Mittel in einer angespannten Ertrags- und Finanzlage befindet. Wie in Angabe II. und Abschnitt V. dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Die gesetzlichen Vertreter stellen im Lagebericht Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung dar, insbesondere Umsatzsteigerung, Vereinfachung Betriebsorganisation und Sicherung der Liquidität. Meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Kronach, den 15. März 2024 Wolfgang Bijok, Wirtschaftsprüfer |
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