Geberit Lichtenstein GmbH
Kastanienstraße 7, 09356 Sankt Egidien, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Michiel Willi since 10/2/2024 | Managing Director |
Robert Lernbecher since 3/7/2019 | Managing Director |
Mike Zöphel since 4/16/2018 | Procura |
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Geberit Lichtenstein GmbHLichtenstein/Sa.Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhalt A. Grundlagen Das Unternehmen und Geschäftsmodell Forschung und Entwicklung Personal B. Wirtschaftsbericht Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtentwicklung des Unternehmens C. Darstellung der Lage a. Ertragslage b. Vermögens- und Kapitallage c. Finanzlage D. Chancen- und Risikobericht D. Prognosebericht A. GrundlagenDas Unternehmen und Geschäftsmodell Als Produktionsstandort für Installationssysteme der Geberit Gruppe tätigt die Geberit Lichtenstein GmbH beinahe ausschließlich Inter-Company-Umsätze mit Montageelementen und Zubehöre als Halbfabrikate und Fertigerzeugnisse zu definierten Transferpreisen. Hauptkunde war wie in den Vorjahren die Geberit Produktions GmbH in Pfullendorf. Die Geberit Lichtenstein GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Geberit Produktions GmbH. Mit der Geberit Verwaltungs GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Über die Muttergesellschaften ist die Geberit Lichtenstein GmbH eine mittelbare 100%ige Tochtergesellschaft der Geberit AG, Rapperswil-Jona (Schweiz), in deren aufgestellten Konzernabschluss die Geberit Lichtenstein GmbH einbezogen ist. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Geberit Gruppe erfolgen grundsätzlich zentral am Standort Jona in der Schweiz sowie für ausgewählte Produkte in einigen regionalen Kompetenzzentren. Die Geberit Lichtenstein GmbH betreibt unverändert zum Vorjahr selbst keine Forschung oder Entwicklung. Personal In der Geberit Lichtenstein GmbH waren zum Stichtag 2023 im 374 (Vorjahr: 407) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. B. WirtschaftsberichtWirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Entwicklung der Weltwirtschaft ist weiterhin angespannt aufgrund der anhaltend restriktiven Zinspolitik zur Reduktion der hohen Inflationsraten. Für 2023 wird ein weltweites Bruttoinlandsproduktwachstum von 2,9% prognostiziert, das sich 2024 weiter auf 2,7% abschwächt. Erst im Jahr 2025 wird eine leichte Erholung der Weltwirtschaft mit einem Wachstum von 3,0% erwartet, aufgrund steigender Reallöhne und erwarteten Leitzinssenkungen. Die Zuwächse sind stark getrieben durch Schwellenländer, während Industrieländer zurückfallen. 1 Die prognostizierte wirtschaftliche Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im Euroraum 2023 fällt mit 0,6% gering aus. Grund hierfür sind die gestiegenen Finanzierungskosten, starke Preisanstiege über die Energiekomponente hinaus und die hohe Unsicherheit aufgrund geopolitischer Konflikte. Für 2024 wird ein geringfügiger Anstieg der BIP-Wachstumsrate auf 0,9% erwartet, welcher 2025 weiter zulegt auf 1,5%. Ausschlaggebend für diese Entwicklung sind prognostizierte Reallohnzuwächse, die den privaten Konsum stimulieren. 2 Die deutsche Wirtschaft stagniert 2023 voraussichtlich mit -0,3%, da die erwarteten Wachstumsimpulse aus dem privaten Konsum und dem globalen Warenhandel ausblieben und die allgemeinen Rahmenbedingungen aufgrund der hohen Inflation sowie Leitzinsen herausfordernd waren. Der Arbeitsmarkt erweist sich weiterhin als stabil und die Angebotsengpässe aus den Vorjahren sind annährend vollständig überwunden. Ein Bruttoinlandsproduktzuwachs mit 0,9% wird für 2024 erwartet, zugrunde liegt dieser Entwicklung eine Steigerung der privaten und öffentlichen Konsumausgaben sowie Wachstum im Bereich der Exporte. 3 Die zum Ende des Jahres 2022 eingeleitete Zinswende zur Bekämpfung der Inflation sowie anhaltend hohe Baukosten haben die deutsche Bauwirtschaft im Jahr 2023 weiter unter Druck gesetzt. Deutlich wird dies am Einbruch des Auftragseingangs im Hochbau in den ersten 10 Monaten 2023 in Höhe von -5,5%. 4 In den Bauinvestitionen 2023 kommt der Rückgang der Auftragseingänge mit Verzögerung zum Tragen, da hohe Auftragsbestände (Stand November 2023: 3,6 Monate 5 ) die negative Entwicklung abschwächen. Im Jahr 2023 wird ein Rückgang der Bauinvestitionen im Hochbau von -2,8% angenommen, 2024 legt dieser zu auf -3,3%. 6 Insbesondere der Wohnungsbau befindet sich derzeit in einer äußerst angespannten Situation, da gestiegene Bau- und Finanzierungskosten die Nachfrage senken. Der Auftragseingang bis Oktober 2023 lag um über 15% 7 unter dem Vorjahreswert, für die Baugenehmigungen wird 2023 ein Rückgang um 28% erwartet, gefolgt von -12% im Jahr 2024. 8 Für das Segment Wohnungsbau wird 2023 ein Rückgang der Wohnungsbauinvestitionen um -3,0% erwartet, der sich 2024 mit -3,3% nochmals steigert. 9 Nach einem rückläufigen ersten Halbjahr im gewerblichen Hochbau im Jahresvergleich, zeichnete sich in Q3 ein positiver Trend im Hinblick auf die Auftragseingangsentwicklung ab. 10 Insgesamt wird jedoch ein Rückgang der Bauinvestitionen im gewerblichen Hochbau von -3,0% für 2023 erwartet. Für 2024 gehen die aktuellen Prognosen von einer Stagnation der Investitionen aus. 11 Gesamtentwicklung des Unternehmens Zur operativen Steuerung der Geberit Lichtenstein GmbH wird ein umfangreiches Kennzahlensystem, bestehend aus finanziellen und nicht finanziellen Kennzahlen, verwendet. Dabei liegt der Fokus der finanziellen Kennzahlen auf der Steuerung der Drittkosten (Aufwendungen abzgl. Materialkosten, Kosten und Erträge von verbundenen Unternehmen sowie Abschreibungen) im Verhältnis zur produzierten Menge und bei den nicht finanziellen Kennzahlen auf dem Controlling der Personalproduktivität, der Krankenquote, der Lieferbereitschaft, der Reklamationsquote und der Warenbeschaffung. Die Geschäftsentwicklung war im abgelaufenen Jahr 2023 geprägt von einem historisch hohen Nachfragerückgang über alle Produktfamilien hinweg. Demzufolge konnten die für das Jahr 2023 budgetierte Absatzziel nicht erreicht werden (Produktionsmenge -14% gegenüber Budget), wodurch auch der erwartete Umsatz deutlich verfehlt wurde. Nur durch frühzeitig eingeleitete Maßnahmen der operativen Flexibilität konnte ein zufriedenstellendes Betriebsergebnis sichergestellt werden. So konnten auch die Produktivität trotz erheblicher Minderauslastung auf einem guten, jedoch unterhalb des erwarteten, Niveau gehalten werden. Zwar führten die Verbilligung von Energiepreisen zu einer Entlastung von Betriebskosten, diesen stehen allerdings vor dem Hintergrund hoher Inflation teure Tarifeffekte gegenüber. Im Saldo lagen die Drittkosten leicht unter Plan. Der sinkende Umsatz resultiert neben dem rückläufigen Absatz um -14,3% (Menge in Stückzahl-Äquivalenten) zusätzlich aus tieferen Transferpreisen durch gesunkene Materialaufwendungen und Betriebskosten zum Vorjahr. Basis für die Berechnung der Transferpreise sind die Herstellvollkosten. Die saisonalen sowie auch kurzfristigen Auftragsschwankungen konnten mit erweiterten flexiblen Jahresarbeitszeitmodellen und Produktivitätssteigerungen durch Prozessverbesserungen aufgefangen werden. Die Drittkostensituation konnte damit an die Mengenentwicklung angepasst werden. Die Produktivität lag trotz des starken Nachfragerückgangs nur um -0,2% unter dem Vorjahreswert. Die Lieferversorgung war jederzeit hergestellt. Es gab keine wesentlichen Qualitätsprobleme mit Lieferanten. Das Investitionsvolumen betrug 27,7 Mio. Euro. Davon sind zum Jahresende 26,7 Mio. Euro als Anlagen im Bau ausgewiesen. Hier handelt es sich vorwiegend um Planungs- und Bauleistungen für die Werkerweiterung im Zuge unserer Werkstrategie Impuls2025. Die aktuellen Investitionsverpflichtungen im Rahmen der Werkserweiterung betragen zum Stichtag 14,3 Mio. Euro. Durch die Einbeziehung in das Cash-Pooling der Geberit Gruppe ist die Finanzierung jederzeit sichergestellt. Liquiditätsüberschüsse werden entsprechend abgeführt. Die Umweltbelange der Gesellschaft werden von einem Umweltbeauftragten wahrgenommen. Die wesentlichen Umweltparameter werden systematisch verfolgt und fließen in den Nachhaltigkeitsbericht der Geberit Gruppe ein. Das Ergebnis liegt gemäß Transferpreisregelung der Geberit Gruppe in der definierten Zielbandbreite des Teilkonzerns Deutschland. Die Geschäftsleitung der Geberit Lichtenstein GmbH ist vor dem Hintergrund der anspruchsvollen Rahmenbedingungen mit der Geschäftsentwicklung zufrieden. C. Darstellung der Lagea. Ertragslage Die Umsatzerlöse gingen um -32,5 Mio. Euro auf 141,8 Mio. Euro zurück. Das entspricht einer Reduktion zum Vorjahr von -18,6%. Dies resultiert hauptsächlich aus einem Rückgang der Absatzmenge über das gesamte Sortiment mit Halb- und Fertigfabrikaten. Ebenso haben sich die Transferpreise gegenüber dem Vorjahr aufgrund gesunkener Herstellkosten (niedrigere Einkaufspreise Rohmaterial, Einkaufsteile) dementsprechend reduziert. Die Erträge aus dem Verkauf von technologischem Stanzabfall sind ebenfalls aufgrund geringerer Mengen und niedrigerer Schrottpreise gesunken. Die Bestandsveränderungen der fertigen und unfertigen Erzeugnisse weisen einen Bestandsabbau von -1,1 Mio. Euro aus. Dies resultiert hauptsächlich aus der niedrigeren Bewertung durch gesunkene Einkaufspreise sowie einem leichten Rückgang der Bestände. Es wurden keine Eigenleistungen aktiviert. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 1,6 Mio. Euro um -1,5 Mio. Euro unter Vorjahresniveau, hauptsächlich durch niedrigere Intercompany Erträge durch die Verrechnung von Lagerrisiken und Ladehilfsmittel sowie mangels Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr Aktienoptionen). Der Materialaufwand reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um -33,2 Mio. Euro und sank damit mit -25,2 %, überproportional zum rückläufigen Absatz. Die niedrigeren Aufwände sind hauptsächlich durch den Mengenrückgang sowie gesunkene Einstandspreise über das gesamte Einkaufssortiment zu erklären. Weit überproportional gingen die Kosten für Energie (Gas, Strom) sowie die Anschaffungsnebenkosten (Transporte) zurück. Bei den Fremdleistungen waren neben der Absatzmengenreduktion gegenüber dem Vorjahr zusätzlich geringere Volumen durch Insourcing zu verzeichnen. Der Personalaufwand erhöhte sich zum Vorjahr mit +1,4 Mio. Euro um +6,1% zum Vorjahr. Durch höhere Rückstellungen (Leistungs- und Verhaltensbeurteilung Boni, Inflationsausgleich 2024, Optionen), die Gutschrift von negativen Zeitsalden sowie Entgeltsteigerungen stiegen die Personalkosten. Der positive Effekt aus dem Abbau des direkten Personals entsprechend der Auslastung (Auslauf befristete Verträge, natürliche Fluktuation) sowie die Steigerung der Produktivität wurden durch die Entgeltsteigerungen überkompensiert. Die Abschreibungen ging um -0,6 Mio. Euro zum Vorjahr zurück. Es gab keine wesentlichen Anschaffungen von GWG's. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 7,1 Mio. Euro um -2,1 Mio. Euro unter Vorjahresniveau. Dieser Rückgang resultiert vor allem aus dem Rückgang der Kosten für Fremdpersonal und geringeren Aufwendungen für Ladehilfsmittel (Menge und Preis Euro-Paletten) sowie geringeren Restwertabschreibungen von Sachanlagen. Das Finanzergebnis verschlechtere sich um -1,5 Mio. Euro durch den höheren IC-Zinsaufwand saldiert mit dem geringeren Aufwand für die Abzinsung von Pensionsrückstellungen zum Vorjahr. Das Unternehmensergebnis lag mit 5,9 Mio. Euro unter Vorjahr. Dieses Ergebnis liegt gemäß Transferpreisregelung der Geberit Gruppe dennoch in der definierten Zielbandbreite des Teilkonzerns in Deutschland. b. Vermögens- und Kapitallage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um +20,5 Mio. Euro auf 79,2 Mio. Euro. Auf der Aktivseite resultiert dies hauptsächlich aus der Zunahme des Anlagevermögens um +23,6 Mio. Euro. Die Sachanlagen stiegen um +23,3 Mio. Euro, hauptsächlich durch den Zugang der Anlagen im Bau (+26,4 Mio. Euro), bedingt durch die Werkerweiterung in Gebäude und Maschinen. Dieser Zugang hat die Anlagenabgänge und Wertberichtigungen überkompensiert. Bei den Finanzanlagen stieg die aktivierte Rückdeckungsversicherung für die Absicherung der Pensionsverpflichtungen um +0,4 Mio. Euro. Das Umlaufvermögen reduzierte sich um -3,0 Mio. Euro. Dies ist vor allem durch den Rückgang der Vorräte um -2,1 Mio. Euro durch gezielten Lagerabbau sowie Materialpreissenkungen begründet. Ebenso reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um -0,5 Mio. Euro sowie die sonstigen Vermögensgegenstände um -0,4 Mio. Euro (Forderungen Mitarbeiter, Sicherheit Vertragserfüllung WAD). Auf der Passivseite ist die Erhöhung im Wesentlichen von der Entwicklung der Verbindlichkeiten zu erklären. Die Verbindlichkeiten stiegen um +18,2 Mio. Euro. Grund hierfür waren im Wesentlichen höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Ergebnisabführung, Cash Pool) um +18,0 Mio. Euro sowie eine Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten um +0,3 Mio. Euro. Die Erhöhung der Rückstellungen um +2,4 Mio. Euro resultiert aus den höheren sonstigen Rückstellungen um +1,5 Mio. Euro (offene Optionen, Inflationsausgleichsprämie) sowie mit der Zuführung von Beiträgen für die betriebliche Altersvorsorge (arbeitnehmer- und arbeitgeberfinanziert) um +0,9 Mio. Euro. c. Finanzlage Durch die Einbeziehung in das Cash-Pooling der Geberit Gruppe ist die Finanzierung jederzeit sichergestellt. Die insbesondere aufgrund des Jahresüberschusses erzielten Liquiditätsüberschüsse werden entsprechend abgeführt. Die Gesellschaft ist zu wesentlichen Teilen Innenfinanziert. Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus bereits abgeschlossenen Verträgen für Investitionen zur Werkserweiterung am Produktionsstandort St. Egidien von 14,3 Mio. Euro (Vorjahr: 22,6 Mio. Euro). D. Chancen- und RisikoberichtDie Geberit Gruppe betreibt ein aktives Risikomanagement zum kontinuierlichen Schutz vor sämtlichen Geschäftsrisiken. Das Risikomanagement wird mittels eines strukturierten Prozesses gesteuert, der eine Risiko-Identifikation, Risiko-Analyse, Risiko-Steuerung und ein Risiko-Reporting umfasst. Es wird in regelmäßigen Abständen auf seine Wirksamkeit und Effizienz hin überprüft. Die Verantwortlichkeiten in diesem Prozess liegen beim Revisionsausschuss der Geberit Gruppe, der Konzernleitung, den Betreuern der Risikokategorien und Risikoverantwortlichen für Einzelrisiken. Alle Geberit-Gesellschaften sind Bestandteil dieses Risikomanagements. Mit der Einführung des Transferpreissystems bei Geberit in 2009 haben die operativen Gesellschaften in der Regel konzerninterne Fertigungs- und Vertriebsverträge abgeschlossen. Die Verträge regeln die Übertragung von wesentlichen Betriebsrisiken und garantieren ein bestimmtes Ertragsniveau, sodass wirtschaftlich eine weitgehende Freistellung der operativen Gesellschaften von Risiken erfolgt, anderseits aber auch eine Limitierung der Chancen besteht. Durch ihre Funktion als Produktionsgesellschaft innerhalb der Geberit Gruppe partizipiert die Gesellschaft an allen Chancen und Risiken der Geberit Vertriebsgesellschaften, welche sich auf deren Absatzmengen auswirken. Als verbleibende Risiken sind bei der Geberit Lichtenstein GmbH sowohl strategische als auch operative Risiken zu nennen, welchen jedoch mit entsprechenden Maßnahmen begegnet wird. Strategische Risiken und Chancen Die Geberit agiert als eine der führenden Anbieter von innovativen Sanitärprodukten, insbesondere auf dem europäischen Markt, wodurch wiederum eine hohe Abhängigkeit der europäischen Bauindustrie besteht. Durch eine strenge Kostenüberwachung, in Verbindung mit einer angepassten Wertstrategie in den entsprechenden Märkten kann die Geberit schnell und flexibel auf Rückgänge oder Veränderungen in den Märkten reagieren. Diese Flexibilität kann insbesondere in unsicheren Zeiten als Vorteil gegenüber Wettbewerbern gesehen werden, in Zeiten des Wachstums aber wiederum Chancen eröffnen. Durch das Geschäftsmodell ist die Lichtenstein GmbH sehr materialintensiv. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen wird das Risiko mangelnder Rohstoffverfügbarkeit in der Gruppe sehr ernst genommen. Über eine "Dual-Sourcing"-Strategie werden regelmäßig Risikoanalysen für strategisch wichtige Lieferanten und Materialien durchgeführt. Im Rahmen des CPU-Strategieprozesses werden kritische Lieferanten bewertet und entsprechende Maßnahmen definiert, sodass diesem Risiko in angemessenem Umfang Rechnung getragen wird. Durch die ständigen Risikoanalysen können kritische Materialien frühzeitig identifiziert und alternative Handlungsoptionen bestimmt werden, wodurch Produktionsunterbrechungen bei Materialknappheit vermieden werden können. Lieferbereitschaft, auch über Knappheitsperioden hinweg, schafft Vorteile gegenüber Wettbewerbern und festigt bestehende Kundenbindungen. Grundsätzlich besteht das Risiko, dass neue Technologien die Produkte der Geberit verdrängen. Das Signature-Product der Geberit Lichtenstein ist das Geberit-Installationssystem. Dieses ist zum aktuellen Zeitpunkt zwar noch weitestgehend konkurrenzlos, um diesem bestehenden Risiko dennoch entgegenzutreten wird mit Hilfe von angepassten Marketing- und Vertriebsstrategien der Marktzugang stetig verstärkt. Operative Risiken und Chancen Prinzipiell besteht ein Risiko durch Cyber-Attacken, Sabotageversuche oder Datendiebstahl, welche eine Auswirkung auf die Rentabilität (bspw. durch Angriffe auf die Produktions- und Betriebstechnik) oder auch die Markenpflege haben könnten. Durch die systematische Administration, Wartung und einem regelmäßigen Monitoring von Zugriffen und Systemen, in Verbindung mit Sensibilisierungsschulungen und Sicherheitsprüfungen wird diesem kritischen Risiko Rechnung getragen. Dem Risiko von hoch volatilen Rohstoffpreisen begegnet die Gesellschaft mit einem guten Preis-Monitoring. Durch die Preissetzungsmacht der Gruppe können höhere Einkaufspreise über Verkaufspreisanpassungen an die Kunden weitergegeben werden. Dem Risiko einer Betriebsunterbrechung aufgrund von technischen Problemen wird mit bestehenden Wartungs- und Serviceverträgen für die wesentlichen Einrichtungen entgegengewirkt. Reparaturen in kleineren Umfängen können durch Personal vor Ort mit den vorhandenen Ersatzteilen kurzfristig durchgeführt werden. Darüber hinaus wird die Leistungsfähigkeit der Maschinen monatlich gemessen, um notwenige Ersatzinvestitionen frühzeitig einleiten zu können. Ausschließlich die Abhängigkeit von dem europäischen Markt wird in der Gesamtbewertung als ein hohes Risiko eingeschätzt, welchem jedoch mit einem angepassten Risk-Management so weit begegnet wird, dass sich die Geberit hieraus keine signifikanten Einflüsse auf die Gesellschaft sieht. Schlussfolgernd liegen zurzeit keine Risiken vor, die bestandsgefährdend sind oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben könnten. D. PrognoseberichtFür das Jahr 2024 gehen die Konjunkturprognosen von einer Erholung der privaten und staatlichen Konsumausgaben sowie Exporte aus, was die deutsche Wirtschaft zurück auf einen moderaten Wachstumskurs setzt. Ausschlaggebend hierfür sind die sich weiter abschwächende Inflation, eine Absenkung der Leitzinsen, erwartete Reallohnsteigerungen, eine stabile Beschäftigungslage sowie Wachstumsimpulse aus dem globalen Handel. 12 Das Investitionen in Bauten stehen zu Jahresbeginn 2024 voraussichtlich weiter stark unter Druck, was weitere Rückgänge zur Folge hat. Im zweiten Halbjahr werden erste Aufholeffekte für die Bauinvestitionen erwartet, die jedoch die Verluste zu Jahresbeginn nicht ausreichend kompensieren können. 13 Die Herausforderungen für die Sanitärbranche werden 2024 aufgrund der schwachen Nachfrage insbesondere im Wohnungsbau, den weiterhin hohen Baukosten und Bauzinsen weiter zunehmen. Im Segment "Sanitär vor der Wand" ist von einem erneuten Umsatzrückgang in der Spanne zwischen -5 und -10% auszugehen, während der Installationsbereich voraussichtlich im Bereich von -3% bis -5% etwas weniger stark zurückfällt. Die starken Sondereffekte in der Sanitärbranche aus den Vorjahren durch Teuerungszuschläge und hohe Lagerbestände dürften sich im Verlauf von 2023 weitestgehend bereinigt haben und somit 2024 keinen signifikanten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung darstellen. Das Budget 2024 der Geberit Lichtenstein GmbH geht von einem etwas unter Vorjahr liegenden Mengen von 13,25 Mio. Stückäquivalenten aus. Dies entspricht einen Rückgang bei der Produktion gegenüber dem Vorjahr von -5,4%. Das Produktionssortiment und der Produktmix werden sich nur unwesentlich gegenüber dem Vorjahr verändern. Schwerpunkt wird als Produktionswerk die weitere Steigerung der Produktivität durch Rationalisierungsinvestitionen und die laufende Optimierung von stabileren, standardisierten und vernetzten Prozessen in Produktion und Logistik sein. Dies wird wie im Vorjahr durch flexible bedarfsorientierte Arbeitszeitmodelle, Erhöhung der Anlagenverfügbarkeiten und anforderungsgerechte Mitarbeiter-Schulungen unterstützt. Die o.g. Verbesserungen wurden auch in den Budgetzahlen für das Jahr 2024 eingearbeitet - das Gesamtproduktivitätsziel liegt bei 26,6 Stückzahl-Äquivalenten pro Mitarbeiterstunde was eine Steigerung von +1,4% gegenüber dem Jahr 2023 entspricht. Gleichzeitig liegt das Drittkosten Ziel um -1,8% unter dem Vorjahresniveau. Auch bei den anderen Haupt KPI wie Lieferbereitschaft, Reklamationsquote sowie Warenbeschaffung und Krankenquote erwarten wir eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Die Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen werden durch die im Vorjahr begonnene Werkerweiterung über dem Vorjahresniveau liegen. Die Baumaßnahmen sind im Zeitplan und werden in 2024 fertiggestellt werden. Der Standort wird um ca. 10.000 m 2 Produktionsfläche erweitert sowie ein neues Verwaltungs- und Sozialgebäude erstellt. Dies ist die Grundlage für eine geplante Kapazitätserweiterung für die Rahmenproduktion innerhalb unserer Werkstrategie. Die Vergabe für die Maschinen und Anlagen sind planmäßig in 2023 erfolgt. Produktionsstart der neuen Anlagen wird im Januar 2025 sein. Beim Materialaufwand gehen wir von stabilen Preisen beim Blech-Rohmaterial aus. Auf der Kostenseite wird mit Entgeltsteigerungen und sonstigen Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Das Ergebnis wird sich durch das Transferpreissystem relativ auf Vorjahresniveau bewegen. Wir erwarten einen leichten Rückgang des Umsatzes sowie der Drittkosten. Die Geberit Lichtenstein GmbH wird die Kostensituation der Mengenentwicklung anpassen und die Produktivität wiederum leicht verbessern. Die operativen und strategischen Planungen im Zuge unserer Werkstrategie Impuls 2025 werden unverändert weiterverfolgt.
Lichtenstein/Sa., den 28. Februar 2024 Thomas Schweikart, Geschäftsführer Robert Lernbecher, Geschäftsführer
1 OECD Economic-Outlook Volume 2023 Issue 2
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine AngabenDie Geberit Lichtenstein GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gesellschaft wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Chemnitz unter der Nummer HRB 6060 geführt. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in T€ angegeben. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Der Jahresabschluss der Geberit Lichtenstein GmbH wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der Geberit AG, Jona/Schweiz, einbezogen. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und AusweismethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben, soweit nachfolgend nicht gesondert erläutert, gegenüber dem Vorjahr unverändert. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung von Zugängen im Berichtsjahr erfolgt für sämtliche Anlagegüter nach der linearen Methode. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Sonstigen Ausleihungen beinhalten Rückdeckungsversicherungsansprüche für Pensionsverpflichtungen. Sie werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Herstellungskosten der selbst erstellen unfertigen und fertigen Erzeugnisse umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen werden - falls erforderlich - vorgenommen. Die flüssigen Mittel beinhalten Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten und sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum vorgezogenen Inventurstichtag veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der zum Bilanzstichtag 2023 verwendete Rechnungszins ist nicht identisch mit dem Rechnungszins zum vorgezogenen Inventurstichtag; vielmehr wurde dieser zur Vermeidung wesentlicher Abweichungen auf den Bilanzstichtag prognostiziert. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen aus Direktzusagen aus Arbeitgeberbeiträgen wurde ein Rechnungszinsfuß von 1,83 %, eine Bezügedynamik von 2,75 % und ein Rententrend von 2,25 % unterstellt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen aus Direktzusagen aus Entgeltumwandlung wurde ein Rechnungszinsfuß von 1,83 %, keine Bezügedynamik und kein Rententrend unterstellt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S.1 HGB zum 31.12.2023 (7-jähriger Zins 1,76 %) beträgt 76 T€ und ist ausschüttungsgesperrt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die enthaltenen Rentenverpflichtungen sind zum Barwert angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Fremdwährungsaktionen werden zum konzerninternen Wechselkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Fremdwährungspositionen zu konzerneinheitlichen Jahresendkursen bewertet und Kursdifferenzen erfolgswirksam erfasst. Latente Steuern Latente Steuern sind aufgrund des geschlossenen Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrages mit der Geberit Verwaltungs GmbH bei der Organträgerin zu erfassen. III. Erläuterungen zu BilanzpostenAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 6.493 (Vorjahr: T€ 7.316) und aus Umsatzsteuererstattung in Höhe von T€ 1.664 (Vorjahr: T€ 1.336). Es bestehen Forderungen gegen die Alleingesellschafterin, die Geberit Produktions GmbH, Pfullendorf. Diese resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 5.597 (Vorjahr: T€ 5.723). Die Restlaufzeiten der Forderungen liegen - wie im Vorjahr - unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr keine Posten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Hauptbestandteil sind die Forderung an Mitarbeiter aus negativen Gleitzeitsalden von T€ 238 (Vorjahr: T€ 335), die Forderungen aus Vorsteuer, abziehbar im Folgemonat in Höhe von T€ 24 (Vorjahr: T€ 4) und Forderungen aus der Bürgschaft für einen Erschließungsvertrag an die Westsächsische Abwasserentsorgungs- und Dienstleistungs GmbH Remse in Höhe von T€ 21 (Vorjahr T€ 345). Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Im Jahr 2023 sind Ausgaben in Höhe von T€ 73 (Vorjahr T€ 73) Baukostenzuschuss für die Erhöhung der Netzanschlusskapazität des Mittelspannungsnetzes an den Energieversorger Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbh Chemnitz angefallen. Eigenkapital
Sonderposten mit Rücklageanteil Die Gesellschaft führt in Anwendung der Übergangsvorschriften des BilMoG die in der Bilanz enthaltenen Werte des Sonderpostens mit Rücklageanteil, unter Anwendung der für sie geltenden Vorschriften in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung des HGB, fort. Der nach § 4 Fördergebietsgesetz gebildete Sonderposten hat sich wie folgt entwickelt:
Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von T€ 3 werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für LVB-Sonderzahlung und Inflationsausgleichszahlung T€ 1.080 (Vorjahr T€ 325), offene Aktienoptionen T€ 649 (Vorjahr T€ 88), Arbeitnehmerjubiläen T€ 311(Vorjahr T€ 280) , Urlaubs- und Zeitguthaben T€ 221 (Vorjahr T€ 170), Sozialverbindlichkeiten T€ 140 (Vorjahr T€ 88) sowie Managementbonus T€ 111 (Vorjahr T€ 94). Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitsspiegel:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Produktlinien wie folgt auf:
Sämtliche Umsatzerlöse werden mit der Herstellung und dem Vertrieb von Metallwaren, Kunststoffprodukten, Armaturen, Apparaten und technischen Artikeln hauptsächlich der Sanitärbranche erzielt. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:
Sonstige betriebliche Erträge Diese Position enthält im Wesentlichen verrechnete Kosten für Ladehilfsmittel, Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen, sonstige aperiodische Erträge sowie Erträge aus der Weiterbelastung des Lagerrisikos. Es sind periodenfremde Erträge von T€ 50 (Vorjahr: T€ 584) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 29 (Vorjahr: T€ 79) enthalten. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung Diese Position enthält in Höhe von T€ 1.271 (Vorjahr: T€ 1.119) Aufwendungen für Altersversorgung. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Position enthält im Wesentlichen Instandhaltungskosten, Verwaltungskosten, Aufwendungen für Informatikdienstleistungen, an verbundene Unternehmen weiterbelastete Lademittelkosten, Versicherungsaufwendungen sowie Mietaufwendungen. Es sind periodenfremde Aufwendungen von T€ 324 (Vorjahr: T€ 481) enthalten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von T€ 89 (Vorjahr: T€ 122) enthalten. Finanzergebnis Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten solche an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 2.068 (Vorjahr T€ 407). Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind in Höhe von T€ 117 (Vorjahr: T€ 254) enthalten. V. NachtragsberichtNach dem Schluss des Geschäftsjahrs liegen keine Sachverhalte von besonderer Bedeutung vor. VI. Sonstige AngabenArbeitnehmer Es waren durchschnittlich beschäftigt:
Mitarbeiterbeteiligungsprogramme Die Beteiligung von Mitarbeitern erfolgt im Rahmen des Geberit Participation Program ( GPP). Das GPP ist in die folgenden vier Unterprogramme unterteilt:
Angaben zur Geschäftsführung Als Geschäftsführer waren bei der Geberit Lichtenstein GmbH, Lichtenstein/Sa., im Geschäftsjahr die folgenden Herren bestellt:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung ist gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben, da nur zwei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Beziehungen und Geschäfte zu nahestehenden Personen Im Geschäftsjahr 2023 haben weder Organmitglieder noch deren nahe Familienangehörigen Geschäftsbeziehungen zur Geberit Lichtenstein GmbH unterhalten. Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft kann Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in folgenden Bereichen unterhalten:
Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der Geberit AG, Jona Schweiz, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen für T€ 1.111. Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus bereits abgeschlossenen Verträgen für Investitionen in das Anlagevermögen von T€ 14.260 Vorjahr: T€ 22.647). Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
Konzernabschluss Oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Geberit AG, Jona/Schweiz. Diese erstellt einen Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird (größter und kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist am Sitz des obersten Mutterunternehmens erhältlich und abrufbar unter www.geberit.com. Unterschiede zwischen den internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen und den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ergeben sich im Wesentlichen aus der Bilanzierung und Bewertung des Anlagevermögens, der Pensionsrückstellungen, der sonstigen Rückstellungen sowie der latenten Ertragssteuern. Auswirkungen des Mindeststeuergesetzes Der übergeordnete Geberit-Konzern fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MInStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex und beinhaltet eine Vielzahl von spezifischen Anpassungen. Auf die Geberit Lichtenstein GmbH wird zukünftig grundsätzlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfallen, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne der § 3 MinStG ist. Allerdings ist sie der Gruppenträgerin, die künftig entstehende Steuermehrbelastungen für alle in Deutschland belegenen Geschäftseinheiten zu tragen hat, zum Ausgleich für etwaige durch die Geberit Lichtenstein GmbH verursachte nationale Ergänzungssteuerbeträge verpflichtet. Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 für die Geberit Lichtenstein GmbH noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar. Gewinnverwendung Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Geberit Verwaltungs GmbH, Pfullendorf, abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen ist erfasst.
Lichtenstein/Sa., den 28. Februar 2024 Thomas Schweikart, Geschäftsführer Robert Lernbecher, Geschäftsführer Anlagenspiegel
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Geberit Lichtenstein GmbH, Lichtenstein/Sa. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Geberit Lichtenstein GmbH, Lichtenstein/Sa., - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Geberit Lichtenstein GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 29. Februar 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer ppa. Marcus Engelmann, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 12.03.2024 festgestellt. |
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