tesa Online GmbH
Same addressWholesale of chemical products
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Kourosh Dr. Bahrami-Aghdam since 10/13/2025 | Board Member |
Mattea Herzberg since 9/3/2025 | Procura |
Ingrid Kunigunda Dr. Sebald since 8/27/2024 | Board Member |
Aron Dag Schermaul since 3/5/2020 | Procura |
Jörg Friedrich Dr. Diesfeld since 2/7/2020 | Board Member |
Frank Riebau since 7/9/2019 | Procura |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Tesa SE | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
tesa SENorderstedtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die tesa SE Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der tesa SE, Norderstedt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der tesa SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in der Anlage genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in der Anlage genannten Bestandteile des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 18. April 2024 EY
GmbH & Co. KG
Siemer, Wirtschaftsprüferin Opaschowski, Wirtschaftsprüfer Anlage zum Bestätigungsvermerk: Nicht inhaltlich geprüfte Bestandteile des Lageberichts Folgende Bestandteile des Lageberichts haben wir nicht inhaltlich geprüft:
Darüber hinaus haben wir die nachfolgend aufgeführten lageberichtsfremden Angaben nicht inhaltlich geprüft. Lageberichtsfremde Angaben im Lagebericht sind Angaben, die nicht nach §§ 289, 289a HGB bzw. nach §§ 289b bis 289f HGB vorgeschrieben sind:
Bilanz zum 31. Dezember 2023(in Tausend Euro)AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023(in Tausend Euro)
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Erläuterungen Der Jahresabschluss der tesa SE wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des SE-Ausführungsgesetzes (SEAG) und des AktG aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach § 266 HGB; die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung im Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. In der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung der tesa SE sind einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst; diese Posten werden mit den erforderlichen Erläuterungen im Anhang gesondert ausgewiesen. Das Geschäftsjahr der tesa SE umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres. Registerinformationen Die tesa SE hat ihren Sitz in Norderstedt und ist unter der Nummer HRB 17061 Kl im Registergericht des Amtsgerichts Kiel eingetragen. Bilanzierung und Bewertung Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert und werden planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung der Gebäude erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 25 bis 50 Jahren. Für die seit dem Jahr 2010 zugegangenen Vermögensgegenstände erfolgen die Abschreibungen infolge des Wegfalls der umgekehrten Maßgeblichkeit linear. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattung in der Regel 10 Jahre, in Ausnahmefällen 3 bis 15 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 250,00 € werden im Zugangsjahr als Betriebsausgabe erfasst. Alle im Geschäftsjahr erworbenen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 € bis 1.000,00 € wurden in einen Sammelposten eingestellt und werden über einen Zeitraum von 5 Jahren jeweils mit 20 % gewinnmindernd abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Eine Aufstellung des Anteilbesitzes nach § 285 Nr. 11 HGB ist Bestandteil des Anhangs. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden bei den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens angemessene Abwertungen vorgenommen. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bestandsrisiken aufgrund von überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geringer Verwertbarkeit werden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Bei diesen Posten wird allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko durch die Bildung von angemessenen Wertberichtigungen Rechnung getragen. Kursgesicherte Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung des jeweiligen Sicherungskurses angesetzt. Kurzfristige ungesicherte Währungspositionen sind grundsätzlich zum Devisenkurs am Bilanzstichtag bilanziert. Langfristige ungesicherte Währungsforderungen werden mit dem Briefkurs am Entstehungstag oder dem niedrigeren Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige ungesicherte Währungsverbindlichkeiten werden mit dem Geldkurs am Entstehungstag oder dem höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Das Guthaben bei Kreditinstituten wird zu Nennwerten angesetzt. Als Abgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Verwendung der "Richttafel 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen 10 (Vorjahr: 10) Geschäftsjahren bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Für die Abzinsung der Jubiläumsrückstellungen wurde ein Zinssatz von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,25 % (Vorjahr: 3,25 %) p. a. und erwartete Rentensteigerungen mit 2,25 % (Vorjahr: 2,25 %) p. a. sowie die Fluktuation mit einer Rate von 2,5 % (Vorjahr: 2,5 %) p. a. berücksichtigt. Der Zinsanteil aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Gesellschaft hat bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, als Abzinsungssatz den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, zu verwenden. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Soweit die zugrunde liegenden Verpflichtungen einen Zinsanteil enthalten, wurde die Rückstellung zum Barwert mit einem Zinsfuß von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) angesetzt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen oder ähnlichen Verpflichtungen und sonstigen Rückstellungen dienenden und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen verrechnet. Sofern der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens den Betrag der betroffenen Rückstellung übersteigt, wird dieser in der Bilanz als 'Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung' ausgewiesen. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen zur Bilanz (1) Immaterielle Vermögensgegenstände
Die Zugänge bei den Immateriellen Vermögensgegenständen betreffen im Wesentlichen aktivierte Software. (2) Sachanlagen
Die Zugänge bei den Sachanlagen betreffen im Wesentlichen technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung für das Forschungszentrum, Technikum und Headquarter sowie die Abteilung Informationstechnologie. (3) Finanzanlagen
Die Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen betreffen die Gründung der tesa Online GmbH, Norderstedt, und der tesa ME FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate. Der Abgang bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen resultiert aus der Liquidation der tesa tape OOO, Moskau, Russland. Die Zugänge bei den Abschreibungen betreffen die Wertminderung der Beteiligung an der tesa TL B.V., Nijkerk, Niederlande, und der tesa nie wieder bohren GmbH, Hanau. (4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 146,6 Mio. (Vorjahr: € 177,1 Mio.) sowie sonstige Forderungen in Höhe von € 595,4 Mio. (Vorjahr: € 476,8 Mio.). Der Anstieg der sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 118,6 Mio. resultiert im Wesentlichen aus der Ausgabe von Darlehen. (5) Guthaben bei Kreditinstituten
(6) Latente Steuern Es resultieren latente Steuern aus folgenden Sachverhalten:
Der Berechnung wurde unverändert zum Vorjahr ein Steuersatz von 31,2% zugrunde gelegt. Aktive und passive Steuerlatenzen wurden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB. (7) Gezeichnetes Kapital Der Nennwert des Grundkapitals der tesa SE beträgt unverändert € 25.800.000,00. Insgesamt sind 25,8 Mio. Stückaktien ausgegeben, die am Grundkapital der Gesellschaft in gleichem Umfang beteiligt sind. ( 8 ) Entwicklung der Kapitalrücklage, der Gewinnrücklagen und der ausschüttungsgesperrten Beträge Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine Veränderung der Kapitalrücklage. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert € 137,6 Mio. Die anderen Gewinnrücklagen haben sich aufgrund von Einstellungen in Höhe von € 57,1 Mio. des Jahresüberschusses auf € 498,7 Mio. erhöht. Die ausschüttungsgesperrten Beträge aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert gem. § 285 Nr. 28 HGB belaufen sich auf € 5,1 Mio. (Vorjahr: T € 21). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt € 4,3 Mio. (Vorjahr: € 18,8 Mio.) und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Somit ergibt sich insgesamt ein ausschüttungsgesperrter Betrag von € 9,4 Mio. (Vorjahr: € 18,8 Mio.), der geringer als die frei verfügbaren Rücklagen ist, sodass keine Ausschüttungssperre vorliegt. ( 9 ) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Das ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienende Deckungsvermögen wurde mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und entwickelte sich wie folgt:
Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
(10) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Bonifikationen an Kunden in Höhe von € 23,8 Mio. (Vorjahr: € 26,7 Mio.), tarifliche und freiwillige Vergütungen für die Belegschaft in Höhe von € 20,8 Mio. (Vorjahr: € 16,7 Mio.), Trennungskosten in Höhe von € 6,3 Mio. (Vorjahr: € 2,8 Mio.) und ausstehende Rechnungen in Höhe von € 31,0 Mio. (Vorjahr: € 22,5 Mio.). Das ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen sowie der Verpflichtungen aus Langzeitarbeitskonten dienende Deckungsvermögen wurde mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
(11) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 43,1 Mio. (Vorjahr: € 25,8 Mio.) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von € 112,9 Mio. (Vorjahr: € 123,0 Mio.). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen
(2) Umsatzerlöse nach geographischen Märkten
(3) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie sonstige Erträge aus Servicedienstleistungen für verbundene Unternehmen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind zudem Erträge aus Währungsumrechnung von € 16,0 Mio. (Vorjahr: € 16,0 Mio.) enthalten. (4) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen insbesondere Instandhaltungsaufwendungen, Fracht- und Lagerkosten, Marketingaufwendungen, sonstigen Personalaufwand, Fremdleistungen, Verwaltungsaufwand. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind zudem Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von € 18,4 Mio. (Vorjahr: € 35,6 Mio.) enthalten. ( 5) Beteiligungsergebnis
Die Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Wertminderungen der Beteiligung an der tesa Twinlock B.V., Nijkerk, Niederlande, und der tesa nie wieder bohren GmbH, Hanau. (6) Zinsergebnis
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung von € 11,6 Mio. (Vorjahr: € 18,8 Mio.) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von € 14,9 Mio. (Vorjahr: € 22,5 Mio.) enthalten. (7) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die tesa SE ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") erlassen haben. Die Mindeststeuergesetze sind von Deutschland beschlossen und werden zum 1. Januar 2024 wirksam. Die tesa SE hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze analysiert und rechnet derzeit mit keinen wesentlichen Auswirkungen. Sonstige Angaben (1) Derivative Finanzinstrumente Die tesa SE setzt zur Absicherung von Währungsschwankungen derivative Finanzinstrumente ein. Das aus dem internationalen Geschäft resultierende Wechselkursrisiko wird durch den Einsatz von Devisentermingeschäften abgesichert, deren in Euro umgerechneter Nominalwert € 345,3 Mio. (Vorjahr: € 216,1 Mio.) beträgt. Der Nominalwert zeigt die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzinstrumente. Bei den ausgewiesenen Nominalwerten werden Beträge nicht saldiert. Die Stichtagsbewertung ergibt einen saldierten Marktwert von € 2,0 Mio. (Vorjahr: (negativer) Marktwert von € 4,9 Mio.). Der Marktwert ergibt sich als Summe aus der Bewertung der offenen Positionen zu Marktkursen am Stichtag ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten nach § 254 HGB in Anspruch. Eine Passivierung von derivativen Finanzinstrumenten mit negativen Marktwerten unterbleibt daher in dem Umfang, in dem sich die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme ausgleichen. Die bilanzielle Abbildung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Eine Aktivierung von derivativen Finanzinstrumenten mit positiven Marktwerten erfolgt nicht. (2) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
(3) Mitarbeiter nach Funktionsbereichen
(4) Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates Die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates der tesa SE sind: Vorstand: Vorsitzender:
Aufsichtsrat:
(5) Gesamtbezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates Die Gesamtbezüge des Vorstands haben für das Geschäftsjahr 2023 € 4,47 Mio. (Vorjahr: € 4,95 Mio.) betragen. Die Bezüge des Aufsichtsrats haben für das Geschäftsjahr 2023 € 0,2 Mio. (Vorjahr: € 0,2 Mio.) betragen. Frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten Gesamtbezüge in Höhe von € 0,2 Mio. (Vorjahr: € 0,2 Mio.). Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt € 8,95 Mio. (Vorjahr: € 9,04 Mio.) zurückgestellt. (6) Anteilsbesitz an der tesa SE und Konzernabschluss An dem Grundkapital der tesa SE ist die Beiersdorf Aktiengesellschaft, Hamburg, mit 10 % unmittelbar und mit 90 % mittelbar beteiligt. Die maxingvest GmbH & Co. KGaA, Hamburg, ist wiederum mit mehr als 50 % mittelbar an der Beiersdorf Aktiengesellschaft, Hamburg, beteiligt. Die tesa SE wird in die Konzernabschlüsse der Beiersdorf Aktiengesellschaft, Hamburg, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, und der maxingvest GmbH & Co. KGaA, Hamburg, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen, die jeweils über die Internetseite des Unternehmensregisters (Bundesanzeigers) zugänglich gemacht werden. Der Konzernabschluss der Beiersdorf Aktiengesellschaft, Hamburg, hat für die tesa SE für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreiende Wirkung gemäß § 291 HGB. Der Konzernabschluss der Beiersdorf Aktiengesellschaft, Hamburg, wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) einschließlich der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee zu den IFRS (IFRIC) und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es werden im Konzernabschluss der Beiersdorf Aktiengesellschaft, Hamburg, alle IFRS und IFRIC beachtet, die zum 31. Dezember 2023 von der EU-Kommission übernommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind. Wesentliche Abweichungen von den deutschen handelsrechtlichen Bilanzierungs -, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden ergeben sich bei der Bilanzierung und Bewertung von Vorräten, Pensionsrückstellungen, Finanzderivaten sowie latenten Steuern. (7) Aufstellung des Anteilsbesitzes der tesa SE
* Ergebnis nach Steuern und vor
Ergebnisabführung; Daten der Auslandsgesellschaften
auf Basis von IFRS-Abschlüssen.
( 8 ) Abschlussprüferhonorar Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift gemäß § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB in Anspruch, da die Honorarangaben im Konzernabschluss der Beiersdorf Aktiengesellschaft, Hamburg, enthalten sind. (9) Bilanzgewinn und Gewinnverwendungsvorschlag Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt: (in T €)
Der Hauptversammlung der tesa SE wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn vollständig auszuschütten. (10) Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Norderstedt, 28. März 2024 tesa SE Dr. N. Goldberg, Vorstandsvorsitzender, CEO Dr. J. Diesfeld, Vorstand, CFO Dr. A. Mack, Vorstand Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäft und Rahmenbedingungen Allgemeines Die tesa SE (im Folgenden "tesa") ist einer der weltweit führenden Hersteller innovativer Klebebänder und selbstklebender Produktlösungen für Gewerbekunden und Endverbraucher. Als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Beiersdorf Aktiengesellschaft bildet die tesa SE einen unabhängig geführten Teilkonzern, der als direkte beziehungsweise indirekte Muttergesellschaft von 60 tesa Beteiligungen (Vorjahr: 61) mit 5.189 Mitarbeitenden in mehr als 100 Ländern aktiv ist. Im Geschäftsjahr hat tesa die Gesellschaft tesa Online GmbH, Norderstedt, Deutschland, gegründet. Außerdem sind die tesa tape OOO, Moskau, Russland, sowie die Sugru Inc., Livonia, USA, liquidiert worden. Regionen und wesentliche Standorte tesa agiert weltweit, mit Schwerpunkt in Europa, gefolgt von den Geschäftsregionen Afrika/Asien/Australien und Amerika. Neben den deutschen Standorten gehören die Tochtergesellschaften in China, den USA, in Italien und Japan zu den größten und strategisch wichtigsten Einzelgesellschaften von tesa. Die Produktionsstandorte befinden sich in Europa (Deutschland und Italien), in Amerika (USA) und in Asien (China und Vietnam). Der Standort Haiphong, Vietnam, wurde im Oktober 2023 eröffnet. Die Unternehmenszentrale mit integriertem Forschungs- und Technologiezentrum befindet sich in Norderstedt bei Hamburg. Auch im Jahr 2024 wird in erheblichem Maße in Wachstum und Innovation investiert. Die Investitionen werden für tesa in ähnlicher Höhe liegen wie 2023. Nennenswerte Projekte für die Erweiterung der Produktions- und Lagerkapazitäten betreffen für tesa den Produktionsstandort Hamburg. Weitere Investitionen in Automatisierung und Digitalisierung sollen die Effizienz der Standorte steigern. Geschäftsbereich Industry Im Geschäftsbereich Industry versorgt tesa Industriekunden - insbesondere aus den Branchen Automobil, Elektronik, Druck und Papier sowie Bau und Konstruktion - auf direktem Wege mit spezialisierten Produkt- und Systemlösungen. Der strategische Fokus liegt vorrangig auf dem Auf- und Ausbau ertragreicher Geschäftsfelder in technologisch anspruchsvollen Anwendungsbereichen. Die Produkt- und Systemlösungen von tesa werden zur Optimierung und Effizienzsteigerung von Produktionsprozessen, als Befestigungslösungen in konstruktiven Anwendungsbereichen - oftmals mit Zusatzfunktionen über das reine Verbinden von Bauteilen hinaus - sowie als maßgeschneiderte Schutz- und Verpackungssysteme eingesetzt. Neben dem Direktgeschäft gehört der technische Handel zum Geschäftsbereich Industry. tesa bietet über Handelspartner eine vielfältige Produktpalette für ein breites Anwendungsspektrum in unterschiedlichen Industriebranchen an. Dazu gehören beispielsweise Sortimente für Montage und Reparatur, Transportsicherungsbänder oder auch Klebelösungen für die Verpackungsindustrie. Geschäftsbereich Consumer Der Geschäftsbereich Consumer umfasst diejenigen Märkte, deren Endkunden tesa über Handelspartner oder handelsähnliche Kanäle mit marktgerechten Produkten versorgt. Hierzu zählen Sortimente für private Endverbraucher und Handwerker. Darüber hinaus nutzt tesa das E-Commerce-Geschäft, um Endkunden auf direktem Weg Produkte zum Kauf anzubieten. Das Consumer-Geschäft ist auf Europa und Lateinamerika konzentriert. Vermarktet werden sowohl lang bewährte wie auch innovative Produktlösungen, die unter anderem für den täglichen Gebrauch in Büro und Haushalt sowie im Handwerk bestimmt sind. Unter der Dachmarke tesa ® finden Endverbraucher in Bau- und Verbrauchermärkten, Papier- und Schreibwarengeschäften sowie online ein breites Angebot von mehr als 300 innovativen Produkten. Für professionelle Handwerker bietet tesa maßgeschneiderte Sortimente, welche über zielgruppengerechte Vermarktungskonzepte angeboten werden. Wertmanagement und Steuerungssystem Ziel des tesa Konzerns ist es, Marktanteile durch nachhaltiges Wachstum zu steigern und zugleich die Ertragsbasis auszubauen. Dabei ist tesa eingebunden in das Steuerungssystem des Gesamtkonzerns Beiersdorf. tesa konzentriert sich auf kontinuierliches, profitables Umsatzwachstum zur langfristigen Steigerung der Ertragskraft. Messgrößen dafür sind das Umsatzwachstum und das betriebliche Ergebnis (EBIT) bzw. die EBIT-Umsatzrendite. Aktives Kostenmanagement und hohe Effizienz beim Einsatz der Ressourcen zielen darauf ab, international wettbewerbsfähige Renditen zu erwirtschaften. Die Entwicklung der relevanten finanziellen Steuerungskennzahlen ist im Abschnitt "Ertragslage" zu finden. Wirtschaftliches Umfeld Die Weltwirtschaft verlor an Schwung. Trotz eines robusten Starts in das Jahr 2023 verlangsamte sich das Wachstum spürbar über den Sommer. Dies resultierte im Wesentlichen aus einer schwachen Industrieproduktion und einem signifikanten Anstieg der Zinsen in den meisten Weltregionen, welche insbesondere die Wohnungsbauinvestitionen hemmten. Ein weiterer dämpfender Faktor war die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung Chinas, die wesentlich auf der Verschuldung im Immobiliensektor des Landes basierte. Die Inflation sank nur langsam von einem sehr hohen Niveau. Die Realeinkommenszuwächse, resultierend aus Lohnanpassungen, trugen nur schrittweise zur Stimulierung des Konsums bei. Lieferkettenschwierigkeiten wurden größtenteils durch neue Herausforderungen ersetzt. Obwohl die durch die Pandemie unterbrochenen Lieferketten weitgehend wiederhergestellt wurden, zeigte das weltweite verarbeitende Gewerbe angesichts eines schwachen Produktivitätswachstums, dem Auslaufen der Covid-19- Stützungsmaßnahmen und schwieriger finanzieller Bedingungen Schwächen. Zusätzlich hat die Verschiebung der Nachfrage in Richtung des Dienstleistungssektors sowie die gestiegene Unsicherheit über die zukünftige geoökonomische Lage zu einer Zurückhaltung bei Investitionen geführt. Die Stimmungsindikatoren für den Unternehmenssektor und die privaten Haushalte in Europa zeigten im Verlauf des Jahres 2023 häufig gegenläufige Entwicklungen. Der deutliche Anstieg der Zinsen und die damit einhergehende Abnahme der Inflationsrate sorgten bei den Verbrauchern für ein gewisses Aufatmen. Das Konsumklima hat sich seit dem Tiefpunkt im Herbst 2022, als die Inflationsrate im Euroraum zeitweise zweistellige Raten aufwies, allmählich stabilisiert. Hingegen wird die Lage in der Industrie besonders kritisch gesehen. Diese litt unter schwacher globaler Nachfrage und verschlechterter preislicher Wettbewerbsfähigkeit, ausgelöst durch die Euro-Aufwertung. In der zweiten Jahreshälfte zeichnete sich ein Rückgang von Neubestellungen in der Industrie ab. Dieser Rückgang schlug allerdings bisher nicht vollständig auf die Produktion durch, da die Unternehmen noch viele wegen der zwischenzeitlich bestehenden Lieferengpässe liegen gebliebene Aufträge abgearbeitet haben. Ebenfalls schlecht sah es in der Bauwirtschaft aus. Die deutlich verschlechterten Finanzierungsbedingungen und die drastisch gestiegenen Baukosten hatten die Nachfrage nach Bauleistungen merklich gedämpft. Die deutsche Wirtschaft blieb 2023 weiterhin in einer schwierigen Lage. Insbesondere der private Verbrauch erwies sich als anfällig für konjunkturelle Schwächen, und auch die Exporte verzeichneten einen Rückgang. Die Spannungen zwischen China und dem Westen führten zu einem unterdurchschnittlichen Wachstum des Außenhandels. Obwohl sich die Belastung von Unternehmen und privaten Haushalten durch die Energiepreise verringerte, reichte dies nicht aus, um andere negative Einflussfaktoren zu kompensieren, denn die massiven Zinserhöhungen der meisten Zentralbanken bremsten die Wirtschaft. Sie haben die Nachfrage nach Industriegütern und Wohnbauten deutlich verringert. Die Schwankungen in den Auftragseingängen der Industrie waren stark ausgeprägt. Verantwortlich dafür war, dass der Umfang an Großaufträgen von Monat zu Monat variierte. Trotz dieser Herausforderungen konnten die Unternehmen die Produktion weitgehend stabil halten und somit die in den vergangenen Jahren aufgebauten Auftragsbestände abbauen. In den USA verzeichnete die Wirtschaft ein recht starkes Wachstum, hauptsächlich aber aufgrund einer ungewöhnlich expansiven Fiskalpolitik. Die Inflationsrate, welche im ersten Halbjahr noch deutlich gesunken ist, konnte im zweiten Halbjahr den Trend nicht fortsetzen, insbesondere aufgrund eines zwischenzeitlichen deutlichen Anstiegs der Benzinpreise. Sowohl der private Konsum als auch die Anlageinvestitionen verzeichneten dennoch spürbare Zuwächse. Letzteres lässt sich wahrscheinlich auf die eingeführten Subventionen für die Halbleiterindustrie und Transformationstechnologien zurückführen. Bei den Wohnungsbauinvestitionen hat sich der Abschwung fortgesetzt, ist aber etwas abgeschwächt. Zum Jahresende machten sich die bremsenden Faktoren zunehmend bemerkbar. Die Sparquote erreichte zuletzt ungewöhnlich niedrige Werte. In Japan legte die gesamtwirtschaftliche Produktion im ersten Halbjahr 2023 kräftig zu, hauptsächlich aufgrund steigender Exporte infolge einer erheblichen Abwertung des Yens. Diese bedingte auch den für japanische Verhältnisse sehr deutlichen Anstieg der Inflation. Die Entwicklung in den Wachstumsmärkten ergab ein gemischtes Bild. China überraschte in den letzten Monaten des Jahres in negativer Hinsicht. Das Ende der Null- Covid-Politik im Dezember 2022 gab der Wirtschaft nur kurzzeitig Schub. Die Probleme am Immobilienmarkt hatten deutliche Auswirkung auf die Konjunktur. In Kombination mit Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt, belastete diese Entwicklungen den Konsum. Zudem verzeichneten die Industrieproduktionen, die Unternehmensinvestitionen und die Exporte einen Rückgang, was sowohl auf eine nachlassende Auslandsnachfrage als auch auf geopolitische Unsicherheiten zurückzuführen ist. In Russland hat die gesamtwirtschaftliche Produktion im zweiten Quartal 2023 ihr Niveau von vor dem Überfall auf die Ukraine wieder erreicht. Im Zusammenhang mit den gestiegenen Militärausgaben erhöhten sich die Investitionen, aber auch der private Konsum stieg dank höherer Reallöhne und Sozialleistungen. Trotzdem zeigen sich Engpässe am Arbeitsmarkt, da seit Beginn des Kriegs viele Arbeitskräfte in die Armee eingezogen wurden oder das Land verlassen haben, um dem Kriegsdienst zu entgehen. Dennoch erwies sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung als robust. Der Anstieg des Wachstums spiegelte einen erheblichen fiskalischen Stimulus, starke Investitionen und einen stabilen Konsum vor dem Hintergrund eines angespannten Arbeitsmarktes wider. Das Wachstum wurde größtenteils durch die Produktion militärischer Güter angetrieben, die der Bevölkerung nicht zugutekommen. Die brasilianische Wirtschaft profitierte von einer Rekordernte. Auch die hohen Einnahmen aus dem Export von Erdöl und Eisenerz sowie die Erholung des Dienstleistungssektors kurbelten das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts an. Die Drosselung der Ölproduktion sorgte für eine schwache Entwicklung im Nahen Osten. Die Abnahme der Aktivitäten im Ölsektor wurde hingegen durch andere Wirtschaftsbereiche kompensiert, gestützt durch einen anhaltenden privaten Konsum, strategische Anlageinvestitionen und eine förderliche fiskalpolitische Ausrichtung. Die indische Wirtschaft bleibt weiterhin ein zuverlässiger Wachstumsmotor für die globale Konjunktur. 2023 konnte das hohe Tempo des Vorjahrs beibehalten werden. Bereits das dritte Jahr in Folge prägte ein kräftiger Anstieg der privaten Investitionen die indische Konjunktur. Gleichzeitig konnte das rekordhohe Niveau der Exporte des Vorjahrs gehalten werden. Die südostasiatischen Schwellenländer sind im Aufwind. Ihre Fundamentaldaten stabilisieren sich, das Wachstum kehrt zurück, die Leistungsbilanzen der Unternehmen sehen solide aus. Absatzmarktentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 war die Geschäftstätigkeit von tesa weiterhin von Unsicherheit geprägt. Die globale Erholung von der Covid-19-Pandemie verläuft langsam und uneinheitlich. Die russische Invasion in der Ukraine beeinflusst weiterhin die Wirtschaftslage. Die Wirtschaftstätigkeit liegt nach wie vor unter dem Niveau vor der Pandemie, und der Konflikt im Nahen Osten hat die Märkte zusätzlich verunsichert. Die Inflation blieb auf einem hohen Niveau, wenn auch unter den Spitzenwerten des Vorjahres. In diesem Umfeld entwickelten sich die industriellen Absatzmärkte unterschiedlich. Die Automobilbranche zeigte sich stark und konnte global zulegen. Andere industrielle Absatzmärkte und auch das Handelsgeschäft waren hingegen durch eine hohe Verunsicherung der Kunden, Maßnahmen zum Bestandsabbau und eine insgesamt rückläufige Entwicklung gekennzeichnet. Dies galt insbesondere für Europa und bedingt für Nordamerika, während positive Wachstumsimpulse aus Asien kamen. Beschaffungsmarktentwicklung Das Jahr 2023 war weiterhin geprägt durch Ausläufer der Lieferkrise der vergangenen zwei Jahre. Vor allem im ersten Halbjahr kam es zu weiteren Lieferengpässen, gepaart mit einer signifikanten Inflation auf vielen Roh-/Packstoff- und Logistikmärkten. Dies lag zum einen an großen makroökonomischen Unsicherheiten, wie beispielsweise dem Russland-Ukraine Krieg, dem China-Taiwan Konflikt oder einer verlangsamten Erholung des chinesischen Produktionsoutputs. Zum anderen verblieben Energiekosten auf einem hohen Niveau, was in Verbindung mit anderen inflationären Inputfaktoren die Produktionskosten weiter steigerte. In der zweiten Jahreshälfte war eine erste Korrektur wichtiger Material- und Dienstleistungsmärkte zu beobachten, die vor allem durch die Ausweitung von Kapazitäten begründet war. Dadurch konnten in Verbindung mit einem abteilungsübergreifenden Engpassmanagement und Präferenz bei wichtigen Lieferanten die negativen Auswirkungen der Lieferengpässe für unsere Produktionsstandorte und Handelspartner weiter begrenzt werden. Produkt- und Technologie-Entwicklung 1 Klebeverbindungen müssen bei Bedarf wieder gelöst werden können, um Kunden das Herstellen reparierbarer und recycelbarer Produkte zu ermöglichen. So können wertvolle Einzelkomponenten wiederverwertet und die entsprechenden 2023 in Kraft getretenen EU-Normen für elektronische Endgeräte erfüllt werden. Im Rahmen dieses Projekts hat tesa aus sechs neuen technologischen Konzepten mit unterschiedlichen Auslösemechanismen eine Vielzahl funktioneller Prototypen generiert und Kunden zum Testen übergeben. Im Automobilbau haben erste bereits vorgestellte Prototypen mit entsprechender Alterungs- und Temperaturstabilität zu einer großen Nachfrage nach weiteren Varianten mit unterschiedlichen Anforderungen geführt. Daher konnte ein erstes Produktentwicklungsprojekt erfolgreich abgeschlossen und weitere neue Projekte für die Entwicklung wiederablösbarer Klebebänder initiiert werden. In diesem Rahmen wurden viele neue Prototypen für die unterschiedlichsten Anwendungen vom Display bis hin zur Elektrofahrzeugbatterie an Kunden verschickt. Auch in der eigenen Fertigung konnte tesa im Berichtsjahr 2023 wichtige Meilensteine erreichen, um den ökologischen Fußabdruck von Technologien und Produkten weiter zu verbessern. Die CO 2 e-Bilanz des beliebten doppelseitigen Klebebands tesa ® 4965 konnte beispielsweise um 40% reduziert werden, ohne die Eigenschaften des vielseitig eingesetzten Hochleistungsproduktes zu verändern. Dazu mussten nach dem Biomassebilanz-Verfahren neue biobasierte Rohstoffe eingeführt und quantitativ nachverfolgt und Folien aus 90% recyceltem Polyester (PCR-PET) qualifiziert werden. Außerdem wurden über die gesamte Entwicklungs- und Fertigungskette hinweg neue Prozesse implementiert, um entscheidende Messgrößen, wie etwa die CO 2 e-Bilanz eines Produkts, überhaupt ermitteln zu können. Ferner hat tesa seine Bestrebungen fortgesetzt, die Reduzierung und Rückgewinnung von Lösemitteln voranzutreiben. Während die Werke kontinuierlich die Verfügbarkeit lösemittelfreier Fertigungsanlagen ausbauen, wurden in der Produkt- und Technologieentwicklung weitere bestehende Sortimente modifiziert. Auch der Anteil an lösemittelfreien Neuentwicklungen konnte weiter gesteigert werden. In den vergangenen Berichtsjahren hat tesa bereits Prototypen hochfester Klebeverbindungen vorgestellt, die konventionelle Schweiß- und Nietverbindungen ersetzen können.
1 Dieser Abschnitt war nicht Bestandteil der
Prüfung des Lageberichts.
Im Jahr 2023 konnten daraus resultierende Produktentwicklungsprojekte für die Anwendung in mobilen Endgeräten bis zur Marktreife entwickelt und bei ersten Kunden erfolgreich implementiert werden. Ein weiterer Fokus für die bei Raumtemperatur härtenden Klebebänder wurde auf Anwendungen in der Automobilindustrie gelegt. Zum Schutz von Batteriezellen in Traktionsbatterien von Elektroautos oder zum Schutz von Kabelbäumen in Fahrzeugen entwickelt, werden diese Produktmuster derzeitig von mehreren Kunden getestet. Verglichen mit metallischen Fügeverfahren bieten polymere Klebstoffe eine vielfach größere Flexibilität bei der Materialauswahl, um zusätzliche Funktionen in die Klebeschichten zu integrieren. Im Jahr 2023 hat tesa diese technologischen Möglichkeiten weiter ausgebaut, um Kunden innovativere Produktdesigns mit funktionellen Klebelösungen zu ermöglichen. Dabei wurden durch Open Innovation neue Netzwerke zielgerichtet erschlossen, um stets die nötige Expertise, Schnelligkeit und Ressourceneffizienz bei der Entwicklung komplexer neuer Technologien und Produkte gewährleisten zu können. Die Geschwindigkeit und Fähigkeit, auf neue Technologien und Trends zuzugreifen, konnte so erhöht und eine nachhaltige sowie resiliente Innovationsfähigkeit gestärkt werden. Globale Innovationsführer in allen Märkten setzen zunehmend auf die Digitalisierung ihrer Entwicklungsprozesse. Dies erfordert auch für die verwendeten Klebelösungen die Bereitstellung digitaler Daten wie beispielsweise digitaler Zwillinge zur Durchführung von Versagensmodellierungen. Der hohe Anklang ausgewählter am Markt platzierter digitaler Services bei den Kunden hat sich im vergangenen Jahr erstmals in der stark wachsenden Anzahl von Anfragen nach digitalen Zwillingen und digitalem Consulting widergespiegelt. tesa hat mit einem konsequenten Ausbau des digitalen Produktportfolios die Entwicklung beschleunigt und die Kundenbindung erhöht. Mehrere jetzt aktive Forschungskooperationen bilden eine solide Basis für einen kontinuierlichen Wissensaufbau in den Bereichen künstliche Intelligenz, Simulation und Digitalisierung. Der Schwerpunkt in der Produkt- und Technologieentwicklung liegt auf Lösungen für die Energiewende. Diese konnten im letzten Berichtszeitraum weiter ausgebaut werden. Das betrifft beispielsweise die Bereiche Wasserstoffwirtschaft, Gebäudeenergiemanagement und Elektromobilität. Im letzten Bericht wurde ein erster funktioneller Prototyp einer auf Knopfdruck dimmbaren Fensterfolie vorgestellt, die es ermöglicht, Gebäudeverglasungen von Neu- und Bestandsgebäuden energiesparend auszurüsten. Im Jahr 2023 konnte diese Technologie so weit optimiert werden, dass alternative, auf dem Markt verfügbare Lösungen von der Leistung her übertroffen werden. Zusammen mit mehreren Kooperationspartnern konnten bereits Pilotmuster gefertigt und einem ersten potenziellen Kunden zur Ausprüfung übergeben werden. Für die Fertigung moderner Brennstoffzellen wurden funktionale Folien weiterentwickelt, mit denen die Brennstoffzelle besonders schnell und effizient zusammengebaut werden kann. Die neuesten optimierten Prototypen haben das Interesse von Kunden geweckt und den Abschluss neuer Kooperationen mit ausgewählten Innovationsführern ermöglicht. Großkunden der Automobilindustrie wurden zahlreiche neue Prototypen für den Bereich Elektromobilität vorgestellt. Ein besonderer Fokus wurde auf das Schützen und Verkleben von Batteriezellen sowie deren Module und Gehäuse gesetzt. Aber auch für völlig neue Anwendungen innerhalb der Batteriezelle konnten Prototypen entwickelt werden. So ist es beispielsweise gelungen, die Rezepturen der Klebemassen exakt auf die komplexen und empfindlichen elektrochemischen Prozesse während der vielen Lade- und Entladevorgänge abzustimmen, um eine lange Batterielebensdauer zu garantieren. Weitere Informationen zur Produkt- und Technologieentwicklung bei tesa finden Sie unter www.tesa.com/de-de/ueber-uns/product-and-technology-development. Nachhaltigkeit 2 Nachhaltigkeit ist bereits seit 2001 fest in der Unternehmensstrategie von tesa verankert. Die Ambition dabei ist klar: Mit technologischem Know-how und Leidenschaft soll die Entwicklung nachhaltiger Klebelösungen und Produkte vorangetrieben werden. Die Nachhaltigkeitsstrategie basiert auf fünf strategischen Handlungsfeldern, für die langfristige Ziele bis 2030 formuliert wurden. Die Handlungsfelder decken die gesamte Wertschöpfungskette ab: Sie umfassen die Verringerung der Emissionen, eine verantwortungsvolle Beschaffung, die Verwendung von recycelten und biobasierten Materialien, Kreislaufwirtschaft und Abfallvermeidung sowie eine aktive Unterstützung von Kunden bei den eigenen Nachhaltigkeitszielen. Im Rahmen der umfangreichen Nachhaltigkeitsinitiativen wurde tesa 2023 mit der EcoVadis Gold Medaille ausgezeichnet. Damit gehört tesa zu den Top 2 Prozent der bewerteten Unternehmen der Branche im Bereich Nachhaltigkeit. Bis 2025 will tesa die Scope-1- und Scope-2-Emissionen im Vergleich zu 2018 absolut um 30% reduzieren. Zwischen 2018 und 2023 konnte tesa die Scope-1- und Scope-2- Emissionen bereits um -38% reduzieren und damit das Ziel bereits zwei Jahre früher erreichen. Bis 2030 plant das Unternehmen, klimaneutral zu produzieren. Die Scope-3- Emissionen sollen bis 2030 im Vergleich zu 2018 absolut um 20% sinken. Die Klimaziele von tesa bis 2025 wurden im Verbund mit Beiersdorf von der Science Based Target initiative (SBTi) bestätigt. Darüber hinaus hat tesa die langfristige Selbstverpflichtung im Rahmen der "SBTi Business Ambition for 1.5°C" unterzeichnet, bis spätestens 2050 "net zero emissions" (Netto-Null-Emissionen) zu erreichen. Bereits 2020 wurde das Ziel erreicht, an weltweit allen Büro- und Produktionsstandorten von tesa zu 100% Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen. Unter anderem verpflichtet tesa auch seine Geschäftspartner dazu, die gesetzten Standards zu erfüllen und sie in ihre vorgelagerten Lieferketten weiterzugeben. Dies betrifft sowohl die geforderte Produktqualität als auch transparente, faire und verantwortungsvolle Geschäftspraktiken. So möchte tesa sicherstellen, dass auch Geschäftspartner ihrer sozialen, ökologischen und ökonomischen Verantwortung gerecht werden und die Transparenz und Nachhaltigkeit in der Lieferkette Schritt für Schritt erhöht wird. Bereits seit 2020 lädt tesa direkte Zulieferbetriebe über die Plattform "EcoVadis" ein, eine Selbstbewertung durchzuführen. Lieferanten mit einer Bewertung können dadurch nachweisen, inwieweit sie Menschenrechte, faire Arbeitsbedingungen und Umweltaspekte sicherstellen sowie ihre Produkte, Rohstoffe und Dienstleistungen verantwortungsvoll erzeugen und beschaffen. Ende 2023 lagen für 70% (Vorjahr: 54%) des Einkaufsvolumens direkter Materialien von tesa EcoVadis-Selbstauskünfte vor. In den kommenden Jahren soll dieser Anteil schrittweise erhöht werden: Für insgesamt 80% des Einkaufsvolumens direkter Materialien sollen bis 2025 Nachhaltigkeitsbewertungen vorliegen. Bis 2030 wird tesa 80% des Einkaufsvolumens nur noch an Lieferanten vergeben, die den Ansprüchen mit Blick auf verantwortungsvolle Lieferketten genügen.
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Prüfung des Lageberichts.
Auch wird jeden Tag daran gearbeitet, die Produktnachhaltigkeit deutlich zu erhöhen. In der Entwicklung sind viele neue Produkte mit nachhaltigem Beitrag für die Top-Sortimente der Auto-, Elektro- und Bauindustrie sowie für Verbraucher im Büro- und Hausbedarf. Dabei setzt tesa auf die Reduktion von nicht recycelten fossilen Kunststoffen und nutzt zunehmend recycelte sowie biobasierte Materialien. Im Consumer Segment fand beispielsweise die Markteinführung des tesafilm ® Eco & Crystal statt. Die Trägerfolie des Produkts besteht zu 90% aus recyceltem PET. Für die Industriesegmente wurde im Berichtsjahr eine neue Kennzeichnung entwickelt, um Produkte mit nachhaltigeren Eigenschaften hervorzuheben. Ein Beispiel ist tesa ® 4965 Original Next Gen. Durch die Verwendung von 90% Post Consumer Recycling-PET für den Träger und einer Klebmasse, die ausschließlich biomassebilanzierte Monomere verwendet, wurde der CO 2 -Fußabdruck des Produkts um 40% gesenkt. Arbeitssicherheit und ein betriebliches Gesundheitsmanagement gehören seit jeher zu den Grundfesten von tesa. Eine Grundlage des internen Managementsystems im Bereich Arbeitssicherheit bildet die konzernweit gültige Arbeitsschutzpolitik "tesa Policy on Occupational Safety and Health". Im Rahmen des Arbeitsschutzmanagements liegt der Fokus auf den ISO-14001-zertifizierten Produktionsstandorten. Dazu wurde eine anspruchsvolle Roadmap festgelegt: Bis 2025 sollen alle tesa Standorte, die bereits über ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 verfügen, auch eine Zertifizierung nach ISO 45001 im Arbeitsschutz erreichen. 2023 haben der Hauptsitz der tesa SE und der Produktionsstandort tesa Manufacturing Hamburg die Erstzertifizierung nach der Arbeitsschutznorm DIN ISO 45001 erfolgreich abgeschlossen. Damit konnte ein weiterer Meilenstein für den Arbeitsschutz bei tesa erreicht werden. Die erfolgreiche Zertifizierung belegt, dass der Arbeitsschutz systematisch in die Führungsverantwortung des jeweiligen Standorts integriert wurde. Mit der "Accident Frequency Rate" (AFR) werden alle Arbeitsunfälle dokumentiert, die zu mindestens einem Ausfalltag geführt haben. Bei tesa lag die AFR der dokumentierten Unfälle mit mindestens einem Ausfalltag an den nach ISO 14001 zertifizierten Standorten im Berichtsjahr bei 2,7 pro eine Million Arbeitsstunden weltweit (Vorjahr: 3,6). Ausführlichere Informationen sind in dem jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht unter www.tesa.com/de-de/nachhaltigkeit sowie in der "Nichtfinanziellen Erklärung" im Geschäftsbericht der Beiersdorf AG unter https://www.beiersdorf.de/aktueller-geschaeftsbericht verfügbar. Erklärung zur Unternehmensführung 3 Der Aufsichtsrat hatte 2022 gemäß § 111 Absatz 5 Aktiengesetz Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand festgelegt, die jeweils bis spätestens zum Ende der derzeitigen Amtsperiode des Aufsichtsrats nach der Hauptversammlung 2027 erreicht werden sollen. Für den Aufsichtsrat wurde eine Zielgröße von 16,7% (dies entspricht einer Frau) und für den Vorstand eine Zielgröße von 0% festgelegt. Die Zielgröße von 0% für den Vorstand wurde in 2022 dadurch begründet, dass der Vorstand durch das Ausscheiden von Frau Cackovich Mitte 2022 zeitgleich zur Festsetzung der neuen Zielgrößen nachbesetzt worden ist und seinerzeit keine planmäßigen 3 Dieser Abschnitt war nicht Bestandteil der Prüfung des Lageberichts. Änderungen im Vorstand in den Folgejahren zu erwarten waren; zudem wurde den industriespezifischen Schwierigkeiten, Frauen für Vorstandsposten bei tesa zu finden, Rechnung getragen. Um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen, hatte der Vorstand der tesa SE in 2022 Zielgrößen für die erste und zweite Führungsebene in der tesa SE beschlossen, die jeweils bis spätestens zum 30. Juni 2027 erreicht werden sollen. Für die erste Führungsebene wurde eine Zielgröße von 30% und für die zweite Führungsebene eine Zielgröße von 35% festgelegt. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Frauenanteil im tesa Aufsichtsrat 33%, im Vorstand 0%, in der ersten Führungsebene 11,5% und in der zweiten Führungsebene 28,1%. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 4 Als internationaler Hersteller innovativer Klebebänder und selbstklebender Produktlösungen positioniert sich tesa als attraktiver und nachhaltiger Arbeitgeber. Es ist für das Unternehmen von erheblicher Bedeutung, hochqualifizierte Mitarbeitende zu rekrutieren, zu entwickeln und langfristig an sich zu binden, um so eine wichtige Voraussetzung für eine anhaltend positive Unternehmensentwicklung zu schaffen. Auch im Jahr 2023 hat tesa in die Qualifizierung seiner Mitarbeitenden investiert und weitere attraktive Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen. Im Berichtsjahr wurde das Entwicklungsangebot um weitere Online- und Präsenz- Lernangebote für Mitarbeitende sowie Führungskräfte erweitert. Speziell für High Potentials hat tesa unter anderem Development Center aufgesetzt und diese durch individualisierte Entwicklungsmaßnahmen weiter gefördert. Die Fähigkeit von Führungskräften, den Mitarbeitenden unter anderem ein motivierendes Arbeitsumfeld zu bieten und die Entfaltung ihrer Talente zu fördern, ist entscheidend für den Geschäftserfolg von tesa und seine Attraktivität als Arbeitgeber. Im ersten Quartal 2023 hat tesa begonnen, ein neues Management Excellence-Programm in Kooperation mit der European School of Management and Technology Berlin (ESMT Berlin) zu starten. Das Programm zielt darauf ab, Managern in Themen wie etwa Strategieentwicklung, Nachhaltigkeit, Innovation oder Transformation wesentliche Führungsfähigkeiten zu vermitteln. Das circa sechs Monate dauernde Programm mit diversen Remote- und zwei Präsenzmodulen wurde im Berichtsjahr bereits für zwei Kohorten mit je 25 Führungskräften durchgeführt. Ein weiteres Schwerpunktthema der HR-Arbeit ist die Förderung der tesa Talente. Im Rahmen des "Competencies Review" bekommen Talente die Chance, an berufsrelevanten Übungen - vergleichbar mit denen eines Assessment Centers - teilzunehmen. Anschließend erhalten die Teilnehmer ein qualifiziertes Feedback zu ihren Stärken und Entwicklungsfeldern anhand der tesa Values. Wesentliche Bestandteile sind unter anderem kontinuierliches Peer Feedback, eine Selbstpräsentation sowie ein Learning Path, der sich auf die zehn Monate nach dem "Competencies Review" erstreckt. Während dieser Zeit werden die Teilnehmenden intensiv von ihren Führungskräften und HR begleitet. Im Berichtsjahr wurden die Qualifizierung und die Weiterentwicklung der Führungskräfte und Mitarbeitenden wieder sowohl in Präsenz als auch remote durchgeführt.
4 Dieser Abschnitt war nicht Bestandteil der
Prüfung des Lageberichts.
Zusätzlich zu Präsenzformaten und E-Learnings wurde die Nutzung der digitalen externen Plattform "LinkedIn Learning" weiter auf tesa spezifische Bedarfe individualisiert, und es wurden entsprechend bedarfsgerechte, unternehmensspezifische Lernpfade entwickelt. Im Bereich der E-Learning-Formate sind bereits Themenfelder wie Compliance, Arbeitssicherheit, Nachhaltigkeit, Produkt- und Technologieentwicklung, Sales sowie Supply Network enthalten. Über einen digitalen tesa Learning Hub sind diese den Mitarbeitenden als Weiterbildungsangebote jederzeit zugänglich. Im Jahr 2023 wurde zudem eine neue Führungskräftetrainingsreihe weiter an hybride Arbeitsformen angepasst. Die Trainingsreihe teilt sich auf in ein "basics"-Trainingsprogramm und ein "advanced"-Trainingsprogramm. Im "basics"-Teil werden in internationalen Trainingsgruppen Grundlagen der Führungskompetenz und der Umgang mit Führungsaufgaben vermittelt. Im "advanced"-Teil werden bereits erfahrene Führungskräfte in den Bereichen Teamentwicklung, Change Management oder Coaching geschult und weiterentwickelt. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Führungskräftetrainingsreihe orientieren sich dabei an den Herausforderungen der aktuellen tesa Strategie. Das weltweite Mitarbeitendengespräch "tesa Performance Appraisal" wird in der gesamten tesa Organisation durchgeführt. In den Gesprächen zwischen Mitarbeitenden und Führungskraft gilt es, Feedback zu Arbeitsergebnissen und Arbeitsverhalten zu besprechen und durch die Führungskraft Orientierung für das folgende Jahr zu erhalten. Neben den Führungskräften sind auch alle Mitarbeitenden aufgerufen, sich mit dem Gesprächsbogen auf das Gespräch vorzubereiten. Durch diesen neuen Prozess stärkt tesa die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden, aber auch die Eigeninitiative sowie das Bewusstsein für die erbrachten Leistungen. Zusätzlich sollen Mitarbeitende und Führungskräfte von einer stärkeren Feedback- und Dialogkultur bei tesa profitieren. Im Berichtsjahr verfolgte tesa weitere Initiativen für ein attraktives Arbeitsumfeld, denn eine ansprechende Umgebung kann zum Wohlbefinden der Beschäftigten beitragen. BGM - Betriebliches Gesundheitsmanagement tesa stattet seine Arbeitsplätze ergonomisch und zeitgemäß aus, beispielsweise mit höhenverstellbaren Schreibtischen und modernen Beleuchtungs- und Belüftungskonzepten. Daneben wird Mitarbeitenden in der Norderstedter Unternehmenszentrale unter der Dachmarke "It's for you!" ein umfassendes Gesundheitsmanagement angeboten. Das Gesundheitsmanagement umfasst Angebote wie Ergonomieberatung, Darmkrebsvorsorge, ein Fitnessstudio und Massagen. Auch eine betriebsärztliche Betreuung sowie interne und externe psychosoziale Beratung und Betreuung gehören zum Gesundheitsmanagement. tesa Young Connection Innerhalb der tesa Young Connection finden sich neue Mitarbeitende bei tesa zu einer Community zusammen. So fanden im Berichtsjahr sowohl Präsenz- als auch Remote- Veranstaltungen zu unterschiedlichen fachlichen und Team Building-Themen statt. Networking steht in dieser Community im Vordergrund, um den Zusammenhalt zu stärken und Nachwuchskräfte zu binden. New Work tesa hat weiter in IT- und Kommunikationstechnologie für hybrides Arbeiten investiert sowie Kreativ- und Sozialräume in die Arbeitsweise integriert. Sie laden zu Meetings und kreativem Zusammenarbeiten am Standort ein. Ebenso wurden erste Shared Desk-Konzepte in ausgewählten Abteilungen umgesetzt, um eine noch größere individuelle Freiheit in der Wahl des Arbeitsorts zu ermöglichen und somit der Arbeit in Matrix-Strukturen gerecht zu werden. Weitere Benefits Darüber hinaus können Beschäftigte in der Unternehmenszentrale in Norderstedt unter anderem einen Reinigungsservice wahrnehmen, regelmäßig Marktstände zur Versorgung mit regionalem Obst und Gemüse besuchen sowie verschiedene Mobilitätskonzepte nutzen. Zum Beispiel haben sie die Möglichkeit, E-Autos und E-Bikes an einer Ladestation mit Strom zu versorgen und Leihfahrräder der Hamburger Initiative "Stadtrad" an einer Station auf dem Gelände zu parken. Außerdem können die Beschäftigten Fahrräder über ein bezuschusstes Programm leasen. Ausführlichere Informationen sind im nichtfinanziellen Bericht im Geschäftsbericht der Beiersdorf AG unter https://www.beiersdorf.de/aktueller-geschaeftsbericht verfügbar. II. Ertragslage
Die tesa SE weist im Geschäftsjahr 2023 ein um 14,1 Mio. € niedrigeres Betriebsergebnis von 14,6 Mio. € aus. Die Umsatzerlöse haben sich um 64,9 Mio. € auf 1.130,4 Mio. € verringert (-5,4 %). Im Geschäftsjahr 2023 wurden mit Dritten Inlandsumsätze in Höhe von 288,5 Mio. € (Vorjahr: 284,3 Mio. €) und Exportproduktumsätze in Höhe von 432,7 Mio. € (Vorjahr: 327,2 Mio. €) erwirtschaftet. Daneben wurden Produktumsätze mit verbundenen Unternehmen von 311,0 Mio. € (Vorjahr: 483,5 Mio. €) sowie Lizenzerlöse und sonstige Umsatzerlöse von 98,2 Mio. € (Vorjahr: 100,2 Mio. €) erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 16,8 Mio. € verringert. Dies resultiert im Wesentlichen aus Erträgen von verbundenen Unternehmen. Der Materialaufwand hat im Vorjahresvergleich abgenommen (-6,6 %). Die Materialaufwandsquote liegt bei 61,3 % (Vorjahr: 62,1 %). Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 Mio. € erhöht. Dies resultiert aus einem Anstieg der Löhne und Gehälter sowie einem gegenläufigen Rückgang der Aufwendungen für Altersversorgung. Die Personalkostenquote liegt bei 14,8 % (Vorjahr: 13,4 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 28,7 Mio. € auf 267,9 Mio. € verringert. Ein Rückgang war insbesondere zu verzeichnen bei Währungsverlusten. Zudem wirkte sich im Vorjahr ein Verlust aus einer Beteiligungsveräußerung aus. Gegenläufig war ein Anstieg insbesondere bei dem Marketingaufwand zu verzeichnen. Die Abschreibungen stiegen im Geschäftsjahr 2023 um 3,7 Mio. €. auf 18,5 Mio. €. Das Beteiligungs- und Zinsergebnis hat sich um 83,8 Mio. € auf 156,9 Mio. € erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus um 48,2 Mio. € höheren Dividendenerträgen sowie aus um 19,6 Mio. € höheren Ergebnisübernahmen von verbundenen inländischen Tochtergesellschaften. Zudem wurden Abschreibungen auf Beteiligungsbuchwerte in Höhe von 23,4 Mio. € (Vorjahr: 12,1 Mio. €) vorgenommen. Insgesamt endet das Geschäftsjahr 2023 bei einem Ertragsteueraufwand in Höhe von 25,8 Mio. € und weist ein Jahresergebnis von 145,0 Mio. € aus (Vorjahr: 79,1 Mio. €). III. Finanzlage
Der Cashflow aus dem operativen Geschäft ist gegenüber dem Vorjahr um 26,0 Mio. € auf 40,1 Mio. € angestiegen. Aus investiver Tätigkeit flossen saldiert 90,4 Mio. € (Vorjahr: 62,9 Mio. €) zu. Insgesamt ergab sich ein um 53,6 Mio. € höherer positiver Free Cashflow von 130,5 Mio. €. Finanzkennzahlen Die Umsatzrentabilität - bezogen auf das betriebliche Ergebnis - verringerte sich von 2,4 % im Vorjahr auf 1,3 % in 2023. Ohne Berücksichtigung der Abschreibungen auf die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen ergibt sich eine Verringerung von 3,6 % im Vorjahr auf 3,0 % in 2023. Die betriebliche Rendite auf das zu Beginn des Geschäftsjahres vorhandene Eigenkapital hat sich auf 2,1% (Vorjahr: 4,1 %) in 2023 verringert. Der Jahresüberschuss nach Steuern stieg - bezogen auf die Umsatzerlöse - auf 12,8 % gegenüber 6,6 % im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 62,1 % (Vorjahr: 60,1 %). Das Eigenkapital deckt das langfristig gebundene Vermögen zu 255,9 % ab (Vorjahr: 218,5 %). Investitionen Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen bei der tesa SE im Geschäftsjahr 2023 19,0 Mio. €. Mit dieser Summe wurde nicht nur die globale Modernisierung der IT-Infrastruktur und -Systemlandschaft vorangetrieben, es wurden im Bereich Produkt- und Technologie-Entwicklung auch die technischen Anlagen ausgebaut. IV. Vermögenslage
Der Rückgang der langfristigen Vermögenswerte von 22,7 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus Wertminderungen bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen. Die Vorräte haben sich um 20,9 Mio. € auf 91,9 Mio. € verringert. Diese Entwicklung ergibt sich im Wesentlichen durch den Abbau von Vorratsbeständen, nachdem im Vorjahr massiv aufgebaut wurde, um die Lieferfähigkeit gewährleisten zu können. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich um 86,7 Mio. € auf 791,8 Mio. € erhöht. Der wesentliche Grund hierfür ist der Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, maßgeblich bedingt durch die im Geschäftsjahr 2022 ausgegebenen Darlehen. Zur Veränderung der flüssigen Mittel wird auf die Ausführungen unter 'III. Finanzlage' verwiesen. Die Veränderung des Eigenkapitals ist auf den Jahresüberschuss von 145,0 Mio. € und die Dividendenzahlung von 85,1 Mio. € zurückzuführen. Der Rückgang der langfristigen Rückstellungen um 2,0 Mio. € auf 182,2 Mio. € resultiert hauptsächlich aus den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 2,1 Mio. € stehen im Zusammenhang mit dem Verkauf der tesa Labtec GmbH, Langenfeld, Deutschland. Die kurzfristigen Rückstellungen sind um 6,6 Mio. € auf 95,2 Mio. € gestiegen, im Wesentlichen aufgrund höherer Personalrückstellungen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gingen zurück auf 178,4 Mio. €, im Wesentlichen aufgrund niedrigerer sonstiger Verbindlichkeiten und niedrigerer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bei gleichzeitig höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. V. Chancen- und Risikobericht tesa ist ein weltweit agierender Konzern und in diesem Rahmen sehr unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Risiken und Chancen umfassen spezifische Ereignisse und Entwicklungen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten und wesentliche negative bzw. positive finanzielle und nichtfinanzielle Auswirkungen auf die Erreichung der Ziele des tesa Konzerns haben können. Das Risikomanagement als Bestandteil des gesamten Planungs-, Kontroll- und Berichtssystems zielt darauf ab, sich bietende Chancen konsequent zur Wertsteigerung zu nutzen und identifizierte Risiken auf ein für die Organisation beherrschbares Maß zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. Über das Planungs- und Berichtswesen erfasst, bewertet und überwacht tesa systematisch die weltweiten Risiken - sowohl zentral in der tesa SE als auch dezentral in den Regionen. Das Management der operativen Chancen und Risiken erfolgt weitgehend dezentral mit einem zentralen Monitoring. Übergreifende internationale Risiken im Zusammenhang mit Produktions- und Sicherheitsstandards, Rechtsverstößen, Markenführung, Finanzierung und Wertentwicklung des Konzerns werden von tesa zentral überwacht. Ein zielorientiertes Controlling und ein regelmäßiger Strategieabgleich sorgen für ein vorteilhaftes Verhältnis von Chancen und Risiken. Die interne Revision der Beiersdorf Aktiengesellschaft überwacht die Einhaltung des internen Kontrollsystems und gewährleistet die Integrität der Geschäftsabläufe. Die Beschleunigung der Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette nimmt weiter stetig zu und eröffnet sehr hohe Chancen. Dabei hat tesa im vergangenen Jahr erhebliche Anstrengungen unternommen, die es ermöglichen, die Effektivität der Investitionen deutlich zu steigern. Gleichzeitig hat tesa organisatorisch dafür gesorgt, dass noch stärker integrativ gearbeitet wird, über alle Produktgruppen sowie zwischen den Funktionen und der IT und im engen Verbund mit dem Geschäft. Unter anderem wurde beispielsweise als Reaktion auf die rasante Verbreitung von ChatGPT und ähnlichen Werkzeugen innerhalb kurzer Zeit eine verbindliche rechtliche Leitlinie erlassen, die alle tesa Mitarbeitenden im Umgang mit diesen Applikationen beachten müssen. tesa wird weiterhin an der Gestaltung der Rahmenbedingungen für die sichere Nutzung derartiger Werkzeuge arbeiten. Zum jetzigen Zeitpunkt, auch weil die Anwendungsfälle noch begrenzt sind, stuft tesa die Chancen und Risiken im Zusammenhang mit ChatGPT und ähnlichen Werkzeugen noch als gering ein. Langfristig beobachtet tesa die Entwicklungen weiter, um etwaige Chancen und Potenziale frühzeitig nutzen zu können. Marktrisiken (aber auch Marktchancen) ergeben sich für tesa grundsätzlich sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite. Preis- und Verfügbarkeitsrisiken auf den Beschaffungsmärkten werden durch auf Planbarkeit ausgelegte Lieferverträge, unter anderem mit langen Laufzeiten und Preisgleitklauseln, gemindert. Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten und kurzfristigen Preisschwankungen begegnet tesa durch den gezielten Aufbau alternativer Bezugs-quellen. Auf der Absatzseite ist tesa konjunkturellen und lieferkettenbedingten Risiken in den Industriebranchen ausgesetzt, mit denen das Unternehmen einen hohen Umsatzanteil erzielt, insbesondere in der Automobil- und Elektronikindustrie. Die enge Zusammenarbeit mit der Elektronikindustrie im asiatischen Raum ist weiterhin konstruktiv, allerdings stellt der Projektcharakter der Zusammenarbeit wie bisher ein hohes Schwankungsrisiko dar. Durch fortlaufende Investitionen in die Produkt- und Technologieentwicklung und den Ausbau eines innovativen Produktportfolios erwartet tesa eine Stärkung der Marktposition. Die Markttrends werden sowohl zentral als auch in den Regionen intensiv beobachtet, um frühzeitig steuernd eingreifen zu können und dabei gleichzeitig Chancen effizient zu nutzen. Darüber hinaus ist tesa dem Risiko eines vollständigen Ausfalls einzelner Kunden und dem Risiko des Ausfalls von Forderungen ausgesetzt. Es gibt aufgrund der breiten Umsatzverteilung und Diversifizierung jedoch keine Einzelkunden mit einem Umsatzanteil oder Forderungsbestand, deren Ausfall das Unternehmen in existenzbedrohender Weise treffen könnte. Dennoch sichert das tesa Credit Management Kunden, für die aufgrund von Unternehmensprofil und Forderungsgrößenordnung ein erhöhtes Risiko identifiziert wurde, im machbaren Rahmen zusätzlich über eine Warenkreditversicherung ab. Das Vertrauen der Kunden in die Produkte und in die Marke tesa ® , sowohl im Industrie- als auch im Consumer-Bereich, muss durch die Einhaltung hoher Standards hinsichtlich der Qualität und der Sicherheit der Produkte erhalten und gepflegt werden. Sie unterliegen deshalb über den gesamten Beschaffungs-, Herstellungs- und Distributionsprozess hinweg einem durchgängigen Qualitätssicherungssystem. Die Entwicklung und Einhaltung der dafür notwendigen Prozesse stellt tesa periodisch durch eigene und externe Audits nach internationalen Standards sicher. Das Unternehmen ist durchgängig nach ISO 9001 und, wo erforderlich, zusätzlich nach IATF 16949 sowie ISO 14001, 45001 und 50001 zertifiziert. Prozessbegleitende Kontrollen begrenzen Arbeitssicherheits- und Umweltrisiken. Auch diese werden durch externe Zertifizierungen sichergestellt. Für die finanziellen Belastungen aus Haftungsrisiken und möglichen Schadensfällen hat tesa durch den Abschluss von Versicherungen im Rahmen der Möglichkeiten und gemäß wirtschaftlichen Abwägungen entsprechende Vorsorge getroffen. Die Möglichkeit des vollständigen Ausfalls eines oder mehrerer Produktionsaggregate ist nicht auszuschließen und stellt ein potenzielles Risiko für die langfristige Lieferfähigkeit des Unternehmens dar. Diesem Risiko begegnet tesa durch ein System vorbeugender Instandhaltung, alternativer Energieversorgung und durch Maßnahmen im Bereich Brandschutz sowie entsprechende intensive Mitarbeiterschulungen. Gegen dennoch eintretende Schadensfälle ist tesa im wirtschaftlich sinnvollen Rahmen versichert. Kontinuierliche Innovationen, ein zusätzlicher Fokus auf die Nachhaltigkeit von Produkten und Produktionsprozessen sowie die Zusammenarbeit mit den Kunden zur Verbesserung ihrer Produktionsprozesse fördern die dauerhafte Akzeptanz der Produkte im Markt und eröffnen hierdurch weitere Chancen. Innovative Produkte wirken einem reinen Preiswettbewerb entgegen und reduzieren im Endverbrauchergeschäft das Risiko der Ausweitung sogenannter Handelsmarken. Forschungs- und Technologierisiken reduziert tesa durch eine eigene Produkt- und Technologieentwicklung sowie den regelmäßigen Austausch und die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungsinstituten. Eine kontinuierliche Marktbeobachtung und funktionsübergreifende Entscheidungsprozesse zur Bewertung und Auswahl von Entwicklungsprojekten stellen eine marktorientierte Entwicklungstätigkeit sicher. Technologische Kompetenz und die Pflege der Marke tesa ® als Garant für Qualität und Innovation haben eine besondere Bedeutung. Die Wahrung und Sicherung der damit verbundenen Rechtspositionen erfolgen zentral in Abstimmung mit den operativen Regionen. tesa steuert finanzielle Risiken mit einem aktiven Treasury-Management und auf Basis weltweit geltender Richtlinien im Bereich Corporate Treasury. Übergeordnetes Ziel ist es, die finanzielle Leistungsfähigkeit des Konzerns abzusichern und den Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. tesa stellt im Rahmen des Finanzmanagements die jederzeitige Liquidität des Konzerns sicher, kontrolliert die Risiken im Bereich der Finanzinstrumente und optimiert das konzernweite Cash-Management. Rechtsverstöße können den guten Ruf von tesa schädigen und zu Strafen, Sanktionen, Schadensersatzansprüchen, Verfahrenskosten und sonstigen Belastungen führen. tesa minimiert die mit Rechtsverstößen korrespondierenden Risiken mit einer risikoorientierten Compliance-Organisation. Die derzeitigen Schwerpunkte der Compliance-Aktivitäten und Programme liegen auf den Themen Kartellrecht, Anti-Korruption und Datenschutz. Mit an den jeweiligen Risiken ausgerichteten Richtlinien, Prozessen und Schulungsprogrammen wird auf eine systematische Risikominimierung hingewirkt. Dies wird darüber hinaus unterstützt durch einen global gültigen und verpflichtenden Verhaltenskodex. Währungsbedingte Risiken sichert tesa für frei konvertible Währungen, sofern wirtschaftlich sinnvoll, zu 75% ab. Die Abwicklung der dementsprechend abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte erfolgt zentral über die Beiersdorf Aktiengesellschaft. Potenzielle Risiken im Zusammenhang mit der Anlage liquiditätsnaher Mittel werden grundlegend durch die von Beiersdorf gesteuerte konzernweite Anwendung von Kontrahentenlimits begrenzt. Die Entwicklung der devisenkursbedingten Risiken wird regelmäßig überprüft. Sowohl Zinsrisiken als auch Liquiditätsrisiken sind für tesa aufgrund der sehr geringen Inanspruchnahme von Bankkrediten von untergeordneter Bedeutung. Grundsätzlich dienen Sicherungsgeschäfte ausschließlich der Sicherung operativer Grundgeschäfte oder betriebsnotwendiger Finanztransaktionen. tesa überwacht laufend Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der IT-Systeme und passt sie dem Stand der Technik an. Zur Risikobegrenzung bei der mobilen Datenkommunikation und beim Einsatz von Cloud-Anwendungen überwacht tesa die Wirksamkeit der Maßnahmen und hält Notfallpläne vor. Unberechtigter Zugriff und Datenverlust sind durch technische und organisatorische Maßnahmen weitestmöglich ausgeschlossen. Der Gewinnung und dem Erhalt qualifizierter Fach- und Führungskräfte dienen leistungsbezogene Vergütungssysteme, gezielte Weiterbildungsprogramme und die kontinuierliche Rekrutierung und Entwicklung von Nachwuchskräften. Aus heutiger Sicht lassen sich für die nächsten zwölf Monate keine darüber hinausgehenden besonderen Risiken erkennen, die allein oder in Summe für tesa bestandsgefährdend sein könnten. VI. Prognosebericht Die geopolitischen Risiken und ihre Effekte auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung werden das tesa Geschäft auch 2024 nachhaltig prägen. Insbesondere die zukünftige Entwicklung des globalen Automobilmarktes und der Elektronikindustrie werden die Geschäftsaktivitäten und das Wachstum von tesa beeinflussen. In einem weiterhin unsicheren Marktumfeld erwartet tesa für 2024 einen leichten Rückgang der Materialpreise. Bei den Energiekosten wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet. Nach 2023 geht tesa auch für 2024 von einer volatilen Entwicklung in Europa aus, da sich der andauernde Krieg in der Ukraine trotz gesunkener Inflation weiterhin negativ auf die Entwicklung der Märkte auswirken könnte. In Nordamerika werden weniger positive Impulse im Vergleich zu 2023 erwartet, dementsprechend fällt die Planung von tesa für diese Region verhaltener aus. In einem schwachen Marktumfeld bei moderater Inflation wird in der für tesa wichtigen Automobil- und Bauindustrie mit geringeren Volumenerwartungen gerechnet. Mit der Finalisierung der Erweiterung des tesa Standortes Sparta / USA, einschließlich neuer Anlagen und eines neuen Customer Solution Center, ist tesa dennoch optimal ausgerichtet, um Innovationsprojekte gemeinsam mit Partnern und Kunden voranzutreiben und damit seine Präsenz in Nordamerika zu stärken. Die Entwicklung in Asien ist weiterhin von der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft abhängig. tesa rechnet für 2024 mit einem moderaten Wachstum in Asien, an dem tesa voraussichtlich mit seinen Kunden aus der Automobil- und der Elektronikindustrie partizipieren wird. Der zunehmende Preisdruck wird das Umsatzwachstum in beiden Bereichen möglicherweise jedoch etwas dämpfen. Die enge Zusammenarbeit mit der Elektronikindustrie im asiatischen Raum ist weiterhin konstruktiv, allerdings stellt der Projektcharakter der Zusammenarbeit wie bisher ein hohes Schwankungsrisiko dar. Durch fortlaufende Investitionen in Forschung und Entwicklung innovativer Produkte und mit der stattgefundenen Eröffnung des neuen Standortes in Vietnam forciert tesa eine Stärkung der Marktposition. Wie im Jahr 2023 gesehen, geht tesa auch für 2024 von einer Volatilität der Währungskurse aus. Die Entwicklung des im Jahresverlauf 2023 aufgewerteten Euro wird auch 2024 einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von tesa haben. Eine Absicherung von Wechselkursrisiken erfolgt durch den Einsatz klassischer Finanzinstrumente. tesa investiert auch künftig in innovative Technologien an allen Produktionsstandorten weltweit. Das Investitionsvolumen wird über der Summe der Abschreibungen liegen. Die Finanzierung der Investitionen im Jahr 2024 ist gesichert. Die Wachstumserwartung für das Jahr 2024 liegt leicht über der Marktentwicklung. Dies gilt sowohl für das Geschäft mit den Endverbrauchern als auch für das Geschäft mit den Industriekunden. Durch weitere Investitionen in der Produkt- und Technologieentwicklung und damit in innovative Produkte erwartet tesa eine Stärkung seiner Marktposition. Aufgrund der globalen Herausforderungen und der daraus resultierenden hohen Unsicherheit bezüglich der Zukunftsaussichten für die Absatzmärkte und der Geschäftsentwicklung von tesa ist die Prognosefähigkeit erheblich beeinträchtigt. Mit der gleichen Unsicherheit in Bezug auf die Marktentwicklung 2024 erwartet tesa ein über dem Markt liegendes Umsatzwachstum. Unter dieser Annahme wird das organische Umsatzwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Bereich liegen. Die operative EBIT-Umsatzrendite des laufenden Geschäfts ohne Sondereffekte wird auf dem Niveau des Vorjahres liegen. VII. Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: "Die tesa SE hat nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."
Norderstedt, 28. März 2024 tesa SE Dr. N. Goldberg, Vorstandsvorsitzender, CEO Dr. J. Diesfeld , Vorstand, CFO Dr. A. Mack, Vorstand PROTOKOLL (Auszug) über die ordentliche Hauptversammlung der tesa SE am 22. April 2024in den Geschäftsräumen der Gesellschaft, NorderstedtBeschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2023. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EURO 87.956.000,00 vollständig auszuschütten; davon entfallen auf die Beiersdorf Beteiligungs GmbH EURO 79.160.400,00 und auf die Beiersdorf Aktiengesellschaft EURO 8.795.600,00. Der Anspruch auf die Dividende soll am 16. Mai 2024 fällig werden. Der Vorsitzende bat um Abstimmung über den Antrag des Vorstands und des Aufsichtsrats. Die Hauptversammlung stimmte daraufhin einstimmig dem Beschlussvorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats zu. Der Vorsitzende verkündete das vorstehende Beschlussergebnis und stellte fest, dass der Beschluss einstimmig mit allen Stimmen der Aktionäre gefasst wurde. Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2023 die ihm von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben wahr. Insbesondere berieten wir den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwachten dessen Geschäftsführung. Der Vorstand unterrichtete uns in den Aufsichtsratssitzungen über die Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung, den Geschäftsverlauf, das Risikomanagement sowie die Lage und Geschäftsaussichten der Gesellschaft. Dabei erläuterte der Vorstand auch Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten Entwicklung. Der Vorstand berichtete uns ferner regelmäßig zwischen den Sitzungen über die aktuelle Umsatzentwicklung sowie die voraussichtliche Entwicklung von Umsatz und Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr. Zudem besprach der Vorstand mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen die für das Unternehmen bedeutenden Themen. Vor allem der Vorstandsvorsitzende beriet mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden regelmäßig die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement der Gesellschaft. Regelmäßige Gegenstände der Sitzungen waren auch wichtige Geschäftsvorfälle und zustimmungspflichtige Maßnahmen des Vorstands; zu diesen beriet sich der Aufsichtsrat eingehend und erteilte nach sorgfältiger Prüfung die erforderlichen Zustimmungen. Zu bestimmten Themen wurde der Aufsichtsrat von den Beiräten der Gesellschaft beraten; über die Arbeit der Beiräte (u.a. tesa Audit Plan, Stand der Betriebsprüfungen, Einführung von Betriebssoftware) informierte und befasste sich der Aufsichtsrat fortlaufend. Im Geschäftsjahr 2023 fanden drei ordentliche Aufsichtsratssitzungen. In der Aufsichtsratssitzung am 20. April 2023 berichtete der Vorstand über das Geschäftsjahr 2022. Wir beschäftigten uns eingehend mit dem Jahresabschluss der tesa SE, dem Konzernabschluss, den Lageberichten für die tesa SE und den tesa-Konzern, dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands, dem Abhängigkeitsbericht und dem Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft berichtet uns ergänzend über die erfolgte Abschlussprüfung 2022. Wir berieten über die Beschlussvorschläge an die am gleichen Tag stattfindende Hauptversammlung der tesa SE und beschlossen diese. Zudem befassten wir uns intensiv mit der laufenden Geschäftsentwicklung und erhielten wir ein Update zum aktuellen Umsetzungsstand der Nachhaltigkeitsstrategie und der Consumer-Strategie sowie einen Statusbericht zu den Werken in Concagno (Italien) und Haiphong (Vietnam). Wir erörterten die Erreichung der Ziele des Vorstands für 2022 und setzten die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2022 fest. Zudem beschlossen wir die Zielfestlegung für das Jahr 2023. Schließlich befasste sich der Aufsichtsrat mit der freiwilligen Selbstbeurteilung und Effizienzprüfung des Aufsichtsrats, die mit Unterstützung eines externen Beraters durchgeführt wurde. In der Aufsichtsratssitzung am 29. August 2023 befassten wir uns erneut eingehend mit der laufenden Geschäftsentwicklung des Unternehmens, einschließlich einem Sonderblick zu den Geschäftsrisiken und den vom Vorstand umgesetzten Maßnahmen zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen im Geschäftsumfeld. Zudem erhielten wir weitere Updates zur Consumer Strategie, zur Transformation der Forschung & Entwicklung und zu den Investitionen in den Werken. Schließlich berieten wir uns zu diversen Vorstandsangelegenheiten und zu dem weiteren Prozess der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats. In der Sitzung am 28. November 2023 berichtete uns der Vorstand ausführlich über die laufende Geschäftsentwicklung, mit einem detaillierten Update zu der Transformation des Unternehmens und zum Ausblick auf das Gesamtjahr 2023. Des Weiteren erstattete der Vorstand seinen Bericht über die Unternehmensplanung (ABP) 2024 inklusive der Unternehmensziele; der Aufsichtsrat diskutierte diese intensiv und stimmte der Planung anschließend zu. Darüber hinaus gab der Vorstand einen Zwischenstandsbericht zur tesa Nachhaltigkeitsstrategie sowie ein weiteres Update zur Consumer-Strategie. Des Weiteren berichtete der Vorstand zum Status der Implementierung von S/4 HANA, zu weiteren Investitionen und zu Steuerthemen. Schließlich legten wir die aus dem ABP abgeleiteten Vorstandsziele für 2024 fest; zudem befassten wir uns mit Vergütungsfragen und Personalangelegenheiten im Vorstand und beschlossen unter anderem die Verlängerung der Bestellung und des Dienstvertrags eines Vorstandsmitglieds. In einer außerordentlichen Sitzung am 3. Januar 2024 befasste sich der Aufsichtsrat darüber hinaus mit weiteren Veränderungen im Vorstand und fasste hierüber entsprechende Beschlüsse. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der tesa SE und den Konzernabschluss nebst den Lageberichten der tesa SE und des tesa-Konzerns für das Geschäftsjahr 2023 prüfte die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und versah diese mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken. Aufgrund der Mehrheitsbeteiligung der Beiersdorf Aktiengesellschaft, Hamburg, stellte der Vorstand ferner einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2023 auf, den der Abschlussprüfer ebenfalls prüfte und mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versah: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Vorfeld der Sitzung am 22. April 2024 den Jahresabschluss und Lagebericht der tesa SE, den Konzernabschluss und den Lagebericht des tesa-Konzerns, den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023. Die Abschlüsse und Berichte sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands berieten und prüften wir ausführlich vor und in unserer Sitzung am 22. April 2024. Der Abschlussprüfer der Gesellschaft berichtete in dieser Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand uns für Fragen zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung erhoben wir keine Einwände gegen den Jahresabschluss der tesa SE, den tesa Konzernabschluss, die Berichte über die Lage der tesa SE und des tesa-Konzerns, den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen einschließlich der hierin enthaltenen Schlusserklärung des Vorstands und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. Wir schlossen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und billigten die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse der tesa SE und des tesa-Konzerns zum 31. Dezember 2023. Der Jahresabschluss der tesa SE ist damit festgestellt. Darüber hinaus schloss sich der Aufsichtsrat auch dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an. Der Aufsichtsrat dankt den Kunden der Gesellschaft für das entgegengebrachte Vertrauen und insbesondere allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand für ihr großes Engagement und die geleistete Arbeit, insbesondere auch vor dem Hintergrund der andauernden Pandemie und der geopolitischen Herausforderungen. Für seinen Einsatz und seine Erfolge bei der Weiterentwicklung des Industrie-Geschäfts dankt der Aufsichtsrat dem ausgeschiedenen Vorstandsmitglied Herrn Frank Kolmorgen.
Norderstedt, den 22. April 2024 Für den Aufsichtsrat Dr. Martin Stark, Vorsitzender |
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