SERENUS Beteiligungs GmbH
Same addressActivities of holding companies
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Kristina Meyer since 5/2/2023 | Procura |
Tim Schürmann since 3/2/2015 | Procura |
Stefan Heinrich Leewe since 3/2/2015 | Managing Director |
Rainer Rolf since 3/2/2015 | Procura |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
SIMPLICITY INVEST GmbHHerzebrock-ClarholzKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021Die Simplicity-Gruppe ist im Bereich des Textilhandels mit den Marken OPUS und someday tätig. Angefangen hat alles im Herbst 2000 mit der Idee, unter dem Namen OPUS richtig gute Hosen zu machen. Vom Spezialisten für Hosen hat sich OPUS dann zu einer Marke entwickelt, die komplette Outfits für moderne Frauen anbietet, die sich nicht über ihr Alter, sondern über ihren Stil definieren: feminin, casual, klar und individuell. Mit der Zeit entwickelte sich die Idee für eine neue Modemarke, und so ging es 2015 weiter mit someday und dem Einstieg in das Premiumsegment: Casual Confident. Unter diesem Namen entstehen modisch anspruchsvolle Kollektionen: pure Mode für souveräne und selbstbewusste Frauen. Heute sind die beiden Modemarken OPUS und someday unter dem Dach der Simplicity trade GmbH vereint. Eine klare Formsprache, eine langlebige Qualität und harmonische Farbpaletten machen jedes unserer Produkte zu einem Lieblingsteil unserer Kundinnen. Wir bedienen mit OPUS und someday keine Altersgruppe, sondern vielmehr die Stil Welt, in der sich unsere Kundinnen bewegen. Unsere Kollektionen werden über unseren Online-Shop und bei weit mehr als 2.000 Handelspartnern europaweit vertrieben - sowohl online als auch offline. Unser Weg führt uns von zwei Modemarken zu einem wachsenden Netzwerk mit Expansionspotenzial. Mittlerweile sind wir mehr als ein modernes Modeunternehmen. Wir sind Marken-Schaffende, Logistik-Experten und digitaler Innovator. Für jede Herausforderung finden wir eine effiziente oder digitale Lösung. Und stolz können wir behaupten: Unsere Ideen werden überwiegend In-House umgesetzt. Das macht uns besonders. Gesamtwirtschaftliche LageDie Weltwirtschaft erholte sich im Berichtsjahr deutlich von der Krise. Trotz erneuter Pandemiewellen lag das globale Wachstum des realen BIP im Jahr 2021 bei 6,2 %, verglichen mit einer Jahreswachstumsrate 2020 von -3,1 %. Die konjunkturelle Belebung war vor allem darauf zurückzuführen, dass die Wirtschaft in den einzelnen Ländern wieder hochgefahren wurde, die Impfquoten weiter zunahmen und zeitnah Unterstützungsmaßnahmen ergriffen wurden. Zugleich bremsten Angebotsengpässe das Wachstum. Das reale BIP im Euroraum stieg im Jahr 2021 um 5,3 %, nachdem noch im Vorjahr mit 6,4 % der größte jemals beobachtete Rückgang verzeichnet worden war. Dabei war die Wachstumsdynamik weiterhin sehr stark vom Verlauf der Covid-19-Pandemie sowie von einer erhöhten, wenngleich abnehmenden wirtschaftlichen Unsicherheit geprägt. Im ersten Quartal 2021 wurde das Wachstum noch durch Lockdown-Maßnahmen und Reisebeschränkungen gebremst, die sich vor allem auf den Dienstleistungssektor negativ auswirkten. Die wirtschaftliche Erholung nahm ihren Anfang im Industriesektor. Dort waren allgemein hohe Wachstumsraten zu verzeichnen. Mit dem Wiederhochfahren der Volkswirtschaften und der Lockerung von Beschränkungen im Lauf des zweiten und dritten Quartals begann der Dienstleistungssektor an die Entwicklung in der Industrie anzuknüpfen. Damit war der Weg für einen breiter angelegten Aufschwung geebnet. Allerdings zog die weltweite Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte außergewöhnlich stark an und führte an mehreren Märkten zu einem Mismatch zwischen Angebot und Nachfrage. Die Folge war unter anderem ein abrupter Anstieg der Energiekosten, der - zusammen mit einer neuerlichen Verschlimmerung der Pandemielage - die Erholung bremste und für erhöhten Inflationsdruck sorgte. BranchenentwicklungDie Konjunkturzahlen des Jahres 2021 und die aktuellen Perspektiven stehen unter dem Eindruck der Krisenüberwindung. Das Jahr 2021 schließt mit einem Umsatzplus von +5,5 % gegenüber dem Corona-Jahr 2020 trotz einer Umsatzschwäche im Herbst. Bekleidung erzielt +3,0 % mehr Umsatz als im Vorjahr, bei Textil waren es +6,9 %. Angesichts der Umsatzverluste des Vorjahres ist Bekleidung (Vorjahresminus -19,0 %) allerdings noch nicht auf dem Umsatzniveau von der Zeit vor Corona angekommen, Textil (Vorjahresminus -6,7 %) liegt nur knapp unter den Umsätzen 2019. Die Umsatzentwicklung nach der Zielregion der Umsätze zeigt sehr klar, dass der Aufschwung vom Ausland und dort besonders vom Ausland außerhalb der EU getragen wurde. Das gilt im besonderen Maße für Bekleidung, wo der Inlandsumsatz und der Umsatz mit der EU auf dem Vorjahresniveau verharrt, der Umsatz mit dem übrigen Ausland jedoch um +17,8 % wuchs. Die Beschaffungspreise für Rohstoffe steigen im Jahr 2021 in beispiellosem Ausmaß und auf breiter Front an, und zwar mit steigenden Raten am aktuellen Rand. Es sind nicht nur viele wichtige Halbfertigprodukte wie Garne und Fasern betroffen, sondern insbesondere wichtige Grundstoffe wie Kunststoffe in Primärformen oder Farbstoffe. Hinzu kommen extrem gestiegene Kosten für Energie, Strom und Logistik. Die Umsätze des Bekleidungseinzelhandels können trotz des Einbruchs im Corona-Jahr 2020 nicht zulegen. Sie sinken um -4,9 %, obwohl der Onlinehandel mit einem Plus an Umsätzen von +23,2 % nochmals zulegen konnte. Die Umsatzsteigerungen reichten damit - wie schon im Vorjahr - nicht aus, um die Verluste durch die coronabedingten Ausfälle des stationären Einzelhandels auszugleichen. Kennzahlen der UnternehmenssteuerungDer wesentliche Leistungsindikator stellt in der Simplicity-Gruppe das EBITDA dar. ErtragslageUnser wesentlicher finanzieller Leistungsindikator, das EBITDA, beträgt 38.365 TEUR, der Konzernjahresüberschuss beläuft sich auf 25.676 TEUR. Der Beginn des Geschäftsjahres war weiterhin geprägt durch die Corona Pandemie. Geschlossener oder zugangsbeschränkter Einzelhandel haben sich negativ auf die Umsätze ausgewirkt. Diese Umsatzrückgänge, im Vergleich zum letzten regulären Geschäftsverlauf vor der Corona Pandemie, konnten nicht durch die Steigerungen des eigenen Online-Shops aufgefangen werden. Die Umsatzerlöse belaufen sich auf 195.071 TEUR, der Rohertrag (Umsatzerlöse plus sonstige betriebliche Erträge minus Materialaufwand) beträgt 96.980 TEUR. Die Simplicity-Gruppe investiert weiterhin in Ausbau der Marken mit allen damit verbundenen Maßnahmen. Die Personalaufwendungen betragen 17.302 TEUR. Die Mitarbeiteranzahl beträgt zum Konzernbilanzstichtag 319 Mitarbeiter. Vermögens- und FinanzlageDie Konzernbilanzsumme beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 186.384 TEUR. Die Aktivseite ist, neben den liquiden Mitteln, durch den Forderungsbestand sowie den Warenbestand zum Bilanzstichtag geprägt, welche sich beide durch eine hohe Umschlagshäufigkeit auszeichnen. Die Kapitalstruktur der Simplicity-Gruppe ist durch eine gute Eigenkapitalausstattung geprägt. Das Konzerneigenkapital beträgt zum Stichtag 156.988 TEUR. Hiervon resultieren insgesamt 22 Mio. EUR aus der Verrechnung von Unterschiedsbeträgen aus der Erstkonsolidierung der simplicity networks GmbH sowie aus Neubewertungen nach § 301 HGB. Die Eigenkapitalquote liegt bei 84,2 %. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht, da die Gruppe nach größtmöglicher Autonomie gegenüber den Kapitalmärkten strebt. Investitionen in den Bereichen Büroausstattung, IT, Ladeinfrastruktur und Fuhrpark wurden in Höhe von 719 TEUR vorgenommen. Die Vorräte betragen zum Bilanzstichtag 17.531 TEUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die Rechnungsabgrenzung summieren sich auf 59.210 TEUR. Die Zahlungsmittel beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 61.506 TEUR, das entspricht 33,0 % der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten betragen 12.303 TEUR. Die Vermögens- und Finanzlage stellt sich sehr positiv dar. Gesamtbeurteilung des GeschäftsverlaufsInsgesamt sind wir mit der Geschäftsentwicklung sehr zufrieden. Die kommunizierten Umsatz- und Ertragsziele wurden übertroffen bzw. erreicht. Der Mut und die Bereitschaft zu Veränderungen sowie der Wille zur immerwährenden Verbesserung sind in dem sich so rasch wandelnden Bekleidungsmarkt die wichtigsten Erfolgsfaktoren. In diesem Sinne blicken wir trotz anhaltend starkem Wettbewerbsdruck auf den relevanten Absatzmärkten weiterhin und einer weiterhin unsicheren Entwicklung der Pandemie optimistisch in die Zukunft. Chancen und Risiken der voraussichtlichen EntwicklungDie Einschätzung von Chancen und Risiken erfolgt im Rahmen der Planung prinzipiell für einen Zeitraum von einem Jahr. Die konjunkturelle Lage auf den Absatzmärkten beeinflusst die Wachstumsaussichten unserer Gruppe. Als Konsumgüterunternehmen können wir unmittelbar von positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und deren Auswirkung auf das Konsumentenvertrauen und das Kaufverhalten der Kunden profitieren. Regulatorische und gesetzgeberische Veränderungen können einen Einfluss auf die Absatzchancen und die Profitabilität haben. Die Senkung von Einfuhrzöllen oder Steuern kann beispielsweise die Wettbewerbsposition der Gruppe in Relation zum lokalen Wettbewerb verbessern. Um Risiken, Trends und Entwicklungen in der Modebranche und in den für uns relevanten Absatzmärkten frühzeitig identifizieren zu können, beobachten wir ständig den Markt. Die Erkenntnisse fließen in die Kollektionserstellung ein. Durch Vertriebsallianzen mit dem Einzelhandel und den damit verbundenen Erfahrungen am Point of Sale können Kollektionen noch gezielter auf die Nachfrage zugeschnitten werden. Mit zwölf Kollektionen im Jahr und einem sehr kurzen Zeitraum von der Kollektionserstellung bis zur Auslieferung der Ware reagiert die Simplicity-Gruppe schnell und flexibel auf Markttrends. Wir verfügen über einen sehr breit gestreuten Kundenstamm. Das führt zu einer sehr geringen Abhängigkeit von einzelnen Großkunden. Durch das straffe Debitorenmanagement werden sehr kurze Forderungslaufzeiten und geringe Forderungsausfälle erreicht. Personalrisiken ergeben sich im Wesentlichen bei der Personalbeschaffung, durch den Fachkräftemangel und Fluktuation. Wir legen großen Wert auf die Fortbildung und Qualifikation unserer Mitarbeiter. Externe wie interne Fortbildungen und interne Trainingsprogramme dienen dazu, diesem Anspruch gerecht zu werden. Investitionen in technische und IT-Unterstützung sorgen für die Sicherung und Weiterentwicklung der Prozesse. Auf die stetige Weiterentwicklung der IT-Systeme wird sehr großen Wert gelegt. IT-Sicherheits- und Systemausfallrisiken werden durch Backupsysteme und regelmäßige Wartungen weitgehend ausgeschlossen. Einen Bestandteil des Risikomanagements bildet der Versicherungsbereich. Durch entsprechend hohe Deckungssummen für die Bereiche Haftpflicht, Feuerbetriebsunterbrechung, Gebäude etc. werden die Risiken abgesichert. Mit dem Versicherer findet im jährlichen Rhythmus eine Überprüfung der bestehenden Risiken und Deckungssummen statt. Um das Risiko der qualitativen und zeitgerechten Warenbeschaffung weiterhin gering zu halten, setzen die Unternehmen der Simplicity-Gruppe auf eine dezentrale Lieferantenstruktur und mehrere, voneinander unabhängige Beschaffungsmärkte. Produktionsausfälle sind möglich, würden sich jedoch auf einzelne Modelle beschränken und könnten mit gewissem zeitlichen Verzug an andere Produktionsstandorte verlagert und nachproduziert werden. Um das Lagerrisiko möglichst gering zu halten, werden alle Bestände permanent überwacht und zeitnah verwertet. Als international operierende Gruppe unterliegen wir Wechselkursrisiken. Wechselkursrisiken, die durch den Einkauf in außereuropäischen Ländern entstehen, werden durch Kurssicherungsinstrumente abgesichert. Das Wechselkursrisiko wird dadurch weitgehend neutralisiert. Kurssicherungsinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung möglicher Risiken aus bestehenden oder geplanten Grundgeschäften und nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt und nur mit Banken bester Bonität abgeschlossen. Wechselkursentwicklungen können das Ergebnis der Gruppe potenziell beeinflussen. Wir analysieren das Marktumfeld kontinuierlich, um diesbezügliche Chancen zu identifizieren und wahrzunehmen. Der rasante technologische Fortschritt der letzten Jahre, insbesondere die sprunghaft gestiegene Bedeutung des Internets, hat die Einkaufs- und Lebensgewohnheiten der Konsumenten stark verändert. Die Simplicity-Gruppe begreift diese Veränderungen als Chance. Mit dem Ausbau und der kontinuierlichen Verbesserung des Online-Shops entsprechen wir den Ansprüchen der Konsumenten in Bezug auf Produktpräsentation, Produktauswahl und Service, Gleichzeitig nutzt die Simplicity-Gruppe digitale Medien, um die Wahrnehmung seiner Marken zu verstärken und sie emotional aufzuladen. Insgesamt sehen wir uns für die Zukunft gut aufgestellt. Risiken auf der Absatzseite haben wir durch unsere Präsenz am Point of Sale stets im Blick, nicht zuletzt gestützt durch breit aufgestellte Partnerschaften mit dem Einzelhandel. Zudem bietet uns die hohe Kollektionsfrequenz die Chance, auch kurzfristig auf Trends zu reagieren. Wir sind in der Lage, durch die Warenqualität und das Design zwei für unsere Kunden wichtige Produktmerkmale zu bieten. Dadurch definieren wir uns im Wettbewerb nicht ausschließlich über den Preis. Auf der Beschaffungsseite sehen wir durch unsere vergleichsweise niedrigen Lagerbestände und die vorausschauende Einkaufsstrategie eher geringe Risiken. Eine besondere Herausforderung stellt der im Februar 2022 ausgebrochene Krieg in der Ukraine dar. Infolge der kriegerischen Handlungen haben sich Energie und Rohstoffe deutlich verteuert. Die Inflation ist kräftig gestiegen, die wirtschaftliche Lage in Deutschland insgesamt angespannt. Prognose und AusblickNach einem kräftigen Jahresauftakt kühlt sich die deutsche Wirtschaft seit dem Sommer ab. Die hohen Inflationsraten lassen die realen Einkommen der privaten Haushalte sowie deren Ersparnisse dahinschmelzen und reduzieren ihre Kaufkraft. Während die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2022 noch stagnieren dürfte, wird sie in den beiden Quartalen des Winterhalbjahres voraussichtlich um 0,2 bzw. 0,4% schrumpfen. Damit wird das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr noch um 1,6% zulegen und dann im kommenden Jahr um 0,3% schrumpfen. Die Inflationsrate wird in diesem Jahr bei durchschnittlich 8,1% liegen und im kommenden Jahr auf 9,3% steigen. Es ist nicht auszuschließen, dass die bereits zu beobachtende Konsumzurückhaltung in den nächsten Monaten anhalten oder sogar zunehmen wird. Die Inflation wird ihren Höhepunkt voraussichtlich im ersten Quartal 2023 mit etwa 11% erreichen. Im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Sommer 2022 wurden damit insbesondere für das kommende Jahr die Wachstumsprognose deutlich um 4,0 Prozentpunkte herabgesetzt und die Inflationsprognose kräftig um 6,0 Prozentpunkte angehoben. Im Jahr 2024 wird sich die Konjunktur allmählich wieder normalisieren. Die Wirtschaftsleistung dürfte mit 1,8% zulegen und die Inflationsrate auf 2,4% sinken. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen geht Simplicity davon aus, dass der Konzernumsatz im Jahr 2022 deutlich steigen wird. Steigende Verbraucherpreise und der überproportionale Anstieg der Energiekosten haben möglicherweise eine Stagnation des Umsatzes im Schlussquartal 2022 zur Folge. Das EBITDA war 2021 durch Sondereffekte wie die Auflösungen von Rückstellungen und die Gewährung von Überbrückungshilfe positiv beeinflusst. Trotz steigender Rohstoff-, Transport- und Energiekosten erwarten wir ein EBITDA 2022 auf dem Niveau des Vorjahres, allerdings bereinigt um die 2021 aufgetretenen Sondereffekte.
Herzebrock-Clarholz, 24.10.2022 Stefan Leewe Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2021Allgemeine Angaben und rechtliche GrundlagenDer Konzernabschluss der Simplicity INVEST GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt und entspricht dem Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen. Die Gesellschaft ist nach § 290 HGB verpflichtet einen Konzernabschluss aufzustellen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Herzebrock-Clarholz und ist unter der Nummer HRB 9926 beim Amtsgericht Gütersloh eingetragen. Angaben zur Bilanzierung und BewertungKonsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze Konsolidierungskreis In den konsolidierten Abschluss zum 31. Dezember 2021 werden neben der Simplicity INVEST GmbH folgende im Konsolidierungskreis stehende Gesellschaften einbezogen. Die bis einschließlich 31.12.2020 enthaltene Monda GmbH ist zum 01.01.2021 mit der simplicity networks GmbH verschmolzen.
Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung war der 01.09.2016. Da die Anteile der simplicity networks GmbH durch Abspaltung zu Buchwerten in die Simplicity Invest GmbH eingebracht wurden, resultierte aus der Erstkonsolidierung ein technischer passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von € 43,9 Mio., der durch thesaurierte Gewinne der simplicity networks GmbH aus Vorjahren begründet ist. Der passivische Unterschiedsbetrag wird daher dem Eigenkapital zugeordnet und im Gewinnvortrag ausgewiesen. Die simplicity networks GmbH, Oelde, die Opus GmbH, Oelde, und die someday GmbH, Oelde, haben von den Erleichterungsmöglichkeiten gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung nach § 303 HGB aufgerechnet. Konzerninterne Umsatzerlöse und andere konzerninterne Erträge sind mit den entsprechenden Aufwendungen im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung gemäß § 304 HGB verrechnet worden. Eine Eliminierung von Zwischenergebnissen aus gruppeninternen Lieferungen wurde nicht vorgenommen, da es sich um unwesentliche Beträge im Sinne von § 304 Abs. 2 HGB handelte. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen in der Regel über drei Jahre vermindert. Im Rahmen der Neubewertung nach § 301 Abs. 1 HGB wurden immaterielle Vermögensgegenstände zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung zu Zeitwerten bewertet; diese werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen zwei und elf Jahren der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,-- wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. aufgrund erforderlicher Bewertungsabschläge mit einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Anschaffungsnebenkosten wurden berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nominalwert bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die liquiden Mittel sind mit ihren Nominalwerten bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit de nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Sofern sie zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr hatten, wurden sie mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungAnlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den separat dargestellten Anlagespiegel verwiesen (Anlage zum Anhang). Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen im Personalbereich (1.221 TEUR), Rücknahmeverpflichtungen onlineshop (1.183 TEUR), Abschluss- und Prüfungskosten (143 TEUR) und Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (147 TEUR). Aus der Auflösung von Rückstellungen entstanden periodenfremde Erträge von 4.147 TEUR. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 16.090 TEUR sonstige finanzielle Verpflichtungen, die im Einzelnen Verbindlichkeiten aus Miet- und Pachtverträgen 5.207 TEUR (davon 1.671 TEUR mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr) und übrige Verbindlichkeiten in Höhe von 10.882 TEUR (davon 10.410 TEUR mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr) betreffen. Angaben zu latenten Steuern Die Abgrenzung latenter Steuern nach § 274 HGB beruht auf nicht dauerhaften Bilanzierungs- und Bewertungsdifferenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen. Derartige Unterschiede ergeben sich in den Einzelabschlüssen im Anlagevermögen und bei den Rückstellungen. Da sich bei Gesamtdifferenzbetrachtung ein Aktivüberhang latenter Steuern in den Einzelabschlüssen ergibt, wird diese unter Inanspruchnahme von § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht gebildet. Passive latente Steuern wurden auf Bewertungsunterschiede aus der Neubewertung nach § 301 HGB im Rahmen der Erstkonsolidierung unter Berücksichtigung von Abschreibungen und eines Steuersatzes von 30,25 % gebildet. Die passiven latenten Steuern betragen am Jahresende 6.164 TEUR und reduzierten sich im Geschäftsjahr um 632 TEUR. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden ausschließlich mit dem Vertrieb von Textilien erzielt. Geographisch entfallen für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 146.064 TEUR auf das Inland und 49.006 TEUR auf das Ausland. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge von TEUR 4.586 aus der Gewährung von Überbrückungshilfe enthalten. Sonstige PflichtangabenNamen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Stefan Leewe, Geschäftsführer der simplicity networks GmbH, geführt. Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Durchschnittliche Zahl der im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 beschäftigten Arbeitnehmer Die Zahl der durchschnittlich in diesem Zeitraum beschäftigen Arbeitnehmer beträgt 311. Davon entfallen auf die Lohnempfänger 47 und auf die Gehaltsempfänger 264 Personen. Abschlussprüferhonorar Das Abschlussprüferhonorar 2021 für die einbezogenen Unternehmen betrug für Abschlussprüfungsleistungen 74 TEUR und 52 TEUR für Steuerberatungsleistungen, die von einem mit dem Abschlussprüfer verbundenen Unternehmen erbracht wurden. Ergebnisverwendung Es wird vorgeschlagen, das Ergebnis der Muttergesellschaft auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Die Auswirkungen des seit Februar 2022 andauernden Kriegs in der Ukraine haben zu höheren im Energie- und Rohstoffpreisen geführt. Die Inflation ist deutlich gestiegen, die wirtschaftliche Lage in Deutschland angespannt. Es ist nicht auszuschließen, dass die bereits zu beobachtende Konsumzurückhaltung in den nächsten Monaten anhalten oder sogar zunehmen wird. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind und weder in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz berücksichtigt wurden, haben sich nicht ereignet.
Herzebrock-Clarholz, 24. Oktober 2022 Stefan Leewe Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Der Finanzmittelfonds entspricht dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinsitituten Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Die Gewinnrücklagen sowie der Konzern-Bilanzgewinn stehen am Stichtag zur Ausschüttung zur Verfügung. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Simplicity Invest GmbH, Herzebrock-Clarholz Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Simplicity Invest GmbH, Herzebrock-Clarholz, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Simplicity Invest GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 3. November 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Peter Krupp, Wirtschaftsprüfer ppa. Thomas Godt, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde noch nicht gebilligt. |
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