Automation-Abwicklungs GmbHLiquidated

53842 Troisdorf, DEU

Master Data

Registry
Register court Siegburg HRB 2722
Previous
ZBV - AUTOMATION Berse + Elsas GmbHZBV-Automation GmbH
Registered
7/27/1988
Industry
Activities of holding companiesManufacture of multiple use industrial robotsManufacture of consumer electronics
Purpose
Die Herstellung und der Vertrieb von Automatisierungsanlagen und Automationselementen sowie Elektronikprodukten. Die Gesellschaft kann gleichartige oder ähnliche Unternehmungen erwerben, sich an solchen beteiligen, deren Vertretung übernehmen und Zweigniederlassungen sowie Tochtergesellschaften errichten.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Oliver Berse
since 7/5/2005
Managing Director
Michael Berse
since 7/5/2005
Managing Director

Beneficial Owners

Identified persons (3)

NameOwnership
36.00%
36.00%

Unresolved chains (1)

NameOwnership
26.00%

Shareholders

4 shareholders

GmbH structure

2 of 4 shown

€13,000
26.00%
€13,000
26.00%

Holdings

NameOwnership
26.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

ZBV-Automation GmbH

Troisdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

ZBV-AUTOMATION GmbH,Troisdorf

AKTIVA

Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 82,00 618,00
Sachanlagen 919.648,56 1.036.411,56
Finanzanlagen 28.132,48 75.406,57
947.863,04 1.112.436,13
Umlaufvermögen
Vorräte 6.601.496,88 2.741.453,78
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.202.645,57 5.781.748,72
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.257.946,01 1.247.110,88
13.062.088,46 9.770.313,38
Rechnungsabgrenzungsposten 56.936,32 60.362,19
14.066.887,82 10.943.111,70

PASSIVA

Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
Gewinnrücklagen 500.000,00 500.000,00
Gewinnvortrag 2.057.445,38 2.007.223,13
Jahresfehlbetrag/-überschuss -1.677.391,75 50.222,25
1.380.053,63 3.057.445,38
Rückstellungen 2.335.682,00 1.606.141,00
Verbindlichkeiten 10.351.152,19 6.279.525,32
14.066.887,82 10.943.11,70

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
Rohergebnis 10.233.827,56 10.778.022,10
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.557.262,84 7.396.137,46
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.531.682,29 1.494.631,49
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 150.995,37 152.982,67
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.542.925,94 1.546.415,02
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.424,78 2.585,99
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 116.650,39 126.721,68
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 31,84 -1,90
Ergebnis nach Steuern -1.664.296,33 63.721,67
Sonstige Steuern 13.095,42 13.499,42
Jahresfehlbetrag/-überschuss -1.677.391,75 50.222,25

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma ZBV-Automation GmbH mit Sitz in Troisdorf im Handelsregister B des Amtsgerichts Siegburg unter der Nummer HRB 2722 eingetragen.

Der Jahresabschluss der ZBV-Automation GmbH zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt. In der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung sind zu jedem Posten die entsprechenden Beträge des Vorjahres angegeben.

Die Bilanz wurde entsprechend dem in §§ 266 HGB vorgegebenem Gliederungsschema aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Geringwertige Anlagegüter werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Das Niederstwertprinzip wird beachtet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungskostenminderungen bewertet. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung der Mindestkostenbestandteile i.S.v. § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB bewertet. Das Niederstwertprinzip wird beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennbetrag angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,79 % p.a. auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Gehalts- und Rentenanpassungen wurden nicht eingerechnet. Bei Anwendung eines Rechnungszinsfußes auf Basis eines 10-Jahres-Durchschnitts in Höhe von 1,45 % wäre die Pensionsrückstellung um rd. 3 T€ höher ausgefallen (Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB).

Für alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen, die am Abschlussstichtag dem Grunde oder der Höhe nach ungewiss sind, werden - der Risikolage entsprechend - angemessene Rückstellungen gebildet. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sofern erforderlich werden zuverlässige Schätzverfahren angewendet, die im Wesentlichen auf Erfahrungswerten basieren. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Umrechnung von Jahresabschlussposten in Fremdwährung erfolgte unter Berücksichtigung des § 256a HGB.

III. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Anlagenspiegel

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens können dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden.

(2) Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft ist zu 100 % am Nennkapital der ZBV-Automation RO S.R.L, Timisoara/Rumänien beteiligt. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2022 411 T€. Der Jahresüberschuss 2022 belief sich auf 54 T€.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme eines unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Teilbetrages in Höhe von 7 T€ (Vorjahr: 7 T€) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in voller Höhe Lieferungen und Leistungen.

(4) Guthaben bei Kreditinstituten

Für eine verbesserte Darstellung der kurzfristig verfügbaren Liquidität der Gesellschaft werden entgegen dem Vorjahr Guthaben bei Kreditinstituten und Kontokorrentverbindlichkeiten bei Kreditinstituten saldiert unter dem Posten "Guthaben bei Kreditinstituten" ausgewiesen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde das Vorjahr entsprechend angepasst. Die Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf 979 T€ (31. Dezember 2021: 468 T€).

(5) Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben in Höhe von 626 T€ (Vorjahr: 661 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem und weniger als fünf Jahren und in Höhe von 432 T€ (Vorjahr: 431 T€) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von Seiten der Gesellschaft in Höhe von 2.071 T€ (Vorjahr: 1.594 T€) durch auf dem betrieblichen Grundbesitz lastende Grundschulden, Verpfändung von Bankguthaben sowie Sicherungsübereignungen der finanzierten Sachanlagegüter besichert. Zum Ausweis der Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31. Dezember 2022 und 31. Dezember 2021 (Änderung gegenüber Ausweis im Vorjahr) vgl. Rz. 4 ("Guthaben bei Kreditinstituten").

(6) Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern im Betrag von 566 T€ (Vorjahr: 357 T€) sowie solche im Rahmen der sozialen Sicherheit von 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) enthalten.

(7) Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein Betrag in Höhe von 194 T€ (Vorjahr: 302 T€) enthalten, der in Zusammenhang mit der Vereinnahmung sog. Corona-Hilfen steht.

Die zu den Posten Personalaufwand, sonstige betriebliche Erträge, sonstige betriebliche Aufwendungen, sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sowie Zinsen und ähnliche Aufwendungen gehörenden Zusätze und Erläuterungen hat die Gesellschaft in den Anhang aufgenommen. Sie belaufen sich auf jeweils 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) mit Ausnahme der Aufwendungen für Altersversorgung, die 1 T€ (Vorjahr: 6 T€) betragen, der in den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen enthaltenen Zinserträgen aus verbundenen Unternehmen, die 1 T€ (Vorjahr: 3 T€) betragen sowie der in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthaltenen Aufzinsungen von Rückstellungen, die 9 T€ (Vorjahr: 4 T€) betragen.

IV. Sonstige Angaben

(8) Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 139 (ohne Auszubildende) Mitarbeiter (Vorjahr: 143), davon waren 49 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 48) und 90 Angestellte (Vorjahr: 95).

(9) Organe

Hauptberufliche Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022 waren:

Herr Michael Berse, Neustadt/Wied

Herr Oliver Berse, Hennef.

Beide vorgenannten Personen üben neben ihrer Geschäftsführertätigkeit auch die Geschäftsführertätigkeit bei der rumänischen Tochtergesellschaft aus.

(10) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Mietverpflichtungen bzw. Leasingverträge für KFZ und für die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Vorgenannte Verpflichtungen hatten in 2022 einen Umfang von rd. 350 T€. Vorgenannter Wert ist repräsentativ für künftige Jahre.

Die Mietverträge beziehen sich auf vier am Standort Troisdorf angemietete Hallen (Büro-, Sozial- und Lagerräume) sowie diverse PKW-Parkplätze. Bei den Leasingverträgen handelt es sich im Wesentlichen neben dem Fuhrpark um Büromaschinen, jeweils mit den üblichen Laufzeiten.

(11) Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft hat in 2011 bei der Kreissparkasse Köln ein Zinsswapgeschäft abgeschlossen (Ref. Nr. 4300 3618, Fälligkeit 30. Juni 2027). Der Marktwert (indikative Wertermittlung) zum 31. Dezember 2022 ist positiv. Der Buchwert beträgt Null.

(12) Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat gegenüber ihrer Tochtergesellschaft ZBV-Automation RO S.R.L (Rumänien) eine Patronatserklärung abgegeben.

(13) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Auffassung der Geschäftsführung wird das Geschäftsjahr 2023 weiterhin von den negativen Auswirkungen des Ukraine-Konflikts beeinträchtigt. Aufgrund eines guten Auftragseingangs wird allerdings insgesamt eine nennenswert höhere Gesamtleistung erwartet.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

(14) Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2022 gemeinsam mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Troisdorf, im Juni/Oktober 2023

Geschäftsführung

gez. Dipl.-Ing./Dipl.-Wirt.-Ing. Michael Berse

gez. Dipl.-Ing. Oliver Berse

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 25.10.2023 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 129.902,67 0,00 0,00 129.902,67
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 2.555.413,16 0,00 0,00 2.555.413,16
Technische Anlagen und Maschinen 154.369,91 0,00 0,00 154.369,91
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 602.766,01 35.435,37 22.352,92 615.848,46
3.312.549,08 35.435,37 22.352,92 3.325.631,53
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.000,00 0,00 0,00 10.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 64.296,35 0,00 47.274,09 17.022,26
Beteiligungen 100,00 0,00 0,00 100,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.010,22 0,00 0,00 1.010,22
75.406,57 0,00 47.274,09 28.132,48
3.517.858,32 35.435,37 69.627,01 3.483.666,68
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 129.284,67 536,00 0,00 129.820,67
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 1.648.605,62 95.661,00 0,00 1.744.266,62
Technische Anlagen und Maschinen 148.932,14 2.807,00 0,00 151.739,14
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 478.599,76 51.991,37 20.613,92 509.977,21
2.276.137,52 150.459,37 20.613,92 2.405.982,97
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
2.405.422,19 150.995,37 20.613,92 2.535.803,64
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 82,00 618,00
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 811.146,54 906.807,54
Technische Anlagen und Maschinen 2.630,77 5.437,77
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 105.871,25 124.166,25
919.648,56 1.036.411,56
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.000,00 10.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 17.022,26 64.296,35
Beteiligungen 100,00 100,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.010,22 1.010,22
28.132,48 75.406,57
947.863,04 1.112.436,13

Lagebericht Geschäftsjahr 2022

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2022 war weiterhin, wenngleich abgeschwächt, geprägt durch die Folgen der Corona-Pandemie. Hinzu kamen die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Während es in den meisten Ländern angesichts steigender Impfraten zu weniger coronabedingten Einschränkungen kam, ergriff die chinesische Regierung beim Auftreten neuer Varianten und vergleichsweise kleinerer Ausbrüche stets großflächige Maßnahmen zur Eindämmung. Durch diese Lockdowns wurden die Wirtschaftstätigkeit in China, aber auch die globalen Lieferketten weiterhin beeinträchtigt. Der Krieg in der Ukraine brachte zusätzliche Disruptionen mit sich, insbesondere in Europa. Die Preise für Rohstoffe und Landwirtschaftsprodukte stiegen nach der Invasion Russlands stark an, da die Ukraine kriegsbedingt und Russland sanktionsbedingt als Lieferanten ausfielen. Die Verknappung der Erdgaslieferungen aus Russland in die Europäische Union (EU) führte zu einer erhöhten Unsicherheit bezüglich der Versorgungslage und enormen Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen. Hinzu kamen die nach wie vor pandemiebedingt gestörten Wertschöpfungsketten und die damit einhergehenden Preissteigerungen. Zusammen mit Nachholeffekten der privaten Haushalte und Unternehmen, zum Teil noch genährt durch staatliche Konjunkturpakete, führte dies zum starken Anstieg der Inflationsraten. Die Nationalbanken schwenkten angesichts dessen zu Beginn bzw. im Laufe des Jahres 2022 auf den Weg einer restriktiveren Geldpolitik ein, wodurch sich die Kreditkosten im Laufe des Berichtsjahres erhöhten.

In Folge der sich im Jahresverlauf 2022 eintrübenden globalen Wachstumsperspektiven kam es zu wiederholten Abwärtsrevisionen bei den Prognosen führender Institutionen. Trotz massivem Gegenwind zeigte sich die Konjunktur letztlich aber robuster als allgemein erwartet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) nahm Ende Januar 2023 daher eine, wenn auch kleine Aufwärtsrevision vor und schätzte den Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr 2022 zuletzt auf preisbereinigt +3,4 Prozent, nach einem kräftigen Anstieg von +6,2 Prozent im Jahr zuvor. Die globale Inflationsrate lag 2022 bei geschätzt +8,8 Prozent. Der weltweite Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2022 mit geschätzt +5,4 Prozent. Nachdem die Industrieproduktion im Jahr 2021 dynamisch um +7,8 Prozent zugelegt hatte, wuchs sie im Jahr 2022 nur um 3 Prozent. Das Plus in der Entwickelten Volkswirtschaft betrug +2,2 Prozent, die Schwellen- und Entwicklungsländer kamen auf einen Anstieg von +3,8 Prozent.

In Europa sind die negativen Auswirkungen des Krieges am stärksten spürbar. Durch die hohen Preissteigerungen trübte sich das Konsumentenvertrauen merklich ein. Dass es dennoch in der Euro-Zone zu höheren BIP-Zuwächsen als in den USA kam, liegt zum einen an pandemiebedingten Basis- und Nachholeffekten im Bereich Tourismus. Zum anderen spielen konjunkturstützende Maßnahmen aus der EU Aufbau- und Resilienzfazilität sowie staatliche Konjunkturprogramme einzelner Mitgliedsstaaten eine Rolle. In den USA verlor der private Konsum im Laufe des Jahres 2022 an Fahrt, und die Bautätigkeit schrumpfte im hohen einstelligen Bereich. Japan zeigt weiter unter den G7-Staaten den schwächsten gesamtwirtschaftlichen Verlauf.

In China war die wirtschaftliche Entwicklung mit einem BIP-Zuwachs von 3 Prozent ausgesprochen schwach. Der Anstieg lag sogar unter dem durchschnittlichen Wachstum aller Entwicklungs- und Schwellenländer in Summe, welches geschätzt +3,9 Prozent betrug. Überdurchschnittlich und weit vor China war der Zuwachs in Indien.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2023, cpb World Trade Monitor, November 2022

Deutsche Konjunktur

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2022 nach noch vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um preisbereinigt +1,8 Prozent höher als im Vorjahr. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Dienstleistungen profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Besonders stark zulegen konnten die Sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,1 Prozent). Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,9 Prozent). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 Prozent). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich 2022 nach zwei stark von Corona geprägten Jahren vergleichsweise moderat um +1,0 Prozent. Der Staat gab deutlich mehr Geld aus, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen sanken die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, auch wenn weiterhin umfangreich Impfstoffe beschafft und finanziert wurden. Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um -1,7 Prozent ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde 2022 dagegen preisbereinigt +3,3 Prozent mehr investiert als im Vorjahr.

Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt +2,9 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt +6,0 Prozent zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren +1,3 Prozent oder rund 590 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 jedoch nur leicht, die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre konnten nicht ausgeglichen werden.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Branchenentwicklung

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland hat nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ihr Vorjahresniveau im Jahr 2022 um real +0,5 Prozent übertroffen. Das Produktionswachstum hätte deutlich höher ausfallen können, wenn nicht hartnäckig gestörte Lieferketten, ein sich intensivierender Fachkräftemangel und Schwierigkeiten bei der Energieversorgung die Produktion so stark und nachhaltig unter Druck gesetzt hätten. Allerdings blieb der von nicht wenigen erwartete Einbruch der Maschinenproduktion aus. Mehr noch: Im letzten Quartal des Jahres gelang eine regelrechte Aufholjagd: Die Produktion legte um +2,1 Prozent zu, und so wurde die bereits im April aufgestellte VDMA-Prognose 2022 von +1 Prozent erreicht. In Folge der deutlich anziehenden Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +10,5 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 237 Mrd. Euro, für den Umsatz stehen 244 Mrd. Euro in den Büchern.

Der Auftragseingang startete mit deutlich zweistelligen realen Plusraten ins Jahr, verlor im Jahresverlauf aber zusehends an Dynamik. Starke Produktionsbehinderungen und die nur allmählich abflauende Nachfrage führten zu Rekordauftragsbeständen, denn Stornierungen blieben abgesehen von dem Ausbuchen von Orders aus Russland und Bereinigungen zum Jahresende eher die Ausnahme. Im Maschinenbaudurchschnitt lag die Auftragsreichweite zeitweise über einem Jahr - ein Rekordwert. Im weiteren Jahresverlauf zeigten sich erste Entspannungsanzeichen bei den Lieferketten, insbesondere bei Metallen und Kunststoffen. Die Versorgung mit Elektronikteilen blieb aber herausfordernd. Im Dezember 2022 waren noch 74 Prozent der Unternehmen durch Störungen in vorgelagerten Lieferketten beeinträchtigt. Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust. Vielmehr verhinderte der Fachkräftemangel so manche Fertigstellung von Maschinen, Maschinenteilen und -komponenten. Viele Unternehmen möchten angesichts des hohen Auftragsbestands einstellen. Die Personalsuche gestaltet sich jedoch schwierig. Nicht nur Fachkräfte sind knapp, sondern Arbeitskräfte insgesamt.

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA

Unternehmensentwicklung

Auch das Geschäftsjahr 2022 stand noch unter dem Einfluss der Corona-Pandemie, wenngleich krankheitsbedingte Ausfälle durch umfangreiche Impfaktionen verringert wurden. Allerdings beeinträchtigten die Auswirkungen, die der Beginn des Ukraine-Krieges Anfang 2022 mit sich brachte, das Berichtsunternehmen im hohen Maße. Die mit der Krise verbundenen Lieferkettenengpässe und der damit einhergehenden Verknappung sowie extremen Verteuerung von Elektronik- und Pneumatik-Komponenten waren deutlich spürbar. Nicht lieferbare Anlagenteile verzögerten den Aufbau bzw. Fertigstellung der Maschinen.

Diese Entwicklung hat das Berichtsunternehmen vor allem dadurch betroffen, dass einige Großanlagen nicht mehr im Geschäftsjahr 2022 finalisiert und ausgeliefert werden konnten, da wesentliche Komponenten (insbes. elektronische Sicherheits- und Steuerungsteile) fehlten. Dies spiegelte sich im höchsten Bestand an halbfertigen Produkten zum Inventurstichtag seit Gründung des Unternehmens wider.

Dieser Umstand hatte aufgrund der Vorschriften des deutschen Handelsrechts stark negative Auswirkungen auf das Bilanzergebnis. Trotz der erschwerten Rahmenbedingungen konnte die betriebliche Gesamtleistung von etwa 18 Mio. EUR in 2021 auf rund 21 Mio. EUR zum Ende des Berichtsjahres gesteigert werden. Das entspricht einer Zunahme von ca. 18%. Die Betriebsleistung beinhaltet weiterhin im Wesentlichen die Produktion und den Verkauf von Sondermaschinen, Zentrifugal-Förderern und - vermehrt - von modular aufgebauten Automatisierungsanlagen und -systemen für die Montage- und Handhabungstechnik. Rund 96% des Gesamtumsatzes entfielen auf diese Bereiche. Die restlichen 4% wurden durch den Verkauf von Handelswaren und Ersatzteilen, erreicht. Diese Umsatzanteile entsprechen in etwa den Anteilen der Vorjahre.

Bezogen auf den Gesamtumsatz von 17,9 Mio EUR ergab sich ein Umsatzanteil für Lieferungen in das Inland von 10,5 Mio. EUR = 59% (Vorjahr 65%). Der Auslandsumsatz betrug insgesamt 41% (Vorjahr 35%). Von den insgesamt ausgeführten Anlagen im Wert von 7.375 TEUR (Vorjahr 6.613 TEUR) wurden 4.723 TEUR (Vorjahr 6.119 TEUR) in die EU, die restlichen 2.652 TEUR (Vorjahr 494 TEUR) überwiegend in die USA, nach Mexico und China exportiert.

Erfreulicherweise besteht nach wie vor eine hohe Nachfrage nach den Produkten des Berichtsunternehmens. Dies zeigt der sehr hohe Auftragsbestand zum 31.12.2022 von rund 13 Mio. EUR, der sich bis zur 2. Jahreshälfte 2023 auf nahezu 20 Mio. EUR steigerte. Der hohe Auftragseingang in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von über 15 Mio EUR führt, zusammen mit den bereits beauftragten Anlagenprojekten bei Jahreswechsel, zu einer planbaren und guten Auslastung der verfügbaren Kapazitäten im laufenden Geschäftsjahr und darüber hinaus.

Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen des Berichtsunternehmens belebt sich zunehmend. Zusätzlich zum erfreulich hohen Auftragseingang ist das angefragte Investitionsvolumen von Bestands- und Neukunden deutlich höher, als im Vorjahr. Die von Wirtschaftsexperten prognostizierten "Nachholeffekte" sind für das Berichtsunternehmen deutlich spürbar und führen zu einer optimistischen Einschätzung der zukünftigen Geschäftsentwicklung.

Etwa 85% des Auftragseinganges beinhalten größere Montageanlagen und -systeme, die das Unternehmen als Generalunternehmer ausführen wird. An diesen Anlagen werden, wie in der Branchenentwicklung durch den VDMA bereits prognostiziert, vermehrt Industrieroboter und Bildverarbeitungssysteme zur Montage und Qualitätssicherung eingesetzt. Ca. 2% des Auftragseinganges der letzten 6 Monate betreffen den Bereich der flexiblen Zuführsysteme und Zentrifugal-Förderer. Die restlichen 13% beinhalten Auftragseingänge für automatisierte Handarbeitsplätze und für sonstige Kleinautomation.

Durch vorgenannte Entwicklungen hat sich die Liquiditätslage unserer Gesellschaft verschlechtert mit der Folge, dass zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit erstmals die seit Jahren bereitgestellten Kreditlinien in Anspruch genommen werden mussten. Mit einem Auftragsbestand von 21 Mio. € inkl. einem im Oktober 2023 erfolgreich akquirierten Großprojekt aus mehreren bauähnlichen bzw. baugleichen Anlagen basierend auf einer Produktionsplattform mit Nutzung von externen und internen Synergien und somit verbesserter Kalkulationsgrundlage haben wir zudem eine gute Ausgangsbasis für das Geschäftsjahr 2024. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft ist daher nur dann nicht gesichert, wenn weitere negative wirtschaftliche Entwicklungen im relevanten Branchenumfeld eintreten, die kreditgebenden Banken die Inanspruchnahme der eingeräumten Linien verweigern oder der positive Auftragsbestand nicht erfolgreich abgearbeitet werden kann. Da sich hierauf keine Hinweise ergeben haben, gehen wir davon aus, dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft gesichert ist.

Kosten und Investitionen

Der Materialaufwand betrug TEUR 12.432 (Vorjahr TEUR 8.053). Bezogen auf die Betriebsleistung stieg er auf 57,6% (Vorjahr 43,8%). Dieser hohe Anstieg der Materialkosten erklärt sich durch die Lieferkettenengpässe und Verknappung des Beschaffungsmaterials, die folglich zu einer extremen Verteuerung führten; Preissteigerungen von teilweise mehr als 100% mussten in Kauf genommen werden. Die hieraus resultierenden langen und nicht planbaren Lieferzeiten ermöglichten es nicht, die Fertigstellung der Anlagen innerhalb der vorgesehenen Zeitfenster mit eigenem Fachpersonal aufgrund der Gleichzeitigkeit der zu leistenden Arbeitspakete einzuhalten. Dieser Situation geschuldet war ein überproportionaler Einsatz von Fremdleistungen für die Erstellung von Konstruktionen und Software sowie für Fremdarbeiten Mechanik und Elektrik erforderlich, um Liefertermine halten zu können. Diese Kosten für eingekaufte Fremdleistungen werden unter den Materialkosten geführt.

Zusätzlich hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2022 eine außerordentliche erweiterte Garantierückstellung für Nacharbeiten an Großprojekten mit Auslieferung bis Ende 2022 bilden müssen. Grund hierfür waren unerwartete, nachlaufende Kosten im Geschäftsjahr 2023 die im Wesentlichen technisch bedingt in einem Großprojekt bestehend aus mehreren Anlagen für komplexe High-Speed Zuführtechnik waren. Darüber hinaus entstanden ungewöhnliche Aufwendungen für die Nachrüstung von Sicherheitskomponenten, Steuerungsartikel und HMI's, die aufgrund der Lieferkettensituation zum Zeitpunkt der Auslieferung nicht verfügbar waren.

Für das Folgejahr erwartet das Berichtsunternehmen jedoch wieder eine deutliche Entspannung im Bereich der Lieferketten und der dadurch anfallenden zusätzlichen Kosten. Des Weiteren konnten in einigen Großprojekten Preisgleitklauseln zur Kompensation der Mehrkosten vereinbart werden bzw. wurden in der Preiskalkulation neuer Projekte entsprechende berücksichtigt.

Bezogen auf die Betriebsleistung sank der prozentuale Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr um rd. 6 Prozent-Punkte auf 42%. Absolut sind die Personalkosten - von TEUR 8.891 im Vorjahr, auf TEUR 9.089 im Berichtszeitraum - gestiegen.

Somit führten die Gesamtaufwendungen für Roh-, Hilfsstoffe, bezogene Fremdleistungen und Personalkosten zu einem Anstieg von etwa 13,82% in Bezug zu der Betriebsleistung im Berichtsjahr.

Die sonstigen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.543 (Vorjahr TEUR 1.546) stiegen von 8,4 auf 11,8 Prozentpunkte der Betriebsleistung.

Aus der oben beschriebenen Situation ergab sich eine negative Ertragslage zum Bilanzstichtag mit einem Betriebsergebnis von ca. minus 1,7 Mio. EUR. Das Berichtsunternehmen weist zum 31.12.2022 zusammen mit der 100% Tochter ZBV-AUTOMATION RO S.R.L. ein Eigenkapital von über 2.2 Mio EUR aus.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die vorgenannten ungewöhnlichen, ertragsmindernden Vorgänge sich nicht wiederholen werden und das Unternehmen zukünftig wieder eine deutlich verbesserte Ertragslage erreichen wird. Zusätzlich wird das Unternehmen seit mehreren Monaten unternehmerisch in den Bereichen Auftrags- und Unternehmenscontrolling, sowie der Strategie- und Organisationsoptimierung beraten. Die hieraus abzuleitenden Maßnahmen sollen dazu beitragen, den EBITA des Unternehmens langfristig und nachhaltig zu steigern.

Das Unternehmen strebt an, durch Rekrutierung von Fachpersonal und gezielter Ausbildung insbesondere im Bereich Steuerungstechnik den Anteil der bezogenen Fremdleistungen stark zu reduzieren.

Weitere Informationen hierzu siehe unter "Ausblick".

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl (Voll- und Teilzeitbeschäftigte) lag insgesamt bei 139 (Vorjahr 143). Sie setzt sich zusammen aus 49 gewerblichen Arbeitnehmern (Vorjahr 48) und 90 technischen und kaufmännischen Angestellten (Vorjahr 95). Zusätzlich werden 14 (Vorjahr 14) Auszubildende ausgebildet.

Das Berichtsunternehmen befindet sich zur Steigerung der Mitarbeitermotivation und exponierter Darstellung als moderner Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt bis Ende dieses Jahres in einer Pilotphase zur Einführung einer 4 1⁄2 Tage Woche mit reduzierter Wochenarbeitszeit bei drei (3) kurzen Freitagen sog. "short Fridays" im Monat. Die Ansprechbarkeit des Unternehmens wird durch ein rollierendes System sichergestellt.

Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, dass sich die Leistung des Unternehmens durch diese Maßnahme verbessern wird und geht derzeit davon aus, dass dieses Zeitmodell zum Anfang des Geschäftsjahres 2024 verbindlich eingeführt wird.

Ausblick

Die weltweit wiederbelebte Investitionsbereitschaft spiegelt sich für das Unternehmen deutlich im erfreulich hohen Auftragseingang des ersten Halbjahres 2023 wider. Die Geschäftsführung plant daher mit einem Umsatz zum Ende des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 22,4 Mio. Euro. Das Erreichen dieses Zieles wird allerdings auch weiterhin durch die aktuell äußerst angespannte Liefersituation auf den Beschaffungsmärkten und den Lieferketten beeinflusst werden, auch wenn sich hier eine leichte Entspannung abzeichnet.

Das Berichtsunternehmen hat keine direkten Kunden-/Lieferantenbeziehungen mit Russland bzw. Weiß-Russland. Dennoch sind die Auswirkungen des Ukraine-Konfliktes natürlich für das Berichtsunternehmen in Form steigender Energiekosten und Lieferverzögerungen bei Waren, die Vorprodukte aus dem Krisengebiet enthalten, deutlich spürbar. Wie lange die krisenbedingten Effekte anhalten werden, bleibt offen. Das Berichtsunternehmen betreibt ein aktives Risikomanagement zur proaktiven Überwachung der Lieferketten.

Dem internen Projektmanagement wurden verbesserte Tools zur Überwachung und Planung der Auftragsabwicklung zur Verfügung gestellt. Neben der Termin- und Ressourcenplanung werden insbesondere auch die mitlaufende Kalkulation und das Materialscreening weiter systematisiert und mit Hilfe der externen Beratung im Controlling Bereich überprüft, angepasst und optimiert.

Ebenso werden projektimmanente Risiken systematisch analysiert und mit den Methoden des "Agilen Managements" abgefangen. Die internen Projektleiter wurden durch externe Schulungen im Projektmanagement ausgebildet und teilweise zertifiziert.

Zur Sicherstellung der Unternehmensrentabilität sieht die mittelfristige Unternehmensplanung vor, durch gezielten Ressourcenaufbau im Fachpersonal den Kostenanteil an bezogenen Fremdleistungen für Konstruktionen und Software weiter zu senken. Hierzu wird der Bekanntheitsgrad des Unternehmens in den modernen Medien im Rahmen eines Marketingprogrammes mit Ausrichtung auf "Personal Recruiting" erhöht und entsprechende Traineeprogramme zur Heranführung von Hochschulabsolventen an praktische Lösungsmodelle für Automatisierungsaufgaben aufgelegt. Darüber hinaus werden die internen Programme zur Effizienzverbesserungen, Mitarbeiterqualifikation, Standardisierung und Optimierung des Projektmanagement weitergeführt, um die Kosten- und Leistungseffizienz zu erhöhen.

Der Bereich Service ist als eigenständige Organisationseinheit Service & Automation (S&A) etabliert und mit einer eigenen IT-Lösung als Ticketcenter ausgestattet. Neben der erweiterten Erreichbarkeit und garantierten Reaktionszeiten je nach gebuchtem Servicepaket wird die Abteilung S&A ebenso als Experten-Pool für Trouble-shooting und in Zusammenarbeit mit der Abteilung Prozesstechnik die Erprobung neuester Technologien genutzt. Der Montagedurchlauf von Automatisierungsanlagen wurde konsequent im Berichtszeitraum neu in den Bereich Vormontage und Endmontage inkl. Inbetriebnahme aufgeteilt. Für den Bereich Vormontage einzelner Funktionsbaugruppen wurde eine eigenständige Vormontagehalle mit entsprechender Ausstattung eingerichtet und organisatorisch als Unterabteilung in die Abteilung S&A eingebunden. Ein wesentlicher Schlüssel zur Gewinnung dieser Neukunden war neben der konsequenten strategischen Vertriebsausrichtung auch die Qualifizierung und Einbettung neuer Prozesstechnologien durch die seit 2018 etablierte Abteilung Prozesstechnik als Untergruppe der Konstruktion.

Mitte des Geschäftsjahres 2023 wurde eine eigenständige Organisationseinheit "InnoLab" gegründet, deren Mitarbeiter direkt der Geschäftsführung unterstellt sind. Das InnoLab übernimmt losgelöst vom Tagesgeschäft F+E-Aufgaben und ist verantwortlich für die technische Zukunftsausrichtung des Unternehmens. Die Mitarbeiter des Innolabs unterstützen zusätzlich die Konstruktion und die Software/Hardware-Entwicklung bei der Weiterentwicklung von Standards und Einbindung neuer Technologien. Erste Impulse zeigen sich bereits in Prototypenanwendungen mit KI unterstützter Bildverarbeitung und dem Einbinden führerloser Fahrzeuge (AGW) in die Zuführtechnik/Logistik. Entsprechend dem Eigenverständnis des Unternehmens nachhaltig und als "begleitende Partnerschaft" zu agieren, wurden für diese Neukunden Plattformstrategien in der Automatisierung erarbeitet und Wachstumsszenarien bzw. Folgesysteme für weitere Produktfamilien verabredet. Gezielt wurden daher Altsysteme auf die neue Plattform transformiert und somit die Geschäftsfelder "Retrofiting" und "ReUse" weiter ausgebaut. Ziel ist es, den Anteil aus diesen Branchen weiter zu erhöhen und damit die Branchendiversifikation zu vergrößern. Zur Erreichung dieses Ziels werden derzeit umfangreiche Marktanalysen durchgeführt. Der Vertrieb soll kurzfristig personell für diese Zielgruppe verstärkt werden.

Das Berichtsunternehmen konnte durch das Tochterunternehmen ZBV-AUTOMATION RO S.R.L (Gründung im Dezember 2013 in Timisoara / Rumänien) und deren kontinuierlichem Wachstum sich als globaler Anbieter weiter erfolgreich auf dem europäischen Markt etablieren. Mehrere Großkunden in Osteuropa setzen bereits die Tochtergesellschaft gemäß der Konzern-Strategie "local for local" im Service und bei der Realisierung von Einzel- und Teilumfängen mit wachsendem Anteil ein. Des Weiteren werden im Wachstumsmarkt in den östlichen EU-Ländern gezielt potentielle Neukunden durch die Tochtergesellschaft identifiziert und gemeinsam angesprochen.

Die erfolgreiche Umsetzung der ISO 9001:2015 wurde im Rahmen eines Überwachungsaudits im Mai 2023 für beide Standorte erneut bestätigt.

Durch die ständige Weiterbildung des Personals in den Fachbereichen mechanische und elektrische Montage sowie der Einstellung mechanischer Konstrukteure und SPS-Programmierern konnte der Leistungsumfang mittlerweile auf teil- und vollautomatisierte Montagevorrichtungen als Komplettlösung sowie auf skalierbare hochpräzise "End-Of-Line Prüfung" (EOL) etc. erweitert werden.

Das Tochterunternehmen ZBV-AUTOMATION S.R.L. hat im Berichtszeitraum zunehmend kleine und mittelgroße Automatisierungsprojekte akquiriert und eigenständig abgewickelt. Darüber hinaus wird es auch weiterhin - planmäßig - als verlängerte Werkbank in die Vormontage der Muttergesellschaft eingebunden.

Die Mitarbeiter der ZBV-AUTOMATION RO S.R.L. werden kontinuierlich im Mutterhaus aus- und weitergebildet. Mitarbeiter des Berichtsunternehmens werden regelmäßig als "Resident-Engineer" eingesetzt.

Die ZBV-AUTOMATION GmbH wird im Rahmen ihrer internationalen Aktivitäten seit mehreren Jahren erfolgreich im Bereich des lokalen Services durch die Kooperation mit einem chinesischen Unternehmen in Asien, einer Kooperation mit einem Maschinenbauer in USA mit Niederlassung in Mexiko für Serviceleistungen und Modulmontage im NAFTA-Bereich und Abwicklung von Teilaufträgen unterstützt. Ein Servicepartner in Litauen für den Wachstumsmarkt in den östlichen EU-Ländern, wurde ebenso zu einem Kooperationspartner für die Automatisierung und Robotik entwickelt.

Als digitale Unterstützung im Servicebereich wird die Technik der "Augmented Reality" erfolgreich eingesetzt. Durch die begleitende Online-Analyse der im Anlagenleitrechner ZBV-PLUSS verwalteten Echtzeitdaten werden Service-Maßnahmen unmittelbar auf Effektivität überprüft. Darüber hinaus generiert der Bereich Service & Automation auf dieser Datenbasis regelmäßig wertvolle Hinweise zur Wartung durch den Kunden bzw. zeigt Optimierungspotentiale an bestehenden Produktionsanlagen auf.

Somit werden die wichtigen Standorte von Großkunden aus der Automobil-, Elektro- und Lebensmittelbranche optimal bedient. Zielsetzung sind weiterhin spezifische Entwicklungen für Produkte zur Steigerung der Energieeffizienz sowie für die regenerative Energiegewinnung. Insbesondere im Bereich "Elektromobilität und Energiegewinnung/-transformation erweitert das Unternehmen kontinuierlich das potentielle Knowhow für spezifische Prozesstechniken und setzt dies in diversen Projekten bereits erfolgreich ein.

In einem Großprojekt für eine schnell taktende Montage und Prüfanlage wurde erstmalig im Unternehmen ein durch Linearmotor angetriebenes - dabei freiflutendes - Werkstückträger-Umlaufsystem der Firma Beckhoff eingesetzt. Neben der Reduzierung der Werkstückwechselzeiten auf deutlich unter einer halben Sekunde wird auch ein im Vorfeld per digitalem Zwilling simuliertes eigen entwickeltes Verteil- und Verwaltungskonzept der Werkstückträgerlogistik umgesetzt.

Die nahezu weltweit patentierte Produktfamilie ZBV-AC-Feeder zur akustischen Sortierung bzw. Zuführung von schwierigen und sensiblen Einzelteilen wurde um ein aktives noise cancelling-Modul erweitert und in einer speziellen Ausführung für den Einsatz unter Reinraumbedingungen mit FDA konformer Materialauswahl als Alternative zum "bin-picking" standardisiert. Die Bedienerführung erfolgt über ein neu entwickelte Touch-Display mit Stilelementen der Smart Phone Bedienung (einzelne und längere Fingertipp-Gesten und Wischbewegungen). Erste KI-basierende Lösungen zur produktionsbegleitenden Überwachung und selbstständigen Optimieren sind durch die Anwendung von Deep Learning erfolgreich im Einsatz. Es konnten hier teilweise Leistungssteigerungen im Bereich der automatisierten Zuführung von Schüttgut von mehr als 15 % erreicht werden.Die generierten Daten werden ebenso zur vorbeugenden Wartung (predictive Maintenance) ausgewertet. Diese Informationen werden dann über ein intelligentes Taskmanagement priorisiert an unterschiedliche Benutzergruppen als Aufgabe (Task) weitergegeben.

Der Einsatz von intelligenten Roboterlösungen - konventionell, bildunterstützt und/oder kollaborierend bzw. koexistent - wurde in den letzten Jahren sehr intensiv von der ZBV-Prozessentwicklung vorangetrieben. Das Unternehmen plant die Etablierung eines firmeneigenen Roboter-Kompetenz-Centers (RKC) um das Expertenwissen mit der nötigen Ressource zur Umsetzung zu hinterlegen.

Das Unternehmen priorisiert Maßnahmen für Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Verbesserung der CO 2 -Bilanz seiner Produkte. Auch im Geschäftsjahr 2021 wurde die Erstellung von Richtlinien für die Konstruktion ressourcenschonender und nachhaltiger Automations- und Zuführanlagen weiter vorangetrieben. Hierzu zählen sowohl eine energiesparende Auslegung aller Komponenten und Prozesse, als auch der vermehrte Einsatz intakter Re-Use Komponenten für Neuanlagen bzw. Retrofittings an vorhandenen Produktionsanlagen.

Einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sieht das Unternehmen unter anderem in der Weiterentwicklung von induktiven Erwärmsystemen für den Einsatz in der Automatisierungstechnik. Während bisher induktive Erwärmung eher metallische Fügeprozesse ermögliche kann heute aufgrund des besseren Wirkungsgrades, verglichen mit konventioneller Heizofentechnik, diese Technologie Aushärte- oder Schäumprozesse mit geringerem Energiebedarf und deutlich geringerem Platzbedarf abbilden.

Für die spezifischen Anforderungen der Verbindungstechnik über Lasertechnik sowie dem berührungslosen Umformen stehen dem Unternehmen weiterhin Forschungs- und Entwicklungskapazitäten zur Verfügung.

Die vollautomatische Integration dieser Prozesstechniken ergibt für den Kunden hohe Einsparpotentiale in Produktgestaltung und Produktion.

Entwicklungsschwerpunkte für die zukünftigen Geschäftsjahre wird die Integration von komplexen Prozesstechniken in hochflexible Montage- / Prozessmodule sein. Dies insbesondere auf Basis bildunterstützter Robotik. Hinzu kommt der Bereich intelligente Intralogistik, da aufgrund des Fachkräftemangels in Deutschland und Europa einfache Handhabungen im Logistikbereich zunehmend automatisiert werden müssen. Neben der Erkennung von Bauteilen in beliebiger Lage werden vermehrt vorher taktil sensible Handhabungsprozesse kollaborierend und/oder kraftüberwacht automatisiert erwartet.

Die Produktfamilie ZBV-PALMAcell ® als Standard-Palettierlösung für Kunststoffblister (Trays) mit erhöhter Teile-Autonomie wird zukünftig um die optionale Bestückung mit autonomen Fahrzeugen erweitert. Eine entsprechende Konzept-Studie wurde einigen, besonders interessierten, Kunden vorgestellt und soll in 2023 in einer Pilotanlage umgesetzt werden.

Aufgrund der wachsenden Anforderungen aus der Digitalisierung und den Standards der "Industrie 4.0" sieht das Berichtsunternehmen die Entscheidung zur Ausgliederung der Logistik und der Erfassung aller Maschinen- und Prozessdaten im ZBV-Leitrechnersystem ZBV-PLUSS als bestätigt an.

Im Rahmen eines internen KI-Forschungsprojektes eruiert das Unternehmen die Möglichkeiten einer "vorausschauenden Wartung" und einer visuell geführten Wartungsanweisung als Vorstufe zur "intelligenten Fabrik". Im Vordergrund steht die zur Verfügung Stellung von Anlagendaten zur Auswertung durch ein übergeordnetes System zur Generierung konkreter Anweisungen an den Anlagenbediener bzw. an das Wartungspersonal.

Hierfür hat das Unternehmen sein eigenes Leitrechnersystem weiterentwickelt und wird dies, entsprechend den Kundenanforderungen bzw. den Anforderungen aus der Digitalisierung ständig anpassen und erweitern.

Ziel ist es, einen konfigurierbaren Standard anzubieten.

Eine Vielzahl von Anlagen mit ZBV-Leitrechnersystem sind bereits im Markt erfolgreich integriert. Die Schnittstellen der Montagemodule sind insoweit parametrierbar gestaltet, dass auch die Integration in kundenseitige Montagezellen im Standard möglich ist.

Das Unternehmen sammelt aktuell Erfahrungen mit weiteren Simulationsmöglichkeiten - insbesondere bei der Erstellung eines "digital twin", Parallel zu Anlagenentstehung können so schon vor der eigentlichen Inbetriebnahme Produktionsläufe, Rüstvorgänge und spezielle Logistiksituationen visualisiert werden.

Das Unternehmen überarbeitet aktuell die Visualisierung des ZBV-Leitrechnersystems (ZBV-PLUSS) um es als ein eigenständiges Software-Produkt zur Ankopplung an beliebige Automatisierungslösungen anbieten zu können. Erste Anwendungen zur intelligenten Datenanalyse und einer aussagekräftigen Performance View mit dem bereits fertiggestellten Modul "ZBV-Analytics" mit neuer Bedienoberfläche sind bereits im Feldtest.

Risikomanagement

Das Unternehmen betreibt ein monatliches Berichtswesen für beide Standorte, in dem die wesentlichen betrieblichen Vorgänge und Daten zusammengestellt und der Geschäftsführung, bzw. dem Führungskreis zur Kenntnis gebracht werden.

Hierdurch kann auf eventuell sich abzeichnende Risiken kurzfristig und angemessen reagiert werden.

Das projektbezogenes Auftragscontrolling wird weiter verfeinert und um den Bereich Change Request (Generierung von Tickets) erweitert. Die Projektüberwachungstools zur Sicherstellung des geplanten terminlichen Projektdurchlaufes sind ebenso in einem Adon-Tool in einen automatischen Workflow eingebunden worden.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Sicherung der Prozessfunktionen, die über die IT abgebildet werden. Bereits im Geschäftsjahr 2011 wurde das Serversystem auf der Basis "VMware Sphere 5.6" als redundantes System erfolgreich installiert.

Ein Austausch dieser Systeme gegen schnellere, energieeffizientere Server mit größerer Speicherkapazität und verbesserter Datensicherung wurde bereits im Geschäftsjahr 2015 umgesetzt und im Geschäftsfahr 2023 nochmals modernisiert, erweitert und auf die VMware Sphere Version 8.0 hochgerüstet. Am Standort Rumänien wurde ebenfalls ein redundantes, virtuelles Server-System, analog zum deutschen System, installiert und an die Zentrale angebunden.

Dieses System erlaubt einen unterbrechungsfreien, weitestgehend von der Hardware unabhängigen Betrieb aller Einzelserver. Die Verfügbarkeit des ERP-Systems und der CAD-Daten ist über eine lückenlose Datensicherung aller relevanten Daten gewährleistet:

Es erfolgt eine werktägliche Zuwachssicherung und eine wöchentliche Komplettsicherung aller auf den Servern abgelegten Daten über einen Fujitsu Superloader (LTO Ultrium 8) mit der Software Veeam Backup.

Für jeden Server existieren entsprechende Festplattensicherungen und Sicherungsbänder, so dass eine komplette oder partielle Rücksicherung aller Daten der letzten zehn Werktage in kurzer Zeit möglich ist.

Die Daten und Anwendungen können im Falle eines Hardwaredefektes im laufenden Betrieb auf dem Redundanzsystem verfügbar gemacht werden. Stillstands Zeiten können durch die redundante Serverstruktur weitestgehend vermieden werden.

Die Sicherungsbänder werden außerhalb des Unternehmens unter Verschluss sicher gelagert.

Zum Ende eines jeden Monats wird eine zusätzliche Komplettsicherung der Daten aller Server erstellt und extern ausgelagert. Diese Bänder werden für mindestens 1 Jahr aufbewahrt.

Es wird jeweils zum Geschäftsjahresende eine Komplettsicherung aller Server auf Sicherungsband ausgeführt und für 10 Jahre extern archiviert.

Sicherungen werden in regelmäßigen Abständen testweise zurückgeschrieben, um die Funktion des Backup-Systems zu verifizieren.

Selbstverständlich wird im Unternehmen der gesamte elektronische Datenverkehr mit entsprechend aktualisierten Virenscannern ständig zentral und dezentral überprüft.

Mögliche Angriffe von außen auf das interne Datennetz werden durch die installierte Hardware - Firewall nach aktuellem Stand der Technik abgeblockt. Alle ein und ausgehenden Emails werden durch einen externen Provider vor der Zustellung, bzw. dem Versand auf Viren und Malware auf externen Servern untersucht. Der Netzverkehr wird durch einen Echtzeitscanner permanent auf Ransomware überprüft.

Alle Büroräume und die Werkstatt sind mit einer modernen Einbruch- und Brandmeldeanlage ausgestattet, die mit einer Alarmzentrale 24-Stunden online verbunden ist.

Risiken aus der weltweiten, zukünftigen Entwicklung sind derzeit für die Gesellschaft - durch die anhaltenden Auswirkungen des Ukraine Konfliktes und die Entwicklung der Lieferketten nur bedingt einschätzbar.

Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen in den Abschnitten "Unternehmensentwicklung" und "Ausblick" dieses Lageberichts.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres für das Unternehmen darüber hinaus im weltweiten Branchenvergleich eingetreten sind, haben sich jedoch nicht ereignet.

 

Troisdorf, im September 2023

gez. Dipl.-Ing. / Dipl.-Wirt.-Ing. Michael Berse, Gesellschafter-Geschäftsführer

gez. Dipl.-ing. Oliver Berse, Gesellschafter-Geschäftsführer

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

I. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ZBV-Automation GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ZBV-Automation GmbH, Troisdorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ZBV-Automation GmbH, Troisdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Siegburg, den 23. Oktober 2023

R+L AUDIT GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Ulf Daniel, Wirtschaftsprüfer

gez. Oliver Megsner, Wirtschaftsprüfer

Es wird darauf hingewiesen, dass sich der Bestätigungsvermerk auf den aufgestellten (vollständigen) Jahresabschluss und nicht den hier unter Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften offenzulegenden Jahresabschluss bezieht.

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