Master Data

Registry
Register court Chemnitz HRB 19295
Registered
11/16/2001
Industry
Manufacture of power-driven hand toolsManufacture of passenger cars and their enginesManufacture of electrical and electronic equipment for motor vehicles
Purpose
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von einbaufertigen Teilen, Komponenten und Systemen aus Metallen und Werkstoffen jeglicher Art für Automobile, Herstellung und Vertrieb von entsprechenden Werkzeugen; Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Industrieausrüstungen; Halten von Beteiligungen, Verwaltung von Vermögen und Leitung anderer Unternehmen aus dem Bereich Automobiltechnik.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Annegret Döhler
since 7/4/2008
Procura
Oliver Hadam
since 8/28/2003
Managing Director
Frank Krautwer
since 8/28/2003
Managing Director

Beneficial Owners

Identified persons (3)

NameOwnership
50.00%
40.00%

Shareholders

3 shareholders

GmbH structure

2 of 3 shown

38321 Denkte, OT Klein Denkte
€500,000
50.00%
71735 Eberdingen, OT Hochdorf/Enz
€400,000
40.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

PM Automotive GmbH

Wilkau-Haßlau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Wirtschaftsbericht

1. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufes und des Geschäftsergebnisses 2023

Die europäische Autoindustrie ist wirtschaftlich erfolgreich, insbesondere die Premiumhersteller haben im zurückliegenden Jahr sehr viel Geld verdient. Die Summe der hergestellten und verkauften Fahrzeuge in Europa ist zum Vorjahr weiter leicht gestiegen aber unter dem Niveau von 2019.

Die hohe Inflation hat zu weiterhin hohen Preisen für Rohmaterial, Halbzeuge und Dienstleistungen geführt. Die Verfügbarkeit von Rohmaterial ist stabil.

Den Fahrzeugherstellern gelang es nicht, die geplante Stückzahl an E-Fahrzeugen zu verkaufen. Der Anlauf von neuen E-Fahrzeugen, die teilweise auf markenübergreifenden Plattformen geplant sind, verzögerte sich weiter. Die Prognosen für E-Fahrzeuge sind für 2024-2025 verhalten. Die Anläufe von Fahrzeugen mit Verbrennermotoren laufen planmäßig hoch.

Der neue Abgas- und Sicherheitsstandard EU7 zwingt die Hersteller zur Anpassung der Baureihen, die ab Mitte 2024 ausgeliefert werden.

Den starken Rückgang im Umsatz mit E-Fahrzeugen zeigt unsere Umsatzentwicklung für das zweite Halbjahr überdeutlich. Unser Umsatz bewegt sich mit dem allgemeinen Marktgeschehen.

Im zweiten Halbjahr haben wir vor allem im personalintensiven Kleinseriengeschäft für Karosserieteile und Baugruppen konstante Umsätze erzielt. Die Auslastung unserer hochautomatisierten Fertigung war in diesem Zeitraum jedoch weiterhin unbefriedigend.

Unser Umsatz im Jahr 2023 sank im Vergleich zum Vorjahr um 13 % auf 15,7 Mio. €. Unser Rohertrag blieb unverändert bei 7,6 Mio. €.

Der ursprünglich für 2023 geplante Anlauf diverser E-Modelle wurde um 1 Jahr verschoben.

Die Materialversorgung mit Aluminium und Stahl erfolgte im Jahr 2023 zu konstant hohen Einkaufspreisen, die wir zu einem großen Anteil an die Kunden weitergeben konnten. Die Materialkosten hatten dennoch eine erhebliche Ergebnisauswirkung. Preiskomponenten wie Energie und Transport konnten nur teilweise in den Materialteuerungszuschlägen weitergegeben werden. Unsere Mitarbeiterzahl ist auf 85 Mitarbeiter gesunken, bis zur Jahresmitte haben wir Leihpersonal eingesetzt.

Unser Auftragsbestand zur Fertigung von Vorrichtungen und Werkzeugen, für die spätere Fertigung von Serienteilen in unserem Haus, lässt künftig eine gute Auslastung erwarten. Mit der Umsetzung dieser Aufträge können wir unsere angestrebte Erneuerungsquote von 20 % p.a. über alle Produkte halten. Der hohe Anarbeitungsstand der Betriebsmittel führte zu einer Ausweitung des Umlaufvermögens.

2. Lage des Unternehmens

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr konstant. Unsere Finanzlage ist als gesichert zu bezeichnen. Zur Finanzierung des Umlaufvermögens verfügen wir über Kreditlinien von 2,2 Mio. €. Die bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben wir planmäßig bedient. Unsere Kapitalstruktur ist ausgewogen. Unsere Investitionen liegen mit 1.047 T€ über dem Vorjahresniveau. Die Eigenkapitalquote liegt mit 31 % im oberen Branchendurchschnitt.

Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sind auf 2,1 Mio. € gestiegen. Unser wirtschaftliches Eigenkapital beträgt derzeit 5,5 Mio. €.

Die PM Automotive GmbH investierte im Jahr 2023 1.047 T€ in Ausrüstung, EDV und Digitalisierungsprojekte.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 beschäftigt die PM Automotive GmbH 85 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 4 Auszubildende / Studenten und 1 geringfügig beschäftigten Arbeitnehmer. Wir beschäftigen 58 fest angestellte Mitarbeiter/innen in der Fertigung und 20 Mitarbeiter/innen in Leitung und Verwaltung.

Mit langfristigen Betriebsmittelprojekten im Kundenauftrag ist die PM Automotive GmbH weit in Vorleistung gegangen, um die Auslastung der investierten Maschinen und Anlagen in den Folgejahren zu sichern.

Unser Umsatz nach Zielregionen gliederte sich im vergangenen Jahr wie folgt: 79 % Inland, 20 % EU-Ausland und 1 % Drittland.

Der operative Cash-Flow im Geschäftsjahr 2023 beträgt 2,1 Mio. €. Unser Betriebsergebnis ist von 673 T€ auf 276 T€ gefallen. Unser Jahresergebnis ist nicht zufriedenstellend.

Unsere kurzfristigen Verbindlichkeiten sind wegen des hohen Anarbeitungsstandes der Werkzeuge stichtagsbedingt angestiegen. Im ersten Quartal 2024 ist jedoch mit erheblichen Zahlungen der Kunden und gleichzeitig einem Abbau der kurzfristigen Verbindlichkeiten zu rechnen. Wir konnten mit unseren Kunden neue Zukunftsprojekte vereinbaren, deren Serienlaufzeit wird bis in die 2030iger Jahre reichen. Der zu erwartenden demographischen Entwicklung verfügbarer Fachkräfte Rechnung tragend, werden wir künftig auch Kleinserienprojekte in die hochautomatisierte Fertigung überführen.

Unsere Mitarbeiter/innen werden kontinuierlich geschult und gemäß den Erfordernissen ihrer Funktion weitergebildet. Unter Einhaltung der notwendigen Datenschutzstandards haben wir mehr Mitarbeitern die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten gegeben.

B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

1. Risikobericht

Der Fortbestand des Unternehmens ist mit den langfristigen Lieferverträgen und neuen Produkten gesichert. Unsere Größe lässt ein ständiges operatives Eingreifen des Managements in die Kosten- und Erlösentwicklungen zu. Unsere Kapazitätszusagen auf Kammlinie der Fahrzeugprojekte haben inzwischen erheblichen Einfluss auf unsere Flexibilität bei der Akquise neuer Produkte.

Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Forderungsausfälle sind nach wie vor ein äußerst seltener Vorfall in unserem Geschäftsbetrieb. Die Bonität von Bestandskunden und möglichen Neukunden wird konsequent geprüft.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten dennoch Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen durchgeführt.

Langfristig finanziert sich die Gesellschaft über Bankkredite bei zwei international tätigen Banken und zwei Regionalbanken.

Unser Finanzbereich arbeitet konsequent und taggenau. Mit erfolgreich installierten Digitalisierungsprojekten konnten wir unsere Kennzahlenarbeit bei der Führung der Bestände und der Produktionsplanung deutlich verbessern und eine erhöhte Transparenz schaffen. Unsere freien Linien zum Berichtsstichtag sind als ausreichend zu bezeichnen. Zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiken und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird zeitnah eine fortlaufende Liquiditätsplanung geführt, um eventuell auftretende Engpässe frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Derzeit sind keine Engpässe zu erwarten.

Nach der organisatorischen Überwindung der Corona-Krise hielten wir das Jahr 2022 und folgende für wieder planbar. Einen Angriffsbefehl auf die Ukraine später sind die wirtschaftlichen Risiken, die vor der Weltkonjunktur liegen wieder unüberschaubar.

Den steigenden Fallzahlen von Cyberattacken im Land Rechnung tragend, werden wir uns in 2024 nach dem Datensicherheitsstandart TISAX zertifizieren lassen und unsere Ausrüstung durch geschärfte Regeln, verbesserte Firewalls und bauliche Maßnahmen noch besser schützen.

2. Prognosebericht

Die strategische Ausrichtung der PM Automotive GmbH mit den Eckpfeilern Wachstum, Ertragssteigerung und Erhöhung der finanziellen Unabhängigkeit hat unverändert Gültigkeit.

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik vorgesehen.

Für 2024 können wir in einem stagnierenden Markt moderat wachsen. Der Anteil neuer Produkte in neuen, attraktiven Fahrzeugreihen von ca. 20 % des Umsatzes lässt uns einen konstanten Umsatz in der Teilefertigung erwarten. Werkzeugprojekte werden wir in einer Bandbreite von 3-4 Mio. € schlussabrechnen können. Der Anteil der Serienfertigung am Umsatz wird bei ca. 80 % liegen. Die aktuellen Preise am Rohstoffmarkt sind fallend. In Abhängigkeit von der allgemeinen Preisentwicklung im Rohstoffmarkt und anstehenden Projekten ist in den Jahren 2024-2026 eine Umsatzausweitung um bis zu 20 % zu erwarten.

OEM-Kunden haben uns zu komplexen Baugruppen und Bauteilen für die künftige Fertigung elektrisch angetriebener SUV in Groß- und Kleinserie beauftragt.

Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2024 mit einem deutlich positiven Jahresergebnis.

Im Geschäftsjahr 2024 können wir, mit dem verstärkten Einsatz unserer höher automatisierten Technik für neu anlaufende Projekte, mit einer besseren Ertragslage und steigenden Umsätzen rechnen. Die Umsatzausweitung setzen wir mit neuen digitalen Planungstools bei gleicher Mitarbeiterzahl in der Verwaltung um.

C. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die PM Automotive GmbH mit Themen der internen Digitalisierung von Prozessen und Prozessüberwachung auseinandergesetzt. Wir haben flexible Zellen zum Fügen und Kleben von Aluminiumbauteilen in Betrieb genommen und teilweise in Eigenfertigung erstellt. Die Herstellbarkeit von diversen Bauteilen haben wir im Kundenauftrag zur Serienreife geführt. Unser Entwicklungsschwerpunkt lag in der weiteren Automatisierung und Überwachung der Fügetechnik für Aluminiumbauteile. Dieses innovationstreibende Metall nimmt einen weiter zunehmenden Anteil in unserer Fertigung ein.

D. Nachhaltigkeitsbericht

Die PM Automotive GmbH hat ihre Einstellung zur Ressourcenschonung weiter geschärft und kann mit extern zertifizierten Prozessen, Verlässlichkeit für Geschäftspartner, Mitarbeiter und das gesellschaftliche Umfeld nachweisen.

1. Auditierung

Social Compliance: positiv, extern auditiert seit 2019

Umweltmanagement: zertifiziert seit 2008 => seit 2015 nach ISO14001

Energiemanagement: zertifiziert nach ISO 50001 seit 2017

Qualitätsmanagement: zertifiziert jährlich seit 2003 => seit 2012 nach IATF 16949

2. Nachhaltigkeitsleistung

Recyclingquote Abfall aus Produktionsmaterial: 99,23 %

Wasserverbrauch: In 2023 konnten wir den um 30 % reduzierten Wasserverbrauch, auf Grund des in 2022 eingeführten Kühlsystems, erneut um 3 % reduzieren.

Strom: 100 % aus erneuerbaren Energien

Einsatz CO 2 reduzierte Werkstoffe: 17 % des eingesetzten Aluminiums erfüllen die Kriterien des GHG Targetings von 5 kgCO 2 /kg Alu.

 

Wilkau-Haßlau, den 21. März 2024

gez. Frank Krautwer, Geschäftsführer

gez. Oliver Hadam, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 10.177.084,67 10.641.283,83
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 226.068,19 46.126,00
II. Sachanlagen 9.941.016,48 10.585.157,83
III. Finanzanlagen 10.000,00 10.000,00
B. Umlaufvermögen 6.610.862,43 7.052.545,13
I. Vorräte 5.783.054,29 5.033.846,87
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 209.020,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 786.047,06 1.812.419,13
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 41.761,08 206.279,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 103.666,28 61.537,67
Bilanzsumme, Summe Aktiva 16.891.613,38 17.755.366,63

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.178.106,58 5.258.653,14
I. gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.200.000,00 2.200.000,00
III. Bilanzgewinn 1.978.106,58 2.058.653,14
B. Darlehen mit Rangrücktritt 94.000,00 94.000,00
C. Sonderposten für Investitionszuschüsse 237.152,18 253.449,58
D. Rückstellungen 90.458,90 64.432,90
E. Verbindlichkeiten 11.245.497,12 12.033.383,00
F. Rechnungsabgrenzungsposten 46.398,60 51.448,01
Bilanzsumme, Summe Passiva 16.891.613,38 17.755.366,63

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.594.932,16 7.581.963,88
2. Personalaufwand 4.046.530,53 3.987.930,11
a) Löhne und Gehälter 3.284.949,41 3.185.738,68
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 761.581,12 802.191,43
davon für Altersversorgung 32.872,56 37.057,22
3. Abschreibungen 1.507.487,40 1.398.155,11
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.507.487,40 1.398.155,11
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.715.499,33 1.571.636,92
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 200,00 200,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 81,00
davon aus Abzinsung 0,00 81,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 394.408,92 386.507,00
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.275,19 -40,06
9. Ergebnis nach Steuern -71.069,21 238.055,80
10. sonstige Steuern 9.477,35 10.048,18
Jahresfehlbetrag 80.546,56 -228.007,62

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresfehlbetrag 80.546,56 -228.007,62
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.058.653,14 1.830.645,52
3. Bilanzgewinn 1.978.106,58 2.058.653,14

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Firma: PM Automotive GmbH
Sitz: Wilkau-Haßlau
Registergericht: Chemnitz
Registernummer: HRB 19295

Der Jahresabschluss für das Berichtsjahr wurde nach den anzuwendenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der für die Rechnungslegung von Gesellschaften mit beschränkter Haftung geltenden Vorschriften aufgestellt.

Die Bilanz wurde gemäß § 266 HGB gegliedert. In Erweiterung der gesetzlichen Gliederung wurden die Positionen "Geschäftsguthaben bei Genossenschaften", "Darlehen mit Rangrücktritt" und "Sonderposten Investitionszuschüsse" eingefügt. Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gliederungsschema aus § 275 Abs. 2 HGB und wurde somit nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft nach § 264 HGB i. V. m. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gliederung der Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt unverändert zum Vorjahr.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertungsmethoden entsprechen denen des Vorjahres und gehen vom Going-Concern-Prinzip aus.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern orientieren sich an der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, verringert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Bei der Berechnung der planmäßigen Abschreibungen entspricht die voraussichtliche Nutzungsdauer betrieblichen Erfahrungswerten. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter im Einzelanschaffungspreis bis zu 250,00 EUR wurden im Zugangsjahr als sofortiger Aufwand gebucht bzw. von 250,01 EUR bis 800,00 EUR aktiviert und sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten ausgewiesen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind unter Berücksichtigung des jeweiligen Fertigungsgrades zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der notwendigen Fertigungsgemeinkosten und den Wertverzehr des Anlagevermögens.

Die geleisteten Anzahlungen sind mit ihren Anschaffungskosten bilanziert.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden in Ausübung des Wahlrechts nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in der Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zu den Bilanzposten

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem folgenden Anlagenspiegel ersichtlich:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 363.654,84 239.737,90 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 6.776.162,94 34.860,31 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 19.098.834,67 472.835,85 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 736.017,43 13.784,00 13.195,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.285,18 285.780,02 0,00
Summe Sachanlagen 26.616.300,22 807.260,18 13.195,00
Finanzanlagen 10.000,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 26.989.955,06 1.046.998,08 13.195,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 603.392,74
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 131.635,89 6.942.659,14
Technische Anlagen und Maschinen 63.614,48 19.635.285,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 736.606,43
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -195.250,37 95.814,83
Summe Sachanlagen 0,00 27.410.365,40
Finanzanlagen 0,00 10.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 28.023.758,14
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 317.528,84 59.795,71 0,00 377.324,55
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.262.306,30 192.483,20 0,00 2.454.789,50
Technische Anlagen und Maschinen 13.234.729,67 1.185.784,33 0,00 14.420.514,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 534.106,42 69.424,16 9.485,16 594.045,42
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 16.031.142,39 1.447.691,69 9.485,16 17.469.348,92
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 16.348.671,23 1.507.487,40 9.485,16 17.846.673,47
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 178.738,00 46.126,00
Geleistete Anzahlungen 47.330,19 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 226.068,19 46.126,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4.487.869,64 4.513.856,64
Technische Anlagen und Maschinen 5.214.771,00 5.864.105,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 142.561,01 201.911,01
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 95.814,83 5.285,18
Summe Sachanlagen 9.941.016,48 10.585.157,83
Finanzanlagen 10.000,00 10.000,00
Summe Anlagevermögen 10.177.084,67 10.641.283,83

2. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr 1 TEUR).

3. Darlehen mit Rangrücktritt

Die gesondert ausgewiesenen Darlehen mit Rangrücktritt in Höhe von 94 TEUR haben in Höhe von 94 TEUR eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr (Vorjahr 0 TEUR) und in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 94 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Es handelt sich hierbei um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

4. Sonderposten Investitionszuschüsse

Die Auflösung des Sonderpostens (16 TEUR) erfolgt entsprechend der Abschreibung der zuschussbegünstigten Vermögensgegenstände und wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

5. Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten
Gesamtbetrag
EUR
bis 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
davon über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.712 1.908 6.804 2.401
Vorjahr (9.458) (1.933) (7.525) (3.075)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.082 2.082 0 0
Vorjahr (1.974) (1.974) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 451 359 92 0
Vorjahr (601) (460) (141) (0)
Gesamtbetrag 11.245 4.349 6.896 2.401
Vorjahr (12.033) (4.367) (7.666) (3.075)

Die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt durch Grundschulden, Sicherungsübereignung von Maschinen und Warenlager, Forderungsabtretung und Bürgschaften.

Hinsichtlich dieser Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Sicherheiten aus Eigentumsvorbehalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 144 TEUR (Vorjahr 191 TEUR) enthalten. Diese haben in Höhe von 52 TEUR (Vorjahr 50 TEUR) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und in Höhe von 92 TEUR (Vorjahr 141 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

D. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung durch folgende Personen wahrgenommen:

Frank Krautwer, Techniker

Oliver Hadam, Techniker

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Anzahl der Mitarbeiter

Das Unternehmen beschäftigte im Berichtszeitraum gem. § 285 Nr. 7 HGB durchschnittlich 86 Arbeitnehmer, davon 18 Angestellte, 60 gewerbliche Arbeitnehmer und einen geringfügig Beschäftigten.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Leasingverträgen für elf Pkw, vier Stapler und sechs Kopierer. Die Belastung aus diesen Verpflichtungen beläuft sich auf 96 TEUR.

E. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

 

Wilkau-Haßlau, den 21. März 2024

gez. Frank Krautwer, Geschäftsführer

gez. Oliver Hadam, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung und Ergebnisverwendung:

In der Gesellschafterversammlung vom 20. Juni 2024 wurde der Jahresabschluss festgestellt und beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in Anwendung des § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht hat Herr Lutz Reichelt, Wirtschaftsprüfer, den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PM Automotive GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der PM Automotive GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der PM Automotive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Ausführungen im Abschnitt "D. Nachhaltigkeitsbericht" des Lageberichts (nichtfinanzielle Leistungsindikatoren) habe ich in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Mein Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt des oben genannten Abschnitts "D. Nachhaltigkeitsbericht".

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Chemnitz, den 19. Juni 2024

Lutz Reichelt, Wirtschaftsprüfer

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