Kunert Energie Verwaltungs GmbH
Same addressActivities of holding companies
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Andreas Michael Kunert since 12/2/2002 | Managing Director |
Manfred Kunert since 12/2/2002 | Managing Director |
Walter jun. Kunert since 12/2/2002 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Kunert Soest GmbH & Co KG PapierverarbeitungswerkSoestKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht 20211. Geschäfts- und Rahmenbedingungen a) Darstellung der Gesellschaft, ihrer Geschäftstätigkeit und deren Rahmenbedingungen Die Kunert Gruppe versteht sich als Partner mit einem hohen Anspruch an Kompetenz, Kontinuität und Innovation - insofern nicht als reiner Produktionsbetrieb, sondern kundenorientiertes Serviceunternehmen. In der täglichen Arbeit steht der Kunde im Vordergrund und setzt Maßstäbe - Maßstäbe, die von Kunert in Lösungen umgesetzt werden. Durch die facettenreiche Zusammenarbeit mit Kunden, aber auch Lieferanten, Maschinenbauern, Universitäten und sonstigen Organisationen ist eine Grundlage entstanden, die Kunert bei allen Themen rund um die Produkte zum bevorzugten Ansprechpartner macht. Die Teamarbeit mit Partnern, hochwertiges Know-how und die ideenreiche Umsetzung in interessante Produkte haben in den vergangenen Jahren zahlreiche, für die Branche entscheidende Neuentwicklungen hervorgebracht. Die Unternehmen der Kunert Gruppe sind hierdurch nicht nur aktuell technisch führend, sondern werden hieran auch in Zukunft tagtäglich arbeiten. Ein weiteres Credo ist Kontinuität statt kurzfristiger Strategien. Dies ist nicht nur eine allgemeine Firmenphilosophie, sondern gelebte Arbeit innerhalb des Unternehmens und an erster Stelle in der täglichen Kommunikation mit Kunden. Zur Kunert-Gruppe gehören 17 Werke für Hülsen, Transportschutz, Wellpappe und Hülsenkarton in West- und Osteuropa sowie Asien mit insgesamt ca. 2.000 Mitarbeitern. Daneben unterhält die Kunert Gruppe Auslandsvertretungen in Europa und Asien und ist in ein weltweites Partner-Netzwerk eingebunden. Jährlich produzieren unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 360.000 Tonnen Hülsen, Transportschutz und Verpackungen aus Wellpappe. Mit einem enormen Investitionsvolumen, das an allen Standorten der Kunert-Gruppe in den letzten Jahren in Produktionsanlagen, Forschung und Entwicklung, Logistikgebäude und IT geflossen ist, hat sich die Kunert-Gruppe ganzheitlich für die Zukunft aufgestellt. Die unternehmenseigene Papierfabrik Carl Macher erzeugt gemeinsam mit der ebenfalls zur Gruppe gehörenden Papeteries du Rhin mehr als 300.000 Jahrestonnen Hülsenkarton. Alleine dort wurde eine Summe von rund 10 Millionen Euro in Produktion, Automation und Logistik investiert, um die hauseigene Versorgung der Paul & Co-Hülsenwerke einschließlich Kunert Soest GmbH & Co KG und deren Tochtergesellschaften sowie die Liefersicherheit externer Abnehmer in Europa mit erstklassigem Hülsenkarton zu garantieren. Bei der Kunert Soest GmbH & Co KG Papierverarbeitungswerk in Soest, ihren Tochtergesellschaften und den weiteren Unternehmen der Paul & Co. - Gruppe dreht sich alles um Papierhülsen. Ob parallel- oder spiralgewickelt, mit 12 oder 1.000 mm Innendurchmesser, mit Wandstärken von 1 oder 50 mm - je nach Anforderung werden zylindrische Hartpapierhülsen gefertigt, die von der Windelfolie bis zur tonnenschweren Zeitungspapierrolle alles tragen. Das Sortiment der Paul & Co Gruppe reicht von Standardhülsen über Sonderhülsen für unterschiedlichste Materialien und Hochleistungshülsen für Druckpapiere bis hin zu oberflächenveredelten Hülsen für hochempfindliche Folien. Abnehmer sind international tätige Unternehmen der Papier-, Folien-, Lebensmittel- und Textilindustrie in über 40 Ländern. In den ausländischen Tochtergesellschaften werden die lokalen Märkte bedient, wobei die Vermarktung von Handelswaren aus den deutschen Produktionsstätten eine relevante Größenordnung darstellt. Hinzu kommen regionale Spezialprodukte, wie Kombidosen, Applikatorhülsen und fibre drums. b) Überblick über den Geschäftsverlauf vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2021 verzeichnete die Weltwirtschaft im Zuge der Erholung von den Beeinträchtigungen durch die Covid-19-Pandemie ein positives Wachstum. Die Wirtschaft in Westeuropa verzeichnete im Jahr 2021 mit 5,4% insgesamt ein deutlich positives Wachstum. Diese Entwicklung war bei allen nord- und südeuropäischen Ländern zu beobachten. Grund dafür war unter anderem die in vielen Ländern gestiegene Resilienz der Wirtschaft gegenüber hohen Infektionszahlen. Zugleich wurde die wirtschaftliche Erholung durch zwischenzeitlich geltende nationale restriktive Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und teilweise daraus resultierende Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage belastet. Für Unsicherheit sorgte im Geschäftsjahr 2021 darüber hinaus der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) und das damit verbundene neue Handels- und Kooperationsabkommen. In den Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas stieg das reale absolute BIP im Jahr 2021 mit 5,6% deutlich. Dabei erhöhte sich die Wirtschaftsleistung in Zentraleuropa um 6,4% und in Osteuropa um 4,2%. In Deutschland verzeichnete die Wirtschaftsleistung im Berichtsjahr mit 2,7% (Vorjahr 4,9%) eine positive Wachstumsrate. Im Verlauf des Jahres erholte sich der Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote und die Zahl der Kurzarbeiter sanken. Im Zuge der zwischenzeitlichen Lockerungen im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich verbesserte sich das Vertrauen der Verbraucher und der Unternehmen und lag durchschnittlich über dem jeweiligen Niveau des Vorjahres. Im Industrie- und Dienstleistungssektor erhöhte sich das Vertrauen deutlich. Hinsichtlich der Entwicklung der Branche zeigt sich im Berichtsjahr folgendes Bild: Nach einem durch die Pandemie negativ geprägten Jahr 2020 zeigte sich das Jahr 2021 für die Hersteller von Hartpapierhülsen in Deutschland wieder deutlich positiver, wenn gleich sich die Auswirkungen der Pandemie auf die weltweiten Lieferketten, sowie die Verfügbarkeit diverser Roh- und Hilfsstoffe in den Kosten deutlich bemerkbar machten. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die produzierte Tonnage um 11,8% und der Umsatz um 21,8% (Produktionsstatistik für Hartpapierwaren, Statistisches Bundesamt). Nach einem noch ruhigen und durchwachsenen Start entwickelte sich die Nachfrage im Verlauf des 2. Quartals sehr positiv und blieb über die Sommermonate konstant hoch. Speziell im Bereich der Verpackungspapiere und Verpackungsfolien waren die größten Steigerungen zu spüren. Aber auch die Nachfrage aus der Automobilindustrie und der Bauwirtschaft stiegen merklich an. Die Umsatzsteigerungen zeigten sich sowohl auf den nationalen Märkten, wie auch im Export. Die Hülsenpreise stiegen im Jahr 2021 erkennbar an. Ursächlich dafür waren die gestiegenen Kosten speziell für Altpapier, die sich aus der schlechten Verfügbarkeit ergeben haben. Hierdurch sind die Preise für Hülsenkarton deutlich angestiegen. Insgesamt war das Jahr 2021 von schlechter Verfügbarkeit in unterschiedlichen Bereichen und damit steigenden Kosten geprägt, z. B. Roh- und Hilfsstoffe, sowie Frachtraum. Im Export nach GB wirkte sich der Brexit deutlich negativ auf die Kosten aus. Die im Pandemiejahr 2020 eingeführten Hygienekonzepte und die hieraus resultierenden Mehrkosten blieben größtenteils auch im Jahr 2021 bestehen. 2. Geschäftsergebnis sowie Finanz-, Vermögens- und Ertragslage a) Geschäftsergebnis und Ertragslage Der Konzern-Jahresüberschuss der Kunert Soest GmbH & Co KG Papierverarbeitungswerk beträgt im Geschäftsjahr 2021 Mio. EUR 5,22 nach Mio. EUR 3,29 im Vorjahr. Der Konzernjahresüberschuss liegt somit wie erwartet im "deutlich positiven" Bereich. Die Außenumsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr von Mio. EUR 75,1 um Mio. EUR 17,5 oder 23,2% auf Mio. EUR 92,6 etwas über dem Planwert von 18%-20% wiederum spürbar erhöht. Der Zuwachs resultiert i.W. aus gestiegenen Mengen, die in Anbetracht der gestiegenen Rohstoffpreise zu höheren Verkaufspreisen an die Kunden abgesetzt werden konnten. Der Rohgewinn (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand) hat sich trotz einer von 53,9 % auf 57,5 % gestiegenen Materialkostenquote von Mio. EUR 34,6 auf Mio. EUR 39,4 erhöht. Dies entspricht einem Anstieg des Rohgewinns um 13,9%. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt trotz der gestiegenen Personalkosten, Abschreibungen sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit Mio. EUR 6,3 deutlich über dem Vorjahreswert von Mio. EUR 3,88 (+62,4%) und über den Erwartungen (+50%). Der Geschäftsverlauf in 2021 zeigt somit alles in allem nach den Schwierigkeiten der Pandemiejahre eine erfreuliche Tendenz. Insgesamt kann die Lage als zufriedenstellend bezeichnet werden b) Vermögens- und Finanzlage Die Eigenkapitalquote liegt mit 64,0 % nach 64,3 % im Vorjahr weiterhin auf hohem Niveau und im Plan. Das langfristig in der Gesellschaft gebundene Kapital einschließlich der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern hat sich um Mio. EUR 3,3 auf Mio. EUR 45,7 - das entspricht 79,6 % der Bilanzsumme - moderat verringert. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt infolge der gestiegenen Investitionen v.a. in den Werken in Ungarn und in der Schweiz nunmehr 36,9 % nach 35,9 % im Vorjahr. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind auf Mio. EUR 11,6 oder 20,2 % der Bilanzsumme gestiegen. Der Konzern-cash-flow des Berichtsjahres von Mio. EUR 8,20 liegt etwas unter den Erwartungen aber ebenfalls deutlich über Vorjahr (Mio. EUR 6,1). Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der im Vorjahr mit Mio. EUR 8,26 ausgewiesen wurde, liegt mit Mio. EUR 10,47 auf gestiegenem Niveau. Ursächlich hierfür war neben der positiven Entwicklung des cash flows eine Abnahme des working-capitals (Netto-Umlaufvermögen). Die Netto-Investitionen betragen im Geschäftsjahr insgesamt Mio. EUR 3,39 (Vorjahr: Mio. EUR 5,64) und liegen damit wiederum über den Abschreibungen des Geschäftsjahres von Mio. EUR 3,05. Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ergibt sich im Geschäftsjahr ein Mittelabfluss für Tilgungen von Bank- und Gesellschafterverbindlichkeiten von Mio. EUR 7,87, während hier im Vorjahr ein Mittelabfluss von Mio. EUR 1,44 zu verzeichnen war. In Ergebnis verringerte sich der Finanzmittelbestand im Vergleich der beiden Bilanzstichtage geringfügig um Mio. EUR 0,7 auf Mio. EUR 7,5. 3. Prognosebericht Unseren Planungen liegt die Annahme zugrunde, dass die globale Wirtschaftsleistung nach der Erholung im vergangenen Geschäftsjahr im Jahr 2022 und 2023 auf insgesamt etwas geringerem Niveau weiter wachsen wird - vorbehaltlich einer abnehmenden Intensität von Engpässen bei Vorprodukten und Rohstoffen. Risiken sehen wir weiterhin in protektionistischen Tendenzen, Turbulenzen auf den Finanzmärkten sowie strukturellen Defiziten in einzelnen Ländern. Zudem werden die Wachstumsaussichten von anhaltenden geopolitischen Spannungen und Konflikten belastet - insbesondere ergeben sich erhebliche Risiken aus dem Russland-Ukraine-Krieg. Die Entwicklung unserer Branche ist eng an den Verlauf der Weltwirtschaft gekoppelt. Wir rechnen hier mit einer weiter zunehmenden Wettbewerbsintensität sowie insbesondere mit tiefgreifenden Folgewirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs. So zeichnet sich in der Papierverarbeitungsbranche bereits jetzt für 2022 ein weiterer, nie dagewesener Anstieg der Rohstoff- und Energiekosten ab. Die Materialkosten der Kunert-Soest-Gruppe werden voraussichtlich um mehr als 40% über dem Vorjahreswert liegen.Vor diesem Hintergrund wird der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2022 mit einer Steigerungsrate von 25-30% ebenfalls über dem Vorjahr erwartet. Bei leicht steigenden Personalkosten wird dennoch ein deutlich positives Ergebnis (vor Steuern) angepeilt, das im Bereich des Vorjahresergebnisses oder bis zu 15% darüber liegt. Damit einhergehend rechnen wir in 2022 mit einem Anstieg des cash-flows in ähnlicher Größenordnung, jedoch eine unverändert hohe Eigenkapitalquote von gut 60% der Bilanzsumme. Das langfristig in der Gesellschaft gebundene Kapital einschließlich der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern wird weiterhin rund 80% der Bilanzsumme betragen. Der Ausblick über 2022 hinaus ist äußert verhalten zu sehen. Neben den nicht nur zunehmenden Risiken für den Welthandel und die Konjunktur in Europa infolge der Kostensteigerungen und der stark gestiegenen Inflation und Zinsen sieht sich die Papierbranche weiterhin einem enormen Margendruck ausgesetzt. Der naturgemäß hohe Materialkostenanteil wird bei voraussichtlich ab 2023 weiterhin hohen Papierrohstoffpreisen und Klebstoffkosten sowie gleichzeitig zunehmenden Wettbewerbsaktivitäten und den daraus resultierenden niedrigeren Verkaufspreisen mittelfristig für rückläufige Betriebsergebnisse sorgen. Höhere Personal- und Logistikkosten und erheblich steigende Energiekosten werden diese Ergebnisentwicklung verstärken. 4. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die wesentlichen Risiken aus der Geschäftstätigkeit der Kunert Soest GmbH & Co KG Papierverarbeitungswerk - Unternehmensgruppe sind insgesamt als moderat einzustufen und stellen sich weitgehend unverändert zum Vorjahr folgendermaßen dar: Konjunkturrisiken: Die Wirtschaftsleistung stieg in Deutschland im Jahr 2021 um 2,6% (Statista). Laut Prognose der Bundesbank wird das BIP in Deutschland im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um rund 1,8 Prozent steigen. Durch den Krieg in der Ukraine und der anhaltend hohen Inflation erholt sich die Wirtschaft in Deutschland nach den Auswirkungen der Corona-Krise nicht so stark wie erhofft. Im Jahr 2023 rechnet die Bundesbank sogar mit einer milden Rezession und einem Rückgang des BIP um 0,5 Prozent. Ähnliche Entwicklungen sehen wir für den gesamten europäischen Markt. Dieser Entwicklung werden wir uns nicht entziehen können. Marktrisiken: Zu den Marktrisiken zählen wir ökonomische Entwicklungen im Papiersektor. Wir beobachten und analysieren regelmäßig die volkswirtschaftliche Entwicklung und überprüfen unsere betriebswirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Dabei ist Papier stärker als manch andere Industrie abhängig von der Wirtschaftskonjunktur. Dessen Wohlergehen gilt als "absolute Frühzyklus-Branche", als früher Indikator für einen Aufschwung. Daneben zeichnet sich ein langfristiger Trend ab, der im Marktsegment "Papierhülsen für die Papierindustrie" infolge des rückläufigen Aufkommens der sog. graphischen Papiere (Zeitungen und Zeitschriften) zu einem deutlich sinkenden Bedarf führen wird. Die Kompensation dieses Rückgangs durch andere Produkte und Marktsegmente wird eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre darstellen. Beschaffungsrisiken: Da die Rohstoffkosten für Altpapier einen der größten Kostenfaktoren bei der Papierherstellung darstellt und die Preise hierfür volatil sind, hat das Preisänderungsrisiko in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Weitere Beschaffungsrisiken sind aufgrund der Integration der Carl Macher GmbH & Co. KG, Brunnen-thal - eines der leistungsfähigsten Hülsenkartonwerke Europas - und der elsässischen Papierfabrik Papeteries du Rhin in Illzach in die Kunert - Gruppe jedoch deutlich reduziert. Es können sämtliche Hülsenkarton-Qualitäten hergestellt werden. Im Jahr 2022 werden die beiden Werke eine Kapazität von über 300.000 Tonnen Hülsenkarton erreichen. Der Hauptrohstoff für Hülsenkarton ist Altpapier. Der Altpapiermarkt sieht sich derzeit allerdings nicht dagewesenen Preisschwankungen ausgesetzt, die sich mit Zeitverzögerungen direkt auf unsere Produkte auswirken. Während die Altpapierpreise nahezu im gesamten Berichtszeitraum und bis Mitte 2022 im Steigen begriffen waren, hat sich die Lage auf dem deutschen Altpapiermarkt innerhalb kürzester Zeit gedreht. So sind die Preise für die Massensorten ab August 2022 stark gefallen. Vertrags- und Prozessrisiken: Vertrags- und Prozessrisiken begegnen wir mit einer fundierten Beratung und Einbindung externer Juristen. Das zentrale Qualitätsmanagement der Hülsenwerke der Kunert Gruppe sorgt mit standardisierten Produktionsverfahren für eine gleichmäßig hohe Qualität der Produkte. Ganz gleich, ob sie in Österreich, Ungarn oder Deutschland gefertigt werden. Handbücher, die regelmäßige Prüfung einheitlicher Spezifikationen und die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 garantieren den Kunden eine termingerechte Lieferung in vereinbarter Qualität. Besondere Anstrengungen werden derzeit im Bereich der Logistik durch den Abschluss eines Kooperationsvertrags mit der Speditionsgruppe Geis unternommen. Wir können durch das große Netzwerk der Geis-Gruppe die Verfügbarkeit von Frachtraum für unsere Unternehmen sichern und unsere Kunden auch in schwierigen Marktphasen sicher und termingerecht beliefern. Gleichzeitig sind wir weniger anfällig für kurzfristige Kostenveränderungen auf dem Logistiksektor.Vertrags- und Prozessrisiken, die einen wesentlichen Einfluss auf unsere wirtschaftliche Lage haben könnten, sind zurzeit weder vorhanden noch für die Zukunft erkennbar. IT-Risiken und business-continuity: Neben einem zentralen IT-Sicherheitskonzept kommt der flexiblen Belieferung aus unterschiedlichen Werken eine besondere Bedeutung zu. Finanzrisiken: Wir überwachen alle Finanzrisiken durch die Verwendung entsprechender Kontroll- und Steuerungsinstrumente. Liquiditätsrisiken werden im Unternehmen und der gesamten Firmengruppe zentral überwacht und gesteuert. Liquiditätsengpässe sind auf Grund des hohen Bestandes an liquiden Mitteln ausgeschlossen. Aufgrund unserer selektiven Auftraggeberstruktur reduzieren wir das finanzwirtschaftliche Risiko von Forderungsausfällen. Durch die Umsetzung der beschriebenen Risikopolitik ergaben sich auch im Geschäftsjahr 2021 keine Auswirkungen auf Ergebnis und Finanzlage des Unternehmens. Es werden keine erwähnenswerten Finanzinstrumente zur Absicherung aller wichtigen Arten von Transaktionen und Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken verwendet. Somit sind bis zum jetzigen Zeitpunkt und in absehbarer Zeit für uns keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken zu erkennen. Auch die Gesamtsumme der Risiken gefährdet aus heutiger Sicht nicht unseren Fortbestand. Aufgrund unserer Innovationskraft und unserer starken Vernetzung mit unseren Kunden, dem Maschinenbau und verschiedenen Hochschulen entwickeln wir unsere Produkte stetig weiter, um auch neuen Anforderungen - speziell im Hinblick auf Hygiene und Reinraum, aber auch Stabilität und Haltbarkeit - gerecht zu werden und neue Märkte zu erschließen. Teilweise können unsere hochwertigen Hartpapierhülsen Wickelkerne aus anderen Materialen wie bspw. Kunststoffe, faserverstärkte Kunststoffe, Aluminium oder Stahl ersetzen und bieten uns so Möglichkeiten zur positiven Weiterentwicklung. Neben der eigenen Versorgung mit Hülsenkarton bauen wir auch die Klebstoffversorgung unserer europäischen Hülsenwerke durch die entsprechende Erweiterung bzw. Neuschaffung von eigenen Produktionskapazitäten in diesem Bereich aus und werden so noch unabhängiger. Unsere Selbstständigkeit und Unabhängigkeit als Unternehmen einer familiengeführten Unternehmensgruppe bildet nach unserer festen Überzeugung die Basis und gleichzeitig die unternehmerische Chance für eine langfristig angelegte Strategie zur Erzielung eines nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs und zur Aufrechterhaltung einer führenden Marktposition. So ist demnächst die gesamte nächste Generation der Familie Kunert vollständig in den Gesellschafterkreis aufgenommen, um die mehr als 125-jährige Firmengeschichte weiterzuführen.
Soest im Dezember 2022 Die Geschäftsleitung KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
KonzernkapitalflussrechnungKonzernkapitalflussrechnung
Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung: Der Finanzmittelfonds besteht ausschließlich aus der Bilanzposition "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks", jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, bestehen nicht. Wesentliche zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge und Geschäftsvorfälle, Bestände des Finanzmittelfonds von quotal einbezogenen Unternehmen sowie Bestände, die Verfügungsbeschränkungen unterliegen, bestehen nicht. KonzerneigenkapitalspiegelKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Konzernanhangder KUNERT SOEST GMBH & CO KGPAPIERVERARBEITUNGSWERKAmtsgericht Arnsberg HR A Nr. 5155 A. ALLGEMEINE ANGABEN Der vorliegende Konzernabschluss wurde, soweit im Folgenden nichts anderes angegeben ist, unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs-, Ansatz-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze nach dem deutschen HGB aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz, in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, sind insgesamt im Konzernanhang aufgeführt. Der Konzernabschluss wurde unter Berücksichtigung einer teilweisen Gewinnverwendung aufgestellt. Die Bilanzposition "Konzernbilanzgewinn" ersetzt die beiden Positionen "Konzerngewinnvortrag" sowie "Konzernjahresüberschuss". Die Gewinnverwendung wird im Konzernanhang bei den Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. 1. Konsolidierungskreis In den Konsolidierungskreis sind nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften alle in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, soweit sich aus § 296 HGB nichts anderes ergibt. Die Gründe hierfür sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes (B.2.) genannt. Im Berichtsjahr haben sich keine Änderungen im Konsolidierungskreis ergeben. Das Mutterunternehmen Kunert Soest GmbH & Co KG Papierverarbeitungswerk ist das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Das Tochterunternehmen Paul Trading GmbH, das nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss einbezogen ist, verzichtet unter Bezugnahme auf § 264 Abs. 3 HGB auf die Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses. Das Mutterunternehmen Kunert Soest GmbH & Co KG Papierverarbeitungswerk, das den Konzernabschluss nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt hat, verzichtet unter Bezugnahme auf § 264b HGB auf die Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses. 2. Konsolidierungsgrundsätze Die Vorschriften zur einheitlichen Bilanzierung (§ 300 Absatz 2 HGB) und zur einheitlichen Bewertung (§ 308 HGB) wurden beachtet. Waren die Auswirkungen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur von untergeordneter Bedeutung, wurde insoweit auf die einheitliche Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden verzichtet (§ 308 Absatz 2 Satz 3 HGB). Wurde darüber hinaus von der einheitlichen Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden abgewichen, werden die Abweichungen im Konzernanhang angegeben und begründet (§ 308 Absatz 2 Satz 4 HGB). Die Kapitalkonsolidierung für die vollkonsolidierten Unternehmen für Zugänge vor Einführung BilMoG erfolgte entsprechend § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzern. Seit Einführung des BilMoG kommt die Neubewertungsmethode nach § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB zur Anwendung. Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Dabei wird das Eigenkapital mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung entspricht. Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstanden sind, werden gem. § 301 Abs. 3 HGB im Jahr der Erstkonsolidierung unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der noch abzuschreibenden Firmenwerte wird auf relativ kurze Dauer von fünf Jahre festgelegt. Die vorsichtige Einschätzung basiert auf dem erwarteten Nutzen der erworbenen Anteile und Unternehmen und wird insbesondere durch ökonomische Faktoren wie zukünftige Wachstums- und Gewinnerwartungen, Kundenkreis und Branchenentwicklung bestimmt. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden in die Konzernrücklagen eingestellt. Die passivischen Unterschiedsbeträge betragen TEuro 4.780 und werden erst bei Endkonsolidierung ertragswirksam aufgelöst. Sie resultieren aus der Kapitalkonsolidierung der vollkonsolidierten Unternehmen Paul Trading GmbH, Paul & Co GmbH sowie Paul CO Slovenska spol s.r.o. Die Vermögensgegenstände und Schulden der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden - soweit nichts anderes angegeben - einheitlich nach den bei dem Mutterunternehmen geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen sind gegeneinander aufgerechnet. Eine Eliminierung der Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr ist wegen untergeordneter Bedeutung unterblieben. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist um die Erlöse aus Innenumsätzen sowie die konzerninternen Aufwendungen und Erträge bereinigt. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Entgeltlich im Rahmen von Unternehmenskäufen (asset deals) erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden im Jahr des Erwerbs aktiviert und planmäßig über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird auf relativ kurze Dauer von fünf Jahre festgelegt. Die vorsichtige Einschätzung basiert auf dem erwarteten Nutzen der erworbenen Anteile und Unternehmen und wird insbesondere durch ökonomische Faktoren wie zukünftige Wachstums- und Gewinnerwartungen, Kundenkreis und Branchenentwicklung bestimmt. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens werden linear bzw. geometrisch-degressiv über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden entweder im Jahr des Zugangs in voller Höhe oder pauschal über fünf Jahre abgeschrieben. Die nicht konsolidierten Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit sowie mit erheblichen Preisschwankungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Dabei werden neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens in die Ermittlung der Herstellkosten mit einbezogen. Soweit die Herstellungskosten durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Für erhaltene Zuschüsse für Investitionen in das Anlagevermögen wird auf der Passivseite ein Sonderposten für Zuschüsse gebildet. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Es kommt - soweit langfristige Rückstellungen bestehen - die Nettomethode zum Ansatz. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Aktive und passive latente Steuern werden mit unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet und nicht abgezinst. 4. Grundlagen der Währungsumrechnung In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Devisenkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden höchstens mit dem Anschaffungskurs bewertet. Im Konzernabschluss werden die Vermögensgegenstände und Schulden mit dem Stichtagskurs angesetzt. In der Gewinn- und Verlustrechnung kommen die Durchschnittskurse zur Anwendung. Das Jahresergebnis in der Bilanz wird mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Das Eigenkapital zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wird mit dem historischen Stichtagskurs umgerechnet. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral als Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist auf der Folgeseite dargestellt.
2. Angaben zum Beteiligungsbesitz a. In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen
Die Muttergesellschaft stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die im Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaft Paul & Co GmbH mit Sitz in Breitenau (Österreich) ist persönlich haftende Gesellschafterin der ebenfalls einbezogenen Tochtergesellschaft Paul & Co Austria GmbH & Co KG mit Sitz in Breitenau (Österreich). b. In den Konzernabschluss nicht einbezogene Tochterunternehmen
Diese Tochterunternehmen wurden unter Bezugnahme auf § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind. Auf weitere Angaben nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 Satz 1 HGB wurde gem. § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB verzichtet, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einzeln und insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind. c) Weitere Beteiligungen Beteiligungen an Unternehmen, die nach § 310 HGB nur anteilig in den Konzernabschluss einbezogen werden (Quotenkonsolidierung) sowie an assoziierten Unternehmen, die nach § 311 HGB zu bewerten sind (At - Equity - Bewertung), liegen nicht vor. Die in der Bilanzposition "Beteiligungen" ausgewiesenen Beteiligungen betreffen folgende Unternehmen, soweit sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung sind:
*) Unterlassen der Angaben gem. § 313 Absatz 3 Satz 5 HGB 3. Forderungen In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von Euro 5.800.513,83 (Vj.: Euro 7.681.373,27) und Forderungen gegen nahestehende Gesellschaften in Höhe von Euro 76.470,90 (Vj.: Euro 47.982,95) enthalten. In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von Euro 28.833,14 ausgewiesen (Vj.: Euro 28.322,08). Die sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen Euro 3.069.525,47 (Vj.: Euro 5.067.581,34). In den sonstigen Vermögensgegenständen werden Darlehen gegen nahestehende Gesellschaften in Höhe von Euro 3.000.000 ausgewiesen. 4. Sonderposten für Zuschüsse Es handelt sich um passivisch ausgewiesene, nicht rückzahlbare Förderzuschüsse der Europäischen Union für Investitionen der Halaspack Bt., Ungarn. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände. 5. Pensionsrückstellungen In den Jahresabschlüssen der österreichischen Tochtergesellschaften werden für Mitarbeiter Rückstellungen für Abfertigung (Einmalzahlung bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses) nach österreichischem Handelsrecht gebildet. Es kommt dabei der von der deutschen Bundesbank bekannt gegebene durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangengen sieben Jahren für eine Restlaufzeit von 15 Jahren zur Anwendung. Auf eine einheitliche Bewertung nach § 308 Absatz 2 Satz 1 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB (Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre) wurde aus Vorsichtsgründen verzichtet und stattdessen die Bewertung der Tochtergesellschaft übernommen, da die Bewertung nach § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB zu einem niedrigeren Barwert des Erfüllungsbetrags führen würde. Es kommt damit auch nicht zu einer Ausschüttungssperre in Höhe des Unterschiedsbetrags gem. § 253 Absatz 6 HGB. Die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen (Rückstellung für Abfertigung) wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Es kommt das international anerkannte Ansammlungsverfahren (Teilwertverfahren) zur Anwendung. Die Berechnung erfolgt unter Zugrundelegung eines Kapitalisierungszinssatzes von 1,60 %, einem langfristigen Gehaltstrend von 2,43% und von amtlichen Sterbetafeln. Veränderungen bei den Bezügen und Fluktuationsabschläge werden entsprechend berücksichtigt. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB kommt nicht zur Anwendung, weil keine saldierungspflichtigen Deckungskapitalien bestehen. Das Ausweiswahlrecht der erfolgswirksamen Änderung des Diskontierungszinssatzes wird zugunsten des Finanzergebnisses ausgeübt. 6. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2021
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von Euro 1.360.681,24 (Vj.: Euro 849.204,23) und gegenüber sonstigen nahestehenden Gesellschaften in Höhe von Euro 1.452.214,28 (Vj.: Euro 485.002,02) enthalten. Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEuro 1.331 (Vj.: TEuro 344) und aus sozialer Sicherheit in Höhe von TEuro 438 (Vj.: TEuro 113) enthalten. 7. Latente Steuern Die ausgewiesenen passiven latenten Steuern im Sinne der §§ 274 und 306 HGB beruhen auf folgenden Differenzen:
Die latenten Steuersalden haben sich im Vergleich der beiden Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:
Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden unternehmensindividuelle Steuersätze herangezogen. Für deutsche Kapitalgesellschaften wird die Körperschaftsteuer inkl. SolZ mit 15,825 % abgegrenzt. Für deutsche Personen- und Kapitalgesellschaften werden aufgrund unterschiedlicher Hebesätze Gewerbesteuersätze zwischen ca. 14 - 15 % berücksichtigt. Latente Steuern in den ausländischen Tochtergesellschaften werden mit den dort geltenden Steuersätzen bewertet, deren Bandbreite sich zwischen 9 % und 25 % bewegt. Auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern auf personenbezogenen gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen bei Personenhandelsgesellschaften wurde aus Vorsichtsgründen verzichtet. C. ANGABEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse a. Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen Der Konzern ist im Bereich der Herstellung von Papierhülsen und Verpackungsmaterial (Umsatzanteil TEuro 92.579) tätig. Von den Umsatzerlösen entfallen TEuro 0 auf nicht konsolidierte verbundene Unternehmen, TEuro 24.422 auf Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, und TEuro 919 auf sonstige nahestehende Gesellschaften. b. Aufgliederung nach Absatzmärkten
2. Sonstige betriebliche Erträge Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEuro 134. 3. Materialaufwand Auf Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen TEuro 7.089, auf sonstige nahestehende Gesellschaften TEuro 28.861. 4. Personalaufwand Es werden Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von Euro 286.031,77 (Vj.: Euro 319.247,14) ausgewiesen. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar in Höhe von TEuro 15 verteilt sich auf folgende Leistungen: 1. Abschlussprüfungsleistungen TEuro 15 Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEuro 276. Von Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden Dienstleistungen in Höhe von TEuro 3.895 bezogen. 6. Finanzergebnis Von den Zinsaufwendungen entfallen Euro 406,98 (Vj.: Euro 397,92) auf verbundene Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden. In der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von Euro 17.400,00 und an Gesellschafter in Höhe von Euro 17.021,60 enthalten. 7. Steuern vom Einkommen und Ertrag Der Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern beträgt im Berichtsjahr Euro 21.214 (Vorjahr: Euro 57.911,00). 8. Konzernergebnisverwendung
D . SONSTIGE ANGABEN 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB sind nicht zu vermerken. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns von Bedeutung sind, sind nicht zu verzeichnen. 2. Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Konzernmuttergesellschaft obliegt der Kunert Soest GmbH, Soest, vertreten durch die Geschäftsführer Manfred Kunert, Wildflecken, Betriebswirt, und Walter Kunert jun., Peiting, Jurist. Auf die Angaben nach § 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabea HGB wurde unter Anwendung von § 314 Absatz 3 Satz 2 in Verbindung mit § 286 Absatz 4 HGB verzichtet. 3. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern 413 (Vj.: 412) Mitarbeiter beschäftigt. 4. Name und Sitz des persönlich haftenden Gesellschafters Einziger persönlich haftender Gesellschafter ist die Kunert Soest GmbH, Wildflecken, mit einem gezeichneten Kapital von Euro 28.000,00. 5. Vorgänge von besonderer Bedeutung Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.
Soest, den 29.12.2022 gez. Manfred Kunert gez. Walter Kunert sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Konzernabschluss wurde am 11.04.2023 gebilligt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kunert Soest GmbH & Co KG Papierverarbeitungswerk Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Kunert Soest GmbH & Co KG Papierverarbeitungswerk und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Kunert Soest GmbH & Co KG Papierverarbeitungswerk für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bad Windsheim, den 05. April 2023 LHP Hahn GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Gez. Florian Hahn, MBA, Wirtschaftsprüfer Gez. Dipl.-Kfm. Ulrich Kahn, Wirtschaftsprüfer |
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