UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH
Same addressManufacture of plastic packing goods
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Eva Elisabeth Dr. Kriegbaum since 12/4/2025 | Managing Director |
Christian Thaler since 12/4/2025 | Procura |
Seppo Tapio Oikarinen since 10/9/2025 | Procura |
Stefan Felsl since 9/24/2024 | Procura |
Marcus Friedhelm Weber since 5/28/2024 | Procura |
Andreas Beig since 1/18/2024 | Procura |
Sybille Gerlinde Mahnke since 7/11/2022 | Procura |
Matthias Arthur Dr. Sauter since 12/6/2019 | Procura |
Adelheid Wuhler since 12/28/2018 | Procura |
Markus Messmer since 5/15/2018 | Procura |
Karl Gottfried Bisle since 10/26/2016 | Procura |
Rainer Häring since 12/11/2014 | Procura |
Karl-Heinz Riendl since 7/11/2012 | Procura |
Markus Rausch since 12/23/2011 | Procura |
Nicole-Yvonne Nickolai since 12/7/2010 | Procura |
Andreas Ferdinand Dr. Deischl since 9/14/2009 | Procura |
Klaus Kohler since 9/14/2009 | Procura |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
UPM GmbHAugsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT DER GESCHÄFTSFÜHRUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Geschäftstätigkeit 1.1 Gegenstand des Unternehmens 1.2 Rechtliche Struktur 2. Rahmenbedingungen und Grundlagen der Gesellschaft 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.2 Europäische Papiermärkte 2.3 Absatzmarkt, Beschaffungsmarkt und R&D 3. Leistungsindikatoren 3.1 Wertmanagement von UPM und wesentliche finanzielle Steuerungskennzahlen 3.2 Wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren 3.3 Mitarbeiter 3.4 Frauenquote für Aufsichtsrat, Vorstand und die beiden obersten Führungsebenen 4. Lage der Gesellschaft 4.1 Vergleich des prognostizierten und des tatsächlichen Geschäftsverlaufs 4.2 Ertragslage 4.3 Vermögenslage 4.4 Finanzlage 5. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 5.1 Prognosebericht 5.2 Risikobericht 5.2.1 Risikomanagement 5.2.2 Risiken 5.3 Chancen bzw. Erfolgspotentiale 1. Geschäftstätigkeit 1.1 Gegenstand des Unternehmens Der Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Papierfabriken, insbesondere für Zeitungs- und Magazinpapiere sowie die Vornahme aller damit zusammenhängender Geschäfte. Die folgende Tabelle zeigt die Produktion der Papiersorten pro Standort und Papiermaschine 2023.
Die PM6 in Schongau wurde am 28.06.2023 dauerhaft stillgelegt. Mit Wirkung zum 31.12.2023 ist der bisherige Geschäftsführer Massimo Reynaudo aufgrund von neuen Aufgaben innerhalb von UPM ausgeschieden. Neuer Geschäftsführer ist seit dem 01.01.2024 Herr Christian Thaler. 1.2 Rechtliche Struktur Als operative Gesellschaft unter der UPM-Kymmene Administrations GmbH & Co. KGaA, Augsburg, der UPM-Kymmene Verwaltung GmbH und der deutschen Holdinggesellschaft UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH ist die UPM GmbH, Augsburg, tätig. Die Gesellschaft hat mit der UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Die Gesellschaft produziert Magazin- und Zeitungsdruckpapier in den Werken Augsburg und Schongau. Im Zuge der Übernahme des Myllykoski-Konzerns durch den UPM-Konzern im Jahr 2011 wurde von der UPM GmbH eine 95 % Beteiligung an der Rhein Papier GmbH, Mühldorf am Inn, erworben. Außerdem hält die UPM GmbH eine 99,53 % Beteiligung an der UPM-Kymmene Austria GmbH, Steyrermühl. . Im Juni 2022 wurde diese Beteiligung mit Wirkung zum 01.01.2024 veräußert. Mit Wirkung zum 01. Januar 2019 übernahm die Gesellschaft infolge der Anwachsung das Geschäft der UPM-Kymmene Dienst KGaA & Co. KG, nachdem die Komplementärin aus der UPM-Kymmene Dienst KGaA & Co. KG ausgetreten ist. 2. Rahmenbedingungen und Grundlagen der Gesellschaft 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltkonjunktur hielt sich angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023 besser als erwartet, auch wenn die wirtschaftliche Expansion moderat war. Die Inflation geht inzwischen zügig zurück, und die Geldpolitik beginnt voraussichtlich bereits im ersten Halbjahr 2024 mit Zinssenkungen. Eine konjunkturelle Belebung zeichnet sich aber derzeit noch nicht ab. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften bremsen eine hohe Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, und finanzpolitische Impulse fallen weg. In China bleibt die wirtschaftliche Dynamik angesichts struktureller Probleme verhalten. Die deutsche Wirtschaft müht sich aus der Stagnation. Im kommenden Jahr dürfte die Wirtschaftsleistung wieder zulegen. Eine große konjunkturelle Dynamik ist aber nicht absehbar. Vor allem die recht kräftigen Zuwächse des real verfügbaren Einkommens werden den privaten Konsum anschieben. Die Zinswende belastet jedoch weiterhin die Baubranche und größere Impulse seitens der Weltwirtschaft lassen auf sich warten. Zudem wird die sich nach dem Bundesverfassungsgerichtsurteil zum Nachtragshaushalt 2021 abzeichnende Konsolidierung die wirtschaftliche Expansion bremsen. Bezüglich der genauen Ausgestaltung der Einsparungen besteht ebenso Unsicherheit wie über deren wirtschaftliche Auswirkungen. In der Prognose senken die zusätzlichen Einsparungen die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts um gut 0,3 Prozentpunkte im Jahr 2024. Die Inflation ist deutlich gesunken. Für die kommenden beiden Jahre rechnen wir mit Raten von 2,3 Prozent (2024) und 1,8 Prozent (2025), nach 5,9 Prozent im laufenden Jahr. Die geringe wirtschaftliche Dynamik hinterlässt Spuren am Arbeitsmarkt. Der demographische Wandel und damit verbunden der Fachkräftemangel wirken dem aber entgegen. Das Finanzierungsdefizit des Staates dürfte von 2,5 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 auf 0,7 Prozent im Jahr 2025 zurückgehen. Der Schuldenstand wird im gleichen Zeitraum von 66,1 Prozent auf 62,4 Prozent sinken. 2.2 Europäischer Papiermarkt Die wesentlichen Erfolgsfaktoren in der Papierindustrie setzen sich zusammen aus der Papiernachfrage, den daraus resultierenden Papierpreisen sowie der Kostenentwicklung für die Rohstoffe Altpapier, Zellstoff, Holz und den Energieaufwendungen. Der Nachfragerückgang nach grafischen Papieren in unseren Kernmärkten Europa und den USA zeigte sich im Jahr 2023 in einem noch nie gesehenen Ausmaß. Nachdem 2022 im Vergleich zu 2021 einen Rückgang um 10% zeigte, was etwas über dem langjährigen Trend liegt, ist der Rückgang von 2023 zu 2022 bei 24%. In den USA zeigte sich im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 ein Rückgang um 26%. Die von der Industrie vorgenommenen Kapazitätsreduzierungen kompensieren diesen Nachfragerückgang bei weitem nicht, so dass in der Folge alle Hersteller mit niedriger Kapazitätsauslastung arbeiteten. 2.3 Absatzmarkt, Beschaffungsmarkt, Forschung & Entwicklung Seit 2012 gilt für die Papierverkäufe unserer Gesellschaft das aktuelle Vertriebsmodell. Alle Aufträge werden seitdem über die UPM Sales Oy, European Sales Company (Esco), abgerechnet. Die Papierfabriken stellen der UPM Sales Oy das produzierte Papier bereits zum Zeitpunkt der Fertigstellung in Rechnung. Der Transferpreis an die neue Vertriebsgesellschaft berücksichtigte bisher neben den Logistikkosten auch die Marge der Esco, mit der u. a. Kosten für Gewährleistung, Forderungsausfall sowie die Provision für den Vertriebsaufwand abgedeckt sind. Ein Abgleich der tatsächlich am Markt durch die UPM Sales Oy erzielten Erlöse mit dem Verrechnungspreis zum Zeitpunkt der Papierproduktion erfolgt vierteljährlich. Die Produktionsplanung für unsere Maschinen erfolgt zentral für alle zentraleuropäischen UPM Fabriken im Bereich Supply Chain. Zu den wesentlichen Beschaffungsmärkten der Gesellschaft gehören die Märkte für Altpapier, Zellstoff, Holz und Energie. Die Forschung und Entwicklung unseres Unternehmens basiert im Wesentlichen auf der Zusammenarbeit mit den zentralen F&E Einrichtungen unseres Konzerns. Schwerpunkte der Entwicklungsaktivitäten sind die Sicherstellung einer marktgerechten Papierqualität sowie die Senkung der Produktionskosten. Auf die nachhaltige Verbesserung der Energieeffizienz und der Rohstoffausbeute, die Reduktion unser umweltrelevanten Emissionen, die Reduzierung unseres spezifischen Wasserverbrauchs und die Vermeidung von Abfällen wird besonderes Augenmerk gelegt. 3. Leistungsindikatoren 3.1 Wertmanagement von UPM und wesentliche finanzielle Steuerungskennzahl Wir wollen den Unternehmenswert von UPM weiter steigern. Ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie ist es, ein einheitliches, länder- und divisionsübergreifendes Incentive-System zu etablieren, das gleichzeitig die Motivation der Mitarbeiter erhöht. Daher hat die Konzernzentrale seit 2008 ein auf dem Konzern-EBITDA basierendes Bonus-System eingeführt. Das EBITDA 1 der Gesellschaft ist die zentrale Ziel- und Steuerungskennzahl und der wesentliche finanzielle Leistungsindikator für unsere Gesellschaft. Als Hilfsindikator werden die Umsatzerlöse herangezogen. 1 EBITDA: Ergebnis nach Steuern + Steuern vom Einkommen und Ertrag + Zinsaufwendungen - Zinserträge + Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen und Abschreibungen auf Finanzanlagen 3.2 Wesentlicher nicht finanzieller Leistungsindikator Als wesentlicher nicht finanzieller Leistungsindikator wird die Unfallquote der Mitarbeiter an unserem Produktionsstandort angesehen. In 2012 wurde das konzernweite Programm "step change in safety" als Arbeitssicherheitsinitiative ins Leben gerufen. Die seitdem eingeführten und umgesetzten Sicherheitsstandards definieren die Mindestanforderungen an die Arbeitssicherheit im Unternehmen. Für das Jahr 2023 war die Gesellschaft in ihrem Lagebericht zum 31.12.2022 von einem deutlichen Rückgang des nicht finanziellen Leistungsindikators ausgegangen. In 2023 konnte jedoch die positive Entwicklung des Vorjahres im Bereich der Arbeitssicherheit nicht fortgesetzt werden. So stieg für die UPM GmbH die Unfallquote, der wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikator, auf 6,5 Unfälle pro 1 Million Arbeitsstunden (Vorjahr: 4,1). 3.3 Mitarbeiter Der Personalbestand setzte sich im Berichtsjahr im Durchschnitt wie folgt zusammen:
Zum Stichtag waren 928 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt (Vj. 986). 3.4 Frauenquote für Aufsichtsrat, Vorstand und die beiden obersten Führungsebenen (§289f Abs. 4 HGB) Die Geschäftsführung hat im Juni 2015 beschlossen, dass die zu erreichende Zielgröße für den Anteil von Frauen als Mitglied des Aufsichtsrats der UPM GmbH auf 30% und als Mitglied der Geschäftsführung auf 0% festgelegt wird. Zum Zeitpunkt der neuen Beschlussfassungen im Juni 2022 bestand der Aufsichtsrat der UPM GmbH aus insgesamt drei Mitgliedern, davon ein weibliches Mitglied und die Geschäftsführung bestand aus einer männlichen Person. Der Aufsichtsrat legte die bis zum 30.06.2027 zu erreichende Zielgröße für den Anteil von Frauen als Mitglieder des Aufsichtsrates der UPM Papier GmbH auf 30% (d.h. 1 Frau bei einer Gesamtzahl von 3 Mitgliedern) fest. Die bis zum 30.06.2027 zu erreichende Zielgröße für den Anteil von Frauen als Mitglieder der Geschäftsführung der UPM GmbH legte der Aufsichtsrat 1 Person fest, wenn es mehr als 3 Geschäftsführer bei dieser Gesellschaft gibt. Sollte die Gesellschaft nur drei oder weniger Geschäftsführer haben wird eine Quote von 0% als Zielgröße festgelegt. Die Geschäftsführung hat im November 2017 beschlossen, dass die zu erreichende Zielgröße für den Anteil von Frauen als Mitglieder der ersten Führungsebene unter der Geschäftsführung der UPM GmbH auf 0% und die der zweiten Führungsebene auf 7% festgelegt wird. Zum Zeitpunkt der neuen Beschlussfassung im Juni 2022 bestand erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung aus den beiden Leitern der Werke Augsburg und Schongau und die zweite Führungsebene aus dem "Mill Management Teams" dieser Werke. Unter den beiden Leitern der Werke befand sich keine Frau und unter den 18 Mitgliedern der zwei Mill Managements Teams befanden sich 3 Frauen. Das Verhältnis der Frauenrepräsentanz in der ersten Führungsebene der Gesellschaft lag betrug zum Zeitpunkt der Beschlussfassung 0 % und in der zweiten Führungsebene bei 17%. Die Geschäftsführung legte die bis zum 30.06.2027 zu erreichende Zielgröße für den Anteil von Frauen als Mitglied der ersten Führungsebene, d.h. bei den Werksleitern auf eine Person fest, wenn es mehr als 3 Werksleiter gibt. Sollte es nur 3 oder weniger Werksleiter geben, wurde eine Quote von 0% als Zielquote festgelegt. Gründe fiir diese Entscheidung sind, dass erst ab einer Größe von 4 Mitgliedern einer Führungsebene die Umsetzung einer solchen Quote sinnvoll möglich ist, wie der Gesetzgeber selbst im Hinblick auf die Beteiligungsquote gem. § 76 Abs. 3a AktG berücksichtigt hat, die er deshalb erst ab einer Mindestgröße des Vorstands von 4 Mitgliedern als anzuwenden vorschreibt. Bei einer Werksleiterzahl von nur 3 oder weniger muß der Gesellschaft eine größtmögliche Flexibilitaät für die Auswahl der bestgeeigneten Kandidaten verbleiben und darf keine Einschränkung der Auswahlmöglichkeiten allein auf Basis des Geschlechts erfolgen. Erst ab einer gewissen Größe des Leitungsorgans, die eine Ressortaufteilung und -zuschnitt ermöglicht, was die Spezialisierungen der Kandidaten auf bestimmte Felder und damit auch ggf. das Fehlen bestimmter Expertise akzeptierbar macht, ist eine Beschränkung der Flexibilität der Auswahl gerechtfertigt. Zudem ist vor dem Hintergrund der Kontinuität eine Auswechslung der derzeitigen Mitglieder dieser Führungsebene nicht angezeigt und mit Blick auf die Gesamtanzahl von Frauen in unserer Industrie und unserem Unternehmen läge eine höhere Quote weit über der Quote von Frauen in unserer Gesamtbelegschaft. Dies bedeutet schließlich auch nicht den Ausschluss der Auswahl einer geeigneten Kandidatin im Fall einer Werksleiteranzahl unter 4. Für die zweite Führungsebene wurden als Zielgröße bis zum 30.06.2027 17% (3 Personen) festgelegt. 4. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 4.1 Vergleich des prognostizierten und des tatsächlichen Geschäftsverlaufs Für das Jahr 2023 war die Gesellschaft in ihrem Lagebericht 2022 neben nicht genau abschätzbaren Einflüssen durch den Ukraine-Krieg von einer deutlichen Verminderung des EBITDA ausgegangen. Das EBITDA (17,7 Mio. €) ist gegenüber dem Vorjahr (103,3 Mio. €) deutlich gesunken. Das Ergebnis nach Steuern in 2023 (28,0 Mio. €) hat sich im Vergleich zum Vorjahr (-8,4 Mio. €) deutlich verbessert. 4.2 Ertragslage Die Gegenüberstellung der Erfolgsrechnungen für die Geschäftsjahre 2023 und 2022 zeigt folgendes Bild der Ertragslage und ihrer Veränderungen:
Die Produktion der UPM GmbH lag mit 599.900 t deutlich unter der des Vorjahres (960.100 t). Werk Augsburg Die Produktion verringerte sich stark gegenüber dem Vorjahr. Werk Schongau Die Produktion verringerte sich, auch aufgrund der Schließung zum 28.06.2023, stark gegenüber dem Vorjahr. Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen:
Die Umsatzverteilung ist aus der Fakturierung der UPM Sales Oy an die Endverbraucher abgeleitet. Der Rückgang der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen aus dem preis- und mengenbedingten Rückgang der Umsatzerlöse der Werke Augsburg und Schongau. Auch beim Altpapier- und Holzhandel sowie beim Weiterverkauf von Gas wurde preis- und mengenbedingt eine deutliche Abnahme verzeichnet. Die Umsatzerlöse teilen sich gemäß folgender Tabelle auf die einzelnen Standorte auf, wobei es sich bei den Standorten Augsburg und Schongau vorwiegend um Erlöse aus Papierverkäufen handelt.
Der deutliche Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge im Vergleich zum Vorjahr um 42,8 Mio. € ist im Wesentlichen dadurch bedingt, dass im Vorjahr 84,1 Mio. € aus der zentralen Abwicklung von Derivaten enthalten waren. Dieses Jahr führte die Abwicklung von Derivaten zu sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-1,4 Mio. €). Gegenläufig wurden erstmalig Erträge aus der Strompreiskompensation (39,7 Mio. €) in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte der Ausweis im Materialaufwand (16,9 Mio. €). Der Rückgang des Materialaufwands ist im Wesentlichen auf die gesunkenen Mengen sowie auf gesunkene Rohstoff- und Energiepreise zurückzuführen. Die Materialaufwandsquote (Verhältnis des Materialaufwands zu den Umsatzerlösen) ist auf 77,3 % im Vergleich zum Vorjahr von 80,1 % gesunken. Der Rückgang der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus geringeren Aufwendungen für Altersversorgung, bedingt durch den Rückgang der Berechtigten in 2023 sowie den hohen Aufwand im Vorjahr aufgrund der Erhöhung der Rentendynamik und der Berücksichtigung des Rentenanpassungsbedarfes aufgrund der hohen Inflation. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Mio. € gesunken. Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf niedrigeren Aufwendungen für Instandhaltung. Gegenläufig wurden Restrukturierungsaufwendungen i.H.v. 12,9 Mio. € in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der Anstieg bei den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen resultiert aus höheren Zinserträgen aus Cash Pooling. Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhaltet im Wesentlichen den Zinsanteil der Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen. Der Anstieg bei den Erträgen aus Beteiligungen resultiert aus einer Dividendenzahlung der UPM-Kymmene Austria i.H.v. 49,9 Mio. €. Im Gegenzug erfolgte eine weitere Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert der UPM-Kymmene Austria GmbH i.H.v. 25,4 Mio. € (Vorjahr 91,0 Mio. €). Das Ergebnis nach Steuern ist um 36,4 Mio. € auf 28,0 Mio. € gestiegen. Der Jahresgewinn des Geschäftsjahres 2023 wird entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag an die UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH abgeführt. 4.3 Vermögenslage Aus der folgenden Darstellung sind die wesentlichen Veränderungen der Bilanzpositionen der Gesellschaft ersichtlich: Aktiva
Als wesentliche Veränderungen sind folgende Positionen zu kommentieren: Anlagevermögen Der Rückgang des Anlagevermögens von 27,8 Mio. € ergibt sich bei Investitionen von 14,2 Mio. € im Wesentlichen aus den Abschreibungen i.H.v. 25,4 Mio. € auf Anteile an verbundenen Unternehmen aufgrund der Veräußerung der UPM-Kymmene Austria GmbH und 16,3 Mio. € für Grundstücke und Bauten sowie Technische Anlagen und Maschinen aufgrund planmäßiger Abschreibungen. Umlaufvermögen, Rechnungsabgrenzungposten u.a. Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 24,7 Mio. € gesunken, was im Wesentlichen auf gesunkene Altpapierbestände (-9,9 Mio. €), gesunkene sonstige Vermögensgegenstände (-17,0 Mio. €) aufgrund niedrigerer Energieweiterbelastungen und gesunkene aktive Rechnungsabgrenzungsposten (-6,3 Mio. €) aufgrund niedrigerer Energievorauszahlungen zurückzuführen ist. Gegenläufig wirken stichtagsbedingt gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+8,4 Mio. €). Fremdkapital Der Rückgang des Fremdkapitals ergibt sich im Wesentlichen aus dem Rückgang der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (-11,5 Mio. €) aufgrund gesunkener Berechtigtenzahl, aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-31,0 Mio. €) aufgrund gesunkener Rohstoff- und Energiepreise und dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (-13,6 Mio. €). Gegenläufig wirken im Wesentlichen die Restrukturierungsrückstellungen (+9,7 Mio €). 4.4 Finanzlage Aus der folgenden Darstellung sind die wesentlichen Veränderungen der Finanzlage unserer Gesellschaft ersichtlich:
Der Finanzmittelfond besteht aus Cashpooling-Guthaben (295.700 T€; Vj. 272.085 T€) und Bankguthaben (146 T€; Vj. 116 T€). Der Jahres-Cash Flow liegt bei einem deutlich gestiegenen Jahresergebnisses vor Ergebnisabführung aufgrund signifikant geringerer Abschreibungen mit 69.193 T€ deutlich unter dem Vorjahr (98.259 T€). Die Zahlungsfähigkeit bzw. Liquidität der Gesellschaft wird über das konzerninterne Cash Pooling jederzeit sichergestellt (siehe Abschnitt 5.2.2 unter Finanzwirtschaftliche Risiken). Insgesamt wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gut eingeschätzt. 5. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 5.1 Prognosebericht Insgesamt rechnet das IfW für das kommende Jahr 2024 mit einem Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - um 2,8 Prozent, nach 3,1 Prozent im Jahr 2023. Für das Jahr 2025 erwartet das IfW ein Anziehen der Weltkonjunktur auf eine Zuwachsrate von 3,2 Prozent. Im Falle von Deutschland rechnet das IfW mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts für das kommende Jahr 2024 von 0,9 Prozent. Im Jahr 2025 dürfte die Wirtschaftsleistung um 1,2 Prozent zulegen und im laufenden Jahr 2023 fällt das Minus mit 0,3 Prozent etwas niedriger aus als im Herbst erwartet (-0,5 Prozent). Die Geschäftsführung erwartet, dass sich der Nachfragerückgang nach graphischen Papieren weiter fortsetzt, jedoch nicht im gleichen Maße wie im Jahr 2023, sondern im hohen einstelligen Prozentbereich. So wurde im Mai 2024 die geplante Schließung der Papiermaschine PM3 der Nordland Papier GmbH sowie die Schließung des Standortes Hürth der Rhein Papier GmbH zum Jahresende 2024 bekanntgegeben. Weitere Kapazitätsreduzierungen in der Papierindustrie können nicht ausgeschlossen werden, eine Aussage dazu ist jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. Weiterhin werden Maßnahmen z.B. im Rahmen des SmartSpend Programms zur Verbesserung der Kostenstruktur durchgeführt. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges (siehe hierzu auch 5.2.2) auf den Rest des Jahres, insbesondere im Hinblick auf die Energiepreise, sind unsicher. Aus derzeitiger Sicht sind stabile bzw. leicht steigende Verkaufspreise zu erwarten. Zudem gehen wir davon aus, dass die Rohstoffpreise in 2024 höher ausfallen werden. Insgesamt wird eine moderate Verminderung des EBITDA erwartet. Bei der Unfallhäufigkeit erwarten wir für das Jahr 2024 einen deutlichen Rückgang. 5.2. Risikobericht Die UPM GmbH betreibt ein ganzheitliches Risikomanagement-System. Dabei stehen wir vor der unternehmerischen Herausforderung, Risiken durch effiziente Verfahren und ein angemessenes Risikobewusstsein so kalkulierbar wie möglich zu machen. Entsprechend den risikopolitischen Grundsätzen geht die UPM GmbH Risiken kontrolliert ein - und nur dann, wenn ein entsprechender Mehrwert zu erwarten ist. Das Risikomanagementsystem ist nach Auffassung der Geschäftsführung insgesamt ausreichend, um den wesentlichen Risiken der UPM GmbH zu begegnen. 5.2.1 Risikomanagement Die UPM GmbH ist als international tätiges Unternehmen einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Diese Risiken sind untrennbar mit unserer Geschäftstätigkeit verbunden, die darauf ausgerichtet ist, Geschäftschancen optimal zu nutzen. Gleichzeitig ist unsere Risikostrategie integraler Bestandteil der umfassenden Konzern-Risikostrategie von UPM. Um dies sicherzustellen, haben wir die Risikopolitik der UPM GmbH formuliert und mit der Festlegung von Organisations- und Verantwortungsstrukturen ein umfassendes Risikomanagementsystem eingerichtet. Das Risikomanagement ist dabei sowohl auf zentraler Ebene als auch dezentral in den Fachabteilungen und Funktionsbereichen angesiedelt. Als Risiken definieren wir alle Beeinträchtigungen, die den Unternehmenserfolg gefährden. Ziel ist es, sowohl strategische und globale als auch geschäftsspezifische Risiken aufzudecken, zu überwachen und durch geeignete Maßnahmen zu beherrschen. Bei der UPM GmbH bestehen umfangreiche und etablierte Planungs-, Genehmigungs-, Berichterstattungs- und Frühwarnsysteme, die in ihrer Gesamtheit das Risikomanagementsystem bilden. Dieses Risikomanagementsystem und seine Funktionsweise sind dokumentiert. Bei der Bewertung der Risiken wird die individuelle Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zugrunde gelegt. Durch regelmäßige Instandhaltung unserer Anlagen wird Produktions- und Qualitätsrisiken kontinuierlich entgegengewirkt. 5.2.2 Risiken Mit unserer Geschäftstätigkeit sind folgende Hauptrisiken verbunden. Als Hauptrisiken zählen für uns Risiken mit einer mindestens ertragsgefährdenden Auswirkung und/oder einer mittleren bis hohen Eintritswahrscheinlichkeit. Ergänzend werden wegen der grundlegenden Bedeutung auch die finanzwirtschaftlichen Risiken und die Risiken aus regulatorischen Änderungen dargestellt.
* innerhalb der nächsten 24 Monate Beschaffungsmarktrisiko Die UPM GmbH ist als produzierendes Unternehmen der Papierindustrie dem Risiko der Verfügbarkeit insbesondere von Holz, Altpapier und Zellstoff sowie Energie für die Herstellung ihrer Produkte ausgesetzt. Diese Rohstoffe unterliegen zudem in besonderem Maße dem Risiko von z.T. erheblichen Preisschwankungen. Um die Preis- und Bezugsrisiken der Beschaffungsmärkte abzusichern, haben wir für wichtige Rohstoffe langfristige Bezugsverträge abgeschlossen und nutzen daneben die Chancen der Spot-Märkte für den Bezug zusätzlicher Rohstoffmengen. Zur Deckung unseres Energiebedarfes nutzen wir neben langfristigen Kontrakten die erweiterten Instrumente des liberalisierten Energiemarktes. Um Risiken aus den Beschaffungsmärkten für die Geschäftstätigkeit und die Ergebnisentwicklung frühzeitig zu erkennen und auf Veränderungen rechtzeitig reagieren zu können, werden die betroffenen Märkte von den zuständigen Unternehmenseinheiten laufend beobachtet. Auf Grund der sehr transparenten Absatzmärkte für unsere Produkte ist die Weitergabe gestiegener Rohstoffpreise nur begrenzt möglich. Hinsichtlich Auswirkung des Ukraine-Krieges siehe Abschnitt Ukraine-Krieg unter Sonstigen Risiken. Absatzmarktrisiken Der Papiermarkt ist durch intensiven Wettbewerb geprägt, der sich insbesondere auf die erzielbaren Verkaufspreise für unsere Produkte auswirkt. Der starke Wettbewerbsdruck resultiert dabei aus noch bestehenden Überkapazitäten und konjunkturellen Nachfrageschwankungen. In eher zyklisch geprägten Geschäftsbereichen begegnen wir den Marktrisiken durch die Anstrebung von Kostenführerschaft und gegebenfalls durch zeitnahe Kapazitätsanpassungen. Die Produkte unserer Gesellschaft aus der Papierproduktion werden über die europäische Vertriebsgesellschaft unseres Konzerns, die UPM Sales Oy, verkauft, die beim Verkauf die Kundenforderung in ihren Büchern führt. Das Marktrisiko trägt jedoch die UPM GmbH grundsätzlich selber. Quartalsweise wird der von der UPM Sales Oy am Markt erzielte Preis mit dem konzerninternen Verrechnungspreis abgeglichen und die Differenz unserer Gesellschaft erstattet bzw. belastet. Hinsichtlich Auswirkung des Ukraine-Krieges siehe Abschnitt Ukraine-Krieg unter Sonstigen Risiken. Finanzwirtschaftliche Risiken Die UPM GmbH ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs-, Zins- und Preisrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen eine Absicherung gegen diese Risiken beabsichtigt wird, werden diese Positionen dem zentralen Treasury der Muttergesellschaft gemeldet und auf Konzernebene abgesichert. Zudem besteht ein Risiko hinsichtlich der Werthaltigkeit von Unternehmensbeteiligungen und Produktionsmaschinen. Wir sehen derzeit keine nachhaltige Auswirkung auf die Werthaltigkeit von Unternehmensbeteiligungen und Produktionsmaschinen durch den Ukraine-Krieg (siehe auch Abschnitt Ukraine-Krieg unter Sonstigen Risiken). Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die Integration in das Cash Pooling des UPM Konzerns jederzeit sichergestellt. Die UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH als Muttergesellschaft des deutschen Teilkonzerns übernimmt das Cash Pooling der deutschen Gesellschaften und damit auch der UPM GmbH. Die UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH ist selber wiederum in das Cash Pooling der Konzernmutter UPM Kymmene Oyj eingebunden. Die UPM Kymmene Oyj hat die Sicherstellung der finanziellen Mittel der UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH durch einen Letter of Support vom 12. April 2024 für den Fall bis zum 30. Juni 2025 garantiert sofern und soweit notwendig. Durch das Cash Pooling werden die allgemeinen und spezifischen Zahlungsstromschwankungen ausgeglichen. Die diesbezügliche Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Bedingungen. Eine kurzfristige Finanzmittelbeschaffung über die Finanzmärkte ist nicht notwendig, sodass die UPM GmbH unmittelbar keinen Finanzierungsrisiken ausgesetzt ist. Die finanzielle Position der UPM-Gruppe ist auch trotz der Ukraine-Krise stark. Der Verschuldungsfaktor (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) beträgt 1,55. Zudem bestehen zum 31.12.2023 Barmittel und zugesagte ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 3,6 Mrd. EUR auf Ebene des UPM Konzerns. Risiken aus regulatorischen Änderungen Es besteht das Risiko, dass das Geschäftsmodell der Gesellschaft grundlegend in Frage gestellt werden könnte, sollte es zu gesetzlichen Änderungen bzw. einer Abschaffung der bestehenden Ausgleichsregelungen kommen. Da die diesbezüglichen Erstattungen möglicherweise wesentlich durch geringe Produktionstätigkeiten beeinflusst werden könnten, ist das Unternehmen im ständigen Kontakt mit den entsprechenden Behörden bzw. verfolgt die Situation ständig. Risiken aus Rückzahlung Strompreiskompensation Investitionsverpflichtungen aus den Strompreiskompensationen betreffend die Abrechnungsjahre 2021 bis 2024 sind spätestens bis zum 31.12.2024 abzuschließen und in 2025 nachzuweisen. Die jeweiligen Anträge auf Strompreiskompensation wurden mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns erstellt. Die jeweiligen Anträge wurden von der zuständigen Behörde, DEHSt, nahezu antragsgemäß verbescheidet und die entsprechenden Summen ausbezahlt. Vor diesem Hintergrund und vor dem Hintergrund der bereits umgesetzten und geplanten Maßnahmen wird das Risiko einer Rückzahlung der bewilligten Strompreiskompensation als nicht wahrscheinlich (< 50%) eingestuft. Sonstige Risiken Die Gesellschaft bedient sich bei den Prozessen im Produktionsbereich und bei den globalen Funktionen weitestgehend konzerneinheitlicher, globaler IT Systeme. Diese werden durch die IT-Konzernfunktion betreut. Ein konzernweites User Access Management System gewährleistet die abgestimmte Nutzung der Systeme. Qualitätsrisiken aus der Produktion unserer Produkte wird durch eine kontinuierliche Qualitätssicherung entgegengewirkt. Indikatoren für das vorhandene stabile Qualitätsniveau sind niedrige Reklamationskosten. Ukraine-Krieg Geopolitische Spannungen, darunter der anhaltende Krieg Russlands in der Ukraine, die jüngsten Konflikte im Nahen Osten und die Spannungen zwischen wichtigen Volkswirtschaften, z. B. zwischen China und den USA, sorgen weiterhin für große Unsicherheit im Umfeld, was sich auf das Wirtschaftswachstum, die Inflation und den Welthandel auswirken kann. Als Reaktion auf den Angriff Russlands auf die Ukraine haben die Europäische Union sowie mehrere Länder umfangreiche Sanktionen insbesondere gegen Russland und Weißrussland verhängt. Die Wirtschaftssanktionen und die Gegenmaßnahmen Russlands haben es für UPM unmöglich gemacht, seine Geschäftstätigkeit in Russland fortzusetzen oder mit russischen Geschäftspartnern zu handeln. Die vollständigen Auswirkungen der aktuellen und potenziellen neuen Sanktionen, Gegensanktionen und Marktentwicklungen werden erst mit der weiteren Entwicklung der Situation bekannt werden. UPM beobachtet die Situation genau und trifft seine Entscheidungen entsprechend. Das Unternehmen geht davon aus, dass das Geschäft weiterläuft und das Unternehmen in der Lage ist, seine Verbindlichkeiten zu erfüllen, wenn sie fällig werden. Bestandsgefährdende Risiken bestehen zum Abschlussstichtag nicht. 5.3 Chancen bzw. Erfolgspotentiale Der UPM Konzern beschäftigt sich intensiv mit detaillierten Marktanalysen, Marktszenarien und -projektionen, den relevanten Treibern und kritischen Erfolgsfaktoren und leitet daraus konkrete geschäftsfeld- und marktspezifische Erfolgspotentiale ab. Für unsere Gesellschaft wird es unter den genannten Rahmenbedingungen darauf ankommen, die eingeleiteten Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung, Kostensenkung und Strukturverbesserung konsequent und in den Konzernverbund eingebettet weiterzuführen. Dabei werden wir weiterhin darauf achten, die Technologie- und Kostenführerschaft in Schlüsselbereichen anzustreben und die Chance zu wahren, von einer konjunkturellen Belebung unmittelbar zu profitieren. Die in 2023 durchgeführten Instandhaltungsmaßnahmen und Investitionen dienten daher im Wesentlichen der Effizienzsteigerung und Kostensenkung. Chancen und Risiken können sich aus der Entwicklung der Angebots- und Nachfragesituation sowie der Rohstoff- und Energiepreise ergeben. Wichtige Ziele sind in Zukunft die Stabilisierung der Margen unserer Produkte sowie die weitergehende Ergebnisverbesserung durch diverse Einsparungen. Damit wollen wir die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft insgesamt verbessern und so die Voraussetzungen für weiteres profitables Wachstum schaffen.
Augsburg, den 7. Juni 2024 UPM GmbH Die Geschäftsführung Christian Thaler Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023(Registergericht Augsburg, HRB 24557)A. ALLGEMEINE ANGABEN Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Die Zahlenangaben im Jahresabschluss erfolgen in tausend Euro (T€). Der Jahresabschluss der UPM GmbH wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie unter Anwendung der rechtsformspezifischen Vorschriften erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden unverändert angewandt. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen linear bewertet. Zugänge werden ab 01.01.2010 nach der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben und liegen für immaterielle Vermögensgegenstände zwischen 3 und 10 Jahren. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über eine Nutzungsdauer von 25 bis 50 Jahren vorgenommen, bei technischen Anlagen und Maschinen sowohl linear als auch degressiv über eine Nutzungsdauer von 4 bis 20 Jahren. Die Papiermaschinen und Streichmaschinen werden planmäßig linear sowie degressiv zum jeweils gültigen Höchstsatz über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden linear über eine Nutzungsdauer von 3 bis 20 Jahren abgeschrieben. Niedrigere Wertansätze von Vermögensgegenständen, die auf Abschreibungen nach den §§ 254 bzw. 279 Abs. 2 HGB a.F. beruhen, die in Geschäftsjahren vorgenommen wurden, die vor dem 1. Januar 2010 begonnen haben, werden nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB unter Anwendung der für sie geltenden Vorschriften des HGB i.d.F. vor Inkrafttreten des BilMoG fortgeführt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet und um 1/5 gewinnmindernd aufgelöst. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennbetrag angesetzt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Grundsätzlich werden zum Bilanzstichtag die Buchwerte überprüft sowie die beizulegenden Werte ermittelt und im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung die erforderlichen Wertberichtigungen vorgenommen. In dem Geschäftsjahr, in dem sich herausstellt, dass die Gründe für die Wertminderung nicht mehr bestehen, wird der Betrag der Abschreibung im Umfang der Werterhöhung zugeschrieben. Für die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wird die Ermittlung des beizulegenden Wertes nach den Grundsätzen des IDW RS HFA 10 i.V.m. IDW S 1 i.d.F. 2008 auf Basis einer Discounted-Cashflow-Berechnung vorgenommen. In diese Berechnung werden die Free Cashflows aus der Planung der Geschäftsleitung sowie ein aus den Kapitalkosten abgeleiteter Diskontierungszinssatz einbezogen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte nach dem gleitenden Durchschnittspreis; niedrigere Marktpreise wurden in Form von Wertabschlägen beachtet. Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Sie enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten für Material und Fertigungslöhne anteilige Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht mit einbezogen. Unentgeltlich erworbene CO 2 -Emissionszertifikate werden gemäß IDW RS HFA 15 zum Erinnerungswert angesetzt. Am Jahresende befanden sich noch 579.634 unentgeltlich erworbene CO 2 -Emissionszertifikate mit einem Zeitwert von 78,90 € pro Zertifikat im Bestand. Abwertungen für Lagerbestands- und Verwertbarkeitsrisiken werden im angemessenen Umfang vorgenommen. Die in den Beständen vorhandenen Risiken werden im Rahmen der verlustfreien Bewertung berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbaren Risiken wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfallrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Forderungen gegen verbundenen Unternehmen sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden unsaldiert ausgewiesen. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalbetrag angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die einem Zeitraum in den folgenden Geschäftsjahren zuzurechnen sind, werden abgegrenzt und als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Der Sonderposten aus Investitionsförderung wurde für eine Zulage nach dem Investitionszulagengesetz 1982 gebildet. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer des Gebäudes. Der Posten wird nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB fortgeführt. Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Berechnung erfolgt nach der projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit Method) mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz zum 31.12.2023 der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 1,83 % bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren, einer erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,50 % und unter Anwendung der Heubeck Richttafeln 2018 G. Die Rentendynamik wird mit 2,00 % p. a. und eine unternehmensspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeit zwischen 0 % und 5,10 % angesetzt. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB beträgt T€ 2.947. Für die Berechnungen der Altersteilzeitverpflichtungen (versicherungsmathematische Gutachten) liegen ebenso die Richttafeln 2018 G, ein durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer Restlaufzeit von drei Jahren von 1,08 % sowie eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,50 % zu Grunde. Die Altersteilzeitverpflichtungen wurden durch eine doppelseitige Treuhandschaft besichert, sodass die Voraussetzungen für saldierungspflichtiges Vermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt sind. Infolgedessen werden die Verpflichtungen mit den Vermögenswerten saldiert. Die fondsakzessorischen Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten werden in Höhe der korrespondierenden Wertpapiere angesetzt. Da die Voraussetzungen für saldierungspflichtiges Vermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt sind, werden die Verpflichtungen mit den Vermögenswerten saldiert, sodass es zu keinem Bilanzausweis kommt. Seit dem Geschäftsjahr 2021 werden auch die Wertpapiere, die zur Sicherung der Langzeitkonten verpfändet sind, mit den entsprechenden Verpflichtungen saldiert, da die Voraussetzungen für saldierungspflichtiges Vermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt sind. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Dabei werden alle Verpflichtungen abgedeckt, die dem Grunde nach erkennbar sind, aber in ihrer endgültigen Höhe noch nicht feststehen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Latente Steuern werden aufgrund der Einbeziehung in die ertragssteuerliche Organschaft der UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH als Organträgerin nicht bilanziert. Steuerumlagen werden nicht vorgenommen. Strombeschaffungsgeschäfte werden einzeln nach den Regeln für schwebende Beschaffungsgeschäfte über nicht bilanzierungsfähige Leistungen bewertet. Eine Drohverlustrückstellung wird ab 2012 nicht mehr gebildet, um den Einblick in die Vermögens- und Ertragslage zu verbessern, da der beschaffte Strom genutzt werden kann. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem jeweiligen Mittelkurs (Devisenkassamittelkurs) unter Beachtung des Anschaffungswert- bzw. Imparitätsprinzips am Entstehungstag bewertet. Zum Bilanzstichtag sich ergebende Verluste aus Kursänderungen sind berücksichtigt. Bei Restlaufzeiten unter einem Jahr wurden auch Gewinne aus Kursänderungen am Bilanzstichtag berücksichtigt. Währungsgewinne und -verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unsaldiert ausgewiesen. Umsatz gilt in dem Zeitpunkt als realisiert, in dem die Gefahr des zufälligen Untergangs der veräußerten Ware auf den jeweiligen Kunden bzw. auf die UPM Sales Oy, European Sales Company (Esco) übergegangen ist. Die Umsatzerlöse aus Vermietung und Dienstleistungen werden mit Leistungserbringung realisiert. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Zur Bilanz Aktiva A. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB:
* vor Verlustübernahme ** Jahresabschluss zum 31.12.2022 *** Jahresabschluss zum 31.12.2021 2. Wertpapiere des Anlagevermögens Die Position beinhaltet im Wesentlichen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 245. B. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Es sind nur Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr enthalten. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Dieser Posten beinhaltet Forderungen gegen den (mittelbaren) Gesellschafter, die UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH, resultierend aus dem Cashpoolkonto (T€ 295.700; Vorjahr T€ 272.085), in Höhe von T€ 478 (Vorjahr T€ 264) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie Forderungen aus Verlustübernahme in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 8.986). Außerdem sind Forderungen gegen weitere Gesellschaften der UPM-Kymmene-Gruppe aus dem Liefer- und Leistungsverkehr enthalten. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Dieser Posten betrifft wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Sonstige Vermögensgegenstände Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten vor allem Erstattungsansprüche aus diversen Gas- und Stromweiterverrechnungen, Mineralöl- und Stromsteuererstattungen, ausstehende Gutschriften sowie debitorische Kreditoren. C. Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen vorausbezahlte Stromabschläge, Berufsgenossenschaftsbeiträge sowie Versicherungen enthalten. D. Aktiver Unterschiedsbetrag Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag entsteht aufgrund eines positiven Unterschiedsbetrags bei der Verrechnung von Deckungsvermögen mit Verpflichtungen aus Lanzeitkonten. Zum Bilanzstichtag beträgt der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände T€ 1.943 und der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden T€ 1.937. Passiva A. Eigenkapital I. Gezeichnete Kapital Das gezeichnete Kapital wurde gem. Umwandlungsbeschluss vom 24.08.2009 auf T€ 102.259 erhöht und wird vollumfänglich von der UPM-Kymmene Administrations GmbH & Co. KGaA (vormals G. Haindl'sche Papierfabriken GmbH & Co. KGaA), Augsburg, gehalten. II. Kapitalrücklage Es ergab sich keine Veränderung im Berichtsjahr. III. Gewinnücklagen Die anderen Gewinnrücklagen betreffen Gewinnverwendungen aus Vorjahren. Im Jahr 2010 wurde der sich aus der Neubewertung der Jubiläumsrückstellungen aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergebende Auflösungsbetrag in Höhe von T€ 300 in die Gewinnrücklagen eingestellt. IV. Bilanzgewinn Jahresüberschüsse werden gemäß des Ergebnisabführungsvertrages mit der UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH vollständig an diese abgeführt bzw. Verluste von dieser übernommen. Der Bilanzgewinn in Höhe von T€ 186 resultiert aus aufgelaufenen und nicht ausgeschütteten Gewinnen bis zum Jahr 2001. V. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von T€ 186 auf neue Rechnung vorzutragen. B. Sonderposten aus Investitionsförderung Dieser Posten stammt aus der Anwachsung der UPM-Kymmene Dienst KGaA & Co. KG und wurde gemäß dem Investitionszulagengesetz 1982 nach den steuerlichen Vorschriften i.V.m. § 273 Satz 2 HGB in Verbindung mit Art. 67 Abs. 3 EGHGB gebildet. C. Rückstellungen 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen setzen sich zusammen aus Anwartschaften und laufenden Renten. 2. Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen bestehen vor allem für Verpflichtungen im Personalbereich, für Restrukturierungsmaßnahmen, für ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen für drohende Verluste aus Einkaufskontrakten. Beim Ausweis der Rückstellungen werden Vermögensgegenstände, welche zur Insolvenzsicherung für Altersteilzeit und Verpflichtungen aus Langzeitkonten sowie Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten, die auf Depotsperrkonten angelegt sind, verrechnet. Zum Bilanzstichtag beträgt der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände T€ 9.418 und der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden T€ 12.551. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betrugen T€ 11.356. Das Deckungsvermögen besteht im Wesentlichen aus Rückdeckungsversicherungen. Hier entspricht der Zeitwert den fortgeführten Anschaffungskosten. D. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten und ihre Gliederung nach Fristigkeiten enthält der auf der nachfolgenden Seite beigefügte Verbindlichkeitenspiegel. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH, dem (mittelbaren) Gesellschafter, von insgesamt T€ 34.878 (Vorjahr T€ 35.474). Hiervon entfallen aus Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführungen TEUR 27.423 (Vorjahr T€ 0), aus umsatzsteuerlicher Organschaft T€ 3.997 (Vorjahr T€ 33.696) und auf den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen T€ 3.458 (Vorjahr T€ 1.778). Daneben bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der UPM Sales Oy und weitere verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen 1. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 43.337.
Zudem bestehen Verpflichtungen aus langfristigen Leasingverträgen in Höhe von T€ 1.984 sowie Verpflichtungen aus langfristigen Altpapierverträgen in Höhe von T€ 33.753. Zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Zeitungsdruckpapier und Magazinpapier. Aufgliederung nach Regionen:
Die Umsatzverteilung ist aus der Fakturierung der UPM Sales Oy an die Endverbraucher abgeleitet. Aufgliederung nach Produktions-/Handelsstätten:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus Strompreiskompensation (T€ 39.675). Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte der Ausweis der Strompreiskompensation im Materialaufwand (T€ 16.882). Insoweit ist der Vorjahresvergleich bei den Posten sonstige betriebliche Erträge und Materialaufwand eingeschränkt. Periodenfremde Erträge sind außerdem für Buchgewinne und aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 3.409 (T€ 1.553) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten außerdem mit T€ 17 (Vorjahr T€ 17) den Ertrag aus der Auflösung des Sonderpostens aus Investitionsförderung und mit T€ 100 (Vorjahr T€ 108) Erträge aus der Rentenversicherung. Des Weiteren sind Umrechnungskursgewinne in Höhe von T€ 39 (Vorjahr T€ 73) enthalten sowie im Vorjahr Erträge aus der konzerninternen Weiterverrechnung von Erträgen aus der zentralen Abwicklung von Derivaten mit T€ 84.113. 3. Abschreibungen Zur Aufgliederung der planmäßigen Abschreibungen verweisen wir auf den Anlagenspiegel. Auf Anteile an verbundenen Unternehmen wurde eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert mit T€ 25.405 aufgrund der Veräußerung der UPM-Kymmene Austria GmbH vorgenommen. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Instandhaltungsaufwendungen, Eingangsfrachten, Restrukturierungsaufwendungen sowie sonstige Verwaltungskosten. Devisenkursverluste belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 24 (Vorjahr T€ 7). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremden Aufwendungen aus Verlusten aus dem Verkauf und der Verschrottung von Anlagegütern von T€ 0 (Vorjahr T€ 29) enthalten sowie weitere periodenfremde Aufwendungen von T€ 223 (Vorjahr T€ 153). 5. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen von T€ 49.884 (Vorjahr T€ 0) betreffen die Dividendenausschüttung der UPM-Kymmene Austria GmbH. 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Erträge betreffen im Wesentlichen Guthabenzinsen aus der Cashpool-Forderung. 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen umfassen im Wesentlichen die Zinsanteile aus der Veränderung der Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen (T€ 5.106, Vorjahr T€ 4.820). 8. Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen Grundsteuern. Die Gesellschaft fällt grundsätzlich in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 für die Gesellschaft noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Die Gesellschaft ist derzeit dabei, eine Einschätzung hinsichtlich der wesentlichen Auswirkungen von Pillar Two nach Inkrafttreten der Gesetzgebung zu treffen. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Gesetzgebung und der Ermittlung sind die quantitativen Auswirkungen der in Kraft getretenen Gesetzgebung derzeit noch nicht verlässlich abschätzbar. 9. Ergebnisabführung Der Gewinn des Geschäftsjahres 2023 wird entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag an die UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH abgeführt. D. Sonstige Angaben Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden im Berichtsjahr beschäftigt:
Geschäftsführung Der Geschäftsführer der UPM GmbH ist bis zum 31.12.2023 Herr Massimo Reynaudo. Ab 1.1.2024 ist Geschäftsführer Herr Christian Thaler. Er ist verantwortlich für alle Belange der Gesellschaft. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt T€ 21.086 zurückgestellt. Die Pensionszahlungen betrugen T€ 1.693. Die Angabe zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung unterbleibt nach Maßgabe des § 286 Abs. 4 HGB, da nur ein Geschäftsführer bestellt ist. Dem Aufsichtsrat gehören an: 1) Winfried Schaur, Executive Vice President Technology and UPM Biorefining, UPM-Kymmene Oyj (Vorsitzender) 2) Ulrich Wienbeuker, Papenburg, Vice President HR, Nordland Papier GmbH (stv. Vorsitzender) 3) Alois Soring, Dörpen, Arbeitnehmer-Vertreter, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der Nordland Papier GmbH (bis 6/2023) 4) Christian Wegele, Arbeitnehmer-Vertreter, Betriebsrat (seit 6/2023), UPM GmbH Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Geschäftsjahr keine Bezüge. Mutterunternehmen Mutterunternehmen ist die UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH, Augsburg. Oberste Konzernspitze ist die UPM-Kymmene Oyj, Helsinki. Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17, dritter Teilsatz HGB verzichtet, da diese Angaben im Konzernanhang der UPM-Kymmene Oyj, Helsinki, Finnland, erfolgen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem 31. Dezember 2023 Mit Wirkung zum 2. Januar 2024 wurden die Anteile an der UPM-Kymmene Austria GmbH veräußert. Daneben sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem 31.12.2023 bekannt. Konzernrechnungslegung Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht der UPM-Kymmene Oyj, Helsinki, Finnland, zum 31. Dezember 2023 einbezogen, die den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wird im elektronischen Bundesanzeiger in englischer Sprache bekannt gemacht. Derivative Finanzinstrumente Die Muttergesellschaft UPM-Kymmene Oyj hat für die Gesellschaft Warentermingeschäfte über den Bezug von 146.137 MWh Strom in 2024 abgeschlossen mit einem Nominalwert von 10,9 Mio. EUR. Es handelt sich hierbei um finanziell gelieferte Warenterminkontrakte auf den Strombezug mit dem Basiswert des EEX Futures für Deutschland bzw. Österreich mit der Muttergesellschaft. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis einer Discounted-Cashflow-Berechnung unter Verwendung der Börsenpreisnotierungen und der risikofreien Zinsstrukturkurve vorgenommen. Der positive beizulegende Zeitwert in Höhe von 1,8 Mio. EUR wurde nicht bilanziert, da bei schwebenden Geschäften der Ansatz nur für negative beizulegende Zeitwerte erfolgt.
Augsburg, den 7. Juni 2024 UPM GmbH Die Geschäftsführung Christian Thaler Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die UPM GmbH, Augsburg VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der UPM GmbH, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UPM GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Prüfungsurteil Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
München, den 7. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Alexander Fiedler, Wirtschaftsprüfer ppa. Uta Menne, Wirtschaftsprüferin Bericht des AufsichtsratsAufgrund mündlicher und schriftlicher Berichte der Geschäftsführung hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig über den Geschäftsverlauf, die Lage des Unternehmens und die beabsichtigte Geschäftspolitik unterrichtet und die Geschäftsführung der Gesellschaft während des gesamten Geschäftsjahres überwacht. Der Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat den Jahresabschluss der UPM GmbH zum 31. Dezember 2023 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. An der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats haben Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen, die über die Ergebnisse der Prüfung berichteten und mit denen der Aufsichtsrat diese ausführlich erörtert hat. Dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 durch den Abschlussprüfer stimmt der Aufsichtsrat zu. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023. Ein Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung wurde, mangels verwendungsfähigen Gewinns aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH, nicht vorgelegt. Am 7. Dezember 2023 wurde der Niederlegung des Amts als Geschäftsführer von Herrn Massimo Reynaudo mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 zugestimmt und Herr Christian Thaler zum Geschäftsführer gewählt.
Leuna, den 26. Juni 2024 Der Aufsichtsrat Winfried Schaur, Vorsitzender Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 26. Juni 2024 festgestellt. |
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