Master Data

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Register court Kleve HRB 550
Previous
Schuhfabrik van Elten GmbH
Registered
8/22/1980
Industry
Manufacture of footwearWholesale of footwearManufacture of orthopaedic appliances
Purpose
Herstellung und Verkauf von Schuhen, Textilien und Orthopädie-Produkten. Die Gesellschaft ist berechtigt, auch andere Erzeugnisse gleicher oder ähnlicher Art herzustellen, zu erwerben und zu vertreiben.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Hendrik van Elten
since 7/21/2025
Procura
Thomas Riedel
since 1/4/2013
Procura
Procura
Ulrich Herholz
since 1/4/2013
Procura
Procura
Jörg Alfred Boot
since 7/26/2010
Procura
Jörg van Elten
since 9/9/2003
Managing Director
Heiner van Elten
since 9/9/2003
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

Identified persons (5)

NameOwnership
Jörg van Elten
25.00%
Heiner van Elten
25.00%
25.00%

Shareholders
Beta

5 shareholders

GmbH structure

4 of 5 shown

Name
Location
Amount
Share
Jörg van Elten
Uedem
€412,500
25.00%
Heiner van Elten
Uedem
€412,500
25.00%
Anja Aymans
Uedem
€412,500
25.00%
H****** v** E****
€288,750
17.50%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Elten GmbH

Uedem

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022

Elten GmbH

Uedem

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Tradition und Fortschritt sind die Basis der Elten GmbH, die seit über einem Jahrhundert Schuhe am Niederrhein fertigt. 1910 in Uedem am Niederrhein gegründet, zählt das Familienunternehmen heute zu den führenden Herstellern von Sicherheitsschuhen in Europa. Gegenwärtig wird ELTEN in vierter Generation geführt.

2. Forschung und Entwicklung

Das niederrheinische Unternehmen zeichnet sich aus durch höchste Qualitätsstandards und innovative Fußschutz-Technologien. Kooperationen mit führenden wissenschaftlichen Instituten haben hierzu ebenso beigetragen wie der Einsatz der modernsten Besohlungsanlagen weltweit.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,8 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 1,9 %. Dabei war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher.

Dienstleistungsbereiche profitierten von Nachholeffekten, hohe Preise und Materialmangel bremsten Industrieproduktion und Bau

Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Besonders stark zulegen konnten die Sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,3 %). Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen. Diese beiden Bereiche sorgten für ein kräftiges Plus im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0 %). Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Der Bereich Information und Kommunikation knüpfte an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an und verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Zuwachs (+3,6 %).

Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine.

Private Konsumausgaben und Ausrüstungsinvestitionen stützten Wachstum

Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022. Dies wird besonders deutlich bei den Ausgaben für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen. Auch im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur gaben die privaten Haushalte wieder mehr aus als noch vor einem Jahr. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich 2022 nach zwei stark von Corona geprägten Jahren vergleichsweise moderat um 1,1 %. Der Staat gab deutlich mehr Geld aus, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen sanken die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, auch wenn weiterhin umfangreich Impfstoffe beschafft und finanziert wurden.

Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 % ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde 2022 dagegen preisbereinigt 2,5 % mehr investiert als im Vorjahr.

Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,7 % zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum.

Arbeitsmarkt in weiterhin schwierigem Umfeld robust

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3% oder 589.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen. Im Baugewerbe gab es trotz Fachkräftemangel erneut einen kleinen Beschäftigungszuwachs.

Neue Belastungen infolge der Energiekrise überlagern Entlastung des Staatshaushalts durch auslaufende Corona-Maßnahmen

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2022 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 101,6 Milliarden Euro. Das waren knapp 33 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2021 (134,3 Milliarden Euro). Die Entlastungen des Staatshaushalts durch die auslaufenden Corona-Maßnahmen wurden von neuen Belastungen durch die Energiekrise infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine überlagert. So brachte die Bundesregierung unter anderem drei Entlastungspakete auf den Weg, um den extrem steigenden Energiekosten entgegenzuwirken und Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Wirtschaft zu unterstützen. Die Entlastungspakete führten zu höheren Staatsausgaben, die überwiegend vom Bund finanziert wurden: Das Defizit des Bundes (-117,6 Milliarden Euro) war im Jahr 2022 genauso wie im Jahr 2021 etwas höher als das Defizit des Staates insgesamt. Die Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen realisierten jeweils leichte Finanzierungsüberschüsse. Gemessen am nominalen BIP errechnet sich für den Staat im Jahr 2022 eine Defizitquote von 2,6 %, die damit deutlich niedriger war als in den beiden vorangegangenen Jahren.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Der Umsatz hat sich im dritten Corona-Jahr positiv entwickelt und konnte mit 6,8 % über Vorjahresniveau abgeschlossen werden. Dabei haben sich auch die Roherträge trotz des hohen Preisdrucks auf der Beschaffungsseite gut entwickelt. Preissteigerungen bei Rohstoffen und vor allem bei den Seefrachten konnten mit Verzögerung an unsere Kunden in großen Teilen weitergegeben werden. Zugute kamen uns ebenfalls unsere vorausschauende Planung und die hohe Bevorratung, die uns halfen, negative Auswirkungen abfedern zu können. Die Entwicklung im Online-Geschäft war ebenfalls sehr positiv; zudem konnten nach der Rückholung des Online-Stores nach Uedem Mitte des Jahres die Prozesse und der Service hier nochmals optimiert werden. Weiterhin herausfordernd waren in der ersten Jahreshälfte die trotz Corona-Lockerung fortgeführten, umfangreichen Home-Office-Regelungen bei unseren Kunden; vor allem bei der Vertiefung der Geschäftsbeziehung und der Weiterentwicklung von neuen Produkten war dies hinderlich. Erfreulicherweise liefen nach weiteren Lockerungen viele Tragetests, administrative und koordinierende Tätigkeiten in der zweiten Jahreshälfte wieder deutlich reibungsloser. Unsere Wellmaxx-Serien zeichnen sich weiterhin verantwortlich für einen großen Teil des Umsatzwachstums. Im Handel setzt sich die Konzentration fort. Weitere Übernahmen fanden statt und werden dauerhaft die Handelslandschaft verändern.

Der Vergleich der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Berichtsjahres mit der des Vorjahres ergibt sich aus den nachfolgenden teils tabellarischen Ausführungen.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung Veränderung
T€ T€ T€ %
Betriebsergebnis 12.170 10.507 1.663 15,8
Finanzergebnis -171 -131 -40 -30,5
Steuerergebnis -3.752 -3.239 -513 15,8
Jahresergebnis 8.248 7.136 1.112 15,6

Das Betriebsergebnis hat sich prozentual um 15,8 % verbessert.

Das Finanzergebnis hat sich marginal verschlechtert.

Das Steuerergebnis hat sich im Einklang mit dem steigenden Betriebsergebnis erhöht.

b) Finanzlage

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich bei einer um 18,2 % gestiegenen Bilanzsumme auf 71,89 % (im Vorjahr 67,62 %).

Zum Ende des Geschäftsjahres wurden keine Bankenlinien in Anspruch genommen.

c) Vermögenslage

Wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veänderung Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 5.089 3.880 1.209 31,2
Vorräte 52.238 37.472 14.766 39,4
Vermögenswerte 9.192 10.123 -931 -9,2
Liquide Mittel 220 4.846 -4.626 -95,5
Rechnungsabgrenzungsposten 472 537 -65 -12,1
Passiva
Eigenkapital 48.319 38.448 9.871 25,7
Rückstellungen 9.586 7.555 2.031 26,9
Verbindlichkeiten 9.306 10.855 -1.549 -14,3
Bilanzsumme 67.211 56.858 10.353 18,2

Das Anlagevermögen liegt in Summe 31,2 % über Vorjahresniveau. Dabei betreffen die geleisteten Anzahlungen für Anlagen in Bau mit T€ 2.841 im Wesentlichen eine neue Spritzgussmaschine (im Vorjahr mit T€ 2.489 die Technik des Automatischen Kartonlagers). Zunahmen des Anlagevermögens sind weiterhin in den Positionen Ladeneinrichtung mit T€ 494 und Betriebsvorrichtungen mit T€ 365 zu verzeichnen.

Die Warenbestände stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 39,4 % auf T€ 52.238. Dies ist dadurch begründet, dass wir wegen der guten Absätze im gesamten Jahr 2022 die Beschaffung auf hohem Niveau gehalten haben, insbesondere mit dem Ziel, Problemen bei instabilen Lieferketten zu begegnen und so viel Halbfertigware wie möglich, so früh wie möglich, im eigenen Zugriff zu haben. Zudem diente dies auch der Preissicherung. Im Geschäftsjahr haben wir aufgrund der drohenden Gasmangellage die Materialbestände zur Sohlenfertigung hochgefahren, um im Falle eines Lieferstopps des Lieferanten trotzdem über einige Wochen die eigene Produktion fortführen zu können. Den Produktionsoutput haben wir ebenfalls auf hohem Niveau gehalten, da wir aufgrund einer sofortigen Lieferverfügbarkeit auch schon im Jahr 2021 Marktanteile gewinnen konnten. Die Zuwächse liegen zum Bilanzstichtag demnach in den Beständen der Rohmaterialien, der Halbfertigwaren sowie der Fertigwarenbestände.

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte liegen mit T€ 9.191 unter Vorjahr (-9,2 %). Dies resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung des an die Elten Besitz- und Beteiligungsgesellschaft mbH gewährten Darlehens um T€ 1.659. Im Gegenzug sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen T€ 742 gestiegen, die Verrechnungskonten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 305 gesunken.

Die liquiden Mittel liegen bei T€ 220 und damit 95,5 % unter Vorjahresniveau.

Das Eigenkapital ist aufgrund der Gewinnvorträge und des Jahresüberschusses deutlich gestiegen (T€ 9.871).

Die Rückstellungen liegen mit 26,9 % deutlich über dem Wert des Vorjahresstichtags, wobei die Steuerrückstellungen aufgrund des hohen Gewinns um T€ 1.240 nennenswert gestiegen sind. Auch die sonstigen Rückstellungen sind aufgrund der Rückstellung für drohende Währungskursverluste um T€ 948 und für Personalkosten um T€ 584 gestiegen, die Pensionsrückstellung dagegen um T€ 458 nennenswert gesunken.

Die Verbindlichkeiten reduzierten sich um T€ 1.549 im Wesentlichen durch gesunkene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 3.556; im Gegenzug stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um T€ 1.019, gegenüber Verbundenen Unternehmen um T€ 514 und aus Umsatzsteuer um T€ 700.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf

Umsatzentwicklung

Rohertragsentwicklung

Betriebsergebnis und

Branchenentwicklung.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung eine Vielzahl von Kennzahlen aus der Ergebnisstruktur heran. Wesentliche Kennzahlen sind dabei Umsatzrendite, Umsatz pro Mitarbeiter, Personalintensität und Rohertragsquote.

Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr von 5,23% auf 5,40 % leicht gestiegen. Der Umsatz stieg dabei um 6,84 %; leicht unterproportional zur durchschnittlichen Mitarbeiterzahl (+10,45 %), somit liegt die Mitarbeiterintensität mit 13,47 % unter dem Niveau des Vorjahres (13,56 %).

Ebenso wichtig sind uns aber auch Bilanzkennzahlen sowie deren Veränderung. Wir verfolgen stets auch im Rahmen des monatlichen Berichtswesens rollierend über eine 12-Monats-Vorausschau die Liquiditätsentwicklung.

4. Gesamtaussage

Die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens beurteilen wir als sehr gut. Die Ertragslage übertrifft trotz der Unsicherheiten und Befürchtungen wegen der andauernden Pandemie unsere Erwartungen und Ansprüche. Eine fortgesetzte Optimierung unserer Beschaffungsstrukturen sowie eine gezielte Sortimentserweiterung resultieren in stabile Rohertragsquoten, die wir im Geschäftsjahr nachhaltig im Bereich Marketing zwecks Brand Building reinvestiert haben. Damit haben wir die Marke sowohl im B2B- als auch im B2C-Geschäftsfeld noch bekannter machen können. Auch deshalb ist unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung erfreulich.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeit stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten, sofern in den Zahlungsbedingungen vereinbart, im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt.

III. Zweigniederlassungsbericht

Das Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Uedem, an dem sich auch die eigene Produktionsstätte befindet, auch über eine Logistik im selben Ort.

Die Elten GmbH hat zwei Tochtergesellschaften. Dabei handelt es sich in den Niederlanden um eine reine Vertriebsgesellschaft und der Slowakei um eine reine Produktionsgesellschaft.

IV. Prognosebericht

Die Markt- und Branchenentwicklung wurde und wird durch eine weitere Konsolidierung auf Handelsebene gekennzeichnet sein. Demzufolge werden wir unsere Bemühungen aufrechterhalten, auch als Hersteller den direkten Kontakt zum Industrie- und Endkunden zu suchen. Unser Fokus liegt deshalb auf dem weiteren Ausbau des Key Account Geschäftes, des Export Geschäftes und der Online-Märkte sowie der Fokussierung auf strategisch gut aufgestellte Handelspartner.

Insbesondere der Online-Bereich hat sich in der Corona Krise als Wachstumssegment gezeigt; dieser wird konsequent ausgebaut und ist auch nach Corona stabil. Seit Juli 2022 befindet sich der Store in unserer Regie und nicht mehr in der Regie eines Dienstleisters. Die Entwicklung von Umsatz und Marge ist sehr positiv.

Für das Jahr 2023 planen wir mit einer weiteren Steigerung des Absatzes auf hohem Niveau und einer Umsatzsteigerung von rund 3 %. Allerdings geht eine langjährige Geschäftsbeziehung mit einem Private Label Großkunden zu Ende; insofern muss dieser Umsatz kompensiert werden. Die Beschaffungssituation hat sich entspannt, die Lieferketten erweisen sich als deutlich stabiler und eine Rohstoff- und Energie-Mangellage ist derzeit nicht mehr gegeben. Deshalb konnten die Bestände seit Jahresbeginn bereits nennenswert reduziert werden; diesen Trend werden wir in den kommenden Monaten fortsetzen, sofern sich die Rahmenbedingungen nicht grundsätzlich ändern. Der Einkauf auf asiatischen Märkten ist durch günstigere Frachtraten und einen stärkeren Euro bei stabilen Rohstoffpreisen wieder günstiger als im Euroraum, wo die Beschaffung und Herstellung deutlich teurer geworden ist. Preistreiber sind hier vor allem die Energiekosten und die Personalkosten in Folge der Inflation (höhere Abschlüsse und Lohn/Gehaltsforderungen) - hinzu kommt der Mangel an Fachkräften. Insgesamt gehen wir für 2023 von einer stabileren Preislage aus als 2022 bei teilweisen Entlastungen auf dem Rohstoffmarkt. Die Erfolgsserie Wellmaxx hat eine weitere Investition in den Standort Uedem erfordert, die angeschaffte Anlage ist im Januar 2023 in Betrieb gegangen. Herausforderung am Standort Uedem sind die fehlenden Fachkräfte, insbesondere für den Schichtbetrieb.

Die Logistik ist planmäßig im Rohbau fertig geworden und im Wesentlichen innerhalb des gesteckten Kostenrahmens. Die Dachflächen wurden mit einer großflächigen PV-Anlage ausgestattet, die Wärme wird mittels Wärmepumpen erzeugt, so dass der Winter 2022/23 bis zum Berichtsdatum ohne Gasverbrauch am Standort Molkereistraße war.

Der Store konnte im November öffnen und im laufenden Betrieb werden die Prozesse optimiert und mit dem Online-Shop vernetzt. Die ersten Erfahrungen waren sehr positiv, der Produktmix hat sich massiv geändert und damit auch die Margen erhöht; der Umsatz konnte deutlich gesteigert werden. Im Laufe des Jahres 2023 wird der Store durch eine Orthopädie und eine Textilveredelung ergänzt. Problem auch hier der Fachkräftemangel sowie die gleichzeitige Ressourcenbindung von Mitarbeitern für die Inbetriebnahme der Logistik (AKL). Das AKL konnte fertig gestellt werden; ab Q1 2023 wird die Perfomance deutlich gesteigert. Es folgt bis Ende Q3 2023 der Umbau der Altlogistik. In Q4 2023 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Wir werden auch unsere Bemühungen beim Sourcing fortsetzen. Zum einen beabsichtigen wir mit Blick auf das Thema Nachhaltigkeit die Qualität der bei uns eingesetzten Materialien weiter zu verbessern, zum anderen aber auch die Abhängigkeit von Lieferanten zu minimieren. Ziel bleibt es, für sämtliche Kernartikel sowie für Private Label Produkte alternative Produktionsstätten zu etablieren. Nach Corona sind wieder Reisen möglich und so wird dieses Thema aktiv vorangetrieben. Dem ursprünglichen Ziel, mehr in Europa zu produzieren, steht allerdings entgegen, dass die Kosten hier durch den Ukraine-Krieg unverhältnismäßig stark gestiegen sind. Der Markt dagegen ist hart umkämpft und lässt eine Weitergabe der Preissteigerungen in Europa an den Markt nicht zu.

Bei weiterhin zukunftsorientiertem Investitionsverhalten, einer soliden Wachstumsstrategie und der Fortführung einer straffen Kostenstruktur planen wir mit einer Brutto-Umsatzrendite von rund 5%. Unkalkulierbar bleibt dabei die Folge des Ukraine-Krieges, die befürchtete Gasmangellage im Jahr 2022 ist nicht eingetreten. Entsprechende Pufferläger von relevanten Rohstoffen werden nach und nach abgebaut.

V. Chancen- und Risikobericht

Die Produktionsleistung im Jahr 2022 war nahezu gleichbleibend. In der Slowakei kann eine Leistungssteigerung durch eine neue Maschine Fabrikat Stemma erreicht werden. In Uedem sind wir aufgrund der räumlichen Begrenzungen am Ostwall derzeit am Anschlag. Moderate Steigerungen durch Optimierung der Abläufe sind noch denkbar, aber für wesentliche Schritte ist ein Neubau erforderlich. Grundstücke sind vorhanden, eine Kostenschätzung unseres Architekten liegt vor.

Im weiteren Verlauf werden wir an der Optimierung unserer Beschaffungs- und Produktionsabläufe, sowie einer noch höheren Transparenz der Geschäftsprozesse und an deren visualisierter Darstellung arbeiten. Durch breitere Nutzung unserer Software-Tools erwarten wir weitere Synergie-Effekte und Effizienzsteigerungen. Wir sind in der Lage, nahezu alle Datenformate unserer Kunden automatisch in unser ERP-System einzulesen und so manuelle Tätigkeiten zu reduzieren. Manchmal ist es aber der Kunde, der die notwendigen Schnittstellen nicht zur Verfügung hat. Ein weiterer wichtiger Schritt war die vollständige Integration unseres Online-Shops nach Uedem bei gleichzeitiger Optimierung der Abläufe. Hier haben wir einen erheblichen Effekt erzielt und damit den Online-Store deutlich wirtschaftlicher aufgestellt. Darüber hinaus beabsichtigen wir Ersatz- aber auch Neuinvestitionen im Bereich der Produktion, um diese auf einem hohen technischen Niveau weiter auszubauen.

Unsere führende Rolle werden wir auch in Zukunft durch Neuentwicklungen mit funktionellen, aber auch modischen Eigenschaften absichern sowie mit Alleinstellungen.

Umfangreiche Bonitätsbeurteilung, insbesondere im Neukundengeschäft, sowie kontinuierliches Debitorenmanagement führen zu einem erheblich reduzierten Risiko von Forderungsausfällen.

Wegen unserer auf verschiedene Branchen breit gestreuten Kundenstruktur sowie unserer aktuellen Produktpalette mit Alleinstellungsmerkmalen sehen wir für uns die Chance, uns besser als der Markt zu entwickeln. Durch einen anderen Kunden/Produktmix, durch das Online-Geschäft und durch die starke Marke ELTEN ist trotz deutlicher Reduzierung bei einem Kunden eine Steigerung der Ertragssituation gelungen.

Von existenzieller Bedeutung ist auch das Thema Nachhaltigkeit. Hier geht es darum, auch dem Verbraucher gegenüber Ziele zu definieren, Fortschritte zu dokumentieren und beides adäquat zu kommunizieren. Mit einer leistungsstarken Photovoltaikanlage auf unserem Logistikneubau und dem Einbau von Wärmepumpentechnologie in Bestandsgebäuden haben wir diesbezüglich wichtige Meilensteine gesetzt. Bei EcoVadis konnte der Status "GOLD" erreicht werden, es werden weitere Maßnahmen in regelmäßigen Workshops in unterschiedlichen Gruppen erarbeitet. Da ein Sicherheitsschuh im Laufe seines Schuhlebens mit diversen Substanzen beim Kunden in Kontakt kommt, ist es deutlich schwieriger als beim modischen Schuh. Die größte Herausforderung wird die Sohle aus Polyurethan in Kombination TPU, ETPU oder Gummi sein - diese muss wieder abgelöst werden und in den Recyclingprozess integriert werden - aufgrund des Kontaktes mit unterschiedlichsten Substanzen im Laufe der Tragezeit eine Herausforderung.

Mit einem zielgerichteten Marketingmix stärken wir die Marke ELTEN. Alle Maßnahmen sind dabei auf den jeweiligen Distributionskanal und die Kunden abgestimmt. Generell sind Marketing und Markenstärkung in unserer Branche nochmals wichtiger geworden, weil auch Wettbewerber ihre Aktivitäten in dieser Richtung deutlich gesteigert haben, um in einem zunehmend digitalen Markt ihre Sichtbarkeit zu erhöhen.

 

Uedem, 30. März 2023

gez. die Geschäftsführung

Prüfungsbericht zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 554.581,00 611.606,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 831.237,00 439.454,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 647.381,00 124.881,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.840.807,17 2.488.910,78
4.319.425,17 3.053.245,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 215.000,00 215.000,00
Summe Anlagevermögen 5.089.006,17 3.879.851,78
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.666.523,50 7.230.109,38
8.666.523,50 7.230.109,38
8.666.523,50 7.230.109,38
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 25.476.988,38 20.092.328,11
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 18.094.626,39 10.149.492,91
52.238.138,27 37.471.930,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.831.282,82 6.089.499,37
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 304.825,41
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.359.900,41 3.728.814,18
9.191.183,23 10.123.138,96
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 220.429,68 4.846.378,46
Summe Umlaufvermögen 61.649.751,18 52.441.447,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.306,17 82.804,20
D. Aktive latente Steuern 441.049,50 454.192,50
67.211.113,02 56.858.296,30

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.650.000,00 1.650.000,00
II. Kapitalrücklage 256.000,00 0,00
III. Gewinnvortrag 38.165.107,24 29.662.083,39
IV. Jahresüberschuss 8.247.484,31 7.136.238,55
Summe Eigenkapital 48.318.591,55 38.448.321,94
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.144.158,86 1.602.604,17
2. Steuerrückstellungen 3.062.505,76 1.822.678,05
3. Sonstige Rückstellungen 5.379.122,00 4.129.731,00
9.585.786,62 7.555.013,22
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.018.957,08 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 1.018.957,08 (Euro 0,00)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.718,90 13.677,30
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 14.718,90 (Euro 13.677,30)
1.033.675,98 13.677,30
1.033.675,98 13.677,30
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.906.626,51 7.462.417,50
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 3.906.626,51 (Euro 7.462.417,50)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 614.042,39 100.423,42
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 614.042,39 (Euro 100.423,42)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.752.389,97 3.278.442,92
- davon aus Steuern Euro 2.215.454,94 (Euro 1.521.715,80)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 5.555,99 (Euro 57.654,42)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 3.752.389,97 (Euro 3.278.442,92)
9.306.734,85 10.854.961,14
67.211.113,02 56.858.296,30
Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 148.257.299,28 138.769.589,60
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.511.194,00 -2.439.989,86
3. Gesamtleistung 153.768.493,28 136.329.599,74
4. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus Zuschreibungen zu Gegenständen des Anlagevermögens 8,40 0,00
b) Übrige sonstige betriebliche Erträge 611.990,91 622.401,21
611.999,31 622.401,21
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 98.840.582,14 87.240.059,96
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 16.959.771,67 15.146.885,10
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.757.918,71 3.333.337,80
- davon für Altersversorgung Euro -91.976,45 (Euro 430.063,74)
20.717.690,38 18.480.222,90
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.531.864,87 2.035.840,33
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Raumkosten 5.142.732,82 4.131.422,04
b) Versicherungen, Beiträge und Abgaben 697.269,05 631.629,22
c) Reparaturen und Instandhaltungen 659.290,89 823.153,43
d) Fahrzeugkosten 546.205,69 482.793,81
e) Werbe- und Reisekosten 6.975.375,58 6.311.927,81
f) Kosten der Warenabgabe 4.191.248,90 3.565.874,50
g) Verschiedene betriebliche Kosten 2.849.183,02 2.625.688,92
h) Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 6,00 3,00
i) Verluste aus Wertminderungen von Gegenständen des Umlauf-vermögens und Einstellung in die Wertberichtigung zu Forderungen 31.054,68 69.806,25
j) Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 27.789,67 47.000,00
21.120.156,30 18.689.298,98
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.077,03 24.205,43
- davon aus verbundenen Unternehmen Euro 0,00 (Euro 422,60)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 197.632,35 155.216,33
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.715.903,40 3.203.421,26
- davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern Euro 13.143,00 (Euro 0,00)
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern Euro 0,00 (Euro 66.027,30)
12. Ergebnis nach Steuern 8.283.740,18 7.172.146,62
13. Sonstige Steuern 36.255,87 35.908,07
14. Jahresüberschuss 8.247.484,31 7.136.238,55

ANHANG für das Geschäftsjahr 2022

Elten GmbH

Uedem

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Elten GmbH hat ihren Sitz in Uedem. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kleve unter HRB 550 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB) auf.

Der Jahresabschluss der Firma Elten GmbH für das Geschäftsjahr 2022 wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB, insbesondere den Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) unter vollständiger Berücksichtigung der Vorschriften des BilMoG und des BilRUG aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes und der Gesellschaftsvertrag beachtet worden.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um die lineare bzw. degressive Abschreibung, bewertet.

Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 € wurden im Zugangsjahr gem. § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu progressiv bzw. retrograd ermittelten Herstellungskosten. Bei den unfertigen Erzeugnissen werden die Materialkosten sowie die Lohnkosten einschließlich eines Gemeinkostenzuschlages ohne Vertriebskosten und Gewinnzuschlag berücksichtigt. Bei den Fertigerzeugnissen werden die einzelnen Sortengruppen um den Vertriebskostenzuschlag und den Gewinnzuschlag gekürzt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwendbarkeit ergeben, wurden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nominalwert angesetzt. Risiken eines termingerechten Zahlungseingangs sind durch angemessene Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend den steuerlichen Regelungen nach dem Teilwertverfahren passiviert. Der Ermittlung liegen die Grundsätze des BilMoG zu Grunde.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten und die Rückstellungen sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

IV. Angaben zur Bilanz

a) Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagepositionen sind in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Soweit Abwertungen vorzunehmen waren, sind diese nach § 253 Abs. 2 Satz 3 i. V. m. § 279 HGB berücksichtigt worden.

b) Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):

durchschnittlicher Marktzins von 1,78 % für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde

Gehaltssteigerungen von 2 % nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit

Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"

Der Rechnungszins beruht auf dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 10 Jahre. Der für die Vergleichsberechnung gem. § 253 Abs. 6 HGB benötigte durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Jahre ergibt sich auf gleiche Weise und zum gleichen Zeitpunkt zu 1,44 %.

Das Planvermögen wurde mit einem Wert von 1.776.523,14 € saldiert. Es handelt sich um verpfändete Rückdeckungsversicherungen. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen als saldiertes Planvermögen wurde als Differenz des Leistungsbarwertes und dem Barwert der künftigen Beträge, einschließlich zugeteilter Gewinnbeteiligungen gebildet. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Erträge i. H. v. 1 T€ erfolgswirksam erfasst.

Im Rahmen der Erstanwendung des IDW RH FAB 1.021 wurde die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen unter Annahme des Passivprimats auf Basis des Anwartschaftsverfahrens angepasst. Die Umstellung der Bewertung führt zu einer besseren Sicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Effekt aus der Erstanwendung beläuft sich auf 22 T€.

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

Stand 01.01.2022 Verbrauch 2022 Auflösung 2022 Zuführung 2022 Stand 31.12.2022
Öffentlich-rechtliche Verpflichtungen 101.300,00 0,00 0,00 25.400,00 126.700,00
Urlaubsrückstellung/ Weihnachtsgeld 525.700,00 525.700,00 0,00 631.200,00 631.200,00
Boni etc. 1.366.000,00 1.366.000,00 0,00 988.000,00 988.000,00
Prämien 497.700,00 497.700,00 0,00 549.700,00 549.700,00
Gewährleistungen 872.300,00 872.300,00 0,00 883.000,00 883.000,00
Prüfungskosten 20.000,00 20.000,00 0,00 28.000,00 28.000,00
Ausstehende Rechnungen 20.000,00 20.000,00 0,00 22.000,00 22.000,00
Berufsgenossenschaft 138.000,00 138.000,00 0,00 154.000,00 154.000,00
Demographiekomponente 161.300,00 34.232,49 0,00 90.532,49 217.600,00
Tantiemen 157.831,00 157.831,00 0,00 108.922,00 108.922,00
Sonstige Rückstellungen 269.600,00 269.600,00 0,00 1.670.000,00 1.670.000,00
4.129.731,00 3.901.363,49 0,00 5.150.754,49 5.379.122,00

Anlagenspiegel zum 31.12.2022

Entwicklung der Anschaffungskosten
Stand 01.01.2022 Zugang 2022 Umbuchung Zuschreibung 2022 Abgang 2022 Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.890.493,90 641.810,57 5,00 0,00 4.532.309,47
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.533.099,74 942.089,82 0,00 377.756,83 2.097.432,73
2. Andere Anlagen / BGA 890.063,24 805.233,48 0,00 0,00 1.695.296,72
3. Geleistete Anzahlungen 2.488.910,78 10.286.062,38 0,00 9.934.165,99 2.840.807,17
4.912.073,76 12.033.385,68 0,00 10.311.922,82 6.633.536,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 215.000,00 0,00 0,00 0,00 215.000,00
9.017.567,66 12.675.196,25 5,00 10.311.922,82 11.380.846,09
Entwicklung der Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugang 2022 Umbuchung Zuschreibung 2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.278.892,90 698.835,57 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.093.645,74 550.295,82 0,00
2. Andere Anlagen / BGA 765.182,24 282.733,48 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
1.858.827,98 833.029,30 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
5.137.720,88 1.531.864,87 0,00
Entwicklung der Abschreibungen
kumuliert Zugang 2022 Abgang 2022 Abgang kumuliert 2022 Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 698.835,57 0,00 0,00 3.977.728,47
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 550.295,82 377.745,83 377.745,83 1.266.195,73
2. Andere Anlagen / BGA 282.733,48 0,00 0,00 1.047.915,72
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
833.029,30 377.745,83 377.745,83 2.314.111,45
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.531.864,87 377.715,83 377.745,83 6.291.839,92
Buchwert 31.12.2022 Buchwert 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 554.581,00 611.601,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 831.237,00 439.454,00
2. Andere Anlagen / BGA 647.381,00 124.881,00
3. Geleistete Anzahlungen 2.840.807,17 2.488.910,78
4.319.425,17 3.053.245,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 215.000,00 215.000,00
5.089.006,17 3.879.846,78

c) Verbindlichkeiten

Die Aufgliederungen der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachfolgend dargestellten Verbindlichkeitenspiegel.

Verbindlichkeitenspiegel

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
2022 (Vorjahr) bis 1 Jahr von 1 - 5 Jahren über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.018.957,08 1.018.957,08 0,00 0,00
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.718,90 14.718,90 0,00 0,00
(Vorjahr) (13.677,30) (13.677,30) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.906.626,51 3.906.626,51 0,00 0,00
(Vorjahr) (7.462.417,50) (7.462.417,50) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 614.042,39 614.042,39 0,00 0,00
(Vorjahr) (100.423,42) (100.423,42) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.752.389,97 3.752.389,97 0,00 0,00
(Vorjahr) (3.278.442,92) (3.278.442,92) (0,00) (0,00)
Summe 9.306.734,85 9.306.734,85 0,00 0,00

Weitere Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen bestanden am Bilanzstichtag nicht.

d) Ausschüttungssperre

Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen aktiven latenten Steuern i. H. v. 441.049,50 € führen zu einer Ausschüttungssperre in gleicher Höhe. Im Rahmen der Berechnung der latenten Steuern wurde von einem Ertragsteuersatz von 30 v. H. ausgegangen. Die latenten Steuern resultieren aus der steuerlich vom Handelsrecht abweichenden Bewertung der Pensionsrückstellungen.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf 174.583,00 €. Dieser Unterschiedsbetrag ist ebenso gem. § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden.

Im Zinsaufwand ist ein Aufwand aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung i. H. v. 61,4 T€ enthalten.

VI. Sonstige Angaben

a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3 HGB)

Aus laufenden Leasingverträgen für Produktionsmaschinen, Hardwarekomponenten und Fahrzeugen bestehen zum Bilanzstichtag Miet- und Leasingverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von bis zu fünf Jahren i, H. v. insgesamt bis zu 7.946 T€, Mietverpflichtungen für Lagerflächen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr und Lizenzverpflichtungen für Sohlen. Weiterhin besteht ein ungekündigter Pacht- und Betriebsüberlassungsvertrag mit der Johann van Elten GmbH & Co. KG mit einer Restlaufzeit von 0,5 Jahren zum Bilanzstichtag, Die Leasingverträge haben zum Teil Restlaufzeiten von bis zu vier Jahren.

b) Beschäftigte Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2022 beschäftigten Arbeitnehmern beträgt:

2022 2021
Lohnempfänger Ø 187 Ø 179
Gehaltsempfänger Ø 204 Ø 175
Ø 391 Ø 354

c) Besondere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag/Nachtragsbericht

Mit dem Angriff durch Russland am 24.02.2022 hat die Ukraine den Kriegszustand ausgerufen. Die aktuelle Situation ist von geopolitischen Spannungen geprägt, die auf die weltweiten Volkswirtschaften ausstrahlen. Wesentliche Kunden erleiden wirtschaftliche Nachteile durch hohe Energiekosten und unterbrochene Lieferketten. Die Situation ist durch ein hohes Maß an Unsicherheit geprägt. Ein Ende ist nicht absehbar.

In welchem Umfang sich die Spannungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft auswirken, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer absehbar. Mit hoher Wahrscheinlichkeit muss davon ausgegangen werden, dass die negativen Folgen größer werden, je länger der Konflikt dauert.

d) Mitglieder des Geschäftsführungsorgans:

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2022

 

Herr Heiner van Elten, Kaufmann

 

Herr Jörg van Elten, Kaufmann

Beide Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angaben der Geschäftsführer-Ausstattungen (§ 285 Abs. 1 Nr. 9 HGB) wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Das in die Rückstellung eingestellte Honorar des Abschlussprüfers für die handelsrechtliche Prüfung beträgt 18.000,00 €. Weitere Leistungen werden vom Abschlussprüfer nicht erbracht.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zunächst auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Uedem, 30.03.2023

gez. die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Elten GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Elten GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Elten GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Goch, 14. April 2023

RTU Euregio
Revisions-, Treuhand- und
Unternehmensberatungs-GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klemm, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 am 14.06.2023 festgestellt.

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