Master Data

Registry
Register court Aachen HRB 18109
Registered
3/15/2013
Industry
Manufacture of locomotives and other rail vehiclesRental and leasing of railroad vehiclesRepair and maintenance of railway locomotives and rolling stock / railway vehicles
Purpose
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und Fertigung von Bahn- und Fahrzeugtechnik, insbesondere Bau, Ausbau, Reparatur, Wartung, Instandhaltung und Modernisierung von Schienenfahrzeugen und Schienenfahrzeugkomponenten, sowie die Erbringung von Dienstleistungen aller Art für Schienenfahrzeughersteller und Betreiber von Schienenfahrzeugen. Darüber hinaus ist das Unternehmen im Bereich des allgemeinen und industriellen Anlagen- und Maschinenbaus tätig unter Einschluss von Dienstleistungen aller Art für Industrieunternehmen, einschließlich der Erbringung von Logistikdienstleistungen. Gegenstand des Unternehmens ist ferner die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern sowie die Personalvermittlung.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Jens Reuters
since 7/23/2025
Managing Director
Kevin Klasen
since 7/15/2024
Managing Director
Paul Krott
since 10/4/2022
Procura
Dirk Reuters
since 3/15/2013
Managing Director

Beneficial Owners

Beneficial owner data is only accessible to registered users.

Shareholders

3 shareholders

GmbH structure

2 of 3 shown

Germany
€850,000
85.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Talbot Services GmbH

Aachen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2020 bis zum 30.06.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021

Talbot Services GmbH, Aachen

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und Fertigung von Bahn- und Fahrzeugtechnik, insbesondere Bau, Ausbau, Reparatur, Wartung, Instandhaltung und Modernisierung von Schienenfahrzeugen und Schienenfahrzeugkomponenten, sowie die Erbringung von Dienstleistungen aller Art für Schienenfahrzeughersteller und Betreiber von Schienenfahrzeugen. Seit dem letzten Geschäftsjahr ist die Talbot Services auch im Bereich der langfristigen Full Service Verträge für Schienenfahrzeuge aktiv. Darüber hinaus ist das Unternehmen im Bereich des allgemeinen und industriellen Anlagen- und Maschinenbaus, unter Einschluss von Dienstleistungen aller Art für Industrieunternehmen, einschließlich der Erbringung von Logistikdienstleistungen, tätig.

Neben dem oben erwähnten Hauptfokus gehört auch weiterhin die Montage von Elektroautos seit einigen Jahren zum angebotenen Leistungsspektrum.

1.2 Sitz des Unternehmens

Der Sitz des Unternehmens befindet sich in 52070 Aachen, Jülicher Straße 213 - 237.

Es existieren keine Niederlassungen.

1.3 Leitung und Kontrolle

Die Gesellschaft wird durch mindestens zwei Geschäftsführer gemeinsam oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Die Geschäftsführer führen die Geschäfte nach Maßgabe des Gesetzes, der Satzung, der Geschäftsordnung für die Geschäftsführung sowie den Beschlüssen der Gesellschafterversammlung.

Zum 30. Juni 2021 gehörten der Geschäftsführung die folgenden drei Mitglieder an:

Dirk Reuters Vorsitzender der Geschäftsführung

Martina Fliegner

Manfred Bauens

Die Gesellschaft hat einen Beirat, der aus sechs Mitgliedern besteht. Der Beirat überwacht und berät die Geschäftsführung.

Die Geschäftsordnung der Geschäftsführung sieht unter anderem vor, dass die Geschäftsführung bestimmte Geschäfte nicht ohne Zustimmung des Beirats vornehmen darf.

Im Geschäftsjahr 2020/21 gehörten dem Beirat folgende Mitglieder an:

Alfonso Pallavicini Vorsitzender des Beirates

Bernhard Kugel Stellvertretender Vorsitzender des Beirates

Andrea Farina (bis 19.9.2020)

Philippe Theisen (ab 20.9.2020)

Peter Boymans

Yves Noel

Dirk Daniel

2. Geschäftsverlauf

2.1 Gesamtwirtschaft

Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft ist weiterhin durch die Auswirkungen der Corona Pandemie geprägt. Allerdings sind die Entwicklungen in den verschiedenen Branchen sehr unterschiedlich. So erholt sich die Industrie aufgrund der steigenden Nachfrage deutlich, was mittlerweile auch zu Versorgungsengpässen mit Material in einzelnen Wirtschaftszweigen führt. Der Bereich der Dienstleistungen steht weiterhin vor großen Herausforderungen, wird sich aber langfristig erholen.

Für das Jahr 2021 rechnet der Sachverständigenrat in Deutschland mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 3,1%. Im kommenden Jahr wird durch die in den letzten Jahren aufgestaute Nachfrage mit einem Anstieg des BIP um 4,0 % gerechnet.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im 2. Quartal 2021 gegenüber dem 1. Quartal 2021 um 1,6 %. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg das BIP preisbereinigt um 9,8 %. Nachdem die Corona-Krise zum Jahresbeginn 2021 zu einem erneuten Rückgang der Wirtschaftsleistung geführt hatte, erholte sich die deutsche Wirtschaft im 2. Quartal wieder. Gegenüber dem 4. Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Corona-Krise, war die Wirtschaftsleistung noch um 3,3 % geringer.

Weiterhin wird aber der Einfluss der Gesamtwirtschaft auf die Talbot Services als gering eingestuft, da Bahnprojekte eine Vorlaufzeit von mehreren Jahren haben und die Notwendigkeit von Sanierungen und / oder Unfallreparaturen unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Lage besteht.

2.2 Branchensituation Schienenfahrzeugbau & Elektromobilität

(Quellen: Jahresbilanz des Verbandes der Bahnindustrie e.V. 2020; Statista)

Aufgrund der dynamischen Entwicklung ist die Flexibilität sowie die Entwicklung von neuen Techniken ein Schlüsselfaktor der Unternehmensentwicklung. Gerade auch die Diskussionen in Bezug auf den Klimaschutz stützen die Entwicklungen von alternativen Antriebstechniken. Die Klimaziele im Verkehrssektor sind nur mit der klimaschonenden Schiene und dem Einsatz von neuen Antriebstechniken zu erreichen.

Die Unternehmen der Bahnindustrie, die im VDB (Verband der Bahnindustrie) organisiert sind, erreichten in Deutschland im Jahr 2020 mit einem Umsatz von Mrd. € 12,5 einen Höchstwert. Im letzten Jahr lag der Umsatz bei Mrd. € 11,7. Das Plus von 6,8 % reflektiert die hohen Auftragseingänge der letzten beiden Jahre. Das Inlandgeschäft steigt um 5,3 %. Hier steigt auch der Auftragseingang um mehr als 23,0 %. Dem gegenüber steht ein starker Einbruch der Auftragseingänge aus dem Ausland (-37,5 %), von dem aber nicht jedes Mitgliedsunternehmen de VDB in gleichem Maße betroffen ist.

Der Wert der Auftragseingänge erreichte im Jahr 2020 ein Volumen von Mrd. € 14,0 und lag damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres (Mrd. € 14,1; -0,7 %).

Die Beschäftigtenzahl der Bahnindustrie lag im Jahr 2020 bei 53.300 Beschäftigten, was einen leichten Rückgang von 400 Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr bedeutet (53.700 Beschäftigte)

Um im Sinne des Klimaschutzes eine nachhaltigere Mobilität zu fördern, beschloss die Bundesregierung unter anderem deutlich mehr Investitionen in den Schienenverkehr. 2020 sollten gemäß der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung mit der Regierung Mrd. € 7,9 in die Schieneninfrastruktur Deutschlands investiert werden.

Die Anzahl der beförderten Passagiere im Personenverkehr betrug im Jahr 2020 ca. 1,8 Mrd. Personen. Dies waren deutlich weniger Passagiere als in den davor liegenden Jahren, was im Wesentlichen durch die Corona-Pandemie zu erklären ist. Damit beträgt der Anteil des Bahnverkehrs an der Personenbeförderung in Deutschland 6,1 %.

Klimaschutz, knappe fossile Brennstoffe und ein erhöhter Mobilitätsbedarf erfordern ein Umdenken bei den Antriebsformen der Fahrzeuge. Die Entwicklung in der Batterietechnologie hat die Elektromobilität zu einer echten alternativen Antriebsform werden lassen. Der Anteil der Elektroautos am PKW-Bestand in Deutschland stieg in den letzten Jahren kontinuierlich und lag 2021 bei ca. 1,2 %. Bei den Neuzulassungen betrug der Anteil der Elektroautos sogar knapp 7,0 %.

2.3 Geschäftsverlauf der Talbot Services GmbH

Im Geschäftsjahr 2020/21 verzeichnete die Gesellschaft einen Auftragseingang in Höhe von Mio. € 63,8.

Wesentliche Auftragseingänge resultierten aus dem Zuschlag für die Hauptuntersuchung der Keolis Flotte sowie von größeren Aufträgen der Deutschen Bahn. Durch die positive Stellung der Talbot Services konnten auch weitere Projekte angeboten und auch gewonnen werden, die die Kapazitätsauslastung der Talbot Services für die nächsten Jahre sicherstellen.

Im existierenden Auftragsbestand ist weiterhin der Full Service Vertrag für die gesamte Flix Flotte enthalten. Die dazu notwendige Zertifizierung als ECM (Entity in Charge of Maintenance) I-IV wurde der Talbot Services im Jahr 2021 erfolgreich bestätigt. Im Rahmen des Full Service Vertrages werden die Fahrzeuge präventiv und korrektiv gewartet. Der Service Vertrag umfasst ebenfalls die Reparaturen, die durch Unfälle und Drittschäden entstehen.

Das im Geschäftsjahr 2020 begonnene Projekt des Umbaus von alten U-Bahnen für den Staat Nuevo Leon, Monterrey / Mexiko hat sich im laufenden Geschäftsjahr verzögert, was im Wesentlichen auf Lieferverzögerungen, die teilweise durch die Corona Pandemie verursacht wurden, zurückzuführen war.

Im Bereich der Montageleistungen für Streetscooter hat sich das Geschäft auf einen konstanten Level eingependelt. Nach der Entscheidung der Deutschen Post AG im Jahre 2020, keine Neufahrzeuge mehr in Aachen zu bauen, umfasst das Geschäft der Talbot Services nur noch die Unterstützung in der Batterielinie von Streetscooter sowie in Teilbereichen des Services. Die deutliche Reduzierung des Geschäftes mit der Firma Streetscooter konnte nahezu vollständig durch die positive Entwicklung im Bereich der Schiene aufgefangen werden.

Insgesamt war der Geschäftsverlauf der Talbot Services durch Verschiebungen bei den beiden Großprojekten, die zeitweise Einstellung des Fahrgastbetriebes der Flixtrain-Flotte und die personellen Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. Das Ergebnis lag daher zwar unter dem Vorjahresergebnis, wird aber in den nächsten Jahren die positiven Effekte aus den Verschiebungen enthalten.

Einfluss von Corona auf den Geschäftsverlauf der Talbot Services GmbH

Die Corona Pandemie barg auch auf die Talbot Services im abgelaufenen Geschäftsjahr eine große Herausforderung. Durch die Pandemie konnten nicht alle Fahrzeuge der Flixtrain-Flotte wie geplant ausgelastet werden und es gab für einige Zeit sogar einen Stillstand der Flotte. Dies hatte einen negativen Einfluss auf die Entwicklung des Full Service Geschäftes, welches auf den gefahrenen Kilometern der Flotte basiert. Durch frühzeitige Planung des Stillstandes konnten die Auswirkungen für die Talbot Services in einem überschaubaren Rahmen gehalten werden. Im Mai 2021 hat die Flixtrain-Flotte ihren Fahrbetrieb wieder aufnehmen können. Die Auslastung der Züge war in den ersten Monaten nach der Aufnahme des Fahrbetriebs ausgesprochen hoch.

Darüber hinaus gab es auch durch quarantänebedingte Ausfälle der personellen Ressourcen eine zusätzliche Herausforderung im Bereich der Personalbeschaffung und Personalplanung. Trotz dieser Herausforderungen gab es bei Talbot Services keine Kurzarbeit. Die Auftragslage bei der Talbot Services ist weiterhin ausgesprochen gut und liegt deutlich über den Vorjahren.

Negative Auswirkungen durch die Corona Pandemie hatten neben den Kosten für die Einhaltung des Hygienekonzepts auch die zusätzlichen Anforderungen durch die Corona-Arbeitsschutzverordnung (Nachverfolgung, Impfung, 3G-Regeln, Quarantäne).

Wir sind uns der weiterhin vorhandenen Gefahr durch die Corona Pandemie bewusst und versuchen deshalb, durch umfangreiche Maßnahmen wie z.B. die Bereitstellung von Impfmöglichkeiten sowie die Sensibilisierung der Mitarbeiter einen lokalen Ausbruch und die weitere Verbreitung des Corona Virus zu vermeiden.

Darstellung der Lage der Gesellschaft

2.4 Vermögenslage

Die Vermögenslage der Talbot Services GmbH stellt sich wie folgt dar:

Talbot Services GmbH, Aachen

Bilanz

Aktiva

30.6.2021
TEUR
30.6.2020
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20 15
II. Sachanlagevermögen 6.565 5.743
III. Finanzanlagen 2.721 2.678
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 96.283 43.824
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.132 5.346
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 106 4.875
C. Rechnungsabgrenzungsposten 544 494
Summe Aktiva 111.371 62.976

Passiva

30.6.2021
TEUR
30.6.2020
TEUR
A. Eigenkapital 7.478 6.429
B. Rückstellungen 14.984 9.824
C. Verbindlichkeiten 88.909 46.724
Summe Passiva 111.371 62.976

Das Anlagevermögen beläuft sich per 30.6.2021 in Summe auf T€ 9.306 und liegt somit um T€ 870 über dem Vorjahreswert. Die Zunahme im Sachanlagevermögen entstand aufgrund von Investitionen in die Infrastrukturstruktur (hier ist vor allem die Investition in die Leichtbauhalle zu nennen) sowie aufgrund der gestiegenen Anforderungen aus den Projekten in den Maschinenpark.

Die Entwicklung des Umlaufvermögens war signifikant durch die gestiegenen Vorräte geprägt. Hier sind die beiden aktuellen Großprojekte der ausschlaggebende Grund. Bei dem Projekt Mexiko startete die finale Auslieferung an den Kunden im Juni 2021. Bei dem Projekt Flixtrain wird die Auslieferung im Geschäftsjahr 2021/22 beendet sein. Da die Talbot Services bei den beiden Großprojekten (anders als bei früheren Projekten) im Rahmen der Gesamtverantwortung selbst für die Materialbeschaffung zuständig ist, hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020/21 weiterhin einen signifikanten Posten in Höhe von T€ 7.595 bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie geleisteten Anzahlungen für diese in Höhe von T€ 7.551 bilanziert. Ein Großteil der Anzahlungen entfällt auf Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Projekt Mexiko.

Es ist zu beachten, dass bei dem Projekt Flixtrain bereits ein Großteil der Fahrzeuge ausgeliefert und bezahlt wurde. Durch die angewandten Rechnungslegungsvorschriften ist eine Umsatzrealisierung dieses Auftrages erst am Ende des Projektes (welches für Mai 2022 geplant ist) möglich. Aufgrund der verspäteten Auslieferung an den Kunden sind die unfertigen Erzeugnisse für das Projekt Mexiko ebenfalls recht hoch, was insgesamt zu einem Bestand der unfertigen Erzeugnisse in Höhe von T€ 81.137 führt.

Der Bestand der liquiden Mittel der Talbot Services ist durch die Verschiebungen in den Großprojekten beeinflusst. Um die weiterhin notwendige Flexibilität zu erhalten, hat die Gesellschaft im abgeschlossenen Geschäftsjahr eine zusätzliche kurzfristige Finanzierung über die Sparkasse Aachen durchgeführt.

Durch die vorgenannten Punkte erhöhte sich die Bilanzsumme entsprechend von T€ 62.976 auf T€ 111.371.

Die Eigenkapitalquote sank von 10,2 % im Vorjahr auf 6,7 % im abgelaufenen Geschäftsjahr. Dies ist im Wesentlichen auf die hohen unfertigen Erzeugnisse der Projekte Flixtrain und Mexiko zurückzuführen.

Die Rückstellungen lagen bei T€ 14.984 und waren damit um T€ 5.160 höher als im vorigen Geschäftsjahr. Dies ist im Wesentlichen durch die Restkostenrückstellung im Projekt Mexiko verursacht. Zusätzlich sind auch die Steuerrückstellungen sowie die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gestiegen.

Die Verbindlichkeiten stiegen von T€ 46.724 auf T€ 88.909, was im Wesentlichen durch die erhaltenen Anzahlungen für diverse Projekte bedingt war.

2.5 Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung 2020/2021
TEUR
2019/2020
TEUR
Gesamtleistung 78.653 48.413
Sonstige betriebliche Erträge 687 473
Materialaufwand -41.671 -14.452
Personalaufwand -26.057 -23.207
Abschreibungen -643 -496
Sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige Steuern -8.952 -7.666
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2.016 3.064
Finanzergebnis -363 -320
Steuern vom Einkommen und Ertrag -604 -1.038
Jahresüberschuss 1.049 1.705

Die Talbot Services realisierte im Geschäftsjahr 2020/21 eine Gesamtleistung in Höhe von T€ 78.653, die somit um T€ 30.240 höher als im Vorjahr ausfiel. Ursache hierfür waren die hohen Leistungen für das Umbauprojekt der Reisezugwagenflotte von Flixtrain, sowie das Projekt "Umbau U-Bahnen" für den Staat Nuevo Leon, Monterrey / Mexiko. Die im Anhang dargestellte Aufteilung der Umsatzerlöse zeigt deutlich den Rückgang des Bereiches KFZ und die weiterhin steigende Bedeutung des Bereiches Schiene.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Geschäftsjahr um T€ 214 In dieser Position ist im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Einmaleffekt aus dem Verkauf von zwei Lokomotiven in Höhe von T€ 162 sowie eine Versicherungsentschädigung in Höhe von T€ 69 enthalten.

Der Materialaufwand war mit T€ 41.671 um T€ 27.219 höher als letztes Geschäftsjahr. Die weiterhin überproportional gestiegene Materialaufwandsquote von 53,0 % im Vergleich zu 29,8 % im Vorjahr ist auf die von Talbot Services übernommene eigenständige Beschaffung des Materials für die beiden großen Projekte zurückzuführen, die sich in diesem Geschäftsjahr vollständig in der Materialaufwandsquote niederschlägt. Die Entwicklung hat bereits in den Vorjahren begonnen. In den Vorjahren wurde das Material für die Projekte in der Regel durch die Kunden beigestellt.

Die Personalkosten waren neben den im Tarifvertrag bereits festgelegten Tariferhöhungen auch durch die Entwicklung bei den Rückstellungen (Anstieg der Pensionsverpflichtungen, Urlaubs- und Zeitkontenrückstellungen) geprägt. Aufgrund der Situation im Rahmen der Corona Pandemie sowie auch der hohen Kapazitätsauslastung wurde im Vergleich zum Vorjahr bis zum Geschäftsjahresende sehr wenig Urlaub in Anspruch genommen. Der Personalaufwand lag dementsprechend mit T€ 26.057 um T€ 2.850 über dem Vorjahr. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 429 Mitarbeiter (ohne Auszubildende, Geschäftsführer und Leiharbeiter (Vorjahr: 384)

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen Steuern sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.286 auf insgesamt T€ 8.952 gestiegen. Hier sind als Gründe die höheren Aufwendungen für Überführungen/Fracht, Entsorgung, Mieten und Energie zu nennen. Höhere Mietzahlungen sind durch gemietete Lokomotiven verursacht.

Vor allem durch die Verschiebung von Umsätzen der beiden großen Projekte in das folgende Geschäftsjahr liegt das EBIT mit T€ 2.016 unter dem Vorjahres-EBIT (T€ 3.064). Der Jahresüberschuss liegt mit T€ 1.049 um T€ 656 unter dem Vorjahr.

2.6 Finanzlage

Kapitalflussrechnung 2020/2021
TEUR
2019/2020
TEUR
Jahresüberschuss 1.049 1.705
+ Abschreibungen 643 496
+ Zunahme Pensionsrückstellungen 464 294
-/+ Gewinn/ Verlust aus Anlagenabgängen -36 -1
= Cash Flow 2.120 2.494
+ / - Veränderung des Nettoumlaufvermögens -9.881 -6.212
= Mittelzu-/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -7.761 -3.718
+/- Mittelzu-/-abfluss aus Investitionstätigkeit -1.477 -1.095
+/- Mittelzu-/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit 4.469 -2.044
= Veränderung Zahlungsmittel -4.770 -6.857
+ Stand der Zahlungsmittel am Periodenanfang 4.875 11.732
= Stand der Zahlungsmittel am Periodenende 106 4.875

Der Bestand der Zahlungsmittel umfasst die Guthaben bei Kreditinstituten. Es bestanden zudem Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 4.628. Das Unternehmen hat eine auf die Geschäftsentwicklung angepasste Finanzierung über die Hausbank sichergestellt und war während des gesamten Jahres in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die eingeräumten Kreditlinien in Höhe von T€ 5.000 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr teilweise in Anspruch genommen.

2.7 Investitionen

Das Investitionsvolumen lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei T€ 1.695. Hauptbestandteil waren weiterhin Investitionen in die Infrastruktur des Werkes und hier vor allem in Lagerflächen, die Fahrwege und die Energieversorgung. Darüber hinaus wurden Investitionen im Bereich der technischen Anlagen getätigt, die teilweise auch durch die großen Projekte und die Neuausrichtung auf langlaufende Serviceverträge bedingt sind.

2.8 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Talbot Services GmbH blickt mit dem Geschäftsjahr 2020/2021 trotz der weiterhin akuten Herausforderung durch die Corona Pandemie auf ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Wesentliche finanzielle Leistungskennzahlen der Talbot Services GmbH sind Gesamtleistung und EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern). Gegenüber der Erwartung im vorletzten Geschäftsjahr konnte diese leider aufgrund von Verschiebungen und dem weiteren Einfluss der Corona Pandemie nicht erreicht werden.

Die Gesamtleistung lag mit T€ 78.653 um rd. 60% sehr deutlich über dem Vorjahreswert. Somit konnte die letztjährige erwartete starke Steigerung der Gesamtleistung im abgelaufenen Geschäftsjahr realisiert werden.

Das EBIT lag mit T€ 2.016 deutlich unter dem Vorjahresniveau (T€ 3.064) und konnte den Erwartungen der Gesellschaft aus dem letzten Jahr auf eine starke Steigerung nicht gerecht werden. Grund hierfür war die Verschiebung der Umsatzrealisierung der Projekte FlixTrain und Mexiko ins nächste Geschäftsjahr.

Das Ergebnis im abgeschlossenen Geschäftsjahr ist unter Berücksichtigung der aktuellen Wirtschaftslage, die durch die Corona Pandemie ausgesprochen angespannt ist, eine insgesamt trotzdem erfreuliche Entwicklung, auch wenn die ersten Planungserwartungen nicht erreicht werden konnten.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, die zu Steuerungszwecken verwendet werden nutzt die Gesellschaft in Form von Stundenauswertungen, Energie- und Umweltkennzahlen sowie Personalkennzahlen (z.B. Arbeitsunfälle und Krankenstatistiken).

Aufgrund des erzielten EBIT in einem außergewöhnlich schwierigen Marktumfeld zeigt sich die Geschäftsführung mit dem erzielten Ergebnis im Berichtszeitraum sehr zufrieden.

3. Prognose, Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikomanagement

Regelmäßige Analysen, permanentes Auftrags- und Gemeinkosten-Controlling sowie regelmäßige Berichterstattung und Austausch mit Gesellschaftern und Beirat sind die wesentlichen Eckpfeiler des Risikomanagements.

Unter anderem zur Früherkennung von Risiken wird ein regelmäßiges Projektreview durchgeführt, in welches die jeweiligen Projektleiter die kommerziellen und technischen Risiken ausgewählter Projekte dem Management vorstellen. Dadurch ist sichergestellt, dass Informationen schnell eskaliert werden und zeitnah Entscheidungen getroffen werden können, um Risiken zu eliminieren oder reduzieren zu können.

Auch die Zertifizierungen nach DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagement), sowie DIN EN ISO 14001 (Umwelt) und DIN EN ISO 50001 (Energie) sichern den hohen Sicherheitsstandard der Talbot Services GmbH ab.

Weiterhin verfügt die Gesellschaft über aktuelle Zertifikate für die Bereiche Schweißen und Kleben sowie als ECM (Entity in Charge of Maintenance).

Durch die enge Anbindung, insbesondere durch die zeitnahe Berichterstattung, ist die Talbot Services GmbH in das übergreifende Risikomanagement des QUIP-Konzerns einbezogen.

Grundsätzlich werden Risiken nur eingegangen, wenn ein angemessener Mehrwert für das Unternehmen geschaffen werden kann und das Unternehmensziel nicht maßgeblich gefährdet wird. Dieses von der Geschäftsführung vorgelebte Handeln ist maßgeblich für alle am Risikomanagement-Prozess beteiligten Personen.

3.2 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

3.2.1 Auftragsrisiken

Die Art des Geschäftes bedingt eine große Flexibilität bei den Mitarbeitern und auch der Infrastruktur. Termingeschäfte, wie zum Beispiel Fristarbeiten an Loks und Zügen aber auch der zeitliche Zusammenfall von Unfallreparaturen bergen die Gefahr, nicht allen Kunden termingenau und dennoch qualitativ hochwertig gerecht zu werden. Hieraus können Vertragsstrafen / Pönalen drohen.

Neuausschreibungen von Zügen werden vermehrt mit langjährigen Wartungsverträgen verbunden. Wurde die Wartung in der Vergangenheit fast immer von den Betreibern selber durchgeführt, wird diese Leistung neuerdings vermehrt von den Herstellern oder deren Sublieferanten abgefordert. Aufgrund der langjährigen Laufzeit (oft mehrere Jahrzehnte) und fehlender Erfahrungswerte fällt die Kalkulation sehr schwer und birgt somit ein hohes Risikopotential in Bezug auf zukünftig anfallende Kosten. Auf der anderen Seite ist die Talbot Services sehr gut aufgestellt, um diese Entwicklung positiv zu begleiten und die sich ergebenden Chancen zu nutzen. Durch diese Entwicklung wird der Service Bereich für viele Unternehmen noch interessanter, da langfristig die Auslastung gesichert werden kann. Somit versuchen viele etablierte Firmen, aber auch neue Unternehmen, sich auf dem Markt zu positionieren, was den Konkurrenzdruck weiterhin verstärkt.

Die Talbot Services konnte durch die ECM-Zertifizierung einen Meilenstein in diesem Markt erreichen. Durch den ersten gewonnenen langjährigen Service Vertrag können in den nächsten Monaten die Risiken dieser Verträge sehr viel besser abgeschätzt und kalkuliert werden. Dies ermöglicht eine genauere Kalkulation und somit kundenbezogene optimale Angebote zu erstellen.

Ein zunehmendes Risiko sehen wir in der Problematik der Projektvorfinanzierung. Im langlaufenden Projektgeschäft ist die Absicherung durch Kundenanzahlungen üblich. Aufgrund der mittlerweile durch die Kreditinstitute weitergeleiteten Strafzinsen / Verwahrentgelte erhöhen sich die Kosten der Projekte nicht unerheblich. Darüber hinaus sind einige Unternehmen nicht mehr bereit im gleichen Umfang wie bisher Anzahlungen zu leisten. Da die weitere Entwicklung hier nicht abzuschätzen ist, sehen wir als Unternehmen hier ein schwer zu kalkulierendes Risiko.

3.2.2 Personalrisiken

Das Know-how der Mitarbeiter ist Grundvoraussetzung für den Erfolg des Unternehmens. Hervorragende Qualität lässt sich nur durch gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter erzielen.

Wir stellen weiterhin fest, dass es bei bestimmten Berufsgruppen (z.B. Lackierer oder Schweißer aber auch IT-Fachkräfte) ausgesprochen schwer ist, qualifiziertes Personal zu rekrutieren. Das gilt sowohl für Direkteinstellungen als auch für Leiharbeiter.

Die eigene Ausbildung von Elektrikern, Mechatronikern und Lackierern mildert das Problem für die Zukunft, vermag aber kurzfristig nicht zu helfen. Die Gesellschaft hat in diesem Ausbildungsjahr zum ersten Mal seit Bestehen der Talbot Services auch eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich angeboten.

Weiterhin muss schon jetzt dafür Sorge getragen werden, dass das Know-how von erfahrenen Mitarbeitern auf die jüngere Generation übertragen wird. Vor allem vor dem Hintergrund, dass in einigen Jahren die Anzahl der wegen Renteneintritt ausscheidenden Mitarbeitern stark ansteigen wird. Die Talbot Services hat diese Herausforderung erkannt und steuert aktuell dieser Entwicklung gegen. Die Organisation der Gesellschaft trägt dieser Entwicklung Rechnung. So wurden eigene und extern rekrutierte Nachwuchskräfte auf einigen Kernpositionen eingesetzt, um mit Unterstützung der bisherigen Know-how-Träger die weitere Unternehmensentwicklung sicher zu stellen.

3.2.3 EDV-Risiken

Der ordnungsgemäße Ablauf des Geschäftsbetriebs ist in hohem Maße von zuverlässigen EDV-Systemen abhängig. Dazu gehören sowohl Hard- als auch Software.

Die Talbot Services GmbH investiert vermehrt in die EDV, um ein permanentes Back-up ohne Ausfallzeiten für die Nutzer sicherstellen zu können. Des Weiteren hat das Unternehmen in neue Systeme zur verbesserten Abwicklung des Tagesgeschäftes im Bereich des Service sowie auch im Bereich Finanzen investiert.

Zunehmend wird in den Medien über Hacker-Angriffe und Cyber-Kriminalität mit weitreichenden Folgen und hohen Ausfallzeiten berichtet. Aufgrund hoher Sicherheitsvorkehrungen, permanenten Sicherungen und Nutzung neuester Anti-Virus-Software war die Talbot Services GmbH bisher nicht betroffen.

Dennoch besteht auch weiterhin in dieser schnelllebigen Zeit die permanente Gefahr von Hacker-Angriffen und damit Datenverlust und /oder Systemstörungen. Hier hat die Gesellschaft eine Unterstützung im Fall eines Notfalles implementiert.

Durch die gestiegenen Anforderungen an ein flexibles, schnelles und transparentes EDV-System, wird die Talbot Services im nächsten Jahr das existierende ERP-System weiter ausbauen und bisher separate Lösungen integrieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das existierende ERP-System weiter optimiert.

3.2.4 Corona-Pandemie

Die Risiken aus der weiter andauernden Corona-Pandemie können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend bewertet werden. Die größten Risiken bestehen weiterhin durch direkte Corona-Fälle im Unternehmen oder durch die verordnete Quarantäne einzelner Mitarbeiter und der daraus resultierenden fehlenden Arbeitsleistung. Hier kann es im schlimmsten Fall zu Produktionsausfällen oder Produktionsverzögerungen kommen. Diese können dann zu möglichen Umsatzverschiebungen oder

-ausfällen führen. Neben diesen Risiken gibt es weiterhin das Risiko aus der Lieferkette. Sollte es bei Lieferanten zu Produktionsausfällen oder -verschiebungen kommen, so ist die Talbot Services in Folge in gleichem Maße betroffen. Diese Risiken sehen wir aber aufgrund der mittlerweile umfassenden Impfmöglichkeiten als gering an. Die angebotenen Impfungen wurden von den Mitarbeitern mehrheitlich positiv angenommen.

Den Risiken versucht die Talbot Services durch einen starken Fokus auf Schutz- und Hygienemaßnahmen innerhalb und außerhalb des Unternehmens entgegen zu wirken. Darüber hinaus versucht das Unternehmen durch eine optimale Lagerhaltung und mögliche Alternativen soweit wie möglich Corona-bedingte Risiken durch Verzögerungen bei den Lieferanten abzumildern.

3.2.4 Chancen

Die Flexibilität und das umfangreiche Know-how sind neben der zentralen geographischen Lage in Europa wesentliche Positivfaktoren des Unternehmens und stellen somit weitere Chancen für die Zukunft dar.

Durch die ständige unternehmerische Fokussierung auf neue Entwicklungen im Kernmarkt aber auch in anderen Märkten, die von dem vorhandenen Wissen bei der Talbot Services profitieren können, ist das Unternehmen ständig in die neuesten Entwicklungen involviert. Dies zeigt sich nicht nur im Bereich der Schienenfahrzeuge, sondern auch im Bereich der Elektromobilität, wo die Talbot Services ständig als Partner für neue Ideen und Entwicklungen zur Verfügung steht. Hier kann das Unternehmen aufgrund der Erfahrungen schnell handeln und einem potentiellen Kunden in kürzester Zeit zur Verfügung stehen.

Auch zeigt der erste große Erfolg außerhalb Europas, das die Talbot Services weltweit agieren kann. Die neu erschlossenen Märkte bieten ein sehr großes Potential.

Aufgrund der verstärkten Diskussion über die Zukunft der Mobilität und des Klimaschutzes sehen wir hier sehr großes Potential für die Talbot Services überproportional zu wachsen und auch in neuen Geschäftsfeldern Pionierarbeit zu leisten und zu unterstützen.

3.3 Prognosebericht

Der Sachverständigenrat für Wirtschaft sieht eine Erholung des BIP von +3,3 % in 2021 und für 2022 sogar ein Wachstum von 4,3 %. Aufgrund der Lieferengpässe bei den Vorprodukten ist die Erwartung kurzfristig allerdings leicht gedämpft. Die erwartete kräftige Erholung verschiebt sich etwas nach hinten. (Quelle: ifo Konjunkturprognose 2021 vom 23. Juni 2020).

Die Entwicklung in der Bahnindustrie wird nicht nachhaltig aufgehalten. Die aktuelle Diskussion um klimaneutrale Mobilität zeigt, dass der Bedarf an Schieneninfrastruktur und moderner Bahntechnik weiter steigen wird.

Der Trend der letzten Jahre, dass die Kunden gerne feste Wartungs- und Instandhaltungsprojekte vergeben möchten, setzt sich weiter fort.

Durch die Pandemie wurde die Entwicklung der Privatisierung auf dem Schienensektor leicht gebremst. Durch den Ausbau von neuen Unternehmensideen wie durch Flixtrain gestartet, wird es im Bereich der Schiene zu umfangreichen Neuerungen und Umbrüchen kommen.

Die immer umfangreicheren Anforderungen an die beteiligten Unternehmen machen Investitionen in neue und moderne Strukturen und Prozesse unabdingbar. Hier ist weiterhin auch die europaweite Entwicklung des Zugsicherungssystems ETCS (European Train Control System) als Kernbaustein der Digitalisierung des Bahnsystems zu nennen.

Durch die an Intensität immer weiter zunehmende Diskussion des Klimaschutzes kann die Schiene eine wirkliche Alternative für die offenen Zukunftsfragen der Gesellschaft sein. Dieses Potenzial zu nutzen ist eine der großen Aufgaben in den nächsten Jahren.

Die Geschäftserwartungen für das nächste Geschäftsjahr sind ausgesprochen positiv. Schon jetzt ist die Auslastung für das kommende Geschäftsjahr nahezu gesichert.

Die oben beschriebenen Full Service Verträge haben das Geschäftsmodell ergänzt und die Talbot Services plant weitere Full Service Verträge, die für eine weitere langfristige Grundauslastung des Werkes sorgen.

Darüber hinaus ist die Talbot Services weiterhin in mögliche Tätigkeiten im Rahmen von Neuentwicklungen im Bereich der E-Mobilität involviert. Die oben erwähnte Flexibilität ermöglicht auch kurzfristig in diesem Bereich entsprechende Kapazitäten aufzubauen.

Die Talbot Services erwartet für das nächste Jahr eine moderat steigende Gesamtleistung mit einem stark steigenden EBIT. Grund hierfür ist neben neuen Projekten in den Bereichen der Modernisierung, der Zugsicherung sowie der Entwicklung des Full Services nach der Pandemie, vor allem auch die Finalisierung des Projektes in Mexiko.

 

Aachen, den 5. November 2021

Die Geschäftsführung

Dirk Reuters

Martina Fliegner

Manfred Bauens

Bilanz

Aktiva

30.6.2021
EUR
30.6.2020
EUR
A. Anlagevermögen 9.306.161,85 8.436.376,45
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 19.689,00 15.139,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.299,00 15.139,00
2. geleistete Anzahlungen 9.390,00 0,00
II. Sachanlagen 6.565.161,43 5.742.946,48
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.728.665,39 1.135.864,39
2. technische Anlagen und Maschinen 2.354.499,00 2.286.640,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.412.777,00 2.102.819,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 69.220,04 217.623,09
III. Finanzanlagen 2.721.311,42 2.678.290,97
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.721.311,42 2.678.290,97
B. Umlaufvermögen 101.520.352,66 54.045.488,91
I. Vorräte 96.282.641,01 43.824.067,52
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.594.842,42 8.071.345,48
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 81.136.619,45 28.225.989,64
3. geleistete Anzahlungen 7.551.179,14 7.526.732,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.132.022,68 5.346.443,84
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.582.504,25 3.788.635,13
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 1.051.888,70
3. sonstige Vermögensgegenstände 549.518,43 505.920,01
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 105.688,97 4.874.977,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 544.497,30 494.106,24
Bilanzsumme, Summe Aktiva 111.371.011,81 62.975.971,60

Passiva

30.6.2021
EUR
30.6.2020
EUR
A. Eigenkapital 7.477.727,71 6.428.731,02
I. gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 5.012.087,11 4.487.588,76
1. satzungsmäßige Rücklagen 5.012.087,11 4.487.588,76
III. Bilanzgewinn 1.465.640,60 941.142,26
B. Rückstellungen 14.983.898,33 9.823.736,71
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.731.443,00 4.267.497,00
2. Steuerrückstellungen 1.745.414,04 1.372.747,94
3. sonstige Rückstellungen 8.507.041,29 4.183.491,77
C. Verbindlichkeiten 88.909.385,77 46.723.503,87
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.628.320,80 159.364,30
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 75.267.039,94 37.029.628,06
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.650.683,14 5.904.216,49
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.701.922,37 3.366.624,59
5. sonstige Verbindlichkeiten 661.419,52 263.670,43
davon aus Steuern 626.032,11 231.424,22
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 20.783,00 18.166,87
Bilanzsumme, Summe Passiva 111.371.011,81 62.975.971,60

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2020 - 30.6.2021
EUR
1.7.2019 - 30.6.2020
EUR
1. Umsatzerlöse 25.742.296,71 27.557.708,33
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 52.910.629,81 20.844.257,22
3. andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 11.016,53
4. sonstige betriebliche Erträge 686.726,90 472.950,11
5. Materialaufwand 41.670.585,11 14.452.373,89
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 21.189.318,52 6.601.895,46
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.481.266,59 7.850.478,43
6. Personalaufwand 26.057.423,55 23.207.279,21
a) Löhne und Gehälter 21.230.650,36 19.002.495,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.826.773,19 4.204.783,65
davon für Altersversorgung 434.712,05 401.427,05
7. Abschreibungen 643.205,06 496.211,20
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 643.205,06 496.211,20
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.802.065,31 7.516.537,87
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 0,84 10.737,87
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 58.217,80 60.927,17
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 55,05 272,62
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 421.610,59 381.539,10
davon an verbundene Unternehmen 256.054,17 240.000,00
davon aus Abzinsung 106.761,98 114.347,00
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag 603.970,94 1.038.287,66
13. Ergebnis nach Steuern 1.199.065,71 1.854.903,05
14. sonstige Steuern 150.069,02 149.575,00
15. Jahresüberschuss 1.048.996,69 1.705.328,05

Ergebnisverwendung

1.7.2020 - 30.6.2021
EUR
1.7.2019 - 30.6.2020
EUR
15. Jahresüberschuss 1.048.996,69 1.705.328,05
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 941.142,26 88.478,24
17. Einstellungen in Gewinnrücklagen 524.498,35 852.664,03
a) in satzungsmäßigen Rücklagen 524.498,35 852.664,03
18. Bilanzgewinn 1.465.640,60 941.142,26

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2020 bis 30. Juni 2021

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.1 Allgemeines

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Talbot Services GmbH

Firmensitz laut Registergericht: Aachen

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: Aachen

Register-Nr.: HRB 18109

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Vorschriften zur Gewinnverwendung des Gesellschaftsvertrages wurden beachtet.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

1.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei bis zehn Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum ergibt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt.

Die Abschreibungen werden linear bei Gebäuden über eine Nutzungsdauer von maximal acht Jahren vorgenommen. Bei technischen Anlagen und Maschinen beträgt die Nutzungsdauer acht bis 33 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung fünf Jahre.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 netto werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Unter den unfertigen Leistungen werden die noch nicht fertig gestellten, langfristigen Aufträge mit ihren bislang angefallenen Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten die direkt zuzurechnenden Material- und Fertigungseinzelkosten, die Sondereinzelkosten der Fertigung, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Umsatzrealisierung und die Erfolgswirksamkeit erfolgen erst mit dem Abschluss der Aufträge. Wurde gemäß Auftragserteilung die abschließende Berechnung von Teilleistungen vereinbart, erfolgte eine Teilgewinnrealisierung. Drohende Verluste mindern die Herstellungskosten entsprechend des Vorsichtsprinzips bereits unmittelbar.

Die geleisteten Anzahlungen werden für den Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im Rahmen von Neubauprojekten geleistet. Sie sind mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen werden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten und der Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert bilanziert.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht ausgeübt. Es bestehen Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen. Die Differenzen betreffen die Bilanzpositionen: Pensionsrückstellungen, Sonstige Rückstellungen (Urlaubs- und Jubiläumsrückstellungen). Bei der Bewertung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30 % angesetzt.

Das Gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

Die Bildung der satzungsmäßigen Rücklagen erfolgte entsprechend der Regelungen des Gesellschaftsvertrages, wonach die Hälfte des Jahresüberschusses in die Rücklagen einzustellen ist.

Zur Bewertung der Pensionsrückstellungen wird folgendes ausgeführt:

Die Gesellschaft hat infolge § 613a BGB die Pensionsverpflichtungen der von der Bombardier Transportation GmbH übergegangenen Mitarbeiter übernommen. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen für die Handelsbilanz wurde der Initialbaustein mit dem vollen Barwert bewertet, da dieser Anteil bereits voll erdient worden ist. Für Leistungen, die nach dem 1. Januar 2008 erdient werden, wurde das Maximum des Pro rata Anspruches der erreichbaren Leistung (unter Berücksichtigung des Gehalts- und BBG-Trends) ab dem 1. Januar 2008 (exkl. Initialbaustein) bis zum Pensionsalter und den Beiträgen bis zum Stichtag plus Zinsen bis zum Finanzierungsendalter ermittelt. Für unverfallbar ausgeschiedene Pensionsberechtigte oder nach Eintritt des Versorgungsfalles wird als Berechnungsmethode der Barwert der künftigen Kapitalleistungen berücksichtigt.

Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt:

- Zinssatz: 2,09 % (gemäß Vereinfachungsregel § 253 Abs. 2 S. 2 HGB)
- Gehaltstrend: 3,00 %
- BBG-Trend: 3,00 %
- Fluktuation: keine
- Pensionierungsalter: 63
- Zugrunde gelegte Sterbetafeln: 2018 G von Klaus Heubeck

Bei der Ermittlung des Zinssatzes wurde die durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11. März 2016 geänderte Fassung des § 253 Abs. 2 HGB angewendet. Der für die Abzinsung maßgebliche Zinssatz bestimmt sich demnach aus dem Durchschnitt der letzten zehn Geschäftsjahre statt wie vorher aus dem Durchschnitt der letzten sieben Geschäftsjahre.

Der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag zum 30. Juni 2021 nach § 253 Abs. 2 HGB beträgt EUR 282.127,00.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags und Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt.

Sämtliche Rückstellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit oder Restlaufzeit von genau einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

2. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

2.1 Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind ihrer Art nach sonstige Vermögensgegenstände.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beläuft sich auf € 1.000.000,00.

Gem. § 10 (3) der Satzung werden 50% des nach Verrechnung mit einem etwaig bestehenden Verlustvortrag verbleibenden Jahresüberschusses in die Gewinnrücklagen eingestellt. Ein verbleibender Betrag steht den Gesellschaftern entsprechend ihrer Beteiligungsquote zu.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen die folgenden Beträge:

Rückstellungen für: Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Rückstellungen für Restkosten 4.203.458,80 0,00
Urlaub, Zeitkonten etc. 2.653.571,75 2.122.712,37
Tantiemen 721.188,82 1.036.991,51
Gewährleistungen 468.947,91 144.356,92
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 224.833,23 322.950,35
Kundenbonus 104.111,43 379.617,60
Berufsgenossenschaft 58.638,64 58.580,79
Abschluss und Prüfung 30.000,00 30.000,00
IG-Metall 22.500,00 22.500,00
Rückstellungen für Full Service 19.790,71 0,00
Übrige Rückstellungen 0,00 65.782,23
8.507.041,29 4.183.491,77

Die Gewährleistungsrückstellungen werden mit Abschluss eines Projektes gebildet. Die Ermittlung erfolgt individuell für jedes Projekt auf Basis der Einschätzungen des Projektcontrollings und früherer Aufträge für den Kunden. Dabei werden individuelle Prozentsätze des von Talbot Services verantworteten Auftragswertes zugrunde gelegt. Der Wert in Höhe von EUR 62.806,34 ist die Bildung für den Abschluss von drei Projekten. Zur periodengerechten Erfolgsermittlung im Zusammenhang mit der Teilgewinnrealisierung bei einem Langfristprojekt werden die bei Rechnungsstellung an den Kunden erwarteten Aufwendungen (im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen von Unterauftragnehmern) über eine Rückstellung berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
EUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
EUR
Gesamtbetrag
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.543.629,47 84.691,33 0,00 4.628.320,80
(im Vorjahr) 37.042,88 122.321,42 0,00 159.364,30
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 75.267.039,94 0,00 0,00 75.267.039,94
(im Vorjahr) 37.029.628,06 0,00 0,00 37.029.628,06
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.650.683,14 0,00 0,00 3.650.683,14
(im Vorjahr) 5.904.216,49 0,00 0,00 5.904.216,49
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.701.922,37 2.000.000,00 0,00 4.701.922,37
(im Vorjahr) 1.366.624,59 2.000.000,00 0,00 3.366.624,59
Sonstige Verbindlichkeiten 661.419,52 0,00 0,00 661.419,52
(im Vorjahr) 263.670,43 0,00 0,00 263.670,43
davon aus Steuern 626.032,11 (im Vorjahr) 231.424,22
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 20.783,00 (im Vorjahr) 18.166,87
Gesamtsumme Verbindlichkeiten 86.824.694,44 2.084.691,33 0,00 88.909.385,77
(im Vorjahr) 44.601.182,45 2.122.321,42 0,00 46.723.503,87

Es bestehen folgende Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten:

Grundschuld über € 10.000.000,00. Sicherungsgeber: Talbot Services GmbH.

Die erhaltenen Anzahlungen sind über Avale, Anzahlungs-/Vorauszahlungsbürgschaften und Auslandsgarantien von Kreditinstituten über in Summe € 10.871.181,73 (Vj. € 11.356.751,25) gesichert.

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen € 2.040.000,00 (Vj. € 2.040.000,00) gegenüber Gesellschaftern. Es handelt sich der Art nach um sonstige Verbindlichkeiten.

2.2 Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und geographischen Märkten ergibt sich wie folgt:

Tätigkeitsbereiche Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Schiene 22.605.700,53 17.735.422,62
KFZ 2.765.506,62 8.830.884,62
Vermietung 371.089,56 991.401,09
Summe 25.742.296,71 27.557.708,33
Geographisch bestimmte Märkte Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Inland 15.090.337,90 23.877.562,80
EU 178.983,81 3.410.192,80
Drittland 10.472.975,00 269.952,73
Summe 25.742.296,71 27.557.708,33

Sonstige betriebliche Erträge

Erträge aus Währungsumrechnungen waren wie im Vorjahr keine zu verzeichnen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Steuerentlastung für Energiesteuer 2020 (EUR 49.620,09) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen (EUR 2.468,69).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 0,84 (Vorjahr: EUR 10.737,87) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen für die Transportversicherungen in Höhe von EUR 3.346,67 (Vorjahr: EUR 10.002,47) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Es werden keine Erträge aus Abzinsungen ausgewiesen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung betrugen EUR 106.761,98 (Vorjahr: EUR 114.347,00).

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 256.054,17 (Vorjahr: EUR 240.000,00).

3. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende, Geschäftsführer und Leiharbeiter), ermittelt zu den Stichtagen 30.9.2020, 31.12.2020, 31.3.2021 und 30.6.2021 setzt sich wie folgt zusammen:

Mitarbeiterzahlen 2020/ 2021 2019/ 2020
Köpfe FTE Köpfe FTE
interne Mitarbeiter 428,75 424,18 383,50 379,73
Gesamt 428,75 424,18 383,50 379,73

FTE = Full Time Equivalent (Hochrechnung von Teilzeit- auf Vollzeitstellen)

Konzernabschluss, Mutterunternehmen

Die Berichtsgesellschaft ist 90%ige Tochter der Quip Holding GmbH, Baesweiler, und wird im Rahmen der Vollkonsolidierung, in den Konzernabschluss der Quip Holding GmbH, Baesweiler, einbezogen (zugleich Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der einbezogenen Unternehmen). Der Konzernabschluss ist im elektronischen Bundesanzeiger abrufbar.

Ergebnisverwendung und Rücklagenentwicklung

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Gesellschaftsvertrages die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beläuft sich auf EUR 1.048.996,69 .

Gemäß § 10 (3) der Satzung werden 50% des Jahresüberschusses in die Gewinnrücklagen eingestellt (EUR 524.498,35).

Der verbleibende Betrag EUR 524.498,34 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der im Bilanzgewinn von EUR 1.465.640,60 enthaltene Gewinnvortrag beträgt EUR 941.142,26.

Es besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 (6) Satz 2 HGB in Höhe des sich bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen ergebenden Unterschiedsbetrags zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von EUR 282.127,00.

Angabe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Verwaltungskostenverträgen sowie Bestellobligo - unter Berücksichtigung der frühestmöglichen Kündigungsmöglichkeit - beträgt: EUR 1.337.844,06, davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 1.050.000,00. Von dem Gesamtbetrag entfallen auf den Zeitraum bis ein Jahr EUR 1.166.465,49 (davon verbundene Unternehmen EUR 1.050.000,00) sowie auf den Zeitraum von mehr als einem Jahr EUR 171.378,57 (davon verbundene Unternehmen EUR 0,00).

Haftungsverhältnisse

Wechselverbindlichkeiten, Bürgschaften, Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestanden zum Stichtag nicht.

Abschlussprüferhonorar

Das von unserem Abschlussprüfer für das Geschäftjahres 2020/2021 berechnete Gesamthonorar beträgt:

für Abschlussprüfungsleistung TEUR 15

für Steuerberatungsleistung TEUR 6

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Geschäftsführer:

Manfred Bauens

Vorstand Bereich Finanzen und Verwaltung der Quip AG

Aachen

Dirk Reuters

Vorsitzender der Geschäftsführung

Geschäftsführer - Technik / Vertrieb

Würselen

Martina Wegers-Fliegner

Geschäftsführerin - Kaufmännischer Bereich

Würselen

Auf die Angabe der Bezüge der aktiven Geschäftsführer gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabea und b HGB wird nach § 286 (4) HGB verzichtet.

Mitglieder des Beirates

Alfonso Pallavicini, Vorsitzender des Beirats

Senior Advisor Luxempart S.A., Leudelange/Luxemburg

Bernhard Kugel, Stellvertretender Vorsitzender des Beirates,

Vorstand S-UBG AG, Aachen

Dirk Daniel, Rechtsanwalt,

Daniel • Hagelskamp & Kollegen Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, Aachen

Yves Noel, Präsident, NOMAINVEST S.A., Eynatten/Belgien

Peter Boymans, Prokurist S-UBG AG, Aachen

Andrea Farina, Investment-Director Luxempart S.A., Leudelange/Luxemburg (bis 19.09.2020)

Philippe Theisen (ab 20.09.2020), Senior Investment Manager bei Luxempart S.A., Leudelange/Luxemburg

Der Beirat erhielt keine Vergütung.

Liste der Gesellschafter nach dem Stand 30. Juni 2021:

Firma Sitz Stammeinlage
EUR
Dirk Reuters Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt) Dorfstr. 6 52146 Würselen 100.000,00
Quip Holding GmbH Thomas-Edison-Str. 5-7 52499 Baesweiler 900.000,00
1.000.000,00

Die Stammeinlagen sind in voller Höhe eingezahlt.

 

Aachen, 5. November 2021

gez. Manfred Bauens, Geschäftsführer

gez. Martina Wegers-Fliegner, Geschäftsführerin

gez. Dirk Reuters, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.07.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 140.095,47 7.390,75 33.132,40
2. geleistete Anzahlungen 0 9.390,00 0
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 140.095,47 16.780,75 33.132,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.231.934,26 664.293,08 69
2. technische Anlagen und Maschinen 2.788.427,93 198.718,92 188.656,51
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.361.422,65 797.403,73 394.793,72
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 217.623,09 148.403,05- 0
Summe Sachanlagen 7.599.407,93 1.512.012,68 583.519,23
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.678.290,97 43.020,45 0
Summe Finanzanlagen 2.678.290,97 43.020,45 0
Summe Anlagevermögen 10.417.794,37 1.571.813,88 616.651,63
kumulierte Abschreibungen 30.06.2021
EUR
Abschreibungen
EUR
Buchwert 30.06.2021
EUR
Buchwert 30.06.2020
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 104.054,82 12.210,75 10.299,00 15.139,00
2. geleistete Anzahlungen 0 0 9.390,00 0
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 104.054,82 12.210,75 19.689,00 15.139,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 167.492,95 71.423,08 1.728.665,39 1.135.864,39
2. technische Anlagen und Maschinen 443.991,34 128.618,92 2.354.499,00 2.286.640,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.351.255,66 309.133,73 2.412.777,00 2.102.819,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 69.220,04 217.623,09
Summe Sachanlagen 1.962.739,95 509.175,73 6.565.161,43 5.742.946,48
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 2.721.311,42 2.678.290,97
Summe Finanzanlagen 0 0 2.721.311,42 2.678.290,97
Summe Anlagevermögen 2.066.794,77 521.386,48 9.306.161,85 8.436.376,45

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.11.2021 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Talbot Services GmbH, Aachen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Talbot Services GmbH, Aachen, bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Talbot Services GmbH, Aachen, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätchlussprüfers für die Prüfung des Jahhend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.

Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 5. November 2021

Warth & Klein Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marc A. Sahner, Wirtschaftsprüfer

Thorsten Esser, Wirtschaftsprüfer

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