Management activities of other holding companies
ASPA GmbH
Rondenbarg 50, 22525 Hamburg, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Thomas Rösner since 4/10/2025 | Procura |
Andrea Sittinger since 4/10/2025 | Procura |
Barbara Carola Schmeel since 4/10/2025 | Procura |
Karsten Schmidtke since 1/24/2024 | Procura |
Lars Schmidt since 3/26/2018 | Procura |
Jörg Laudehr since 10/20/2016 | Managing Director |
Beneficial OwnersBeta
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Unresolved chains (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
ShareholdersBeta
Company ownership structure and capital distribution
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
KEMNA BAU Andreae GmbH & Co. KGPinnebergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht zum Konzernabschluss 2022der KEMNA BAU Andreae GmbH & Co. KG, Pinneberg1. WirtschaftslageNach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds nahm das globale reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 um 6,2 % zu. Aktuell (Stand Januar 2023) prognostiziert der Internationale Währungsfonds für das Jahr 2022 ein leichtes Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts um 3,4 %. 1 Denn trotz Inflation, Krieg in der Ukraine, Corona-Ausbrüchen in China und Lieferschwierigkeiten, konnte sich die globale Wirtschaft resilient entwickeln. DeutschlandNach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt im Jahr 2022 um 1,8 % gewachsen. Preis- und kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 1,9 %. Der Blick auf die einzelnen Quartale zeigt, dass trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen (Corona-Pandemie, Material- und Lieferengpässe, Ukraine-Krieg, steigende Preise, Fachkräftemangel) die Wirtschaftsleistung weiter zunahm. Während das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2022 im Vorjahresvergleich um 3,9 % stieg, nahm es in den darauffolgenden zwei Quartalen nur um 1,7 % bzw. um 1,3 % zu. In den ersten drei Quartalen wurde die Wirtschaftsleistung vorrangig von den privaten Konsumausgaben getragen. Im vierten Quartal war das BIP preisbereinigt um 0,5 % höher als im Vorjahreszeitraum, aber um 0,2 % niedriger als im dritten Quartal. 2 Im Vergleich zu den zwei vorherigen Corona-Jahren war der Anstieg der Konsumausgaben des Staates moderat, da die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sanken. Mehr Geld gab der Staat jedoch aus, um die Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu versorgen. Die Bauinvestitionen gingen preisbereinigt hingegen um 1,6 % zurück. 3 Auf dem Arbeitsmarkt führte dies zu Beschäftigungsverlusten im Gastgewerbe, Verkehr und im Handel. Gleichzeitig nahm die Zahl der Erwerbstätigen im Öffentlichen Dienst, im Bereich Information und Kommunikation sowie im Baugewerbe zu. Insgesamt nahm die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 um 1,3 % auf durchschnittlich 45,6 Millionen zu. Dies entspricht einem Anstieg von 589.000 Personen und stellt einen Rekord dar. 4 Seit 2021 stieg die Inflationsrate monatlich an. Während die Zunahme der Verbraucherpreise im Januar 2021 noch bei + 1,0 % lag, wurden im August bereits + 3,9 % verzeichnet. Die Rate wuchs bis Dezember 2021 auf + 5,3 %. Im Jahresdurchschnitt 2021 lag die Inflationsrate damit bei + 3,1 % gegenüber dem Vorjahr. Dies war der stärkste Zuwachs seit fast 30 Jahren (1993: + 4,5 %). Ursächlich waren hierfür insbesondere die stark gestiegenen Energiepreise, die eingeführte CO 2 -Abgabe, gestiegene Kosten für den Transport von Gütern sowie der Basiseffekt. 5 Auch im Jahr 2022 setzte sich diese negative Entwicklung fort. Im Jahresdurchschnitt 2022 haben sich die Verbraucherpreise um 7,9 % gegenüber 2021 erhöht. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde die Teuerungsrate hauptsächlich durch die Preisanstiege für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Krieges in der Ukraine getrieben. Damit waren Sondereffekte ursächlich für die hohen monatlichen Inflationsraten. Im Dezember 2022 lag die Inflationsrate bei + 8,6 % und damit unter dem Höchststand von Oktober 2022 (+ 10,4 %). Zeitweise wurden die Preissteigerungen durch Entlastungsmaßnahmen abgemildert (wie beispielsweise dem Wegfall der EEG-Umlage, dem 9-Euro-Ticket und dem Tankrabatt). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verteuerten sich die Energieprodukte um 34,7 % gegenüber dem Vorjahr. 6 Nach insgesamt acht Jahren mit Finanzierungsüberschüssen verzeichnete der deutsche Staat im Jahr 2020 ein Finanzierungsdefizit in Höhe von 145,2 Milliarden Euro (2019: Überschuss von 52,2 Milliarden Euro). Dieses Finanzierungsdefizit betrug im Jahr 2021 134,3 Milliarden Euro und im Jahr 2022 101,6 Milliarden Euro (rund 33 Milliarden Euro weniger als im Vorjahr). Zwar wurde der Staatshaushalt durch auslaufende Corona-Schutzmaßnahmen entlastet. Doch diese Entlastungen wurden von Belastungen durch die Energiekrise vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs überlagert. Drei Entlastungspakete sollten den hohen Energiepreisen entgegenwirken und Verbraucher*innen unterstützen. Die Staatsausgaben wurden dabei überwiegend vom Bund finanziert (Finanzierungsdefizit des Bundes: - 117,6 Milliarden Euro), während Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen leichte Überschüsse generierten. 7 Entwicklung der BaubrancheDer baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe (für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) ging im Gesamtjahr 2022 voraussichtlich real um 5 % zurück. Nominal entsprach dies einem Umsatzplus von 12 %. Der Rückgang lässt sich hauptsächlich zurückführen auf die inflationäre Entwicklung (inklusive Preissteigerungen für Baumaterialien), Zinswende sowie Lieferschwierigkeiten. 8 Während sich Auftragseingang und Umsatz im ersten Quartal 2022 noch positiv entwickelten (real + 4,1 % bzw. nominal + 5,6 %), kam es von April bis November zu einer deutlichen Trendwende. Von Januar bis November ging der preisbereinigte Auftragseingang um 8,3 % zurück (nominal + 2,0 %), der baugewerbliche reale Umsatz um 5,3 % (nominal + 11,5 %). Der Auftragsbestand lag Ende September 2022 real um 6 % unter dem Vorjahreswert. Laut Ifo-Konjunkturumfrage meldete jede fünfte befragte Baufirma im Dezember 2022 einen Materialmangel. Zudem meldeten 23 % eine Behinderung der Bautätigkeit durch Auftragsmangel. 9 Mit Blick auf die einzelnen Bausparten wurde im Wohnungsbau der stärkste reale Auftragsrückgang verzeichnet (- 15,0 %). Daneben verzeichnete der Hochbau ohne Wohnungsbau ein Minus von 11,9 % und der Tiefbau ein reales Minus von 2,3 %. 10 StraßenbauWährend der Straßenbau für den Zeitraum von Januar bis November 2022 nominal ein Auftragsplus von 9,7 % und ein nominales Umsatzplus von 10,9 % verzeichnete, lag der preisbereinigte Auftragseingang um 4,5 % und der preisbereinigte Umsatz um 4,3 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. 11 BaupreiseIn den Jahren von 2017 bis 2019 sind die Baupreise überdurchschnittlich gestiegen. Dies war vor allem auf die stark ansteigenden Preise für Baustoffe und Baumaterialien zurückzuführen sowie auf eine deutliche Tariflohnerhöhung im Jahr 2018. Im Laufe des Jahres 2020 haben sich diese Steigerungen abgeschwächt. Dafür maßgeblich verantwortlich war die Mehrwertsteuersenkung im zweiten Halbjahr. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes haben sich die Preise für Bauleistungen im Jahr 2020 um 1,5 % (inkl. MwSt.) erhöht. Im Jahr 2021 haben enorm gestiegene Transportkosten und Baumaterialpreise dazu geführt, dass im Verlauf des Jahres die Preise für Bauleistungen des Bauhauptgewerbes stark anzogen. In Deutschland lag die Preissteigerung im Jahresdurchschnitt bei + 8,8 %. 12 Auch im Jahr 2022 nahmen die Preise für Bauleistungen stark zu. So lag der Preisanstieg für Leistungen des Bauhauptgewerbes bei +16,8 % über dem Vorjahresniveau. 13 ErzeugerpreiseSeit Beginn des Jahres 2021 standen die Bauunternehmen vor dem Problem stark steigender Preise für Baumaterialien. Sowohl Produkte aus Holz, aber auch Erzeugnisse aus Metall und auf Erdölbasis haben sich seitdem deutlich verteuert. Darüber hinaus kam es zwischenzeitlich bei einigen Baustoffen auch zu wochen- bzw. monatelangen Verzögerungen bei den Lieferfristen oder sogar zu zwischenzeitlichen Lieferstopps. Entsprechend gaben laut ifo-Konjunkturtest im Mai 2021 51 % der befragten Bauunternehmen Materialmangel als Behinderungsgrund ihrer Bautätigkeiten an. Aufgrund der enormen Kostensteigerungen und des Materialmangels kam es in der Folge sowohl zu Aussetzungen von Aufträgen sowie zu Aufhebungen von öffentlichen Ausschreibungen. Auch unvermeidbare Verzögerungen im Bauablauf traten deswegen auf. Die Situation wurde durch den Krieg in der Ukraine noch verstärkt. Doch seit Juli 2022 konnte bei einigen Baumaterialien eine Preisberuhigung beobachtet werden. Im Dezember 2022 lag der Anteil der Baufirmen, die Materialmangel als Grund für eine Behinderung der Bautätigkeit angaben, nur noch bei rund 20 %. 14 Die Erzeugerpreisindizes 15 für Bitumen sowie Epoxidharze sind im Jahr 2021 um 36 % bzw. 29 % gestiegen. Dieser Preisanstieg setzte sich 2022 fort (+ 38,5 % bzw. + 15,2 %). Die Preise für Stahlerzeugnisse sind noch stärker gestiegen. So lag beispielsweise der Erzeugerpreisindex für Betonstabstahl im Jahr 2021 53 % und im Jahr 2022 31 % über dem jeweiligen Vorjahresniveau. Auch der Index für Betonstahlmatten ist deutlich gestiegen (2021: + 52 %, 2022: + 38 %). 16 Die sehr hohen Energiepreise verteuerten auch die Vorleistungsgüter wie im Bau eingesetzte chemische Produkte. Denn der Anstieg des Rohölpreises lag im Jahr 2021 bei 56 % und 2022 bei 50 %. Auch die Erdgasmärkte waren zwischenzeitlich aufgrund geopolitischer Spannungen sehr knapp versorgt, was zu deutlichen Preissprüngen führte. 2. Grundlagen des KonzernsDie KEMNA-Gruppe ist in Deutschland überregional tätig und in einer vertikalen Struktur organisiert: Rohstoffgewinnung, Asphaltmischgutproduktion und Verkehrswegebau. In allen drei Leistungsbereichen ist die KEMNA-Gruppe sowohl mit eigenen Betrieben als auch mit mehrheitlich geführten Beteiligungsgesellschaften tätig. Im Bereich der Rohstoffgewinnung sind die KEMNA-eigenen Steinbrüche (Diabaswerk Huneberg und Hartsteinwerk Unterberg) sowie die Beteiligungsgesellschaft MDB GmbH wesentlich für den Erfolg verantwortlich. Die Sparte Asphaltmischgutproduktion wird maßgeblich durch die Asphaltmischwerke der regionalen Zweigniederlassungen in Neuss sowie in Hannover-Anderten, und durch die Beteiligungsgesellschaften ASPA GmbH und VAM KG geprägt. Im Verkehrswegebau sind die KEMNA-Betriebe Hannover, Hamburg und Projekte sowie die Tochtergesellschaften Gehrken KG und KBO KG vornehmlich an der Leistungserbringung beteiligt. Die fachliche, überregionale und spartenübergreifende Zusammenarbeit der einzelnen KEMNA-Standorte und der KEMNA-Beteiligungsgesellschaften ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Unternehmensgruppe. 3. PersonalIm Jahr 2009 verzeichnete das Bauhauptgewerbe einen Tiefpunkt der Beschäftigung mit jahresdurchschnittlich 705.000 Erwerbstätigen. Seitdem wurde nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Zahl bis 2021 auf 911.000 erhöht, was einem Zuwachs von rund 30 % entspricht. Gleichzeitig sind circa 260.000 Beschäftigte in den Ruhestand gegangen. Auch im Jahr 2022 stocken die Baufirmen ihre Belegschaften auf. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte im Jahresdurchschnitt um 1 % auf 920.000 zunehmen. Für die Neueinstellungen haben sich die Bauunternehmen vorrangig auf den europäischen Arbeitsmarkt konzentriert. Der Anteil Erwerbstätiger aus anderen Europäischen Ländern (wie Rumänien, Polen, Türkei, Kroatien und Ungarn) stieg von 8 % im Jahr 2009 auf 21 % im Jahre 2021. Auch auf ausländische Subunternehmer wird zunehmend zurückgegriffen. Grund dafür ist die sehr geringe Arbeitslosenquote der Baufacharbeiter und Bauingenieure in Deutschland. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen ist höher als die Zahl der Arbeitslosen. Obwohl die Zahl der neuen Auszubildenden zum Ende des Jahres 2021 mit 14.815 auf einem neuen Rekordniveau lag, reicht dies nicht aus, die Rentenabgänge auszugleichen. Ende des Jahres gaben laut Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts über 34 % der befragten Bauunternehmen an, dass ihre Bautätigkeit aufgrund des Fachkräftemangels behindert wurde. 17 Im KEMNA-Konzern wurden zum 31.12.2022 insgesamt 2.064 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 101 Auszubildende beschäftigt.
Neben Bauberufen (sowohl gewerblich als auch technisch) ist auch der Fachkräftemangel im kaufmännischen und IT-Bereich weiterhin spürbar. Sowohl der Bereich Schulungswesen als auch das Recruiting (Messeauftritte, Vorstellungsgespräche) konnten bei KEMNA erfolgreich an die neuen Anforderungen angepasst werden, so dass nun in vielen Schulungs- und Recruiting-Bereichen die Möglichkeit besteht, kurzfristig zwischen Präsenz- und Online-/Remote-Terminen zu wechseln. Im Jahr 2022 wurden Schulungen wieder vermehrt in Präsenz angeboten. 4. InvestitionenDie Investitionstätigkeit des KEMNA-Konzerns im Geschäftsjahr 2022 bewegte sich auf Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür waren insbesondere lange Lieferzeiten von zum Teil mehr als 12 Monaten. Der Schwerpunkt lag auf Grund der weiterhin hohen Nachfrage am Markt bei Ersatzinvestitionen und damit auf der Einsatzbereitschaft von modernen, zuverlässigen und umweltschonenden Geräten. Insgesamt wurden 20,5 Mio. € (Vorjahr 19,7 Mio. €) in das Sachanlagevermögen investiert. Die Investitionen lagen leicht unterhalb der Abschreibungen, die 23,7 Mio. € betrugen. Die ersatz- und auftragsbegründeten Investitionen fanden in allen Bereichen statt (Radlader Gesamtinvestitionssumme 3,9 Mio. €, Bagger 1,5 Mio. €, Muldenkipper 2,3 Mio. €, Asphalt-Fertiger 1,4 Mio. € und Dumper 0,5 Mio. €). Darüber hinaus wurde vor allem in die Erneuerung der Mischanlage der ASPA (1,0 Mio. €) und in den Standort Hannover-Anderten (0,5 Mio. €) investiert. 5. Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageDie Vermögenslage der Gesellschaft ist stabil. Die Bilanzstruktur hat sich nur geringfügig geändert. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich um € 9 Mio. erhöht. Den planmäßigen Tilgungen von Darlehen und insgesamt gestiegenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen stehen die Effekte einer verhaltenen Investitionspolitik gegenüber. Die Eigenkapitalquote beträgt 34,3 % (Vorjahr 33,3 %), unter Einbeziehung der Gesellschafterdarlehen 54,8 % (Vorjahr: 51,6 %). Der Verschuldungsgrad reduzierte sich um 11,3 % auf 82,4 %. Die Gesellschafterdarlehen wurden auf Grund ihrer Struktur dem Eigenkapital zugerechnet. Der Konzern konnte die Investitionen aus dem Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit vollständig decken. Die Zahlungsströme stellen sich wie folgt dar:
Die bestehenden langfristigen Kredite wurden im Laufe des Geschäftsjahres planmäßig mit 10,8 Mio. € getilgt. Von den bestehenden Darlehen und Mietkaufverbindlichkeiten haben 8,9 Mio. € (Vorjahr: 10,8 Mio. €) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Darlehensneuaufnahmen waren im Geschäftsjahr 2022 nicht erforderlich (Vorjahr: T€ 0). Die Gesamtkapitalrentabilität betrug 9,8 % (Vorjahr 8,0 %). Die Gesamtleistung des Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen und verteilte sich folgendermaßen auf die Sparten:
Der höhere Anteil der Sparte Asphaltmischgutproduktion an der Gesamtleistung war im Wesentlichen auf eine mengen- und preisbedingte Absatzsteigerung zurückzuführen. Die anderen Sparten haben sich plangemäß und auf Vorjahresniveau entwickelt. Der Bestand an unfertigen bzw. nicht abgerechneten fertigen Bauvorhaben ist leicht gesunken. Die erhaltenen Anzahlungen haben sich leicht überproportional entwickelt, die Anzahlungsquote unter Berücksichtigung der erhaltenen Anzahlungen, die auf der Passivseite ausgewiesen werden, beträgt 92,6 % (Vorjahr 92,2 %). Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies resultiert zum einen aus der Leistungssteigerung und zum anderen aus den stark gestiegenen Preisen für Energie und Rohstoffe. Dem gegenüber steht eine Reduzierung der Inanspruchnahme von Subunternehmerleistungen. Im Geschäftsjahr konnten insbesondere durch den Verkauf von Sachanlagevermögen sowie durch Energiesteuererstattungen aus Vorjahren sonstige betriebliche Erträge erzielt werden. Die gestiegenen Personalkosten entsprachen im Wesentlichen der tariflichen Einkommensanpassung im Jahr 2022. Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken, und entsprachen dem Niveau der letzten Geschäftsjahre. Sondereffekte lagen im Jahr 2022 nicht vor. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultierte aus Wertberichtigungen auf Forderungen bei einer Arbeitsgemeinschaft sowie aus erhöhten Aufwendungen aus den Zuführungen zu Rekultivierungsrückstellungen. Das Beteiligungs- und Zinsergebnis hat sich verbessert. Die Situation des Konzerns war im vergangenen Jahr trotz der Corona-Pandemie sowie der Ukraine Krise weiterhin von einer sehr starken Nachfrage in nahezu allen Sparten bei leichten regionalen Unterschieden geprägt. Auftragsbestände aus 2021 konnten mit in das Berichtsjahr genommen werden. Vor diesem Hintergrund kann auch das Jahr 2022 insgesamt mit einem guten wirtschaftlichen Erfolg abgeschlossen werden. Durch eine Steigerung der Gesamtleistung und ein erfolgreiches Kostenmanagement auf der Beschaffungsseite liegt der Konzerngewinn in Höhe von 31,8 Mio. € oberhalb des Vorjahres (23,2 Mio. €) und hat somit das prognostizierte Ergebnis deutlich übertroffen. Der Konzern ist in den einzelnen Sparten jeweils mit eingetragenen Zweigniederlassungen oder Betriebsstätten am Markt vertreten. Die Aussagen für die Sparten gelten im Wesentlichen auch für alle in dem jeweiligen Segment tätigen Zweigniederlassungen oder Betriebsstätten. Wesentliche Abweichungen einzelner Betriebe von der Entwicklung der übergeordneten Segment sind nicht eingetreten. BaubetriebeDie Gesamtleistung hat gegenüber dem Vorjahr um rd. 3 % zugenommen; und bewegte sich mit über 399 Mio. € auf unverändert hohem Niveau. Die hohen Preissteigerungen konnten nicht vollumfänglich an die Auftraggeber weitergereicht werden. Das Ergebnis entspricht aber den Erwartungen. Asphaltsplitt-WerkeDie Asphaltsplitt-Werke konnten mit 144 Mio. € die Leistung im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Die Leistungssteigerung war sowohl auf Mengeneffekte wie auch auf Preiserhöhungen zurückzuführen, welche die zum Teil deutlich gestiegenen Rohstoffkosten und Energiepreise kompensieren konnten. Das erwirtschaftete Ergebnis hat unsere durch den Ukraine-Krieg basierenden Erwartungen übertroffen. RohstoffgewinnungDer positive Trend bei den mineralischen Rohstoffen konnte weiter fortgesetzt werden. Mit 72 Mio. € Gesamtleistung konnte wiederum ein Spitzenwert erreicht werden (+ 4 % gegenüber dem Vorjahr). Aus allen Kundensegmenten war eine gute Nachfrage zu verzeichnen. Kostensteigerungen (Löhne, Energien) konnten weitestgehend kompensiert werden, so dass das Spartenergebnis dementsprechend zufriedenstellend war. Das Ergebnis liegt auf Vorjahresniveau. AuslandDie Auslandsaktivitäten beschränken sich auf Rumänien. Die Auslastung des dort betriebenen Steinbruchs Jidovina war unverändert. Das Ergebnis hat sich leicht verschlechtert. Im Februar 2023 wurden sämtliche Anteile an unseren rumänischen Gesellschaften mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31.12.2022 veräußert und damit sämtliche Auslandsaktivitäten eingestellt. BeteiligungenDie gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den drei Sparten spiegelt sich auch in der Ergebnissituation der Beteiligungsgesellschaften wider. Abweichungen waren in der Regel durch Sondereffekte begründet. Die Liquidität des Konzerns war und ist zu jeder Zeit gesichert. Mit Beginn der Corona-Pandemie wurden zur Sicherung der Liquidität Betriebsmittelkredite in Höhe von 25 Mio. € aufgenommen, die planmäßig zurückgeführt werden. Das weiterhin hohe finanzielle Engagement der Gesellschafter sowie ein verbessertes Working-Capital-Management machten weitere Darlehensaufnahmen überflüssig. 6. KonzernsteuerungDie Konzernsteuerung erfolgte im Geschäftsjahr durch drei Geschäftsführer. Unterstützt wird die Geschäftsführung durch den Beirat und den Geschäftsleitungskreis. Es wurden turnusgemäß vier Beiratssitzungen im Geschäftsjahr abgehalten. Die Quartalsgespräche wurden wieder verstärkt in Präsenz durchgeführt. Wesentliche Inhalte der Quartalsgespräche sind die Arbeitssicherheit, Mitarbeiterthemen, die Marktlage, die Auftragslage im Hinblick auf Auslastung der Ressourcen, Abrechnungs- und Zahlstände sowie der wirtschaftliche Erfolg der Einheiten, welche die finanziellen Leistungsindikatoren unseres Konzerns darstellen. 7. Chancen und RisikenChancenDie Baubranche befand sich im Anschluss an die Finanzkrise 2008/2009 auf Wachstumskurs und hat auch zu Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2020 ihre Stärke gezeigt. In den Jahren 2021 und 2022 spürte das Bauhauptgewerbe jedoch stark die negativen ökonomischen Auswirkungen der veränderten Marktsituation. Für das laufende Jahr 2023 ergeben sich trotz dessen vielfältige Chancen und Möglichkeiten für die Geschäftstätigkeit. DigitalisierungDie Digitalisierung schreitet in der Baubranche voran. Laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) bewerteten 47 % der befragten Unternehmen der Bauindustrie 18 das eigene Unternehmen als hoch digitalisiert. 19 Nicht nur für Verwaltungs- und Planungsprozesse, sondern auch direkt auf der Baustelle und in der Arbeitssicherheit nehmen digitale Anwendungen zu. 20 Es ergeben sich neue Chancen die Menschen von Routinetätigkeiten zu entlasten sowie die "analoge" Arbeit transparenter zu gestalten, zu vereinfachen und effizienter zu organisieren. Auch die Themen Robotik und KI werden im Bau in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen und deren Einsatz bei KEMNA geprüft. NachhaltigkeitKlima- und Umweltschutz werden vor dem Hintergrund der "UN-Agenda 2030" 21 und des "European Green Deal" 22 eines der wichtigsten Themen bleiben. Im Rahmen ihres "Green Deal" und des Programms "Fit for 55" will die EU-Kommission in den kommenden zehn Jahren unter anderem die energetische Renovierungsquote mindestens verdoppeln 23 und die europäischen CO 2 -Emissionen gegenüber 1990 um mindestens 55 Prozent reduzieren. Auch KEMNA ist sich seiner diesbezüglichen Verantwortung bewusst, stellt sich seiner Verantwortung und nutzt die daraus entstehenden unternehmerischen Chancen insbesondere im Wettbewerb und bei der Personalpolitik. Darüber hinaus werden Ver- und Entsorger verstärkt in den Netzausbau investieren, was wiederum neue Geschäftsfelder für KEMNA bedeutet. Zum Beispiel konnten einschlägige Präqualifikationen erwirkt werden. Zudem stehen Zulieferer in der Pflicht, ihre Herstellungsverfahren und Baustoffe CO 2 -neutral anzupassen. Ersatzbaustoff- und Mantelverordnung, Recycling, ressourcenschonendes Bauen und Baustoffmix sind einschlägige Stichworte. ArbeitsmarktDie Baubranche zeigte sich während der Corona-Pandemie, wie bereits in der Finanzkrise 2009, besonders krisensicher. Insbesondere die Bauindustrie bietet Jugendlichen eine zukunftssichere Ausbildung. Zudem setzen Bauunternehmen verstärkt auf die Sicherung, fachliche und persönliche Weiterbildung / -qualifizierung und Personalentwicklung ihrer Mitarbeiter. Bei KEMNA werden regelmäßig Mitarbeitergespräche geführt, individuelle Entwicklungspläne erstellt sowie Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten. Finanzplanung der RegierungDie aktuelle Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag angekündigt, dass die Mittel für die Bundesfernstraßen bis 2025 schrittweise erhöht werden. Der Fokus soll hierbei auf den Erhalt und die Sanierung der Straßen - insbesondere der Ingenieurbauwerke - gelegt werden. Auch das Schienennetz soll erweitert werden. Bis 2030 planen Bund und Deutsche Bahn mindestens 170 Mrd. Euro in die Schieneninfrastruktur zu investieren und so das Bestandsnetz zu erneuern bzw. Schienenwege auszubauen. 24 Damit die Chancen seitens der Bauwirtschaft generiert werden können, ist die Umsetzung dieser angekündigten Maßnahmen wichtig. RisikenRechtliche RisikenSowohl der Bauvertrag als auch rechtliche Rahmenbedingungen beeinflussen den wirtschaftlichen Erfolg eines Bauvorhabens erheblich. Aus diesem Grund sind juristische Prüfungen -insbesondere bei der Projektakquisition - von hoher Bedeutung. Zudem sind technische Vorschriften und Richtlinien auf nationaler und europäischer Ebene einzuhalten. Hier besteht ein Risiko in möglichen Änderungen und Anpassungen seitens des Gesetzgebers. Bislang sollten global agierende Unternehmen freiwillig ihren Sorgfaltspflichten auf Basis der im Jahr 2011 verabschiedeten UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte nachkommen. Diese Leitprinzipien sind auch die Grundlage für den nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte der Deutschen Bundesregierung aus dem Jahr 2016. 25 Dieser hat nun wiederum zu dem Entwurf des im Juli 2021 verabschiedeten Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes geführt, das in Deutschland einen gesetzlichen und verpflichtenden Rahmen für die Einhaltung von Sorgfaltspflichten (Menschenrechte, Umweltschutz) entlang der Lieferketten bildet und seit dem 1. Januar 2023 in Kraft ist. Eine externe Ombudsstelle ist bei KEMNA eingerichtet, bei der jederzeit Verdachtsfälle genannt werden können. Die Bauwirtschaft ist mit ihrer arbeitsteiligen Produktionsweise und dem verschachtelten Netzwerk internationaler Lieferbeziehungen im Vergleich zu anderen Branchen in besonderer Weise von der Lieferkettensorgfaltspflicht betroffen. Darüber hinaus spielen auch der Einsatz von Sekundärrohstoffen sowie Recycling von Bau- und Abbruchabfällen eine zunehmende Rolle im Rahmen der Kreislaufwirtschaft, was die Lieferketten noch komplexer werden lässt. Ethische Risiken und Compliance RegelungenDie Diskussionen um Compliance und Corporate Social Responsibility (CSR) sind in der deutschen Wirtschaft im Allgemeinen nicht neu. Das Thema Compliance wird seit Jahren, nicht zuletzt ausgelöst durch Skandale im Zusammenhang mit Korruption, Preisabsprachen oder illegaler Beschäftigung auf Baustellen, immer wieder diskutiert. Auch dieses Themas hat sich KEMNA u.a. mit Hilfe der Ombudsstelle angenommen. Umfragen belegen regelmäßig die hohe Bedeutung und den Mehrwert, den Compliance-Systeme für die Reputation und die Risikoreduktion von Unternehmen haben können. 26 Bei fehlenden Regelungen kann es zu Geld- und Freiheitsstrafen kommen, aber auch zu einem Ausschluss von öffentlichen Ausschreibungen. Bereits Ermittlungsverfahren (auch im Bereich Arbeitsschutz, Gefährdung der Umwelt, Umgang mit Behörden) können finanzielle Schäden und Reputationsverlust bedeuten. Dieser Bereich muss in Zusammenhang mit der Thematik der Nachhaltigkeitsberichterstattung gesehen werden. Denn die neuen Regelungen setzen verstärkt auf einen Wirkungszusammenhang von Werten und Compliance auf Prozesse. Wichtig ist, dass Nachhaltigkeit nicht vom Bericht, sondern von der Wirkung her verstanden wird. Die KEMNA-Organisation ist für dieses Thema sensibilisiert und hat sich entsprechend intern und durch externe Beratung aufgestellt. Eine Berichterstattung ist in den nächsten Jahren vorgesehen. Finanzwirtschaftliche Risiken / Corporate FinanceRisiken können auch im Bereich des Finanz- und Rechnungswesens auftreten. So können sich Kredit-, Liquiditäts-, Währungsänderungs- und Zinsrisiken ergeben. Generell führen gestiegene Anforderungen an die Banken ggf. unmittelbar bzw. mittelbar zu Mehrbelastungen. Unmittelbar aufgrund der Anforderungen der Nachhaltigkeitsberichtserstattung durch CSRD (Corporate Sustainabilty Reporting Directive), Taxonomie etc., mittelbar durch die Maßnahmen im Kontext der Finanzmarktstabilität 27 erhalten Banken in der Zukunft bei der Definition ihres Eigenkapitalbedarfs weniger Spielraum (in Bezug auf rein monetäre Betrachtungen). Das Thema Nachhaltigkeit wird in Risikomodellen der Banken in diesem Zusammenhang eine wachsende Rolle spielen. Hierzu wird an dieser Stelle auf die sog. MaRisk 28 der BaFin 29 (in der Entwurfsfassung von 2022) verwiesen. KEMNA steht im engen Austausch mit seinen Hausbanken. Erste "Probe-Screenings" nach Vorgaben der Banken werden vorgenommen, um die Zwänge des Finanzsektors besser nachvollziehen zu können. Geopolitische Spannungen und Ukraine-KriegDer im Februar 2022 begonnene Krieg in der Ukraine hat dazu geführt, dass die Staaten der NATO zunächst wirtschaftlich eingriffen. Es wurden und werden weitreichende Sanktionen gegen Russland verhängt. Der Krieg hat auch Auswirkungen auf KEMNA. So sind die Preise für Baumaterialien und Energie seit Beginn des Krieges stark gestiegen. Auch kam es zwischenzeitlich zu zeitlich begrenzten Lieferengpässen. Diese nicht leicht einzuschätzende Situation könnte im laufenden Jahr ein Risiko für Aufträge der öffentlichen Hand, aber auch für Aufträge privater Bauherren sein. EnergiepreiseDie Aussicht auf einen möglichen Importstopp von russischem Öl nach Europa ließ die Preise für Produkte aus Erdöl (Treibstoffe, Kunststoffe, Bitumen usw.) stark steigen. Seit Beginn des Krieges in der Ukraine stieg der Ölpreis pro Barell bis Juni 2022 um über 30 %. 30 Seitdem sinkt der Preis an der Börse bereits wieder leicht. Auch der Preis für Erdgas verzeichnete zwischenzeitlich starke Zuwächse. 31 Die hohen Energiepreise belasten KEMNA insb. bei Strom und Bitumen. Volkswirtschaftliche RisikenDie Inflation stellt ein besonderes Risiko dar, da sie zu wirtschaftlichen Unsicherheiten führt und Unternehmen ihre Preisstruktur überdenken. Steigende StaatsverschuldungNach einer Meldung des Statistischen Bundesamtes stieg die öffentliche Verschuldung im 3. Quartal 2022 noch weiter, und zwar um 0,2 % gegenüber dem Jahresende 2021. 32 Dies ist vor dem Hintergrund des erhöhten Finanzierungsbedarfs des Bundes und seiner Sondervermögen sowie der aktuellen Energiekrise zu sehen. Die Verschuldung der öffentlichen Haushalte kann dazu führen, dass insbesondere Kommunen und Gemeinden Investitionen zeitlich nach hinten verschieben und die höheren Kreditkosten den finanziellen Spielraum für Investitionen zusätzlich verringern. Rahmenbedingungen für die FinanzierungSteigenden Materialpreise stellen ein großes Problem für den Öffentlichen Bau dar. Denn in den jeweiligen Budgets auf Bund-, Länder- und Kommunenebene steht nur eine jeweils festgelegte Summe für Baumaßnahmen zur Verfügung. Besonders problematisch ist die Lage bei den Kommunen, auf die derzeit etwa 60 % der öffentlichen Baunachfrage entfallen. 33 DigitalisierungDurch die starke Internationalisierung von Cloudanwendungen sowie weiterer Dienste können datenschutzrechtliche Risiken entstehen. Die Datensicherheit birgt darüber hinaus weitere Herausforderungen für die Unternehmen, welche über entsprechende Versicherungen und zusätzliche Anstrengungen im Bereich der IT-Sicherheit abzudecken sind. Eine nicht ausreichende IT-Strategie kann somit erhebliche Auswirkungen für die Unternehmen der Bauwirtschaft bedeuten. 34 Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung entstehen vermehrt Cyberrisiken gegen die sich Unternehmen schützen müssen. Zu den Risiken gehören beispielsweise der Zugriff auf sensible Daten, der Verlust der Baustellenkontrolle inklusive Diebstahl sowie Unterbrechungen der Lieferkette und Verfälschungen von Projektentwürfen. KEMNA begegnet diesem IT-Risiko u.a. mit Sicherheits- und Antivirenkonzepten sowie Passwortschutz, Datensicherungen und Notfallplänen. PersonalrisikenNeue Nachwuchskräfte und die Integration Geflüchteter können in der Bauindustrie die Abgänge in die Rente nicht ausgleichen. Bisher kann die entstehende Lücke durch europäische Arbeitskräfte, ausländische Subunternehmer und einen Abbau der Arbeitslosigkeit geschlossen werden. Es wird sogar Beschäftigung ausgebaut. Doch die Abwerbung von Arbeitskräften nimmt in der Baubranche zu. Auch befürchten viele Bauunternehmen, dass der Fachkräftemangel zu einem Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung wird. 35 Mit Blick in die Zukunft wird das Problem noch größer. Denn die Zahl der potenziellen Nachwuchskräfte, die in den kommenden Jahren von der Schule abgehen, wird weiter sinken. Einen besonderen Stellenwert nimmt bei KEMNA die Ausbildung ein. Seit 2022 bildet KEMNA, soweit möglich, über dem Bedarf aus. Auch werden dualen Studenten oder Werkstudenten Arbeitsplätze angeboten. Arbeitssicherheit und WitterungsbedingungenInsbesondere für die Bauwirtschaft sind die künftigen Umwelt- und Klimabedingungen von großer Bedeutung. Sowohl die kalte Winterjahreszeit schränkt traditionell die Möglichkeiten zum Bauen ein. Doch auch die Sommermonate mit heißen Temperaturen werden zunehmend zur Herausforderung für die Baustellen. Die Arbeitssicherheit steht hierbei im Vordergrund. Die Arbeitssicherheitsstandards werden eingehalten bzw. sogar übererfüllt. Nachhaltigkeit und TaxonomieDie verstärkte Einführung von Nachhaltigkeitsstandards durch den Gesetzgeber sowie die zunehmende Berücksichtigung dieser Themen in der Privatwirtschaft, stellt KEMNA vor zusätzliche Risiken im Bereich der Kosten. Denn die Aufstellung und Prüfung der sog. CSR-Berichterstattung führt zu zusätzlichen Beratungskosten. So wurde z.B. ein CSR-Beauftragter eingestellt, um der Thematik zukünftig gerecht zu werden (s. o.). Bei der EU-Taxonomie handelt es sich um ein detailliertes Bewertungssystem. Die Informationen aus der Taxonomie sind ein zentrales Element, um der Finanzwirtschaft die Anteile nachhaltiger Umsatzerlöse (turnover), nachhaltiger Investitionen (CapEx) sowie nachhaltiger Ausgaben, die keine Investitionen darstellen (OpEx), zu signalisieren. Betriebliche und FinanzrisikenDer 2021 bei KEMNA begonnene Neuaufbau der Berichterstattung wird weiter konsequent umgesetzt. Hierbei werden gemäß dem "best of"-Prinzip die Prozesse überarbeitet und vereinheitlicht. Die Niederlassungen, Betriebe und Tochtergesellschaften berichten weitestgehend automatisiert und nach einem einheitlichen Schema. In regelmäßigen Arbeitssitzungen der maßgeblich Verantwortlichen wird die Situation hinsichtlich der Entwicklung der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage besprochen. Externes wie auch internes Rechnungswesen arbeiten eng zusammen. Ergänzt wird die kaufmännische Berichterstattung durch ein verstärktes technisches Controlling. Wie in den Jahren zuvor werden größere oder komplexere Angebote vor Abgabe durchgesprochen, um Chancen bzw. Risiken zu identifizieren. Regelmäßige Baustellenbesprechungen während der Bauphase helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und Projekte aktiv zu steuern. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an private Auftraggeber sind über eine Warenkreditversicherung abgesichert. Organisatorische RisikenDas Arbeiten an Abläufen und die IT-technische Unterstützung helfen organisatorische Risiken zu minimieren. Eine klare Regelung der Kompetenzen und der Kontrolle ihrer Ausübung unterstützen die Konzernorganisation. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Einhaltung der Rahmenbedingungen der DSGVO gelegt. GesamtrisikenIm Geschäftsjahr haben wir keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Konzerns gefährden. 8. Innovation / Forschung und EntwicklungAufgrund ständig steigender und sich ändernder Anforderungen an unsere Produkte und Leistungen aus technischen und wirtschaftlichen Gründen sowie nicht zuletzt aus Gründen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und des Nachhaltigkeitsgedankens sowie des Umweltschutzes ist Forschungs- und Entwicklungsarbeit unerlässlich. Hauptschwerpunkte der fortlaufenden Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten des Konzerns im Geschäftsjahr waren überwiegend intelligente Produkt- und Dienstleistungskombinationen bzw. innovative technisch-organisatorische Prozesse:
Diese Vorhaben werden überjährig bearbeitet. 9. Prognosen und Aussichten 2023Seit 2020 ist die Ungewissheit aufgrund der globalen Ausbreitung des Coronavirus höher als in den vergangenen Jahrzehnten. Verstärkt wird dies seit Februar 2022 noch von den gesellschaftlichen, sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Die im Herbst 2022 veröffentlichten Prognosen für das Jahr 2023 wurden teilweise bereits revidiert. Denn die Wirtschaft entwickelte sich etwas positiver als zunächst angenommen. GlobalDer Internationale Währungsfonds (IWF bzw. IMF) prognostiziert (Stand Januar 2023) für das Jahr 2023 ein globales Wirtschaftswachstum von 2,9 % und für das kommende Jahr 2024 ein Plus von 3,1 %. 36 Die Erwartungen sind etwas optimistischer als noch im Oktober 2022 eingeschätzt wurde. Doch der Krieg in der Ukraine sowie die höheren Leitzinsen bremsen das globale Wirtschaftswachstum weiterhin. Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird ein Rückgang des Wachstums von 2,7 % im Jahr 2022 und 2023 auf 1,2 % erwartet. Für 2024 wird ein Anstieg auf 1,4 % prognostiziert. Das zeigt, dass der Rückgang des globalen Wachstums im Jahr 2023 von den fortgeschrittenen Volkswirtschaften getrieben wird, während das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer seinen Tiefpunkt 2022 erreicht hat. Die Prognosen beruhen auf bestimmten Annahmen (insbesondere über die künftige Entwicklung der Preise für Rohstoffe und Brennstoffe sowie der Entwicklung der Zinssätze). Sollten sich andere Entwicklungen ergeben, müssen die Aussichten im Laufe des Jahres entsprechend revidiert werden. Der IWF erwartet weiterhin hohe Inflationsraten. Prognostiziert wird für das laufende Jahr 2023 eine globale Inflationsrate in Höhe von 6,6 % (2022: 8,8 %) und für das kommende Jahr 2024 in Höhe von 4,3 %. Während sich im Laufe des Januars die Rohstoffpreise stabilisierten, verzeichneten sie im Februar einen Rückgang vor dem Hintergrund der Unsicherheiten weiterer Leitzinserhöhungen der FED sowie der chinesischen Wirtschaftsentwicklung. Die Preise gaben sowohl für Energiegüter als auch für Industriemetalle nach. Längerfristig dürften sich stärkere regionale Produktionsmuster und eine wirtschaftliche Abkopplung des Westens von Russland ergeben. Mit einem Anziehen der konjunkturellen Dynamik im Verlauf des Jahres, ist auch mit einer kräftigeren Nachfrage nach Öl zu rechnen. Das EU- und G7-Embargo greift seit dem 5. Februar 2023 neben russischem Rohöl auch für Diesel und Heizöl. Außerdem wurde eine Preisobergrenze vereinbart. EuroraumDer Internationale Währungsfonds prognostiziert für den Euroraum ein Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 von 0,7 % und für das Jahr 2024 ein Plus von 1,6 %. 37 Zwar hat die Europäische Zentralbank die Zinsen schneller angehoben und die Realeinkommen sinken, doch auf der anderen Seite sanken die Großhandelspreise für Energie. Außerdem wurden private Haushalte durch finanzielle Beihilfen unterstützt. Diese Maßnahmen haben zur Folge, dass die Erwartungen des IWF im Januar 2023 leicht nach oben angepasst wurden. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine stimmen sich die EU-Länder eng ab, um den steigenden Preisen und Lieferengpässen entgegenzuwirken sowie die Energieversorgung sicherzustellen. Hierfür sollen folgende Maßnahmen umgesetzt werden:
Zudem soll die gemeinsame Gasbeschaffung besser koordiniert werden und die Gasspeicheranlagen der EU-Mitgliedstaaten vor jeder Wintersaison gefüllt werden. Im Dezember 2022 wurde eine Preisobergrenze in Höhe von 60 USD pro Barrel für Rohöl, Erdöl und Öl aus bituminösen Mineralien festgelegt. Aufgrund des Basiseffekts dürften die Inflationsraten in den kommenden Monaten zurückgehen. Zudem nahm der Großhandelspreis für europäisches Erdgas bereits stark ab. Er fiel unter das Niveau zum Zeitpunkt des Kriegsausbruchs. Dennoch werden für die Jahre 2023 und 2024 hohe Inflationsraten im Euroraum erwartet. Die EZB rechnet in ihrer Herbstprognose 2022 damit, dass die Inflation im laufenden Jahr bei + 7,0 % und im kommenden Jahr bei + 6,1 % liegt (Stand November 2022). 38 Im weiteren Jahresverlauf dürfte die erwartete Konjunkturerholung zu einer stärkeren Rohstoffnachfrage führen. Die Versorgungssicherheit mit Erdgas wird insbesondere in Hinblick auf die kommende Heizperiode 2023/2024 in den Fokus rücken. DeutschlandDer Internationale Währungsfonds prognostiziert für Deutschland im Jahr 2023 ein Wirtschaftswachstum von 0,1 % und für das Jahr 2024 ein Plus von 1,4 %. 39 Zu Jahresbeginn 2023 hat sich die Stimmung der deutschen Unternehmen laut Ifo Institut gebessert. Dies ist auf weniger pessimistische Erwartungen mit Blick auf die kommenden sechs Monate zurückzuführen. 40 Der BIP-Nowcast schätzt für das erste Quartal 2023 einen Zuwachs des BIP von 0,4 % (Stand 12. Januar 2023). 41 Die wirtschaftliche Entwicklung hängt unverändert unter anderem auch von der weiteren Entwicklung des Krieges in der Ukraine sowie anderen geopolitischen Entwicklungen ab. Auch die hohen Energiepreise sowie Transportkosten setzen die Unternehmen weiter unter Druck. Zudem bestehen Sorgen hinsichtlich einer möglichen Lohn-Preis-Spirale. Die Inflationsprognose der Bundesregierung für 2023 liegt (Stand Januar 2023) bei + 6,0 %. Für das Jahr 2024 erwartet sie eine Inflationsrate von + 2,8 %. Die Bundesbank rechnet mit Inflationsraten von + 7,2 % für 2023 und + 4,1 % für 2024 (Stand Dezember 2022). 42 Der Arbeitsmarkt entwickelte sich nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit am Jahresanfang 2023 stabil. Saisonbereinigt ist die Zahl der Arbeitslosen um 15.000 gesunken. Im Vergleich zum Vormonat ist sie auf 2.616.000 gestiegen. Die Arbeitslosenquote nahm im Januar 2023 im Vergleich zu Dezember 2022 um 0,3 Prozentpunkte auf 5,7 % zu. 43 Die Auswirkungen der wirtschaftlichen Unsicherheiten zeigen sich also am Arbeitsmarkt. Dennoch bleibt die Fachkräftesicherung ein wichtiges Thema. Denn nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft wird ein Rückgang der Anzahl der Erwerbspersonen bis 2030 voraussichtlich nicht zu verhindern sein. BeschäftigungFür das Jahr 2023 rechnet der HDB mit einer stabilen Entwicklung. Es wird davon ausgegangen, dass das Bauhauptgewerbe im laufenden Jahr die Zahl der Beschäftigten bei 920.000 halten wird, aber nicht erhöhen kann. Denn der Rückgriff auf den deutschen Arbeitsmarkt fällt immer schwerer. Die Zahl der arbeitslosen Baufacharbeiter und der Bauingenieure ist stark zurückgegangen. Auch mithilfe der gewerblichen Auszubildenden und der Integration von Flüchtlingen sind die Rentenabgänge kaum auszugleichen. Aus diesen Gründen greifen Baufirmen verstärkt auf den europäischen Baumarkt zurück. Der Anteil der Erwerbstätigen aus anderen europäischen Ländern ist von 7,7 % im Jahr 2009 auf 21,1 % im Jahr 2021 gestiegen. Zusätzlich wird auf ausländische Subunternehmer zurückgegriffen, die Bauarbeiter nach Deutschland entsenden. 44 PreiseDie Preissteigerungen für Baumaterialien haben sich in den vergangenen Monaten leicht beruhigt. Ob es sich angesichts der bisher starken Preisschwankungen um eine nachhaltige Preisberuhigung handelt, bleibt abzuwarten. Vor dem Hintergrund der Preisberuhigung bei Baumaterialien und dem mittlerweile erreichten hohen Niveau liegen die Preisprognosen für 2023 (für die gesamten Bauinvestitionen) im Durchschnitt der Wirtschaftsforschungsinstitute bei 6,8 %. Die meisten Experten erwarten, dass die Preise auf einem hohen Niveau verharren werden. 45 KEMNA geht auch für das folgende Geschäftsjahr insgesamt von einer Vollauslastung seiner personellen und maschinentechnischen Ressourcen sowie weiterhin von geordneten und stabilen finanziellen Verhältnissen aus. Wir werden jederzeit in der Lage sein, unseren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Basierend auf den Chancen und Risiken erwartet KEMNA für die kommenden Geschäftsjahre 2023 und 2024 weiterhin positive Ergebnisse. In der Rohstoffgewinnung und der Asphaltmischgutproduktion werden stabile Erträge und Cash Flows erwartet. Auch der Verkehrswegebau wird weiter zum positiven Ergebnis beitragen. Allerdings ist der Cash Flow aufgrund der überwiegend vorherrschenden sehr schlechten Zahlungsmoral der Öffentlichen Hand eine Herausforderung. Insgesamt gehen wir von einem ähnlichen Ergebnis des Durchschnitts der vergangenen drei Geschäftsjahre aus.
Pinneberg, den 05. Juni 2023 Jacob Andreae Dr. Walter Fleischer Michael Liell
1 Vgl. IWF (2023): World Economic Outlook
Update, Inflation Peaking amid Low Growth, January 2023,
S.6,"https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2023/01/31/world-economic-outlook-update-january-2023">https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2023/01/31/world-economic-outlook-update-january-2023.
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang zum Konzernjahresabschluss 2022der KEMNA BAU Andreae GmbH & Co. KG, PinnebergI. Allgemeine Angaben zum KonzernabschlussDer Konzernabschluss der KEMNA BAU Andreae GmbH & Co. KG, Pinneberg - HRA 2073, Registergericht Pinneberg - (nachfolgend KEMNA Konzern) wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Dieser Konzernabschluss erfüllt die Anforderungen des § 264 Absatz 3 HGB sowie des § 264b HGB und entfaltet damit für die einbezogenen Gesellschaften befreiende Wirkung. Eine entsprechende Erläuterung ist der Anlage Anteilsbesitz zu entnehmen. Das Bilanzschema wird auf der Aktivseite um die Posten A. III. 5. - Sonstige Beteiligungen, B. I. 3. - erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, den Posten B. II. 2. - Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften sowie auf der Passivseite um die Posten B. - Sonderposten aus Zuwendungen zum Sachanlagevermögen und D. 4. - Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erweitert. Die KEMNA BAU Andreae GmbH & Co. KG hat ihre 50 %igen Anteile an der VSB infra GmbH & Co. KG, Verkehrsanlagen, Schutzsysteme, Betontechnik, Dortmund sowie der VSB infra Verwaltungs GmbH, Dortmund im Berichtsjahr verkauft. Die Straßengut Beteiligungsgesellschaft mbH i.L., Leipzig wurde im Berichtsjahr liquidiert. Ab 2022 wird die neu gegründete ASH GmbH & Co. KG nach der Equity Methode in den Konzernabschluss einbezogen und unter den assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Die Anteile werden zu 50 % von der VAM gehalten. Die neu gegründete ASH Verwaltungsgesellschaft mbH wird unter den Sonstigen Beteiligungen ausgewiesen und zu 50 % von der VAM gehalten. Die Fremdwährungsumrechnung der rumänischen Einzelabschlüsse erfolgte mit dem Devisenkassamittelkurs für die Bilanz bzw. mit dem Durchschnittskurs für die G+V. Die Erstkonsolidierung wurde mit dem historischen Stichtagskurs zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die Differenz aus dem Jahresergebnis der Bilanz (Devisenkassamittelkurs) und dem Jahresergebnis der G+V (Durchschnittskurs) der Einzelabschlüsse sowie die Fremdwährungsdifferenzen aus der Kapitalkonsolidierung zum 31.12.2022 wurden in den Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung eingestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt grundsätzlich nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB. Für die vor dem 01.01.2010 einbezogenen Tochterunternehmen wird die Buchwertmethode nach § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. fortgeführt, da sich keine wesentlichen materiellen Unterschiede zur Neubewertungsmethode ergeben. Die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode erfolgte auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung bzw. seit 2004 grundsätzlich auf den Erwerbszeitpunkt. Der ausgewiesene Firmenwert (T€ 550) betrifft die Gehrken Straßen- und Tiefbau GmbH & Co. KG, welcher über eine für einen Baubetrieb angemessene Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben wird. Aus dem Erwerb der Steinbruch Lasbeck GmbH im Geschäftsjahr 2015 ergibt sich ein positiver Unterschiedsbetrag, welcher in Ermangelung an stillen Reserven zum Zeitpunkt der erstmaligen Equity-Einbeziehung als Geschäfts- oder Firmenwert über eine für einen Steinbruch angemessene Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben wird. Aus dem Erwerb der Anteile an der Heideasphalt GmbH & Co. KG ergibt sich ein positiver Unterschiedsbetrag, welcher in Ermangelung an stillen Reserven zum Zeitpunkt der erstmaligen Equity-Einbeziehung als Geschäfts- oder Firmenwert über eine für ein Asphaltsplittwerk angemessene Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben wird. Nicht vollkonsolidierte Unternehmen, an denen KEMNA BAU maßgeblich beteiligt ist, werden nach der Equity-Methode konsolidiert und gem. § 311 Abs. 1 HGB in einem gesonderten Posten ausgewiesen. Die assoziierten Unternehmen sind nach § 312 Abs. 1 S. 1 HGB mit dem Buchwert angesetzt. Die Schuldenkonsolidierung wird gem. § 303 Abs. 1 HGB durchgeführt. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt nach § 305 Abs. 1 HGB. Zwischenergebnisse nach § 304 Abs. 1 HGB wurden eliminiert. II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt. Für die Erstellung der Jahresabschlüsse sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, bilanziert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 werden weiterhin im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Herstellkosten umfassen neben den Einzelkosten auch die notwendigen Gemeinkosten einschließlich allgemeiner Verwaltungskosten. Sofern eine niedrigere Bewertung zum Bilanzstichtag notwendig war, wurde diese berücksichtigt. Für Nachtragsforderungen wurden risikoorientierte Abschläge bei der Bewertung berücksichtigt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt. Ein die erbrachte Bauleistung übersteigender Anteil der Anzahlungen wird auf der Passivseite ausgewiesen. Für bereits erschlossenes, aber noch nicht gefördertes Material in den Hartsteinwerken ist ein Abraumvorrat aktiviert. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten. Für den geringen, seit mehreren Geschäftsjahren relativ gleichbleibenden Bestand an Ersatzteilen und Reparaturmaterial sowie für Büromaterial wird ein Festwert in der Bilanz ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften werden zu Anschaffungskosten (Nennwert) bewertet. Alle erkennbaren Risiken werden durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Dem spezifischen bzw. allgemeinen Kreditrisiko wird durch Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die übrigen Forderungen werden zu Anschaffungskosten (Nennwert) bewertet. Die sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel werden zu Anschaffungskosten (Nennwert) bewertet. Der Auflösungsbetrag des Sonderpostens aus Zuwendungen zum Sachanlagevermögen berücksichtigt den Verlauf der Normalabschreibung auf die gewährten Zuschüsse des Eisenbahn-Bundesamtes sowie des EU-Fonds. Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit den Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Den Pensionsverpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Berechnung erfolgte auf der Grundlage der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (2018 G). Für die Bewertung wurde die "projected unit credit method" (PUC) angewandt. Abgezinst wurde mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Rechnungszins beträgt zum 31.12.2022 1,44 %. Bei der Bewertung wurde von einem Rententrend von 2 % ausgegangen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt T€ 2. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur BilanzBei den unfertigen Leistungen handelt es sich um Bauvorhaben, die zum Bilanzstichtag noch nicht fertiggestellt waren. Die fertigen Erzeugnisse und Waren beinhalten zum überwiegenden Teil Bestände an gebrochenem Material in den Steinbrüchen. Die Gesteinsbestände aus eigenen Steinbrüchen in den Asphaltsplitt-Werken werden unter den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesen. Unter den Forderungen gegen Argen werden Arbeitsgemeinschaften, an denen der KEMNA Konzern beteiligt ist und eine gesamtschuldnerische Haftung besteht, ausgewiesen. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Erstattungsansprüche aus Umsatzsteuer aus fertigen, nicht schlussgerechneten Bauvorhaben, Forderungen an Minderheitsgesellschafter, GewSt, Energiesteuer, debitorische Kreditoren, sowie Forderungen gegenüber der ZVK. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Forderungen (Restlaufzeiten) in einem Forderungsspiegel zusammengefasst dargestellt:
Die Konzernrücklagen beinhalten überwiegend Unterschiedsbeträge aus der erstmaligen Erstellung des Konzernabschlusses, soweit diese auf thesaurierten Ergebnissen während der Konzernzugehörigkeit beruhen, die fortgeschriebenen Nettoeffekte aus steuerlichen Bewertungsmaßnahmen in den Einzelabschlüssen, die Umbewertungseffekte aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG auf den 01.01.2010, sowie den Konzernbilanzgewinn, der in voller Höhe in die Konzernrücklagen eingestellt wurde. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Rekultivierungs- und Abbruchkosten, Personalaufwendungen, ausstehende Eingangsrechnungen, unterlassene Instandhaltungen, drohende Verluste sowie für Gewährleistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Übertragung von Grundschulden auf Betriebsgrundstücke, Betriebsobjekte und ähnliche Sicherungsrechte besichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Komplementärin Andreae GmbH in Höhe von T€ 7 (Vj.: T€ 6) enthalten. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um kreditorische Debitoren, Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer, Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern, Verbindlichkeiten an Minderheitsgesellschafter, Lohn- und Kirchensteuer sowie Verpflichtungen aus Mietkäufen. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten (Restlaufzeiten) in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
Durch die Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurden latente Steuern in der Handelsbilanz wie folgt gebildet:
Der angewandte Steuersatz beträgt für die Gewerbesteuer durchschnittlich 15,17 % und für die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag 15,8 %. Nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird auf die Bilanzierung des sich insgesamt ergebenden Überhangs an aktiven latenten Steuern verzichtet. IV. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse (T€ 615.559) wurden, bis auf Umsätze in Rumänien von T€ 1.828, ausschließlich im Inland erzielt. Die Gesamtleistung (T€ 614.346) verteilt sich auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche wie folgt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge für Erstattungen von Energiesteuern mit T€ 1.421. V. Sonstige AngabenIm Jahresdurchschnitt 2022 wurden 2.085 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) beschäftigt, davon 694 Angestellte, 1.291 gewerbliche Arbeitnehmer und 100 Auszubildende. Die Unterstützung ehemaliger Betriebsangehöriger der KEMNA BAU wird über eine Unterstützungskasse abgewickelt. Diese Kasse zahlt auf freiwilliger Basis eine nach Betriebszugehörigkeit gestaffelte monatliche Unterstützung. Die Unterstützungskasse ist für alle nach dem 01.01.1983 eingetretenen Arbeitnehmer geschlossen. Die Gesamtbezüge früherer Organmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betragen T€ 397. Weiterhin bestehen nicht passivierte unmittelbare Pensionsverpflichtungen. Der Fehlbetrag aus nicht bilanzierten Versorgungsverpflichtungen i. S. von Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf insgesamt T€ 8.290 (Vj.: T€ 8.560). Für Verbindlichkeiten der Berolina Baumaschinen GmbH, Pinneberg, in Höhe von T€ 178 haftet die KEMNA BAU Andreae GmbH & Co. KG zusammen mit der Gesellschaft gesamtschuldnerisch. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist so gut wie ausgeschlossen, da die Gesellschaft eng in die Konzernfinanzierung und das Risikomanagement der KEMNA-Gruppe eingebunden ist. Für Verbindlichkeiten der Steinbruch Lasbeck GmbH, Bottrop, haftet die KEMNA BAU Andreae GmbH & Co. KG in Höhe von T€ 1.500 (Vj.: T€ 0) gegenüber der Hamburger Sparkasse AG. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist aufgrund der guten Bonität der Steinbruch Lasbeck GmbH nahezu ausgeschlossen. Es bestehen Miet- und Pachtverträge für betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude mit maximalen Laufzeiten bis 2049. Ferner wurden zur Optimierung der Finanzierung Leasingverträge für Maschinen sowie für betrieblich genutzte Fahrzeuge abgeschlossen. Die finanziellen Verpflichtungen aus diesen und aus sonstigen Verträgen fallen wie folgt an:
Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Geschäftsführung der KEMNA BAU durch die Geschäftsführer der Komplementär-GmbH Andreae GmbH, Wien:
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Bezugnahme auf das Schreiben des BMJ vom 06.03.1995 nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Mitglieder des Beirates, mit Gesamtbezügen von T€ 157 (Vj.: T€ 152), sind:
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB betrug T€ 284 und entfiel mit T€ 281 auf Abschlussprüfungsleistungen und T€ 3 auf Steuerberatungsleistungen. Persönlich haftende Gesellschafterin der KEMNA BAU Andreae GmbH & Co. KG ist, die Andreae GmbH, Wien, mit einem gezeichneten Kapital von € 200.000,00. Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: Entsprechend ihrer jeweiligen Kapitalanteile wird ein Betrag i.H.v. 4.500 TEUR in die Rücklagen eingestellt, der verbleibende Betrag auf die Freien Konten der Gesellschafter verteilt.
Pinneberg, den 05. Juni 2023 Jacob Andreae Dr. Walter Fleischer Michael Liell Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anteilsbesitz und Konsolidierungskreis
1) Die gekennzeichneten Unternehmen haben
gemäß § 264 Absatz 3 HGB sowie § 264 b
HGB die befreienden Wirkungen in Aspruch genommen.
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KEMNA BAU Andreae GmbH & Co. KG, Pinneberg PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der KEMNA BAU Andreae GmbH & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der KEMNA BAU Andreae GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 13. Juni 2023 Mazars
GmbH & Co. KG
Scharfenberg, Wirtschaftsprüferin Zickmann, Wirtschaftsprüfer |
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