Master Data

Registry
Register court Münster HRB 5901
Previous
FAC'T GmbH
Registered
11/7/2000
Purpose
2.1 Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts -Steuerbegünstigte Zwecke- der Abgabenordnung (AO). 2.2 Zweck der Gesellschaft ist insbesondere die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege, der Jugend- und Altenhilfe, die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen im Rahmen der Förderung des Wohlfahrtswesens, die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Stundenhilfe, die Förderung der Religion, die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie die Förderung der Behindertenhilfe. 2.3 Die Gesellschaft verwirklicht die in § 2.2 genannten Zwecke im Rahmen eines planmäßigen Zusammenwirkens im Sinne des § 57 Abs. 3 AO mit Gesellschaften, an denen die St. Franziskus-Stiftung Münster unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist (Verbundgesellschaften) und die die Voraussetzungen der §§ 51 bis 68 AO erfüllen. Diese Verbundgesellschaften werden für Zwecke der steuerlichen Anerkennung in einer Aufstellung außerhalb des Gesellschaftsvertrages aufgelistet. Darüber hinaus erfolgt das planmäßige Zusammenwirken mit den nachfolgend benannten steuerbegünstigten Körperschaften: - Alexianer St. Gertrauden GmbH - Stiftung Allgemeines Krankenhaus Celle - Altenhilfe-Zentrum St. Clemens Münster-Hiltrup gGmbH - Ambulante Klinik am St. Joseph-Stift GmbH - Asklepios Kliniken Hamburg GmbH - AWO Pflege+Service gGbmH - Barmherzige Brüder gemeinnützige Krankenhaus GmbH - Burghof-Klinik GmbH - Bremer Heimstiftung - Caritasverband Westeifel e.V. - Christliches Kinderhospital Osnabrück GmbH - Christliches Krankenhaus Quakenbrück GmbH - Cusanus Trägergesellschaft mbH - Evangelische Stiftung Volmarstein - Evangelisches Krankenhaus Oberhausen GmbH - Evangelische Krankenhausstiftung Oldenburg - Ev. Johanneswerk gGmbH - Fachklinik Hornheide e.V. - Friesland Kliniken gemeinnützige GmbH - Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe gGmbH - Genossenschaft der Krankenschwestern nach der III. Regel des heiligen Franziskus - Gesundheitsservicegesellschaft Havelland mbH - Guter Hirte Münster gGmbH - Johanniter-Kliniken Hamm GmbH - Hochtaunus-Kliniken gGmbH - Katholische Karl-Leisner-Trägergesellschaft mbH - Kath. Kirchengemeinde St. Mauritz - KEM Evang Kliniken Essen-Mitte gGmbH - Kerckhoff-Klinik gGmbH - Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH - Kliniken Landkreis Diepholz gGmbH - Klinikum Lippstadt GmbH - Klinikum Gütersloh gGmbH - Klinikum Worms gGmbH - Klinikum Würzburg Mitte gGmbH - Kreiskliniken Herford-Bünde (KdöR) - Lebenshaus Münster gGmbH - Ludgerus-Kliniken Münster GmbH - Marienhaus Kliniken GmbH - Marienkrankenhaus Kassel GmbH - Märkische Kliniken GmbH - Mühlenkreiskliniken (KdöR) - Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück - Ordensgemeinschaft der Schwestern von der Göttlichen Vorsehung Deutsche Provinz e. V. - Ordensgemeinschaft der Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu e.V. - Rems-Murr-Kliniken gGmbH - Sauerlandklinik Hachen gGmbH - Städtisches Krankenhaus Nettetal - Stiftung Kinderheim und Waisenhaus St. Mauritz - Stiftung Pius-Hospital Oldenburg - St. Bernhard-Hospital gemeinnützige GmbH, Brake - St. Franziskus-Hospital gGmbH, Lohne - St. Joseph-Hospital gGmbH - St. Josefs-Hospital Cloppenburg gGmbH - St. Josef-Hospital Xanten GmbH - St. Marienhospital Vechta gemeinnützige GmbH - Städtisches Krankenhaus Maria-Hilf Brilon gGmbH - Stiftung Kinderhospital Osnabrück - Stiftung St. Josef - Stiftungsklinikum Proselis gGmbH - STENUM Ortho GmbH - Universitätsklinikum Essen (KdöR) Dieses Zusammenwirken wird verwirklicht durch das Erbringen von Leistungen, durch Nutzungsüberlassungen, durch Lieferungen oder durch Beistellung von Personal zur Erfüllung der gemeinsamen Satzungszwecke. Dabei erfolgt insbesondere die Entwicklung, Planung, Gestaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden und deren Systemen sowie die medizinische Dokumentation oder das Erbringen von Wirtschaftsdiensten wie Gastronomie, Reinigung und Logistik, soweit diese Lieferungen bzw. Leistungen zur gemeinsamen Erfüllung der steuerbegünstigten Zwecke erforderlich sind. Darüber hinaus erbringt die Gesellschaft strategische Beratungs-, Planungs- und Projektmanagementleistungen an die genannten Kooperationspartner, um diese langfristig zur Verwirklichung der steuerbegünstigten Zwecke zu befähigen. Zudem erfolgt das planmäßige Zusammenwirken durch die Inanspruchnahme von verschiedenen Management- und Beratungsleistungen, Verwaltungsdienstleistungen im Bereich Finanzen, Rechnungswesen, Steuern, Versicherungswesen, Controlling oder Marketing, Planungs- und Beschaffungsleistungen, Personaldienste und -gestellungen, Überlassung und Verwaltung von Mobilien und Immobilien, Versorgung mit Wäsche, Speisen und Medikamenten, Logistik, Bettenaufbereitung, Reinigungsdienstleistungen, hauswirtschaftliche Dienstleistungen, Sterilisations- und Laborleistungen sowie durch den Bezug von Strom, Erdgas und von IT-Produkten bzw. IT-Dienstleistungen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Dirk Plenter
since 7/19/2023
Procura
David Neurohr
since 7/19/2023
Procura
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (2)

NameOwnership
St. Franziskus-Stiftung
98.00%
2.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

medical ORDER instruments GmbH
Germany
€150,000
100.00%

Holdings

NameOwnership
No data available

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

FACT GmbH

Münster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 333.598,47 209
II. Sachanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.036.006,65 869
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 447.029,14 406
2. Ausleihen an verbundene Unternehmen 139.347,43 178
3. Beteiligungen 12.500,00 12
598.876,57 (596)
1.968.481,69 (1.674)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.276.319,78 1.378
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.577.736,18 1.676
3. Geleistete Anzahlungen 340,30 15
2.854.396,26 (3.069)
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.282.359,79 1.690
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.191.513,57 3.599
3. Sonstige Vermögensgegenstände 277.663,11 183
3.751.536,47 (5.472)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.794.617,52 965
11.400.550,25 (9.506)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 354.520,33 391
13.723.552,27 11.571

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150
II. Kapitalrücklage 450.000,00 450
III. Gewinnrücklagen 1.880.249,75 1.880
IV. Gewinnvortrag 1.288.306,10 592
V. Jahresüberschuss 301.278,05 696
4.069.833,90 (3.768)
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 360.405,00 360
2. Steuerrückstellungen 610.375,06 601
3. Sonstige Rückstellungen 3.101.551,20 1.427
4.072.331,26 (2.388)
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.000.000,00 1.000
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 923.140,65 1.047
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.009.031,40 2.049
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.113.028,78 714
5. Sonstige Verbindlichkeiten 530.616,32 598
- davon aus Steuern: € 226.486,00 (Vorjahr: T€ 242)
5.575.817,15 (5.408)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.569,96 7
13.723.552,27 11.571

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2023

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 51.444.266,28 51.573
2. Verminderung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen -98.463,34 -624
3. Sonstige betriebliche Erträge 802.581,20 1.221
52.148.384,14 (52.170)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -5.959.475,56 -6.959
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -12.082.290,78 -12.271
-18.041.766,34 (-19.230)
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -22.391.099,31 -21.109
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.748.881,46 -4.675
- davon für Altersversorgung: € 340.551,14 (Vorjahr: T€ 365)
-27.139.980,77 (-25.784)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -460.057,69 -460
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.963.903,41 -5.602
8. Erträge aus Beteiligungen 40.000,00 35
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 40.000,00 (Vorjahr: T€ 35)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.132,80 6
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -54.614,30 -35
- davon an verbundene Unternehmen: € 0,00 (Vorjahr: T€ 1)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -219.277,38 -385
12. Ergebnis nach Steuern 312.917,05 715
13. Sonstige Steuern -11.639,00 -19
14. Jahresüberschuss 301.278,05 696

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die FAC'T GmbH hat ihren Sitz in Münster und wird beim Registergericht Münster (HRB 5901) geführt.

Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung von technischen Leistungen, Serviceleistungen und Managementleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, aber auch für andere gemeinnützige, kommunale und gewerbliche Auftraggeber.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB und GmbHG aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Vorjahres.

Die FAC'T GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

Die FAC'T GmbH ist ein Verbundunternehmen der St. Franziskus-Gruppe, in der alle Gesellschaften zusammengefasst sind, an denen die St. Franziskus-Stiftung, Münster, mittelbar oder unmittelbar die Mehrheit der Anteile hält. Diese Unternehmen werden im vorliegenden Abschluss als verbundene Unternehmen ausgewiesen.

2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear. Immaterielle Vermögensgegenstände werden über 1 bis 5 Jahre abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter von € 250,00 bis € 800,00 netto werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.

Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Leistungen erfolgt zu (anteiligen) Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten wurden dabei mit Material- und Fertigungseinzel- bzw. -gemeinkosten bemessen. Verwaltungsgemeinkosten und Fremdkapitalzinsen wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht mit eingezogen. Bestandsrisiken wurden angemessen berücksichtigt. Dem Risiko von Wertminderungen durch Ungängigkeit bzw. aus der Altersstruktur wurde durch Abwertungen Rechnung getragen.

Die ebenfalls im Vorratsvermögen ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen sind zu den Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Die Kassenbestände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu ihren Nominalbeträgen angesetzt.

Als gezeichnetes Kapital ist das Stammkapital der Gesellschaft ausgewiesen. Es ist in voller Höhe eingezahlt.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen aus Einstandsverpflichtungen gegenüber der Pensionskasse der Caritas VVaG, Köln, erfolgt unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach der Projected- Unit-Credit Method. Es ist ein Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HBG von 1,82 % (10-Jahresdurchschnitt) (Vorjahr: 1,78 %) für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zur Anwendung gekommen. Der Berechnung liegt eine Schätzung des Inflationsausgleichs laufender Renten von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) zugrunde. Bei der Berechnung mit einem 7-jahresdurchschnittlichen Zinssatz von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) der Deutschen Bundesbank, würde sich zum 31. Dezember 2023 eine Pensionsrückstellung in Höhe von 366 T€ ergeben. Der sich somit ergebende Mehrbetrag in Höhe von 5 T€ unterliegt der Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen.

Rückstellungen für Jubiläen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen bewertet. Die Rückstellungen für Jubiläen wurden pauschal mit einem Rechnungszins von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) abgezinst. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläen wurden branchenübliche Fluktuationsabschläge sowie eine Einkommenssteigerung von 2,0 % p. a. unterstellt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind nur Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 41 T€ (Vorjahr: 40 T€) ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1.892 T€ (Vorjahr: 3.300 T€).

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
Boni/variable Vergütungen an Mitarbeiter/innen 592 T€ 599 T€
Inflationsausgleichsprämie 576 T€ 0 T€
Altersteilzeitverpflichtungen 295 T€ 312 T€
Mehrarbeit- und Überstunden 183 T€ 168 T€
Rückständiger Urlaub 207 T€ 164 T€
Übrige Personalrückstellungen 72 T€ 64 T€
Umsatzrückvergütungen an Kunden 1.050 T€ 0 T€
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 30 T€ 45 T€
Ausstehende Rechnungen 36 T€ 38 T€
Übrige 60 T€ 37 T€
3.102 T€ 1.427 T€

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem Verbindlichkeitenspiegel hervor.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Abtretung von Miet- und Pachtforderungen besichert.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind in Höhe von 21 T€ (Vorjahr 359 T€) Erträge enthalten, die einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnen sind.

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 372 T€) Aufwendungen enthalten, die einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnen sind.

Innerhalb der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steuernachzahlungen betreffend Vorjahre in Höhe von 10 T€ (im Vorjahr Steuererstattungen in Höhe von 6 T€) enthalten.

5. Sonstige Angaben

5.1 Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 waren bestellt:

Dipl.-Ing. (FH) Tobias Krüer, B.FM., MBA, Ibbenbüren

Jan Rasmus, Hamburg, (seit 01.07.2023).

Bezüglich der Angaben der Vergütung der Geschäftsführung wurden die Ausnahmeregelungen des § 286 Abs. 4 HGB angewendet.

5.2 Haftungsverhältnisse

Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber der Arbeitnehmerschaft bestehen bei der kirchlichen Zusatzversorgungskasse des Verbandes der Diözesen Deutschland in Köln (KZVK). Hinsichtlich dieser mittelbaren Pensionsverpflichtungen besteht nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB ein Passivierungswahlrecht. Vom Wahlrecht wurde kein Gebrauch gemacht. Da weder der notwendige Erfüllungsbetrag noch der beizulegende Zeitwert des Vermögens der KZVK Köln zugänglich ist, wurden zur Ermittlung der auf die Gesellschaft entfallenden finanzökonomischen Deckungslücke als bester Schätzwert die zu erwartenden Angleichungsbeiträge, die bis 2026 erhoben werden, herangezogen. Demnach betrug die Deckungslücke am 31. Dezember 2023 248 T€ (Abzinsungssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB).

Aufgrund eines Rahmenkreditvertrages bei der Volksbank im Münsterland e.G., Münster, mit der FAC'T GmbH, Münster, der FAC'T IT GmbH, Bremen, der FACT RS GmbH, Münster sowie der FAC'T GS GmbH, Münster, besteht eine gesamtschuldnerische Haftung über maximal € 3 Mio. Der Kredit wurde zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 1.040.962,49 € in Anspruch genommen. Eine Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung ist nach derzeitigem Kenntnisstand aufgrund der wirtschaftlichen Lage der FACT-Gesellschaften unwahrscheinlich.

5.3 Beteiligungen

Die Gesellschaft ist im Sinne von § 285 Nr. 11 HGB an folgenden Unternehmen beteiligt:

Firma, Sitz Anteil Eigenkapital zum 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
FACT RS GmbH, Münster 100,00% 2.695.472,31 € + 92.464,33 €
FAC'T GS GmbH, Münster 100,00% 532.382,61 € - 82.774,96 €
FAC'T IT GmbH, Bremen 100,00% 1.524.840,68 € + 141.553,80
MEDIPLAN Krankenhausplanungsgesellschaft mbH, Hamburg 80,00% 909.261,90 € + 150.721,02 €
Encadi GmbH, Münster 50,00% 1.807.003,91 € + 384.893,96 €

5.4 Arbeitnehmer

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 520 MitarbeiterInnen (Kopfzahl), Vorjahr 514 MitarbeiterInnen, beschäftigt.

5.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Mietverträgen mit Dritten ergeben sich künftige Verpflichtungen in Höhe von 2.535 T€, davon sind 761 T€ innerhalb eines Jahres fällig. Aus Mietverträgen mit verbundenen Unternehmen bestehen Verpflichtungen in Höhe von 201 T€, davon sind 174 T€ innerhalb eines Jahres fällig. Darüber hinaus bestehen künftige Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von 1.574 T€, davon sind 628 T€ innerhalb eines Jahres fällig.

5.6 Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 11 T€. Es entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen.

5.7 Konzernzugehörigkeit

Mutterunternehmen im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellen, sind die St. Franziskus- Stiftung Münster, Münster, und die medical ORDER instruments GmbH, Ahlen.

5.8 Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Münster, den 23.08.2024

gez. Dipl.-Ing. (FH) Tobias Krüer, B.FM., MBA

gez. Jan Rasmus

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 (Anlagenspiegel)

Anschaffungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 798.156,87 249.269,41 0,00 1.047.426,28
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.992.400,87 502.538,03 135.996,02 4.358.942,88
3.992.400,87 502.538,03 135.996,02 4.358.942,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 405.529,14 41.500,00 0,00 447.029,14
2. Ausleihen an verbundene Unternehmen 177.932,86 0,00 38.585,43 139.347,43
3. Beteiligungen 12.500,00 0,00 0,00 12.500,00
595.962,00 41.500,00 38.585,43 598.876,57
5.386.519,74 793.307,44 174.581,45 6.005.245,73
Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 589.358,94 124.468,87 0,00 713.827,81
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.123.343,43 335.588,82 135.996,02 3.322.936,23
3.123.343,43 335.588,82 135.996,02 3.322.936,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.712.702,37 460.057,69 135.996,02 135.996,02
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 333.598,47 208.797,93
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.036.006,65 869.057,44
1.036.006,65 869.057,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 447.029,14 405.529,14
2. Ausleihen an verbundene Unternehmen 139.347,43 177.932,86
3. Beteiligungen 12.500,00 12.500,00
598.876,57 595.962,00
1.968.481,69 1.673.817,37

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr Gesamt Restlaufzeit > 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.000.000,00 - 1.000.000,00 -
Vorjahreswerte - 1.000.000,00 1.000.000,00 -
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 923.140,65 - 923.140,65 -
Vorjahreswerte 1.046.631,75 - 1.046.631,75 -
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.009.031,40 - 2.009.031,40 -
Vorjahreswerte 2.048.819,43 - 2.048.819,43 -
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.113.028,78 - 1.113.028,78 -
Vorjahreswerte 713.724,26 - 713.724,26 -
5. Sonstige Verbindlichkeiten 530.616,32 - 530.616,32 -
Vorjahreswerte 598.277,22 - 598.277,22 -
5.575.817,15 - 5.575.817,15 -
Vorjahreswerte 4.407.452,66 1.000.000,00 5.407.452,66 -

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der FAC'T GmbH, Münster

1. Grundlagen des Unternehmens

Als FAC'T Gruppe übernehmen wir die Verantwortung für alle Leistungen des Facility- Management im Gesundheitswesen. Unser Spektrum reicht dabei von Beratung und Planung über die Erstellung bis zum Betrieb und Service einzelner Bausteine und kompletter Infrastrukturen. Mehr als 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen unsere Kunden Tag für Tag in den Bereichen Gebäude und Technik, IT, Reinigung, Gastronomie, Dokumentation und Beratung.

Die FAC'T GmbH ist im Bereich Facility-Management ein Dienstleister für das technische, infrastrukturelle und kaufmännische Gebäudemanagement. Dazu zählen u.a. die Gebäudetechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, Medizintechnik, Fördertechnik, Hygieneberatung, Schreibdienste zur medizinischen Dokumentation, Arbeitssicherheit und Brandschutz sowie Energie- und Umweltmanagement. Darüber hinaus erbringt die FACT GmbH ganzheitliche strategische Beratungs-, Baumanagement- und Projektmanagementleistungen und übernimmt vollständig die medizintechnische Prozess- und Geräteplanung für ihre Kunden.

Die FAC'T GmbH gehört zur Unternehmensgruppe der St. Franziskus-Stiftung Münster.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft im Jahr 2023 war von der nachlassenden Erholung von der Corona- Pandemie sowie dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und den damit einhergehenden Auswirkungen geprägt. Zudem haben straffere geldpolitische und finanzielle Rahmenbedingungen das Wachstum der Weltwirtschaft belastet. Insgesamt mehren sich die Anzeichen, dass die Weltwirtschaft vor einer längeren Phase unterdurchschnittlichen Wachstums steht. 1 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 0,3% niedriger als im Vorjahr 2.

Da die Kunden zum überwiegenden Teil aus der Gesundheits- und Sozialwirtschaft stammen, ist die Umsatzentwicklung und das Geschäftsmodell der Gesellschaft unmittelbar und in hohem Maße von den branchenspezifischen und gesundheitspolitischen Entwicklungen betroffen, die nachfolgend dargestellt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag per Dezember 2023 um 214.000 oberhalb des Vorjahresmonats 3.

Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit haben die gesetzlichen Krankenversicherungen in den ersten drei Quartalen 2023 mit einem Defizit von rund 1,0 Milliarde Euro abgeschlossen. Die Finanzreserven der Krankenkassen beliefen sich Ende September 2023 auf rund 9,3 Milliarden Euro. 4

Der Gesundheitsfonds, der Anfang des Jahres noch über eine Liquiditätsreserve von rund 12,0 Milliarden Euro verfügte, lag Ende September mit rund 6,9 Milliarden Euro im Minus. Ein Teil des Defizits resultiert dabei aus einer Maßnahme des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes. Im Zuge des Gesetzes wurden durch die Absenkung der Obergrenze der Liquiditätsreserve zusätzliche Mittel an die Krankenkassen ausgeschüttet, um die Zusatzbeitragssätze der Krankenkassen zu stabilisieren. 5

1 BMWK, Die Weltwirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau, Berlin, 2023.
2 Destatis, Wichtige gesamtwirtschaftliche Größen in Mrd. Euro, Veränderungsrate des BIP, Wiesbaden, 2024.
3 Bundesagentur für Arbeit, Beschäftigung - Die aktuellen Entwicklungen in Kürze - Februar 2024, Nürnberg, 2024.
4 BMG-Pressemitteilung, Finanzentwicklung der GKV im 1. Bis 3. Quartal 2023; Bonn, Dezember 2023.
5 Ebenda.

Das aktuelle Krankenhaus-Barometer zeichnet ein dramatisches Bild der wirtschaftlichen Lage deutscher Krankenhäuser. Demnach erwarten fast 80 Prozent der Krankenhäuser für das Geschäftsjahr 2023 ein negatives Jahresergebnis. Zudem gehen 71 Prozent der Krankenhäuser mit Blick auf das Jahr 2024 von einer weiteren Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation aus. 6

Die Gründe, für die sich weiter verschlechternde Lage sind vielfältig und umfassen neben dem Fachkräftemangel und den inflationsbedingt steigenden Preisen auch weiterhin bestehende stationäre Leistungseinbrüche. Dazu kommen Unsicherheiten bei der zukünftigen Finanzierung und ein damit einhergehender Investitionsstau in vielen Einrichtungen. Kurzfristige Verbesserungen der wirtschaftlichen Lage durch den Strukturwandel in der Krankenhauslandschaft im Zuge der geplanten Krankenhausreform erwarten die Krankenhäuser mehrheitlich nicht. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass Entlastungseffekte erst ab 2028 eintreten. Vor dem Hintergrund der insgesamt sehr angespannten Lage rechnen die deutschen Krankenhaus-Manager zudem mit massenweisen Klinikschließungen und einer deutlichen Verdichtung der Kliniklandschaft in den nächsten zehn Jahren. 7

2.2 Geschäftsverlauf

Auch im Geschäftsjahr 2023 haben die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und die inflationsbedingten Kostensteigerungen ihre Spuren hinterlassen und den Geschäftsbetrieb der FAC'T GmbH belastet. Weiterhin überdurchschnittliche krankheitsbedingte Personalausfälle und ein angespannter Personalmarkt, aufgrund dessen viele Stellen nicht besetzt werden konnten, führten dazu, dass die Mitarbeitenden auch im Jahr 2023 stark belastet waren.

Personal- und Fachkräftemangel führte auch bei für den Betrieb der FACT benötigten Fremdleistungen zu weiteren Kostensteigerungen, die nicht durch Preisanpassungen gegenüber den Krankenhauskunden kompensiert werden konnten. Die resultierenden wirtschaftlichen Herausforderungen wie auch spartenbezogene Lieferengpässe mit den damit verbundenen Verzögerungen prägten den Geschäftsverlauf 2023. Die zuvor beschriebene, Unsicherheit und der wirtschaftliche Druck der Krankenhäuser wirkten sich spürbar negativ auf den Auftragseingang aus. Zwei Förderprogramme des Landes NRW verbesserten zwar die Erlösmöglichkeiten, führten aber durch eine zeitliche Umsetzungsverpflichtung bis zum Jahresende 2023 gerade im 3. und 4. Quartal zu einer maximalen Belastung der Technik- und Planungsbereiche.

6 DKGEV Pressemitteilung; Lage der Krankenhäuser so schlecht wie noch nie - Insolvenzen steuern 2024 auf Rekordhoch zu, Berlin, Dezember 2023.
7 Roland Berger Krankenhausstudie 2023, München, Juli 2023.

Im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten wurden Arbeitstreffen auch in Verbindung mit teamfördernden Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des positiven Betriebsklimas und der Motivation durchgeführt.

Insgesamt kann die FAC'T GmbH unter Berücksichtigung der zuvor beschriebenen, von Herausforderungen geprägten Rahmenbedingungen auf ein sehr anspruchsvolles, und im Ergebnis gutes Geschäftsjahr zurückblicken.

2.3 Ertragslage

In 2023 wird ein Jahresergebnis von + 301 T€ ausgewiesen. Die Erwartungen des Wirtschaftsplanes wurden damit erreicht.

Unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten setzt sich das Ergebnis wie folgt zusammen:

Ertragslage 2023 2022 2021 Veränderung
FAC'T GmbH T€ * T€ * T€ * absolut in %
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen und Verkäufen 50.787 50.928 46.321 -141 -0,3
Sonstige Umsatzerlöse 657 647 610 + 10 1,5
Umsatzerlöse 51.444 51.575 46.931 -131 -0,3
Bestandsveränderungen -98 -624 1.498 + 526 -84,3
Sonstige betriebliche Erträge 576 485 343 + 91 18,8
Gesamtleistung 51.922 51.436 48.772 486 0,9
Personalaufwand 25.881 25.729 25.690 + 152 0,6
Waren- und Materialeinsatz 5.955 6.955 6.247 - 1.000 -14,4
Bezogene Fremd- und Wartungsleistungen 12.082 12.271 11.520 - 189 -1,5
Wasser, Energie, Brennstoffe 5 4 5 + 1 25,0
Verwaltungsbedarf 986 1.060 987 -74 -7,0
Aufwand für zentrale Dienstleistungen 1.509 1.218 1.068 + 291 23,9
Instandhaltung, Instandsetzung, Wartung 491 407 296 + 84 20,6
Abgaben und Versicherungen 140 141 137 - 1 -0,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.797 2.395 2.069 + 402 16,8
Betriebliche Aufwendungen 49.846 50.180 48.019 -334 -0,7
Betriebsergebnis I (EBITDA) 2.076 1.256 753
Erträge aus Beteiligungen 40 35 0 + 5 14,3
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4 3 3 + 1 33,3
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 50 22 54 + 28 >100
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 215 391 130 - 176 -45,0
Sonstige Steuern 12 19 17 - 7 -36,8
Abschreibungen 460 460 466 0 0,0
Betriebsergebnis II 1.383 402 89
Neutrales Ergebnis -1.082 294 81
Jahresergebnis 301 696 170

* aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.

Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf die dargestellte Ertragslage:

Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 51.444 T€ (Vorjahr 51.575 T€) und liegen damit nahezu konstant auf Vorjahresniveau (-131 T€ bzw. -0,3 %). Sie entfallen mit einem Anteil von rund 80 % (Vorjahr 82 %) auf konzernverbundene Unternehmen der St. Franziskus-Gruppe.

Die Umsatzerlöse mit konzernverbundenen Unternehmen der St. Franziskus-Gruppe haben sich um 797 T€ vermindert. Der Rückgang ist insbesondere auf die Regieerlöse (- 1.880 T€) bei gleichzeitig gestiegenen Projekterlösen (+ 1.420 T€) zurückzuführen. Ursächlich für die, Entwicklung der Umsatzerlöse sind rückläufige Leistungen z.B. aufgrund der Einführung von Spracherkennungssystemen im Schreibdienst, wobei erwähnte Förderprogramme des Landes NRW in technischen Bereichen zu Projekterlösen führten.

Die Umsätze gegenüber Dritten haben sich um insgesamt 668 T€ gegenüber dem Vorjahr erhöht und entfallen im Wesentlichen auf Projekterlöse, die durch gewonnene Neukunden in den technischen Bereichen und in der Beratung erzielt werden konnten.

Die Materialaufwendungen entwickelten sich neben erwarteten Preissteigerungen proportional zu den Regieerlösen insgesamt rückläufig. Die Materialaufwandsquote beläuft sich auf 35 % (Vorjahr 37 %).

Der Aufwand im Personalbereich erhöhte sich um 152 T€ bzw. 0,6 % auf 25.881 T€. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Personaleinsatz um 1,41 Vollkräfte (VK) gesunken. Der Rückgang des Personaleinsatzes wurde durch Lohnkostensteigerungen leicht überkompensiert, sodass sich daraus ein leichter Anstieg der Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr ergibt.

Für alle Mitarbeitenden wird eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von insgesamt € 3.000 je Vollkraft gezahlt; der Ausweis der Aufwendungen in Höhe von T€ 1.235 erfolgt im neutralen Ergebnis.

Die Vollkräftezahl (VK) liegt damit unterhalb der geplanten Entwicklung (Planwert 476,30 VK), da geplante Stellen zum Teil nicht besetzt werden konnten.

Die durchschnittlichen Personalaufwendungen je Vollkraft belaufen sich insgesamt auf 58 T€ (Vorjahr 58 T€).

2.4 Vermögens- und Finanzlage

In der nachfolgenden Übersicht werden die Vermögens- und Kapitalposten der Bilanz zum 31. Dezember 2023 zusammengefasst und den entsprechenden Vorjahreszahlen gegenübergestellt:

Vermögensstruktur 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
FAC'T GmbH T€ * T€ * T€ * absolut in %
Langfristig gebundenes Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 334 209 166 125 59,8
Sachanlagen 1.036 869 889 167 19,2
Finanzanlagen 599 596 418 3 0,5
1.969 1.674 1.473 295 17,6
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Vorräte 2.854 3.069 3.565 -215 -7,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.282 1.690 1.557 -408 -24,1
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.192 3.600 2.496 -1.408 -39,1
Sonstige kurzfristige Aktiva 632 574 1.239 58 10,1
6.960 8.933 8.857 -1.973 -22,1
Liquide Mittel 4.795 965 1.986 3.830 >100
Gesamtvermögen 13.724 11.572 12.316 2.152 18,6

* aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.

Kapitalstruktur 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
FAC'T GmbH T€* T€* T€* absolut in %
Eigenkapital 4.070 3.769 3.073 301 8,0
Mittel- und langfristiges Fremdkapital
Pensionsrückstellungen 360 360 334 0 0,0
Mittel- und langfristige sonstige Rückstellungen 349 382 267 -33 -8,6
Mittel- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 1.000 1.000 -1.000 -100,0
709 1.742 1.601 -1.033 -59,3
Kurzfristiges Fremdkapital
Steuerrückstellungen 610 601 356 9 1,5
Sonstige Rückstellungen 2.753 1.045 1.299 1.708 >100
Kurzfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 1.000 0 0 1.000 >100
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.009 2.049 2.543 -40 -2,0
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 1.113 714 326 399 55,9
Sonstige kurzfristige Passiva 1.460 1.652 3.118 -192 -11,6
8.945 6.061 7.642 2.884 47,6
Gesamtkapital 13.724 11.572 12.316 2.152 18,6

* aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich eine Überdeckung langfristiger Vermögenswerte durch langfristig zur Verfügung stehende Mittel in Höhe von 2.810 T€ (Vorjahr 3.837 T€). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Ausweis eines in 2024 endfällig zu tilgendes Darlehen in Höhe von 1.000 T€ innerhalb der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen.

Die betriebswirtschaftlich wünschenswerte Übereinstimmung von Kapitalüberlassungs- und Kapitalbindungsfristen ist zum Bilanzstichtag weiterhin gegeben.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 29,6 % (Vorjahresstichtag 32,6 %).

In 2023 wurden Investitionen in Höhe von 793 T€ durchgeführt; sie betreffen im Wesentlichen Softwarelizenzen, betriebstechnische Ausstattungen, Fuhrpark sowie Einrichtungen und Ausstattungen im IT-Bereich.

Darüber hinaus wurde die Beteiligung an der MEDIPLAN Krankenhausplanungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg, durch Kauf eines Geschäftsanteils auf 80,0 % aufgestockt.

Für die getätigten Investitionen wurde im Jahr 2023 kein zusätzliches Fremdkapital aufgenommen.

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft zeigte im Geschäftsjahr insgesamt eine stabile Entwicklung.

Der Finanzmittelfonds hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3.830 T€ als Saldo aus dem positiven Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (+ 4.591 T€) sowie dem negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit (- 711 T€) und aus der Finanzierungstätigkeit (- 50 T€) erhöht.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich eine kurzfristige Liquiditätslücke von - 393 T€ (Liquidität II. Grades). Zur Finanzierung steht ein Rahmenkreditvertrag für die FAC'T GmbH, Münster, die FAC'T IT GmbH, Bremen, die FACT RS GmbH, Münster, sowie die FAC'T GS GmbH, Münster, in Höhe von € 3 Mio. zur Verfügung. Diese wurde von der FAC'T GmbH zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzt.

Die Gesellschaft konnte ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit fristgerecht nachkommen.

2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die FAC'T GmbH zieht für die interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzerlöse und Jahresergebnis heran. Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind die Personalentwicklung und Personalqualifikation von Bedeutung. Zu den Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie zu den Erwartungen für das kommende Geschäftsjahr verweisen wir auf die Kommentierungen im Wirtschafts- und Prognosebericht.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 2.052 T€ erzielt.

Im Geschäftsjahr 2023 waren bei der FACT GmbH durchschnittlich insgesamt 520 MitarbeiterInnen (Vorjahr: 514) beschäftigt.

Hinsichtlich der Leistungsentwicklung und des Personaleinsatzes (Vollkräfte) verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 2.3 Ertragslage.

3. Chancen-/ Risiko- und Prognosebericht

Das Risikomanagementsystem der FAC'T GmbH ist auf die Identifizierung möglicher Chancen und Risiken ausgerichtet. Die stetige und systematische Überwachung der Entwicklungen trägt zur frühzeitigen Erkennung bei und ermöglicht eine zeitnahe Reaktion. Die Geschäftsführung der Gesellschaft berichtet im monatlichen Rhythmus insbesondere zur Geschäftsentwicklung, zur Ertrags- und Liquiditätslage, sowie zu Qualitätsindikatoren an die Konzernmutter.

Chancen aus der Zugehörigkeit zur St. Franziskus Gruppe

Die FAC'T GmbH gehört zur Unternehmensgruppe der St. Franziskus-Stiftung Münster. Die St. Franziskus-Stiftung Münster verfügt über umfassende Erfahrung im Management von Krankenhäusern auch im wettbewerbsintensiven Marktumfeld und hat in verschiedenen Regionen Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen miteinander vernetzt. Die Stiftung unterstützt ihre Einrichtungen vor Ort und steht mit ihrer fachlichen Expertise zur Verfügung. Es werden zentrale Kompetenzen vorgehalten, die die Einrichtungen in den immer komplexer werdenden Handlungsfeldern im Gesundheitswesen beraten und unterstützen.

Ein wesentlicher Baustein für die Zukunftssicherung einer regionalen Gesundheitsversorgung ist die Etablierung von durchgängigen sektorenübergreifenden Versorgungsstrukturen. Die FAC'T GmbH ist eingebettet in eine regionale Versorgungsstruktur mit den Einrichtungen der St. Franziskus-Stiftung Münster und externen Partnern. Zwischen den Einrichtungen des Konzernverbunds wird ein intensiver fachlicher Austausch gepflegt, Wissen geteilt sowie gemeinsame Angebote und zukunftsweisende Projekte entwickelt.

Chancen aus der Digitalisierung und den Einsatz neuer Technologien

Die FAC'T GmbH verbessert kontinuierlich die digitale Infrastruktur und die Prozessabläuf unter anderem durch die Einführung digitaler Workflows Die Maßnahmen sind eingebettet in die Digitalisierungsstrategie der St. Franziskus-Stiftung Münster. Im Vordergrund steht bezüglich des Aufgabenspektrums der FAC'T GmbH hierbei die Verbesserung der Patientenversorgung, die Stärkung der regionalen und intersektoralen klinischen Zusammenarbeit, die Erhöhung der IT-Sicherheit und die Aufmerksamkeit aller Beteiligten bei der Cybersicherheit. Neben der Verbesserung der Dienstleistungsqualität können Effizienzgewinne realisiert werden, die sich auch wirtschaftlich positiv auswirken.

Risiken aus Marktentwicklungen

Die deutschen Krankenhäuser befinden sich in der Post-Corona-Pandemie-Phase. Insbesondere ist nicht abzusehen, inwieweit die Krankenhäuser ein mit 2019 vergleichbares Leistungsniveau nachhaltig wieder erreichen können. Die damit verbundenen Erlösrisiken der Krankenhäuser können sich negativ auf die Dienstleistungen der FAC'T GmbH auswirken.

Die Folgen des Ukraine- sowie des Nahost-Krieges wirken sich weiterhin auf den Markt und die Konjunktur aus. Folgen sind neben beeinträchtigten Lieferketten insbesondere die inflationsbedingten Preissteigerungen. Die Einrichtungen im Gesundheitswesen sind auf die Unterstützung des Staates angewiesen, da sie den Preis für ihre Leistungen ihrerseits nicht beeinflussen können.

Indirekte Risiken aus der Krankenhausfinanzierung und Krankenhausreform

Im Land Nordrhein-Westfalen findet derzeit die Verfahrensumsetzung einer neuen Krankenhausplanung statt, die auf einer neuen Planungssystematik aufbaut. Ziel ist eine bedarfsorientiere Planung, die sich an medizinischen Leistungsgruppen orientiert und für jede Leistungsgruppe Struktur- und Qualitätskriterien definiert. Da die Folgen dieser Krankenhausreformen aktuell nicht einzuschätzen sind und von Bund und Ländern unterschiedlich bewertet werden, stocken die Gesetzgebungsverfahren derzeit. Da der finanzielle Druck auf die Krankenhäuser währenddessen weiter zunimmt, aber kein entsprechender Ausgleich in Sicht ist, ist davon auszugehen, dass sich die Krankenhauslandschaft deutlich verändern und die Anzahl der Krankenhäuser in Deutschland spürbar sinken wird.

Ein akutes Thema der Krankenhausfinanzierung ist die angestrebte Ambulantisierung von bisher stationär erbrachten Leistungen. Die Krankenhäuser sind gefordert, auf diese Situation zu reagieren und einen Mix aus der Erweiterung ihrer ambulanten Versorgungsstrukturen und der Akquirierung zusätzlicher stationärer Fälle zu entwickeln, um die freiwerdenden stationären Ressourcen auszulasten. Dies führt zu einem weiter steigenden Wettbewerb und Investitionsbedarfen bei den Krankenhäusern.

Risiken aus dem Personalbereich

Neben dem o.g. Risiko, besteht weiterhin ein verschärfter Wettbewerb um Fachkräfte.

Um dieser Mangelsituation entgegenzuwirken, hat die FAC'T GmbH die Personalakquise und Mitarbeiterbindung weiter professionalisiert und hierzu verschiedene Instrumente eingeführt und umgesetzt, zu diesen zählen beispielsweise Firmenfitness, Jobrad, Jobroller, Jobticket, betriebliches Gesundheitsmanagement, betriebliche Altersvorsorge, Teambuilding, Exercitien. Auch im Bereich der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf können gezielte Maßnahmen gegenüber den Wettbewerbern entscheidende Vorteile bieten. Hierdurch können zudem Mitarbeitende zurück in eine Tätigkeit gebracht werden, die aufgrund fehlender Berücksichtigung familiärer Anforderungen bisher dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung gestanden haben. Die FAC'T GmbH hat beispielsweise folgende Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf etabliert: Mobiles Arbeiten, flexible Arbeitszeitregelungen, Urlaub kaufen, Sabbatical. Flankiert werden diese Maßnahmen durch den Aufbau der FACT Akademie für gezielte interne Weiterbildungsprogramme sowie einer zentralen Abteilung für Personalentwicklung, Personalmarketing und -recruiting in Verbindung mit der Ausweitung der internationalen Personalakquise. Darüber hinaus hat sich die FAC'T GmbH erfolgreich als interessanter und umfangreicher Ausbildungsbetrieb positioniert und erhielt im Jahr 2023 die Auszeichnung "Best place to learn" als Top Ausbilder.

Cyberrisiken

Das Bundesinstitut für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) kommt in seinem Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2023 zu dem Ergebnis, dass die Bedrohung im Cyberraum so hoch ist wie nie zuvor. Die Cyberattacken richten sich dabei gezielt an kleinere und mittlere Unternehmen sowie auch gegen Krankenhäuser, staatliche Institutionen und Kommunen.

Die Zeit, in denen Einrichtungen des Gesundheitswesens aus ethischen Überlegungen nicht attackiert wurden, ist vorbei. Wichtig ist daher, dass alle Akteure im Gesundheitswesen ihre Kompetenz zur Cyberabwehr stärken und die Awareness aller Mitarbeitenden erhöht wird, denn Cyberangriffe werden immer professioneller. Durch die Künstliche Intelligenz (KI) werden sich die Möglichkeiten der Cyberkriminellen weiter verbessern. Zusätzlich werden immer mehr Schwachstellen in Softwaresystemen und Applikationen bekannt. Das BSI geht von 70 neuen Schwachstellen in Softwareprodukten pro Tag aus, die dann schnell durch Softwareupdates und -patches geschlossen werden müssen, bevor diese von Cyberkriminellen ausgenutzt werden können.

Es besteht das Risiko, dass die FAC'T GmbH Opfer eines kriminellen Cyberangriffs wird, welcher das Ziel hat, sensible Daten zu stehlen und/oder die IT-Systeme zu verschlüsseln und erst nach Zahlung eines Lösegeldes wieder freizugeben. Sollte ein Cyberangriff auf die FAC'T GmbH erfolgreich sein, besteht zum einen ein erhebliches Reputationsrisiko, zum anderen kann es auf Grund eines möglichen, vorübergehenden Aussetzens der Leistungserbringung und den notwendigen Aufwendungen zur Wiederherstellung des IT-Systems zu erheblichen Auswirkungen auf die Ertragslage kommen.

Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2024

Aufgrund der unklaren Entwicklungsperspektiven der Krankenhäuser in der Post-Corona- Phase sowie der Auswirkungen der angespannten Konjunkturlage und der aktuellen, weltweiten Krisenherde ist der Wirtschaftsplan 2024 mit vielen Unsicherheitsfaktoren behaftet. Zudem wird eine gesicherte Prognose durch die laufenden Vorbereitungen für die Krankenhausreform erschwert.

Wir gehen allerdings davon aus, dass Krankenhäuser weiterhin als systemrelevante Institutionen betrachtet werden und der Staat entsprechend Unterstützungsleistungen, insbesondere zur Kompensation der tarifbedingten Mehrkosten anbietet.

Momentan gehen wir von einem positiven Jahresergebnis für 2024 aus, welches jedoch unter dem Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 liegen wird. Zudem gehen wir davon aus, dass das EBITDA als wesentliche Steuerungskennzahl im Jahr 2024 deutlich unter dem Vorjahreswert liegen wird.

 

Münster, den 23.08.2024

gez. Jan Rasmus

gez. Tobias Krüer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FAC'T GmbH, Münster

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FAC'T GmbH, Münster, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FAC'T GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 3. September 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Bert Franke, Wirtschaftsprüfer

Kathrin Graf, Wirtschaftsprüferin

HRB 5901

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 15.10.2024 festgestellt.

Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses

Die Gesellschafterin beschließt, das Jahresergebnis 2023 in Höhe von € 301.278,05 den Gewinnrücklagen zuzuführen.

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