Master Data

Registry
Register court Köln HRB 95808
Registered
10/1/2018
Industry
Operation of sewage treatment facilitiesStorage of gas as part of network supply servicesOperation of railroad infrastructure
Purpose
der Betrieb von Versorgungsnetzen, z.B. des Stromnetzes im CHEMPARK an den Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen und den Standorten Monheim und Leverkusen-Bürrig.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Claudia Flurer
since 10/29/2025
Managing Director
Christian Schröders
since 10/29/2025
Procura
Florian Köberle
since 6/6/2023
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€25,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

NETCUR GmbH

Leverkusen

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Tätigkeitsabschlüsse für das Geschäftsjahr 2023.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen des Unternehmens

II. Wirtschaftsbericht

A.) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

III. Geschäftsverlauf

IV. Lage

A.) Finanzielle Leistungsindikatoren

B.) Ertragslage

C.) Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage

D.) Berichterstattung gemäß § 6b Abs. 7 EnWG zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG

V. Prognosebericht

VI. Chancen- und Risikobericht

A.) Risikobericht

B.) Risikoberichterstattung

Strategisch

Operativ

Finanziell

Umweltrisiken (Sicherheit, Energie)

C.) Chancenbericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die NETCUR GmbH (NETCUR) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Currenta GmbH & Co. OHG (CURRENTA) und verfügt über ein Stammkapital von 25 T Euro. Sitz der Gesellschaft ist Leverkusen. Die Tätigkeit der NETCUR ist darauf ausgerichtet, als Stromverteilnetzbetreiber eine höchstmögliche Versorgungssicherheit in ihrem Versorgungsgebiet sicherzustellen. Dieses umfasst das Stromnetz im CHEMPARK an den Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen sowie das Stromnetz an den Standorten Monheim und Leverkusen-Bürrig.

Zwischen der NETCUR und der CURRENTA bestehen ein Betriebsführungs- und Pachtvertrag. Entsprechend dem Gesellschaftszweck werden sämtliche technische und kaufmännische Dienstleistungen (inkl. Messstellenbetrieb) von der CURRENTA bezogen. Aus diesem Grund verfügt NETCUR über kein eigenes Personal. Das Eigentum an den Stromnetzen, Grundstücken und sonstigen Anlagen einschließlich der Zähler liegt überwiegend bei der Verpächterin CURRENTA. Nach zwei Sacheinlagen, welche Ende 2021 und Anfang 2022 vorgenommen worden und einer Übertragung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens Ende 2023 , verfügt NETCUR über einen Teil der betriebsnotwenigen Anlagen zum Stromnetz. Die NETCUR ist in den Cash-Pool-Verbund der CURRENTA eingebunden.

Als grundzuständiger Messstellenbetreiber bezieht die NETCUR Leistungen im Zusammenhang mit dem Messstellenbetrieb auf der Grundlage des Betriebsführungsvertrags von der CURRENTA.

II. Wirtschaftsbericht

A.) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Als Stromverteilnetzbetreiber an bedeutenden CHEMPARK-Standorten in Deutschland ist der Geschäftsverlauf der NETCUR insbesondere von der Entwicklung der chemisch-pharmazeutischen Industrie sowie der konjunkturellen Entwicklung beeinflusst. Im Jahr 2023 belasteten die, durch den Ukrainekrieg bedingte, Energiekrise, geopolitische Spannungen, die anhaltende Inflation sowie die geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland die deutsche Wirtschaft. Das preisbereinigte BIP ist im Jahr 2023 um ca. 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Rezession und Krise der deutschen Wirtschaft wirkten sich auch spürbar auf die chemisch-pharmazeutischen Industrie aus.

Laut dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) wurde im Geschäftsjahr 2023 krisenbedingt ein Umsatzrückgang um 12 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Sowohl Erzeugerpreise als auch Aufträge und Verkaufsmengen waren rückläufig. Aufgrund stark gestiegener Energiepreise und der Grundstoffmangellage sank die Produktion um rund 8 %. Die langfristige Entwicklung der chemisch-pharmazeutischen Industrie beeinflusst stark den Stromverbrauch der Bestandskunden in dem Chemieparkstandorten und bestimmt damit das NETCUR-Geschäft.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Wesentliche branchenbezogene Rahmenbedingungen für den Betrieb von Stromnetzen stellen das Energiewirtschaftsgesetz und seine Verordnungen, insbesondere die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) sowie die Anreizregulierungsverordnung (ARegV), dar.

Folgende behördliche und gerichtliche Verfahren und Festlegungen haben Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der NETCUR:

Mit Urteil vom 2. September 2021 hat der Europäische Gerichtshof festgestellt, dass Deutschland gegen die Binnenmarktrichtlinien Strom und Gas aus dem Jahr 2009 verstoßen hat, indem der deutsche Gesetzgeber die ausschließliche Zuständigkeit der Bundesnetzagentur (BNetzA) im Bereich der Netzzugangs- und Entgeltregulierung durch eine detaillierte inhaltliche Vorstrukturierung in Verordnungen missachtet und damit ihre Unabhängigkeit beschränkt hat. Dementsprechend muss das Regulierungssystem in Deutschland überprüft und neu strukturiert werden. Die BNetzA wird mehr administrative Entscheidungsspielräume und mehr Verantwortung in diesem Prozess erhalten.

Am 21. Oktober 2021 erließ die BNetzA die Festlegungen zu den kalkulatorischen Eigenkapitalzinssätzen Strom für die 4. Regulierungsperiode (RP) der Anreizregulierung. Demnach reduzieren sich die Zinssätze für Neuanlagen von 6,91 % auf 5,07 % und für Altanlagen von 5,12 % auf 3,51 % vor Körperschaftsteuer. Das OLG Düsseldorf hat mit Beschluss vom 30. August 2023 aufgrund der Beschwerde von rund 900 Netzbetreibern die erlassene Festlegung aufgehoben. Mit der Begründung einer fehlenden Plausibilisierung der Marktrisikoprämie im Hinblick auf die Gewährleistung einer angemessenen Verzinsung wurde die BNetzA zur Neufestlegung verpflichtet. Die Entscheidung des OLG Düsseldorf liegt zur Überprüfung dem Bundesgerichtshof vor.

Die BNetzA hat ein Verfahren zur Bestimmung des Eigenkapitalzinssatzes für Neuanlagen im Kapitalkostenaufschlag eingeleitet. Abweichend vom vorherigen Vorgehen soll durch eine jährliche Anpassung des Basiszinses die aktuellen Entwicklungen der Zinsen an Kapitalmärkten besser berücksichtigt werden und ein höherer Anreiz für Neuinvestitionen geschaffen werden. Bereits am 14. August 2023 wurde die Höhe des kalkulatorischen Fremdkapitalzinssatzes für Verteilernetzbetreiber im Kapitalkostenaufschlag neu festgelegt. Beide Festlegungen gelten für nach dem 31. Dezember 2023 aktivierte Anlagegüter bzw. Anlagen im Bau.

Alle erforderlichen Unterlagen für die Kostenprüfung zur Ermittlung des Ausgangsniveaus für die 4. RP wurden abgegeben. Ein Festlegungsbescheid von der Landesregulierungskammer NRW steht noch aus.

NETCUR hat für die 4. RP die Teilnahme am Vereinfachten Verfahren gewählt, woraus ein vorgegebener pauschaler Effizienzwert i.H.v. 97,01 % resultiert.

Im Geschäftsjahr 2023 waren folgende energiewirtschaftliche Gesetzesänderungen von besonderer Bedeutung für die NETCUR:

Das Inkrafttreten der EnWG-Novelle Ende 2023, ausgelöst durch das EuGH-Urteil vom 02.09.2021, legt den Grundstein für eine erhebliche Veränderung des Regulierungssystems durch eine Kompetenzverlagerung vom Gesetzgeber hin zur BNetzA. Bisherige Verordnungsermächtigungen der Bundesregierung werden in Festlegungskompetenzen für die BNetzA umgewandelt, so dass der Gesetzgeber zukünftig stärker auf eine allgemeinere Rahmensetzung beschränkt wird und der BNetzA deutlich größeren Spielraum bei der Gestaltung der Regulierung zukommt. Konkret werden die bisherigen Regulierungs-Verordnungen Gas- NZV, StromNZV, GasNEV, StromNEV und ARegV zeitlich gestaffelt auslaufen und die BNetzA

wird diese durch eigene Festlegungen ersetzen. In der Novelle wurden zahlreiche weitere Änderungen beispielsweise zu Regelungen für zuschaltbare Lasten oder zur Beschleunigung des Netzausbaus vorgenommen.

Das grundlegend überarbeitete Messstellenbetriebsgesetz ist zum 27.05.2023 in Kraft getreten und regelt neben dem gesetzlichen Rollout-Fahrplan, der verpflichtend ab 2025 beginnt, insbesondere eine neue Kostenverteilung unter Beteiligung des Netzbetreibers. Dies rechtfertigt sich nach der Gesetzesbegründung aus der Rolle der Netzbetreiber als größte Profiteure des neuen MsbG, da ihnen durch die Digitalisierung ein verbesserter Netzbetrieb und effizientere Netzplanung ermöglicht wird.

III. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war im Wesentlichen durch die reduzierten Abnahmemengen der Kunden geprägt. Die NETCUR hat im Berichtsjahr 2023 4,7 TWh Strom an Letztverbraucher ausgespeist (Vorjahr 5,4 TWh). Netzaus- und -umbau werden durch die CURRENTA ausgeführt und wirken erhöhend auf die künftig zu leistenden Pachtentgelte. Neuansiedlungen von Produktionsbetrieben und Produktionserweiterungen im CHEMPARK werden mit neuen Netzanschlüssen und Netzentwicklungsmaßnahmen der NETCUR in Abstimmung mit der CURRENTA begleitet.

Im Geschäftsjahr 2023 belief sich der an die Muttergesellschaft CURRENTA gezahlte Pachtzins für das Stromnetz unverändert gegenüber dem Vorjahr auf 22,0 Mio. Euro.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 erfolgte durch die Gesellschafterin CURRENTA eine entgeltliche Übertragung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Die Anschaffungskosten der übertragenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens belaufen sich auf 51,4 Mio. Euro. Zum Bilanzstichtag wurde eine entsprechende Verbindlichkeit erfasst.

Weitere unterstützende Leistungen erfolgten auf Basis der Betriebsführungsvereinbarung durch die CURRENTA als Dienstleister. Dabei blieb das Entgelt für die von der Muttergesellschaft erbrachten Dienstleistungen im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr mit 38,0 Mio. Euro (Vorjahr: 38,0 Mio. Euro) unverändert.

IV. Lage

A.) Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse sowie das Bruttoergebnis vom Umsatz betrachtet. Neben den aufgeführten Leistungsindikatoren ist das Net Working Capital als finanzieller Erfolgsindikator bestimmt. Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt innerhalb der Berichterstattung über den Geschäftsverlauf, die Lage und die Prognose an den jeweils relevanten Stellen.

B.) Ertragslage

Aufgrund stark gestiegener Energiepreise und der von der Bundesregierung ausgerufenen Energiesparmaßnahmen als Folge des Kriegs zwischen der Ukraine und Russland wurden kundenseitig teilweise die Produktionen gedrosselt. Aufgrund von Erhöhungen der gesetzlichen Umlagen konnte die NETCUR im Geschäftsjahr 2023 die Umsatzerlöse von 160,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 165,2 Mio. Euro steigern. Dabei wurde das geplante Umsatzziel um 4,5 Mio. Euro übertroffen.

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft werden hauptsächlich durch den Transport von Elektrizität über das Stromnetz erzielt. Die Netzentgelte werden auf Basis der durch die Landesregulierungskammer beschiedenen Erlösobergrenzen kalkuliert. Wesentlicher Einflussfaktor auf die Entwicklung der Umsatzerlöse ist das individuelle Abnahmeverhalten. Aufgrund der im Berichtsjahr 2023 niedrigeren ausgespeisten Strommenge in Höhe von 4,7 TWh (Vorjahr: 5,4 TWh) und einer niedrigeren Erlösobergrenze sind die Einnahmen für Netznutzungsentgelte in der NETCUR auf 136,1 Mio. Euro (Vorjahr 141,9 Mio. Euro) gesunken.

Die Darstellung zeigt die Umsatzerlöse des Jahres 2022 und 2023 nach Leistungsfeldern.

Mio. Euro 2022 2023
Elektrizitätsverteilung 141,9 136,1
gesetzliche Umlagen 17,2 28,5
sonstige Erlöse 1,3 0,6
Gesamtumsatz 160,4 165,2

Für das Geschäftsjahr 2023 haben nicht alle Kunden wie geplant die Grenzen für die Netzentgeltreduzierung nach § 19 Abs. 2 StromNEV erreicht. Wie in der Vergangenheit hat die NETCUR dieplanmäßig festgesetzten Erstattungen für den Ausgleich der entgangenen Erlöse vom Übertragungsnetzbetreiber grundsätzlich in voller Höhe vereinnahmt. Durch die Nichterreichung der Voraussetzungen für individuelle Netzentgeltreduzierung hat die NETCUR im Laufe des Jahres 2023 Korrekturen der Kundenabrechnungen vorgenommen. Gleichzeitig ist in Höhe der hinfällig gewordenen Erstattungen eine Rückerstattungsverpflichtung gegenüber dem Übertragungsnetzbetreiber entstanden. Da sowohl die Erstattungen als auch die an die Kunden weitergegebenen Gutschriften in den Umsatzerlösen grundsätzlich saldiert gezeigt werden, wurden auch die Rückerstattungen und Korrekturen im Umsatz abgebildet. Die Umsatzerlöse blieben davon insgesamt unberührt.

Darüber hinaus wurde die Reduzierung der Rückstellung für das Regulierungskonto um 0,6 Mio. Euro (im Vorjahr Erhöhung um 1,5 Mio.) umsatzsteigernd berücksichtigt.

Umsatzerlöse aus Leistungen im Zusammenhang mit "modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen" wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht erzielt.

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein dem Vorjahr entsprechendes negatives Bruttoergebnis vom Umsatz prognostiziert. Das Bruttoergebnis vom Umsatz fiel mit -10,4 Mio. Euro (Vorjahr - 4,1 Mio. Euro) schlechter als geplant aus. Dies ist vor allem auf die stark unterhalb der regulatorischen Erlösobergrenze realisierten Umsätze zurückzuführen. Außerdem belasteten Scharfabrechnungen der dezentralen Einspeisevergütung für das Vorjahr das Ergebnis. Damit hat sich im Geschäftsjahr 2023 das negative Ergebnis nach Steuern der NETCUR auf -9,0 Mio. Euro (Vorjahr - 4,3 Mio. Euro) verschlechtert.

Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der CURRENTA fallen in der Gesellschaft keine Ertragsteuern an. Das Ergebnis wird im Rahmen des mit der CURRENTA bestehenden Ergebnisabführungsvertrags ausgeglichen.

C.) Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich die Bilanzsumme der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr um 102,3 Mio. Euro auf 176,5 Mio. Euro (Vorjahr 74,2 Mio. Euro).

Dabei stieg das Sachanlagevermögen aufgrund eines Anlagenübertrags seitens der Muttergesellschaft um 51,4 Mio. EUR sowie neuerworbener Anlagen im Bau in Höhe von 0,2 Mio. Euro und unter Berücksichtigung der Abschreibung in Höhe von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr 1,3 Mio. Euro) auf 61,0 Mio. Euro (Vorjahr 10,4 Mio. Euro).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände erhöhten sich um 52,0 Mio. Euro auf 114,5 Mio. Euro (Vorjahr 62,5 Mio. Euro). Hierbei stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Mio. Euro auf 15,7 Mio. Euro (Vorjahr 9,5 Mio. Euro), während die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 45,8 Mio. Euro auf 98,8 Mio. Euro (Vorjahr 53,0 Mio. Euro) stiegen. Dazu führte mit 95,7 Mio. Euro (Vorjahr 47,4 Mio. Euro) im Wesentlichen der um 48,3 Mio. Euro höhere Cash- Pool-Bestand. Hier spiegelt sich die von den Kunden, die die Befreiungsgrenzen im Geschäftsjahr 2023 nicht erreichen konnten, erhaltenen und einbehaltenen Netzentgeltreduzierungen wider.

Die sonstigen Rückstellungen sanken durch die Anpassung der Rückstellung für das Regulierungskonto um 0,6 Mio. Euro auf 1,8 Mio. Euro (Vorjahr 2,4 Mio. Euro).

Insbesondere die Tatsache, dass im Jahr 2023 mehrere Kunden die Kriterien für die Netzentgeltreduzierung nicht erreicht haben, führte, verbunden mit der Rückzahlungsverpflichtung gegenüber dem Übertragungsnetzbetreiber, zum Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 46,4 Mio. Euro auf 86,7 Mio. Euro (Vorjahr 40,3 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 54,2 Mio. Euro auf 58,5 Mio. Euro (Vorjahr 4,3 Mio. Euro) maßgeblich hierfür war vor allem der Übertrag im Anlagevermögen mit 51,4 Mio. Euro.

Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich zudem um 2,1 Mio. Euro auf 2,8 Mio. Euro (Vorjahr 0,7 Mio. Euro).

Erhaltene Baukostenzuschüsse für Kundenanschlüsse an das Stromnetz führten zu einem Anstieg des passiven Rechnungsabgrenzungspostens um 0,9 Mio. Euro auf insgesamt 4,1 Mio. Euro (Vorjahr 3,4 Mio. Euro).

Für das Jahr 2023 war ein stabiles Net Working Capital geplant. Trotz der deutlichen Unterschreitung der Erlösobergrenze stieg das Net Working Capital zum Ende des Geschäftsjahres 2023 um 1,4 Mio. Euro auf 16,1 Mio. Euro (Vorjahr 14,7 Mio. Euro). Dabei stand dem Anstieg der kurzfristigen Forderungen um 52,1 Mio. Euro ein Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten um 50,7 Mio. Euro gegenüber.

Darüber hinaus führten die oben genannten Veränderungen zu einem positiven Cashflow aus operativer Tätigkeit in Höhe von 39,4 Mio. Euro (Vorjahr 46,5 Mio. Euro). Dieser beinhaltet mit 32,4 Mio. Euro (Vorjahr 18,5 Mio. Euro) erhaltene und einbehaltene Erstattungen vom Übertragungsnetzbetreiber. Während im Cashflow aus Investitionstätigkeit Auszahlungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro zu verzeichnen sind, wurden im Rahmen des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit 9,0 Mio. Euro (Vorjahr 0,6 Mio. Euro) vereinnahmt. Schließlich standen der NETCUR zum Jahresende 2023 Finanzmittel in Höhe von 95,8 (Vorjahr 47,4 Mio.) Euro zur Verfügung.

Cashflow aus in Mio. Euro 2022 2023
operativer Tätigkeit 46,5 39,4
Investitionstätigkeit 0,0 -0,1
Finanzierungstätigkeit 0,6 9,0
Veränderung Finanzmittel 47,1 48,3
Finanzmittel am Ende der Periode 47,4 95,8

Die Finanzlage der Gesellschaft ist im Wesentlichen dadurch beeinflusst, dass sämtliche Leistungsverrechnungen mit der CURRENTA über gesonderte Verträge geregelt sind. Während die Einnahmen aus Netzentgelten einer mengen- und preisgenauen Abrechnung unterliegen, erfolgen die Ausgaben grundsätzlich auf Basis monatlicher Abschläge.

Von stetig wachsender Bedeutung ist die Vielzahl der sogenannten durchlaufenden Posten, wie zum Beispiel Umlagen auf Netzentgelte, bei denen sich Einnahmen und Ausgaben jeweils in gleicher Höhe teilweise mit Zeitversatz gegenüberstehen. Um den erhöhten Finanzierungsbedarf zu decken, wurde von der Gesellschafterin CURRENTA Ende des Geschäftsjahres 2021 eine Kapitaleinlage in Höhe von 10 Mio. Euro in bar geleistet.

Entscheidend für die Finanzlage ist auch, dass die Investitionen in das gepachtete Verteilnetz durch die Verpächterin erfolgen. Um die Planbarkeit der Finanzierung bei der Verpächterin und den Investitionsbedarf bei der Pächterin NETCUR sicherzustellen, werden in regelmäßigen Abständen Finanzierungs- und Investitionsbedarf zwischen den Parteien abgestimmt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden durch die Muttergesellschaft CURRENTA 5,8 Mio. Euro (Vorjahr 10,6 Mio. Euro) in das Stromnetz investiert.

Die Finanzierung der NETCUR wird ausschließlich über CURRENTA als Alleingesellschafterin sichergestellt.

D.) Berichterstattung gemäß § 6b Abs. 7 EnWG zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die Muttergesellschaft CURRENTA verpachtet das Elektrizitätsverteilnetz an die Gesellschaft, wodurch entsprechende Aufwendungen entstehen. Die wesentlichen Erträge des Tätigkeitsbereichs ergeben sich aus den Netzentgelten.

Die NETCUR hat als rechtlich selbstständige Betreiberin von Elektrizitätsverteilnetzen auf ihren Tätigkeitsabschluss im Lagebericht einzugehen. Für die Gesellschaft ergeben sich nach § 6b Abs. 3 EnWG folgende Unternehmenstätigkeiten:

Elektrizitätsverteilung

Messstellenbetrieb Strom

Die Erlöse und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Elektrizitätsverteilung und dem grundzuständigen Messstellenbetrieb werden gemäß den gesetzlichen Vorgaben buchhalterisch getrennt erfasst. Das Jahresergebnis in den einzelnen Tätigkeitsbereichen ist aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags immer ausgeglichen. Dem Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung ist ein negatives Ergebnis nach Steuern von 8.892 T Euro (Vorjahr 4.167 T Euro) zuzuordnen. Der Tätigkeitsbereich Messstellenbetrieb Strom weist ein negatives Ergebnis nach Steuern von 125 T Euro (Vorjahr 165 T Euro) auf. Die Bilanzsumme ist 2023 zu 100 % dem Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung zuzuordnen.

V. Prognosebericht

Der zukünftige Geschäftsverlauf der NETCUR wird zum einen von der gesamtwirtschaftlichen Lage und zum anderen vom regulatorischen sowie politischen Umfeld beeinflusst. Aufgrund der im bisherigen Jahresverlauf immer noch bestehenden Rezessionsstimmung in der deutschen Wirtschaft und der chemisch-pharmazeutischen Industrie sind die Erwartungen für die folgenden Monate eher verhalten und es wird frühestens 2025 mit einer nachhaltigen Verbesserung gerechnet.

Die von der NETCUR verteilte Energiemenge im bisherigen Jahresverlauf zeigt immer noch einen unterdurchschnittlichen Trend im Vergleich zum historischen Niveau. In Anbetracht der niedrigen Abnahmemengen der Kunden geht die Geschäftsführung der NETCUR davon aus, dass die Produktion im CHEMPARK und damit das Geschäft der Netzverteilung zwar weiterhin von der schwierigen wirtschaftlichen und geopolitischen Lage beeinflusst wird, aber eine Stabilisierung der Abnahmemengen im Laufe des Jahres 2024 erfolgen wird.

Die Geschäftsführung erwartet unter Berücksichtigung der beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Lage und weiterer Rahmenbedingungen (erhöhte Kosten für vorgelagerte Netzbetreiber) für das Geschäftsjahr 2024 einen leicht höheren Umsatz (Ist 2023: 165,2 Mio. Euro) und ein verbessertes, aber weiterhin negatives Bruttoergebnis vom Umsatz (Ist 2023: 9,0 Mio. Euro) aufgrund der Erhöhung des Netzentgelts sowie der geplanten Kostensteuerung im Geschäftsjahr 2024. Damit einhergehend möchte die Geschäftsführung das Net Working Capital im kommenden Geschäftsjahr stabil im Vergleich zum Vorjahresniveau halten. Eine konkrete Einschätzung zur weiteren Entwicklung des Energiemarkts und der daraus resultierenden Auswirkungen auf die NETCUR sind schwer abzusehen, da sowohl aus regulatorischer Perspektive mit Blick auf diverse Gesetzesänderungen als auch seitens der Kunden mit Blick auf das individuelle Abnahmeverhalten Einflussfaktoren bestehen. Jedoch wird die NETCUR die mögliche Veränderung des Energiemarkts weiterhin beobachten, um eine möglichst stabile Geschäftsentwicklung zu erreichen.

Das Betriebsführungsentgelt sowie das Pachtentgelt stellen die wesentlichen Kosten des Netzbetriebs dar. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich Betriebsführungsentgelte und Pachtentgelte für das Geschäftsjahr 2024 aufgrund des in 2023 vorgenommenen Asset-Transfers verringern werden. Grundsätzlich hält die Geschäftsführung weiterhin am Pachtmodell fest. Daher ergeben sich hieraus keine wesentlichen Finanzierungstätigkeiten. Des Weiteren sind keine Investitionen durch die Netzgesellschaft geplant, die Auswirkung auf die zukünftige Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage haben könnten.

Der operative Netzausbau, Netzumbau, die gesamte Erneuerungs- sowie Erweiterungsstrategie für alle Netze und Anlagen werden vor dem Hintergrund des politisch initiierten Energiewandels hin zur Elektrifizierung mittel- und langfristig durch den stetigen Wandel und das derzeitige prognostizierte Wachstum der CHEMPARK-Standorte geprägt sein.

VI. Chancen- und Risikobericht

Zur Umsetzung des standardisierten Chancen- und Risikomanagementsystems auf Basis der konzernweit einheitlichen Konzeption und Berichterstattung der NETCUR wurde die CURRENTA im Rahmen des Dienstleistungsvertrags beauftragt.

Risiken und Chancen sind in der NETCUR definiert als negative bzw. positive Abweichungen von genehmigten Planwerten. Die Berichterstattung erstreckt sich auf den Zeitraum der Mittelfristplanung, kann bei übergeordneten bzw. längerfristigen Risiken aber auch darüber hinausreichen. Für die Risiken und Chancen werden - sofern möglich - Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten festgelegt.

A.) Risikobericht

Beschreibung des Risikomanagements

Im Rahmen des Risikomanagements werden die risikobehafteten Prozesse der Netzgesellschaft durch entsprechend benannte Risikoverantwortliche von der Muttergesellschaft CURRENTA klassifiziert, bewertet und überwacht. Die Ergebnisse werden dokumentiert und berichtet. Durch einheitliche und konsistente Grundlagen für ein Internes Kontrollsystem sowie Risikomanagement stehen der Geschäftsführung und dem Gesellschafter die erforderlichen Informationen zur Risikoüberwachung und -steuerung zur Verfügung.

Das Risikomanagement ist somit zentrales Element der Unternehmensführung innerhalb der NETCUR. Insbesondere vor dem Hintergrund der Energiekrise war das Geschäftsjahr 2023 für die CURRENTA-Gruppe ein Jahr mit vielen Herausforderungen. Die aufgeführten Risiken sind trotz der Risikoklasse "Unwahrscheinlich" mit den regulatorischen Mechanismen für die NETCUR eingetroffen.

B.) Risikoberichterstattung

Strategisch

Auch wenn Netzbetreiber durch den "natürlichen Monopolcharakter" der Netze in der Regel keinem direkten Wettbewerb ausgesetzt sind, können sie sich den technologischen, regulatorischen und ökonomischen und nachhaltigen Veränderungstreibern der Energiewende nicht verschließen.

Die sich zukünftig für die NETCUR ergebenden Risiken sind im Wesentlichen abhängig von politischen Entscheidungen bzw. der Rechtsprechung zu regulatorischen Themen. Durch die ggf. notwendige Anpassung des Strommarktdesigns mit Blick auf Klimaneutralität und Energiekrise ist es erforderlich für die NETCUR, diese Transformation mit einem konsequenten Risikomanagement und einer kontinuierlichen Analyse des politischen und regulatorischen Umfeldes zu unterstützen.

Operativ

Die Ertragslage der NETCUR wird maßgeblich durch die Auswirkungen der Anreizregulierung auf die Netzentgelte beeinflusst. Die Regulierung birgt in den Fragen der Kostenanerkennung sowie der Effizienz sowohl Risiken als auch Chancen. Das Prinzip des Regulierungskontos sowie der jährlich an die Realität der dauerhaft nicht beeinflussbaren Kostenanteile näher anzupassenden Erlösobergrenze und damit der Netzentgelte garantiert langfristig den Gesamtausgleich. Weitere Risiken, die sich aus der Anreizregulierungsverordnung ergeben, bestehen in der Anwendung von Ermessensspielräumen in der Regulierungspraxis der Bundesnetzagentur und Landesregulierungskammer NRW. Abweichende Rechtsauffassungen, aber auch fehlerhafte Datenauswertungen seitens der Bundesnetzagentur und Landesregulierungskammer NRW können unsachgerechte Erlösminderungen bei den Verteilnetzbetreibern zur Folge haben.

Die auch durch das Energiewirtschaftsgesetz geforderte Versorgungssicherheit und Funktionsfähigkeit der Netze und der dazugehörigen Anlagen werden entsprechend der Kernaufgabe eines Netzbetreibers durch kontinuierliche Instandhaltung nach anerkannt technischen Regelwerken in Verbindung mit einem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem gewährleistet. Im Falle auftretender Störungen bzw. damit im Zusammenhang stehender Restrisiken aus dem Betrieb der Netzinfrastrukturen greifen hinsichtlich etwaiger Personen- und Sachschäden entsprechend angemessen abgeschlossene konzernweite Versicherungen der CURRENTA-Gruppe. Da die regulatorischen Risiken als niedrig eingeschätzt werden, ist eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft derzeit nicht erkennbar.

Das derzeitige Geschäftsmodell der Gesellschaft ist im Wesentlichen von der Pacht der Verteilnetze abhängig. Es ist nicht zu erwarten, dass die Pachtbeziehung beendet wird. Sollten die Pachtgegenstände auf andere übergehen, bestünde grundsätzlich ein Risiko der Pachtbeendigung. Dieses Risiko wird als gering eingeschätzt.

Finanziell

Die finanzielle Leistungsfähigkeit der NETCUR wird durch einen zwischen der NETCUR GmbH und der Currenta GmbH & Co. OHG geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag sowie ein Cash-Pooling- System gesichert. Aufgrund dessen wird das finanzielle Risiko als gering eingeschätzt.

Umweltrisiken (Sicherheit, Energie)

Um eine möglichst sichere, preisgünstige, effiziente und umweltverträgliche Versorgung zu erreichen, wurde die NETCUR bereits in das Energiemanagementsystem integriert. In diesem System werden entsprechend Energiekennzahlen und Effizienzmaßnahmen geplant, um mögliche energetische Risiken zu vermeiden.

Arbeitsunfälle und andere Ereignisse können zu Verletzungen und Gesundheitsschädigungen bei Mitarbeitern, aber auch zu einer Beeinträchtigung von Kunden und anderen Unternehmen an unseren Standorten führen. Diesen Risiken steuert die NETCUR durch eine regelmäßige und sorgfältige Analyse entgegen, um dadurch Unfälle und Ereignisse zu vermeiden, obwohl die Tätigkeit der Mitarbeiter in der NETCUR im Rahmen des Betriebsführungsvertrags durch die CURRENTA zur Verfügung gestellt wird.

C.) Chancenbericht

Die Chancen für die NETCUR sind in der Umsetzung einer effektiven Zusammenarbeit mit den unterstützenden Einheiten der CURRENTA, dem weiteren Aufbau des Regulierungs-Know-hows mit Fokus auf die Anreizregulierung sowie einer, im Zweifel zu erstreitenden, sachgerechten und unternehmensspezifischen Netzentgeltregulierung zu sehen. In diesem Zusammenhang wird die Möglichkeit genutzt den Prozess der Weiterentwicklung des Regulierungsrahmens, der der BNetzA die vom Europäischen Gerichtshof geforderte größere Unabhängigkeit verschafft, zu begleiten und aktiv mitzugestalten. Die transformierten Regelungen in der Kosten- bzw. Erlösbestimmung, der Anreizregulierung sowie der Entgeltbildung und Zugangsregulierung werden Auswirkungen auf die zukünftigen Rahmenbedingungen des Netzgeschäftes haben und bringen die Notwendigkeit einer strategischen Überprüfung der regulatorischen Ausrichtung mit sich. Darüber hinaus müssen die Chancen, die der Gesetzgeber in den mannigfaltigen Energiethemen eröffnet, beobachtet und ergriffen werden. Insbesondere das Messstellenbetriebsgesetz bietet neben den großen Herausforderungen auch vielfältige Chancen für unsere Kunden, da Smart Meter kurz- bis mittelfristig sowohl die Netzeffizienz als auch die Netzstabilität verbessern wird. Insbesondere das gesunde Wachstum unserer im CHEMPARK produzierenden Kunden stellt die wesentliche Chance auf Geschäftswachstum der NETCUR dar. Durch die stabilen und nachhaltigen Versorgungsstrukturen trägt die NETCUR zur Attraktivität und damit langfristig zum Wachstum des CHEMPARK maßgeblich bei.

Zur strategischen Weiterentwicklung wurden von der CURRENTA Ende 2021, Anfang 2022 und Ende 2023 betriebsnotwendige Anlagen wie beispielsweise Schalteinrichtungen und Transformatoren sowie 10 Mio. Euro Barmittel eingelegt. Diese Erhöhung des Eigenkapitals zum ersten Mal nach der Gründung stellt einen wichtigen Meilenstein zur stabileren und selbstständigeren Entwicklung der NETCUR dar.

Zu dem Trend Nachhaltigkeit und Energiewende sieht die NETCUR große Chancen, durch ihre Rolle als Verteilnetzbetreiber im CHEMPARK durch zuverlässige Stromnetzstruktur die innovativen und nachhaltigen Kundenprojekte zu ermöglichen.

Die Geschäftsführung schätzt die Entwicklung der Gesellschaft trotz der genannten Risiken als nicht gefährdet ein. Gleichzeitig sieht die Geschäftsführung in einer beschleunigten Umsetzung der Energiewende einhergehend mit Automatisierung und dem kurzfristigen Einsatz von Smart Metern die Möglichkeit, kurz- bis mittelfristig Vorteile gegenüber der Konkurrenz zu erzielen. Aus diesem Grund geht die Geschäftsführung von einer langfristigen positiven Entwicklung der Gesellschaft aus.

 

Leverkusen, den 15. Juli 2024

NETCUR GmbH

Die Geschäftsführung

Florian Köberle

Bilanz zum 31. Dezember 2023

NETCUR GmbH, Leverkusen

AKTIVA in €

Anhang 31.12.2022 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielles Anlagevermögen (9)
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.348.643,03 932.614,77
II. Sachanlagen (10)
1. technische Anlagen und Maschinen 10.354.676,15 61.015.106,92
11.703.319,18 61.947.721,69
B. Umlaufvermögen
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (11)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.478.272,08 15.699.674,45
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 52.980.811,08 98.837.750,38
3. sonstige Vermögensgegenstände 0,00 0,00
III. Guthaben bei Kreditinstituten (12) 0,00 0,00
62.459.083,16 114.537.424,83
74.162.402,34 176.485.146,52

PASSIVA in €

A. Eigenkapital (13)
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 22.432.872,31 22.432.872,31
22.457.872,31 22.457.872,31
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen (14) 2.390.110,80 1.795.170,25
C. Verbindlichkeiten (15)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 40.331.349,34 86.768.689,51
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.343.255,99 58.478.441,18
3. Sonstige Verbindlichkeiten 697.356,86 2.824.697,50
45.371.962,19 148.071.828,19
D. Rechnungsabgrenzungsposten (16) 3.942.457,04 4.160.275,77
74.162.402,34 176.485.146,52

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

NETCUR GmbH, Leverkusen

in € Anhang Geschäftsjahr 01.01.-31.12.2022 Geschäftsjahr 01.01.-31.12.2023
1. Umsatzerlöse (1) 160.448.062,66 165.183.200,79
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 164.647.822,30 175.640.755,29
3. Bruttoergebnis vom Umsatz -4.199.759,64 -10.457.554,50
4. Vertriebskosten 0,00 0,00
5. Allgemeine Verwaltungskosten 0,00 0,00
6. Sonstige betriebliche Erträge (2) 16.813,17 18.693,41
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (5) 1.451,93 34.397,34
8. Operatives Ergebnis -4.184.398,40 -10.473.258,43
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (6) 18.006,17 1.455.909,20
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (7) 165.491,32 0,00
11. Finanzergebnis -147.485,15 1.455.909,20
12. Ergebnis nach Steuern -4.331.883,55 -9.017.349,23
13. Erträge aus Ergebnisabführungsvertrag (8) 4.331.883,55 9.017.349,23
14. Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

NETCUR GmbH, Leverkusen

Grundlagen

Der Jahresabschluss der NETCUR GmbH (NETCUR) ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften (§ 42 GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Leverkusen und wird beim Amtsgericht Köln unter der Registernummer HRB 95808 geführt.

Die NETCUR ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gesellschaft wurde zum 26. September 2018 als 100%ige Tochtergesellschaft der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen, gegründet. Die Geschäftstätigkeit als Stromnetzbetreiber an den Chemieparkstandorten Leverkusen, Dormagen, Monheim und Krefeld-Uerdingen hat die NETCUR zum 1.1.2019 aufgenommen.

NETCUR ist ein konzernverbundenes vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen i.S. des § 3 Nr. 38 EnWG mit der Folge der Kontentrennungspflicht nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Die NETCUR GmbH wird über die Currenta GmbH & Co. OHG (Currenta) in den Konzernabschluss der Currenta Group Holdings S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Konzernunternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Currenta Group Holdings S.à r.l. wird im Unternehmensregister unter der Registernummer HR B 221.866 veröffentlicht.

Die NETCUR ist in eine umsatzsteuerliche und ertragsteuerliche Organgesellschaft des Organträgers Currenta GmbH & Co. OHG eingebunden. Darüber hinaus besteht zur Optimierung der konzernweiten Liquidität eine Cash-Pooling-Vereinbarung zwischen dem Cash-Pool-Teilnehmer NETCUR und dem Cash-Pool-Träger Currenta GmbH & Co. OHG.

ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Zur Optimierung der Kapitalverzinsung hat die Muttergesellschaft Currenta GmbH & Co. OHG mit Wirkung zum 31.12.2021 eine Kapitaleinlage in Höhe von 18,4 Mio. EUR geleistet, wovon 10 Mio. EUR bar und 8,4 Mio. EUR in Form von Anlagevermögen eingelegt worden sind. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 hat die Gesellschafterin die Sacheinlage um weitere 4,1 Mio. EUR auf insgesamt 22,5 Mio. EUR aufgestockt. Zum 31.12.2023 hat die Gesellschaft weiteres Anlagevermögen in Höhe 51,4 Mio. EUR von der Muttergesellschaft Currenta GmbH & Co. OHG erworben. Damit verfügt die NETCUR über eigenes Anlagevermögen, pachtet aber weiterhin wesentliche und für den Stromnetzbetrieb notwendige Vermögensgegenstände von der Currenta GmbH & Co. OHG.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Dabei werden selbsterschaffene immaterielle Vermögensgegenstände nicht aktiviert. Es handelt sich bei den immateriellen Vermögensgegenständen ausschließlich um geleistete Baukostenzuschüsse mit einer Nutzungsdauer von 10 Jahren.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen.

Nutzungsdauer der Sachanlagen

Schaltanlagen und Transformatoren zwischen 6 und 10 Jahre

Für selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG angewendet. Im Zugangsjahr erfolgt die vollständige Abschreibung, sofern die jeweiligen Anschaffungskosten 800,00 EUR nicht übersteigen. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Sobald der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, erfolgt eine Wertaufholung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Da die NETCUR GmbH Organgesellschaft der Currenta GmbH & Co. OHG ist, sind latente Steuern gemäß § 274 HGB auf Unterschiede zwischen den angesetzten handelsrechtlichen Werten und den entsprechenden steuerrechtlichen Werten der Currenta als Organträger zuzurechnen und daher im Abschluss der NETCUR GmbH nicht berücksichtigt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Diskontierungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, die von der Deutschen Bundesbank monatlich publiziert werden.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Vereinnahmte Baukostenzuschüsse werden unter dem Bilanzposten passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und als "Sonstige Betriebsvorrichtungen" analog den Abschreibungstabellen der chemischen Industrie über eine Laufzeit von 20 Jahren zu Gunsten der Umsatzerlöse linear aufgelöst. Spiegeln sich erhaltene Baukostenzuschüsse im Anlagevermögen wider, wird nach der Bruttomethode bilanziert und in Höhe des erhaltenen Baukostenzuschusses ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet und analog dem Anlagevermögen abgeschrieben.

Die gesetzlichen Umlagen werden in den Umsatzerlösen und Materialaufwendungen brutto ausgewiesen. Dagegen werden die Erstattungen und Gutschriften im Rahmen der individuellen Netzentgelte innerhalb der Umsatzerlöse saldiert.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

2022 2023
Umsätze nach Leistungsfeldern EUR EUR
Stromnetzentgelt 141.896.14,54 136.056.699,91
gesetzliche Umlagen 17.204.193,23 28.531.560,33
moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme 0,00 0,00
sonstige Erlöse 1.347.725,89 594.940,55
160.448.062,66 165.183.200,79

Die Umsatzerlöse wurden zu 31,0 % (Vorjahr 39,5 %) mit dem Übertragungsnetzbetreiber aus der Erstattung der individuellen Netzentgelte nach § 19 Abs. 2 S. 2 StromNEV erzielt, die übrigen Umsatzerlöse entfallen auf Chemiepark-Kunden. Die sonstigen Erlöse wurden im Wesentlichen im Rahmen technischer Dienstleistungen für Chemiepark-Kunden erzielt. Außerdem spiegelt sich hier die Anpassung der Erlösobergrenze wider. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Rückstellung für Mehrerlöse in Höhe von 594.940,55 EUR reduziert, welche im Vorjahr in Höhe von 1.461.840,30 EUR gebildet wurde.

(2) sonstige betriebliche Erträge

2022 2023
EUR EUR
sonstige betriebliche Erträge 16.813,17 18.693,41

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren in der Berichtsperiode im Wesentlichen aus erhaltenen Investitionszuschüssen in Höhe von 14.960,31 EUR. Im Vorjahr resultierten diese aus der Auflösung der pauschalen Wertberichtigung in Höhe von 16.813,06 EUR entsprechend dem Rückgang der Forderungen gegenüber Dritten. Im Geschäftsjahr 2023 ist es zu keinen periodenfremden Erträgen im Sinne von § 285 Nr. 32 HGB gekommen.

(3) Materialaufwand

2022 2023
EUR EUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.254.654,44 7.122.298,37
- davon vermiedene Netznutzungsentgelte 3.254.654,44 7.122.298,37
Aufwendungen für bezogene Leistungen 161.289.672,18 168.248.886,90
- davon Aufwendungen für überlassene Netzinfrastruktur 21.999.996,00 21.999.999,96
- davon Aufwendungen für vorgelagerte Netze 79.456.620,97 79.456.620,97
- davon Aufwendungen für Betriebsführung 38.000.004,00 38.000.000,04
- davon moderne Messeinrichtungen und intelligente Messeinrichtungen 38.000.004,00 38.000.000,04
165.000,00 125.004,00
- davon sonstige Aufwendungen 21.668.051,21 28.667.261,93
164.544.326,62 175.371.185,27

(4) Abschreibungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 erfolgten planmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von 1.370.037,59 EUR (Vorjahr 1.331.597,63 EUR).

(5) sonstige betriebliche Aufwendungen

2022 2023
EUR EUR
sonstige betriebliche Aufwendungen 1.451,93 34.397,34

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren mit 34.397,34 EUR (Vorjahr 1.330,62 EUR) aus der pauschalen Wertberichtigung von Forderungen. Im Vorjahr resultierten die Aufwendungen im Wesentlichen aus Bankspesen.

Periodenfremde Aufwendungen sind, wie im Vorjahr, nicht enthalten.

(6) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

2022 2023
EUR EUR
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.006,17 1.455.909,20
- davon aus verbundenen Unternehmen 1.455.909,20 EUR (Vorjahr 18.006,17 EUR)

(7) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

2022 2023
EUR EUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 165.491,32 0,00
- davon an verbundene Unternehmen 0,00 EUR (Vorjahr 165.491,32 EUR)

Das Zinsergebnis resultiert ausschließlich aus dem Cash-Pool mit der Currenta GmbH & Co. OHG.

(8) Erträge aus Verlustübernahme

Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags mit der Muttergesellschaft Currenta GmbH & Co. OHG wird der Verlust des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 9.017.349,23 EUR (Verlust Vorjahr 4.331.883,55 EUR) von dieser übernommen. Eine entsprechende Forderung wurde erfasst.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(9) Immaterielle Vermögensgegenstände

(EUR) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Summe
Bruttowerte 01.01.2023 1.764.671,30 1.764.671,30
Zugänge 0 0
Bruttowerte 31.12.2023 1.764.671,30 1.764.671,30
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 416.028,27 416.028,27
Zugänge 0 0
Abschreibungen 416.028,27 416.028,27
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023 832.850,72 832.850,72
Nettowerte 31.12.2023 932.614,77 932.614,77
Nettowerte 01.01.2023 1.348.643,03 1.348.643,03

Hierbei handelt es sich ausschließlich um an Dritte geleistete Baukostenzuschüsse zur Sicherstellung der Netzversorgung.

10) Sachanlagen

(EUR) Technische Anlagen und Maschinen Summe
Bruttowerte 01.01.2023 11.270.245,51 11.270.245,51
Zugänge 51.614.440,09 51.614.440,09
Bruttowerte 31.12.2023 62.884.685,60 62.884.685,60
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 915.569,36 915.569,36
Zugänge 0,00 0,00
Abschreibungen 954.009,32 954.009,32
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023 1.869.578,68 1.869.578,68
Nettowerte 31.12.2023 61.015.106,92 61.015.106,92
Nettowerte 01.01.2023 10.354.676,15 10.354.676,15

Die Zugänge im Anlagevermögen betreffen mit 51,4 Mio. Euro größtenteils die Übertragung von Sachanlage der Muttergesellschaft Currenta zum 31.12.2023. Es handelt sich hierbei um diverse technische Maschinen und Geräte wie Transformatoren und Schaltanlagen.

(11) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2022 31.12.2023
EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.478.272,08 15.699.674,45
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 52.980.811,08 98.837.750,38
- davon aus Lieferungen und Leistungen 1.205.210,69 1.339.068,56
- davon gegen Gesellschafter 52.923.226,61 98.721.773,38
62.459.083,16 114.537.424,83

Pauschale Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 39.658,70 EUR (Vorjahr 11.058,70 EUR).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen den Gesellschafter aus dem Cash-Pool in Höhe von 95.781.332,59 EUR (Vorjahr 47.443.716,84 EUR) sowie aus der noch ausstehenden Ergebnisabführung in Höhe von 1.717.349,23 EUR (Vorjahr 4.331.883,45 EUR).

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

(12) Guthaben bei Kreditinstituten

Im Geschäftsjahr 2022 wurde das Bankkonto zugunsten des Cash-Pools aufgelöst.

(13) Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und vollständig eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt 25.000,00 EUR.

(14) Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen betreffen die Verpflichtungen aus dem Regulierungskonto in Höhe von 1.795.170,25 EUR (Vorjahr 2.390.110,80 EUR). Der Rückgang der Rückstellung resultiert aus den Mindererlösen des Geschäftsjahres.

(15) Verbindlichkeiten

31.12.2022 31.12.2023
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 40.331.349,34 86.768.689,51
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.343.255,99 58.478.441,18
- davon aus Lieferungen und Leistungen 175.944,49 447.877,69
- davon aus Cash-Pool 0,00 0,00
- davon gegenüber Gesellschafter 4.343.255,99 58.478.441,18
sonstige Verbindlichkeiten 697.356,86 2.824.697,50
45.371.962,19 148.071.828,19

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen mit 50.130.682,81 EUR (Vorjahr 35.672.302,03 EUR) gegenüber einem Übertragungsnetzbetreiber vor allem für die Netzentgeltabrechnung gemäß § 19.2 für das Geschäftsjahr 2023.

Wesentliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Muttergesellschaft in Höhe von 58.478.441,18 EUR und betreffen mit 51.414.141,53 EUR den Übertrag der Sachanlagen im Anlagevermögen. Im Vorjahr resultierten diese mit 4.167.311,50 EUR aus der umsatzsteuerlichen Organschaft.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten, wie im Vorjahr, ausschließlich kreditorischen Debitoren.

Darüber hinaus sind die Verbindlichkeiten des Geschäftsjahres wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

(16) Rechnungsabgrenzungsposten

31.12.2022 31.12.2023
EUR EUR
Stromnetzanschlüsse 3.942.457,04 4.160.275,77

Es handelt sich hierbei überwiegend um abgegrenzte Umsatzerlöse für erhaltene Baukostenzuschüsse für Stromnetzanschlüsse von Kunden. Diese werden entsprechend der Abschreibungsdauer über eine Laufzeit von 20 Jahren realisiert.

SONSTIGE ANGABEN

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt, wie im Vorjahr, keine Arbeitnehmer.

Haftungsverhältnisse

Die Konzernmuttergesellschaft Currenta Group Holdings S.à r.l. (vormals InfraChem Holdings S.à.r.l.) hat mit einem Bankenkonsortium eine Kreditvereinbarung in Form eines "Facilities Agreement" in Höhe von ca. einer Milliarde Euro abgeschlossen, das im Wesentlichen zur Finanzierung des Kaufpreises der Currenta-Gruppe dient. Zusätzlich umfasst die Vereinbarung Kreditlinien zur Finanzierung von Investitionen und Avale zur Sicherstellung des laufenden Geschäftsbetriebs. Unverändert gegenüber dem Vorjahr hat die Currenta-Gruppe zum Stichtag aus dem Facilities Agreement 920 Mio. EUR als Darlehen in Anspruch genommen.

Im Rahmen des Kreditvertrags fungieren Currenta und alle wesentlichen Tochter- und Enkelgesellschaften und damit auch die NETCUR als Garanten gegenüber dem finanzierenden Bankenkonsortium für sämtliche aus dem Vertrag zu leistenden Zahlungen.

Darüber hinaus wurden gegenüber den Kreditgebern folgende Sicherheiten eingeräumt:

Verpfändung von Kontoguthaben, wobei die Gesellschaften grundsätzlich befugt bleiben, bis zum Eintritt eines Verwertungsfalls über die Kontenguthaben zu verfügen. Die NETCUR verfügt zum Stichtag über keinerlei Bankguthaben, da sie in den Cash-Pool der Currenta eingezogen wird.

Sicherungsabtretung von Forderungen aus Intercompany-Darlehen gegen andere Gesellschaften der Currenta-Gruppe, wobei die Gesellschaften grundsätzlich befugt bleiben, bis zum Eintritt eines Verwertungsfalls über die Forderungen zu verfügen. Es bestehen zum Stichtag keine Intercompany-Darlehen mit der NETCUR.

Mit einer Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen und Sicherheiten wird aufgrund der positiven Prognosen für die Currenta-Gruppe nicht gerechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz angegebene Geschäfte

31.12.2022 31.12.2023
EUR EUR
Pachtentgelt 132.500.318,00 80.750.397,50
Betriebsführung 228.000.000,00 150.000.000,00
360.500.318,00 230.750.397,50

Aus dem mit der Currenta GmbH & Co. OHG im Jahr 2018 und mit Wirkung zum 01. Januar 2019 abgeschlossenen Pachtvertrag über die Stromnetze ergeben sich zum Bilanzstichtag Verpflichtungen mit einem Jahresbetrag von 21.999.999,96 EUR (Vorjahr 21.999.996,00 EUR). Der Vertrag läuft aktuell bis zum 31.12.2028. Aufgrund der Anlagenübertragung Ende 2023 reduziert sich der Jahresbetrag in 2024 auf 16.000.000,00 EUR. Er verlängert sich um jeweils fünf Jahre, wenn er nicht mit einer Frist von zwei Jahren vorher gekündigt wird. Des Weiteren fällt ein jährliches Pachtentgelt gegenüber Dritten in Höhe von 150.079,00 EUR für maximal 5 Jahre nach Beendigung der Nutzung an.

Aus dem mit der Currenta GmbH & Co. OHG im Jahr 2018 mit Wirkung zum 01. Januar 2019 abgeschlossenen Betriebsführungsvertrag ergeben sich zum Bilanzstichtag Verpflichtungen in Höhe von 38.000.004,00 EUR (Vorjahr 38.000.004,00 EUR). Die Currenta GmbH & Co. OHG ist mit der Durchführung von technischen Dienstleistungen sowie mit der Erbringung von kaufmännischen Dienstleistungen betraut worden. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum 31..Dezember 2028. Aufgrund der Anlagenübertragung Ende 2023 reduziert sich der Jahresbetrag in 2024 auf 30.000.000,00 EUR. Er verlängert sich um jeweils fünf Jahre, wenn er nicht mit einer Frist von zwei Jahren vorher gekündigt wird.

Darüber hinaus wird die NETCUR in den Cash-Pool der Currenta GmbH & CO. OHG einbezogen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sowie Angaben nach § 6b EnWG

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen liegen im Geschäftsjahr nicht vor. Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen größeren Umfangs, die mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen der NETCUR GmbH getätigt wurden:

Im Geschäftsjahr wurden Geschäfte größeren Umfangs, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung sind, mit verbundenen Unternehmen aufgrund folgender Verträge getätigt.

(EUR) Erbrachte Dienstleistungen Bezogene Dienstleistungen und Waren
2022 2023 2022 2023
Verbundene Unternehmen 690.528,33 693.606,00 0,00 2.236,63
Gesellschafter Currenta GmbH & Co. OHG 14.573.713,51 12.479.500,00 65.791.729,35 79.634.105,40
Personen in Schlüsselpositionen und nahe Familienangehörige 0,00 0,00 0,00 0,00

Angaben zum Tätigkeitsabschluss nach § 6b Abs. 3 EnWG

Das "Dritte Gesetz zur Neuregelung energiewirtschaftsrechtlicher Vorschriften" wurde am 27. Dezember 2012 im Bundesgesetzblatt (BGBI. Teil I vom 27. Dezember 2012, S. 2730) verkündet. Nach Artikel 8 des Gesetzes trat das Gesetz am Tag nach der Verkündung - und damit am 28. Dezember 2012 - in Kraft. Um Diskriminierung zu vermeiden, haben vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen jeweils getrennte Konten zu führen und für jede ihrer Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Nrn. 1-6 EnWG einen gesonderten Tätigkeitsabschluss aufzustellen.

Unter Berücksichtigung der Vorgaben durch das EnWG werden bei der NETCUR GmbH Tätigkeitsabschlüsse für die Elektrizitätsverteilung und erstmals seit 2020 den Messtellenbetrieb Strom erstellt.

Mit ihren Tätigkeitsabschlüssen 2023 erfüllt die NETCUR GmbH die Berichtspflicht nach § 6b EnWG: In der Rechnungslegung führt die NETCUR GmbH gemäß § 6b des EnWG jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitätsverteilung und den Messtellenbetrieb Strom.

Im Geschäftsjahr 2023 können die Kosten und Erlöse direkt über entsprechende Kostenstellen zugeordnet werden. Eine sachgerechte Aufteilung mittels Schlüsselung war somit nicht notwendig.

Der Jahresabschluss der NETCUR GmbH beinhaltet ausschließlich energiespezifische Dienstleistungen der "Elektrizitätsverteilung" und "Messstellenbetrieb Strom". Im Geschäftsjahr 2023 sind insgesamt 125.004,00 EUR (Vorjahr 165.000,00 EUR) an Materialaufwendungen für die Implementierung des intelligenten Messstellenbetriebs Strom entstanden. Aus dem intelligenten Messstellenbetrieb Strom wurden bisher keine Umsatzerlöse erzielt. Die restlichen Angaben im Jahresabschluss der NETCUR GmbH sind dem Tätigkeitsabschluss Elektrizitätsverteilung zuzuordnen.

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Currenta GmbH & Co. OHG weisen alle Tätigkeitsabschlüsse ein Jahresergebnis von 0,00 EUR aus.

Angaben zum Abschlussprüferhonorar gemäß § 285 Nr. 17a HGB

Die vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar für Leistungen im Rahmen der Jahresabschussprüfung ist in der entsprechenden Angabe im Anhang des Konzernabschlusses der Currenta Group Holdings S.à r.l., Luxemburg, enthalten.

Angaben zu Vorgängen von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres gemäß § 285 Nr. 33 HGB (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung liegen nicht vor.

ORGANE DER GESELLSCHAFT

Geschäftsführung

 

Herr Dr. Christian Czauderna (Leitung CHEMPARK Dormagen), hauptberuflich tätig für die Currenta GmbH & Co. OHG - bis 30. April 2023

 

Herr Florian Köberle (Leitung Regulierte Netze und Abrechnung), hauptberuflich tätig für die Currenta GmbH & Co. OHG - seit 1. Mai 2023

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Leverkusen, den 15. Juli 2024

NETCUR GmbH

Die Geschäftsführung

Florian Köberle

Entwicklung Sachanlagevermögen 2023

BRUTTOWERTE
ANLAGENKLASSE Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.207.110,91 0,00 0,00 4.207.110,91
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 4.207.110,91 0,00 0,00 4.207.110,91
1. Technische Anlagen und Maschinen 13.199.940,61 51.614.440,09 0,00 64.814.380,70
II. SACHANLAGEN 13.199.940,61 51.614.440,09 0,00 64.814.380,70
ANLAGEVERMÖGEN GESAMT 17.407.051,52 51.614.440,09 0,00 69.021.491,61
KUMULIERTE ABSCHREIBUNG
ANLAGENKLASSE Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -2.858.467,88 -416.028,26 0,00 -3.274.496,14
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE -2.858.467,88 -416.028,26 0,00 -3.274.496,14
1. Technische Anlagen und Maschinen -2.845.264,46 -954.009,32 0,00 -3.799.273,78
II. SACHANLAGEN -2.845.264,46 -954.009,32 0,00 -3.799.273,78
ANLAGEVERMÖGEN GESAMT -5.703.732,34 -1.370.037,58 0,00 -7.073.769,92
NETTOWERTE
ANLAGENKLASSE Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2023
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.348.643,03 932.614,77
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 1.348.643,03 932.614,77
1. Technische Anlagen und Maschinen 10.354.676,15 61.015.106,92
II. SACHANLAGEN 10.354.676,15 61.015.106,92
ANLAGEVERMÖGEN GESAMT 11.703.319,18 61.947.721,69

Tätigkeitsabschlüsse für das Geschäftsjahr 2023

Ergänzende Erläuterungen zur Rechnungslegung und internen Buchführung gemäß §6b Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) für das Geschäftsjahr 2023:

Allgemeine Erläuterungen

Gesetzliche Vorgaben

Gemäß § 6b Abs. 1 Energiewirtschaftsgesetz n. F. (EnWG) haben Energieversorgungsunternehmen ungeachtet ihrer Eigentumsverhältnisse und ihrer Rechtsform einen Jahresabschluss nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 264 ff. HGB) aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen.

Dabei umfasst die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG. Da die NETCUR GmbH die Voraussetzungen für Energieversorgungsunternehmen i. S. d. § 3 Nr. 18 EnWG erfüllt, finden die Entflechtungsbestimmungen des § 6b EnWG-Anwendung.

Aufgrund des § 6b Abs. 3 EnWG hat die NETCUR GmbH als Netzbetreiber zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung in ihrer internen Rechnungslegung jeweils getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten aus den Bereichen Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung sowie für die Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors zu führen.

Tätigkeitsabschlüsse NETCUR GmbH

Unter Berücksichtigung der Vorgaben durch das EnWG werden bei der NETCUR GmbH die folgenden zusätzlichen Tätigkeitsabschlüsse erstellt:

Elektrizitätsverteilung und moderner und intelligenter Messstellenbetrieb Strom

Für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung ist gemäß § 6b Abs. 3 S. 6 EnWG jeweils eine Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung aufzustellen. Die Aufstellungspflicht ergibt sich für den modernen und intelligenten Messstellenbetrieb Strom aus § 3 Abs. 4 MsbG i.V.m. § 6b Abs. 3 S. 6 EnWG. Grundsätzlich sind die §§ 264 ff. HGB anzuwenden. Zu beachten ist, dass die ausgeübten Wahlrechte bei der Bilanzierung des Jahresabschlusses maßgebend sind für die Bilanzen der einzelnen Tätigkeitsbereiche.

Angaben über die Zuordnungsregeln gemäß § 6b Absatz 3 Satz 7 EnWG

Soweit möglich, werden die wesentlichen Aktiv- und Passivposten sowie Aufwendungen und Erträge den Unternehmensaktivitäten auf Basis von Einzelkonten und Kostenstellen direkt zugeordnet. Dabei wird in Einzelfällen auch eine Einzelpostenanalyse durchgeführt. In den Fällen, in denen nur ein mittelbarer Sachbezug zu den einzelnen Aktivitäten vorliegt oder die weitere Zuordnung der Konten mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden wäre, werden Schlüsselungen und Kostenumlagen sachgerecht vorgenommen.

Schlüsselung

Da für den modernen und intelligenten Messstellenbetrieb Strom eine direkte Zuordnung vollumfänglich möglich ist, wurde im Geschäftsjahr 2023 auf die Anwendung von Schlüsselungen verzichtet. Alle Kosten und Erlöse, die nicht dem modernen und intelligenten Messstellenbetrieb Strom zugeordnet werden können, fließen somit in die Tätigkeit Elektrizitätsverteilung.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Geschäftsjahr 2023 sind insgesamt 125.004,00 EUR (Vorjahr 165.000,00 EUR) an Materialaufwendungen für die Implementierung des modernen und intelligenten Messstellenbetriebs Strom entstanden.

Aus dem modernen und intelligenten Messstellenbetrieb Strom wurden bisher keine Umsatzerlöse erzielt.

Die restlichen Angaben im Jahresabschluss der NETCUR sind dem Tätigkeitsabschluss Elektrizitätsverteilung zuzuordnen. Aufgrund der hohen Überschneidungen wird auf weitere Erläuterungen verzichtet und auf den Jahresabschluss der NETCUR verwiesen.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Posten in der Bilanz der NETCUR sind vollständig dem Tätigkeitsabschluss Elektrizitätsverteilung zuzuordnen. Für weitere Erläuterungen wird im Geschäftsjahr 2023 auf den Jahresabschluss der NETCUR GmbH verwiesen.

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

NETCUR GmbH, Leverkusen

Intelligenter Messstellenbetrieb

in € Anhang Geschäftsjahr 01.01.-31.12.2022 Geschäftsjahr 01.01.- 31.12.2023
1. Umsatzerlöse (1) 0,00 0,00
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 165.000,00 125.004,00
3. Bruttoergebnis vom Umsatz -165.000,00 -125.004,00
4. Vertriebskosten 0,00 0,00
5. Allgemeine Verwaltungskosten 0,00 0,00
6. Sonstige betriebliche Erträge (2) 0,00 0,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (5) 0,00 0,00
8. Operatives Ergebnis -165.000,00 -125.004,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (6) 0,00 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (7) 0,00 0,00
11. Finanzergebnis 0,00 0,00
12. Ergebnis nach Steuern -165.000,00 -125.004,00
13. Erträge aus Ergebnisabführungsvertrag (8) 165.000,00 125.004,00
14. Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 0,00 0,00

Bilanz zum 31.12.2023

NETCUR GmbH, Leverkusen

Intelligenter Messtellenbetrieb Strom

AKTIVA in €

Anhang 31.12.2022 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielles Anlagevermögen (9)
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
II. Sachanlagen (10)
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
0,00 0,00
B. Umlaufvermögen
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (11)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 0,00 0,00
III. Guthaben bei Kreditinstituten (12) 0,00 0,00
0,00 0,00
0,00 0,00

PASSIVA in €

A. Eigenkapital (13)
I. Gezeichnetes Kapital 0,00 0.00
II. Kapitalrücklage 0,00 0,00
0,00 0,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen (14) 0,00 0,00
C. Verbindlichkeiten (15)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 0.00 0,00
0,00 0.00
D. Rechnungsabgrenzungsposten (16) 0,00 0,00
0,00 0.00

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

NETCUR GmbH, Leverkusen

Elektrizitätsverteilung

in € Anhang 01.01. - 31.12.2022 Geschäftsjahr 01.01-31.12.2023
1. Umsatzerlöse (1) 160.448.062,66 165.183.200.79
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten 164.482.822,30 175.515.751.29
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 4.034.759,64 -10.332.550,50
4. Vertriebskosten 0,00 0,00
5. Allgemeine Verwaltungskosten 0,00 0,00
6. Sonstige betriebliche Erträge (2) 16.813.17 18.693.41
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (5) 1.451,93 34.397.34
8. Operatives Ergebnis 4.019.398,40 -10.348.254,43
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (6) 18.006,17 1.455.909,20
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (7) 165.491,32 0,00
11. Finanzergebnis -147.485,15 1.455.909,20
12. Ergebnis nach Steuern -4.166.883.55 -8.892.345,23
13. Erträge aus Ergebnisabführungsvertrag (8) 4.166.883,55 8.892.345,23
14. Jahresüberschuss/ fehlbetrag 0,00 0,00

Bilanz zum 31.12.2023

NETCUR GmbH, Leverkusen

Elektrizitätsverteilung

AKTIVA in €

Anhang 31.12.2022 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielles Anlagevermögen (9)
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.764.671,30 932.614,77
II. Sachanlagen (10)
1. technische Anlagen und Maschinen 6.615.834,86 61.015.106,92
8.380.506,16 61.947.721,69
B. Umlaufvermögen
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (11)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.837.906.40 15.695.674.45
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.843.831,91 98.837.750,38
3. sonstige Vermögensgegenstande 991.863,72 0,00
III. Guthaben bei Kreditinstituten (12) 24.378.00 0,00
14.697.980,03 114.537.424.83
23.078.486,19 176.485.146.52

PASSIVA

A. Eigenkapital (13)
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 18.380.506,16 22.432.872.31
18.405.506,16 22.457.872.31
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen (14) 928.270,50 1.795.170,25
C. Verbindlichkeiten (15)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 497.323,00 86.768.689.51
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0.00 58.478.441,18
3. Sonstige Verbindlichkeiten 285.069,44 2.824.697,50
782.392,44 148.071.828,19
D. Rechnungsabgrenzungsposten (16) 2.962.317,09 4.160.275,77
23.078.486.19 176.485.146,52

ERKLÄRUNGEN DER GESETZLICHEN VERTRETER

Die Tätigkeitsabschlüsse sind nach den Vorschriften des §6b Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

 

Leverkusen, den 15. Juli 2024

NETCUR GmbH

Die Geschäftsführung

Florian Köberle

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die NETCUR GmbH, Leverkusen

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NETCUR GmbH, Leverkusen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NETCUR GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit "Elektrizitätsverteilung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 des Jahresabschlusses, die gleichzeitig die Bilanz des Tätigkeitsabschlusses darstellt, und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 des Jahresabschlusses, die gleichzeitig die Gewinn- und Verlustrechnung des Tätigkeitsabschlusses darstellt, - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und des Tätigkeitsabschlusses in Übereinstimmung mit §6b Abs.5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach §6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach §6b Abs.3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach §6b Abs.3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Tätigkeitsabschluss entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach §6b Abs.3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach §6b Abs.3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob der Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entspricht.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung des Tätigkeitsabschlusses entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung.

 

Düsseldorf, den 15. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Barnert, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dario Nikolic, Wirtschaftsprüfer

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