Wiedemann & Berg Film GmbH
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Markus Klaus Dr. Frerker since 6/18/2019 | Managing Director |
Fredy Richard Gabriel Kogel since 6/18/2019 | Managing Director |
Official financial statements and annual reports
CONCORDE HOME ENTERTAINMENT GMBHMÜNCHENJahresabschluss zum 31. Dezember 2008BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2008CONCORDE HOME ENTERTAINMENT GMBH, MÜNCHENAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1.1. BIS ZUM 31.12.2008CONCORDE HOME ENTERTAINMENT GMBH, MÜNCHEN
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2008CONCORDE HOME ENTERTAINMENT GMBH, MÜNCHENAllgemeine AngabenDer Jahresabschluss 2008 wurde nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und des GmbHG aufgestellt. Die GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDas Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren) angesetzt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten unter EUR 1.000,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Bestandteile der bilanzierten Herstellungskosten sind sämtliche Material- und Fertigungseinzelkosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag bewertet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag (Erfüllungsbetrag) angesetzt. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene, bedingt rückzahlbare Darlehen der Filmförderungsanstalt, Berlin, wurden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt, da aufgrund der guten Verwertbarkeit der geförderten Titel mit der vollständigen Rückzahlung zu rechnen ist. BilanzerläuterungenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel des Anhangs dargestellt. Aus technischen Gründen werden die in der Bilanz sofort abgeschriebenen geringwertigen Anlagegüter im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt. Zu Abstimmzwecken mit der Gewinn- und Verlustrechnung wird dieser Abgang gleichzeitig bei den Abschreibungen des Geschäftsjahres aufgeführt. Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB. Am 31. Dezember 2008 bestanden folgende finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen:
Für das Jahr 2009 besteht bei der CONCORDE Home Entertainment GmbH, München, ein Vertriebsvertrag über Kauf-DVD und VHS-Cassetten sowie Blu-Ray Medien mit der EuroVideo Bildprogramm GmbH, Ismaning. Die Vergütung der EuroVideo Bildprogramm GmbH ist abhängig von den Umsätzen der CONCORDE Home Entertainment GmbH. Die Berechnung auf Basis des Budgets der Konzerngesellschaft für das Jahr 2009 ergibt eine variable Verpflichtung in Höhe von insgesamt TEUR 3.263, welche in der vorstehenden Aufstellung über die finanziellen Verpflichtungen enthalten ist. Forderungen/Verbindlichkeiten Die ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr in vollem Umfang Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Gegenüber der Alleingesellschafterin bestehen Forderungen in Höhe von EUR 1.075.337,83 (Vj. Verbindlichkeit EUR 986.950,65), die gleichzeitig Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind. Die übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich begründen sich in vollem Umfang auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Verkaufsprovisionen in Höhe von TEUR 2.201 (Vj. TEUR 1.620) und Vertriebskosten in Höhe von TEUR 1.765 (Vj. TEUR 1.296). ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2008
ErgebnisverwendungDer aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages an das Mutterunternehmen abgeführte Gewinn der CONCORDE Home Entertainment GmbH des Geschäftsjahres 2008 beträgt EUR 2.298.235,85. Mutterunternehmen Mutterunternehmen ist die Tele-München Fernseh-GmbH & Co. Produktionsgesellschaft, München. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss nach IAS/IFRS des Mutterunternehmens einbezogen. Der Konzernabschluss ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses noch nicht aufgestellt und wird nach Aufstellung beim Unternehmensregister hinterlegt. Sonstige AngabenDie Gesellschaft verzichtet gem. § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der an die Mitglieder der Geschäftsleitung gewährten Bezüge. Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 7 Angestellte. Zu einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführern sind bestellt:
Herr Dr. Herbert Kloiber ist von der Beschränkung des § 181 BGB befreit.
München, 12. März 2009 CONCORDE Home Entertainment GmbH Dr. Herbert Kloiber, Geschäftsführer Michael Ivert, Geschäftsführer LAGEBERICHT zum 31. Dezember 2008CONCORDE Home Entertainment GmbH, MünchenI. UNSER GESCHÄFTDie Tätigkeit der Gesellschaft erstreckt sich größtenteils auf den Erwerb, die Herstellung und den Vertrieb von Kaufvideorechten im deutschsprachigen Raum. Während im Kaufbereich die Filmtitel unter eigenem wirtschaftlichem Risiko vermarktet werden, tritt die GmbH im Verleihbereich lediglich als Agent ihrer Gesellschafterin Tele-München Fernseh-GmbH & Co. Produktionsgesellschaft auf. Der Verkauf beinhaltet die Auswertung von Home-Videorechten auf Standard DVD und den HighDef Formaten Blu-ray Disc/HD DVD über die unterschiedlichen Vertriebskanäle: stationärer Handel, Mailorder, E-Commerce und Download (Electronic Sell-Thru). Die Verwertung von Filmrechten auf dem analogen Trägermedium VHS wurde wegen seiner zunehmenden wirtschaftlichen Insignifikanz eingestellt. Für den physischen Handelsvertrieb der Kaufvideorechte ist eine externe Vertriebsfirma beauftragt. Die ergänzende Geschäftstätigkeit des Filmrechtehandels trägt auch in 2008 wieder zum operativen Geschäftsergebnis bei. Der Lizenzhandel umfasst den Erwerb von Rechten (Kino, DVD/BD, TV und VoD) sowie deren Weiterverkauf für den deutschsprachigen Raum. Darunter fällt auch der Verkauf von Fernsehrechten an TV-Sender sowie die Kooperation mit Kinoverleihern im Rahmen der Kinoauswertung. II. ÜBERBLICK DES GESCHÄFTSJAHRES 2008DARSTELLUNG DER ALLGEMEINEN MARKTENTWICKLUNG Mit einem Rückgang zum Vorjahr von -3% ist das Geschäftsjahr 2008 wieder leicht negativ. Im internationalen Vergleich mit den USA und dem europäischen Ausland -wo der Abwärtstrend zum Teil dramatisch ist -steht der deutsche Videomarkt sehr gut da. Insbesondere vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschaftskrise, die Mitte 2008 einsetzte und auch in Deutschland zu spüren war, ist der negative Einfluss auf das Kaufverhalten im Entertainment Bereich dennoch weitgehend ausgeblieben. Erneute Einbußen musste der Verleihbereich hinnehmen, der auch in 2008 gegenüber dem Vorjahr weiterhin deutlich von 274 auf 264 Mio. EUR verlor, was ein Minus von 4% bedeutet. Der Verkaufsbereich sackte um -3% von 1.331 auf 1.291 Mio. EUR ab, blieb aber mit mehr als 103 Millionen verkaufter DVDs und BDs/HD DVDs im Absatzbereich mit einem Minus von 1% zum Vorjahr insgesamt konstant (siehe Anlagen I-V innerhalb dieses Lageberichts zur Marktentwicklung). Gründe für die Absatzkonstante sind zum einen der weiterhin sinkende Durchschnittspreis bei der herkömmlichen DVD und zum anderen der rasante Anstieg der Blu-ray Disc Verkäufe vor allem in den letzten vier Monaten 2008. Hier ist auch der höchste Anstieg sowohl bei Umsatz wie Absatz zu verzeichnen. War bis zum Sommer 2008 das konkurrierende High-Def Format HD DVD daran noch beteiligt, so wurde dieser Anteil nach Aufgabe des Formats von der Blu-ray Disc übernommen. Beide Formate zusammen erzielten in 2008 einen Umsatzzuwachs von + 243% auf 48 Mio. Euro und einen Absatzzuwachs von + 340% auf 2,2 Mio. Stück. (siehe Anlagen I-V innerhalb dieses Lageberichts zur Marktentwicklung). Festzustellen ist, dass der Gesamt-Durchschnittserlös pro verkaufter Einheit (DVD/BD) in 2008 zum Vorjahr um -2% auf 12,44 EUR gesunken ist. Das erklärt zudem die im Vergleich zum Vorjahr -trotz relativ gleichgebliebenem Absatzniveau -negative Umsatzentwicklung. WESENTLICHE VORGÄNGE DES GESCHÄFTSJAHRES Die Höhepunkte des ersten Halbjahres 2008 waren der Actioner "Death Sentence -Todesurteil", Sam Raimis düsterer Vampirfilm "30 Days of Night", "Geliebte Jane" mit Anne Hathaway, "Mr. Brooks - Der Mörder in Dir" mit Kevin Costner, die Clasart-Produktion "Ein fliehendes Pferd" und allen voran "Shaun das Schaf"! Der dritten von insgesamt fünf geplanten DVDs mit dem Titel "Disco in der Scheune" gelang im April 2008 ein Husarenstück; sie sprang auf den ersten Platz der nationalen DVD-Kaufcharts. Das Knet-Schaf verdrängte zugleich ein hartes Konkurrenzumfeld und gilt seither als einer der erfolgreichsten Newcomer im deutschen Videomarkt. In den Kinder/Family-Charts konnte sich die Animation darüber hinaus mit allen fünf DVDs an Position 1 setzen und ist dort seither Dauergast. Insgesamt konnten in 2008 ca. 750.000 DVDs verkauft werden. Das zweite Halbjahr 2008 war im Wesentlichen durch die beiden Marvel-Produktionen "Iron Man" und "Der unglaubliche Hulk" geprägt. Ersterer konnte dank einer gelungenen Handelsstrategie für die Concorde eine neue Absatz-Benchmark setzen. Ca. 300.000 DVDs sowie knapp 40.000 (!) Blu-ray Discs gingen im September in die Erstauslieferung und flossen ab. Mit "Hulk" ging es trotz geringeren Kinoerfolgs mit einer ähnlichen Absatzgröße durch die hohe Erwartungshaltung beim Konsumenten weiter. Hier konnten ca. 180.000 DVDs und ca. 30.000 Blu-ray Discs Anfang November erstausgeliefert werden, die ebenfalls sehr gut abflossen. Das Retourenrisiko bei beiden Großproduktionen blieb aufgrund der starken Nachfrage und des guten Abverkaufs in den ersten 4 Wochen nach Erscheinen deshalb sehr gering. Des Weiteren gab es mit dem Paul Haggis Film "Im Tal von Elah", der US-Komödie "Dan - Mitten im Leben", dem Festival-Favoriten "Outsourced - Auf Umwegen zum Glück", dem Horror-Spektakel "Doomsday -Tag der Rache" sowie der verschrobenen Verfilmung der legendären UK-Hitserie "Die Girls von St. Trinian" viele weitere kleine Highlights zu betreuen. In der Reihe "Classic Selection" erschien bei Concorde im Rahmen des deutschen Fantasy Festivals (Juli/August) die von Universal lizenzierte "Bela Lugosi & Boris Kar-loff"-Edition, die durch eine außerordentlich positive und zusprechende Vorab-Presse auf Anhieb erfolgreich im richtigen Umfeld gelauncht werden konnte. Außerdem erschien im Oktober die vierte und letzte Edition der gesammelten Claude Chabrol-Filme "Liebe und Machtspiele 2004-2007". Die mit vielen Preisen überhäufte und mit großem Star-Ensemble besetze Filmperle "Glengarry Glen Ross" ergänzte im Oktober unser qualitatives Portfolio an herausragenden Filmproduktionen vergangener Tage. Das Segment der "Aktionsgeschäfte" mit Fokus auf dem Backprogramm wurde bereits in den vergangenen Jahren sehr gut umgesetzt und schafft seither einen verlässlichen Sockelumsatz. Einzig die in den Vorjahren fehlenden großen Kinohighlights strapazierten diesen Bereich nachhaltig. Deshalb war es wichtig, in 2008 die Schwerpunkte wieder in die Erstvermarktung der o.a. großen Titel zu stecken und die handelsgestützte Katalogvermarktung zu reduzieren. Dennoch konnten mit insgesamt 6 durchgeführten saisonalen und themenbezogenen Aktionen in 2008, die jeweils eine Laufzeit von 6 Angebotswochen hatten, über 350.000 DVDs mit einem Gesamtumsatz von 2,8 Mio. Euro realisiert werden. Für unser Kinderlabel CONCOLINO war die Vermarktung von "Shaun das Schaf" in 2008 der ganz klare Schwerpunkt (s.o.). Auch die Fortführung des Serienerfolgs von "Hexe Lilli" sowie der Nachfolger des in Deutschland leider unter Erwartung gelaufenen MGA-Lizenzthemas "BRATZ - Passion for Fashion" brachten für das Label genug Inhalt und Umsatz. III. ENTWICKLUNG DER ERTRAGSLAGEIm Vergleich zum Vorjahr (TEUR 17.503) hat sich der Umsatz im Kaufvideobereich vor Erlösschmälerungen um 32,6% auf insgesamt 23.211 TEUR erhöht. Die Umsätze des Verlagsgeschäfts (DVD-Beilagen/Covermounts) haben sich in 2008 um 46,4% auf TEUR 288 (Vj. TEUR 537) weiter reduziert. Mit TEUR 2.298 fiel das Ergebnis vor Steuern in 2008 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 496) um 1.802 TEUR höher aus. Die Ertragsquote liegt mit 9,6% deutlich über dem Vorjahresniveau (2,8%). Durch einen in 2003 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag wird der Gewinn an die Muttergesellschaft Tele-München Fernseh-GmbH & Co. Produktionsgesellschaft abgeführt. IV. ENTWICKLUNG DER VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR1. Lagerbestand Der Vorratsbestand hat sich von TEUR 1.623 um TEUR 430 auf TEUR 1.193 verringert und wurde zur Bilanz 2008 mit drei unterschiedlichen Kategorien (DVD, Blu-ray Disc und Boxsets) neu bewertet. 2. Sonstige Filmvorkosten Der Bestand der aktivierten Filmvorkosten hat sich von TEUR 323 um TEUR 12 auf TEUR 335 leicht erhöht. 3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 4.118 und liegen, bedingt durch die außergewöhnlich umsatzstarken letzten 4 Monate, in welchen knapp 58% des gesamten Jahresumsatzes getätigt wurden, über Vorjahresniveau (TEUR 3.792). 4. Eigenkapital Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Tele-München Fernseh-GmbH & Co. Produktionsgesellschaft bleibt das Eigenkapital in Höhe von TEUR 4.176 unverändert zum Vorjahr. 5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 1.851 (Vj. TEUR 1.679). V. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGNach dem Bilanzstichtag hat sich der Geschäftsverlauf erwartungsgemäß entwickelt. Wesentliche Ereignisse waren nicht zu verzeichnen. VI. KÜNFTIGE ENTWICKLUNG UND CHANCEN DER GESELLSCHAFTDer budgetierte Vertriebsumsatz für 2009 (Stand: Oktober 2008) beträgt netto TEUR 20.031 bei einem erwarteten Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von TEUR 980. Die Planung des Budgets erfolgt zum gegebenen Zeitpunkt auf Ebene jedes einzelnen bekannten Titels und ist stark abhängig von branchenbedingten Schwankungen (Kinoerfolg, Konsumverhalten etc.). Zu den umsatzstarken Titeln des kommenden Jahres zählen die Neuveröffentlichungen in der Premiumlinie Cine Collection "Babylon AD", "Vicky, Christina, Barcelona", "Die Geschichte vom Brandner Kaspar", "Twilight -Bis(s) zum Morgengrauen", "Knowing", "The Hurt Locker". Des Weiteren erscheinen in 2009 durch verschiedene internationale Katalogakquisitionen u.a. hochkarätige Titel wie "Asterix und Obelix gegen Cäsar", "The Deep Blue - Im Rausch der Tiefe", "Monty Pythons Dotterbart". Darüber hinaus ist es uns gelungen, für unsere Programmlinie CONCOLINO von der britischen Animationsschmiede Aardman die OSCAR-prämierten Kurzfilme sowie das neueste Meisterwerk von "Wallace & Gromit" für 2009 zu akquirieren sowie zusammen mit Aardman und dem WDR die zweite Staffel (40 Episoden) von "Shaun das Schaf" für 2009/2010 auf DVD auszuwerten. Die hochauflösenden Trägerformate Blu-ray und HD DVD lieferten sich bis zu Jahresbeginn 2008 noch ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen, an dessen Ende die Blu-ray Disc als Sieger hervorging. Ausgelöst durch den Absprung des größten Content-Providers Warner Bros., der im Januar überraschend das Lager von HD DVD zu Blu-ray wechselte. Damit verlor Hardware-Hersteller TOSHIBA die Basis und gab im März 2008 auf und überließ somit SONY das Feld. Die Blu-ray Disc konnte im letzten Quartal 2008 erstmalig mit verringerten Ladenverkaufspreisen und entschieden günstigeren Hardware-Angeboten punkten und damit den Markt für dieses Trägermedium in Deutschland öffnen. Mit einer Absatzsteigerung von 340% zum Vorjahr ist eine Vergleichbarkeit mit der Ablöse der VHS durch DVD vor 10 Jahren zulässig und lässt auf eine künftig ähnliche Entwicklung schließen. Aber nicht nur der physische Markt für hochauflösende audiovisuelle Trägermedien ist in der heißen Phase seines Neuentstehens, sondern auch virtueller Konsum, ins-besondere bei der jungen nachwachsenden Konsumzielgruppe (Abruf von Filminhalten über das Internet gegen Gebühr). Video on Demand (Filme zum Leihen) oder Download to Own bzw. Burn (Filme zum Kaufen und Brennen) sind die beiden wichtigen Schlagworte. Jedoch führt noch immer die Vielzahl frei verfügbarer Fernsehstationen und die generelle Unbereitschaft, Gebühren zu zahlen und Filminhalte nach dem Herunterladen auf dem PC anzuschauen, beim Verbraucher zu keiner allzu großen Euphorie für diese Nutzungsart. Obwohl die Breitbandversorgung deutscher Haushalte mittlerweile stark vorangeschritten ist, ist der Gewöhnungsprozess nach wie vor sehr lang. Und es fehlt noch immer der Schlüssel zum einfachen Heimkinoerlebnis und deshalb wohl auch die Bereitschaft, für weniger Qualität zu bezahlen. Einzig die amerikanische Firma Apple könnte mit ihrer Plattfom i-tunes und dem intelligenten Plug&Play-Prinzip diesen Markt massenkompatibel werden lassen. Erste Gehversuche in Deutschland mit Angeboten von TV-Shows u.ä. sind bereits unternommen worden. VII. RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNGGesamtwirtschaftliche Risiken Der Absatzmarkt der Gesellschaft beschränkt sich auf das deutschsprachige Gebiet (Deutschland, Österreich, Schweiz). Aufgrund der rezessiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und fehlender wachstumsstärkender Impulse kann es unter veränderten Rahmenbedingungen zu Abweichungen von den budgetierten Werten für das Geschäftsjahr 2009 kommen. Unternehmens- und branchenspezifische Risiken Kürzere Auswertungsfenster von Kinostart zu Videostart sowie anhaltend fallende VK-Preise bei der DVD und auch beginnend bei der Blu-ray Disc führen bei den Verbrauchern weg vom Aktualitätsanspruch (Neuheitenkauf) hin zu einem Abwarten auf günstigere Handelsangebote. Das wiederum zwingt die Videoindustrie zu immer drastischeren Absatzstrategien. Dadurch bedingt werden auch die Zeitfenster für den Warenumschlag kürzer, da die Vielzahl an monatlichen Veröffentlichungen im Spielfilmbereich die zur Verfügung stehenden Angebots- und Sortimentsflächen sprengt. Der Internethandel baut hingegen seine Kompetenz deutlich in Richtung Angebotsvielfalt aus, was dazu führt, dass die klassischen Handelsoutlets ihre bisherigen Sortimentsflächen zu Gunsten impulsstarker Aktionsofferten größtenteils aufgegeben haben. Für den Erhalt und weiteren Ausbau der Marktposition wird es für CONCORDE Home Entertainment von enormer Bedeutung sein, wie die zukünftige Programmversorgung mit großen und vor allem publikumswirksamen Kinospielfilmen garantiert ist. Die Piraterieproblematik schädigt eindeutig und nachhaltig die Videoindustrie. Die anhaltende Verbreitung von Raubkopien im Internet stellt eine große Bedrohung für die gesamte Filmwirtschaft dar. Durch das Herunterladen und illegal ins Netz gestellter Kinofilme und anschließendes Brennen auf digitale Datenträger (CDs und DVDs) erleidet die Kino- und Videowirtschaft enorme Einnahmeverluste von jährlich mehreren hundert Millionen Euro. Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechten (GVU) e.V. ist ein Verband, dem CONCORDE Home Entertainment als Mitglied angehört, der sich national wie international bemüht, Raubkopierern (Release Groups) das Handwerk zu legen, mit den kurzfristig abschreckenden Ermittlungserfolgen die Gefahr jedoch nur eindämmen und nicht beseitigen kann. Das Unrechtsbewusstsein vieler Raubkopierer ist noch immer viel zu gering und die Findung von effektiven Maßnahmen zur Aufklärung ist und bleibt zukünftig die größte Herausforderung an Politik und Wirtschaft. Materialpreisrisiken sind bei der Gesellschaft nur in begrenztem Maße vorhanden, da die CONCORDE Home Entertainment GmbH Filmlizenzen im Wesentlichen von der Muttergesellschaft erwirbt. Gesamtrisiko Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine bestandsgefährdenden Risiken identifizieren können. Für die zukünftige Entwicklung im Geschäftsjahr 2009 sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.
München, 12. März 2009 Die Geschäftsführung ANLAGE I Kennziffern Deutscher Videomarkt (Quelle: GfK Consumer Panel)
ANLAGE II
ANLAGE III
ANLAGE IV TOP 10 Key Accounts 2008 (= 75 % Marktanteil gesamt)
Quelle: GfK Panel Service TOP 10 DVD-Kauftitel Spielfilm 2008
Quelle: GfK Panel Service ANLAGE V TOP 10 DVD-/Blu-ray-Kauftitel 2008
Quelle: GfK Panel Service TOP 10 DVD-Kauftitel Kinder 2008
Quelle: GfK Panel Service Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der CONCORDE Home Entertainment GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, 12. März 2009 DR.
KLEEBERG & PARTNER GMBH
ppa. Petersen, Wirtschaftsprüfer ppa. Roth, Wirtschaftsprüfer |
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