Engagement Global gGmbH
Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Michael Marwede since 3/24/2022 | Procura |
Ingrid Arenz since 10/19/2020 | Managing Director |
Beneficial Owners
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Unresolved chains (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
Bundesrepublik Deutschland | 100.00% |
Shareholders
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Engagement Global gGmbHBonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäfts- und RahmenbedingungenEngagement Global ist Partnerin für entwicklungspolitisches Engagement. Wir vereinen unter einem Dach verschiedene Förderprogramme sowie zahlreiche Projekte, Initiativen und Angebote für ein gerechtes und nachhaltiges globales Miteinander. Dabei arbeiten wir insbesondere mit der Zivilgesellschaft, mit Kommunen und mit Schulen zusammen. Engagement Global ist im Auftrag der Bundesregierung tätig und wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert. 2. Finanzielle LeistungsindikatorenWichtigster finanzieller Leistungsindikator sind die Umsatzerlöse der Gesellschaft. 2.1 Abgleich mit Vorjahresprognose 1 Im Wirtschaftsplan von Engagement Global waren für das Geschäftsjahr 2023 Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 454,1 Mio. Euro vorgesehen. Unter Berücksichtigung des zum 31. Dezember 2022 bestehenden Auftragsbestandes ist Engagement Global von gleichbleibenden Umsatzerlösen von rund 465,0 Mio. Euro für das Jahr 2023 ausgegangen. Die im Berichtszeitraum erzielten Umsatzerlöse in Höhe von 487,7 Mio. Euro lagen mit 22,7 Mio. Euro über dem prognostizierten Wert. Dies ist vor allem darin begründet, dass Engagement Global im Jahr 2023 mehr Mittel zugewendet wurden als im Wirtschaftsplan für das Haushaltsjahr 2023 vorgesehen waren. Den Reduzierungen, insbesondere in den Programmen "Senior Experten Service" (- 4,7 Mio. Euro) und "Servicestelle Kommunen in der Einen Welt" (- 4,0 Mio. Euro), standen Erhöhungen im Programm "bengo private Träger LDC" (+ 32,5 Mio. Euro), in der Sonderinitiative "Geflüchtete und Aufnahmeländer" (+ 13,0 Mio. Euro) sowie im Programm "Ziviler Friedensdienst" (+ 8,1 Mio. Euro) gegenüber. Der Auftragsbestand lag mit 694,8 Mio. Euro deutlich unter dem Endbestand des Vorjahres (- 100,5 Mio. Euro). Die Minderung resultiert insbesondere aus dem Einmaleffekt der vorläufigen Haushaltsführung der unter anderem dazu führte, dass 30,7 Mio. Euro der institutionellen Förderung nicht Ende 2023, sondern erst Anfang 2024 bewilligt werden konnten. Im Regelfall erhält Engagement Global zum Jahresende den Zuwendungsbescheid zur institutionellen Förderung für das Folgejahr und die Zuwendung wird somit zum Auftragsbestand zum Jahresende. Bei einer Vielzahl von BMZ-Programmen wurden - bedingt durch die vorläufige Haushaltsführung - weniger Verpflichtungsermächtigungen für die Folgejahre bewilligt, sodass sich der Auftragsbestand bei den Programmen um rund 69,8 Mio. Euro reduzierte. Hier sind insbesondere die Programme "bengo private Träger" mit 39,8 Mio. Euro und "Servicestelle Kommunen in der Einen Welt" mit 27,6 Mio. Euro zu nennen. Bei Engagement Global setzt sich der Auftragsbestand zum Stichtag aus der Höhe der eingegangenen Bewilligungsbescheide von Bundes- und Landesressorts sowie der Aufträge der Sonstigen Geldgeber zusammen. 2.2 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 erzielte Engagement Global Betriebserträge in Höhe von 489,3 Mio. Euro (Vorjahr 468,2 Mio. Euro). Die Betriebserträge setzen sich aus Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen zusammen. Die Umsatzerlöse mit dem Bund lagen mit 484,6 Mio. Euro (Vorjahr 464,0 Mio. Euro) um 20,6 Mio. Euro höher als im Vorjahr. Deutliche Steigerungen der ausgewiesenen Umsätze gab es in den Programmen des Fachbereichs "Förderung Auslandsprojekte - bengo" und dem Fachbereich "Austausch und Entsendeprogramme". Die Umsatzerlöse mit den Ländern betrugen 2,1 Mio. Euro (Vorjahr 1,8 Mio. Euro), mit sonstigen Geldgebern wurden 0,9 Mio. Euro (Vorjahr 0,8 Mio. Euro) erwirtschaftet. Der Materialaufwand in Höhe von 422,2 Mio. Euro (Vorjahr 404,6 Mio. Euro) spiegelt die für die Durchführung der Projekte notwendigen Aufwendungen (Schwerpunkt sind die Weiterleitungen von Zuwendungsmitteln an Trägerorganisationen) wider. Die Sachaufwendungen (sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen) betrugen 18,5 Mio. Euro (Vorjahr 17,6 Mio. Euro). Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund von Neueinstellungen, einer Tariferhöhung in Form einer Einmalzahlung im Juni 2023 in Höhe von 1.240 Euro (Betrag für eine Vollzeitstelle) sowie monatlichen Zahlungen von Juli bis Dezember in Höhe von 220 Euro (Betrag für eine Vollzeitstelle) sowie höheren Aufwendungen für die Personalrückstellungen und belief sich insgesamt auf 48,7 Mio. Euro (Vorjahr 46,0 Mio. Euro). Gewinn- und Verlustrechnung
Die Bewilligung und Zahlung der Zuwendung des Bundes sowie der Nachweis der Einnahmen und Ausgaben und die Prüfung der Verwendung regeln sich nach den bestehenden haushaltsrechtlichen Bestimmungen (§§ 23, 44 BHO). Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich, wie prognostiziert, ein ausgeglichenes Ergebnis. Auftragseingang und Auftragsbestand stellen sich wie folgt dar: Engagement Global erhielt im Laufe des Geschäftsjahres 2023 für Projekte mit Laufzeiten von bis zu 5 Jahren Mittelbewilligungen und Aufträge in Höhe von 388,1 Mio. Euro (Vorjahr 490,2 Mio. Euro). Davon entfielen auf den Bund (BMZ) 385,6 Mio. Euro (Institutionelle Förderung mit 4,3 Mio. Euro und Projektförderung mit 381,3 Mio. Euro). Aufgrund der vorläufigen Haushaltführung wurden für das Folgejahr im Saldo nur 4,3 Mio. Euro für die institutionelle Förderung bewilligt. In der Projektförderung der Länder konnten 2,1 Mio. Euro verzeichnet werden und bei der Projektförderung der sonstigen Geldgeber gab es eine Erhöhung von 0,2 Mio. Euro. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 liegt bei 694,8 Mio. Euro (Vorjahr 795,3 Mio. Euro). Davon entfallen auf den Bund (BMZ) 694,3 Mio. Euro (Vorjahr 793,8 Mio. Euro), auf den Bund (AA) 0,2 Mio. Euro (Vorjahr 0,3 Mio. Euro), auf die Länder 0,1 Mio. Euro (Vorjahr 0,2 Mio. Euro) und auf sonstige Geldgeber 0,3 Mio. Euro (Vorjahr 1,0 Mio. Euro). Auftragsbestand zum 31.12.2023
2.3 Vermögenslage Die Bilanzpositionen werden in der nachstehenden Strukturbilanz abweichend vom handelsrechtlichen Gliederungsschema nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten, d.h. nach Liquiditätsgesichtspunkten in mittel- und langfristige sowie in kurzfristige Posten gegliedert. Als kurzfristig werden Bilanzpositionen (oder entsprechende Teilbeträge) ausgewiesen, die innerhalb einer Restlaufzeit von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig werden. Die ausgewiesenen mittel- oder langfristigen Bilanzpositionen (oder entsprechende Teilbeträge) haben Restlaufzeiten von über einem Jahr bzw. über fünf Jahren. Strukturbilanz
Das mittel- und langfristige Vermögen (Anlagevermögen, anteilige Rechnungsabgrenzungsposten sowie anteilige Ausgleichsforderung mit Restlaufzeit über 1 Jahr) auf der Aktivseite ist nahezu unverändert und beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 8,3 Mio. Euro. Das kurzfristige Vermögen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ausgleichsforderung an das BMZ sowie Bankbestände) hat ein Volumen von 24,5 Mio. Euro und hat sich im Wesentlichen stichtagsbedingt bei den flüssigen Mitteln um 2,6 Mio. Euro erhöht. Das Fremdkapital umfasst 88,1 % des gesamten Kapitals und ist im Wesentlichen kurzfristig. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 2,5 Mio. Euro (+ 8,2 %). Auf der Passivseite ist der Anstieg der Bilanzsumme im Wesentlichen auf die höheren kurzfristigen Fremdmittel zurückzuführen. Der Anstieg resultiert stichtagsbedingt aus den höheren Rückzahlungsverpflichtungen aus erhaltenen Fördermitteln mit + 2,6 Mio. Euro. Die durchgeführten Investitionen sind vollständig durch erhaltene Investitionszuschüsse finanziert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft Investitionen, im Wesentlichen Betriebs- und Geschäftsausstattung, in Höhe von 0,6 Mio. Euro und in geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände mit 0,5 Mio. Euro getätigt. Die Investitionen wurden durch Abschreibungen in Höhe von 0,9 Mio. Euro unterkompensiert. Die Eigenkapitalquote ist unverändert und beträgt zum Abschlussstichtag 0,08 % (Vorjahr: 0,08 %). 2.4 Finanzlage Engagement Global erhält zur Finanzierung ihrer Aufgaben Mittel des Bundes und der Länder. Die Bundes- und Landesmittel werden über die Teilnahme am Abruf- bzw. Anforderungsverfahren zur Verfügung gestellt. Das Mittelabrufverfahren, in dem der Mittelbedarf der Gesellschaft direkt tagesgenau bei der Bundeskasse gezogen wird, wird weiterhin für die institutionelle Förderung angewendet. Für alle Projektförderungen des Bundes (BMZ und AA) sowie bei den Landeszuwendungen kommt das Anforderungsverfahren zur Anwendung, in dem die Gesellschaft die Mittel für einen definierten Zeitraum schriftlich beim Bund bzw. beim Land anfordert. Die genannten Verfahren haben dazu beigetragen, dass es zu keinen Liquiditätsengpässen gekommen ist. Mit Bescheid vom 16. Oktober 2023 wurde vom Finanzamt Bonn-Innenstadt gemäß § 53 Abgabenordnung (AO) die Gemeinnützigkeit der Organisation festgestellt. Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft weiterhin als positiv zu bewerten. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Umsatzerlöse (+ 4,9 %) erhöht werden. Der Auftragsbestand (- 12,6 %) ging aufgrund der vorläufigen Haushaltsführung und der daraus resultierenden Verminderung der Verpflichtungsermächtigung für die Folgejahre zurück. Die Sicherstellung der Liquidität erfolgte - wie im Vorjahr - durch die Teilnahme am Abruf- bzw. Anforderungsverfahren des Bundes. 3. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren3.1 Personal- und Stellenentwicklung Die Anzahl der institutionellen Stellen ist im Vergleich zum Vorjahr auf 214,43 Stellen (Vorjahr 211,40) gestiegen. Von den institutionellen Stellen waren zum 31. Dezember 2023 190,93 Stellen besetzt (Vorjahr 203,79). Neben den institutionellen Stellen setzt Engagement Global zur Erfüllung ihrer Aufgaben sowohl projektfinanzierte Personalressourcen als auch Aushilfskräfte ein; zum 31. Dezember 2023 handelt es sich hierbei insgesamt um weitere 494,41 Vollzeitäquivalente (Vorjahr 483,78). Von den 469,66 (Vorjahr 431,14) zur Verfügung stehenden Projektstellen waren zum 31. Dezember 2023 insgesamt 438,30 (Vorjahr 406,30) besetzt. Der Projektstellenbestand hat sich um 38,52 Stellen erhöht. Die genannten Vakanzen sind stichtagsbezogen und resultieren aus Stundenreduzierungen, anstehenden Nachbesetzungen, insbesondere durch interne Wechsel qualifizierter Mitarbeitenden, sowie infolge von Mutterschutz und Elternzeiten. Bei Engagement Global waren zum 31. Dezember 2023 insgesamt 762 Mitarbeitende (aktive Mitarbeitende ohne studentische Hilfskräfte, Elternzeit, Sonderurlaub, EU-Rente, Praktikant*innen, ATZ-Freistellungsphase, Zeitarbeit; Vorjahr: 763) beschäftigt, davon 178 im Rahmen eines befristeten Arbeitsverhältnisses (Vorjahr 301). 4. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4 HGBDer Anteil der Führungspositionen an der Gesamtanzahl der Beschäftigten beträgt 12 % (Vorjahr: 11 %). Über alle Führungspositionen hinweg hat Engagement Global einen Frauenanteil von 60 % (Vorjahr 63 %). Aufgeteilt nach Führungsebenen ergeben sich folgende Anteile von Frauen in Führungspositionen: Geschäftsführung 50 % (analog Vorjahr), Bereichsleitung 33 % (analog Vorjahr), Abteilungsleitung 63 % (analog Vorjahr) und Gruppenleitung 61 % (Vorjahr 68 %). Seit 1. Juni 2021 liegt der Anteil an Frauen im Aufsichtsrat unverändert bei zwei Dritteln. Da der Frauenanteil auf den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung zusammen bei mindestens 50 % liegt, wurden keine Zielgrößen gem. § 36 GmbHG festgelegt. Eine Neuformulierung der Zielgrößen bis 2027 ist ebenfalls nicht erforderlich, da die Ziele insgesamt bereits erreicht wurden. Engagement Global strebt eine diskriminierungssensible Organisationskultur an. Dazu gehört ein Diversitätsverständnis, das über die reine Betrachtung des Merkmals "Geschlecht" hinausgeht. Innerhalb des Merkmals "Geschlecht" greift eine binäre Betrachtungsweise zu kurz. 5. Chancen- und RisikoberichtAuf der Basis der gültigen Risikostrategie wurden für 2023 jeweils per Halbjahresultimo Risikoinventuren durchgeführt. Es wurden überwiegend Risiken mit niedrig bewerteten potenziellen qualitativen Schadensausmaßen aufgenommen. Die Analyse der Risikomeldungen zum 31. Dezember 2023 ergab, dass hinsichtlich der Risikosituation im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Veränderungen zu verzeichnen sind. Da Engagement Global praktisch ausschließlich im Auftrag des BMZ tätig ist und das BMZ keinerlei Zweifel daran hat entstehen lassen, dass es von Engagement Global weiterhin in besonderem Maße eine Beratung und Unterstützung der entwicklungspolitisch engagierten Personen, Organisationen, Schulen und Kommunen erwartet, erwarten wir auch weiterhin keine strukturellen oder gravierenden Risiken für Engagement Global selbst. Die Liquidität der Gesellschaft ist abhängig von den Zuwendungen der Gesellschafterin, die jedes Jahr neu erteilt werden. Das Risiko, dass die Zuwendungen künftig nicht gewährt werden, wird als gering eingeschätzt. Dabei ist zu beachten, dass bei einer institutionellen Förderung die Institution als solche gefördert wird. Faktisch besteht durch eine institutionelle Förderung eine Dauerverpflichtung des Zuwendungsgebers. Engagement Global wurden seit ihrer Gründung stetig neue Aufgaben übertragen. Die entwicklungspolitische Inlandsarbeit ist weiterhin sehr bedeutend und auch die Resonanz der Stakeholder ausgesprochen positiv. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzbar, ob sich die bisherige Tendenz langfristig fortsetzen wird. Für 2024 erwarten wir keine gravierenden Auswirkungen für Engagement Global; die Mittelsituation bei den von uns administrierten Programmen ist weitgehend konstant. Das Risiko von Forderungsausfällen bei den Projektweiterleitungen besteht weiterhin. Die mögliche Schadenshöhe beträgt rd. 40.000 EUR und wird daher als mittleres Schadensausmaß bewertet. Alle möglichen Steuerungsmaßnahmen sind in diesem Zusammenhang implementiert. Aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und vor dem Hintergrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland ist mit einem weiterhin erhöhten Preisniveau zu rechnen. Das daraus entstehende Risiko für die Projektförderungen von Engagement Global wird mit gering bewertet, da die Finanzierung der Gesellschaft und der Projekte über Zuwendungen gesichert ist und Ausgaben nur im Rahmen der bewilligten Mittel getätigt werden. In der institutionellen Förderung muss das erhöhte Preisniveau - insbesondere für Mieten und Mietnebenkosten - bei der Budgetierung der laufenden Zuwendung auf die verschiedenen Ausgabenpositionen berücksichtigt werden. Engagement Global hat im Jahr 2023 den vierten Nachhaltigkeitsbericht für den Berichtszeitraum 2021/2022 veröffentlicht. Wir berichten in Übereinstimmung mit den Standards der Global Reporting Initiative und erfüllen zudem die Anforderungen an die Communication on Engagement (CoE) des UN Global Compact. Zudem dient der Bericht als Grundlage für die Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Dargestellt sind die Ziele und Maßnahmen, um Engagement Global stärker nachhaltig auszurichten sowie deren Umsetzungsstand und die erzielten Ergebnisse. Des Weiteren wurde im Jahr 2023 die erste Treibhausgas-Bilanz von Engagement Global für die Jahre 2019/2020 erstellt, die im Jahr 2024 veröffentlicht wird. Damit kommen wir unserer mit dem BMZ vereinbarten Absicht, bis 2030 klimaneutral zu werden, einen Schritt näher. 2023 hat Engagement Global die Charta der Vielfalt unterzeichnet, eine Arbeitgebendeninitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Ziel ist die aktive Förderung von Chancengleichheit am Arbeitsplatz für alle Beschäftigten. 6. PrognoseberichtFür das Geschäftsjahr 2024 plant Engagement Global mit einer institutionellen Förderung in Höhe von 36,1 Mio. Euro, die in dieser Höhe bereits bewilligt wurde. Bei der institutionellen Förderung wird danach eine leichte Erhöhung von 0,2 Mio. Euro erwartet (fortgeschriebener Vorjahresplanwert 35,9 Mio. Euro). Der Wirtschaftsplan von Engagement Global ist Bestandteil des Einzelplans 23 (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) des Bundeshaushalts. Im Wirtschaftsplan von Engagement Global sind nachrichtlich erwartete Projektförderungen des BMZ, Mitfinanzierungen von Projektmaßnahmen des BMZ und Projektförderungen aus den übrigen Einzelplänen (Bundeshaushalt), der Länder und Dritter in Gesamthöhe von 456,5 Mio. Euro ausgewiesen. Damit sind die Ansätze im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahresplanwert 418,3 Mio. Euro) um 38,2 Mio. Euro höher. Aufgrund der vorliegenden Planung für das Jahr 2024 geht Engagement Global von Umsatzerlösen von rd. 480 Mio. Euro aus; dies entspricht in etwa den Umsatzerlösen des Jahres 2023. Zum 31. Dezember 2023 beläuft sich der Auftragsbestand - für Projekte mit Laufzeiten von bis zu 5 Jahren - auf 694,8 Mio. Euro (davon 395,2 Mio. Euro für 2024). Die Personal- und Stellenentwicklung hängt unmittelbar mit den an Engagement Global zugewendeten Mitteln und den an Engagement Global übertragenen Aufgaben zusammen. Eine Steigerung wird nicht erwartet. Für das Geschäftsjahr 2024 wird vor dem Hintergrund der Finanzierung der Gesellschaft über Zuwendungen ein ausgeglichenes Jahresergebnis erwartet. Veränderungen der Vermögens- und Finanzlage werden nicht erwartet.
Bonn, den 5. Juni 2024 Dr. Jens Kreuter, Geschäftsführer Ingrid Arenz, Geschäftsführerin Erläuterung der Abkürzungen
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Gesellschaft unterliegt dem deutschen Hanelsrecht. Sie ist wie folgt im Handelsregister eingetragen:
Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften sowie des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Gliederung und der Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und des § 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gewählt. In Erweiterung des handelsrechtlichen Gliederungsschemas werden eine Ausgleichsforderung gegen die Gesellschafterin Bund (vertreten durch das BMZ) und Rückzahlungsverpflichtungen aus erhaltenen Fördermitteln in der Bilanz ausgewiesen. Daneben werden "Geleistete Anzahlungen", in Abweichung vom handelsrechtlichen Gliederungsschema, aufgrund ihres überwiegenden Forderungscharakters der Position "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" zugeordnet. Ergebnis vor Steuern Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung wurde um die Position "Ergebnis vor Steuern" erweitert. Mit der Gliederungserweiterung wird eine verbesserte Darstellung verfolgt. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um die Abschreibung, angesetzt worden. Die Abschreibungen erfolgen linear und zeitanteilig. Die Immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 1 bis 3 Jahren abgeschrieben. Die Sachanlagen werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 1 bis 13 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) mit Ausnahme von Anlagen im EDV-Bereich, werden bei einem Anschaffungswert von bis zu 250 € (netto) im Zugangsjahr als Betriebsausgabe behandelt. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Ausgleichsforderung gegen die Gesellschafterin Bund Die Ausgleichsforderung gegen die Gesellschafterin gleicht handelsrechtlich gebotene Rückstellungen (im Wesentlichen für Personalaufwendungen und ausstehende Rechnungen) aus. Die zukünftig entstehenden Kosten werden bei Anfall vom BMZ erstattet. Die Werthaltigkeit der Ausgleichsforderung in Höhe von 5.099 T€, die mit 804 T€ (31.12.2022: 764 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr hat, sehen wir dem Grunde und der Höhe nach durch eine entsprechende Erklärung des BMZ vom 17. April 2024 als gegeben. Flüssige Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt worden. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die zu Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag führen, gebildet. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und zum Nennwert angesetzt. Sonderposten für Investitionszuschüsse Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurde im Hinblick auf die Finanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen aus Zuschüssen gebildet. Die Höhe entspricht dem Restbuchwert der betreffenden Aktiva zum Bilanzstichtag. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt entsprechend der Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen. Rückstellungen Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Urlaub und Mehrstunden, sonstige Personalrückstellungen, Prüfungskosten und ausstehende Rechnungen. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Die Rückstellungen für Jubiläum und Sterbegeld werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method/ PUC-Methode) unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen sowie der Anwendung des pauschalen durchschnittlichen Marktzinssatzes der Deutschen Bundesbank für Restlaufzeiten von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) in Höhe von 1,74 % bewertet. Die Höhe der Rückstellungen wurde durch einen externen Gutachter ermittelt. Bei der Bewertung der Verpflichtungen finden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Für die Ermittlung der Höhe der Rückstellung für die Altersteilzeit wurde ebenfalls ein externer Gutachter beauftragt und der Wert ermittelt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den erhaltenen Anzahlungen werden Mehreinnahmen aus der Projektförderung ausgewiesen. Soweit diesen Mehreinnahmen keine projektbezogenen Ausgaben in den Folgejahren gegenüberstehen, sind diese Mehreinnahmen an den Auftraggeber zurückzuzahlen. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden erhaltene Vorauszahlungen für noch zu erbringende Leistungen bilanziert. Umsatzerlöse werden periodengerecht im Jahr der Entstehung in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Projektbezogene Aufwendungen werden verursachungsgerecht im Jahr der Entstehung in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen; in korrespondierender Höhe erfolgt auch der Ausweis projektbezogener Erträge. Darüber hinausgehende Mittelzuweisungen werden als erhaltene Anzahlungen unter der Position Verbindlichkeiten abgegrenzt. Bei Endabrechnung der Projekte wird ein ggf. noch abzuführender Restbetrag in die Rückzahlungsverpflichtungen aus erhaltenen Fördermitteln umgebucht. 2. Erläuterungen zur BilanzImmaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Zusammensetzung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich (siehe Anlage zum Anhang). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Zum Bilanzstichtag setzt sich die Ausgleichsforderung gegen die Gesellschafterin Bund wie folgt zusammen:
Geleistete Anzahlungen Die geleisteten Anzahlungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und betreffen geleistete Abschläge an Partner*innen, für die zum Bilanzstichtag im Wesentlichen noch keine Abrechnung vorliegt. Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Forderungen gegen Mitarbeitende mit 102 T€ ausgewiesen. Sie sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Eigenkapital
Sonderposten für Investitionszuschüsse Der Sonderposten stellt den Gegenposten für das bewegliche Anlagevermögen dar. Das Anlagevermögen von Engagement Global ist in voller Höhe durch Zuwendungen finanziert und beträgt zum Jahresende 3.907 T€. Die Entwicklung des Sonderpostens entspricht wertmäßig der Entwicklung des Buchwerts des Anlagevermögens. Die Veränderung resultiert aus:
Die Zuführung betrifft die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen und wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Auflösung erfolgte in Höhe der Buchwerte der Anlagenabgänge und der Abschreibungen innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge. Rückstellungen Sie betreffen im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalwesen (4.444 T€) und ausstehende Eingangsrechnungen (472 T€). Verbindlichkeiten Die erhaltenen Anzahlungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weisen wie im Vorjahr Restlaufzeiten von unter einem Jahr auf. Die Rückzahlungsverpflichtungen aus erhaltenen Fördermitteln in Höhe von 13.500 T€ betreffen im Wesentlichen an die Gesellschafterin zurückzuzahlende Zuwendungen für Projekte. Wie im Vorjahr haben die Rückzahlungsverpflichtungen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten wird im Wesentlichen eine Umsatzsteuerschuld gegenüber dem Finanzamt in Höhe von 29 T€ mit einer Restlaufzeit - wie im Vorjahr - von bis zu einem Jahr ausgewiesen. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Davon sind 203 T€ periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. * SOPO = Sonderposten für Investitionszuschüsse Materialaufwand
Davon sind 393 T€ periodenfremde Aufwendungen für erbrachte Leistungen des Vorjahres. Personalaufwand
Die Angestellten sind durch den beim Versorgungsverband bundes- und landesgeförderter Unternehmen e.V. (VBLU), abgeschlossenen Gruppenversicherungsvertrag versichert (Direktversicherung). Der Arbeitgeberanteil der betrieblichen Altersversorgung beläuft sich unverändert auf 6,1 %. Für sämtliche künftige Pensionsverpflichtungen gegenüber den, für ihre Tätigkeit bei Engagement Global beurlaubten Beamten haben alle Dienstherren gegenüber der Gesellschaft einen Gewährleistungserstreckungsbescheid (Freistellungserklärung) abgegeben. Bei der Bemessung einer nach § 249 Abs. 1 HGB anzusetzenden Pensionsrückstellung wurden die Freistellungserklärungen in derselben Höhe mindernd berücksichtigt, so dass kein Ausweis einer Pensionsrückstellung erfolgt. Im Falle einer im Berichtsjahr bis 31. Juli vom Land Nordrhein-Westfalen beurlaubten Beamtin zahlt die Gesellschaft einen Versorgungszuschlag in Höhe von 30 Prozent der laufenden Beamtenbezüge jährlich an das Land NRW ("Unterstützung und Beihilfen"). Sonstige betriebliche Aufwendungen
* SOPO = Sonderposten für Investitionszuschüsse Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 5 T€ (31.12.2022: 3 T€) enthalten. 4. NachtragsberichtHinsichtlich der Auswirkungen des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine auf die künftige Lage der Gesellschaft liegen keine neuen Erkenntnisse vor. 5. Sonstige AngabenAufsichtsrat Vorsitzende/Vorsitzender Hans-Peter Baur Leiter des Stabs Global Disability Summit 2025 (seit 15. Mai 2023) / Leiter der Unterabteilung 51 (bis 14. Mai 2023) im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Bonn Stellvertretende Vorsitzende
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für Ihre Tätigkeit keine Vergütung. Gesellschafterin Bundesrepublik Deutschland - vertreten durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Bonn - mit einer Stammeinlage von 25 T€ (100,00 %). Geschäftsführung
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Vergütung der Geschäftsführung von Engagement Global ist durch den institutionellen Stellenplan begrenzt. Die Geschäftsführung erhält eine Fixvergütung analog zur Bundesbesoldungsordnung und keine Boni. Die Berechnung der Gesamtbezüge (AG-Brutto) der Geschäftsführung für das Jahr 2023 erfolgt gemäß TVöD analog zur Besoldungsgruppe B6 für den Geschäftsführer und B3 für die Geschäftsführerin. Die Gesamtbezüge in Höhe von 247 T€ setzen sich wie folgt zusammen:
Entwicklung bewilligter Mittel / Auftragsbestand Die bewilligten Mittel und der Auftragsbestand belaufen sich zum 31.12.2023 auf 694.804 T€ und setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroobjekte an sieben Standorten in Deutschland in Höhe von insgesamt 77.951 T€. Davon betreffen 8.674 T€ das Jahr 2024 und 69.277 T€ die Jahre 2025 bis 2033.
Des Weiteren bestehen Mietverträge für Kopierer. Aus den gemieteten Anlagegütern ergibt sich eine Verpflichtung in Höhe von 171 T€. Davon betreffen 62 T€ das Jahr 2024 und 109 T€ die Jahre 2025 bis 2027. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeitende
Honorar der Abschlussprüfer Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers bezieht sich ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen und beträgt 50 T€ (Vj. 44 T€). Ergebnisverwendung Aufgrund des ausgeglichenen Ergebnisses ist die Formulierung eines Gewinnverwendungsvorschlags nicht erforderlich.
Bonn, den 5. Juni 2024 Dr. Jens Kreuter, Geschäftsführer Ingrid Arenz, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung) Stand 31.12.2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn Engagement Global gGmbH, Bonn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss von Engagement Global gGmbH, Bonn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht von Engagement Global gGmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 5. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stephan Schims, Wirtschaftsprüfer ppa. Tim Jankowski, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Januar 2023 wurde am 26. Juni 2024 festgestellt. |
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