Union Investment Services & IT GmbH
Same addressOther information technology and computer service activities
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Joanna Rautenberg since 10/24/2025 | Procura |
Daniela Guenther since 2/5/2025 | Procura |
Evangelos Drakos since 11/15/2024 | Procura |
Carola Schroeder since 8/7/2024 | Managing Director |
Marcus Kraus since 8/3/2022 | Procura |
Lev Migirov since 6/21/2022 | Procura |
Jörg Schmidt since 6/21/2022 | Procura |
Joachim Kühn since 5/23/2022 | Procura |
Harald Rieger since 1/17/2022 | Managing Director |
Margit Lehwalder since 1/4/2022 | Procura |
Daniel Seidler since 1/4/2022 | Procura |
Mario Beck since 9/6/2021 | Procura |
Nicolas Freyer since 1/22/2021 | Managing Director |
Leif Schönstedt since 10/19/2020 | Managing Director |
Stefan Dr. Mai since 7/2/2020 | Procura |
Stefan d'Oleire since 7/2/2020 | Procura |
Sebastian Tusch since 7/2/2020 | Procura |
Martin Patrick Dr. Roß since 7/2/2020 | Procura |
Max Dr. Nikolaus since 7/2/2020 | Procura |
Stefan Kittan since 7/12/2019 | Procura |
Peter Schulte since 11/26/2014 | Procura |
Klaus Bollmann since 9/22/2014 | Managing Director |
Heike Will since 4/5/2012 | Procura |
Bernhard Kraus since 1/31/2008 | Managing Director |
Frank-Uwe Riepe since 11/15/2007 | Procura |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
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Official financial statements and annual reports
Union Investment Institutional GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023Union Investment Institutional GmbHHinweisDer nachfolgende Lagebericht sollte im Kontext mit den geprüften Finanzdaten und den Anhangsangaben, die an anderer Stelle stehen, gelesen werden. Der Lagebericht enthält auch in die Zukunft gerichtete Aussagen, also Aussagen, die nicht auf historischen Tatsachen, sondern auf aktuellen Planungen, Annahmen und Schätzungen beruhen. Zukunftsaussagen sind immer für den Zeitpunkt gültig, zu dem sie gemacht werden. Die Union Investment Institutional GmbH übernimmt keine Verpflichtung, diese beim Auftreten neuer Informationen zu überarbeiten. Zukunftsaussagen unterliegen immer Risiken und Unsicherheiten. Diesbezüglich ist deutlich darauf hinzuweisen, dass eine Reihe von Faktoren die tatsächlichen Ereignisse dahingehend beeinflussen können, dass diese von den prognostizierten wesentlich abweichen. Aus aktueller Sicht wesentliche Faktoren sind im Abschnitt Prognose-, Chancen- und Risikobericht sowie in weiteren Teilen dieses Berichts beschrieben. Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben, usw.) auftreten. A Grundlagen der GesellschaftDie Union Investment Institutional GmbH ("UIN" oder "Gesellschaft") ist eine Tochtergesellschaft der Union Asset Management Holding AG ("UMH"). Die Union Investment Gruppe mit der UMH als Führungsgesellschaft ("Union Investment") ist wiederum Teil der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Zielsetzung und Strategie von Union Investment orientieren sich daher am Förderauftrag innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe (Prinzip der Subsidiarität). Die lokale Einheit von Primärbank und ihren Mitgliedern soll durch spezialisierte Dienstleister auf überregionaler Ebene unterstützt werden (Bündelung der Kräfte). Das Leistungsangebot der Union Investment Gruppe richtet sich an private und institutionelle Kunden. Die Union Investment Gruppe besteht dabei aus verschiedenen Einzelgesellschaften 1 :
Die Gesellschaft richtet ihr Leistungsangebot an institutionelle Anleger unterschiedlicher Größenklassen. Kunden aus dem Kreis der Genossenschaftlichen FinanzGruppe sind Primärbanken sowie Spezialinstitute, aber auch deren Firmenkunden. Darüber hinaus konkurriert die Gesellschaft um Anlagegelder von institutionellen Investoren außerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Der regionale Schwerpunkt des Geschäfts mit institutionellen Kunden liegt auf Deutschland. In Ergänzung erfolgt eine selektive Auslandsmarktbearbeitung in ausgewählten europäischen sowie wenigen außereuropäischen Ländern. Als Asset Manager konzentriert sich die Gesellschaft auf die Anlagebedürfnisse institutioneller Investoren. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, bietet sie eine große Bandbreite unterschiedlicher Formate an. Dieses Angebot beinhaltet zum einen durch die Gesellschaft selbst verwaltete klassische Spezialfonds (2023: 426) und Publikumsfonds (2023: 1). Zum Zweiten ergänzen Retail- und Institutionelle Fonds anderer Gesellschaften der Gruppe das Angebot für institutionelle Zwecke. Die Zielkundengruppe umfasst Banken, Pensionskassen, Versicherungen, kirchliche Einrichtungen, Industrieunternehmen und Non-Profit-Organisationen wie Stiftungen und Verbände. Derzeit verwaltet die Gesellschaft ein Gesamtvermögen von rund 122,2 Mrd. Euro (2022: 112,2 Mrd. Euro) 2 .
1 Die Darstellung umfasst die im
Konsolidierungskreis des UMH-Konzerns enthaltenen
Unternehmen, Stand 31.12.2023.
B WirtschaftsberichtI. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und BranchenentwicklungEine zunächst robuster als erwartete und sich im weiteren Jahresverlauf abschwächende globale Konjunktur, eine rückläufige Inflation und Notenbanken, die nach weiteren Leitzinserhöhungen bis zum Sommer ab Herbst die Hoffnungen auf Zinssenkungen im kommenden Jahr schürten, prägten das Kapitalmarktumfeld 2023. Die Bankenkrise im Frühjahr, Notenbanken im geldpolitischen Straffungsmodus und die geopolitische Eskalation im Nahen Osten sorgten jeweils nur kurzzeitig für Verunsicherung. Als Treiber für Aktien wirkte zusätzlich die Perspektive auf Produktivitätsgewinne durch Künstliche-Intelligenz-Anwendungen. Neben steigenden Kursen an den Anleihemärkten verzeichneten viele Aktienindizes und auch der Goldpreis kurz vor dem Jahresende neue Allzeithöchststände. Die schwache globale Wachstumsdynamik und das Ausbleiben eines chinesischen Wachstumsimpulses lasteten hingegen auf den Preisen von Energierohstoffen und konjunktursensitiven Metallen. Die deutsche Investmentbranche erzielte im Jahr 2023 in den von ihr verwalteten offenen Wertpapierspezialfonds Nettomittelzuflüsse in Höhe von 24,1 Mrd. Euro (Stand: 30. November 2023), die sich damit niedriger als im Vorjahr (30. November 2022: 52,4 Mrd. Euro) bewegten. Das in offenen Wertpapierspezialfonds verwaltete Volumen lag Ende November 2023 mit 2.030,5 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr (1.986,9 Mrd. Euro per 30. November 2022) auf höherem Niveau (Quelle: BVI-Statistik). II. Geschäftspolitische RahmenbedingungenDie Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) war in den vergangenen Jahren durch eine Niedrigzinspolitik geprägt. Die Corona-Pandemie und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sorgten für eine steigende Inflation. Zinsen und Inflation beeinflussen sich gegenseitig. Im November 2023 hat die Europäischen Zentralbank (EZB) ihren Finanzstabilitätsbericht aktualisiert und vor einem fragilen Finanzsystem im Euroraum gewarnt. Auch die etwas rückläufige Inflationsentwicklung gibt einschätzungsgemäß keinen Grund zur Entwarnung. Um der Inflation angemessen zu begegnen, hat die EZB ihre Leitzinsen im Zeitraum von Juli 2022 bis September 2023 insgesamt zehn Mal erhöht. Der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität liegen zum Jahresende bei 4,50 %, 4,75 % bzw. 4,00 %. Aufgrund der hohen Zinssätze ergeben sich für Unternehmen und private Haushalte gestiegenen Finanzierungskosten, was die Inlandsnachfrage reduziert. Die Indikatoren zum Wirtschaftswachstum deuten darauf hin, dass Konsumausgaben und Investitionen teilweise zurückgestellt werden, was sich negativ auf das Bruttoinlandsprodukt auswirkt. III. Geschäftsverlauf im EinzelnenDie Gesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 bei den von ihr aufgelegten Spezialfonds einen Nettomittelzufluss in Höhe von 4,5 Mrd. Euro. Die Gesellschaft verwaltete am 31. Dezember 2022 ein Fondsvolumen von 122,0 Mrd. Euro in 426 Spezialfonds (gegenüber 112,0 Mrd. Euro in 434 Spezialfonds am 31. Dezember 2022). Neben der Verwaltung von Spezialfonds nehmen die Betreuung anderer Formate wie beispielsweise institutioneller Vermögensverwaltungsmandate, Insourcing- und Advisory-Mandate sowie der Vertrieb von Publikumsfonds und Institutionellen Fonds weiterhin einen hohen Stellenwert ein.
Unter Berücksichtigung des in allen Investmentformen der Gesellschaft zuzuordnenden Vermögens betrugen die Assets under Management in dieser Bruttosicht am 31. Dezember 2023 228,4 (2022: 192,5) Mrd. Euro. Diese setzt sich zusammen aus 122,0 (2022: 112,0) Mrd. EUR in Spezial-AIF und 0,2 (2022: 0,2) Mrd. EUR in Publikumsfonds der Gesellschaft sowie 106,4 (2022: 80,3) Mrd. EUR aus für Dritte übernommene Portfoliomanagementleistung sowie -beratung. Von Dritten bezieht die UIN Portfoliomanagementleistungen auf ein Volumen von 53,4 (2022: 37,4) Mrd. EUR, so dass die Gesellschaft abzüglich diesen Betrags ein Volumen von 175,0 (2022: 155,1) Mrd. EUR verwaltet. Der Geschäftsverlauf im Jahre 2023 war maßgeblich durch die Entwicklung der Kapitalmärkte, der Bewertung der Eigenanlagen (+ 7,6 Mio. Euro) sowie der geringeren Zuführung von Altersteilzeitrückstellungen und Erträgen aus Altersvorsorgepositionen (+ 8,8 Mio. Euro) geprägt. Zusammengefasst führten diese Effekte zu einer Ergebnisverbesserung gegenüber 2022 um + 13,1 Mio. Euro. IV. Lage der Gesellschaft1. ErtragslageErtragslage
Aufgrund der gestiegenen Zinsen auf Bankguthaben erhöhte sich der Zinsüberschuss im Jahr 2023 um 1,2 Mio. Euro gegenüber Vorjahr auf 1,2 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 1,7 Mio. Euro leicht gegenüber Vorjahr. Die Gründe hierfür liegen in höheren Erträgen aus Fonds mit regelbasierten Anlagestrategien und aus der Leistungsverrechnung zwischen Konzerngesellschaften. Demgegenüber stehen geringere Einnahmen aus der erfolgsabhängigen Vergütung. Der Saldo aus betrieblichen Erträgen und Aufwendungen stieg um 8,8 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (4,1 Mio. Euro) auf 12,9 Mio. Euro. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen geringere Zuführungen zu Altersteilzeitrückstellungen und Erträge aus Deferred-Compensation-Positionen. Die Erhöhung des Personalaufwands ist primär auf die Steigerung der variablen Vergütungskomponenten aufgrund der Unternehmenskennzahlen und einer Rückstellungsbildung für Restrukturierung zurückzuführen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhen sich von 120,1 Mio. Euro auf 123,1 Mio. Euro und betreffen im Wesentlichen die allgemeinen IT-Kosten sowie einen höheren LV-Aufwand. Die Sonstigen Aufwendungen verringerten sich von 8,2 Mio. Euro auf 3,2 Mio. Euro und enthielten insbesondere den Bezug von externen Research-Dienstleistungen (4,0 Mio. Euro). Daneben werden laufende Honorare in Höhe von 1,7 Mio. Euro ausgewiesen, die unter anderem für externe Vertriebsunterstützung im internationalen Geschäft (0,3 Mio. Euro) und für Dienstleistungen der DZ BANK im Rahmen von Proxy Voting (0,7 Mio. Euro) anfielen. Das Ergebnis aus Forderungen und Wertpapieren verbesserte sich um 7,6 Mio. Euro auf 3,5 Mio. Euro (Vorjahr -4,2 Mio. Euro). Da der Anstieg des Verwaltungsaufwands geringer war als die Erhöhung der Ertragskomponenten, reduzierte sich die Cost-Income-Ratio (CIR), also das Verhältnis von Verwaltungsaufwand zur Summe aller Ertragskomponenten, um 2 Prozentpunkte auf 89,0 Prozent (2022: 91,0 Prozent). Vergleich mit dem ursprünglich prognostizierten ErgebnisDie im Prognosebericht des Vorjahres dokumentierten Erwartungen wurden um 8,6 Mio. EUR deutlich übertroffen. So ist der Provisionsüberschuss leicht über den Erwartungen ausgefallen. Dies wurde trotz eines schwierigen Marktumfelds - geprägt von stark ansteigenden Zinsen und Rezessionsängsten und dem damit einhergehenden schwächeren Nettoneugeschäft - erreicht. Die Verwaltungsaufwendungen sind gegenüber dem ursprünglich prognostizierten Ergebnis niedriger ausgefallen. Zwar ist der Personalaufwand, aufgrund höhere Rückstellungen für variable Vergütungskomponenten und Restrukturierungsmaßnahmen, höher ausgefallen, konnte aber durch geringere Ausgaben in den anderen Verwaltungsaufwendungen überkompensiert werden. Diese, für das Ergebnis positiven Effekte, wurden durch höhere Erträge aus der Bewertung von Wertpapieren der Liquiditätsreserve und von Altersvorsorgepositionen verstärkt. 2. Liquiditätssteuerung und Finanzlage2.1 LiquiditätssteuerungZiel der Liquiditätssteuerung ist sowohl die Sicherstellung einer permanenten Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft als auch eine rendite- und risikoorientierte Anlage verfügbarer Finanzmittel. Basis der Steuerung sind die laufende Überwachung und Analyse sämtlicher Zahlungsströme und Finanzmittelbestände. Darauf aufbauend wird im Rahmen einer regelmäßigen Liquiditätsplanung die finanzielle Entwicklung der nächsten 15 Monate abgeleitet, welche die Grundlage für die Anlage von Finanzmitteln bildet. Die Anlagestrategie folgt einem konservativen Ansatz und sieht eine fortlaufende Risikoüberwachung aller Finanzmittelbestände vor. In die Anlageentscheidungen fließen planmäßige Stresstests zur Bewertung von Zinsänderungsrisiken ein. Die verfügbaren Finanzmittel sind auf den Bankkonten der Gesellschaft allokiert und darüber hinaus regelmäßig in Wertpapierfonds der Union Investment Gruppe investiert. Kapitalanlagen mit einer Anlagedauer von bis zu drei Jahren (Liquiditätsanlagen) erfolgen im Wesentlichen in bestehende Geldmarkt- und Rentenfonds, längerfristig zur Verfügung stehende Beträge (strategische Anlagen) werden insbesondere in einem speziellen wertgesicherten Fondsprodukt angelegt. Weiterhin erfolgen bedarfsbezogen zeitlich befristete Anlagen in neu aufgelegte Fonds der Union Investment Gruppe (Dotationen). Daneben umfassen Mitarbeiteranlagen die für Mitarbeitende der Gesellschaft im Rahmen von Altersvorsorge- und Mitarbeiterbindungs-Programmen angelegten Finanzmittel. 2.2 FinanzlageDer Gesamtbestand finanzieller Mittel umfasst alle liquiden Bank- und Wertpapierbestände auf gesellschaftseigenen Konten und Depots:
Im Jahresabschluss werden in der Bilanz die Wertpapiere des Deferred-Compensation-Modells und der Altersteilzeit mit ihren beizulegenden Zeitwerten nach § 246 Abs. 2 Satz 2 in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit den korrespondierenden Verpflichtungen verrechnet und saldiert ausgewiesen. Die innerhalb eines Jahres fälligen Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind vollständig durch Bankguthaben, kurzfristig fällige Forderungen und kurzfristig liquidierbare Wertpapiere gedeckt. Unter Berücksichtigung des Bestandes der verfügbaren finanziellen Mittel zum Abschlussstichtag und der zu erwarteten Liquiditätsentwicklung ist die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bei planmäßigem Geschäftsverlauf jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen aus liquiden Mitteln bedienen zu können. 3. Vermögenslage3.1 Übersicht über die Vermögenslage
Der Posten Forderungen an Kreditinstitute beinhaltet überwiegend täglich fällige Forderungen aus Bankbeständen. Die in dem Posten Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere vorhandenen stillen Reserven belaufen sich auf 1,5 Mio. Euro. Die Rückstellungen für Pensionen wurden für Zusagen gegenüber Geschäftsführern und Mitarbeitern gebildet. Weiterhin bestehen im Rahmen eines Deferred-Compensation-Programms Pensionsverpflichtungen aufgrund arbeitnehmerfinanzierter Entgeltumwandlung. Der Anstieg der Verpflichtungen beruht auf gestiegenen Versorgungsansprüchen sowie auf einem inflationsbedingten Einmaleffekt für bevorstehende Rentenanpassungen. Altersteilzeitverpflichtungen werden durch eine Betriebsvereinbarung sowie den Altersteilzeit-Tarifvertrag begründet. Im Geschäftsjahr wurde die Betriebsvereinbarung zur Altersteilzeit verlängert. Die Eigenmittel nach § 1 Abs. 19 Nr. 9 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) in Verbindung mit Art. 72 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 betragen zum Stichtag 31. Dezember 2023 93,9 Mio. Euro (vor Feststellung des Jahresabschlusses, Vorjahr 91,4 Mio. Euro). Dem stehen Kapitalanforderungen nach § 25 KAGB in Höhe von 77,0 Mio. Euro gegenüber (Vorjahr 74,1 Mio. Euro). Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 42,5 Prozent auf. Aus Sicht der Gesellschaft ist die Vermögenslage geordnet. 3.2 Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenMitarbeitendeFür die Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft sowie für ihre Stellung im Wettbewerb sind die Mitarbeitenden der entscheidende Erfolgsfaktor. Das Leistungsvermögen und die Einsatzfähigkeit der Mitarbeitenden werden entsprechend ihren Aufgaben und Potenzialen im Rahmen einer innovativen und bedarfsorientierten Personalentwicklung bestmöglich gefördert. Im Geschäftsjahr 2023 wurden für Personalentwicklungsmaßnahmen insgesamt rund 399 TEUR (Vorjahr: 526 TEUR) investiert. Zielorientierte Führung sowie der Einsatz leistungsorientierter Vergütungsinstrumente bewirken, dass die Mitarbeitenden auf allen hierarchischen Ebenen eine unternehmerische Denk- und Handlungsweise entwickeln. Variable, an individuellen Leistungszielen bemessene Gehaltsbestandteile unterstützen zudem den Leistungswillen und die Zielorientierung der Mitarbeitenden. Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die Gesellschaft 364 Mitarbeitende (Vorjahr: 360 Mitarbeitende) mit einem durchschnittlichen Alter von 42,8 Jahren (Vorjahr: 42,5 Jahre) und einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von 11,4 Jahren (Vorjahr: 10,8 Jahre). Image und MarkenstärkeIm Rahmen der aus der UMH heraus vorgenommenen strategischen Markenführung wird seit 2013 bei allen markenrelevanten Zielgruppen der sog. Markenstärkeindex erhoben. Er wird aus den gängigen Parametern der Markenführung gebildet und kann Werte zwischen 0 und 100 annehmen. Die Erhebung der Werte wird im zweijährigen Rhythmus in Jahren mit ungeraden Jahreszahlen durchgeführt. Bei institutionellen Anlegern stieg der im vorangegangenen Berichtsjahr 2023 ermittelte Indexwert auf 89,2 Zähler. Der letzte zuvor ermittelte Wert des Markenstärkeindex stammt aus 2021, dort wurden 87,5 Punkte gemessen. Bei der Einschätzung des Markenimages von Union Investment im institutionellen Geschäft greifen wir bei institutionellen Anleger auf qualitative Einschätzungen der Key Account Manager zurück. Institutionelle Kunden berichten in diesen Dialogen über die aktuellen Herausforderungen im volatilen Kapitalmarktumfeld, schätzen aber andererseits die Ansprechpartner von Union Investment im Portfoliomanagement und Kundenbetreuung mit ihren Kompetenzen rund um Asset Management, Regulatorik und Nachhaltigkeit. Wir gehen daher perspektivisch von einer weiteren Verfestigung der sehr guten Markenwahrnehmung im institutionellen Geschäft aus. KundenzufriedenheitBei institutionellen Anlegern von Union Investment werden im zweijährigen Rhythmus eigene Zufriedenheitsbefragungen durchgeführt. Die Befragungen werden in Jahren mit ungeraden Jahreszahlen durchgeführt, daher fand im Berichtsjahr eine Befragungswelle statt. Auf einer Skala von 1 = 'außerordentlich zufrieden' bis 5 = 'unzufrieden' liegt der Wert für die Gesamtzufriedenheit institutioneller Anleger mit der Geschäftsbeziehung 2023 bei 1,72. Er bestätigt das bereits sehr hohe Niveau der Befragung aus dem Jahr 2021, dort betrug der Gesamtzufriedenheitswert 1,75. Nachhaltigkeitsmanagement in der Union Investment GruppeNachhaltigkeit ist fest im Wertegerüst und den Strukturen der Union Investment Gruppe verankert. Nachhaltigkeit ist Teil unseres Selbstverständnisses, welches wir in unserem Leitbild zum Ausdruck bringen. In unserem unternehmensweiten Nachhaltigkeitskodex sind die Grundprinzipien und Leitideen, nach denen sich Nachhaltigkeit in unserem Denken und Handeln widerspiegelt, verankert. Die Gesellschaft ist in den Nachhaltigkeitsbericht der Union Investment Gruppe sowie der DZ Bank Gruppe einbezogen. NachhaltigkeitsstrategieUnion Investment verfolgt eine gruppenweite, vom Gesamtvorstand der Union Investment verabschiedete Nachhaltigkeitsstrategie, welche aus fünf strategische Handlungsfelder besteht: "Positionierung und Kommunikation", "Leistungen und Kompetenzen", "Vermarktung", "Produkte" sowie "Betrieb". Die Nachhaltigkeitsstrategie wird in regelmäßigen Abständen geprüft und bei Bedarf weiterentwickelt. Die Klimastrategie von Union Investment zielt auf eine Klimaneutralität im Geschäftsbetrieb bis 2045 und bei unseren durch die Produkte finanzierte Emissionen bis 2050 ab. Im Berichtsjahr 2023 wurde eine gruppenweite und umfassende Diversity & Inclusion-Strategie verabschiedet. C Chancen-, Risiko- und PrognoseberichtI. ChancenberichtDas institutionelle Asset Management befindet sich weiterhin in einem schwierigem Marktumfeld. Nicht nur die hohe Inflation, sondern auch der damit verbundene Anstieg der Leitzinsen verstärkten die unsicheren Wirtschafts- und Kapitalmarktaussichten für 2023. Institutionelle Anleger reagierten zurückhaltend auf die Entwicklung und reduzierten ihr Risiko-Exposure. Des Weiteren sorgten die zunehmenden geopolitischen Risiken für Unsicherheit und steigendem Informationsbedarf seitens der Anleger. Bei den genossenschaftlichen Banken hat sich die Liquiditätslage in den letzten eineinhalb Jahren stark verändert. Seit geraumer Zeit besteht nicht nur ein Rückgang des Einlagenüberschusses, sondern auch gleichzeitig ein dynamischer Anstieg der Refinanzierungskosten. Der Eigenanlagenbestand der Banken enthält aktuell größtenteils Assets, die mittelfristig im Anlagevermögen gebunden sind. Dies ist zurückzuführen auf eine Umwidmung von Wertpapieren in großem Maße in das Anlagevermögen, verursacht durch Verwerfungen an den Kapitalmärkten 2022 und 2023. Zudem besteht ein Abbau der Risikoaktiva sowie Abschreibungsrisiken auf den Wertpapierbestand. Vor diesem Hintergrund wurden Mittel aus Spezial- und Publikumsfonds abgezogen und neue Anlageaktivitäten, beispielsweise im Bereich Alternative Investments, selektiv vorgenommen. Nicht-genossenschaftliche Anleger hatten taktisch mehr Spielraum, auch wenn ihre Risikotragfähigkeit durch die strategische Asset Allocation eingeschränkt wurde. Für die Fonds- und Direktanlage wurden nahezu risikolose, festverzinsliche Anlageinstrumente sowie in Euro denominierte Unternehmensanleihen mit Investment Grade präferiert. Aus heutiger Sicht bleiben höhere Renditen ein Treiber für Portfolioumschichtungen im weiteren Zeitverlauf. Union Investment Institutional GmbH ist ein renommierter, lösungsorientierter Asset Manager und bietet institutionellen Anlegern attraktive Ertragschancen durch ein breites Spektrum an aktiven Anlagestrategien über verschiedene Assetklassen, -stile und Regionen an. Das aktuell attraktive Zinsniveau bietet die konsequente Nutzung der Kernkompetenzen im Rentenbereich für die Fonds- und Direktanlage. Darüber hinaus erweitert die Gesellschaft sukzessive ihre bestehende Produktpalette und Services für Fonds in der Gesellschaft beigemischte Alternative Investments, um den Diversifikations- und Administrationsbedarf der Anleger (selektiv bei genossenschaftlichen Banken) abzudecken. Mit Blick auf die nachhaltigen Anlagestrategien zielt die Gesellschaft auf eine stärkere Fokussierung ab, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Mittel- bis langfristig ist das institutionelle Geschäft von Union Investment Institutional GmbH weiterhin auf profitables Wachstum ausgerichtet. Durch Identifikation von operativen Handlungsfeldern wird eine Steigerung der Effektivität und Effizienz, beispielsweise stärkere Digitalisierung von Arbeitsprozessen, angestrebt. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Gewinnung von Neugeschäft sowie Mittelzuflüssen von bestehenden Kunden ist eine time-to-market Kundenorientierung, die die Gesellschaft durch langjähriges Kundenvertrauen und hohe Kundenzufriedenheit erfolgreich erbringt. Vor diesem Hintergrund sieht sich die Gesellschaft gut positioniert, zukünftig den Nettoabsatz sowie den Marktanteil im deutschen institutionellen Geschäft kontinuierlich zu steigern und den damit einhergehenden Provisionsüberschuss zu erhöhen. Die Union Investment Institutional GmbH als Teil der Union Investment Gruppe hat darüber hinaus mit dem internen Programm "FitForFuture" auf die sich verändernden Rahmenbedingungen reagiert und damit die Basis für strategische Investitionsfelder der Zukunft geschaffen. II. Risikobericht1. Bewährte Systeme zur Identifizierung und Steuerung von RisikenDie Gesellschaft ist als Asset Manager in hohem Maße von der Entwicklung der Kapitalmärkte und dem Anlageverhalten der Anleger abhängig. Sie handelt im Interesse der Fondsanleger und verfolgt eine wertorientierte Unternehmenspolitik mit dem langfristigen Ziel, den Unternehmenswert unter Berücksichtigung von Rendite und Risiko nachhaltig zu steigern. Die internen Steuerungssysteme sind dabei u.a. ausgerichtet, Risiken zu identifizieren, regelmäßig zu überwachen und aktiv zu steuern. So sollen Risiken, die zu negativen Abweichungen vom prognostizierten Geschäftsverlauf führen können, möglichst frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Risikoreduzierung eingeleitet werden. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass unternehmerische Chancen unter Beachtung von Risikotragfähigkeit und Profitabilität genutzt werden können. Das Risikomanagementsystem (RMS) der Gesellschaft ist ein fortlaufender Prozess, der die Gesamtheit aller organisatorischen Maßnahmen und Regelungen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von Risiken umfasst. Das RMS ist gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen organisiert. Als Konzerngesellschaft der Union Investment Gruppe ist die Gesellschaft in das Risikomanagement des Konzerns eingebunden. Die Verantwortung für die Risikosteuerung der Gesellschaft obliegt der Geschäftsleitung. In der Risikostrategie der UIN sind die identifizierten wesentlichen Risikoarten abgegrenzt, die grundlegenden Verfahren zur Risikomessung festgelegt und konkrete Leitlinien für den Umgang mit dem jeweiligen Risiko vorgegeben. Die Risikostrategie steht im Einklang mit der Risikostrategie der Union Investment Gruppe. Für alle im Rahmen der Risikoinventur identifizierten wesentlichen Risikoarten, Risikokonzentrationen und Wechselwirkungen mit Investmentvermögen wurden Verfahren für die Risikomessung und Steuerung entwickelt. Der Risikoausschuss der UIN diskutiert in seinen Sitzungen die Risikosituation der Gesellschaft und bereitet Entscheidungen für die Geschäftsführung vor. Der Risikobeauftragte berichtet gemeinsam mit dem Chief Risk Officer der Union Investment Gruppe quartalsweise an die Geschäftsleitung, die wiederum den Aufsichtsrat informiert. Die Details zum RMS inklusive aller Richtlinien und Fachkonzepte sind im Risikohandbuch der Gesellschaft dokumentiert. Die Interne Revision überprüft die Funktionsfähigkeit des RMS im jährlichen Rhythmus. Im Folgenden sind die wesentlichen Elemente des RMS der Gesellschaft dargestellt: RisikotragfähigkeitsanalyseZur Sicherung des Fortbestandes der Gesellschaft wird die Risikotragfähigkeit im Rahmen der ökonomischen Risiko- und Kapitalsteuerung regelmäßig überwacht. Die wesentlichen Risikoarten werden gemäß den Vorgaben der Risikostrategie und unter Beachtung der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse limitiert und mit Risikokapital unterlegt. Dabei wird, entsprechend der Risikoneigung, das maximal zulässige Risiko durch Verlustobergrenzen so begrenzt, dass die Gesellschaft nicht im Bestand gefährdet wird. Diversifikationseffekte zwischen den Risikoarten werden berücksichtigt. Die Ermittlung des Risikokapitalbedarfs und die Überwachung der Verlustobergrenzen erfolgen nach marktüblichen Standards und Methoden durch eine unabhängige Stelle. Ergänzend dazu werden regelmäßig Stresstests durchgeführt. Die angewandten Methoden unterliegen einer jährlichen Angemessenheitsprüfung. FrühwarnsystemIn dem Frühwarnsystem werden regelmäßig Risikoindikatoren erhoben und zu elf Kategorien aggregiert. Sofern die vordefinierten Toleranzgrenzen überschritten sind oder das Risiko als erhöht eingestuft wird, wird ein Frühwarnimpuls ausgelöst, der eine Ursachenanalyse und Maßnahmen zur Risikobewältigung bei den für die Risikosteuerung Verantwortlichen auslöst. Die aus dem System generierten Steuerungsimpulse gewährleisten damit frühzeitige Steuerungsmaßnahmen. Das Risikoindikatorensystem umfasst insbesondere operationelle Risiken, Geschäftsrisiken sowie Risiken, die sich aus ausgelagerten Tätigkeiten ergeben können. Ergänzend hierzu besteht ein Ad-hoc-Meldewesen zur Früherkennung außerordentlicher Risikosituationen mit kurzfristigem Handlungsbedarf. RisikoberichtswesenDie Geschäftsführung der Gesellschaft wird quartalsweise in schriftlicher Form über die Entwicklung der Risikolage in dem Berichtszeitraum informiert. Im Risikobericht wird die Gesamtrisikolage dargestellt und beurteilt. Es werden kritische Risikopotenziale aufgezeigt und bei Bedarf Handlungsempfehlungen zur Bewältigung der kritischen Risikopotenziale dargestellt. Auf Basis dieses Berichtes informiert die Geschäftsführung den Aufsichtsrat. Außerhalb der regelmäßigen Risikoberichte werden unter Risikogesichtspunkten kritische Informationen unverzüglich an die Geschäftsführung und bei Bedarf an den Aufsichtsrat eskaliert. 2. Darstellung der wesentlichen Risiken 3Die im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizierten und als wesentlich bewerteten Risiken sind Gegenstand der Risikostrategie der Gesellschaft. Auf Basis der in der Strategie festgelegten Leitlinien werden diese Risiken mit Hilfe des Risikomanagementsystems regelmäßig überwacht und gesteuert. Operationelles RisikoDas operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von Verlusten durch menschliches Verhalten, technologisches Versagen, Prozess- oder Projektmanagementschwächen oder durch externe Ereignisse. Das Rechtsrisiko ist in dieser Definition eingeschlossen. Dem operationellen Risiko kommt im Vergleich zu den anderen Risiken große Bedeutung zu, da der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft in der Erbringung von Dienstleistungen für Dritte und nicht in der Übernahme von Risiken auf eigene Rechnung liegt. Die Quantifizierung des Risikokapitalbedarfs erfolgt gemäß Standardansatz der Capital Requirements Regulation (CRR). Zum 31.12.2023 wurde ein Risikokapitalbedarf in Höhe von 25,1 Mio. Euro ermittelt. Die Verlustobergrenze belief sich auf 26,0 Mio. Euro. Im Jahresverlauf lag der Risikokapitalbedarf jederzeit unterhalb der Verlustobergrenze. Das ergänzend zu der Berechnung des ökonomischen Risikokapitalbedarfs eingesetzte Risikoindikatorensystem setzte bestimmungsgemäß durch verschiedene Risikoindikatoren Impulse und daraus abgeleitet Maßnahmen für die Risikosteuerung. Im Jahresverlauf gab es keine Hinweise auf eine unternehmenskritische Situation. In der Internen Verlustdatensammlung erfasst die Gesellschaft alle Verluste ab einem Betrag von 1.000 Euro brutto, die beim Eintritt von operationellen Risiken entstehen. Als Konsequenz aus dem Risikoeintritt kann es neben den entstandenen Verlusten auch zu Verzögerungen oder Unterbrechungen im Betriebsablauf oder in der Folge zu Reputationsrisiken kommen. Die Sammlung der Verlustereignisse ermöglicht es, die schlagend gewordenen operationellen Risiken zu analysieren sowie Trends und Konzentrationen zu erkennen. Somit können die im Weiteren dargestellten Maßnahmen zur Minderung oder Vermeidung des Risikoeintrittes gezielter ausgestaltet werden. Bei Verlusten ab einer Schadenshöhe von 500.000 Euro brutto wird ein standardisierter Maßnahmen Management-Prozess eingeleitet. Aufgrund von in Einzelfällen sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten für größere Schäden treten regelmäßig Schwankungen der Schadenverläufe im Zeitablauf auf. Der Schadenverlauf war im Berichtszeitraum in Bezug auf die Verlustobergrenze zu jeder Zeit unkritisch. In dem regelmäßigen Risk Self Assessment wird durch szenariobasierte Analysen das Risikoprofil aus operationellen Risiken geschärft. Dabei spielen gerade Worst-Case-Szenarien eine wesentliche Rolle. Sie geben steuerungsrelevante Hinweise auf den Umgang mit extremen Risikoausprägungen. Zur Minderung oder Vermeidung der Auswirkungen aus operationellen Risiken hat die Gesellschaft verschiedene organisatorische Vorkehrungen getroffen: Für alle wesentlichen Geschäftsvorgänge existieren Richtlinien, in denen Zuständigkeiten und Abläufe beschrieben sind. Die Angemessenheit und Aktualität der Richtlinien unterliegt der regelmäßigen Prüfung durch die Interne Revision. Die in der Union Investment Gruppe praktizierte Bündelung von Aktivitäten und die damit verbundene Spezialisierung auf einzelne Wertschöpfungsstufen trägt elementar zur Reduktion operationeller Risiken bei. Beispielsweise werden IT-Dienstleistungen und damit verbundene Aufgaben auf einen spezialisierten IT-Dienstleister in der Gruppe ausgelagert. Die Back-Office-Tätigkeiten sind ebenfalls organisatorisch zusammengefasst. Zusätzlich zu der internen Aufgabenbündelung erfolgt die Auslagerung von Leistungen auf spezialisierte, externe Anbieter, beispielsweise im IT-Betrieb. Dabei durchlaufen alle geplanten Auslagerungen einen standardisierten Outsourcingprozess, der auch eine Risikoanalyse des Auslagerungsvorhabens umfasst. In Abhängigkeit vom Ergebnis der Analyse werden ausgelagerte Aktivitäten und Prozesse im Risikomanagementsystem berücksichtigt. Bestehende Auslagerungen werden überwacht und darüber regelmäßig an die Geschäftsleitung berichtet. Bei Bedarf werden erforderliche Maßnahmen eingeleitet. Ergänzend sind verschiedene organisatorische, technische und personelle Maßnahmen umgesetzt, die die Prozessstabilität verbessern und Risiken reduzieren. Dieses sind beispielsweise die Implementierung eines Internen Kontrollsystems, die Einrichtung einer zentralen Stelle zur Prävention strafbarer Handlungen, die Umsetzung der Funktionstrennung bis auf die Ebene der Geschäftsleitung, die Einrichtung einer angemessenen technischen Infrastruktur, die Qualifikation der Mitarbeitenden und die Bereitstellung ausreichender Personalressourcen. Die Ausgestaltung der Vergütungssysteme ist in einer Vergütungsrichtlinie verankert. Ziel der Vergütungssysteme ist es, die Leistungen der Mitarbeitenden angemessen zu honorieren und wirksame Leistungsanreize zu setzen. Dabei sollen ausdrücklich keine Ziele vereinbart werden, die zum Eingehen unverhältnismäßig hoher Risiken verleiten. Dies trägt zur Minimierung der operationellen Risiken bei. Die Vergütungssysteme sind so ausgestaltet, dass sie den jeweils gültigen regulatorischen Vorschriften entsprechen. Für bestimmte Risiken, die sich zum Teil auch der Steuerung durch die Gesellschaft entziehen, werden Versicherungen abgeschlossen. Hierzu gehören beispielsweise Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen oder D&O-Versicherungen. Zur Verminderung der Auswirkungen von extern verursachten Risiken mit sehr hohen bis hin zu existenzbedrohenden Schadenspotenzialen besteht ein gruppenweites Konzept zur Notfall- und Krisenvorsorge. MarktpreisrisikoDas Marktpreisrisiko setzt sich aus dem Marktpreisrisiko i. e. S. und dem Marktliquiditätsrisiko zusammen. Das Marktpreisrisiko i. e. S. bezeichnet das Risiko von Verlusten aus Finanzinstrumenten bzw. anderen Vermögenswerten, verursacht durch eine Veränderung der Marktpreise oder preisbeeinflussenden Parameter (zum Beispiel Zinsrisiko, Spread- und Migrationsrisiko, Währungsrisiko, Aktienrisiko, Fondspreisrisiko oder Asset-Management-Risiko). Das Marktliquiditätsrisiko ist das Risiko eines Verlustes, der aufgrund nachteiliger Veränderungen der Marktliquidität, zum Beispiel durch Verschlechterung der Markttiefe oder durch Marktstörungen, eintreten kann. Das Marktliquiditätsrisiko hat nur geringe Bedeutung. Für die Gesellschaft ist insbesondere die Kategorie Fondspreisrisiko von Bedeutung. Das Fondspreisrisiko ergibt sich aus der Anlage der eigenen Mittel der Gesellschaft. Die eigenen Mittel werden ihrer Struktur nach überwiegend konservativ, vornehmlich in Fonds der Union Investment Gruppe investiert. Als Folge von erhöhten Volatilitäten an den Finanzmärkten kann es zu Wertveränderungen der Fondsanlagen kommen, die sich in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen. Bei der Überwachung und Steuerung der Eigenanlagen durch ein Dispositionsgremium verfolgt die Gesellschaft keine kurzfristige Gewinnerzielungsabsicht durch eine gezielte Handelstätigkeit. Das Fondspreisrisiko wird als Value-at-Risk mit einem Konfidenzniveau von 99,9 Prozent und einer Haltedauer von einem Jahr quantifiziert. Die Berechnung basiert auf einer Monte-Carlo-Simulation unter Berücksichtigung von Krisenszenarien und Risikominderungstechniken. Die Quantifizierung des ökonomischen Risikokapitalbedarfs für das Marktpreisrisiko ergab zum 31.12.2023 einen Risikokapitalbedarf in Höhe von 23,9 Mio. Euro. Die Verlustobergrenze belief sich auf 45,0 Mio. Euro. Im Jahresverlauf lag der Risikokapitalbedarf jederzeit unterhalb der Verlustobergrenze. GeschäftsrisikoDas Geschäftsrisiko bezeichnet das Risiko eines Verlustes aus Ergebnisschwankungen, die sich bei gegebener Geschäftsstrategie ergeben können und die nicht durch andere Risikoarten abgedeckt sind. Insbesondere umfasst dies das Risiko, dass aufgrund von Veränderungen wesentlicher Rahmenbedingungen (z. B. Wirtschafts- und Produktumfeld, Kundenverhalten, Wettbewerbssituation) den Verlusten rein operativ nicht begegnet werden kann. Somit würde die Gesellschaft bei Risikoeintritt einen operativen Verlust ausweisen. Die Ermittlung des ökonomischen Risikokapitalbedarfs erfolgt mit einem Earnings-at-Risk-Ansatz als Value-at-Risk im 1-Jahres-Horizont zum Konfidenzniveau von 99,9 Prozent. Zum 31.12.2023 wurde ein Risikokapitalbedarf in Höhe von Null Euro ausgewiesen. Aufgrund des niedrigen Geschäftsrisikos und der erwarteten Ergebnisentwicklung betrug die Verlustobergrenze Geschäftsrisiko für 2023 ebenfalls Null. Das ergänzend eingesetzte Risikoindikatorensystem setzte bestimmungsgemäß durch verschiedene Risikoindikatoren Impulse und daraus abgeleitet Maßnahmen für die Risikosteuerung. Im Jahresverlauf gab es keine Hinweise auf eine unternehmenskritische Situation. ReputationsrisikoDas Reputationsrisiko bezeichnet das Risiko von Verlusten aus Ereignissen, die das Vertrauen in die Unternehmen der Union Investment Gruppe oder in die angebotenen Produkte und Dienstleistungen insbesondere bei Kunden, Distributoren, Anteilseignern, Mitarbeitenden, auf dem Arbeitsmarkt, in der allgemeinen Öffentlichkeit und bei der Aufsicht beschädigen. Aus dem Management der Investmentvermögen heraus können Reputationsrisiken für die Gesellschaft entstehen. Der Eintritt von Reputationsrisiken könnte zum Abfluss von Kundengeldern und damit zu geringeren künftigen Erträgen führen. Die Auswirkungen aus Reputationsrisiken werden in der Risikomessung des Geschäftsrisikos berücksichtigt. Zusätzlich wird das Reputationsrisiko in der Union Investment Gruppe über einen stakeholderbasierten Ansatz erfasst und gesteuert. Für jeden Stakeholder wird anhand von quantitativen und qualitativen Indikatoren eine Einwertung des Reputationsrisiko-Niveaus vorgenommen. Das Reputationsrisiko-Niveau der Gesellschaft wird aus den Werten der relevanten Stakeholder berechnet. Quartalsweise wird im Rahmen des Risikoberichts über die Einwertung der Reputation für die relevanten Stakeholder sowie möglicher Reputationsereignisse an die Geschäftsführung berichtet. Im Jahresverlauf gab es keine kritischen Reputationsereignisse. KreditrisikoDas Kreditrisiko bezeichnet das Risiko unerwarteter Verluste durch den Ausfall von Gegenparteien. Das Kreditrisiko der Gesellschaft ergibt sich im Wesentlichen aus Salden auf Geschäftskonten bei Kreditinstituten. Die Quantifizierung des Risikos orientiert sich am aufsichtsrechtlichen Kreditrisikostandardansatz (KSA). Zum 31.12.2023 wurde ein Risikokapitalbedarf in Höhe von 0,9 Mio. Euro ausgewiesen. Die Verlustobergrenze belief sich auf 1,9 Mio. Euro. Im Jahresverlauf lag der Risikokapitalbedarf jederzeit unterhalb der Verlustobergrenze. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko ist der Verlust, der dadurch entstehen kann, dass Geldmittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen (Liquiditätsrisiko im engeren Sinne) oder dass Geldmittel bei Bedarf nur zu erhöhten Konditionen beschafft werden können (Refinanzierungsrisiko). Bei den Positionen, aus denen Liquiditätsrisiken entstehen können, handelt es sich im Wesentlichen um die Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft. Der Eintritt von Liquiditätsrisiken könnte zu Verzögerungen bei der Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft führen. Um dies zu vermeiden, unterliegen die Liquiditätspositionen einem laufenden Liquiditätsmanagement. Dabei zielt die aktive Planung und Steuerung der Liquiditätspositionen darauf ab, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit sicherzustellen. Im Berichtszeitraum war die Zahlungsfähigkeit zu keinem Zeitpunkt gefährdet. NachhaltigkeitsrisikoNachhaltigkeitsrisiken werden im Sinne von Umwelt-, sozialen- oder Governance-Risiken nicht als eigenständige Risikoart betrachtet, sondern als Treiber bestehender Risikoarten verstanden, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens haben kann. Dies schließt klimabezogene Risiken in Form von physischen Risiken und Transitionsrisiken ein, aber auch Risiken, die sich aus regulatorischen Anforderungen mit Klima- oder Nachhaltigkeitsbezug ergeben. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur werden Nachhaltigkeitsrisiken als Treiber der finanziellen und nicht-finanziellen Risikoarten berücksichtigt und eine Betroffenheitsanalyse durchgeführt. So können Nachhaltigkeitsrisikotreiber beispielsweise die operationellen Risiken beeinflussen, indem sich finanzielle Verluste aus nachhaltigkeitsbedingten Rechtsansprüchen oder im Fall von Klima- und Umweltereignisse auch aus der Beeinträchtigung der Geschäftskontinuität aufgrund extremer Wetterereignisse ergeben. Im Zusammenhang mit Governance-Risiken können unzureichend funktionsfähige interne Kontroll- und Risikomanagementsysteme einen Einfluss auf das Operationelle Risiko haben. Nachhaltigkeitsrisikotreiber können auch zu einer Veränderung der Ertragslage und der Reputationsrisiken führen, in dem sich beispielsweise eine negative Wirkung auf die Reputation durch Produkte oder Geschäftsbeziehungen ergibt, die hinsichtlich klima- und umweltschädlicher Einflüsse kontrovers von den Stakeholdern gesehen werden. Reputationsrisiken können darüber hinaus auch aufgrund eines aktiven nicht nachhaltigen Handelns entstehen oder auch, wenn sich die Union Investment Gruppe in der Wahrnehmung ihrer Stakeholder zu passiv verhält und nachhaltiges Handeln unterlässt. Die Nachhaltigkeitsrisikotreiber werden wie andere Risikotreiber implizit in der Risikomessung berücksichtigt. So werden nachhaltigkeitsgetriebene operationelle Risiken in den Instrumenten Verlustdatensammlung, szenariobasiertes Risk Self Assessment und Risikoindikatoren berücksichtigt und darüber gesteuert und überwacht. Auch im Geschäftsrisiko und Reputationsrisiko werden verschiedene Risikoindikatoren erhoben, die Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen. Art und Umfang der Prozesse zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken im Risikomanagementsystem werden vor dem Hintergrund der aktuellen Umfeldbedingungen kontinuierlich weiterentwickelt bzw. ergänzt. 3. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage im BerichtszeitraumDie Ergebnisse der Risikoüberwachung wurden in den regelmäßigen Sitzungen des Risikoausschusses der Gesellschaft diskutiert und bei Bedarf Maßnahmen eingeleitet. Mit den quartalsweisen Risikoberichten und bei Bedarf durch die Ad-hoc-Eskalation kritischer Sachverhalte wurde die Geschäftsführung über die risikorelevanten Sachverhalte informiert. Auf Basis dieser Informationen hat die Geschäftsführung Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen und den Aufsichtsrat über die Risikolage der Gesellschaft in Kenntnis gesetzt. Einzelnen risikobehafteten Entwicklungen konnte durch gezielte Maßnahmen der Risikosteuerung begegnet werden. Im gesamten Geschäftsjahr 2023 traten keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft auf. Die Analyse der Risikotragfähigkeit zeigt keine auffälligen Entwicklungen, die nicht mit den eingeleiteten Maßnahmen zu bewältigen waren. Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit sichergestellt. Alle Verlustobergrenzen wurden während des Berichtszeitraums eingehalten. Für geschäftliche und steuerliche Risiken wurden im Jahresabschluss nach vernünftigem kaufmännischem Ermessen Rückstellungen gebildet. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu keiner Zeit gefährdet. III. PrognoseberichtDer Prognosezeitraum bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2024. Die UIN setzt sich auch für das Jahr 2024 ambitionierte Ziele, nachdem 2023 trotz der Vielzahl der aktuell schwelenden Krisen sehr erfolgreich abgeschlossen wurde. Sämtliche Prognosen für das Jahr 2024 sind geprägt von erheblichen Unsicherheiten. Zuvorderst sei hier der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine genannt, dessen Ende derzeit noch nicht absehbar ist. Zwar sind jüngst die Inflationsraten, getrieben insbesondere von einem Rückgang der Energiepreise, merklich gesunken, gerade der Krieg in Nahost hat jedoch das Potenzial, wieder gegenläufige Tendenzen auszulösen. In diesem Kontext herrscht auch Unsicherheit darüber, wann die Notenbanken der westlichen Welt ihre restriktive Geldpolitik beenden (können). Die Gesellschaft strebt 2024 erneut einen positiven Nettoabsatz auf Vorjahresniveau an. Die Performance-Erwartung für das Jahr 2024 ist leicht positiv. Mithin geht man davon aus, dass eine Fortentwicklung der Assets under Management auf einen Wert leicht über Vorjahr gelingen wird. Der Provisionsüberschuss sollte demnach ebenfalls gleichauf mit dem Vorjahr liegen. Dieser Prognose liegt die Annahme zu Grunde, dass sowohl die volumenabhängigen als auch die volumenunabhängigen Ertragskomponenten in ähnlicher Größenordnung wie im Vorjahr erzielt werden können. Der Verwaltungsaufwand wird im Jahr 2024 mit 194,8 Mio. EUR rund 0,5% unter dem Wert des Vorjahres erwartet. Während der Personalaufwand unter Vorjahresniveau liegt, wird der andere Verwaltungsaufwand planmäßig auf Vorjahresniveau bleiben. Der erwartete Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen wird gegenüber Vorjahr um 8,1 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro deutlich geringer ausfallen. Grund hierfür werden voraussichtlich im Wesentlichen die Bewertungen aus den Deferred Compensations sein. Insgesamt wird das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der UIN plangemäß aufgrund der vorgenannten Sachverhalte um 10,2 Mio. Euro auf 17,6 Mio. Euro und damit niedriger als im Jahr 2023 liegen. Dies geht mit einer Erhöhung der Cost-Income-Ratio um 3,3 Prozentpunkte auf 92,3% (2023: 89,0%) einher. Hinsichtlich der Entwicklung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wird auf die Ausführungen im Kapitel B IV. 3.2 verwiesen.
Frankfurt am Main, den 31. Januar 2023 Union Investment Institutional GmbH Klaus Bollmann Thomas Bossert NIcolas Freyer Bernhard Kraus Harald Rieger Leif Schönstedt Bilanz zum 31. Dezember 2023der Union Investment Institutional GmbHAKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023der Union Investment Institutional GmbH
AnhangAllgemeine AngabenGrundlagen zur Aufstellung des AbschlussesDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach § 38 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) entsprechend den anzuwendenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Der Einzelabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Union Asset Management Holding AG, Frankfurt am Main, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis einzubeziehender Unternehmen aufstellt. Die Union Asset Management Holding AG wird unter der Nummer HRB 47289 im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main geführt. Der Konzernabschluss der Union Asset Management Holding AG wird in den Konzernabschluss der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis einzubeziehender Unternehmen auf und wird unter der Nummer HRB 45651 im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main geführt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und ist bei der DZ BANK AG erhältlich. Die Union Investment Institutional GmbH, mit Sitz in Frankfurt am Main, wird im Registergericht des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Registernummer HRB 11344 geführt. Die Union Investment Institutional GmbH ist Teil der DZ BANK Gruppe. In bestimmten Rechtsordnungen, in denen die DZ BANK Gruppe tätig ist, wurden Gesetze zur globalen Mindestbesteuerung (BEPS 2.0 Pillar 2) erlassen oder inhaltlich umgesetzt. In Deutschland erfolgt die Umsetzung im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen, das am 27.12.2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlich wurde. Das Gesetz tritt für das am 1. Januar 2024 beginnende Geschäftsjahr des Konzerns in Kraft. Der Konzern fällt in den Geltungsbereich der erlassenen oder materiell-rechtlich umgesetzten Rechtsvorschriften und hat eine Bewertung der potenziellen Betroffenheit des Konzerns von der globalen Mindestbesteuerung vorgenommen. Die Union Investment Institutional GmbH ist Teil der Mindeststeuergruppe gemäß § 3 Abs. 1 MinStG mit der DZ BANK AG als oberste Muttergesellschaft und Gruppenträger. Der Gruppenträger schuldet die Mindeststeuer nach dem MinStG und hat den Mindeststeuer-Bericht sowie die entsprechende Steuererklärung im Inland abzugeben. Die DZ BANK Gruppe erwartet aus Konzernsicht ein lediglich unwesentliches Ertragsteuerrisiko aus der globalen Mindestbesteuerung. Alle Beträge sind gemäß § 244 HGB in Euro angegeben. Posten der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung, die keinen Betrag ausweisen, werden nicht aufgeführt, es sei denn, dass im vorhergehenden Geschäftsjahr unter diesen Posten ein Betrag ausgewiesen wurde. Sofern nicht abweichend gekennzeichnet, sind alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) dargestellt. Beträge unter 500,00 Euro werden als 0 TEUR angegeben; sofern ein Posten 0,00 Euro beträgt, wird dieser mit einem Strich gekennzeichnet. Es wird kaufmännisch gerundet. Hierdurch können sich bei der Bildung von Summen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenForderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Aktien und andere nichtverzinsliche WertpapiereDie Wertpapiere der Liquiditätsreserve sind nach dem für das Umlaufvermögen geltenden strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktwert zum Bilanzstichtag bewertet. Immaterielle Anlagewerte und SachanlagenDie Bilanzierung der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare oder degressive Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und soweit erforderlich um außerplanmäßige Abschreibungen. Selbständig nutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von 50,01 Euro bis 800,00 Euro werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 50,00 Euro sind unmittelbar im Aufwand gebucht. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind teilweise über die VGU e.V. - Versorgungskasse genossenschaftlich orientierter Unternehmen - und die R+V Pensionsfonds Aktiengesellschaft ausfinanziert. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Den Berechnungen liegen aktuelle Sterbe-, Invaliditäts- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten, erwartete Gehalts-, Anwartschafts- und Rentensteigerungen sowie der Diskontierungszinssatz zu Grunde, der sich unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren ergibt. Die tatsächlich verwendeten Parameter sind unter den Erläuterungen zu den Rückstellungen angegeben. Diese Annahmen stützen sich auf in der Vergangenheit beobachtete Entwicklungen und berücksichtigen Erwartungen zur künftigen Entwicklung des Arbeitsmarkts. Basis für die Schätzung der durchschnittlichen Lebenserwartung bilden anerkannte biometrische Rechnungsgrundlagen (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck). Die anderen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags für ungewisse Verbindlichkeiten oder für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Erträge aus der Abzinsung beziehungsweise Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen, Erfolge aus der Änderung der Abzinsungssätze sowie der Schätzung der Restlaufzeiten werden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Bei der Ermittlung der Aufwendungen und Erträge aus Aufzinsungs- und Zinsänderungseffekten wird davon ausgegangen, dass eine Änderung des Abzinsungssatzes erst zum Ende der Periode eintritt, so dass der Nominalbetrag der Verpflichtung mit dem Zinssatz zu Beginn der Periode aufgezinst wird. Entsprechendes gilt für eine Veränderung des Verpflichtungsumfangs. In Bezug auf den Verbrauch von Rückstellungen wird die Annahme getroffen, dass dieser ebenfalls erst zum Ende der jeweiligen Periode erfolgt. FremdwährungspositionenDie Währungsumrechnung erfolgt auf Basis des § 340h in Verbindung mit § 256a HGB. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Bewertungseffekte aus diesen Geschäften werden in den Sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Handelsgeschäfte werden nicht getätigt. Erträge und Aufwendungen in Fremdwährung werden grundsätzlich mit dem Stichtagskurs zum Zeitpunkt ihrer ergebniswirksamen Erfassung umgerechnet. Latente SteuernAufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft der Union Investment Institutional GmbH zum Organträger Union Asset Management Holding AG werden die latenten Steuern auf die inländischen temporären Differenzen der Union Investment Institutional GmbH auf Ebene des Organträgers ausgewiesen, sodass die Anhangangaben zu den latenten Steuern der Gesellschaft ebenfalls dort erfolgen. Erläuterungen zur BilanzAktivseiteForderungen an Kreditinstitute
Forderungen an KundenDie Forderungen an Kunden setzen sich wie folgt zusammen:
Dieser Posten beinhaltet Forderungen an Kunden, die im Wesentlichen aus Finanzportfolioverwaltung, Anlageberatung und Verwaltungsgebühren resultieren. Die Forderungen an Kunden sind innerhalb von drei Monaten fällig. Aktien und andere nicht festverzinsliche WertpapiereDer Posten enthält ausschließlich börsenfähige Wertpapiere der Liquiditätsreserve in Höhe von 160.181 TEuro, die nicht börsennotiert sind. Es handelt sich ausnahmslos um Investmentanteile der Union Investment Gruppe. Eigenanlagen im Sinne des § 285 Nr. 26 HGB gliedern sich wie folgt.
Entwicklung des Anlagevermögens
Die Investitionen der immateriellen Anlagewerte entfallen weitestgehend auf Vertriebsrechte und den Zugang von Softwarelizenzen samt Anschaffungsnebenkosten aus den Projekten. Der ausgewiesene Bilanzwert der Sachanlagen entspricht vollständig dem Wert der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen an die Investmentvermögen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Verwaltungsvergütungen für den Monat Dezember. PassivseiteSonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
FremdwährungAuf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Schulden bestehen in folgender Höhe:
Rückstellungen
Die Rückstellungen für den Personalbereich stellen sich wie folgt dar:
Aufgrund der teilweisen Ausfinanzierung der Altersversorgungsverpflichtungen über externe Versorgungsträger bestehen von Seiten der Gesellschaft keine direkten Zahlungsverpflichtungen gegenüber früheren Organmitgliedern.
Im Geschäftsjahr 2023 erfolgt analog des Vorjahres ein Bruttoausweis der Altersversorgungsverpflichtungen. In Anlehnung an den IDW RH FAB 1.021 werden die Verpflichtungen nun einheitlich auf der Aktiv- und der Passivseite bewertet. Hierbei werden die Leistungen, die von der VGU zu erwarten sind, von den Gesamtleistungen in Abzug gebracht (Leistungssaldierung). Der Barwert der verbleibenden Restansprüche wird dann mit den weiteren Vermögenswerten saldiert, um hieraus den notwendigen handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen zu ermitteln. Investmentfondsanteile, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen (hier Altersteilzeitverpflichtungen) dienen, sind gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet worden. Gleichermaßen wurde mit den Aufwendungen und Erträgen aus der Bewertung dieser - teilweise verpfändeten - Investmentfondsanteile und aus der Abzinsung der Rückstellungen (in Höhe von 6.672 TEuro) verfahren. Die Bewertung der Investmentfondsanteile erfolgt zum jeweils aktuellen Rücknahmepreis am Bilanzstichtag. Auf Grund der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen mit dem anzuwendenden 10-Jahresdurchschnittszinssatz ergibt sich im Vergleich mit dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz der Vorjahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 517 TEUR, der gemäß § 253 Abs.6 HGB einer Ausschüttungssperre unterliegt. Auf Grund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft der Gesellschaft zur Organträgerin Union Asset Management Holding AG und die sich hieraus ergebenden Erfordernisse der Abführung des Gesamtgewinns in Übereinstimmung mit denen in § 268 Abs.8 HGB geregelten Ausschüttungssperren, kommt die Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 HGB nicht zur Anwendung (§ 301 AktG). Entwicklung des Eigenkapitals
Sonstige finanzielle VerpflichtungenAn sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen Verpflichtungen aus Kfz-Leasingverträgen in Höhe von 495 TEuro. Die Gesellschaft hat der R+V Pensionsversicherung a.G. einen Gründungsstock in Höhe von 1.903 TEuro zugesagt; hiervon wurden per 31. Dezember 2023 423 TEuro eingezahlt. In den folgenden Geschäftsjahren sind auf Anforderung der R+V Pensionsversicherung a.G. ggf. weitere Beträge bis zur maximalen Höhe von 1.480 TEuro einzuzahlen. Der Stellung des weiteren Gründungsstocks stehen Verzinsungs- und Rückzahlungsansprüche an die R+V Pensionsversicherung a.G. gegenüber. Für Anteilinhaber verwaltete InvestmentvermögenHierbei handelt es sich ausschließlich um Wertpapier-Spezial-AIF sowie einen Wertpapier-Publikumsfonds. Die ausgewiesenen Volumina zum 31. Dezember 2023 basieren auf der Preisberechnung vom 29. Dezember 2023. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungProvisionserträge
Die Erträge aus der gruppeninternen Leistungsverrechnung resultieren im Wesentlichen aus Beratungstätigkeiten für das Fondsmanagement in Höhe von 86.466 TEuro sowie Vertriebstätigkeiten in Höhe von 57.698 TEuro. Provisionsaufwendungen
Die Aufwendungen für Leistungsverrechnungen innerhalb der Provisionsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen folgende Positionen:
Sonstige betriebliche Erträge
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
Die Aufwendungen für Leistungsverrechnungen innerhalb der Verwaltungsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen folgende Positionen:
Die Aufwendungen für die gruppeninterne Leistungsverrechnung resultieren aus der Auslagerung einzelner Teilbereiche der Gesellschaft auf die Schwestergesellschaften (insbesondere Fondsservices und IT-Leistungen) und an die Muttergesellschaft der Union Investment Gruppe. Die rechtliche Grundlage für die internen Leistungsverrechnungen bildet der Konzernrahmenvertrag. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im KreditgeschäftDer Posten enthält im Wesentlichen Zuschreibungen auf Investmentanteile der Liquiditätsreserve in Höhe von 3.439 TEuro und Veräußerungsgewinne auf Investmentanteile der Liquiditätsreserve in Höhe von 77 TEuro. Demgegenüber stehen Abschreibungen auf Investmentanteile der Liquiditätsreserve in Höhe von 49 TEuro. Die Zuschreibungen resultieren aus der Bewertung der Wertpapiere der Liquiditätsreserve, die Kursgewinne insbesondere aus der Veräußerung von Dotationen (Seed Money). Sonstige AngabenAnzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter
Angaben zum AbschlussprüferhonorarAuf die Angabe des von dem Abschlussprüfer berechneten Gesamthonorars wird gemäß § 285 Nr.17 HGB verzichtet. Bezüge der Geschäftsführung und des AufsichtsratesAuf die Angabe der Bezüge des Aufsichtsrates wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Bezüge der Geschäftsführung betragen im Berichtszeitraum 3.563 TEuro. Aufsichtsrat
Geschäftsführer
Mandate der Geschäftsführer
GesellschafterDas Stammkapital der Gesellschaft per 31. Dezember 2023 beträgt 9.100 TEuro. Alleinige Gesellschafterin ist die Union Asset Management Holding AG, Weißfrauenstraße 7, 60311 Frankfurt am Main. GewinnverwendungGemäß § 1 des Gewinnabführungsvertrages vom 9. August 2002 in der Fassung vom 15. Juni 2020 zwischen der Union Asset Management Holding AG und der Union Investment Institutional GmbH wird der Gewinn in Höhe von 27.848 TEuro an die Union Asset Management Holding AG abgeführt. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Geschäftsjahresabschluss nicht ereignet. Datum / Unterschriften
Frankfurt am Main, den 31. Januar 2024 Union Investment Institutional GmbH Klaus Bollmann Thomas Bossert NIcolas Freyer Bernhard Kraus Harald Rieger Leif Schönstedt BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Union Investment Institutional GmbH, Frankfurt am MainPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Union Investment Institutional GmbH, Frankfurt am Main , - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Union Investment Institutional GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 1. Februar 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Peetz, Wirtschaftsprüfer ppa. Dinko Grgat, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat ließ sich während des Geschäftsjahres 2023 in Erfüllung seiner gesetzlichen und satzungsgemäßen Aufgabe insbesondere in zwei Sitzungen von der Geschäftsführung über die allgemeine Geschäftsentwicklung, wichtige Einzelvorgänge und die personelle Entwicklung sowie in einer Sitzung von der Internen Revision über deren Feststellungen berichten. Ereignisse und Maßnahmen von besonderer Bedeutung wurden vor allem im Rahmen der turnusmäßigen Sitzungen behandelt. Soweit notwendig, wurden Einzelfälle gesondert beraten. Die Geschäftsführung hat den Jahresabschluss und den Lagebericht aufgestellt und dem Abschlussprüfer zur Prüfung vorgelegt. Durch die Gesellschafterversammlung am 9. Februar 2023 war PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Frankfurt am Main, zum Abschlussprüfer gewählt und anschließend vom Aufsichtsrat mit der Prüfung beauftragt worden. Diese Gesellschaft hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der Geschäftsführung geprüft und in Anwesenheit des Abschlussprüfers behandelt. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterversammlung, den vorgelegten Jahresabschluss festzustellen und den Bilanzgewinn wie vorgeschlagen zu verwenden. Ausgehend von der in § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG in Verbindung mit § 18 Abs. 2 KAGB kodifizierten Verpflichtung des Aufsichtsrates zur Überwachung der Qualität der Abschlussprüfung befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit geeigneten Beurteilungskriterien und verabschiedete entsprechende Leitlinien. Zur Überwachung der Qualität der Abschlussprüfung für das Jahr 2023 hat der Aufsichtsrat die PricewaterhouseCoopers GmbH um einen Qualitätsbericht gebeten, in dem die von der Prüfungsgesellschaft getroffenen Prozesse und Maßnahmen zur Qualitätssicherung, u.a. zur Auftragsannahme und -fortführung sowie zur unabhängigen auftragsbegleitenden Qualitätssicherung, erläutert werden. Außerdem beurteilte der Aufsichtsrat selbst die Qualität der Abschlussprüfung anhand der von ihm zuvor beschlossenen Indikatoren.
Frankfurt am Main, 13. Februar 2024 Der Aufsichtsrat André Haagmann, Vorsitzender Beschlussfassung über die Feststellung des Jahresabschlusses 2023 und die Verwendung des ErgebnissesAm 13. Februar 2024 hat die Gesellschafterversammlung der Union Investment Institutional GmbH den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 festgestellt. Der Jahresüberschuss in Höhe von 27.847.695,90 EUR wurde aufgrund eines bestehenden Gewinnabführungsvertrags an die Union Asset Management Holding AG abgeführt. |
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