Nr. SICHER GmbH
Vinner Weg 2, 49624 Löningen, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Dirk Sieverding since 1/22/2018 | Managing Director |
Thorsten Brak since 1/22/2018 | Procura |
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Remmers Gruppe AGLöningen (Oldb.)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221 Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell 1.2 Forschung und Entwicklung 1.3 Grundlagen der internen Steuerung und Steuerungskennzahlen 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2 Geschäftsverlauf 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage 2.3.2 Vermögens- und Finanzlage 2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage 3 Prognosebericht 4 Chancen- und Risikobericht 4.1 Chancen aus eigenen Maßnahmen und verbesserten Markt- und Umfeldbedingungen 4.2 Wesentliche Risiken und Maßnahmen zu ihrer Begrenzung 4.3 Gesamtbild der Risikolage 1 Grundlagen des Konzerns1.1 Geschäftsmodell Die Remmers Gruppe ist ein mittelständischer und internationaler Anbieter von bauchemischen Produkten, Holzfarben und -lacken sowie Industrielacken. Auf dem deutschen Kernmarkt werden ca. 49 % (Vorjahr: 51 %) der Umsätze erzielt. Durch eine starke Internationalisierung in den letzten Jahren nimmt das Auslandsgeschäft eine immer wichtigere Rolle ein. Die Remmers Gruppe ist in fast allen wesentlichen europäischen Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten und wird durch den Vorstand der Remmers Gruppe AG mit den Landesgeschäftsführern gesteuert. Die Remmers Gruppe unterhält in Deutschland drei Produktionsstandorte und mehrere Vertriebs- und Logistikstandorte und ist im Ausland ebenfalls mit Vertriebs- und Logistikstandorten vertreten. Die Remmers Gruppe verfügt über eine differenzierte Marktstellung, je nach Markt werden die unterschiedlichen Produktsortimente in unterschiedlicher Gewichtung vertrieben. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit kommt der Remmers Gruppe das breite Produktsortiment und die geringe Abhängigkeit von einzelnen Teilmärkten im In- und Ausland zu Gute. Neben der guten Reputation und den anerkannten Produktqualitäten bietet sich durch unsere hohe Beratungskompetenz und das dichte Netz an Vertriebsmitarbeitern die Chance, weitere Marktanteile gewinnen zu können. Darüber hinaus wird der Servicegrad bei der Warenverfügbarkeit und der Belieferung unserer Kunden als ein fühlbarer Wettbewerbsvorteil anerkannt. Die Remmers Fachplanung sowie das Schulungsangebot der Bernhard Remmers Akademie runden das Leistungsspektrum ab. Durch unsere starken Forschungs- und Entwicklungsbereiche, die Coloristik und den Remmers Technik Service wird sichergestellt, dass den Kunden regelmäßig neue, innovative Produktsysteme mit einem Service auf außergewöhnlichem Niveau angeboten werden können. Wir arbeiten kontinuierlich an der Optimierung und Weiterentwicklung der Produktions- und Logistikstandorte Löningen und Hiddenhausen. So wird die Herstellung, Lagerung und Auslieferung unserer Produkte weiter perfektioniert und das Qualitätsbewusstsein aller Prozessbeteiligten geschärft, insbesondere auch im internationalen Umfeld. Zudem investieren wir seit Jahren systematisch in unsere IT-Infrastruktur. Alle wesentlichen in- und ausländischen Remmers-Gesellschaften arbeiten in einem integrierten ERP-System. Die getätigten Investitionen wirken sich weiter positiv auf die Kostenentwicklung aus und bilden die Basis für weiteres Wachstum durch höhere Kapazitäten und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit. 1.2 Forschung und Entwicklung Die Geschäftsentwicklung der Remmers Gruppe hat in der Vergangenheit gezeigt, dass durch die kontinuierliche Entwicklung innovativer fach- und marktgerechter Produkte Marktanteile ausgebaut werden können. Aus diesem Grund wird die Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei Remmers stetig weiterentwickelt. Die Bedeutung der Forschung und Entwicklung in der Remmers Gruppe wird durch die jüngsten Investitionen in die entsprechende Infrastruktur, bspw. in das neue Kompetenzzentrum am Standort Löningen unterstrichen, in dem neben Produktvorführungen für Kunden auch interne Produktversuche vorgenommen werden können. 1.3 Grundlagen der internen Steuerung und Steuerungskennzahlen Zur Steuerung der vielfältigen Aktivitäten innerhalb der Remmers Gruppe gibt es ein aussagekräftiges Management-Informationssystem, das die Umsatz-, Kosten- und Ertragsentwicklung aller Unternehmensbereiche im Vergleich zum Vorjahr und zum Plan im Detail darstellt. Auf Abweichungen wird zügig mit Gegenmaßnahmen reagiert. Darüber hinaus wird einmal jährlich eine detaillierte operative Unternehmensplanung erstellt. Im Rahmen dieser operativen Unternehmensplanung werden mit allen Führungskräften der Unternehmensgruppe Ziele und Maßnahmen vereinbart und diese aufeinander abgestimmt. Die Zielerreichung wird anhand des Management-Informationssystems überprüft. Im Rahmen einer Mehrjahresplanung wird die Strategie der Unternehmensgruppe verabschiedet. Innerhalb der Mehrjahresplanung werden die Schwerpunkte der weiteren Marktentwicklung, die wesentlichen Investitionen sowie die Risikostrategie festgelegt. Das operative Reporting und die Risikostrategie werden durch das interne Kontrollsystem (IKS) und das Risikomanagement ergänzt. Kernelemente dieser Systeme sind prozessuale Kontrollen und regelmäßige Risikoeinschätzungen auf Geschäftsleitungsebene. Die wichtigsten Kennzahlen, die konzernweit zur Steuerung herangezogen werden, sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Unternehmenserfolg der im Markt gut aufgestellten Remmers Gruppe, insbesondere die in diesem Markt durchsetzbaren Mengen und Preise, hängt sowohl von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und Europa als auch von der Entwicklung einzelner Branchen wie dem Bauhauptgewerbe, der Möbelindustrie sowie dem Do-it-yourself-Markt für Farben und Lacke ab. Dabei ist die Gebäudeinstandsetzung für die Remmers Gruppe grundsätzlich wichtiger als der Neubausektor. Die deutsche Wirtschaft ist nach dem Wachstum in 2021 im Jahr 2022 trotz der direkten und indirekten Folgen des Ukraine-Krieges erneut gewachsen. Das Statistische Bundesamt weist eine Erhöhung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,9 % (Vorjahr: 2,6 %) aus. Die Bruttowertschöpfung im Baugewerbe war dagegen aufgrund von Material- und Fachkräftemangel sowie steigenden Bau- und Finanzierungskosten mit -2,3 % nach -1,4 % im Vorjahr das zweite Mal in Folge negativ. Während die direkten und indirekten Folgen der Corona-Pandemie, bspw. Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, in 2022 weniger bedeutsam waren, hat insbesondere der Ukraine-Krieg seit Februar den bereits bestehenden Druck auf internationale Lieferketten und den Anstieg des allgemeinen Preisniveaus insbesondere im Energiebereich nochmals signifikant erhöht. Zudem sind die Finanzierungskosten auch in Reaktion auf die anhaltend hohe Inflation in relativ kurzer Zeit deutlich angestiegen. Gemeinsam mit weiterhin bestehenden Herausforderungen aus dem Brexit, weltweiten Handelsstreitigkeiten und sonstigen internationalen Krisenherden haben diese Effekte zu einer anhaltenden, erheblichen Verunsicherung der Märkte geführt. In Europa folgt dem erheblichen Wachstum von 5,7 % in 2021 infolge der Normalisierung von coronabedingten Rückgängen im Geschäftsjahr 2022 ein Wachstum des überwiegend westeuropäischen Bausektors von etwa 3,0 %. Dabei ergaben sich allerdings durchaus deutliche Unterschiede in Teilsegmenten und Ländern. In unseren Einzelbranchen haben sich diese Faktoren unterschiedlich ausgewirkt. Generell war das Jahr 2022 noch im ersten Quartal marktseitig von einer hohen Nachfrage gekennzeichnet. Diese Dynamik schwächte sich im Verlauf des Jahres allerdings insbesondere in konsumentennahen Märkten zunehmend ab. Gleichzeitig ergaben sich erneut Herausforderungen in den Lieferketten durch außergewöhnliche Anstiege der Rohstoffpreise sowie allgemeine Kostensteigerungen insbesondere von Fracht- und Energiekosten. 1 Insgesamt haben Folgen des Ukraine-Krieges die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in 2022 in höchstem Maße geprägt und andere Faktoren wie bspw. Corona und andere internationale Konflikte weitgehend überlagert. Es bestand damit weiter eine große Unsicherheit in den Märkten, insbesondere hinsichtlich der Gas- und Strommärkte. Im Jahresverlauf haben sich diese Unsicherheit, die beschriebenen Kostensteigerungen sowie getroffene gesamtwirtschaftliche Maßnahmen, wie bspw. die deutliche Erhöhung des Zinsniveaus, zunehmend auf die Nachfrage im Bausektor und auch im konsumentennahen Handelsgeschäft ausgewirkt. 2.2 Geschäftsverlauf Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Remmers Gruppe ist in 2022 insbesondere durch die direkten und indirekten Folgen des Ukraine-Krieges beeinflusst worden. Für das Geschäftsjahr 2022 sind wir bis zum Ausbruch des Ukraine-Krieges unter der Annahme sich abmildernder Auswirkungen der Coronapandemie von einem moderaten Umsatzwachstum bei einem leicht rückläufigen Ergebnis ausgegangen. Mit Ausbruch des Krieges haben wir die Einschätzung hinsichtlich des Ergebnisses nach unten korrigieren müssen. Im Ergebnis konnten ein nochmals erhöhtes Rohstoffkostenniveau und die außergewöhnlich hohe Inflationsrate trotz vornehmlich preisgetriebener Umsatzzuwächse von 6,2% nicht vollständig ausgeglichen werden, so dass der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufig ist. Das Preisniveau auf den für Remmers relevanten Rohstoffmärkten ist nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine entgegen unserer der Planung für das Geschäftsjahr 2022 zugrunde liegenden Erwartung erneut signifikant gestiegen. Darüber hinaus haben steigende Energie- und Transportkosten im Speziellen und die historisch hohe Inflation im Allgemeinen das Ergebnis im Jahresverlauf zunehmend belastet. Den beschriebenen überproportionalen zusätzlichen Belastungen aus Rohstoffkosten und sonstigen Preiserhöhungen begegneten wir durch eine Kombination von operativen Einsparungen und einer Reihe von Verkaufspreiserhöhungen. Die in dieser Höhe ungeplanten Verkaufspreiserhöhungen führten trotz sich in Teilmärkten abschwächender Absatzzahlen in Summe zu einem über unseren Erwartungen für das Geschäftsjahr liegenden Umsatzwachstum, das die negativen Auswirkungen auf das Ergebnis der Gruppe allerdings nicht vollständig kompensieren konnte. Die Personalpolitik der Remmers Gruppe verfolgt das Ziel der Bindung und Weiterentwicklung erfahrener Mitarbeiter sowie der Rekrutierung qualifizierter und engagierter neuer Mitarbeiter bspw. durch das Angebot mobilen Arbeitens sowie Programme zur Gesundheitsförderung. In 2022 wurde die Beschäftigtenzahl netto von 1.360 auf 1.412 erhöht. Der Umweltschutz nimmt seit Jahrzehnten einen wichtigen Platz in der Remmers Gruppe ein. So gestalten wir die Produkte in der Forschung und Entwicklung immer sicherer und umweltschonender bspw. in Form der Ausweitung des besonders nachhaltigen Eco-Sortiments. Die Einhaltung von gesetzlichen Auflagen wird durch neutrale Gutachter im Rahmen der DIN 14001-Prüfung und der EMAS-Validierung überprüft. Darüber hinaus führen wir weitere freiwillige Maßnahmen des vorbeugenden Umweltschutzes durch. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Die Entwicklung der Ertragslage ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Die Umsatzerlöse sind wie beschrieben um 6,2 % auf € 383,5 Mio. gestiegen. Der Materialaufwand hat sich aufgrund der im Geschäftsjahr stark gestiegenen Beschaffungskosten für Rohstoffe überproportional zum Umsatz erhöht, wodurch die Rohergebnisquote um 3,2 Prozentpunkte auf 49,2 % und das Rohergebnis insgesamt um € -3,7 Mio. gesunken ist. Der Anstieg der Personalkosten um € 4,2 Mio. erfolgte in etwa proportional zur Umsatzentwicklung. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind insbesondere aufgrund im Vorjahr enthaltener einmaliger Erträge aus Entschädigungen Dritter, denen entsprechende Aufwendungen insbesondere in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und im Rohergebnis gegenüberstanden, gesunken. Der rückläufige Steueraufwand ist auf das niedrigere EBIT zurückzuführen. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2022 mit € 9,0 Mio. ein unter dem Vorjahr (€ 18,0 Mio.) liegender Konzernjahresüberschuss erzielt. 2.3.2 Vermögens- und Finanzlage Die Entwicklung der Vermögenslage ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Die Konzernbilanzsumme beläuft sich per 31. Dezember 2022 auf € 211,8 Mio. und hat sich damit im Vergleich zu € 205,3 Mio. per Jahresende 2021 um € 6,5 Mio. erhöht. Ursächlich für den Anstieg der Aktiva ist der planmäßige Aufbau der Vorräte (€ +5,8 Mio.) sowie die zu einer entsprechenden Erhöhung führenden Investitionen in das Anlagevermögen (€ +2,0 Mio.) bei gleichzeitiger Verringerung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (€ -1,4 Mio.). Im Geschäftsjahr 2022 hat die Remmers Gruppe insgesamt € 14,6 Mio. investiert, vor allem in Sachanlagen. Davon entfallen € 2,1 Mio. auf die ausländischen Tochtergesellschaften und € 12,5 Mio. auf das Inland. Ein wesentlicher Anteil der inländischen Investitionen betrifft den Neubau eines Kompetenzzentrums am Standort Löningen. Die Finanzierung der Investitionen konnte zu einem großen Teil aus dem operativen Cashflow erfolgen. Die Entwicklung der Kapitalstruktur ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
Die wie in Vorjahren ausgesprochen stabile Eigenkapitalquote beträgt per 31. Dezember 2022 62,3 % (Vorjahr: 63,9 %). Die Fremdkapitalquote beträgt zum Stichtag 37,7 % (Vorjahr: 36,1 %). Zum 31. Dezember 2022 belaufen sich die mittel- und langfristigen Bankkredite auf € 9,3 Mio. (Vorjahr: € 11,8 Mio.). Die kurzfristigen Bankkredite belaufen sich auf € 15,8 Mio. (Vorjahr: € 3,2 Mio.). Neben dem Eigenkapital von € 131,9 Mio. und den Bankkrediten finanziert sich die Remmers Gruppe im Wesentlichen über Lieferantenkredite. Die Lieferantenverbindlichkeiten werden in der Regel unter Ausnutzung von Skonti gezahlt. Die Liquiditätslage ist gut. Die zur Verfügung gestellten Bankkredite reichten jederzeit aus, um den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Finanzlage stellt sich wie folgt dar:
Die Remmers Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen operativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von € 9,0 Mio. (Vorjahr: € 9,0 Mio.) erwirtschaftet. Die Konstanz gegenüber dem Vorjahr beruht bei einem geringeren Konzernjahresüberschuss und einer Abnahme der Rückstellungen auf einer geringeren Ausweitung des Working Capital. Dem stehen Nettoauszahlungen im Rahmen der Investitionstätigkeit von € -11,1 Mio. gegenüber. Die Bankkredite wurden um € -3,2 Mio. durch planmäßige Tilgungen verringert. Zusammen mit der im Geschäftsjahr vorgenommenen Ausschüttung (€ -8,0 Mio.), Zinszahlungen (€ -0,5 Mio.) und der Aufnahme von Finanzkrediten (€ 4,0 Mio.) führt dies zu Auszahlungen im Rahmen der Finanzierungstätigkeit von € -7,6 Mio. Es ergibt sich insgesamt eine Reduzierung des Finanzmittelbestands um € -9,7 Mio. 2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Das Geschäftsjahr ist aus Sicht des Vorstands vor dem Hintergrund der Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der in der Folge widrigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen ungünstiger als geplant verlaufen. Dennoch hat sich erneut die hohe Stabilität des breit aufgestellten Remmers Portfolios als Vorteil in der Bewältigung derartiger Umstände erwiesen. 3 PrognoseberichtGrundlage unserer Planung für das Jahr 2023 ist die Annahme eines leichten Wachstums der deutschen und europäischen Gesamtwirtschaft. Gleichzeitig erwarten wir aktuell eine eher stabile Gesamtentwicklung des Bausektors, in dem wir von einem rückläufigen Neubaugeschäft bei gleichzeitig wachsender Gebäudeinstandsetzung ausgehen. In der Ukraine erwarten wir für das Geschäftsjahr eine im Vergleich zu Anfang 2023 weitgehend unveränderte Situation. Vor diesem Hintergrund ist im Bestandsgeschäft der Tochtergesellschaften in Summe mit mengenseitigen Rückgängen zu rechnen, die insbesondere durch zusätzliche Kundengewinne und Preiseffekte ausgeglichen werden sollen. Wir planen mit einer weiterhin hohen, aber im Jahresverlauf abnehmenden Inflationsrate und einem dieser Entwicklung vergleichbaren Rohstoffkostenniveau. In Abhängigkeit von der tatsächlichen Kostenentwicklung können allerdings trotzdem weitere ausgewählte Verkaufspreiserhöhungen zum Ausgleich bislang nicht kompensierter oder zusätzlicher Kostensteigerungen erforderlich werden. Insgesamt besteht auch im vierten Jahr in Folge eine relativ hohe Planungsunsicherheit, dennoch gehen wir auf Basis unserer soliden Finanzkennzahlen von einer positiven Geschäftsentwicklung in 2023 aus. Vor diesem Hintergrund gehen wir derzeit von moderat steigenden Konzernumsätzen und einer moderaten Erhöhung des Konzernergebnisses aus. 4 Chancen- und RisikoberichtDie Remmers Gruppe ist in Deutschland und international aktiv. Daraus ergeben sich wie bei allem unternehmerischen Handeln vielfältige Chancen und Risiken. Die Wahrnehmung von Chancen sowie die aktive Steuerung der Risiken im Rahmen des Risikomanagements sind eine wesentliche Voraussetzung für den langfristigen Erfolg der Remmers Gruppe. Deshalb räumen wir diesen Prozessen einen hohen Stellenwert innerhalb der Unternehmensführung ein. Die klare Unternehmensstruktur mit festgelegten Aufgaben und Kompetenzen unterstützt das Streben nach Transparenz und verhindert, dass mögliche Risiken länger unentdeckt bleiben. Dabei achten wir auf eine konsequente Umsetzung des 4-Augen-Prinzips auf allen Hierarchiestufen des Unternehmens. 4.1 Chancen aus eigenen Maßnahmen und verbesserten Markt- und Umfeldbedingungen Die Remmers Gruppe hat sich seit Jahrzehnten an den Anforderungen des Instandsetzungsmarkts statt des Neubaumarkts ausgerichtet. Dies hatte in den letzten Jahren aufgrund des sich besser entwickelnden Neubaugeschäfts zwar gewisse Nachteile, mittelfristig bleibt diese Strategie aber richtig und bietet große Chancen, weil der Instandsetzungsmarkt trotz einer Stagnation des Gesamtmarkts in Deutschland und Kerneuropa weiter wachsen wird und schon heute von der absoluten Bedeutung den Neubaumarkt bei weitem übersteigt. Wir sehen darin Chancen für zusätzliche Verbesserungen des Kundenzuspruchs. Durch die Entwicklung innovativer Produktsysteme festigen wir unsere Position in diesem Marktsegment. Bei der Entwicklung unserer Auslandsaktivitäten wird es darauf ankommen, unsere bewährten Produkt- und Dienstleistungspakete auf die besonderen Anforderungen der jeweiligen Märkte zu adaptieren. Das relevante gesamtwirtschaftliche Umfeld sowie einzelne relevante Märkte könnten sich insgesamt besser entwickeln als erwartet. Daraus resultierende Abweichungen würden sich positiv auf die Remmers Gruppe auswirken. Unsere Marktposition und unsere strategische Ausrichtung eröffnen uns Chancen, von einer positiven Markt- und Konjunkturentwicklung zusätzlich zu profitieren. 4.2 Wesentliche Risiken und Maßnahmen zu ihrer Begrenzung Insgesamt ist die Remmers Gruppe so aufgestellt, dass die Risiken beherrschbar sind und die Chancen intensiv genutzt werden können. Die mit den Geschäftsaktivitäten verbundenen Risiken erläutern wir nachfolgend in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung: Nach Ausbruch des Ukraine-Krieges im Februar 2022 sind weitgehende Folgen für unsere Geschäftstätigkeit in der Ukraine, in Russland und in Belarus eingetreten. Aufgrund der weitreichenden Sanktionen gegen Russland und in geringerem Ausmaß auch gegen Belarus sowie des kriegsbedingten Rückgangs der ukrainischen Wirtschaftsleistung hat der Krieg zu einer deutlichen Reduktion unserer Geschäftstätigkeit in diesen Ländern im Verlauf des Jahres 2022 geführt. In Abhängigkeit von weiteren Sanktionen, Gegenmaßnahmen oder der weiteren Kriegsentwicklung kann dies auch zu einem weitgehenden Stillstand unserer Vertriebstätigkeit in diesen Ländern führen. Wir gehen für 2023 von einem weiteren Rückgang des Umfangs unserer wirtschaftlichen Transaktionen mit den betroffenen Ländern aus und haben dies in unserer Planung entsprechend berücksichtigt. Mittelfristige Auswirkungen im Fall einer weiteren Eskalation des Ukraine-Krieges auf die bereits belasteten Rohstoff- und Energiemärkte lassen sich nicht seriös abschätzen. Aktuell erwarten wir eine solche Entwicklung allerdings nicht. Generell begrenzen wir die bestehenden Risiken steigender Rohstoffpreise mittels einer regelmäßigen Prognose der Auswirkungen geschätzter Preisentwicklungen auf unser Sortiment, aus der dann in Verbindung mit zusätzlichen Informationen die Notwendigkeit zur Vornahme zeitnaher Verkaufspreiserhöhungen abgeleitet wird. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die wirtschaftliche Entwicklung haben im Verlauf des Jahres 2022 deutlich nachgelassen. Wir sehen aktuell keine wesentlichen Risiken neuer pandemiebedingter Einschränkungen für unsere Vertriebstätigkeit. Generell hat sich während der Pandemie die hohe Stabilität und Flexibiliät der Remmers Gruppe erwiesen. Im Bereich Produktion und Technik haben wir die Risiken der Rohstoffverfügbarkeit in den vergangenen Jahren reduzieren können. Insbesondere haben wir die Lagerkapazitäten erhöht und die Rohstoffeinsatzmöglichkeiten erweitert. Durch eine bessere Fertigwaren- und Rohstoffdisposition, eine längerfristige Produktionsplanung, die verbesserte Abstimmung der Bedarfe mit unseren Lieferanten sowie einen punktuellen Aufbau der Rohstoff- und Fertigwarenbestände reduzieren wir diese Risiken auf ein wirtschaftlich akzeptables Niveau. Wir werden die Partnerschaften mit unseren Lieferanten weiter intensivieren, um die Versorgungssicherheit zu wirtschaftlichen Preisen weiter zu gewährleisten. Zudem dient unser kontinuierliches Beschaffungs- und Qualitätsmanagement der Eindämmung des bestehenden Risikos anhaltend steigender Rohstoffpreise. Im Bereich des Absatzes sehen wir aufgrund unserer breiten Absatzmärkte und Produktangebote keine wesentlichen Risiken, wenn sich einzelne Teilmärkte oder Produkte weniger positiv entwickeln als erwartet. Wesentliche Risiken aus verspäteten Zahlungen oder Zahlungsausfällen oder eine wesentliche Abhängigkeit von einzelnen Großkunden sehen wir aufgrund der Kundenstruktur und unseres Forderungsmanagements nicht. Dem generellen Risiko von Ausfällen der IT-Systeme begegnen wir durch kontinuierliche Optimierung der IT-Sicherheitsinfrastruktur und der Weiterentwicklung hin zu modernen und stabilen IT-Systemen. Im Bereich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bestehen Unsicherheiten unter anderem aufgrund des hohen Staatsschuldenniveaus in Europa, aufgrund der neuen Rolle des Vereinigten Königreichs nach dem Austritt aus der EU sowie aufgrund drohender Strafzölle als Ergebnis anhaltender Handelsstreitigkeiten. Entgegen der Erwartung hat sich das Zinsniveau im Geschäftsjahr 2022 deutlich erhöht, weitere Zinsänderungsschritte sind zu erwarten. Wir planen mit entsprechend höheren Zinskosten, sehen aufgrund der relativ niedrigen absoluten Fremdverschuldung allerdings keine wesentlichen Risiken aus der Finanzierung. Wesentliche übrige und bisher nicht abgebildete Risiken, wie zum Beispiel Schadenersatzansprüche oder Regulierungsrisiken, sehen wir zurzeit nicht. 4.3 Gesamtbild der Risikolage Als Ergebnis der Risikoanalyse inklusive der Berücksichtigung geeigneter Gegenmaßnahmen, Vorsorgen und Absicherungen sehen wir auf Basis der aktuellen Risikobewertung keine bestandsgefährdenden Risiken. Allerdings ist die Gesamtrisikolage aufgrund des Ukraine-Krieges und der daraus entstehenden Marktfolgen auch Anfang 2023 weiterhin vergleichsweise kritisch einzuschätzen.
Löningen, 27. März 2023 Dirk Sieverding Heiko Dirks Alexander Böhler Lutz Marschall
1 und
https://euroconstruct.org/ec/press/pr2022_94
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeine AngabenDie Remmers Gruppe AG, Löningen, ist beim Amtsgericht Oldenburg unter der Handelsregister-Nummer HRB 150607 eingetragen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt nach dem um konzernspezifische Posten erweiterten Gliederungsschema des § 266 HGB für große Kapitalgesellschaften. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Konzernbilanz bzw. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Konzernanhang aufgeführt. Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben ihre Abschlüsse auf den 31. Dezember aufgestellt. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochterunternehmen der Remmers Gruppe AG (siehe Abschnitt 2) wird von Aufstellungs-, Prüfungs- und Offenlegungsbefreiungen nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Die den Werken Löningen und Hiddenhausen zuzurechnenden Ersatzteile wurden bislang mit Festwerten im Anlagevermögen angesetzt. Im Berichtsjahr erfolgte für einen verbesserten Einblick in die Vermögenslage eine Umgliederung in die Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) und die Bewertung der Ersatzteile nach dem Einzelbewertungsgrundsatz mit ihren Anschaffungskosten von T€ 1.808. Hieraus ergibt sich im Geschäftsjahr 2022 ein einmaliger Zuschreibungsertrag in Höhe von T€ 690. 2. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden neben der Remmers Gruppe AG die folgenden Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen:
Das im Vorjahr vollkonsolidierte 100,0%ige Tochterunternehmen OOO Remmers Trade, Moskau (Russland), wurde im Geschäftsjahr 2022 auf die OOO Remmers, Moskau (Russland), verschmolzen. Im Berichtsjahr wurden folgende Tochterunternehmen nach § 296 Abs. 2 HGB aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen:
Auf die Angaben zu den in den Beteiligungen ausgewiesenen Anteilen an einem anderen Unternehmen wird unter Bezugnahme auf § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB verzichtet. 3. Konsolidierungsmethoden, WährungsumrechnungDie Kapitalkonsolidierung wird für Erstkonsolidierungen vor dem 1. Januar 2010 unter Anwendung der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F.) in der Weise vorgenommen, dass der Buchwert der Beteiligung an jedem Stichtag mit dem Buchwert des anteiligen Eigenkapitals, das sich im Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss ergab (Erstkonsolidierung), aufgerechnet wird. Für Erstkonsolidierungen nach dem 1. Januar 2010 wird die Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB n.F.) angewendet. Ein sich bei der erstmaligen Einbeziehung aus der Aufrechnung des anteiligen Eigenkapitals mit dem Beteiligungsbuchwert ergebender aktiver oder passiver Unterschiedsbetrag wird den zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung vorhandenen Vermögensgegenständen und Schulden zugerechnet. Ein danach verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und gem. § 309 Abs. 1 HGB planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Aus dem Hinzuerwerb von Minderheitenanteilen an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen resultierende aktive oder passive Unterschiedsbeträge werden mit dem Konzerngewinnvortrag verrechnet. Für Anteile fremder Gesellschafter an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird in der Konzernbilanz ein Ausgleichsposten in Höhe des Anteils der fremden Gesellschafter am Eigenkapital unter der Bezeichnung "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet oder so umgegliedert, wie sie aus der Sicht eines einheitlichen Unternehmens auszuweisen sind. Soweit in den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Vorräten Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr enthalten sind, werden diese erfolgswirksam eliminiert. Die Fremdwährungsumrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Jahresabschlüsse bzw. Handelsbilanzen II erfolgt nach § 308a HGB. Sämtliche Bilanzpositionen bzw. Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bzw. zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet, die Währungsumrechnungsdifferenzen werden in der Position "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Auf Konsolidierungsmaßnahmen, die zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen führen, werden latente Steuern nach § 306 HGB abgegrenzt, wenn sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, und soweit es sich nicht um einen nach § 301 Abs. 3 HGB verbleibenden Unterschiedsbetrag handelt. Steuerbe- und -entlastungen werden stets miteinander verrechnet. Für die Bewertung der latenten Steuern werden bei der Zwischenergebniseliminierung unternehmens- bzw. länderspezifische Steuersätze verwendet. Bei den übrigen Konsolidierungsmaßnahmen wird ein konzerneinheitlicher Steuersatz von 28,425 % herangezogen. 4. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen werden einheitlich nach den hier beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände gemäß § 255 Abs. 2a HGB in Verbindung mit § 255 Abs. 2 HGB zu Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbare Kosten sowie notwendige Teile der herstellungsbezogenen Gemeinkosten. Die Kosten der Entwicklung werden insoweit einbezogen, als dass diese verlässlich von den Forschungskosten abgrenzbar sind. Immaterielle Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Bei den Annahmen zur Nutzungsdauer eines Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf die jeweiligen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abgestellt. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet. Während Gebäude in Abhängigkeit von dem Jahr der Herstellung über eine Nutzungsdauer von bis zu 33 Jahren abgeschrieben werden, erfolgt die Abschreibung der übrigen Sachanlagen über einen Zeitraum von 3 bis 20 Jahren. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Ist der ursprüngliche Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt grundsätzlich eine Zuschreibung bis zu den fortgeführten Buchwerten. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von 800,00 EUR wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert anzusetzen ist. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt grundsätzlich zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Es wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Waren werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Nicht verzinste Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben werden mit den laufzeitadäquaten Zinssätzen diskontiert. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Bildung und Bewertung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen erfolgt entsprechend der Stellungnahme des Hauptfachausschusses des Instituts der Wirtschaftsprüfer St HFA 1/1984. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Verpflichtungen wurden mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,78 % für eine pauschale Laufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) abgezinst. Der zum Bilanzstichtag von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte tatsächliche Marktzinssatz beträgt ebenfalls 1,78 %. Zudem wurden zukünftig erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 0,00 %, Rentensteigerungen in Höhe von 1,00 % zugrunde gelegt sowie eine Fluktuationswahrscheinlichkeit von 0,00 % zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen aus den Bereichen Kunden und Personal sowie die Abgrenzung der ausstehenden Rechnungen und werden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Bewertung der sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen und die Abzinsung mit dem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der Deutschen Bundesbank berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Am Bilanzstichtag werden kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Neben den aus Konsolidierungsmaßnahmen resultierenden Steuerabgrenzungen werden keine latente Steuern nach § 274 HGB auf aus den Einzelabschlüssen insbesondere der inländischen Tochterunternehmen resultierende Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen angesetzt, soweit sich nach der Verrechnung von passiven und aktiven latenten Steuern insgesamt ein Aktivüberhang ergibt. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen im Bereich der Rückstellungen und sonstigen Vermögensgegenständen, die passiven latenten Steuern im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Anlagevermögen. Für die Bewertung der latenten Steuern im Inland wurde ein Steuersatz von 29,45 % herangezogen. 5. Erläuterungen der BilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 9 (Vorjahr: T€ 17) resultiert aus dem Erwerb des Kundenstamms eines Importeurs in Österreich und wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben, da gemäß den bei der Bewertung des Kundenstamms zugrunde liegenden Planungen von einer Nutzung über diesen Zeitraum ausgegangen wird. Die Forschungs- und Entwicklungskosten für Produktinnovationen und -verbesserungen belaufen sich im Berichtsjahr insgesamt auf rd. € 8,3 Mio. Es erfolgte insoweit keine Aktivierung im Anlagevermögen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 893 betreffen aktivierte Aufwendungen im Bereich der Software-Entwicklung. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 394 (Vorjahr: T€ 569) enthalten. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr vollständig aus Lieferungen und Leistungen. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern ergeben sich aus der Zwischengewinneliminierung und der Schuldenkonsolidierung. Das Grundkapital beträgt € 6.391.148,51 und setzt sich aus 750.000 Stück Aktien zu je € 8,52 zusammen. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Bei der Kapitalrücklage handelt es sich um eine Rücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB. Der Ausschüttungssperre unterliegen folgende Beträge:
Bei dem Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen handelt es sich um öffentliche Fördermittel im Zusammenhang mit durchgeführten Investitionsmaßnahmen im Bereich des Anlagevermögens, die bei Einhaltung der den Bewilligungsbescheiden zugrunde liegenden Förderbestimmungen grundsätzlich nicht rückzahlbar sind. Der Sonderposten wird korrespondierend zur Abschreibung des jeweils geförderten Anlagegutes aufgelöst. Der Auflösungsbetrag von T€ 35 (Vorjahr: T€ 31) wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
(Werte in Klammern geben die Vorjahreszahlen an.) Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von € 11,4 Mio. (Vorjahr: € 12,8 Mio.) durch Grundschulden besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr vollständig aus sonstigen Verbindlichkeiten (Zahlungsverrechnungen). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren wie im Vorjahr vollständig aus sonstigen Verbindlichkeiten (Darlehen zuzüglich hierauf entfallender Zinsen und Leibrentenverpflichtungen). 6. Erläuterungen der Gewinn- und VerlustrechnungAufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten:
Nach Tätigkeitsbereichen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 5.543 (Vorjahr: T€ 704), die aus Abgängen im Anlagevermögen (T€ 1.249; Vorjahr: T€ 123), der Auflösung von Rückstellungen (T€ 3.161; Vorjahr: T€ 278), aus der nachträglichen Aktivierung von in Vorjahren erfassten Instandhaltungsaufwendungen (T€ 478; Vorjahr: T€ 0), aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 546; Vorjahr: T€ 303) und aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (T€ 109; Vorjahr: T€ 0) resultieren. Im Vorjahr waren hier darüber hinaus die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge insgesamt ausmachende Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung aus Entschädigungen Dritter, denen entsprechende außergewöhnliche Aufwendungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und im Rohergebnis gegenüberstanden, enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.347 (Vorjahr: T€ 1.060). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von insgesamt T€ 33 (Vorjahr: T€ 124), die wie im Vorjahr Verluste aus Anlagenabgängen betreffen. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf T€ 1.757 (Vorjahr: T€ 931). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 84 (Vorjahr: T€ 93). In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind latente Steuererträge in Höhe von T€ 259 (Vorjahr: latente Steueraufwendungen in Höhe von T€ 4) enthalten. Die auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Ergebnisanteile am Konzernjahresüberschuss betreffen Verluste in Höhe von T€ 22 (Vorjahr: T€ 51). 7. Sonstige Angabena) Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB:
Für die angeführten Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zugrunde liegenden Verpflichtungen voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung des Konzerns nicht zu rechnen ist. b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf € 7,9 Mio. (Vorjahr: € 5,8 Mio.). Davon sind innerhalb eines Jahres € 3,0 Mio., innerhalb von 2 bis 5 Jahren € 4,7 Mio. und nach 5 Jahren € 0,2 Mio. fällig. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. c) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die der Angabepflicht des § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB unterliegen, lagen im Geschäftsjahr 2022 nicht vor. d) Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022 setzt sich wie folgt zusammen:
e) Arbeitnehmer Im Konzern wurden in 2022 im Durchschnitt 1.412 (Vorjahr: 1.360) Arbeitnehmer in folgenden Bereichen beschäftigt:
f) Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 2022 T€ 251 (Vorjahr: T€ 195). g) Vorstand Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Die Bezüge der aktiven Mitglieder des Vorstands belaufen sich im Jahr 2022 auf T€ 1.591. Auf die Angabe der Gesamtbezüge von einem ehemaligen Mitglied des Vorstands einschließlich des Betrags der gebildeten und der nicht gebildeten Pensionsrückstellungen wird unter Bezugnahme auf § 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. h) ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn des Mutterunternehmens von T€ 107.595 einen Betrag von T€ 5.000 an die Aktionäre auszuschütten und den Restbetrag von T€ 102.595 auf neue Rechnung vorzutragen. i) Nachtragsbericht Es haben sich nach Ablauf des Geschäftsjahres 2022 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben, welche, sofern sie früher eingetreten wären, zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.
Löningen, 27. März 2023 Dirk Sieverding Heiko Dirks Alexander Böhler Lutz Marschall Konzern-Anlagenspiegel
* Umgliederung von Ersatzteilen in die Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Remmers Gruppe AG, Löningen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Remmers Gruppe AG, Löningen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Remmers Gruppe AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 27. März 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dr. Achim Lienau, Wirtschaftsprüfer ppa. Thorsten Spree, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsratesder Remmers Gruppe Aktiengesellschaft, LöningenWährend des Geschäftsjahres 2022 hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Lage des Unternehmens und über wichtige Geschäftsvorfälle informiert. Der Aufsichtsrat nahm die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr und überwachte den Vorstand kontinuierlich und begleitete ihn beratend. Grundlage hierfür war das umfassende monatliche Reporting und die mündlichen Berichte des Vorstands. Zusätzlich standen der Aufsichtsratsvorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. So war der Aufsichtsrat stets über die Geschäftspolitik, die Einhaltung der Unternehmensplanung einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Rentabilität der Gesellschaft und den Gang der Geschäfte insgesamt informiert. Sofern zu einzelnen Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung eine Zustimmung erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats die Beschlussvorlagen nach eingehender Prüfung verabschiedet. Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr 2022 insgesamt zu 8 Sitzungen zusammen. Darüber hinaus wurden, wenn nötig, Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren herbeigeführt. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 22. April 2022 wurde die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Osnabrück mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lage- und Konzernlageberichtes für das Geschäftsjahr 2022 beauftragt. Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Abschlussprüfers in der Sitzung vom 03. Mai 2023 ausführlich erörtert. An dieser Sitzung nahm der Abschlussprüfer teil. Er erläuterte die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für zusätzliche Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat stimmt mit den Auffassungen des Abschlussprüfers überein. Den Jahres- und Konzernabschluss sowie den Lage- und Konzernlagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Jahresergebnisses hat der Aufsichtsrat geprüft. Es bestanden keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat daher in der Sitzung vom 03. Mai 2023 den Jahres- und Konzernabschluss gebilligt und festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2022.
Löningen, den 03. Mai 2023 Für den Aufsichtsrat Herbert Forker, Vorsitzender |
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