Master Data

Registry
Register court Paderborn HRB 5103
Registered
5/31/2000
Industry
Trade of steam, hot water and cooled airManufacture of steel tube fittingsEngineering activities for technical building equipment
Purpose
Abfüllung und Handel von CO2 Zylindern sowie die Planung, Projektierung und das Bauen sowie der Vertrieb von Abfüllanlagen und die damit zusammenhängenden Rechtsgeschäfte; der Handel und Vertrieb von Zubehör und Produkten für das Handling von Gasen; der Handel und Transport von und mit technischen Gasen und die mechanische Bearbeitung von Bauteilen; Konfektionierung, Fulfillment und Versand von Waren.

Financial Overview

History

No events found for this filter

Management

NameRole
Sebastian Schmidt
since 3/6/2026
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
100.00%

Shareholders
Beta

Name
Location
Share
BRITA SE
Germany
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Filltech GmbH

Warburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Filltech GmbH

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Organisatorische und rechtliche Struktur

Die Filltech GmbH mit Sitz in Warburg ist ein modernes Unternehmen mit derzeit 77 Mitarbeitern. Die 100% GmbH-Anteile werden von der Brita SE, Taunusstein, gehalten. Vom Speziallisten für Maschinen- und Sondermaschinenbau haben wir uns zu einem der führenden Dienstleister in der Gasabfüllung entwickelt. Mit unseren eigens entwickelten und gefertigten vollautomatischen Füllanlagen befüllen wir Zylinder und Behälter für den Bereich Industrie und Lebensmittel. Unser Schwerpunkt liegt dabei in der Befüllung von CO 2 -Zylindern für Trinkwassersprudler. Zu unseren Kunden zählen renommierte, international tätige Unternehmen aus verschiedenen Branchen, die auf unsere Komplettlösung vertrauen. Neben der Befüllung übernehmen wir auch die Konfektionierung von Trinkwassersprudlern sowie den gesamten Logistikprozess bis hin zum Endkunden.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 in eine Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank nach vorläufigen Daten zum Vorjahr preisbereinigt um 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die hohe Inflation bremste den Privatkonsum als wichtige Konjunkturstütze.

Im Gesamtjahr 2023 fiel der Privatkonsum als Konjunkturstütze aus. Viele Menschen setzten angesichts deutlich gestiegener Verbraucherpreise den Rotstift an. Die Inflationsrate lag nach vorläufigen Daten im Jahresdurchschnitt bei 5,9 Prozent. Dies war der zweithöchste Wert seit der Wiedervereinigung nach einer Teuerungsrate von 6,9 Prozent im Jahresdurchschnitt 2022.

Eine der Hauptursachen sehen die Konjunkturforscher in der Schuldenbremse, die wichtige Investitionen in Klimaschutz und Infrastruktur erschweren. Filltech selbst ist von dieser Entwicklung jedoch nicht so stark betroffen.

Filltech gliedert sich in die Geschäftsbereiche Abfüllung und Maschinenbau. Wobei die Gesellschaft den Schwerpunkt ihrer Geschäftstätigkeit im Abfüllgeschäft und Konfektionierung sieht und den Bereich Maschinenbau überwiegend für das Ersatzteilgeschäft für bereits gelieferte Abfüllanlage weiterführt. Der Markt für Trinkwassersprudler verzeichnet in Deutschland nach der Corona-Pandemie ein deutlich geringeres Wachstum. Die aktuellen Abfüllkapazitäten sind im Vergleich zum Marktwachstum in den letzten Jahren überproportional gestiegen.

Beschaffung

Auf der Beschaffungsseite konnten Preiserhöhungen für Zylinder und Ventile durch rechtzeitige Bestellungen von größeren Bestellvolumina vermieden werden. Lediglich für die Beschaffung von CO 2 mussten höhere Preise akzeptiert werden.

Personal

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Quartalsdurchschnitt 77 Mitarbeiter/-innen (Vorjahr: 112 Mitarbeiter/-innen).

Im Rahmen von verschiedenen Programmen hat Filltech im Jahr 2023 in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter/-innen investiert. Dabei stand die fachliche und soziale Qualifikation im Vordergrund.

2. Ertragslage

Rohergebnis

Das Rohergebnis des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von insgesamt 6.830 T€ liegt um 5.463 T€ (- 44,4 %) deutlich unter dem Vorjahreswert mit 12.293 T€. Dieses Ergebnis ist maßgeblich durch den unten näher beschriebenen Verlust eines Kunden im Vorjahr verursacht, der im Jahr 2023 nicht adäquat kompensiert werden konnte. Die Vorjahresprognose eines moderaten Rückgangs des Rohergebnisses konnte somit nicht erreicht werden.

Ergebnisentwicklung

Der Jahresüberschuss in Höhe von 854 T€ liegt deutlich unter dem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums (2.158 T€). Die Ursache für diese Geschäftsentwicklung liegt bereits im Vorjahr. Wie bereits im Vorjahr berichtet, hatte mit Wirkung zum 30. Juni 2022 der größte Kunde von Filltech den bestehenden "Vertrag über die Lohnabfüllung von Quellkohlendioxid" gekündigt. Aufgrund der vorzeitigen Kündigung des Vertrages stand Filltech ein pauschalierter Schadenersatz zu. Mit Vergleichsvereinbarung vom 30. Juni 2022 wurde der Schadenersatzanspruch in Höhe von 2.454 T€ ermittelt. Der Ertrag aus der Schadenersatzzahlung wurde damals unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Dieses Ereignis hat im Geschäftsjahr 2023 dazu geführt, dass für das gesamte Geschäftsjahr der Umsatz dieses Kunden entfallen ist und nur zum Teil durch den Ausbau der Endkundendistribution von BRITA Produkten, sowie das Endverpacken von anderen Produkten aus dem BRITA Sortiment kompensiert werden konnte.

Im Geschäftsergebnis 2023 sind einige nennenswerte außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge entstanden. Die Gesellschaft hat für die Forschung, Entwicklung und den Bau einer nicht standardisierten CO 2 -Abfüllanlage eine Forschungsförderung in Höhe von 158 T€ ausgezahlt bekommen, die im Rohergebnis ausgewiesen ist. Des Weiteren konnten Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Bau einer selbstherstellten Zylinder-Vorsortierungsanlage über die aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 500 T€ als Ertrag kompensiert werden.

Darüber hinaus wurde aufgrund von zu geringem Auftragseingang im Geschäftsjahr für einige Monate Kurzarbeit beantragt. Die Erstattungen der Bundesagentur für Arbeit aufgrund der angemeldeten Kurzarbeit belaufen sind für das Jahr 2023 auf 181 T€.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 ist gegenüber dem Vorjahr um 2.403 T€ (17,3%) auf 11.513 T€ gesunken. Dieser deutliche Rückgang auf der Aktivseite betrifft insbesondere das Vorratsvermögen mit -874 T€. Diese Verminderung steht in direktem Zusammenhang mit der Belieferung eines Kunden mit Neuzylindern zur Aufstockung seines Zylinderpools, die zum letzten Bilanzstichtag in den Vorräten bilanziert waren und im Geschäftsjahr 2023 ausgeliefert wurden. Des Weiteren verminderten sich die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen entsprechend den vereinbarten Zahlungsbedingungen um 1.702 T€. Demgegenüber ist das Anlagevermögen im Saldo um 292 T€ gestiegen. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung einer selbsthergestellten Zylinder-Vorsortierungsanlage in Höhe von 500 T€ und der Erhöhung der Anlagen im Bau zur Verbesserung der IT Infrastruktur um 191 T€ unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 506 T€.

Auf der Passivseite wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um -851 T€ durch Sondertilgungen und planmäßige Tilgungen zurückgeführt. Darüber hinaus sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um -321 T€ und die sonstigen Verbindlichkeiten um -157 T€ zurückgegangen. Ursache bei den sonstigen Verbindlichkeiten ist, dass seit Geschäftsjahresbeginn die Lohn- und Gehaltszahlung schon zum Monatsultimo ausbezahlt werden und nicht mehr erst im folgenden Monat.

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 hat sich um 1.146 T€ auf 7.887 T€ gegenüber dem Vorjahr vermindert. Die Eigenkapitalquote beträgt 68,5 %. Zum 31. Dezember 2022 lag die Eigenkapitalquote bei 64,9 %.

Der Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 6.858 T€ ergibt sich aus dem Vortrag in Höhe von 8.858 T€ und der beiden unterjährig durchgeführten Gewinnausschüttungen mit jeweils 1.000 T€. Das Jahresergebnis 2023 in Höhe von 854 T€ wird auf Vorschlag der Geschäftsführung auf neue Rechnung vorgetragen.

4. Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2023 hat Filltech seine Zahlungsverpflichtungen entsprechend den vereinbarten Zahlungszielen jederzeit geleistet. Sofern Skontoabzüge gewährt wurden, hat Filltech in aller Regel unter Ausnutzung von Skonto bezahlt.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden alle eingeräumten Kontokorrentkreditlinien und die laufenden Konten bei den örtlichen Kreditinstituten gekündigt und der gesamte Zahlungsverkehr zentral auf die Konzernbank umgestellt. Auf alle langfristigen Darlehen wurden im Jahr 2023 aufgrund von vertraglichen Vereinbarungen die jährlich maximal zulässigen Sondertilgungen geleistet.

Das Verhältnis der Bankverbindlichkeiten zur Bilanzsumme ist bei einer um 2.403 T€ reduzierten Bilanzsumme und einer weiterhin ausgewogenen Fälligkeitsstruktur von im Vorjahr 28,3 % auf nunmehr 26,8 % zurückgegangen.

Insbesondere aufgrund des deutlichen Abbaus der Vorräte um 874 T€ und der Reduzierung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 1.845 T€ hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 einen operativen Cashflow von 3.645 T€ erwirtschaftet. Durch die Investitionen in das Anlagevermögen ergab sich ein negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -756 T€. Unter Berücksichtigung des negativen Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit von -2.851 T€, der sich durch planmäßige Kredittilgungen bei Banken -851 T€ und der Gewinnausschüttung an die Gesellschafterin -2.000 T€ ergibt, haben sich die liquiden Mittel geringfügig um 39 T€ erhöht.

Insgesamt stuft die Geschäftsführung die aktuelle Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als gut ein.

5. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 807 T€ durchgeführt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen in technische Anlagen und Maschinen in Höhe von 505 T€. In Betriebs- und Geschäftsausstattung inkl. geringwertiger Wirtschaftsgüter wurden rund 110 T€ investiert. In den Anlagen im Bau wurden Ausgaben für die Verbesserung der IT Infrastruktur in Höhe von 191 T€ gebucht, deren Fertigstellung bzw. Inbetriebnahme in 2024 geplant sind.

6. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung und dem Bau von CO 2 Abfüllanlagen. Dieses Know-how wurde vornehmlich für den Bau von vollautomatisieren Anlagen für die eigene Produktion eingesetzt. Im Geschäftsjahr 2023 erhielt die Gesellschaft für die Forschung und Entwicklung einer nicht standardisierten CO 2 -Abfüllanlage eine Forschungsförderung in Höhe von 158 T€.

7. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Voraussichtliche Entwicklung 2024

Die voraussichtliche Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr 2024 wird durch verschiedene Ereignisse geprägt sein. Weiterhin besteht eine gewisse Unsicherheit über den Verlauf des Ukraine Krieges und des Nahostkonfliktes und seinen wirtschaftlichen Folgen - insbesondere auf die Inflation, die hohen Energiepreise und mögliche Versorgungslücken in bestehenden Lieferketten - auf die Geschäftsentwicklung von Filltech. Die Geschäftsführung plant die freien Füllkapazitäten durch Ausdehnung der Vertriebsaktivitäten mit neuen Aufträgen besser auszulasten. Darüber hinaus wird das Konfektionierungsgeschäft kontinuierlich weiter ausgebaut. Zur Steigerung der Produktivität sind die im vergangenen Geschäftsjahr begonnenen Umstrukturierungen im Bereich der Zylinder-Vorsortierung abgeschlossen worden.

Für das Geschäftsjahr 2024 ist die Geschäftsführung vorsichtig optimistisch, dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahr insbesondere durch den Ausbau des Intercompany Geschäftes konstant gehalten werden kann oder leicht rückläufig sein wird. Voraussetzung hierfür ist, dass der Ausbau der Endkundendistribution von BRITA Produkten, sowie das Endverpacken von anderen Produkten aus dem BRITA Sortiment bei Filltech zu neuen Umsätzen führt. Auf Basis dieser Umsatzentwicklungschancen prognostiziert die Geschäftsführung ein Rohergebnis sowie ein Jahresergebnis, das tendenziell auf oder leicht unter dem Vorjahresniveau liegen wird.

Chancenbericht

Mit der 100%ige Übernahme der Anteile an der Filltech GmbH durch die Brita SE haben sich bereits erste Geschäftsmöglichkeiten für Filltech auf neuen internationalen Märkten ergeben. Insbesondere durch die Kombination Wassersprudler und CO 2 Abfüllgeschäft. Auch die Corona Pandemie hatte dazu geführt, dass die Nachfrage der privaten Konsumenten nach Trinkwassersprudlern kontinuierlich gestiegen ist. Das bequeme Sprudeln zuhause ist eine Alternative zur Fahrt in den Getränkemarkt geworden. Die Geschäftsführung ist deshalb vorsichtig optimistisch, dass diese Entwicklung insbesondere durch die Internationalisierung in Europa weiter anhält, trotz der steigenden Zahl an Mitbewerbern in diesem Marktsegment.

Risikobericht

Unsere Gesellschaft hat ein Risiko-Managementsystem zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung von Risiken eingerichtet. Wesentliche Risiken, die die voraussichtliche Entwicklung unseres Unternehmens beeinträchtigen könnten, sind nicht ersichtlich. Gegenstand unseres Risikomanagements sind insbesondere die folgenden Teilbereiche:

Absatz- und Beschaffungsrisiken

Um Absatzrisiken frühzeitig zu erkennen, betreibt unser Unternehmen ein kontinuierliches Customer Management System.

Aufgrund aktueller weltpolitischer Entwicklungen, wie beispielsweise dem Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten, können erhebliche Verwerfungen bei Beschaffungspreisen und Rohstoffverfügbarkeiten nicht ausgeschlossen werden. Um diese Risiken frühzeitig zu minimieren, erfolgt eine kontinuierliche Beschaffungsplanung.

Produktionsrisiken

Zu den Produktionsrisiken zählen Risiken wie Feuer, Hochwasser oder sonstige schwerwiegende Ereignisse, deren Eintritt unwahrscheinlich ist, aber Schäden verursachen könnten. Zur Risikoabwehr wurden entsprechende Versicherungspolicen abgeschlossen.

Liquiditätsrisiken

Um Liquiditätsrisiken zu vermeiden bzw. zu minimieren, führen wir ein permanentes Liquiditätscontrolling durch. Denkbar sind außerdem Ausfallrisiken hinsichtlich offener Forderungen an unsere Kunden. Kreditrisiken, die sich aus Zahlungsausfällen, -verzögerungen oder übrigen Schwierigkeiten beim Einzug von Forderungen ergeben können, werden durch ein effektives Forderungsmanagement minimiert.

Außerdem sind unsere Kundenforderungen durch eine Forderungsausfallversicherung abgesichert.

IT-Risiken

Die wachsende Komplexität des Planungs- und Produktionsprozesses führt zu einem Einsatz immer komplexerer IT-Systeme. Ein vorübergehender Systemausfall, Datenverluste oder Datenkorruption könnten zu signifikanten Störungen der Geschäftstätigkeit führen. Daher überwachen und optimieren wir unsere IT-Systeme laufend unter Anwendung der modernsten IT-Sicherheitstechnologien auf dem Markt.

Rechtliche Risiken

Um möglichen Risiken zu begegnen, die aus den unterschiedlichsten Regelungen und Gesetzen entstehen können, stützen wir unsere Entscheidungen auf intensive rechtliche Beratung. Im Bereich der rechtlichen Risiken ist aktuell kein wesentlicher Sachverhalt bekannt.

 

Warburg, den 16. Februar 2024

Pablo Henke

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.549.345,12 6.284.637,55
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.311,08 47.460,18
II. Sachanlagen 6.529.003,31 6.237.147,09
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.563.125,84 4.733.430,56
2. technische Anlagen und Maschinen 1.318.478,27 997.736,15
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 455.984,69 505.980,38
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 191.414,51
III. Finanzanlagen 30,73 30,28
B. Umlaufvermögen 4.918.564,64 7.599.191,97
I. Vorräte 2.308.927,40 3.182.827,42
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.132.013,22 2.977.501,97
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 345.628,47 2.047.854,34
2. sonstige Vermögensgegenstände 786.384,75 929.647,63
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.477.624,02 1.438.862,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 45.487,64 32.832,67
Aktiva 11.513.397,40 13.916.662,19

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.887.225,58 9.033.033,42
I. Gezeichnetes Kapital 27.777,00 27.777,00
II. Kapitalrücklage 147.223,00 147.223,00
III. Gewinnvortrag 6.858.033,42 6.700.431,87
IV. Jahresüberschuss 854.192,16 2.157.601,55
B. Rückstellungen 406.435,60 334.413,95
C. Verbindlichkeiten 3.219.736,22 4.549.214,82
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.085.779,19 3.936.799,31
2. sonstige Verbindlichkeiten 133.957,03 612.415,51
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 133.957,03 612.415,51
Passiva 11.513.397,40 13.916.662,19

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.815.065,36 12.293.410,15
2. Personalaufwand 3.282.279,92 5.464.356,42
a) Löhne und Gehälter 2.676.976,03 4.563.359,31
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 605.303,89 900.997,11
davon für Altersversorgung 6.765,40 17.715,63
3. Abschreibungen 506.067,25 1.919.557,31
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 506.067,25 1.919.557,31
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.697.820,43 1.742.317,88
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,45 0,44
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 36.369,67 58.960,30
davon an verbundene Unternehmen 12.323,61
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 423.281,65 944.418,77
8. Ergebnis nach Steuern 869.246,89 2.163.799,91
9. sonstige Steuern 15.054,73 6.198,36
10. Jahresüberschuss 854.192,16 2.157.601,55

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Filltech GmbH, Warburg

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

Entwicklung des Anlagevermögens

01. Jan 23
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Abschreibung
EUR
31. Dez 23
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.460,18 0 1,00 27.148,10 20.311,08
47.460,18 0 1,00 27.148,10 20.311,08
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.733.430,56 0 0 170.304,72 4.563.125,84
Technische Anlagen und Maschinen 997.736,15 504.782,00 15.538,41 168.501,47 1.318.478,27
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 505.980,38 110.315,98 20.198,71 140.112,96 455.984,69
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 191.414,51 0 0 191.414,51
6.237.147,09 806.512,49 35.737,12 478.919,15 6.529.003,31
FINANZANLAGEN
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 30,28 0,45 0 0 30,73
30,28 0,45 0 0 30,73
6.284.637,55 806.512,94 35.738,12 506.067,25 6.549.345,12

1. Allgemeine Erläuterungen

Die Filltech GmbH mit Sitz in Warburg ist im Handelsregister beim Amtsgericht Paderborn unter HRB 5103 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Filltech GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltende Erleichterungsmöglichkeit des § 276 HGB ist bei der Aufstellung des Jahresabschlusses angewandt worden. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden im Wesentlichen beibehalten.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen oder, für Zugänge in den Jahren 2020 und 2021, nach der degressiven Methode ermittelt.

Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu Anschaffungskosten von Euro 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten zum Bilanzstichtag angesetzt. In den Herstellungskosten sind Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten enthalten. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Anschaffungskosten gleichartiger Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens werden im Abschluss mit dem gewogenen Durchschnittswert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Nennwerten, vermindert um erforderliche Wertberichtigungen, angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1,5 % gebildet.

Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Da alle Rückstellungen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr haben, entfällt eine fristgerechte Abzinsung.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Anhang).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen insbesondere für Urlaubsansprüche, Abfindung, Berufsgenossenschaft und Zeitguthaben der Mitarbeiter mit 82 T€ (Vorjahr: 105 T€) sowie Gewährleistungsrisiken mit 75 T€ (Vorjahr: 87 T€).

Verbindlichkeiten

(Vorjahresangaben in Klammern)

31.12.2023 davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag
T€
bis zu 1 Jahr
T€
2-5 Jahre
T€
mehr als 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.086 501 1.039 1.546
(3.937) (561) (1.643) (1.733)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 113 113 - -
(434) (434) (-) (-)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 - -
(0) (0) (-) (-)
Sonstige Verbindlichkeiten 21 21 - (-) - (-)
(179) (179)
(davon aus Steuern) 19
(22)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 3.086 T€ durch Grundschulden und Sicherungsübereignung der finanzierten Vermögensgegenstände besichert.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2023 sind die nachfolgend aufgeführten Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung enthalten.

Das Rohergebnis enthält Erträge aus einer Forschungsförderung in Höhe von 158 T€ für die Entwicklung einer nicht standardisierten neuen Abfüllanlage.

Die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen für Inflationsausgleich in Höhe von 113 T€ und Abfindungen in Höhe von 25 T€. Demgegenüber hat das Unternehmen aufgrund von Auftragsmangel Kurzarbeitergeld in Höhe von 181 T€ erstattet bekommen.

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in einer Gesamthöhe von 73 T€ (Vorjahr: 139 T€). Der für das kommende Geschäftsjahr zu erwartende Aufwand beläuft sich auf 46 T€ (Vorjahr: 62 T€).

Außerdem bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Bestellobligo in Höhe von 831 T€ (Vorjahr: 2.393 T€).

Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Auszubildende und ohne Geschäftsführer) beträgt:

2023 2022
Gewerbliche 51 80
Angestellte 26 32
77 112

Geschäftsführer der Gesellschaft ist

Herr Pablo Henke (Kaufmann), alleinvertretungsberechtigt

Der Geschäftsführer übt berufsmäßig die Führung der Geschäfte der Filltech GmbH aus.

Auf die Angaben der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Nr. 9 a) HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernzugehörigkeit

Die Filltech GmbH wird zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss der BRITA SE, Taunusstein (kleinster Konsolidierungskreis), diese wiederum in den Konzernabschluss der Hanvest Holding GmbH, Taunusstein (größter Konsolidierungskreis), einbezogen. Diese Konzernabschlüsse sind am Sitz der Hanvest Holding GmbH, Taunusstein, erhältlich.

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

7. Ergebnisverwendung

Der Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresüberschuss mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Bericht des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

 

Warburg, 16. Februar 2024

Pablo Henke

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.02.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Filltech GmbH, Warburg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Filltech GmbH, Warburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Filltech GmbH, Warburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kronberg, 16. Februar 2024

Spall & Kölsch GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kölsch, Wirtschaftsprüfer

Becker, Wirtschaftsprüfer

News & Media Coverage

Insolvency Notices

Current insolvency proceedings

Check if there are any insolvency proceedings for this company

Commercial Register Documents

Shareholder List
Current Print (Aktueller Abdruck)
Chronological Print (Chronologischer Abdruck)

Organizations at this Address

6 nearby organizations

List of companies and organizations located at or near this business address. Data includes company names, addresses, registration details, and industry classifications.
The information on this page is sourced from public sources, official registries, or provided by third-party providers. Fusionbase does not guarantee the accuracy, completeness, or timeliness of the data. If you have any questions or suggestions, feel free to contact us via the contact form.