Master Data

Registry
Register court Bad Kreuznach HRB 1595
Previous
E R 0 - Gerätebau GmbHERO - Gerätebau GmbH
Registered
2/10/1978
Industry
Manufacture of agricultural and forestry machineryManufacture of military fighting vehiclesManufacture of bearings, gears, gearing and driving elements
Purpose
Die Herstellung von Systemtraktoren in Serie einschließlich der dazugehörigen Komponenten wie Fahrwerke und Lenkungen und weiteren technischen Systemen aus mehreren Bauelementen aus den Bereichen Mechanik, Elektrik, Elektronik und Fluidtechnik in Serie.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Stefan Klingele
since 8/8/2024
Procura
Martin Wald
since 3/23/2022
Procura
Michael Erbach
since 10/25/2005
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€26,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

ERO GmbH

Simmern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Festgestellt am 28.08.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

ERO GMBH, SIMMERN

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 16.675.625,83 18.360,7
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 237.505,00 902,7
1. Software und Rechte 235.555,00 200,7
2. Geleistete Anzahlungen 1.950,00 702,0
II. Sachanlagen 16.435.943,63 17.455,8
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.591.099,00 13.044,5
2. Technische Anlagen und Maschinen 778.850,00 1.102,8
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.032.772,71 3.289,2
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 33.221,92 19,3
III. Finanzanlagen 2.177,20 2,2
1. Beteiligungen 2.177,20 2,2
B. UMLAUFVERMÖGEN 33.760.710,41 30.122,0
I. Vorräte 25.538.484,22 25.049,8
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.702.580,71 5.583,5
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.602.791,89 5.210,9
3. Fertige Erzeugnisse 15.904.729,17 14.452,2
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -671.617,55 -196,8
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.318.080,51 3.580,3
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.455.808,40 3.039,6
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 241,0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 862.272,11 299,7
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.904.145,68 1.491,9
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 379.432,39 336,7
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 1.724,00 0,6
50.817.492,63 48.820,0

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. EIGENKAPITAL 25.904.899,90 25.103,7
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26,0
II. Kapitalrücklage 8.447.600,00 8.447,6
III. Bilanzgewinn 17.431.299,90 16.630,1
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.164.221,53 2.867,3
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 576.529,00 600,4
2. Steuerrückstellungen 83.363,00 892,5
3. Sonstige Rückstellungen 1.504.329,53 1.374,4
C. VERBINDLICHKEITEN 22.748.371,20 20.815,9
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.750.603,24 16.228,1
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.928.564,16 1.744,3
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.449.780,06 2.375,0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 619.423,74 468,5
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 33,1
50.817.492,63 48.820,0

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
EUR
2021
TEUR
1. Umsatzerlöse 50.255.951,38 42.902,0
2. Minderung (i.V. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 155.658,27 1.153,1
3. Sonstige betriebliche Erträge 485.544,44 255,8
4. Materialaufwand 26.038.891,47 22.699,2
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 25.383.841,96 22.115,5
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 655.049,51 583,7
5. Rohergebnis 24.546.946,08 21.611,7
6. Personalaufwand 14.676.027,95 13.397,7
a) Löhne und Gehälter 12.211.234,60 11.081,9
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.464.793,35 2.315,8
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.652.946,15 1.677,9
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.862.262,82 5.042,0
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.242,52 0,9
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 341.956,33 292,5
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 170.227,67 459,8
12. Ergebnis nach Steuern 844.767,68 742,7
13. Sonstige Steuern 43.553,16 42,6
14. Jahresüberschuss 801.214,52 700,1
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 16.630.085,38 15.930,0
16. Bilanzgewinn 17.431.299,90 16.630,1

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

ERO GmbH, Simmern

Die ERO GmbH hat ihren Sitz in Simmern und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Kreuznach unter der Registernummer HRB 1595.

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Der Jahresabschluss der ERO GmbH, Simmern, für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften, insbesondere §§ 242 - 256a und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungen auf Zugänge und Altbestände erfolgen nach der degressiven und linearen Methode.

Die im Geschäftsjahr zugegangenen geringwertigen Wirtschaftsgüter im Sinne von § 6 Abs. 2a EStG mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden sofort als Aufwand erfasst.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:

Außenanlagen und Gebäude 5 bis 33 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 23 Jahre

Die Finanzanlagen sind zu den Anschaffungskosten bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte mit den Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB.

Für Bestände mit längerer Lagerdauer und eingeschränkter Verwertbarkeit wurden EDV-systemtechnisch ermittelte Abwertungen vorgenommen.

Die übrigen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind zum Nennwert angesetzt, soweit erforderlich unter Abzug angemessener Wertberichtigungen.

Das allgemeine Kreditrisiko ist bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Einzelwertberichtigungen sowie durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt, die auch den Skontoabschlag berücksichtigt.

Die Gesellschaft hat zwei Geschäftsführern eine Pensionszusage erteilt. Für einen der Geschäftsführer wurde eine Rückdeckungsversicherung (TEUR 141; i.V. TEUR 134) abgeschlossen. Die Saldierung mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung ergibt einen aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden jeweils die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Folgende Annahmen liegen der Bewertung der Pensionsrückstellungen zugrunde:

% p.a.
Rechnungszinssatz 1,74 / 1,78
Gehaltstrend 0,00
BBG-Trend 0,00
Rententrend 2,88 / 0,00
Fluktuation 0,00

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB wird mit EUR 15.518,00 angegeben. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen diejenigen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, die vor dem Abschlussstichtag entstanden sind und bis zum Tag der Bilanzerstellung erkennbar waren. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmänischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag bewertet.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

(1) Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 wird auf Anlage (Anlagespiegel) verwiesen, die Bestandteil des Anhangs ist.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben insgesamt TEUR 318 (i.V. TEUR 253) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

(3) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Ausweis enthält Disagien in Höhe von TEUR 0 (i.V. TEUR 1).

PASSIVA

(4) Entwicklung des Bilanzgewinns

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Vorträge auf neue Rechnung 16.630.085,38 15.929.970,58
Jahresüberschuss 801.214,52 700.114,80
17.431.299,90 16.630.085,38

(5) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen für Personalverpflichtungen (TEUR 512; i.V. TEUR 452), Kulanzleistungen (TEUR 548; i.V. TEUR 604), Gewährleistungsansprüche (TEUR 349; i.V. TEUR 214) und für übrige ungewisse Verbindlichkeiten (TEUR 94; i.V. TEUR 104).

(6) Verbindlichkeiten

Nach Restlaufzeiten gliedern sich die Verbindlichkeiten wie folgt:

Gesamt davon mit einer Restlaufzeit von
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.751 2.412 11.339 7.470
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.929 1.929 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.450 5.232 1.218 0
Sonstige Verbindlichkeiten 619 619 0 0
22.749 10.192 12.557 7.470
Vergleich 31.12.2021 20.816 6.058 14.758 8.444

Zur Besicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden folgende Sicherheiten gestellt:

- Grundschulden valutierend in Höhe von TEUR 11.940 auf die Betriebsareale in Simmern und Niederkumbd

- Raumsicherungsübereignung Inventar

- Abtretung von Forderungen

- Abtretung von Einzelforderungen/Sicherungsübereignung Photovoltaikanlage

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 6.318 (i.V. TEUR 2.375) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von TEUR 286 (i.V. TEUR 268) Verbindlichkeiten aus Steuern, sowie in Höhe von TEUR 147 (i.V. TEUR 176) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf In- und Auslandsumsätze wie folgt:

2022
%
2021
%
Inland 52,7 60,5
EU 37,8 32,0
Drittland 9,5 7,5
100,0 100,0

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 165 (i.V. TEUR 176).

Zinsaufwand

Der Ausweis beinhaltet auch die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen (TEUR 13; i.V. TEUR 16).

V. Sonstige Angaben

Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

2022 2021
Angestellte (ohne Geschäftsführung) 85 75
Gewerbliche Mitarbeiter 166 149
251 224

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

< 1 Jahr 2- 5 Jahre > 5 Jahre
Leasingverpflichtungen 87 113 0
Erbpacht 104 104 0
191 217 0

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Die weltwirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges und Marktrisiken (u.a. Inflation, Energiepreise und Lieferketten) können ggf. zu finanziellen Auswirkungen führen.

Haftungsverhältnisse

- Verbindlichkeiten aus Bürgschaften: TEUR 150 (i.V. TEUR 428)

Die Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen schätzen wir auf Grund der gegenwärtigen Bonität des Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Geschäftsführung

Herr Michael Erbach, Geschäftsführer, Niederkumbd

Herr Karl-Heinz Erbach, Geschäftsführer, Niederkumbd

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit (im Handelsregister eingetragen).

Hinsichtlich der Geschäftsführerbezüge sowie der Bezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

 

Simmern, den 29.06.2023

ERO GmbH

Michael Erbach, Geschäftsführer

Karl-Heinz Erbach, Geschäftsführer

Peter Weckmüller, Prokurist

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
BP-Anpassung
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software und Rechte 795.616,95 81.954,00 69.609,20 0,00 947.180,15
2. Geleistete Anzahlungen 701.968,00 228.498,48 0,00 928.516,48 1.950,00
1.497.584,95 310.452,48 69.609,20 928.516,48 949.130,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.624.618,37 21.358,39 226.395,62 0,00 15.872.372,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.845.473,63 40.793,16 0,00 17.454,00 2.868.812,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.486.841,89 219.374,10 26.032,86 125.012,48 6.607.236,37
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.333,32 13.888,60 0,00 0,00 33.221,92
24.976.267,21 295.414,25 252.428,48 142.466,48 25.381.643,46
III. Finanzanlagen 2.177,20 0,00 0,00 0,00 2.177,20
26.476.029,36 605.866,73 322.037,68 1.070.982,96 26.332.950,81
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
BP-Anpassung
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software und Rechte 594.964,95 116.660,20 0,00 0,00 711.625,15
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
594.964,95 116.660,20 0,00 0,00 711.625,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.580.149,37 669.796,14 31.327,87 0,00 3.281.273,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.742.711,23 364.639,56 0,00 17.388,00 2.089.962,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.197.621,89 501.850,25 0,00 125.008,48 3.574.463,66
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7.520.482,49 1.536.285,95 31.327,87 142.396,48 8.945.699,83
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
8.115.447,44 1.652.946,15 31.327,87 142.396,48 9.657.324,98
NETTOBUCHWERTE
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software und Rechte 235.555,00 200.652,00
2. Geleistete Anzahlungen 1.950,00 701.968,00
237.505,00 902.620,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.591.099,00 13.044.469,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 778.850,00 1.102.762,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.032.772,71 3.289.220,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 33.221,92 19.333,32
16.435.943,63 17.455.784,72
III. Finanzanlagen 2.177,20 2.177,20
16.675.625,83 18.360.581,92

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

ERO GmbH, Simmern

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die ERO GmbH, im Folgenden "ERO" genannt, ist ein mittelständischer Hersteller von Maschinen für den Einsatz im Weinbau. ERO entwickelt, produziert und vertreibt selbstfahrende Systemtraktoren (Erntemaschinen/Traubenvollernter) sowie Geräte zum Anbau an Traktoren in zahlreichen Variationen. Die hergestellten Anbaugeräte sind im Wesentlichen: Laubschneider, Entlauber und Vorschneider. Die Produktpalette deckt im Weinbau weitgehend alle maschinellen Bearbeitungsschritte oberhalb des Erdbodens ab.

2. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungskosten sind im Berichtsjahr um > 4 % gestiegen. Hingegen lag die Forschungs- und Entwicklungskostenquote aufgrund der deutlich gestiegenen Umsatzerlöse leicht unter der des Vorjahres.

Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios lag unser Fokus auf der geplanten Restrukturierung unseres Forschungs- und Entwicklungsbereichs. Um den durch die Digitalisierung von Prozessen in der Weinbaubranche immer höher werdenden Anforderungen an die Steuerung und Vernetzung der Maschinen gerecht zu werden, haben wir dabei eine neue Abteilung für Elektrotechnik und Softwareentwicklung gegründet und werden diese weiter ausbauen. Dadurch werden wir auch zukünftig kurzfristig und marktgerecht auf die Bedürfnisse unserer Zielmärkte reagieren können.

Im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigten wir zum Ende Berichtsjahres 40 Mitarbeiter.

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Für die Entwicklung der Weinbautechnik ist das Investitionsklima in der Weinbaubranche maßgeblich. Über eine Analyse des Weinmarkts lassen sich Wechselwirkungen zum Geschäftsverlauf von ERO feststellen. Entscheidend für die Investitionstätigkeit unserer Kunden ist die Ernte des Vorjahres (2021).

Die weltweite Weinerzeugung betrug 2021 ca. 261 Millionen Hektoliter und entspricht damit in etwa dem Niveau von 2020 (262 Millionen Hektoliter), liegt aber 2,0 % unter dem Fünfjahresdurchschnitt 2016-2020 (266 Millionen Hektoliter) und kann somit als leicht unterdurchschnittlich eingeordnet werden.

Frankreichs und Neuseelands Weinproduktionen sanken (-19,5 %, bzw. -18,2 % / 2020) und lagen 14,5 %, bzw. 11,8 % unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Hingegen konnte in Australien, im Jahr 2021 mit 14,8 Millionen Hektolitern fünftgrößter Weinerzeuger weltweit, die Produktion deutlich um 39,6 % gesteigert werden und liegt damit 19,2 % über dem Fünfjahresdurchschnitt.

In Deutschland, Italien, Österreich und den USA entsprach die Weinerzeugung annähernd der Menge des Vorjahrs. Deutschland und USA liegen mit -3,2 %, bzw. -2,7 % leicht unter dem Fünfjahresdurchschnitt, Italien und Österreich jeweils 2,5 % darüber.

Die Corona-Krise hat die betrieblichen Prozesse im Berichtsjahr nicht mehr direkt beeinflusst, jedoch dazu beigetragen, dass wir eine sehr hohe Anzahl an krankheitsbedingten Ausfallstunden (+ 66,6 % / 2021) verbuchen mussten. Ähnliche Steigerungsraten waren deutschlandweit zu verzeichnen.

Herausfordernd waren im Berichtsjahr die durch die globalen Verwerfungen der Lieferketten und den Beginn des Ukraine-Krieges ausgelösten starken Preissteigerungen.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Umsatzerlöse konnten im Berichtsjahr deutlich gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

a) Ertragslage

Die im abgelaufenen Geschäftsjahr vom Unternehmen erwirtschafteten Umsatzerlöse konnten sowohl im Inland wie auch in fast allen wichtigen Auslandsmärkten deutlich gesteigert werden.

Daher konnte auch das Betriebsergebnis trotz gegenwirkender Faktoren wie dem hohen Krankenstand und den gestiegenen Einstandspreisen, welche nicht in vollem Umfang auf die Absatzpreise umgelegt wurden, deutlich gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Das Jahresergebnis erreicht aufgrund einer außerordentlichen Abschreibung im Bereich Forschung und Entwicklung das Niveau des Vorjahres.

b) Finanzlage

Im Berichtsjahr sank die Eigenkapitalquote geringfügig auf 51,0 %.

Aufgrund gestiegener Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen sind die Finanzverbindlichkeiten trotz rückläufiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gegenüber dem Vorjahr moderat gestiegen.

Investitionen wurden im Geschäftsjahr in üblicher Höhe in Ersatzanschaffungen investiert.

c) Vermögenslage

Die Anlagenquote beträgt im Berichtsjahr 32,8 %.

Die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden planmäßig getilgt und betragen nun 22,3 % der Bilanzsumme.

Die langfristigen Vermögenswerte waren zum Bilanzstichtag zu 223,3 % durch mittel- und langfristige Finanzierungsmittel, bestehend aus Eigenkapital und mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten gedeckt. Die Summe aus langfristigen Vermögenswerten und 50 % der Vorräte war zu 126,5 % durch mittel- und langfristige Mittel finanziert. ERO konnte damit die solide Vermögens- und Kapitalstruktur verbessern.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf der Umsatzentwicklung. Der Umsatz pro Mitarbeiter konnte gesteigert werden, die Umsatzrendite entsprach der des Vorjahrs.

4. Gesamtaussage

Der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr war erneut aufgrund der Lieferengpässe und teilweise massiven Preissteigerungen von herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gekennzeichnet. Trotz dieser Herausforderungen konnten die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis deutlich gesteigert werden.

Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir fortwährend als solide ein.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist, sofern vereinbart unter Abzug von Skonto, zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen

III. Zweigniederlassungsbericht

ERO verfügt im Berichtsjahr über keine Zweigniederlassungen.

IV. Prognosebericht

Eine ständig wachsende Weltbevölkerung und der damit zunehmende Bedarf an Nahrungs- und Genussmittel verleiht der Weinbaubranche weiterhin das Potenzial für einen Wachstumsmarkt.

Um diesen Bedarf mit den bestehenden und begrenzten Anbauflächen zu decken, ist eine fortlaufende Steigerung der Erträge auf diesen Flächen notwendig. Dies ist nur durch verstärkten Einsatz von Technologie möglich und wird die Nachfrage nach entsprechenden Produkten erhöhen. ERO wird weiterhin in Digitalisierung, Forschung und Entwicklung und in den Ausbau des Vertriebs investieren, um die Nachfrage zu bedienen.

Die Verbesserung der betrieblichen Prozesse wird kontinuierlich fortgeführt.

Aufgrund der konjunkturellen Lage erwarten wir im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahresniveau im einstelligen Prozentbereich und ein ausgeglichenes Ergebnis.

Die Vermögenslage wird weiterhin als solide bezeichnet werden können.

V. Chancen- und Risikobericht

Als weltweit tätiges Unternehmen ist ERO Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt.

Zur Früherkennung wesentlicher Risiken dient ein monatliches Berichtswesen, das den Entscheidungsträgern detaillierte Berichte und Auswertungen bereitstellt. Das Berichtswesen wird kontinuierlich weiterentwickelt und den sich ständig ändernden Bedürfnissen angepasst.

Ziel ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen und zu bewerten sowie angemessen auf sie zu reagieren. Unter Umständen werden kalkulierbare Risiken bewusst eingegangen, um damit verbundene Chancen zu nutzen.

Marktrisiken

Für das Geschäftsjahr 2023 rechnet ERO mit einer rückläufigen Nachfrage. Dagegen erwarten wir eine Stabilisierung der starken Preissteigerungen und Lieferkettenprobleme angesichts der Folgen des Krieges in der Ukraine.

Weitere Risiken ergeben sich durch etwaige agrarpolitische Entscheidungen und klima-, bzw. wetterbedingten Ernteeinbußen, die sinkende Investitionen nach sich ziehen können. Um entsprechende Nachfrageschwankungen und verändertes Kundenverhalten frühzeitig zu erkennen, erfolgt eine andauernde Beobachtung der Märkte.

Risiken aus Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung hat zum Ziel, innovative und produktive Produkte zum Nutzen unserer Kunden zu entwickeln und zu vermarkten. Dies birgt die Risiken von Fehlentwicklungen, überhöhten Entwicklungskosten oder verzögerten Markteinführungen. Gleichzeitig sichern neu entwickelte Produkte den technologischen Vorsprung und Wettbewerbsvorteile von ERO. Durch fortwährende Überprüfung der Aktivitäten in diesem Bereich wird diesen Risiken entgegengewirkt. Das wesentliche technische Know-how ist mit nationalen und internationalen Patenten geschützt.

IT-Risiken

Das IT-System von ERO wird kontinuierlich angepasst und verbessert. Es wird besonders Wert auf die Integrität und die Sicherung der Datenbestände und auf die Steuerung der Zugriffsberechtigungen gelegt.

Rechtliche Risiken

ERO ist Risiken aus den unterschiedlichsten haftungs-, patent-, wettbewerbs- und steuerrechtlichen Vorschriften und Gesetzen ausgesetzt. Zur Vermeidung dieser Risiken erfolgen Entscheidungen gegebenenfalls erst nach rechtlicher Beratung. Ausgewählte Risiken werden auf Versicherungsunternehmen übertragen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Ausgewählte Forderungen werden abgesichert oder gegen Vorkasse abgewickelt. Im Berichtsjahr waren keine Forderungsausfälle zu verzeichnen. Währungsrisiken bestehen nicht, da ERO alle Geschäfte in Euro abgewickelt.

Beurteilung des Gesamtrisikos

Nach den uns heute bekannten Informationen bestehen derzeit keine Risiken, die einzeln oder im Zusammenwirken mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

 

Simmern, den 29. Juni 2023

Michael Erbach, Geschäftsführer

Karl-Heinz Erbach, Geschäftsführer

Peter Weckmüller, Prokurist

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ERO GmbH, Simmern

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ERO GmbH, Simmern, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ERO GmbH, Simmern, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Koblenz, den 11. Juli 2023

Dr. Dienst & Partner GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Corinne Koblitschek, Wirtschaftsprüferin

Ralf Reinart, Wirtschaftsprüfer

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