ELCUR GmbH
Same addressTrade of steam, hot water and cooled air
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Claudia Flurer since 10/29/2025 | Managing Director |
Christian Schröders since 10/29/2025 | Procura |
Florian Köberle since 6/6/2023 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
NETCUR GmbHLeverkusenJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023 Tätigkeitsabschlüsse für das Geschäftsjahr 2023. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Unternehmens II. Wirtschaftsbericht A.) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen III. Geschäftsverlauf IV. Lage A.) Finanzielle Leistungsindikatoren B.) Ertragslage C.) Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage D.) Berichterstattung gemäß § 6b Abs. 7 EnWG zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG V. Prognosebericht VI. Chancen- und Risikobericht A.) Risikobericht B.) Risikoberichterstattung Strategisch Operativ Finanziell Umweltrisiken (Sicherheit, Energie) C.) Chancenbericht I. Grundlagen des Unternehmens Die NETCUR GmbH (NETCUR) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Currenta GmbH & Co. OHG (CURRENTA) und verfügt über ein Stammkapital von 25 T Euro. Sitz der Gesellschaft ist Leverkusen. Die Tätigkeit der NETCUR ist darauf ausgerichtet, als Stromverteilnetzbetreiber eine höchstmögliche Versorgungssicherheit in ihrem Versorgungsgebiet sicherzustellen. Dieses umfasst das Stromnetz im CHEMPARK an den Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen sowie das Stromnetz an den Standorten Monheim und Leverkusen-Bürrig. Zwischen der NETCUR und der CURRENTA bestehen ein Betriebsführungs- und Pachtvertrag. Entsprechend dem Gesellschaftszweck werden sämtliche technische und kaufmännische Dienstleistungen (inkl. Messstellenbetrieb) von der CURRENTA bezogen. Aus diesem Grund verfügt NETCUR über kein eigenes Personal. Das Eigentum an den Stromnetzen, Grundstücken und sonstigen Anlagen einschließlich der Zähler liegt überwiegend bei der Verpächterin CURRENTA. Nach zwei Sacheinlagen, welche Ende 2021 und Anfang 2022 vorgenommen worden und einer Übertragung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens Ende 2023 , verfügt NETCUR über einen Teil der betriebsnotwenigen Anlagen zum Stromnetz. Die NETCUR ist in den Cash-Pool-Verbund der CURRENTA eingebunden. Als grundzuständiger Messstellenbetreiber bezieht die NETCUR Leistungen im Zusammenhang mit dem Messstellenbetrieb auf der Grundlage des Betriebsführungsvertrags von der CURRENTA. II. Wirtschaftsbericht A.) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Als Stromverteilnetzbetreiber an bedeutenden CHEMPARK-Standorten in Deutschland ist der Geschäftsverlauf der NETCUR insbesondere von der Entwicklung der chemisch-pharmazeutischen Industrie sowie der konjunkturellen Entwicklung beeinflusst. Im Jahr 2023 belasteten die, durch den Ukrainekrieg bedingte, Energiekrise, geopolitische Spannungen, die anhaltende Inflation sowie die geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland die deutsche Wirtschaft. Das preisbereinigte BIP ist im Jahr 2023 um ca. 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Rezession und Krise der deutschen Wirtschaft wirkten sich auch spürbar auf die chemisch-pharmazeutischen Industrie aus. Laut dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) wurde im Geschäftsjahr 2023 krisenbedingt ein Umsatzrückgang um 12 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Sowohl Erzeugerpreise als auch Aufträge und Verkaufsmengen waren rückläufig. Aufgrund stark gestiegener Energiepreise und der Grundstoffmangellage sank die Produktion um rund 8 %. Die langfristige Entwicklung der chemisch-pharmazeutischen Industrie beeinflusst stark den Stromverbrauch der Bestandskunden in dem Chemieparkstandorten und bestimmt damit das NETCUR-Geschäft. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Wesentliche branchenbezogene Rahmenbedingungen für den Betrieb von Stromnetzen stellen das Energiewirtschaftsgesetz und seine Verordnungen, insbesondere die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) sowie die Anreizregulierungsverordnung (ARegV), dar. Folgende behördliche und gerichtliche Verfahren und Festlegungen haben Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der NETCUR:
Im Geschäftsjahr 2023 waren folgende energiewirtschaftliche Gesetzesänderungen von besonderer Bedeutung für die NETCUR:
III. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war im Wesentlichen durch die reduzierten Abnahmemengen der Kunden geprägt. Die NETCUR hat im Berichtsjahr 2023 4,7 TWh Strom an Letztverbraucher ausgespeist (Vorjahr 5,4 TWh). Netzaus- und -umbau werden durch die CURRENTA ausgeführt und wirken erhöhend auf die künftig zu leistenden Pachtentgelte. Neuansiedlungen von Produktionsbetrieben und Produktionserweiterungen im CHEMPARK werden mit neuen Netzanschlüssen und Netzentwicklungsmaßnahmen der NETCUR in Abstimmung mit der CURRENTA begleitet. Im Geschäftsjahr 2023 belief sich der an die Muttergesellschaft CURRENTA gezahlte Pachtzins für das Stromnetz unverändert gegenüber dem Vorjahr auf 22,0 Mio. Euro. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 erfolgte durch die Gesellschafterin CURRENTA eine entgeltliche Übertragung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Die Anschaffungskosten der übertragenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens belaufen sich auf 51,4 Mio. Euro. Zum Bilanzstichtag wurde eine entsprechende Verbindlichkeit erfasst. Weitere unterstützende Leistungen erfolgten auf Basis der Betriebsführungsvereinbarung durch die CURRENTA als Dienstleister. Dabei blieb das Entgelt für die von der Muttergesellschaft erbrachten Dienstleistungen im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr mit 38,0 Mio. Euro (Vorjahr: 38,0 Mio. Euro) unverändert. IV. Lage A.) Finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse sowie das Bruttoergebnis vom Umsatz betrachtet. Neben den aufgeführten Leistungsindikatoren ist das Net Working Capital als finanzieller Erfolgsindikator bestimmt. Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt innerhalb der Berichterstattung über den Geschäftsverlauf, die Lage und die Prognose an den jeweils relevanten Stellen. B.) Ertragslage Aufgrund stark gestiegener Energiepreise und der von der Bundesregierung ausgerufenen Energiesparmaßnahmen als Folge des Kriegs zwischen der Ukraine und Russland wurden kundenseitig teilweise die Produktionen gedrosselt. Aufgrund von Erhöhungen der gesetzlichen Umlagen konnte die NETCUR im Geschäftsjahr 2023 die Umsatzerlöse von 160,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 165,2 Mio. Euro steigern. Dabei wurde das geplante Umsatzziel um 4,5 Mio. Euro übertroffen. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft werden hauptsächlich durch den Transport von Elektrizität über das Stromnetz erzielt. Die Netzentgelte werden auf Basis der durch die Landesregulierungskammer beschiedenen Erlösobergrenzen kalkuliert. Wesentlicher Einflussfaktor auf die Entwicklung der Umsatzerlöse ist das individuelle Abnahmeverhalten. Aufgrund der im Berichtsjahr 2023 niedrigeren ausgespeisten Strommenge in Höhe von 4,7 TWh (Vorjahr: 5,4 TWh) und einer niedrigeren Erlösobergrenze sind die Einnahmen für Netznutzungsentgelte in der NETCUR auf 136,1 Mio. Euro (Vorjahr 141,9 Mio. Euro) gesunken. Die Darstellung zeigt die Umsatzerlöse des Jahres 2022 und 2023 nach Leistungsfeldern.
Für das Geschäftsjahr 2023 haben nicht alle Kunden wie geplant die Grenzen für die Netzentgeltreduzierung nach § 19 Abs. 2 StromNEV erreicht. Wie in der Vergangenheit hat die NETCUR dieplanmäßig festgesetzten Erstattungen für den Ausgleich der entgangenen Erlöse vom Übertragungsnetzbetreiber grundsätzlich in voller Höhe vereinnahmt. Durch die Nichterreichung der Voraussetzungen für individuelle Netzentgeltreduzierung hat die NETCUR im Laufe des Jahres 2023 Korrekturen der Kundenabrechnungen vorgenommen. Gleichzeitig ist in Höhe der hinfällig gewordenen Erstattungen eine Rückerstattungsverpflichtung gegenüber dem Übertragungsnetzbetreiber entstanden. Da sowohl die Erstattungen als auch die an die Kunden weitergegebenen Gutschriften in den Umsatzerlösen grundsätzlich saldiert gezeigt werden, wurden auch die Rückerstattungen und Korrekturen im Umsatz abgebildet. Die Umsatzerlöse blieben davon insgesamt unberührt. Darüber hinaus wurde die Reduzierung der Rückstellung für das Regulierungskonto um 0,6 Mio. Euro (im Vorjahr Erhöhung um 1,5 Mio.) umsatzsteigernd berücksichtigt. Umsatzerlöse aus Leistungen im Zusammenhang mit "modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen" wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht erzielt. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein dem Vorjahr entsprechendes negatives Bruttoergebnis vom Umsatz prognostiziert. Das Bruttoergebnis vom Umsatz fiel mit -10,4 Mio. Euro (Vorjahr - 4,1 Mio. Euro) schlechter als geplant aus. Dies ist vor allem auf die stark unterhalb der regulatorischen Erlösobergrenze realisierten Umsätze zurückzuführen. Außerdem belasteten Scharfabrechnungen der dezentralen Einspeisevergütung für das Vorjahr das Ergebnis. Damit hat sich im Geschäftsjahr 2023 das negative Ergebnis nach Steuern der NETCUR auf -9,0 Mio. Euro (Vorjahr - 4,3 Mio. Euro) verschlechtert. Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der CURRENTA fallen in der Gesellschaft keine Ertragsteuern an. Das Ergebnis wird im Rahmen des mit der CURRENTA bestehenden Ergebnisabführungsvertrags ausgeglichen. C.) Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich die Bilanzsumme der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr um 102,3 Mio. Euro auf 176,5 Mio. Euro (Vorjahr 74,2 Mio. Euro). Dabei stieg das Sachanlagevermögen aufgrund eines Anlagenübertrags seitens der Muttergesellschaft um 51,4 Mio. EUR sowie neuerworbener Anlagen im Bau in Höhe von 0,2 Mio. Euro und unter Berücksichtigung der Abschreibung in Höhe von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr 1,3 Mio. Euro) auf 61,0 Mio. Euro (Vorjahr 10,4 Mio. Euro). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände erhöhten sich um 52,0 Mio. Euro auf 114,5 Mio. Euro (Vorjahr 62,5 Mio. Euro). Hierbei stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Mio. Euro auf 15,7 Mio. Euro (Vorjahr 9,5 Mio. Euro), während die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 45,8 Mio. Euro auf 98,8 Mio. Euro (Vorjahr 53,0 Mio. Euro) stiegen. Dazu führte mit 95,7 Mio. Euro (Vorjahr 47,4 Mio. Euro) im Wesentlichen der um 48,3 Mio. Euro höhere Cash- Pool-Bestand. Hier spiegelt sich die von den Kunden, die die Befreiungsgrenzen im Geschäftsjahr 2023 nicht erreichen konnten, erhaltenen und einbehaltenen Netzentgeltreduzierungen wider. Die sonstigen Rückstellungen sanken durch die Anpassung der Rückstellung für das Regulierungskonto um 0,6 Mio. Euro auf 1,8 Mio. Euro (Vorjahr 2,4 Mio. Euro). Insbesondere die Tatsache, dass im Jahr 2023 mehrere Kunden die Kriterien für die Netzentgeltreduzierung nicht erreicht haben, führte, verbunden mit der Rückzahlungsverpflichtung gegenüber dem Übertragungsnetzbetreiber, zum Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 46,4 Mio. Euro auf 86,7 Mio. Euro (Vorjahr 40,3 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 54,2 Mio. Euro auf 58,5 Mio. Euro (Vorjahr 4,3 Mio. Euro) maßgeblich hierfür war vor allem der Übertrag im Anlagevermögen mit 51,4 Mio. Euro. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich zudem um 2,1 Mio. Euro auf 2,8 Mio. Euro (Vorjahr 0,7 Mio. Euro). Erhaltene Baukostenzuschüsse für Kundenanschlüsse an das Stromnetz führten zu einem Anstieg des passiven Rechnungsabgrenzungspostens um 0,9 Mio. Euro auf insgesamt 4,1 Mio. Euro (Vorjahr 3,4 Mio. Euro). Für das Jahr 2023 war ein stabiles Net Working Capital geplant. Trotz der deutlichen Unterschreitung der Erlösobergrenze stieg das Net Working Capital zum Ende des Geschäftsjahres 2023 um 1,4 Mio. Euro auf 16,1 Mio. Euro (Vorjahr 14,7 Mio. Euro). Dabei stand dem Anstieg der kurzfristigen Forderungen um 52,1 Mio. Euro ein Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten um 50,7 Mio. Euro gegenüber. Darüber hinaus führten die oben genannten Veränderungen zu einem positiven Cashflow aus operativer Tätigkeit in Höhe von 39,4 Mio. Euro (Vorjahr 46,5 Mio. Euro). Dieser beinhaltet mit 32,4 Mio. Euro (Vorjahr 18,5 Mio. Euro) erhaltene und einbehaltene Erstattungen vom Übertragungsnetzbetreiber. Während im Cashflow aus Investitionstätigkeit Auszahlungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro zu verzeichnen sind, wurden im Rahmen des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit 9,0 Mio. Euro (Vorjahr 0,6 Mio. Euro) vereinnahmt. Schließlich standen der NETCUR zum Jahresende 2023 Finanzmittel in Höhe von 95,8 (Vorjahr 47,4 Mio.) Euro zur Verfügung.
Die Finanzlage der Gesellschaft ist im Wesentlichen dadurch beeinflusst, dass sämtliche Leistungsverrechnungen mit der CURRENTA über gesonderte Verträge geregelt sind. Während die Einnahmen aus Netzentgelten einer mengen- und preisgenauen Abrechnung unterliegen, erfolgen die Ausgaben grundsätzlich auf Basis monatlicher Abschläge. Von stetig wachsender Bedeutung ist die Vielzahl der sogenannten durchlaufenden Posten, wie zum Beispiel Umlagen auf Netzentgelte, bei denen sich Einnahmen und Ausgaben jeweils in gleicher Höhe teilweise mit Zeitversatz gegenüberstehen. Um den erhöhten Finanzierungsbedarf zu decken, wurde von der Gesellschafterin CURRENTA Ende des Geschäftsjahres 2021 eine Kapitaleinlage in Höhe von 10 Mio. Euro in bar geleistet. Entscheidend für die Finanzlage ist auch, dass die Investitionen in das gepachtete Verteilnetz durch die Verpächterin erfolgen. Um die Planbarkeit der Finanzierung bei der Verpächterin und den Investitionsbedarf bei der Pächterin NETCUR sicherzustellen, werden in regelmäßigen Abständen Finanzierungs- und Investitionsbedarf zwischen den Parteien abgestimmt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden durch die Muttergesellschaft CURRENTA 5,8 Mio. Euro (Vorjahr 10,6 Mio. Euro) in das Stromnetz investiert. Die Finanzierung der NETCUR wird ausschließlich über CURRENTA als Alleingesellschafterin sichergestellt. D.) Berichterstattung gemäß § 6b Abs. 7 EnWG zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG Die Muttergesellschaft CURRENTA verpachtet das Elektrizitätsverteilnetz an die Gesellschaft, wodurch entsprechende Aufwendungen entstehen. Die wesentlichen Erträge des Tätigkeitsbereichs ergeben sich aus den Netzentgelten. Die NETCUR hat als rechtlich selbstständige Betreiberin von Elektrizitätsverteilnetzen auf ihren Tätigkeitsabschluss im Lagebericht einzugehen. Für die Gesellschaft ergeben sich nach § 6b Abs. 3 EnWG folgende Unternehmenstätigkeiten:
Die Erlöse und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Elektrizitätsverteilung und dem grundzuständigen Messstellenbetrieb werden gemäß den gesetzlichen Vorgaben buchhalterisch getrennt erfasst. Das Jahresergebnis in den einzelnen Tätigkeitsbereichen ist aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags immer ausgeglichen. Dem Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung ist ein negatives Ergebnis nach Steuern von 8.892 T Euro (Vorjahr 4.167 T Euro) zuzuordnen. Der Tätigkeitsbereich Messstellenbetrieb Strom weist ein negatives Ergebnis nach Steuern von 125 T Euro (Vorjahr 165 T Euro) auf. Die Bilanzsumme ist 2023 zu 100 % dem Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung zuzuordnen. V. Prognosebericht Der zukünftige Geschäftsverlauf der NETCUR wird zum einen von der gesamtwirtschaftlichen Lage und zum anderen vom regulatorischen sowie politischen Umfeld beeinflusst. Aufgrund der im bisherigen Jahresverlauf immer noch bestehenden Rezessionsstimmung in der deutschen Wirtschaft und der chemisch-pharmazeutischen Industrie sind die Erwartungen für die folgenden Monate eher verhalten und es wird frühestens 2025 mit einer nachhaltigen Verbesserung gerechnet. Die von der NETCUR verteilte Energiemenge im bisherigen Jahresverlauf zeigt immer noch einen unterdurchschnittlichen Trend im Vergleich zum historischen Niveau. In Anbetracht der niedrigen Abnahmemengen der Kunden geht die Geschäftsführung der NETCUR davon aus, dass die Produktion im CHEMPARK und damit das Geschäft der Netzverteilung zwar weiterhin von der schwierigen wirtschaftlichen und geopolitischen Lage beeinflusst wird, aber eine Stabilisierung der Abnahmemengen im Laufe des Jahres 2024 erfolgen wird. Die Geschäftsführung erwartet unter Berücksichtigung der beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Lage und weiterer Rahmenbedingungen (erhöhte Kosten für vorgelagerte Netzbetreiber) für das Geschäftsjahr 2024 einen leicht höheren Umsatz (Ist 2023: 165,2 Mio. Euro) und ein verbessertes, aber weiterhin negatives Bruttoergebnis vom Umsatz (Ist 2023: 9,0 Mio. Euro) aufgrund der Erhöhung des Netzentgelts sowie der geplanten Kostensteuerung im Geschäftsjahr 2024. Damit einhergehend möchte die Geschäftsführung das Net Working Capital im kommenden Geschäftsjahr stabil im Vergleich zum Vorjahresniveau halten. Eine konkrete Einschätzung zur weiteren Entwicklung des Energiemarkts und der daraus resultierenden Auswirkungen auf die NETCUR sind schwer abzusehen, da sowohl aus regulatorischer Perspektive mit Blick auf diverse Gesetzesänderungen als auch seitens der Kunden mit Blick auf das individuelle Abnahmeverhalten Einflussfaktoren bestehen. Jedoch wird die NETCUR die mögliche Veränderung des Energiemarkts weiterhin beobachten, um eine möglichst stabile Geschäftsentwicklung zu erreichen. Das Betriebsführungsentgelt sowie das Pachtentgelt stellen die wesentlichen Kosten des Netzbetriebs dar. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich Betriebsführungsentgelte und Pachtentgelte für das Geschäftsjahr 2024 aufgrund des in 2023 vorgenommenen Asset-Transfers verringern werden. Grundsätzlich hält die Geschäftsführung weiterhin am Pachtmodell fest. Daher ergeben sich hieraus keine wesentlichen Finanzierungstätigkeiten. Des Weiteren sind keine Investitionen durch die Netzgesellschaft geplant, die Auswirkung auf die zukünftige Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage haben könnten. Der operative Netzausbau, Netzumbau, die gesamte Erneuerungs- sowie Erweiterungsstrategie für alle Netze und Anlagen werden vor dem Hintergrund des politisch initiierten Energiewandels hin zur Elektrifizierung mittel- und langfristig durch den stetigen Wandel und das derzeitige prognostizierte Wachstum der CHEMPARK-Standorte geprägt sein. VI. Chancen- und Risikobericht Zur Umsetzung des standardisierten Chancen- und Risikomanagementsystems auf Basis der konzernweit einheitlichen Konzeption und Berichterstattung der NETCUR wurde die CURRENTA im Rahmen des Dienstleistungsvertrags beauftragt. Risiken und Chancen sind in der NETCUR definiert als negative bzw. positive Abweichungen von genehmigten Planwerten. Die Berichterstattung erstreckt sich auf den Zeitraum der Mittelfristplanung, kann bei übergeordneten bzw. längerfristigen Risiken aber auch darüber hinausreichen. Für die Risiken und Chancen werden - sofern möglich - Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten festgelegt. A.) Risikobericht Beschreibung des Risikomanagements Im Rahmen des Risikomanagements werden die risikobehafteten Prozesse der Netzgesellschaft durch entsprechend benannte Risikoverantwortliche von der Muttergesellschaft CURRENTA klassifiziert, bewertet und überwacht. Die Ergebnisse werden dokumentiert und berichtet. Durch einheitliche und konsistente Grundlagen für ein Internes Kontrollsystem sowie Risikomanagement stehen der Geschäftsführung und dem Gesellschafter die erforderlichen Informationen zur Risikoüberwachung und -steuerung zur Verfügung. Das Risikomanagement ist somit zentrales Element der Unternehmensführung innerhalb der NETCUR. Insbesondere vor dem Hintergrund der Energiekrise war das Geschäftsjahr 2023 für die CURRENTA-Gruppe ein Jahr mit vielen Herausforderungen. Die aufgeführten Risiken sind trotz der Risikoklasse "Unwahrscheinlich" mit den regulatorischen Mechanismen für die NETCUR eingetroffen. B.) Risikoberichterstattung Strategisch Auch wenn Netzbetreiber durch den "natürlichen Monopolcharakter" der Netze in der Regel keinem direkten Wettbewerb ausgesetzt sind, können sie sich den technologischen, regulatorischen und ökonomischen und nachhaltigen Veränderungstreibern der Energiewende nicht verschließen. Die sich zukünftig für die NETCUR ergebenden Risiken sind im Wesentlichen abhängig von politischen Entscheidungen bzw. der Rechtsprechung zu regulatorischen Themen. Durch die ggf. notwendige Anpassung des Strommarktdesigns mit Blick auf Klimaneutralität und Energiekrise ist es erforderlich für die NETCUR, diese Transformation mit einem konsequenten Risikomanagement und einer kontinuierlichen Analyse des politischen und regulatorischen Umfeldes zu unterstützen. Operativ Die Ertragslage der NETCUR wird maßgeblich durch die Auswirkungen der Anreizregulierung auf die Netzentgelte beeinflusst. Die Regulierung birgt in den Fragen der Kostenanerkennung sowie der Effizienz sowohl Risiken als auch Chancen. Das Prinzip des Regulierungskontos sowie der jährlich an die Realität der dauerhaft nicht beeinflussbaren Kostenanteile näher anzupassenden Erlösobergrenze und damit der Netzentgelte garantiert langfristig den Gesamtausgleich. Weitere Risiken, die sich aus der Anreizregulierungsverordnung ergeben, bestehen in der Anwendung von Ermessensspielräumen in der Regulierungspraxis der Bundesnetzagentur und Landesregulierungskammer NRW. Abweichende Rechtsauffassungen, aber auch fehlerhafte Datenauswertungen seitens der Bundesnetzagentur und Landesregulierungskammer NRW können unsachgerechte Erlösminderungen bei den Verteilnetzbetreibern zur Folge haben. Die auch durch das Energiewirtschaftsgesetz geforderte Versorgungssicherheit und Funktionsfähigkeit der Netze und der dazugehörigen Anlagen werden entsprechend der Kernaufgabe eines Netzbetreibers durch kontinuierliche Instandhaltung nach anerkannt technischen Regelwerken in Verbindung mit einem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem gewährleistet. Im Falle auftretender Störungen bzw. damit im Zusammenhang stehender Restrisiken aus dem Betrieb der Netzinfrastrukturen greifen hinsichtlich etwaiger Personen- und Sachschäden entsprechend angemessen abgeschlossene konzernweite Versicherungen der CURRENTA-Gruppe. Da die regulatorischen Risiken als niedrig eingeschätzt werden, ist eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft derzeit nicht erkennbar. Das derzeitige Geschäftsmodell der Gesellschaft ist im Wesentlichen von der Pacht der Verteilnetze abhängig. Es ist nicht zu erwarten, dass die Pachtbeziehung beendet wird. Sollten die Pachtgegenstände auf andere übergehen, bestünde grundsätzlich ein Risiko der Pachtbeendigung. Dieses Risiko wird als gering eingeschätzt. Finanziell Die finanzielle Leistungsfähigkeit der NETCUR wird durch einen zwischen der NETCUR GmbH und der Currenta GmbH & Co. OHG geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag sowie ein Cash-Pooling- System gesichert. Aufgrund dessen wird das finanzielle Risiko als gering eingeschätzt. Umweltrisiken (Sicherheit, Energie) Um eine möglichst sichere, preisgünstige, effiziente und umweltverträgliche Versorgung zu erreichen, wurde die NETCUR bereits in das Energiemanagementsystem integriert. In diesem System werden entsprechend Energiekennzahlen und Effizienzmaßnahmen geplant, um mögliche energetische Risiken zu vermeiden. Arbeitsunfälle und andere Ereignisse können zu Verletzungen und Gesundheitsschädigungen bei Mitarbeitern, aber auch zu einer Beeinträchtigung von Kunden und anderen Unternehmen an unseren Standorten führen. Diesen Risiken steuert die NETCUR durch eine regelmäßige und sorgfältige Analyse entgegen, um dadurch Unfälle und Ereignisse zu vermeiden, obwohl die Tätigkeit der Mitarbeiter in der NETCUR im Rahmen des Betriebsführungsvertrags durch die CURRENTA zur Verfügung gestellt wird. C.) Chancenbericht Die Chancen für die NETCUR sind in der Umsetzung einer effektiven Zusammenarbeit mit den unterstützenden Einheiten der CURRENTA, dem weiteren Aufbau des Regulierungs-Know-hows mit Fokus auf die Anreizregulierung sowie einer, im Zweifel zu erstreitenden, sachgerechten und unternehmensspezifischen Netzentgeltregulierung zu sehen. In diesem Zusammenhang wird die Möglichkeit genutzt den Prozess der Weiterentwicklung des Regulierungsrahmens, der der BNetzA die vom Europäischen Gerichtshof geforderte größere Unabhängigkeit verschafft, zu begleiten und aktiv mitzugestalten. Die transformierten Regelungen in der Kosten- bzw. Erlösbestimmung, der Anreizregulierung sowie der Entgeltbildung und Zugangsregulierung werden Auswirkungen auf die zukünftigen Rahmenbedingungen des Netzgeschäftes haben und bringen die Notwendigkeit einer strategischen Überprüfung der regulatorischen Ausrichtung mit sich. Darüber hinaus müssen die Chancen, die der Gesetzgeber in den mannigfaltigen Energiethemen eröffnet, beobachtet und ergriffen werden. Insbesondere das Messstellenbetriebsgesetz bietet neben den großen Herausforderungen auch vielfältige Chancen für unsere Kunden, da Smart Meter kurz- bis mittelfristig sowohl die Netzeffizienz als auch die Netzstabilität verbessern wird. Insbesondere das gesunde Wachstum unserer im CHEMPARK produzierenden Kunden stellt die wesentliche Chance auf Geschäftswachstum der NETCUR dar. Durch die stabilen und nachhaltigen Versorgungsstrukturen trägt die NETCUR zur Attraktivität und damit langfristig zum Wachstum des CHEMPARK maßgeblich bei. Zur strategischen Weiterentwicklung wurden von der CURRENTA Ende 2021, Anfang 2022 und Ende 2023 betriebsnotwendige Anlagen wie beispielsweise Schalteinrichtungen und Transformatoren sowie 10 Mio. Euro Barmittel eingelegt. Diese Erhöhung des Eigenkapitals zum ersten Mal nach der Gründung stellt einen wichtigen Meilenstein zur stabileren und selbstständigeren Entwicklung der NETCUR dar. Zu dem Trend Nachhaltigkeit und Energiewende sieht die NETCUR große Chancen, durch ihre Rolle als Verteilnetzbetreiber im CHEMPARK durch zuverlässige Stromnetzstruktur die innovativen und nachhaltigen Kundenprojekte zu ermöglichen. Die Geschäftsführung schätzt die Entwicklung der Gesellschaft trotz der genannten Risiken als nicht gefährdet ein. Gleichzeitig sieht die Geschäftsführung in einer beschleunigten Umsetzung der Energiewende einhergehend mit Automatisierung und dem kurzfristigen Einsatz von Smart Metern die Möglichkeit, kurz- bis mittelfristig Vorteile gegenüber der Konkurrenz zu erzielen. Aus diesem Grund geht die Geschäftsführung von einer langfristigen positiven Entwicklung der Gesellschaft aus.
Leverkusen, den 15. Juli 2024 NETCUR GmbH Die Geschäftsführung Florian Köberle Bilanz zum 31. Dezember 2023NETCUR GmbH, LeverkusenAKTIVA in €
PASSIVA in €
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023NETCUR GmbH, Leverkusen
AnhangNETCUR GmbH, LeverkusenGrundlagen Der Jahresabschluss der NETCUR GmbH (NETCUR) ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften (§ 42 GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Leverkusen und wird beim Amtsgericht Köln unter der Registernummer HRB 95808 geführt. Die NETCUR ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gesellschaft wurde zum 26. September 2018 als 100%ige Tochtergesellschaft der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen, gegründet. Die Geschäftstätigkeit als Stromnetzbetreiber an den Chemieparkstandorten Leverkusen, Dormagen, Monheim und Krefeld-Uerdingen hat die NETCUR zum 1.1.2019 aufgenommen. NETCUR ist ein konzernverbundenes vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen i.S. des § 3 Nr. 38 EnWG mit der Folge der Kontentrennungspflicht nach § 6b Abs. 3 EnWG. Die NETCUR GmbH wird über die Currenta GmbH & Co. OHG (Currenta) in den Konzernabschluss der Currenta Group Holdings S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Konzernunternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Currenta Group Holdings S.à r.l. wird im Unternehmensregister unter der Registernummer HR B 221.866 veröffentlicht. Die NETCUR ist in eine umsatzsteuerliche und ertragsteuerliche Organgesellschaft des Organträgers Currenta GmbH & Co. OHG eingebunden. Darüber hinaus besteht zur Optimierung der konzernweiten Liquidität eine Cash-Pooling-Vereinbarung zwischen dem Cash-Pool-Teilnehmer NETCUR und dem Cash-Pool-Träger Currenta GmbH & Co. OHG. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Zur Optimierung der Kapitalverzinsung hat die Muttergesellschaft Currenta GmbH & Co. OHG mit Wirkung zum 31.12.2021 eine Kapitaleinlage in Höhe von 18,4 Mio. EUR geleistet, wovon 10 Mio. EUR bar und 8,4 Mio. EUR in Form von Anlagevermögen eingelegt worden sind. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 hat die Gesellschafterin die Sacheinlage um weitere 4,1 Mio. EUR auf insgesamt 22,5 Mio. EUR aufgestockt. Zum 31.12.2023 hat die Gesellschaft weiteres Anlagevermögen in Höhe 51,4 Mio. EUR von der Muttergesellschaft Currenta GmbH & Co. OHG erworben. Damit verfügt die NETCUR über eigenes Anlagevermögen, pachtet aber weiterhin wesentliche und für den Stromnetzbetrieb notwendige Vermögensgegenstände von der Currenta GmbH & Co. OHG. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Dabei werden selbsterschaffene immaterielle Vermögensgegenstände nicht aktiviert. Es handelt sich bei den immateriellen Vermögensgegenständen ausschließlich um geleistete Baukostenzuschüsse mit einer Nutzungsdauer von 10 Jahren. Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Nutzungsdauer der Sachanlagen
Für selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG angewendet. Im Zugangsjahr erfolgt die vollständige Abschreibung, sofern die jeweiligen Anschaffungskosten 800,00 EUR nicht übersteigen. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Sobald der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, erfolgt eine Wertaufholung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Da die NETCUR GmbH Organgesellschaft der Currenta GmbH & Co. OHG ist, sind latente Steuern gemäß § 274 HGB auf Unterschiede zwischen den angesetzten handelsrechtlichen Werten und den entsprechenden steuerrechtlichen Werten der Currenta als Organträger zuzurechnen und daher im Abschluss der NETCUR GmbH nicht berücksichtigt. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Diskontierungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, die von der Deutschen Bundesbank monatlich publiziert werden. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Vereinnahmte Baukostenzuschüsse werden unter dem Bilanzposten passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und als "Sonstige Betriebsvorrichtungen" analog den Abschreibungstabellen der chemischen Industrie über eine Laufzeit von 20 Jahren zu Gunsten der Umsatzerlöse linear aufgelöst. Spiegeln sich erhaltene Baukostenzuschüsse im Anlagevermögen wider, wird nach der Bruttomethode bilanziert und in Höhe des erhaltenen Baukostenzuschusses ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet und analog dem Anlagevermögen abgeschrieben. Die gesetzlichen Umlagen werden in den Umsatzerlösen und Materialaufwendungen brutto ausgewiesen. Dagegen werden die Erstattungen und Gutschriften im Rahmen der individuellen Netzentgelte innerhalb der Umsatzerlöse saldiert. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (1) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse wurden zu 31,0 % (Vorjahr 39,5 %) mit dem Übertragungsnetzbetreiber aus der Erstattung der individuellen Netzentgelte nach § 19 Abs. 2 S. 2 StromNEV erzielt, die übrigen Umsatzerlöse entfallen auf Chemiepark-Kunden. Die sonstigen Erlöse wurden im Wesentlichen im Rahmen technischer Dienstleistungen für Chemiepark-Kunden erzielt. Außerdem spiegelt sich hier die Anpassung der Erlösobergrenze wider. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Rückstellung für Mehrerlöse in Höhe von 594.940,55 EUR reduziert, welche im Vorjahr in Höhe von 1.461.840,30 EUR gebildet wurde. (2) sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren in der Berichtsperiode im Wesentlichen aus erhaltenen Investitionszuschüssen in Höhe von 14.960,31 EUR. Im Vorjahr resultierten diese aus der Auflösung der pauschalen Wertberichtigung in Höhe von 16.813,06 EUR entsprechend dem Rückgang der Forderungen gegenüber Dritten. Im Geschäftsjahr 2023 ist es zu keinen periodenfremden Erträgen im Sinne von § 285 Nr. 32 HGB gekommen. (3) Materialaufwand
(4) Abschreibungen Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 erfolgten planmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von 1.370.037,59 EUR (Vorjahr 1.331.597,63 EUR). (5) sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren mit 34.397,34 EUR (Vorjahr 1.330,62 EUR) aus der pauschalen Wertberichtigung von Forderungen. Im Vorjahr resultierten die Aufwendungen im Wesentlichen aus Bankspesen. Periodenfremde Aufwendungen sind, wie im Vorjahr, nicht enthalten. (6) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(7) Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Das Zinsergebnis resultiert ausschließlich aus dem Cash-Pool mit der Currenta GmbH & Co. OHG. (8) Erträge aus Verlustübernahme Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags mit der Muttergesellschaft Currenta GmbH & Co. OHG wird der Verlust des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 9.017.349,23 EUR (Verlust Vorjahr 4.331.883,55 EUR) von dieser übernommen. Eine entsprechende Forderung wurde erfasst. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ (9) Immaterielle Vermögensgegenstände
Hierbei handelt es sich ausschließlich um an Dritte geleistete Baukostenzuschüsse zur Sicherstellung der Netzversorgung. 10) Sachanlagen
Die Zugänge im Anlagevermögen betreffen mit 51,4 Mio. Euro größtenteils die Übertragung von Sachanlage der Muttergesellschaft Currenta zum 31.12.2023. Es handelt sich hierbei um diverse technische Maschinen und Geräte wie Transformatoren und Schaltanlagen. (11) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Pauschale Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 39.658,70 EUR (Vorjahr 11.058,70 EUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen den Gesellschafter aus dem Cash-Pool in Höhe von 95.781.332,59 EUR (Vorjahr 47.443.716,84 EUR) sowie aus der noch ausstehenden Ergebnisabführung in Höhe von 1.717.349,23 EUR (Vorjahr 4.331.883,45 EUR). Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. (12) Guthaben bei Kreditinstituten Im Geschäftsjahr 2022 wurde das Bankkonto zugunsten des Cash-Pools aufgelöst. (13) Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und vollständig eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt 25.000,00 EUR. (14) Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen betreffen die Verpflichtungen aus dem Regulierungskonto in Höhe von 1.795.170,25 EUR (Vorjahr 2.390.110,80 EUR). Der Rückgang der Rückstellung resultiert aus den Mindererlösen des Geschäftsjahres. (15) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen mit 50.130.682,81 EUR (Vorjahr 35.672.302,03 EUR) gegenüber einem Übertragungsnetzbetreiber vor allem für die Netzentgeltabrechnung gemäß § 19.2 für das Geschäftsjahr 2023. Wesentliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Muttergesellschaft in Höhe von 58.478.441,18 EUR und betreffen mit 51.414.141,53 EUR den Übertrag der Sachanlagen im Anlagevermögen. Im Vorjahr resultierten diese mit 4.167.311,50 EUR aus der umsatzsteuerlichen Organschaft. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten, wie im Vorjahr, ausschließlich kreditorischen Debitoren. Darüber hinaus sind die Verbindlichkeiten des Geschäftsjahres wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. (16) Rechnungsabgrenzungsposten
Es handelt sich hierbei überwiegend um abgegrenzte Umsatzerlöse für erhaltene Baukostenzuschüsse für Stromnetzanschlüsse von Kunden. Diese werden entsprechend der Abschreibungsdauer über eine Laufzeit von 20 Jahren realisiert. SONSTIGE ANGABEN Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigt, wie im Vorjahr, keine Arbeitnehmer. Haftungsverhältnisse Die Konzernmuttergesellschaft Currenta Group Holdings S.à r.l. (vormals InfraChem Holdings S.à.r.l.) hat mit einem Bankenkonsortium eine Kreditvereinbarung in Form eines "Facilities Agreement" in Höhe von ca. einer Milliarde Euro abgeschlossen, das im Wesentlichen zur Finanzierung des Kaufpreises der Currenta-Gruppe dient. Zusätzlich umfasst die Vereinbarung Kreditlinien zur Finanzierung von Investitionen und Avale zur Sicherstellung des laufenden Geschäftsbetriebs. Unverändert gegenüber dem Vorjahr hat die Currenta-Gruppe zum Stichtag aus dem Facilities Agreement 920 Mio. EUR als Darlehen in Anspruch genommen. Im Rahmen des Kreditvertrags fungieren Currenta und alle wesentlichen Tochter- und Enkelgesellschaften und damit auch die NETCUR als Garanten gegenüber dem finanzierenden Bankenkonsortium für sämtliche aus dem Vertrag zu leistenden Zahlungen. Darüber hinaus wurden gegenüber den Kreditgebern folgende Sicherheiten eingeräumt:
Mit einer Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen und Sicherheiten wird aufgrund der positiven Prognosen für die Currenta-Gruppe nicht gerechnet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz angegebene Geschäfte
Aus dem mit der Currenta GmbH & Co. OHG im Jahr 2018 und mit Wirkung zum 01. Januar 2019 abgeschlossenen Pachtvertrag über die Stromnetze ergeben sich zum Bilanzstichtag Verpflichtungen mit einem Jahresbetrag von 21.999.999,96 EUR (Vorjahr 21.999.996,00 EUR). Der Vertrag läuft aktuell bis zum 31.12.2028. Aufgrund der Anlagenübertragung Ende 2023 reduziert sich der Jahresbetrag in 2024 auf 16.000.000,00 EUR. Er verlängert sich um jeweils fünf Jahre, wenn er nicht mit einer Frist von zwei Jahren vorher gekündigt wird. Des Weiteren fällt ein jährliches Pachtentgelt gegenüber Dritten in Höhe von 150.079,00 EUR für maximal 5 Jahre nach Beendigung der Nutzung an. Aus dem mit der Currenta GmbH & Co. OHG im Jahr 2018 mit Wirkung zum 01. Januar 2019 abgeschlossenen Betriebsführungsvertrag ergeben sich zum Bilanzstichtag Verpflichtungen in Höhe von 38.000.004,00 EUR (Vorjahr 38.000.004,00 EUR). Die Currenta GmbH & Co. OHG ist mit der Durchführung von technischen Dienstleistungen sowie mit der Erbringung von kaufmännischen Dienstleistungen betraut worden. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum 31..Dezember 2028. Aufgrund der Anlagenübertragung Ende 2023 reduziert sich der Jahresbetrag in 2024 auf 30.000.000,00 EUR. Er verlängert sich um jeweils fünf Jahre, wenn er nicht mit einer Frist von zwei Jahren vorher gekündigt wird. Darüber hinaus wird die NETCUR in den Cash-Pool der Currenta GmbH & CO. OHG einbezogen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sowie Angaben nach § 6b EnWG Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen liegen im Geschäftsjahr nicht vor. Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen größeren Umfangs, die mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen der NETCUR GmbH getätigt wurden: Im Geschäftsjahr wurden Geschäfte größeren Umfangs, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung sind, mit verbundenen Unternehmen aufgrund folgender Verträge getätigt.
Angaben zum Tätigkeitsabschluss nach § 6b Abs. 3 EnWG Das "Dritte Gesetz zur Neuregelung energiewirtschaftsrechtlicher Vorschriften" wurde am 27. Dezember 2012 im Bundesgesetzblatt (BGBI. Teil I vom 27. Dezember 2012, S. 2730) verkündet. Nach Artikel 8 des Gesetzes trat das Gesetz am Tag nach der Verkündung - und damit am 28. Dezember 2012 - in Kraft. Um Diskriminierung zu vermeiden, haben vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen jeweils getrennte Konten zu führen und für jede ihrer Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Nrn. 1-6 EnWG einen gesonderten Tätigkeitsabschluss aufzustellen. Unter Berücksichtigung der Vorgaben durch das EnWG werden bei der NETCUR GmbH Tätigkeitsabschlüsse für die Elektrizitätsverteilung und erstmals seit 2020 den Messtellenbetrieb Strom erstellt. Mit ihren Tätigkeitsabschlüssen 2023 erfüllt die NETCUR GmbH die Berichtspflicht nach § 6b EnWG: In der Rechnungslegung führt die NETCUR GmbH gemäß § 6b des EnWG jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitätsverteilung und den Messtellenbetrieb Strom. Im Geschäftsjahr 2023 können die Kosten und Erlöse direkt über entsprechende Kostenstellen zugeordnet werden. Eine sachgerechte Aufteilung mittels Schlüsselung war somit nicht notwendig. Der Jahresabschluss der NETCUR GmbH beinhaltet ausschließlich energiespezifische Dienstleistungen der "Elektrizitätsverteilung" und "Messstellenbetrieb Strom". Im Geschäftsjahr 2023 sind insgesamt 125.004,00 EUR (Vorjahr 165.000,00 EUR) an Materialaufwendungen für die Implementierung des intelligenten Messstellenbetriebs Strom entstanden. Aus dem intelligenten Messstellenbetrieb Strom wurden bisher keine Umsatzerlöse erzielt. Die restlichen Angaben im Jahresabschluss der NETCUR GmbH sind dem Tätigkeitsabschluss Elektrizitätsverteilung zuzuordnen. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Currenta GmbH & Co. OHG weisen alle Tätigkeitsabschlüsse ein Jahresergebnis von 0,00 EUR aus. Angaben zum Abschlussprüferhonorar gemäß § 285 Nr. 17a HGB Die vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar für Leistungen im Rahmen der Jahresabschussprüfung ist in der entsprechenden Angabe im Anhang des Konzernabschlusses der Currenta Group Holdings S.à r.l., Luxemburg, enthalten. Angaben zu Vorgängen von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres gemäß § 285 Nr. 33 HGB (Nachtragsbericht) Vorgänge von besonderer Bedeutung liegen nicht vor. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Leverkusen, den 15. Juli 2024 NETCUR GmbH Die Geschäftsführung Florian Köberle Entwicklung Sachanlagevermögen 2023
Tätigkeitsabschlüsse für das Geschäftsjahr 2023 Ergänzende Erläuterungen zur Rechnungslegung und internen Buchführung gemäß §6b Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) für das Geschäftsjahr 2023: Allgemeine Erläuterungen Gesetzliche Vorgaben Gemäß § 6b Abs. 1 Energiewirtschaftsgesetz n. F. (EnWG) haben Energieversorgungsunternehmen ungeachtet ihrer Eigentumsverhältnisse und ihrer Rechtsform einen Jahresabschluss nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 264 ff. HGB) aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen. Dabei umfasst die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG. Da die NETCUR GmbH die Voraussetzungen für Energieversorgungsunternehmen i. S. d. § 3 Nr. 18 EnWG erfüllt, finden die Entflechtungsbestimmungen des § 6b EnWG-Anwendung. Aufgrund des § 6b Abs. 3 EnWG hat die NETCUR GmbH als Netzbetreiber zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung in ihrer internen Rechnungslegung jeweils getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten aus den Bereichen Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung sowie für die Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors zu führen. Tätigkeitsabschlüsse NETCUR GmbH Unter Berücksichtigung der Vorgaben durch das EnWG werden bei der NETCUR GmbH die folgenden zusätzlichen Tätigkeitsabschlüsse erstellt: Elektrizitätsverteilung und moderner und intelligenter Messstellenbetrieb Strom Für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung ist gemäß § 6b Abs. 3 S. 6 EnWG jeweils eine Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung aufzustellen. Die Aufstellungspflicht ergibt sich für den modernen und intelligenten Messstellenbetrieb Strom aus § 3 Abs. 4 MsbG i.V.m. § 6b Abs. 3 S. 6 EnWG. Grundsätzlich sind die §§ 264 ff. HGB anzuwenden. Zu beachten ist, dass die ausgeübten Wahlrechte bei der Bilanzierung des Jahresabschlusses maßgebend sind für die Bilanzen der einzelnen Tätigkeitsbereiche. Angaben über die Zuordnungsregeln gemäß § 6b Absatz 3 Satz 7 EnWG Soweit möglich, werden die wesentlichen Aktiv- und Passivposten sowie Aufwendungen und Erträge den Unternehmensaktivitäten auf Basis von Einzelkonten und Kostenstellen direkt zugeordnet. Dabei wird in Einzelfällen auch eine Einzelpostenanalyse durchgeführt. In den Fällen, in denen nur ein mittelbarer Sachbezug zu den einzelnen Aktivitäten vorliegt oder die weitere Zuordnung der Konten mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden wäre, werden Schlüsselungen und Kostenumlagen sachgerecht vorgenommen. Schlüsselung Da für den modernen und intelligenten Messstellenbetrieb Strom eine direkte Zuordnung vollumfänglich möglich ist, wurde im Geschäftsjahr 2023 auf die Anwendung von Schlüsselungen verzichtet. Alle Kosten und Erlöse, die nicht dem modernen und intelligenten Messstellenbetrieb Strom zugeordnet werden können, fließen somit in die Tätigkeit Elektrizitätsverteilung. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Im Geschäftsjahr 2023 sind insgesamt 125.004,00 EUR (Vorjahr 165.000,00 EUR) an Materialaufwendungen für die Implementierung des modernen und intelligenten Messstellenbetriebs Strom entstanden. Aus dem modernen und intelligenten Messstellenbetrieb Strom wurden bisher keine Umsatzerlöse erzielt. Die restlichen Angaben im Jahresabschluss der NETCUR sind dem Tätigkeitsabschluss Elektrizitätsverteilung zuzuordnen. Aufgrund der hohen Überschneidungen wird auf weitere Erläuterungen verzichtet und auf den Jahresabschluss der NETCUR verwiesen. Erläuterungen zur Bilanz Die Posten in der Bilanz der NETCUR sind vollständig dem Tätigkeitsabschluss Elektrizitätsverteilung zuzuordnen. Für weitere Erläuterungen wird im Geschäftsjahr 2023 auf den Jahresabschluss der NETCUR GmbH verwiesen. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023NETCUR GmbH, LeverkusenIntelligenter Messstellenbetrieb
Bilanz zum 31.12.2023NETCUR GmbH, LeverkusenIntelligenter Messtellenbetrieb StromAKTIVA in €
PASSIVA in €
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023NETCUR GmbH, LeverkusenElektrizitätsverteilung
Bilanz zum 31.12.2023NETCUR GmbH, LeverkusenElektrizitätsverteilungAKTIVA in €
PASSIVA
ERKLÄRUNGEN DER GESETZLICHEN VERTRETER Die Tätigkeitsabschlüsse sind nach den Vorschriften des §6b Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.
Leverkusen, den 15. Juli 2024 NETCUR GmbH Die Geschäftsführung Florian Köberle BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die NETCUR GmbH, Leverkusen VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NETCUR GmbH, Leverkusen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NETCUR GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit "Elektrizitätsverteilung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 des Jahresabschlusses, die gleichzeitig die Bilanz des Tätigkeitsabschlusses darstellt, und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 des Jahresabschlusses, die gleichzeitig die Gewinn- und Verlustrechnung des Tätigkeitsabschlusses darstellt, - geprüft.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und des Tätigkeitsabschlusses in Übereinstimmung mit §6b Abs.5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach §6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach §6b Abs.3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach §6b Abs.3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Tätigkeitsabschluss entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach §6b Abs.3 EnWG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung des Tätigkeitsabschlusses entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung.
Düsseldorf, den 15. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Matthias Barnert, Wirtschaftsprüfer ppa. Dario Nikolic, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Latest news articles and media mentions
Real-time check for insolvency notices from register courts
Check if there are any insolvency proceedings for this company
Real-time document download from the commercial register
Other companies registered at or near this business location
3 nearby organizations
Trade of steam, hot water and cooled air
Management activities of other holding companies
Indicators extracted from public financial statements
Real-time document download from the commercial register
Real-time check for insolvency notices from register courts
Check if there are any insolvency proceedings for this company