EnerVivo GmbH
Same addressDevelopment of building projects for residential buildings
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Markus Ludwig since 6/4/2021 | Procura |
Jens Grundei since 11/21/2018 | Procura |
Oliver Hallscheidt since 8/7/2018 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
akuras GmbHDuisburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Registergericht: Duisburg HRB 30418InhaltAbkürzungsverzeichnis Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Allgemeine Angaben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3. Eigenkapital 4. Rückstellungen 5. Verbindlichkeiten Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 6. Umsatzerlöse 7. sonstige betriebliche Erträge 8. Materialaufwand 9. Personalaufwand 10. sonstige betriebliche Aufwendungen 11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen 2. Mitglieder der Geschäftsführung 3. Gesamtbezüge Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9 HGB) 4. Gesamthonorar Abschlussprüfer (§ 285 Nr. 17 HGB) 5. Latente Steuern (§ 285 Nr. 29 HGB) . 6. Mutterunternehmen (§ 285 Nr. 14 HGB). 7. Gewinnverwendung (§ 285 Nr. 34 HGB) Entwicklung des Anlagevermögens Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Grundlagen der Gesellschaft Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 1.2. Branchenentwicklung 2. Geschäftsverlauf 2.1. Umsatz und Auftragsentwicklung 2.2. Investitionen 2.3. Finanzierung 2.4. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3. Lage 3.1. Ertragslage 3.2. Vermögenslage 3.3. Finanzlage Chancen- und Risikobericht Ausblick und Prognosebericht Abkürzungsverzeichnis
BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine AngabenDer vorliegende Jahresabschluss der akuras GmbH, Duisburg - nachfolgend kurz "akuras" genannt - ist nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der aktuell gültigen Fassung und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Den Abschreibungen liegen grundsätzlich die amtlichen AfA-Tabellen vom Bundesministerium der Finanzen zugrunde. Die Gesellschaft behält sich vor, eine kürzere oder längere Nutzungsdauer für einzelne Vermögensgegenstände zu wählen, sofern dies den GoB und dem tatsächlichen Werteverzehr entspricht. Die Anschaffungskosten werden linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 € und 800,00 €, die nach dem 31.12.2017 angeschafft worden sind, werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert aktiviert. Risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Als Finanzanlage ist die Beteiligung an der Sovorte GmbH, Duisburg (Sovorte) ausgewiesen. Am Stammkapital der Sovorte (25 T€) ist die akuras zu 100 % beteiligt. Die Sovorte weist zum 31.12.2023 in ihrem Jahresabschluss einen Jahresüberschuss von 114 T€ und ein Eigenkapital von 626 T€ aus. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (4.328 T€, i. Vj. 3.719 T€) bestehen im Wesentlichen aus einer Forderung gegen die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mit beschränkter Haftung (DVV) (3.878 T€) aufgrund einer Cash-Pooling-Vereinbarung und die Gesellschafterin octeo MULTISERVICES GmbH (octeo) (409 T€) aufgrund von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände (5 T€, i. Vj. 37 T€) beinhalten hauptsächlich Forderungen aus gezahlten Kautionen (1 T€) sowie Forderungen gegen Belegschaft (4 T€). 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe eingezahlt und mit 25 T€ im Handelsregister HRB-Nr. 30418 des Amtsgerichts Duisburg eingetragen. 4. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von 81 T€ betreffen Gewerbesteuer (25 T€) sowie Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag (56 T€). Die sonstigen Rückstellungen (405 T€) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für den Personalbereich (123 T€), ausstehende Rechnungen (10 T€), Versicherungen (14 T€), Jahresabschlusskosten (26 T€), Restrukturierungskosten (150 T€) sowie Schwerbehindertenausgleichsabgabe und Altenpflegeumlage (80 T€). 5. Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 362 T€ bestehen hauptsächlich aus noch auszuzahlenden Bezügen aus dem Monat Dezember 2023 (285 T€), Steuerverbindlichkeiten (71 T€) sowie aus Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit gegenüber Sozialversicherungen (4 T€). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung6. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der akuras des Geschäftsjahres 2023 untergliedern sich auf die folgenden Tätigkeitsfelder:
Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 summieren sich auf 7.869 T€ und liegen damit 1.496 T€ über dem Vorjahreswert. Die Umsatzentwicklung ist auf die folgenden Effekte zurückzuführen: Die Umsatzerlöse aus der Bewachung sind um 1.381 T€ gestiegen. Der deutliche Umsatzzuwachs resultiert aus zusätzlich erbrachten Bewachungsaufträgen in diversen Flüchtlingsunterkünften und sonstigen zusätzlichen Bewachungsleistungen. Die Umsatzerlöse im Bereich der Reinigung entfallen auf Aufträge im Rahmen der Verkehrsmittelreinigung und liegen mit 465 T€ auf dem Niveau des Vorjahres (469 T€). Im Bereich der ambulanten Pflege konnten weitere Versorgungen und zusätzliche Leistungen übernommen werden. So liegen die erzielten Umsatzerlöse des Jahres 2023 mit 1.247 T€ über dem Niveau des Vorjahres (1.008 T€) Die Umsatzerlöse im Bereich Sonstige Services sanken von 264 T€ im Vorjahr auf 144 T€ im Berichtsjahr. In den Umsatzerlösen dieser Gruppe sind die Erlöse aus der Prägung von KFZ- Schildern enthalten. Die Umsatzreduzierung ist darauf zurückzuführen, dass die Prägestelle von Juli bis Mitte Oktober geschlossen war. Im Zuge des anstehenden Umzugs des Straßenverkehrsamtes wurde die Tätigkeit zum 15.12.2023 eingestellt. 7. sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 59 T€ resultieren hauptsächlich aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (36 T€) und aus Erträgen aus öffentlicher Förderung von Investitionen (22 T€). 8. Materialaufwand Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren (76 T€) setzt sich zusammen aus Berufs- und Schutzkleidung (3 T€), Fremdmaterial (27 T€) sowie Treibstoffkosten (46 T€). Der Aufwand für bezogene Leistungen betrifft im Wesentlichen Aufwendungen für Verwaltungskostenumlage (390 T€), Mieten, Pachten und Leasing (142 T€), Produktverrechnung (132 T€) sowie Personalgestellung (65 T€). 9. Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich zusammen aus:
Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt betrug:
Die Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB wurden nach Maßgabe des § 267 Abs. 5 HGB ermittelt. 10. sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind als größte Posten Gebühren und öffentlichrechtliche Abgaben (35 T€), Versicherungen (27 T€), Kosten der Jahresabschlussprüfung und sonstige Beratungs-, Prüfungs- und Gutachterkosten (22 T€), Werbung und Inserate (20 T€) sowie allgemeine Kosten der Verwaltung (19 T€)9 enthalten. 11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinserträge in Höhe von 107 T€ (i.Vj. 10 T€) resultieren aus Erträgen aus der Anlage liquider Mittel bei der DVV. 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die auf die Gesellschaft entfallenden Ertragsteuern betreffen mit 229 T€ Gewerbesteuer und mit 214 T€ Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag. Sonstige Angaben1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse und kein Bestellobligo aus bereits erteilten Aufträgen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus:
* Gesamtverpflichtung 2024 bis 2027
Die Verträge sind jährlich kündbar. Die Geschäftsbesorgungsverträge bestehen mit der Muttergesellschaft octeo und deren Muttergesellschaft DVV. 2. Mitglieder der Geschäftsführung Oliver Hallscheidt, leitender Angestellter 3. Gesamtbezüge Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9 HGB) Der Geschäftsführer erhält von der Gesellschaft keine Bezüge. 4. Gesamthonorar Abschlussprüfer (§ 285 Nr. 17 HGB) Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernanhang der DVV. 5. Latente Steuern (§ 285 Nr. 29 HGB) Latente Steuern werden mit einem kombinierten Steuersatz von 33,85 % bewertet. Für die akuras bestehen ausschließlich aktive latente Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze der Rückstellungen. Diese werden aufgrund des konzerneinheitlich ausgeübten Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. 6. Mutterunternehmen (§ 285 Nr. 14 HGB) Mutterunternehmen der akuras ist die octeo. Deren Mutterunternehmen ist die DVV. Der Jahresabschluss der akuras wird in den Konzernabschluss der DVV einbezogen. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden im Unternehmensregister bekanntgemacht. 7. Gewinnverwendung (§ 285 Nr. 34 HGB) Der Jahresüberschuss der akuras beträgt 986.366,21 € und soll auf das neue Geschäftsjahr vorgetragen werden.
Duisburg, den 15.03.2024 akuras GmbH Geschäftsführung Oliver Hallscheidt Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen der GesellschaftSeitdem die octeo MULTISERVICES GmbH mit Wirkung auf den 01.01.2018 die verbleibenden 50 % der Geschäftsanteile der zu diesem Zeitpunkt inaktiven akuras GmbH erworben hat, ist diese eine 100%-Tochter der octeo. Mitte 2018 hat die akuras dann ihre Geschäftstätigkeit wieder aufgenommen, zunächst im Geschäftsfeld Sicherheit und seit dem 01.11.2018 auch im Bereich der ambulanten Pflege. Im Jahr 2020 wurden weitere Leistungen ergänzt, wie die Verkehrsmittelreinigung, die Prägung von KFZ-Schildern sowie die Übernahme von Sonderprojekten. Gegenstand des Unternehmens sind spezialisierte Dienstleistungen im Bereich der Reinigung, Pflege, Sicherheit und Unterhaltung von Gebäuden, Anlagen und Verkehrsmitteln aller Art sowie sonstige Serviceleistungen im logistischen Umfeld. Aktuell erbringt die akuras schwerpunktmäßig Dienstleistungen in den Bereichen Bewachung, Pflege, Reinigung und sonstige Serviceleistungen. Wirtschaftsbericht1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) führt in seinem Jahreswirtschaftsbericht 2024 auf, dass die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahr 2023 abgenommen hat. Diese Entwicklung ist nach Ausführung des BMWK u. a. auf die fortwährende russische Aggression gegenüber der Ukraine, die gestiegenen (Leit-)Zinsen, die relativ schwache weltwirtschaftliche Entwicklung, einen hohen Krankenstand sowie zunehmende strukturelle Herausforderungen zurückzuführen. Die deutsche Wirtschaft wurde stärker als andere große westliche Volkswirtschaften in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Dies liegt gemäß Jahreswirtschaftsbericht vor allem an ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung. 1 In der Jahresprojektion für das vergangene Jahr wurde nach dem Nichteintreten der befürchteten Gasmangellage, den spürbar zurückgegangen Energiepreisen sowie der ausbleibenden Verschärfung der Lieferengpässe in Folge der in China praktizierten Null-Covid-Politik von einer Belebung des privaten Konsums ausgegangen. Die Bundesregierung hat dementsprechend einen leichten Zuwachs des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts des Jahres 2023 in Höhe von 0,2 % angenommen. Laut dem vorläufigem Jahresergebnis des Statistischen Bundesamts ist der Wert jedoch aufgrund diverser Effekte um 0,3 % gesunken. Zu den Effekten zählen u. a. nachwirkende Kaufkraftverluste der privaten Haushalte, historisch hohe Krankenstände sowie die sich immer stärker auswirkende geldpolitische Straffung. 2 Der Anstieg der Verbraucherpreise liegt mit 5,9 % auf dem in der Jahresprojektion 2023 angenommen Niveau (6,0 %). 3 Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Inflation um einen Prozentpunkt reduziert. Hier lag diese noch bei 6,9%. 4 Die Bundesregierung geht von einer Fortsetzung dieses Trends aus und rechnet für 2024 mit einer deutlich geringeren jahresdurchschnittlichen Inflation von 2,8%. 5
1 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand
Februar 2024), S. 10.
Die durch den Krieg in der Ukraine stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise sind im Jahr 2023 wieder merklich gefallen, sodass auch die Importpreise spürbar gesunken sind. 6 Infolgedessen ist auch der im Jahr 2022 auf 4,4 % gefallene Leistungsbilanzüberschuss im Jahr 2023 wieder deutlich auf 6,8 % in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt gestiegen. 7 Als Ausblick für das Jahr 2024 geht die Bundesregierung im Rahmen der Jahresprojektion von einem Zuwachs des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,2% aus. Zwar ist die Ausgangslage zum Jahreswechsel eine Bessere, da belastende Faktoren wie die hohen Verbraucherpreissteigerungen mit einhergehenden Kaufkraftverlusten nachlassen. Dennoch sind die unsichere Perspektive im Außenhandel, bedingt durch diverse geopolitische Krisen, sowie die wachstumsdämpfenden Effekte einer restriktiveren Geldpolitik eine Belastung für die wirtschaftliche Lage in Deutschland. 8 In der Jahresprojektion 2023 wurde die Dynamik des Arbeitsmarktes unterschätzt, da mit 45,9 Millionen erwerbstätigen Personen ein historischer Höchststand erreicht wurde. Gleichzeitig ist allerdings auch die Arbeitslosigkeit im vergangenen Jahr stärker angestiegen als vorab erwartet wurde. 9 So liegt die Arbeitslosenquote mit 5,7% sowohl über dem in der Jahresprojektion 2023 erwarteten 5,4% als auch über der Arbeitslosenquote des Jahres 2022 (5,3%). 10 Die Bundesregierung geht für 2024 jedoch von einer Fortsetzung des Beschäftigungsaufbaus aus. Allerdings wird auch aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels mit einem geringeren Zuwachs von 110 Tausend Personen gerechnet. 11 Für den Jahresverlauf wird eine rückläufige Arbeitslosigkeit angenommen. Durch den statistischen Überhang aus dem Vorjahr 2023 wird der Jahresdurchschnitt der Arbeitslosen allerdings geringfügig um 85 Tausend Personen auf 2,7 Millionen Personen steigen. 12 Vor dem Hintergrund der Erwartung einer deutlich geringeren Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahr in Verbindung mit einer vergleichsweise stabilen Beschäftigungsentwicklung rechnet die Bundesregierung mit einem Anstieg des privaten Verbrauchs von 1,1 %. Davon sollen vor allem die binnenwirtschaftlich orientierten Dienstleistungen profitieren. 13 Abschließend lässt sich das folgende Zitat des BMWK festhalten: "Der Ausblick auf eine Stabilisierung der kurzfristigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ändert [jedoch] nichts daran, dass Deutschland eine Reihe über Jahre angestauter, struktureller Herausforderungen im Hinblick auf den Wirtschaftsstandort bewältigen muss." 14
4 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand
Februar 2024), S. 158.
1.2. Branchenentwicklung Hinsichtlich der Branchenentwicklung soll im Nachfolgenden das Augenmerk auf die Bewachungsbranche und die der ambulanten Pflege als wesentliche Tätigkeitspunkte der akuras gelegt werden: Nach Berechnungen des BDSW konnte die Wirtschaftsklasse 80, Wach- und Sicherheitsdienste sowie Detekteien in Deutschland, ihre Umsätze steigern. Im Vergleich zum Jahr 2021, in welchem Umsätze in Höhe von 10,3 Milliarden Euro erwirtschaftet wurden, lag der Umsatz im Jahr 2022 bei 11,1 Milliarden Euro. 15 Umfassende Rückgänge in der Anzahl der Mitarbeitenden konnten insofern auch nicht beobachtet werden. Die Anzahl der Beschäftigten liegt mit rund 277 Tausend (Stand 30.06.2023) auf einem neuen Höchststand und damit sogar leicht über dem Vorkrisenniveau (266 Tausend zum 31.12.2019). 16 Doch auch vor der Sicherheitsbranche macht der Fachkräftemangel keinen Halt. Trotz des neuen Höchststands der Beschäftigten betrug die Zahl der offenen Stellen der Wirtschaftsklasse im Dezember 2023 noch rd. 9 Tausend. 17 Den Leistungen der ambulanten Pflege ist ein immer höherer Stellenwert zuzurechnen. Neben den steigenden Qualitätsanforderungen ist ein weiterer zukünftiger Anstieg der Nachfrage nach Pflegeleistungen abzusehen. Die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland stieg in den letzten 30 Jahren um rund sieben Jahre an. Nach Sterbetafel 2020/22 beträgt das Durchschnittsalter für neugeborene Jungen 78,3 und das für Mädchen 83,2 18 Die Gesellschaft in Deutschland wird immer älter. Zwar steht ein hohes Alter nicht stellvertretend für Krankheit und Pflegebedürftigkeit, doch steigt mit zunehmendem Alter das Risiko einer Pflegebedürftigkeit oder einer schweren Erkrankung. Zuletzt waren rd. 5 Mio. Menschen pflegebedürftig. 19 Die ambulante Pflege ist ein wichtiger Teil der medizinischen Versorgung. Die Bruttowertschöpfung im Bereich ambulante Pflege in Deutschland betrug gemäß dem zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung aktuellsten Wert des BMWK 21,5 Milliarden Euro für 2021. Insgesamt rangiert die Pflege damit im Gesundheitswesen an dritter Stelle hinter Arztpraxen (73,1 Milliarden Euro) und Krankenhäusern (61,5 Milliarden Euro). Die Bruttowertschöpfung der ambulanten Pflege erlebt einen ständigen Zuwachs. Seit 2012 konnte eine Steigerung von 11,1 Milliarden Euro auf den zuletzt veröffentlichten Wert für das Jahr 2021 in Höhe von 21,5 Milliarden Euro erzielt werden. Trotz der eheblichen Einschränkungen durch die zurückliegende Corona-Pandemie ist die Bruttowertschöpfung der Branche auch im Krisenjahr 2021 um 1,5 Milliarden Euro gestiegen. 20 Dabei ist die ambulante Pflege nach wie vor ein wichtiger Jobmotor. Gegenüber 800 Tausend Beschäftigten in 2012 sind laut dem zuletzt für das Jahr 2021 veröffentlichten Wert nunmehr rund 1,1 Millionen Personen in der Branche beschäftigt. Trotz der gestiegenen Bruttowertschöpfung der Branche war im Zuge der Corona-Pandemie ein leichter Rückgang der Erwerbstätigen der Branche zu verzeichnen.
15 Bzgl. Daten Umsatzentwicklung bis 2022 vgl.
BDSW, Sicherheitswirtschaft in Deutschland, 2024, S. 5
& 6.
Eine große Herausforderung bleibt der Fachkräftemangel, welcher sich durch den demografischen Wandel weiter verschärfen wird. Gleichzeitig steigt auch der Bedarf professioneller pflegerischer Versorgung durch die voranschreitende Alterung der Gesellschaft. Verstärkt wurde der Umstand durch unvorhergesehene Sondereffekte wie beispielsweise die Corona-Pandemie. 21 2. Geschäftsverlauf 2.1. Umsatz und Auftragsentwicklung Die Gesamtumsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 entwickelten sich gegenüber dem Planansatz außerordentlich positiv. Insgesamt erhöhten sich die Gesamtumsatzerlöse gegenüber dem Planansatz in Höhe von 4.524 T€ um 3.345 T€ auf insgesamt 7.869 T€. Gegenüber dem Vorjahreswert konnte ebenfalls eine Steigerung der Gesamtumsatzerlöse um rd. 1.496 T€ erzielt werden. Die Umsatzentwicklung lässt sich im Wesentlichen auf die folgenden Effekte zurückführen: Im Bereich der Bewachung sind die für das Geschäftsjahr geplanten Umsatzrückgänge in der Bewachung von Flüchtlingsheimen nicht eingetreten. Zudem konnten Zusatzbewachungsaufträge erbracht werden. Die in 2020 aufgenommenen Leistungen im Rahmen der Verkehrsmittelreinigung wurden auch in 2023 fortgeführt. Im Bereich der ambulanten Pflege konnten gegenüber dem Vorjahr weitere Versorgungen und zusätzliche Leistungen übernommen werden. Der Planansatz konnte jedoch nicht vollständig erreicht werden, da die Umsatzentwicklung weiterhin durch den Fachkräftemangel gehemmt wurde. Ebenfalls sind in den Umsatzerlösen der akuras Erlöse aus der Prägung von KFZ-Schildern enthalten. Dieser Tätigkeitsbereich wurde jedoch zum 15.12.2023 eingestellt. 2.2. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Investitionen getätigt. 2.3. Finanzierung Die akuras finanziert sich aus eigener Kraft und ist in den Cash-Pool der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH eingebunden (Cash-Pooling-Vereinbarung). Die aus dem Geschäftsverlauf resultierenden Zahlungsverpflichtungen können somit jederzeit ausgeglichen werden. Kurzfristige Liquiditätsengpässe werden über den Cash-Pool der DVV gedeckt und markt- üblich verzinst. Die akuras hat einen Kreditrahmen von 2.000 T€. Die akuras ist im laufenden Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt in der Lage gewesen, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 2.4. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Gegenüber 117 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Vorjahr sind nunmehr 142 Mitarbeiter zum Bilanzstichtag beschäftigt. Die Mitarbeiterzahl orientiert sich an der konkreten Auftragssituation, der zusätzliche Mitarbeiterbedarf resultierte aus der gestiegenen Auftragslage. 3. Lage 3.1. Ertragslage Die positive Auftragslage des Geschäftsjahres 2023 spiegelte sich auch im wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft wider. Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei Umsatz und Ergebnis vor Steuern die für die interne Steuerung verwendeten bedeutsamsten Leistungsindikatoren darstellen: Bei Gesamtumsatzerlösen in Höhe von 7.869 T€ konnte ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1.431 T€ erzielt werden. Daraus ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 986 T€, zzgl. einem Ergebnisvortrag aus den Vorjahren in Höhe von 2.220 T€. Das Jahresergebnis soll vollständig auf das neue Geschäftsjahr vorgetragen werden, sodass sich der gesamte Ergebnisvortrag auf 3.206 T€ summiert. Das erreichte Ergebnis vor Steuern ist gegenüber dem Planansatz in Höhe von 496 T€ als äußerst positiv zu bewerten. Die Ergebnisverbesserung resultiert im Wesentlichen aus der bereits beschriebenen Verbesserung der Auftragslage. Die operative Leistungserbringung konnte weitestgehend ohne Zuhilfenahme von Fremdleistungen von Dritten erbracht werden. Analog zur Auftragsentwicklung stieg der Personalaufwand sowohl gegenüber dem Planwert in Höhe von 3.106 T€ als auch gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 4.487 T€ auf insgesamt 5.601 T€. 3.2. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 603 T€ auf 4.577 T€ erhöht. Das Eigenkapital erhöht sich auf insgesamt 3.711 T€. Mit der Erhöhung des Eigenkapitals geht eine Erhöhung der Eigenkapitalquote auf 81,1 % einher. Die Eigenkapitalquote ist äußerst positiv zu beurteilen. Entsprechend der personalintensiven Tätigkeitsfelder weist die akuras nur ein geringes Anlagevermögen auf. Der Restbuchwert in Höhe von 34 T€ besteht aus Betriebs- und Geschäftsausstattung und wird durch das Eigenkapital gedeckt. Die Anlagenintensität beträgt rd. 0,7 %.
3.3. Finanzlage Der Cashflow des Geschäftsjahres 2023 gemäß DRS 21 "Kapitalflussrechnung" stellt sich wie folgt dar:
Unter Einbeziehung der im Rahmen des Cash-Managements bei der DVV kurzfristig angelegten liquiden Mittel ergibt sich nachstehender Finanzmittelfonds:
Die allgemeinen Rahmenbedingungen des Geschäftsjahres haben keine erkennbaren negativen Einflüsse auf die Liquiditätslage und die Refinanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft gehabt, sodass die Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit vorhanden war. Chancen- und RisikoberichtDie akuras ist eine Mehrheitsbeteiligung der octeo und damit als Konzerngesellschaft in das Risikomanagement des DVV-Konzerns eingebunden. Jede unternehmerische Tätigkeit ist mit Chancen und Risiken verbunden. Dies führt zu Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung und damit zu einer Beeinflussung des Unternehmenserfolgs und der Erreichung der gesetzten Ziele. Der Umgang mit dieser Herausforderung ist die zentrale Aufgabe des Risikomanagements. Ein konzernweit implementiertes Risikomanagement sorgt dafür, dass Chancen und Risiken strukturiert erkannt, standardisiert erfasst, bewertet, gesteuert und überwacht werden können. Dies trägt dazu bei, den Fortbestand, das wirtschaftliche Ergebnis sowie die strategische Zielerreichung sicherzustellen. Des Weiteren ist es das Ziel des Risikomanagements bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Um dies zu gewährleisten, wird im DVV-Konzern die Risikotragfähigkeit bewertet. Die Risikotragfähigkeit ist das maximale Risikoausmaß, welches ein Unternehmen, ohne Gefährdung seines Fortbestands, tragen kann. Die Risikotragfähigkeit versteht sich also als Gegenüberstellung des Gesamtrisikos mit den zur Risikodeckung verfügbaren finanziellen Mitteln, der sogenannten Risikodeckungsmasse (Risikodeckungspotenzial). Der Verlauf der Corona-Krise in den vergangenen Jahren hat deutlich gezeigt, dass solche Pandemien ein großes Risiko für die Dienstleistungsbranche bedeuten können. So führen Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens wie Quarantänemaßnahmen, die Schließung von Objekten oder sogar die Einführung eines Lockdowns dazu, dass die Dienstleistungserbringung deutlich erschwert oder im Extremfall verhindert wird. Dadurch drohen große Verluste, die branchenweit sogar teilweise substanzgefährdend ausfallen können. Um solchen Verlusten entgegenzuwirken und den Geschäftsbetrieb so weit wie möglich aufrecht zu erhalten, ist ein hohes Maß an Flexibilität erforderlich. So können bspw. Leistungsverzeichnisse in Abstimmung mit dem Kunden an die neuen Bedürfnisse angepasst und situationsbedingte Zusatz-/Sonderleistungen wie Desinfektionsreinigungen sowie zusätzliche Bewachungs-, Pflege- und sonstige Unterstützungsleistungen angeboten werden. Ein wesentliches Risiko der akuras besteht im aktuellen Fachkräftemangel. Das Angebot an qualifiziertem Sicherheits- und Pflegepersonal verläuft weiter rückläufig, bei gleichzeitig starker wirtschaftlicher Nachfrage in deren Handlungsfeldern und der steigenden Qualitätsanforderung der Kunden. Dadurch droht ein Überbietungswettbewerb um Personal, die Rekrutierung von qualifiziertem Personal wird zunehmend erschwert. Zudem droht das Risiko, dass die erforderliche hohe Dienstleistungsqualität infolge eines Personalmangels nicht aufrechterhalten werden kann. Diese Herausforderungen können nur durch kundenindividuell zugeschnittene Dienstleistungspakete gemeistert werden. Die akuras stellt sich als attraktiver, moderner und sicherer Arbeitgeber auf, sodass ein stabiles Personalwachstum und damit eine kontinuierliche Dienstleistungsqualität gewährleistet werden kann. Im Rahmen von personalintensiven Dienstleistungen in sensiblen Tätigkeitsfeldern ergibt sich ein Risiko durch Personalfehlverhalten. Darin inbegriffen ist auch das Risiko der Verletzung durch unsachgemäßen Umgang mit Gefahrstoffen und Arbeitsmaterialien. Durch diese Risiken können Sach- und Personenschäden entstehen. Neben der diesbezüglichen Haftung droht ebenfalls ein (teilweiser) Verlust von Aufträgen bis hin zu einem Schaden des Unternehmensimages. Die akuras wirkt diesem Risiko durch umfassende Qualifizierung und Sensibilisierung der Mitarbeitenden entgegen. Zudem wurden interne Kontrollmechanismen installiert. Risiken für die Gesellschaft können sich im Bereich der Bewachung zudem dadurch ergeben, dass sich Auftraggeber nicht an vergaberechtliche Vorgaben halten. Darüber hinaus führt der Verlust von Aufträgen durch Kündigung unserer Kunden wegen Auftragsnachfolge oder im Rahmen von Preisverhandlungen zu unternehmerischen Anpassungen von (Personal-)Ressourcen. Soweit eine solche Anpassung nur zeitverzögert umgesetzt werden kann, ergeben sich zusätzliche wirtschaftliche Nachteile. Für die Informationstechnologie bedeuten geopolitische Konflikte ein erhöhtes Risiko durch gezielte Cyberangriffe. Cyberangriffe stellen eine akute Gefahr für Unternehmen dar. Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass nicht nur kleine mittelständische Unternehmen betroffen sind, sondern auch große Konzerne. Mögliche Arten von Cyberangriffen können Phishing sowie Aktivierung bereits im Netzwerk vorhandener Schadprogramme sein. Infolgedessen sind betriebsbedingte Störungen möglich sowie die Verschlüsselung und/oder der Verlust von betrieblichen Daten. Als Gegenmaßnahmen werden die Sicherheitssysteme konstant erhöht und die Mitarbeiter über verpflichtende Schulungen sensibilisiert. Als wesentliche Chance ergibt sich die Steigerung der Effizienz diverser Geschäftsprozesse durch Investitionen in eine intelligente Verknüpfung von Kundenstrukturen und den angebotenen Dienstleistungen. Durch Einsatz moderner Softwarelösungen in der ambulanten Pflege können bereits heute viele Prozessschritte im Rahmen der (Routen-)Planung, Dokumentation und Abrechnung digital abgewickelt werden. Diese Digitalisierungs- und Automatisierungsprozesse erfordern jedoch auch hochqualifiziertes Personal. Die akuras zeigt seit jeher, dass die Gesellschaft flexibel auf Sondersituationen reagieren kann und ein starker Partner für Konzernunternehmen, Patienten und die Stadt Duisburg ist. Chancen ergeben sich insbesondere in der Aufnahme von flexiblen Sonderprojekten und sonstigen Dienst-/Unterstützungsleistungen. Ausblick und PrognoseberichtVor dem Hintergrund der aktuell unsicheren weltpolitischen Lage ist derzeit nicht davon auszugehen, dass in naher Zukunft ein Abbau von Flüchtlingsunterkünften stattfinden wird. Daher wird sich die Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen in Flüchtlingsunterkünften in Deutschland kurzfristig nicht rückläufig entwickeln. Für die folgenden Geschäftsjahre zeichnet sich dies hingegen ab, wodurch sich unmittelbare Auswirkungen auf die Umsatzerlöse im Tätigkeitsfeld der Bewachung ergeben werden. Um dieser Entwicklung so weit wie möglich entgegenzuwirken, wird die Akquise weiterer differenzierter Bewachungsaufträge forciert. Dahingegen ist davon auszugehen, dass sich die Auftragslage in der ambulanten Pflege weiterhin erhöhen wird. Um für eine steigende Nachfrage gewappnet zu sein, wird bereits heute eine Akquise von weiterem Pflegepersonal angestrebt. Personalbindung und Weiterbildung sichern langfristigen Erfolg. Mit einem erweiterten Schulungs- und Qualifizierungsangebot werden Mitarbeitende noch besser auf die sich verändernden Rahmenbedingungen vorbereitet. Erforderliche Zusatzqualifikationen und sicherheitsrelevante Schulungen werden zunehmend vermittelt. Die implementierte Qualifizierungsoffensive bietet die Möglichkeit, sich fortwährend zu entwickeln, um neue Fach- und Führungskompetenzen zu erlernen und auch anzuwenden. Daneben ist ein bewusster Umgang mit den verantworteten Ressourcen ein Schwerpunkt der kontinuierlichen Mitarbeiterqualifizierung. Die Geschäftsführung der akuras geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2024 Gesamtumsatzerlöse in Höhe von 5,0 Mio. € erzielt werden können. Das voraussichtliche Ergebnis ist mit 0,6 Mio. € vor Steuern geplant. Die weitere Ergebnisentwicklung hängt dabei stark von der Entwicklung der Auftragslage im Bereich der Bewachung ab und wird zusätzlich von dem zunehmenden Wettbewerb, dem Kosten- und Leistungsdruck sowie dem Fachkräftemangel in der Pflege geprägt.
Duisburg, den 15.03.2024 akuras GmbH Geschäftsführung Oliver Hallscheidt BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die akuras GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der akuras GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der akuras GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Duisburg, den 26. April 2024 PKF
Fasselt Partnerschaft mbB
Hünger, Wirtschaftsprüfer Kawaters, Wirtschaftsprüfer Die Gesellschafterversammlung der akuras GmbH hat am 06. Juni 2024 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt und die Gewinnverwendung wie folgt beschlossen: Die Gesellschafterversammlung stellt, gemäß §12 Ziffer 2 c des Gesellschaftsvertrages, den vorliegenden Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 fest und beschließt, dass der erzielte Jahresüberschuss i. H. v. 986.366,21 € aus dem Geschäftsjahr 2023 vollständig auf das neue Geschäftsjahr vorgetragen werden soll. |
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