Herrmann Holding GmbH

Master Data

Registry
Register court München HRB 152865
Previous
Herrmann GmbH
Registered
6/17/2004
Industry
Manufacture of prepared feeds for farm animalsManufacture of prepared pet foodsManufacture of plastic packing goods
Purpose
Übernahme, Verwaltung und Veräußerung von Beteiligungen und Unternehmen aller Art ausschließlich für eigene Rechnung, insbesondere im Bereich der Herstellung und des Vertriebs von Tiernahrung.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Managing Director

Beneficial Owners

89.60% identified10.40% unresolved

Identified persons (1)

Unresolved chains (1)

NameOwnership
10.40%

Shareholders

2 shareholders

GmbH structure

München
€22,400
89.60%
Germany
€2,600
10.40%

Holdings

NameOwnership
100.00%
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Herrmann GmbH

Glonn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Das Unternehmen ist auf dem Gebiet der Herstellung und des Vertriebs von Bio Hunde- und Katzennahrung tätig. Hierbei produziert das Unternehmen White Label Produkte.

Die Eigenmarke "Herrmann ́s Manufaktur" wurde im Geschäftsjahr 2023 an einen neuen Markeninhaber veräußert.

Das Unternehmen ist auf die Entwicklung und Produktion von individuellen Handelsmarken spezialisiert. Der Absatzmarkt liegt vorrangig im deutschsprachigen Raum mit Schwerpunkt in Deutschland.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Bereiche Produktentwicklung und Verfahrensoptimierung nehmen eine zentrale Stellung ein. So entwickeln wir laufend gemeinsam mit unseren Kunden und Ernährungsberatern neue Produkte und Rezepturen. Darüber hinaus ist die Produktion neben den üblichen Anlagen aus der Lebensmittelindustrie auch mit maßgeschneiderten und selbstentwickelten Verfahren und Anlagen ausgestattet, um die bestmöglichen Produktionsergebnisse zu erzielen.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen für die Tiernahrungsindustrie im Jahr 2023 wurden von verschiedenen Faktoren beeinflusst, sowohl auf makroökonomischer Ebene als auch durch branchenspezifische Trends.

Die Tiernahrungsindustrie 2023 war von einer Vielzahl von wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Faktoren beeinflusst. Während der Markt für hochwertige und nachhaltige Produkte weiter wuchs, standen die Unternehmen vor Herausforderungen durch steigende Rohstoffpreise, geopolitische Unsicherheiten und wirtschaftliche Belastungen der Konsumenten. Die Branche musste sich anpassen, indem sie Innovationen vorantrieb, um den sich ändernden Verbraucherbedürfnissen gerecht zu werden und zugleich mit den Herausforderungen der Makroökonomie umzugehen.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland kam im Jahr 2023 im krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Das Bruttoinlandsprodukt sank insgesamt preisbereinigt um 0,3 % (Vorjahr +1,8 %). Die Heimtiernahrungsindustrie verzeichnete währenddessen aufgrund des anhaltend hohen Niveaus der Heimtierpopulation in Deutschland und inflationsbedingten Preisanpassungen mit 11,4 % Umsatzplus einen starken Anstieg.

Die Erzeugerpreise blieben im Jahr 2023 auf einem hohen Niveau, waren aber im Vergleich um 2,4 % niedriger als im Jahresdurchschnitt 2022. Den größten Einfluss auf den Rückgang der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahr hatte die Entwicklung der Energiepreise. Im Durchschnitt sanken die Energiepreise gegenüber dem Vorjahr um 12,6 %.

2.2 Geschäftsverlauf

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für das Unternehmen sind die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss.

Das Geschäftsjahr 2023 verlief für die Herrmann GmbH zufriedenstellend. Die Umsatzerlöse sind, bedingt durch den Verkauf der Eigenmarke, entsprechend der Prognose des Vorjahres, leicht gesunken (T€ 19.189; Vorjahr: T€ 22.421).

Der Ertrag aus dem Asset Deal im Zusammenhang mit dem Verkauf der Markenrechte und der damit zusammenhängenden Nutzungsrechte, Namens- und Unternehmenskennzeichenrechte (T€ 11.896) hatte wesentlichen Einfluss auf den deutlich gestiegenen Jahresüberschuss.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 50 (Vorjahr: 61) Arbeitskräfte beschäftigt. Mit der Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter sind wir äußerst zufrieden. Es haben umfangreiche Schulungen stattgefunden zur Steigerung der Produktivität.

2.3 Lage des Unternehmens

2.3.1 Ertragslage

Der Jahresüberschuss beträgt im Geschäftsjahr T€ 10.580 (Vorjahr: T€ 4.261) und ist damit gegenüber dem Vorjahr entsprechend der Prognose des Vorjahres um 148 % gestiegen, bedingt im Wesentlichen durch den Ertrag aus dem Asset Deal.

Der Personalaufwand ist aufgrund der Reduzierung der Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr um T€ 321 gesunken.

Infolge der Investitionen der vergangenen Jahre sind die Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr um T€ 66 auf T€ 820 gestiegen. Auf Grund des Markenverkaufs und der damit verbundenen Verminderung der Umsatzerlöse haben sich die Kosten der Warenabgabe auf T€ 638 (Vorjahr: T€ 1.447) reduziert.

Die Gesamtkapitalrentabilität (Betriebsergebnis im Verhältnis zur Bilanzsumme) ist im Geschäftsjahr 2023 auf 44,9 % (Vorjahr: 31,8 %) gestiegen.

2.3.2 Finanzlage

2.3.2.1 Kapitalstruktur

Bei einer im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Bilanzsumme (+75 %) sowie einem gestiegenen Eigenkapital (+99,1 %), ergibt sich eine Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 von 68,7 % (Vorjahr: 60,4 %).

2.3.2.2 Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen von insgesamt T€ 462 getätigt. Die Investitionen wurden in folgenden Bereichen getätigt:

• Erweiterung Produktions- und Abfüllkapazitäten

• Investitionen in Stapler und Hubwagen

• Investitionen in Digitalisierung

Die Herrmann GmbH hat in den letzten drei Jahren viele Anstrengungen hinsichtlich der Digitalisierung unternommen. Es wurden durch unternehmensinterne Umfragen die Prioritäten ermittelt und diese werden interaktiv durch das kontinuierliche Gespräch mit den Mitarbeitern angepasst.

Folgende Projekte werden z.Z. geplant bzw. realisiert (Kernpunkte):

• Einführung eines neuen MDE/BDE-Systems für Einkauf, Verkauf

• sowie Anknüpfung an Drittsysteme.

• Optimierung der Produktion

• Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung der IT-Sicherheit

• Optimierung aller Autoklaven durch den Einsatz neuer Schaltschränke, welche an ein Leitsystem geknüpft werden

2.3.2.3 Liquidität

Die Finanzierung der Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 462 erfolgte aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

Die liquiden Mittel haben sich auf Grund des gestiegenen Jahresüberschusses um T€ 7.115 auf T€ 9.070 deutlich erhöht. Infolgedessen ist auch der Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit angestiegen.

Bezüglich der Fristigkeiten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verweisen wir auf den Anhang. Die Darlehen sind marktüblich verzinst.

2.3.3 Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 hat sich der Buchwert des Anlagevermögens gegenüber dem Stichtag des Vorjahres um T€ 893 auf T€ 6.582 erhöht. Die Vorräte sind um T€ 325 auf T€ 2.052 gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des im Zusammenhang mit dem Markenverkauf vereinbarten Earn-Out-Zahlung von T€ 2.423 auf T€ 4.787 um 97,6 % zum Vorjahr angestiegen.

Als Folge des gestiegenen Jahresüberschusses haben sich die Steuerrückstellungen um T€ 1.085 auf T€ 3.027 erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber dem Vorjahres-Stichtag um T€ 265 auf T€ 1.687 gesunken, die sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 1.415 auf T€ 2.081 gestiegen.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 prognostizieren wir eine rückläufige Entwicklung. Wir gehen davon aus, dass durch die weiterhin erhöhte Inflationsrate die Kaufkraft der Kunden geschwächt ist und sich negativ auf die Nachfrage auswirken wird. Zudem ist mit einer rückläufigen Konjunktur in Deutschland und den asiatischen Märkten zu befürchten.

Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Rückgang des Umsatzes auf ca. T€ 17.000 und aufgrund des Wegfalls des Einmaleffekts des Asset Deals mit einem Rückgang des Jahresüberschusses auf ca. T€ 1.700 - T€ 2.300.

Für 2025 rechnen wir im Vergleich zu 2024 mit einem moderaten Umsatzrückgang und einem moderaten Rückgang des Jahresüberschusses.

Eine besondere Bedeutung für den Erfolg des Unternehmens hat weiterhin die Rohwarenbeschaffung in ausreichender Menge und Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen. Das Unternehmen rechnet im Geschäftsjahr 2024 mit steigenden Rohwaren- und Verpackungspreisen, Personalkosten sowie unverändert hohen Kosten im Bereich der Instandsetzung des Produktionsmaschinenparks.

3.2 Chancenbericht

Der weitere Ausbau des Bestandskundengeschäfts durch Produktinnovationen, Akquisition von Neukunden sowie die weitere Internationalisierung bieten neben weiteren Investitionen in moderne Produktionsanlagen für die Zukunft weiterhin gute Entwicklungsmöglichkeiten.

3.3 Risikobericht

Die Gesellschaft fakturiert in Euro und bezieht ihre Güter und Leistungen im Wesentlichen in Euro und ist daher keinen nennenswerten Währungsrisiken ausgesetzt. Weiterhin wird die Personalakquise ein Risiko bleiben, da aufgrund des ausgedünnten Arbeitsmarktes und der exponierten Lage nur wenig qualifiziertes Fachpersonal zur Verfügung steht.

Eine besondere Bedeutung für den Erfolg des Unternehmens kommt der Rohwarenbeschaffung in ausreichender Menge und Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen zu. Hierzu schließt die Gesellschaft entsprechende Kontingentvereinbarungen mit den Lieferanten im Vorfeld ab.

Aus der aktuellen wirtschaftlichen Lage in Deutschland und weltweit können außerdem wirtschaftliche Risiken entstehen. Der derzeitige Ukrainekrieg sowie die weitere Verschärfung von internationalen Spannungslagen haben auch Folgen auf die Weltwirtschaft sowie die Kaufkraft im vorrangig belieferten deutschen Markt. Etwaige negative Folgen für unsere Geschäftskunden sowie das Endkundengeschäfts sind nur sehr schwer einzuschätzen.

Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend und es sind keine Engpässe zu erwarten. Im Wesentlichen bestehen die Finanzinstrumente des Unternehmens aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben sowie Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten.

Die Herrmann GmbH verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein angemessenes Debitorenmanagement.

Die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung bestehender Risiken sind aus Sicht der Gesellschaft als ausreichend zu bewerten. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, sind derzeit nicht zu erwarten.

 

Glonn, den 26. März 2025

gez. Erich Herrmann

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.582.175,00 5.689.482,17
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 82.833,00 134.171,00
II. Sachanlagen 4.330.330,00 4.789.799,17
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 63.991,00 50.536,00
2. technische Anlagen und Maschinen 3.616.809,00 4.130.854,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 459.330,00 477.939,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 190.200,00 130.470,17
III. Finanzanlagen 2.169.012,00 765.512,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 769.012,00 765.512,00
2. Sonstige Finanzanlagen 1.400.000,00
B. Umlaufvermögen 16.883.493,62 7.631.586,70
I. Vorräte 2.052.321,00 2.377.670,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.760.879,28 3.298.242,66
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 723.586,74 482.019,48
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.037.292,54 2.816.223,18
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.070.293,34 1.955.674,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 181.525,50 188.226,40
Summe Aktiva 23.647.194,12 13.509.295,27

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 16.237.359,56 8.157.450,71
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 172.491,15 172.491,15
III. Bilanzgewinn 16.039.868,41 7.959.959,56
B. Rückstellungen 3.349.570,00 2.246.519,44
C. Verbindlichkeiten 4.060.264,56 3.105.325,12
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.687.364,50 1.952.788,50
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.372.900,06 1.152.536,62
Summe Passiva 23.647.194,12 13.509.295,27

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 21.167.375,88 13.935.050,20
2. Personalaufwand 3.352.464,03 3.673.061,23
a) Löhne und Gehälter 2.884.349,24 3.129.666,15
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 468.114,79 543.395,08
davon für Altersversorgung 6.744,00 6.624,00
3. Abschreibungen 820.142,60 753.887,25
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 820.142,60 753.887,25
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.970.032,41 4.114.154,14
5. Erträge aus Beteiligungen 266.698,98 292.828,39
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 159.727,09 32,44
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 28.317,63 35.193,16
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.830.237,53 1.375.533,80
9. Ergebnis nach Steuern 10.592.607,75 4.276.081,45
10. sonstige Steuern 12.698,90 13.459,90
11. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.861,11
12. Jahresüberschuss 10.579.908,85 4.260.760,44
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.959.959,56 4.199.199,12
14. Ausschüttung 2.500.000,00 500.000,00
15. Bilanzgewinn 16.039.868,41 7.959.959,56

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 267, 276, 288 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Herrmann GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Glonn
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 152865

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu Anschaffungskosten in Höhe von 250 EUR wurden im Jahr der Anschaffung voll als Aufwand verrechnet. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 251 EUR und 800 EUR wurden einzeln aufgezeichnet und im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

In den Ausleihungen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 1.400.000,00 enthalten.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 174.278,00 1.538,50 10.810,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 174.278,00 1.538,50 10.810,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 81.408,00 18.341,23 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 6.055.046,37 134.841,00 242.874,85
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 933.231,54 118.180,37 85.175,03
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 130.470,17 190.200,00 85.470,17
Summe Sachanlagen 7.200.156,08 461.562,60 413.520,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 765.512,00 3.500,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 1.400.000,00 0,00
Summe Finanzanlagen 765.512,00 1.403.500,00 0,00
Summe Anlagevermögen 8.139.946,08 1.866.601,10 424.330,05
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 165.006,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 165.006,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 99.749,23
2. technische Anlagen und Maschinen 45.000,00 5.992.012,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 966.236,88
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -45.000,00 190.200,00
Summe Sachanlagen 0,00 7.248.198,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 769.012,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 1.400.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 2.169.012,00
Summe Anlagevermögen 0,00 9.582.217,13
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.107,00 52.875,50 10.809,00 0,00 82.173,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 40.107,00 52.875,50 10.809,00 0,00 82.173,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.872,00 4.886,23 0,00 0,00 35.758,23
2. technische Anlagen und Maschinen 1.924.192,37 631.126,50 180.115,35 0,00 2.375.203,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 455.292,54 131.254,37 79.640,03 0,00 506.906,88
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 2.410.356,91 767.267,10 259.755,38 0,00 2.917.868,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.450.463,91 820.142,60 270.564,38 0,00 3.000.042,13
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 82.833,00 134.171,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 82.833,00 134.171,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 63.991,00 50.536,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 3.616.809,00 4.130.854,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 459.330,00 477.939,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 190.200,00 130.470,17
Summe Sachanlagen 0,00 4.330.330,00 4.789.799,17
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 769.012,00 765.512,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 1.400.000,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 2.169.012,00 765.512,00
Summe Anlagevermögen 0,00 6.582.175,00 5.689.482,17

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden mit dem gleitenden Durchschnittswert ermittelt.

Fertige Erzeugnisse

Die fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten unter Einbeziehung angemessener Anteile der Material- und Fertigungsgemeinkosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert.

Erkennbare Risiken sind durch angemessene Abwertung berücksichtigt.

Wegen des allgemeinen Kreditrisikos erfolgte eine Pauschalwertberichtigung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1 % auf den bereinigten Nettoforderungsbestand.

Mitzugehörigkeitsvermerk:

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber

- Gesellschaftern in Höhe von EUR 3.315,36

enthalten.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten stellen Aufwand für nachfolgende Abrechnungsperioden dar. Sie sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Eigenkapital

Im Bilanzgewinn in Höhe von EUR 16.039.868,41 ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 7.959.959,56 enthalten.

Steuerrückstellungen/Sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Art der Rückstellung Stand zum 31.12.2023
EUR
Gewährleistung 16.200,00
Personalkostenrückstellungen 108.268,00
Prozesskosten 122.000,00
übrige Rückstellungen 75.780,00
Sonstige Rückstellungen gesamt 322.248,00

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 EUR kleiner 1 J.
EUR
1 bis 5 J.
EUR
größer 5 J.
EUR
gegenüber Kreditinstituten 1.687.364,50 265.424,00 1.017.508,50 404.432,00
Vorjahr 1.952.788,50 265.424,00 1.060.708,50 626.656,00
aus Lieferungen und Leistungen 291.555,59 291.555,59 0,00 0,00
Vorjahr 486.677,42 486.677,42 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 2.081.344,47 2.081.344,47 0,00 0,00
Vorjahr 665.859,20 665.859,20 0,00 0,00
Summe 4.060.264,56 2.638.324,06 1.017.508,50 404.432,00
Vorjahr 3.105.325,12 1.417.960,62 1.060.708,50 626.656,00

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Die nachfolgende Darstellung zeigt Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit Sicherung Betrag
EUR
Vermerk
gegenüber Kreditinstituten 1.687.364,50 a), b)
Summe 1.687.364,50

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

a = Forderungsabtretung

b = Sicherungsübereignung

Mitzugehörigkeitsvermerk:

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber

- Gesellschaftern in Höhe von EUR 1.507.118,98

enthalten.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Art des Vertrages Zahlungsverpflichtung 2024
TEUR
Zahlungsverpflichtung 2025 - 2027
TEUR
Maschinenleasing 170 251

Die jährliche Miete für die Geschäftsgrundstücke beträgt TEUR 437 und entfällt in voller Höhe auf verbundene Unternehmen. Die Verträge laufen bis 30.08.2039 bzw. 30.06.2031 mit Option auf Verlängerung.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Es besteht zum Bilanzstichtag eine selbstschuldnerische Bürgschaft der Gesellschaft für Bankverbindlichkeiten eines Tochterunternehmens mit einem Höchstbetrag in Höhe von TEUR 1.300 und TEUR 3.150, die zum Bilanzstichtag mit TEUR 1.256 und TEUR 2.643 valutieren.

Das Risiko der Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis wurde auf Basis der zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestehenden Erkenntnisse über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Tochterunternehmens als gering eingestuft.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erträge aus Beteiligungen entfallen in voller Höhe auf Erträge aus verbundenen Unternehmen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein außergewöhnlicher Ertrag aus dem Asset Deal im Zuammenhang mit dem Verkauf der Markenrechte und die damit zusammenhängenden Nutzungsrechte, Namens- und Unternehmenskennzeichenrechte, produktspezifischen Rechte und Domains in Höhe von TEUR 11.896 enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 50. Davon waren 7 Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich und 43 Mitarbeiter im gewerblichen Bereich tätig.

Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Der Geschäftsführung gehörten an:

Erich Herrmann ausgeübter Beruf: Kaufmann

Geschäftsführungsvergütung

Die Angabe zu den Bezügen des Geschäftsführers unterbleibt unter Hinweis auf § 286 (4) HGB.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
EUR
Eigenkapital 31.12.2023
EUR
Herrmann Verwaltungs GmbH / Aßling 100,00% 2.577,66 31.995,39
Herrmann Grundstücks GmbH & Co. KG / Aßling 100,00% 255.667,45 749.012,00

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Erich Herrmann, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bescheinigung

Den vollständigen Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Herrmann GmbH, Glonn, haben wir geprüft.

Für die Offenlegung nimmt die Gesellschaft die gemäß § 327 HGB eingeräumten größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch.

Diesem einzureichenden Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 erteilen wir folgende Bescheinigung:

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir am 26. März 2025 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Herrmann GmbH, Glonn

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Herrmann GmbH, Glonn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Herrmann GmbH, Glonn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Für das Vorhandensein der ausgewiesenen Vorräte in Höhe von T-EUR 2.052 zum 31. Dezember 2023 konnten wir keine ausreichenden geeigneten Prüfungsnachweise erlangen, da wir die Inventur nicht beobachten und entsprechende Prüfungshandlungen durchführen konnten. Durch alternative Prüfungshandlungen konnten wir ebenfalls keine hinreichende Sicherheit hinsichtlich des Vorhandenseins der zum Abschlussstichtag ausgewiesenen Vorräte erreichen.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 26. März 2025

FALK GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Andreas Heinzel, Wirtschaftsprüfer

gez. Jacek Wiench, Wirtschaftsprüfer

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