Activities of holding companies
Pulsion Medical Systems SE
Einsteinring 30, 85609 Aschheim, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Clemens Augustinus Maria Tassilo Graf von Brühl since 7/4/2022 | Procura |
Stephan Andreas Haft since 8/16/2016 | Managing Director |
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Pulsion Medical Systems SEFeldkirchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Das Geschäftsjahr im ÜberblickDer Schwerpunkt der PULSION liegt als ein Tochterunternehmen des GETINGE Konzerns im Bereich Critical Care auf der Forschung, Entwicklung und Zulassung von Produkten im Bereich des hämodynamischen Monitoring sowie der Vertriebsunterstützung der GETINGE Vertriebsgesellschaften. Der Umsatz der PULSION betrug im Geschäftsjahr 2023 EUR 35,8 Mio. gegenüber EUR 29,7 Mio. im Vorjahr. Aufgrund höherer Herstellungskosten sank die Bruttomarge gegenüber dem Vorjahr von 51,5 % im Vorjahr auf 34,6 % im Geschäftsjahr. Im Berichtszeitraum verringerte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vergleich zum EBIT des Vorjahres um EUR 2,7 Mio. (-36 %) von EUR 7,4 Mio. auf EUR 4,7 Mio. Die EBIT-Marge verschlechterte sich von 24,9 % im Vorjahr auf 13,3 %. Diese Verschlechterung ist auf Sondereffekte aus der Einstellung des neuen nicht-invasiven Systems zum hämodynamischen Monitoring (NICCI) zurückzuführen. Der Umsatz erhöhte sich zum Vorjahr aufgrund hoher Nachfrage nach Monitoren und Disposables für hämodynamisches Monitoring in Asien insbesondere in China und Taiwan. Die Herstellkosten beinhalten einen gesamten Wertberichtigungsbedarf aufgrund der NICCI Einstellung von EUR 9,0 Mio. GesamtaussageDie Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 ist aufgrund der Einstellung des NICCI-Systems negativ verlaufen. Ohne diesen negativen Sondereffekt hat sich das operative Geschäft aufgrund der hohen Nachfrage in asiatischen Raum sehr positiv entwickelt. 2. Grundlagen des Unternehmens2.1. Geschäftsfelder und Organisation2.1.1. StrukturPULSION Medical Systems SE hat seinen Geschäftssitz in Feldkirchen bei München. Von diesem Standort aus wurden die zentralen Unternehmensbereiche im Geschäftsjahr 2023 gesteuert. Die PULSION war in 2023 im Bereich Hämodynamisches Monitoring (Critical Care), d.h. die Entwicklung, die Herstellung und dem mittelbaren Vertrieb von Überwachungs-, Diagnose- und Therapiesteuerungssystemen zur Erfassung physiologischer Parameter von in Krankenhäusern betreuten, Schwerkranken und Intensivpflegepatienten tätig. Die PULSION ist durch Übernahme Anfang des Jahres 2014 Teil der GETINGE Unternehmensgruppe (Sitz der Konzernleitung: Göteborg, Schweden) geworden. Im Verlauf des Jahres 2015 wurden sämtliche Vertriebstätigkeiten durch die Vertriebsgesellschaften der GETINGE Unternehmensgruppe übernommen. 2.1.2. GeschäftsmodellDas Geschäftsmodell: wiederkehrende UmsätzeDas Geschäftsmodell der PULSION als Teil der GETINGE Unternehmensgruppe ist im Geschäftsbereich Critical Care auf die Erzielung von wiederkehrenden Umsätzen mit Verbrauchsartikeln ausgerichtet. Dies ist ein integraler Bestandteil des nachhaltigen Umsatzwachstums, da der Umsatz zu einem wesentlichen Teil nicht vom Neukundengeschäft abhängig ist, sondern aus der Anwendung, d.h. dem Verbrauch von benötigten Einwegartikeln für die im Markt durch Verkauf oder Vermietung platzierten hämodynamischen Monitoringsysteme erzielt wird. Die Verbrauchsartikel wie Monitoring-Katheter, Messsonden und Sensoren sind ausschließlich über die GETINGE Vertriebsgesellschaften zu erwerben. Das Vertriebsziel ist deshalb darauf ausgelegt eine hohe Anwendung von PULSION Monitoring Geräten im Markt durch Nutzung unterschiedlicher Vertriebskanäle zu erreichen. Neben der eigenen Vermarktung von Monitoringsystemen - wobei hierunter die Vermarktung über die GETINGE Unternehmensgruppe verstanden wird - arbeitet PULSION auch mit großen Medizintechnikanbietern auf dem Gebiet der Monitoring-Hardware zusammen. Auch wenn in solchen Fällen die Geräteausstattung von Drittanbietern stammt, verbleibt das Geschäft mit Verbrauchsmaterialien in der Verantwortung von PULSION. 2.1.3. GeschäftsbereicheDie PULSION ist ausschließlich im Geschäftsbereich Critical Care tätig, wobei sie Medizinprodukte für Diagnostik und Überwachung von Patienten im kritischen Gesundheitszustand entwickelt und produziert. Die Lösungen werden schwerpunktmäßig auf der Intensivstation und mit der ProAQT ® -Katheter-Technologie in Verbindung mit der PulsioFlex ® -Plattform auch im Operationssaal eingesetzt. Den Ärzten bieten sie umfangreiche Informationen über den aktuellen Zustand des Herz-Kreislauf-Systems - verantwortlich für die ausreichende Versorgung der Organe mit Sauerstoff - sowie über weitere wichtige Organsysteme. ProduktübersichtPULSION bietet derzeit zwei Monitoring-Plattformen an:
Diesen beiden Plattformen sind Katheter und Sonden zugeordnet, mit denen bestimmte Parameter in bestimmten Genauigkeitsgraden gemessen werden können. Die wichtigsten sind
Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick über diese Produkte bzw. Technologien. Monitoring PlattformenMit der PiCCO 2 ® -Plattform verfügt PULSION über ein System, das in der Intensivmedizin bei der Behandlung schwerstkranker Patienten breite Anwendung findet. Die in 2012 eingeführte PulsioFlex ® -Plattform erweitert die Zielmärkte von PULSION durch das Angebot einer Technologie im Bereich der perioperativen Medizin, d.h. außerhalb der Intensivmedizin signifikant. Katheter und SondenDer PiCCO ® -Katheter dient zur Überwachung des Herz-Kreislauf-Systems schwer kranker Intensivpatienten und steuert die Therapie. Er ist kalibrierbar und damit gut geeignet für die längerfristige Überwachung von Patientenzuständen. Einsatzbereich ist damit vor allem die Intensivstation. Die ProAQT ® -Sensoren sind eine vereinfachte Version der PiCCO ® -Technologie und kommen in der Medizin bei Risikopatienten und Risikoeingriffen zum Einsatz - d.h. vor allem im Operationssaal. Die Technologie ist minimalinvasiv und kann auch durch Pflegepersonal an einem Standard-Radialis-Katheter installiert werden. Die CeVOX ® -Technologie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Sauerstoffbalance von Patienten (Verhältnis von Sauerstoffangebot und -nachfrage). Eine mangelhafte Sauerstoffversorgung, die erhebliche Folgekomplikationen nach sich ziehen kann, lässt sich dadurch frühzeitig erkennen. Die LiMON ® -Technologie kommt bei der Beurteilung und Überwachung der Leberfunktion zum Einsatz. In der Intensivmedizin wird dieses Produkt sowohl zur Früherkennung von Komplikationen als auch für die Verlaufskontrolle einer Leberfunktionsstörung oder eines Leberversagens eingesetzt. Zahlreiche Indikationen gibt es für LiMON ® in der Leberchirurgie. Dazu gehören die Überwachung des Zustands eines Transplantats nach Transplantation sowie die Bestimmung der Funktion vor einer Leberresektion. 2.1.4. Leitung und KontrolleDer Verwaltungsrat leitet die Gesellschaft, bestimmt die Grundlinien ihrer Tätigkeit und überwacht deren Umsetzung. Die operative Leitung der PULSION erfolgt durch den geschäftsführenden Direktor, der die Unternehmensstrategie entwickelt und mit dem Verwaltungsrat abstimmt. Die PULSION ist funktional organisiert und verfügt über Bereichsleiter für die Bereiche Produkt Management, klinische Studien, Entwicklung, den kaufmännischen Bereich, Human Ressources, Operations & Logistik sowie Quality & Regulatory Affairs. Durch die Integration der PULSION in den GETINGE Konzern ergeben sich andere Schwerpunkte in der Unternehmensführung. PULSION verantwortet als Center of Competence for Advanced Monitoring schwerpunktmäßig die Weiterentwicklung neuer und bestehender Produkte. Um die Zielerreichung des Unternehmens sicherzustellen, wurde die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr anhand festgelegter finanzieller Steuerungsgrößen überwacht. Die Führung, Steuerung und Kontrolle erfolgt bei der Gesellschaft durch die nachfolgenden finanziellen Leistungsindikatoren:
Aufgrund der im Jahr 2015 abgeschlossenen Vertriebsintegration ist die Verantwortung für die Umsatzerlöse vollständig auf die Vertriebseinheiten des GETINGE Konzern übergegangen. Die klassischen Leistungsindikatoren (Umsatz von Disposables und EBIT) können von der PULSION nicht mehr in ausreichendem Maße beeinflusst werden, womit eine Steuerung über diese Kennzahlen obsolet wurde. Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden regelmäßig der Abschluss von langfristigen (Entwicklungs-)Projekten, die erfolgreiche weltweite Marktzulassung von Produkten bzw. deren Vorbereitung, sowie vergleichbare Meilensteine herangezogen. 2.1.5. Forschung und EntwicklungAls Center of Competence for Advanced Monitoring fokussiert sich PULSION auf die Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Zur Steuerung und Überwachung verwendet die Gesellschaft neben Projektsteckbriefen der einzelnen Entwicklungsprojekte Plan-Ist-Analysen zum genehmigten Zeit- und Kostenbudget. Im Geschäftsjahr wurden insgesamt Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von EUR 6,0 Mio. getätigt, wovon im Geschäftsjahr EUR 4,2 Mio. aktiviert wurden. Im Rahmen ihrer Entwicklungstätigkeiten nimmt PULSION neben Eigenleistungen auch Leistungen Dritter in Anspruch. 3. Wirtschaftsbericht3.1. Überblick über den Geschäftsverlauf im Berichtszeitraum3.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 1Nach einem kräftigen Jahresauftakt hat die Weltwirtschaft im Sommer 2023 an Schwung verloren. Diese Abschwächung läßt sich auf die nachlassende Erholung nach der Coronavirus-Pandemie, den russischen Krieg gegen die Ukraine, hohe Inflationsraten, sowie die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückführen. Die deutsche Wirtschaft hat sich im europäischen Vergleich besonders stark abgekühlt. So haben die privaten Haushalte und der Staat ihre Konsumausgaben reduziert. Die Industrie und die Bauwirtschaft zehren zwar noch von einem erhöhten Bestand an Aufträgen, allerdings gehen diese und auch die Neuaufträge deutlich zurück. Hinzu kommen Engpässe aufgrund fehlender Arbeitskräfte. Erwartet wird, dass sich die deutsche Volkswirtschaft erst im Verlauf des Jahres 2024 allmählich wieder erholt. In Europa hingegen stagnierte die Konjunktur bei schwacher Tendenz. Insbesondere die Industriebranche litt unter den höheren Zinsen, der schwachen globalen Nachfrage und der durch die Euro-Aufwertung verschlechterten preislichen Wettbewerbsfähigkeit. Infolgedessen nahm auch die Zahl der Unternehmensinsolvenzen 2023 zu. In der Bauwirtschaft haben die deutlich verschlechterten Finanzierungsbedingungen und die stark gestiegenen Baukosten die Nachfrage nach Bauleistungen merklich gedämpft. Auch der private Verbrauch war einer der Schwachpunkte der Konjunktur. Während die Wirtschaftsleistung 2023 in Deutschland, Ungarn, der Tschechischen Republik und Österreich zurückging, konnten die übrigen Kernländer Griechenland, Rumänien, Polen, Kroatien und die Slowakei ein positives Wirtschaftswachstum verzeichnen. Die Konjunktur in den USA zeigt sich in 2023 weiterhin stark. Die USA weisen ein robustes Wachstum auf, getrieben durch die privaten Konsumausgaben und zuletzt auch die Unternehmensinvestitionen. Wachstumstreiber waren die gewerblichen Bauinvestitionen, insbesondere in der US-Halbleiterindustrie. Dämpfend auf den privaten Konsum wirken sich die gestiegenen Zinsen aus. In China hingegen blieb das Wachstum trotz der Abkehr von der Null-Covid-Politik im vergangenen Winter hinter den Erwartungen zurück. Die chinesische Regierung stützt seit dem Sommer 2023 die Wirtschaft mit umfangreichen fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen insbesondere zu Stützung des Immobiliensektors. Die Konjunktur in den anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften und in den Schwellenländern ist zwar heterogen, aber insgesamt ebenfalls gedämpft. Die nachlassende Inflationsdynamik und rückläufige Preise auf den globalen Energiemärkten könnten im kommenden Jahr zu einer moderaten konjunkturellen Erholung führen. Fortschritte bei der digitalen Transformation und die jüngsten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz könnten mittelfristig das Produktivitätswachstum wieder ankurbeln. 3.1.2. Branchenspezifische Entwicklungen 2Geschäftsbereich Critical CareDer Markt im Geschäftsbereich Critical Care, des Advanced Hemodynamic Monitoring, unterteilt sich in (hoch)invasive, minimalinvasive und nicht-invasive hämodynamische Monitoringsysteme. Unterschiedliche Marksegmente zeigen diesbezüglich jedoch untereinander signifikante Differenzen. Der invasive Markt sinkt insbesondere aufgrund der verbesserten Messergebnisse minimal- bzw. nicht-invasiven Systeme sowie dem Bedarf nach einfachen, schnellen Lösungen zur Anzeige der Vitalitätswerte des Patienten. Der Markt der minimal- und nicht-invasiven Systeme verdrängt zum einen mehr und mehr die invasiven Systeme und findet aufgrund neuer Indikationen und technischer Entwicklungen immer weitere Anwendungsgebiete. Dieser Trend hat sich auch im Geschäftsjahr fortgesetzt. Der Bedarf an zuverlässigen nicht-invasiven Monitoring Produkten ist hoch, da sie einen großen Einfluss auf die Aufenthaltsdauer der Patienten im Krankenhaus, Sterblichkeit und Kosten im Gesundheitssystem haben. 3.1.3. Wettbewerbssituation 3Die Wettbewerbssituation hat sich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Neben Edwards Lifesciences als größtem Wettbewerber trifft PULSION im Markt vor allem auf die kleineren Konkurrenten LiDCO und Deltex Medical in Europa sowie ICU Medical und Cheetah Medical in den USA.
2 iData Research: Global Market Report Suite for
Patient Monitoring Equipment, January 2022
3 iData Research: Global Market Report Suite for
Patient Monitoring Equipment, January 2022
3.2. Prognose IST-VergleichDie im Vorjahr von dem geschäftsführenden Direktorium gemachten Prognosen werden nachfolgend mit den Ergebnissen des Geschäftsjahres verglichen und Abweichungen hierzu erläutert. Einhaltung des Budgets für Forschung und Entwicklung vor Aktivierung in Höhe von EUR 6,7 Mio.Das prognostiziere Budget von EUR 6,7 Mio. für Forschung und Entwicklung vor Aktivierung konnte wurde im Geschäftsjahr unterschritten. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen vor Aktivierung beliefen sich auf EUR 6,0 Mio. und waren damit um EUR 0,7 Mio. niedriger als budgetiert, was auf geringere Aufwendungen für die Produktpflege der NICCI Technologie, zeitliche Verzögerungen bei einem Organisationsprojekt und Fokussierung der Ressourcen auf die Entwicklung der neuen Monitorplattform zurückzuführen ist. Einhaltung des OPEX-Budgets vor Aktivierung, welches sich als Summe der Vertriebs-, Verwaltungs- und Forschungs- und Entwicklungskosten vor Aktivierung definiert, in Höhe von EUR 12,6 Mio.Das Budget 2023 für die OPEX-Kosten vor Aktivierung von Entwicklungskosten in Höhe von EUR 12,6 Mio. wurde in Höhe von EUR 1,6 Mio. unterschritten. Kostenunterschreitungen ergaben sich in allen Bereichen. Im Bereich Marketing & Sales wurden Marketing und Advertising Kosten aufgrund der Verschiebung der Einführung der neuen Monitorplattform PULSIOCARE nicht wie geplant durchgeführt. Darüber hinaus ist die Budgetunterschreitung auf geringere externe Kosten und geringere Projektkosten für Forschung und Entwicklung zurückzuführen. Marktzulassung und Verkaufsstart der neuen Monitoring Plattform PULSIOCARE.Mangelnde Verfügbarkeit von Vorprodukten, unvorhergesehene neue regulatorische Anforderungen und geänderte Anforderungen an die Konnektivität der Plattform haben dazu geführt, dass Marktzulassung und Verkaufsstart nicht wie geplant Ende 2023 umgesetzt werden konnten. 3.3. ErtragslageUmsatzentwicklungDie Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 stiegen auf EUR 35,8 Mio. (2022: EUR 29,7 Mio.). Der Anteil der Einmalartikel blieb mit 74,9 % etwas unter dem Vorjahr (2022: 78,3 %) und stellt weiterhin den umsatzstärksten Bereich des Unternehmens dar. Die Umsätze mit Monitoren stiegen bei einem Anteil von 21,5 % im Vergleich zum Vorjahresniveau (2022: 19,1%). Der Umsatzanstieg ist in allen Bereichen zu verzeichnen. UmsatzanalyseDer Umsatzanstieg bei den Monitoren fiel mit +35,9 % (Vorjahr +5,7 %) etwas stärker aus als bei den Verbrauchsartikeln mit +15,5 % (Vorjahr +4,8 %). In beiden Produktsegmenten ist der Umsatzanstieg auf eine hohe Nachfrage im asiatischen Markt zurückzuführen. Der Anstieg im Bereich Sonstige ist auf die Erbringung von Leistungen für Forschung und Entwicklung für eine Schwestergesellschaft zurückzuführen. Umsatz nach Bereichen
Die Herstellungskosten liegen mit EUR 23,4 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (2022: EUR 14,4 Mio.). Die Materialeinsatzquote hat sich dadurch bei höherem Umsatz von 48,5 % im Vorjahr auf 65,4% verschlechtert. Die Herstellkosten erhöhten sich aufgrund von Einmaleffekten aus der Einstellung des nichtinvasiven Systems NICCI. Die Einmaleffekte beinhalten Abschreibungen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände von EUR 7,3 Mio., Abschreibungen auf Sachanlagevermögen von EUR 1,0 Mio. sowie Abschreibungen auf Umlaufvermögen von EUR 0,8 Mio. Die Bruttomarge hat sich dadurch entsprechend im Jahr 2023 von 51,5 % auf 34,6 % verringert. Die bereinigte Bruttomarge ohne Berücksichtigung der NICCI Einmaleffekte beträgt 59,8 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit EUR 0,4 Mio. über dem Wert des Vorjahres EUR 0,2 Mio. Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf EUR 0,4 Mio. und resultieren aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem Vorjahr. Die Vertriebs- und Marketingkosten lagen mit EUR 1,4 Mio. und einer Erhöhung von 24,5% deutlich über dem Niveau des Vorjahres (EUR 1,1 Mio.). Der Anteil der Vertriebskosten am Umsatz erhöhte sich geringfügig um 0,1 % Punkte von 3,7 % im Vorjahr auf 3,8 % in 2023. Die Forschungs- und Entwicklungskosten liegen im Jahr 2023 bei EUR 1,8 Mio. und damit unter dem Vorjahreswert (EUR 2,5 Mio.). Die Entwicklungsausgaben leiten sich wie folgt über: Forschungs- & Entwicklungskosten
Die aktivierten Entwicklungsaufwendungen betragen TEUR 4.221 abzüglich TEUR 101 aus Abgängen durch NICCI. Basierend auf den F&E-Kosten vor Aktivierungen lag die F&E-Quote 2023 mit 16,7 % unter dem Vorjahresniveau von 18,6 %. Dieser Veränderung betrifft die Aufwendungen für die Entwicklung der Nachfolge der PulsioFlex Plattform. Die Allgemeinen Verwaltungskosten lagen mit EUR 4,9 Mio. über dem Niveau des Vergleichszeitraums 2022 (EUR 4,4 Mio.). Die Kostenquote konnte deutlich gesenkt werden von 15,0 % im Vorjahr auf 13,5 %. Absolut stiegen die Kosten insbesondere für erhöhte Aufwendungen für Rückbauverpflichtungen zur angemieteten Fläche im Lager. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag blieben mit EUR 0,0 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres (2022: EUR 0,2 Mio.). Grund hierfür sind die Erstattungen für das Jahr 2022 und niedrigere gegenüber der Vorauszahlung erwartete Steuern in 2023. Vor dem Hintergrund der vorstehend genannten Entwicklungen verringerte sich das Betriebsergebnis (EBIT) von EUR 7,4 Mio. auf EUR 4,7 Mio. In Folge, der gegenüber dem Vorjahr deutlich reduzierten immateriellen Vermögensgegenstände, hat sich auch die diesbezügliche Abführungssperre vermindert. Dementsprechend konnte sowohl der Gewinnvortrag als auch das Ergebnis nach Steuern an die Mutter abgeführt werden. In Summe werden EUR 8,0 Mio. (2022: EUR 6,2 Mio.) abgeführt. Ohne die Einmaleffekte aus der Einstellung des nichtinvasiven Systems NICCI hätte sich ein Ergebnis nach Steuern von EUR 14,0 Mio. ergeben GesamtaussageInsgesamt hat sich die Ertragslage zum Vorjahr verschlechtert. Dies resultiert aus den Einmaleffekten aus der Einstellung des nichtinvasiven Systems NICCI. Ohne Berücksichtigung der Einmaleffekte hat sich die Ertragslage zum Vorjahr deutlich verbessert. 3.4. VermögenslageAnlagevermögenAuf der Aktivseite verringerte sich im Geschäftsjahr 2023 das Anlagevermögen mit EUR 12,2 Mio. gegenüber dem Niveau des Vorjahres (2022: EUR 17,7 Mio.) um EUR 5,5 Mio. Die Veränderung beruht auf den Sonderabschreibungen, die sich aus der Einstellung des Nicht-invasiven Systems ergeben. Gleichzeitig ergibt sich ein Anstieg bei Zugängen der immateriellen Vermögensgegenständen aus aktivierten Entwicklungsleitungen für die neue Monitor Genration PULSIOCARE. UmlaufvermögenDie Vorräte lagen mit EUR 5,1 Mio. zum 31. Dezember 2023 unter dem Wert zum 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 6,0 Mio. Grund hierfür ist der Verbrauch von Monitoren der PulsioFLEX Plattform die aufgrund der drohenden Unverfügbarkeit elektronischer Vorprodukte im Vorjahr bevorratet wurden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verbleiben aufgrund des hauptsächlichen Verkaufs an Konzerngesellschaften auf einem niedrigen Niveau. Der starke Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 6,1 Mio. auf EUR 15,6 Mio. resultiert insbesondere aus dem Anstieg der Cashpool Forderungen gegen eine GETINGE Gesellschaft von EUR 9,3 Mio. (2022) auf EUR 13,3 Mio. (2023). Der Anstieg der Cashpool Forderung ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung der operativen Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Verbindlichkeiten und RückstellungenAuf der Passivseite erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen von EUR 1,9 Mio. im Vorjahr auf EUR 2,1 Mio. Darin enthaltenen sind personalbezogene Rückstellungen für Umstrukturierungen im Supplychain Bereich und der Anstieg der Verpflichtungen für den Rückbau der angemieteten Lagerfläche. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich mit insgesamt EUR 10,9 Mio. zum Jahresende 2023 gegenüber dem Niveau von 2022 mit EUR 8,4 Mio. Hierin enthalten sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus der seit 1. Januar 2015 bestehenden Gewinnabführungsverpflichtung gegenüber der MAQUET Medical Systems AG, die sich zum Stichtag auf EUR 8,0 Mio. (Vorjahr: EUR 6,2 Mio.) beläuft. Des Weiteren bestanden zum Stichtag EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0,5 Mio.) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen, welche sich im Wesentlichen aus den Business Support und Management Service Verrechnungen zum Jahresende zusammensetzen. 3.5. Finanzlage3.5.1. Grundsätze und Ziele des FinanzmanagementZentrales Ziel des Finanzmanagements der PULSION ist es, die Liquidität zu sichern und finanzielle Risiken zu vermeiden. Durch einen mit dem GETINGE Konzern abgeschlossenen Cashpool-Vertrag ist die Deckung der Liquiditätsbedarfe der Gesellschaft fortlaufend gesichert. Fremdvergleichsübliche Verrechnungspreise im Konzernverbund stellen im Allgemeinen sicher, dass die PULSION einen positiven Finanzmittelzugang aus der laufenden Geschäftstätigkeit generiert. Mangels Fremdfinanzierung des Unternehmens besteht derzeit keine Notwendigkeit zur Absicherung von etwaigen Zinsrisiken. Fremdwährungsrisiken werden durch das Unternehmen aufgrund der zeitnahen Zahlung zum Grundgeschäft ebenfalls nicht abgesichert. 3.5.2. Netto-FinanzsaldoPer 31. Dezember 2023, wie auch im Vorjahr, lagen die liquiden Mittel bei EUR 0 Mio. Dies entspricht auch dem Netto-Finanzsaldo, da die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wie im Vorjahr keine Bank- oder Finanzverbindlichkeiten ausweist. Das Eigenkapital beträgt EUR 20,6 Mio. und liegt damit EUR 3,0 Mio. unter dem Vorjahr. Die Eigenkapitalquote verringerte sich aufgrund des geringeren Eigenkapitals, durch die Reduzierung der Abführungssperre und der daraus resultierenden höheren Abführung (EUR 8 Mio.) sowie den höheren Verbindlichkeiten und Rückstellungen im Geschäftsjahr auf 61,3 % (Vorjahr: 69,4 %). 3.5.3. InvestitionenDie Gesamtinvestitionen liegen im abgelaufenen Geschäftsjahr mit EUR 4,3 Mio. über dem Vorjahresniveau von EUR 3,3 Mio. Wesentliche Investitionen wurden dabei für die Entwicklung der neuen Monitor Plattform vorgenommen. 4. MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2023 beschäftigte PULSION durchschnittlich 71 Mitarbeiter (2022: 66). 5. Chancen- und RisikoberichtAls international agierendes Unternehmen unterliegt die PULSION einer Vielzahl von Risiken. Die Risikopolitik ist dabei darauf ausgerichtet, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Alle Unternehmensentscheidungen werden vor dem Hintergrund dieser Grundsätze nach einer eingehenden Risikoanalyse und -bewertung getroffen. Das Unternehmen geht im Bereich seiner Kernkompetenz bewusst beherrschbare und überschaubare Risiken ein, wenn diesen entsprechenden Ertragsaussichten gegenüberstehen. Risiken in anderen Bereichen sollen prinzipiell vermieden werden, wobei keine Entscheidungen existenzgefährdende Risiken nach sich ziehen dürfen. Die Chancen werden aus den Strategien und Zielen des Unternehmens insgesamt abgeleitet und dienen dazu die nachhaltigen Wachstumsziele des Unternehmens zu erreichen. 5.1.1. Internes Kontroll- und Managementsystem im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessDas interne Kontrollsystem (IKS) der PULSION umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Die Korrektheit und Verlässlichkeit des Rechnungslegungsprozesses und Finanzberichterstattung und damit die Erstellung eines gesetzeskonformen Jahresabschlusses wird durch eine Vielzahl von Maßnahmen und internen Kontrollen sichergestellt. Änderungen von Gesetzen, Rechnungslegungsstandards und anderen Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und der Auswirkungen auf den Jahresabschluss analysiert. Das interne Kontrollsystem für die Finanzberichterstattung basiert auf prozessintegrierten und prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen. Den prozessintegrierten Maßnahmen sind insbesondere zuzurechnen a) Vieraugenprinzip, dokumentiert in Zeichnungsberechtigungen oder Arbeitsanweisungen (SOPs). b) Führung von Aufzeichnungen, um die richtige und ordentliche Darstellung von Transaktionen zu garantieren:
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die festgelegten Strukturen und Prozesse eine vollständige Erfassung, Aufbereitung und Beurteilung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung im Jahresabschluss. Dennoch sind dem internen Kontrollsystem inhärente Grenzen auferlegt, insbesondere durch Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen oder sonstige Umstände. Als Konsequenz kann nicht mit absoluter Sicherheit gewährleistet werden, dass die Ziele der Finanzberichterstattung erreicht werden oder dass falsche Tatsachen mit hinreichender Sicherheit verhindert oder aufgedeckt werden. 5.2. RisikomanagementsystemPULSION verfügt über ein den Unternehmensverhältnissen angemessenes Risikomanagementsystem und internes Kontrollsystem. RisikomanagementsystemUnter Risiken verstehen wir das mögliche Eintreten interner und externer Ereignisse, die das Erreichen unserer kurz- und mittelfristigen sowie strategischen Ziele negativ beeinflussen können. Das geschäftsführende Direktorium hat ein einheitliches Risikomanagementsystem über alle Funktionen und Abläufe eingerichtet. Das Risikomanagementsystem hat das Ziel, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten, zu kommunizieren und zu bewältigen. Als integriertes Führungs- und Steuerungswerkzeug schafft das Risikomanagementsystem die Entscheidungsgrundlagen dafür, auftretende Risiken bewusst zu akzeptieren oder durch das Ergreifen von Gegenmaßnahmen abzuwenden bzw. deren mögliche Auswirkung zu minimieren. Erfolgreiches Risikomanagement setzt voraus, dass Risiken frühzeitig auf allen Unternehmensebenen erkannt werden. An der Spitze der Risikomanagementorganisation steht der Risikomanager. Die operativen Risikomanagementaufgaben werden unter Führung des Risikomanagers durch das operative Risikomanagementteam wahrgenommen. Für den Umgang mit Risiken ist primär ein Bottom-up-Ansatz gewählt. Hierbei überprüfen die prozessverantwortlichen Mitarbeiter der einzelnen Fachbereiche regelmäßig Prozesse, Vorgänge und Entwicklungen auf potenzielle und bestehende Risiken und berichten diese operativen Einzelrisiken. Durch das Risikomanagementhandbuch, das an interne und externe Veränderungen fortlaufend angepasst wird, um verändernde Rahmenbedingungen zu berücksichtigen, steht den Mitarbeitern ein Instrument zur Verfügung, das ihnen dabei hilft, Schadenspotenziale und Eintrittswahrscheinlichkeiten zu identifizieren und richtig bewerten zu können. Die Bewertung der Risiken erfolgt unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe gemäß einer Brutto- und Nettobewertung, wobei die Nettobewertung bereits risikomindernde Maßnahmen berücksichtigt. Dabei sind auch qualitative Einschätzungen möglich. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit einer solchen Nettobewertung wird die potenzielle, ergebniswirksame Ausprägung herangezogen. Risikominimierende Maßnahmen werden durch die Risikoverantwortlichen in ihren Bereichen definiert und durch den Risikoverantwortlichen anschließend fortlaufend überwacht und entsprechend der Entwicklung rollierend angepasst. Der Risikobetrachtungszeitraum erstreckt sich über einen Zeitraum von einem Jahr. Die Identifizierung von Chancen ist nicht Gegenstand des Risikomanagementsystems der PULSION. Unter Leitung des Risikomanagers finden halbjährlich Risiko-Workshops statt. Die Ergebnisse fließen in das standardisierte Risiko-Reporting ein, welches dem geschäftsführenden Direktorium und dem Verwaltungsrat vorgelegt wird. In Fällen eingetretener Risiken oder Schäden erfolgt eine sofortige Berichterstattung. Im Jahr 2023 wurden zwei Risiko-Workshops durchgeführt. Es lagen keine meldepflichtigen Vorfälle an das Geschäftsführende Direktorium aufgrund eingetretener Risiken oder Schäden in 2023 vor. Das Controlling von PULSION ergänzt das Risikomanagementsystem mit monatlichen und vierteljährlichen Analysen und Berichten, die auf unterschiedlichen Unternehmensebenen vergleichende Darstellungen zu Vorjahres-, Plan- oder Schätzzahlen darstellen und Abweichungen analysieren. Für die Berichterstattung im Lagebericht hat man sich auf die nun folgenden Kriterien geeinigt. Um eine sinnvolle Einteilung der Risiken und Chancen vorzunehmen, wurden diese hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihrem Grad der Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ("VFE-Lage") kategorisiert. Die Kategorisierung ist unverändert zum Vorjahr.
Gemäß vorangegangener Einteilung wird ein sehr unwahrscheinliches Risiko (Chance) dadurch definiert, dass dieses nur in außergewöhnlichen Fällen eintritt. Hingegen gilt ein Risiko als fast sicher, sofern innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit dessen Eintritt zu rechnen ist. Der Grad der Auswirkung wird nachfolgend je nach Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zwischen gering und erheblich definiert.
Gemäß der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der Auswirkung des Risikos bzw. der Chance auf die VFE-Lage wurde eine Kategorisierung als gering, mittel oder hohes Risiko (Chance) vorgenommen. Eintrittswahrscheinlichkeit
AuswirkungenH = Hohes Risiko (Chance) M = Mittleres Risiko (Chance) L = Geringes Risiko (Chance) Die Einschätzung der Gesellschaft für die unter 5.3 detailliert beschriebenen Chancen kann wie folgt zusammengefasst werden:
Die Einschätzung der Gesellschaft für die unter 5.4 detailliert beschriebenen Risiken kann wie folgt zusammengefasst werden:
Für außergewöhnliche Risiken bzw. einmalige Risikosachverhalte, für die keine regelmäßige Evaluierung nach oben genanntem Risikomanagementsystem vorgenommen wird, werden die bedachten Risikofaktoren und -einschätzungen jeweils gesondert dargestellt. 5.3. ChancenBei den Chancen handelt es sich um interne und externe Entwicklungen, die sich positiv auf das Unternehmen, insbesondere aber auf die steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren, des Unternehmens auswirken können. Die Chancen werden dabei im Wesentlichen aus den Strategien und Zielen des Unternehmens insgesamt abgeleitet, welche sich in der Mittel- und Langfristplanung der Gesellschaft niederschlagen. Die Verantwortung für das frühzeitige und regelmäßige Identifizieren, Analysieren und Nutzen obliegt dem Management. Das Chancenmanagement ist Bestandteil des unternehmensweiten Planungs- und Steuerungssystems. In dessen Rahmen werden Markt- und Wettbewerbsanalysen durchgeführt um Chancenpotentiale zu identifizieren. Die nachfolgende Darstellung der Chancen erfolgt gewichtet in der Reihenfolge Ihrer vom Management beigemessenen Bedeutung für die Entwicklung des Unternehmens. 5.3.1. Organische WachstumschancenForschung und EntwicklungHohe Innovationskraft, getrieben durch umfangreiche technische Expertise und durch Anwendungswissen auf den von PULSION adressierten Gebieten ermöglicht den Eintritt in neue Wachstumsmärkte. Die kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Innovationsprodukte sowie die Erschließung neuer Märkte wie zuletzt mit der ProAQT ® -Trendmonitoringtechnologie oder die derzeit in der Markteinführung befindliche neue Monitorplattform ermöglichen ein nachhaltiges Wachstum der Gesellschaft. Schulung von Personal und VertriebspartnernDie Komplexität der angebotenen Produkte erfordert eine hohe Fachkompetenz im Vertrieb der Produkte. Im Zuge der Integration des Vertriebs in den GETINGE Konzern ist ein direkter Einfluss der PULSION auf die Vertriebsaktivitäten nicht mehr gegeben. Die Gesellschaft sieht jedoch weiterhin ein wesentliches Absatzpotential in der gezielten und nachhaltigen Aus- und Weiterbildung der Vertriebsmitarbeiter. Das in Deutschland bewährte Konzept des "Educational Selling" soll durch ein eigen entwickeltes e-Learning System, das standort- sowie zeitlich unabhängige Mitarbeiterschulungen ermöglichen, in den Vertriebsgesellschaften der GETINGE Unternehmensgruppe zur Schulung von Mitarbeitern (die das PULSION Produktportfolio verkaufen) angewendet werden. Strategische PartnerschaftenDie PULSION pflegt ein großes Netzwerk von Vertretern aus Wissenschaft und Kliniken sowie des Medical Advisory Boards, bestehend aus internationalen Experten der Intensivmedizin und Anästhesie. Hierdurch erweitert die PULSION nicht nur sein Know-how über das Marktumfeld, sondern erhält auch Zugang zu neuen Vertriebskanälen und Märkten, wodurch sich neue Wachstumschancen für das Unternehmen ergeben. VertriebAls Teil der GETINGE Unternehmensgruppe PULSION Bestandteil eines weltweiten und etablierten Vertriebsnetzes. Hierdurch erreicht die PULSION einen unmittelbaren und nachhaltigen Zugang zu wachstumsstarken oder großen etablierten Medizintechnikmärkten wie den USA. Neue gezielte strategische Vertriebspartnerschaften im Bereich des perioperativen Monitorings insbesondere in den USA und anderen Märkten, in denen diese Technologie an Bedeutung gewinnt bergen hohe Wachstumschancen. Diese Vertriebspartnerschaften sollen es ermöglichen, das vorhandene Potenzial auszuschöpfen. Pulsion arbeitet mit folgenden Lizenzpartnern zusammen: Philips Healthcare, Dräger Medical, Mindray, GE Healthcare und Nihon Kohden. 5.3.2. Gesamtwirtschaftliche ChancenWir glauben, dass die Entwicklung des Makroumfelds für die Zukunft unsers Geschäfts kurzfristig von untergeordneter Bedeutung ist. Der Verbrauch unserer Produkte, die überwiegend an kritisch kranken Patienten eingesetzt werden, wird durch andere Faktoren bestimmt, vor allem der Fähigkeit zu Innovationen, Wettbewerb und dem Reimbursement. 5.3.3. Gesamtaussage zur Chancenlage des UnternehmensWie im Vorjahr bestehen die wesentlichen Wachstumschancen für die Anwendungen des Unternehmens in der Gewinnung von Marktanteilen durch die GETINGE Vertriebseinheiten in etablierten Märkten wie den USA, in welchen die Produkte der PULSION unterproportional im Verhältnis zum europäischen Markt vertreten ist. Durch die gute vertriebliche Präsenz der GETINGE Unternehmensgruppe in diesem Markt sieht die Gesellschaft weiterhin hohe Absatzpotentiale in 2024. 5.4. RisikenDas Unternehmen ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit und internationalen Ausrichtung einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, welche nach gleichartigen Risiken kategorisiert und durch Bildung einer Rangordnung hinsichtlich der Wesentlichkeit der Risiken für das Unternehmen dargestellt werden. Analog zu den Chancen werden die Risiken grundsätzlich im Rahmen der Mehrjahresplanung eingeschätzt. Die Risikoberichterstattung erfolgt dabei unter Darstellung der Bruttorisiken um anschließend die getroffenen Maßnahmen zu beschreiben. Die Bedeutung der einzelnen Risiken ist im einleitenden Abschnitt zum Risikomanagementsystem tabellarisch dargestellt. 5.4.1. Umfeld- und BranchenrisikenMarktDie technologische Entwicklung in der Medizintechnik allgemein besitzt eine hohe Dynamik. Aufgrund der Attraktivität dieses Marktsegments sowie der Marktbedürfnisse kann davon ausgegangen werden, dass der Wettbewerb auch künftig weiter zunehmen wird. Grundsätzlich besteht deshalb ein Risiko, dass z. B. ein erheblicher Preisdruck entsteht. Weiterhin könnten sich im Fall, dass PULSION produktseitig nicht adäquat auf Marktentwicklungen reagiert, Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ergeben. PULSION begegnet diesen Risiken mit einer kontinuierlichen Entwicklung des Produktportfolios. Dieses umfasst sowohl die Weiterentwicklung bestehender Technologien als auch die Erweiterung der Produktpalette durch Neuentwicklungen. Weiterhin werden durch einen möglichst umfassenden Schutz von Intellectual Property durch Patente und Markennamen etc., durch eine kontinuierliche Marktbeobachtung sowie durch die ständige Optimierung der Kostenstrukturen die Risiken minimiert. WettbewerbDer Markteintritt von Wettbewerbern stellt ein Verlustrisiko von Marktanteilen und damit Umsatzrisiko dar. Einige Marktteilnehmer versuchen eigene Technologien zur Pulskonturanalyse zu entwickeln, was längerfristig zu einer Preiserosion führen kann. Die Gesellschaft begegnet dem Risiko durch eine fortlaufende Beobachtung des Marktes und der Marktteilnehmer. Alleinstellungsmerkmale der PULISON Produkte werden fortlaufend erarbeitet und den mittelbar über den Vertriebsweg des GETINGE Konzerns den Kunden kommuniziert. 5.4.2. Leistungswirtschaftliche RisikenProdukthaftungsrisikoDie Produkthaftung stellt im Medtech- und Lifesciences-Bereich traditionell ein Risiko dar, da die Produkte schlimmstenfalls die körperliche Unversehrtheit von Patienten beeinträchtigen und dadurch erhebliche Produkthaftungsansprüche nach sich ziehen können. PULSION begegnet diesem Risiko mit einem umfassenden Qualitätsmanagementsystem, basierend auf internationalen Standards und Normen, um höchsten Sicherheits- und Qualitätsansprüchen zu genügen. Daneben besteht eine Produkthaftpflichtversicherung mit internationaler Deckung. Bis heute wurden keine bedeutenden Schadensersatzansprüche aus Produkthaftung gegen PULSION geltend gemacht. Für die Zukunft kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass PULSION mit solchen Ansprüchen konfrontiert wird und dass die Forderungen über den bestehenden Versicherungssummen liegen. Im Jahr 2023 musste PULSION keine Produkthaftpflicht in Anspruch nehmen. VertriebssteuerungDurch die vertriebliche Integration der PULSION in die GETINGE Gruppe hat die Gesellschaft reduzierte Möglichkeiten, direkten Einfluss auf die vertrieblichen Aktivitäten zu nehmen. Es besteht das Risiko, dass die Gesellschaft die angestrebten Wachstumsziele mangels direkter Steuerung des Vertriebs nicht erreicht. Fertigungs- und BeschaffungsrisikenRisiken in der Fertigung und Beschaffung ergeben sich unter anderem durch den Wegfall eines Lieferanten z. B. durch Insolvenz oder nachhaltige Qualitätsprobleme. Dies kann theoretisch dazu führen, dass mangels Bauteile für Produkte diese nicht fertiggestellt und damit nicht veräußert werden können. Kleine und wirtschaftlich schwache Lieferanten werden deshalb regelmäßig in der Bonität überprüft. Lieferanten-Audits stellen sicher, dass Zulieferungen und Fremdfertiger den hohen Qualitätsansprüchen entsprechen. Dem Risiko des Ausfalls spezifischer Werkzeuge tragen wir durch regelmäßige Überprüfung und Instandsetzung Rechnung. Aufgrund der Abhängigkeit von wenigen Lieferanten ist es möglich, dass diese Ihre Vertragsbeziehung einseitig bei zukünftigen Preisgestaltungen ausnutzen. Bestehende Abnahmeverpflichtungen bei Lieferanten können bei nicht eintretenden Absatzerwartungen dazu führen, dass Produkte abgenommen werden müssen für die kein oder zu kleiner Markt besteht. Um bei Produktionsausfällen von Lieferanten eine uneingeschränkte Lieferfähigkeit sicherzustellen zu können, werden Sicherheitsbestände von Komponenten und Fertigerzeugnissen vorgehalten. Im Rahmen der Fertigungsrisiken kann es trotz höchster Qualitätsstandards nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass es zu einem Chargenrückruf bereits ausgelieferter Waren aufgrund festgestellter Mängeln kommt und damit zu wesentlichen Belastungen des Ergebnisses. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch die Umsetzung der medizintechnischen Standards. Nachdem PULSION die Reinraumproduktion der Katheter an einen Dienstleister ausgelagert hat, besteht durch die Fokussierung auf einen Dienstleister das Risiko der Abhängigkeit von einem Produzenten. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko mit einer engen Abstimmung, um aufkommende Probleme rechtzeitig und proaktiv begegnen zu können. 5.4.3. Regulatorische RisikenZulassungen der ProdukteIm Medizintechnikbereich bestehen sehr strenge und national unterschiedliche Zulassungsvoraussetzungen. Es ist davon auszugehen, dass sich die Anforderungen künftig weiter verschärfen werden. Die Versagung oder die zeitliche Verzögerung neu angestrebter Zulassungen für die Produkte des Unternehmens könnten sich negativ auf die Umsatz- und Ertragslage von PULSION auswirken und zu einer Wertberichtigung aktivierter Entwicklungsaufwendungen führen. PULSION nutzt neben erfahrenen externen Beratungsunternehmen auch die kontinuierliche Weiterbildung eigener Mitarbeiter in den entsprechenden Bereichen, um die möglichen Risiken frühzeitig erkennen und angemessen darauf reagieren zu können. Zulassungen der Fertigung und interner ProzesseNeben den Produkten werden auch unsere internen Qualitäts- und Fertigungsprozesse zertifiziert und regelmäßig von vielen Länderbehörden auditiert. Auch hier steigen die Anforderungen regelmäßig und müssen erfüllt werden, um nicht die Zulassungen verlieren. PULSION hat das Know-how, die Kapazitäten und die Prozesse weiter kontinuierlich aufgebaut und verbessert. Gleichwohl bleibt das Risiko, dass wesentliche Auflagen nicht erfüllt werden. Patente und geistiges EigentumVerletzung von Patenten durch DrittePULSION ist dem Risiko ausgesetzt, dass Wettbewerber unter Verletzung des Patentschutzes Produkte nachbauen. PULSION begegnet diesem Risiko durch die Beobachtung der auf dem Markt befindlichen Produkte durch entsprechende Spezialisten. PULSION sind keine Verletzungen von Patentrechten oder sonstigen gewerblichen Schutzrechten durch Dritte bekannt. Verletzung von Patenten durch PULSIONNeben Patentverletzungen von Wettbewerbern besteht das Risiko, dass im Rahmen der Entwicklung von Produkten Patente der Zielmärkte im Entwicklungsprozess nicht identifiziert werden und diese erst im Rahmen von angezeigten Patentverletzungen durch Wettbewerber im Rahmen des Entwicklungsprozesses oder bei bereits im Markt befindlichen Produkten bekannt werden. Hierdurch können geplante Markteintritte oder Produkteinführungen in Zielmärkten temporär verhindert werden und es hierdurch zu Verfehlung von Planumsätzen und unter Umständen aufgrund notwendiger Wertberichtigungen zu wesentlichen EBIT Belastungen führen. Des Weiteren kann bei angezeigten Patentverletzungen bereits im Markt befindlicher Produkte zu Schadensersatzforderungen oder einem Verkaufsstop führen. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch die Überprüfung bestehender Patente durch Spezialisten im Verlauf des gesamten Entwicklungsprozesses. 5.4.4. Unternehmensstrategische RisikenForschung und EntwicklungUm die Marktstellung der PULSION zu erhalten und auszubauen investiert das Unternehmen fortlaufend in die Weiterentwicklung von bestehenden Produkten sowie Neuentwicklungen in den bestehenden Geschäftsbereichen. Hierbei besteht das Risiko, dass Forschungs- und Entwicklungsstrategien sich in dem dynamischen Marktumfeld der PULSION nicht mehr wiederfinden und es hierdurch zu negativen Ergebnisbelastungen maximal in Höhe der aktivierten Entwicklungskosten, sowie zum Verfehlen von Umsatzplanzahlen kommt. Die Gesellschaft steuert dieses Risiko pro aktiv durch die enge Verzahnung der Forschungs- und Entwicklungsverantwortlichen mit dem im Endkundenmarkt stark vertrauten Vertriebsbereich bzw. des Produktmanagements. So ist es uns möglich auf sich geänderte Anforderungen oder Marktbedingungen rechtzeitig zu reagieren und entsprechenden Risiken frühzeitig zu begegnen. Negative StudienergebnisseDie PULSION gibt klinische Studien in Auftrag, in welcher die diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen der angebotenen Produkte untersucht werden. Des Weiteren werden Studien von Dritten unabhängig davon vorgenommen, in welchen die von PULSION vertriebenen Produkte untersucht werden. Studienergebnissen wird in der Medizintechnik eine hohe Bedeutung zugemessen. Für die Gesellschaft besteht das mittlere Risiko, dass Studienergebnisse dem Produktnutzen entgegenstehen und es dadurch bedingt zu Einflüssen auf Absatzzahlen bestimmter Produkte kommen kann. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch das Setzen höchster Qualitätsstandards in der Entwicklungsphase neuer bzw. Weiterentwicklung bestehender Produkte. Des Weiteren steht die Gesellschaft in fortlaufendem und engem Kontakt mit den untersuchenden Instituten, um Fehlentwicklungen unvermittelt zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Beim nichtinvasiven System NICCI führten die unzureichenden Ergebnisse im Rahmen der klinischen Studie dazu, dass Vertrieb und Weiterentwicklung des Systems eingestellt wurden. Die Erfüllung der hohen Qualitätsstandards wäre nur mit erheblichem Zusatzinvestments erreichbar. Ob diese Anforderungen technisch umsetzbar gewesen wären, ist ungewiss. 5.4.5. Finanzwirtschaftliche RisikenRisiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten und Wechselkursschwankungen Die PULSION unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen sowohl Cash Flow-Risiken als auch Risiken aus Wechselkursänderungen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Die Risikominimierung im Bereich von Wechselkursrisiken erfolgt ausschließlich durch gezielte Steuerung von Zahlungsströmen. Eine Absicherung von Risiken unter Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten nimmt die Gesellschaft nicht vor. LiquiditätsrisikenLiquiditätsrisiken sind für die PULSION von untergeordneter Bedeutung, da durch einen mit dem GETINGE Konzern abgeschlossenen Cashpool-Vertrag die Deckung der Liquiditätsbedarfe der Gesellschaft fortlaufend gesichert sind. Risiken aus ForderungsausfällenEs besteht grundsätzlich das Risiko der Zahlungsunfähigkeit von Kunden der PULSION und des damit verbundenen Forderungsausfalls. Aufgrund der Vertriebsverantwortung durch die GETINGE Vertriebsgesellschaften hat sich dieses Risiko jedoch im Vorjahresvergleich weiter reduziert und ist fortan von untergeordneter Bedeutung, da Forderungen überwiegend nur noch gegenüber verbundenen Unternehmen entstehen und durch Cashpooling-Vereinbarungen innerhalb der Gruppe ausreichend gedeckt sind. Darüber hinaus besteht ein laufender Intercompany-Abstimmungsprozess, auf dessen Grundlage ein monatlicher Ausgleich der Forderungen erfolgt und dies innerhalb des Konzerns überwacht wird. 5.4.6. Sonstige RisikenPersonalWie in allen mittelständischen Unternehmen in vergleichbarer Größe stellt die Abwanderung von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen und von Spezialisten in bestimmten Fachgebieten auch für PULSION ein Risiko dar. PULSION bindet daher seine Mitarbeiter durch eine lesitungsgerechte Bezahlung langfristig an die Firma. Daneben investiert das Unternehmen erheblich in Mitarbeiterentwicklung. CybersecurityAufgrund der zunehmenden Digitalisierung steigen die Risiken für Cyber-Angriffe und -Kriminalität. Durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine steigt auch das Risiko von Cyber-Angriffen auf europäische Unternehmen. Pulsion ist sich dieser Risiken bewusst und hat technische Maßnahmen zum Schutz der IT-Infrastruktur implementiert. Darüber hinaus werden regelmäßig auch nicht-technische Maßnahmen wie zum Beispiel die Schulung von Mitarbeitern durchgeführt. Rechtliche u. steuerliche RisikenPulsion ist generell rechtlichen und steuerlichen Risiken ausgesetzt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Risiken aus Regulierung oder rechtlichen Verfahren nachteilige Auswirkungen auf das Unternehmen haben können. Steuerliche Einflüsse zum Beispiel durch Änderungen durch die Finanzbehörden werden durch die konzerngestützte Steuerabteilung überwacht und bei Bedarf werden Maßnahmen ergriffen NahostkonfliktIn der Berichtsperiode bleibt die globale politische Lage weiterhin stark angespannt. Neben dem Krieg in der Ukraine sorgt die neue militärische Auseinandersetzung im Nahen Osten für Unsicherheit, da nicht absehbar ist, ob es noch zu einer regionalen Ausweitung kommt. Ein Zulieferer fertigt in Israel wichtige Vorprodukte. Eine Störung der Produktion hätte gravierende Auswirkungen auf die Lieferfähigkeit. Durch erhöhte Sicherheitsbestände beim Zulieferer soll das Risiko bei Produktionsausfällen gering gehalten werden. 5.4.7. Gesamtaussage zur Risikosituation des UnternehmensWie schon im Vorjahr überwiegen die Markt- und Wettbewerbsrisiken weiterhin die anderen Risikofelder, wobei sich die aggregierte Risikolage nur unwesentlich verändert hat. Grundsätzlich bestehende Risikopotentiale insbesondere im Bereich der leistungswirtschaftlichen und regulatorischen Risiken sieht die Gesellschaft aufgrund entsprechend getroffenen Gegenmaßnahmen als beherrschbar an und sieht derzeit keine wesentlichen Einflüsse auf die Ertragslage des Unternehmens. Auch von den gesundheitspolitischen und finanzwirtschaftlichen Risiken, auf welche die Gesellschaft keinen direkten Einfluss ausüben kann, sieht die Gesellschaft keine Auswirkungen auf die Ergebnisse der Gesellschaft zukommen. Anlässlich der berichteten Einzelrisiken konnte sich der geschäftsführende Direktor davon überzeugen, dass keine wesentlichen Risiken vorliegen, welche einzeln oder in Summe nicht durch die budgetierten operativen Ergebnisse abgedeckt sind. Dies gilt auch für Risiken, für die ein höheres finanzielles Schadenspotenzial ermittelt wurde, da für diese eine niedrige Eintrittswahrscheinlich zu unterstellen war. Der geschäftsführende Direktor erwartet angesichts der gesunden Bilanzstruktur des Unternehmens und der gegenwärtigen Geschäftsaussichten sowie der in diesem Bericht erläuterten Risiken keine substanzielle Gefährdung der Unternehmensfortführung. Das Management sieht die Ertragskraft des Unternehmens als solide Grundlage für die künftige geschäftliche Entwicklung und ist davon überzeugt, dass diese die notwendigen Ressourcen zur Nutzung der Chancen im Unternehmen zur Verfügung stellt. Das Direktorium geht von einer ähnlichen Risikostruktur und Gewichtung zum Vorjahr aus, weshalb das Gesamtrisikoprofil des Unternehmens zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert bleibt. 6. PrognoseberichtDie PULSION fokussiert sich im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung neuer und bestehender Produkte, die Vertriebsunterstützung der GETINGE Vertriebsorganisation sowie der Einhaltung der Budgets innerhalb der OPEX Bereiche. Die Gesellschaft erhält hierfür Budgetvorgaben, an denen die Gesellschaft gemessen werden wird. Die PULSION prognostiziert für das kommende Geschäftsjahr den Geschäftsverlauf wie folgt:
Dieser Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der PULSION Medical Systems SE sowie auf wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen aufgrund unvorhersehbarer Umstände nicht eintreffen oder sollten weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.
Feldkirchen, den 25. April 2024 PULSION Medical Systems SE Stephan Haft, Geschäftsführender Direktor Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
AnhangAllgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss der PULSION Medical Systems SE, Feldkirchen (Amtsgericht München, Handelsregisternummer B 192563), wurde unter Anwendung der handelsrechtlichen Vorschriften, gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB, nach den einschlägigen Vorschriften der SE-VO der EU, des SEAG sowie des AktG erstellt. Es gelten die Vorschriften gemäß § 267 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt, die Aktiva und Passiva wurden entsprechend bewertet. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der GETINGE AB, Göteborg, Schweden, einbezogen, die einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt. Die GETINGE AB ist gleichzeitig das Mutterunternehmen, das einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der GETINGE AB, Göteborg, Schweden, sowie auf der Internetseite getinge.com einsehbar. Seit dem Widerruf der Zulassung der Stammaktien zum regulierten Markt mit Wirkung zum 30. Dezember 2014 ist die PULSION Medical Systems SE nicht mehr als kapitalmarktorientiert im Sinne des § 264d HGB einzustufen. Aktien der Gesellschaft werden allerdings weiterhin im Freiverkehr gehandelt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden analog zum Vorjahr im Berichtsjahr fortgeführt. Der Jahresabschluss wurde entsprechend in Euro aufgestellt. Beherrschungs- und GewinnabführungsvertragDie Maquet Medical Systems AG (beherrschendes Unternehmen) hat am 3. Juli 2014 mit der PULSION Medical Systems SE einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag nach § 291 Abs. 1 AktG abgeschlossen. Die außerordentliche Hauptversammlung der PULSION Medical Systems SE hat dem Abschluss des Unternehmensvertrages am 14. August 2014 mit der erforderlichen Mehrheit zugestimmt. Seit Beginn des Geschäftsjahres am 1. Januar 2015 führt die PULSION Medical Systems SE alle ausschüttungsfähigen Gewinne an die beherrschende Gesellschaft ab, nachdem der Vertrag im Jahr 2014 durch seine Eintragung in das Handelsregister wirksam wurde. Nach § 302 AktG hat die Maquet Medical Systems AG damit auch die Verpflichtung zur Übernahme eines entstehenden Verlustes übernommen. Weiterhin verpflichtet sich die Maquet Medical Systems AG, den außenstehenden Aktionären der PULSION Medical Systems SE ab dem Geschäftsjahr 2014, für die Dauer dieses Vertrages, eine jährliche Barausgleichszahlung zu zahlen (§ 304 AktG). Die Garantiedividende und der Ausgleich betragen für jedes volle Geschäftsjahr der PULSION Medical Systems SE für jede auf den Inhaber lautende Aktie mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils EUR 1,00 jeweils brutto EUR 1,04 abzüglich des Betrages etwaiger Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlages nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden gemäß Ansatzwahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB mit ihren Herstellungskosten aktiviert (§ 255 Abs. 2a HGB), soweit die zugehörigen Entwicklungsaufwendungen nach dem 31. Dezember 2009 angefallen sind und die handelsrechtlichen Aktivierungsvoraussetzungen erfüllt sind. Die Abschreibung erfolgt jeweils linear über die voraussichtliche, betriebliche Nutzungsdauer. Die Werthaltigkeit der aktivierten bzw. in Entwicklung befindlichen, selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie ihre voraussichtliche, betriebliche (Rest-)Nutzungsdauer werden jährlich überprüft. Die Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB wird bei der Bemessung des abzuführenden Gewinns gemäß 301 AktG berücksichtigt. Forschungskosten werden gemäß § 255 Abs. 2 HGB nicht aktiviert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt für die verschiedenen Kategorien wie folgt:
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um lineare, planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt für die Bilanzposten wie folgt:
In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen. Alle nicht zu Handelszwecken gehaltenen Monitore, die dem Unternehmen langfristig zur Verfügung stehen, werden im Sachanlagevermögen unter dem Posten "technische Anlagen und Maschinen" ausgewiesen und linear abgeschrieben. Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips und den Grundsätzen der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkten Einzelkosten für Fertigungsmaterial und -löhne anteilige Fertigungsgemeinkosten einschließlich zurechenbarer Abschreibungen. Die Anschaffungskosten enthalten sämtliche Anschaffungsnebenkosten. Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem Standardkostenverfahren, welches regelmäßig durch einen Abgleich mit den IST-Kosten zum Jahresende überprüft wird und daraufhin gegebenenfalls angepasst wird. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag zum Stichtag bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert am Stichtag angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird mit Ausnahme der einzelwertberichtigten Forderungen sowie der enthaltenen Umsatzsteuer pauschal ein Wertabschlag von 0,5 % (2022: 0,5 %) vorgenommen. Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sind zum Nominalwert angesetzt. Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs.1 Nr. 4 HGB nicht angewendet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Latente Steuern werden aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der GETINGE Unternehmensgruppe beim Organträger, der Getinge Holding BV & Co KG bilanziert. In Abstimmung mit dem Organträger findet dementsprechend kein Ausweis latenter Steuern im Abschluss der PULSION Medical Systems SE statt. Das Eigenkapital wird nach § 272 HGB bilanziert und zu Nominalwerten angesetzt. Im Rahmen eines öffentlichen Aktienrückkaufangebots erworbene eigene Anteile werden mit ihrem Nennbetrag gemäß § 272 Abs. 1a HGB vom gezeichneten Kapital offen abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag und Anschaffungskosten wird mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen, die nicht verbraucht wurden bzw. deren Ansatz aufgrund geänderter Verhältnisse nicht mehr gerechtfertigt erschienen, wurden zugunsten des Ergebnisses aufgelöst. Die sonstigen Rückstellungen werden unter Einbeziehung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen sowie im Falle einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Als entsprechender Zinssatz, wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte verwendet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umsatzrealisierung erfolgt bei Produktverkäufen nach erfolgter Lieferung oder Erbringung von Leistungen, wenn der Verkaufspreis fixiert oder bestimmbar und der Erhalt der Zahlung wahrscheinlich ist. Umsätze aus der Erbringung von Leistungen gelten im Allgemeinen zum Zeitpunkt der Leistungserbringung als realisiert. Umsätze aus Nutzungsentgelten werden auf zeitlicher Basis linear über den Zeitraum der Vereinbarung erfasst. Die Umsatzerlöse berücksichtigen Lizenzerträge, Rabatte, Kundenboni, Skonti und Transferpreisanpassungen. Grundlagen der WährungsumrechnungForderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Für Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr werden Gewinne oder Verluste aus Kursänderungen durch Neubewertung am Bilanzstichtag erfolgswirksam berücksichtigt; für Forderungen mit einer Laufzeit von mindestens einem Jahr werden Gewinne aus Kursänderungen nur bis zu den historischen Anschaffungskosten berücksichtigt. Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mindestens mit dem historischen Rückzahlungsbetrag bilanziert. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel als Bestandteil des Anhangs dargestellt. Immaterielle VermögensgegenständeZum Bilanzstichtag werden aktivierte Entwicklungskosten bzw. selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (inkl. Anzahlungen) i.H.v. TEUR 11.384 (2022: TEUR 15.628) gemäß § 248 Abs. 2 HGB in der Bilanz ausgewiesen. Der Ansatz betrifft ausschließlich seit dem Jahr 2010 neu begonnene Entwicklungsprojekte oder nachträgliche Herstellungskosten für Projekte, deren Entwicklungskosten vor Verabschiedung des BilMoG nicht aktiviert wurden. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen vor Aktivierung betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 5.967 (2022: TEUR 5.527). Hiervon wurden TEUR 4.120 (2022: TEUR 3.032) als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Fremdkapitalkosten wurden im Geschäftsjahr nicht aktiviert (2022: TEUR 0). Im Geschäftsjahr wurden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 7.342 (2022: TEUR 0) aufgrund einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Für weitere Erläuterungen wird auf den Abschnitt "Materialaufwand" im GuV Erläuterungsteil dieses Anhangs verwiesen. UmlaufvermögenVorräteZum Bilanzstichtag sind in den Vorräten Wertminderungen in Höhe von TEUR 332 (2022: TEUR 373) auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Wertberichtigungen auf fertige Erzeugnisse in Höhe von TEUR 1.349 (2022: TEUR 222) enthalten. Der Anstieg der Wertberichtigungen resultiert aus Sonderabschreibungen für Cevox (TEUR 334) und für NICCI (TEUR 764). Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhaltet Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.720 (2022: TEUR 185). Zum Stichtag bestehen keine Forderungen gegenüber der Maquet Medical Systems AG. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind weiterhin Forderungen aus Finanzierung (Cashpool) in Höhe von EUR 13,9 Mio. (2022: EUR 9,3 Mio.) enthalten. Die Verzinsung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Forderung aus der Cashpool Vereinbarung erfolgt zu marktüblichen Konditionen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten u.a. Forderungen aus Lizenzgebühren in Höhe von TEUR 92 (2022: TEUR 90). Guthaben bei Kreditinstituten und KassenbeständeDie liquiden Mittel umfassen aufgrund der bestehenden Cashpooling-Vereinbarung ausschließlich Kassenbestände von TEUR 0,4 (2022: TEUR 0,3). EigenkapitalGezeichnetes KapitalDas Grundkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 unverändert EUR 8.250.000 und ist in insgesamt 8.250.000 nennwertlose Stückaktien, lautend auf den Inhaber, eingeteilt. Die Inhaber von Stammaktien haben pro Aktie ein Stimmrecht. Aufgrund des am 14. August 2014 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der Maquet Medical Systems AG ist die PULSION Medical Systems SE seit dem 1. Januar 2015 verpflichtet, ihren Gewinn an die Maquet Medical Systems AG abzuführen. Das Grundkapital ist in voller Höhe eingezahlt. Gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG und entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis längstens zum 17. Mai 2021 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Von den damit abgedeckten 825.000 Aktien hat PULSION seit der Ermächtigung 22.546 Aktien zurückgekauft, wovon die Gesellschaft 17.460 für Ausübung von Aktienoptionsprogrammen verwendet hat. Zum 31. Dezember 2023 waren davon noch 5.086 (2022: 5.086 Stück) Aktien im Bestand. Zum 31. Dezember 2023 bestehen eigene Aktien von 5.086 Stück (2022: 5.086 Stück) mit dem Nominalwert von EUR 5.086. Dies entspricht einem Anteil von 0,06 % des Aktienkapitals. Abzüglich der 5.086 Aktien im eigenen Bestand beträgt die Anzahl ausstehender Aktien per 31. Dezember 2023 netto insgesamt 8.244.914 Stück. Gemäß § 272 Abs. 1a HGB wurde der Nennbetrag der erworbenen eigenen Anteile offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt und der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der eigenen Anteile und dem Nennbetrag der Aktien wurde mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet. Bedingtes KapitalZum Stichtag besteht, unverändert zum Vorjahr, ein bedingtes Kapital II in Höhe von EUR 350.000 und ein bedingtes Kapital III in Höhe von EUR 130.500 für die Ausgabe von Aktien im Rahmen der Aktienoptionspläne. Die beiden Beträge bedingtes Kapital II sowie bedingtes Kapital III ergeben in Summe mit EUR 480.500 das bedingte Kapital. KapitalrücklagenDie Kapitalrücklagen sind mit TEUR 4.371 zum Vorjahr unverändert. GewinnrücklagenDie anderen Gewinnrücklagen sind mit TEUR 7.985 zum Vorjahr unverändert. BilanzgewinnDer Bilanzgewinn beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 0 (2022: TEUR 2.955) Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB i. V. m. § 301 S. 1 AktGGemäß Gewinnabführungsvertrag vom 3. Juli 2014 mit der Maquet Medical Systems AG sind mit Beginn des Geschäftsjahres am 1. Januar 2015 alle ausschüttungsfähigen Gewinne an die beherrschende Gesellschaft abzuführen. Der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 268 Abs. 8 HGB ist durch freie verfügbare Rücklagen in Höhe von TEUR 7.985 abgedeckt. Zum Stichtag bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge aufgrund aktivierter, selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Buchwert zum Bilanzstichtag: TEUR 11.385). Die nach § 268 Abs. 8 S. 1 HGB abzuziehenden, hierfür gebildeten passiven latenten Steuern (TEUR 3.415) werden auf Ebene des Organträgers bilanziert. Durch den Rückgang der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände reduzierte sich ebenfalls die Abführungssperre. Neben dem Ergebnis nach Steuern von TEUR 5.031 wird zudem der Gewinnvortrag von TEUR 2.955 im Jahr 2023 abgeführt. RückstellungenDie Steuerrückstellungen belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 0,0 (2022: TEUR 6,0). Es handelte sich im Vorjahr um Rückstellungen für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für die Garantiedividende als Ausgleichszahlung gemäß § 16 KStG, die sich aus dem laufenden Spruchverfahren zu den ausstehenden Aktien im Freiverkehr ergeben haben. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für personalbezogene Sachverhalte (TEUR 844; 2022: TEUR 695), Kundenboni/Provisionen (TEUR 210; 2022: TEUR 73), ausstehende Rechnungen (TEUR 264; 2022: TEUR 324), langfristige Verpflichtungen aus der Aufbewahrung von Unterlagen sowie Rückbau von Mietereinbauten (TEUR 462; 2022: TEUR 261), Gewährleistungen (TEUR 136; 2022 TEUR 349) sowie Jahresabschluss- und Prüfungskosten (TEUR 43; 2022: TEUR 33) zusammen. VerbindlichkeitenZum Stichtag bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 10.925 (2022: TEUR 8.434) und keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr oder von mehr als fünf Jahren (2022: keine). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich insgesamt auf TEUR 8.475 (2022: TEUR 6.682). Diese enthalten insbesondere die Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin Maquet Medical Systems AG aus der Abführung des Ergebnisses gemäß dem ab 1. Januar 2015 geltenden Ergebnisabführungsvertrag für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 7.986 (2022: TEUR 6.200). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 489 (2022: TEUR 482) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Gesellschaft hat diverse Miet- und Leasingverträge für Bürogebäude, Hard- und Software abgeschlossen. Die Verpflichtungen aus Mietverträgen ergeben sich im Wesentlichen auf Grundlage des Mietvertrags für den Verwaltungs- und Produktionsstandort in Feldkirchen. Zum Stichtag bestehen offene Lieferantenbestellungen in Höhe von TEUR 6.966 (2022: TEUR 5.585). Damit kann die Produktionsplanung entsprechend der Verkaufsprognosen sichergestellt werden. Zudem können durch festgelegte Preise unerwartete Preissteigerungen vermieden werden. Gleichzeitig wird das Risiko eines überhöhten Lagerbestandes verringert. Darüber hinaus bestanden keine nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig wären. Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. HaftungsverhältnisseEs bestehen keine Haftungsverhältnisse zum Stichtag. EventualverbindlichkeitenZum Stichtag wie im Vorjahr bestehen keine Eventualverbindlichkeiten. Latente SteuernIn Abstimmung mit der obersten Organträgerin, der Getinge Holding BV & Co KG, erfolgt die Bildung latenter Steuern beim Organträger. Steuerliche Umlagen sind nicht vereinbart. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Maquet Medical Systems AG fallen bis auf die Steuern nach § 16 KStG tatsächliche Steuern nur noch auf Ebene des obersten Organträgers an. Erläuterungen zu Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseUmsatz nach Bereichen
Sämtliche Umsatzerlöse der Gesellschaft werden im Geschäftsbereich Critical Care erzielt, wobei nach den Verkaufsprodukten Geräteumsätze, Einmalartikel und Sonstige unterschieden wird. Die Geräteumsätze enthalten sämtliche Umsätze, die mit den von der Gesellschaft produzierten und vertriebenen Geräten in Zusammenhang stehen. Die Position sonstige enthält Erlöse aus der Nutzung von Lizenzen für Gerätetechnologie in Höhe von TEUR 498 (2022: TEUR 415) und der Verrechnung von Entwicklungsdienstleistungen an Schwestergesellschaften in Höhe von TEUR 771 (2022: TEUR 347). Umsatz nach Regionen
Im Geschäftsjahr werden in der Position "Übrige" Umsatzerlöse außerhalb von Europa insbesondere in Asien ausgewiesen. Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen aus Geschäften mit verbundenen Unternehmen erzielt, da der Vertrieb an Dritte lokal durch die GETINGE-Gesellschaften erfolgt. Der Anteil der Intercompany Umsätze an den Gesamtumsätzen beträgt 91 % (2022: 93 %). Aufwendungen für Forschung und EntwicklungDie Entwicklungsaufwendungen liegen im Berichtsjahr mit TEUR 1.847 unter dem Wert des Vorjahres (2022: TEUR 2.494). Die Aufwendungen vor Aktivierung setzen sich neben den Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 2.944 (2022: TEUR 2.500) vor allem aus Fremdvergaben TEUR 2.691 (2022: TEUR 2.931) sowie aus sonstigen auf den Bereich Forschung und Entwicklung bezogene Aufwendungen TEUR 331 (2022: TEUR 96) zusammen. Aus allen genannten Bereichen wurden TEUR 4.221 (2022: TEUR 3.032) im Geschäftsjahr aktiviert. Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen von TEUR 3 (2022: TEUR 7) und der Ausbuchung von Verbindlichkeiten von TEUR 399 (2022: TEUR 0) ausgewiesen. MaterialaufwandDer Materialaufwand, welcher Bestandteil der Position "Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen" ist, gliedert sich gemäß nachfolgender Tabelle.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden auf das Vorratsvermögen Verschrottungen und Änderung der Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 1.274 (2022: TEUR 321) erfolgswirksam erfasst im Wesentlichen für Einmalartikel deren Verfallsdatum abgelaufen ist und für Artikel der nichtinvasiven Technologie NICCI. Der Anteil der zusätzlichen Wertberichtigungen für NICCI beträgt TEUR 764 (2022: TEUR 0) Darüber hinaus sind in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen außerplanmäßigen Abschreibungen des selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstandes NICCI von TEUR 7.342 (2022: TEUR 0), der technische Anlagen und Maschinen für NICCI Produkte von TEUR 825 sowie der andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von TEUR 79 enthalten. Im Materialaufwand sind Aufwendungen für Rückrufe von Produkten in Höhe von TEUR 159 (2022: TEUR 327) enthalten. Der Anteil der Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung beträgt TEUR 9.010 und betrifft Einmaleffekte aus der Einstellung der nichtinvasiven Technologie NICCI. PersonalaufwandDer Personalaufwand, welcher in den GuV-Positionen "Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen", "Vertriebskosten", "Verwaltungskosten" und Forschungs- und Entwicklungskosten" enthalten ist, gliedert sich für das Geschäftsjahr wie folgt:
In dem Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind für 2023 Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung in Höhe von TEUR 28 (2022: TEUR 29) enthalten. Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr Fremdwährungseffekte in Höhe von TEUR 20 (2022: TEUR 19) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie laufenden Steuern für das Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf TEUR 85 (2022: TEUR 227) und enthalten Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag der Garantiedividende als Ausgleichszahlung gemäß § 16 KStG. Darüber hinaus bestehen periodenfremde Erträge aus Erstattungen für Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag für das Jahr 2022 in Höhe von TEUR 101. Die im Berichtsjahr ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten aufgrund der bestehenden Organschaft - mit Ausnahme der von der Organgesellschaft zu versteuernden Beträge nach § 16 KStG - keine Steueraufwendungen aus der laufenden Geschäftstätigkeit des Berichtsjahres. Gesetzliche Vertreter und ÜberwachungsorganeIm Geschäftsjahr 2023 gehörten dem geschäftsführenden Direktorium an:
Im Geschäftsjahr 2023 gehörten dem Verwaltungsrat an:
Gesamtbezüge der Unternehmensorgane (§ 285 Nr. 9 HGB)Mit Ausnahme von Herrn Haft haben die Organmitglieder weder Bezüge von der Gesellschaft erhalten noch erfolgen hierfür Konzernumlagen. Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsregel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch und verzichtet auf die Angabe der Organbezüge, da sich anhand der Angabe die Bezüge eines Organmitglieds feststellen lassen. Meldepflichtige TransaktionenDie der PULSION Medical Systems SE gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz gemeldeten Transaktionen von Mitgliedern des Verwaltungsrats und des geschäftsführenden Direktoriums mit Wertpapieren der Gesellschaft sind auf der Website unter www.pulsion.com einsehbar. Für das Geschäftsjahr liegen keine gemeldeten Transaktionen vor. Honorare für AbschlussprüferDas berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden PersonenGeschäfte der PULSION Medical Systems SE mit verbundenen Unternehmen sowie weiteren, nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu fremdüblichen Konditionen abgerechnet. MitarbeiterDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Angestellten:
Nach der Definition des Betriebsverfassungsgesetzes lag die Anzahl der leitenden Angestellten in 2023 bei 1, die der Angestellten lag bei 70. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGIm Geschäftsjahr 2023 wurden keine meldepflichtigen Transaktionen durchgeführt. NachtragsberichtEs ergaben sich keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die sich auf die Bilanzierung im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 auswirken.
Feldkirchen, 25. April 2024 PULSION Medical Systems SE Stephan Haft, Geschäftsführender Direktor Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Pulsion Medical Systems SE, FeldkirchenPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Pulsion Medical Systems SE, Feldkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pulsion Medical Systems SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrat für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 25. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Kerstin Krauß, Wirtschaftsprüferin ppa. Stefan Postenrieder, Wirtschaftsprüfer Bericht des Verwaltungsrats für das Geschäftsjahr 2023der PULSION Medical Systems SESehr geehrte Damen und Herren,der Verwaltungsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen und sich sowohl in Sitzungen als auch in Einzelbesprechungen durch den Geschäftsführenden Direktor über die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Im Geschäftsjahr 2023 fanden 6 Verwaltungsratssitzungen statt, an denen jeweils die Mehrheit der Verwaltungsratsmitglieder teilgenommen haben. Der Verwaltungsrat hat im Geschäftsjahr keine Ausschüsse gebildet. Alle Themen wurden im Plenum des Verwaltungsrats beraten und entschieden. Gegenstände der regelmäßigen mündlichen und schriftlichen Berichterstattungen durch den Geschäftsführenden Direktor waren neben der Gesamtlage und Planung des Unternehmens auch umfangreiche Einzelfragen von größerer Bedeutung. Der Geschäftsführende Direktor hat zustimmungspflichtige Geschäfte und Entscheidungen dem Verwaltungsrat stets korrekt vorgelegt und ihn über den Stand der Umsetzung der Beschlüsse des Verwaltungsrates unterrichtet. Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens sowie die Vermögens-, Liquiditäts- und Ertragslage waren ständige Schwerpunkte der Beratungen und der Prüfung des Verwaltungsrats. Die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensleitung durch die Geschäftsführung wurde durch regelmäßige Nachprüfung der Organisation der Gesellschaft und der Einhaltung des Risikomanagementsystems durch den Verwaltungsrat sichergestellt. Hierzu wurden Gespräche mit dem Geschäftsführenden Direktor und dem Abschlussprüfer geführt sowie entsprechende Unterlagen überprüft. Der Verwaltungsrat hat sich vom geschäftsführenden Direktor regelmäßig über alle relevanten Risiken, insbesondere die Einschätzung der Markt- und Beschaffungsrisiken, der finanzwirtschaftlichen Risiken sowie Risiken aus dem regulatorischen und organisatorischen Bereich in Kenntnis setzen lassen. Insgesamt ergaben sich keine Zweifel im Hinblick auf die Rechtmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung des geschäftsführenden Direktors. Besondere Schwerpunkte der Tätigkeit des Verwaltungsrats waren im Jahr 2023
Der vom Geschäftsführenden Direktor vorbereitete Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht der Gesellschaft sind unter Einbeziehung der Buchführung von den gewählten Prüfern, der PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Verwaltungsrat hat den Jahresabschluss der Gesellschaft sowie den Lagebericht und den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers am 7. Mai 2024 beraten und geprüft. Die Prüfung, insbesondere auch der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers, hat keine Anhaltspunkte für Beanstandungen ergeben; nach den Erkenntnissen des Verwaltungsrats entsprechen Jahresabschluss, Konzernabschluss sowie die Prüfungsberichte den gesetzlichen und satzungsmäßigen Anforderungen. Die Ansatz-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte wurden nach Einschätzung des Verwaltungsrats in zweckmäßiger Weise ausgeübt. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Verwaltungsrat keine Einwendungen. Er hat den Jahresabschluss gebilligt; der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Der Verwaltungsrat hat den Gewinnverwendungsvorschlag des Geschäftsführenden Direktors im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage, die Liquiditätssituation sowie die Bilanz- und Ausschüttungspolitik der Gesellschaft unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen der Aktionäre geprüft. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Maquet Medical Systems AG lässt nur eine beschränkte Rücklagenbildung zu. Der Gewinnverwendungsvorschlag entspricht daher Gesetz und Satzung sowie diesem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Der Verwaltungsrat schließt sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Geschäftsführenden Direktors an, den fiktiven Jahresüberschuss nach Berücksichtigung der Ausschüttungssperre gem.§301 AktG in Höhe von EUR 7.986.327,89 vollständig an die Maquet Medical Systems AG abzuführen. Dieser Bericht wurde vom Verwaltungsrat durch Beschluss am 7. Mai 2024 festgestellt. Der Verwaltungsrat spricht dem Geschäftsführenden Direktor für seinen Einsatz und seine Leistungen Dank und Anerkennung aus. Der Dank gilt insbesondere auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Feldkirchen, 7. Mai 2024 Michael Vallon, Stv. Vorsitzender des Verwaltungsrats |
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